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Foto: K. Satzinger; 20th Century Fox

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Foto: K. Satzinger; 20th Century Fox 204 Workshop: DVD auf Video-CD konvertieren mit DVDx Hollywood ist

Workshop: DVD auf Video-CD konvertieren mit DVDx

Hollywood ist überall

DVDx ist genial: Es konvertiert auf Knopfdruck jede Film-DVD ins VCD-Format, fix und fertig zum Brennen,

und ist auch noch kostenlos. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das Tool optimal ausreizen.

Von Michael Suck

M anche mögen’s halt kompliziert:

Wenn Profi-Ripper davon er- zählen, mit welchem High-End-

Encoder sie gerade die komplette Alien- Trilogie gemuxt, gemultiplext und per Multipass encodiert haben, fangen ihre Augen an zu leuchten. Falls Sie sich für Kopierorgien mit einem halben Dutzend Tools weniger begeistern können, sollten Sie auf DVDx umsteigen. Speziell für Video-CDs (VCD) ist DVDx ein rundum gelungenes Allround- Tool und ideal für Einsteiger; nur ein

Brennprogramm brauchen Sie noch. Mit DVDx müssen Sie sich nicht die Nächte um die Ohren schlagen, um eine halb- wegs vorzeigbare Kopie Ihres Lieblings- films zu bekommen. Wir verraten Ihnen dafür die besten Tricks.

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DVDx: Download

und Installation

Sie erhalten die aktuelle Version als Zip- Datei von der DVDx-Homepage (www2. labdv.com/dvdx). Da sie aber oft überlas-

tet ist, empfehlen wir, auf Websites auszu- weichen, die regelmäßig die neue Soft- ware auf dem Movie-Sektor zum Down- load anbieten. Anlaufadressen sind zum Beispiel www.doom9.org oder www.di gital-digest.com und selbstverständlich www.chip.de. Wir haben für diesen Workshop die (bei Redaktionsschluss) aktuelle Version 1.8 benutzt. Entpacken Sie die komprimierte Datei in ein beliebiges Verzeichnis und starten Sie dann die Setup-Routine. Bei den ein- zelnen Abfragen können Sie auf »Next«

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PRAXIS

» INTERNET

1 Aufgeräumt: So einfach wie das Hauptfenster aussieht, ist auch die Bedienung von DVDx.
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Aufgeräumt: So einfach wie
das Hauptfenster aussieht, ist
auch die Bedienung von DVDx.

klicken, es sei denn, Sie wollen DVDx in einem bestimmten Ordner unterbringen. Wenn nicht, dann installiert sich das Tool auf der Windows-Partition im Ordner »Programme | DVDx«.

Legen Sie die DVD ins Laufwerk, bevor Sie mit DVDx arbeiten, und starten Sie zunächst den Film mit einem Software- Player. Grund: DVDs sind in der Regel verschlüsselt. Mit der Aktivierung durch einen Software-Player können Sie ihn in- direkt für DVDx freischalten. Jetzt geht es an die Einstellungen: Alle wichtigen Parameter geben Sie in nur zwei Fenstern ein, den »Input Settings« und den »Output Settings«. Beide finden Sie im Menüpunkt »Settings«. Dort ha- ben Sie die Wahl: Wollen Sie eine schnelle VCD mit brauchbarer Qualität oder wol- len Sie mehr Zeit investieren, um das Op- timum herauszukitzeln? Wir zeigen Ih- nen beide Methoden:

kk Für die schnelle VCD finden Sie alles in Tipp Nummer 3. kk Für die VCD in optimaler Qualität le- sen Sie die Tipps 4 bis 9.

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DVD-Daten öffnen

und importieren

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Fast Food: VCD mit nur einem Knopfdruck

Legen Sie die DVD in Ihr Laufwerk, star- ten Sie DVDx und wählen Sie »File | Open DVD Root«. DVDx durchsucht nun die DVD anhand der auf der Scheibe befind- lichen Informationsdateien (mit der En- dung IFO) nach Filmen. Nach dem Such- lauf sollte sich ein Fenster öffnen, in dem die Videospuren angegeben sind. Das klappt in der Regel aber nicht automa- tisch. Stattdessen öffnet sich das Fenster »Ordner suchen«. Dort gehen Sie auf das DVD-Laufwerk und klicken den Ordner »VIDEO_TS« an. Jetzt geht DVDx noch einmal auf die Suche. Im Fenster »Select Title«, das jetzt auf-

klappt, ist das längste Video in 99 Prozent aller Fälle der Hauptfilm der DVD. Mar- kieren Sie diesen Ein-

trag und verlassen Sie das Fenster mit der Schaltfläche »Select«. Sollte DVDx wegen komplexer Kapitel- und Verzeichnisstruk- turen einmal keinen Film finden, dann können Sie ihn alter- nativ mit »File | Open IFO« per Hand wäh- len. Ein anderer Tipp:

An sich können Sie schon jetzt den Film umwandeln. DVDx öffnet das »Input Set- tings«-Fenster automatisch, das Sie per »OK« verlassen. Sie brauchen nur noch bei den »Settings | Output Settings« das Feld »Max Frame« aktivieren, indem Sie auf den Button »Whole« klicken. Damit wandelt DVDx den kompletten Film um. Alle anderen Grundeinstellungen sind bereits für VCD konfiguriert. Drücken Sie nun in den »Output Set- tings« auf »Apply«, und das Fenster schließt sich. Wählen Sie im Hauptfenster unter »Select Output« ein Zielverzeichnis und starten Sie die Umwandlung mit »Encode«. Bei einem 1-Gigahertz-Prozes-

2 Serienreif: Auch wenn eine ganze Fernsehserie auf einer DVD ist, zeigt DVDx alle Filmtitel
2 Serienreif: Auch wenn eine ganze Fernsehserie auf
einer DVD ist, zeigt DVDx alle Filmtitel an. Sie haben
die Wahl, welche Sie auf die VCD packen wollen.

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sor haben Sie nach der doppelten Film- laufzeit einen fertigen VCD-Stream, der automatisch für 74-Minuten-Rohlinge gesplittet (aufgeteilt) ist.

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Der Feinschliff garantiert:

Die optimale VCD

Nach der schnellen VCD zeigen wir Ihnen den Königsweg für die optimale VCD, denn auch DVDx hat so seine Tücken:

Zum einen könnte die Bildqualität besser sein, zum anderen wird der Film unter Umständen mitten im Dialog gesplittet. Wegen eines Fehlers im Programm stimmt das Seitenverhältnis des fertigen Videos nicht immer. Doch all diese Un- stimmigkeiten können Sie beheben. Aber der Reihe nach: Gehen Sie in den »Settings« in das »Input Settings«-Fenster (siehe Bild auf s 206). DVDx zeigt alle gefundenen Filme unter »Program Chains«. Handelt es sich bei der DVD um einen Spielfilm, wird nur ein Eintrag angezeigt. Sind mehrere Episoden einer TV-Serie mit der IFO-Datei verknüpft, können Sie eine auswählen. In seltenen Fällen müssen Sie rechts daneben einen »Angle« auswählen. Filme wie „Abyss“ nutzen diese „Betrachtungs- winkel“, um mehrere Filmversionen in ei- ner Videodatei unterzubringen. Welcher Winkel für Sie wichtig ist, können Sie mit einem Software-DVD-Player überprüfen. Im Feld »DeCSS« geht es um das Rip- pen, also das Kopieren des Filmes von der DVD auf die Festplatte unter Ausschal- tung des DVD-eigenen Kopierschutzes CSS (Content Scrambling System). Hier nehmen Sie keine Änderungen vor. Einzi- ge Ausnahme: Verweigert DVDx das Kopieren des Films, deaktivieren Sie das Kontrollkästchen »Use ASPI«. Das schal- tet den Standard-Laufwerkstreiber ein.

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Einstellungen für den Video- und Audio-Import

Im Feld »Audio« der »Input Settings« können Sie die gewünschte Tonspur anwählen. Wollen Sie die deutsche Syn- chronisation oder lieber das englische Original? Die Umwandlung der für DVD k

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Workshop DVDx

typischen 48 kHz in 44 kHz belassen Sie am besten im Modus »Normal« – die Qualität ist in Ordnung. Auch der Wert für die Anhebung der Lautstärke unter »Volume« sollte genügen. Ist der Film dennoch zu leise, heben Sie die Lautstärke auf »4« oder »5« an. Das Kontrollkästchen »Dolby Sur- round« ist bereits aktiviert, es mischt aus den sechs diskreten Tonkanälen der DVD einen passablen Raumklang in Stereo. Für die Videoparameter sind keine Änderun- gen an den Grundeinstellungen nötig. Im Fensterteil »Misc« sollten Sie noch die »Audio/Videosynchronisation« aktivie- ren, da DVDx sonst unter Umständen Probleme hat, Bild und Ton lippensyn- chron zu halten.

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Laufwerk schonen und Untertitel einblenden

DVDx liest die Daten direkt von der DVD häppchenweise ein. Das belastet die Hardware des DVD-Laufwerks und ver- kürzt dessen Lebensdauer. Ändern Sie deshalb die Größe bei »Save your DVD Drive« auf mindestens 20 MByte. DVDx

Dieses enge Kostüm 6 Geniales Feature: Optional können Sie auch Untertitel- spuren in die VCD
Dieses enge Kostüm
6 Geniales Feature: Optional
können Sie auch Untertitel-
spuren in die VCD einbauen.

liest dann diese Datenmenge in den Ar- beitsspeicher ein und greift erst wieder auf die DVD zu, wenn die Daten aus dem Speicher abgearbeitet sind. Sollten Sie weniger als 128 MByte Ar- beitsspeicher haben, können Sie den Ein- trag »Location« von »RAM« auf »Hard Disk« ändern, damit die Daten auf der Festplatte zwischengelagert werden. Interessant sind auch die Optionen im Feld »Subtitle«. Einige Filme nutzen Un- tertitel, um Übersetzungen von Dialogen

anzuzeigen, die aus dramaturgischen Gründen nicht synchronisiert sind. Über- prüfen Sie mit einem Software-DVD- Player, ob eine solche Extra-Untertitel- spur existiert, und wählen Sie diese aus dem Pull-down-Menü unterhalb von »Subtitle«. DVDx wird dann die Unter- titel in das Video einblenden und mitco- dieren. Ausblenden lassen sich diese Untertitel auf der VCD allerdings nicht, denn sie werden als ganz normaler Be- standteil der Videobilder behandelt.

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Die richtigen MPEG-Einstel- lungen für eine Video-CD

Schließen Sie die »Input Settings« und öffnen Sie nun das Fenster »Settings | Output Settings« (siehe Grafik s 208). Das Pull-down-Menü oben links be- stimmt die Parameter für Video- oder Super-Video-CDs. Alternativ kann DVDx die DVD sogar als AVI codieren, VCD ist aber vorausgewählt. Darunter finden Sie die Bitraten für die Audio- und Videospur. DVDx hält sich dabei an die VCD-Spezifikation, Sie können aber mehr herausholen: Über 90

R

Input Settings – Übernehmen Sie diese Werte, dann kann nichts mehr schiefgehen. Im Feld »Index«
Input Settings
– Übernehmen Sie diese Werte, dann kann nichts mehr schiefgehen.
Im Feld »Index« zeigt
DVDx alle Filme auf
der DVD an, wählen
Sie einen aus.
Der Wert ist richtig
voreingestellt, es sei
denn, der Film nutzt
mehrere Blickwinkel.
Gibt es Probleme
beim Rippen, entfer-
nen Sie das Häkchen
vor »Use ASPI«.
In diesem Feld können
Sie einfach die ge-
wünschte Tonspur
anwählen.
Der Wert »Normal
Quality« bürgt für
guten Klang und eine
schnelle Rechenzeit.
»3« ist ein guter Wert
für die Lautstärke.
Falls sie zu leise ist,
nehmen Sie »4«,»5«.
Die Einstellung
»MMX (fastest)« sorgt
dafür, dass DVDx
rasant encodiert.
So viel lädt DVDx in
den Speicher, 40 MByte
ist ein guter Wert bei
128 MByte RAM.
Dieses Häkchen ga-
rantiert, dass Bild
und Ton immer syn-
chron laufen.
Erst ab 64 MByte RAM
ist es sinnvoll, dass
DVDx dort auch
zwischenspeichert.

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208 AKTUELL » TITEL » HARDWARE » SOFTWARE »

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TITEL » HARDWARE » SOFTWARE » » INTERNET diengröße Ihrer Rohlinge nach Bedarf angeben. DVDx

diengröße Ihrer Rohlinge nach Bedarf angeben. DVDx unterscheidet dabei die Rohlinggrößen für VCDs (»74 Min VCD«, »80 Min VCD«) und »ISO Data«.

R

9 Optimales Splitting: Sie kön- nen wählen, wo der Film für die zweite CD geteilt
9 Optimales Splitting: Sie kön-
nen wählen, wo der Film für die
zweite CD geteilt wird.

Workshop DVDx

Prozent aller DVD-Standgeräte prüfen nur, ob die Gesamt-Bitrate von Video und Audio (1.374 KBit) stimmt. Sie können also unter »Audio Bit Rate« die Tonspur auf akzeptable 128 KBit reduzieren und die Qualität der Videospur durch Anhe- bung auf 1.246 KBit verbessern. Zusätzlich sollten Sie »Motion search« auf »High« stellen, damit bei schnellen Szenenwechseln keine Bildblöcke entste- hen. Besitzer eines AMD-Prozessors soll- ten im Feld »Calculation« den Eintrag »MMX + 3DNow« auswählen; der MMX- only-Modus ist für Intel-CPUs. Wenn Sie mit einem Pentium 4 arbei- ten, dann rufen Sie im »Startmenü | DVDx | DVDxP4« auf. Jetzt öffnet sich ei- ne Version von DVDx, die für diesen Pro- zessor optimiert ist. Sie bringt auf einem P4 einen Zeitgewinn von etwa 30 Prozent.

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Bildauflösung und

-größe festlegen

Im Feld »Export Settings« hat DVDx be- reits die korrekte Auflösung von 352 x 288 Punkten für PAL-VCDs eingestellt. Damit der ganze Film umgewandelt wird, müs-

sen Sie bei »Max frame« auf den Button »Whole« klicken. Darüber befindet sich eine Zoomfunktion, mit der Sie die schwarzen Balken von Widescreen- Filmen verkleinern können. ! Achtung: Leider besitzt DVDx einen Bug in der Umrechnung des Bildseiten- verhältnisses, wenn der Film nicht im 4:3- oder 16:9-Format vorliegt. In diesem Fall werden die Bilder zusammengestaucht. Um das zu beheben, wählen Sie als »Zoom« die Option »Custom«. Im Hauptfenster wird nun ein Rahmen um das von der DVD eingelesene Bild ge- zeichnet. Wählen Sie »Apply«, um die »Output Settings« zu schließen. Öffnen Sie »Settings | Crop | Edit coordinates« und geben Sie folgende Werte ein: »X1:

0«, »X2: 720«, »Y1: -100«, »Y2: 676«. Durch diese Handarbeit wird Ihr Film in der korrekten Bildhöhe angezeigt.

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Den Film richtig splitten:

Größen der CDs festlegen

Öffnen Sie nun wiederum die »Output Settings«. Unter der Überschrift »Volu- me don’t exceed« können Sie die Me-

Output Settings – Diese Einstellungen garantieren gute Videoqualität bei erträglicher Rechenzeit. Hier stellen Sie
Output Settings
– Diese Einstellungen garantieren gute Videoqualität bei erträglicher Rechenzeit.
Hier stellen Sie das
Videoformat ein,
wählen Sie einfach
die »Video CD«.
Die Bildauflösung
stellt DVDx gleich mit
dem Videoformat
automatisch ein.
DVDx wählt automa-
tisch die korrekten
Parameter für das
Videoformat.
Wählen Sie »Custom«,
um das Bildseiten-
verhältnis der Vorgabe
des Films anzupassen.
Die beste Einstellung
Auf »Whole« drücken,
ist »High«, damit es
bei Actionszenen kei-
ne Bildblöcke gibt.
und DVDx nimmt alle
Frames des Films zum
Encodieren.
Prozessor-Optimie-
rung: »MMX +
3DNow« für AMD,
»P4« für Pentium.
So trennen Sie die bei-
den CDs an einer Ka-
pitelgrenze und nicht
mitten in einer Szene.
Nicht vergessen: »Ap-
ply« drücken, damit
DVDx die Änderun-
gen auch übernimmt.
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210 AKTUELL » TITEL » HARDWARE » SOFTWARE »

PRAXIS

» INTERNET

» HARDWARE » SOFTWARE » PRAXIS » INTERNET Zur Erklärung: Auf Grund der verringer- ten Fehlerkorrektur

Zur Erklärung: Auf Grund der verringer- ten Fehlerkorrektur von VCDs und SVCDs passen auf einen Rohling mehr Daten, als auf der CD-Hülle eigentlich angegeben ist. Sie können also bei VCDs und auch bei Super-Video-CDs (SVCD) etwa 800 MByte auf einem 700-MByte- Rohling unterbringen. Wählen Sie hinge- gen »ISO Data«, beachtet DVDx diesen Umstand nicht und trennt die Dateien anhand der normalen Füllmengen der Rohlinge. Gleichzeitig wird diese Tren- nung ohne jede Rücksicht auf die Film- handlung einfach vollzogen. Praktischer ist es, die zweite CD bei einem neuen Filmkapitel anfangen zu las- sen. Wählen Sie deshalb als Mediengröße »Custom chapter« und dann rechts dane- ben »Settings«. Nun markieren Sie von oben bis unten die Kapitel so lange, bis die MByte-Anzeige bei »Selected Size« entweder 740 (74-Minuten-Rohling) oder 800 MByte (80-Minuten-Rohling) erreicht hat. Drücken Sie dann die Schalt- fläche »Create Volume«. Für die Länge der zweiten CD wieder- holen Sie den Vorgang einfach. DVDx er- stellt nun zwei Videostreams und trennt diese an den gewünschten Kapiteln. Ver- lassen Sie das Fenster per »Close« und drücken Sie bei den »Output Settings« schließlich auf »Apply«.

Workshop DVDx

MINI-WORKSHOP: DVDX AUSREIZEN » Bildqualität bis aufs letzte Bit Mit den von uns angegebenen Parame-
MINI-WORKSHOP: DVDX AUSREIZEN
» Bildqualität bis aufs letzte Bit
Mit den von uns angegebenen Parame-
tern kommen Sie zwar in kurzer Zeit zu
sehr ansehnlichen Ergebnissen. Aber es
geht immer noch einen Tick besser: Mit
den bestmöglichen Qualitätseinstellun-
gen werden die Videos von DVDx so gut,
dass Sie auf dem Fernseher kaum noch
einen Unterschied zur DVD wahrneh-
men. Der Nachteil: Im Vergleich zu den
Qualitätseinstellungen im Text verdop-
pelt sich die Encodierzeit selbst im bes-
ten Fall nochmals.
1.
Eingabe konfigurieren
Gehen Sie zunächst in die
»Input Settings«. Dort
stellen Sie unter der
Option »Misc« den Ein-
trag für iDCT auf »FPU
[Best quality]«. Eine
bessere Qualität können
Sie mit DVDx nicht errei-
chen. Auf Grund der
Rechenintensität lohnt
sich der Aufwand aller-
dings nur für den ganz
besonderen Film.
2.
Ausgabe konfigurieren
Wechseln Sie zu »Set-
tings | Output Settings«.
Die optimalen Einstellun-
gen hier: »Motion se-
arch« auf »High [Slow]«,
»Calculation« auf »Nor-
mal« und »DCT/ iDCT«
auf »FPU [best quality]«.
Allerdings: Mit diesen
Einstellungen kann die
Codierzeit für einen
zweistündigen Film mal
locker über 20 Stunden
betragen.
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Video codieren und auf CD brennen

Im Hauptfenster wählen Sie unten rechts ein Zielverzeichnis für die codierten Videodaten auf der Festplatte und klicken »Encode« oben rechts an. Der Film sollte bei einem 1-Gigahertz-PC nach rund 5,5- facher Spielzeit umgewandelt sein. Nun sind Sie genauso weit, wie am Ende von Punkt 3 unseres kleinen Workshops, aber jetzt besticht die VCD durch eine optima- le Filmqualität. Sie brauchen die Video-

streams nur noch in das Video-CD-Pro- jekt eines Brennprogramms, am besten Nero (www.ahead.de) oder WinOnCD (www.roxio.de), zu importieren. Achten Sie hierbei darauf, dass das Brennprogramm den Film nicht noch einmal konvertiert: Wenn Sie zum Bei-

spiel eine neuere Nero-Version im Einsatz haben, will der VCD-Import das manch- mal tun. Verneinen Sie dies, Nero brennt

trotzdem korrekt.

michael.suck@chip.de

Weitere Infos und eine DVD rund um dieses Thema finden Sie im CHIP- Sonderheft DVD

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