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INSEL COMACINA

EINLEITUNG

EINLEITUNG Referent für Tourismus, Sport und Freizeit Achille Mojoli Via Sirtori 5 - 22100 Como Tel.
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EINLEITUNG Referent für Tourismus, Sport und Freizeit Achille Mojoli Via Sirtori 5 - 22100 Como Tel.

Referent für Tourismus, Sport und Freizeit Achille Mojoli

Via Sirtori 5 - 22100 Como Tel. +39 031 2755551 Fax +39 031 2755569 infoturismo@provincia.como.it www.provincia.como.it

2755569 infoturismo@provincia.como.it www.provincia.como.it Referent für Tourismus Fabio Dadati Corso Matteotti 3 -

Referent für Tourismus Fabio Dadati

Corso Matteotti 3 - 23900 Lecco Tel. +39 0341 295509/516 Fax +39 0341 295501 turismo@provincia.lecco.it www.provincia.lecco.it

Dieser Reiseführer präsentiert eine der schönsten Regionen der Lombardei und wendet sich an alle Touristen, die hier einen angenehmen Urlaub verbringen möchten. Aus der Luft betrachtet überwiegen das Blau der Seen und das Grün der Wälder, in einer spektakulären Landschaft mit herrlichen Ausblicken. Die wichtigste Charakteristik der Provinzen Como und Lecco sind die Seen. Einen würdigen Rahmen bietet diesen die majestätische Gebirgskette, die sich nur nach Süden öffnet, wo sie in die Hügellandschaft der Brianza mit ihrer unternehmerischen Berufung übergeht. Unser Ziel war es, einen hochwertigen aber dennoch praktischen Reiseführer zu schaffen. Daher wurden neben den Informationen zu klassischen Sehenswürdigkeiten auch praktische Tipps eingebaut, sodass der Besucher auch weniger bekannte Orte entdecken kann. Gegliedert in die geografischen Zonen See, Berge und Ebene beschreibt dieser Führer das gesamte Territorium der Provinzen Como und Lecco, deren Geschichte, Naturschönheiten, Architektur und Kunstschätze, beginnend bei den Provinzhauptstädten und dem Seebecken. Ein weiterer Teil widmet sich dem Berggebiet und dessen Kultur, beschreibt die Orte, Berghütten und Gipfel, stets unter Einbeziehung der Naturpfade für Wanderer, Trekking-Liebhaber und Sportler. Der der Ebene gewidmete Teil führt uns hinab in die sanfte Hügellandschaft der Brianza, vorbei an Villen und Burgen, durch die betriebsamen, von der Adda gebildeten Täler bis hin zu den Parks mit ihren Sehenswürdigkeiten und Aussichten. Die zahlreichen und hochwertigen Fotos locken den Besucher an und die Beschreibungen führen ihn zuverlässig. Und natürlich darf in einem Reiseprogramm auch ein Blick auf Kuriositäten und die traditionelle Gastronomie jeder Region nicht fehlen. Dieser Reiseführer will das ganze Territorium, das sich seit 2005 als „Tourismussystem Comer See“ vorstellt, als einziges, von Verqwaltungsgrenzen unabhängiges Reiseziel darstellen und somit sein Image und seine Identität stärken.

letzte Auflage 2011

www.lakecomo.com

Foto von G. Scaccabarozzi

SICHT AUS BELLANO

DER COMER SEE REISEFÜHRER

INHALT

 

03.

45.

DER SEE

 

DIE BERGE

05.

Como

47.

Die Täler Valle Intelvi

14.

Lecco

51.

Val Cavargna und Val Rezzo

21.

Der Westarm

54.

Die Täler des oberen Sees

25.

Der Ostarm

55.

Triangolo Lariano

28.

Die Seemitte

58.

Das Val d‘Esino Tal

35.

Der obere See

59.

Das Valvarrone Tal

39.

Pian di Spagna

61.

Das Valsassina Tal

40.

Valsolda und Ceresio

68.

Das San Martino Tal

41.

Campione d’Italia

72.

Die traditionelle Gastronomie

42.

Schifffahrt auf dem Comer See

43.

Die traditionelle Gastronomie

 

74.

109.

DAS HÜGELLAND UND DIE EBENE

INFORMATIONEN

76.

Der Fluss Adda

109. Tagungs- und Messetourismus

81.

Das Curone Tal

110. Touristeninformationsbüros

83.

Der Naturpark Monte Barro

84.

Auf den Spuren der Romanik um Lecco

86.

Die Brianza bei Lecco und ihre Villen

88.

Der historische Kern der Brianza

92.

Die Seen der Brianza

94.

Die Radroute “Ciclovia dei Laghi”

95.

Die Brianza bei Como

102.

Romanik in der Brianza bei Como

104.

Die Grenze zur Schweiz, die Umgebung von Olgiate

107.

Die traditionelle Gastronomie

DAS ERSTE BECKEN DES COMER SEES

DER SEE

Das Gebiet des Comer Sees, zwischen den Alpen und der Padanischen Ebene, gleich hinter der Grenze zwischen Italien und Schweiz, bietet vielseitige Landschaften und hat zahlreiche Ortschaften. Der Comer See ist zweifellos die dominierende Präsenz im gesamten Gebiet. Er ist 46 Kilometer lang, hat eine Oberfläche von 146 Quadratkilometern, eine Tiefe von bis zu 410 Metern und die Breite variiert zwischen 4,3 Kilometer (zwischen Cadenabbia und Fiumelatte) und 0,43 Kilometer (zwischen Torriggia und Careno). Auf dem See wehen konstant die Winde Breva und Tivano. Die Uferlandschaft ist ein ständiger kontrastreicher Wechsel, mit strengen Bergen und sanften Hügeln, engen und unwegsamen, aber auch breiten Tälern, dicht besiedelten Ebenen und unberührten Wäldern, kleinen Ortschaften und Städten, Seegemeinden und Bergdörfern, wilden Bergbächen und dem Fluss Adda. Aufgrund seiner zentralen Lage an den wichtigsten Verbindungsadern zwischen Zentraleuropa und dem Mittelmeerraum kennt das heute in die Provinzen Como

und Lecco untergliederte Territorium seit jeher intensiven Durchfahrtsverkehr. Aus

dieser geografischen Gegebenheit entwickelte sich eine vielschichtige Zivilisation, die es in jeder Epoche verstanden hat, aus dem Wissensschatz seiner Bewohner und dem Austausch mit verschiedenen anderen Völkern Anregungen für die Schaffung beeindruckender Kunstwerke zu ziehen. Im Norden erstreckt sich der Comer See, der von den antiken Römern „Lario“ genannt wurde, bis hin zu den Tälern Valchiavenna und Valtellina, in Richtung der berühmten Pässe Splügen, Maloja und Stilfser Joch, die jahrhundertelang wichtige Handelswege nach Tirol und ins Rheinland darstellten. Der See ist im Norden sehr schmal und teilt sich in Bellagio in zwei Arme. Am Ostarm reihen sich diverse kleine Orte einzigartiger Schönheit aneinander, deren Geschichte, Kunst und Natur harmonisch

ineinander übergehen und von dem milden Seeklima begünstigt werden. Ein typisches Beispiel hierfür ist

Varenna mit seinen wunderschönen Villen direkt am Wasser, so als ob sie die herb schöne Landschaft abrunden wollten. Der Ostarm verläuft wie ein schmaler Canyon zwischen den schroffen Hängen der Ausläufer des San Primo und der Gebirgskette Corni di Canzo auf der einen und dem Legnone und der Grigne- Gruppe auf der anderen Seite. Die Kalklsteingipfel der Letzteren zählen mit ihren Felsnadeln und Zinnen zu den berühmtesten und meistbesuchtesten der Lombardei.

Der Westarm in seiner sanfteren Umgebung ist seit jeher Ziel des „Elitetourismus“, der bereits in der Belle Époque begann und dank seiner berühmten Besucher Orte wie Menaggio, Bellagio, Tremezzo oder Cadenabbia weltbekannt machte. Hier können faszinierende Herrschaftsresidenzen mit englischen Gärten und teilweise kleinen Museen mit kostbaren Kunstwerken bewundert werden. In den herrlichen klassizistischen Villen in Como, Cernobbio, Moltrasio, Blevio, Bellagio oder Tremezzo, um nur einige zu nennen, haben sich in der Vergangenheit die berühmtesten Persönlichkeiten der Musik, Literatur und des Mailänder und europäischen Adels aufgehalten und auch heute sind sie ein beliebtes Ziel für die Großen aus der Welt der Mode und des Films, was den unvergänglichen Charme dieser Landschaft belegt. Der See und das komplexe Straßennetz an seinen Ufern, von der Via Regia bis hin zum Sentiero del Viandante (Pfad des Wanderers) war in der Antike eine bedeutende Verkehrsader mit diversen Rastpunkten. Aus diesen entwickelten sich im Verlauf

Zwischen Himmel und Erde:

belvedere und aussichtspunkte

Der Eindruck der einzigartigen Ausblicke ist an einigen Orten besonders stark. Von diesen wahren „Ehrentribünen“ kann, besonders bei schönem Wetter, das Schauspiel der Natur und der Werke des Menschen besonders gut betrachtet werden. Zwei dieser Aussichtspunkte befinden sich direkt in den Provinzhauptstädten: Brunate im oberen Stadtteil von Como und Piani d’Erna oberhalb von Lecco. Darüber hinaus gibt es aber auch noch unzählige andere: Zum Beispiel den Monte Bisbino (1325 m) oberhalb von Cernobbio, Pianoro di Pigra (881 m), der mit einer Seilbahn von Argegno aus erreicht werden kann, den Sacro Monte della Madonna del Soccorso oberhalb von Ossuccio, die kleine Kirche San Martino oberhalb von Griante gegenüber dem Kap von Bellagio, die Aussichten des oberen Sees von der Gemeinde Peglio (650 m) vom Taleingang des Val di Livo oder von der Straße nach Fordeccia, oberhalb von Sorico, die „hängenden Dörfer am Monte Piatto (610 m), Molina (467 m), Lemna (533 m) und Palanzo (596 m) am Seeufer zwischen Como und Bellagio, die Burg Castello di Vezio (383 m) oberhalb von Varenna und das Belvedere in der Nähe des Passes Agueglio, die ein atemberaubendes Panorama über den mittleren Seeabschnitt bietet, der Gebirgsausläufer in Olgiasca bei Colico, die Straße des Tals Valbrona, die von Asso zur Olivenküste hinunterführt, die Gebirgskette der Grigne, die Berge Legnone und Legnoncino, der Pass Valcava, ein beliebter Startpunkt für Paraglider-Liebhaber zwischen dem Valle San Martino und dem Naturpark Orobie Bergamasche, die Perspektiven von der Hochebene Piani Resinelli, der Monte Barro und weiter südlich, schon im Gebiet der Brianza, die Wall- fahrtskirche Rocchetta in Airuno und der Hügel Montevecchia über dem Lauf des Flusses Adda. Nicht weniger eindrucksvoll ist der Ausblick vom Belvedere und dem Gipfel des Berges Sighignola (1302 m) oberhalb von Lanzo d’In- telvi, mit einem atemberaubenden Blick über den gesamten Lago di Lugano.

der Zeit die Ortschaften mit ihren Burgen und Türmen, die noch heute an die strategische Lage dieser heftig umkämpften Strecke erinnern. Der See selbst wurde zunächst im Mittelalter von Händlern und Fährleuten und später dann auch von Armeen genutzt, die von hier aus versuchten, die Gegend zu überwachen. Während die Venezianer mit diesem Unterfangen erfolglos blieben, gelang es den Spaniern hervorragend. Letztere erbauten zu diesem Zweck zwei Festungen, eine in Lecco gegen die Serenissima und den Forte Fuentes in Colico zur Verteidigung gegen die Schweizer.

COMO

GESCHICHTE

Das Territorium, auf dem heute

die Stadt Como liegt, ist seit der Vorgeschichte bewohnt, insbesondere das Hügelland im Süden, wo archäologische Funde die einstige Präsenz der Golasecca-Zivilisation belegen. Die Ureinwohner der Gegend vereinten sich frühzeitig mit anderen Völkergruppen keltischen Ursprungs, wie den Insubren im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. Como als Stadt entstand jedoch erst mit der Ankunft der Römer im Jahr 196 v. Chr., in dem unter der Führung des römischen Konsuls Claudius Marcellus die Comenser geschlagen werden und das gesamte Territorium unter römische Macht fiel. Zwischen 59 und 49 v. Chr. gründet der römische Kaiser Julius Cäsar im heutigen Nebental die Stadt Como und umgibt diese mit robusten Mauern, die an der Porta Torre noch heute zu sehen sind. Dank ihrer Lage an der wichtigen Verkahrsader Via Regia, die Mailand mit dem nahen Rezia verband, war Como für lange Zeit ein blühendes Zentrum für Handel und Kunsthandwerk. Dieser Epoche des Friedens und Wohlstands folgen die Jahre der Kriege und Überfälle der Barbaren und schließlich geriet die Stadt unter ostgotische und langobardische Herrschaft. Der Königin Teodolinda, die die Via Regia wiederherstellte (daher der geänderte Name Via Regina) und der Vorherrschaft der Franken verdankt die Stadt eine weitere Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs und relativen Friedens, der lediglich durch die Kontraste der Feudalfamilien gestört wurde. Als sich Como in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts als reiche und aufgrund ihrer geografischen Lage strategische Gemeinde etablierte, begann eine lange Zeit des Krieges gegen das nahe und mächtige Mailand, wobei Como schließlich zerstört wurde. Erst die Allianz mit Friedriech Barbarossa konnte das Schicksal der Stadt wenden. Como wurde wieder aufgabaut, mit einer neuen Stadtmauer umgeben und erlebte im Schutz der Burg Castel Baradello einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung, nicht zuletzt auch dank der Einführung der Wollverarbeitung. In späteren Bürgerkriegen stritten die Familien Rusca und Vitani um die Vorherrschaft über Como, bis sie letztendlich unter der Herrschaft der Visconti Mailand angegliedert wurde. Unter der langen spanischen Herrschaft verlor Como stark an Lebhaftigkeit und Wirtschaftsstärke. Dies war auch die Zeit der Hungersnöte und der schrecklichen Pestepidemie, die Manzoni erwähnt und von der sich die Stadt trotz Einführung der Seidenmanufaktur durch Boldoni nur langsam erholte. Nach Ankunft der Österreicher in der Lombardei (1714) ging es auch in Como allmählich wieder aufwärts und die Entwicklung der Seidenindustrie trug wesentlich zur Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Situation bei. In der Zeit des Risorgimento versuchte Como im Konflikt der „5 Giornate“ (18.-22. März 1848), sich von der österreichischen Vorherrschaft loszusagen,

COMO

aber erst am 27. Mai 1859 konnte die Stadt mit der berühmten Schlacht von San Fermo von Garibaldi endgültig befreit werden. Nach der Vereinigung Italiens entwickelte sich Como, wenn auch mit einigen Schwierigkeiten, allmählich zu einer der blühendsten Städte des Landes, vor allem dank der zu dieser Zeit bereits weit entwickelten Seiden- und Eisenindustrie. Im Zweiten Weltkrieg wurde Como zum Schauplatz für das Ende des Faschismus, als in Dongo am Ufer des Comer Sees Benito Mussolini von den Partisanen gefangen genommen und anschließend in Giulino di Mezzegra hingerichtet wurde. Heute entwickelt sich auch die Tourismusbranche der Stadt stetig weiter. Die vielen neuen Hotels und die zahlreichen kulturellen Initiativen fördern konstant die Attraktivität auf internationaler Ebene.

DER HISTORISCHE STADTKERN: ZU FUSS

Der historische

Kern von Como, die sogenannte Altstadt (Città Murata) innerhalb der mittelalterlichen Stadtmauern, ist reich an Monumenten und Kunstwerken. Am eindrucksvollen Domplatz (Piazza del Duomo) erhebt sich das antike Rathaus von

1200 mit seinen weißen, grauen und rosafarbigen

Marmorstreifen, die aus lokalen Steinbrüchen stammen. Neben dem eleganten Kreuzgang wurde im gleichen Jahrhundert der städtische Glockenturm erbaut. Der Dom wurde zwischen Ende des 14. Jahrhunderts und Mitte des 18. Jahrhunderts auf den Grundmauern der antiken Kirche Santa Maria Maggiore erbaut. Er ist ein wahres Juwel und zeigt diverse architektonische Stile – von der Spätgotik der Gebäudestruktur über den Renaissance-Stil der Fassade bis zu der eindrucksvollen Barock-Kuppel des Architekten Juvarra, mit der die Arbeiten der „Domfabrik“ im Jahr 1744 abgeschlossen wurden. Die drei Kirchenschiffe werden von gewaltigen Pfeilern unterteilt, zwischen denen kostbare Wandteppiche der Ateliers aus Ferrara, Florenz und Antwerpen aus dem 16. Jahrhundert hängen. Die Seitenschiffe enthalten diverse Altare. Der kostbarste ist zweifelsohne der Altar S. Abbondio mit einem außergewöhnlichen, geschnitzten Altarbild mit Goldverzierungen aus dem 16. Jahrhundert, das Szenen aus dem Leben des heiligen Schutzpatrons der Stadt Como darstellt. Die wunderschönen Skulpturen der Fassade sind maßgeblich Werke der Brüder Rodari. Besonders bemerkenswert sind die beiden Statuen von Plinius dem Jüngeren und Plinius dem Älteren als berühmte Bürger aus der Römerzeit. Nur wenige Schritte vom Dom entfernt befindet sich das klassizistische Teatro Sociale, das der Architekt

Cusi im 19. Jahrhundert auf den Ruinen der Burg Torre Rotonda errichtete. Hinter dem Dom erhebt sich das Haus „Ex-Casa del

Fascio“. Dieses Meisterwerk, das der rationalistische Architekt Giuseppe Terragni zwischen 1932 und

erbaute, wird als Sinnbild der modernen

Architektur erachtet. Heute ist das Gebäude Sitz des

AUF ENTDECKUNGSREISE

1936

COMO

Polizeikorps für die Zoll- und Steuerkontrolle. Ebenfalls zur Altstadt gehört die mittelalterliche Piazza San Fedele, die in der Antike als Getreidemarkt diente. Hier erhebt sich die gleichnamige Basilika, die im 10. Jahrhundert auf den Grundmauern einer frühchristlichen, der Heiligen Euphemia geweihten Kirche erbaut wurde. Die Reinheit des romanischen Stils erkennt man vor allem an der polygonalen Apsis, die von einer interessanten Loggia überragt wird, sowie an dem Giebelportal, ebenfalls an der Rückseite, das mit einzigartigen Basreliefs dekoriert wurde. An der Piazza San Fedele gibt es darüber hinaus zwei charakteristische Häuser aus dem 16. Jahrhundert, erkennbar an der typischen Holzstruktur mit überstehender Loggia. Am Ende der Altstadt befindet sich das Stadttor Porta Torre zwischen den mächtigen Mauern, die Friedrich Barbarossa im 12. Jahrhundert zur Verteidigung der Stadt errichten ließ. Dem gleichen Zweck diente auch die Burg Baradello über der Stadt, in der sich Barbarossa aufhielt und von der heute nur noch der Turm und ein Teil der Befestigungen erhalten sind. Außerhalb der Stadtmauern, an der antiken Via Regia der Römer und heute Strada Regina, befindet sich das wahre Juwel der Comer Romanik: Die Kirche S. Abbondio und ehemalige Kathedrale von Como. Dieses Meisterwerk der lokalen Baukunst wurde 1013 von den Benediktinermönchen errichtet und nahm auch die sehr antike Basilika Pietro e Paolo mit auf, deren Grundriss noch heute am Boden des Kircheninneren gekennzeichnet ist. Die schlicht elegante Fassade ist mit Lisenen gegliedert, die die fünfschiffige Aufteilung im Inneren erahnen lassen. Die historischen Ereignisse der Zeit fürhrten zu diversen Umbauten. So wurde

zum Beispiel das Gewölbe abgesenkt und einer der

antiken Glockentürme abgerissen. Dank sorgfältiger Restaurierungsarbeiten konnte dem Bau jedoch sein ursprünglicher Glanz zurückgegeben werden. Der wunderschöne Freskenzyklus an der Apsis, der Szenen aus dem Leben Christi darstellt, ist ein Meisterwerk eines anonymen Künstlers aus dem 14. Jahrhundert, der als „Meister von San Abbondio“ bekannt ist. Folgt man dem Hang des Hügels, gelangt man zu der sehr antiken Kirche San Carpoforo, die heute zu einer religiösen Einrichtung gehört. Diese Kirche ist eins der ersten Beispiele romanischer Architektur und hat eine einzigartige Bauart mit erhöhtem Presbyterium. In der Krypta sind die Reliquien des Heiligen Felix verwahrt.

DOM - COMO
DOM - COMO

STADTPARK GIARDINI A LAGO UND SPAZIERGANG BIS ZUR VILLA OLMO

Piazza Cavour ist der Ausgangspunkt für unseren zweiten Rundgang. In der Vergangenheit war dieser heute moderne Platz der Handelshafen der Stadt, der dann im 19. Jahrhundert im Rahmen einer umfan- greichen städtebaulichen Sanierung der gesamten Umgebung zugeschüttet wurde. Geht man nach links am Seeufer entlang, gelangt man zum Stadtpark. Dieser Stadtteil wurde erst in jüngerer Vergangenheit saniert und hat daher maßgeblich moderne Monu- mente.

Das Denkmal des Europäischen Widerstandes (Mo- numento alla Resistenza Europea, Colombo 1983) besteht aus drei außergewöhnlichen Treppen und großen Metallplatten, in die Zitate von in Konzentra- tionslager Deportierten eingraviert sind. Etwas weiter vorn befindet sich das Denkmal für Ma- falda von Savoyen (Clerici - 2002) und am Ende der Straße der Gedenktempel für Alessandro Volta (Tem- pio Voltiano). Dieser an klassischen Stil anlehnende Bau wurde 1927 zum 100. Todestag von Alessandro Volta erbaut und verwahrt Dokumente, Briefe und

Instrumente, die der berühmte Wissenschaftler dieser Stadt für seine Studien verwendete, einschließlich ei- nes Exemplars des berühmten Vorläufers der Batterie. Direkt am Seeufer erhebt sich das Denkmal für die Gefallenen (Monumento ai Caduti), das Giusep- pe Terragni im Jahr 1933 nach einer Zeichnung von Antonio Sant’Elia mit Steinen aus dem Karst erbaute. Die Baukunst des Razionalismus erkennt man auch in dem Stadion Sinigaglia, einmal Velodrom (1927) und, an der Kreuzung Via Sinigaglia – Via Vittorio Veneto, im berühmten Novocomum, einem Woh- nungshaus von Terragni, das die Comaschi ironisch “Transatlantico” (Ozeandampfer) nennen. Folgt man weiter dem Seeufer, gelangt man zum Aero Club Como, dem Startpunkt der Wasserflug- zeuge, und anschließend beginnt der Spazierweg zur Villa Olmo (Passeggiata di Villa Olmo). An die- sem Weg stehen diverse Patriziervillen, zum Beispiel Villa La Rotonda von dem Architekten Pollack, in der ein wunderschöner elliptischer Salon mit kostbaren Stuckarbeiten erhalten ist (heute Sitz der Provinzver- waltung Como), Villa Gallia, die ebenfalls Eigentum der Provinzverwaltung ist und 1600 an dem Stan- dort der ehemaligen Villa und des Museums von Pa- olo Giovio aus dem vorangegangenen Jahrhundert gebaut wurde, sowie schließlich Villa Parravicini mit

COMO

einem kunstvollen Giebel und Villa Mondolfo, beste- hend aus zwei Gebäuden, die über eine elegante Veranda miteinander verbunden sind. Der Spazierweg endet am Tor der beeindrucken- dsten klassizistischen Residenz der Stadt Como – Villa Olmo. Die gigantische Ulme, die der Villa einst ihren Namen gab, steht heute nicht mehr, aber in dem italienisch angelegten Garten und dem Park hinter dem Haus gibt es noch viele jahrhunderte- alte Bäume und hoch wachsende Pflanzen. Die Villa wurde Ende des 18. Jahrhunderts nach einem Projekt des berühmten klassizistischen Architekten Simone Cantoni für die Familie Odescalchi erbaut. Später ging sie in den Besitz der Raimondi und schließlich der Visconti di Modrone, deren Fami- lienwappen noch heute an der eleganten Fassade prangt. Zu den berühmtesten Gästen des Hauses zählen Napoleon und Garibaldi. Das Innere ist mit reichen Freskenmalereien und Skulpturen dekoriert und be- sondere Erwähnung verdient zweifellos das kostba- re kleine Privattheater aus dem 18. Jahrhundert. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Villa Eigentum der Gemeinde Como und wird für Tagungen, seit einigen Jahren aber auch für bedeutende Ausstel- lungen genutzt, zum Beispiel mit Werken von Mirò, Picasso, Magritte und Rubens.

Villa Olmo - Como
Villa Olmo - Como

COMO

COMO – STADT DER SEIDE

Die Geschichte des „Goldfadens“ beginnt in weiter Vergangenheit. Die Seidenherstellung, die jahrhundertelang ein exklusives Geheimnis des chinesischen Kaiserhofes war, wurde kurz nach der ersten Jahrtausendwende nach Italien importiert und verbreitete sich zunächst im Süden, vor allem in Sizilien. In die Gegend um Como gelangte die Technik um 1400 und verbreitete sich hier sehr rasch, nicht zuletzt auch dank dem Weitblick des Herzogs Ludovico Sforza, der seinen Bauern befahl, auf ihren Feldern Maulbeerbäume anzubauen, die im Lateinischen „Bombix Mori“ und im lokalen Dialekt „Murun“ genannt wurden. Auch heute noch sind die Blätter des Maulbeerbaums die einzige Nahrung der Seidenraupen, deren Lebenszyklus von den winzigen Eiern bis zum kostbaren Kokon sich seit Jahrtausenden wiederholt. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts wurden die Bauern in jedem Frühjahr zu Seidenraupenzüchtern, um ihre mageren Erträge aufzubessern. Frauen und Kinder sammelten die Maulbeerblätter und zerkleinerten sie, sodass die winzigen Raupen

COMO

sich davon ernähren konnten. Nachdem die Raupen ausgewachsen sind, beginnen sie, einen hauchdünnen Faden zu produzieren, in den sie sich einwickeln und so den Kokon bilden, in dem sie sich zu Schmetterlingen entwickeln. Diese letzte Phase muss jedoch unterbrochen werden, um den Kokon abwickeln zu können und den einzigen, etwa 1500 Meter langen Faden zu gewinnen, der mit anderen Fäden bis auf die gewünschte Stärke verzwirnt wird. Anschließend beginnt die Gewebeproduktion, für die die Stadt Como weltberühmt ist, also die Schaffung eines bestimmten Designs, das jedes Seidenprodukt einzigartig macht. Auch heute noch gilt Como mit seiner Seidenindustrie als Welthauptstadt der Seidenherstellung. Der unbearbeitete Faden wird heute jedoch aus China und Brasilien importiert und in den zahlreichen Spinnereien, Druckereien und Seidenfabriken zu Tüchern, Kravatten, Kleidung und Accessoires verarbeitet. Die Produkte tragen die Namen der berühmtesten Modedesigner aus aller Welt, die eigens nach Como kommen, um exklusive Muster für ihre Modehäuser auszuwählen. Die soziale und wirtschaftliche Bedeutung der Seide für diese Gegend wird in einigen hochinteressanten Museen veranschaulicht, in denen der Besucher

Die Seilbahn

Die Seilbahn

Sehr beliebt unter den von Como aus möglichen Ausflügen ist die Bergbahnfahrt zu der kleinen Ortschaft Brunate. Der sympathische kleine Zug fuhr diese Strecke erstmalig im Jahr 1894 und verbindet auch heute noch die Provinzhauptstadt alle 30 Minuten mit dem wunderschönen Aussichtspunkt. Die einschienige Fahrt dauert nur 7 Minuten auf einer Strecke, die die höchste zulässige Steigung von 55% erreicht. Der Ort Brunate liegt in 700 Metern Höhe und war jahrhundertelang Ausflugs- und Urlaubsziel des Comer und Mailänder Adels, der hier auch zahlreiche Jugendstilvillen errichtete. Brunate ist aber auch ein idealer Ausgangspunkt für angenehme Spaziergänge im Grünen. Vom Belvedere sieht man das Profil der Comer Altstadt, das Castrum Romano und dahinter entflieht der Blick über die Alpen und die Ebene der Brianza.

ATM - Funicolare Como Brunate Como - Piazza de Gasperi 4 - Tel. +39 031 303608 - Fax +39 031 302592 - www.funicolarecomo.it

Wasserflugzeuge

Wasserflugzeuge

Wasserflugzeuge Como
Wasserflugzeuge Como

Eine weitere Möglichkeit, die Landschaft zu

bewundern, bietet ein Rundflug im Wasserflugzeug. Seit 1913 besteht in Como die einzige europäische Flugschule für Wasserflugzeuge, die auch eindrucksvolle Rundflüge für Touristen organisiert, die die Schönheiten des Comer Sees aus der Luft betrachten möchten. Dank der Möglichkeit, praktisch überall auf dem Wasser landen zu können, ist dieses Transportmittel eine einzigartige Gelegenheit, auch weniger bekannte, eindrucksvolle Orte zu entdecken. Der Aero Club befindet sich in der Nähe des Stadions.

Aero Club Como - Viale Masia 44 - Tel. +39 031 574495 - Fax + 39 031 570333 - www.aeroclubcomo.com

COMO dieses kostbare Erzeugnis und die verschiedenen Produktionsphasen kennenlernen kann. Seidenmuseum Como Dieses im

COMO

dieses kostbare Erzeugnis und die verschiedenen Produktionsphasen kennenlernen kann.

Seidenmuseum Como Dieses im Jahr 1990 eröffnete Museum ist ein kostbares Zeugnis der Geschichte der Seide in Como sowie Sinnbild der Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart und der Tradition einer Industrie, die bis zum heutigen Tag weltweit führend ist. Das Museum mit 900 Quadratmetern Ausstellungsfläche befindet sich in dem gleichen Gebäude wie die Textilakademie Setificio. Auf dem Rundgang durch die verschiedenen Säle lernt der Besucher das kostbare Gewebe genauer kennen, angefangen vom Kokon bis zum Fertigprodukt. Im Atrium, wo der Eingang einer Seidenfabrik nachgestaltet wurde, sind antike Stechuhren ausgestellt. Der mittlere Saal vermittelt grundlegende Informationen über die Seidenraupenzucht und es sind einige Maschinen ausgestellt, mit denen das Garn für das anschließende Spinnen vorbereitet wurde. Vor dem Bereich der Seidendruckerei sind eine große Zwirnmaschine sowie antike mechanische und Handwebstühle zu sehen. Anschließend gelangt man in den Saal mit Vorrichtungen für die Kontrolle und Messung. Hier gibt es zahlreiche Geräte, mit denen das Garn gewogen und auf Robustheit geprüft wurde. Es folgt ein chemisches Labor, das dank Originalmobiliar und Originalinstrumenten realitätsgetreu nachgebildet werden konnte. Nicht weniger interessant ist die Druckerei mit einer Farbenküche, einem Drucktisch mit diversen Druckplatten aus Holz und Metall, einem Arbeitstisch für Handdrucke mit antiken Rahmen, Pausvorlagen und Geräten für die Fotogravur. Zur Walzendrucktechnik sind spezielle Maschinen für die Mustererstellung sowie fein gravierte Holz- bzw. Kupferwalzen ausgestellt. Der letzte Saal ist den Techniken für die Endbearbeitung der Gewebe gewidmet. Besonders interessant sind die antike Holzmaschine für die Realisierung von Moiré-Effekten auf Seide, die Plissiermaschine sowie eine beeindruckende Palmer von 1932.

Museum für Gewebestudien - MuST - Como (Stiftung Antonio Ratti, der Gründer der Ratti-Seidenfabrik) Dieses spezielle Museum wurde nach der Umwandlung der Privatsammlung antiker Gewebe, die Antonio Ratti, der Gründer der Ratti-Seidenfabrik, in etwa 40 Jahren zusammengetragen hatte, offiziell im Jahr 1998 eröffnet. Das MuST verfolgt einen doppelten Zweck: Es soll das immense historische Erbe schützen und dank Forschung, Analyse und Verbreitung gleichzeitig der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Sammlumg mit über 400.000 Stücken ist ein kostbares historisches Dokument sowie ein einzigartiges Instrument für die Forschung, da dank eines Multimedia-Katalogs unmittelbar auf die benötigten Informationen zugegriffen werden kann.

Zentrum der Seidenraupenzucht - Cassina Rizzardi Nur wenige Kilometer von der Stadt entfernt befindet sich dieses Zentrum für die Seidenraupenzucht auf Maulbeerbäumen. Ziel des Zentrums ist die rein didaktische Vermittlung der Technik der Seidenraupenzucht. Besonders im Frühjahr besuchen das Zentrum diverse Schulklassen, um den Lebenszyklus der Seidenraupe von der Geburt bis zur Kokonbildung mitzuverfolgen.

In der ganzen Provinz können überdies in den zahlreichen Verkaufsstellen, heute „Outlets“ genannt, Seidenstoffe und Seidenerzeugnisse zum Herstellungpreis erworben werden.

Seidenmuseum
Seidenmuseum

DIE MUSEEN

SEIDENMUSEUM

erworben werden. Seidenmuseum DIE MUSEEN SEIDENMUSEUM Eingang von der via Castelnuovo, 9 - Tel. +39 031

Eingang von der via Castelnuovo, 9 - Tel. +39 031 303180 - www.museosetacomo.com - museoseta@libero.it

Eine komplette Sammlung von Originalmaschinen, die bis vor wenigen Jahren für die verschiedenen Phasen der Seidenherstellung zum Einsatz gelangten. Verfolgen Sie die Reise des Seidenfadens mit, vom Ei, aus dem die Raupen schlüpfen, über das Zwirnen des Garns bis hin zum Weben der Seidenstoffe, dem Druck und der Endbearbeitung.

COMO

ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM „PAOLO GIOVIO“ UND HISTORISCHES MUSEUM “G. GARIBALDI“COMO (teilhaft) Piazza Medaglio d’Oro - Tel. +39 031 252550 - Fax +39 031 268053 -

GIOVIO“ UND HISTORISCHES MUSEUM “G. GARIBALDI“ (teilhaft) Piazza Medaglio d’Oro - Tel. +39 031 252550 -

(teilhaft)

UND HISTORISCHES MUSEUM “G. GARIBALDI“ (teilhaft) Piazza Medaglio d’Oro - Tel. +39 031 252550 - Fax

Piazza Medaglio d’Oro - Tel. +39 031 252550 - Fax +39 031 268053 - musei.civici@comune.como.it www.comune.como.it

Das archäologische Stadtmuseum befindet sich im Palazzo Giovio. Zu sehen sind vorgeschichtliche Fundstücke, eine ägyptische Sammlung, zu der auch eine Mumie gehört, sowie eine umfassende Sektion über die römische Antike mit zahlreichen Zeugnissen aus der Gegend um Como. Im Palazzo Olginati befindet sich das Museum des Risorgimento mit Dokumenten, Waffen, Uniformen und zahlreichen Gegenstände aus der Zeit der Unabhängigkeitskriege und über Giuseppe Garibaldi.

STÄDTISCHE PINAKOTHEK PALAZZO VOLPIder Unabhängigkeitskriege und über Giuseppe Garibaldi. (teilhaft) Via Diaz 84 - Tel. +39 031 252550/269869 -

(teilhaft)
(teilhaft)

(teilhaft)

Via Diaz 84 - Tel. +39 031 252550/269869 - Fax +39 031 268053 - musei.civici@comune.como.it www.comune.como.it

Die städtische Kunstsammlung befindet sich in den Räumen der ehemaligen Pinakothek und enthält Zeugnisse der lokalen Kunst: von vorrömischen und romanischen Skulpturen bis hin zu Freskenmalereien aus dem heute nicht mehr existenten Kloster Santa Margherita. Besonders interessant ist die Sektion der lokalen Malerei aus dem 20. Jahrhundert mit Werken abstrakter Kunst, der Sammlung der Zeichnungen des futuristischen Architekten Antonio Sant’Elia und bedeutender Kunstwerken des 20. Jh.s.

MUSEUM FÜR GEWEBESTUDIEN - MuST (Stiftung Antonio Ratti) (Stiftung Antonio Ratti)

MUSEUM FÜR GEWEBESTUDIEN - MuST (Stiftung Antonio Ratti) Bei Villa Sucota, via Cernobbio 19 - Tel.

Bei Villa Sucota, via Cernobbio 19 - Tel. +39 031 233224 - www.fondazioneratti.org - must@fondazioneratti.org

Das Museum der Stiftung Antonio Ratti ist eine einzigartige Multimedia-Ausstellung mit einer kostbaren Sammlung antiker Stoffe. Die Sammlung enthält über 400.000 Stücke, darunter mittelalterliche Stoffe, Samt und Brokatseide, die alle katalogisiert sind und über digitale Karteikarten abgerufen werden können.

Multimedialer Katalog: kostenlose, offen nach Konsultation Terminabsprache. Stoffsammlung: kostenpflichtige Führung Terminabsprache.

GEDENKTEMPEL ALESSANDRO VOLTAStoffsammlung: kostenpflichtige Führung Terminabsprache. Viale Marconi - Tel. +39 031 252550/574705 -

Führung Terminabsprache. GEDENKTEMPEL ALESSANDRO VOLTA Viale Marconi - Tel. +39 031 252550/574705 -

Viale Marconi - Tel. +39 031 252550/574705 - musei.civici@comune.como.it - www.comune.como.it

Dieser kleine klassizistische Tempel wurde im Jahr 1927 eigens zur Aufbewahrung der Objekte des großen Wissenschaftlers Alessandro Volta errichtet. Zu sehen sind interessante historische Zeugnisse aus dem privaten und beruflichen Leben des Gelehrten sowie Instrumente und Erfindungen, darunter die erste Version der Batterie.

TEMPEL DER HEILIGTÜMER DES WASSERSPORTSund Erfindungen, darunter die erste Version der Batterie. Via per Brunate 39 - Tel. +39 031

der Batterie. TEMPEL DER HEILIGTÜMER DES WASSERSPORTS Via per Brunate 39 - Tel. +39 031 3100008

Via per Brunate 39 - Tel. +39 031 3100008 garzola.parrocchia@alice.it - www.santuarionostrasignoradelprodigio.it

In diesem modernen Wallfahrtsort in Panoramalage an der Straße nach Brunate sind die Zeugnisse der großen lokalen Persönlichkeiten des Wassersports sowie eine Sammlung von Weihnachtskrippen aus Meeresmaterialien ausgestellt.

COMO

HISTORISCHE PERSÖNLICHKEITEN

Alessandro Volta Der zweifelsohne berühmteste Bürger der Stadt Como wurde 1745 geboren. Die intensiven Studien des Wissenschaftlers führten im Jahr 1799 zur Erfindung des Vorläufers der heutigen Batterie. Diese Erfindung war von so großer wissenschaftlicher Bedeutung,

dass der Maßeinheit des elektrischen Stroms der Name dieses Wissenschaftlers gegeben wurde. An der Universität von Pavia hatte Alessandro Volta viele Jahre einen Lehrstuhl im Fachbereich Physik inne. In der Stadt gibt es viele Zeugnisse, die an den großen Gelehrten erinnern: den Tempio Voltiano, eine kleine aber sehr reich ausgestattete Gedenkstätte mit vielen Instrumenten und Originaldokumenten, den Turm Torre Gattoni, wo Volta seine wissenschaftlich-experimentelle Lehre begann, das nach ihm benannte Gymnasium in einem klassizistischen Gebäude, in dem er lehrte, die Kirche San Donnino in der Via Diaz, wo er am Tag nach seiner Geburt getauft wurde, das Geburtshaus in der Via Volta Nr. 62, wo eine Gedenktafel angebracht wurde, das Volta- Denkmal am gleichnamigen Platz, ein Werk des Bildhauers Pompeo Marchesi und das Grab Voltas auf dem Friedhof des Ortsteils Camnago Volta. Und in San Maurizio di Brunate kann schließlich der Leuchtturm besichtigt werden, der dem Wissenschaftler im Jahr 1927 anlässlich seines 100. Todestages gewidmet wurde.

Gedenktempel A. Volta - Como
Gedenktempel A. Volta - Como

Giuseppe Terragni und der Rationalismus Giuseppe Terragni, der allgemein als einer der wichtigsten Wegbereiter der architektonischen Moderne in Italien erachtet wird, wurde im Jahr 1904 in Meda geboren. Er besuchte die Schule in Como und anschließend die Hochschule für Architektur an der Universtät Politecnico in Mailand. 1926 unterzeichnete er das erste Manifest des italienischen Rationalismus und legte damit den Grundstein für die moderne Architektur. Es entsteht die „Gruppe 7“ der italienischen Rationalisten. Die Modernisierung des Hotels Metropole in Como und der Bau des „Novocomum“ zeichnen den Beginn seiner Karriere als Architekt. Von 1932 bis 1936 errichtet Terragni mit dem Haus „Casa del Fascio“ einen Meilenstein des europäischen Rationalismus. Es folgen die Bauten „Casa Pedraglio“, „Casa per un

Floricoltore“ und „Asilo Sant’Elia“ – sein freiestes und glücklichstes Werk, wie er es selbst definierte. Terragni kämpfte im Zweiten Weltkrieg, der ihn tief zeichnete, und starb am 19. Juli 1943 in Como.

Ex casa del fascio - Como
Ex casa del fascio - Como

LECCO

LECCO

EINE STADT, DIE ES SICH ZU ENTDECKEN LOHNT

Mit der Industrierevolution im 18. Jahrhundert begann in Lecco eine rasche Entwicklung und die Stadt wurde zu einem der bedeutendsten Wirtschaftszentren Italiens. Heute ist Lecco die Hauptstadt einer überaus reichen und betriebsamen Provinz. Bereits im 18. Jahrhundert war der Comer See Pflichtetappe für diverse Literaten und Künstler, die sich von der romantischen Landschaft verzaubern ließen. Zwischen den Vorgebirgen und Buchten schlängelt sich dieser Seearm bis nach Lecco, wo ihn das majestätische, zerklüftete Profil des Monte Resegone überragt. Die Provinzhauptstadt hat eine einzigartige Lage in einer wunderschönen Bucht inmitten märchenhafter Natur. Zwischen den Bergen weitet sich der See hier in ein breites Becken aus. Dieses wird von den Massiven der Grigne-Gruppe, des San Martino

verlassen teils umgebaut von der antiken Tradition der Seide erzählen. Besonders konzentrierte sich diese Branche in den Orten rund um die Provinzhauptstadt wie Garlate, Malgrate, Valmadrera und Abbadia Lariana. Lecco ist spätmittelalterlichen Ursprungs, war dann eine bedeutende karolinische Grafschaft, die einen großen Teil der Lombardei und Emilia beherrschte, und wurde anschließend als Gemeinde in den Verwaltungsbereich von Mailand aufgenommen, zunächst auf der Grundlage der Feudalrechte des Erzbischofs, dann nach den Kämpfen zwischen den Torriani aus dem Valsassina und den Visconti. Von all diesen verschlungenen Geschehnissen in der Stadt bleiben viele Legenden, aber auch greifbare Zeugnisse, wie die sich in 11 Bögen über die Adda spannende Brücke, die 1336-1338 von Azzone Visconti erbaut wurde, um die neue Signoria der Stadt und ihrer Grafschaft zu untermalen.

Pescarenico – Lecco
Pescarenico – Lecco

und dem unverwechselbaren Kamm des Monte Resegone dominiert, die schon Stendhal, Manzoni und Stoppani liebten. Wo sich das Becken verengt, geht der See in den Fluss Adda über, der sich dann weiter südlich erneut zu dem See Garlate verbreitert und von dort in die Ebene fließt, wo er die natürliche Grenze zu Mailand und der Provinz Bergamo bildet. Aufgrund ihrer strategischen Lage als Kreuzpunkt zwischen einem antiken Weg entlang des Gebirgsfußes und der Verkehrsstraße, die der See und die Adda einst darstellten, ist diese Gegend seit jeher dicht besiedelt und hat eine eigene Tradition des Handels und Kunsthandwerks entwickelt, maßgeblich aufgrund der hier zahlreichen Eisengießereien. Im Tal des Wildbaches Gerenzone gibt es unzählige Werkstätten, eine Art „Freilichtmuseum“ für Industriearchäologie, aber auch Spinnereien und Zwirnereien, die teils

Die heute maßgeblich moderne Stadt bietet diverse interessante Monumente, sowohl antike, wie die Brücke und den Visconti-Turm, als auch neue wie die Bauten von Mario Cereghini und Mino Fiocchi.

Berühmt ist sie jedoch vor allem für die literarischen

dem Roman Die Verlobten, dem

Meisterwerk von Alessandro Manzoni, der hier zwischen den Bergen und Seeufern die ideale Landschaft für seine unsterbliche Geschichte fand. Die Traditionen auf der Grundlage der „Historia“ von Manzoni sind überall in der Stadt lebendig:

das charakteristische Viertel Pescarenico mit seinen Fischerhäusern ist das einzige, das im Roman ausdrücklich genannt wird, oder die schöne Villa Caleotto, die ab 1615 von den Vorfahren des Dichters bewohnt und von Manzoni selbst im Jahr 1818 dann verkauft wurde, als „konkretes“ Zeugnis.

Erinnerungen in

Eisens

Das Tal des Eisens

Die Tradition der Eisenverarbeitung ist noch immer lebendig und fest in die dichte Indu- striestruktur eingebunden und obwohl viele bedeutende Eisenwerke abgerissen wurden, bleiben doch noch unzählige Werkstätten, die gemeinsam mit den großen, heute gesch- lossenen oder umgewandelten Spinnereien und Zwirnereien ein Netz industrieller Ar- chäologieobjekte bilden. Die Metallverarbei- tung ist wahrscheinlich das in der Gegend um Lecco typischste Kunsthandwerk mit der längsten Tradition. Entlang des Wildbaches Gerenzone haben sich über ein Jahrtausend lang Produktionsstätten abgewechselt und überlagert. Das Tal der Bezirke von Castello bis San Giovanni, von Rancio bis Laorca und Malavedo bildet somit eine Art Freilichtmu- seum der Arbeit. Und die stillgelegten Fabri- ken, die Hallen, Ziehbänke und Schmiedeö- fen erzählen weiterhin die jahrhundertealte Geschichte von großem Einfallsreichtum.

AUF DEN SPUREN MANZONIS

In der Stadt erwarten den Besucher zahlreiche literarische Memoiren im Zusammenhang mit dem Meisterwerk des Schriftstellers Alessandro Manzoni. Lassen Sie es sich keinesfalls entgehen, diese Orte zu entdecken, die die Tradition zu einem Theater der Episoden aus den Die Verlobten machte. Die Strecke beginnt im Südteil von Lecco, im Viertel Pescarenico, wo sich die wenigen Reste des Klosters von Pater Cristoforo befinden, wo man jedoch auch die Kirche

Santi Materno e Lucia mit ihren sehr seltenen Skulptur- Kompositionen aus Wachs und Pappmaché aus

Dreifaltigkeit von

dem 17. Jahrhundert sowie die

Cerano besichtigen kann. Im nördlichen Teil geht es weiter durch die Viertel Olate, das als Geburtsort der Lucia gilt und wo die Zwei geheiratet haben sollen, und Acquate, die sich den mutmaßlichen oder traditionellen Namen als „Heimat Lucias“ streitig machen. Darüber soll sich auf dem Vorgebirgsgipfel Zucco das Haus des Don Rodrigo erhoben haben. Heute steht hier ein Gebäude im rationalistischen Stil. An dem Feldweg, der nach Germanedo führt, soll sich hingegen der berühmte „Hinterhalt“ befunden haben. Ebenfalls einen Besuch wert ist das Viertel Chiuso, wo der Schneider gewohnt haben soll, der die befreite Lucia aufnimmt und wo die berühmte Bekehrung des „Namenlosen“ stattgefunden haben soll, dem die Burg in Somasca, einem Ortsteil von Vercurago gehört haben soll. Ebenfalls nicht zu versäumen ist ein Besuch der Residenz der Familie Manzoni, die Alessandro nur schweren Herzens verkaufte, wie aus den Schriften des Dichters zu entnehmen ist. Heute beherbergt das Gebäude das Manzoni-Museum, in dem Manuskripte, erste Veröffentlichungen sowie Gegenstände ausgestellt sind, die an das Leben und

Schaffen des Autors erinnern.

LECCO

Villa Manzoni Dieser Ort Manzonis par excellence befindet sich in der Ortschaft Caleotto. Diese Gegend war einst Landwirtschaftsgebiet und ist heute dicht bebaut. Die Villa war für fast zwei Jahrhunderte Hauptwohnsitz und Familienresidenz der Manzonis und Teil des umfangreichen Immobilienbesitzes von Alessandro im Gebiet um Lecco. Das Museum erreicht man von der Via Guanella über einen der Höfe, in dem sich auf der rechten Seite die Kapelle der Assunta befindet (fertiggestellt 1777). In die Ausstellungssäle gelangt man über den Saal der Reitställe (Sala delle Scuderie), der heute Wanderausstellungen der Stadtmuseen von Lecco beherbergt. Im Saal I im Erdgeschoss des ehemaligen Hauswirtschaftsgebäudes sind in einer Vitrine einige historische Kostüme aus der Zeit Manzonis ausgestellt, die vom italienischen Staatsfernsehen (RAI) für eine TV-Verfilmung der „Verlobten“ verwendet wurden. An der gegenüberliegenden Wand befindet sich ein Portrait des Schriftstellers von Giuseppe Molteni sowie eine Bronzeskulptur des Bildhauers Confalonieri, die Lucia darstellt. In diesem Saal wird das Verhältnis Manzonis zur Stadt Lecco dargestellt. Eine große Plastik veranschaulicht den Gutsbesitz der Familie Manzoni und das naheliegende Viertel Pescarenico im Jahr 1799. In den Vitrinen sind einige seltene Dokumente aus der Stadtgeschichte ausgestellt. Von diesem Raum gelangt man in Saal III, wo Stiche, Lithografien und Radierungen von der Landschaft um Lecco und dem See aus der Zeit vor 1840 zu sehen sind. Außerdem gibt es interessante Autogramme von Manzoni, Briefe an dessen Cousins Guicciardi aus Valtellina sowie den Entwurf der Rede, die Manzoni vor der Abgeordnetenkammer zu Ehren von König Viktor Emanuel II hielt. Saal IV, der zu Manzonis Zeiten „Tinello“ (Esszimmer) genannt wurde, führt in den Herrschaftsbereich der Villa. Hier sind einige Gemälde ausgestellt, die Landschaften um Lecco und mit Manzoni zusammenhängende Orte darstellen. Im Saal V, der „Cucina“ (Küche), befindet sich in einem Reliquiar aus Kristall die Korbwiege des Schriftstellers. Hier ist auch eine Tafel mit dem Stammbaum Manzonis ausgestellt. An der Wand sind fünf Gemälde aus dem 17. Jahrhundert zu sehen. Diese stammen aus der Serie „Dodici Cesari“, die das Arbeitszimmer von Manzonis Vater Pietro schmückten. Der Saal VI, auch „Sala Rossa“ (roter Saal) genannt, in dem sich ein Marmorkamin mit dem Familienwappen der Manzoni befindet, ist ganz dem literarischen Werk des Schriftstellers gewidmet: Die vier Vitrinen illustrieren mit Manuskripten und ersten Veröffentlichungen das gesamte poetische Werk mit den Tragödien, Romanen und Essays (über Moral, Geschichte und Linguistik). Der Saal VII, der „Salone delle Grisaglie“ (Salon der Grisaillen) ist der bedeutendste der Villa. Hier sind Originalmöbel sowie in der Mitte ein kostbarer Leuchter zu sehen, den einst Giulia Beccaria erwarb. Saal VIII, früher „Sala da Pranzo“ (Esszimmer), hat einen Kamin, von dem warme Luft in die Räume geleitet wurde, sowie eine Decke mit kostbaren und erlesenen Stuckdekorationen. In einem Schaukasten sind einige Zeugnisse des unendlichen Repertoires der „Curiosità Manzoniane“ zu sehen. Saal IX ist der gedruckten

LECCO

Erstausgabe der „Verlobten“, der sogenannten „Quarantana“, und den damit zusammenhängenden Geschehnissen gewidmet. Manzoni selbst wünschte, dass diese Ausgabe reichhaltig illustriert wird, und kümmerte sich um die Bilder wie bei einem wahren Film ante litteram. Der letzte und nicht weniger beeindruckende Ort sind die Weinkeller mit einem wunderschönen Eiskeller und zwei Originalpressen aus dem 19. Jahrhundert. Im ersten Geschoss der Villa befindet sich die Städtische Kunstgalerie (Galleria Comunale d’Arte) mit Werken von Malern, die vom 17. Jahrhundert bis heute in der Gegend um Lecco gearbeitet haben.

bis heute in der Gegend um Lecco gearbeitet haben. Innominato Die Burg des Innominato in Vercurago

Innominato

Die Burg des Innominato in Vercurago

In dem 5 Kilometer von Lecco entfernten Vercurago vervollkommnet bei schönem Wetter ein Spazier- gang zur “Burg des Namenlosen“ (Castello dell’Innominato) perfekt den Rundgang auf den Spuren Manzonis. Der Ort liegt 180 Meter über dem See. Betrachtet man ihn von unten, fällt die außeror- dentlich strategische Lage nicht sofort auf. Vom ehemaligen Standort der Burg selbst jedoch überblickt man die Ebenen von Lecco und die Hügel des Monte di Brianza. Auf dem Felsen gibt es nur noch wenige Überreste der Burg: eine kleine, quadratische Umfriedung mit einem abgebrochenen Turm, der 1902 in eine Kapelle zum Gedenken an den Gründer des Somasker-Ordens Girolamo Emiliani umgewandelt wurde. In der Mitte der Umfriedung steht ein großes Kreuz als Ersatz des Originals, das im 16. Jahrhundert zu Ehren des Heiligen aufgestellt worden war. Am Eingang befindet sich eine klei- ne Kirche, die der Jungfrau und dem Heiligen Ambrosius geweiht ist. Auf dem kleinen Vorplatz sind die ersten Steine der 1756 ausgehandelten Grenzlinie eingelassen und auf den darüberliegenden Hängen sind zahlreiche weitere Grenzsteine mit Kreuzen oder eingravierten Daten verstreut.

DER HISTORISCHE STADTKERN

UND DIE VORSTADTVIERTEL

Den historischen Stadtkern von Lecco umgeben noch immer die Stadtmauern und der Stadtgraben aus

dem Mittelalter. Ebenfalls erhalten ist eine Brücke, die im 14. Jahrhundert auf Initiative von Azzone Visconti erbaut wurde und die sich, obwohl heute die Türme fehlen, auch heute noch als eindrucksvolles Bauwerk offenbart. Folgende Kirchen sollten Sie besichtigen: Die Basilika San Nicolò, der Giuseppe Bovara bei einem Um- und Ausbau klassizistischen Charakter verlieh, steht in erhöhter Position auf den Überresten der antiken Stadtmauer, die bereits im 13. Jahrhundert die Ortschaft umgab. Noch immer sind die überhängenden Mauern erkennbar, die sich an den runden Wachturm aus dem

15. Jahrthundert anschließen. Auf den Grundmauern

dieses Turms wurde 1882 mit dem Bau des neugotischen Glockenturms begonnen, der erst 1904 fertiggestellt wurde. Im Inneren gibt es Einrichtungen der Fantoni di Rovetta aus dem 18. Jahrhundert, einen Taufkelch aus

dem Jahr 1596 sowie romanische Elemente aus dem

11. Jahrhundert. Die Freskenmalereien in der Kapelle

erzählen die Geschichte des Heiligen Antonius im Stil Giottos (Ende 14. Jahrhundert). Nicht weit entfernt erhebt sich die ebenfalls interessante Kirche Santa Marta mit Barockdekorationen und einer schönen freistehenden Zierleiste über dem Säulengang. Unterhalb der Basilika öffnet sich Piazza Cermenati, die nach dem Geologen und Alpinisten Mario Cermenati aus Lecco benannt ist. In der Mitte des Platzes befindet sich ein Monument zum Gedenken an den Wissenschaftler. Anschließend gelangt man auf die längliche Piazza XX Settembre. Zu sehen sind hier das elegante Haus Bertarelli von Bovara sowie an einem Haus mit einem Stil aus einer Zeit vor dem 19. Jahrhundert eine Gedenktafel, die daran erinnert, dass hier der Geologe, Naturalist, aber auch Patriot und Literat Antonio Stoppani (1824-1891) geboren wurde. Der Platz wird von dem Visconti-Turm überragt, dem einzigen Bestandteil der von den Visconti errichteten Befestigungen, der den Ende des 18. Jahrhunderts beschlossenen Abrissarbeiten unversehrt entgangen ist. Die zentral gelegene Via Cavour mit klassischem Charakter mündet in den nach Garibaldi benannten Platz, wo sich das Teatro Sociale von Bovara befindet. Interessant ist auch die Kirche Nostra Signora della Vittoria mit Freskenmalereien des Mönches Gerolamo

LECCO

LECCO Codega (16.-17. Jh.) an der Strtaße, die zu der Brücke Azzoni Visconti führt. Vom

LECCO

Codega (16.-17. Jh.) an der Strtaße, die zu der Brücke

Azzoni Visconti führt. Vom historischen Stadtkern aus erreicht man in Kürze die Vorstadtviertel, sowohl in Richtung Berge (Acquate und Germanedo) als auch zum See hin (Maggianico, Barco

e Chiuso), aber auch die Straßen zu den Anhöhen am

Fuß des Monte Resegone. Der Bezirk Castello gehört zu den ältesten der Gegend. In diesem vornehmen Vorstadtviertel des Adels befindet sich der Palazzo Belgiojoso als eins der wenigen Zeugnisse der antiken Siedlungsstruktur. Das bemerkenswerte Gebäude aus dem späten 18. Jahrhundert beherbergt heute das Archäologische Museum, das Naturkundemuseum und die Sternwarte. In dem historischen Archäologischen Museum sind in 8 Sälen Funde vom Mittelpaläolithikum (vor 200.000-35.000 Jahren) bis zum Hochmittelalter (5.-10. Jh. n. Chr.) aus der gesamten Provinz ausgestellt. Besonders interessant sind die keltischen Grabausstattungen aus der ersten und zweiten Epoche der Eisenzeit (10.-1. Jh. V. Chr.) und der Goldschmuck aus dem Hochmittelalter. Das Naturkundemuseum gehört zu den ältesten und bedeutendsten der Region. In 12 Sälen sind hier verschiedene zoologische und paläontologische Sammlungen zu sehen, darunter der sehr seltene Lariosaurier. Einen Besuch wert sind auch die Kirche S. Giovanni Evangelista mit einer Kreuzabnahme aus dem 16. Jahrhundert und im Viertel Laorca die Kirche San Giovanni Battista mit prunkvollen Stuckdekorationen aus dem 17. Jahrhundert. Das Viertel Maggianico an der Straße nach Bergamo war im 19. Jahrhundert ein Treffpunkt für Literaten und Musiker, dessen Ambiente an die Mailänder Scapigliatura anlehnte. Die Initiative hierzu stammte von dem Dichter, Journalisten und Librettisten Antonio Ghislanzoni (u.a. Autor der Texte für die Aida und Don Carlos von Verdi), der Persönlichkeiten aus der Welt der Musik um sich versammelte, beispielsweise Amilcare

Ponchielli und Carlo Gomes, die in diesem Viertel beide selbst schöne Villen besaßen. In Maggianico ist auch die Pfarrkirche Sant’Andrea mit kostbaren Werken von Bernardino Luini und Gaudenzio Ferrari aus dem 16. Jahrhundert sehenswert. Chiuso ist der letzte Ortsteil von Lecco und bildete einst die Grenze zum Territorium von Bergamo. Interessant ist hier die Kirche Beato Serafino mit Freskenmalereien aus der Renaissance, die Baschenis zugeschrieben werden.

DerDer ResegoneResegone
DerDer ResegoneResegone

Hinter der Stadt führt eine Seilbahn zu der Hochebene Piani d’Erna am Fuß des Resegone. Dieser Berg inspirierte schon Manzoni und bietet heute diverse Möglichkeiten der Freizeitgestaltung sowohl im Sommer als auch im Winter, wie Trekking- Strecken und ein kleines Wintersportgebiet. Die Berggruppe des Resegone erhebt sich am Südwestende der Bergamasker Alpen, von denen sie durch die Campanelli-Gruppe getrennt ist, und ihr Hauptkamm verläuft maßgeblich von Norden nach Süden. Piani d’Erna ist eine Hochebene in 1329 Metern über der Stadt Lecco. In einer wunderschönen Mulde bietet diese Gegend unzählige Möglichkeiten für lange Spaziergänge durch Wälder und über Weiden, Ausflüge auf den leicht begehbaren Panoramawegen, aber auch anspruchsvolle Klettertouren und Überquerungen auf den gekennzeichneten und gut ausgestatteten Bergwanderwegen. Informationen:

Società Impianti di risalita ITB Tel. +39 0341 497337

ZU BESICHTIGEN

VILLA MANZONI

Via Guanella 7 Informationen: Direzione Musei Tel +39 0341 481247/481249 - Fax +39 0341 369251 - www.museilecco.org - segreteria.museo@comune.lecco.it

- www.museilecco.org - segreteria.museo@comune.lecco.it MANZONI-MUSEUM In den Räumen des Elternhauses, wo

MANZONI-MUSEUM

In den Räumen des Elternhauses, wo Alessandro Manzoni seine Kindheit und Jugendzeit verbrachte, sind erste Veröffentlichungen, Gemälde, Manuskripte aowie andere Erinnerungen an das Leben und Werk des Schriftstellers ausgestellt. Im Erdgeschoss sind einige Originalmöbel aus dem Jahr 1818 zu sehen, in dem Manzoni di Villa verkaufte.

dem Jahr 1818 zu sehen, in dem Manzoni di Villa verkaufte. STÄDTISCHE KUNSTGALERIE In der städtischen

STÄDTISCHE KUNSTGALERIE

In der städtischen Kunstgalerie im zweiten Stock der Villa Manzoni ist eine Auswahl an Werken ausgestellt,

die zu den Kunstsammlungen der Stadtmuseen mit insgesamt 400 Gemälden und 2000 Stichen gehören.

PALAZZO BELGIOJOSOLECCO Corso Matteotti, 32 Informationen: Direzione Musei Tel. +39 0341 481248 - www.museilecco.org -

LECCO

PALAZZO BELGIOJOSO LECCO Corso Matteotti, 32 Informationen: Direzione Musei Tel. +39 0341 481248 - www.museilecco.org -

Corso Matteotti, 32 Informationen: Direzione Musei Tel. +39 0341 481248 - www.museilecco.org - museo.scienze@comune.lecco.it

NATURKUNDEMUSEUM

Dieses Museum mit Originaleinrichtung ist ein seltenes Beispiel für das Naturkundemuseum der Jahrhundertwende. In den Sälen sind zoologische Sammlungen ausgestellt, die fast alle von dem Gründer des Museums Carlo Vercelloni zusammengetragen wurden.

ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM

Die aus der gesamten Provinz zusammengetragenen Materialien aus dem Paläolithikum bis zum Hochmittelalter sind chronologisch geordnet. Ein Saal ist speziell der Eisenverarbeitung in Lecco und Umgebung gewidmet.

MUSEUM FÜR GESCHICHTE - DIE SAALEN DES WIDERSTANDESder Eisenverarbeitung in Lecco und Umgebung gewidmet. Im Erdgeschoss des Palazzo Belgiojoso befinden sich zwei

Im Erdgeschoss des Palazzo Belgiojoso befinden sich zwei Ausstellungssäle, die der Zeit des Faschismus und des Widerstandes in Lecco gewidmet sind. Diese Ausstellung ist der erste Teil des neuen Museums für Geschichte. Zu sehen sind Originaldokumente, Briefe, Fotografien, Manifeste, Zeitungen und Militärausrüstungen.

MUSEUM FÜR GESCHICHTE – VIRTUELLER SAAL DER INDUSTRIE VON LECCOManifeste, Zeitungen und Militärausrüstungen. Es stellt eines der wichtigsten Teile der ökonomischen

Es stellt eines der wichtigsten Teile der ökonomischen geschichte dieser Stadt vor.

PALAZZO BELGIOJOSO - STERNWARTETeile der ökonomischen geschichte dieser Stadt vor. Corso Matteotti, 32 Informationen: Gruppo Astrofili Deep

geschichte dieser Stadt vor. PALAZZO BELGIOJOSO - STERNWARTE Corso Matteotti, 32 Informationen: Gruppo Astrofili Deep

Corso Matteotti, 32 Informationen: Gruppo Astrofili Deep Space Tel. +39 328 8985316 - www.deepspace.it

VISCONTI TURMDeep Space Tel. +39 328 8985316 - www.deepspace.it Piazza XX Settembre Informationen: Tel. +39 0341 282396

Space Tel. +39 328 8985316 - www.deepspace.it VISCONTI TURM Piazza XX Settembre Informationen: Tel. +39 0341

Piazza XX Settembre Informationen: Tel. +39 0341 282396 - www.museilecco.org - segreteria.museo@comune.lecco.it Der erste Stock des Turms wird für Wanderausstellungen geöffnet.

BERGMUSEUMStock des Turms wird für Wanderausstellungen geöffnet. Das Museum wird derzeit erweitert. Es veranschaulicht die

Das Museum wird derzeit erweitert. Es veranschaulicht die Charakteristiken der Berge um Lecco sowie die Aspekte des lokalen Alpinismus von seinen Ursprüngen bis zur heutigen Zeit. Besichtigungen auf Anfrage: Tel. +39 0341 363588 (Dienstag und Freitag 20.00-22.30 Uhr).

KIRCHE UND EX KLOSTER IN PESCARENICOTel. +39 0341 363588 (Dienstag und Freitag 20.00-22.30 Uhr). Piazza Padre Cristoforo Informationen: Tel. +39 0341

20.00-22.30 Uhr). KIRCHE UND EX KLOSTER IN PESCARENICO Piazza Padre Cristoforo Informationen: Tel. +39 0341 364143

Piazza Padre Cristoforo Informationen: Tel. +39 0341 364143 Der konvent des kapuziners wäre in 1576 gebauten. Der konvent ist neben die Straße für Bergamo. in 1798 wurde ese in die kaserne der französischen Truppen ungewandelt und am Ende in 1810 su Sachen verkauften.

DER WESTARM

BLICK AUF COMO

Der Heilige Berg von Ossuccio Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten am Westufer des Comer Sees ist

Der Heilige Berg von Ossuccio

Eine der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten am Westufer des Comer Sees ist zweifelsohne der Monumentalkomplex des Sacro Monte mit der Wallfahrtskirche Madonna del Soccorso in Ossuccio. Am Hang des Hügels über der wunderschönen Bucht „Zoca de l’Oli“ gegenüber der Insel Comachina wurden zwischen 1635 und 1714 vierzehn Kapellen erbaut und den Mysterien des Rosenkranzes geweiht. Die Kapellen reihen sich an dem Weg aneinander, der zu der zu dieser Zeit bereits bestehenden Wallfahrtskirche der Jungfrau führte. Die kleinen Barocktempel mit rundem Grundriss wurden mit Stuck und Freskenmalereien dekoriert sowie ca. 230 großen Skulpturen von Künstlern der Schule aus dem Val d’Intelvi vervollkommnet. Dieser spektakuläre religiöse Pfad integriert sich perfekt in die umliegende Landschaft zwischen jahrhundertealten Olivenbäumen und den sanft abfallenden Terrassen des Berghanges. Nach etwas mehr als einem Kilometer Fußweg erreicht man in einer Höhe von 419 Metern die einschiffige Wallfahrtskirche, auf deren Altar mit einer Skulpturengruppe, die die Krönung der Maria darstellt, das 15. Mysterium repräsentiert wird. Aufgrund seiner großen historisch-künstlerischen Bedeutung wurde der Komplex im Jahr 2003 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.

Santuario Beata Vergine del Soccorso - Ossuccio – Via al Santuario tel. +39 0344 55211

Mit 30 Kilometern Länge, den immer wieder über- raschenden Buchten und Krümmungen, den halb verborgenen oder direkt am Wasser thronenden Villen, den malerischen Ortschaften, die sich an die Berghänge klammern, den Türmen, Burgen und Wasserfällen bietet der Ostarm des Comer Sees dem Besucher immer neue und sich stets verändernde Perspektiven. Die Magie dieser Orte empfindet man besonders stark, wenn man die Landschaft von einer der Fähren betrachtet, die von den Molen der Piaz- za Cavour in Como abfahren und bis zum oberen

DER WESTARM

Die nächste Ortschaft ist Laglio mit eleganten Villen, die heute von Stars aus Film und Fernsehen bewohnt werden. Hinter Laglio liegt Brienno mit zwei romani- schen Kirchen, die in den folgenden Jahrhunderten jedoch stark verändert wurden. In Brienno ist auch heute noch der Charme des antiken Fischerdorfes erhalten. Argegno mit seiner charakteristischen Brü- cke liegt am Westarm 18 Kilometer von Como entfer- nt. Dieser zwischen See und Bergen eingebettete Ort bildet das Eingangsportal zu dem malerischen Tal Val d’Intelvi. Der See erreicht außerdem an dieser

Seeufer in Cernobbio
Seeufer in Cernobbio

See an allen primären Orten anlegen. Von dem wunderschönen Landungssteg in Cernob- bio, der zu den wenigen gut erhaltenen Jugendstil- stegen zählt, sticht sofort die Villa Erba-Visconti di Modrone ins Auge, die heute ein modernes Tagungs- und Messezentrum ist. Ganz in der Nähe erhebt sich Villa d’Este, ein luxuriöses Grand Hotel mit einem wunderschönen Park mit Blick auf den See, das für seine berühmten Gäste aus Film, Wirtschaft und Politik bekannt ist. Hinter den Terrassierungen der Villa Pizzo wird der Blick von der eleganten Fassade der Villa Le Fonta- nelle eingefangen. Diese prunkvolle Residenz in der Gemeinde Moltrasio gehört der Familie Versace. Die charakteristische Ortschaft direkt am Seeufer war in der Vergangenheit für ihre Steinbrüche berühmt, deren grauer Kalkstein für den Bau diverser Kirchen der Gegend, wie zum Beispiel die Basilika S. Fedele oder die S. Abbondio in Como verwendet wurde. Besonders eindrucksvoll sind die Lage der Villa Pas- salacqua aus dem 18. Jahrhundert und die elegante Fassade der Villa Erker Hocevar, in der sich der Komponist Vincenzo Bellini aufhielt. Die Kirche Santi Quirico e Giulitta im Nachbarort Urio hat einen romanischen Glockenturm, der fast das Wasser berührt. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das beein- druckende Massiv der prunkvollen Villa „Castello“ aus dem 17. Jahrhundert, die wahrscheinlich auf den Überresten einer antiken Festung erbaut wurde.

Stelle mit 410 Metern seine größte Tiefe. Auch für einen Spaziergang durch die Gassen des historischen Zentrums ist Argegno einen Besuch wert. Mit der Seilbahn kann man darüber hinaus von Ar- gegno nach Pigra in 900 Metern Höhenlage hinauf- fahren und von diesem Belvedere das wunderschöne Panorama genießen. Etwas weiter vorn befindet sich die Insel Comacina inmitten der „Zoca de l’Oli“, einer Gegend mit so mildem Klima, dass hier Oli- venbäume gedeihen. Die etwas über 600 Meter lan- ge Insel Comacina ist die einzige des Comer Sees. Auf der Insel sind einige Überreste ihrer glänzenden Vergangenheit erhalten, in der sie sogar „Crisopoli“, also Goldstadt oder vielleicht Stadt Christi genannt wurde. Auf der Insel gab es fünf Kirchen, die jedoch im 12. Jahrhundert bei einer grausamen Schlacht gegen die Bewohner von Como alle zerstört wurden. Heute ist Comacina unbewohnt, aber weiterhin ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen, die das bekannte Restaurant aufsuchen oder auf den Pfaden zu den antiken Ruinen spazieren gehen. Gegenüber der Insel reihen sich Fischerdörfer mit Häusern in Pastellfarben und romantischen Portalen aneinander. Dies sind die Gemeinden Sala Comachina und Os- succio mit ihren wunderschönen Kirchen San Giaco- mo und Santa Maria Maddalena. So viel Romantik kann natürlich nur in einen Ort gipfeln, der „Venus- Golf“ genannt wird. Am Golfo di Venere befindet

DER WESTARM

sich die Ortschaft Lenno, die von einer der schönsten und berühmtesten Villen des gesamten Seegebiets – Villa Balbianello – sowie einer kleinen romanischen Taufkirche vom Ende des 11. Jahrhunderts angekün- digt wird. Die Kirche hat einen achteckigen Grun- driss und eine ungewöhnliche Kuppel, die mit einem

Dachaufsatz abschließt. Die Mauern sind von außen mit kleinen Bögen und Habsäulen verziert. Fährt man weiter auf der Via Regina, gelangt man nach Mezzegra, bekannt als Schauplatz der Er- schießungen von Benito Mussolini und Claretta Pe- tacci im Ortsteil Giulino.

Die insel Comacina

Das Gasthaus auf der Insel Comacina fordert das Schicksal heraus

Im Jahr 1169, als Comacina von Truppen aus Como vollständig zerstört wurde, schleuderte Vidulfo, damals Bischof von Como, auf die kleine feindliche Insel einen Bannfluch: “Es sollen keine Glocken mehr läuten und kein Stein mehr auf den anderen gesetzt werden und niemand soll hier jemals wieder Gastwirt sein, unter Strafe eines qualvollen Todes“. Nach und nach wurde die Insel verlassen und kein Gastwirt wagte es, dem mittelalterlichen Fluch zu trotzen – bis zu den Fünfzigerjahren, als Lino Nessi mit dem Spitznamen „Cotoletta“ beschloss, das Schicksal herauszufordern. Trotz des plötzlichen Todes seiner beiden Gesellschafter eröffnete er das Gasthaus

der Insel Comacina und folgte dem Rat der englischen Schriftstellerin Francis Dale, die ihm ein Exorzistenritual gegen den Fluch von Vidulfo empfohlen hatte. Seitdem wird jede Malzeit, bestehend aus einem einzigen Menü mit kleinen saisonbedingten Varianten, mit dem „Feuerritual“ abgeschlossen. Hierzu wird allen Gästen gleichzeitig ein Gemisch aus Branntwein, Zucker und Kaffee gereicht während der wirt eine Glocke Läutet und die Geschichte der Insel erzählt. Diese Tradition, ist ein sympathisches Extra, das die zahlreichen Touristen, die den See besuchen, immer

wieder fasziniert.

Locanda Dell’Isola - Ossuccio Tel. +39 0344 55083/56755 - Fax +39 0344 57022 - www.locanda-isola-comacina.com

Ossuccio: Glockenturm
Ossuccio: Glockenturm

DieReisezielinselInsel ComacinaComacina

Die Insel ist heute ein neues, außergewöhnliches Reiseziel. Zuerst wird die Besichtigung des neuen archäologischen Museums Antiquarium empfohlen, wo römische und mittelalterliche Funde aus der Insel beherbergt sind. Danach kann man mit Boot die Insel erreichen zur Entdeckung ihrer archäologischen und künstlerischen Schätze: die Basilika Sant’Eufemia, mit wunderschöner Krypta, Doppelapsiden mit Wandfresken und Mosaik Fragmenten, und drei razionalistische Künstlerhäuser… alle entlang einer wunderschönen naturreichen Strecke.

Antiquarium Tel. +39 0344 56369 - www.isola-comacina.it

VON COMO NACH BELLAGIO

Über eine kurze Panoramastrecke gelangt man von Como nach Blevio mit vielen Villen aus dem 19. Jahrhundert, wie Villa Cademartori, Villa Pasta und Villa Roccabruna. Im 19. Jahrhundert war der Ort bereits ein beliebtes Ziel für Künstler und auch heute noch kommen viele berühmte Persönlichkeiten des Films und Fußballsports hierher. Weiter in Richtung Norden erreicht man nach we- nigen engen Kurven die kleine Ortschaft Torno. Außer einer malerischen Lage direkt am See bietet der Ort hochinteressante Monumente wie die ro- manische Kirche San Giovanni mit einem schönen Renaissance-Portal und im Inneren Überreste antiker Freskenmalereien und die Reliquie des Sacro Chio- do sowie die „mysteriöse“ Villa Pliniana, in der Persönlichkeiten wie Foscolo, Rossini und Stendhal zu Gast waren. Der Name der Villa ist auf die noch heute sichtbare Quelle mit variierendem Wasserlauf zurückzuführen, für die sich schon Plinius interes- sierte. In den umliegenden Bergen können erholsame Spa- ziergänge unternommen werden, wie zum Beispiel auf dem leichten Wanderweg zum Monte Piatto, einer kleinen Hochebene mit Ausblick auf das erste Becken des Comer Sees.

Hinter der Villa Pliniana geht es weiter nach Fagge- to Lario. Zu dieser fragmentierten Gemeinde gehö- ren Riva di Faggeto am Seeufer mit einem kleinen aber gut ausgestatteten Badestrand sowie weitere Ortsteile in den Bergen: Molina mit einem interes- santen, spätromanischen Kirchturm aus dem 11. Jahrhundert und Lemna mit der schönen Kirche S. Giorgio und dem Ausgangspunkt für anspruchsvolle Ausflüge zum Monte Bolettone und Monte Palanzo. Lemna war früher befestigt, hat eine wunderschöne Lage und ist ein beliebtes Ziel für Touristen, die Ruhe, Entspannung und herrliche Ausblicke suchen.

Pognana Lario liegt in der Nähe antiker Stein- brüche. Im Ort gibt es zwei sehenswerte Kirchen - im unteren Ortsteil die antike S. Miro mit nicht unbedeutenden Freskenmalereien und die S. Rocco in Panoramalage, die im 15. Jahrhundert neu auf- gebaut wurde.

Kurz vor Nesso liegt der Ortsteil Careno, der für sei- ne originelle Dreiecksform mit zum See weisender Spitze bekannt ist. Im Ort kann die Kirche S. Marti- no aus dem 12. Jahrhundert besichtigt werden. Die Gemeinde Nesso war seit dem Mittelalter ein bedeutendes Zentrum mit einer massiven Burg, von der heute nur noch einige Mauerreste erhalten sind. Bekannt ist der Ort für die Schlucht Orrido, durch die zwischen Abgründen und Felsvorsprüngen das Wasser des Wildbaches Nosè in den See fließt.

Von Nesso gelangt man über die kleinen, aber an- mutigen Zelbio und Veleso zum Pian del Tivano. In dieser relativ ebenen Mulde in 1000 Meter Höhen- lage gibt es Wintersportanlagen.

DER WESTARM

Fährt man auf der Provinzstraße in Richtung Bel- lagio weiter, gelangt man nach Lezzeno. Mit 17 Ortsteilen ist dies die längste Gemeinde des Sees. Unter den Monumenten ist die Kirche SS. Quirico e Giulitta aus dem 16. Jahrhundert besonders sehen- swert, in deren Innerem einige interessante Fresken- malereien und Gemälde von Quaglio bewundert werden können. Bezüglich des Wasserskisports gehört Lezzeno am Comer See zu den Urlaubsorten mit dem umfangrei- chsten Angebot.

Torno
Torno
Careno
Careno
Nesso
Nesso

ABBADIA LARIANA

DER OSTARM

Am Ostarm des Comer Sees, an dem die antike Mi- litärstraße über das Stilfser Joch führte, wo heute die Fernstraße 36 verläuft, reihen sich unzählige antike und malerische Ortschaften aneinander. Damit bietet das Ostufer eine überraschend lange Strecke, ideal für alle, die im Urlaub Entspannung gern mit Kultur und Sportaktivitäten abwechseln. Die Landschaften verändern sich im Wechsel der Jahreszeiten und sind mal freundlich und bewegt, mal romantisch und erholsam, sodass jeder etwas für seinen Geschmack findet. Die Straße am See führt an den Gärten zahl- reicher prachtvoller Villen, aber auch Stränden und kleinen Ortschaften vorbei, wo der Besucher Ruhe findet und dank dem idealen Klima einen unvergessli- chen Urlaub genießt. Es können unzählige Museen und Parks besichtigt werden, die jede Neugier befriedigen: in Abba- dia Lariana befindet sich das

bemerkenswerte Seidenmu- seum, ein seltener Beitrag zur Industriearchäologie in Italien, während die Überreste der Tor- raccia (12.-13. Jh.), ebenfalls in Abbadia Lariana, auf die Spuren des Mittelalters führen. In der Gemeinde Mandello del Lario können zwei bedeuten- de Kirchen besichtigt werden:

die Wallfahrtskirche Madonna del Fiume und die Kirche San Giorgio. Die Wallfahrtskirche wurde zwischen 1624 und 1627 erbaut, nachdem der Fluss Meria eine Überschwem- mung verursacht hatte, bei der die Kapelle Beata Vergine zer- stört wurde. Überlieferungen zu- folge sei nach der Katastrophe lediglich eine Mauer erhalten geblieben, auf der die Jung- frau mit dem Kind abgebildet war. Die Kirche S. Giorgio ist ein kleiner romanischer Tempel mit einem bemerkenswerten Freskenzyklus aus dem Hoch- mittelalter, der die Volkskultur des Todes darstellt. Der Zyklus sollte ein Programm zur Rettung der Menschheit und den Kampf gegen die Todsünden veran- schaulichen, die auf der Freske mit dem Höllenbild dargestellt sind. Der Legende zufolge soll diese Kirche von einem Kreu- zritter oder sogar einem Mönch des Tempelordens nach dessen Rückkehr aus dem Heiligen Land gegründet worden sein. Ebenfalls in Mandello befindet sich das Museum der Moto Guzzi, das die Geschichte des berühmten Motorrads vom Co-

mer See erzählt. Einer der bekanntesten Termine dieses Gebiets, im Ausland vielleicht der bekannteste überhaupt, ist zweifellos das traditionelle Motor- radtreffen „Raduno Moto Guzzi“. Dieser internatio- nale Event, der „Guzzisten“ aus aller Welt anlockt, findet jedes Jahr im September statt. Die Strecke führt weiter nach Lierna mit dem mitte- lalterlichen Ortsteil Castello, der noch immer wie eine kleine Festung zum Schutz einer Halbinsel konfiguriert ist. Wie antik dieser Ort ist, belegt die Kirche San Maurizio, wahrscheinlich romanischen Ursprungs, die direkt am Seeufer stand und von der einige Ruinen in die umliegenden Häuser integriert wurden. Im nahen Ortsteil Villa wurden bei Ausgra- bungen Überreste römischer Häuser gefunden, was eine Gründung als Siedlung für Kolonialbauern in römischer Zeit vermuten lässt. Lierna mit seinen zwei

Wanderers

Der Weg des Wanderers

Entdecken Sie die Naturschönheiten und kunstwerke der Ortschaften, die sich von Lecco Norden aneinanderreihen, am besten zu Fuß über den “Sentiero del Viandante” (Weg des Wanderers). Dieser antike Verbindungsweg zwischen der Mailänder Region und der Schweiz bezeugt wie die Straße am Seeufer, welch wichtige Rolle diese Gegend in der Vergangenheit fur den Handel spielte. Der Weg führt von Abbadia Lariana auf halber Höhe an der Küste entlang, verläuft innerhalb und außerhalb von Ortschaften und kennzeichnet den Pfad der Geschichte bis nact Colicom wo er bis zum Fuß des Tals Valtellina ins Inland eindringt. Die Strecke ist insgesamt 45 Kilometer lang und muss daher in Etappen zurückgelegt verden. Je nach körperlicher Kondition kann sie in 3 oder 4 Teilstrecken gegliedert werden. Dank der zahlreichen Kreuzungen zwischen dem Weg und der Eisenbahnlinie Lecco- Colico können die Teilstrecken auch einzeln zurückgelegt werden, um dann jeweils mit dem Zug zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Mit seinen zumutbaren Steigungn und der idealen Lage ist der Weg zu jeder Jahreszeit begehbar. Die antiken Ursprünge des Sentiero könnten auf die römische Zeit zurückgehen. Dokumentiert ist der Weg, der sowohl für den lokalen Verkehr als auch als Alternative zu der komfortableren Via Valsassina genutzt wurdem die Mailand mit dem Valtellina verband, aber erst seit dem 14. Jahrhundert in den städtischen Statuten der Pfarrbezirke Bellano, Dervio und Lecco.

Der Weg des Wanderers
Der Weg des Wanderers

DER OSTARM

Stränden (Riva Bianca und Riva Nera) ist einer der meistbesuchtesten Sommerferienorte am See. Am gegenüberliegenden Seeufer beginnt die Oliven- küste (Costiera degli Olivi): Besonders interessant ist das hübsche Malgrate gegenüber von Lecco, wo vor dem Gebirgsfuß Rocca der Uferstreifen in Richtung Bellagio beginnt. Der Ort präsentiert sich mit einer romantischen Hafenmole und vielen charakteristi- schen Lokalen. Sehenswert sind ferner die massive, restaurierte Spinnerei Bovara Reina, der Palazzo Agudio, der heute das Rathaus beherbergt, sowie die zahlreichen gut sanierten Wohnhäuser. Anschließend führt die Straße durch einen Tunnel zu der schönen

ZU BESICHTIGEN

Bucht Paré von Valmadrera mit einem kleinen Pri- vathafen. Über eine Sackgasse erreicht man ruhige Ecken und zahlreiche Badestrände. Onno, Vassena und Limonta sind Ortsteile von Oliveto Lario. Diesen Namen verdankt der Ort dem Anbau von Oliven, aus denen ein grünliches, lokales Olivenöl produziert wird. Hier gibt es unendlich viele schöne Landschaf- ten, die sich perfekt für einen Urlaub eignen. Eine besondere Sehenswürdigkeit von Limonta ist die Wal- lfahrtskirche Madonna del Moletto, die sich aus zwei übereinander gebauten Kirchen (1606 und 1640) zusammensetzt und Freskenmalereien von Gian Pao- lo Recchi enthält.

STÄDTISCHES MUSEUM SEIDENSPINNEREI MONTI - ABBADIA LARIANA  

STÄDTISCHES MUSEUM SEIDENSPINNEREI MONTI - ABBADIA LARIANA

 

Via Nazionale 93 Informationen: Gemeinde Abbadia Tel. +39 0341 731241 - Bibliothek: Tel. +39 0341 700381 - www.museoabbadia.it - info@museoabbadia.it

Dieses Museum ist eine Original-Seidenzwirnerei aus dem 19. Jahrhundert, die restauriert und mit Materialien der gleichen Zeit aus anderen, nicht mehr existierenden Spinnereien vervollkommnet wurde. 1998 wurde sie in das städtische Museum umgewandelt. Hier kann noch die große, eindrucksvolle Ringzwirnmaschine mit 1000 Spindeln auf mehreren Etagen (funktionstüchtig) besichtigt werden.

MOTO GUZZI MUSEUM - MANDELLO DEL LARIO  

MOTO GUZZI MUSEUM - MANDELLO DEL LARIO

 

Via Parodi 63 Informationen: Tel. +39 0341 709111 - fax +39 0341 709346 www.motoguzzi.it - infomotoguzzi@motoguzzi.it

 

Das Museum befindet sich in dem Werk, in dem seit 1921 die legendären Motorräder hergestellt werden. Ausgestellt sind alle Rennmotorräder, die bis 1957 produziert wurden. In diesem Jahr hatte Guzzi nach über 3300 Siegen seine Aktivitäten im Motorsport eingestellt. Außerdem sind viele Prototypen, sowohl von Motorrädern als auch von Motoren, zu sehen.

MUSEUM IM MAGGIANA TURM - MANDELLO DEL LARIO  

MUSEUM IM MAGGIANA TURM - MANDELLO DEL LARIO

 

Frazione Maggiana Reservierungen: Tel. +39 0341 733715 Informationen: Pro Loco Mandello Tel. und fax +39 0341 732912 - www.prolocomandello.it - info@prolocomandello.it Comunità Montana Lario Orientale Valle San Martino - www.martinet.lc.it

In diesem Turm mittelalterlichen Ursprungs steht die Bauernkunst an erster Stelle. Die auf Initiative des Verbandes Gruppo di Amici di Maggiana eingerichtete Ausstellung zeigt auf den verschiedenen Etagen des Turms Exponate bäuerlicher Kunst, während im Obergeschoss jedes Jahr Ausstellungen zu einem spezifischen Thema stattfinden.

KIRCHE SAN GIORGIO – MANDELLO DEL LARIO DER OSTARM Via San Giorgio Informationen-: Pro Loco

KIRCHE SAN GIORGIO – MANDELLO DEL LARIO

DER OSTARM

KIRCHE SAN GIORGIO – MANDELLO DEL LARIO DER OSTARM Via San Giorgio Informationen-: Pro Loco Mandello

Via San Giorgio Informationen-: Pro Loco Mandello Tel. und Fax +39 0341 732912 - www.prolocomandello.it - info@prolocomandello.it

Auf einem Felsen über dem See gelegen, der alten Uferstrasse “Sentiero del Viandante” entlang, ist diese Kirche hochmittelalterlicher Herkunft. Die Reste einer halbrunden Apsis weisen wahrscheinlich auf ein romanisches Tempelchen bin. Die Holzdecke soll vom 13. Jh. sein. Die innere Wände, der Trimphbogen und der Chorraum sind zum großen Teil mit einer einheitlichen Reihe Fresken von 1475-1485 bemalt.

VARENNA

DIE SEEMITTE

Die Seemitte ist zweifellos die bekannteste Gegend am Comer See und seit dem 18. Jahrhundert Pflichtstation für Adel und Literaten aus ganz Europa. Zu den bedeutendsten Monumenten gehört die berühmte Villa Carlotta zwischen Tremezzo und Cadenabbia, ein beliebtes Ziel sowohl für einen Besuch ihrer Gärten, die während der Frühjahrsblüte besonders spektakulär sind, als auch zur Besichtigung der Kunstschätze, wie Werken von Canova, Hayez und Thorvaldsen, die in dem kleinen aber kostbaren Museum ausgestellt sind. Die eleganten Ortschaften dieser Gegend bieten Gastlichkeit auf höchstem Niveau und verfügen über ein vielseitiges kulturelles und Freizeitangebot. Sehr interessant ist Menaggio, der Kreuzpunkt, der die Comer Gegend mit der nahen Schweiz verbindet. Diese charmante Ortschaft ist außerdem ein beliebtes Ziel für Wander- und Trekking-Begeisterte. Sehenswert ist die Villa Vigoni, in deren immensem Park exotische Pflanzen und viele Skulpturen bewundert werden können. Und wer die Erlesenheit sucht, sollte sich keinesfalls die

Wirtschaft des Ortes klar auf den Tourismus aus und heute ist Bellagio einer der berühmtesten Urlaubsorte weltweit. Die Gemeinde hat 22 Ortsteile, die dem Besucher immer wieder neue Ausblicke bieten. Der bekannteste Ortsteil ist Borgo rund um die Hafenmole mit seinen Treppen, kleinen Plätzen, Boutiquen und Kunstwerkstätten, die den Passanten ihre Kunst präsentieren. Fährt man die von der Hafenmole abgehende Straße hinauf, erreicht man zwei hochinteressante Orte: den Aussichtspunkt Punta Spartivento und die Kirche San Giacomo. Der Aussichtspunkt befindet sich an der Nordspitze der Ortschaft und gibt den Blick über die drei von Bergen eingerahmten Seearme frei. Die Basilika San Giacomo hingegen befindet sich an der Piazza della Chiesa. Sie stammt aus dem 11. Jahrhundert und ist ein kostbares Beispiel der lombardischen Romanik, obwohl sie mehrfach umgebaut wurde. Hinter der Apsis der Kirche starten die Führungen zum Park der Villa Serbelloni.

Bellaggio Anlegestelle
Bellaggio Anlegestelle

anspruchsvolle Golfstrecke in Croce entgehen lassen. Die Seemitte ist aber auch der ideale Ausgangspunkt für interessante Ausflüge in die umliegenden Berge und es gibt viele Möglichkeiten, Sport zu treiben, man kann segeln, Wasserski fahren, aber auch die neusten Kitesurf und Wakeboard treiben. Wenig anstrengende Spazierwege führen zu den Anhöhen, von denen der Besucher ein atemberaubendes Panorama genießt. Gegenüber von Menaggio liegt Bellagio, das mit der Fähre in wenigen Minuten erreichbar ist. Diese „Perle des Comer Sees“ liegt genau auf der Spitze des Gebirgsvorsprungs, der den See in seine zwei Arme teilt. Dank dieser wunderschönen Lage, den prunkvollen Villen einerseits und den kleinen, romantisch verschachtelten Häusern andererseits sowie dank der üppigen Vegetation und dem milden Klima ist Bellagio seit jeher das Ziel berühmter Persönlichkeiten von Plinius dem Jüngeren bis Stendhal, von Manzoni bis Parini, von Liszt bis Toscanini. Im 19. Jahrhundert richtete sich die

Auf der Via Garibaldi durchquert man das Herz von Bellagio. Am Ende der Straße beginnt die berühmte Salita Serbelloni mit ihren Geschäften und antiken Gemäuern. Direkt am See liegen die antiken Ortsteile Pescallo, San Giovanni und Loppia mit ihren kleinen Hafenmolen und den Gärten der Patriziervillen, darunter die berühmten Villen Serbelloni und Melzi, deren herrliche Gärten von März bis Oktober besichtigt werden können. Die verbleibenden Ortsteile von Bellagio thronen auf dem Hügel oder verzweigen sich an den Berghängen bis zu 1686 Metern am Monte San Primo. Von hier reicht der Blick bis zu den Alpen und der Poebene. Das Klima in Bellagio ähnelt dem der ligurischen Küste. Hier wachsen Lorbeer, Oliven und in den Gärten Palmen und tropische Pflanzen. Auch die Blumengärtnereien sind sehr zahlreich. Am Ostufer lohnt sich ein Besuch der Städtchen Perledo und Varenna. Die Pfarrkirche San Martino von Perledo wurde erstmalig im 13. Jahrhundert

erwähnt. Im 17. Jahrhundert glaubte man allerdings, dass sie ursprünglich von der Königin Theudelinde geweiht worden sei, obwohl sie zu dieser Zeit mit weiteren Veränderungen umgebaut und erst im darauffolgenden Jahrhundert fertiggestellt wurde. Ebenfalls einen Besuch wert ist das Städtchen Varenna gegenüber der Halbinsel von Bellagio, zu dem es zahlreiche Fährverbindungen gibt. Der

Bellagio, zu dem es zahlreiche Fährverbindungen gibt. Der anmutig am Berghang haftende Ort wird von der

anmutig am Berghang haftende Ort wird von der Ruine des Castello di Vezio überragt, die zu den Hauptsehenswürdigkeiten des Sees zählt. Im Verlauf des Jahres gibt es in Varenna einen vollen Terminkalender mit unzähligen Kunstgalerien, Messen und kunsthandwerklichen Ausstellungen. Das Panorama des Ortes kommt am besten vom Wasser aus zur Geltung, mit seiner steilen und farbenfrohen Pyramidenform, die von dem darüberliegenden, steilen und bewaldeten Hang noch hervorgehoben wird. Auch in Varenna gibt es prunkvolle Villen, deren Gärten mit eindrucksvollen Cypressen und seltenen Pflanzen aus dem Mittelmeerraum aber auch aus den Tropen besichtigt werden können. Von besonderem Interesse sind die Villa Cipressi und Villa Monastero sowie die kunstvolle Kirche San Giorgio, ein schöner

DIE SEEMITTE

Bau aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts, der in der Barockzeit umgebaut wurde. Auf der Fassade ist eine große Freskenmalerei zu sehen und im Inneren sind wertvolle Kunstwerke verwahrt. Parallel zum Seeufer verläuft der romantische Panoramaweg „Passeggiata degli Innamorati“ (Spazierweg der Verliebten), auf dem man von Varenna nach Olivedo gelangt. Olivedo ist Abfahrt- und Ankunftsort der Fähren und Schnellboote der Gesellschaft Navigazione Lago di Como sowie ein freundlicher und lebhafter Badeort. Weitere Attraktionen der mittleren Seeregion sind historische Segelregatten, Schwimmwettkämpfe und eindrucksvolle Feuerwerke, häufig anlässlich der Volksfeste, bei denen die traditionellen Gerichte der Gegend präsentiert werden, wie zum Beispiel die „Festa del Lago“ an jedem ersten Samstag im Juli. Dieses Fest erinnert an ein historisches Ereignis, das jedes Jahr aufs Neue nachgespielt wird: die Ankunft der wenigen Überlebenden nach der Zerstörung der Insel Comacina durch Barbarossa. Das Fest der „Alborelle“ (Ukeleien, eine der bekanntesten gastronomischen Spezialitäten, nach den „Missoltini“ - getrockneten Staffheringe“) endet mit einem der schönsten Feuerwerke, die es am See zu sehen gibt.

der schönsten Feuerwerke, die es am See zu sehen gibt. Klima Das Klima Charakteristisch für die

Klima

Das Klima

Charakteristisch für die Landschaft des Comer Sees ist die üppige und besonders artenreiche Vegetation mit Pflanzen, Sträuchern und Blumen, die normalerweise nur viel weiter im Süden gedeihen oder sogar aus subtropischen Klimazonen stammen. Diese so vielseitige und reiche Flora wird durch das milde Klima der Region begünstigt, das wiederum auf die zahlreichen Wasservorkommen zurückzuführen ist. Wie man weiß, erwärmt sich Wasser im Vergleich zur Luft oder zum Boden langsamer und kühlt demzufolge auch langsamer ab. Somit geht in den Wintermonaten von den Seen Wärme aus und im Sommer wird die Hitze abgedämpft. Außerdem führt die ständige Verdunstung von Wasser zu einer Luftfeuchtigkeit, die im Durchschnitt höher ist als die der umliegenden Regionen. Wie an allen Voralpenseen wehen auch am Comer See regelmäßig wechselnde Winde. Der Tivano weht am frühen Morgen von Nord nach Süd und der Breva vom Nachmittag bis zum späten Abend von Süd nach Nord. Auch diese Winde tragen dazu bei, das Klima im Sommer zu erfrischen und begünstigen den konstanten Luftaustausch, der die Atmosphäre rein und frei von Dämpfen und Nebel hält. Dank dem Zusammenspiel all dieser Elemente hat der Comer See ein konstantes, mildes Klima, dessen Vorzüge schon in der Antike hoch geschätzt waren. Ein Beweis hierfür sind die bis heute zahlreichen noblen Villen und großen Hotels, die sich direkt am Seeufer zwischen schattigen Wäldern und eleganten Gärten erheben.

DIE SEEMITTE

DIE SEEMITTE Die mittlere Seeregion ist besonders für ihre eleganten Villen und der Öffentlichkeit zugänglichen Gärten

Die mittlere Seeregion ist besonders für ihre eleganten Villen und der Öffentlichkeit zugänglichen Gärten berühmt. Hier die wichtigsten:

Villa Carlotta

Die Villa, die Freitreppe und der architektonische Garten wurden Ende des 17. Jahrhunderts für die Adelsfamilie Clerici erbaut. Anschließend wurde sie Eigentum des Grafen Sommariva, der den Stil nach klassizistischen Regeln teilweise veränderte und schließlich ging sie an die Prinzessin Marianne der Niederlande, die sie ihrer Tochter Carlotta zur Hochzeit schenkte. Die Villa beherbergt ein bedeutendes Museum mit Statuen, Gemälden und Mobiliar aus klassizistischer Epoche, darunter kostbare Skulpturen von Antonio Canova und Leinwände von Francesco Hayez. In der zweiten Etage gibt es Dekorationen aus dem 18. Jahrhundert und Zimmer mit antiken Originalmöbeln. Im Garten können Bäume und Pflanzen aus aller Welt bewundert werden: Pergolen mit Zitrusfruchtbäumen, hohe Kamelienhecken, baumhohe Farne aus Australien, Palmen, tropische Gewächse, seltene jahrhundertalte Koniferen und Bambussammlungen. Im Frühjahr (April-Mai) erlebt man die wunderschöne Blüte der Azaleen, von denen hier etwa 150 verschiedene Arten gepflanzt sind. Von den Gärten und Terrassen der Villa schweift der Blick über die gesamte Seemitte, Bellagio, die Grigne-Gruppe und den Legnone.

Seemitte, Bellagio, die Grigne-Gruppe und den Legnone. Tremezzo - Via Regina 2b - Tel. +39 0344

Tremezzo - Via Regina 2b - Tel. +39 0344 40405 - Fax +39 0344 43689 www.villacarlotta.it - info@villacarlotta.it

Villa Serbelloni

- info@villacarlotta.it Villa Serbelloni Diese im Jahr 1605 im oberen Ortsteil von Bellagio erbaute

Diese im Jahr 1605 im oberen Ortsteil von Bellagio erbaute Villa ist heute Eigentum der Rockefeller- Stiftung, die sie als Studien- und Tagungszentrum nutzt. Der Öffentlichkeit zugänglich ist der große und spektakuläre Park, der mit fast 18 Kilometern Wegen einen Großteil des Gebirgsvorsprungs einnimmt. Die Bepflanzung besteht hauptsächlich aus Zypressen und Olivenbäumen, Hecken, die die Terrassen abgrenzen, sowie geometrisch angelegten Beeten. Das Panorama erstreckt sich über zwei Seearme und ist von bemerkenswerter Schönheit. Die Gärten der Villa Serbelloni können von April bis Oktober bei zweimal täglich geführten Touren besichtigt werden. Gruppen müssen im Voraus angemeldet werden.

Die Gärten der Villa Serbelloni sind bei schlechtem wetter zu. Bellagio - Tel. und Fax +39 031 951555/031 950204 - www.bellagiolakecomo.com - info@promobellagio.it

DIE SEEMITTE

Villa Melzi d’Eril

Diese direkt am Seeufer liegende Villa wurde von Her- zog Francesco Melzi d’Eril erbaut und ist bis heute Privateigentum. Das Projekt wurde dem Architekten Gio- condo Albertolli anvertraut und die Bauarbeiten wurden von 1808 bis 1810 ausgeführt. Besichtigt werden kann der herrliche Garten, für dessen Gestaltung Terrassen und kleine Anhöhen angelegt wur- den. Es gibt tropische und exotische Pflanzen, wertvolle Skulpturen, darunter die berühmte Gruppe mit Dante und Beatrice, einen maurischen Tempel sowie einen japanisch angelegten Teich. Auch die ehemalige Oran- gerie, die heute ein kleines Museum beherbergt, und die Familienkapelle können besichtigt werden.

und die Familienkapelle können besichtigt werden. Bellagio - Via Melzi d’Eril, 8 - Tel +39 339

Bellagio - Via Melzi d’Eril, 8 - Tel +39 339 4573838 - www.giardinidivillamelzi.it - info@giardinidivillamelzi.it

Villa Balbianello

Auf dem Gebirgsvorsprung von Lenno erhebt sich die wunderschöne Villa Balbianello, die im 18. Jahrhundert auf Wunsch von Kardinal Durini erbaut wurde und ein antikes Kloster in sich aufnimmt. Heute ist sie Eigentum der italienischen Umweltstiftung FAI. Der Standort gehört zu den eindrucksvollsten am See und von der wundervollen Panorama-Loggia blickt man auf Bellagio und die Insel Comacina. Im Obergeschoss der Residenz befindet sich ein einzigartiges Museum mit Kunstsammlungen und Reisesouvenirs des letzten Besitzers: dem Forscher Guido Monzino, der Speditionen liebte und ein Mann von hoher Kultur war. Er selbst war es auch, der die Villa in seinem Testament der italienischen Umweltstiftung verebte. Der Garten ist mit Terrassen und Balustraden gestaltet und folgt strikt dem natürlichen Verlauf des Untergrundes mit seinen steilen Felsen an einigen Stellen und sanft abfallenden Hängen an anderen. Donnerstags und freitags ist die Villa nur mit dem Motorbootzubringer erreichbar, der kostenpflichtig ist und von der Seepromenade in Lenno abfährt. Die Villa kann am Deinstag, Samstag, Sonn - Und Feiertage zu Fuß erreicht werden. Am Donnerstag und Freitag nur mit Boot von Lido di Lenno.

Am Donnerstag und Freitag nur mit Boot von Lido di Lenno. Località Balbianello - Tel +39

Località Balbianello - Tel +39 0344 56110 - www.fondoambiente.it

Villa Monastero

Die auf den Überresten eines antiken Zisterzienserklosters erbaute Villa Monastero in Varenna ist aufgrund ihrer zentralen Lage, ihrem wunderschönen Ausblick und vor dem Hintergrund des eindrucksvollen Gartens mit vielen exotischen Pflanzen ein beliebter Ort für Studien und Forschungsarbeit, an dem bedeutende Tagungen und Kon- gresse stattfinden. Gefördert und verwaltet werden diese Aktivitäten von der Institution Villa Monastero der Provin- zverwaltung Lecco. Das historische Gebäude, dessen Ursprünge auf ein Zisterzienserkloster vom Ende des 12. Jahrhunderts zurückge- hen, in der der Nobelpreisträger Enrico Fermi zeitweilig lehrte und das im 17. Jahrhundert von der Familie Mor-

DIE SEEMITTE

nico aus Valsassina erworben und in Ferienresidenz um- gebaut wurde, ist heute Sitz des Museums Casa-Museo Villa Monastero. Die Sammlungen und Einrichtungen der letzten beiden Eigentümer verleihen der Residenz ihren heutigen, facettenreichen Charakter. Der letzte Besitzer, Marco de Marchi, hinterließ seinen gesamten Besitz und alle Einrichtungsgegenstände aus der Zeit der öffentli- chen Nutzung. Die Gärten sind von März bis November von 9:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Man kann Casa Museo Villa Monastero jeden Sam- stag, Sonntag und Feiertag von 9:00 bis 13:00 uhr und von 14:00 bis 18:00 Uhr.

Feiertag von 9:00 bis 13:00 uhr und von 14:00 bis 18:00 Uhr. Informationen: Varenna, via Polvani

Informationen:

Varenna, via Polvani 4 Provincia di Lecco Istituzione „Villa Monastero”:

Tel. +39 0341 295450 - Fax +39 0341 295441 - www.villamonastero.eu - villa.monastero@provincia.lecco.it

Villa Cipressi

Der Komplex der Gebäude und Gärten der Villa Cipressi wurde zum größten Teil zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert erbaut und ist reich an Geschichte. Der wunderschöne botanische Garten erstreckt sich über mehrere Ebenen und bietet einen herrlichen Ausblick auf die Seemitte. Die Residenz war Eigentum der Adelsfamilie Serponti (1163), des Barons Isimbaldi (Ende 18. Jahrhundert), der Familie Andreossi, die den Park anlegte, von Sir Astley und Sir Salton (Anfang 20. Jahrhundert) und schließlich des Verlegers Accame. 1980 wurde sie mithilfe einer öffentlichen, freiwilligen Unterschriftensammlung von Bürgern und Freunden der Stadt Varenna erworben und zur öffentlichen Nutzung freigegeben. Heute gehört sie der Gemeinde und wird als Hotel genutzt.

Heute gehört sie der Gemeinde und wird als Hotel genutzt. Informationen: Tel. +39 0341 830113 -

Informationen: Tel. +39 0341 830113 - www.hotelvillacipressi.it - info@hotelvillacipressi.it

- www.hotelvillacipressi.it - info@hotelvillacipressi.it ZU BESICHTIGEN MUSEUM FÜR NAVIGATIONSINSTRUMENTE - BELLAGIO

ZU BESICHTIGEN

MUSEUM FÜR NAVIGATIONSINSTRUMENTE - BELLAGIO

ZU BESICHTIGEN MUSEUM FÜR NAVIGATIONSINSTRUMENTE - BELLAGIO p.zza Don Miotti - ortsteil S. Giovanni Tel. +39

p.zza Don Miotti - ortsteil S. Giovanni Tel. +39 031 950309 - www.bellagiomuseo.com - info@bellagiomuseo.com

In diesem antiken Turmbau sind über 200 wertvolle Gegenstände ausgestellt, mit denen sich der Mensch in der Vergangenheit auf See orientierte.

DEUTSCH-ITALIENISCHES KULTURZENTRUM „VILLA VIGONI“DIE SEEMITTE Menaggio - V. G. Vigoni 1 - ortsteil Loveno Tel. +39 0344 36111

DIE SEEMITTE

KULTURZENTRUM „VILLA VIGONI“ DIE SEEMITTE Menaggio - V. G. Vigoni 1 - ortsteil Loveno Tel. +39

Menaggio - V. G. Vigoni 1 - ortsteil Loveno Tel. +39 0344 36111 - www.villavigoni.eu - segreteria@villavigoni.eu

Der Sitz des italienisch-deutschen Kulturzentrums hat einen spektakulären Park mit vielen exotischen Pflanzen und klassizistischen Skulpturen.

VOGELKUNDEMUSEUM UND NATURKUNDEMUSEUM „SCANAGATTA“ - VARENNAvielen exotischen Pflanzen und klassizistischen Skulpturen. via IV Novembre Informationen: Museumspfleger Tel. +39 392

via IV Novembre Informationen: Museumspfleger Tel. +39 392 1927037 Comune di Varenna - Tel. +39 0341 830119

+39 392 1927037 Comune di Varenna - Tel. +39 0341 830119 Eine interessante ornitologische Sammlung aus

Eine interessante ornitologische Sammlung aus der Region des Comer Sees. Kann von April bis Juli besichtigt werden, Sa-, Sonn-und Feiertags 10.30-12.30 Uhr und 15.30-18.30 Uhr. In August täglich von 10.30 bis 12.30 und von 15.30 bis 17.30 Uhr geöffnet. In anderen Tagen offen auf Anfrage. Eintritt frei.

VezioDie Burg Vezio

V e z i o D i e Burg Vezio Diese ursprünglich im 11. Jahrhundert errichtete

Diese ursprünglich im 11. Jahrhundert errichtete und mehrfach umgebaute Burg befindet sich in Vezio, Ortsteil Perledo. Zu dem mittelalterlichen Bau gehört auch ein Oratorium aus dem 16. Jahrhundert, das dem Heiligen Antonius geweiht ist. Die Festung hat einen quadratischen Grundriss, hohe Mauern und einen Turm in der Mitte, der über eine funktionstüchtige Zugbrücke erreicht werden kann. Der Komplex ist von einem Olivenhain mit über 1000 Bäumen umgeben. Die unterirdischen Bereiche, die seit 1999 der Öffentlichkeit zugänglich sind, stammen wahrscheinlich aus dem Ersten Weltkrieg. Eine Besonderheit der Burg ist der Falkenhof mit dressierten Raubvögeln, die der Falkner dem Publikum mit eindrucksvollen Vorführungen präsentiert. Die Burg war einst Bestandteil des Systems von Festungen, die in Sichtweite voneinander standen und von denen die antiken Kommunikationswege am See und die Talzugänge überwacht wurden. So befindet sich bei Lecco neben der Burg der Provinzhauptstadt auch die Festung von Malgrate sowie weitere in Dervio und Corenno Plinio. Am Hang von Como hingegen erheben sich Burgen in Menaggio, Rezzonico sowie die uneinnehmbare Festung von Musso.

Die Burg ist von von März bis der Anfang von November von 10:00 Uhr bis Sonnenuntergang geöffnet. Bei schlechtem Wetter bleibt die Burg ggf. geschlossen.

Informationen:

Associazione Turistica Castello di Vezio Tel. +39 348 8242504 - +39 339 2935667 www.castellodivezio.it - info@castellodivezio.it

VILLA LA GAETA - SAN SIRO

DER OBERE SEE

Mit seiner tief verwurzelten kulturellen Zusammen- gehörigkeit, die auf den historischen Verbindungen beruht, ist der obere Comer See eine der faszinie- rendsten Regionen, vor allem aufgrund der engen Verknüpfung von Natur und menschlichem Schaffen. Zwischen dem See und den Bergen und in den Tä- lern mit unberührter Natur bieten sich unzähliche Ausflugs- und Wanderstrecken verschiedener Schwie- rigkeitsgrade. Ebenso zahlreich sind die Ortschaften, die einen Besuch verdienen, wie zum Beispiel die Gemeinde San Siro mit den Ortsteilen S. Abbondio und Rezzonico. Letzteres wird von der massiven Burg

überragt, die die Della Torre im 14. Jahrhundert er- richten ließen. Ein weiteres mögliches Ziel ist Pianello del Lario mit der Pfarrkirche S. Martino, deren Pre- sbyterium mit Freskenmalereien von Isidoro Bianchi geschmückt ist und deren heutige Form wahrschein- lich das Ergebnis eines Neuaufbaus aus dem 16. Jahrhundert auf den Grundmauern ihres mittelalter- lichen Vorgängers ist. Darüber hinaus gibt es noch viele andere Monumente sowie überraschende ver- steckte Winkel wie die Gär-

ten „Giardini del Merlo“ in Musso, die mit unendlicher Geduld aus einer schroffen Felswand herausgemeißelt wurden und wo zahlreiche seltene und exotische Pflan- zen zu sehen sind. Besonders schöne Ausblicke bietet die Gegend nördlich von Dongo. Entlang dem Wildbach Albano gibt es noch alte Bauernhäuser wie in Stazzona direkt an dem antiken Verkehrsweg, der über den antiken Pass S. Iorio den Comer See mit der nahen Schweiz verband und der heute noch für die typischen „Crotti“ berühmt ist, in denen man täglich im Sommer lokale Spezialitäten kosten kann. Der obere See bietet das Beste vom Besten für Urlau- ber, die das saubere Was- ser genießen, Boot fahren oder Wassersport betreiben möchten. Mit den konstan- ten Winden ist diese Ge- gend ein wahres Paradies für Windsurfer und Segel- freunde im Allgemeinen. Sehr gut ausgestattete Wa- ssersportzentren findet man in Domaso, Gravedona ed Uniti, Gera Lario, Sorico und Dongo, Colico, Dervio und Bellano. Im 4. und 5. Jahrhundert waren Dongo, Gravedona und Sorico die Zentren für die Verbreitung des Chri-

stentums in der Region des Comer Sees. Sie gründe- ten das Lehnsgut Tre Pievi und genossen das Privileg eigener Richter und einer eigenen Münzerei. Im 16. Jahrhundert geriet das gesamte Gebiet unter die Kontrolle des gefürchteten und listigen Gian Giaco- mo Medici, genannt „Medeghino“, der damals die berühmte Burg in Musso bewohnte. Die religiöse Bedeutung der Region wird durch die Präsenz zahl- reicher Kirchen belegt. Die außergewöhnliche roma- nische Kirche Santa Maria del Tiglio in Gravedona, ein einzigartiges Exemplar, bei dem der Kirchturm in die Fassade integriert ist, wurde Mitte des 12. Jahrhunderts erbaut und hat im Inneren kostbare Fre- skenmalereien sowie ein wertvolles Kruzifix aus Holz. Das kleine aber deshalb nicht weniger bedeutende Oratorium San Fedelino wurde von Mezzola an dem vermutlichen Ort des Märtyriums des Heiligen Fide- lius erbaut. Außerdem gibt es gotische Renaissance- Kirchen mit wertvollen Fresken von Sigismondo de Magistris, darunter ein besonders kostbares Exemplar in der Kirche San Vincenzo in Gera Lario.

Wassersport Der ganze See ist ein wahres natürliches Fitness-Studio. Und auch Liebhaber ungewöhnlicher Sportarten kommen

Wassersport

Der ganze See ist ein wahres natürliches Fitness-Studio. Und auch Liebhaber ungewöhnlicher Sportarten kommen nicht zu kurz! Wer Wassersport liebt, kann sich tagelang segeln, Kanu oder Motorboot fahren, surfen, Wasserski fahren oder sich mit dem Wakeboard und Kitesurfing unterhalten. Und in Como gibt es sogar eine Pilotenschule für Wasserflugzeuge. Aufgrund der konstanten Winde ist die Nordregion des Sees besonders gut für Segelsportarten ausgestattet. In Dervio gibt es drei Segelclubs, eine Windsurf-Schule sowie einen Bereich für Kitesurfer, wo auch internationale Wettkämpfe ausgetragen werden. Lezzeno ist für seine Wasserski-Schulen bekannt, wo auch weltberühmte Champions trainiert haben, während im ersten Seebecken bedeutende Motorbootrennen stattfinden.

wo auch weltberühmte Champions trainiert haben, während im ersten Seebecken bedeutende Motorbootrennen stattfinden.

DER OBERE SEE

Santi Gusmeo e Matteo - Gravedona
Santi Gusmeo e Matteo - Gravedona
San Tommaso di Canterbury - Corenno Plinio
San Tommaso di Canterbury - Corenno Plinio

Zweifellos einen Besuch wert sind der Palazzo Gallio aus dem 16. Jahrhundert in Gravedona, der am ehe- maligen Standort einer antiken Burg errichtet wurde, wie die vier Ecktürme vermuten lassen, sowie die Burg in Rezzonico. Über die gewundene Panoramastraße oberhalb von Gravedona gelangt man nach etwa 3 Kilometern nach Peglio mit dem interessanten Gebäudekom- plex S. Eusebio, bestehend aus einer Kirche, einem Säulengang, einem Ossarium, einem Pfarrhaus und einem Friedhof. Die spätgotische Kirche wurde im

17. Jahrhundert umgebaut und bewahrt in ihrem

Inneren einen exzellenten Freskenzyklus von Giovan Mauro della Rovere, der unter dem Künstlernamen „Fiammenghino“ bekannt ist. Fährt man auf der Straße weiter, gelangt man nach Livo, dessen Kirche S. Giacomo inmitten von Kasta- nienwäldern steht. Dieses im 15. Jahrhundert auf ei- ner bereits bestehenden Struktur gebaute Gotteshaus hat eine wunderschöne Apsis mit Freskenmalereien aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Am Ostufer des Sees befindet sich am Delta des Flus- ses Pioverna, der in das Valsassina führt, in Bellano die berühmte Schlucht Orrido. Der Fluss stürzt hier

eingezwängt zwischen Felsen und Abgründen in die Tiefe. Besucher können dieses Schauspiel von Treppen und Laufstegen aus beobachten. Weitere Sehenswürdi- gkeiten in Bellano sind die ehemalige Baumwollspin- nerei Cantoni, die im 19. Jahrhundert auf einer bereits bestehenden Fabrikstruktur errichtet wurde, sowie die Kirche Santi Nazaro e Celso. Letztere wurde Mitte des

14. Jahrhunderts von den Baumeistern Campionesi in

eleganten gotischen Formen mit einer monumentalen Fassade und einer Rosette aus Majolika errichtet. Im In- neren kann ein kunstvolles, spätgotisches Priesterkreuz bewundert werden. An dem gleichen Platz befindet

sich auch die Kirche Santa Marta. Die zwei Gottestem- pel erheben sich an den beiden kurzen Seiten des Plat- zes von Bellano, im Herzen des historischen Zentrums zwischen dem See und den antiken Fußwegen, die den Berg hinaufführen. Die nahe Wallfahrtskirche Madonna di Lezzeno ist ein bekannter Pilgerort. Aber der obere See bietet noch viele andere Sehen- swürdigkeiten: An dem breiten Delta des Wildba- ches Varrone liegt Dervio in ruhiger Position direkt am See, ein kleiner Ort mit mittelalterlichen Bauten, der Kirche Santi Pietro e Paolo und dem daneben errichteten romanischen Glockenturm. Hinter der Provinzstraße liegt der Ortsteil Villa mit der 1628 geweihten Kirche S. Quirico, deren Strenge von einem romanischen Glockenturm mit Spitzgiebel und Dekorsteinen abgerundet wird. In Corenno Plinio (Gemeinde Dervio), die malerisch an einem in den See hineinragenden Felsausläufer haftet, befindet sich das wunderschöne Castello Andreani mit einer Umfriedungsmauer mit zwei Türmen. Daneben erhebt sich die Kirche S. Tomaso di Canterbury mit Fresken- malereien aus dem Mittelalter und der Renaissance. Im Außenbereich sind die drei Marmorsarkophage der Grafen und lokalen Lehnsherren Andreani zu sehen. Auch der Ort ist charakteristisch, da die kom- pakte mittelalterliche Struktur erhalten ist, mit engen Gassen, die steil zu dem kleinen Hafenbecken mit einem Strand abfallen. Lorbeer, Oliven und Weinstöcke wachsen besonders üppig auf den Terrassierungen von Dorio und dessen

DER OBERE SEE

Abtei von Piona
Abtei von Piona

Ortsteilen Torchiedo, Panico und Mondonico, wo sich die antike Pfarrkirche befand. Der rusikale Cha- rakter der wie auf der Anhöhe verlassenen Ortschaft spiegelt sich auch in dem volkstümlichen aber den- noch zarten Stil der Freskenmalereien in der Kirche S. Giorgio wider. An der Spitze der Halbinsel von Olgiasca erhebt sich in wunderschöner Lage die Abtei Piona mit Blick auf den gleichnamigen kleinen See. Aus historischer wie architektonischer Sicht sowie aufgrund seines um- weltbedingten Wertes ist dies eins der berühmtesten Monumente des Comer Sees. Die Ursprünge von Piona gehen auf das Jahr 610 n. Chr. zurück, in dem auf der Halbinsel ein der Heiligen Justine gewidmetes Orato- rium gegründet wurde (die Apsis ist an der Außenseite des Kreuzganges der heutigen Abtei noch erhalten). Neben den Überresten eines anderen romanischen Baus, von dem ebenfalls nur die Apsis erhalten ist,

wurde es 1138 zur Kirche geweiht und 1169 wurde das Kluniazenserkloster Priorat. Im 16. Jahrhundert begann ein scheinbar unaufhaltsamer Verfallsprozess und der Zustand der Basilika verschlechterte sich zuse- hends. Im 18. Jahrhundert wurde der Komplex Privat- besitz und als Bauernhaus genutzt. Das 20. Jahrhun- dert brachte dann schließlich die Wiedergeburt: Die Familie Rocca veräußerte den Komplex 1937 an die Kongregation der Benediktiner und Zisterzienser aus Casamari und nach und nach erhielt er seinen alten Glanz zurück. In den Sechzigerjahren wurde die Abtei errichtet. Das Kirchenschiff mit Fachwerk ist mit Marmorlöwen und Freskenmalereien aus dem 12. Jahrhundert dekoriert. Durch eine Seitentür gelangt man in den eindrucksvol- len Kreuzgang (1252-57) in einem romanisch-goti- schen Stilgemisch mit eleganten Säulen und Malereien verschiedener Epochen, dass ein seltsamer Kalender.

Die antike Via Regia Via Regia ist eine lange Straße, die an dem gesamten Westufer

Die antike Via Regia

Die antike Via Regia Via Regia ist eine lange Straße, die an dem gesamten Westufer des
Via Regia ist eine lange Straße, die an dem gesamten Westufer des Comer Sees entlangführt.

Via Regia ist eine lange Straße, die an dem gesamten Westufer des Comer Sees entlangführt. Die antiken Wege vorgeschichtlichen Ursprungs, die es am Seeufer gab, wurden von den Römern vereinheitlicht und ausgebaut. Sie gaben der neuen Straße den Namen Via Regia, was so viel wie Hauptstraße bedeutet. Später wurde sie dann nach der langobardischen Königin Theudelinde in Via Regina umbenannt. Für viele Jahrhunderte bildete die Via Regia die Hauptverbindung zwischen den südlichen und nördlichen Alpen, zwischen Como, Mailand und den transalpinen Regionen über den Splügen-Pass und den Maloja-Pass. Sie war eine wichtige Handelsstraße, auf der sich Armeen wie Reisende bewegten und zu einem intensiven kulturellen Austausch beitrugen. Im Verlauf der Zeit entwickelten sich entlang der Via Regia zahlreiche Siedlungen, die sich nach und nach auch ein großes künstlerisches Erbe aneigneten. Ein Großteil der antiken Strecke ist zu Fuß auch heute noch begehbar und verläuft parallel zur Fernstraße 340, weiterhin unter dem Namen Via Regina, mit dem sie streckenweise auch offiziell identifiziert wird. Besonders eindrucksvoll und bei Ausflüglern beliebt ist der Nordweg am oberen See, also die Teilstrecke, die von Nobiallo nach S. Maria Rez- zonico führt.

DER OBERE SEE

Pesa Vegia in Bellano
Pesa Vegia in Bellano

Einige jährlich stattfindende Veranstaltungen haben sich zu so festen Terminen entwickelt, dass sie inzwischen zahlreiche Touristen anlocken. Ein besonders gelungener Mix aus Heiligem und Profa- nem unter den historischen und religiösen Events ist das Fest “Pesa Vegia”, das jedes jades Jahr Vorabend des Dreikönigsfestes in Bellano gefeiert wird. Die Zeremonie in historischen Kostümrn führt in die Zeit der spanischen Fremdherrschaft und im Einzelnen auf ein Ereignis im Zusammen- hang mit der Einführung eines neuen Systens für Gewichte und Maßeinheiten zurück. Die Bürger aus Bellano setzten damals nämlich durch, dieses neve System nicht anzuwenden und ihr traditionelles “Pesa Vegia” beizubehalten. Zu dieser Erinnerung gesellen sich in originell volkstümlicher Art eine lebende Weihnachtskrippe, der Umzug der Drei Heiligen Könige, die Burg von König Herodes und ein Freudenfeuer am Seeufer.

ZU BESICHTIGEN

ABTEI PIONA - COLICO - PIONAHerodes und ein Freudenfeuer am Seeufer. ZU BESICHTIGEN Informationen: Tel. +39 0341 940331 - Fax +39

am Seeufer. ZU BESICHTIGEN ABTEI PIONA - COLICO - PIONA Informationen: Tel. +39 0341 940331 -

Informationen: Tel. +39 0341 940331 - Fax +39 0341 931995 - www.cistercensi.info/piona

Die Geschichte von Piona geht auf das Jahr 610 zurück, als man eine der heiligen Giustina gewidmete Kapelle auf der Halbinsein erbautete. Die Kirche wurde 1138 geweiht und zur Abtei1160 erhoben. Der Klosterkomplex ist heute von Zisterziensern geleitet, die gute Kreuter - Liköre und Tees herstellen.

ORRIDO - BELLANOgeleitet, die gute Kreuter - Liköre und Tees herstellen. Piazza San Giorgio Informationen: Gemeindeverwaltung Bellano

gute Kreuter - Liköre und Tees herstellen. ORRIDO - BELLANO Piazza San Giorgio Informationen: Gemeindeverwaltung Bellano

Piazza San Giorgio Informationen: Gemeindeverwaltung Bellano Tel. +39 0341 821124 - Pfleger Tel. +39 338 5246716 www.comune.bellano.lc.it - info@comune.bellano.lc.it

Orrido ist eine natürliche Schlucht, die von dem Fluss Pioverna gebildet wurde. Im Verlauf der Jahrhunderte hat das schnell fließende Wasser immende Kessel und beeindruckende Höhlen in den Fels gemeißelt. Auf einem Laufsteg aus Zement können die Besucher die Schönheit dieses einzigartigen Ortes bewundern.

WALLFAHRTSKIRCHE MADONNA DELLE LACRIME - BELLANO - LEZZENOdie Schönheit dieses einzigartigen Ortes bewundern. Informationen: Pfarrei Tel. +39 0341 821163 -

WALLFAHRTSKIRCHE MADONNA DELLE LACRIME - BELLANO - LEZZENO Informationen: Pfarrei Tel. +39 0341 821163 -

Informationen: Pfarrei Tel. +39 0341 821163 - www.comune.bellano.lc.it - info@comune.bellano.lc.it

Diese Wallfahrtskirche im Barockstil wurde im 18. Jahrhundert aufgrund eines Wunders der auf einem Relief dargestellten Madonna errichtet, die am 6. August 1688 Bluttränen geweint hatte.

MUSEUM DES ANTIFASCHISTISCHEN WIDERSTANDES IN COMO - DONGOerrichtet, die am 6. August 1688 Bluttränen geweint hatte. Im Rathaus - piazza Paracchini - Tel.

Im Rathaus - piazza Paracchini - Tel. +39 0344 82572

- DONGO Im Rathaus - piazza Paracchini - Tel. +39 0344 82572 Das Museum befindet sich

Das Museum befindet sich im Rathaus und zeigt Fotos, Dokumentationen und Erinnerungsstücke aus der Zeit des Faschismus und danach. Im gleichen Gebäude kann auch die Dauerausstellung „Antifaschismus und Widerstand in der Provinz Como“ besucht werden.

Das Museum bleibt im Jahr 2011 wegen Renovierung zu.

An der Nordspitze des Comer Sees gibt es eine Ge-

gend, die aus landschaftlicher und naturalistischer

Sicht besonders interessant ist. Das Naturschutzge- biet Pian di Spagna liegt hinter der Gemeinde So- rico zwischen den Mündungen der Flüsse Mera und Adda. Dieses Sumpfgebiet ist ein wichtiger Rast-

und Nistplatz unzähliger Vogelarten, die zwischen dem stillen Rohr ihr natürliches Habitat finden. In der Vergangenheit wurde dem Gebiet aufgrund seiner strategischen Lage besondere Bedeutung zuge- messen. Es wurde von den Römern urbar gemacht und beherbergte das ganze 16. Jahrhundert über spanische Heerlager, daher auch der Name Pian

di

spanischen Verteidigung war die Festung Fuentes

Spagna (Spanische Ebene). Das Bollwerk der

auf der einzigen, langen Anhöhe der Ebene, von wo aus der letzte Abschnitt der Adda überwacht

PIAN DI SPAGNA

werden konnte. Die Festung wurde in den ersten Jahren des 17. Jahrhunderts von dem Mailänder Gouverneur Graf Fuentes erbaut und während der ersten Italienischen Kampagne von Napoleon zer- stört. Heute sind noch die Ruinen zu sehen. Mehr als ein Jahrhundert später, im Jahr 1912, leitete das Kommando der königlichen Armee kurz vor dem Großen Krieg auf dem Hügel Montecchio, an dem kurzen Uferabschnitt zwischen Colico und der Mündung der Adda, den Bau einer neuen Burg ein. Diese Burg wurde Ende 1914 fertiggestellt und ist das fortschrittlichste italienische Bauwerk aus der Zeit des Ersten Weltkrieges. Die noch vorhandenen vier Kanonen sind auch heute noch die größten Italiens. Sie sind funktionstüchtig und schießen auch über große Entfernungen äußerst präzise.

schießen auch über große Entfernungen äußerst präzise. ZU BESICHTIGEN MUSEUM DER BÄUERLICHEN KULTUR - COLICO Via

ZU BESICHTIGEN

MUSEUM DER BÄUERLICHEN KULTUR - COLICOüber große Entfernungen äußerst präzise. ZU BESICHTIGEN Via Campione, 21 - Loc. Villatico Informationen: Tel. +39

ZU BESICHTIGEN MUSEUM DER BÄUERLICHEN KULTUR - COLICO Via Campione, 21 - Loc. Villatico Informationen: Tel.

Via Campione, 21 - Loc. Villatico Informationen: Tel. +39 333 7368922 - Tel. +39 333 4355121 - www.museocolico.altervista.org - cifvol@yahoo.it

Das Museum haltet Gegenstände und Materialien bezüglich auf die Arbeitstätigkeiten und Lebensformen

im XIX Jahrhundert.

BURG FUENTES - COLICOdie Arbeitstätigkeiten und Lebensformen im XIX Jahrhundert. Informationen: Museo della Guerra Bianca - Tel. +39 338

und Lebensformen im XIX Jahrhundert. BURG FUENTES - COLICO Informationen: Museo della Guerra Bianca - Tel.

Informationen:

Museo della Guerra Bianca - Tel. +39 338 5926220 www.museoguerrabianca.it - info.museoguerrabianca.it

BURG MONTECCHIO - COLICO5926220 www.museoguerrabianca.it - info.museoguerrabianca.it Informationen: Museo della Guerra Bianca +39 338 5926220 -

- info.museoguerrabianca.it BURG MONTECCHIO - COLICO Informationen: Museo della Guerra Bianca +39 338 5926220 -

Informationen:

Museo della Guerra Bianca +39 338 5926220 - www.museoguerrabianca.it - info@museoguerrabianca.it

VALSOLDA UND CERESIO

Fährt man von Menaggio nordwärts, verändert sich die Landschaft allmählich. Die weiter werdenden Horizonte werden zwischen Reflexen in tausend Farben auf der einen Seite von der Grigne-Gruppe und auf der ande- ren von der Grona begrenzt. Auf der Serpentinstraße durch das Tal, die zum Luga- ner See führt, fährt man an dem wunderschönen Lago

Piano vorbei. In diesem Naturparadies kann man

auf gekennzeichneten Strecken mit Führung die einhei- mische Flora und Fauna entdecken. Von hier zweigt eine weitere Panoramastraße ab, die

in das Tal Val Cavargna mit den malerischen Ortschaf-

ten S. Bartolomeo, San Nazzaro und Cavargna führt. Cavargna ist mit 1071 Metern über dem Meeresspie- gel die am höchsten gelegene Gemeinde der Provinz. Am San Lucio-Pass, der das Val Cavargna mit dem Val Colla (Schweiz) verbindet, steht eine eindrucksvolle und besonders verehrte Wallfahrtskirche, die im 14. Jahrhundert zu Ehren des Heiligen Luzius, „Schutzpa- tron der Hirten und Käser“, errichtet wurde. Fährt man hingegen auf der Staatsstraße weiter, ge- langt man nach Porlezza, einem freundlichen Ort am Luganer See, der auch Ceresio genannt wird. Das zur Hälfte italienische und schweizerische Seebecken wird von verschiedenen Fähren überquert und bietet somit interessante Ausflugsmöglichkeiten. Das Städtchen Porlezza ist das bedeutendste Touristenzentrum des Tals und bietet eine Vielfalt an Hotels, Campingplätzen, Restaurants und Freizeiteinrichtungen. Aber auch das künstlerische Erbe ist beachtlich: Besonders sehenswert

di

sind die Pfarrkirche S. Vittore mit dem zugehörigen Oratorium S. Giovanni, die Kirche Santa Marta sowie die kleine romanische Kirche S. Maurizio aus dem 11. Jahrhundert, die am Hang des Monte Galbiga steht. Sehr schön ist auch der Ortsteil Cima, der seinen mittelalterlichen Charakter beibehalten hat und den Oli- venhaine auf Terrassierungen umgeben, was für diese Gegend eher ungewöhnlich ist. Der Ortsteil Cressogno bildet den Übergang zum Val- solda. Das Tal ist von steilen Dolomitenfelswänden umgeben und beherbergt mehrere kleine Gemeinden. Dies sind die Orte von Antonio Fogazzaro, seine „Klei-

ne alte Welt“, die mit ihren Dörfern, Straßen und Häu-

sern, wie sie im Roman beschrieben sind, auch nach vielen Jahren noch genau den gleichen Charme hat. Der größte Ort des Tals ist San Mamete, der seinen mittelalterlichen Charakter bewahrt hat und wo sich alte Häuser um einen kleinen Platz mit Säulengän- gen direkt am See drängen. In Cressogno befindet sich auf einer Hochebene mit Blick auf den See die große Wallfahrtskirche Nostra Signora della Caravina,

ein Bau aus dem 17. Jahrhundert mit wertvollen Fre- skenmalereien von Isidoro Bianchi. Von hier führt eine Straße das Tal hinauf nach Puria, dem Geburtsort von Pellegrino Tibaldi, mit der wunderschönen Pfarrkirche Santa Maria. Nach Albogasio mit seinen eleganten Palazzi aus dem 17. Jahrhundert gelangt man nach Castello, das vielleicht der eindrucksvollste Ort des Tals ist. Der Name erinnert an die Burg, die sich hier

im Mittelalter auf einem Felsvorsprung erhob. Die Burg

wurde im 16. Jahrhundert zerstört. Geblieben sind lediglich einige Ruinen und die Kirche S. Martino. Der letzte Ort des Valsolda ist Oria kurz vor der italienisch- schweizerischen Grenze.

Die Ortscheften von Antonio Fogazzaro
Die Ortscheften von
Antonio
Fogazzaro

Antonio Fogazzaro (1842 – 1911) wurde in Vicenza geboren, floh jedoch während des Krieges von 1859 mit seiner Familie nach Oria im Valsolda. Der Schriftsteller war von dem Charme dieser Gegend und ihrer Men- schen fasziniert, er kehrte oft hierher zurück und ließ sich auch für seine Werke inspirie- ren, in denen er die Einzelheiten der Umge- bung und des Lebens wiederholt beschreibt. Hier einige Beispiele für Landschaften, die in den Werken von Fogazzaro erwähnt wer- den: Die Straße, die von Argegno ins Valle Intelvi hinaufführt, ist in dem Roman „Das Geheimnis des Dichters“ beschrieben, den er in Lanzo schrieb. In „Malombra“, hinge- gen erwähnt er die Villa Pliniana und die Schlucht Orrido von Osteno, wenn er sie auch handlungsbedingt an einen anderen Ort verlagert: „er (der Fluss) sammelt sich (…) zwischen den unermesslichen Höhlen, in denen sich zwei gegenüberliegende Berge vereinen, fließt durch eine kurze Ebene im Freien und stürzt nun von Schnelle zu Schnel- le, von einem Wasserfall zum nächsten bis auf den Grund des Tals hinab, um dort ehrlos im See zu verenden“ [Anm.d.Ü: freie Überset- zung des ital. Originaltextes].

All diese Orte eignen sich auch als Ausgangspunkte für Ausflüge auf dem „Sentiero delle Quattro Valli“ (Vier-Täler-Weg). Dieser Wanderweg verbindet über eine anspruchsvolle Strecke den Luganer See mit dem Comer See.

Luganer See
Luganer See

Campione ist eine weniger als einen Quadratkilo- meter große italienische Exklave auf Schweizer Ter- ritorium auf halber Strecke zwischen der Grenze in Como und Lugano. Diese kleine Region ist zweifellos einen Besuch wert, zum einen aufgrund der schönen Landschaft am Luganer See und zum anderen wegen ihrer künstlerischen Tradition, die hier große Zeichen setzte. Nachdem es im 8. Jahrhundert den Äbten des Klo- sters Sant’Ambrogio in Mailand geschenkt wurde, war Campione für etwa ein Jahrtausend Eigentum der Kirche. Seitdem blieb es eine italienische Exklave auf ausländischem Territorium. Vor dem eindruck- svollen Hintergrund der Natur vereinen sich hier

CAMPIONE D’ITALIA

Kunst und Geschichte mit erlesener Mondänität und der nächtlichen Lebendigkeit des städtischen Spiel- kasinos. Das Spielkasino ist es auch, das die Auf- merksamkeit des internationalen Publikums anzieht, nicht nur wegen der Faszination der grün bezogenen Spieltische, sondern auch aufgrund der prestigerei- chen Vorführungen und Galaabende. Zu den bemerkenswertesten Sehenswürdigkeiten gehört die Wallfahrtskirche Madonna die Ghirli, ein Werk einheimischer Baumeister, das sich mit seiner wunderschönen Freitreppe in atemberaubender Lage direkt am See erhebt. Die Kirche ist mit kostbaren Freskenmalereien dekoriert, die fast alle von dem ein- heimischen Meister Isidoro Bianchi stammen.

Sp elk as i o von
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Spielkasino von Campione d’Italia

Der neue Sitz des Spielkasinos von Campione, der von dem Tessiner Architekten Mario Botta ent- worfen wurde, ist ein in drei große Blöcke gegliedertes, massives Bauwerk. Der Mitteltrakt hat 10 Etagen und mit den sich abwechselnden goldenen Steinplatten ist der Bau auch hinsichtlich der verwendeten Materialien einzigartig. Das erste Spielkasino von Campione wurde 1917 erbaut und bereits 1919 wieder geschlossen. Nach der Wiedereröffnung im Jahr 1936 wurde es bald zum Motor der kleinen italienischen Enklave auf Schweizer Boden sowie ein beliebtes Ziel für Spielbegeisterte aus aller Welt. Das neue Spielkasino wurde besonders groß ausgelegt, weil es seinen Gästen für die Unterhaltung mit Rou- lette, Blackjack, Bakkarat, Sälen mit Spielautomaten der neusten Generation ein großzügiges und komforables Ambiente bieten soll. Im Spielkasino ist aber auch ein Bezugspunkt für Kulturveranstaltungen wie die Verleihung des Preises „Maschera d’Argento“ an bedeutende Repräsentanten des italienischen Films und Theaters. Mit seinem neuen Look eignet sich der hochmoderne Bau heute auch ideal für Modeveranstaltun- gen, Aufführungen sowie Tagungen und Kongresse.

Casinò di Campione d’Italia Piazzale Milano 1 - Tel. 004191 6401111 - Fax 004191 6401112 – www.nuovocasinodicampione.it

Spielkasino Campione
Spielkasino Campione

SCHIFFFAHRT AUF DEM COMER SEE

Die organisierte Schifffahrt auf dem Comer See begann offiziell am 18. Juli 1826, als die Gesel- lschaft „Società Lombarda“ den Liniendampfer „Lario“ vom Stapel ließ. Diesem folgte zum Jahre- sende dann die „Plinio“. Ab 1861 erlebte der Wassertransport eine Blüte- zeit, vor allem aufgrund der Öffnung des Splügen- Passes und des Stilfser Jochs, die den Comer See auch von der Schweiz und Deutschland aus er- reichbar machen. 1885 fusionieren die beiden hier tätigen Gesel- lschaften Lariana (Como) und Lombarda (Mailand). Dies war eine erste Demonstration der Aufmer- ksamkeit für die Bedürfnisse der Kunden vonseiten der Seetransportgesellschaften. Seitdem wird die Schifffahrtgesellschaft des Comer Sees von den Einheimischen einfach nur „Lariana“ (Lario = Comer See) genannt. Von 1900 bis 1918 wächst die Flotte von 12 auf 22 Schiffe, mit Kriegsbeginn ist die Krise jedoch nicht mehr aufzuhalten und die Flotte schrumpft wieder auf 11 Schiffe. Nach dem Ersten Weltkrieg steigen auch die An- sprüche der Passagiere: Bedeutende Adelsfami- lien verbringen ihren Urlaub in den großen Hotels und Patriziervillen am See. Während des Zweiten Weltkrieges bricht die Seeschiffahrt praktisch vollständig zusammen. Viele Fähren werden beschossen und so beschloss man, die Fahrten auf zwei pro Woche zu beschränken. Dies zeichnet den Untergang der „Società Laria- na“, die auch unmittelbar nach Kriegsende nicht

zu reagieren weiß. Am 21. August 1952 wird der Transportdienst vom Verkehrsministerium unter „Regierungsverwaltung“ gestellt. Hinsichtlich der umfangreichen und kostspieligen Arbeiten zur Wiederherstellung der Flotte setzt man sich ehrgeizige Ziele, u.a. die Modernisie- rung der Schiffe, Erhöhung der Kapazitäten, neue Werbestrategien und den Bau neuer Fähren. Um auch den Tourismus wieder anzukurbeln, wer- den die Salons auf den Fähren erweitert und mit Panoramafenstern ausgestattet. 1964 läuft das erste Tragflügelboot vom Stapel, das 60 Kilometer pro Stunde zurücklegt. Zu dieser Neuheit gesellen sich auch Motorfähren, die eine ständige Verbindung zwischen den beiden Seeufern und dem Kap Bellagio herstellen. Es wird beschlossen, die beiden alten Raddampfer „Patria“ und „Concordia“ zu restaurieren, damit die Passagiere diese eleganten, klassischen Vete- ranen in ihrem ursprünglichen Glanz erleben kön- nen. Während der Achtziger- und Neunzigerjahre setzt man insbesondere auf den Tourismus und die Passagierzahl pro Jahr wächst stark an. Touristen können heute entweder Kreuzfahrten erleben oder mit Tageskarten nach Herzenslust fahren und wo es gefällt ein- und aussteigen.

Navigazione Lago di Como Via per Cernobbio 18 - 22100 Como Tel. +39 031 579211 - Fax +39 031 570080 www.navigazionelaghi.it

Cernobbio - Anlegestelle
Cernobbio - Anlegestelle

DIE TRADITIONELLE GASTRONOMIE

DIE TRADITIONELLE GASTRONOMIE Im Territorium des Comer Sees findet der Feinschme- cker mindestens drei Typen von

Im Territorium des Comer Sees findet der Feinschme- cker mindestens drei Typen von Lokalküche, drei gut ausgeprägte Ernährungskulturen, die sich je nach geografischer Lage voneinender unterscheiden: die Küche der Seeregion, der Berge und der Ebene. Die bedeutendste und vielleicht auch bekannteste ist die Küche der Seeregion, die natürlich auf Fisch beruht. Risotto mit Barschfilet ist das „Nationalgericht“ des Comer Sees, aber auch viele andere Gerichte erhal- ten die Erinnerung an die traditionelle, einfache und volkstümliche Gastronomie. „Misultitt“, die im Italieni- schen mittlerweile „Missoltini“ genannten Staffherin- ge werden von Mai bis Juni gefangen, an der Sonne getrocknet und dann mit Salz in Holzfässern, die sogenannten „Missolte“, gepresst. Weitere typische Gerichte sind „Pesce in Carpione“ mit frittiertem Fisch in einer Marinade aus Wasser und Essig, der zuvor mit „Segrigiola“ (lokale Kräuterart) aromatisiert wur- de; frittierte Ukeleien, in Öl eingelegte, geräucherte Forellen, Maräne mit Weißwein oder die Fischsuppe Tremezzina mit Hecht, Forelle, Rohrkarpfen, Aalquap- pe und Barsch. Neben den „wertvollen“ Fischarten, die ein fester Bestandteil der lokalen Gastronomie sind (große Maräne, Staffhering, Barsch, Forelle), werden aber auch weitere, weniger hochwertige (Karpfen, Rohrkarpfen, Aal, Hecht oder Ukeleien) angeboten und mit traditionell überlieferten Rezepten

verfeinert. Aus der Lokalküche nicht mehr wegzuden- ken ist außerdem die Kombination mit Polenta. Natürlich gibt es nicht nur Fisch. In den Ufergebieten wird hochwertiges Gemüse angebaut und auch der Olivenanbau ist bis heute aktiv und produziert ein nunmehr seltenes und kostbares Olivenöl mit geschüt- zter Ursprungsbezeichnung (DOP). Für die regionale Küche werden generell ein exzellentes Olivenöl aus Lenno sowie hochwertige Gemüsesorten verwendet, wie zum Beispiel der bekannte Spargel aus Rogaro, und dieses exzellente Olivenöl, das heutzutage auch am östlichen Seeufer produziert wird. Eins der bekan- ntesten Desserts ist der „Resta di Como“ mit getrock- netem und kandiertem Obst und einem Olivenzweig, der als Symbol für Frieden und Glück in den Teig eingearbeitet wird. Alle Restaurants der Provinz haben einige typische oder traditionelle Gerichte auf der Karte, wobei „robustere“ Spezialitäten oft mit erlesenen oder neu interpretierten Gerichten kombiniert werden. All diese Spezialitäten der Seeregion werden von dem lan- dschaftlichen Ramen untermalt und die Auswahl an Restaurants ist groß und vielseitig. In dieser seit jeher von Touristen besuchten Gegend bieten sie Lokalpro- dukte und typische Gerichte, aber auch klassische Küche an, um den Anforderungen der internationalen Kundschaft gerecht zu werden.

GRIGNETTA

Die in diesem Reiseführer vorgestellten Täler gehö- ren zu den schönsten Gegenden der Voralpen mit üppiger Vegetation und artenreicher Tierwelt. Diese homogene Gegend eignet sich ideal für Ausflüge auf den antiken Militärwegen und Pfaden zu Alpen und Berghütten. Der besondere Charme dieser Ber- ge besteht in den langen Sonnenuntergängen im Sommer, dem warmen Licht des Herbstes, das die Konturen weichzeichnet, dem unberührten Weiß des Winters und den frischen Düften des Frühlings. Um diese stillen Täler in vollen Zügen zu genießen, em- pfehlen wir, sofern möglich, das Auto zu parken und sich im Sommer zu Fuß oder mit dem Rad auf den Saumpfaden zwischen Weiden und Buchenwäldern, bzw. im Winter mit Skiern zu bewegen, um die unendlich scheinenden Ausblicke von den Hochebe- nen zu entdecken. Das Gebiet der Berge und Täler umfasst das ge- samte Territorium rund um den See, mit Hügel- und Berggruppen, die sich über der Ebene erheben und Land, Dörfer, Anhöhen und Wälder sicher behüten:

Valsassina, Valvarrone, Valle San Martino und Val d’Esino, Val d’Intelvi, Val Menaggio, Val Cavargna, Val Solda und die Täler des Alto Lario Occidentale (Westseite des oberen Sees). Die Ortschaften sind ausnahmslos in idyllische Lan- dschaften eingebettet und üben eine unwiderstehli- che Anziehungskraft aus. Der Kontext der Natur ist eng mit dem Schaffen des Menschen verknüpft und sowohl die Wege des Glaubens als auch die Um-

DIE BERGE

weltmuseen sind von außerordentlichem Interesse. In jeder Jahreszeit gibt es ferner zahlreiche Mögli- chkeiten, Sport zu treiben: Sei es alpiner Skisport oder Langlauf, Wandern, Klettern, Paragliding, Reiten oder Touren mit dem Mountain Bike, hier gibt es für jeden Geschmack etwas. Wer Berge, Schnee und Wintersport liebt, fühlt sich von diesen Tälern unweigerlich angezogen, da hier ein erholsamer Aktivurlaub hervorragend mit kultureller Bildung kombiniert werden kann. Damit ist diese Gegend nicht nur ein Paradies für Ausflügler, sondern auch eine enge Verflechtung von Traditionen, Kulturen und großartigen Eindrücken, die noch nicht allge- mein bekannt sind. Die Wintersportgebiete betten sich in wunderschöne Landschaften ein, wodurch dem Touristen die Möglichkeit gegeben wird, Tra- dition und Sport, Kultur und Freizeit gemeinsam zu erleben. Die zahlreichen Berghütten der Gegend be- finden sich an strategischen Punkten für die Stärkung und den Aufenthalt der Besucher, gleich ob sie nur durchreisen oder die Orte zum Ziel ihrer Ausflüge wählen. Sie sind das Sinnbild für im Verlauf der Jah- re intakt gebliebene Gastfreundschaft, Tradition und Umweltschutz und verkörpern den Versuch, unsere Ressourcen zu nutzen, ohne sie zu beeinträchtigen oder zu verändern. Mit ihrem unverwechselbaren Charakter nehmen sie die Besucher auf, die hier bei einem köstlichen Lokalgericht (wie alpen Käse) ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit anderen Reisenden austauschen können.

Aussicht von Esino Lario
Aussicht von Esino Lario

VALLE INTELVI

Das Tal ist seit der Vorgeschichte und der römischen Anti- ke bewohnt. Im Mittelalter entstanden hier viele Ortschaf- ten unter der Gerichtsbarkeit der Gemeinde Como und das Gebiet wurde jahrhundertelang von den Visconti und später von den Rusca beherrscht. Seine Berühmtheit ver- dankt das Tal jedoch dem Schaffen der hier heimischen Meister der Architektur, Steinskulptur und Stuckdekora- tionen aus herkömmlichem oder Alabastergips, die die Kunstschätze nicht nur in Italien, sondern auch in ganz Europa bereichern, wie zum Beispiel in Spanien, Öster- reich und Russland. Von Argegno gelangt man über die Ortschaften Dizza- sco, Castiglione Intelvi und San Fedele nach Lanzo und erreicht schließlich den Gipfel des Berges Sighignola, dem sogenannten „Balkon Italiens“, von dem man auf die Alpen und den Luganer See am Bergfuß blickt. Die Strecke sollte sehr aufmerksam gefahren werden, da die antiken Viertel, Villen, Kirchen und Monumente äußerst kostbare Kunstwerke bergen. Das Valle Intelvi ist das am dichtesten besiedelte der Provinz Como und unter den zahlreichen Gemeinden empfehlen wir besonders einen Besuch des Touristen- und Handelszentrums San Fedele Intelvi in seiner strategi- schen Lage. Im Tal überschneiden sich die verschiedenen Strecken nach Pigra mit herrlichem Ausblick auf den Co- mer See sowie einer Seilbahn nach Argegno, aber auch Casasco, Pellio und Lanzo. Alternativ kann man nach Claino mit dem Ortsteil Osteno am italienischen Ufer des Luganer Sees hinunterfahren und dort die Schlucht und die Grotte di Rescia besichtigen.

Lanzo Intelvi in 907 Metern Höhe ist der Urlaubsort par excellence des Tals. Hier gibt es nicht nur unzählige Unterkünfte, sondern auch ein vielseitiges und gut orga- nisiertes Angebot für Sportliebhaber, von Reitställen bis zum Golfplatz, von den Skiliften am Sighignola bis hin zu

Scagliola

Scagliola

ImIm ValleValle d’Intelvid’Intelvi verwendetenverwendeten diedie einheimi-einheimi- schenschen MeisterMeister zurzur VerzierungVerzierung vonvon KirchenKirchen undund MonumentenMonumenten Alabastergips,Alabastergips, derder auchauch „falscher„falscher Marmor“Marmor“ oderoder lokallokal „Scagliola“„Scagliola“ ge-ge- nanntnannt wird.wird. ZahlreicheZahlreiche Kunsthandwerkerfami-Kunsthandwerkerfami- lienlien undund WerkstättenWerkstätten entwickeltenentwickelten diesediese KunstKunst zurzur HerstellungHerstellung vonvon Altaren,Altaren, Altardecken,Altardecken, Al-Al- tartischentartischen undund fürfür andereandere Dekorationen.Dekorationen. DieDie VerarbeitungVerarbeitung vonvon AlabastergipsAlabastergips entstandentstand imim 16.16. JahrhundertJahrhundert zurzur NachahmungNachahmung kostbarerkostbarer Marmorintarsien.Marmorintarsien. SoSo begannbegann man,man, nachnach undund nachnach dasdas teureteure GesteinGestein durchdurch diesesdieses wesen-wesen- tlichtlich bescheidenerebescheidenere MaterialMaterial bestehendbestehend ausaus GibsGibs undund speziellenspeziellen ZusätzenZusätzen vonvon Leim,Leim, Wa-Wa- ssersser undund PigmentenPigmenten zuzu ersetzen,ersetzen, diedie eineneinen sehrsehr dekorativendekorativen EffektEffekt erzielten.erzielten. ZuZu denden bedeutendstenbedeutendsten heimischenheimischen Kunsthan-Kunsthan- dwerkerfamilien,dwerkerfamilien, diedie diesediese TechnikTechnik anwen-anwen- deten,deten, gehörtengehörten diedie Solari,Solari, Pancaldi,Pancaldi, LeoniLeoni aberaber auchauch vieleviele andere.andere. InIn CeranoCerano IntelviIntelvi kannkann aufauf AnfrageAnfrage auchauch einein Scagliola-MuseumScagliola-Museum besichtigtbesichtigt werden.werden.

VALLE INTELVI

Via dei Monti Lariani
Via dei Monti Lariani

DieserDieser wunderschönewunderschöne WanderwegWanderweg führtführt vonvon CernobbioCernobbio überüber verstreuteverstreute BergdörferBergdörfer amam WestuferWestufer desdes ComerComer SeesSees nachnach Sorico.Sorico. DieDie StreckeStrecke istist insgesamtinsgesamt 125125 KilometerKilometer langlang undund entsprichtentspricht demdem lombardischenlombardischen AbschnittAbschnitt desdes berühmtenberühmten „Sentiero„Sentiero Italia“.Italia“. DieDie Ortschaften,Ortschaften, diedie derder WegWeg durchquertdurchquert ha-ha- benben durchschnittlichedurchschnittliche HöhenlagenHöhenlagen zwischenzwischen 600600 undund 12001200 Metern.Metern. InIn derder Vergangen-Vergangen- heitheit warenwaren diesediese gegendengegenden Almen,Almen, daherdaher stammtstammt derder dialektaledialektale AusdruckAusdruck „munt“„munt“ undund derder NameName „Via„Via diedie montimonti lariani“.lariani“. DieDie Stre-Stre- ckecke hathat geringengeringen bisbis mittlerenmittleren Schwierigkei-Schwierigkei- tsgradtsgrad undund istist komplettkomplett ausgeschildert.ausgeschildert. InIn regelmäßigenregelmäßigen AbständenAbständen gibtgibt eses BerghüttenBerghütten undund Hotels,Hotels, inin denendenen manman übernachtenübernachten undund sichsich stärkenstärken kann.kann. DieDie AussichtenAussichten zwischenzwischen Wäldern,Wäldern, Lichtungen,Lichtungen, kleinenkleinen bergdörfern,bergdörfern, verstecktenversteckten KirchenKirchen undund demdem unvermeidli-unvermeidli- chenchen BlauBlau desdes SeesSees sindsind phantastisch.phantastisch.

Grotten von Rescia - Claino con Osteno
Grotten von Rescia - Claino con Osteno

den gut ausgeschilderten Trekking-Strecken.

Nach wenigen Kilometern in Richtung S. Fedele gelangt man von hier nach Scaria, wo die Kirchen Santi Naz- zaro e Celso und S.ta Maria besichtigt werden können. Letztere ist reich an Freskenmalereien und Stuckdekora- tionen der Brüder Carloni. Ein weiterer sehenswerter Ort ist Laino am Talhang, von dem man auf den Luganer See blickt und aus dem viele Künstler stammen, zum Beipiel die Barberini, die Caprani und die Quaglio, um nur einige zu nennen. In Laino sollte man auch einen Besuch der Pfarrkirche S. Lorenzo nicht versäumen, die ein harmonisches Beispiel für das lokale Barock darstellt. Mit seiner wunderschönen Lage mit Blick über den Luga- ner See ist Ramponio Verna eine Oase der Ruhe. Außer- dem können hier bemerkenswerte Monumente besichtigt werden, zum Beispiel das Oratorium S. Pancrazio, das

VALLE INTELVI

KarnevalKarneval inin SchignanoSchign InIn demdem kleinenkleinen OrOrtt SchignanoSchignano imim VValal

KarnevalKarneval inin SchignanoSchign

InIn demdem kleinenkleinen OrOrtt SchignanoSchignano imim VValal d’Intelvid’Intelvi fifindetndet jedesjedes JahrJahr einein außergewönlicheraußergewönlicher KarKar-- nevalszugnevalszug statt,statt, derder sehrsehr antikeantike UrsprüngeUrsprünge hat.hat. DieDie ParadeParade amam FaschingssamstagFaschingssamstag undund –Dienstag–Dienstag wirdwird generellgenerell vonvon denden sogenann-sogenann- tenten „Sapeur“„Sapeur“ eröffnet.eröffnet. DieseDiese feierlichenfeierlichen undund theatralischentheatralischen PersönlichkeitenPersönlichkeiten zeigenzeigen sichsich mitmit bemaltenbemalten GesichterGesichternn undund einemeinem langenlangen Sch-Sch- nurrbarnurrbart,t, tragentragen KleiderKleider ausaus SchafslederSchafsleder undund Feldflaschen,Feldflaschen, diedie ausaus KürbissenKürbissen hergestellthergestellt sind.sind. BeimBeim AufzugAufzug folgenfolgen siesie denden „Masca-„Masca- run“,run“, diedie ihrihr GesichtGesicht hinterhinter großen,großen, geschnit-geschnit- ztenzten HolzmaskenHolzmasken verbergen,verbergen, leuchtendleuchtend buntebunte KleiderKleider undund zumzum ZeichenZeichen desdes WWohlstandesohlstandes umfangreicheumfangreiche WämseWämse tragen.tragen. SieSie werdenwerden auchauch diedie „Bei“,„Bei“, alsoalso „Belli“„Belli“ (die(die Schönen)Schönen) ge-ge- nanntnannt undund stellenstellen denden KontrastKontrast zuzu denden „Brutt“,„Brutt“, alsoalso „Brutti“„Brutti“ (den(den Hässlichen)Hässlichen) dardar,, diedie denden UmzugUmzug abschließen.abschließen. LetztereLetztere kleidenkleiden sichsich inin LumpenLumpen undund habenhaben BuckelBuckel ausaus trockenemtrockenem Laub.Laub. InIn einereiner HandHand tragentragen siesie eineneinen BesenBesen undund inin derder anderenanderen eineeine KorbflascheKorbflasche mitmit WWein,ein, derder siesie symbolischsymbolisch überüber ihrihr traurigestrauriges SchicksalSchicksal hinwegtröstenhinwegtrösten soll.soll. DerDer UmzugUmzug derder „Bei“„Bei“ undund derder „Brutt“„Brutt“ durchquerdurchquertt allealle OrOrtsteiletsteile undund diedie DarstellerDarsteller tanzentanzen gemeinsamgemeinsam mitmit demdem Publikum,Publikum, dasdas sichsich außerordentlichaußerordentlich aktivaktiv be-be- teiligt.teiligt. ZumZum AbschlussAbschluss derder KarKarnevalszeitnevalszeit wirdwird aufauf demdem DorDorfplatzfplatz eineeine StrohpuppeStrohpuppe namensnamens „Carlisepp“„Carlisepp“ verbranntverbrannt undund damitdamit diedie Fasten-Fasten- zeitzeit eingeleitet.eingeleitet.

DIE MUSEEN

zwischen 1025 und 1050 aus Quadersteinen errichtet wurde. Von dem primitiv-rustikalen Bau sind der Glocken- turm und die antike Apsis erhalten. Der Innenraum ist mit Freskenmalereien und Stuckdekorationen von Diego Car- loni geschmückt. Das Tal ist in jeder Jahreszeit ein privile- gierter Urlaubsort. Es bietet zahlreiche Hotels, Villen und Berghütten, aber auch Möglichkeiten für Ausflüge jedes Schwierigkeitsgrades, zum Beispiel über den berühmten Wanderweg „Via dei Monti Lariani“

Karneval in Schignano
Karneval in Schignano

Die kleinen Museen des Valle d’Intelvi legen ein kostbares Zeugnis von dem kulturellen, künstlerischen und historischen Reichtum dieser Orte ab. Verteilt auf die verschiedenen Ortschaften vermitteln sie einen umfassenden Einblick in das bäuerliche Leben dieser Gegend, die zahlreiche Künstler hervorbrachte und aufgrund ihrer Nähe zur Schweiz Schauplatz legendärer Schmuggelgeschäfte war.

BAUERNMUSEUM - CASASCO INTELVIzur Schweiz Schauplatz legendärer Schmuggelgeschäfte war. P. V. Veneto - Tel. +39 031 817812 -

Schmuggelgeschäfte war. BAUERNMUSEUM - CASASCO INTELVI P. V. Veneto - Tel. +39 031 817812 -

P. V. Veneto - Tel. +39 031 817812 - www.provincia.como.it/sistemamuseale - Besichtigungen auf Anfrage. Eintritt frei.

In einem ländlichen Gebäude sind Gegenstände ausgestellt, die Episoden aus dem Alltag der Vergangen- heit erzählen sowie antike Arbeitsinstrumente sowie heute nicht mehr existierende Handwerke beschreiben.

BAUERNKULTUR - UND ALPENMUSEUM - PONNA INTELVIsowie heute nicht mehr existierende Handwerke beschreiben. Via V. Veneto und Monte Tellero - Tel. +39

beschreiben. BAUERNKULTUR - UND ALPENMUSEUM - PONNA INTELVI Via V. Veneto und Monte Tellero - Tel.

Via V. Veneto und Monte Tellero - Tel. +39 031 267494 - www.provincia.como.it/sistemamuseale Besichtigungen auf Anfrage, Eintritt frei.

Das Museum zeigt die Traditionen und Arbeitstechniken, die die Landwitschaft in den lombardischen Ber- gen und insbesondere im Val d’Intelvi geprägt haben.

STUCK- UND SCAGLIOLA-MUSEUM - CERANOVALLE INTELVI Via Garibaldi 1 - Tel. +39 02 6458772 - +39 348 7930214 -

VALLE INTELVI

STUCK- UND SCAGLIOLA-MUSEUM - CERANO VALLE INTELVI Via Garibaldi 1 - Tel. +39 02 6458772 -

Via Garibaldi 1 - Tel. +39 02 6458772 - +39 348 7930214 - www.provincia.como.it/sistemamuseale Nur Gruppenbesuche nach anmeldung. Eintritt frei.

Das kleine Museum veranschaulicht den Prozess der Verarbeitungstechnik von Alabastergips, die im Valle d’Intelvi einen ganz eigenen und unverwechselbaren Stil entwickelte.

FOSSILIENMUSEUM DER BERGE AM VALLE D’INTELVI - SCARIA DI LANZOeinen ganz eigenen und unverwechselbaren Stil entwickelte. Piazza Carloni 1 - Tel. +39 333 6337116 (Tourismusbüro)

DER BERGE AM VALLE D’INTELVI - SCARIA DI LANZO Piazza Carloni 1 - Tel. +39 333

Piazza Carloni 1 - Tel. +39 333 6337116 (Tourismusbüro) - www.provincia.como.it/sistemamuseale Öffnungszeiten: im Sommer nach anfrage. Eintritt frei.

Dieses Museum dokumentiert die Flora und Fauna, die vor 310 Millionen Jahren bis vor 12 Millionen Jahren hier heimisch war.

KLEINES MUSEUM DER STEUERFAHNDUNG UND DES SCHMUGGELS - SAN FEDELE INTELVIJahren bis vor 12 Millionen Jahren hier heimisch war. Ortsteil Erbonne (10 km von S. Fedele)

DER STEUERFAHNDUNG UND DES SCHMUGGELS - SAN FEDELE INTELVI Ortsteil Erbonne (10 km von S. Fedele)

Ortsteil Erbonne (10 km von S. Fedele) - Tel. +39 333 2384179 www.provincia.como.it/sistemamuseale

Besichtigung nur von außen durch ein Schaufenster.

Gegenstände und Zeugnisse des Schmuggels, insbesondere aus dem Val d’Intelvi.

Aussicht vom Val d’Intelvi
Aussicht vom Val d’Intelvi

AUSSICHT VOM PIAN D’ALPE

DIE TÄLER VAL CAVARGNA UND VAL REZZO

DIE TÄLER VAL CAVARGNA UND VAL REZZO Am Luganer See öffnen sich zwei Täler mit herben

Am Luganer See öffnen sich zwei Täler mit herben Profilen aber nichtsdestoweniger wunderschönen Landschaften: das Val Cavargna, durch das der Fluss Cuccio fließt, und das Val Rezzo. Die beiden Täler sind über eine Bergstraße verbunden, die zu unvergesslichen Ausflügen einlädt. Die Orographie dieses Gebiets, in dem es auch sanft abfallende Hänge mit fruchtbarem Boden gibt, ermöglichte die Entwicklung einer eigenen Wirtschaft auf der Grundlage von Landwirtschaft und Schaf- zucht. Viele andere Talbewo- hner hingegen fanden Arbeit

in der nahen Schweiz, was

ebenfalls wesentlich zur loka- len Entwicklung beitrug. Um die beiden Täler zu be- suchen, kann man auch von Grandola abfahren. Diese an- tike Gemeinde hat zahlreiche Ortsteile, darunter Codogna

mit dem Verwaltungssitz und Naggio, in dessen Kirche wertvolle Freskenmalereien vom Ende des 14. Jahrhun- derts zu sehen sind.

N a c h d e m

Hauptstraße nach Porlezzo verlassen hat, geht es hinauf

in Richtung Val Cavargna.

Der erste Ort ist das ehemals befestigte Carlazzo mit der interessanten Pfarrkirche SS. Fedele e Giacomo, die im 17. Jahrhundert erbaut wurde und im Inneren reich dekoriert ist. Anschließend durchquert man die kleinen Ortschaften Cusino und S. Bartolomeo Val Cavargna. In Letzterer können die kleine Kirche San Rocco und das Oratorium Santa Margherita besichtigt werden. Hinter San Nazzaro in Panoramalage über dem Tal gelangt man nach Cavargna. Der Hauptort des Tals liegt in 1071 Metern über dem Meeresspiegel mitten im strahlenden Grün der Berge, die ihn har- monisch umrahmen. Der Besucher kann hier die moderne Pfarrkirche und vor allem das Tal-Museum besichtigen, in dem

Zeugnisse der Traditionen und der Arbeit der Tal- bewohner ausgestellt sind. Ein spektakulärer Spa- zierweg ist der Pass San Lucio an der Schweizer Grenze. Das hier befindliche, gleichnamige Ora- torium ist dem Heiligen Schutzpatron der Hirten und Käser geweiht, der wegen seiner großzügigen Barmherzigkeit und Güte verehrt wird. Von Cavargna geht es dann abwärts in Richtung Val Rezzo. Die enge und gewundene Straße bis

in Richtung Val Rezzo. Die enge und gewundene Straße bis zum Luganer See bietet zahlreiche Ausblicke

zum Luganer See bietet zahlreiche Ausblicke und Orte unberührter Natur mit Buchen und Wiesen, wie zum Beispiel in Buggiolo, von wo aus wun- derschöne Spaziergänge entlang der italienisch- schweizerischen Grenze unternommen werden können. In Corrido, einem kleinen Ort auf einer Felsebene, gibt es die schöne Kirche S. Martino mit Fresken- malereien und Altardecken von Meistern aus dem benachbarten Valle d’Intelvi. Vom Kirchplatz hat man einen schönen Ausblick auf den Luganer See, den Lago di Piano und am Horizont erkennt man das unverwechselbare Profil der Grigna.

m a n

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ZU BESICHTIGEN

TAL-MUSEUM - CAVARGNA

der Grigna. m a n d i e ZU BESICHTIGEN TAL-MUSEUM - CAVARGNA Via Chiesa 12/14

Via Chiesa 12/14 – Tel. +39 0344 63164 - fax +39 031 306205 www.valcavargna.com - museodellavalle.cavargna@gmail.com

Zeugnisse der Traditionen, der Geschichte und der antiken Berufe der Talbevölkerung, wie zum Beispiel das Handwerk des „Magnano“ (Kupferschmied s. S. 53).

DIE TÄLER VAL CAVARGNA UND VAL REZZO

DRUCKEREIMUSEUM - CARLAZZODIE TÄLER VAL CAVARGNA UND VAL REZZO Via degli Artigiani - Tel. +39 0344 32055 -

TÄLER VAL CAVARGNA UND VAL REZZO DRUCKEREIMUSEUM - CARLAZZO Via degli Artigiani - Tel. +39 0344

Via degli Artigiani - Tel. +39 0344 32055 - Fax +39 0344 30350 www.sampietrografiche.com - info@sampietrografiche.com

Das Museum veranschaulicht die Entwicklung der Druckkunst von der Antike bis zur Gegenwart.

Führungen nach Terminvereinbarung. Kostenpflichtig.

MILCHMUSEUM - CARLAZZOFührungen nach Terminvereinbarung. Kostenpflichtig. c/o Centro Civico - Via Val Cavargna 32 - Tel. +39 0344

Terminvereinbarung. Kostenpflichtig. MILCHMUSEUM - CARLAZZO c/o Centro Civico - Via Val Cavargna 32 - Tel. +39

c/o Centro Civico - Via Val Cavargna 32 - Tel. +39 0344 70123 (Rathaus) - www.provincia.como.it/sistemamuseale

Dieses Museum befindet sich in der ehemaligen städtischen Molkerei (Latteria Sociale) von Carlazzo und zeigt eine Zusammenstellung von traditionellen Instrumenten zur Sammlung, Aufbewahrung und Verarbeitung von Milch.

Eintritt frei.

NAUTISCHESMUSEUM „GUIDO ABBATE“ - GRANDOLAAufbewahrung und Verarbeitung von Milch. Eintritt frei. Via Italia - Tel. +39 0344 31581 - Fax

frei. NAUTISCHESMUSEUM „GUIDO ABBATE“ - GRANDOLA Via Italia - Tel. +39 0344 31581 - Fax +39

Via Italia - Tel. +39 0344 31581 - Fax +39 0344 31035 - www.primatist.it - primatist@primatist.it

Ausstellung einiger der wertvollsten Boote der Werft Abbate in einem neuen Gebäude mit moderner Architektur.

Es empfiehlt sich zu reservieren.

LANDES - UND NATURKUNDEMUSEUM DES VALLE SANAGRA - GRANDOLAmit moderner Architektur. Es empfiehlt sich zu reservieren. c/o Villa Camozzi - Piazza Camozzi 2 -

LANDES - UND NATURKUNDEMUSEUM DES VALLE SANAGRA - GRANDOLA c/o Villa Camozzi - Piazza Camozzi 2

c/o Villa Camozzi - Piazza Camozzi 2 - Tel. +39 0344 32115 - Fax +39 0344 30247 www.museovalsanagra.it - comune.grandola@tin.it

Zeugnisse der historischen Vergangenheit und der Traditionen dieses Tals.

Villa Camozzi - Grandola
Villa Camozzi - Grandola

DIE TÄLER VAL CAVARGNA UND VAL REZZO

DIE “MAGNANI“

Die regionalbedingt als Klempner, Kesselschmie- de, Kupferschmiede oder Schlosser bezeichneten ambulanten Handwerker waren wahre Saison-Emi- granten. Sie bearbeiteten Kupfer und reparierten Töpfe, indem sie die Innenflächen mit einer dünnen Zinnschicht überzogen. Keineswegs zufällig gab es das Berufsbild des Ma- gnano in den gleichen Gegenden, in denen in den vorangegangenen Jahrhunderten Eisen gefördert wurde. Im Tal Val Cavargna, genauer gesagt in den Ortschaften S. Nazzaro und Cavargna, war die Tätigkeit des Magnano bis vor wenigen Jahrzehn- ten noch stark verbreitet. Die Magnani verließen aber auch das Tal und zogen bis in die Ortschaften der bergamaskischen Region, der Brianza, der Gegend um Lodi und noch weiter. Ihr Werkzeug trugen sie in einer

DER VIER - TÄLER-WEG

Der Vier-Täler-Weg (Sentiero delle Quattro Valli) ist ein wunderschöner, etwa 50 Kilometer langer Wanderweg von Breglia über dem Comer See nach Dasio am Luganer See, der durch die vier Täler Sanagra, Cavargna, Rezzo und Valsolda führt. Der Weg verläuft in einer durchschnittlichen Höhenlage von 1100 Metern und erreicht an der Alpe Colonè im Val Cavargna seine Maximalhöhe

Schmiedewerkzeuge
Schmiedewerkzeuge

sogenannten „Trida“, einer Holzkiste mit einem Schulterriemen.

von 1400 Metern. Die Strecke ist in drei Etappen gegliedert. Diese können einzeln als Tagesausflüge oder hin- tereinander auf einem dreitägigen Fußmarsch mit Übernachtung in den Berghütten zurückgelegt wer- den, die es am Ende jeder Etappe gibt. Die ideale Zeit für diesen Ausflug ist die Periode von Mai bis Oktober.

Val Cavargna
Val Cavargna

DIE TÄLER DES OBEREN SEES

In den Bergen der nördlichen Seeregion liegen die fünf Täler Albano, Liro, Livo (die größeren) sowie San Vincenzo und Val di Sorico (die kleineren) paral- lel zueinander. Sie alle wurden von reißenden Wil- dbächen gebildet, die in den Comer See münden. Durch alle führen Wanderwege auf verschiedener Höhe, vorbei an antiken Ortschaften, die sich in der Vergangenheit vor allem durch die Nutzung der Ge- gend als Almweiden entwickelt haben. Das Valle Albano beginnt hinter dem antiken Ort Dongo mit reicher Tradition und Geschichte. Seit der Antike ist das Tal als Durchfahrtsstrecke nach Nordeuropa bekannt, die außerdem über den Pass

S. Jorio in 2014 Metern Höhe in das Val Mesolci-

na führte. In der Ebene nördlich des Wildbaches Albano entstanden im Verlauf des 19. Jahrhunderts

die ersten Eisenwerke und später bedeutende Stahl-

werke.

In dieser Gegend gibt es vom naturalistischen Stan- dpunkt sehr reizvolle Ortschaften, die über den wun- derschönen Wanderweg „Via dei Monti Lariani“

hervorragend entdeckt werden können. Diese in Cernobbio im Süden des Comer Sees beginnende

Strecke führt hier in der Nordregion mit einer Länge von 46 Kilometern vom Valle Albano bis nach Sori- co. Der Weg führt vorbei an Gebirgskämmen und Bächen durch intakte ländliche Ortschaften und eine unberührte Natur, anschließend hinunter in das Valle

S. Jorio, durch die Wälder und über die Weiden des

Valle Dosso und erreicht schließlich die Ortschaft Dosso im Tal Liro. Die Täler Liro und Livo sind nach zwei Bergbächen benannt. Um zu diesen Tälern zu gelangen, verlässt man die Fernstraße bei Gravedona und fahren den Berg hinauf. Auf dem Weg liegen antike Siedlungen mit großen Kunstschätzen wie zum Beispiel dem mo- numentalen Komplex S. Eusebio in Peglio in wunder- schöner Panoramalage oder der Kirche S. Giacomo in Livo mit ihrem hohen Kirchturm. Das am weitesten nördlich liegende Tal Val di Sorico ist ein tiefer Einschnitt, der von dem berühmten Mon- te Berlinghera überragt wird. Dieser fast 2000 Meter hohe Berg ist einer der schönsten Aussichtspunkte des oberen Comer Sees. Von hier schweift der Blick über den Comer See und den Lago Mezzola sowie die Gipfel der Bergamasker Alpen und des Val Ma- sino. Im Tal gibt es viele Übernachtungs- und Rastmö- glichkeiten in Ferienbauernhöfen und typischen Ga- sthäusern. Die hübsche Gemeinde Sorico liegt fast direkt am Ufer des Flusses Mera, der die natürliche Verbindung mit dem Lago di Mezzola bildet. Hier wurde in der Vergangenheit der Wegezoll von und zu den Tälern Valtellina und Valchiavenna entrichtet. Über einen steilen Saumpfad mit Treppenabschnitten gelangt man zu dem berühmten Oratorium S. Miro, das im 15. Jahrhundert zu Ehren dieses, in der ge- samten Nordregion des Comer Sees sehr verehrten, heiligen Eremiten erbaut worden war.

Oberer See
Oberer See

TRIANGOLO LARIANO

Il Buco del Piombo

Die Blei-Grotte

BucoBuco deldel PiomboPiombo (Blei-Loch)(Blei-Loch) istist derder NameName einereiner berühmtenberühmten HöhleHöhle ausaus demdem Jura,Jura, diedie sichsich durchdurch denden KalksteinKalkstein derder KarstlandschaftKarstlandschaft derder AlpeAlpe TuratiTurati windet.windet. DerDer HöhleneingangHöhleneingang istist gigantischgigantisch undund beeindruckend,beeindruckend, vonvon seinerseiner GrößeGröße herher vergleichbarvergleichbar mitmit demdem MailänderMailänder DomDom –– erer istist 4545 MeterMeter hochhoch nundnund 3838 MeterMeter breit.breit.

DieDie HöhleHöhle istist überüber 400400 MeterMeter tieftief undund wurdewurde bisbis heuteheute nichtnicht vollständigvollständig erforscht.erforscht. JedochJedoch fandfand manman bereitsbereits zahlreichezahlreiche Überre-Überre- steste vonvon großemgroßem paläontologischenpaläontologischen Interesse,Interesse, diedie aufauf diedie früherefrühere PräsenzPräsenz vonvon HöhlenbärenHöhlenbären (ursus(ursus spelaeus)spelaeus) hinweisen,hinweisen, sowiesowie bearbeitetebearbeitete SteineSteine undund WerkzeugeWerkzeuge vonvon nomadischennomadischen JägernJägern ausaus demdem Paläolithikum.Paläolithikum. DieDie Mauern,Mauern, diedie sichsich amam EingangEingang erhe-erhe- ben,ben, scheinenscheinen ausaus demdem 6.6. JahrhundertJahrhundert zuzu stammen.stammen. DieDie soso befestigtebefestigte HöhleHöhle dientediente

wahrscheinlichwahrscheinlich alsals UnterschlupfUnterschlupf undund VersteckVersteck beibei InvasionenInvasionen undund Kriegen.Kriegen. LegendenLegenden zufol-zufol- gege sollensollen imim JahrJahr 11601160 diedie BewohnerBewohner vonvon ErbaErba hierherhierher geflüchtetgeflüchtet sein,sein, nachdemnachdem siesie diedie SchlachtSchlacht vonvon CarcanoCarcano gegengegen BarbarossaBarbarossa gewonnengewonnen hattenhatten undund imim JahrJahr 13161316 sollsoll derder adligeadlige RitterRitter GuelfoGuelfo ParraviciniParravicini inin derder HöhleHöhle seinsein TestamentTestament verfasstverfasst haben.haben. SeitSeit demdem 19.19. JahrhundertJahrhundert wirdwird diedie HöhleHöhle vonvon ForschernForschern undund UrlaubernUrlaubern besucht.besucht. InsbesondereInsbesondere Köni-Köni- gingin MargheritaMargherita vonvon SavoyenSavoyen sollsoll denden OrtOrt besondersbesonders oftoft aufgesuchtaufgesucht haben.haben.

Informationen:Informationen:

MuseoMuseo BucoBuco deldel PiomboPiombo -- OrtschaftOrtschaft AlpeAlpe TuratiTurati Tel.Tel. +39+39 031031 629599629599 Cell.Cell. +39+39 338338 30533233053323 www.museobucodelpiombo.itwww.museobucodelpiombo.it info@bucodelpiombo.itinfo@bucodelpiombo.it

info@bucodelpiombo.itinfo@bucodelpiombo.it Als Triangolo Lariano (Comer Dreieck) wird das Ge- biet

Als Triangolo Lariano (Comer Dreieck) wird das Ge- biet zwischen Como, Lecco und Bellagio bezeichnet. Es wird von zwei Straßen durchquert, die beide für Touristen von Interesse sind: die Lariana, die am Se- eufer entlang von Como nach Bellagio führt und die Valassina von den Seen der Brianza nach Bellagio, die direkt durch das Dreieck verläuft. Entlang der La- riana trifft man auf antike, ruhige Dörfer, von denen einige an den herben Gebirgshängen haften und andere zwischen romantischen Gassen und atem- beraubenden Ausblicken bis zum Seeufer hinunter- reichen. All diese Orte bergen wahre Juwele der Kunst und Natur wie zum Beispiel die spätgotische Kirche San Giovanni in Torno, den Kirchplatz San Miro in Pognana, die steilen Gassen in Careno mit der Kirche San Martino oder die Schlucht in Nesso, wo der Wildbach Nosè aus großer Höhe in einem spaktakulären Schauspiel in den See stürzt. Aber auch im Valassina gibt es Ortschaften von großem landschaftlichen Interesse, wie Asso un- gewissen, möglicherweise keltischen Ursprungs. Mit Gewissheit existierte der Ort bereits in der rö- mischen Epoche, wie der Fund einer Reichsstraße aus dieser Zeit belegt. Heute bildet Asso das Zu- gangsportal zu dem wunderschönen Tal. Folgende Monumente sind einen Besuch wert: die

TRIANGOLO LARIANO

Pfarrkirche S. Giovanni Battista, die auf ei- ner anderen, antikeren Kirche erbaut wurde, mit einem hochinteressanten Barockaltar, ei- ner „Verkündigung“ von G. C. Campi sowie einem Altarbild aus dem 18. Jahrhundert von Nuvolone; das Haus Casa Citterio mit kostbaren Freskenmalereien, die heute im Museum der Burg Sforzesco ausgestellt sind; Villa Bertieri aus dem 19. Jahrhundert; der ehemalige Palazzo Scipiotti (Ende des 16. Jhs.) und die Burg, von der heute nur noch der Wachturm erhalten ist, der bereits aus der römischen Epoche stammt. Der berühmteste Ort ist jedoch Canzo am Fuß der bekannten Berggruppe Corni mit ihren beeindruckenden Felsgipfeln, von wo aus der Blick über die Hügel der Brianza, die Seen um Lecco und die Ortschaften Pian del Tivano, Pian Rancio und Monte San Primo schweift. In all diesen Orten gibt es Wintersportanlagen in mittlerer Höhe, die auch im Sommer gern besucht werden, um der Hitze im Tal zu entfliehen. An der Provinzstraße in Richtung Bellagio steht in Lasnigo die hübsche Kirche Sant’Alessandro mit einem romanischen Glockenturm und wertvollen Freskenmalereien von Andrea de Passeris im Inneren. Ebenfalls sehenswert ist die kleine Gemein- de Barni, in der neben anderen Monumen- ten die romanische Kirche SS. Pietro e Paolo besichtigt werden kann, die als eine der ältesten im Valassina erachtet wird. In rö- mischer Zeit wurde das Gotteshaus ausge- baut und noch heute sind die Apsis und der Kirchturm intakt. Eine weitere Sehenswürdi- gkeit ist die mittelalterliche Burg (900-1000) mit ihrer Festungsmauer und einem Turm, den die üppige Vegetation nach und nach vor dem Auge verbirgt. In der Gemeinde Magreglio, etwa 30 Ki- lometer von Como entfernt, befindet sich die charakteristische Wallfahrtskirche der Madonna del Ghisallo, die als Schutzpatro- nin der Radfahrer verehrt wird. Die Kirche wurde im 17. Jahrhundert erbaut und im In- neren können bedeutende Erinnerungsstücke samt Fahrräder der berühmtesten Rennfahrer bewundert werden. Besonders verehrt ist ein Bild, das die „Stillende Madonna“ dar- stellt. Das Gemälde war ursprünglich eine Freske und wurde dann im vergangenen Jahrhundert auf Leinwand übertragen. Im Außenbereich befindet sich ein Denkmal des berühmten Rennradfahrers Fausto Coppi. Vom Belvedere bietet sich dem Besucher ein wunderschöner Ausblick auf den See- arm von Lecco mit der Grigne-Gruppe. Ne- ben der Wallfahrtskirche wurde jüngst ein Fahrradmuseum eröffnet,die bedeutendsten Fahrräder, ein umfassendes historisches Ar- chiv und eine videothek zu sehen sind. Von hier führt die Panoramastraße mit wun- derbaren landschaftlichen Perspektiven talwärts bis nach Bellagio.

San Giovanni - Torno
San Giovanni - Torno

TRIANGOLO LARIANO

 
 
 
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“Pilze“ in Rezzago

DenDen BeweisBeweis fürfür diedie VergletscherungVergletscherung desdes ComerComer DreiecksDreiecks imim QuartärQuartär liefernliefern diedie zahlreichenzahlreichen Findlin-Findlin- gege beachtlicherbeachtlicher Größe.Größe. DerDer größtegrößte istist diedie PietraPietra Lentina,Lentina, derder vonvon CivennaCivenna ausaus überüber eineneinen SaumpfadSaumpfad erreichterreicht werdenwerden kann.kann. EinigeEinige dieserdieser FelsblöckeFelsblöcke wurdenwurden inin derder VergangenheitVergangenheit alsals GrabsteineGrabsteine undund späterspäter alsals TränkenTränken undund SammelbehälterSammelbehälter fürfür RegenwasserRegenwasser genutzt.genutzt. BesondersBesonders vieleviele gibtgibt eses inin MonteMonte PiattoPiatto didi Torno.Torno. InIn ValmadreraValmadrera sindsind derder SassSass NègherNègher ausaus geschwärztemgeschwärztem SerpentingesteinSerpentingestein sowiesowie derder SassoSasso didi PregùdaPregùda (von(von „pietra„pietra acuta“acuta“ == spitzerspitzer Stein)Stein) aufauf demdem MonteMonte MoregalloMoregallo besondersbesonders sehenswert,sehenswert, demdem derder AbtAbt StoppaniStoppani StudienStudien undund eineneinen KurzeposKurzepos widmete.widmete. EinEin ebensoebenso interessantesinteressantes geologischesgeologisches PhänomenPhänomen sindsind diedie sogenanntensogenannten „Pilze“,„Pilze“, natürlichenatürliche Pyrami-Pyrami- denden ausaus Erdreich,Erdreich, aufauf denendenen riesigeriesige FelsblöckeFelsblöcke ruhen.ruhen. ZuZu diesendiesen PilzenPilzen gelangtgelangt manman durchdurch eineneinen großengroßen KastanienwaldKastanienwald beibei Rezzago.Rezzago.

Ausflüge im Comer Dreieck

Ausflüge im Comer Dreieck DasDas ComerComer DreieckDreieck eigneteignet sichsich idealideal fürfür AusflügeAusflüge

DasDas ComerComer DreieckDreieck eigneteignet sichsich idealideal fürfür AusflügeAusflüge mitmit geringemgeringem bisbis mittelschweremmittelschwerem Schwierigkeitsgrad.Schwierigkeitsgrad. WirWir empfehlenempfehlen folgen-folgen- dede Wanderwege:Wanderwege: diedie ViaVia RegiaRegia vonvon ComoComo nachnach Bellagio,Bellagio, diedie derzeitderzeit vonvon BrunateBrunate bisbis LezzenoLezzeno begehbarbegehbar istist oderoder diedie bekann-bekann- teretere undund klassischeklassische RouteRoute „Dorsale„Dorsale TriangoloTriangolo Lariano“Lariano“ vonvon BrunateBrunate nachnach Bellagio,Bellagio, eineeine eindrucksvolleeindrucksvolle StreckeStrecke mittlerenmittleren Schwieri-Schwieri- gkeitsgrades,gkeitsgrades, diedie auchauch mitmit demdem MountainMountain BikeBike zurückgelegtzurückgelegt werdenwerden kann.kann. AnAn denden Gajum-QuellenGajum-Quellen inin CanzoCanzo beginntbeginnt einein sehrsehr bequemerbequemer undund interessanterinteressanter geolo-geolo- gischergischer Lehrpfad,Lehrpfad, aufauf demdem manman diedie FindlingeFindlinge undund andereandere PhänomenePhänomene derder ErosionErosion beo-beo- bachtenbachten undund kennenlernenkennenlernen kann.kann. DerDer Wan-Wan- derwegderweg endetendet anan derder AlmAlm TerzoTerzo Alpe,Alpe, wowo derder AufstiegAufstieg zurzur BerggruppeBerggruppe CorniCorni didi CanzoCanzo beginnt.beginnt. DieDie KartenKarten undund BeschreibungenBeschreibungen dieserdieser WegeWege werdenwerden vonvon derder lokalenlokalen Berg-Berg- gemeinschaftgemeinschaft (Comunità(Comunità MontanaMontana TriangoloTriangolo Lariano)Lariano) verlegt,verlegt, diedie sichsich inin CanzoCanzo befibefindet.ndet.

Fahrradmuseum “Madonna del Ghisallo” Magreglio

ViaVia GinoGino BartaliBartali 44 Tel.Tel. ++ 3939 031031 965885965885 -- faxfax +39+39 031031 965992965992 www.museodelghisallo.itwww.museodelghisallo.it info@museodelghisallo.itinfo@museodelghisallo.it DasDas MuseumMuseum beherbergtbeherbergt FahrräderFahrräder undund Erin-Erin- nerungsstücke.nerungsstücke. InIn derder multimedialenmultimedialen Abtei-Abtei- lunglung sindsind fifilmstreifen,lmstreifen, DokumentarfiDokumentarfilmelme undund AusstellungenAusstellungen zuzu sehen.sehen.

BRUNATE UND SEINE BERGHÜTTEN

Brunate ist ein hübscher Urlaubsort in 715 Metern Höhe auf dem ersten Voralpenausläufer nordöstlich von Como. In der Umgebung des Ortes, der mit der Bergbahn erreicht werden kann, gibt es zahlreiche Wander- wege, Panoramaterrassen und Berghütten. Ebenso zahlreich sind die Jugendstilvillen, die hier zwischen dem ausklingenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert von der aufstrebenden Industrie-Bou- rgeoisie erbaut wurden. Dieses neue Bürgertum ver- wandelte das damals kahle Brunate in einen luxuriö- sen Urlaubsort. Sinnbilder für diesen Wandel sind die beiden ehemaligen Grand Hotels: Das Grand Hotel Brunate erhebt sich stolz am Profil des Berges und ist auch von der Stadt aus zu sehen. Das Grand Hotel Milano wurde 1910 errichtet und mit Gussei- sendekorationen geschmückt, die den Jugendstil-Ge- schmack der Epoche widerspiegeln. Am Bergkamm werden sich die Liebhaber des Rationalismus für die Villa Elisi interessieren, die zu den ersten Projekten von Antonio Sant’Elia gehört und mit einigen futu- ristischen Elementen der Architektur und Dekoration zunächst als Landvilla konzipiert war. Im Ortsteil San Maurizio befindet sich der berühmte „Leuchtturm“, der im Jahr 1927 zum Gedenken an Alessandro Volta errichtet wurde. Von diesem Turm aus öffnet sich ein unbezahlbarer Ausblick über das erste Seebecken, die Stadt Como und die Alpen. Entlang der Straße gibt es außerdem viele Restau- rants, insbesondere Polenta-Restaurants, die soge- nannten „Polenterie“. Am Ende der Asphaltstraße, am Piazzale CAO mit der Wallfahrtskirche Santa Rita, die die kleinste Europas ist, beginnt ein über mehrere Kilometer gut begehbarer Karrenweg. Bis nach Bellagio benötigt man etwa 8 Stunden, von dem Weg gehen aber auch viele Seitenpfade ab, die ebenfalls zum See führen, von wo aus man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Como zurück- fahren kann.

DAS VAL D’ESINO TAL Von der Straße bei Varenna steigt das Val d’Esino vom Seeufer

DAS VAL D’ESINO TAL

Von der Straße bei Varenna steigt das Val d’Esino vom Seeufer entlang des gleichnamigen Wildba- ches an. Hinter Perledo mit seinen zahlreichen ma- lerischen Ortsteilen gelangt man über eine Pano- ramastraße zu der beeindruckenden Gebirgskette der nördlichen Grigna. Esino Lario ist ein schöner Urlaubsort in hervorragender klimatischer Lage sowie reich an Monumenten von historischem, na- turalistischem und geologischen Interesse. Seine antiken Ursprünge werden durch die zahlreichen archäologischen Funde belegt, die Ausgrabun- gen an den Grenzen der beiden antiken Ortsteile zutage brachten. Diese beiden Ortsteile – Esino Superiore (ehem. Cres, keltischen Ursprungs) und Esino Inferiore (ehem. Psiac, römischen Ursprungs) wurden im Jahr 1927 unter dem Namen Esino La- rio zusammengefasst. Der Gipfel der nördlichen Grigna, der die Gegend dominiert, ist ein beliebtes Ausflugsziel, ebenso wie die ewig mit Eis gefüllte Schlucht Ghiacciaia der Alpe Moncodeno. Diese Schlucht besuchte schon Leonardo da Vinci, der von der Landschaft der Grigna äußerst beeindruckt war. Der Pass Cainallo mit Wintersportanlagen, der Pass Agueglio und die Hochebene Ortanella bilden die antiken Zugänge zum Tal und sind heute beliebte Ausflugsziele mit schönen Aussichtspunkten über die Bergamasker Alpen im Norden und den Comer See im Süden. Im Ort ist die Pfarrkirche San Vittore erhalten, die bereits im 13. Jahrhundert erwähnt und auf den Ruinen eines römischen „Castrum“ erbaut wurde. Im Inneren gibt es wunderschöne Holzintarsien aus dem 17. Jahrhundert, kunstvolle Wandteppiche einer speziellen Knüpfschule, die Mitte des 20. Jahrhunderts hier ansässig war, sowie ein wertvolles Bronzeportal des Bildhauers Bonalberti. Die wunder-

schöne Umgebung der Kirche wird mit der Viale del- la Croce, einem monumentalen Werk des Mailänder Bildhauers Michele Vedani, vervollkommnet. Die sechzehn Kapellen mit Bronzereliefs, die die Passion und die Auferstehung Christi darstellen, führen den Besucher vom Sacrario dei Caduti bis zur Pfarrkir- che San Vittore Martire.

dei Caduti bis zur Pfarrkir- che San Vittore Martire. Bemerkenswert sind in den beiden antiken Zentren

Bemerkenswert sind in den beiden antiken Zentren auch die Kirchen Sant’Antonio und San Giovanni aus dem 16. Jahrhundert, im Ortsteil Ortanella die romanische Kapelle San Pietro, die jüngst restauriert wurde und direkt an der antiken Straße „Sentiero del Viandante“ steht, die Lecco mit Colico und der Valchiavenna verband, sowie die zahlreichen an- deren Kapellen mit Freskenmalereien, die den Glau- ben der Lokalbevölkerung deutlich machen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Turm im Ortsteil Cresi, der aus dem Hochmittelalter stammt und den ganzen Ort dominiert. Der Turm war mit Gewissheit Bestandteil eines antiken Wach- und Aussichtssystems, das von der Schweiz bis nach Mailand reichte.

ZU BESICHTIGEN

GRIGNA-MUSEUM - ESINO LARIO

Mailand reichte. ZU BESICHTIGEN GRIGNA-MUSEUM - ESINO LARIO Piazza Ing. Pietro Pensa Informationen: Comune di Esino
Mailand reichte. ZU BESICHTIGEN GRIGNA-MUSEUM - ESINO LARIO Piazza Ing. Pietro Pensa Informationen: Comune di Esino

Piazza Ing. Pietro Pensa Informationen:

Comune di Esino - Tel. +39 0341 860111 Associazione Amici del Museo della Grigna Tel. +39 0341 860275

Das Museum zeigt bedeutende Sammlungen, die aus lokaler Sicht die Entwicklung des Territoriums und des Menschen veranschaulichen: Fossilien aus der mittleren Trias, die schon Stoppani studierte, Mineralien aus den Voralpen- und Alpengebieten, naturalistische Installatio- nen, eins der ersten Zeugnisse für die Anwesenheit des Menschen in diesem Gebiet (ein Kiesel-Pfeil aus dem Chalkolithikum), Gegenstände, Schmuck und Waffen, die in den keltischen und römischen Gräbern gefunden wurden, Werkzeuge und Arbeitsmittel für die Landwirtschaft und den Haushalt aus jüngerer Vergangenheit.

DAS VALVARRONE TAL

Das Valvarrone erstreckt sich rund um den Ort Premana, der für seine charakteristische Bearbeitung von Scheren und Messern berühmt ist. Das Tal wird von dem beein- druckenden Monte Legnone überragt, der mit 2610 Me- tern der höchste Berg der Provinz ist. Die Orte legen alle am Nordhang und sind über eine kurvenreiche, aber gut befahrbare Straße miteinander verbunden. Die archaisch anmutenden Ortschaften zeichnen sich durch sprichwörtliche Betriebsamkeit aus und bewahren seit Jahrhunderten antike Traditionen. Vestreno ist ein leicht erreichbarer Urlaubsort mit antiken Natursteinbau- ten und einer Burg. Von besonderem Interesse ist der Weg zu der Wallfahrtskirche Madonna di Bondo, deren Bau im Jahr 1672 begonnen wurde. Außerdem kann man zu den Höhen Roccoli d’Artesso (1.239 m) am Fuß des Berges Legnoncino hinaufsteigen oder Sueglio mit einigen Barockbauten, einer Burg und der Kirche S. Bernardino besichtigen, in der ein Holzaltar aus dem

16. Jahrhundert erhalten ist. Fährt man von der antik wirkenden Ortschaft Introzzo talwärts, gelangt man nach Tremenico und Pagnona. In Tremenico zweigt eine Seitenstraße ab, die bis zum Fuß der majestätischen Ausläufer des Monte Legnone und des weniger hohen Legnoncino (1.714) führt, auf dessen Gipfel sich die kleine Kirche S. Sfirio befindet. Einen ausgesprochen blühenden Eindruck vermittelt die am Hang liegende Gemeinde Premana. Hier gibt es ein interessantes ethnografisches Museum, dessen Einrichtung eine der bedeutendsten Initiativen in den gesamten lombardischen Voralpen war. Das Museum zeigt zahlreiche Zeugnisse der früher hier betriebenen Landwirtschaft und den Vorläufern des Kunsthandwerks und es werden Bräuche, Traditionen und Lokalkultur dokumentiert. Charakteristisch für diese Gegend ist die Eisenverarbeitung und im Besonderen die Herstellung von Scheren, die auch heute noch auf internationaler Ebene blüht. Die Verbindung zwischen dem Valvarrone und dem Valsassina bildet das Gebiet um Margno und Casargo. Die Ursprünge des Ortes Mar- gno sind sehr antik und gehen auf den Anfang der Bronzezeit (16. Jh. v. Chr.) zurück. Beson- ders interessant und komplex ist die Kirche S. Bartolomeo in mit neugothischer Fassade von Balzaretti und einem Kirchplatz, der von einer Via Crucis umge- ben ist. Im Inneren des Bauwer- ks mit Querbogenstruktur gibt es barocke Kapellen, Gemälde des Heiligen Karl aus dem 17. Jahrhundert, eine antike Kopie eines Porträts des Heiligen Bar- tholomäus von Ribera, einen Freskenzyklus aus dem 16. Jahrhundert im Presbyterium, ein kostbares Polyptychon, tra- ditionsgemäß im Stil von Ber- gognone, Schnitzereien und eine restaurierte Orgel von Ber- nasconi (1858). Und mit dem majestätischen Glockenturm von 1666 und den Freskenma- lereien von Cristoforo Baschenis (1562) im angrenzenden Ora- torium ist dieser Gottestempel der bedeutendste religiöse Bau des Tals. Im Ortsteil Somadino der Ge- meinde Casargo sind kostba- re Freskomalereien aus dem 11. Jh. in den Kirchen Santo Stefano und Addolorata aufbe- wahrt. Die kleine romanische Kirche Santa Margherita zeigt

Luftansicht von piani Resinelli und Lecco Foto von A. Locatelli
Luftansicht von piani Resinelli und Lecco
Foto von A. Locatelli

DAS VALVARRONE TAL UND VALSASSINA TAL

auch eine Struktur aus Stein mit Hängebögen und einem vorgebauten Atrium mit wunderschönen Freskogemäl- den vom 11. Jh. Von Somadino gelangt man über eine

gewundene Straße zur Alpe Paglio, einem beliebten Ziel

für Ausflüge und Spaziergänge. Am gleichen Hang des

Cimone di Margno ist die Hochebene Pian delle Betulle (1480 m) über eine moderne Seilbahn mit Margno verbunden. Margno ist ein beliebtes Ziel für Ausflüge und Sport, mit Wintersportanlagen und einer charakteri-

stischen Alpinistenkirche, die 1962 von Mario Cereghini

im rationalistischen Stil gebaut wurde.

Die Gemeinde Vendrogno, zu der das Gebiet der Mug- giasca gehört, liegt zwischen Weinbergen und Wie- sen und die kleine Kirche S. Sebastiano aus dem 15. Jahrhundert mit Freskenmalereien aus dem 16. Jahrhun- dert erinnert an die gotische Architektur der antiken

Landhäuser. Anschließend gelangt man nach Taceno mit einem mitte- lalterlichen Ortsteil. Hier kann eine Kupferschmiede aus dem 18. Jahrhundert und im Inneren ein Kupferstich auf einem Gesenkhammer besichtigt werden. Am anderen Hang erhebt sich über einer Scheinebene die Kirche S. Antonio di Parlasco mit Gemälden aus dem 15. Jahrhun- dert und anderen, die Aragonio (1593) aus Brescia zu- geschrieben werden. Hier befinden sich auch die Ruinen der Festung von Marmoro. Diese wird für die Burg des berühmten Banditen Lasco gehalten, der durch den histo- rischen Roman von Antonio Balbiani berühmt geworden ist. Von Parlasco gelangt man über eine schöne und gut befahrbare panoramische Straße hinauf nach Esino Lario. Von dort geht es weiter nach Tartavalle, wo 1839 die gleichnamige Thermalquelle entdeckt wurde.

ZU BESICHTIGEN

ETHNOGRAFISCHES MUSEUM - PREMANAgleichnamige Thermalquelle entdeckt wurde. ZU BESICHTIGEN Via Roma 18 Informationen: Tel. und Fax +39 0341 818085

wurde. ZU BESICHTIGEN ETHNOGRAFISCHES MUSEUM - PREMANA Via Roma 18 Informationen: Tel. und Fax +39 0341

Via Roma 18 Informationen: Tel. und Fax +39 0341 818085 - Präsident Tel +39 0341 890103 www.museo.premana.lc.it - museo.premana@libero.it

Das ethnografische Museum wurde 1974 eröffnet. Im Jahr 1995 wurde der Verband „Amici del Museo

di Premana“ (Freunde des Museums von Premana) gegründet, der seine Tätigkeit der Aufwertung des

Museumsbestandes auf dem Territorium von Premana widmet. Die Ausstellung auf zwei Etagen umfasst in verschiedenen Sälen eine umfangreiche Sammlung von Zeugnissen der Bauern- und Hirtenkultur sowie aus der Wirtschaft und dem Leben der Gemeinde. Im „Eisen-Saal“ (Sala del Ferro) werden die verschiedenen historischen Phasen der lokalen Eisenbearbeitung von der vorrömischen Zeit bis zur heutigen Herstellung von Scheren und Messern nachvollzogen.

ÖKOMUSEUM VON VALVARRONE TALheutigen Herstellung von Scheren und Messern nachvollzogen. c/o Casa per Ferie “La Filanda” - Via Papa

und Messern nachvollzogen. ÖKOMUSEUM VON VALVARRONE TAL c/o Casa per Ferie “La Filanda” - Via Papa

c/o Casa per Ferie “La Filanda” - Via Papa Giovanni XXIII, 3 – Sueglio Informationen: Tel. +39 333 9554378

Unione dei Comuni della Valvarrone - Via Roma, 6 - Introzzo Informationen: Tel. +39 0341 807896 - www.unionevalvarrone.it

Im Freilichtmuseum “Ecomuseo della Valvarrone” wird das Kultur - und Umweltgut der Region um Introzzo,

Sueglio, Tremenico und Vestremo verwertet un die Geschichte und Eigenheiten des Tals aufbewahrt. Das Museum bietet sechs Besichtigungsrouten zu unterschiedlichen Themen: Naturwissenschaft des Bodens und Untergrunds, Landeskunde, Geschichte, Architektur un Religion.

MUSEUM FÜR DIE MEIEREI UND DIE GESCHICHTE DER VAL MUGGIASCA – VENDROGNOLandeskunde, Geschichte, Architektur un Religion. Via Roma Informationen: Tel. +39 333 3823413

Via Roma Informationen: Tel. +39 333 3823413 www.muu-vendrogno.it - muu.vendrogno@gmail.com

333 3823413 www.muu-vendrogno.it - muu.vendrogno@gmail.com Dieses neulich eröffnetes Museum beherbergt Stücke und

Dieses neulich eröffnetes Museum beherbergt Stücke und Dokumente über die Geschichte des Tals Val Mug- giasca, Besonders über lokale Landwirtschaft und Bauernleben.

Das Valsassina Tal erstreckt sich zwischen den Voral- penbergen am Fuße der berühmten Grigne-Gruppe, deren Gipfel so sehr an die Hintergründe der Gemäl- de Leonardos erinnern. Denn Leonardo da Vinci kam oft hierher, um den Rocca di Baiedo, die seltenen Blumen sowie die Eisen-, Kupfer- und Silberschmieden zu bewundern. An der gegenüberliegenden Seite erheben sich wei- tere Massive, die sich bis in die Täler von Bergamo verzweigen. Der höchste Gipfel ist der Pizzo dei Tre Signori, der viele Jahrhunderte lang die Grenze zwischen den Territorien der drei Mächte Graubün- den, Republik Venedig und dem Herzogtum Mailand bildete. Dieses unvergleichliche Naturspektakel wird au- ßerdem von zahlreichen Sporteinrichtungen und entsprechenden Veranstaltungen untermalt. Es gibt Bergbahnen, Skilifte, Langlaufstrecken und Kletterpa- radiese und die Gegend eignet sich ideal für Ausflü- ge, Fahrten mit dem Mountain Bike, Klettertouren, Skisport und Skialpinismus. Und nicht nur die Berge locken die Touristen an. Kulturinteressierte Besucher können in den hübschen Städtchen des Valsassina bedeutende architektonische Monumente entdecken und die Kirchen und Palazzi vor dem majestätischen Hintergrund der hohen Berge besichtigen. All diese Gemeinden wie Ballabio, Pasturo, Barzio, Cremeno, Introbio oder Moggio sind beliebte Urlaubsorte aber auch die Heimat zahlreicher Kleinunternehmen und Kunsthandwerksbetriebe. Der Ort Ballabio gliedert sich in zwei Ortsteile, von denen der obere seine ländlichen Charakteristiken einschließlich einiger Spuren antiker Befestigungen bewahrt. Südlich von Barzio liegt Cremeno, dessen erhöht ge- baute, über eine Freitreppe zu erreichende Kirche S. Giorgio ein bedeutendes Beispiel für strenges Barock ist (16571692). Die Kirche ist außerordentlich reich an Kunstwerken, es gibt Skulpturen der Gaggini, Stuckdekorationen der Aliprandi, einen Altar von Albinola (1793), geschnitzte Schränke (1690) sowie ein großartiges Polyptychon, mit dessen Realisie- rung 1534 Sigismondo de Magistris und Ambrogio Arcimboldi beauftragt wurden. Das Altarbild von 1523 in der Kirche S. Rocco hingegen stammt von Stefano da Pianelle. Von hier geht es weiter nach Moggio, einem dekorativen Ort, der von den massi- ven Gipfeln Zuccone Campelli, Zucco di Maesino, Corona Grande und der Grigne-Gruppe umgeben ist. In Moggio beginnt eine antike bergamaskische Voralpenstraße, die zum Pass Culmine di San Pietro in der Gemeinde Cassina führt. Hier kann die kleine Kirche Santi Pietro e Paolo besichtigt werden, die im 16. Jahrhundert erbaut, aber später stark verändert wurde. Die Voralpenstraße Orobica, die hinunter nach Vedeseta im Val Taleggio führt, fasziniert den Besucher mit ihrem historischen und naturalistischen Reichtum, denn sie entspricht den antiken Wegen, die jahrhundertelang die Bergamasker Täler mit dem Valsassina verbanden. Über das Tal, durch das ein Arm des Pioverna fließt, spannt sich in 96 Metern Höhe die gewagte Brü- cke Ponte della Vittoria (1926). In der Mulde des für Sportliebhaber gut ausgestatteten Urlaubsortes Maggio gibt es einige sehr charakteristische Orte mit

DAS VALSASSINA TAL

KurzKurz vorvor demdem OrOrtseingangtseingang vonvon BallabioBallabio InferioreInferiore gehtgeht rechtsrechts diedie

KurzKurz vorvor demdem OrOrtseingangtseingang vonvon BallabioBallabio InferioreInferiore gehtgeht rechtsrechts diedie starkstark gewundenegewundene StraßeStraße zumzum VValal BoazzoBoazzo abab undund führführtt überüber eineeine faszinierende,faszinierende, stillestille StreckeStrecke durchdurch Al-Al- penlandschaftenpenlandschaften imim SchattenSchatten desdes ResegoneResegone nachnach MorMorteroneterone (1070(1070 m,m, 3333 Einwohner),Einwohner), derder kleinstenkleinsten GemeindeGemeinde Italiens.Italiens. DerDer OsthangOsthang desdes MonteMonte ResegoneResegone bildetbildet mitmit seinerseiner üppigen,üppigen, unberührunberührtenten MuldeMulde in-in- mittenmitten derder TälerTäler denden RahmenRahmen derder OrOrtschafttschaft mitmit ihrenihren verstreutenverstreuten OrOrtsteilen,tsteilen, diedie belegen,belegen, dassdass diedie SiedlungSiedlung bereitsbereits imim 12.12. JahrhunderJahrhundertt existierexistierte.te. MorMorteroneterone istist auchauch einereiner derder Au-Au- sgangspunktesgangspunkte fürfür diedie komplettekomplette UmrundungUmrundung desdes ResegoneResegone inin 55 bisbis 66 StundenStunden (Schwie-(Schwie- rigkeitsgrad:rigkeitsgrad: hoch)hoch) aufauf fastfast konstanterkonstanter HöheHöhe undund vorbeivorbei anan zahlreichenzahlreichen PunktenPunkten vonvon großemgroßem naturalistischem,naturalistischem, historischemhistorischem undund ethnografiethnografischemschem Interesse.Interesse. DieseDiese GegendGegend istist möglichermöglicherweiseweise wenigerweniger bekannt,bekannt, deswegendeswegen aberaber keinesfallskeinesfalls wenigerweniger bedeutend.bedeutend. SieSie istist einein sehrsehr interessantesinteressantes KarstgebietKarstgebiet mitmit zahl-zahl- reichenreichen Höhlen,Höhlen, DolinenDolinen undund Schluchten.Schluchten. ImIm MaiMai undund JuniJuni kannkann CanyoningCanyoning betriebenbetrieben werden.werden. DieDie StreckeStrecke beginntbeginnt inin Carigone,Carigone, führführtt inin RichtungRichtung VVedesetaedeseta bisbis zuzu derder StelleStelle eineseines ZuflZuflussesusses amam linkenlinken UferUfer undund danndann amam UferUfer entlangentlang bisbis zumzum ersten,ersten, 3030 MeterMeter hohenhohen WWasserasserfall.fall.

Bauten aus Holz und Naturstein, die die Faszination der Antike wieder aufleben lassen. Pasturo hat ein antikes Zentrum mit eindrucksvollen Häusern mit Laubengängen sowie der Wallfahrt- skirche Madonna della Cintura, die bereits im 15. Jahrhundert existierte und im 17. Jahrhundert erneuert wurde. Im Kircheninneren ist eine Freskenmalerei aus dem 16. Jahrhundert von Luigi Reali zu sehen. Im historischen Stadtkern von Barzio, dem größten Ur- laubsort des Tals, ist ein kleiner Palazzo aus dem 17. Jahrhundert erhalten, der der von hier stammenden Familie des Dichters Manzoni gehörte. Im ehemaligen Oratorium San Giovanni Battista befindet sich auf Wunsch der Erben heute ein Museum mit Werken des Bildhauers Medardo Rosso (1858-1928). Auf der jüngst modernisierten, zentralen Piazza Garibaldi steht ein Denkmahl für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges, das das Symbol der Valsassina, einen Löwen, darstellt. Vom Platz verzweigen sich diverse Straßen in den historischen Stadtkern, wo viele antike Häuser und Villen noch in ihrer ursprünglichen Form erhalten sind. Gleich hinter Vimogno stürzt der Wasserfall Troggia in den Fluss, der zu den schönsten der Alpen gehört und bereits von Leonardo erwähnt wurde. Das Wa- sser wird von dem großen Mineralwasserhersteller Norda genutzt. Neben einem teilweise befahrba- ren Weg fließt der Bergbach bis in die Mulde von Biandino, in deren Mitte die kleine Kirche Madonna

DAS VALSASSINA TAL

della Neve steht. Sie wurde 1664 erbaut und nach den schweren Bombardements der Deutschen im Jahr 1944 restauriert. Von hier kann man zwischen den Steinbrüchen des Pizzo dei Tre Signori (2254 m) bis zum Lago di Sasso weiterfahren. Der Name des Berges („Spitze der drei Herren“) stammt von einem historischen Treffen zwischen Vertretern des Schweizer Staates, des Herzogtums Mailand und der Republik Venedig, das hier stattfand. Auch Introbio, das seit jeher als primärer Ort des Tals erachtet wird, hat außerordentlich antike Ursprünge. Im Zentrum erhebt sich zwischen den historischen Häusern mit Fresken und Wappen ein mittelalterlicher Turm. In der Pfarrkirche S. Antonio (1891) sind Kunstwerke aus der ehemaligen Kirche zu sehen, die heute als Pfarrhaus genutzt wird. In eine Mauer auf dem Platz, die zum Glockenturm gehört, ist ein kleiner römischer Herkules-Altar eingelassen. In der ersten Pfarrkirche S. Michele, die sich außerhalb der Ortschaft befindet, wurden bedeutende Freskenmalereien aus dem 15. Jahrhundert entdeckt. Von der Kirche führt ein Weg mit Via Crucis zu einem weiteren Gotteshaus, der S. Caterina, von 1539 mit Stuckdekorationen aus dem 17. Jahrhundert. Charakteristisch für diese Gegend sind die berühmten Molkereien, die ihren Käse in natürlichen Grotten reifen lassen und die den Namen des Valsassina in

die Welt der Feinschmecker getragen haben. Die gleichbleibenden Luftströme in den Höhlen halten die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit konstant, was für die Reifung für Spezialitäten Taleggio, Robiola und Ziegenkäse eine ideale Umgebung bildet. Vor und nach dem Feiertag Ferragosto (15. August) findet im Valsassina zwei Wochen lang einer der in Mailand und der ganzen Lombardei beliebtesten loka- len Events statt: die „Sagra delle Sagre“, ein Volksfest, das die Traditionen, die Folklore und die Geschichte von Lecco und der Valsassina Jahr für Jahr wieder aufleben lässt. Ebenfalls einen Besuch wert ist Primaluna, das antike religiöse und militärische Zentrum des Valsassina. Der älteste Bau der Ortschaft ist der romanische Glocken- turm der Propsteikirche. In der Nähe der Kirche gibt es ferner ein interessantes städtisches Museum mit verschiedenen Sammlungen zur lokalen Ethnografie und Anthropologie. Westlich des Flusses Pioverna liegt die Gemeinde Cortenova, die mit ihren Bauten an ein Lehnsgut erinnert. Neben der Pfarrkirche mit barocken Elementen und Freskenmalereien aus dem 16. Jahrhundert befindet sich das Oratorium S. Fermo von 1594, in dem Einrichtungen im antireformisti- schen Stil, Altarbilder auf Holz, große Skulpturen, ein geschnitzter Chor und viele Erinnerungen an den heiligen Karl Borromäus zu sehen sind.

Barzio
Barzio
an den heiligen Karl Borromäus zu sehen sind. Barzio ZU BESICHTIGEN MEDARDO ROSSO-MUSEUM - BARZIO Via

ZU BESICHTIGEN

MEDARDO ROSSO-MUSEUM - BARZIO

sind. Barzio ZU BESICHTIGEN MEDARDO ROSSO-MUSEUM - BARZIO Via Baruffaldi 4 Informationen: Fax +39 02 33103485

Via Baruffaldi 4 Informationen: Fax +39 02 33103485 - www.medardorosso.org - museo@medardorosso.org

Das Museum Medardo Rosso wurde von dem Sohn des berühmten Bilhauers geöffnet, als dieser 1928 starb. Hier wurden alle in den Studios von Mailand und Paris gebliebene Werke gesammelt.

GRIGNA

DAS VALSASSINA TAL

SKISPORT

Der Begriff Schnee weckt sofort die

Vorstellung magischer Atmosphäre mit Berghütten, knisternden Kaminen, wattig weißen Bäumen und vor allem Sport und Spaß. Die Gemeinden, die sich entlang der Provinzstraße anei- nanderreihen, sind ausnahmslos mögliche Ziele für alle, die auch während der Wintermonate im Freien aktiv sein wollen. Für den alpinen Skilauf bietet das

Valsassina eine reiche Auswahl an Orten für jeden Geschmack, wie zum Beispiel das Wintersportgebiet zwischen Piani di Bobbio und Valtorta.

Piani di Bobbio (1660 m) ist über zwei Hänge erreichbar: Man kann von Barzio bequem in der Seil- bahnkabine oder über den bergamaskischen Hang von Valtorta mit einem Sessellift hinauffahren. Auf der Hochebene gibt es Berghütten, Hotels und diverse Pi- sten, sowohl für Abfahrten als auch für den Langlauf. Das Pistensystem ist das größte des Tals und die Stre- cken werden zum Teil auch künstlich beschneit.

Informationen: Società impianti di risalita ITB Tel. +39 0341 996101 www.pianidibobbio.com

Außerdem gibt es Skiorte mit einem ganz individuellen Charme, die sich sowohl für Ski-Anfänger als auch für Familien mit Kindern eignen. Talaufwärts gelangt man nach Margno, von wo die Seilbahn zur Hochebene Piani delle Betulle (1456) abfährt. Inmitten stiller Wälder gibt es hier an sanft ansteigenden Hängen einige Seilbahnen und Skilifte, die einen eindrucksvollen Ausblick über die Seen von Como und die italienischen und Schweizer Alpen bieten. Und für alle, die das Abenteuer lieben, öffnet in Pian di Betulle von Mai bis Oktober der Abenteuer- park „Jungle Raider Park“ seine Pforten (Informationen:

www.jungleraiderpark.com)

Informationen: Società di Impianti di risalita ITA Tel. +39 0341 840020 www.piandellebetulle.it

Die Skiorte der Alpe Giumello (1600 m), am Fuß des Monte Muggio (1800 m) mit seinem herrlichen Ausblick auf die Alpen und den Comer See, und Cainallo, in wunderschöner Lage am Ende des Val d’Esino, sind zwei gemütliche Ziele, die mit dem Auto erreicht werden können und sich somit hervorragend für Familien mit Kindern oder Skisport- Einsteiger eignen.

Informationen: Società di Impianti di risalita Associazione Alpe Giumello Tel. +39 0341 802024

Impianti di risalita Esino 2000 Tel. +39 0341 860050

Direkt oberhalb von Lecco kann man in Piani d’Erna Schnee finden. Hinter der Stadt führt eine Seilbahn zu der Hochebene am Fuß des Resegone. Dieser Berg in- spirierte schon Alessandro Manzoni und bietet heute di- verse Trekking-Strecken und atemberaubende Ausblicke. Dank der 2008 völlig renovierten Standseilbahn erreicht man die 1300m hohen Piani d’Erna in nur 5 Minuten. Hier wurde neulich auch ein Adventure Parc mit Strecken für die kleinen Kinder eröffnet.

Informationen: Società Impianti di risalita ITB Tel. +39 0341 497337

Die besonders für Wanderfreunde interessanten und für die vielseitigen Möglichkeiten für Bergsteiger je- des Niveaus weltweit berühmten Berge der Gegend um Lecco eignen sich mit ihren angenehmen und bisweilen sogar begeisternden Routen auch hervor- ragend für Skiwanderer. Piani di Artavag- gio (1609 m), das mit der Seilbahn von Moggio aus erreicht werden kann (Informationen: Società impianti di risalita ITB – Tel. +39 0341 996101, Ticketverkauf: Tel. +39 0341 918152) bietet 4 Transportbände, ideal zum Schlittelfahren oder für Skianfänger. Es ist auch ein liebliengszies für Ski- wanderer, die hier eine magische Atmosphäre fin- den und die Bergwelt, die der Schnee so einzigartig macht, voll auskosten können. So ist es auch auf der Alpe di Paglio, die man von Casargo aus erreicht, und jüngst von den Skiwanderern, die die Ursprün- glichkeit von unberührtem Schnee und unverfälschter Natur suchen, neu entdeckt wurde.

Schnee und unverfälschter Natur suchen, neu entdeckt wurde. Für den Skilanglauf bietet die Valsassina Sonne, Schnee,

Für den Skilanglauf bietet die Valsassina Sonne, Schnee, Farben, die Klänge der Berge, exzellente Pisten und die wohlbekannte Freundlichkeit der Ga- stgeber: Der Skitourist genießt unmittelbar das pure Ambiente im direkten Kontakt mit der Natur und mit dieser Sportart, die immer wieder faszinierend und nie monoton ist. In vielen Orten gibt es zahlreiche Pisten und Langlaufstrecken für jedes Niveau und jeden Anspruch. Die Piste „Grigne“ in Cortabbio di Primaluna und die Langlaufstrecke in Piani di Bobbio sind darüber hinaus auch für internationale Wettkäm- pfe zugelassen.

Weniger bekannt aber dennoch eine Erwähnung wert sind die Wintersportgebiete an dem nach

Como weisenden Hang. Im Triangolo Laria- no die nahe Ortschaft Pian del Tivano (1000 m) zwischen den gemeinden Zelbio und Sormano hat zwei Langlaufringl mit schönen Ausblicken und na- turalistischen Attraktionen. Im Val d’Intelvi hingegen gibt es das Wintersportgebiet Lanzo d’Intelvi. Es befindet sich auf einer von Wäldern umgebenen Hochebene hinter dem Monte Sighignola. Zur Ver- fügung stehen Skilifte und eine Panoramastrecke für den Skilanglauf, die auch über den Golfplatz führt. Vor Kurzem wurden hier außerdem Pisten für das frisch aus den USA importierte Snow-Tubing

DIE GRIGNE-GRUPPE

Die vollständig aus dolomitischem Kalkstein gebildete Grigne-Gruppe erhebt sich am Westende der Ber- gamasker Alpen. Die Berggruppe gliedert sich in die Untergruppen Coltignone - San Martino (1474 m) über Lecco, die Süd-Grigna (2177 m, auch Grignetta genannt) mit spektakulären Profilen und phantasievoll benannten Felsnadeln wie zum Beispiel Sigaro (Zigarre), Mon- golfiera (Luftballon), Fungo (Pilz) oder Lancia (Lanze) und schließlich die Nord-Grigna (oder Grignone, 2409 m). Aus naturalistischer Sicht einzigartig ist der Südwesthang der Grignetta mit Gebirgskämmen und Schluchten, von denen bizarr und vertikal Zinnen und Spitzen in den Himmel ragen. Die Grigne-Gruppe bewahrt außerdem einen außerordentlichen naturali- stischen Bestand, die lokale Flora und Fauna, insbe- sondere die der wirbellosen Arten, ist ausgesprochen artenreich. Ferner ist die Gegend reich an einzigarti- gen Fossilien, wie denen des Lariosauriers (vorzeitli- ches Meeresreptil), die in dem schwarzen Kalkgestein bei Varenna und Perledo gefunden wurden. Piani Resinelli ist eine ausgedehnte Hochebene in 1200-1300 Metern Höhe, die von Lecco in etwa einer halben Autostunde erreicht werden kann. Die freundliche, grüne Landschaft befindet sich am Fuß der Grignetta. Sie besteht aus Wiesen zwischen Bu- chen-, Birken- und Nadelwäldern und fällt in Richtung Abbadia und Mandello sanft ab. Piani Resinelli gehört zu den bekanntesten italienischen Berggebieten und bietet unzählige Möglichkeiten für Sportaktivitäten. Mit den einfachen und anspruchsvollen Wander- und Kletterwegen sowie den Bergsteigerfelsen aller Schwie- rigkeitsgrade gehört die Gegend zu den schönsten und beliebtesten „Klettergärten“ Italiens. Natürlich können alle Waldspaziergänge auch im Winter unternommen werden, wenn außer der reinen und wohltuenden Luft der Schnee der Landschaft einen märchenhaften Zauber verleiht. Damit immer mehrere Leute das Na- turbestand des Parks auskosten konnten, hat da die Comunità Montana Lario Orientale einen leicht bege- hbaren, barrierfreien Weg erschaffen. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist das Naturmuseum der Grigne in

DAS VALSASSINA TAL

realisiert. Diese neue Sportart ist eine unterhaltsame Alternative für alle, die nicht Ski fahren. An Bord von robusten Gummibooten können auch steile Ab- fahrten gewagt werden, ohne über eine athletische Vorbildung verfügen zu müssen. Und für Spannung und Spaß ist garantiert gesorgt!

Informationen: Pian del Tivano - Tel. +39 031 667058

Lanzo Intelvi - Tel. +39 339 7078255

Langlaufloipe - Tel. +39 031 841369

- Tel. +39 339 7078255 Langlaufloipe - Tel. +39 031 841369 Regionalpar Regionalpark Nord-Grigna DerDer ParkPark
Regionalpar Regionalpark Nord-Grigna DerDer ParkPark erstreckterstreckt sichsich überüber einein TerritoriumTerritorium

Regionalpar

Regionalpark Nord-Grigna

DerDer ParkPark erstreckterstreckt sichsich überüber einein TerritoriumTerritorium vonvon überüber 50005000 HektarHektar rundrund umum dasdas MassivMassiv derder GrigneGrigne -- eineeine derder bekanntestenbekanntesten Berg-Berg- gruppengruppen derder Region,Region, bestehendbestehend ausaus derder Süd-Süd- GrignaGrigna („Grignetta)(„Grignetta) undund derder Nord-GrignaNord-Grigna („Grignone“),(„Grignone“), derder mitmit 24092409 MeternMetern derder höchstehöchste GipfelGipfel derder GruppeGruppe ist.ist. DasDas wunderschönewunderschöne KalkgesteinKalkgestein mitmit seinenseinen besonderenbesonderen FormenFormen bildetbildet denden schützendenschützenden RahmenRahmen einereiner WeltWelt ausaus WäldernWäldern undund Wei-Wei- den,den, majestätischenmajestätischen BergenBergen mitmit ihrerihrer unbe-unbe- weglichenweglichen Schönheit,Schönheit, Almen,Almen, Berghütten,Berghütten, WanderwegenWanderwegen undund Wintersportgebieten,Wintersportgebieten, diedie dankdank derder geschicktengeschickten AusgewogenheitAusgewogenheit zwischenzwischen demdem WirkenWirken vonvon MenschMensch undund Na-Na- turtur seitseit JahrhundertenJahrhunderten unverändertunverändert ist.ist.

Parkverwaltung:Parkverwaltung:

ComunitàComunità MontanaMontana Valsassina,Valsassina, Valvarrone,Valvarrone, ValVal d’Esinod’Esino ee RivieraRiviera ViaVia FornaceFornace MerloMerlo 22 -- 2381623816 BarzioBarzio LCLC TTel.el. +39+39 03410341 910144910144 -- FaxFax +39+39 03410341 910154910154

Foto von A. Locatelli

PASTURO - VALSASSINA

DAS VALSASSINA TAL

einem historischen Gebäude, das einen interessanten Einblick in alle landschaftlichen und naturalistischen Aspekte der Grigne-Gruppe bietet und auch über einen Saal für Vorführungen verfügt. In Piani Resinelli gibt es ein komplexes Netz von Ber- gwerken, wo jüngst weitere Schächte, Schienenwege und sogar ein hervorragend erhaltener Transportwa- gen entdeckt wurden. Die zwei Bergwerke Anna und Cavallo, die seit der Nachkriegszeit aktiv waren und in denen es auch heute noch reichhaltige Mineralminen gibt, wurden jüngst ausgebaut und können mit Führun- gen besichtigt werden.

Der Dorsale Orobica Lecchese Dieser lange Gebirgskamm bildet die Trennungslinie zwischen dem Comer See und den Tälern der Pro- vinz Bergamo und seine Hänge wurden im Verlauf der Jahrhunderte intensiv für den Bergbau sowie als Agrar- und Weideland genutzt. Der Dorsale Orobica Lecchese (Bergkamm Bergamo-Lecco), kurz DOL, ist ein gut ausgestatteter Wanderweg, der in Posallo (Colico) am Fuß des Legnone beginnt und in Richtung Süden bis nach Passata führt, wo sich der Pass zwischen dem Valle Imagna und dem Valle San Martino befindet. Der kulturelle Gehalt dieser Strecke wird zusätzlich durch die Thematisierung der Etappen unterstrichen, in die sie sich gliedert, so gibt es Geschichts-Pfade, Eisen-Pfade und Milch-Pfade. Obwohl der DOL keinen besonderen Schwierigkei- tsgrad aufweist, sollte man dennoch gut trainiert

sein und über gute Ausrüstung verfügen. Der Ge- samthöhenunterschied beträgt fast 600 Meter bei einer Länge von 80 Kilometern.

Die Ragni von Lecco DieserDieser VerbandVerband derder kühnstenkühnsten Bergsteiger,Bergsteiger, diedie eses mitmit

Die Ragni von Lecco

DieserDieser VerbandVerband derder kühnstenkühnsten Bergsteiger,Bergsteiger, diedie eses mitmit GipfelnGipfeln inin alleraller WeltWelt aufnehmen,aufnehmen, wurdewurde

19461946 gegründet,gegründet, aberaber diedie LeidenschaftLeidenschaft fürfür denden

AlpinismusAlpinismus inin LeccoLecco hathat weitausweitaus ältereältere Wurze-Wurze-

ln.ln. BereitsBereits inin denden erstenersten JahrzehntenJahrzehnten desdes 19.19. JahrhundertsJahrhunderts wurdenwurden ersteerste AufstiegeAufstiege anan verti-verti- kalenkalen FelswändenFelswänden unternommenunternommen undund imim JahrJahr

18731873 fandfand derder italienischeitalienische AlpinismusAlpinismus mitmit derder

GründungGründung derder erstenersten SektionSektion desdes ClubClub AlpinoAlpino ItalianoItaliano (CAI)(CAI) unterunter derder LeitungLeitung desdes AbtesAbtes AntonioAntonio StoppaniStoppani ausaus LeccoLecco inin diesendiesen BergenBergen seinenseinen na-na- türlichentürlichen Klettergarten.Klettergarten. EsEs wurdenwurden Überquewrun-Überquewrun- gengen organisiert,organisiert, BerghüttenBerghütten gebautgebaut undund inin denden DreißigerjahrenDreißigerjahren begannbegann diedie diedie BlütezeitBlütezeit desdes AlpinismusAlpinismus mitmit legendärenlegendären PersönlichkeitenPersönlichkeiten wiewie RiccardoRiccardo Cassin,Cassin, derder 20092009 mitmit 100100 JahrenJahren ge-ge- storbenstorben ist.ist. DieDie neueneue BergsteigergenerationBergsteigergeneration derder unmittelbarenunmittelbaren NachkriegszeitNachkriegszeit riefrief danndann denden Ver-Ver- bandband insins Leben.Leben. AlleAlle UnternehmungenUnternehmungen derder RagniRagni inin überüber einemeinem halbenhalben JahrhundertJahrhundert anan denden Wän-Wän-

denden derder WeltWelt basiertenbasierten stetsstets aufauf starkemstarkem Team-Team- geistgeist undund auchauch heuteheute nochnoch widmetwidmet derder VerbandVerband nebenneben denden großengroßen SpeditionenSpeditionen seineseine Grundakti-Grundakti- vitätvität demdem SchutzSchutz undund derder VerbreitungVerbreitung vonvon WissenWissen überüber diedie UmweltUmwelt undund KulturKultur desdes Territoriums.Territoriums.

ZU BESICHTIGEN

GRIGNE MUSEUM - PIANI RESINELLIdesdes Territoriums.Territoriums. ZU BESICHTIGEN Informationen: Comunità Montana Lario Orientale Valle San

ZU BESICHTIGEN GRIGNE MUSEUM - PIANI RESINELLI Informationen: Comunità Montana Lario Orientale Valle San

Informationen: Comunità Montana Lario Orientale Valle San Martino Tel. +39 0341 240724 - www.martinet.lc.it

Dauerhafte astronomische fotoausstlellung und Freilicht museum Valentino Park

BERGBAUPARK - PIANI RESINELLIfotoausstlellung und Freilicht museum Valentino Park Loc. Piani dei Resinelli Informationen: Comunità Montana

museum Valentino Park BERGBAUPARK - PIANI RESINELLI Loc. Piani dei Resinelli Informationen: Comunità Montana

Loc. Piani dei Resinelli Informationen: Comunità Montana Lario Orientale Valle San Martino - Tel. +39 0341 240724 www.martinet.lc.it Ufficio Miniere Tel. +39 0341 590249 - +39 338 9609824 - miniere_resinelli@hotmail.it

Sie werden im Rahman der Grigne-Gruppe auf einer Höhe von etwa 1300m gestellt. Die Minen Von Piani Resinelli bedecken einen Landschaft mit schönen Charme. Diese Minen sind alt, von dem 16. Jahchundert bis zum heutigen Tag genutzt. Sie können in sicherheit auf jeden Albers besucht werden. Die Besushe werden alle in der Entdeckung der harten Arbeit, die sie geschaffen hat, und die Geheimnisse, die den Berg birgt in ihrem Busen, geführt. Zwei sind die Minenm die sie besuchen können: “Anna” und “Sottocavallo”.

DAS SAN MARTINO TAL

Das San Martino Tal gehörte in der Vergangenheit zum Territorium von Bergamo, wurde im Jahr 1992 dann jedoch der Provinz Lecco angegliedert. Vom linken Ufer des Flusses Adda steigt das Gelände sanft bis zu den Hügeln und dem Gebirgskamm des Valle Imagna an. Aufgrund der Grenzlage spürt man die bergamaskischen Einflüsse, beson- ders im Dialekt und den Traditionen, wobei jedoch der Bezug zum See erhalten bleibt. Mit ihrer ein- drucksvollen und gut erhaltenen Natur sowie den historisch-künstlerischen Aspekten von nicht zu unter- schätzendem Wert ist dies eine Mikroregion, die auf jeden Fall einen Besuch wert ist.

ANTIKE ORTSCHAFTEN UND BERGE,

DIE ES SICH ZU ERKUNDEN LOHNT

Von Calolziocorte gelangt man zu den Ortsteilen auf halber Höhe Rossino, Moioli, Lorentino und Sopracor- nola. In der Vergangenheit blühte in diesem Gebiet die Landwirtschaft, heute findet man vorwiegend eine Wiesenlandschaft vor, die von Straßen durchquert und mit kleinen Ortschaften besprenkelt ist, während die kleinen antiken Kirchen einen Überblick über die verschiedenen architektonischen Stile bieten. In Rossi- no gibt es den antiken, restaurierten Turm einer Burg, die der Familie Benaglio gehört haben soll, sowie die Kirche San Lorenzo mit wertvollen Freskenmale- reien aus dem 15. Jahrhundert im Presbyterium und unter dem Bogengewölbe. Die kleinen Ortschaften haben malerisch verschlungene Gässchen mit vielen Treppen, Bogengängen und Votivbildern. Lorentino wurde erstmalig in Dokumenten von 1036 erwähnt, der Fund eines römischen Sarkophagdeckels belegt jedoch, dass diese Siedlungen wesentlich älter sein müssen. Besonders bemerkenswert ist die Kirche Santa Brigida, ein einmaliges Kirchenexemplar mit einem Glockenturm, der mit nur einer gemeinsamen Mauer mit der Fassade verbunden ist, ohne in die- se integriert zu sein. Der Turm dient seit dem 16. Jahrhundert als Haupteingang zu der Kirche, die der Heiligen Brigitta geweiht ist. Die wunderschönen Terrassierungen des Valle San Martino steigen mit antik anmutenden Ortschaften bis zum Monte Resegone und Monte Tesoro an. Eine gewagte Straße bildet die Verbindung zu dem kleinen Ort Erve am Fuß des Monte Resegone, wo sich das Tal zu einer tiefen Schlucht verengt. An dem Wildbach Galavesa erheben sich hier ländliche Bauten und die alte Pfarrkirche Assunta. Diese bereits seit 1455 bestehende Kirche wurde 1506 vergrößert und dekoriert. Besonders wertvolle Stücke sind die Altarbilder mit dem Rosenkranz von Procaccini und dem Heiligen Karl von Picenardi. Charakteristisch für dieses Gebiet ist die ländliche Architektur, in- sbesondere im Ortsteil Nesolio, der als Ursprung der Val d’Erve erachtet wird. Der antike Ortsteil ist heute unbewohnt, kann aber von Erve über einen Hirtenpfad erreicht werden. Die Häuser stehen dicht aneinander, es gibt einen gepflasterten Saumpfad, einen kleinen Platz, Treppen sowie kleine Portale und Zwischenwände aus dünn verputzten Kirschhol- zästen.

Kirche San Michele - Torre de’ Busi
Kirche San Michele - Torre de’ Busi

Glaubens

Orte des Glaubens

DieDie KircheKirche SantaSanta MargheritaMargherita DirektDirekt aufauf demdem Gebirgskamm,Gebirgskamm, derder diedie Ge-Ge- meindenmeinden TorreTorre de’de’ BusiBusi undund MonteMonte MarenzoMarenzo voneinandervoneinander trennt,trennt, erhebterhebt sichsich diedie romanischeromanische KircheKirche SantaSanta MargheritaMargherita,, inin derder vorvor Kur-Kur- zemzem einein kostbarerkostbarer FreskenzyklusFreskenzyklus ausaus demdem 15.15. JahrhundertJahrhundert restauriertrestauriert wurde.wurde. DieDie Freskenmo-Freskenmo- tive,tive, diedie derder gleichnamigengleichnamigen HeiligenHeiligen gewidmetgewidmet sind,sind, repräsentierenrepräsentieren aufgrundaufgrund derder erzähleri-erzähleri- schenschen Feinfühligkeit,Feinfühligkeit, diedie durchdurch diedie kunstvollekunstvolle FarbgebungFarbgebung nochnoch unterstrichenunterstrichen wird,wird, zuzu denden bedeutendstenbedeutendsten ZeugnissenZeugnissen lokalerlokaler Kunst.Kunst. EbenfallsEbenfalls aufauf demdem TerritoriumTerritorium vonvon TorreTorre de’de’ BusiBusi erhebterhebt sichsich diedie KircheKirche SanSan MicheleMichele Ar-Ar- cangelo,cangelo, eineeine derder ältestenältesten imim ValleValle SanSan Mar-Mar- tino,tino, aufauf einemeinem besondersbesonders beeindruckendenbeeindruckenden Felsausläufer.Felsausläufer. DieDie heutigeheutige FormForm derder KircheKirche istist dasdas ErgebnisErgebnis vonvon RestaurierungsarbeitenRestaurierungsarbeiten ausaus demdem JahrJahr 1837,1837, nurnur diedie ApsisApsis ausaus demdem 15.15. JahrhundertJahrhundert istist erhalten.erhalten. ImIm InnerenInneren sindsind WerkeWerke ausaus demdem 17.17. undund 18.18. JahrhundertJahrhundert zuzu sehen.sehen. EbenfallsEbenfalls interessantinteressant istist dasdas zumzum KomplexKomplex gehö-gehö- renderende OratoriumOratorium SantoSanto StefanoStefano,, beibei demdem trotztrotz derder späterenspäteren UmbautenUmbauten diedie romanischeromanische PrägungPrägung nochnoch erkennbarerkennbar ist.ist. ImIm InnerenInneren istist dasdas BildBild einereiner „Madonna„Madonna deldel Latte“Latte“ (Milchmadon-(Milchmadon- na)na) ausaus demdem 14.14. JahrhundertJahrhundert zuzu sehen.sehen.

Carenno, das in 640 Metern Höhe auf einer großen Hochebene liegt, ist eine kompakte, in Viertel ge- gliederte Gemeinde, die dank ihrer reinen Luft, ihrer milden Temperaturen und ihrer schönen Lage am Monte Ocone bereits seit einem Jahrhundert ein beliebtes Ziel für Touristen ist. In der Umgebung gibt es Wälder, alte Bauernhäuser und Sportanlagen für alle, die gern Minigolf oder Tennis spielen, Rollschuh laufen oder Bergtouren mit dem Mountain Bike un- ternehmen. In der Ortschaft Pertus wurde 2008 von der Comunità Montana Valle San Martino eine neue Wanderung eröffnet; sie entwickelt sich für 1,6 km in einer kostbaren Landschaft und ist auch von Behin- derten begehbar. Der historische Ortskern hat cha- rakteristische Gassen und die kleine Kirche Santi Pie- tro e Biagio, die bereits im 13. Jahrhundert erwähnt wurde. Von 1447 bis zum 19. Jahrhundert wurde sie mehrfach umgebaut. Im Inneren sind bedeutende Kunstwerke verwahrt, darunter einige datierte und signierte Leinwände aus dem 18. Jahrhundert. Eben- falls sehenswert ist die Kirche San Domenico. Sie ist sehr einfach gebaut aber dennoch von seltener Schönheit, aufgrund ihrer bizarren „Totenkapelle“, deren Wände komplett mit Motiven der „Totentänze“ bemalt sind. Über eine Serpentinstraße gelangt man in kurzer Zeit zu dem Bergdorf Valcava, das in der Vergangenheit ein beliebter Urlaubsort war und heute eine Oase der Ruhe in 1200 Metern Höhe darstellt. Von hier hat man einen beeindruckenden Ausblick auf die darunterliegenden Täler und der Ort ist ein beliebter Startpunkt für Paragliding-Liebhaber.

DIE WALLFAHRTSKIRCHEN

DAS SAN MARTINO TAL

Direkt auf dem Gebirgskamm, der die Gemeinden Torre de’ Busi und Monte Marenzo voneinander tren- nt, erhebt sich die romanische Kirche Santa Marghe- rita, in der vor Kurzem ein kostbarer Freskenzyklus aus dem 15. Jahrhundert restauriert wurde. Die Fre- skenmotive, die der gleichnamigen Heiligen gewid- met sind, repräsentieren aufgrund der erzählerischen Feinfühligkeit, die durch die kunstvolle Farbgebung noch unterstrichen wird, zu den bedeutendsten Zeu- gnissen lokaler Kunst. Bei jüngsten Ausgrabungen wurden auf dem Berg ferner befestigte Fundamente entdeckt, bei denen es sich wahrscheinlich um das Castrum von Cantagudo sowie bereits bestehende Strukturen aus dem Neolithikum handelt. Ebenfalls auf dem Territorium von Torre de’ Busi erhebt sich die Kirche San Michele Arcangelo, eine der ältesten im Valle San Martino, auf einem beson- ders beeindruckenden Felsausläufer, die heute nur zu Fuß über zwei Saumpfade erreichbar ist. Die heutige Form der Kirche ist das Ergebnis von Restau- rierungsarbeiten aus dem Jahr 1837, nur die Apsis aus dem 15. Jahrhundert ist erhalten. Im Inneren sind spätklassische Fresken auf der Schiffsgewölbe und wunderschöne Holzwerke zu sehen, wie der Beichtstuhl und der Schrank in der Sakristei, beides aus der Mitte des 17. Jhs. Ebenfalls interessant ist das zum Komplex gehörende Oratorium Santo Stefano, bei dem trotz der späteren Umbauten die romanische Prägung noch erkennbar ist. Im Inneren gibt es wertvolle Freskenmalereien verschiedener Perioden des 15. Jahrhunderts. Die Kirche wird derzeit restauriert.

Kloster Santa Maria del Lavello - Calolziocorte
Kloster Santa Maria del Lavello - Calolziocorte

Die benachbarten Gemeinden Vercurago und Ca- lolziocorte an der Adda sind durch einen religiö- sen Aspekt verbunden, denn beide verwahren mit Sorgfalt wichtige Orte des Glaubens: die Wallfahrt- skirchen San Gerolamo, Vater der Waisen, dessen Wahlheimat Somasca war, und die Wallfahrtskirche Lavello.

Das Kloster Santa Maria del Lavello und die “Cloister Route“ Die Abtei und die Kirche Lavello sind seit dem frühen Mittelalter ein Bezugspunkt für das gesamte Gebiet. Mit den Gütern, die einst zum Kloster gehörten und der organisatorischen Rolle der Servitenmönche in

Ch

DAS SAN MARTINO TAL

der Renaissance- und Barockzeit hat dieser Komplex zum Strukturierungsprozess des gesamten Territoriums beigetragen. Trotz ihres schlichten Stils verwahrt die Kirche einige bedeutende Zeugnisse aus der Zeit zwischen Renaissance und dem 18. Jahrhundert. Der Ort, an dem sich das Kloster befand, spielte in der Antike eine große Rolle. Der Grund hierfür war seine strategische Lage zwischen dem Comer See, dem Valle San Martino und dem Fluss Adda an der Grenze zwischen verschiedenen Herrschaftsgebieten. Der Ortsname Lavello könnte von dem lateinischen labellum (Trog zum Sammeln von Wasser) oder, was wahrscheinlicher ist, von dem Namen der Familie De Lavello stammen, die sich hier niederließ. Diese Fami- lie war auch in Mailand mächtig und besaß Anfang des 13. Jahrhunderts eine Festung, die 1373 von Bernabò Visconti zerstört wurde. Wahrscheinlich ge- hörte den De Lavello eine kleine, der Heiligen Jung- frau geweihte Kirche mit einer Apsis, die Ende des 13. Jahrhunderts erwähnt wurde und mit Sicherheit zur Burg gehörte. Im Jahr 1480 soll sich hier dann ein Wunder zu- getragen haben: Ein Eremit, der in der kleinen Kir- chenruine Zuflucht suchte, soll ein Grab gefunden haben, aus dem klares Wasser sprudelte. Und nach- dem im Verlauf der Zeit weitere Wunder geschehen sein sollen, wurde die Kirche zu einem Pilgerort. Aufgrund des kontinuierlichen Pilgerstroms wurde es den Brüdern des Ordens der Diener Mariens 1486 gestattet, sich in der Kirche niederzulassen und den umliegenden Boden zu bebauen. 1510 erbauten die Mönche dann das Kloster. 1566 begann der Bau des großen Kreuzganges, der mindestens bis zum Jahr 1597 andauerte. Zwischen 1582 und 1585 wurde auch die Kirche weiter ausgebaut. Auf diese Phase könnte auch ein Teil der sehr interessanten Freskanmalereien zurückgehen, die in der linken und der dem heiligen Phillip geweihten Kapelle zu sehen sind. Der frühere Reichtum des Klosters ist auch an der künstlerischen Beschaffenheit der Bauten erkennbar, die im 16. und 17. Jahrhundert errichtet wurden, wie zum Beispiel der große und der kleine Kreuzgang. Der gesamte Komplex wurde komplett restauriert und ist heute Mittelpunkt des Kulturpfa- des Cloister Route. Dieser Zyklus verbindet und ver- gleicht das lokale historisch-architektonische Erbe mit dem der zwei nordeuropäischen Gemeinden Leising (Deutschland) und Güssing (Österreich).

Die Wallfahrtskirche San Girolamo in Somasca In der Nähe der Festung von Somasca öffnete der Heilige Hieronymus im Jahr 1533 einen schmalen Weg, der heute als „Scala Santa“ (Heilige Trep- pe) bekannt ist. Dieser Weg wurde dann von An- hängern des heiligen mit Häusern und Kapellen erweitert, sodass man heute von zwei separaten Komplexen sprechen muss. Der eine befindet sich im Herzen der Ortschaft Somasca. Er ist als Wallfahrt- skirche bekannt, wurde im 16. Jahrhundert errichtet und enthält das Grab des heiligen sowie wertvolle Gemälde. Der andere Komplex befindet sich im Ortsteil Valletta und besteht aus einer kleinen Pilger- kirche sowie dem Ort, den der Heilige Hieronymus zu seinem Nachtlager gewählt hatte.

Kloster Santa Maria del Lavello

Informationen:Informationen:

KlosterstiftungKlosterstiftung LavelloLavello Tel.Tel. +39+39 03410341 15901011590101 FaxFax +39+39 03410341 15901021590102 segreteria@fondazionesegreteria@fondazione segreteria@fondazionelavello.orgsegreteria@fondazionelavello.org www.fondazionelavello.orgwww.fondazionelavello.org

Wallfahrtskirche San Girolamo - Somasca
Wallfahrtskirche San Girolamo - Somasca
DAS SAN MARTINO TAL ZU BESICHTIGEN ÖKOMUSEUM DAS SAN MARTINO TAL Informationen: Comunità Montana Lario

DAS SAN MARTINO TAL

ZU BESICHTIGEN

ÖKOMUSEUM DAS SAN MARTINO TAL

MARTINO TAL ZU BESICHTIGEN ÖKOMUSEUM DAS SAN MARTINO TAL Informationen: Comunità Montana Lario Orientale Valle San

Informationen:

Comunità Montana Lario Orientale Valle San Martino Tel. +39 0341 240724 - www.martinet.lc.it

Ziel des Ökomuseums ist der Schutz und die Aufwertung des kulturellen Erbes des Tals. Dieser Kulturpfad gliedert sich in sechs Etappen verteilt auf sechs Gemeinden der Provinz Lecco sowie drei der Provinz Ber- gamo. Zu sehen sind zahlreiche Bauten und Gebiete von beachtlichem historisch-künstlerischem, landschaft- lich-naturalistischem und ethnografischem Wert.

BOTANISCHER GARTEN GASPARE DE’ PONTI - CALOLZIOCORTElandschaft- lich-naturalistischem und ethnografischem Wert. Via Galli Informationen: Comunità Montana Lario Orientale

Via Galli Informationen:

Comunità Montana Lario Orientale Valle San Martino, Tel. +39 0341 621011 - www.martinet.lc.it

Dieser 1935 angelegte Privatpark wurde von dem Verband der Berggemeinden in einen botanischen Garten mit typischer Flora der Talregion umgewandelt, wo der Besucher in eine frische Oase des Friedens eintaucht.

PFARR MUSEUM “DON CARLO VILLA” - CALOLZIOCORTEwo der Besucher in eine frische Oase des Friedens eintaucht. Informationen: Comunità Montana Lario Orientale Valle

Informationen:

Comunità Montana Lario Orientale Valle San Martino, Tel +39 0341 621011 Pfarrkirche von Rossino Tel. +39 0341 643259 - www.martinet.lc.it

Das Museum bringt liturgische Zuberhöre und Kirlische Elementen aus dem 17 und 19 jahrehunderts. Interressant ist auch der Besush von San Lorenzo Vecchio Kirche sehr wichtiger religiöser vom Künstlerischen Gesichtpunkt.

MUSEUM UND TAL DER MAURER - CARENNOsehr wichtiger religiöser vom Künstlerischen Gesichtpunkt. Via Fontana 3, Informationen: Comune di Carenno, Tel. +39

Via Fontana 3, Informationen:

Comune di Carenno, Tel. +39 0341610220 - Fax +39 0341610165 - www.museocamarti.it - info@museocamarti.it

Dad Museum Cá Martì dokumentiert der Geschichte, dem Leben und der Arbeit der Maurer von Carenno un Tal San Martino zwischen 1800 und 1900. Er wind zu Carenno geboren, weil es hier und in den Ländern des Tales, in den alten Konstruktionen un den zahlreichen Steinbrüchen, ein Patrimonium von professioneller Fähigkeit dokumentiert wird, die mehr Generationen vereinigt hat. Die Documente, die Gegenstände, die Bilder und die Abreisen zählen das technische Wissen, und das gesellschafliche Leben von den Maurern, ihre Anstrengung und oft ihre Auswanderung.

PRIVATSAMMLUNG “CATERINA CITTADINI” - SOMASCA DI VERCURAGOvon den Maurern, ihre Anstrengung und oft ihre Auswanderung. Im Istituto Suore Orsoline, Via S. Gerolamo

Im Istituto Suore Orsoline, Via S. Gerolamo 42 Informationen: Tel. +39 0341 420373 - + 39 035 250240 - www.orsolinesomasca.it - info@orsolinesomasca.it

Gedenksammlung der Ordensschwestern Cittadini, Gründerinnen des Istituto Suore Orsoline San Girolamo in So- masca in einem wunderschönen historischen Gebäude mit Elementen aus dem 17. und 18. Jahrhunert sowie einem Eingangsportal aus dem 19. Jahrhundert.

DIE TRADITIONELLE GASTRONOMIE

DIE TRADITIONELLE GASTRONOMIE Die typische Küche der Gebirgs- und Talregionen ist sehr schlicht. Sie basiert vorwiegend

Die typische Küche der Gebirgs- und Talregionen ist sehr schlicht. Sie basiert vorwiegend auf der gelben Polenta, genannt „Taragna“ oder „Vuncia“ (mit einem Grundgeschmack nach Knoblauch), die zu vielen Ge- richten mit köstlichem Wildbret oder zu dem hausge- machten, lokalen Casera-Käse gereicht wird. Diesen Käse gibt es in den Varianten fett (grasso) und halbfett (semigrasso). Polenta, Wild, Pilze und Kastanien sind die Hauptelemente dieser Küche mit ihrem fast alter- tümlich anmutenden Flair. Die Gerichte sind so typisch und traditionell, dass es von den mundartlichen Na- men oftmals nicht einmal italienische Übersetzungen gibt, wie zum Beispiel bei der „Polenta Vuncia“ mit Käse, Butter und Knoblauch. Hier einige weitere Spe- zialitäten: „Polenta Batola“ sind Polentabällchen mit Käsefüllung. „Tocc“ ist eine Polenta aus verschiede- nen Mehlsorten mit Butter und Käse. „Urgiada“ sind Perlgraupen, die auf dem Feuer und im kaminrauch gegart werden. „Furmentada“ ist eine aus dem Val d’Intelvi stammende Weizensuppe mit Schweinesch- warte. „Mataloch“ ist ein Kuchen mit getrocknetem und kandiertem Obst und „Miascia“ eine andere Süßspeise aus altbackenem Brot, Butter, Milch, Eiern und Rotwein. Der „Ragell“ ist ein Magenbitter aus Rotwein, Zucker, Gewürznelken, Zimt, Apfelstückchen und Brandy, der im Kessel der „Tocc“ flambiert wird. Hinzu kommen die vielen, sehr eigenwillig benannten Milchprodukte von der Weidenbutter bis hin zu den Käsesorten, die sich sowohl als eigenständige Ge- richte als auch zum Abschluss von Mahlzeiten eignen. Ein weiteres typisches Produkt der lokalen Milchve- rarbeitung ist der Fettkäse. Er wird aus Vollmilch her-

gestellt und behält alle geschmacklichen Eigenschaf- ten, da die Milch nicht entfettet wird. Auch heute noch wird traditionell in Kupfertöpfen auf Holzfeuer gekocht und der Käse reift mindestens drei Monate lang in natürlichen Höhlen oder Kellern. Das Valsas- sina produziert exzellente Milchprodukte, vor allem dank seiner Weiden und Höhlen, die sich für die natürliche Reifung des Käses besonders gut eignen, da im Inneren das ganze Jahr über eine konstante Temperatur und Luftfeuchte herrscht. Die bekannteste Käsesorte ist der Taleggio, nicht minder schmackhaft sind aber auch die pikanten wie milden Ziegenkä- sesorten, Formaggella, Ricotta, die hausgemachten Wurstwaren und die Butter. Ebenfalls berühmt sind die verschiedenen Honigspe- zialitäten, zum Beispiel der Kastanienhonig mit einem intensiven Geschmack oder der Akazienhonig mit einem wesentlich lieblicheren Aroma. Auch in den Gemeinden des Valle San Martino kön- nen unverfälschte Gerichte der „armen“ Küche pro- biert werden, beispielsweise Fleischgerichte von freilaufenden Hühnern oder Wildbret, auch hier fast immer mit Polenta, zu denen die hervorragenden und überreich vorhandenen Pilze gereicht werden können. Vorherrschend ist das gastronomische Erbe aus Bergamo mit verschiedenen Polentasorten, wie der Polenta abbrustolita (angebraten), der Polenta mit Salami und Lebermortadella, Salamelle, Wildgeflügel („ Polenta Osei“). Schmackhafte Alternativen sind die Eintöpfe und Suppen mit den berühmten „Casoncei“(Ravioli) und Risotto mit Gemüse.

Foto von A. Locatelli

DER CAMPANONE - COLLE BRIANZA

DAS HÜGELLAND UND DIE EBENE

Der See und die Berge sind die charakteristischen Merkmale der Landschaften von Como und Lecco. Nicht weniger interessant sind jedoch auch die Ebe- ne und das Hügelland weiter südlich, die die natür- liche Grenze zu den Provinzen Mailand, Varese, Bergamo und jetzt auch Monza e Brianza bilden. Der Großteil der Region gehört zur „grünen Brian- za“. Dieses Gebiet wurde in der Vergangenheit maßgeblich landwirtschaftlich genutzt, während es heute ein dichtes Netz von Industrie- und Han- dwerksbetrieben aufweist. Aber natürlich gibt es auch noch viele fast intakte Landschaften, die sich von den letzten Ausläufern der Hügel bis zum Ufer der Adda erstrecken und von großen Naturparks und den kleinen Seen der Brianza geschützt sind. Auch die Sehenswürdigkeiten und Monumente sind zahlreich: Es gibt kleine mittelalterliche Bauten, viel besuchte Wallfahrtsorte (besonders berühmt sind die in Montevecchia, Imbersago und Inverigo), prun- kvolle Residenzen aus dem 17. und 18. Jahrhundert (wie zum Beispiel in Casatenovo, Merate oder Crem- nago), um nur einige zu nennen. Charakteristisch für die Architektur sind Villen und Ferienhäuser der

alten Mailänder Patrizier, wie beispielsweise die klassizistische Villa La Rotonda oder Villa Crivelli in Inverigo, sowie die Bauten der Seidenmanufaktur wie die Stadtvillen in Erba. In den antiken Zentren dominieren noch immer Tür- me und Burgen, zum Beispiel die Burgen Casiglio und Pomerio in Erba oder die in Carimate. Außer- dem gibt es reichhaltige Zeugnisse der religiösen Baukunst aus romanischer Epoche, beispielsweise den Komplex Galliano in Cantù oder San Pietro al Monte in Civate. Die Adda berührt auch die Hügellandschaft, die einst das Zentrum der Mailänder Herrschaft bildete. Heute ist diese Gegend eine grüne Landschaft mit Wäldern, Weinbergen, Feldern und vielen Bauer- nhäusern, kleinen Ortschaften und hübschen Seen. In der betriebsamen Realität der Brianza, die für ihre unzähligen kleinen und mittelständischen Unterneh- men bekannt ist, gibt es also auch heute noch Raum für erholsame Landschaften mit sanft gewellten Hü- geln, den Farbtupfern der Wiesen und Wälder, Gol- fplätzen, Ferienbauernhöfen und einem Segelflug- zentrum in Verzago, das in ganz Europa bekannt ist.

Der Pusiano See
Der Pusiano See

Foto von A. Locatelli

DER FLUSS ADDA

DER FLUSS ADDA

AUF ENTDECKUNGSREISE DURCH DIE INDUSTRIE-ARCHÄOLOGIE

Dort wo sich die Adda verengt und den Ostarm des Comer Sees vom Lago di Garlate (6,64 qkm) trennt, verbindet eine Brücke Olginate mit dem Valle San Martino. In der Antike gab es hier eine massive römische Brücke, deren Fundamente noch sicht- bar sind, wenn die Adda Niedrigwasser führt. In Garlate mit einem historischen Stadtkern, dessen antike Höfe hervorragend erhalten sind, gibt es ein interessantes Seidenmuseum, das die Entwicklung der Stadt im Zusammenhang mit der Seidenprodu- ktion veranschaulicht, denn die Seidenherstellung war einer der Hauptfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung der ganzen Gegend. Zu sehen sind Maschinen für die Handarbeit und die industrielle Fertigung sowie Arbeitsinstrumente und Werkzeuge für die Seidenraupenzucht, das Spinnen und Zwir- nen von Garnen für die Weberei. Jüngste archäologische Ausgrabungen unter den Fundamenten der Kirche Santo Stefano weisen auf das Vorhandensein mehrerer komplexer Schichten hin. So fand man Spuren einer römischen Villa und darüber Überreste einer Kapelle aus dem 5. Jahrhundert sowie zwei romanische Apsiden mit Fragmenten von Freskenmalereien aus dem 13. Jahrhundert. Darüber hinaus wurden zahlreiche kostbare Silberreliquien aus frühchristlicher Zeit sowie eine langobardische Fibel gefunden. In der Villa Testori-Gadda kann ein Freskenzyklus über Prometheus von Cornienti (1856) besichtigt werden.

Zwischen Ello und Galbiate beginnt der Pfad, auf dem man die alten Industrieanlagen entdecken kann, angefangen von dem Komplex der Spinnerei von Zero mit einer außergewöhnlichen Zwirnma- schine sowie einem Staudamm und Wasserleitungen zu anderen Fabriken, von denen das Hauptwerk die Spinnerei Della Torre in Ello ist. Diese in der zwei- ten Hälfte des 19. Jahrhunderts sanierten Werke gehörten der Familie De Vecchi, die eine weitere Spinnerei in Vergano besaß. In Ello stellt die Familie

Seidenmuseum - Garlate
Seidenmuseum - Garlate

Dell’Oro hingegen ihre antiken Maschinen auch heute noch funktionstüchtig aus. Im Tal von Galbiate gibt es außerdem noch viele Überreste von Mühlen, Sägewerken und Spinnereien. Von den Seidenspin- nereien, die in Galbiate bereits im 17. Jahrhundert existierten, ist besonders die klassizistische Seiden- pinnerei Ronchetti sehenswert, die als Zwirnerei zum Teil heute noch aktiv ist. Setzt man den Weg auf den Spuren der Seide im nahen Valmadrera fort, findet man einige zum Teil restaurierte Seiden Fabriken, die die lokale Produ- ktion veranschaulichen. Im Ortsteil Parè ist noch ein Komplex mit Spinnerei und Weberei zu sehen, der von dem Architekten Bovara gebaut wurde und für die damalige Zeit sehr viele Arbeiter beschäftigte.

Seide

Die Seidenmuseen

Seidenmuseum Monti in Abbadia Lariana Um 1818 baute Pietro Monti eine alte Zylin-

derwalke für Wollstoffe mit Abflusskanal und Wasserrad in eine Seidenspinnmaschine um.

1869 baute er auch den Bau aus und fügte

ein Gebäude für die Verarbeitung der Kokons hinzu. Es folgte jedoch eine lange Periode der

Stagnation und des Verfalls, bis der Bau 1978 von der Stadtverwaltung aufgekauft wurde.

1981 wurde mehr oder minder intensiv mit

den Wiederherstellungsarbeiten begonnen und die historischen Maschinen wurden restauriert, darunter eine große Ringzwirnmaschine, die heute wieder funktionstüchtig ist.

Seidenmuseum Abegg in Garlate

Die Schweizer Familie Abegg, die bereits seit

1861 diverse Seidenspinnereien in Italien be-

saß und hochwertiges Seidengarn produzierte, beschloss im Jahr 1953 ein eigenes Museum einzurichten, das von der Industriegeschichte der Seide Zeugnis ablegen sollte. In ihrer al- ten Spinnerei in Garlate stellten sie Maschi- nen und Techniken der Seidenproduktion aus, die vom 17. Jahrhundert bis zur heutigen Zeit verwendet wurden und werden. Dies war das erste Seidenmuseum der Welt, weitere folgten später in Frankreich und Japan. Die Ringzwirnmaschine und die anderen ausge- stellten Vorrichtungen regten auch in anderen italienischen Städten die Restaurierung antiker Maschinen der Seidenspinnerei an. Nach dem Verkauf ihrer Besitztümer in Italien schenkte die Familie Abegg 1976 das Seidenmuseum der Gemeinde. Das Museum ist seit fast einem Jahrhundert der Öffentlichkeit zugänglich, um die vielseitigen und mühevollen Techniken der Vergangenheit zu präsentieren.

DER FLUSS ADDA

Die architektonische Entwicklung der bürgerlichen Manufaktur war in Valmadrera eine der schnellsten, ein Beispiel hierfür ist der Mitteltrakt der Fabrik Ga- vazzi mit einer Herrschaftsvilla. Das Werk wurde um 1820 erbaut und ist aufgrund seiner beachtlichen Größe und der einst umfangreichen Belegschaft unter dem Namen „Filandone“ (große Spinnerei) bekannt.

In Valmadrera gibt es auch eine starke Hingabe, die das Heiligtum vom Madonna di San Martino eingegeben hat. Diese kirche ist eine altere Pfarrge- meinde in Positionsvision. In Malgrate gibt es das interessantes Werk Bovara Reina, Jetzt renoviert als Wohnsitz aber teider hat es nicht mehr die Fassade mit Tympanon.

KUNST UND KULTUR AN DEN UFERN DER ADDA

Wallfahrtskirche Madonna del Bosco - Imbersago
Wallfahrtskirche Madonna del Bosco - Imbersago

Der Weg entlang der Adda beginnt in Olginate und führt nach Airuno, dessen Burg im Jahr 960 dem Stammvater der Capitanei aus Vimercate, Alcherio, gehörte. Auf der Festung, die als Schutzwall gegen die Übergriffe der Venezianer errichtet worden war, befindet sich ein Wallfahrtsort der Madonna, zu dem Pilgerfahrten veranstaltet werden. Die bedeutendste Festung befindet sich jedoch in Brivio, an der Adda unterhalb von Beverate, in der der Nachfolger des Heiligen Ambrosius, Simpliciano, gewohnt haben

soll. Die mächtigen Türme der Burg, in der römische Altare sowie Überreste einer kleinen mittelalterlichen Kirche gefunden wurden, spiegeln sich im Fluss, der hier einst zu einem fischreichen See verbreiterte. Sehenswert ist auch das Oratorium S. Leonardo mit doppeltem Bogengang an der Fassade, in dessen Innerem ein Gemälde der Heiligen Jungfrau von Leo- nardo bewundert werden kann. Über einen Pfad, der am Flussufer nach Molini führt, gelangt man zu einer historischen, heute restaurierten Seidenspinnerei.

DER FLUSS ADDA

Im Geburtshaus von Cesare Cantù (1804-1895) wurde ein Museum eingerichtet, in dem Werke und Erinnerungsstücke des berühmten lombardischen Romanciers und Historikers. Folgt man dem Lauf der Adda, sieht man auf der Anhöhe die romanische Ap- sis der Kirche S. Gottardo der ebenfalls befestigten Ortschaft Arlate. Weiter vorn erhebt sich in erhöhter Position über einer Freitreppe mit einer großen Skulptur von Papst Johannes XXIII von Manfrini (1962) die Wallfahrtskir- che Madonna del Bosco, deren Bau im Jahr 1641 nach Zeichnungen von Carlo Buzzi begann und die in der Folgezeit mehrfach ausgebaut wurde. Mit der Kreuzabnahme der Campi aus Cremona, einer kostbaren Exvoto-Sammlung sowie der Grotte mit der Quelle und dem volkstümlichen Frühlingsfest ist dieser Wallfahrtsort einer der beliebtesten der Brianza. Auch das nahe Imbersago hat einen Turm aus dem 15. Jahrhundert, eine umgebaute Burg und wunderschöne Villen, darunter die besonders bemer- kenswerte Villa Castelbarco-Pindemonte aus dem 18. Jahrhundert. Geht man zum Ufer hinunter, sieht man die Adda zwischen den bewaldeten Ufern entlangfließen und kann mit einer romantischen Fähre übersetzen, die der Originalbauweise im Stil Leonardos nachempfun- den ist. Hier beginnt ein wunderschöner Wanderweg nach Paderno, der an dem schnell fließenden Fluss entlang führt, auch mit dem Fahrrad zurückgelegt werden kann und auf dem sich dem Besucher eine je nach Jahreszeit anders farbige, aber immer wun- derschöne Landschaft darbietet. Die Berge von Lecco beeindruckte schon Leonardo und bot oftmals die Inspiration für die Hintergründe seiner Gemälde. Weiter geht es zur Brücke von Paderno, die ein un- vergleichliches Beispiel für die Industrie-Archäolo- gie ist. Die Eisenbrücke (erbaut 1887-89) für den Zug- und Straßenverkehr spannt sich in einem steilen

Bogen von etwa 350 Metern über den Fluss. Eine andere Verbindung über dem Fluß Adda wurde auch von der Brücke Cesare Cantù ermöglicht, die am 13. Februar 2009 von der Provinzverwaltung Lecco eingeweith wurde. Diese Brücke verbindet die Straße Provinciale 72 in Capiate-Olginate mit der Straße Statale 639 in Calolziocorte-Sala. Es gibt aber auch noch andere bemerkenswerte Bauwerke entlang des Flusses bis nach Trezzo und Vaprio d’Adda, einem Industriegebiet, das während des ersten Industriebo- oms des vergangenen Jahrhunderts entstand. So war unter anderem das hier befindliche Kraftwerk Bertini von Edison aus dem Jahr 1898 weltweit die erste An- lage für den Ferntransport elektrischer Energie.

Auf den Spuren Leonardos Zwischen 1483 und 1489 hielt sich Leonardo mehrfach in dieser Gegend

Auf den Spuren Leonardos

Zwischen 1483 und 1489 hielt sich Leonardo mehrfach in dieser Gegend auf. Er besuchte die Brianza, beobachtete das Phänomen der wechselnden Wasserführung des „Fiumelatte“ und besichtigte im Valsassina Bergwerke, Eisen- und Kupferschmieden. Als Gast der Familie Melzi aus Vaprio studierte er die Schiffbarkeit des Flusses Adda sowie eine mögliche Kanal- verbindung zwischen Lecco und Mailand. Er hinterließ wertvolle technische Entwürfe, die erst im 18. Jahrhundert realisiert wurden. Die- ser Aufenthalt inspirierte das Genie sehr stark, wie die eindrucksvollen Landschaften im Hin- tergrund vieler seiner Gemälde beispielsweise in den Werken „Mona Lisa“, „Madonna e S. Anna“ oder „Vergine delle Rocce“, vermuten lassen.

Leonardo-Fähre - Imbersago
Leonardo-Fähre - Imbersago

ZU BESICHTIGEN

STÄDTISCHES SEIDENMUSEUM ABEGG - GARLATEZU BESICHTIGEN DER FLUSS ADDA Via Statale 490 Informationen: Tel. e Fax +39 0341 650488 -

DER FLUSS ADDA

STÄDTISCHES SEIDENMUSEUM ABEGG - GARLATE DER FLUSS ADDA Via Statale 490 Informationen: Tel. e Fax +39

Via Statale 490 Informationen: Tel. e Fax +39 0341 650488 - museoabegg@virgilio.it

BAUERNMUSEUM SAN TOMASO - VALMADRERATel. e Fax +39 0341 650488 - museoabegg@virgilio.it Informationen: Comunità Montana Lario Orientale Valle San

museoabegg@virgilio.it BAUERNMUSEUM SAN TOMASO - VALMADRERA Informationen: Comunità Montana Lario Orientale Valle San

Informationen:

Comunità Montana Lario Orientale Valle San Martino - Tel. +39 0341 240724 - www.santomaso.it Für Reservierungen: Tel. +39 0341 581814

Der Rundgang veranschaulicht die Landarbeit und die in den verschiedenen Jkahreszeiten verwendeten Werkzeuge. In den drei Räumen des Museums sind zahlreiche Vorrichtungen und Maschinen ausgestellt, davon einige aus dem 19. Jahrhundert. Die Exponate sind katalogisiert und mit Beschreibungen verse- hen.

Sie erreichen das Museum von Valmadrera zu Fuß in etwa 40 Minuten auf einer unbefestigten Straße.

GEBURTSHAUS CESARE CANTÙ - BRIVIOzu Fuß in etwa 40 Minuten auf einer unbefestigten Straße. Via Cesare Cantù Informationen: Centro Studi

Via Cesare Cantù

GEBURTSHAUS CESARE CANTÙ - BRIVIO Via Cesare Cantù Informationen: Centro Studi Cesare Cantù - Tel. +39

Informationen:

Centro Studi Cesare Cantù - Tel. +39 348 4417128 - www.cesarecantu.it - info@cesarecantu.it Gemeinde Brivio - Tel. +39 039 5320114

In dem Museum sind Werke und Erinnerungsstücke des Schriftstellers und Historikers ausgestellt.

ÖKOMUSEUM ADDA DI LEONARDO - FLUSS ADDAdes Schriftstellers und Historikers ausgestellt. Brücke in Paderno d’Adda Informationen:

Brücke in Paderno d’Adda
Brücke in Paderno d’Adda
ADDA DI LEONARDO - FLUSS ADDA Brücke in Paderno d’Adda Informationen: www.addadileonardo.it info@addadileonardo.it

Informationen:

www.addadileonardo.it

info@addadileonardo.it

Parco Adda Nord via B. Calvi 3 22056 Trezzo sull’Adda (Mi) Tel. +39 02 9091229 Fax + 39 02 9090096 www.parcoaddanord.it

Das Ökomuseum Adda di Leonardo veranschaulicht das jahrhundertealte Zusammenwirken von großzügig fließen- dem Wasser und menschlichem Fleiß. Entdecken Sie in diesem Freilichtmuseum die historischen, künstlerischen, archäologischen und naturalistischen Aspekte des Territoriums. Die Strecke umfasst 14 Etappen entlang des Flusses Adda mit insgesamt 47 Punkten von großem sozial-kulturellem Interesse. Seit 2008 organisiert Parco Regionale Adda Nord von April bis Oktober touristisch-kulturellen Kreuzfahrten auf dem Fluß Adda mit Eco-Motorbooten.

Foto von A. Locatelli

MOLTENO – LUFTANSICHT DER FELDER

DAS CURONE TAL

Die naturalistischen Charakterei- genschaften der Brianza, die in der Vergangenheit von dem altein- gesessenen Stadtadel und heute von den englischen und deutschen Touristen besonders geschätzt wer- den, kommen in den Gebieten um Missaglia und Montevecchia be- sonders stark zum Ausdruck. Daher wurde hier ein etwa 1.600 Hektar großer Regionalpark eingerichtet, der zehn Gemeinden und wun- derschöne Landschaften auf den Anhöhen Travecchia und Lissolo (555 Meter ü.d.M.) umfasst und „das Dach der Brianza“ genannt wird. Oberhalb von Sirtori erstre- cken sich dichte Kastanien-, Eichen- und Birkenwälder entlang einer unbefestigten Panoramastraße, die zwischen den Tälern Curone im Osten und Santa Croce im Westen dem Bergrücken bis nach Monte- vecchia folgt. Der Westhang fällt relativ steil zu dem grünen Gebiet um Messaglia ab, wo zahlreiche kleine Textil- und Mechanikbetriebe sowie einige Baumschulen die lan- dwirtschaftliche Tradition zwischen den Robinienwäldern fortsetzen. In Missagliola ist die gotische Kirche Misericordia erhalten, die um das Jahr 1489 geweiht wurde. Aus die- ser Kirche stammen Fragmente von Freskenmalereien, die im Rathaus von Missaglia aufbewahrt sind und der Zeit von Foppa und Morazzo- ne zugeordnet werden, sowie eine kostbare „Carità“ (Barmherzigkeit) von Pietro Maggi (1726). Der ma- lerische Platz von Missaglia wird von der Kirche S. Vitto- re gekrönt. Das Gotteshaus hat einen Glockenturm vom Ende des 16. Jahrhunderts sowie einen klassizistischen Baustil. Im Ort kann ferner der Palazzo der Lehnsher- ren und Grafen Sorniani mit eigenem Kerker und der angrenzenden Kirche S. Maria besichtigt werden, die im 18. Jahrhundert erneuert wurde, aber ursprünglich weitaus antiker ist, wie die romanische Apsis belegt. Der Lauf des Wildbaches Molgorella beginnt oberhalb der Bauerngüter von Santa Croce, wo sich ein seit 1835 bekanntes, aber später ausgebautes Oratorium befindet. In der kleinen romanischen Apsis befindet sich eine seltene Ikone der Heiligen Helene aus dem Jahr 1474. In der Umfriedung des Kirchplatzes wurde ferner eine Säule mit etruskischen Inschriften gefunden. Der hübsche Ort Montevecchia ist von 2400 Hektar dichten Kastanien-, Eichen- und Birkenwäldern umge- ben, die den Regionalpark Montevecchia und Valle del Curone bilden. Bereits im Mittelalter hatte man begon- nen, Terrassierungen anzulegen, um den steilen Hängen Ackerboden abzugewinnen und seit dem 19. Jahrhun- dert blüht hier der Weinanbau. Von Montevecchia führt eine gewundene Straße hinauf in die romantische Hü-

Wallfahrtskirche Montevecchia
Wallfahrtskirche Montevecchia

gellandschaft, wo sich in der harmonischen Landschaft Weinberge und elegante Häuser abwechseln. Auf dem Gipfel befindet sich die Wallfahrtskirche Beata Vergine del Carmelo mit barocker Prägung und interessanten Freskenmalereien, die regelmäßig von Gläubigen aufgesucht wird. Der Zugang erfolgt über eine lange Treppe. Diese wird von einem Weg gekreuzt, der die gesamte bewaldete Hügelspitze umringt und zu den Ädikulä der Via Crucis führt. Einige Restaurants und Ferienbavernhofstiaven Würsten, “robidini“ Käse und wei ß und rot lokal Wein auf. Der Herbst, Weintraubenernte ist ideal die Schön- heiten vom Territorium und der mehrfarbig Rundblick zu genießen, die Gastronomie zu finden, um Pfads zu bereisen und Mountain-bike zu fahren. Einige Gasthöfe und agrotouristische Betriebe bieten die traditionellen Wurstsorten, den typischen Käse „Robiolino“ sowie lokale Rot- und Weißweine an. Die herbstliche Zeit der Weinlese eignet sich besonders, um die Naturschönheiten dieser Gegend und das gastrono- mische Angebot zu genießen sowie um auf den zahl- reichen Wanderwegen zu Fuß oder mit dem Mountain Bike das farbenfrohe Panorama zu entdecken.

DAS CURONE TAL

ZU BESICHTIGEN

MUSEUM FÜR WEIN- UND BAUERNKULTUR IN DER BRIANZA - MONTEVECCHIADAS CURONE TAL ZU BESICHTIGEN Parco di Montevecchia - Località Cascina Casarigo Informationen: Tel. e Fax

FÜR WEIN- UND BAUERNKULTUR IN DER BRIANZA - MONTEVECCHIA Parco di Montevecchia - Località Cascina Casarigo

Parco di Montevecchia - Località Cascina Casarigo Informationen: Tel. e Fax +39 039 9930065 - www.agriturismovalcurone.it - email@agriturismovalcurone.it

Dieses kleine Privatmuseum zeigt eine Sammmlung landwirtschaftlicher Arbeitsmittel sowie einige Instrumen-

te und Maschinen für die Weinproduktion. Es wurde nach sehr langer und sorgfältiger Recherche einge-

richtet, während der Werkzeuge aus Weinkellern, Arbeitsinstrumente sowie Gegenstände aus dem Alltag zusammengetragen wurden.

NATURPARK MONTEVECCHIA / UND CURONE TAL - MONTEVECCHIAsowie Gegenstände aus dem Alltag zusammengetragen wurden. Rovagnate Missaglia Ortsteil Butto 1 Informationen:

NATURPARK MONTEVECCHIA / UND CURONE TAL - MONTEVECCHIA Rovagnate Missaglia Ortsteil Butto 1 Informationen:
Rovagnate
Rovagnate
Missaglia
Missaglia

Ortsteil Butto 1 Informationen: Consorzio di Gestione Parco regionale di Montevecchia e Valle del Curone Tel. +39 039 9930384 – Fax +39 039 9930619 - www.parcocurone.it - info@parcocurone.it

Der Park hat eine Fläche von etwa 2350 Hektar und das Gebiet umfasst ganz oder zum Teil die 10 Ge- meinden Cernusco Lombardone, Lomagna, Missaglia, Montevecchia, Olgiate Molgora, Osnago, Perego, Rovagnate, Sirtori und Viganò.

Der Park ist kein Vollreservat, sondfern ein sehr vielschichtiges Gebiet mit Orten von bedeutendem na- turalistischem Interesse, aber auch Ortschaften, Produktionsstätten, für die Landwirtschaft und Viehzucht genutzten Bereichen sowie architektonischen Monumenten von großem künstlerischen und kulturellen Wert.

G Öffnungszeiten der Parkbüros: Montag, Mittwoch, Donnerstag und Freitag 9.00-12.30 Uhr, Samstag 9.00-12.00 Uhr.

und Freitag 9.00-12.30 Uhr, Samstag 9.00-12.00 Uhr. PARK-ZENTRUM CASCINA CA’ SOLDATO Ortsteil Cà del Soldato

PARK-ZENTRUM CASCINA CA’ SOLDATO

Ortsteil Cà del Soldato Informationen:

Tel. +39 039 5311275 - +39 039 9930384 - Fax +39 039 9930619 www.parcocurone.it - info@parcocurone.it

Das Zentrum verfügt über ein kleines Museum, in dem die im Park heimische Fauna sowie die verschiede- nen natürlichen Umgebungen präsentiert werden. Geöffnet samstags und sonntags.

DER NATURPARK MONTE BARRO Der Monte Barro ist unter 1000 Meter hoch, stellt jedoch ein

DER NATURPARK MONTE BARRO

Der Monte Barro ist unter 1000 Meter hoch, stellt jedoch ein bedeutendes Naturreservat dar, das zum Regionalpark ernannt wurde. Auf dem Berg können beachtliche Ablagerungen, Findlinge und Moränenmaterial beobachtet werden. Aus naturalistischer Sicht besonders interessant ist die Vielfalt der Flora mit über 1000 Arten. Auf dem Territorium des Naturparks werden seit diver- sen Jahren archäologische Ausgrabungen vorge- nommen, die eine umfangreiche Siedlung sowie ein beeindruckendes Verteidigungssystem aus goti- scher Zeit (5. und 6. Jh. n. Chr.) zutage brachten. Auf einem entsprechenden Rundgang können die bisher ausgegrabenen archäologischen Funde besichtigt werden.

Der Naturpfad

Monte Barro

Der gesamte Naturpfad kann in ca. zweiein- halb Stunden zurückgelegt werden. Schon nach wenigen Metern bieten sich einige eindrucksvolle Ausblicke auf die Brianza, in- sbesondere auf den Lago di Annone und im Nordwesten die charakteristischen Spitzen der Gebirgsgruppe Corni di Canzo. Auf ei- nigen Schildern sind die Haupteigenschaften des Parks wie seine Geologie, Geomorpho- logie, Flora und Fauna beschrieben.

ZU BESICHTIGEN

REGIONALER NATURPARK MONTE BARRO – GALBIATE

ZU BESICHTIGEN REGIONALER NATURPARK MONTE BARRO – GALBIATE Via Bertarelli 11, zu Villa Bertarelli Informationen: Tel.

Via Bertarelli 11, zu Villa Bertarelli Informationen: Tel. +39 0341 542266 - www.parcobarro.it - info@parcomontebarro.191.it

ARCHÄOLOGISCHER PARK UND ANTIQUARIUM - MONTE BARRO (Tel. +39 0341 240215)

Archäologische Ausgrabungen (im Freien) Piani di Barra. Das Antiquarium ist ein Museum mit archäologischen Funden, zu Eremo geöffnet.

ETHNOGRAFISCHES MUSEUM BRIANZA NORD - CAMPORESO (Tel. +39 0341 240193)

Das Museum zeigt Gegenstände, Aufzeichnungen mündlicher Überlieferungen, Bilder und Schriften werden. Diese Zeu- gnisse sind von fundamentaler Bedeutung für das Verständnis der Praktiken, des Wissens, der sozialen Beziehungen und Bräuche der Menschen, die einst in der historischen Brianza gelebt haben.

ORNITOLOGISCHES OBSERVATORIUM - COSTA PERLA (Tel. +39 0341 542598)

Einrichtung für wissenschaftliche und didaktische Arbeit zum Studium der Vogelmigration.

und didaktische Arbeit zum Studium der Vogelmigration. ZENTRUM FÜR HEIMISCHE FLORA - GALBIATE Informationen: Tel.

ZENTRUM FÜR HEIMISCHE FLORA - GALBIATE

Informationen: Tel. +39 0341 242828 - Fax +39 0341 240216 - centroflora@parcobarro.it

Zentrum für experimentelle Studien der Region Lombardei mit dem Hauptziel, den Bestand an heimische Pflanzen zu erhalten.

EINRICHTUNGEN FÜR DIE SOZIALE UND KULTURELLE NUTZUNG DES PARKS

- Centro Parco (Park-Zentrum) für Naturkunde am Eremo

- “Baita Pescate“ (Berghütte Pescate) mit einem Besucherzentrum und didaktischen Aktivitäten. Geöffnet mittwochs und an allen Sonn- und Feiertagen, einschließlich Restaurant.

- “Baita di Pian Sciresa“ (Berghütte Pian Sciresa), Restaurant donnerstags und sonntags geöffnet.

- “Baita Alpina“ (Berghütte Alpina) im Ortsteil Barra Superiore, Restaurant von Ostermontag bis Ende September an allen Sonn- und Feiertagen geöffnet.

AUF DEN SPUREN DER ROMANIK UM LECCO

Aufgrund der Lage in einem Randgebiet stammen die Zeugnisse der romanischen Epoche in der Pro- vinz Lecco aus einer weiteren Zeitspanne als der für diese Ära gewöhnlichen. Mit dem intensiven Kirchenbau, vor allem vom 16. bis 19. Jahrhun- dert, wurden romanische Bauten oftmals zerstört oder verändert, sodass heute oft nur noch aus ih- rem Zusammenhang gerissene, isolierte Elemente sichtbar sind, wie beispielsweise der Glockenturm San Giorgio in Annone Brianza. Zu den bedeutendsten Zeugnissen romanischen Stils gehört die auch aus künstlerischer Sicht be- merkenswerte Basilika San Pietro al Monte mit dem Oratorium San Benedetto in Ci- vate. Hierbei handelt es sich um eins der bedeu- tendsten romanischen Monumente der Lombardei. Der Komplex kann nur zu Fuß über einen Saum- pfad erreicht werden, der in Civate am Kloster San Calocero beginnt. Die Kirche Calocero im Tal aus dem 9. Jahrhundert wurde anlässlich der Überführung der Reliquie des Heiligen erbaut. Sie wurde stark umgebaut und von der Originalstru- ktur sind nur noch das erhöhte Presbyterium, die romanische Krypta sowie die Freskenmalereien aus dem 11. Jahrhundert erhalten. Die Basilika San Pietro in ihrer heutigen Form besteht aus zwei separaten Elementen: der eigen- tlichen Kirche und einem kleinen Oratorium, das dem Heiligen Benedikt geweiht ist. Die Kirche enthält wunderschöne Stuckdekorationen und Fre- skenmalereien aus dem 12. Jahrhundert. Insbe- sondere die große Freske der Apokalypse und die Stuckarbeiten an der Krypta sowie an dem beein- druckenden Zyborium des Altars sind unschätzbar wertvolle Zeugnisse der lombardischen Kunst aus dieser Zeit. Die Spuren der Ursprünge verlieren sich in der Vergangenheit. Erste Dokumente, in denen die Gemeinde Erwähnung findet, stammen aus dem 8. Jahrhundert und Überlieferungen zu- folge geht die Weihung auf die langobardische Epoche zurück. Die Kirche San Pietro, die mögli- cherweise auf einer bestehenden Struktur aus dem 9. Jahrhundert erbaut wurde, stammt aus dem 11. Jahrhundert. Die Zugangstreppe wurde dem Originalbau jedoch später hinzugefügt. Die Kir- che hat einen rechteckigen Grundriss mit jeweils einer Apsis an den kurzen Seiten. An der Ostapsis befindet sich der Zugang, dem eine halbrunde, zweistöckige Galerie mit ein- und zweibogigen Fenstern vorgabaut ist. Unter der Galerie befindet sich eine Krypta. Über dem Eingangsportal ist eine Freskenmalerei zu sehen, die Jesus darstellt, wie er dem Heili- gen Petrus das Buch und dem Heiligen Paulus die Schlüssel übergibt. Die Skulpturen, Malereien und Stuckdekorationen im Inneren stammen aus der Zeit zwischen dem ausgehenden 11. Jahrhundert und dem ersten Viertel des 12. Jahrhunderts und stellen die Apokalypse sowie das Jüngste Gericht dar. Auch die Stuckdekorationen am Ziborium stellen einige Figuren aus der Apokalypse dar. Über der Ost-Apsis stellt eine Freske die Rückkehr

San Pietro al Monte - Civate
San Pietro al Monte - Civate

PFARRKIRCHE SAN PIETRO AL MONTE UND ORATORIUM SAN BENEDETTO

Informationen:

Pfarrei:

Tel. +39 0341 550711 info@amicidisanpietro.it

Für Führungen: Ass. Amici di San Pietro Tel. +39 346 3066590

Erreichbar nur zu Fuß in etwa einer Stunde über einen Pfad (Höhenunterschied 300 m).

VIRTUELLES MUSEUM FÜR ROMANIK c/o Casa del Cieco

Informationen:

Novantiqua Multimedia Tel. +39 0341 493392 Fax +39 0341 251228 Cell. +39 333 3001638 E-mail: paolo@promo.it

AUF DEN SPUREN DER ROMANIK UM LECCO

des Christus am Ende aller Zeiten sowie den Sieg über den Drachen der Apokalypse dar. An den Seiten des Kirchenschiffes führen zwei symmetri- sche Treppen zur Krypta mit Stuckdekorationen, die das Leben Christi und der Madonna darstellen. Fast genau gegenüber der Kirche erhebt sich das Oratorium San Benedetto, das wahrscheinlich zur gleichen Zeit errichtet wurde. Im Inneren ist das seltene Beispiel eines Altars erhalten, der an drei Seiten mit Fresken von lokalen Malern geschmückt ist (10.-12. Jh.).

Die Pfarrkirche Santa Eufemia und das Baptisterium San Giovanni Battista in Oggiono Die einschiffige Kirche wurde im 11. Jahrhundert geweiht und im 17. Jahrhundert komplett umgebaut. Im Inneren sind wertvolle Malereien verschiedener Epochen zu sehen, unter anderem eine Freske von Andrea Appiani und ein Polyptichon mit 10 Tafe- ln von dem bedeutenden Leonardo-Schüler Marco d’Oggiono, das als eins der kostbarsten Werke der Brianza erachtet wird. Das angrenzende Baptisterium ist von den Umbauten des 17. Jahrhunderts verschont geblieben und gehört nicht nur zu den am besten erhaltenen, sondern auch im Allgemeinen zu den bedeutendsten romanischen Monumenten der Lom- bardei. Der Bau mit achteckigem Grundriss hat eine einzigartige Kuppel aus Tuffstein. Im kreisförmigen

Kirche di Sant’Eufemia und Baptisterium di San Giovanni

Informationen:

Associazione Archeologica Oggiono dionigi@marcodoggiono.com

Pfarrei Santa Eufemia Tel. +39 0341 576145

Gemeindeverwaltung Tel. +39 0341 266416 - + 39 0341 266411

Stadtbibliothek - Tel. +39 0341 576671

Bereich des Innenraums wurde das Original-Taufbe- cken mit einem darunter befindlichen Auffangbehälter für das Wasser gefunden. Die große Apsis wird durch drei einbogige Fenster beleuchtet. Im Rahmen jüngster Restaurierungsarbeiten wurden an den Wän- den Freskenmalereien aus der Zeit zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert sowie im Presbyterium Überreste antiker Fresken aus dem 13. Jahrhundert entdeckt.

Baptisterium San Giovanni Battista - Oggiono
Baptisterium San Giovanni Battista - Oggiono

DIE BRIANZA BEI LECCO UND IHRE VILLEN

Merate hat einen gut erhalte- nen historischen Stadtkern mit Bauten aus dem 18. Jahrhun- dert. Besonders bemerkenswert ist der Palazzo Prinetti mit sei- nem runden Turm, der sich von dem massiven viereckigen Bau erhebt. Nicht weit entfernt von der Villa Subaglio mit franzö- sisch angelegtem Park auf dem Hügel San Rocco wurde 1927 die Sternwarte (Osservatorio Astronomico) von Merate eröf- fnet. Der Komplex besteht aus verschiedenen Gebäuden, in denen die Bibliothek und La- bors untergebracht sind, sowie zwei großen Kuppeln mit modernen Spiegelteleskopen und Refraktoren, die zu den größten Europas zählen. Mit der Villa Montebello, die im 18. Jahrhundert den Grafen Orsini gehörte und einen ita- lienischen Garten sowie Werke von Velasquez und Murillo be- herbergt, beginnt die Vorstadt von Merate, die der antike Mailänder Adel für den Bau prunkvoller Villen auserwähl- te. Besonders bemerkenswert ist die Villa Belgioioso, die als höchster Ausdruck des lom- bardischen Villenbaus gilt. In der Regel stehen diese Villen in einem sehr engen Zusam- menhang mit ihrer Umgebung, ihren Parks und der Landschaft. Die Sorgfalt bei der Gestal- tung der Bauten spiegelt sich auch in den jeweiligen Parks wider, sodass man schon von Außen auf den Prunk im Inne- ren schließen kann. Einige Bei- spiele hierfür sind Villa Floriani,

Sternwarte - Merate
Sternwarte - Merate

Rationalismus und Spiritualität

Eine Reise durch die Jahrhunderte: Rationalismus und Spiritualität

Auf dem Hügel Sabbioncello in der Nähe von Merate erhebt sich das Kloster Santa Maria Nascente, das ursprünglich in spätgotischem Stil erbaut und um das 16. Jahrhundert umgestaltet wurde. In dem Naturreservat Sartirana, einer Oase von großem naturalistischen Interesse, befindet sich die Kirche San Pietro Apostolo, die nach einem Projekt des Schweizer Architekten Mario Botta erbaut wur- de (begonnen 1987 und eingeweiht 1995) und zu den bedeutendsten Zeugnissen des Rationalismus in der Architektur zählt. Die Kirche mit quadratischem Grundriss, in den ein Kreis eingearbeitet ist, und einem großen Kirchplatz ist aus unverputzten roten Ziegelsteinen realisiert und am Boden wechseln sich Steinplatten mit Leisten aus schwarzem Marmor ab. »Dieses architektonische Juwel kennzeichnet das Gebiet mit einer innovativen Auffassung von Raum und Kult, die dem Schritt der Zeit folgt und gleichzeitig den spirituellen Bedürfnissen Rechnung trägt.

DIE BRIANZA BEI LECCO UND IHRE VILLEN

Villa De Capitani und vor allem der wunderschö- ne englische Garten der Villa Arese Lucini. Die Umgebung von Casatenovo beeindruckt durch die besonders zahlreiche Präsenz von Villen mit Stilgemischen, wie Villa Lurani Cernuschi, Villa Ca- sati Facchi, Villa Greppi, Villa Vismara und Villa d’Adda Mariani. Aber auch das künstlerische Erbe von Casatenovo ist beachtlich, insbesondere das Oratorium Santa Margherita (12. Jh.) mit Freskenmalereien aus dem

15. Jahrhundert, die Pfarrkirche San Giorgio, die

zu den bedeutendsten klassizistischen Bauten der Brianza zählt, sowie das Oratorium Santa Giu- stina aus dem 15. Jahrhundert mit einem Giebel-

turm und Freskenmalereien vom Anfang des 16.

Jahrhunderts. In Monticello Villa Greppi-Arrigoni, die aus dem 18. Jahrhundert stammt aber später in klassizistischem Stil stark umgebaut wurde, sowie Villa Nava-Radice, ebenfalls im klassizistischen Stil nach einem Projekt von Canonica mit Terras- sengarten und Zitronenhaus. Diese Gegend bietet auch ein interessantes Naturgebiet: „La Valletta“, ein Areal in 300 Metern Höhe mit den unverfäl- schten Charakteristiken der lombardischen Ebe- ne, das sich in die Moränenhügel der oberen Brianza einbettet. Diese interessanten Natur- und Landschaftsaspekte können auf einem etwa 16 Kilometer langen Wander- bzw. Radwanderweg entdeckt werden. Das Gebiet Valletta wird maßge- blich landwirtschaftlich genutzt.

Valletta wird maßge- blich landwirtschaftlich genutzt. Villa Belgioioso - Merate Diese Villa ist eins der

Villa Belgioioso - Merate

Diese Villa ist eins der bemerkenswertesten Beispiele für den Geschmack der Mailänder Gesellschaft im

18. Jahrhundert. Die heutige Erscheinung ist das Ergebnis einer langen Reihe architektonischer Eingriffe an

der ursprünglichen Häusergruppe aus dem 16. Jahrhundert. Aus dem 18. Jahrhundert stammt das heutige Aussehen mit dem neuen Eingang und der Zypressenallee, während der italienische Garten aus dieser Zeit später durch einen englischen mit romantischem Anklang ersetzt wurde. Die Fassade beeindruckt mit den verschiedenen Fensterrahmen, die im Erdgeschoss nüchtern und fast klassizistisch wirken, während die der oberen Etagen, linear, fast wie einfache Simse, dazu im Kontrast stehen.

Villa Greppi - Monticello

Via Monte Grappa 21 – Informationen: Tel. +39 039 9207160 – www.villagreppi.it Dieser großartige klassizistische Bau gehörte einst der Adelsfamilie Casati, dessen letzter Nachkomme, Marchese Francesco Casati, bis zu seinem Tod im Jahr 1837 hier jeden Winter verbrachte. Anschließend ging die Villa in den Beitz der Familien Greppi, Ponti und schließlich der Gemeinde über. Der Name des Architekten ist nicht bekannt, vermutlich wurde die Villa in den ersten Jahren des 19. Jahrhunderts gebaut. Die Residenz hat einen monumentalen, streng gehaltenen Eingang mit drei Bögen in klassizistischem Stil, zu dem man über eine Allee gelangt. Der Innenhof wird an der dem Eingang gegenüberliegenden Seite vom Herrschaftshaus begrenzt. Das Innere ist reich an sehr geschmackvollen und erlesenen Dekorationen. Offen auf Anfrage nur für Gruppen und Schulen oder wegen Veranstaltungen.

Villa Sommi Picenardi - Olgiate Molgora

Via Castello 2 – Informationen: Tel. +39 039 508333 - +39 335 6632531 – www.villasommipicenardi.it Diese Villa ist eine der bedeutendsten Residenzen der Brianza und wurde in ihrer ursprünglichen Form im Mittelalter gebaut. Nach mehreren Umbauten wurde sie im 17. Jahrhundert restauriert. Im Jahr 1702 wurde die kleine Kirche errichtet. Einen würdigen Rahmen bildet der prächtige italienische Garten (er wird auch „geheimer Garten“ genannt, weil er vom Haupttor aus nicht sichtbar ist), die lange, von Pappeln gesäumte Zufahrtsalle und das Eingangsportal mit zwei Säulen. Den Garten schmücken kugelförmig beschnittene Buchsbaumsträucher und Wasserbecken mit kleinen Springbrunnen. Unter einer der Freitreppen befindet sich ein Nymphäum in einer kleinen Höhle. An verschiedenen Stellen sieht man Amphoren und barocke Statuen, die Faune und mythologische Figuren darstellen. Der romantische Park mit wertvoller Bepflanzung an der Frontseite wurde Ende des 19. Jahrhunderts angelegt. Unter anderem gibt es hier eine etwa 190 Jahre alte orientalische Platane, die als „lebendes Monument“ erachtet wird. Die Familie Sommi Picenardi erwarb die Villa im Jahr 1920. Die Gärten können nur auf Anfrage besichbigt werden.

DER HISTORISCHE KERN DER BRIANZA

In Barzago, in der mittleren Brianza, wo sich die Verbindungsstraßen zwischen Como und Mailand

kreuzen, befindet sich die Wallfahrtskirche Santa Maria Nascente mit einer eleganten Barockfassade, das Zentrum der Marienanbetung schlechthin. In der Nähe dieses Wallfahrtsortes, der nach dem hier fließenden Wildbach in der Antike auch Madonna d’Imbevera genannt wurde, gab es ein Tabernakel der Heiligen Jungfrau, das den Ruf der Wundertätigkeit hatte und von den Bewohnern der Gegend besonders verehrt wurde. Im Ortsteil Verdegò befindet sich die Kirche Santi Giovanni e Paolo mit einem wertvollen Altarbild und einer Kreuzgung aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Im Außenbereich ist ein Steingrab aus dem 3. oder 4. Jahrhundert nach Christus zu sehen. Auch in der Wallfahrtskirche von Barzago, ebenso wie in der Madonna del Carmine in Bulciago, gibt es Hinweise auf antike heidnische Rituale des Totenkults und Steingräber in unmittelbarer Nähe der Kirchen. Die Felsblöcke wurden in der römischen Zeit als Sarkophage benutzt und nach einem antiken Ritual des Erbarmens mit vor Ort gesammeltem Regenwasser gewaschen, das als wundertätig erachtet wurde. An der Südgrenze der Provinz Lecco erstreckt sich eine sanft gewellte Hügellandschaft. Hier gibt es zahlreiche Adelsvillen mit luxuriösen Parks, aber auch interessante Ortschaften wie Cassago Brianza mit einer Art „archäologischem Park“, wo zwei Steinsarkophage zu sehen sind, sowie einem Brunnen, der Sant’Agostino genannt wird und möglicherweise zu einer römischen Villa gehörte. In Bulciaghetto, einem Ortsteil von Bulciago, befindet sich das Oratorium Santo Stefano (18.-19. Jh.) mit einem einzigen Schiff und ohne Apsis, ein in ganz Europa seltenes Zeugnis der karolingischen Epoche. In Barzanò hingegen finden wir bedeutende Zeugnisse der „lombardischen Romanik“ wie das Pfarrhaus San Salvatore, das auf antiken Fundamenten eines anderen Tempels aus römischer Zeit errichtet und im Mittelalter ausgebaut wurde. Im Inneren sind zwei Altare für heidnische Opferkulte, ein achteckiges Taufbecken sowie Freskenmalereien erhalten, die derzeit restauriert werden. In dem Park, in den das Pfarrhaus integriert ist, gibt es außerdem Überreste einer Feudalburg und die klassizistische Privatvilla Mozzi mit botanischem Park und einem italienischen Garten. Ebenfalls in Barzago kann das Mausoleum des Patrioten Luciano Manara besichtigt werden. Steigt man die Hügel am Tal von Rovagnate bis zu dem 877 Meter hohen Monte Crocione hinauf, gelangt man zum Gebiet des Monte di Brianza mit Gehöften und Gemeinden seltener Schönheit. Weiter oben in Villa Vergano beeindruckt besonders der Ortsteil Figina mit Überresten eines der ersten Kluniazenserpriorate, S. Nicola, das 1107 gegründet wurde und in dessen Nachlass erstmalig der Name Brianza erwähnt wird. Dieser Name, der sich später in der gesamten Region verbreitete, stammt wahrscheinlich von diesen Hügeln und weist auf den keltischen Ursprung („Berg“) hin, so als wären dies die „Berge par excellence“. Bei Anfahrt aus Mailand liegt Perego im Norden auf

SanSan GenesioGenesio
SanSan GenesioGenesio

Die Gebiete Monte di Brianza und San Ge- nesio mit ihren Hügellandschaften in 800 bis 900 Metern Höhenlage bietet zahlreiche Ausflugsmöglichkeiten.

Entstanden sind diese Anhöhen mit Gewis- sheit aus Gletscherbewegungen. Daher gibt es in der Gegend auch Findlinge, die in der letzten Eiszeit von den Alpengletschern ins Tal transportiert wurden. Der Naturpark gehört bereits zum Gebiet der Voralpen und die Landschaft besteht größtenteils aus Hügeln mit Eigenschaften von großem historisch-natura- listischem Interesse wie Wälder, die sich mit bebauten Feldern und Terrassierungen abwe- chseln, auf denen Wein und Maulbeerbäume angebaut werden.

Es gibt viele Zeugnisse einer blühenden Bau- ernkultur. In allen Orten des Gebirgskammes findet man alte Ställe mit gemauerten Scheu- nen sowie verschiedene Gemeinschaftsbe- reiche wie Waschküchen, Backöfen und alte Weinkeller. Ein bedeutendes Zeugnis der reli- giösen Kultur ist das Einsiedlerkloster S. Gene- sio aus dem Jahr 960 nach Christus.

den ersten Hügeln der Brianza an der gleichnamigen Fernstraße. Dies ist das Gebiet des Monte di Brianza, jener Hügellandschaft, die im Südosten der „Martesana Superiore“ liegt. Von den historischen Ereignissen von Perego ist wenig bekannt, obwohl es im historischen Kern Reste einer antiken Befestigung, einen Kreuzgang aus dem 15. Jahrhundert und eine Kirche gibt, die vermutlich aus dem 13. Jahrhundert stammt. Sehenswert ist der Turm von Perego. Diese mittelalterliche, auf einem grünen Hügel liegende Ortschaft war die Heimat von Leone, Erzbischof von Mailand (1241-1257), der sich für den Adel einsetzte und die ketzerischen Rebellionen bekämpfte. Im Ort können die Burg, die antike Kirche San Giovanni Evangelista sowie der wunderschöne Kreuzgang neben der neuen Pfarrkirche besichtigt werden. Die drei Seiten des Kreuzganges bilden einen soliden Bau, der aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts stammt, wie die Jahreszahl 1553 bezeugt, die in einen Granitsturz am Eingang des großen Kellers gemeißelt ist. Der Komplex integriert jedoch auch antikere Elemente. Hieraus könnte man auf eine der ältesten Herrschaftsresidenzen der Brianza schließen. Weiter untermauert wird diese Vermutung durch die Freskenmalerei mit Adelswappen, das dem Ritter Gianluca gehört haben könnte. Dieser war ein Hauptmann von Gian Giacomo Medici (Medeghino), der in der Brianza zwischen 1527 und 1531 blutige Konflikte ausgetragen hatte.

DER HISTORISCHE KERN DER BRIANZA

Kreuzgang - Perego
Kreuzgang - Perego

Der Hang, der zu dem Wildbach Bevera weist, beeindruckt mit zahlreichen kleinen Seen und vielfältigen Landschaften mit antiken Siedlungen, die zu den Gemeinden Castello und Colle Brianza gehören. Die Gemeinde Castello di Brianza besteht aus zahlreichen Ortsteilen. In Brianzola gibt es in der Nähe des Friedhofes Überreste einer Burg. Diese soll laut Überlieferung der lombardischen Königin Theudelinde gehört haben, die fast überall in der Region der nördlichen Lombardei sehr populär war und noch ist. Aber auch die antiken Klöster haben in der ganzen Region ihre Spuren hinterlassen. Bemerkenswert ist das Kloster S. Maria Hoè, das 1456 dem Orden der Diener Mariens anvertraut und in den ersten Jahren des 17. Jahrhunderts auf den Fundamenten einer alten Kirche aus dem 13. Jahrhundert neu aufgebaut wurde. Im Inneren gibt es Leinwände von Camillo Procaccini, Freskenmalereien von Fiamminghino und weitere von Ferrano aus dem 18. Jahrhundert.

Die Königin Theudelinde soll auch den Bau des Turms veranlasst haben, der die schöne Anhöhe zwischen Cologna und Piecastello dominiert und Campanone di Brianza genannt wird. Der hohe Turm ist die umgebaute Variante (1888) des Glockenturms der Kirche S. Vittore aus dem 17. Jahrhundert und wurde aufgrund seiner Lage in 625 Metern und der guten Sicht über die gesamte Umgebung vermutlich als Wachturm genutzt, um die zahlreichen Angriffe ausländischer Armeen im 17. und 18. Jahrhundert abzuwehren. Die Brianza ist sicherlich ein ideales Rieseziel um Entspannung und Vergnügen in aller Ruhe zu verbringen. In einer Oase von Natur und Kunst, gibt es eine Reihe von verschiedenen SPA, einige sind mit den innovativsten Hotels verbunden, welche jede Art von Behandlugen anbieten, von einem einfachen erholsamen Aufenthalt nach wenigen Kilometer aus Mailand.

ZU BESICHTIGEN

STERNWARTE - MERATEnach wenigen Kilometer aus Mailand. ZU BESICHTIGEN Via E. Bianchi, 46 Informationen: Tel. +39 039 5971100

Kilometer aus Mailand. ZU BESICHTIGEN STERNWARTE - MERATE Via E. Bianchi, 46 Informationen: Tel. +39 039

Via E. Bianchi, 46 Informationen: Tel. +39 039 5971100 - Fax +39 039 5971001 - www.merate.mi.astro.it

STÄDTISCHES MUSEUM FÜR NATURGESCHICHTE “DON MICHELANGELO AMBROSIONI“ - MERATE039 5971100 - Fax +39 039 5971001 - www.merate.mi.astro.it Via Collegio A. Manzoni, 45 Informationen: Museum

NATURGESCHICHTE “DON MICHELANGELO AMBROSIONI“ - MERATE Via Collegio A. Manzoni, 45 Informationen: Museum Tel. +39

Via Collegio A. Manzoni, 45 Informationen: Museum Tel. +39 039 9908636; Bibliothek Tel. +39 039 9903147 www.comune.merate.lc.it - biblioteca.civica@comune.merate.lc.it

Eine Sammlung von Exponaten aus der Botanik, Zoologie und Mineralogie sowie eine spezielle Sektion für Fossilien.

DER HISTORISCHE KERN DER BRIANZA

KLOSTER SABBIONCELLO – MERATEDER HISTORISCHE KERN DER BRIANZA Via Sant’ Antonio da Padova, 5 Informationen: Tel. +39 039 9902765

HISTORISCHE KERN DER BRIANZA KLOSTER SABBIONCELLO – MERATE Via Sant’ Antonio da Padova, 5 Informationen: Tel.

Via Sant’ Antonio da Padova, 5 Informationen: Tel. +39 039 9902765

Franziskaner Männerkloster. Die Auflösungsurkunden weisen daraufhin, dass dieses Kloster 1540 gegründet worden war. Die kleine Kirche Santa Maria di Sabbioncello gehörte zuerst dem Orden von Amadeo Lusitano, danach (1568) den Observanten und zuletzt (1588) den reformierten Franziskanern, die das Kloster restaurierten und verschönerten. Man kann noch heute das Messenregister des Ordens und die Handelsbücher der Jahren 1799 bis 1810, als das Kloster geschlossen wurde, sehen.

KLOSTER SANTA MARIA DELLA MISERICORDIA – MISSAGLIA1799 bis 1810, als das Kloster geschlossen wurde, sehen. Via della Misericordia, 3 Per informazioni: Ass

sehen. KLOSTER SANTA MARIA DELLA MISERICORDIA – MISSAGLIA Via della Misericordia, 3 Per informazioni: Ass Amici

Via della Misericordia, 3 Per informazioni: Ass Amici del Monastero - www.monasterodellamisericordia.it Stadtgemeinde Comune di Missaglia Tel. +39 039 9241232 - +39 039 9241900

Dieses Gebäude wurde 1498 geweiht und war bis zur napoleonischen Vermögensbeschlagnahme ein Treffpunkt für die Einwohnergemeinschaft: An seinem Platz fand sogar der Markt statt. Die einschiffige Kirche ist von goti- schen Querbögen unterteilt; die Decke ist aus Holz. Der Baustil ist spätgotischm zeigt aber auch Nachbauten vom 18. Jh. Die Fresken sind von Vincenzo Foppa und Morazzone.

PARK BELVEDERE MARTIZAY - PARK “LA LIMONERA” - MONTICELLO18. Jh. Die Fresken sind von Vincenzo Foppa und Morazzone. Via Sirtori Informationen: Comune di Monticello

BELVEDERE MARTIZAY - PARK “LA LIMONERA” - MONTICELLO Via Sirtori Informationen: Comune di Monticello Tel. +

Via Sirtori Informationen: Comune di Monticello Tel. + 39 039 9231616

Der Park ist ein wunderschönes Naturgebiet mit weiten Ausblicken über die Poebene und die Apeninen. Darüber hinaus herrscht in dieser Gegend ein besonders mildes Mikroklima, sodass auch Olivenhaine und mediterrane Kräuter gedeihen. In der Kirche und dem nahen Rathaus können Werke von Aligi Sassu besichtigt werden (Freskenmalereien von der Kreuzigung und der Via Crucis). Die Bibliothek ist in dem ehemaligen Zitronen- Gewächshaus untergebracht, von dem auch der Name „La Limonera“ abstammt, die zu den angrenzenden Villa Nava gehört. Villa Nava ist adels Wohnsitz in den ersten Jahrzehnten des 19 Jahrhunderts.

PARK VILLA FACCHI - CASATENOVOWohnsitz in den ersten Jahrzehnten des 19 Jahrhunderts. Via Castelbarco 7 Informationen: Biblioteca Tel. +39 039

des 19 Jahrhunderts. PARK VILLA FACCHI - CASATENOVO Via Castelbarco 7 Informationen: Biblioteca Tel. +39 039

Via Castelbarco 7 Informationen: Biblioteca Tel. +39 039 9202959

KIRCHE SANTA MARGHERITA - CASATENOVOCastelbarco 7 Informationen: Biblioteca Tel. +39 039 9202959 Informationen: Segr. Comunale Tel. +39 039 9235212

Tel. +39 039 9202959 KIRCHE SANTA MARGHERITA - CASATENOVO Informationen: Segr. Comunale Tel. +39 039 9235212

Informationen: Segr. Comunale Tel. +39 039 9235212

KRIPPEN-MUSEUM - OSNAGOInformationen: Segr. Comunale Tel. +39 039 9235212 Informationen: Tel. +39 039 58129 Ausstellung antiker und

Segr. Comunale Tel. +39 039 9235212 KRIPPEN-MUSEUM - OSNAGO Informationen: Tel. +39 039 58129 Ausstellung antiker

Informationen: Tel. +39 039 58129

Ausstellung antiker und moderner, künstlerischer Weihnachtskrippen aus aller Welt.

SAMMLUNG DES KUNSTHISTORISCHEN VERBANDES S. AGOSTINO - CASSAGO BRIANZAmoderner, künstlerischer Weihnachtskrippen aus aller Welt. Via don Giovanni Motta 2 Tel. +39 039 958105 -

KUNSTHISTORISCHEN VERBANDES S. AGOSTINO - CASSAGO BRIANZA Via don Giovanni Motta 2 Tel. +39 039 958105

Via don Giovanni Motta 2 Tel. +39 039 958105 - +39 039 9211671 - + 39 340 8618831 - www.cassiciaco.it - info@cassiciaco.it

Die Sammlung enthält zahlreiche archäologische Funde jüngster Ausgrabungen. Die Objekte stammen aus gallisch-keltischer Zeit vom 2. Jahrhundert vor Christus bis zur römisch-barbarischen Epoche.

LITHURGISCHES MUSEUM - CALCOvor Christus bis zur römisch-barbarischen Epoche. Via Chiesa 2 Informationen: Chiesa Prepositurale di San

römisch-barbarischen Epoche. LITHURGISCHES MUSEUM - CALCO Via Chiesa 2 Informationen: Chiesa Prepositurale di San

Via Chiesa 2 Informationen: Chiesa Prepositurale di San Virgilio Tel. +39 039 508472

Das Museum präsentiert Objekte vom 17. Jahrhundert bis zur heutigen Zeit und verfügt über ein historisches Archiv aus dem 16. Jahrhundert.

BURG CASIGLIO – ERBA

DIE SEEN DER BRIANZA

Dort wo die Ebene die Berge des Comer Dreiecks berührt, finden wir nebeneinender fünf kleine Seen, umgeben von sanften Hügeln: Lago di Montorfano, Lago di Alserio, Lago di Pusiano, Lago di Annone und südlich von Lecco den Lago di Garlate, der von der Adda gebildet wird. Dank der vielen Wege und kleinen Straßen zwischen Rohr und Wäldern kann man an all diesen Seen wunderbar wandern, Fahrrad fahren oder auch reiten. Es gibt kleine Strände und Picknickplätze und man kann mit dem Boot – selbstverständlich ohne Motor – die ruhigen und fischreichen Gewässer befahren, um die Schönheit dieser Orte in vollen Zügen zu genießen. Aufgrund der Nähe zu primären Verkehrsadern und Flughäfen ist die Gegend ein beliebtes Ziel für Touristen und Ausflügler, die die Seen von allen Seiten erreichen. An dem winzigen See bei Montorfano, der Naturschutzgebiet ist, befinden sich die Villa Barbavara aus dem 18. Jahrhundert und der elegante Golf Club Villa d’Este. Der ist ein Paradies für Schwimmer, die hier besonders sauberes und warmes Wasser vorfinden. Auf dem Hügel, der den kleinen Ort dominiert, sind Überreste einer antiken Burg der Familie Mandelli erhalten. Die Gemeinde Albavilla, mit Gewissheit römischen Ursprungs, befindet sich an einem der schönsten Orte der Brianza. Sie erstreckt sich vom Ufer des Lago Alserio bis zu 1319 Metern Höhe am Monte Bolettone. Im vergangenen Jahrhundert war der Ort ein beliebtes Urlaubsziel, und noch heute wird er von Sonntagsausflügern „bestürmt”, die an sommerlichen Wochenenden die Alpe Vicerè aufsuchen, wo zahlreiche Wanderwege in die umliegenden Berge beginnen. Der Lago di Alserio, der früher mit dem Lago di Pusiano verbunden war, ist von Wiesen umgeben, die bis zu den Ufern reichen. Die Umgebung ist eine wahre Oase für Ausflüge und Picknicks. Die nicht anstrengenden Wege, die sich zum Wandern und Radfahren eignen, führen zu den Orten Merone und Monguzzo. In dem Städtchen Alserio zwischen dem See und dem grünen

Hügelland kann auf dem Hügel Tassera die Villa Cramer bewundert werden. Der Name des Hügels stammt von der berühmten „Schlacht von Tassera“ die im Jahr 1160 zwischen den Mailändern und Barbarossa ausgetragen wurde. An das historische Ereignis erinnert ferner ein Volksfest, das alle zwei Jahre im August stattfindet. Schon Giovanni Segantini würdigte die Schönheit des Lago di Pusiano, indem er die Landschaft und die stillen Rohwälder in seinen Gemälden verewigte. Nicht weniger malerisch zeigt sich der gleichnamige Ort, der außerdem für das spektakuläre Feuerwerk berühmt ist, das sich jedes Jahr anlässlich der Festlichekeiten zu Ehren der Schnee-Madonna (Madonna della Neve) im Wasser de Sees spiegelt. Von der kleinen, der Madonna geweihten Wallfahrtskirche hat man einen atemberaubenden Blick mit der kleinen Insel „Cipressi“ im Vordergrund. Im Ort befindet sich der Palazzo Carpani Beauharnais, in dem im 18. Jahrhundert zunächst Habsburger und später der Stiefsohn Napoleons und italienische Vizekönig Eugenio Beauharnais lebten. Der Lago di Segrino liegt weiter nördlich bereits fast in einer Voralpenlandschaft. Der See, den schon Carlo Emilio Gadda rühmte, der in Longone lebte, gehört zu den am besten ausgestattetsten Orten für die Freizeitgestaltung. Es gibt einen Radweg, auf dem der ganze See umfahren werden kann, einen Bootsverleih mit Tretbooten und Kanus sowie freie, und ausgestattete Strände zum Sonnen.

See Alserio
See Alserio

Ökomuseum

Das Ökomuseum der Berg- und Seegemeinschaft Brianza

Das Projekt „Ökomuseum Berge und Seen der Brianza“ soll die Schönheiten der Natur, der Landschaft und der Umwelt sowie der historischen und Kulturstätten hervorheben, die an den Fleiß der Bewohner, aber auch an die hervorgebrachten Güter gebunden ist. Dieser „universelle“ Wert bezieht sich insbesondere auf die speziellen Ei- genschaften wie die unverwechselbaren und einzigartigen Kulturlandschaften zwischen den Voralpen, der Hügel- landschaft um den Monte di Brianza, den Bergmassiven Corni di Canzo, dem Moregallo und den Voralpenseen am südlichen Fuß der Bergkette. Am Fuß dieser Berge, die architektonische Juwele wie die Kirche San Pietro al Monte sowie Naturoasen wie den Naturpark Monte Barro beherbergen, erstreckt sich die Hügel- und Moränen- landschaft (Monte della Brianza und Seen der Brianza), die zum einen bei der industriellen Entwicklung in den vergangenen zwei Jahrhunderten eine entscheidende Rolle spielte und zum anderen kostbare Kunstschätze der Vergangenheit verwahrt (vom Campanone di Brianza bis zum Baptisterium in Oggiono, von den Patriziervillen aus dem 19. Jahrhundert bis nach Bosisio, dem Geburtsort des Dichters Parini, und natürlich den heute geschlos- senen alten Fabriken, in denen Seide und Eisen hergestellt wurde). Die Gegend zwischen sanften Hügeln, Berg- massiven und Moränenseen entlang der Talschluchten des Cornizzolo und des Monte di Brianza sowie der Hügel und Berge südlich der großen Verkehrsader nach Venedig (Via Postumia) ist reich an Erinnerungen, Abfolgen historischer Ereignisse, malerischen Ausblicken aber auch antiken Berufen. Ein Stückchen Welt zwischen Burgen, kleinen Schluchten und großen Wiesen. Ein Weg durch die Jahrhunderte und eine Wirtschaft, die mal ländlich mal vorindustriell wirkt, alles in einem harmonischen Wechsel entlang der Talstraße. Informationen: Provincia di Lecco - Segreteria Settore Cultura - Tel. +39 0341 295469 www.provincia.lecco.it - segreteria.cultura@provincia.lecco.it

DIE SEEN DER BRIANZA

Seen der Brianza
Seen der Brianza

Auf den Spuren von Parini in

Bosisio Parini

Auf dem sogenannten Kulturpfad „Pariniano“ kann man den Geburtsort von Giuseppe Parini Bosisio Parini mit einigen Monumenten entdecken, die wichtige Etappen im Leben des Literaten repräsentie- ren: die Kirche, in der er getauft wurde, das Katheder, das er während seiner Lehrtätigkeit in Brera benutzte, bis zum Geburtshaus des Dichters. In Letzterem wurde ein kleines Museum eingerichtet, in dem, wenn auch nicht originale, Gegenstände zu sehen sind, die Teil des damaligen Alltags und der bukolischen Welt waren, an der er sich inspiriert

Museum im Geburtshaus von Giuseppe Parini Informationen: Gemeinde Bosisio - Tel. +39 031 3580511 - www.comune.bosisioparini.lc.it Besichtigungen nach Terminvereinbarung. Eintritt Frei.

Der Lago di Annone, auch Lago di Oggiono genannt, ist mit 5,7 Quadratkilometern der größte der Nebenseen der Brianza und etwa 11 Meter tief. Von der kleinen Halbinsel Isella wird er in zwei Bereiche aufgeteilt. Über die See-Enge führte früher möglicherweise eine Straße auf einem „Pons Longus“ aus großen Steinen. In der Umgebung, besonders zwischen Oggiono, Annone und Bosisio, gibt es große Wiesen, auf denen früher in großem Umfang Torf gewonnen wurde. Bei diesen Grabungen wurden Überreste von Siedlungen aus Pfahlbauten der Polada-Zivilisation (16.-14. Jh. v. Chr.) gefunden. Annone Brianza erstreckt sich entlang des Gebirgsausläufers, der so weit vorsteht, dass er fast die gegenüberliegende kleine Halbinsel Isella berührt, was den See fast in zwei Teile trennt. Nicht weit vom Zentrum befindet sich das Oratorium S. Giorgio aus dem späten 15. Jahrhundert, dessen Freskenmalereien dem Meister der Pala Sforzesca zugeschrieben werden. Hier, in einer der schönsten Gegenden der grünen Brianza am Fuß der lombardischen Voralpen, befindet sich der Golf Club Lecco vor dem Hintergrund der Grigne und des Resegone, der einzige Golfplatz der Provinz.

Auf dem nahen Hügel von Molteno befand sich einst eine Burg, dort, wo heute die Kirche S. Giorgio mit einem Kirchplatz mit Ausblick und einem klassischen Glockenturm von Ambrogio Nava (1846) steht. Die romanische Kirche San Nazaro (12. Jh.) im naheliegenden Garbagnate Monastero mit Skulpturen und Votivbildern wurde auf einem barbarischen Bau errichtet. Aus dieser Zeit wurden hier Reliquiare, Messer und Fibeln gefunden, die heute im Museum von Lecco ausgestellt sind. Hinter der Fernstraße Mailand-Lecco liegt die Gemeinde Costa Masnaga mit zahlreichen Ortsteilen und dazwischen großen Industrieanlagen, wie die Officine di Costa von 1916, die auf die Herstellung von Materialien für die Eisenbahn spezialisiert waren. In den umliegenden Ortschaften Tregolo, Brenno und Centemero stehen massive und mitunter sehr antike Steintürme. Die Türme können besichtigt werden und sind über einen 9 Kilometer langen Weg im Grünen verbunden, der am Fluss Lambro und dem Wildbach Bevera entlangführt. Der Pfad ist beliebt bei Naturfreunden, die ihn zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen.

DIE RADROUTE “CICLOVIA DEI LAGHI”

Die Ciclovia dei Laghi ist eine im Rahmen des Interreg-Projekts Italien / Schweiz entstan- dene Radroute, die die Gebiete Lecco, Como, Varese und Tessin verbindet. Die Route verläuft im Seengebiet, bis Lecco und Varese, und ihr Name, der “Fahrradro- ute der Seen“ heißt, weist auf die 14 Seen, die hier zu finden sind, von den berühmte- sten Maggiore, Como und Ceresio bis zu den kleinsten Moränenseen. Die Route ist 270 km lang, mit einigen Um- wegen kann man eine Länge von 310 km er- reichen und bietet damit 9 touristischen Ra- dwege, dass die Provinzen von Lecco, Como und Varese verbraucht, die einen alternativen aktiven Urlaub zur vollen Entdeckung unseres Gebiets anbieten kann. Die Radwege “zeigen“ die Provinz Como, die oft nur wegen ihrer Seelandschaft bekannt ist, in einer neuen Art und Weise. Der touristisch noch unbekannte Süden darf sich zahlreicher Sehenswürdigkeiten rühmen, die diese Wege entdecken und schätzen las- sen: der erste führt vom Park Pineta in Ap- piano Gentile durch die Stadt Como bis zur schweizerischen Grenze in Maslianico; der zweite geht östlich den Moränenseen Mon- torfano, Annone und Segrino entlang; die Ghisallo-Strecke ist eine Zwangsetappe für Sportler, die sich mit der Radsportgeschichte in einer der bezauberndsten Landschaften der Provinz messen wollen. Die erste der drei Wege in der Provinz Lec- co verläuft im westlichen Gebiet der Brianza Moränenseen Annone und Pusiano; hier sind die Hauptsehenswürdigkeiten die Naturlan- dschaft und die Denkmäler der internationalen Cloister Route, wie das Kloster Lavello in Ca- lolziocorte (die Route geht den Seen Garlate und Olginate entlang, südlich von Lecco). Für diejenigen, die lieber den Comer See en- tlang fahren möchten, gibt es den Weg am östlichen Seeufer, von Lecco bis Colico, wo man zusammen mit dem Radsport auch die lokale Kultur, Geschichte und Küche pflegen kann. www.cicloviadeilaghi.it

Touristische

Informationen:

Lecco via Nazario Sauro, 6 Tel. +39 0341295720 Fax +39 0341295730 www.lakecomo.com e-mail: info.turismo@provincia.lecco.it

Informationen:

Como - piazza Cavour,17 tel. +39 031269712 - fax +39 031240111 www.lakecomo.com e-mail: lakecomo@tin.it

Como - piazza Cavour,17 tel. +39 031269712 - fax +39 031240111 www.lakecomo.com e-mail: lakecomo@tin.it 94
Como - piazza Cavour,17 tel. +39 031269712 - fax +39 031240111 www.lakecomo.com e-mail: lakecomo@tin.it 94
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Das zwischen den Seen und Bergen liegende Erba wurde in äußerst günstiger Lage von den Römern gegründet. Das Territorium erstreckt sich zwischen dem 1100 Meter hohen Gipfel der Capanna Mara, von dem aus der Comer See überblickt werden kann, und den Ufern der Seen Alserio und Pusiano. Das Städtchen und seine Umgebung werden von diversen bedeutenden, religiösen und zivilen, Bauten geschmüc- kt. Besonders bemerkenswert ist die sehr antike Kirche Sant’Eufemia, deren hoher, romanischer Glockenturm als das Symbol von Erba betrachtet wird. Die erste Grundsteinlegung des Baus scheint auf die Mitte des 5. Jahrhunderts zurückzugehen. Im Verlauf der Jahre wurde die Kirche wiederholt stark umgebaut, insbeson- dere im 16. Jahrhundert. Im Inneren gibt es wertvolle Leinwände und ein kostbares, mit einem Christus be- maltes Holzkreuz aus dem 16. Jahrhundert. Aus historischer Sicht besonders interessant ist der antike römisch-mittelalterliche Stadtteil Villincino im Zentrum. Dieses enge und verschachtelte Viertel be- ginnt hinter einem befestigten Tor, das von einem eleganten Doppelbogen überragt wird, und endet unter dem Turm.

DIE BRIANZA BEI COMO

Weitere sehenswerte Monumente sind: das Theater Li- cinium und das Gefallenen-Denkmal. Das spektakuläre Freilichttheater wurde 1929 auf der Anhöhe Licinium errichtet. Es wurde nach griechisch-römischem Vorbild gebaut und, auf Gabriele D’Annunzios Anraten, bietet heute eine interessante Sommersaison, deren Auf- führungen das eindrucksvolle Ambiente hervorheben. Das Gefallenen-Denkmal wurde vom razionalistischen Architekten Terragni geplant und kennzeichnet sich für seine lange, steile Steintreppe.Auf den ersten Ausläu- fern der umliegenden Berge liegen die Parks antiker Villen wie Villa Amalia, die heute Gemeindebesitz ist und von Leopoldo Pollack an dem ehemaligen Standort des Franziskanerklosters Santa Maria degli Angeli erbaut wurde, oder Villa Majnoni, die das Rathaus beherbergt. In dem antiken Kloster San Salva- tore im Ortsteil Crevenna, das im 16. Jahrhundert vom Kapuzinerorden errichtet wurde, ist noch der Original- Kreuzgang aus dem 16. Jahrhundert erhalten. Außerdem gibt es in der Umgebung viele Festungen aus dem Mittelalter, darunter die massiven Burgen Po- merio und Casiglio, die ursprünglich der Verteidigung dienten und von denen Ersteres in moderner Zeit zu

Sant’Eufemia - Erba
Sant’Eufemia - Erba

DIE BRIANZA BEI COMO

einem Ort für Empfänge und Festlichkeiten und Zweite- res zu einem Hotel umgebaut wurde. Südlich von Erba gibt es weitere interessante Orte zu entdecken. So wird Monoguzzo von einer Burg überragt, die zunächst eine Visconti-Festung war und später im 18. und 19, Jahrhundert zu einer Herr- schaftsresidenz umgebaut wurde. Mit der Gemeinde Inverigo steht der Name der Mailänder Familie Crivelli in engem Zusammenhang, die von ihrer prunkvollen Residenz, die heute noch als Villa Crivelli bekannt ist, zu der Wallfahrtskirche Santa Maria della Noce die Zypressenallee anlegte. Der Wallfahrtsort erhebt sich an einem malerischen Platz, auf dem bis zum 19. Jahrhundert der Seidenkokon- markt abgehalten wurde. Die Kirche stammt ursprün- glich aus dem 16. Jahrhundert, wurde im Verlauf der Zeit jedoch mehrfach umgebaut. Im Inneren ist eine als „wundersam“ bezeichnete Freskenmalerei aus dem 15. Jahrhundert zu sehen. Ebenfalls berühmt ist die Villa La Rotonda auf der Hügelspitze. Dieses wertvolle Beispiel für klassizistischen Baustil hat ein elegantes Säulenportal am Ende einer prunkvollen Freitreppe und über dem charakteristischen runden Salon, der der Residenz ihren Namen gab, wölbt sich eine große Kuppel. Der Fassade der Rückseite ist die spektakuläre „Loggia der Giganten“ mit sechs wunderschönen Skulpturen von Pompeo Marchesi vorgebaut. In Anzano del Parco kann schließlich der große Gar- ten der eleganten Villa Carcano besichtigt werden,

ZU BESICHTIGEN

die Ende des 18. Jahrhunderts von dem Architekten Leopoldo Pollack entworfen wurde, und in Alzate Brianza gibt es schöne Adelsvillen wie Villa Baragiola oder Villa Odescalchi.

Villa La Rotonda - Inverigo
Villa La Rotonda - Inverigo

ETHNOGRAFISCHES UND WASSERMUSEUM - ALBESE CON CASSANOBaragiola oder Villa Odescalchi. Villa La Rotonda - Inverigo Via Pulici 25 Tel. +39 031 426122

ETHNOGRAFISCHES UND WASSERMUSEUM - ALBESE CON CASSANO Via Pulici 25 Tel. +39 031 426122 - Fax

Via Pulici 25 Tel. +39 031 426122 - Fax +39 031360224 - protocollo@comune.albeseconcassano.co.it www.comune.albeseconcassano.co.it

Das Museum wurde 2004 in einer restaurierten Waschküche eingerichtet und zeigt Instrumente und Werkzeuge, darunter einen Waschtrog, eine Schöpfwanne sowie einen Feuerlöscher vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Besichtigungen auf Anfrage, Eintritt frei.

VOGELMUSEUM - AROSIO20. Jahrhunderts. Besichtigungen auf Anfrage, Eintritt frei. c/o Il Nibbio Via Cascina Perego 1 Tel./Fax +39

auf Anfrage, Eintritt frei. VOGELMUSEUM - AROSIO c/o Il Nibbio Via Cascina Perego 1 Tel./Fax +39

c/o Il Nibbio Via Cascina Perego 1 Tel./Fax +39 031 762162 - www.nibbio.org - fein@nibbio.org

Die Ausstellung besteht aus Schaukästen, in denen 375 Exemplare ausgestopfter Vögel zu sehen sind. Das Observatorium liegt auf einer der italienischen Hauptstrecken der Zugvögel. Besichtigungen im Frühling auf Anfrage. Eintritt frei.

STÄDTISCHES MUSEUM ERBABesichtigungen im Frühling auf Anfrage. Eintritt frei. Via U. Foscolo 23- Erba Tel./Fax +39 031 3355341

auf Anfrage. Eintritt frei. STÄDTISCHES MUSEUM ERBA Via U. Foscolo 23- Erba Tel./Fax +39 031 3355341

Via U. Foscolo 23- Erba Tel./Fax +39 031 3355341 - www.comune.erba.co.it - museoerba@libero.it

Das Museum präsentiert Zeugnisse der antiksten Bewohner der oberen Brianza und des Comer Dreiecks, deren Spuren mit Hilfe zahlreicher Gegenstände und Artefakte nachverfolgt werden.

BASILIKA SAN VINCENZO - GALLIANO – CANTÙ

DIE BRIANZA BEI COMO

Die reichen und adligen Mailänder Familien wähl- ten die grüne Gegend südlich des Comer Sees zwischen den Flüssen Adda und Seveso zu dem Ort, an dem sie ihren Urlaub und ihre Freizeit ver- brachten und wohin sie sich den ganzen Sommer über zurückzogen, bis sich die ersten herbstlichen Nebel über das Land senkten. Die Brianza von heute ist das Sinnbild des italienischen Unterne- hmertums, ein betriebsames und produktives Ge- biet, in dem maßgeblich kleine und mittelständische Betriebe, vor allem aus der Möbelbranche, tätig sind. In der Brianza bei Como wird ein Fünftel aller italienischen Möbel produziert, nachdem es den Un- ternehmern gelungen war, die antiken Tischlereien, die die Bauern während des Winters betrieben, zu einer wahren Industrie auszubauen.

umgebauten Kirche ist mit kunstvollen Freskenmale- reien bedeckt (siehe auch „Romanik in der Brianza bei Como“). Im Zentrum von Cantù gibt es aber auch noch andere Kirchenbauten von künstlerischem Interesse, wie zum Beispiel die Kirche San Paolo mit dem hohen Glockenturm, der im Volksmund „die Spindel der Brianza“ genannt wird. Der Bau ist sehr antiken Ursprungs, wahrscheinlich aus dem 11. Jahrhundert, wurde jedoch im 16. und 17. Jahrhun- dert, als die Galliano Pfarrkirche von Cantù war, stark verändert. Nicht weit entfernt befindet sich die Kirche Santa Maria, die im 17. Jahrhundert von dem Architekten des Mailänder Doms entworfen wurde. Sehr interessant ist die architektonische Struktur, be- stehend aus zwei übereinanderliegenden Zylindern. Neben den Kirchenbauten gibt es in Cantù außer- dem diverse elegante Residenzen, die die Stadt und deren Umgebung schmücken, zum Beispiel das Rathaus im klassizistischen Stil mit einem wunderschönen Park, in dem im Sommer Veranstaltungen und Konzerte stattfinden, die spätklassizistische Villa Sac- chi mit Bogengang und der typischen Balu- strade mit schlanken Säulen, Villa Orombel- li im Ortsteil Fecchio oder die klassizistische Villa Pedretti am Kirchplatz der Basilika Galliano. Das betriebsame Städtchen Cantù ist außer- dem für sein Kunsthandwerk bekannt. Hier wird nicht nur Holz verarbeitet, sondern seit dem 16. Jahrhundert auch Klöppel- spitze hergestellt. Die heute in Novedrate stattfindende internationale Spitzen-Messe trägt dazu bei, diese Tradition aufrecht zu erhalten und zu fördern. Die nicht weit entfernte Gemeinde Lurago d’Erba hingegen ist für die Herstellung von Binsen- und Korbprodukten bekannt und in Cucciago werden kunstgewerbliche Pfeifen hergestellt. In Cucciago befindet sich auch die Wallfahrtskirche Madonna della Neve mit Freskenmalereien und romanischen Ele- menten, die von den Umbauarbeiten im 18. Jahrhundert verschont geblieben sind. Im nahen Carimate gibt es eine Visconti- Burg. Diese massive Festung im typisch lom- bardischen Stil wurde im 14. Jahrhundert von Luchino Visconti wahrscheinlich auf den Fundamenten eines bestehenden Baus errichtet. Die hohen Türme, die Mauern mit Zinnen und gotischen Fenster wurden im Verlauf des 19. Jahrhunderts jedoch umgebaut und heute beherbergt die antike Residenz ein luxuriöses Hotel. Carimate ist außerdem für seinen prestigereichen Golf Club bekannt. Im Ortsteil Montesolaro befindet sich die elegante Villa Vismara-Calvi-Radice Fossati aus dem 18. Jahrhundert, zu der eine etwa 500 Meter lange, eindrucksvolle Allee führt. In Mariano Comense am Hügel San Maurizio kann ein romanisches Baptisterium bewundert werden, dessen kleine, achteckige Vierungskuppel fast aus der gleichen Zeit stammt wie die des Galliano-Kom-

Kirche San Paolo - Cantù
Kirche San Paolo - Cantù

Ein typisches Beispiel für diese Entwicklung ist das Städtche