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Mentoring-Guide Lernen Mit Begeisterung 04

Die vierte Ausgabe des Mentoring-Guides bietet Studierenden Tipps und Techniken, um mit Begeisterung zu lernen, wobei der Fokus auf der Bedeutung von Motivation, Zeitmanagement und dem Verständnis der eigenen Lerntypen liegt. Multitasking wird als ineffizient dargestellt, während Methoden wie die Eisenhower-Methode und die SMART-Methode helfen, Prioritäten zu setzen und Ziele klar zu definieren. Der Zustand des 'Flow' wird als optimaler Lernzustand beschrieben, der durch angemessene Herausforderungen und hohe Motivation erreicht werden kann.

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Mentoring-Guide Lernen Mit Begeisterung 04

Die vierte Ausgabe des Mentoring-Guides bietet Studierenden Tipps und Techniken, um mit Begeisterung zu lernen, wobei der Fokus auf der Bedeutung von Motivation, Zeitmanagement und dem Verständnis der eigenen Lerntypen liegt. Multitasking wird als ineffizient dargestellt, während Methoden wie die Eisenhower-Methode und die SMART-Methode helfen, Prioritäten zu setzen und Ziele klar zu definieren. Der Zustand des 'Flow' wird als optimaler Lernzustand beschrieben, der durch angemessene Herausforderungen und hohe Motivation erreicht werden kann.

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Mentoring-Guide Ausgabe Nr.

04//2015

Editorial
Liebe Studierende,

heute erhalten Sie die vierte und letzte Ausgabe des Mentoring-Guides, in dem es um die
Frage geht, wie man mit Begeisterung lernen kann. Vor dem Hintergrund des lebenslangen
Lernens ist es beim Studium und Beruf hilfreich zu wissen, wie das Lernen am besten gelingt. Die
Motivation ist entscheidend, Elan und Begeisterung sind aber der Schlüssel zum Erfolg. Mit dem
Mentoring-Guide wollten wir Ihnen Theorien, Konzepte und verschiedene Techniken zu
studienrelevanten Themen näher bringen und praktische Tipps zum Lernen zu Beginn Ihres
Studiums geben. Wir hoffen Sie sind jetzt gut vorbereitet für einen gelingenden Studienverlauf
und einen erfolgreichen Studienabschluss. Nach wie vor stehen wir Ihnen für alle Fragen rund
ums Studium zur Verfügung.

Team Mentoring
Dr.’in Vathsala Aithal und Romina Caltagirone

Thema dieser Ausgabe: Lernen mit Begeisterung

Kann man im Multitasking begeistert lernen?

Bei vielen Studenten sieht das Lernen folgendermaßen aus: Hier ein Telefonbimmeln. Da ein
SMS-Beep. Dort eine E-Mail Nachricht. Im Computer springt man zwischen der eigentlich zu
bearbeitenden Aufgabe und diversen Internetseiten hin und her. Viele meinen, dass
Multitasking effizient sei.

Bei Multitasking braucht das Gehirn sehr viel Energie, da jeweils unterschiedliche neuronale
Netze angesprochen werden. Unsere Konzentration ist wie ein Muskel und kann trainiert
werden. Gelegentliche Unterbrechungen beim Lernen sind nicht schlimm. Doch bei einer
Überlastung erschlafft der Konzentrationsmuskel. Dies geschieht schnell, wenn wir in den Tag
starten und unsere Konzentration zu viel beanspruchen, indem wir nicht richtig in eine Aufgabe
einsteigen, sondern nur surfen und chatten. Konzentration und Disziplin sinken dabei ab.

Beim Arbeiten im Multitasking-Zustand werden von einer Stunde Arbeitszeit nur 22 Minuten
effektiv genutzt, so die Ergebnisse von Forschungen in der Arbeitspsychologie. Dies
verdeutlicht, das Multitasking keine effizientere Nutzung der Arbeitszeit bedeutet, sondern
ganz genau das Gegenteil.

Multitasking wirkt mehr störend als fördernd. Durch das Absinken der Konzentration und der
Willenskraft entfernt man sich immer weiter von dem Ziel des effektiven Lernens.

Mentoring-Guide (Juni 2015) 1


Zeitmanagement – ein wichtiges Werkzeug zum begeisterten Lernen

„Der Mensch ist ein zielstrebiges Wesen – doch meistens strebt es zu viel und zielt zu wenig“.
(Günter Radtke)
Wir haben nur begrenzt Aufmerksamkeit, Zeit, Energie, Geduld, Geld und andere Ressourcen
zur Verfügung. Deshalb hat Zeitmanagement viel mit Ressourcenmanagement zu tun. Unsere
mentalen Fähigkeiten werden durch eine Vielzahl an Aufgaben unterbrochen. Dabei
überwältigen uns eine Menge Informationen in Form von E-Mails, Webseiten und Nachrichten.
Zwischen all dem muss der Lernstoff irgendwie ins Gedächtnis. Solche Situationen sind nicht
förderlich um zu lernen. Doch die persönliche Kapazität an Aufnahmefähigkeit kann mit
gewählten Konzentrations-, Motivations- und Zeitmanagementmethoden gesteigert werden.

Bewusster mit Zeit umgehen, Denkkategorien entwickeln, richtige Prioritäten setzen – dazu soll
Zeitmanagement animieren. Ein bewährter Ratgeber, um anstehende Aufgaben in Kategorien
einzuteilen, ist die Eisenhower-Methode. Diese Methode zählt zu den wichtigsten „Standard“-
Methoden, wenn es um Zeitmanagement geht. Dabei sollen Tätigkeiten und scheinbare To-dos
ehrlich bewertet werden: „Ist diese Aufgabe im Moment wirklich wichtig? Bringt sie mich
meinem Ziel näher? Oder ziehe ich unbewusst Aufgaben vor, die mich von meinem eigentlichen
Ziel abhalten?“. Bei der Kategorisierung nach der Eisenhower-Methode trennt man in einer
Vierfeldermatrix Wichtigkeit und Dringlichkeit. Dabei sollten die einzelnen Aufgaben in Bezug
zu der hauptsächlichen Aufgabe gesetzt werden. Hier ist sie in Kürze, angelehnt an der
Ausführung von Martin Krengel, dargestellt:

Abbildung: Die Eisenhower-Methode nach Martin Krengel.

Mentoring-Guide (Juni 2015) 2


Lerntypen – seinem Lerntyp entsprechend lernen fördert die Begeisterung

Es gibt verschiedene Arten zu lernen. Über unsere


Welcher Lerntyp sind Sie?
Sinnesorgane gelangt der Lernstoff in das Gedächtnis.
Da diese bei jedem Menschen unterschiedlich Finden Sie über diesen Test
ausgeprägt sind, spricht man von auditiven, visuellen, heraus, welcher Lerntyp Sie sind,
kommunikativen und motorischen Grundlerntypen. damit Sie Informationen in der
Weise aufnehmen können, die für
Ausführliche Informationen über diese vier Lerntypen
Sie am besten ist.
finden Sie hier.

Lernen im Flow – Ein Zustand begeisterten Lernens erreichen

Kennen Sie diese Situation? Sie gehen routinemäßig einer Tätigkeit nach und plötzlich sind sie
in einem Zustand, in dem Sie Momente des Glücks erleben, die Zeit vergessen, in dem Sie
denken: „so soll es für immer bleiben“? Flow stellt sich unter unterschiedlichsten Umständen ein.
Hierbei ist es wichtig, sich selbst zu kennen: „Wann und wo fühle ich mich gut? Wobei habe ich
schon mal die Zeit vergessen?“. Durch das Schaffen von entsprechenden Voraussetzungen, kann
sich Flow leichter einstellen.

Im Flow sind Motivation und Konzentration sehr hoch. Es ist ein Zustand voller Energie,
Produktivität und Glück. Im Flow vergisst man Zeit und Sorgen. Das einzige, was zählt, ist die
Aufgabe an sich.

Die Flow-Theorie stammt von Mihaly Csikszentmihalyi, Professor für Psychologie an der
Universität Chicago, und zeigt, dass Flow im Bereich zwischen Über- und Unterforderung
entsteht. Dazu muss zuerst die Bedingung erfüllt sein, dass man eine gewisse Neugier, ein
Interesse, an den zu lernenden Aufgaben hat. Dazu kommt, dass die Herausforderung
angemessen ist und ein konkretes Handlungsziel darstellt.

In der Grafik sind Unter- und


Überforderung dargestellt. Dazwischen
befindet sich der Flow-Zustand. Wenn
eine Aufgabe wenig anspruchsvoll ist,
besteht die Gefahr, in den Bereich der
Unterforderung abzudriften. Dann
sollte die Schwierigkeit der Aufgabe
gesteigert werden, indem zum Beispiel
ein beabsichtigter Zeitdruck aufgebaut
wird. Dies kann durch festlegen von
Fristen und Termine geschehen. Bei Überforderung ist es notwendig, auch mal eine Spielstunde
einzulegen, Pause zu machen, oder „Stopp“ sagen zu können.

Das Flow-Prinzip ist ein Schlüssel zur Produktivität. Begeistertes Lernen findet sich genau dort,
wo wir weder über- noch unterfordert sind. Die wesentlichen Grundlagen dafür sind Motivation
und Konzentration.

Mentoring-Guide (Juni 2015) 3


Weitere Hilfen zum begeisterten Lernen

Es gibt eine Vielzahl weiterer Hilfestellungen, um begeistertes Lernen zu erreichen.


Nachfolgend sind zwei ausgewählte Begriffe kurz erläutert. Selbstmanagement bezieht sich
auf die Gestaltung äußerer Faktoren. Die SMART-Methode soll helfen, realistische Ziele zu
definieren.

Mit Selbstmanagement lässt sich die persönliche Zu einem erfolgreichen


und berufliche Entwicklung unabhängig von Selbstmanagement gehören:
äußeren Faktoren gestalten. Dazu gehören
Teilkompetenzen, wie Motivation, Zielsetzung, • Wille, etwas ändern zu wollen
Planung, Organisation, Lernfähigkeit und Erfolgs- • (Selbst-) Motivation
kontrollen. • Selbstreflexion
„Selbstmanagement umfasst das, was uns den • positive Fehlerkultur
Zielen näher bringt und das Leben in die Balance • Zeitmanagement
bringt.“ (M. Knill) • Stressmanagement

Die SMART-Methode beschreibt Kriterien, die zur eindeutigen Definition von Zielen beitragen.
S.M.A.R.T.: Spezifisch, Messbar, Aktionsorientiert, Realistisch, Terminiert.

Wir können den Weg zum Ziel nur sehen und beschreiten, wenn wir ein klares Ziel vor Augen
haben. Bei lohnenswerten Zielen ist auch die Motivation, durchzuhalten und Frustrationen in
Kauf zu nehmen, größer.

Wie Lernen am besten gelingt


Tipps:
Jede Lernerfahrung ist mit Gefühlen
verknüpft. Das bedeutet, dass die innere
• Liebe den Ort, an dem Du lernst
Haltung unser Lernen beeinflusst. Bedeutsame
• Halte Ordnung Dinge lernen wir am besten. In diesem kurzen
• Bleibe in Bewegung Videoclip beschreibt Gerald Hüther
• Mache Pausen (nach ca. 20 min.) Professor der Neurobiologie an der
• Wiederhole so oft wie möglich Universität Göttingen und einer der
• Teile deine Zeit effektiv ein bekanntesten Hirnforscher, wie lernen am
• Plane deinen Tag / deine Woche besten gelingt.
• Setze Ziele
• Kontrolliere deine Fortschritte Buchempfehlung:
• Belohne dich Göttingen, Vandenhoeck & Ruprecht
• Denke Positiv Verlag, 2015:
Gerald Hüther: Etwas mehr Hirn bitte
Preis: 15,99€

Mentoring-Guide (Juni 2015) 4


Kontakt für Rückmeldung

Dr.'in Vathsala Aithal Romina Caltagirone


Standort Lemgo Standorte Detmold und Höxter
Raum: 2.101 C Raum: 1.016
Tel.: 05261 702 5521 Tel.: 05231 769 6067
Mail: vathsala.aithal@hs-owl.de Mail: romina.caltagirone@hs-owl.de

www.hs-owl.de/kom/mentoring

An dieser Ausgabe des Mentoring-Guide hat auch mitgewirkt:


Tobias Dück

Literaturangaben

Heister, W. (2009): Studieren mit Erfolg. Effizientes Lernen und Selbstmanagement. 2.


überarbeitete und erweiterte Auflage. Stuttgart: Schäffer-Poeschel Verlag.

Knill, M. (2003): Selbstmanagement. URL: http://www.rhetorik.ch/Selbstmanagement/


Selbstmanagement.html, Stand: 22.06.2015.

Krengel, M. (2012): Bestnote. Lernen verdoppeln, Prüfungsangst halbieren. Mit den besten
Techniken für Motivation, Konzentration, Lesen, Zeitmanagement, Verständnis, Lernen.
2. Auflage. Berlin: Eazybookz Verlag.

Krengel, M. (2012): Golden Rules. Zeitmanagement für Wissensarbeiter: Mit Motivation und
Konzentration zum Erfolg. Berlin: Eazybookz Verlag.

Krengel, M. (2013): Golden Rules. Erfolgreich lernen und arbeiten: Alles, was man braucht.
Selbstcoaching. Motivation. Zeitmanagement. Konzentration. Organisation. 4. Auflage.
Berlin: Eazybookz Verlag.

Zusammenfassende Darstellung der Bücher von Martin Krengel unter:


http://www.studienstrategie.de/

Mentoring-Guide (Juni 2015) 5

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