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STANDARDMODELLE

Bösendorfer –
Wiener Klavierbaukunst
Bösendorfer zählt zu den ältesten Pianomanufakturen
der Welt, reich an Tradition und weltbekannt für den
unverwechselbar berührenden Klang sowie die herausra-
gende Qualität der Instrumente.
Die Wahl von erstklassigen Materialien und vor allem die
überaus sorgfältige Verarbeitung, die auch heute noch
zum Großteil in Handarbeit gemacht wird, zeichnen jeden
einzelnen Bösendorfer aus.
Unsere Produktpalette umfasst Flügel in sieben verschie-
denen Größen, von 170 bis 290 cm Länge, ein Pianino
»mit dem Klang eines Flügels«, sowie den Computerflü-
gel CEUS, mit dem Sie Ihr Klavierspiel aufzeichnen und
wie von Zauberhand wiedergeben können.
Doch es nicht Zauberei, die einen Bösendorfer so beson-
ders macht. In jedem Bösendorfer Flügel steckt nicht nur
die Arbeit eines ganzen Jahres, sondern auch das Know-
how, das von Generation zu Generation weitergegeben
wird.
Für viele Menschen ist der Erwerb eines Bösendorfer-Flü-
gels ein Lebenstraum. Für sie bauen wir mit Hingabe und
Professionalität etwas ganz Besonderes: den »Bösendor-
fer unter den Flügeln«.
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Die Geschichte
Vater und Sohn
Ignaz Bösendorfer, der Sohn des Wiener Tischlermeisters er es mit einem Bösendorfer-Flügel – und dieser hielt seinem
Jakob Bösendorfer und dessen Frau Martha, wurde 1794 Spiel stand! Mit einem Schlag wurde der »Bösendorfer« als Kon-
geboren. Mit 19 Jahren begann der junge Bösendorfer sei- zertflügel berühmt. 1830 verlieh der österreichische Kaiser Ignaz
ne Lehrzeit bei einem Wiener Orgel- und Klavierbauer. Ein Bösendorfer als erstem Klaviermacher den Titel »K. K. Hof- und
guter Meister hatte einen großartigen Schüler gefunden. Kammerklavierverfertiger«; es folgten zahlreiche Goldmedaillen
und erste Preise. Die steigende Nachfrage nach seinen Flügeln
Wien im Jahre 1828: Franz Schubert wurde ein Jahr nach
brachte ihn auf den Gedanken, eine neue Fabrik zu gründen. Lei-
Ignaz Bösendorfer Beethoven zu Grabe getragen und neben diesem beige-
der erlebte er die Verwirklichung dieses Projektes nicht mehr; er
setzt. Vor ihnen war diese Stadt an der Donau schon Mo-
starb 1859. Sein 1835 geborener Sohn Ludwig übernahm den Be-
zart und Haydn Heimat gewesen. In diesem Jahr suchte
trieb.
Ignaz Bösendorfer um die Gewerbeberechtigung zur Füh-
rung eines eigenen Klavierbaubetriebes an. Er übernahm
die Manufaktur seines Lehrmeisters und begann mit der
Produktion eigener Instrumente.
Der junge Franz Liszt zertrümmerte zu dieser Zeit mit sei-
ner impulsiven Spieltechnik fast jedes Klavier, das ihm zur
Verfügung stand. Auf Anraten einiger Freunde versuchte
Wien 1892: Ludwig Bö-
sendorfer präsentiert
seinen Flügel Seiner
Majestät Kaiser Franz
Joseph I.

Franz Liszt spielt für Kaiser Franz Joseph und


2 Kaiserin Elisabeth in der Redoute von Buda.
Replik von Franz Schmaus und Karl Lafitte
Qualität gelten auch heute
uneingeschränkt für alle
Mitarbeiter Bösendorfers,
insbesondere in der Ma-
nufaktur der Wiener Neu-
stadt, in der seit 1973 pro-
duziert wird.
Ludwig Bösendorfer

Parallel dazu ist Bösendor-


fer dem Musikleben stark
verbunden, so war für mehr
als 40 Jahre bis vor Beginn
des ersten Weltkrieges
der Bösendorfersaal auf-
Klaviertransport zu Ludwig Bösendorfers Zeit. grund seiner überragenden
Akustik der am meisten
Als dieser 24 Jahre alt war, hatte ihn sein weitblickender Vater frequentierte Konzertsaal für Kammermusik in Wien. Es
mit dem Geheimnis der Bösendorfer-Flügel vertraut gemacht. fanden mehr als 4.500 Konzerte statt, unter anderem von
Ludwig, ein hochtalentierter Musiker mit außerordentlich gutem Anton Rubinstein, Franz Liszt, Eugen d’Albert, Johannes
Gehör, verbesserte die Instrumente derart, dass der Name Bö- Brahms, Ernst v. Dohnány, Max Reger, Arthur Rubinstein,
sendorfer mit den Begriffen Musik und berührender Klang un- Béla Bartók, Edvard Grieg, Gustav Mahler und Richard
trennbar verbunden wurde. Seine Ansprüche an kompromisslose Strauss. Im ausgehenden 19. Jahrhundert wurden Bösen-

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dorfer-Flügel für den Hof des Kaisers, für Kaiserin Elisabeth, für
Kaiserin Eugenie von Frankreich, den Kaiser von Japan, den Zaren
von Russland und andere prominente Persönlichkeiten gebaut.
Der Bösendorfersaal heute ist ein beliebter Aufführungsort für
kammermusikalische und Solo-Konzerte. In unseren Wiener Ver-
kaufsräumlichkeiten können Sie eine exquisite Auswahl unserer
einzigartigen Instrumente anspielen. Diese befinden sich seit 1913
in einem der wichtigsten Zentren für Musik: dem Wiener Musik-
verein, einem beliebten Treffpunkt für Künstlerinnen und Künst-
ler aus aller Welt.
Hier eine – natürlich unvollständige – Liste einiger der promi-
nentesten Künstler, die Bösendorfer spielen bzw. gespielt haben,
sowie von Persönlichkeiten, die Besitzer eines Bösendorfer-Instru-
mentes waren oder sind:
ABBA The Beatles
Tori Amos Leonard Bernstein
Vladimir Ashkenazy Walter Berry
Charles Aznavour Johannes Brahms
Wilhelm Backhaus Dave Brubeck
Paul Badura-Skoda Ferruccio Busoni
Béla Bartók José Carreras

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Jörg Demus Gustav Mahler
Plácido Domingo Yehudi Menuhin
George Duke Gabriela Montero
Antonin Dvorák Anne Sophie Mutter
Duke Ellington Napoleon III. (Eugenie)
Philippe Entremont Garrick Ohlsson
Dietrich Fischer-Dieskau David & Igor Oistrach
Kaiser Franz Joseph I. Alfredo Perl
Peter Gabriel Oscar Peterson
Richard Gere André Previn
Emil Gilels Hermann Prey
Edita Gruberova Swjatoslaw Richter
Friedrich Gulda Mstislav Rostropovich
Thomas Hampson Gonzalo Rubalcaba
Anthony Hopkins Anton Rubinstein
Herbert von Karajan Fazil Say
Alexei Kornienko András Schiff
Gidon Kremer Arnold Schönberg
Piano Duo Kutrowatz Frank Sinatra
Jack Lemmon Vladimir Sokoloff
Yundi Li Edna Stern
Valentina Lisitsa Cheryl Studer
Franz Liszt Richard Wagner
Gianluca Luisi Wiener Philharmoniker
Lorin Maazel Stevie Wonder
Nikita Magaloff Joe Zawinul

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Das Konzertpiano – Modell 130
Mit dem Klang eines Flügels
Viele sagen ihm den Klang eines Flügels nach, manche
sehen in ihm das beste Piano der Welt: das Bösendorfer
Modell 130.
Ihm kommt das unvergleichliche Know-how unserer
Handwerker natürlich genauso zugute wie unseren Flü-
geln. Dabei hat es alle Vorteile, die ein Piano gegenüber
einem Flügel hat: Es ist kleiner und Platz sparender, leich-
ter und günstiger in der Anschaffung.
Der Präzisionseinbau seiner Mechanik ist erfolgreich auf
optimale Spielart und verlustfreie Kraftübertragung bei
maximaler Kontrollierbarkeit ausgelegt.
Darüber hinaus besticht das Modell 130 durch seine Ele-
ganz der Formgebung und Ausgewogenheit der Proporti-
onen, oder anders gesagt: Es ist einfach schön.
Wahrscheinlich die einfachste Art, dem exklusiven Welt-
ruhm des Namens Bösendorfer anteilig zu
werden.

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»Bösendorfer
ist die Königsklasse
des Klaviers.«
Axel Zwingenberger
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Die Conservatory Series – CS-Modelle
Das beste Werkzeug muss ein Bösendorfer sein
Wer sein Handwerk richtig lernen will, der soll von An-
fang an mit dem besten verfügbaren Werkzeug arbeiten.
Aus diesem Grunde haben wir uns bei Bösendorfer etwas
Besonderes ausgedacht: Flügel der CS-Serie.
Die Lackierung ist weniger aufwendig und das Design
wurde geringfügig vereinfacht, um Studierenden zum be-
sten erschwinglichen Werkzeug zu verhelfen. Diese Flügel
sind in den Größen 170, 185, 200 und 214 erhältlich und
stehen Standardmodellen technisch und klanglich um
nichts nach.
Der Besitzer eines Klaviers der Conservatory Series kann
sich vollkommen sicher sein, auf einem Instrument zu
spielen, das ihm alle Voraussetzungen für eine erfolg-
reiche Karriere bietet. Nur mit einem Spitzeninstrument,
das für höchste Ansprüche und geniale Virtuosität ge-
baut ist, wird es möglich, die technischen Fertigkeiten
und künstlerischen Feinheiten zu entwickeln und um-
zusetzen.
Wir sind überzeugt davon, mit unserer Conserva-
tory Series jene Freunde und Liebhaber exquisiter
Musikinstrumente zu begeistern, die erstmals
daran denken, sich einen Bösendorfer zu leisten.

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»Viele meiner besten & motiviertesten Schüler
sind auf einem Bösendorfer groß geworden.
Er vermittelt jene Inspiration, jene Energie,
die lebenslange Spielfreude und besondere
individuelle Kreativität fördert.«
Paul Badura-Skoda
Bösendorfer-Ringträger

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Der Zauber des Anfangs – Modell 170
Klein ist relativ
Klangschönheit kann man nicht in Zentimetern messen.
Unser Modell 170 ist der kleinste Flügel von Bösendorfer
und speziell für kleinere Wohnräume konzipiert – damit
Sie zu Hause nicht auf den unverwechselbaren und be-
rührenden Bösendorfer-Klang verzichten müssen.
Aber was heißt schon klein, wenn man bedenkt, dass un-
ser Modell 170 mit 314 Kilogramm Gewicht und Maßen
von 146 x 170 Zentimetern mit drei Beinen mitten im Le-
ben steht?
Hochwertigste Materialien wurden hier kunsthandwerk-
lich verarbeitet. Besonders die Tonqualität im Bassbereich
und sein Reichtum an Klangfarben sind für seine Größe
einzigartig. Seine Mechanik ermöglicht schnellste Repeti-
tionen und vermittelt ein präzises Spielgefühl.
Das Modell 170 ist traditionell schwarz poliert.
Gerne fertigen wir Ihnen Ihren 170er auch fur-
niert in Vogelaugenahorn, Wurzelnuss, Amboy-
na, Palisander, Pyramidenmahagoni, Pommele
oder jeder anderen gewünschten Furnierart an.
Und das Schönste ist:
Er ist »ein Bösendorfer unter den Flügeln«.

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Ich habe immer den Klang eines
Bösendorfer geliebt – wer solch ein
Instrument spielt, wird dazu inspiriert,
den schönst möglichen Klang zu finden.
Alan Gilbert
Music Director New York Philharmonic
Der Grosse Kleine – Modell 185
Als Kosmopolit geboren
Unser Flügel Modell 185 verbindet Welten. Er verbindet
die Welt zu Hause mit der Welt des öffentlichen Auftritts.
Er verbindet den privaten Raum mit dem Raum insze-
nierter Erscheinung. Warum tut er das?
Nun, er tut es, weil er es kann. Es liegt ganz einfach in sei-
nen Möglichkeiten, diese Verbindung herzustellen.
Dazu ist er bautechnisch und spieltechnisch in der Lage.
Sein Klangvolumen ermöglicht Darbietungen vor kleinem
Publikum, sein berührender Klang verweist eindeutig auf
seine große Herkunft aus dem Hause Bösendorfer. Das
gleiche Know-how ist in seine Entwicklung mit einge-
flossen, die gleichen fachkundigen Hände, die auch die
großen Konzertflügel erschaffen, haben ihn zum Leben
erweckt.
Seine leichte Spielbarkeit und sein einzigartiger Ton-
charakter werden Sie dazu verleiten, mit Freunden
gemeinsam berührende Momente zu erleben.

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Links: Beim Schließen werden Bösendorfer Tastendeckel durch eine
eigene Konstruktion behutsam gebremst.

Rechts: Bösendorfer Flügel verfügen über sechs verschiedene Noten-


pultpositionen.
Der Klassiker – Modell 200
Lieben lernen
Musikschulen lieben ihn. Konservatorien lieben ihn. Und
wer weiß – vielleicht werden auch Sie ihn lieben lernen?
Unser Flügel Modell 200 erfreut sich seit mehr als 50
Jahren großer Beliebtheit. Mit ihm hat Bösendorfer ein
Instrument geschaffen, das richtiggehend darauf brennt,
seine klangliche und dynamische Verwandtschaft mit sei-
nen größeren Brüdern unter Beweis zu stellen, weswegen
er im professionellen Unterrichtsbereich an Musikschulen
und Konservatorien häufig anzutreffen ist.
Doch ist er auch noch dank seiner kompakten Größe
vielfach in Privaträumen zu Hause.
Spielerisch überzeugt er mit dem berühmten, berüh-
renden Bösendorfer-Klang und mit allem, was zu einem
echten Bösendorfer dazugehört: leichte Spielbarkeit,
herausragende Qualität der Fertigung und Mechanik
hinsichtlich Repetition und Stabilität, optimaler
Einsatz klangoptimierender Materialien, Wert-
beständigkeit.

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» Ich sehe im Bösendorfer aber viel mehr als schlechthin ein prachtvolles Klavier, sondern
für mich stellt es geradezu eine Verkörperung von wienerischer Musikkultur dar.
Es ist kein Zufall, dass gerade dieses Klavier in dieser Stadt geboren wurde, welche auf die
Heroen der Musik von je her eine so unwiderstehliche Anziehungskraft ausgeübt hat.«
Wilhelm Backhaus
Der Salonflügel – Modell 214
Raumgerecht mit Mass und Ziel
Unser Salonflügel Modell 214 stellt seine besonderen Fä-
higkeiten am liebsten dann unter Beweis, wenn Konzerte
in nicht allzu großen Sälen aufgeführt werden.
Hier kann er seine Stärken bestens ausspielen:
Größtmögliche Klangtransparenz, hohe Spielfreude, prä-
zises Spielgefühl, unübertroffene Klangfülle und Dynamik
und ein ausgewogener, tragfähiger Toncharakter lassen
den Applaus nicht lange auf sich warten.
Salonflügel erlebten ihren Aufschwung in den Anfängen
des Biedermeiers (Stilbezeichnung für Malerei, Literatur
und Möbel der Zeit von etwa 1815 bis 1848). Damals nah-
men die elegant eingerichteten Salons, in denen die
bedeutendsten Komponisten dieser Zeit ihre Werke
präsentierten, eine wichtige Rolle im Wiener Musik-
leben ein. Im Laufe des 19. Jahrhunderts ent-
wickelten sich die Salons zu exklusiven gesell-
schaftlichen Treffpunkten der österreichischen
Aristokratie und des Bürgertums.
Selbstverständlich ist unser Modell 214 auch
für Privaträume bestens geeignet.

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»Und der Bösendorfer
ist der ideale Partner
für meine Stradivari.«
Anne Sophie Mutter

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Der kleine Konzertflügel – Modell 225
Unnachahmlicher Klang
Er ist gebaut für die Bühne: unser Flügel Modell 225.
Sein unnachahmlicher Klang beruht auf einem Zusam-
menspiel von Erfahrung, Handwerkskunst, Technik, Musi-
kalität und Kundennutzen; denn wir bauen nur das,
was Ihnen auch nützt.
Wer seiner Ausdrucksvielfalt und seinem berührenden,
unnachahmlichen Klang jemals begegnet ist, der weiß
von besonderen Augenblicken zu berichten. Erhebend ist
das Gefühl, auf ihm zu spielen, erhebend auch, sein musi-
kalisches Spektrum zu erleben.
Aufgrund seiner Konstruktion und Größe reicht seine Fül-
le an Klangfarben vom zarten Pianissimo bis zum wuch-
tigen Fortissimo, das durch die vier zusätzlichen Tasten im
Bassbereich bis zum Subkontra F noch verstärkt wird.
Kein Wunder also, daß er als das beste kammer-
musikalische Instrument seiner Größe gilt und
trotz seiner Bühnentauglichkeit auch im pri-
vaten Bereich sehr geschätzt wird.

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»Manchmal wollen Pianisten
wie Sänger klingen.
Ich persönlich versuche wie ein
Bösendorfer zu klingen.«
Plácido Domingo

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Der Bühnenriese – Modell 280
Herz, was begehrst Du mehr?
Kontakt mit den größten Pianisten und namhaftesten
Dirigenten der Welt ermöglichte es uns, für den Konzert-
flügel 280 ein genaues Anforderungsprofil zu erstellen
und dieses mit vielen neuen technischen Entwicklungen
unter besonderer Berücksichtigung unseres großen musi-
kalischen Erbes umzusetzen.
Das Bösendorfer-Konstruktionsprinzip behandelt das
gesamte Instrument als Klangkörper und erreicht damit
den einzigartigen Klangfarbenreichtum und das typische
singende Timbre. Er ist der lebende Beweis dafür:
unser Konzertflügel Modell 280.
Als Neukonstruktion im 21. Jahrhundert kreiert,
zeigt er sich als Multitalent. Er besteht nicht
nur gegenüber einem großen Orchester, son-
dern lässt sich auch als sensibles kammermusi-
kalisches Begleitinstrument einsetzen.
Dabei zeigt er im Bassbereich eine bisher bei
keinem anderen Instrument erreichte Klarheit
und Grundtönigkeit.
Tradition und Innovation im Verbund mit den besten
Pianisten und Pianistinnen der Welt: Bühne frei!

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» Gratulation!
Das Modell 280 besitzt weiterhin die traditionellen Qualitäten von Bösen-
dorfer, wie den singenden Klang, und er verfügt über eine überaus reiche
Resonanz und höchst ansprechende Anschlagskultur.«
Paul Badura-Skoda

» …der beste Konzertflügel, den ich jemals spielte.«


André Previn

» Ich habe Bösendorfer Flügel immer be-


wundert und spiele sie seit 35 Jahren in
Konzerten. Ich genieße den klaren, kräfti-
gen Klang, den unvergleichlichen Bass und
die wunderbare Anschlagskultur. Ich freue
mich, den Konzertflügel 280 in den großen
Konzertsälen der Welt zu spielen.« 21
Garrick Ohlsson
Der Imposante – Modell 290 Imperial
Träger des Erbgutes
Unser Modell 290 Imperial trägt sie in sich wie kein ande-
rer Flügel: die Bösendorfer-DNA, das Bösendorfer-Erbgut
in seiner ausgeprägtesten Form. Historisch gesehen war
dieser Flügel das 19. Flügelmodell im Hause Bösendorfer.
Einst auf Anregung des Komponisten Ferruccio Busoni
gebaut, verfügt der Imperial über 97 Tasten, also über
acht volle Oktaven. Dieses klangewaltige Instrument
inspirierte nicht nur Busoni sondern u.a. auch Bartók, De-
bussy und Ravel zu besonderen Kompositionen, die werk-
getreu nur auf dem Bösendorfer Imperial gespielt werden
können.
Mit seinem mächtigen Resonanzboden in Verbindung
mit dem hohen Anteil an Fichten-Klangholz mutet sein
Klang geradezu orchestral an. Das Bösendorfer-Reso-
nanzkastenprinzip, also die Behandlung des gesamten
Instrumentes als Klangkörper, schafft hier unübertrof-
fene Kraft und berührende Klangfülle. Als einziger Flü-
gel unserer Standardmodelle hat das Modell Imperial zu
seiner Entstehungszeit um 1900 noch einen Beinamen
erhalten: Imperial (lat. imperare, befehlen, gebieten).
Er gebietet mit seiner Präsenz in einigen der großen Kon-
zertsälen der Welt das Maß, mit dem andere Flügel sich
messen lassen müssen.

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»Das ist es, das gehört mir!«
Oscar Peterson begegnet dem
Bösendorfer Imperial
Der Himmlische – CEUS
Verborgenes Hightech
Eine der Grundlagen bei der Entwicklung unseres neuen
Computerflügels CEUS war eine wissenschaftliche Stu-
die der technischen Universität Wien gewesen. Diese
hatte ergeben, dass die unterschiedliche Empfindung
von »mechanischer« und »menschlicher« Interpretation
hauptsächlich in der Präzision des Anschlagzeitpunktes
begründet ist. Bei Bösendorfer hatten wir uns daher das
Ziel gesetzt, einen Computerflügel zu entwickeln, dessen
Aufnahme- und Abspielqualität so unglaublich hoch sein
sollte, dass die gesamte Gefühlstiefe der Interpretationen
authentisch wiedergegeben werden kann.
Die dynamischen Abläufe der Tastenbewegung werden
mit CEUS in jedem Bereich von Forte bis Pianissimo abso-
lut authentisch wiedergegeben. Erstmals ist das Loslassen
der Tasten und somit das Aufsetzen der Dämpfer voll-
ständig reproduzierbar; zum ersten Mal in der Geschichte
der Computerflügel werden die Pedalbewegungen sicht-
bar wiedergegeben.
Die Abtastgenauigkeit ist beim CEUS um den Faktor 150
(!) besser als bei vergleichbaren Systemen. Bei jeder Taste
führen wir miniaturisierte optische Abstandsmessungen
durch.

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Fazil Say

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CEUS – Technische Besonderheiten
• CEUS ist für alle Bösendorfer-Flügel in den Größen 170 • Anschlagspräzision: Eine eventuelle Zeitdifferenz zwischen Auf-
bis 290 verfügbar. Ein nachträglicher Einbau ist eben- nahme und Wiedergabe liegt unter 2 Millisekunden.
falls möglich. • Hammerbewegung vor Anschlag: Die Zeit für die letzten
• Die Steuerung des CEUS erfolgt mittels der Klaviatur 3,7  mm Weg des Hammerkopfes zur Saite wird direkt beim
und in das Karnies eingearbeiteten Messingsensoren. Hammerkopf mit der Genauigkeit von 0,001 Millisekunden
Es wird kein externer PC zur Bedienung benötigt. (1  Mykrosekunde) gemessen.
• Das Selbstspielsystem arbeitet absolut autonom, ohne • Tasten/Pedalbewegung: Der Tasten/Pedalweg wird alle 2 Milli-
den Charakter und die Spielart des Instrumentes zu sekunden in bis zu 2.000 Stufen abgetastet.
beeinflussen. • Dynamik: Die Anschlagsstärke wird jede Millisekunde in 17.000
• CEUS zeichnet auch die kleinsten Tasten- und Pedalbe- bis 25.000 Stufen gemessen und auf 250 Stufen interpoliert.
wegungen durch hochsensible Lichtsensoren auf, spei- • Interner Speicher: 100 GB
chert diese in einem internen Harddiskdrive und gibt sie • Anschlüsse: USB, MIDI In/Out, Netzwerkstecker
über USB aus.
• Das Reproduktionssystem arbeitet in einem eigens ent-
wickelten, internen Format das die hohe Auflösung der
gesendeten Daten verarbeiten kann.
• CEUS ist voll MIDI kompatibel.
• CEUS gleicht klimatisch bedingte Veränderungen der
Mechanik durch seine automatische Kalibrierung aus.
• Die Wartbarkeit des Instrumentes bleibt unverändert.

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L. Bösendorfer Klavierfabrik GmbH
Bösendorferstraße 12 · A 1010 Wien · Austria
Telefon +43 / 1 / 504 66 51-0
Fax +43 / 1 / 504 66 51-139
mail@boesendorfer.com
www.bosendorfer.com