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Psychologie der Vergebung

Der Gesprchspsychotherapeut Reinhard Tausch hat die psychologische Dimension des Vergebens empirisch untersucht. Demnach handelt es sich um intensive innere Selbstgesprche, die eine mentale Bewltigung des verletzenden Ereignisses ermglichen. Tausch weist darauf hin, dass bereits eine innere Vergebung ausreichend sein kann, vor allem wenn der andere nicht erreichbar ist oder eine Mitteilung unangemessen erscheint. Pater Anselm Grn unterscheidet in seinen Lebensberatungs-Bchern zwischen schdlichem Zorn und heilsamer Wut: Es kommt ihm auf die Distanz an. Ohne diese wrde sonst eine schwere seelische Krnkung weiter in einem rumoren und man wrde sich damit selbst verletzen. Vergebung ist nicht zu erzwingen, auch wenn man es will und vorgibt.