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EPOCHE KLASSIK

Der Begriff "Klassik" stammt aus dem Lateinischen (classicus) und bedeutet "erstrangig", "mustergültig". Die politisch und
gesellschaftliche Strömung der Aufklärung mit ihren Idealen: Klarheit, Einfachheit und Allgemeinverständlichkeit führten auch in
der Musik zu einer neunen Definition

Zeit: Sie umfasst die Epoche von 1730 bis 1850 und wird unterteilt in die Phasen

Vor- und Frühklassik von 1730 bis 1770 und Wiener Klassik von 1770 bis 1830

Vertreter: Die musikalische Epoche der Klassik ist vor allem mit drei Namen verbunden

Weitere Vertreter sind: Christian Cannabich (1731-1798), Franz Xaver Richter (1709-
1798) und Karl Joseph Toeschi (1731-1788), Matthias Georg Monn (1717-1750), Georg
Christoph Wagenseil (1715-1777), Georg Friedrich Händel (1685-1759), Ludwig van
Beethoven (1770-1827), die Söhne von Johann Sebastian Bach, Leopold Mozart (1719-
1787), der Vater vom besser bekannten Wolfgang Amadeus Mozart

Neuerung im Konzertwesen waren:

 Die Schaffung neuer Konzertlokalitäten ersetzte allmählich die Musiksalons des


Adels
 Parallel mit dem Entstehen neuer Konzertsäle ist auch eine Aufwärtsentwicklung des
Konzertwesens feststellbar
 Lag dieses zunächst in den Händen begeisterter Dilettanten („Dilettantenkonzerte"),
so brachte eigentlich erst das spätere 19. Jahrhundert (die Gründung der
Philharmonischen Konzerte durch Otto Nicolai war 1842 ein diesbezüglicher
Meilenstein) den Durchbruch zum modernen, sorgfältig vorbereiteten Konzertieren
 Wichtige Impulse erhielt das Konzertwesen auch von den ersten großen
Konzertinstitutionen Wiens, so vom 1771 gegründeten "Pensionsverein für Witwen
und Waisen österreichischer Tonkünstler" (Tonkünstlersozietät, später "Haydn-
Verein"), von den "Concerts spirituels", v. a. aber von der Gesellschaft der
Musikfreunde in Wien
 Diese Institutionen waren es gemeinsam mit dem Philharmonischen Orchester
( Philharmoniker) und der Hofburgkapelle, die das Konzertleben der Stadt
entscheidend prägten
 Die Schaffung eines zweiten Berufsorchesters um die Jahrhundertwende (Wiener
Symphoniker) und der Bau eines zweiten Konzertgebäudes (Konzerthaus) schufen
die Grundlage für das Funktionieren eines voll entwickelten Konzertwesens im 20.
Jahrhundert

Gattungen:

 Sinfonie - Die meist viersätzige Sinfonie nimmt eine bedeutende Stellung in der
Orchestermusik der Klassik ein. Hier erreicht sie ihre vollendete (klassische) Form.
Beethoven führt ihre Klangsprache in Richtung Romantik. Die Sätze werden nach
ihren Tempoangaben bezeichnet.
Eine typische Satzabfolge in der Sinfonie ist schnell-langsam-mäßigschnell.
 Solokonzert - Es wird in der Klassik zu einer der beliebtesten Orchester-Gattungen.
Von der Form her orientiert sich das Solokonzert an der Sinfonie. Es gibt meist nur
einen Solisten, welcher vom Orchester begleitet wird.
Auch ein Solokonzert besteht aus mehreren Sätzen (sehr häufig nur drei) mit der
Satzfolge schnelllangsam-schnell.
 Sonate: Eine Sonate ist ein kammermusikalisches Werk (meist für einen Solisten
und Klavier (oder nur Klavier) mit gleichem Ablauf wie ein Solokonzert.
 Streichquartett: Ein Streichquartett ist eine Komposition für zwei Violinen, eine Viola
und ein Violoncello, dass sich vom Ablauf an der
Sonate, bzw. der Sinfonie orientiert und es kommt die klassische Ausgewogenheit
der vier Stimmen besonders gut zum Ausdruck
 Oper - Sowohl Haydn als auch Mozart komponierten zahlreiche italienische Opern.
Erstspäter entstanden auch solche in deutscher Sprache, z. B.Mozarts Zauberflöte
oder Beethovens einzige Oper Fidelio

Formen:

 Sonatenhauptsatzform - musikalisches Formschema für Einzelsätze innerhalb


zyklischer Kompositionen wie Sonaten, Symphonien und Konzerte seit der Wiener
Klassik. Hauptsächlich im Eingangssatz, konnten auch weitere Sätze nach dem
Schema der Sonatenhauptsatzform gebaut sein.
 Variationsform - Große, zyklische Variationenwerke, in denen einem in der
Grundform aufgestellten Thema eine meist große Anzahl Variationen folgt
 Rondoform - Als Rondo werden Kompositionen bezeichnet, die sich über
idealtypische Formmodelle beschreiben lassen. Diesen Formmodellen ist ein
wiederkehrender Abschnitt (A) gemeinsam, der mit anderen musikalischen
Gestaltungen (B, C, D, E usw.) abwechselt.
 Liedform - bezeichnet man die einfachste musikalische Satzform. Der Begriff leitet
sich vom gesungenen Volkslied ab.
 Menuett - Dreiteiliger Volks- beziehungsweise Hoftanz im 3/4tel Takt (gemäßigt); ab
Mitte des 18. Jahrhunderts als Satz in Sonate, Streichquartett etc. beziehungsweise
Sinfonie der Wiener Klassik eingezogen. Wird durch Beethoven vom Scherzo
abgelöst.
 Scherzo - Im 17. Jahrhundert Bezeichnung für italienische Tanzlieder. Seit
Beethovens dritter Symphonie dreiteiliger Satz innerhalb zyklischer Werke und somit
Nachfolger des Menuetts. Auch Vortragsbezeichnung (verspielt, spaßig).
Merkmale der klassischen Musik:

 Hauptsächlich Instrumentalkompositionen, wie Streicher und Bläser oder


Kombination mit einem Chor
 Eine Instrumentengruppe spielt Hauptmelodie, der Rest begleitet
 Melodien wurden einprägsam komponiert – einfach und natürlich (Dreiklänge)
 Kein Einheitsablauf
 Einfache Tonarten und einfache Begleitung (Trommel)
 Kompositionen zum Teil dynamisch und kontrastreich
 Werden oft Merkmale wie „anspruchsvoll„, „intellektuell“ und „seriös“ zugesprochen
 Viele Stücke galten trotzdem als Unterhaltung und sollten das ganze Volk
ansprechen
 Durch Konzerte wurde die Musik weiter verbreitet
 Die Komponisten wollten mit den Musikstücken ihre Gefühle zum Ausdruck bringen
 Die wichtigsten Stilmerkmale der Klassik sind Natürlichkeit und Klarheit der Musik
Quellenverzeichnis

https://www.goethe.de/de/kul/mus/gen/kla/ruc/6480868.html
http://www.klassischemusik.eu/komponisten.html
http://grundwissen-musik.de/8/pdf/gattungenklassik.pdf
http://www.musikschule-stadt-erlenbach.de/Musikgeschichte/Klassik/Klassik.htm
https://www.musicaneo.com/de/composers/epochs/classical.html
https://ronaldkah.de/klassische-musik/
https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Konzertwesen
https://de.wikipedia.org/wiki/Klassische_Musik
http://landkreis-gymnasium.de/new/files/Dateien/Service/Unterrichtsmaterialien/Musik/
Epochen_der_Musik.pdf
https://www.prüfung-ratgeber.de/2012/06/wiener-klassik-merkmale-und-musik/