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Kabinett beschließt Paket

Mehr Pflegestellen für Kliniken und Heime


Stand: 01.08.2018 11:22 Uhr

Die Pflegesituation wird verbessert: Das Kabinett hat ein Sofortprogramm beschlossen, wonach in
Altenheimen 13.000 neue Stellen geschaffen werden sollen. Krankenhäuser bekommen zudem mehr
Geld für die Pflege.Das Bundeskabinett hat ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der
Personalsituation in der Pflege beschlossen. Der Gesetzesentwurf von Gesundheitsminister Jens Spahn
sieht etwa vor, dass ab dem 1. Januar 2019 in der stationären Altenpflege 13.000 neue Stellen
geschaffen werden. Für die Digitalisierung von Verwaltungsvorgängen sollen Heime und ambulante
Dienste mit bis zu 12.000 Euro pro Einrichtung gefördert werden. Ziel ist, das Pflegepersonal zu
entlasten.Zudem soll die Lage in den Krankenhäusern verbessert werden. Hier soll jede zusätzliche oder
aufgestockte Stelle refinanziert werden, ebenso Lohnerhöhungen, die nachweislich Pflegekräften
zugutekommen. Bisher müssen die Kliniken dafür noch einen Anteil aus dem eigenen Budget
aufbringen. Von 2020 an soll die Finanzierung der Pflegepersonalkosten in den Krankenhäusern so
umgestellt werden, dass nicht mehr auf Kosten der Pflege rationalisiert wird, wie es in der
Vergangenheit der Fall war.Im Gegenzug müssen die Kliniken eine Mindestzahl vom Pflegekräften
nachweisen. Haben sie zu wenig Personal in der Pflege am Bett, müssen sie mit Sanktionen rechnen.
Wer auf Dauer zu wenige Pflegekräfte beschäftigt, der müsse Abteilungen schließen, sagte Spahn. Er
betonte, mit dem Gesetzentwurf werde den Krankenhäusern ein "klares Signal" gegeben.Unterbesetzte
Krankenhäuser gefährdeten auch die Patienten und beuteten ihre Pflegekräfte aus. "Es kann auf Dauer
nicht gehen, dass man strukturell zu wenig Pflegekräfte hat." Zugleich handele es sich hier nur um einen
ersten Schritt auf dem "weiten Weg, wie er jetzt in der Pflege gegangen werden muss".
Patientenschützer fordern mehr Pflegekräfte im AltenheimPatientenschützer Eugen Brysch gehen die
Pläne zur Verbesserung der Pflege nicht weit genug. Es sei enttäuschend, dass der Gesetzgeber in
seinem Sofortprogramm für die stationäre Altenpflege nur mit 13.000 zusätzlichen Pflegekräften plane,
sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz.

Cabinet approves package


More nursing positions for hospitals and homes
Status: 01.08.2018 11:22 Uhr

The nursing situation is being improved: the cabinet has approved an emergency program under which
13,000 new positions are to be created in nursing homes. Hospitals will also receive more money for
care. The federal cabinet has approved a package of measures to improve the staffing situation in care.
The draft legislation by Health Minister Jens Spahn, for example, provides for 13,000 new positions to be
created in inpatient care for the elderly from January 1, 2019. Homes and outpatient services are to
receive funding of up to 12,000 euros per facility for the digitization of administrative processes. The aim
is to reduce the workload of nursing staff and improve the situation in hospitals. Every additional or
increased position is to be refinanced, as are wage increases that demonstrably benefit nursing staff.
Until now, hospitals have had to pay a proportion of this from their own budgets. From 2020 onwards,
the financing of nursing staff costs in hospitals is to be changed in such a way that rationalization is no
longer carried out at the expense of nursing care, as was the case in the past. In return, the hospitals
must provide evidence of a minimum number of nursing staff. If they have too few nursing staff at the
bedside, they must expect sanctions. Those who employ too few nursing staff in the long term will have
to close departments, Spahn said. He emphasized that the bill would send a "clear signal" to hospitals.
Understaffed hospitals also endangered patients and exploited their nursing staff. "It can't work in the
long run to have structurally too few nursing staff." At the same time, this is only a first step on the "long
road that must now be taken in nursing." Patient protectors demand more care personnel in the old
people's home. Patient protector Eugen Brysch does not go the plans for the improvement of the care
far enough. It is disappointing that the legislature plans only 13,000 additional nursing staff in its
emergency program for inpatient care for the elderly, said the chairman of the German Foundation for
Patient Protection.