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VORLESUNGEN

V
ÜBE R

MATHEMATISCHE ANALYSIS
MIT ANWENDUNGEN AUF GEOMETRIE, MECHANIK UND
WAHRSCHEINLICHKEITSLEHRE

T O N

D .
R
J. M. C. BARTELS,
STAATSRATH, ORDEN'TL. PROFESSOR DER MATITEMATIK ZU DORPAT, UND CORRESP.
MITGL. DER KAISERL, ACAD. DER WISSENSCHAFTEN ZU S T , PETERSBURG.

ERSTER BAND.

D O R P A T , 1833.

GEDRUCKT BEI J. C. SCHÜNMANN.


UNlVERSITÄTS - BUCHDRUCKER.
Zum Druck befördert in Gemäfcheit des & 217 des Allerhöchsten Statuts der Universität

Dorpat T o m 4« J u n i
*82Q.
Dorpat, den 2ten Februar 1835*
D er V e r f a s s e r.

TARTU OUKOOU
RAAMATUKOGU

^s*^sr
V O R R E D E .
D a diesc Vorlesungen vorzüglich auf den Wunsch meiner ehemaligen und
gegenwärtigen Zuhörer geschrieben sind und zugleich zu einer Art von
Rechenschaft über meine fünf und zwanzig jährige Thätigkeit als mathe-
matischer Lehrer auf den beiden russischen Universitäten Kasan und Dor-
pat dienen sollen, so werden ein paar Worte über meinen fr(ihcrn Bil-
dungsgang vielleicht hier nicht ani unrechten Orte sein.

Ich wurde am 12tcn August 1 7 6 9 in Braunschweig geboren. Von


meinen Eltern zu einem bürgerlichen Gewerbe bestimmt, erhielt ich
meine frühere Ausbildung in der sogenann'-"n Waisenhausschulc, einer
Art Realschule, an welcher der Unterricht von mehreren Lehrern, mei-
stens Candidaten der Theologie, besorgt wurde. Späterhin besuchte
ich eine der beiden Schreib- und RechcnscIiuIen, worin über hun-
dert Schüler fast einzig im kalligraphisch und ortographisch Schrei-
ben, im Rechnen und in der Religion von einem von der Braunschw.
Schulbehörde angestellten Lchrcr und dem von ihm gewählten GehüIfen
Unterricht ertheüt wurde. Iu dieser Schule hat auch späterhin unser
grofse Geomcter G a u f s seine erste Bildung erhalten.

Noch nichtvierzehnJahrc alt, übernahm ich dicStelle des abgehendenGe-


hülfen, eincsMannes von dreiisigJahren. SiebenStunden täglich in der Schu-
le, die übrigeZcit milKopieren und späterhin selbst mitAusfcrtjgung derVor-
mundschafts- und Kirchcnrechmmgen, welche die beiden Rechenmeister dcr
Stadt zu besorgen hatten, beschäftigt, blieb mir zur eigenen Verfügung
täglich kaum cinc Stunde übrig, die ich nebst einigen dem Schlafe entzoge-
nen Stunden den Studien widmen konnte. So vortheilhaft diese Lage nun
auch für mcincn damaligen Plan w a r , mich zu einem geschickten Rech-
nungsführer zu bilden, so wäre ich doch, bei dem unnatürlichen Verhält-
nisse als Knabe die Stelle des Lehrers und Aufsehers einer ziemlich ro-
hen Jugend, zum Theil mit mir von gleichem Alter, spielen zu müssen,
und bei den vielen meiner Neigung nach und nach weniger entsprechen-
den Arbeiten, geistig und körperlich fast unterlegen.

Dieser Umstand bestimmte mich meinc Verhältnisse, in denen ich ftlnf


Jahre zugebracht, aufzugeben, und, ohne Rücksicht auf meine beschränkten
äufsern Hülfsmittel und auf den gänzlichen Mangel an nöthigen Schulkcnnt-
nissen, es zu wagen, mich unter die Zahl der auf dem Collegio CaroIino
Studierenden aufnehmen zu lassen.

Glücklicherweise für mich hatte jeder unbescholtene Jüngling, oh-


ne sich einer Prüfung unterwerfen zu müssen, Zutritt zu den Vorle-
sungen, wenn er sie nicht etwa unentgeltlich besuchen wollte; au-
ferdem würde ich auf die Ausführung meines Planes haben verzichten
müssen. Durch angestrengten Flcifs brachte ich es indefs bald da-
hin , dafs ich die Vorträge der Professoren G a r t ii c r, S c h m i d t,
Ebcrt, Emperius, Wagner über lateinische und selbst griechische
Auctoren mit Nutzen besuchen konnte. Das Griechische gab ich jedoch,
weil die Zeit nicht ausreichen w o l l t e , späterhin auf. Aufscrdem nahm
ich auch an den wissenschaftlichen Vorträgen von E s c h e n b u r g , Zim-
mermann, Lüder, Knoch, M o l l , ii. a. Anthcil. Im Französischen,
Englischen und selbst Italiänischen brachte ich es ziemlich bald so
weit, dafs ich ohne grofse Mühe einen Prosaiker lesen und sogar diesc
Sprachen als Erwerbsmittel gebrauchen konnte, indem ich an der Über-
setzung ins deutsche von Smellis Philosophie of the natural history, Youngs

traveIs und mehrerer Aufsätze für die von Z i m m e r m a n n herausgege-


benen geographischen Aniialen Theil nahm, und zugleich dort studie-
renden jungen Engländern, die kein deutsch verstanden, Privatunterricht
in der Mathematik gab. Der mathematische Unterricht, welcher auf dem
Carolino van dem damaligen Hof. v. Z i m m e r m a n n und demIngcnieur-
major M o I I crthciIt wurde, an welchem auch einige Offkiere und Ca-
detten vom ArtilIcriccorps TheiI nahmen, beschränkte sich auf Algebra,
Geometrie undTrigonomctrie. D a ich nun bereits in meinen frühernVerhält-
nissen Fertigkeit im Rechnen und einige Gewandheit in der Auflösung alge-
braischer und geometrischerAufgaben erworben hatte, so gewann ich gar bald
die Gunst und das Zutrauen meines Lehrers Z i m m e r m a n n , dessen A n -
denken mir* wegen des wohlthätigen Einflusses, den derselbe auf meine
ganze Bildung und Verhältnisse gehabt hat, unvergefsIich sein wird.
Nicht minder wohIthatig auf meine Ausbildung einwirkend war, ein von
den Studierenden gestifteter Verein von etwa acht Mitgliedern, welche sich
abwechselnd aIIe vierzehn Tage bei einem derselben zur Beurtheilung ei-
nes von diesem eingelieferten deutschen Aufsatzes und zur frohen gesel-
ligen Unterhaltung versammelten. AHe haben einen nützlichen und eh-
renvollen Platz, theiIs als Geschäftsmänner, theiIs als Schriftsteller und aca-
demische Lehrer, in der bürgerlichen Gesellschaft eingenommen; der grö-
fserc Theil derselben hat jedoch bereits seine Laufbalm hienieden vollendet.

Nachdem ich drei Jahre den Unterricht auf dem CoIleg. Carolino
bestmöglichst benutzt hatte, bezog ich die Universität Helmstedt, woselbst
ich unter O e I z e , H ä b e r l i n , Gunter, SchmcIzereincnvoIIständigenju-
ristischcn Cuisus hörte. Aiifserdem besuchte ich noch die Vorlesungen von
Rcmer, Beircis, u. a. Besonders nützlich aber war mir bei meinem
noch immer mit Vorliebe fortgesetzten mathematischen Studium der freund-
schaftliche Umgang des in HaIIe verstorbenen ausgezeichneten Analytikers
Prof. P f a f f , bei dem ich auch mit dem nachherigen Professor derMathem.
S t a h l zu Jena ein Privatissimum Über Integralrechnung hörtc.
Auf P f a f P s Rath ging ich uachzweijährigem Aufenthalt inHelmstcdt
«achGöttingen, uin mich ganz derMathcmatik zu widmen, und nach erlangter
|)hilos.Doctorwllrdc mich als Privatdocent dort niederzulassen. Hier besuchte
ich L i c h t e n b e r g s uud K ä s t n e r s Vorlesungen, hörte über Chemie und
einige andere Gegenstände. Zu einem einigermafsen vollständigenCursus über
höhere Mathematik w a r hier damals, w i e vielleicht überall auf deutschen
Universitäten, keineGclegenheit; daher aIledeulscheMathcmatikerausjene,r
Zeit mehr oder minder Aiitodidacten sind. Auch waren der Studierenden,
die sich vorzugsweise den mathematischen Wissenschaften widmeten, ob-
wohl die Zahl der Studierenden sich auf tausend belaufen inogte, nur
sehr wenige, kaum sechs. Unter diesen befand sich der unlängst verstor-
bene berühmte Mathematiker und Astronom Bohncnberger und der
nochlebcndeGeometcrundAstronom Hassler ausAarauinNcw)ork, der
sich durch die Vermessung der nordamerikanischen Ostseeküste und durch
seine vortrefflichen mathematischen Lehrbücher um sein neues Vaterland
grofse Verdienste erworben hat. Ungeachtet durch Privatunterricht, den
ich in der Mathematik zu geben hinlänglich Gelegenheit hatte, meine Sub-
sistenz so ziemlich gesichert war, und ich auf die Unterstützung K ä s t n e r s
und L i c h t e n b e r g s bei derAusführungmciuesfrühernPIanesmitSichei-
heit rechnen durfte, so liefs ich mich doch durch Bedenklichkeiten wegen
des Gelingens desselben bestimmen, einen Antrag zu einer LehrerstcIIe
an dem Seminar in Reichenau in Graubündten anzunehmen, den ich durch
die Vermittelung meines Aerehrungswürdigen Freundes und Gönners, des
noch lebenden Herrn Abts Pott, erhielt. Diefs Institut war von den
Eigenthümern der Herrschaft und des Schlosses Reichenau gestiftet, und
stand unter der Direction des alten würdigen N c s e m a n n , von welchem
früher das durch Dr, B a r t h bekannteMarschlinserPhilantropin begründet
war. Das Schlofs Reichenau hat an dem Zusammenflüsse des Vorder-
und Hinterrheins eine änfscrst romantische Lage und ist historisch merk-
würdig, weil der jetzige König von Frankreich während der Schreckens-
zeit als Professor daselbst unter einem fremden Namen angestellt war.
Ich fand hei meiner Ankunft daselbst noch mehrere seiner Schüler vor,
die den bei ihm angefangenen mathematischen Unterricht bei mir fort-
setzten. Späterhin wurde mein verehrter Freund, der deutsche Lieblings-
schriftstellerDr.il. Z s c h o k k e , Eigcnthümer dcsInstituts. Unterihmgc-
dieh die Anstalt ganz vorzüglich, lösete sich aber gänzlich auf, als auch
Graubündten der Schauplatz des Krieges wurde. Hier gab ich auch meine
Übersetzung der Geschichte der neuern Astronomie, als Fortsetzung derÜber-
setzung der aIternAstronomic von W ü n s c h heraus. Es sind jedoch nur
zw ei Octavbände erschienen.
T

Im Jahre 1 8 0 0 kehrte ich, nach einem kurzen Aufenthalte in mei-


ner Heimath, nach der Schweiz zurück, und nahm eine Lehrstelle
in Aarau an. Um diese Zeit entstand durch die vereinte Bcjnühung
und edelmüthigc Aufopferung der Aarauer Bürgerschaft die Kantons-
schule daselbst, an d e r e n Einrichtung und Aufblühen ich thätigen An-
theil nahm. Diese Anstalt w ar
T
auf das Bcdürfnifs der Schweiz be-
rechnet und mehr eine höhere Realschule als eine sogenannte gelehrte
Schule, fand auch bald so allgemeinen Beifall, dafs die Menge der da-
selbst Studierenden in kurzem die Zahl von zweihundert übertraf. Verän-
derungen die einige Jahre nachher mit der Anstalt, wohl nicht zu ihrem
Vortheile, unternommen wurden, und meinen Ansichten nicht entsprachen,
bestimmten mich, einer Einladung meines Landesfürsren, des verewigten Her-
zogs C a r l W i l h e l m Ferdinand zufolge ins Vatcrlaud zurückzukehren.

Über den Wirkungskreis, für welchen mich der Herzog bestimmen


würde, war zwar noch nichts entschieden; indefs erhielt ich bis dahin
als Wartegeld eine jährliche Pension von 8 0 0 Thalern nebst andern
EmoIiimenten, und konnte ganz nach Gefallen über dic Anwendung mei-
ner Zeit verfügen. Zu gleicher Zeit erhielt ich auch durch die Empfeh-
lung des seligen Staatsrath v. F u f s einen Ruf zu einer mathematischen
Professur in Kasan, den ich aber jetzt ablehnen mufste. Durch den da-
mals schon wegen seiner grofsen arithmetischen und astronomischen Ent-
deckungen berühmten Dr. G a u f s veranlafst, hatte der Herzog den Bau
einer mit den vorzüglichsten Instrumenten auszurüstenden Sternwarte be-
schlossen, deren Direction dem Dr. Gaufs übertragen werden sollte.
Mit diesem Institute wollte man eine höhere mathematische Lehrans(alt
verbinden, die zugleich als eine Erweiterung der bereits existirenden
Lehranstalt des ColIegii CaroIini betrachtet werden konnte. Dic zum
Baue der Sternwarte und zum Ankaufe der nöthigen Instrumente erfor-
derlichen Gelder waren bereit. Der Bau sollte im nächsten Jahre ange-
fangen werden. Auf die W e i s e schien einer meiner schönsten Jiigcnd-
träumer in Erfüllung gegangen zu sein, an derselben Anstalt, der ich
hauptsächlich meine Ausbildung und die glücklichsten Tage meines Lebens
verdankte, im Verein mit Männern, für die ich als meine ehemaligen Leh-
rer und wegen ihrer ausgezeichneten Herzensgute die innigste Hochach-
tung hegte, einen meiner Neigung angemessenen Wirkungskreis zu finden.
Diese schönen Aussichten verschwanden jedoch mit einemmalc durch den
unglücklichen Ausgang des Krieges von 1 8 0 6 . Braunschweigs geliebter
Landesfürst wurde tödtlich verwundet aus der Schlacht zurückgebracht,
um die wenigen letzten Tage seines glorreichen Lebens in der Mitte sei-
ner geliebten Unterthanen zu vollbringen. Allein diefs wurde ihm nicht
vergönnt, cr mufste fliehen, und starb in Ottensen unweit Hamburg.
Diese unglücklichen Ereignisse bestimmten mich meine Verhältnisse, worin
ich als correspondircndcs Mitglied der Kasanischen Universität mit dem
Curator derselben dem wirkl. Staatsrathe R u m o v s k i stand, zu benutzen.
Ehe ich j e d o c h Bramischwcig verlasse, kann ich nicht u m h i n hier des

edcIn Verfahrens der nach der Restauration eingesetzten Braiinschweigischen

Vormundschaftlichen Regierung dankbarlichst zu erwähnen. Mit dem Ein-

r ü c k e n d e r f r a n z ö s i s c h e n Truppen i n B r a u n s c h w c i g h ö r t e n ä m l i c h d i e Z a h l u n g

meiner Gage, w i e die so vieIerandeni im Herzoglichen Dienste stehenden,

auf. Z e h n J a h r e s p ä t e r w u r d e m i r , j e d o c h o h n e a l l e Bemühung v o n m e i n e r

Seite, m e i n n o c h i n B r a u n s c h w e i g b i s z u m T a g e m e i n e r Abreise r ü c k s t ä n d i -

ger Gehalt v o n dort ganz unerwartet m i t 7 0 0 ThaIcr in Kasan ausgezahlt.

Ungefähr u m d i e s e l b e Z e i t e r h i e l t i c h a u c h v o n S e i t e n d e r B r a u n s c h w . V o r -

m u n d s c h a f t l i c h e n R e g i e r u n g d i e Z u s i c h e r u n g , d a f s d e r v o m IIochsel. r c g . H e r -

zog Friedrich Wilhelm k u r z v o r dcrSchIaeht v o n W a t e r l o o a n m i c h e r -

g a n g e n e Antrag e i n e r Professur a m Colleg. C a r o I i n o m i t 8 0 0 T h a I e r G e h a l t i n

Kraft bliebe, und es nur v o n mir abhinge, o b u n d w a n n ich davon Gebrauch

machen wolle.

I m Juni I 8 0 7 e r h i e l t i c h d i c Bestätigung als P r o f e s s o r in K a s a n ; rciscte

a b e r e r s t i m O c t o b e r m i t m e i n e r F a m i l i e d a h i n ab, u n d l a n g t e n a c h e i n e r b e -

schwerlichen und kostspieIigenRcisc iinAnfange des foIgendenJahres daselbst

an. Z u m e i n e r g r o f s e i i Frcude f a n d i c h u n g e a c h t e t d e r damals n o c h kleinen

Zahl d e r Studierenden u n g e m e i n v i e l S i n n f ü r d a s S t u d i u m der mathema-

tischen Wissenschaften, s o dafs ich in m e i n e n V o r l e s u n g e n über höhere A n a -

lysis auf wenigstens zwanzig Zuhörer rechnen durfte u n d sich allmählig

e i n e k l e i n e m a t h e m a t i s c h e S c h u l e b i l d e t e , a u s w e l c h e r eine M e n g e g e s c h i c k -

t e r m a t h e m a t i s c h e r L e h r e r f ü r d i e Gymnasien u n d Universitäten R i i f s l a n d s ,

besonders des Kasanischen Lehrbczirks, hervorgegangen sind, die n u n schon

seit z w a n z i g Jahren d a s Studium d e r m a t h e m a t i s c h e n Wissenschaften noch

m e h r verbreitet haben.

Im Jahre 1 8 2 0 erging an mich v o n der U n h e r s i t ä t D o r p a t d e r R u f z u der

daselbst erledigten mathematischen Lehrstelle, den ich auch m i t Bewilligung

*
der H o I i c n Obern annahm. Obwohl ich hier ungeachtet der bereits gröfsern
Menge der Studierenden als in Kasan, weit weniger Liebhaber für das mathe-
matische Studium vorfand, und ich meine Vortrage gröfstentheils auf Elemen-
tar-MatIiematik beschränken mufste, so hat doch allmählig der Sinn für diese
Wissenschaft anch hier zugenommen, und ich darf schon seit mehrerii Jah-
ren fÜr meineVorlesungcn über höhere Mathematik auf wenigstens I O — 1 2
Zuhörer rechnen. Auch sind hier bereits mehrere geschickte junge Mathe-
matiker gebildet worden, die theiIs in den hiesigen Ostseeprovinzen und in
dem übrigen RnfsIand als Lehrer angestellt sind, theiIs an den Arbeiten
auf der hiesigen Sternwarte und au den über die entferntesten Gegenden
Rufslands sich erstreckenden geographischenOrtsbestimmnngenTheil nehmen.
Dafs das mathematische Studium hieselbst durch unsere reichbcgabtc Stern-
warte und iinsernAstronomen meinen verehrten CoIlegen den Prof. und Acad.
H . Staatsr. S t r u v e gar sehr befördert wird, bedarfkanin einer Erwähnung.

Jetzt noch einige Worte über Inhalt, Zweck und Veranlassung dieses
Werkes, wovon diefs der erste Band ist, dein noch zwei andere folgen
sollen, so dafs das Ganze 1 6 0 Bogen stark werden w i r d , und einenvolI-
ständigen Cursus der mathematischen Analysis mit Anwendung auf Geo-
metrie, Mechanik und WahrscheinlichkeitsIehre, und ungefähr alles das
enthalten s o l l , was ich seit 25 Jahren auf den Universitäten Kasan und
Dorpat über diese Gegenstände gelehrt habe. Es ist eine schon längst
bekannte Sache, dafs der mündliche Unterricht in Sprachen sowohl als
Wissenschaften, besonders gilt diefs aber von der Mathematik, nur dann
erst von Nutzen ist, und vor dem Selbstunterricht durch B ü c h e r d c n V o r -
zug hat, wenn derselbe so eingerichtet ist, dafs der Zuhörer auf eine thä-
tige Weise daran Theil nehmen und wenigstens augenblicklich in die Täu-
schung versetzt werden kann, als habe er die vorgetragenen Sätze selbst
erfunden. Der geordnetste und deutlichste mathematische Vortrag, der
nicht von Seiten der Zuhörer durch Fragen und Einwürfe unterbrochen
werden darf, kann entbehrlich gemacht werden, wenn der Professor seinen
Vortrag zu Papier bringt und ihn Heftweise auf irgend eine A r t sei-
nen Zuhörern iiiitthcilt. Bei der eben angeführten Unterrichtsmethode hin-
gegen wird der Zuhörer in den Stand gesetzt, vielleicht mit Hülfe einiger
in den Vorlesungen niedergeschriebenen Notizen von Formeln oder Zahlen
den Vortrag z u Hause z u entwickeln und sich ein Collegicnheft selbst aus-
zuarbeiten, d a s , wenn cs auch a n Ordnung in der Zusammenstcllimgdem
des Professors nachstehen mag, doch den Vorzug vor demselben hat,
dafs cs wenigstens zum TheiI durch Selbstdenken erworbenes Eigenthum
enthält. Diejenigen Zuhörer, dic weniger vorbereitet oder mit geringern
Talenten begabt sind, müssen sich freilich in dieser Hinsicht bei ihren Com-
militoiien oder beim Professor Raths erholen oder gelegentlich über den-
selben Gegenstand einen abermaligen Vortrag hören. Solche auf die W e i s e
ausgearbeiteten Hefte können denjenigen meiner Zuhörer, welche die Ma-
thematik z u ihrem IIaiiptfache machen, noch dazu dienen, theils sich auf
das a u i Ende eines dreijährigen C i i r s u s z u bestehende Examen vorzuberei-
ten, theils auch u m einen Stoff für die Bearbeitung einer zur Erlangung einer
Academ. Würde einzuliefernden Abhandlung daraus z u nehmen. Zuweilen
ist auch die Bearbeitung einer Vorlesung zum Gegenstande einer Preisaiif-
gabe gemacht worden. Dahin gehören die beiden auf Kosten der Univer-
sität gedruckten Abhandlungen: SystematischeDarstellung derllauptsätze
derGeometrie imRauine, von C J. S e n f f 1 8 2 9 , welche d. 1 2 . Dec. 1 8 2 7 deu
Preis der siIb.Med. erhielt; Theoremata Principalia e theoria Curv. et Superf.

conscn C E. S e n f f , die d. 1 2 . Dec. 1 8 3 0 den Preis der goId. Med. erhielt.

Auf denWunsch meiner gegenwärtigen und mehrerer meiner ehemaligen


Zuhörer würde ich mich schon früher entschlossen haben, denInhalt mei-
ner gehaltenen Vorträge unter irgend einem Titel ins Publikum z u bringen,
wenn ich nicht theiIs dnrch den Gedanken, dafs der Nutzen, der dadurch
der litterarischen W e l t erwachsen dürfe, zu unbedeutend sein würde, theiU
aber auch durch die mit der Herausgabe eines solchen Werkes verbundenen
Schwierigkeiten abgehalten wäre. D a jedoch Se. Durchlaucht, der Herr M i ^
nister der Volks-Aufklärung Fürst L i e v e n , dessen hohen Schutzes sich die
Wissenschaften inRufsland erfreuen, diefs Unternehmen gnädigst zu unterstü-
tzen geruht hat, so ist mir die Herausgabe dieses Werkes gcwisserinafsen zur
Pflicht geworden. DieErfüllung derselben ist mir um so angenehmer, w cil T

ich dadurch Gelegenheit erhalte, Rechenschaft abzulegen, wie ich zum Theil
das mir gnädigst anvertraute Lehramt fünf und zwanzig Jahre hindurch ver-
waltet habe, und zugleich dadurch in den Stand gesetzt werde, wenn auch
nicht müudlich, doch schriftlich vielleicht noch einige Decennien in meinem
neuen Vaterlande fortwirken und mich in freundlichem Andenken erhalten
zu können.

Über das ganze W e r k im Allgemeinen ist bereits gesprochen worden.


Es bleibt hier nur noch einiges über den spccieIIen Inhalt der vier in die-
sem ersten Bande enthaltenen Vorlesungen hinzuzufügen übrig. In der er-
sten Vorlesung sind die Grundwahrheiten der allgemeinen Elementar-
Arithmetik nach E u k l i d s Beispiele, w i e ich glaube, mit möglichster Stren-
ge, vorgetragen. Aufserdem enthält dieselbe viel practisch Nützliches für den
Cameralisten und kann zum Theil als eine Ergänzung des ersten Elementar-
unterrichts in der Arithmetik betrachtet werden.

Die zweite Vorlesung ist eine Fortsetzung der ersten, und enthält eine um-
ständliche Ausführung der Entwickelung der Iogarithmischcn und trigonoine-
trischenFunctionen in Reihen und zugleich das nothwendigste von dcrTheorie
dcr sogenannten imaginären Gröfsen, w obei mir besonders C a u c h y ' s
T
Coitrs
dAnalyse i T e
Partie i8ui und P o i n s o t ' s Recherches sur TAnalyse des

sections angulaires 4t0


Paris §823 von Nutzen gewesen ist.
xm

D i e dritte Vorlesung Iiandelt von der analytischen ebenen und sphäri-


schen Trigonometrie.

Die vierte Vorlesung enthält die analytische allgemeine Elemcnfarge<rme-


trie oder dic sogenannte Geometrie mit drei Abmessungen (Geometrie ä trois
dimensions). Ich schmeichle mir durch die abgekilrztc Benennung und B e -
zeichnung der Cosinusse der W i n k e l , die eine gerade Linie mit den drci
rechtwinhiichten Hauptaxen macht zur Erleichterung des Studiums dieser
Geometrie einiges beigetragen zu haben. Das Wesentliche derselben habe
ich bereits in einer in der St. Petersb. Acad. d. 1 4 . Dec. 1 8 2 5 vorgelesenen
Abhandlung: Apergii abregedes formulesfondamentalesdelaGeometrie'ä

frois dimensions mitgethcilt. Diese diente zur Einleitung in zwei andere zu-
gleich eingereichte Abhandlungen: dic eine über die Bestimmung der Son-
nenparallaxc, dic andere über die drei Hauptaxen in einem festen Körper.
Von der letzten habc ich einen Theil als Beispiel der Anwendung der vorge-
tragenen Methode in den § § . 9 7 — 1 0 2 beigebracht. Es sei mir erlaubt, hier
ciu paar Worte Uber dic Veranlassung zu diese«- Abhandlung zu sagen. Es
lassen sich bekanntlich, w i e Euler zuerst bewiesen hat, in jedem festen
Körper von irgend einer Gestalt und Beschaffenheit durch jeden beliebigen
Punct rechtwinkliehte Axen legen, so dafs, um jede derselben der Körper
sich frei und gleichförmig bewegen kann. Der Beweis dieses Satzes fUhrt auf
eine cubische Gleichung, von der man zeigen mufs, dafs ihre drei Wurzeln
rccll sind. Wegen der Natur der Aufgabe schien es mir jedoch nothwendig
zu sein, zu zeigen, dafs diese drei Wurzeln nicht nur reell, sondern auch p o -
sitiv sein müssen. Bei dieser Gelegenheit kam ich auf die Entdeckung der
in §. 9 8 , 9 9 , 1 0 0 erwiesenen merkwürdigen Eigenschaften der drei Cocffici-
enten der cubischen Gleichung. Ich hielt diese Sätze für neu, (auch schei-
nen sie Ia G r a n g e nach einer Stelle in seiner Mecanique analylique p* 2?6~
— 277 Tome 1er
vomJahre 1 8 1 1 unbekannt gewesen zu scin,) und theilte sie
deshalb der St. Petersburger Acadcmie mit. Einige Zcit nachher ersah ich j e -

doch aus &QmJüurnaldeV&colepolytechnuiue y in dessen Besitz ich früher

hier nicht w a r , dafs der franz. AcademikerHerr B i n e t diesen Satz schon

mehrere Jahre vorher entdeckt und bekannt gemacht hatte. Die Abhandlung

selbst über diesen Gegenstand ist mir bis jetzt nicht zu Gesichte gekommen,

weil gerade die Hefte von dem Bulletin des sciences, worin dieselbe enthal-

ten, fehlen. Sollte man übrigens zufallig meine vierte Vorlesung mit der

Einleitung {Prelim'maires) zu C a u c h y s Lepons sur les applications du calcul

infinitesimal ä Ia Geometrie vergleichen, worin man mehrere Sätze auf eine

ähnliche W e i s e , w i e bei mir behandelt fuiden w i r d , so bemerke m a n , dafs

meine oben angeführte Abhandlung bei der St. Pctcrsb. Acad. der Wisscnsch.

bereits iinJahre 1 8 2 5 vorgelesen, dic Legons von C a u c h v aber ciiiJahr

später erschienen sind. Noch glaube ich auf dic von mir seit langem ge-

brauchten Zeichen n , und n , w o ersterer die rtc durch 1. 2 . 3 . . . r dividirte


r : r

C C

Poteuz von n , und letzteres den rtenBinomialcoefficicnteii der nlen Polenz

bedeutet, aufmerksam machen zu dürfen. W i e ungemein durch den Gebrauch

dieser Zeichen der Calcul abgekürzt und vereinfacht wird, kann man an meh-

reren Beispielen am Ende der ersten und im Anfange der zweiten Vorlesung

sehen. Auch verdient vielleicht die von mir S. 6 u. 9 1 gemachte Anwendung

der Euclidischen Definition von der Proportion, wodurch auch der Beweis für

die Allgemeinheit des binomischen Lehrsatzes für irrationale Exponenten

vervollständigt w i r d , einige Aufmerksamkeit.

Sollte dieser erste Band meiner Vorlesungen von Sachkennern mit eini-

gem Beifall aufgenommen werden, so darfich hoffen, dafs die noch folgenden

Bände diesesWerkcs, w cil ich die darin vorkommenden Gegenstände mit beson-
r

derer Vorliebe vorgetragen habe, sich eines äJinlichen Glücks erfreuen werden.

I)orpat, den 2 1 . Januar 1 8 3 3 .


Der Verfasser.
Inhaltsverzeichnifs des ersten Bandes.

E r s tc V o r I e s u n g.
Über Verhältnisse, Proportionen, Potenzen und Logarithmen S. 1.
Erklärungen derBegriffe, Me9sen, Verhältnifs, Proportion, Exponent des Verhältnisses, M11ltipli-
cation, Division etc. §. 1. — Was eineFunction ist §.6.—Weun 0.r+#>j' = <P(ar+^), so ist $xify-X-y
§. 7. — Anwendungen dieses Satzes §. 8« — Lehrsätze, die Proportionen betreffend §• 9. — BeweU
des Lehrsatzes, dafs ein Product einer beliebige« Menge rationaler oder irrationaler Zahlen im-
mer dasselbe sei, in welcher Ordnung auch die Factoren mit einander multiplicirt werden
mögen §. 15. — Was zusammengesetzte Verhältnisse, vielfache und aliquote Thcile der Verhalt-
nisse sind §. 20. — Wie Verhältnisse als mathematische Gr<">fse11 betrachtet tnit einander gemessen
werden §. 22. — Potenz im allgemeinsten Sinne des Worts §. 26. — »ahingeh3rige Lehrsätze §• 27.
— Logarithmen, Briggische uud natürliche $. 31. — Elementar-Methoden, den briggischen Lo-
garithmeu einer gegebenen Zahl zn berechnen §. 34. — Logarithmen - Täfelchen auf 10 Deci-
mahtelIen uud dessen Gebrauch §. 42. — Binomischer Lehrsatz für positive gauze Exponenten
bewiesen §.50. — Anwendung desselben aufWurzelextractiouen und Kentenrechnung 5. 53.—
Eijtwickelung derFunctionen a x
und log, x iu Reihen nebst Anwendung derselben auf wirk-
liche Berechnung von Logarithmen §. 60. •— Über den Gebrauch der in Callets logarithmi-
schen Tafeln enthaltenen briggischen Logarithmen mit 61 und der natürlichen mit t\S DecimaI-
steHen §. 74. — Merkwürdiges Resultat der Berechnung der Menge der Ziffern, woraus die
»oo I

Zahl 2 2
besteht §. 80, — Berechnung der Potenz i,05 * auf 61 Deci1nalstelle11 und einige
,<r

andere Beispiele von der Anwendung der Sharpschen nnd W o l i r a m s c h e n Tafeln §. 81.
— Ähnliches Logarithmen-Täfelchen, wie das 5. 42, nebst Anwendungen §. 85. — Beispiele
ron Rentenberechnungen vermittelst des binomischen Lehrsatzes und der Logarithmen 5. S7. —
Beispiele von unglaublich beschleunigender Zunahme des Werthes eines Kapitals, wpnn die
Zinsen alljährlich zum Kapitale geschlagen werden §. 94. — Tabelle zum bequemen Gebrauche
iu der Rentenrechuung §. 106. p. 87,
XYI . . ' ^X
Z w c i t c . V o r 1 e s u a g.
Lher die Entwickelung der log;trit!mischcn Functionen in Reihen S. 89.
Beweis des binomischen Lehrsaizes für jeden beliebigen positiven oder negativen, rationa-
len oder irrationalen Exponenten §. 1. — Strenger Beweis für die Entwickelung der Function
a* und log, x in Reihen §. 5. ~- Entwickelung einer beliebigen Potenz dcr Wurzel s der
Gleichung ux — Z 1 = 0 in eine nach den steigenden Potenzen von w fortlaufenden Reihe
r

§. 8- — Verwandlung des Ausdrucks ( a ^ - p ^ B ) i11 eine Reihe §. 15. — Entwickelung


2 1

ron l(b) + Y" + ) * "


1 wE n
^ 5« 17. — Quadratur der gleichseitigen Hyperbel §. 18. —
e i e R e i e

Formeln und Gleichungen zwischen Abscissen und Ordinaten dcr gleichseitigen Hyperbel, ihre
Snmmation etc. §. 25. — Erklärung und Formeln der trigonometrischen Functionen §. 55. —
lhre Entwickelung in Reihen £. 51. ~ Leibnitzische Reihe zur Berechnung des Bogens aus
«einer Tangeute §. 59. — Entwickelung der Gröfseu cosxs, sinxs, für jede beliebige Zahl x
in nach den Potenzen von sitis fortlaufenden Reilieu %, 60. — Reihe zur Berechnung des Bo-
gen« aus dem Sinus §. 6\, <— Zerlegung der Cosinusse und Sinusse vielfacher Bogen in Facto-
ren §. 71. — Cotesischer und Moivrescher Lehrsatz §. 83. — Hyperbolische Cosinusse, Sinusse.
Ihre Entwickelung in Reihen und Producte $. 85- — Summatio11 einiger interessanten Reihen
deren Glieder trigonometrische Functionen sind §. 95- — Unmögliche Gröfsen und ihre Anwen-
dung §. i07. — Strenger Beweis der (§. 16.) entwickelten Reihe von ^"(1 + «2 _^_ ^ 1 1 3

Beweis des Satzes, dafs jede rationale ganze Function x ^-Ax ~~ ^ yfx ~^
n n x
r
n
jf"
•ich in binomische und trigonometrische Factoren von den Formen x-^-a, x*^-ax*^-b zer-
legen läfst §. 133.
D r i 11 e V 0 r 1 e s 11 n g.
Über ebene und sphärische Trigonometrie S. 193.
Erklärungen §. I. — Formeln für die Sinusse und Cosinusse der Vielfachen von 5 §. 5. 0

— Elementar-Methode der Berechnung der Verhältnifszahl n des Kreis-TJmfangs zum Durch-


messer §.8. — DieselbeBerechnung, vermittelst derReihe des Bogens durch seineTaugenie auf
72 Decimalen §. 8- — Vermittelst der Zerlegung der Leibnitzischen Reihe auf 140 DecinialsteI-
len §. 10. — Reihen zur numerhjchen Berechnung der Sinusse, Cosinusse, Tangente, Cotan-
ge11te §. 12. — Reihen zur numerischen Berechnung der natürlichen und briggischen Logarith-
men von c o s ^ , sin~ §. 19. — Verwandlung der Sexagesimal- und DecimaIeintheilung der
Winkel und Kreisbogen §. 21. — Lehrsätze, die rechtwinklichteu ebenen Dreiecke betreffend
§. 23. ~- Trigonometrische zur Auflösung der ebenen Dreiecke nützliche Formeln §. 23.
Auflösung der ebenen Dreiecke im Allgemeinen g. 42. — Beispiele zur Berechnung ebener Drei-
XYH

ecke §. 46. — Grundformeln zur Auflösung sphärischer Dreiecke §. 52. — Gaufsische und Nep-
persche Formeln §. 67. — Formeln für den Flächeninhalt eines sphärischen Dreiecks §. 72. —
Umschriebener und eingeschriebener Kreis eines sphärischen Dreiecks §. 73. — Auflösung des
rechtwinklichten sphärischen Dreiecks §. 75. — Auflösung der sphärischen Dreiecke im Allge-
meinen 5. 85. — Beispiele zur Berechnung sphärischer Dreiecke §. 93.

V i er te V 0 r 1 e s u n g.
Über analytische allgemeine Elementargeometrie S. 255.
Axensystem, Coordiuaten, Determinanten, P10jectionen §. 1. — Analytische Formeln und
Lehrsätze §. 9. — Lehrsätze und Aufgaben, die gerade Linie betreffend §. 16. — Gleichungen
aer Ebene §. 26. — Lehrsätze, die Ebene und ihre Durchschnitte betreffend §. 29. — Bestim-
mung des Flächeninhalts eines geradlinigten Dreiecks, vermittelst der Coordinaten der WinkeI-
puncte,5. 33. —' Analytische Ausdrücke desYolumens einer dreiseitigen Pyramide, deren Spitze
im Mittelpunkte der Coordinaten §. 36. — Das Quadrat des Flächeninhalts einer geradlinigten
Figur ist gleich der Summe der Quadrate ihrer Projectionen in den drei Hauptebenen §. 5R. —
Fundamental-Sätze der sphärischen Trigonometrie, vermittelst derMethode der Coordinaten und De-
terminanten hergeleitet §. 59. — Aus den gegebenen Örtern dreier Puiicte auf einer Kugelfläche und
deu gegenseitigen Verhältnissen der Cosinusse ihrer Winkelentfernungeu von einem vierten Puncte
den Ort dieses Punctes zu bestimmen §. 4*- — Analytischer Ausdruck des Durchmessers einer
um eine dreheitige Pyramide beschriebenen Kugel. Ebendaselbst. — Von der Verwandlung
der Coordinaten 5, 42. — Von den ebenen Curven des zweiten Grades §. 49- — Einfachste
Form der Gleichungen für die Ellipse, Hyperbel, Parabel §. 54. — Parameter und Brennpuncte
dieser Linien §. 54« — Polargleichung derselben §. 60. (g) — Gleichung zwischen den schief-
winklichten Coordinaten der Hyperbel, die Asymptoten zu Axen derselben genommen §. 65. (i)
~ Normale, Tangente, Subnormale, Subta11gente der Kegelschnitte §, 67. — Warum die Linien
des zweiten Grades Kegelschnitte genannt werdeu §. 70. — Quadratur der Kegelschnitte 5. 72.
— Einige« über die FJächen des zweiten Grades S. 520. — Allgemeinste Form der Gleichung
für Flächen des zweiten Grades §. 84« •— Bedingungsgleichungen zwischen den Coefficienten
derselben $. 87. — Jede Gleichung der Flächen des 2weiteu Grades läfst sich auf die Form
TLx + © J + <Xs 4- 2$x — 0 zurückführen 5. 92. — Allgemeine gegenseitige Beziehung der
2 2 2

coujungirten Axen eines Ellipsoids §. 96. — Beweis des Satzes, dafs durch jeden Punct eines
festen Systems materieller Puncte drei rechtwinklichte Axen gelegt werden können, um welche
das System frei und gleichförmig sich bewegt §. 97. — Auflösung einer von Euler gegebenen
Aufgabe die Drehungsaxen eines festen Körper« hetreflend §. 103.

«
%

* A-
**

Verbesserungen und Zusätze.


Seite. Zeile. statt: lies:
IV 3 v. u , Philosophie PhiIosophy
VI 10 v. 0. die Z a h l der Studierenden die Gesammtzahl.
VII 3 V. 0. daselbst b e i dieser Anstalt.
— 10 V. o. der Geschichte T o n Uailly"s G e s c h i c h t e .
4 9 V. 0. 4 Ellen = 5 Arschinen 5 Ellen = 4 Arschinen.

y+y
7 12 V. u.

9 8 V. u. Zahl Anzahl.
16 9 V. 0. Z u r Erläuterung des dort V o r g e t r a g e n e n diene f o l g e n d e s . Es seien
X, x, X , 1 x,
2 X , etc. gleichartige G r ö f s e n , v o n denen j o d e kleiner ist als die nachst-
3

v o i h e r g e h e n d e , und s o v o n einander abhängen, dafs X — px + X,


1 x — ,«X 1 + x2f

X1 = <**2*2*^^3' c t c
«j W 0
f*i i<V P > P^ z etc. irgend positive g a n z e Zahlen bedeuten,

SO läfst sich die Verhältnifszahl — — 1, wenn


x •.
A — p, A 1 = + 1, A t<i = PA 2 1 + A, A 71 = PA 3 2 + A,
1 etc.

B = i, B 1 - P 1 B 2 = P B ^B
2 1 9 B ? = p B„+B ,
3 t etc.

näherungsweisemitbeliebigerGenauigkeitdurchdieBrüche^, ~ y ~ y ausdrücken.

X X
JD Jj
X
r
1

X
n
Jj2 J>3

B e z e i c h n e t man nämlich die Verhältnifszahlen — , —, etc.resuectivedurch


x *^j
h, l\, h , h^, e t c . , so hat m a n :
2

1 1 1 1

Pi + l

P2+l
h = p + — Pi + =
P2 + j^y »63 = P3 + j - , etc., s o dafs sieh i
1
unter einer F o r m des continuirlichcn Bruchs darstellen läfst: p^
1 uJr + 1 ^ + 7") + 1
^ + L, t

E s ist aber k = p + \- = = % - ^ + c t c
-
1
ii Ii . 1
^ +
E
i
= S Q»,* + ! ) + *
8 = I ^ + A „
2 1
(i
" 2 +
^ M l
+ ^
4 ^ + 1 i>A + tf ^ + ^ + n
*3
b(teA, + A) + A, _ l,A2 + Ar t . r . ^ , 4 + A - i
=
W^TWFB1 r- p ^ i ' c t c
" s o d a f 8 a l , g e m e i n
* - ^ 7 ^ ^ T ;
^ , A *x+1A + A - 1 A^1-^xA^1 n

Daher ^ - * = ^ - - _ ^ + ^ = ^ ^ ^ _ ^ Danun

A+i^x - 5
x+iA = (a+iA + A - O X 5
— (<*x+i^x + ^x-0A-i
= ^ x - 1 j5 x — J 5 _ , ^ x _ ! , so i s t , w e i l A B-B A
X x 1 = 1, A B -B ^
2 1 2 1 = — i,

— ,B ^ 3 2 = 1 , e t c . , und allgemein A B _ % X X — BA^ x x 1 = ± 1, und folglich

^ X ~f" 1
X- = ——- ^ ,—
7 , w o das Z e i c h e n 4" o d e r — gilt, j e nachdem X u n -

B
X ^x(*X+iA+A-i)
gerade oder gerade ist. D i e Brüche ~ , ~ , etc. sind demnach abwech-
1 2
°
selnd kleiner oder gröfser als der E x p o n e n t h des Verhältnisses — , und w e i l der U n -
CC
A x 1
ter8chicd h absolute g e n o m m e n < jrx, so k a n n derselbe kleiner werden als
B
\ X

j e d30
e g e g e b10
e n e v . G ur ö. f s e .
35
Seite. Z e 13
ile. V. 0. statt: lies:

40 6u.7 V. u.
— log. 3 — 2 log. 3.
0,00900 00434 0,00000 00434.

42 7 V. u. n — \ y A n— 2 y n— 1 y . n - 2 y -

— -i^> ~ x — ' i " " - 3 ~ * ^


12
A

43 V. 0.
_ = 3^zi.^3 = _?^=**^ .
45 nach 3 V. 0. lies: 4m x 4m x J

^ = 8, Ar = 2 8 , y = 2. =
/> i a _I
fl(l —
n n

=r
f die W e i s e ist, w e n n JV = a " + & , r ^ J V = a ( l + - ^ ) « = « ^ ) *
„ f l 4 _ 1 6
_ 4 > ( 1
+ " ) . l.(1+n)Cl+2») ,A^j_etc^
10 V. 0.
ö ( 1
+ 7z-^ + ^727T' <2V } +
;>.2rc.3^ JV> + -> ( e t c

X
48 7u.l Ä A""
V. u.
r i

50 2 V. o.

n ( l —,)y1 fand re(y"— 1), fand B r i g g s .


54 i V. u.

6 V. u.
-<'-=>?
l&=i)'
' V + l' B+l'
**• - 4~) *>*• - ^
T l -
6 V. u.
y

-^P»' -(^)>

>

*
XX
Seite. Z e i l e . stattr lies:
63 4 v.ur. 30 000000 00000O 3 000000 oooooo-.
3 v.u. 28 000000 000000 280 000000 000000.

log.
= log.An
A- — nlo
73 2 v.o.
75 8 v.o. log. An K~o plog.
15 Rubel 69,5 e k eA
n — n log. (14"a>J 96,5
15 Hubel KopekcD.
86 8 v.o. 4 4
(1 + «) a
(1 + •)«
92 15 v . o . 1 4- j:|» 1 4- *
4- J

+y)y
4 v.o. 0(#4^)>^.
94 9 v.o. 0(*
95 8 v.u. p« + ^(3* — l > a
+ ^(4» — 1>W* »a, 4- 5(3»—l)«3^(4»—i) V+«tc;
2
c

97 9 v,o. J,
7 (am E n d e )

5 v.u. Xa> J»

zP>*
99 7 v.u.
100 7 v.u. Zahlen Zahl

y*(l
101 6 v.u. r o 4-
5 v,o. .v (#4 _ 4)+ «)-5
2 x' (x* —
J

x.
— 6 v. o.
, -At*
— 7 v.o. (zweimal) — (beidemal) -
s(*4-3) . c

.— 9 v.o. 53c .
102 10 v . o .
103 6 v.o. » 4- KC 4- * )* 1 2 (*> + rci 4-

Qt2.
104 4 v.u.
— 2 v.o. Hyperpel Hyperbel
a
105 5 v.u.
2 2

i + * i 4-

§ log. | log. nat.


106 3 v. u. »
i 4- nat.
109 7u.8 v . o . Ahse, (m — 1), Ord. (m — 1) Abs.(m —1>, Ord.(m-lfa

110 14 v . o . r> m
— 1
r *\ 3

O -.
m —1
(m — 4)
—^-(^~4)
n
Qm-*>
111 12 v . u . c
Seite. Zeile. statt: lies:
117 2 v. u. cos = £ coss = £
— 11 v. u. PO PQ
119 11 V. 0. von B von P
Qx Qx
126 4 V. u.
K > l + <P*1
'

127 7 V. 0, -— 4>x

YWTW
^>1 4- 0l a

— 14 V. o.
<pl
128 6 V. 0. •
sin Arc*
*
tan ^rr
<fi

$>'(x + y). 44*


130 6 V. u. Bernonlli
«/«jc ^//"C. fara
133 10 V. 0. cos — 2

Bernoulli
XK
COS —
142 lOu.11 V. 0. P, £ und f < * + l > c ' * (resp.) f*, ^ und ^ ( x 4 ^ ) * '

144 nach 6 V. u. A n m . E s verdient hier b e m e r k t

Function z —
= #„2r-i (2r+l)x - 2 7 1
+ ^±1 (2r-2)^^-S — 2 i ± ^ 2 r — 3 ) : x 3 2 r
~ 5
...- 2
«£ O C

unter d c r Form (*-2)[^+^-'-(r-1)A^-*-(r-2>r-^^


— ( x — 2)y2 dargestellt w e r d e n k a n n . Setzt man nämlich x = 2coss, s o ist
2r . ,* 1

A •, ''+^ _ 4 sw !

—,s.ro^-
2

z = 2 c.os{2r + 1)* 2 =
^
4 wrt —J—s — 2

COS*-

(.5zVi(r4-1).9 4* sinrs) 2 /0 ovC"Vr+1>4smrs)


(2coss—2) •—
,,, Cwz(r4^)s4*?>ir.y)<
—=(2coss—2).
2

A , S
• - S
SiZi S 2

4 cos - sin- - 7

Ju £
= ( . v - 2 ) [x + x ~ r r l
— (r—1)x - — (r-2)xr-3 + (r-2)-^-4
r 3
4. ( r — 3 ) : a
.r -5 — etc.]
r 1

. . , s/n(r^-1)s^-sinrs , . , „ ^
L s ist also y= -—•—f—J , und wird = 0, wenn s — =r——. Daraus e r -
J
sin s ' 2r 4-1
giebt s i c h , dafs 2coss, 2cos2*, 2cos3s, . . . 2cosrs, die r W u r z e l n der Gleichung
.r 4-x - —Cr—l)x ~
r r , r : i
— ( r — 2 ) x - 4 - ( r — 2) Ar -44-etc. = o s i n d , und sich folglich
r 3 :
<;
2 r

die T h e i l u n g des K r e i s e s in 2r4-l T h e i l e auf die Auflösung einer Gleichung v o m rten


Grade zurückführen läfst. S o hängt z. B. d i e T h e i l u n g des K r e i s e « in 3, 5, 7, 9, 1 1 ,
T h e i l e resp. v o n den Gleichungen x 4 - l = o , a r 4 ^ r — 1 = o , . r 4 * r — 2jr — l = o ,
2 3 2

*<4-r3_3j:2_2x4'l=:o, jc* + xi-4x2-3x*+Zx + l=zo ab.


Ist d i e Z a h l 2r+l eine Primzahl und r = a bßc?, K
w o a, b, c, etc. ebenfalls P r i m -
zahlen, so läfst sich die T h e i l u n g des K r e i s e s a u f « Gleichungen v o m « t c n , ß G l e i -
chungen v o m 6ten etc. zurückführen. S o läfst sich z. B. die T h e i l u n g des K r e i s e s in
13, 17, 19, 73 T h e i I c , weil r resp. 2.3, 23, 3 , 2 3 2 2 2
r e s p . auf eine quadratische und c u -
b i s c h e , drei quadratische, z w e i c u b i s c h e , z w e i quadratische und z w e i cubische z u r ü c k -
führen. Ich will v e r s u c h e n , d a s W e s e n t I i c h c dieses von G a u f s entdeckten merkwür-
digen S a t z e s , soviel es die Beschränktheit des B a u m e s erlaubt, hier mitzutheilen.
Zuförderst bemerke man, dafs jede positive ganze Zahl A 7
unter der Form
^u(2r + l ) ± x
dargestellt w e r d e n k a n n , w o f*, X g a n z e Z a h I e n und X nicht > r. Man
nennt alsdann X den kleinsten R e s t v o n N nach dem M o d u l u s 2r + 1. Bedeutet f e r -
ner g eine s o l c b e positive gr<nzeZahl, dafs die kleinsten lleste von 1, g, g , 2
g?> t ...^r—I

alle v o n einander v e r s c h i e d e n sind, so w i r d g eine Priniitivwurzel v o n 2r+l genannt.


S o ist z. B. 2 eine Primitivwurzel v o n 19: e b e n s o 10. Im ersten Falle sind die k l e i n -
sten R e s t e der O r d n u n g nach 1, 2, 4, 8, 3, G, 7, 5, 9; im letztern 1, 9, 5, 7, 6, 3, S,
4, 2. Für 17 ist 2 k e i n e P r i m i t i v w u r z e l , denn die kleinsten Beste sind 1, 2, 4, 8, 1,
2, 4, 8; w o h l aber 10, drren kleinste R e s t e 1, 7, 2, 3, 4, 6, S, 5; eben so auch 3,
deren kleinste Reste für 17 f o l g e n d e s i n d : 1, 3, 8, 7, 4, 5, 2, 6.
W i r wollen j e t z t z e i g e n , w i e die Constv. des 19 E c k s v o n der Auflösung z w e i e r
360°
cub. Gleichungen abhängt. E s sei = s o i s t , wenn man 2co*P, 2cos2$, 2cos3$

ete. resp. durch ( I ) , (2), (3), etc. b e z e i c h n e t , zufolge (p. 1C8, §. 101.) (1) + (2) + (3)
+ (4)-K5) + (fO + (7) + (S) + (fl)=:-l Gröfsen (1), (2), ctc. nach dor Ord-
o a V r

nung dcr kleinsten R e s t e für irgend eine P r i m i t i v w u r z e l , w o z u w i r die Zahl 2 neh-


men w o l l e n , geschrieben (1) + (2) + (4) + (S) + (3) + (C) + (7) + (7) + (9) = — 1.
Setzt man nun (1) + (8) + (7) — ß, (2) + (3) + (5) = ß ' , (4) + (6) + (9) = ß", so ergiebt sich
fl3'=-l+jS'+20", £'0"=—l+0"+2& ß"ß=-1+ß+2ß'. naherßß'+ß'ß"+ß"ß = —6

und ßß'fi" = — ß"+ß'ß" + 2ß"ß" = — l+2ß+Wß". Man findet aber ß"ß"=r* + ß' + ß",
also ßß'ß"= 0 + 2(ß^-ß' + ß " ) = 7. Es sind also fi, ß', ß " die drei W u r z e l n der cu-
bischen Gleichung x ?>
+ A' — Gx — 7 — o.
2

D i e eine dieser drei W u r z e l n findet man = — 1,221S761623. Man überzeugt sich


leicht, wenn man nun obenhin die Sänustafeln zu Rathe zieht, dafs ß diese W u r z e l ist.
0==4-jS' und ß'- = 4—ß", dafs ^'=2,5070186441, js"=-2,2851424818.
D a r a u s folgt, weil
W e i l nun endlich
r
(l)4-(3) + (7) = 0 = -1,221S7O1625, (1)(8) + (1)(7)4-(8)(7) = ^ + ^"
^r>n 0

— — 3,5070186441 und (l)(3)(7) = iS'+2 = 4,5018G441, s o i s t c o s ^ j - eine d e r d r e i W u r -


zeln der cubischen Gleichung ^ + 1,2218761625 .v--3,5070l8644l.r-4,5070l86441 = o
und diese ist 1,8916344834.
Um die Construction des 17 Ecks zu bewerkstelligen, ordne man zunächst die Gr<>-
360°
fsen 2cos<P, 2cos2$>, 2cos3p,...2cos80, wo indem man für irgend einePri-
mitivwurzel g die kleinsten Keste von 1 , g, g , etc. nach dem Modulus 17 hinschreibt. 2

Setzen wir ^ = 3, und bezeichnen wieder 2cos<P, 2cos2Q, 2cos3$, etc. resp. durch (1),
(2), (3), etc., so haben wir (1) + (3) + (8) + (7) + (4) + (5) + (2) + (6) = —1. Setzt
man nun (1) + (8) + (4) + (2) = £, (3) + (7) + (5) + ( 6 ) - ^ ' , so erhält man ßß' = — 4.
Es sind also ß ß' die beiden Wurzel der quadratischen Gleichung x + .r — 4 = o, de-
y
2

ren beide Wurzeln ~ | + § K "*ie Gri>fsen ß, ß' sind. Esistdemnach £ = 1,5615528128,


17

0 ' = - 2 , 5 6 1 5 5 2 8 1 2 8 . Setzt man ferner (1) + (4) = « , (8) + (2) = *, so hat mon « + « = 0 , 0 o

M « , = : — 1. Es sind also « und « die beiden Wurzeln der Gleichung


0 Q x —l,561552S12S.v 2

— 1 = o, daher « = 2,0494811777, « = — 0,487928364. Eben so findet man, wenn


0

(3) + (5) = « , (7) + (6) = «', also « + * = ß', « * = — 1 vermittelst der Gleichung
0 0 0

tfs + 2,561552S12S*-l = o, 4 = 0,34441507314; « = — 2,9057035442. Endlich erhält


man, weil ( l ) + (4) = * , (1)(4) = « vermittelst der Gleichung x — 2,0494811777.v
0 0
2

-f0,3441507314=o,
360°
(1) oder 2co« ^-° = 3
1,8649444588. Daraus Ch. -^- 2sin^— =

= y{2 — 2cos~ l7 ) — y^0,l350555412 = 0,3674990358.

Seite. Zeile. statt: lies:


(rc-2)« . (n-2)n
4 A (* — 1)(x — 9) .
2 2
A (A^_1X.r3—0)
sin 2 .,
n 2n
136 lOv.o.
Q -. •< T ^ * — , . (,-_1)*_0
3*-0
8 1 , 1 8
2Ta71
. 3ff+^>
s
', . (r-1>+(
154 8v.u. -... + sin- +sm——...-Tsin ——

149
160 52 v.u.
v. o. (Y
3
xr —
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— ") —
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+ + ") ~ m

2Cinh 3
' 2 2 "
150 1 v. u. sin 2
11 v.u.
2

— Sinh*s.
190 1 v.u. A x ~3
2
n
AX ^. 0
71 2

~ 11 V . O. X^ p* X . 2

^ 7 v
- u
- i t t ^ n $ * r s ^ # ' -
i v.u. q—Yp'q 9, = K>,7-
«... '^*'* -
. •Vf . . X* Xn

201 13 v.o. SM^ = I co*— — 1 co,v —


202 13 v.o. — .9*
211 1 v. o, dcr 60ste Theil der 90ste Tlieil.
XXlV
Seite. Zeile. statt: lies:
211 7 v. 0. 0,21319827 0,21318827
8 v. 0. 1 9 I l 13
0
19°11'13
— 13 V. 0. 37"' 27'"
— 17 V. 0. 28"' 27"'
215 2 V. u. + sin -| A. sin \ B 4 - cos\A sin\B

— 6 V. 0.
Y\si.\ — a) Y ls.(is-a)
' bc f
*

220 8 V. u. Winkel B Winkel C


— 7 V. II. cot%B cot\C
223 10 V. 0. BC AB

225 9 V. u. JT?- C J
A F ^ = ~ *
•** ~ sinCBA M
sin CFA
229 2 V. o. 2 cos a cos c cos c 2 cosa cosb cosc
— 3 V. u. sinA sinC cosa sinA sinC cosa.
233 3u.4 V. u. cos({ a 4- b), sin{\ a 4 b) cos ±(a 4- b), sin \{a + h)
246 1 V. 0. 5 8 ° 37' 17" 5S° 22' 4 3 "
— 11 V. o. 3» 35' 5 9 " 3 ° 35' 39'
257 6 V. 0. Ayensystem Axensystem
— 9 V. u. W i n k e l , den W i n k e l , die
258 7 V. u. x"Y+y"Y+z"Y x"X+y"Y+z"Z
— 2 V. u. Q0,2

201 8 V. u. — ZZ Z"Y
264 2 V. 0. Linien Linie

i— = g=
267 10 V. u.

-i'v"i-i"»?
273 10 V. o.
£ = 0, « — 0, 1 £ = 1, * <>, 0
276 12 V. 0.

f> g> Ih
2CEFi, f>g--h.
278 10 V. u.

2CEF.
287 14 V. o.

ti + &"). £, v\
305 10 V. o.
+ 2$e$, + — 2£g£, —

E(v"{"+f>>") F(v'Z'
320 12 V. 11. lassen sich nun die in £, v\ < läfst sich nun der in

2E'%'%'
321 12 V. u. 2^'3)'3".
1 V. u. statt:
lies:
323 9 u . l 0 V. 0. statt:

: 2 — L lies: 2—L.
E r s t e V o r 1 e s u n g.

Über Verhältnisse, Proportionen, Potenzen und Logarithmen.

§. 1. Eino Gröfse wird mit einer andern gleichartigen Gröfse g e m e s s e n , wenn

man u n t e r s u c h t , wic viel mal diese oder ein aliquoter T h e i l derselben in der ersten

oder auch wie oft die andere in einem V i e l f a c h e n der ersten enthalten ist.

N i m m t man nämlich irgend ein Vielfaches der Gröfse X, welches wir durch

mX bezeichnen w o l l e n , so wird darin Aie. Gröfse x m e h r e r e mal genau oder mit

einem Ueste x enthaken sein, so dafs entweder mX. = nx, oder = nx -f- £

i s t , w o n eine ganze Zahl und $ eine Gröfse < x bedeutet, dafs <>lso im ers<ern

Falle X = — x , im letztern X > — x und < —^ - x- 1


ist. Jc gröfser die Z a h l
m m iu

m ist, desto kleiner ist der Fehler, den man b e g e h t , wenn man X = — x oder =

x setzt. Man kann sich dieses V e r f a h r e n s mit Nutzen b e d i e n e n , um zwei


m

v e r s c h i e d e n e Längenmafsen mit einander zu vergleichen. Gesetzt man wollte die rus-

sische S a s h e n e , w e l c h e 7 engl. Schuh enfhält, mit dem französischen Metre messen,

so dürfte man nur auf einer F,bene eine Standlinie von einigen W e r s t e n mit der

Sashene a b m e s s e n , und alsdann u n i e r s u c h e n , wie viel mal der M e t r e in dieser L ä n -

ge enthalten sei. Hätte in:tn z. 11. eine Standlinie von 1000 Sashenen abgesteckt und
gefunden, dafs in dieser Länge der Metre etwas mehr als 2133 mi:I aher nieht

g a n z 2134 mal enthalten s e i , so würde daraus f o l g e n , dafs <lie russische Sashene

2,133 und < 2,134 franz. M e t r e s s e i . E b e n s o läfst sich mit ziemlicher Genauigkeit

auf dem Reifsbrette die Gröfse eines K r e i s b o g e n s mit dem U m f a n g e desselben K r e i -

ses v e r g l e i c h e n . Trägt man nämlich mit Hülfe eines Z i r k e l s den Kreisbogen auf

dem g a n z e n U m f a n g e so oft herurn, b i s der eine Fufs des Z i r k e l s entweder genau

o d e r ziemlich nahe auf den A n f a n g s p u n k t fällt, so wird sich aus der V e r g l e i c h u n g

der M e n g e der Umläufe und der M e n g e der W e n d u n g e n des Z i r k e l s die Gröfse des

B o g e n s ziemlich genau bestimmen lassen.


p

V o r l ä u f i g ist auch hier ein V e r f a h r e n zu b e m e r k e n , eine Gröfse genau o d e r n ä h e -

r u n g s w e i s e mit einer andern gleichartigen zu m e s s e n , das sich am natürlichsten dar-

zubieten scheint. E s seien die beide Gröfsen X , x und X > x s o wird x in X

ein oder mehrere mal genau oder mit einem Reste X 1 <T x enthalten, also

X = ^*x oder = ^*x + X 1 sein, Wo f» irgend eine g a n z e Z a h l und X 1 eine Gröfse

< x bedeutet. Im erstern Falle ist die A r b e i t v o l l e n d e t ; im letztern aber wird X1

w i e d e r in x ein o d e r m e h r e r e mal genau oder mit einem Reste X 2 <; X1 enthalten

s e i n , s o dafs x = ^ X oder
1 1 — ^ X 4-
1 1 x . 2 Im letztern FaIIc untersuche man Avie-
d e r , w i e oft X 2 in X enthalten
1 ist, und man wird X 1 = x 2 oder ^ x 3 4- X 3 finden.

D i e s e Operation setze man so lange fort bis man auf einen Rest k ö m m t , der e n t w e -

der = 0, oder so klein ist, dafs man ihn vernachlässigen zu dürfen glaubt. E s sei z. B.

X = 3x + X, 1 x — 7x x + x , X
2 1 = 15x 2 + X, 3 X 2 — X 3 + X; 4 vernachlässigt

man den letzten R e s t X 4 und setzt X 2 = X,3 so wird X 1 = 16x , 3 x = 1 1 3


^ 3 und

x 355

X = 355x 3 = 355
JJ^ = J ^*- 1 I s t
<*er Rest X > |X 3 3 und setzt man denselben,

statt ihn z u v e r n a c h l ä s s i g e n , = x^, so dafs X = Ix ,


2 = 2x , 3 sowird X 1
3
3 x —-
688 355 ffs
2 1 9 x ~ und X = 6 8 8 x . = - x . DerwahreW erthvonXliegt z w i s c h e n ^ ^ u n d — x,
3 219
r

3 113 0
219'
I
und w e i l der Unterschied dieser beiden Gröfsen — n 4 7 4 7 x i s t , so kann j e d e r dersel-
4
ben fiir den wahren W e r t h v o n X bis auf einen Fehler < 2^^xgen0mmenwerden.
D e r Beweis dieses Satzes und dic weitere Ausführung des Gegenstandes überhaupt

wird in der L e h r e von den continuirlichen Brüchen vorkommen.

§. 2. Verhältnifs ist die quantitative oder durch Messen bestimm-

bare gegenseitige Beziehung zweier gleichartigen Gröfsen. Diese Bezie-

hung wird durch das z w i s c h e n b e i d e Gröfsen gesetzte Z e i c h e n : ausgedrückt. So b e -

deutet X : x das Verhältnifs X zu x . D i e Gröfsen X , x selbst w e r d e n die Glieder

des Verhältnisses X : x genannt, und z w a r X das V o r d e r g l i e d und x das IIinterglied.

Verwechselt man diese beiden Glieder und macht das IIinterglied zum Vordergliede,

und das V o r d e r g l i e d zum Hintergliede, o d e r v e r w a n d e l t man X : x in x : X , so wird

x : X das umgekehrte Verhältnifs v o n X : x genannt.

M a n unterscheidet in den L e h r b ü c h e r n arithmetisches und g e o m e t r i s c h e s V e r h ä l t -

nifs v o n einander. IIier ist v o m sogenannten g e o m e t r i s c h e n Verhältnisse die R e d e ,

w i e wir überhaupt i m m e r , w e n n nicht das Gegentheil b e m e r k t w i r d , das W o r t Ver-

hältnifs nur in diesem Sinne gebrauchen w e r d e n .

§. 3. Zwei Verhältnisse X : x und Y : y s i n d , nach Euklid, einander

g l e i c h oder es ist X : x = Y : y w e n n für j e d e a w e i b e l i e b i g e ganze Zah-

len m, n

zugleich mX > nx und mV > ny

oder mX < nx und mY < ny

oder mX = nx und mY — ny.

D i e Gleichheit z w e i e r Verhältnisse X : x = Y:y >tird auch eine Proportion und die

Gröfsen X , x , Y , y werden die Glieder d e r s e l b e n , und z w a r x , Y die mittlern, und

X, y die äufsern Glieder genannt.

§. 4. Wird das Hinterglied des einen Verhältnisses einer Proportion zur E i n -

heit a n g e n o m m e n , so wird sein V o r d e r g l i e d der E x p o n e n t oder die Verbältnifszabl

des andern Verhältnisses genannt. S o ist z. B . , wenn X : x = k : * oder wenn


k : 1 = X : x, k d c r E x p o n e n t des Verhältnisses X : x orler seine Verhältnifszahl.

Läfst sich dieser E x p o n e n t v o n X : x genau durch eine Z a h l , sie mag eine z u s a m -

mengesetzte oder eine einfache, g a n z e o d e r g e b r o c h e n e Zahl sein, darstellen, so wird

X in B e z u g auf x eine e o m m e n s u r a b l e Gröfse g e n a n n t : im Gegentheil, wenn sich X

durch k e i n V i e l f a c h e s irgend eines aliquoten T h e i l s . v o n x , so klein man denselben auch

annehmen m a g , sondern nur näherungsweise darstellen läfst, so heifst X in B e z u g

a u f x eine i n c o m m e n s u r a b l e G r ö f s e . Im ersten Falle ist d e r E x p o n e n t k eine r a t i o -

n a l e im letztern eine i r r a t i o n a l e Zahl. So ist z. B . der E x p o n e n t des V e r h ä l t n i s -

ses der Elle zur A r s c h i n e , weil 4 Ellen = 5 Arschinen, eine rationale Z a h l , näm-

lich |. Hingegen die Verhältnifszahl des K r e i s u m f a n g e s zum D u r c h m e s s e r , welche

man g e w ö h n l i c h durch den Buchstaben » b e z e i c h n e t , eine irrationale Z a h l , und wird


22 355

näherungsweise durch -^-, jj^ oder 3 , T 4 1 5 9 2 6 5 . . . ausgedrückt.


§. 5. Z u f o l g e der Proportion X : x = Y : y ist X eine G r ö f s e , die sich zu x
\ \"
v e r h ä l t , w i e Y zu y. M a n drückt diefs durch X = •—aus. Ist y = 1 und V — k,
y J

eine abstractC Z a h l , so dafs X eine Gröfse b e d e u t e t , die sich zu x v e r h ä l t , wie k

zur E i n h e i t , so schreiht man diefs s o : X = k x und k x wird das l * r o d u c t aus der

Gröfse x m i t der Z a h l k m u l t i p l i c i r t genannte Die Gröfse x ist alsdann der


M u l t i p l i c a n d , und die Z a h l k der M u l t i p l i c a t o r . I)afs k der E x p o n e n t des
X

Verhältnisses X : x i s t , w i r d durch k = — angedeutet. Um a n z u z e i g e n , dafs x ei-

ne Gröfse sei, die sich zu der gleichartigen X verhält, w i e die Einheit zu k , schreibt

man x = A l s d a n n nennt man x den Q u o t i e n t e n , w e l c h e r herauskömmt, wenn


K
man X , den D i v i d e n d , mit der Z a h l k , d e m Divisor, dividirt.

§. 6. Function nennt man j e d e G r ö f s e , in sofern dieselbe zu einer andern v e r -

änderlichen Gröfse in einer solchen B e z i e h u n g gedacht w i r d , dafs wenn der Werth

der letztern g e g e b e n i s t , der W e r t h der e r s t e m sich bestimmen läfst. Um die reci-

p r o k e B e z i e h u n g der letztern veränderlichen Gröfse zu ihrer Function auszudrücken,

w e r d e n wir sie das A r g u m e n t der Function nennen. So ist z. tt. die Sehne eine
Function des dazu gehörigen Kreisbogens,.und alsdann ist der Kreishogen das Argu-
ment der Sehne. Man kann aber auch den Kreishogen als Function der Sehne be-
trachten, und alsdann ist die Sehne das Argument des dazu gehörigen Kreishogcns.
Um aHzuzeigen, dafs eine veränderliche Gröfse X eine Function einer andern x seie,
hedient man sicfr gewöhnlich eines der Buchstaben f, F, Q, <£, und schreibt diefs so
X = q>\. X ist hier die Function, x ihr Argument und der vor x stehende Buch-
stabe Q bezeichnet die Art der Abhängigkeit der Gröfse X von x oder die Form dcr
Function, so dafs wenn zugleich X = #x und Y = Qy, dadurch angedeutet wird,
r

dafs X durch x eben so bestimmt wird, wie Y durch y. Bedeutet also z. B. X =


Qx, die Sehne eines Kreisbogens x für einen gegebenen Halbmesser, so mufs man
die zum Bogen y desselben Kreises gehörige Sehne Y durch Qy ausdrücken. Diefs
vorausgeschickt, wollen wirfolgendenLehrsatz beweisen.

§. 7. Wenn 0 x eine solche Function von x bedeutet, dafs 0x-^0y =

0(x + y) so wird Qx : Qy = x : y sein.


Aus der Gleichung 0 x + ß y = $(x + y)folgtnämlichzunächst,wennmany = xsetzt
dafs 2 Qx = Q* + Q* •— Q 2x
daraus 3 Qx = Qx + 2 0 x = QM + Q 2 x = ; Q 3x

5
4 Qx = Qx + 3 Qx = Qx + Q 3x = Q 4x
5 Q x= Qx + 4 Qx =• Q x + Q 4x = Q x
etc. etc.
so dafs, wie man leicht übersieht, wenn m, n irgend zwei beliebige ganze Zahlen
bedeuten
nxQx = Qmx und nQy = Qny.

Aus der Gleichung Qx 4~ Qy — Q(^ -'- y) folgt aber auch, dafs wenn z —
x 4- y, also z > x, auch Q-/. > Qx sein mufs.
Ist also für jede zwei beliebige ganze Zahlen n i , ii
mx > oder < oder =r ny
so iiiufs auch respective piiix > oder < oder = ^ny f
und folglich auch m<px > oder <; oder = n#y sein.

Es mufs also, zufolge der Euklidischen Definition von dcr Proportion (§. 3.),
Qx : Qy =. x : y, und weil diefs für alle mögliche YVerthe von y gelten mufs
auch Qx : Ql = x : 1 und folglich (§. 5.), Qx = xQl sein.
Lagrangc beweiset diesen Satz, in seinen Lecons sur Ie calcul des fonctions, Seite
18 — 20, auf eine etwas künstliche Art vermittelst der Differenzialrechnung oder der
Theorie der abgeleiteten Functionen. Ich bemerke dies nur, um auf die Nützlichkeit
der Euklidischen Def. von den Proportionen auch in der höhern iVnalysis aufmerk-
sam zu machen.
§. 8. Der so eben bewiesene Satz führt auf einen sehr eleganten und strengen
Beweis der beiden geometrischen Lehrsätze , dafs die Bögen eines Kreises sich wie
die dazu gehörigen YSinkel und dafs Rechtecke von gleicher Höhe sich wie ihre
Grundlinien verhalten. Bezeichnet man nämlich dcn Bogen, dessen Winkel x und
dessen Radius — r ist durch Arc. (x, r) so hat man Arc. (x, r) + Arc. (y, r) =
Arc. (x + y, r). Eben so erhält man, wenn mandas Rechteck dessen Höhe h, und
dessen Grundlinie x, durch Rect. (x, h) ausdrückt,
Rect. (x, h) H- Rect. (y, h) = Rect. (x + y, h).
Diese beiden Gleichungen sind, wenn man sowohl Arc. (x, r) als auch Rect. (x, h)
durch andeutet in der Gleichung
Qx + Qy = Q(x + y) begriffen,
so dafs also, weil alsdann, wie wir gesehen haben
Qx : Qy — x : y,
Arc. (x, r) : Arc. (y, r) = x : y
und eben so Rect. (x, h) : Rect. (y, h) = x : y sein mufs.
Man vergleiche damit die Beweise dieser beiden Sätze in den Elements de Geometrie
von Legendre p. 45 und p, 63. Auch gehört dahin der Beweis des Satzes in Ie
Gendre p. 177.
§. 9. W e n n z w e i V e r h äl t n i s s e e i n a n d e r g 1 e i c h s i n d, s o mii s s e n a u c h

ihre umgekehrten Verhältnisse e i n a n d e r g l e i c h s e i n , oder wenn X : x —

Y ; y , so mufs auch x : X = y : Y sein.

A u s X. : x = Y* : y folgt (§. 3.), dnfs für j e d e zwei beliehige ganze Zahlen

m , n zugleich respective

mX > oder < oder = nx

und mY > oder <; odex = ny

und also auch zugleich

nx > oder <[ oder = mX

und ny > oder < oder = mY

und folglich x : X = y : Y sein mufs.

§. 10. Wenn alle v i e r G l i e d e r e i n e r P r o p o r t i o n gleichartig sind, so

verhält sich das A g g r e g a t der V o r d e r g l i e d e r der beiden gleichen Ver-

hältnisse zum Aggregate ihrer Hinterglieder, wie die r e s p e c t i v e n Vor-

derglieder zu den Hintergliedern der heiden gleichen Verhältnisse,

oder wenn

X : x — Y : y s o ist auch

X + Y : y + y = X : x = Y : y.

W e i l nämlich X : x = Y : y, so mufs für jede zwei beliehige ganze

Zahlen i n , n zugleich

mX > oder < oder = nx

und mY > oder < oder r= ny

und folglich auch m(X+Y)> oder < oder = n ( x + y)

und deshalb X + Y : x + y = X : x — Y : y sein.

Aus X + Y : x + y = X : x = Y : y ergiebt sich dafs

der E x p o n e n t dieser drei Verhältnisse derselbe sein m u f s , dafs a l s o , w e n n man d e n -

selben durch k b e z e i c h n e t

X + Y — k(x + y), X. = kx, Y — ky

und folglich kx + ky = k ( x + yj sein wird.


Daraus folgt auch, wenn x > y, dafs " k ( x — y ) + ky — kx und demnach

kx — ky = k ( x - y ) , oder, weü k x = X, ky = Y, dafs X - Y — Jc(x-y)

und folglich

X - Y : x — y = k : t = X : x = Y : y ist.

Es ist a l s o das V e r h ä l t n i f s der S u m m « oder des Unterschiedes dcr

Vorderglieder zweier gleichen Verhältnisse zu dcr Summe oder dem

Unterschiede der beiden H i n t e r g l i e d e r d e r s e l b e n , jedem dieser beiden

Verhältnisse gleich,

o d e r es ist X i Y : x i y = X : x = Y .: y .

§. 11. D i e Gleichung k x + ky = M x
+ y) ist, wenn man kx = 0x

setzt, mit der Gleichung 0x + 0y = 0(x-+y) identisch, folglieh ist auch

kx : ky = x : y.

Wenn daher dasVorder- undHinterglied einesVerhältnisses mit

einer und derselben rationalen oder irrationalen Zahl multipIicirt

w i r d , so b I o i b t d a s Verhältnifs un.geändert.

§. 12. Wenn die v i e r G l i e d e r einer Proportion gleichartig sind, so

kann man die beiden mittlern oder die b e i d e n äufsern Glieder mit ein-

ander verwechseln, ohne dafs die vier Glieder aufhören eine Propor-

t i o n zu bilden.

Es sei w i e d e r X : x = Y : y und X = k x , so wird

Y = k y und X 4 - Y = k ( v + y) und wie wir eben g e s e -

hen haben kx : ky — x : y o<ler X : Y = x : y, und folglich auch y : x ' =

V : X. x*in.

§. 13. D a der Satz, dafs \x : ky = x : y , f ü r . j e d e beliebige abstracte Z a h l k

gilt, so mufs auch, wenn k irgend eine von k verschiedene Zahl bedeutet,

kx : ky = x : y und folglich auch k x : ky = kx : ky sein; woraus sich

(§. 10.) e r g i e b t , dafs ( k x 4- k ' x ) : ( k y + ky) = kx : ky = x : y , und y — 1

gesetzt, k x 4" kx : k 4- k = x : 1 oder k x + kx = (k 4- k ) x.


Ist k < k , so ist auch (k — k ) x + k x = k x u n d f o l g l i e h k x — k x = (k k) x .

§. 14. Es lassen sich die beiden Satze k x + ky=k(x + y)undkx 4~ kx =

(k i k) x , \vo entweder die beiden obern oder die beiden untern Z e i c h e n z u g l e i c h

gelten, jener auf mehrere Gröfsen x , x, x, x, etc., dieser a u f m e h r e r e Z a h l e n k ,

k , k , k , etc. a u s d e h n e n , so dafs
* " *" . * ** 9tt

kx + kx + kx 4- kx 4- etc. = k(x 4- x 4- x + x 4- etc.)

und kx 4- kx 4~ k x 4- k'x 4- etc. = (k + k 4- k ' 4 - k"+ etc.) x

w o man nach Gefallen das A d d i t i o n s z e i c h e n +


r
mit dera Subtractionszeichen — in den

correspondirendcn T h e i l e n der Glieder beider Gleichungen vertauschen k a n n .

, . Da nämlich kx 4" kx —k(x4- x ) so ist

kx 4- kx' 4- kx = k(x 4- x) 4- kx = k(x 4- x' + x)

und kx 4- kx — kx — k(x 4" x) — k x = k(x 4- x — x).

So wie hier der SaIz für drei Gröfsen x , x , x , aus demselben Satze für zwei

Gröfsen x , x hergeleitet ist, so kann man ihn auch auf v i e r , fünf etc. Gröfsen ausdehnen.

Eben s o folgt aus k x ± kx = (k ± k) x

dafs kx 4- kx + k x — (k 4- k) x + kx = (k + k + k ) x , etc.

§. 15. Z u den S ä t z e n , die man in der E l e m e n t a r - A r i t h m e t i k entw eder gar nicht r

o d e r nicht mit genügender Strenge b e w e i s e t , gehört der L e h r s a t z d a f s e i n Product

aus einer beliebigen Zahl Factoren immer dasselbe bleibt, in welcher

Ordnung auch immer dieFactoren mit einander multipIicirt Werder.

L e g e n d r e b e w e i s e t diesen Satz gleich anfangs in seiner T h e o r i e des N o m b r e s , doch

nur für g a n z e Z a h l e n . Ich werHe denselben mit Benutzung des bereits V o r g e t r a g e n e n

allgemein für alle m ö g l i c h e F a c t o r e n , wenn dieselben auch Irrational-Zahlen sind,

darthun.

§. 10. W i r wollen zuerst für irgend z w e i Zahlen a, b z e i g e n , dafs a X b = b X a

oder a b ~ b a ist.
E s bedeutet nämlich a X b oder a b das P r o d u c t der Z a h l a mit der Z a h l b mul-

tiplicirt oder eine Z a h l , die sich zu a v e r h ä l t , wie b zur Einheit.

D e m n a c h ist a X b : a = b : 1 und folglich ( § . 12.) a X b : b = a : 1. E s ist

aber auch b X a : b — a : 1. Also a X b : b = b X a : b und deshalb a X b =

b X a oder a b = ba.

§. 17. Wenn man eine Z a h l a mit der Zahl b multiplicirt, und das Product

n o c h m a l s mit der Zahl c multiplicirt, so ist das Resultat dieser Operation dasselbe,

als w e n n man das P r o d u c t b c durch e i n e Z a h l darstellt, und die Zahl a mit dersel-

b e n multiplicirt, oder es ist a b c = a X bc.

E s ist nämlich a b c : a b oder a b X c : ab = c : 1, und, weil b c : b = c : 1,

auch ab X c : ab = bc : b, deshalb auch ( § . 12.) ab X c : bc = ab : b oder

abc : bc = ab : b. Aber b a : b = a : 1 oder, weil ba = ab, ab : b = a : 1.

Demnach a b c : b c = a : 1 und ( § . 12.) a b c : a = b c : 1. Folglich a b c — aXbc.

§. 18. D e r W e r t h eines Productes aus einer beliebigen Anzahl Factoren bleibt

derselbe, w i e man auch die Stelle eines dieser Factoren verändern m a g , vorausge-

setzt, dafs die übrigen ihre R a n g o r d n u n g untereinander beibehalten. S o wird z. B.

abcdef — abcdfe = abcfde = abfcde = afbcde = fabcde. Es wird genug

sein, den Satz für das obige aus sechs F a c t o r e n bestehende P r o d u c t zu beweisen,

w e i l sich daraus leicht die A l l g e m e i n h e i t für ein P r o d u c t aus j e d e r beliebigen Anzahl

v o n F a c t o r e n ergiebt.

Aus dem so eben bewiesenen Satze folgt, dafs abcdef = abcd X ef und

abcdfe = abcdXfe. W e i l nun e f = f e , so mufs auch a b c d X e f = a b c d X f e sein.

E s ist demnach . . abcdef = abcdfe

E b e n so ist abcdf — abcfd also abcdfe = abcfd e

- - abcf — abfc abcfde = abfcde

- - abf = afb abfcde = afbcde

- - - af = fa a fb c d e = fabcde.

$. 19. Gesetzt nun der S a t z , dafs der W e r t h eines P r o d u c t s aus einer beliebi-
» gen Anzahl von Factoren, wie auch die Ordnung derselben verändert werden mag, un-
veränderlich bleibt, seie wahr für ein Product aus n Factoren, so dürfen wir nur zei-
gen, dafs derselbe auch für ein Product von n + 1 Factoren wahr sein müsse. Denn weil
der Satz wahr ist für n = 2, so wird er auch für n = 3, und deshalb für n = 4 u. s. w.
für jede beliebige ganze Zahl n wahr sein müssen. Um diefs anschaulich zu machen,
wollen wir die dem Werthe nach unter sich gleichen Producte aus n Factoren, insofern
r

sie durch ihre combinatorische Form verschieden sind, durch P, P, P, P, etc. unter-
scheiden. Ist nun der neu hinzukommende (n + l)te Factor = k, so ist zuerst
klar, dafs Pk = Pk — Pk — Pk etc. sein wird. Giebt man jetzt dem neu hinzu-
gekommenen Factor k irgend eine andere Stelle, als die letzte, so wird das Product
unter dieser neuen Form jedem der obigen unter sich gleichen Wcrthe gleich sein.

Dafs die Menge der möglichen combinatorischen Formen eines Productes von n
Factoren = 2. 3. 4. 5....n sei, übersieht man ebenfalls hieraus leicht.
§. 20. Wenn man von inehrern gleichartigen Gröfsen jede derselben
als im Verhältnisse zur nächstfolgenden betrachtet, so sagt man, dafs
das Verhältnifs der ersten zur letzten zusammengesetzt sei aus den
Verhältnissen, der lsten zur 2ten, der 2ten zur 3tenu.s.w. bis zur
letzten.

Es sei z. B. X': X = x : y, X': X"— x': y', X": X = x': y'^ X :X '= x': y"
etc., so sagt man, das Verhältnifs X : X ist aus den Verhältnissen x:y, x:y, x:y,
x":'y"zusammengesetzt. Man kann diefs durch Zeichen so ausdriicken[X:X ] = [x:y]
+ K :
y'l + [*": y'J + [*"': y"].
So ist z. B., wenn Bect. (x, y) den Flächeninhalt eines Rechtecks bedeutet,
dessen Grundlinie x und dessen Höhe y (§. 8.)
Rect. (x, y) : Rect. (x ,y) = x : x
Rect. (x',y) : Rect. (x', y) — y : y'
D a r a u s ergiebt sich also dcr g e o m e t r i s c h e L e h r s a t z , dafs

[ R e c t . ( x , y ) : R e c t . ( x ' , y ) ] = [x : x ] + [ y : yJ

oder dafs das Verhältnifs z w e i e r R e c h t e c k e aus den Verhältnissen ihrer Grundlinien

und ihrer H ö h e n zusammengesetzt ist.

E b e n s o hat m a n , w e n n P ( x , y , z ) das V o l u m e n eines rechtwinklichten ParaIIe-

Iepipedums b e d e u t e t , dessen L ä n g e , Breite und H ö h e resp. durch x, y, z b e z e i c h n e t

w i r d ( § . 8.)

P ( x , y , z) : P ( x ' , y , z ) — x : x'

P ( x ' , y , z ) : P ( x , y , z) - y : y
p
(*'> y > )
2 :
P (*V y> z
) — z : *

Es ergiebt sich d e m n a c h , dafs

[ P ( x , y , z ) : P ( x , y , z)J = [x : x j + fy : y j + [ z : zJ

oder das Verhältnifs der V o l u m i n a z w e i e r rechtwinklichten ParaHeIepipeda ist aus

den Verhältnissen ihrer L ä n g e n , Breiten und H ö h e n zusammengesetzt.

A u f ähnliche W e i s e läfst sich auch b e w e i s e n , dafs das Verhältnifs eines P r o d u c -

tes zur Einheit aus den Verhältnissen der einzelnen F a c t o r e n z u r Einheit zusammen-

g e s e t z t ist. Betrachten w i r z. B . das Pr&duct a b c d e f , so ist

fedcba : fedcb 1
fedcb : fedc = b : f

fedc : fed = c : 1
fed ; fe = d : *

fe ; f — e : 1
f :1 ~ f : 1
Es ist also das Verhältnifs fedcba : 1 oder, weil fedcba = abcdef,

[abcdef: 1] = [a : 1 ] + [b : 1] + [ c : 1] + [d : 1 ] + [ e : 1] + ff : lj.

§. 2 1 . Sind die einzelnen V e r h ä l t n i s s e , w o r a u s ein zusammengesetztes Verhält-

nifs besteht, unter sich g l e i c h , so w i r d dasselbe ein V i e l f a c h e s eineg dieser e i n z e l -


nen Verhältnisse genannt, S o ist z. B. das Verhältnifs z w e i e r W ü r f e l das dreifache

Verhältnifs ihrer S e i t e n ; o d e r , wenn die Gröfsen x , X , 1 X,


2 X, 3 X,
4 X5 eine g e o m e -

trische R e i h e b i l d e n , die Verhältnisse x : X , 1 X1 : X,


2 X 2 : X, 3 etc. also unter sich

gleich s i n d , s o ist dafs Verhältnifs des ersten Gliedes zum letzten Gliede x : X 5 das

Fünffache des Verhältnisses x : X. 1

Dafs ein Verhältnifs X : Y irgend ein V i e l f a c h e s des Verhältnisses x : y sei,


•.fif
Wollen wir so b e z e i c h n e n [ X : YJ = m [x : y ] .

W e n n das Verhältnifs X : Y ein V i e l f a c h e s des Verhältnisses x : y i s t , so kann

man das letztere x : y als aliquoten T h e i l des Verhältnisses X : Y betrachten, und


1 t-

diefssoausdrücken, [x : y] = [ X : \\, woraus sich dann v o n selbst die Be-

111

i
deutung v o n [ x : y ] = ^ [ X : Y ] ergiebt, wo n , m beliebige g a n z e Zahlen b e d e u -

1] — [10000 : [10 :
1
ten. S o ist z. B. [fOOO : lJ. Es ist nämlich 4 IJ = [10000 : IJ

also 10 : 1 = [10000 : 1] und [1«H) : 1] — 3 [10 : 1| = | [10000 : 1J.


§. 22. D a V e r h ä l t n i s s e einander gleich sind, wenn sie g I c i c h e E x p o n e n t e n haben,

so scheint es natürlich zu sein, ein Verhältnifs für gröfser anzunehmen als

ein anderes, wenn des erstern E x p o n e n t gröfser ist als der des letztern. Damit

stimmt auch die 7te Definition im 5ten B u c h e Euklids überein, zufolge deren man

sagt, dafs das Verhältnifs a : b gröfser sei als das Verhältnifs c : d, wenn für irgend

zwei beliebige ganze Zahlen m, n für welche ma > nb nicht auch zugleich

ni c > n d ist. W e i l w i r j e d o c h die Verhältnisse als mathematische Gröfsen b e t r a c h -

ten w o l l e n , so mufs ihre Quantität auf eine W e i s e bestimmt w e r d e n , dafs a l l e s , w a s

v o n mathematischen Gröfsen überhaupt gilt, auch auf Verhältnisse angewandt wer-

den k a n n . Dahin gehört der aflgemeine Grundsatz, dafs das G a n z e gröfser ist als seine

Theile, wie auch die 4te D e f . des 5ton B . E u k l i d s , dafs man v o n Gröfsen sagt,

sie haben ein Verhältnifs zu e i n a n d e r , w e n n die kleinere so oft g e n o m m e n werden

kann, dafs sie die gröfsere übertrifft. W o l l t e man nun, da [ a b : l ] = [ a : l ] + ( b :


^i»

das Verhältnifs [ a b : IJ als das Canze, und [a : 1 ] , [b : IJ als dessen Theile be-
trachten, so müfste [ a b : 1] > [a : 1 ] und auch > [b : 1] sein, D i e f s ist auch der

F a l l , vvenn s o w o h l a als b > 1 ist. Ist aber eine v o n diesen beiden Z a h l e n , z. B. b

< 1, so ist auch a b < a, und es w ä r e alsdann [ a b : 1] < [a : 1 ] o d e r das Ganze

kleiner als sein T h e i l . E b e n so w ü r d e , w e n n a > 1 und b < 1, das doppelte d r e i -

fache, und überhaupt mehrfache Verhältnifs von [b : Ij o d e r m [b : 1 ] nicht nur

nicht gröfser als [a : 1 ] sondern um s o kleiner werden j e gröfser m ist. Man ver-

meidet j e d o c h diesen W i d e r s p r u c h , wenn man alle V e r h ä l t n i s s e , deren E x p o n e n t e n

gröfser als die Einheit sind, als unter sich gleichartige und positive, die übrigen aber,

deren E x p o n e n t < 1 als den erstern entgegengesetzte unrl negative Gröfsen b e t r a c h -

tet. D a nun das aus z w e i V e r h ä l t n i s s e n , von denen das eine das umgekehrte d e s

andern ist, zusammengesetzte Verhältnifs, w i e [a : b ] + [b : aj — [a : a ] , dem V e r - ,

bältnisse [1 : 1] gleich, aber [a : b ] = [a : b ] + [1 : IJ also auch [a : b | — [a : b ]

= [1 : 1] i s t , so sind die beiden Verhältnisse [a : b ] und [b : a ] als gleiche aber

entgegengesetzte Gröfsen zu b e t r a c h t e n , und das Verhältnifs [a : a ] oder [1 : 1] ist

als ein relatives Null anzusehen.

§. 23. S o w i e das Verhältnifs eines Products zur Einheit aus den Verhältnissen

der einzelnen Factoren zur Einheit zusammengesetzt i s t , und als das A g g r e g a t oder

rlic Summe derselben angesehen w e r d e n k a n n , so läfst sich auch das Verhältnifs e i -

nes Quotienten zur Einheit, als die Differenz des Verhältnisses des Dividends

zur Einheit w e n i g e r dem Verhältnisse des D i v i s o r s zur Einheit betrachten. Es ist

nämlich der Quotient ^ = q eine Z a h l die sich zur Einheit v e r h ä l t , wie der Divi-

dend a zum D i v i s o r b o d e r es ist a : b = q : 1 also a == b q und [a : 1] = [b : 1]

+ [q : 1] folglich [a ; 1 ] - [b : 1] = [£ : 1 ] .

Wenn man also von einem Verhältnisse [a : 1 ] ein anderes [ b : 1 ] wegnimmt

oder subtrahirt, so ist das Verhältnifs des Quotienten ^ zur Einheit als der R e s t zu

betrachten. Sind die Verhältnisse [ a : 1 ] und [ b : 1 ] beide gleichartige und zwar

positive V e r h ä l t n i s s e , so dafs a s o w o h l als b > 1 und ist a > b und folglich auch
[ a : 1] > [b : 1 ] , so wird man durch ein oder mehrmaliges Suhtrahiren des V e r h ä l t -

nisses [ b : 1] v o n [a : 1 ] , w i e klein auch [h : 1 ] sein m a g , auf ein Uestverhälfnifs

[ c : 1 ] < [b : 1 ] k o m m e n , wo c = 1 oder > 1 i s t , so dafs [a : 1 ] = ^[b . i j _j.

[ c : 1 ] gesetzt werden k a n n , w o y. eine ganze Zahl b e d e u t e t , und [ c : 1 ] < [ b : l ]

ist. E s sei z. II. a = 1,25, b = 1,024. Dividirt man alsdann 1,25 durch 1,024, den

Quotienten wieder durch 1,024 und setzt diese Operation so lange fort bis man auf

den Quotienten 1 oder < 1,024 k ö m m t , s o erhält man der R e i h e nach die Quotienten,

1,22070312500; 1,19209289551; 1,10415321828; 1,13686837723;

1,11022302464; 1,08420217250; 1,05879118384; 1,03397576547;

1,00974195846.

E s läfst sich also das Verhältnifs [1,024 : 1 ] neun mal v o n d e m Verhältnisse

[1,25 : 1 ] w e g n e h m e n , bis man auf ein Verhältnifs [1,00974105846 : 1 ] < [1,024 : 1]

k ö m m t , so d a f s :

[1,25 : 1 ] = 9 [1,024 : 1 ] + [1,00974195846 : 1] ist.

§. 24. D i e f s v o r a u s g e s c h i c k t , bietet sich uns das ( § . 1.) erwähnte V e r f a h r e n , das

Verhältnifs z w e i e r Gröfsen näherungsweise z u bestimmen, als sehr vortheilhaft dar, um

die quantitative Beziehung zweier gleichavt".gen Verhältnisse zu berechnen. Es

sei das positive Verhältnifs [ X : 1 ] durch das kleinere gleichartige [ x : 1] zu

messen, s o lassen sich nach dem so eben g e g e b e n e n Beispiele folgende G l e i c h u n g e n

finden:

[ X : 1] = p [ x : 1] + [X : 1 1]
[x : 1] = P [X :
1 1 1] + [X : 1]
2

[*, : 1
J =AS[X : 3
1
J + ^ :
1
J
[x :i]=* [x :l]+[x :l]
a 3 3 4

etc. etc.

w o p,) P , p j e t c g a n z e Z a h l e n bedeuten, u n d in der Zahlenreihe x, X , x , * ,


1 2 1 a 3
et
c

j e d e s Glied kleiner ist als das nächstvorhergehende aber nicht < 1.


E s sei z . B . X = 10, X = 5 , so erhält man

[10,000000000000 1] = [5,000000000000 1] + [2,000000000000 1]


[5,000000000000 = 2 [2,000000000000 : 1] + [1^50000000000 • 1 ]

[2,000000000000 = 3[1^250000000000 1 ] H- [1,024000000000 : 1 ]

[1,250000000000 1] — 9[1,024000000000 : 1 ] + [1,009741958683 1]


[1,024000000000 : *] = 2 [1,009741958683 1] + [1,004336277668 1]

[1,009741958683 : 1] = 2 [1,004336277668 ' 1] + [1,001041547584 1]

[1,004336277668 1] = 4 [1,001041547584 : 1] 4- [1,000162894178 1]

[1,001041547584 : 1] — 6 [1,000162894178 : 1] + [1,000063722117 : 1 ]

[1,000162894187 : 1] = 2 [1,000063722117 : 1] 4- [1,000035441368 : 1]

[1,000063722117 : 1] = [1,000035441368 . 1] + [1,000028279748 1]

1]
[1,000035441368 = [1,000028279748 1] 4- [1,000007166419 1]

[1,000028279748 : 1] = 3[1,000007161419 : 1] + [1,000006795193 1]

[1,900007161419 : 1] = [1,000006795193 ' 1] 4- [1,000000366224 : 1]


[1,000006795193 : 1] = 18 [1,000000366224 : 1] 4- etc.

Wenn nun [ X : 1] : [ x : 1] = k : 1, so lassen sich für die Verhältnifszahl k


A A
, A 2 A A
Xäherungswerthc —, ^ , ^?, etc. finden, die auf folgende Weise aus
* 2
3 4
den g a n z e n Zahlen ^ , ^ ,
1 2 etc. hergeleitet w e r d e n . E s ist nämlich

\B = P, A, = ^ A + 1, A ^ ^ A , + A, A " ^ A 4 - A , ete.
1, B = ^ B,
1 1
3 3 2 r

Die Brüche
A

"
A

"t
A
^-,
"2
2 A
~ ,
3
B2 = P2B1^B,
etc, sind abwechselnd

A A
kleiner und Bgröfser

1
= - ^ Bäls4 k
-B 3

A A
3 2 I etc.

und haben n o c h die m e r k w ü r d i g e E i g e n s c h a f t , dafs ~ — ^ = „ ^ , 7 ^ — ^ =


B 1 B B B 1 B 1 K 2

* A
3 » A
1 A
A 1
Jf7f> jjr^ — U ~ TJ"o">
A __
3

B B
- -
' B e t c
* ^* e n
B e w e i s dieses Satzes und
B
.V *4 ^3"4
die w e i t e r e Ausführung des Gegenstandes versparen w i r für die L e h r e v o n den c o n -

tinuirlichen B r ü c h e n , und begnügen uns damit die A n w e n d u n g davon auf das vorIie-
gendc Beispiel zu zeigen. Setzen wir für p, ^ , etc., die gefundenen Zahlen
1

A 1 A 3 A io A 93
1, 2 , 3, 9 , 2 , etc., s o wird - -, — -, jj- = y» = so dafs
1 2

wir, wenn wir alle oben gefundene Zahlen benutzen, folgende Brüche erhalten,
1 2 3 9 2 2 4 6 2 1 1 3 1 18
1 3 10 93 190 485 2136 133M 28738 42039 70777 254370 325147 6107016
T 2 y 65 i37 339 T493 ^297 20087 29384 49471 W797 227268 4268621'

Nimmt man den letzten Bruch für k, so ist [10 : 1] = ^68621 ^''^ * &''tf unf

^ * ^ ? [10 : 11 — 0,698970004335596 [10 : 1], Avo der Coefficient von [10 : 1] um


<>1u/Olo
keine Einheit der 13ten I)ecimalstelle unrichtig ist.
Zu bemerken ist übrigens, dnfs in Betreff einer Zahl der Reihe X , x,
X , x , X , etc., wenn auch die Rechnung an und für sich ganz richtig ist,
1 2 3

man für dic Richtigkeit der Ziffern ihres Decimalbruches immer weniger und
weniger bürgen kann, je weiter ein solches Glied x^ vom ersten entfernt ist.
Multiplicirt oder dividirt man nämlich zwei auf einander folgende Glieder der
obigen Reihe, s o ist soviel klar, dafs, wenn der Fehler jedes derselben kleiner als
dic halbe Einheit der letzten Decimale ist), der Fehler des Products oder Quotienten
beinahe die Einheit der letzten Stelle ausmachen kann. S o können in der Zahl x
i3
vielleicht die letzten 4 oder 5 Ziffern unrichtig sein. Man würde also, wenn man
die bis zur Zahl X angestellte Berechnung noch weiter fortsetzte, vielleicht lauter
13

unrichtige Zahlen ^ , etc. erhalten, durch deren Gebrauch man Brüche finden
15

würde, die der Zahl k nicht näher kommen könnten, als die oben gefundenen.
§. 25. AHe Sätze, welche bis jetzt von den Gröfsen überhaupt bewiesen sind,
gelten auch von den Verhältnissen, insofern dieselben als mathematische Gröfsen be-
trachtet werden.
So ist, weil, wenn x und y zwei gleichartige Gröfsen und k, k irgend abstracte
Zahlen bedeuten (§. 10, 11, 12),
kx 4- ky = k(x + y), kx : ky = x : y, und kx + ^x =- (k + k)x,
3

" * i t S M .
fMo " L f v
— o r t m
ebenfalls auch k [ a : 1»] + k [ c : <1] = k([a : b] + [c : d]) - ' ' -•*-r^
k [ a : b] : k [ c : d] = [a : b ] : [c : d] =
"f

und k [ a : b] + k [ a : b] = (k+k) [a : b ] .

§. 26. Potenz nennt man jede Zahl, insofern ihr Verhältnifs zur Einheit

in quantitativer B e z i e h u n g zu dem geraden oder u m g e k e h r t e n Verhältnisse einer a n -

dern Z a h l zur Einheit gedacht wird. W e n n daher [ X : 1] : [x : 1] = k : 1, so ist

X eine Potenz v o n x . D i c Z a h l x wird die W u r z e l , und k der E x p o n e n t der P o -


'k
tenz genannt. M a n drückt diefs durch X = x aus. S o ist z. B . , weil [1024 : 1] =
5 [4 : 1 ] und [4096 :1] = 6 [4 : 1 ] , [1024 :1] = £ [4096 : 1 ] und [4096 : 1 ] = f [1024 : 1 ] ,
s ö
folglich 1024 = 4096* und 4096 — 1 0 2 4 . 5
Im erstern Falle wird 1024 als die P o t e n z

v o n 4096 b e t r a c h t e t , deren E x p o n e n t = im letztern h i n g e g e n ist 4096 die P o t e n z

und 1024 die W u r z e l .

Ist [ X : 1] : [1 : x ] = k : 1 , so ist auch dann noch X eine P o t e n z v o n x . Da

aber [ X : 1] nicht durch das gerade Verhältnifs [x : 1 ] , sondern durch das u m g e k e h r -

te oder entgegengesetzte Verhältnifs [1 : x ] g e m e s s e n wird, so drückt man diefs


, \ —ff
Di* I =*lim ••1] = •£
durch X: 1 = x aus. E s wird demnach
[1:1024
X
J
J.L
=-
= 1024 5
sein,
i "0 2 4 :
w e i l das
«• '
Verhältnifs
3
Man b e z e i c h n e t die Potenzen a , 2
a , J
a , a ,
4 5
etc. gewöhnlich durch y^a, y^a,

^ a , ^"a, etc.; sie heifsen alsdann Quadratwurzel, Kubikwurzel, Biquadratwurzel,


2 j
W u r z e l der 5 t e n , der 6tcn etc. P o t e n z . Eben so wird auch w o h l a , 3
a 4
etc. durch
3 4

^ V , YA> e t c
- bezeichnet.

W i e schwierig und mühsam cs i s t , aus der P o t e n z X = x k


und der W'urzel x

den E x p o n e n t e n k , der im allgemeinen eine Irrational-Zahl i s t , mit einiger Genauig-

keit zu f i n d e n , haben w i r an dem ( § . 24.) berechneten Beispiele 10 = 5 gesehen,


k
wo

k = 0 , 6 9 8 9 7 0 0 0 4 3 3 5 9 6 . . . bis auf die letzte Ziffer genau gefunden w u r d e . Es werden

sich in der F o l g e Mittel darbieten, diese A r b e i t u n g e m e i n zu erleichtern.

§.27. Das Product zweier Potenzen von gleichen Wurzeln, ist

t V**1
*r^*
gleich einer Potenz derselben Wurzel, deren Exponent die Summe der

E x 1» 0 n e n t e n d e r b e i d e n F a c 1 0 r e n i s t.

Est ist nämlich ( § . 20.) [a*. a y


: 1] = [a x
: 1] + [a y
: 1] = x [a : l ] 4. y [ a : 1]

( § . 25.) = (x + y ) [a : 1] oder [ a . a : 1] : [ a : 1 ] =
x y
x + y:1. Folglich a . x
a =a + .
y x y

X
E b e n s o läfst sich z e i g e n , dafs — = a x — y
, oder dafs der Quotient zweier
a y

Potenzen derselben Wurzel gleich ist einer Potenz derselben Wur-

z e 1, dc re n E x p0 ne n t d er U nte rs c h i ed de s E x p 0 nentc n des D iv idendus

u n d d e s D i v i s 0 r s i s t.
X _

Es ist nämlich ( § . 23.) : lJ = [ a : 1] — [ a


x y
: 1] = x[a : 1] — y[a : 1}

_ a x
_
= (x — y) [a : 1] = [a x y
: l ] , folglich T^a* 1 y
. D i e s e r Satz gilt für alle
a y

mögliche Z a h l w e r t h e von x und y, y mag kleiner o d e r gröfser sein als x . D e h n t man


X
ihn nun auf den F a l l , dafs x = v, aus, so ergiebt s i c h , dafs = a x — x
= a ° — 1*
a x

Dieser Ausdruck rechtfertigt sich aber auch dadurch, dafs, weil in (a x


: 1] :

[a : 1] - x : 1, x = o g e s e t z t , [a° : 1] : [a : 1] — 0 : 1 ist, und demnach das Verhältnifs

[a° : 1] als mathematische Gröfse behandelt, wie 0 zu b e t r a c h t e n , und diefs Ver-

hältnifs, wie wir ( § . 22.) g e s e h e n haben, mit [I : 1] identisch i s t , fa° ; 1] = [1 : 1], und

folglich a° = 1 sein mufs.

§. 28. Das Product zweier Potenzen, deren Exponenten gleich, ihre

Wurzeln aber verschieden sind, ist der P o t e n z des P r o d u c t s der bei-

den W u r z e l n mit d e m s e l b e n Exponenten gleich.

E s ist nämlich [ a b x x
: 1] = [a x
: 1] + [b x
: 1] = x [a : 1] + x [b : 1] = r

x ([a : 13 + [b : 1]) = x [ a b : 1] = [(ab) x


: 1]. Folglich a V = (ab) - x

W a s von dem Producte z w e i e r Potenzen bewiesen i s t , gilt auch von einem P r o -

ducte aus mehreren P o t e n z e n .

\
W e i l nämlich a * b * = ( a b ) * , so ist auch a b c = ( a b ) c x x x x x
= ( a b c ) , eben so a b c d
x x x X x

= ( a b c ) d = ( a b c d ) , etc.
x x x

X x
§. 29. Auf ähnliche W e i s e zeigt man a u c h , dafs ~ = [ £ \
b* V V
X

E s ist nämlich ( § . 23.) : lJ = [a x


: 1] — [ b x
: 1] - x [a : 1] — x [b : 1] =

x ([« : 1} - [b : 1]) = x : l] = [(?) x


: l]. D e m n a c h jL = QJ.

Weil ra m
= a m,
n
rV" m so ist auch ^a™.
= *>"> ^ = = n < " n dn ^ = KH m.
Ka » / a
pr
m

§. 30. Die Potenz einer Zahl wiederum zu einer Potenz erhoben,

ist der Potenz derselben Zahl gleich, deren Exponent aus dem Pro-
ducte der beiden E x p o n e n t e n b e s t e h t , oder (a*) -R*y
=

y j

E s ist nämlich [ ( a ) x
: l ] - y [ a * : 1] aber [a* : 1] = x [ a : 1]. Daher [(a ) x
: 1] :

[a x
: 1] = y : 1, [a x
: 1] : [a : 1] = x : 1, also [ ( a * / : 1] : [a : 1] = xy : 1 oder
y V
[(a ) x
: 1] = xy [a : 1], und folglich ( a ) x
=a x y
.

D a f s der B e w e i s dieses Satzes für alle W e r t h e von x , y gilt, sie m ö g e n positive

oder negative, g a n z e oder g e b r o c h n e , rationale o d e r irrationale Zahlen s e i n , hedarf

w o h l k e i n e r Erinnerung. S o ist z. B . (aV=a** = KV ; p ^ = (a*)*=a^ = pa3 ; 5

3 27 IZ 1 1
Ha *)=(a *>* = a + = - = — .
a* f- i
a

§. 31. Bedient man sich, um Verhältnisse zu m e s s e n , eines gemeinschaftlichen

Grundverhältnisses, o d e r betrachtet man j e d e positive Zahl als eine P o t e n z einer

und derselben W u r z e l oder G r u n d z a h l , so wird der E x p o n e n t dieser P o t e n z der Lo-

garithme der dazu g e h ö r i g e n Z a h l , und dic gemeinschaftliche Grundzahl die lo-

garithmische B a s i s genannt. Bedeutet z. B. y j e d e beliebige p o s i t i v e , rationale

oder irrationale Z a h l , a irgend eine bestimmte Z a h l , und wäre y — a , x


so würde x

der L o g a r i t h m e v o n y und a die Iogarithmischc Basis sein. Man drückt dicfs durch
log y = x aus. U m , wenn es nÖthig wäre, anzudeuten, dafs a die logarithmische B a -
a
s i s , könnte man auch so s c h r e i b e n , log y — x .
x
W e i l w e g e n der ( § . 27, 30.) b e w i e s e n e n Sätze aV=a x + y
; — = n~; x y
(*)y
a = a
x
y.
ay

so i s t , wenn a — u ,
x
a r = v und a die Basis des
y
logarithmischen Systems bedeutet,
Ii y
Iog u v = logu + logv; l o g - = r : l o g u — l o g v , und log u = y logu. D i e Multipli-
V

cation der Zahlen läfst sich also vermittelst der Logarithmen auf A d d i t i o n , die D i v i -

sion auf S u b t r a c t i o n , und die Elevation und Extraction auf MuItiplicafion und D i v i -

sion zurück führen. M a n begreift a l s o , w i e äusserst nützlich eine für irgend eine

Hasis berechnete Logarithmentafel zur Erleichterung der R e c h n u n g sein m u f s . Man

hat zu dieser Basis die Zahl 10 g e w ä h l t , die w e g e n des dekadischen Zahlensystems,

w o v o n wir Gebrauch machen, die bequemste ist. D i e L o g a r i t h m e n nach dieser Basis

b e r e c h n e t , heifsen die B r i g g i s c h e n Logarithmen, Aveil H e n r y B r i g g s , ein engli-

scher Mathematiker sie zuerst berechnet und im Jahre 1618 bekannt gemacht hat.

Aufserdem k o m m e n auch n o c h dic sogenannten natürlichen Logarithmen vor,

von denen erst späterhin wird gehandelt w e r d e n . Vorläufig wollen wir nur bemer-

ken, dafs die Basis derselben eine Irrationalzahl i s t , uud durch die Berechnung des

1n

Ausdrucks ( l
+ ~) D
* s a u
f die m t e Decimalstelle genau gefunden w i r d , wenn man

für n eine Zahl grÖfser als 10™ setzt. Sie ist der Näherungswerth der unendlichen

Reihe 1 + 1 + \ + + 27374 + + e t c
* = 2,718281828459045

§. 32. Jede positive Zahl läfst sich durch D i v i s i o n oder MultipIication mit einer

Potenz v o n 1 0 , deren Exponent eine ganze Zahl i s t , auf eine Z a h l zurückführen,

.welchc kleiner als 1 0 , aber nicht kleiner als 1 i s t , so dafs sie unter einer der b e i -
Tt Z
den F o r m e n 10 . z o d e r — , w o n eine positive g a n z e Z a h l , und z irgend eine Zahl
io"
< 10 aber nicht < 1, begriffen ist. Daraus f o l g t , weil l o g 10 = 1, log 1 = 0 , dafs,

wenn log z = <? eine positive Zahl < 1 ist. Es läfst sich also der Logarithine j e -

der Zahl unter dcr Form n + £ o d e r — n + ^darstellen, w o n irgend einc positive g a n z e


Sfcj " Erste V o r l e s u n g . Über Verbältnisse,

*...^

Zahl auch 0 , u n d { eine positive Zahl < 1, bedeutet. D i e ganze Z a h l + n oder — n

wird die C h a r a k t e r i s t i k , und die Zahl { durch einen Decimalbruch ausgedrückt,

die M a n t i s s e des Logarithmen genannt. Ist die Charakteristik des L o g a r i t h m e n e i -

ner Zahl + n , so ist die dazu g e h ö r i g e Z a h l > 1 0 " und < 1 0 " ~ ^ ; r
ist sie hingegen
—n —n^i 1 \
n so ist sie > l ü und < 10 oder > — und < __ n | t

§. 33. Da der L o g a r i t h m e einer Z a h l , der ( § . 31.) g e g e b e n e n Erklärung zufolge

der E > p o n e n t der quantitativen B e z i e h u n g des Verhältnisses dieser Zahl zur Einheit

zu dem Verhältnifs der logarithmischen Basis zur Einheit ist, so könnte man zur B e -

rechnung desselben sich des ( § . 24.) gelehrten Verfahrens bedienen. S o hat man dort,

wenn [ 5 : 1 ] = k [ 1 0 : 1 ] , k = 0,69897000433596 gefunden, w e l c h e s , weil 5 = 1 0 , d c r b r i g - k

gische L o g a r i t h m e von 5 ist. Daraus ergicbt sieb dev L o g a r i t h m e für 50, 5 0 0 , 5000,

etc. oder für 0,5; 0,05; 0,005 e t c . , wenn man mit Beibehaltung der Mantisse v o n

log 5 , die Charakteristik 0 in 1, 2 , 3 , etc. oder in — 1 , — 2 , — 3 etc. verwandelt.

^ §. 34. Wenn c = ^ a b , so ist l o g c = —^— ^ oder der Logarith-

mus des g e o m e t r i s c h e n Mittels zweier Zahlen, ist g l e i c h dem arithme-

tischen Mittel der Logarithmen derselben. D i e s e r Satz giebt ebenfnlls ein

Mittel an die IIand den Logarithmen j e d e r beliebigen Zahl durch Xäherung zu lin-

den. Es sei die Z a h l , deren L o g a r i t h m e n m a n s u c h t , gröfser als die E i n h e i t , so

wird sie z w i s c h e n z w e i aufeinanderfolgenden Gliedern der geometrischen Reihe 1, 10,

1 0 0 , 1 0 0 0 , etc. deren Logarithmen 0 , 1 , 2 , 3 , etc. gegeben s i n d , liegen. Gesetzt,

die Zahl läge z w i s c h e n 1 und 10 und sei 5 , so ist das geometrische Mittel derselben

= Y 10 = 3,162277 . . . und der L o g a r i t h m e dieser Z a h l = 0,50000000. Jetzt liegt die

Zahl 5 zwischen 3,162277 und 1 0 , deren Logarithmen bekannt sind. D a s geometri-

sche Mittel dieser beiden Zahlen oder Y 31,62277 ist ~ 5,623413, dessen L o g a r i t h m e

i J_ o 5

i_T—L-=0,75. Nunmehr ist 5 schon in die engern Grenzen 3,162277 und 5,623413,

dereh L o g a r i t h m e n bekannt s i n d , eingeschlossen. A u f diese W e i s e kann m a n , wenn

man v o n den letzten beiden Zahlen wiederum das geometrische Mittel sucht, die Zahl
5 nach und nach in engere und engere Grenzen einschliefsen, so dafs das zuletzt

gefundene geometrische Mittel um w e n i g e r als die Einheit der sechsten Stelle v o n

der 5 a b w e i c h t , w i e dies aus b e i k o m m e n d e r T a b e l l e , die ich aus Eulers Einl. in die

A n a l y s i s des U n e n d l . §. 105. g e n o m m e n h a b e , zu ersehen ist.

*
Logarithmen. Logarithmen.

A = 10,000000 1,0000000 KKM = N = 4,997242 0,G987504


B = i,oooooo 0,0000000 KKN = O - 5,oooo52 0,G989745
KAB = C = 3,1G2277 o,5oooooo KON = P = 4,998647 0,G988525
r\c = I) - 5,Ga34i5 0,7500000 KOP = Q = 4,999 ° 0,6989135
55

V^ci) = E = 4,a 1(i9O4 o,625oooo roQ = R 4,9997 0,69S944<>


01

Kr>E ~ F = 4,8(>9G74 0,6875000 KOU = S = 4•999 T 0,G989592


8 0

Ki)F - G = 5,232991 0,7187500 KOS = T = 4,9999^ 0,G989GG8


6

KFG - H — 5,o48oG5 o,7o5i25o KOT — V 5,ooooo8 0,6989707


KFII I - 4,9580G9 0,G953125 KTV = W = 4,99994 0,09S9687
8

KHi K = 5,oo28G5 0,6992187 KVW = X = 4,999997 0,6989697


L = 4,980416 0,6972G56 K V X - Y = 5,ooooo3 0,6989702
KKL = M = 4,99 7 0,G982<f21
lGl KXY = Z = 5,oooooo 0,G989700

A u f die W e i s e erhält m a n , indem man immer von den nächsten beiden G r e n -

zen der Zahl 5 das geometrische Mittel s u c h t , endlich Z = 5,000000. E s ist also

der gesuchte briggische L o g a r i t h m e von 5 = 0,689S9700. A u f diesem und ähnlichen

äusserst mühsamen W e g e n sind die ersten logarithmischen Tabellen von B r i g g s und

V l a c f j berechnet w o r d e n .

§. 35. Man kann die Arbeit bedeutend erleichtern, w e n n man sich folgender
X L i

T a b e l l e , w e l c h e die Zahlen 1 0 , K ) , 2
10*, 1 0 " , etc., die w i r K ü r z e halber durch

x, X , x , X , etc. bezeichnet h a b e n , nebst ihren


1 2 3 Logarithmen enthält, bedienen

wUl.
Logaritbmen. Logarithmen.

v = I 0,00000 o o o o o 1,00000 00000 0 1,00001 7SGS 0,00000 76293 9


7

x
, 3,16227 76602 o,5oooo 00000 0 X
i8
— 1,00000 87837 0,00000 3 8 i 4 6 9
X
2 = 1,77827 Q^ioo O,2J000 00000 0 x
. ö
1,00000 43918 0,00000 19073 4
X, — i,33352 i4322 o,ix5oo 00000 0 X
20 — 1,00000 21959 0,00000 og53G 7
— 1,15478 19847 o,o6i5o 00000 0 X 1 , 0 0 0 0 0 *°979 0,00000 04768 3
X
4 2 1

X
5
1,07^60 78283 o,o3i25 00000 0 X
2 — 1,00000 05490 0,00000 o2384 1
2

X
6
j , o 3 6 6 3 29284 0,0l502 5oooo 0 X
23
— 1,00000 02745 0,00000 0u92 0
X, — i , o i 8 i 5 17217 0,00781 25ooo 0 X
*4
— 1,00000 01372 0,00000 0059G 0
X
fi = 1,00903 5o448 0,00D90 0 2 5 o O 0 **5
1,00000 00686 0,00000 00298 0
\ i,oo45o 7 3 6 4 3 0 , 0 0 1 9 5 3i25o 0 — 1,00000 oo343 0,00000 o o i 4 9 0

i , o o 2 2 5 n483 0,00097 656a5 0 — 1,00000 00171 0,00000 00074 5


X
xo = X
*7

X = 1,00112 49414 o,ooo48 8 2 8 1 2 5 — 1,00000 ooo85 0,00000 ooo37 i


II 2 1,00000 O O o 4 2 0,00000 00018 G
X
I = 2
J,OOo56 23l2() 0,00024 4 i 4 o 6

X
i3
1,00028 i1168 0,000I2 20703 1 X
3o
1,00000 0,00000 00009 3
0002T

— i,oooi4 o5485 0,00006 io35i 5 X


3t
— 1,00000 O O O l O 0,00000 oooo4 6
X
i4

X
i5
— 1,00007 0 2 7 1 8 o,oooo3 o 5 i 7 5 7 X
3
— 1,00000 oooo5 0,00000 00002 3
2

X
,6 i,oooo3 5i353 0,00001 5a58 7 8 X
33
— 1,00000 00002 0,00000 00001 2
Vermittelst dieser T a b e l l e läfst sieh nun gar leicht der B r i g g i s c h e E o garithnie

]'eder Z a h l , die kleiner als 1 0 und gröfser als 1 i s t , bis auf die lOte Decimalstelle

genau, fänden. Eine solche Zahl liegt nämlich, wenn sie nicht eine dcr Z a h -

len x, X ,
1 x ,
2 X 3 , e t c selbst ist, zwischen zwei nächstaufeinanderfolgenden

derselben. Dividirt man sie nun durch die nächst kleinere, so erhält man

einen Quotienten, der kleiner ist als der D i v i s o r . Diesen Quotienten wieder

durch die nächst kleinere Zahl der obigen Heihe dividirt, die ebenfalls kleiner

ist als der letzte D i v i s o r , und diese Operation g e h ö r i g f o r t g e s e t z t , wird man zuletzt

auf eine Z a h l , kleiner als 1,0000000001 koj11n1en, s o dafs das P r o d u c t aller g e b r a u c h -

ten D i v i s o r e n der Z a h l , deren L o g a r i t h m e n man s u c h t , gleich sein wird. Die Loga-


rilhmen dieser F a c t o r e n , aus der obigen T a b e l l e genommen und a d d i r t , erhält

man den gesuchten L o g a r i t h m e n , Ist die Z a h l , deren L o g a r i t h m e n man s u c h t , > 10

oder < 1 , so kann man sie im erstern Falle durch die D i v i s i o n , im letztern durch

die Multiplication mit einer positiven g a n z e n P o t e n z v o n 10 auf eine solehe z u r ü c k -

f ü h r e n , die < 1 0 und > 1 ist.

§. 36. U m v o n dem Gebrauche der o b i g e n T a b e l l e ein Beispiel z u g e b e n , folgt

hier dic Übersicht der B e r e c h n u n g des L o g a r i t h m e n der Z a h l 5.

Dividenden. j Divisoren. Logarithmen.

5,ooooo 00000 I 3,166217 76602 o,5oooo 00000 0


i , 5 8 n 3 883oi i,33552 l4322 o,i25oo 00000 0
i , i 8 5 6 8 6853o 1,154y8 19847 o,o625o 00000 O
1,02672 5i43o i,oi8i5 17217 0,00781 25ooo O
i,oo845 5 2 8 7 7
i , o o 4 5 o 73643 0,00195 3 i a 5 o 0
1,00593 21902 1,00225 n483 0,00097 65Ö25 0
1,00167 72662 I,OOIl2 4<jdi4 o,ooo48 82812 5
i,ooo55 i o 37 7
1,00028 11168 0,000l2 20703 I
1,00027 o5lOQ I,OOOl4 o5485 0,00006 io35i 5
1,00012 9944i 1,00007 02718 o,oooo3 o5i75 7

i,oooo5 96682 r,oooo3 5i353 0,00001 5258 8 7

1,00002 4 5 3 i 5 1,00001 75675 0,00000 76293 9


1,00000 69639 1,00000 43918 0,00000 j9073 5
1,00000 25721 1,00000 21959 0,00000 09536 7
1,00000 03762 1,00000 02745 0,00000 01192 r
j , o o o o o 01017 1,00000 00686 0,00000 00298 0
1,00000 oo33i 1,00000 00171 0,00000 00074 5
j,00000 00160 1,00000 ooo85 0,00000 00037 2

j,00000 00075 1,00000 00042 0,00000 00018 C»


1,00000 ooo33 i , o o o o o 00021 0,00000 00009 5
1,00000 00012 1,00000 00010 0,00000 oooo4 6
1,00000 00002 1,00000 00002 0,00000 00001 2
0,6lj897 ooo45 2
§. 37. W e i l log 5 — log — = 1 ~ l o g 2 und 10 l o g 5 = 10 — 10 log 2 = 10
TO
— Iog 2 = 10 — Tog 1024 = 10 — l o g . 1,024 X 1000 = 7 — l o g 1,024, und folglich
1

log 5 = (7 — l o g 1,024) s o k a n n m a n , um l o g 5 zu erhalten z u v o r l o g 1,024 b e -

rechnen und daraus l o g 5 h e r l e i t e n , wodurch man schon drei Divisionen erspart.

Z u g l e i c h b e m e r k t man aber g a r leicht, dafs in der m i t g e t h e i l t e n T a b e i I e d i e M a n t i s s e n .

aller W u r z e l n v o n x = l , 0 0 0 0 0 8 7 8 3 7 an, d e r e n L o g a r i t h m e = 0,00000381469,den d a z u


i 8

g e h ö r i g e n L o g a r i t h m e n proportional s i n d , s o dafs d e r E x p o n e n t des Verhältnisses e i -

nes Logarithmen zu der dazu gehörigen Z a M , wenn dieselbe < l,(KK)01 bis auf d i e
381469
E i n h e i t i n der 10ten Stelle immer der e l b e , nämlich = 7 7 ^ r - = 0,43429 ist. Es ist
87hJ7
also I o g ( t + » ) , w e n n 1 4 ~ w
< 1,00001 bis auf die 10te Decimalstelle = » . 0,43429-

D t e s e B e m e r k u n g e n benutzend k a n n man l o g 5 auf f o l g e n d e A r t berechnen*


D i v i d . u. Quot. Divisoren, Logarithmen,

1,024 i,oi8i5 17217 O,OO78l 2DOOO 0-

i,oo574 4oi46 i,oo45o 70G43 o,ooif)5 3i2-5o 0 1

j,ooi2-3- 1 ioi3 1,001 is- 4<>4i4 o^oooi8 82812 5-


1,00010 60407 1,00007 0 2
7 8
l
o^Dooo3 o5r/5 j

i o o o o o 57662
r i,oooo3- 5i35S 0,00001 52587 8''
1,00000 06309 1,00000 o63oQ 0,00000 02740 Cr-

Folglich log 1,024 = 0,01029 99566 0

A l s o Tog 5 = ^ (7 — l o g 1,024) = ± . 6,98970004340 = 0,69897000434 w i e o b e n .

D e r l o g . v o n l , 0 0 0 0 0 0 6 3 0 9 = 0,0O000S27416 ist hier unmittelbar durch d i e M u l t i p t i c a t i o n

des D e c i m a l b r u c h s 0,0000006309 mit 0,43429 gefunden worden,

§. 38. S o wie l o g ( l + » ) , wenn « < 0 , 0 0 0 0 1 , b i » auf die 10te Decimafsteire g e -


~n
nau = w X 0,43429 i s t , s a wird ü b e r h a u p t , w e n n » < 10, l o g (1 + «*) bis auf d j c

2 n t e Decimalstelle g e n a u — M w sein, w o * M einenDecimalbr11ch bedeutet, dessen erste

fünf Ziffern 0,43429 sind. M a n findet diese Z a h l überhaupt bis auf n Dceiiuafen g e -

nau, w e n n man die Quadratwurzeln a u f 2 n - Decimalstellen b e r e c h n e t , , ivnd die E x -


traction so lange fortsetzt his hinter dem K o m m a n Nullen k o m m e n . S o hat Briggs

durch 60 nacheinanderfolgende Quadratwurzel-Extractionen der Z a h l 10 gefunden, dafs


,6o
2 1
= 1,00000 00000 00000 00199 71742 08125 50527 03251, deren L o g a r i t h m e =

E s ist aber ~ = 0,00000 00000 00000 00086 83617 37988 40354, und folglich

86 73617 37988 40354


M = = 0,434294481903251828.
199 71742 08125 50527,03215
Hätte man statt 10 eine andere Zahl e zur logarithmischen Basis angenommen,

so würde man auch für M eine andere Z a h l und z w a r eine g r ö f s e r e oder kleinere

gefunden h a b e n , j e n a c h d e m e < oder > 10. D i e Basis der sogenannten natürlichen

Logarithmen, deren w i r { § . 28.) erwähnt h a b e n , oder die Z a h l e = 2,718281828...

würde auf die Z a h l M = 1,00000000 geführt haben.

§. 39. Auch vermittelst des folgenden K u b i k w u r z e l t ä f e l c h e n läfst sich der L o g a -

rithme j e d e r Z a h l < 10 und > 1, ohne g r o f s e W e i t l ä u f t i g k e i t b e r e c h n e n . E s sind hier


I £. _T_

die Zahlen 1 0 , 1 0 % 1 0 , 1 0 9 2 7
, etc. Kürze halber durch y, y ,
t y ,
2 y ,
3 y, elc
Logarithmen.
bezeichnet.
y —10,00000 00000 0 1,00000 00000 0
2,i5445 4C900 5 o,53533 55353 3
y2 = i,2gi54 c)665o 1 0,1uu u m 1
y3 1,08902 29622 6 0,03703 70370 4
— i,oa883 48789 2 0,01254 56790 1
y4
— o,oo4n 5i263 4
y5 1,00952 06930 1
yG i,oo3i6 35464 2 0,00137 17421 r
y- i,ooio5 34o54 3 o,ooo45 72473 7
y» i,ooo35 10119 o,oooi5 24i57 9
y9 1,00011 6990a 9 o,oooo5 o8o52 6
yio — i , o o o o 3 89952 4 o , o o o o i 69550 9
— 1,00001 29982 5 0,00000 5645o 5
1,00000 45327 5 0,00000 18816 8
y.-< 1,00000 i4442 4 0,00000 06272 3
§. 40. U m ein Beispiel v o n der A n w e n d u n g dieses T ä f e l c h e n s zu geben, folgt

hier die U e b e r s i c h t der B e r e c h n u n g des bereits bekannten l o g 5.

[5,ooooo oooooo : i ] = [y : i] — [2,00000 000000 : iJ

cßßfaS :
[2,00000 000000 : 1] = [Y1 : 1] — [1,07721 734501 : 1]
[1,07721 734501 : 1] = [y 3 : 1] — [i,o*og5 iJ

|i,oior>5 Q364a5 : 1] = [y 5 : 1] + [1,00142 5ioi3i : iJ

[i,ooi42 5ioi3i : 1] = [ y : 1] 4- [1^00.37 i5o474 : 1] ?

[1,00073 i3o474 . 1] — [ y : i\ + [1,00002 028570 : 1] 8

[1,00002 028570 : 1] = \ju : 1] 4 [1,00000 728738 : 1] -

Daraus folgt: [5 : 1] = [ y : 1] - [y, : 1] + [y 3 : IJ - fy fi : 1] _ [ y ? ; 1}

- Iy 8 : - [y i r i 11 — [1,00000 72S36 : 1 ] ,

daher ist 5K == ^
7
und
y. y 5 y 7 ys y « - * > 0 0 0 0 0 7 2 8 7 3 8
~

W e i I l o g 1,00000 072838 = 0,00000 072838 X 0>434294

= 0,0000O 3i6487 log y = i,00000 OOOOOO


log y = o,33333 533333 log y 3 = i,o37o3 703704
*°g y o,oo4n 522Ö34
5
=
1,05700 700704
JOg y — ° J ° 4 5 724757
7
0 0
D a v o n subtr. o,538o6 705273

j g y = o,ooai5 24i5 cj
0 ß 7
s
° ist log 5 = 0,69897 ooo43i
log y n
=
0,00000 5645o3
o,338o6 703273
Z w e i t e s Beispiel. E s sei l o g . 1,0077696 zu b e r e c h n e n .

[1,00776 960000 : 1] = [ y 5 : 1] — [1,00173 759462 r j ]


[1,00173 759462 : 1] — [ y 7 ; i ] 4- [1,00068 346923 : i J
[1,00068 346923 : 1] = [y g : 1] + [i,ooo33 a3'<jo6$ iJ
:

[i,ooo33 a34o66 : 1} = [y 8 : 1] — [1,00001 8665o6 r i J

[r,00001 8665o6 : 1] = [y n : j] + [j,ooooo 566674 : iJ

[1,00000 566674 : iJ = [ y re : 1} 4- [1,00000 j334o* : iJ


P r o p o r t i o n e n , P o t e n z e n und L o g a r i t h m e n . 29

y y y . 1,00000 133401
D e m n a c h 1,0077696 = J n 1 2
— -
y 7 y<r
I°g Y . ~ 5 o , o o 4 u 52aG34 log y 7 = o,ooo45 7 2 4 7 3 7

log y u = 0,00000 5645o5 2 log y 8 = o,ooo3o 4 8 3 i 5 8

log Y 12 = 0,00000 1881G8 0,0007G 2 0 7 8 9 5

Iog1,ooooo i 3 3 4 o i = 0,00000 0 4 3 4 2 9 o,oo4i2 33324o

j3o2g Also o,oo53G i 2 5 3 4 5

!3oS - ]
°S 1,0O G G 77 9

©,oo4i2 3 5 3 2 4 o
17i

W e i l 1007796 — 6 9
also l , 0 0 7 7 6 9 6 - _ ^ , so ist 9 log 6 = 6 + l o g 1,0077696 und

, Ä 6,00336125345 . _ . _ i r i f > A T
lug 6 = — — 0,7781512o037*

§. 4 1 . Oft kann auch der vereinigte 6febrauth der beiden W u r z e l t ä f e l c h e n zur


\
_J_)
Abkürzung der B e r e c h n u n g beitragen. So findet man z. B . l o g (1 4- 2 400 ~
äÄfüO ;
^R
0

1,00041 66666 auf f o l g e n d e W e i s e :

[ir>ooo4i 66G66 : 1 ] = [y„ ; iJ 4. [*,00006 5G3i? : i]

[1,00006 5 6 3 i 7 : 1
I ~ ti
x
S
: 1
J ~ " [1,00000 4o398 : ij

A l s o l o g (1 + ^ 5 ) = log y & + log X 1 5 - l o g 1,00000 4 G 3 8 9

= o,oooi5 a4i5 9 7 — o,oaooo 173718

4- o,oooo3 o 5 i 5 7 7 i6o58

0,00018 2 9 3 3 3 G i3o5

0,00000 2 o i 5 o 6

0,00018 09185<> 2ö
0,00000 aoi5o6

W**iI 7 4
= 2401 = 2400 (4 4- ^ L ) , also 4 l o g 7 = 2 4- 3 log 2 + log 3 +
*4UU
a

Ioff (1 A K-i), s o erhält man daraus, w e n n man d i e bereits g e f u n d e n e n L o g a r i t h m c n


n
2400
v

von 2 und 3 substituirt, l o g 7 = 0,8450980400.

Weil x 2
~ 1 = (x + 1) ( x — 1) und x 2
~ ( x — 1) ^ 1 4 - ^ J _ ^
2
S o hat man

logx = | £ l o g ( x — 1) + l o g ( x + 1) + l o g + 8 * M^j. D i e s e F o r m e i läfst sich

mit Nutzen auf die B e r e c h n u n g einer Primzahl x a n w e n d e n , w e n n die L o g a r i t h m e n

aller Primzahlen v o n 2 an bis auf x e x e I u s . s c h o n bereeIinet sind. Betrachten w i r z. B.

die L o g a r i t h m e n der Primzahlen 2, 3, 5, 7, die wir in den v o r i g e n §. gefunden haben,

als b e k a n n t , so brauehen wir nur, u m I o g l l z u h a b e n , w e i l l o g l l = § [ l o g 10 4" l o g 12

+ l o g ( l 4- J ^ ) ] > n o c h l o
8 0 + = , 0
£ 1,00833 33333 zu b e r e c h n e n . Läfst sieh eine

Z a h I m , dic nicht > x ist, finden, d i e so beschaffen ist, d a f s m x + l und m x — 1, nur

aus Primzahlen < x zusammengesetzt sind, so wird die Arbeit noch leichter. S o ist z. B.
3
für die Primzahl 11 die Zahl 9 v o n dieser Beschaffenheit, denn 99 — 1 = 98 = 2. 7

und 99 + 1 = 100.

A l s o log 99 = x [ l o g 98 + 2 + l o g (1 + ^ ) ] > und l o g 11 r= | p o g 9 8 4. 2

+ l o g 1,00010 204081 — J
o g 3.

E b e n so ist l o g 13 = | [ l o g 64 4- l o g 66 4- l o g (1 + ^ W]
2 ~~ I o g 5

- - - l o g 17 =f [ l o g 50 4- l o g 52 4- l o g (1 + JLp] - log 3

- - - l o g 19 = l [ l o g 208 + l o g 2 i 0 4 - l o g (1 4- ~^)] - l o g 11.

D i e Gleichung 2 l o g x = l o g ( x — 1) + log (x + 1) + log ^ l 4. — - — ^ läfst

Q
. sich auch so darstellen,

l o g ( x 4- 1) z= 2 log x — l o g ( x — 1) — l o g 4- ^ r ) -

Unter dieser F o r m kann sie dazu d i e n e n , aus den L o g a r i t h m e n z w e i e r nächst

aufeinanderfolgender ganzen Z a h l e n , dcn L o g a r i t h m e n der darauf folgenden dritten

Zahl ztt finden. S o erhält man z. B.


l o g 101 = 2 l o g 100 — l o g 99 — log (1 +

= 4 — 2 l o g 3 — l o g 11 — l o g 1,00010 1 0 1 0 L

A u f die W e i s e lassen sich die L o g a r i t h m e n der Zahlen 1,01; 1,02; f , 0 3 1,09,


7 11 13
wnd eben s o v o n 1,001 = 'pJ •, 1,002; 1,003; etc. ohne gar grofse M ü h e auf

eine elenientarische W e i s e , vermittelst unserer beiden ( § . 3 5 , 39.) mitgetheilten


r
Wur-

zeltäfelchen b e r e c h n e n .

§. 42. D a s in den v o r h e r g e h e n d e n § § . V o r g e t r a g e n e ist hinreichend um die M ö g -

lichkeit der B e r e c h n u n g der hier folgenden k l e i n e n logarithmLschen T a b e l l e zu b e -

greifen, vermittelst w e l c h e r die B r i g g i s c h e n L o g a r i t h m e n v o n 2 , 3 , 4 , 5,. 6 , 7 , 8 , 9

und aller unter der F o r m 1 + x.l0 — n


begriffenen Z a h l e n , w o x eine der neun Z i f -

f e r n , 1 , 2 , . . . 9 und n alle Zahlen von n = 1 bis n = 6 bedeuten, bis auf eine hal-

be Einheit der 10te Decimalstelle g e n a u , g e g e b e n sind. Für j e d e andere Zahl <

1,00*iM)0l läfst s i c h , w i e w i r oben ( § . 37.) gesehen h a b e n , der b r i g g i s c h e L o g a r i t h m e

bis auf die zehnte Decimalstelle finden, indem man den Ueberschufs dieser Zf*hl iiber

1 mit 0,43429 multiplicirt. M a n kann z u diesem Z w e c k e die letzte CoIumne der T a -

belle als MiUtiplications-Täfelchen gebrauchen. D e r über der letzte Decimalstelle der

Logarithmen befindliche Punct zeigt a n , dafs der L o g a r i t h m e zu grofs i s t ; die ü b r i -

g e n sind z u k l e i n , d o c h ist die A b w e i c h u n g v o n dem w a h r e n W e r t h e immer kleiner

als die Hälfte d e r Einheit der letzten Decimaler


1,0x: i,ooo-x: 1,0000 x i,ooooox
1, X. I,OOX

. * 't
o , o o o o o o o o o o o , o 4 i 3 ^ 2 6 8 5 2 o,oo432 i 3 7 3 8 o , o o o 4 S 4 o 7 7 5 o , o o o o 4 54273|0^>oooo 4^4290,00000 o4343

o-,5oioa 99957 0,07918 i2-46o 0,00860 0 1 7 1 8 0,00086 772i5|O^oooo8685o2jo,ooooo 86858 0,00000 08686

0 , ^ 7 7 1 2 1 2 5 4 7 0,1 i3r)4 3 3 5 2 3 0,01283 7 2 2 4 7 . o , o o i 3 o o 9 3 3 o o , o o o i 3 o 2 6 8 8 o , o o o o i 5o286 0,00000 i3o29

.o^3o2o5 9 9 9 i 3 o,t4&i2 8o357 0^01703 3 3 5 9 5 | 0 , 0 0 1 7 3 3 7 1 2 8 0 , 0 0 0 1 7 3683i 0,00001 7 3 7 1 4 0,00000 1 7 3 7 2

0,69897 00043|0,17609 1 2 5 9 1 0 , 0 2 1 1 8 9 2 9 9 1 ' 0 , 0 0 2 1 6 60618J0,00021 70930 p,00002 1 7 1 4 2 0,00000 2 1 7 1 5

°>77&i5 i 2 5 o 4 o , 2 o 4 u 99827 o,o253o 58653^0j00259 79807'0,00026 0/(985 0,00002 605C9 o,ooooo26o58 6

7 |o,845o9 8o4ooo,23o44 892140,02938 3 7 7 7 7 o,oo5o2 94706 o,ooo3o 58998|O,00003 03995 0,00000 3o4oi
8 o , 9 o 3 o 8 99870J0,a5527 2 5 o 5 i o , o 3 3 4 2 3 7 5 5 5 o,oo346 o 5 3 2 i o,ooo34 7 2 9 6 7 0 , 0 0 0 0 j 4/422 0,00000 54743
90,90424 2509io,27875 3 6 o i o 0,03742 64979 o,oo38r> 1 1 6 6 2o,ooo59 06892jo,00003 90847 0,00000 59080L)
*
§. 43. W i l l man mit Hülfe <liefer T a b e l l e den L o g a r i t h m e n irgend einer Zahl s u -

chen, s o kann man sie z u v o r durch D i v i s i o n o d e r Multiplication mit einer P o t e n z

v o n 10 in eine Z a h l N < 10 und > 1 v e r w a n d e l n . D i e s e läfst sich nun durch auf-

einanderfolgende D i v i s i o n e n mit d c r in der T a b e l l e v o r k o m m e n d e n Z a h l e n auf eine

Z a h l < 1,000001 zurückführen, so dafs die Z a h l X als ein P r o d u c t v o n F a c t o r e n , d e -

ren L o g a r i t h m e n in der T a b e l l e g e g e b e n s i n d , dargestellt w e r d e n k a n n .

§. 44. M a n k a n n aber auch die Z a h l X durli nacheinander f o l g e n d e MuItiplicaiio-

nen mit F a c t o r e n , deren L o g a r i t h m e n die T a b e l l e giebt, auf eine Z a h l M > 9,9999 und

< 10 b r i n g e n . D i e Z a h l N ist nämlich e n t w e d e r < oder > 5 ; i m ersten Falle bringt

man sie durch eine d e r Zahlen 2, 3, 4 . . . . 9 auf eine Z a h l > 5. D i e s e läfst sich nun,

wenn sie nicht schon > 9 i s t , durch die Multiplication mit einem unter dcr F o r m

14-2L w o X eine der neun reellen Ziffern b e d e u t e t , enthaltenen F a c t o r in eine s o l -


' 10
che v e r w a n d e l n , die > 9 nnd < 10 ist, Ist sie auch < 9 , 9 , s o multiplicire m a n
^

sie durch 1 +^oo» w 0 x


E r g ä n z u n g der l s t e n Decimalziffer z u 9 ist, alsdann wird

man i m A l l g e m e i n e n eine Z a h l > 9,9 aber < 10 erhalten, w o nicht, so darf m a n nur
j5£
x um 1 vermehren. D a s P r o d u c t multiplicire m a n w i e d e r mit 1 + r ^ r , wo x die
1000
E r g ä n z u n g seiner 2ten D e c i m a l z i f f e r , und man wird allgemein w i e d e r ein P r o d u c t >

9,99 und < 10 erhalten. D i e f s multiplicire man abermals mit 1 + ^ Q Q ) o d e r , w e n u


0 0

x + l

es n ö t h i g , mit * + J O Q 0 0 > W
° X
E r g ä n z u n g der 3ten D e c i m a l e ist. Diese Multi-

plication setze m a n so lange fort, bis man auf eine Z a h l M > 9,9999 k ö m m t . Diese

multiplicire man mit einer Z a h l < 1,00001, deren Ziffern v o n der 6ten Stelle a n , die

resp. E r g ä n z u n g e n zu 9 der n a c h den 5 N e u n e n folgenden Ziffern der Z a h l M sind,

so wird man das P r o d u c t c= 9,9999999999 erhalten, s o dafs die Z a h l N als ein

Quotient der Z a h l 10 dividirt durch ein P r o d u c t aus F a c t o r e n , deren L o g a r i t h m e n in

dem L o g a r i t h m e n - T ä f e l c h e n g e g e b e n s i n d , und deren Summe v o n 1 subtrahirt, der

L o g a r i t h m e v o n N i s t , dargestellt w e r d e n k a n n .
§. 45. Als Beispiel der §. 43 g e g e b e n e n M e t h o d e wollen w i r den L o g a r i t h m e n

der Zahl 2,718281S2846 berechnen.

Dividenden. Divisoren. Logarithmen.

2,71828 182846 2 o , 5 o i o 2 99957

i,35gi4 091423 i,5 0,n594 55523

i,o4549 5 0 1 0 9 5 i,o4 0,01705 55593

i,oo528 i74i3o i,oo5 0,00216 6 0 6 1 8

1,00028 055960 T,0002 0,00008 685o2

1,00008 o 3 2 5 5 4 1,00008 o,oooo3 4 7 4 2 2

1,00000 o j 2 3 5 4 1,00000 o 5 2 5 5 4 0,00000 o i 3 o 5

87
•; •• . - i3
2

Daraus l o g 2 , 7 1 8 2 8 1 8 2 8 4 6 ~ 0,43429 448ao

Dafs in der ersten C o l u m n e j e d e r D i v i d e n d der Quotient des nächstvorgehenden

D i v i d e n d s durch den beistehenden D i v i s o r dividirt ist, bedarf w o h l keiner Erinnerung.

§. 46. TJm ein Beispiel von der M u l t i p l i c a t i o n s - M e t h o d e ( § . 44.) zu g e b e n , mag

hier abermals der L o g a r i t h m e v o n 2,718381828 gesucht werden.

Multiplicanden. Multiplicatoren. Logaritlimen.


2,71828 1828 3 0,47712 12547

8,i5484 5485 J,2 0,07918 i 2 4 6 o

<),7858i 4582 I,02 0,00860 0 1 7 1 8

9 , 9 8 1 5 5 0874 I,OOl o,ooo43 4 0 7 7 5

9599 Si
1
24o5 r,0008 o,ooo54 72967

<),99950 56i4 i,oooo4 0,00001 7 j 7 1 4

9>9999 0 5 5
9 5
1,00000 y44o5 0,00000 59086
1737
174
2
0,56570 5 5 i 8 o
Es ist also log 2,71S2S 1828 4-0,50570 55180-log 10=1, und log 2,71828 1828

= 0,43429 44820.

§. 47. Will man vermittelst des obigen Täfelchens aus dem gegebenen Logarith-
men die Zahlfinden,so ziehe man von demselben den nächst kleinern Logarithmen
der Tabelle ab, von dem Reste wiederum den nächst kleinern, bis man auf einen Rest
< 0,00000 04343 kommt. Die zu diesem lleste gehörige Zahl, welche man erhält,
wenn man zur Einheit den durch Division des Restes mit der Zahl 0,43429 erhalte-
nen Quotienten addirt, multiplicire man nach und nach mit den zu den abgezogenen
Logarithmen aus der Tafel genommenen Zahlen, so wird das herauskommende Pro-
duct die gesuchte Zahl sein.
Es sei z. B. der gegebene Logarithme 6,02294 28837, so erhält man durch folgen-
de Rechnung die einzelnen Factoren.
Logarithmen. Factoren.
0,09.29^ 288^7

0,02118 9299t i,o5


0,00175 5 5 8 4 6

0,00173 57128 i,oo4


0,00001 9 8 7 1 8

0,00001 73714 i,oooo4


OjOoooo 25oo4
0,00000 25oo4 1,00000 5 7 5 9 7
o,ooooo ooooa

Folglieh die zu dem Logarithmen 0,02294 28337 gehörige Zahl — 1,00000 57597

X 1,00004 X 1,004 X 1,05 — 1,05424 82400 und 6,02294 28837 = log 1054248, 24.

Diese äusserst sinnreiche Methode aus einer Zahl den Logarithmen und umge-
kehrt aus dem Logarithmen die Zahl zu finden, lernte ich schon vor mehr als 20
Jahren aus einer kleinen deutschen Schrift kennen. Der Name des Verfassers ist mir
leider entfallen. Eine solche Tabelle auf 16 Decimalen für briggische und natürliche
Logarithmen nebst der Anweisung zu ihrem Gehrauche, findet sich in Westphals
Logariihniischen Tafeln, Königsberg 1821. In Klügels Mathein. Wörterbuche 3ter
Theil 1808 wird dieser Methode nicht erwähnt.
§. 48. Hier folgen noch einige Exempel zur Uebung.
Exempel I. Den Logarithmen von 105424 82375findetman auf folgende Art:
Multiplicanden. MuItipIicatoren. Logarithmen.

i,o54a<i 8 2 3 7 5 9 0,95424 2.5094


9,488a5 4 1 3 7 5 i,o5 0,02n8 92991
9,96264 584^4 i,oo5 o , o o i 3 o 09350
9,99255 j7S19 1,0007 o,ooo5o 58998
9>999 52 8 5 5 5 5
1,0000i 0,00001 73714
9,99992 85566 1,000007 0,00000 5o4oi

9*99999 8 5
^ G l 1,000000 o i 4 6 5 9 0,00900 00454
174
26
2
0,977öS 7 1 1 6 4
Also log i , o 5 4 ? 4 82.575 = 0,02294 28856
und log jo542^ 42575 = 10,02294 28836.

l'ür die Hichtigkeit dieses Logarithmen kann man bis auf die 9te Decimalstelle
bürgen. Die letzte bleibt immer unsicher.
Evempcl II. Es sei der Logarithme der Zahl 100973 8504923 zu suchen.
Multiplicanden. Multiplicatoren. Logarithmen.
1,009758 5o4925 9 0,95424 25094
9,087646 544507 o,o4i39 26852
i-i
9,99641r 198738 o,oooi3 02688
x,ooo3
9,999^10 122098 0,00002 17142'
i,uooo5
0,00000 39086
9>9999 °9 °4 1,000009
0,99579 10862
10 l G

10,000000 091794
0,00420 8 9 1 5 8
55
1
0,Oo420 89i74
Folglich l o g 1 0 0 9 7 j 85o49^5 12,00420 8 9 1 7 4 .
A u s der R e c h n u n g c r g i e b t sich n ä m l i c h , dafs 1,00973 8 5 0 4 9 2 3 X 9 X 1,1 X F , 0 0 0 3

X I , 0 0 0 0 5 X 1 , 0 0 0 0 0 9 = 10,00000 0091794. E s ist aber l o g 10,00000 0 0 9 1 7 9 4 = 1 , 0 0 0 0 0 00036.

D a v o n d i e S u m m e d e r L o g a r i t h m e n a b g e z o g e n und dazu 12 addirt erhält nian den g e -

suchten Logarithmen.

E x e m p e l III. Es w e r d e die 5te W u r z e l van 161900 ader ^ 1 6 1 9 0 0 gesucht. Man

b e r e c h n e zuerst l o g 1,619, w i e folgt:

Multiplicanden. M11ltipIicatorerfc. Logarithmen.


j,Girjr 6 O,778i5 I23o4
9>7*4 1,02 O,O0860 Oi7i8-
9,9082« 1,009 0,Oo589 !l602

9>999^
9,997^5 4 5 2 1,0002 0,00008 685oa
i,oooo5'
40109 0,00002 17142
9>9999 5 5
9 8 5 G
x,ooooo4 0,00000 17.37.1
9>99-999 ^854 1,00000 0 6 0 1 7 0,00000 0 2 6 0 6
4.

0,79073 5i5i5
A l s o l o g 1 6 1 9 0 0 = 5,20924 6 8 4 8 7 .
Ft _
D e m n a c h l o g y ^ 1 6 1 9 0 0 = = i , o 4 i 8 4 9^697
! • • r , _ ... . . •Tf _

D a v o n subtrahirt l o g 1 1 = i,o,ii59 26852 *

o,ooo45 6684>

log 1,001 = o,ooo45 4 0 7 7 5

0,00002 26070

l o g r,oooo5 = 1 0,00002 1 7 1 4 2

0,00000 08929
D i e s e n R e s t durch 0,4329 dividirt und dazu 1 addirt, erhält man die dazu gelu>-
s
rige Z a h l 1,00000 20557. Es ist also ^ 1 6 1 9 0 0 = 1,00000 20557 X 1,00005 X 1,001

X Il = 11,011573186.

§. 49. D a s v o n §. 34. an über dic Berechnung der L o g a r i t h m e n Vorgetragene

enthält das W e s e n t l i c h e der H ü l f s m i t t e l , die den M a t h e m a t i k e r n v o r E n t d e c k u n g des

b i n o m i s c h e n L e h r s a t z e s in dieser H i n s i c h t b e k a n n t w a r e n o d e r bekannt sein k o n n t e .


Vermittelst dieses Satzes läfst sieh j e d e Potenz einer zweitheiligen Z a h l x 4- y , <!er

E x p o n e n t der P o t e n z mag eine positive oder n e g a t i v e , eine g a n z c oder gebroehne,

eine rationale oder irrationale Zahl s e i n , durch eine endliche oder unendliche R e i h e

von Gliedern, dic aus den Potenzen dcr einzelnen Gröfsen x , y zusammengesetzt sind,

darstellen. D a dieser Satz g e h ö r i g benutzt, zugleich unmittelbar a u f d i e Entwickelung der

L o g a r i t h m e n durch R e i h e n fiibrt, w o d u r c h die B e r e c h n u n g derselben so ungemein e r -

leichtert w i r d , so wird es w o h l nicht u n z w e c k m ä f s i g sein, denselben nebst seiner A n -

w e n d u n g auf die L o g a r i t h m e n vorläufig schon hier beizubringen, den strengen B e w e i s

davon a b e r , weil derselbe hier n o c h zu s c h w i e r i g sein m ö c h t e , für eine spätere V o r -

lesung zu versparen.

§. 50. M a n erhält durch einfache M11Itiplication

C+yf x
y+f ~ tf +
+yf 4 3x"y 3xy" X
v 2 2

x 4x*y 6x*y 4 / + /' 3


O = + 4~ + j°

(• + yf = * 5x*y 4&x'y <ox*y + Sxy*


(.r+j) =
v
4
+ + +
+ + 4*

(x+yf x6 6x5y aox*y i5x*y 6xy y — 4_ 4- <5*V 4- 4- 4" 4-


7 G 5 2 ^j. 3 4 j 2 £j ~ ^

(x+y)7= x 4- 7 * J +
ctc.
•2ixy 4- 55*'/ 4- 35xr 4-
etc.
<nxy' 4- > v ' ^ j "

Abstrahirt man von den Z a h l e n e o e f f i c n t e n , so bemerkt man s o g l e i c h , dafs j e d e

dieser R e i h e n eine geometrische R e i h e bildet, deren Gliederzahl um die Einheit gröf-

ser ist als der E x p o n e n t der P o t e n z , und für w e l c h e das Verhältnifs j e d e s Gliedes zu

dem nächstfolgenden = x : y ist.


„ 2 O i
X \ J
x 4

§. 51. B e z e i c h n e t man die dividirten Potenzen ^ " £ 5 j 2 r~2~3~4~' o l 0 ,


durch

y
c >

572' 1 2
c >

y
x
* c >

3
>
(x
e t c ,
* ch Y c > y j
4- y ) (x 4. y>
e

— T ~ 2 — ' ' 'j 0 3 > * >


c t c #
b e n

^h
- ( + y ) c )
s 0

2
, u r
(x4-y)^,etc.dieGrofscn

"* » etc
3

vorigen §. g e g e h e -
S 0
c

,
0 1
e t e

m
x

a n a n s 0 5 , 1 1

n e n A u s d r ü c k e n f ü r ( x + y ) , ( x + y ) " , ( x + y ) , etc. folgende G l e i c h u n g e n


2 4
- . i V ' x + y = x + y ' '

(*'+J')c =
* c + + J ' c
3 3 2
2 3

(X + V)c ~ x
'c + *cf + * ' V C + J c

r +i .+
3 2 2
(* +• r )\ c* = .r +i A A- v .rr t
+ y
4 3 4

c c C c c c

/ t \ 5 5
i 4
i 3 2
i 2 3
I 4
I 5

( * + / ) c — + x
c Y + x
c / c + •Wc + -v/o + J ' c

/ l x 6
— 6
. 5
t 4 2
i 3 3
1 2 4
I 5
I 6

( • r
+ J ' ) c — - v
c H - xy
c + x c y c + x e y c + .v y c c + . r / c + y c

etc. etc. etc.


W o r a u s sich auf die Allgemeinheit des Satzes schliefsen läfst, so dafs, wenn n eine
. . r r n n n — i n — a 2 2
n
— 2
. n — i n
positive g a n z e Z a h l , ( # + j ) c = x c + A c y + x c y c . . - H - A c r c + * y c + r - c

Multiplicirt man diese G l e i c h u n g durch 1 . 2 . 3 . 4 . . . . ( n — 1 ) n , so verwandelt sich


n n
d i e s e l b e , weil ( * + j ) . c 1.2.3.4 (« — 1)/i = (x+y)

A'c.1.2.3.4 (n—\)n — . r "

^ C V 1.2.3.4....(ra-l)» = nx"'*
y

n
~ 2 2
j 0 0 ^ l ' * \ r »\ " ~ a a
7 Z . ( w - l ) n — 2 a

c / c 1. 2. 3. 4 . . . . (n—1 )n = (n—l )n x y c = ^ x y

CV c 5
* . 2 . 3 . . . n = ( * - 2 ) ( „ - i ) „ / - ^ = ^ ^ = s r y
J

etc. etc. etc.


. j / 1 \ n n
I ^ " ~ T
1 »•(» — I) " - 3 3
, M . ( r t - 1 ) w - 2 n — 33
in f o l g e n d e (.v + r ) = x + »** y + — j — ^* J + 1 ~ 2 . 3 — x + e < r
''
w e l c h e den b i n o m i s c h e n L e h r s a t z enthält.

, ,. f , rn • , n{n-X) n(n — \)(n — 2) n ( n - l ) ( n - 2 ) ( n - 3 )


Wh werden die C 0 e f f i c 1 e n t e n n, ^ 2 j ^ — , ^ ^ f ^ 9 — 3 — 4 ^ »

etc., w e l c h e man die Binomialcoefiicientcn nennt und deren Gebrauch in der g e s a m m -


• 2 ' 3 • 4

len Analysis vom gröfsten \ u t z e n ist, durch die Z e i c h e n 11, n c , n c , n^ , etc. aus-

d r ü c k e n , so d a f s , n ein Product aus n Factoren n ( n — 1 ) ( n — 2 ) . . . ( n — i - | - 2 ) ( n — r + 1 )

und n dasselbe Product durch 1. 2. 3 . . . r d i v i d i r t , bedeutet.


c
r

Schon B r i g g s kannte den b i n o m i s c h e n L e h r s a t z für P o t e n z e n , wenn der E x p o -


nent eine positive ganze Z a h l ist, nur drückt er die K e g e l , wornach die B i n o m i a l -

cocflicicnten unabhängig von einander gefunden w e r d e n , in W o r t e n aus, ohne eine

analytische Formel dafür zu geben. Newton entdeckte zuerst, dafs dieser Satz

nicht nur für g a n z e sondern für alle Arten v o n E x p o n e n t e n wahr s e i , weshalb man

d i e s e n L e h r s a t z auch d e n N e w t o n i s c l i e n L e h r s a t z nennt. l ) i e s c M e t h o d e s i c h durch

die lletrachtung einzelner Fälle zu allgemeinen Gesetzen zu erheben, wird Induc-

t i o n genannt. Ihr verdanken wir alle E n t d e c k u n g e n in der A n a l y s e und in der N a -

tur, deren E r s c h e i n u n g e n die mathematischen Resultate einer kleinen Anzahl u n v e r -

änderlicher G e s e t z e sind. Man mufs sich j e d o c h w o h l hüten z u schnell aus e i n z e l -

nen Fällen aufs A l l g e m e i n e zu scbliefsen.

So halte z. IJ. Fermat, einer der ersten Mathematiker des 17ten Jahr-

r
hunderts, durch Induction verleitet, weil die ersten 5 unter der F o r m 2 -p1,ent-

h a l t e n e n Z a h l e n , 3, 5, 17, 2 5 7 , 0 5 5 3 7 , Primzahlen sind, g e s c h l o s s e n , dafs alle unter dieser

Form begriffenen Zahlen Primzahlen sein müfsten. # Euler fand diese Hegel

ar , 32
schon für r = 5 unrichtig und bemerkte zuerst, dafs 2 +1 oder 2 -j- 1 —

4294907297 den Factor 641 enthalte. (Gauss D i s q . arithm. p. 663).

§. 52. D e r B e w e i s für die Allgemeinheit des binomischen L e h r s a t z e s , wenn der

Exponent cine positive g a n z e Zahl i s t , hat übrigens k e i n e S c h w i e r i g k e i t , und wir

wollen ihn deshalb schon hier mittheilen. Da derselbe, wie wir gesehen h a b e n , un-

n Ii n—i n—2 2 a "—a n


—' 11

mittelbar aus dem Satze, dafs (x+y)c —-vc+.vc y + . r . .+.v c y c y c + x y c + y c ,

folgt, so brauchen wir nur die Allgemeinheit des letztern zu beweisen. Wir dürfen

in dieser Hinsicht nur z e i g e n , dafs, wenn derselbe für irgend eine p o s i t i v e ganze

Zahl n wahr ist, er nucb für n 1 vvabr sein müsse. Nun ist aber
(/ * +. Ax"+' -(*+X'c(^p[
/ /V_^L__L y \ ,7jTf*c-^e , ^p-*c
+ ^pi)» A- /* n
=,^fTl*c»
X

_ x _ n—a _ n—l 2 2 n
~ ' 3 v3 _ _y__ *

«+t*«= ~«+i* ' «.^iJ'^^Xi^'c ,tfi A—,7qri/c'etc-


Vc #

I
lst also
. , n+ .vnc—ry + n — 2.. 2. + .rcyc 2 n
( x + y ) e
n

~ x c + — 2 n—1 n x c y c x y e + y c ,
. , , , «+1 n
+T 4 n n n—\ n-t 2 2 2 n—i 1 r{

sowird(*+j)c =*c +^Fi*0*+^+i*c y c - ' H ^ ^ c + — ^ c


1 n 2 —1 n—i a 2
, 72 n n + i

n T i X c J
+ n ~ r r
c ^ • • • + ^R*^c +-+i^c+jc
« + r 3 n n—r 2 11—2 2 n—r n n + i
= *c + *cJ' + A'c fc + xc J V " + *^'c +*^c+/c Sein*
Da nun rler Satz, wie wir uns durch Rechnung überzeugt haben, für n = l, 2, .... ti
wahr ist, so mufs cr auch für n = 7 und deshalb für n = 8, 9, etc., und überhaupt
für jede positive ganze Zahl bis ins unendliche wahr sein.
' ;"- i » ' .f, ^ ., •.

Aus dem Satze ' ' .


n n n^i n—2 2 2 n—t n—1 n *,

(x + y)c = .rc + xc v + .vc rc + xcYc + xvc + J c

folgt aber, wenn man auf beiden Seiten dieser Gleichung durch i. 2. 3...(n — 1) n
multiplicirt
n n n—i n—2 :3 n—3 4 :4 n—4 4 . :2 2

(.v + y) +7ia- j + «c.r y -yn^x y + rzcx y +etc.


I

r. Es ist also dieser Satz füx alle positive ganze Zahlen n bewiesen. Newton ent-
deckte jedoch, wie schon bemerkt worden, dafs derselbe für jeden positiven oder ne-
gativen, ganzen oder gebrochnen, rationalen oder irrationalen Exponenten wahr sei,
ohne indefs einen Beweis zu geben. Da dcr allgemeine Beweis hier noch zu schwie-
rig sein mögte, so wollen wir uns vorerst begnügen, die Wahrheit des Satzes an
einigen Beispielen zu zeigen.
§. ;>3. Bezeichnet man die Glieder ol>iger Reihe durch A, A1, A2, A3, etc, so
dafs ( x + y ) " = A + A1 + A2 + A3 + ctc., so ist A, = n.|.A, A2 = ^=i,| A,
fj 0 Y n™-r Y ,

A3= etc. und allgemein ^r+i~ r Tp['x^ r ' *st ^cr ^ x P o n e n t 11 e i n e po-
sitive ganze Zahl, so ist, wenn r = n, Aj.^, = A ^ , = o und die in einer Beihe
entwickelte Potenz (x + y)" besteht aus n + 1 Gliedern A + A1 + A2 + A3 ... + An .
[n jedem andern Falle, wenn n keine positive ganze Zahl ist, läuft die obige Reihe
ins unendliche fort. In beiden Fällen läfst sich dieselbe, wenn ihre Glieder stark ge-
nug abnehmen, mit Nutzen dazu gebrauchen, den Näherungswerth von (x + y ) " zu
finden. Dafs die Glieder der R e i h e A , A ,
1 A , 2 etc. a b n e h m e n , oder dafs sie eine
y

convergcnte R e i h e b i l d e n , dazu ist zunächst nÖthig, dafs — < l oder dafs x > y
^

ist. Zur Erläuterung w o l l e n wir hier die 15te P o t e n z v o n 1,05 oder 1 4 - ^ r , bis auf
I
die achte Decimalstelle e x c l . g e n a u , b e r e c h n e n . IIier ist x = l , y = E s ist also
J tK
20

A ZZZ I,0000O ooo

A 1
— n
1 * x
= 35. A — o,75ooo ooo

= n—1
~2 * _
X 1
= 4Q A 1 = o,2625o o o o

n—2 —
A 3
Z= A 0,05687 5oo
X 2 2

n—3
\= 4 '
*A
x 3
— SO o,oo853 ia5

l\
n—4 _T_T_
A A 0,00090 844
5
5 ' x * IOO 4

n—5
A
J
-\ A. 0,00007 820
6
(i ' X J

n—0
l
*. — _9
A 0,00000 5o5
A 7
7 0

X 6

=
n—7 R
A y
-A„ A 7 OjOOOOO 0 i 5 r

0

u x '
y *
- A.o —
A — __7
I 8 OA o
x «•

Folglich i , o 5 " — 2,07892 8 1 8

§. 54. Ist der E x p o n e n t der Potenz ( x 4 - y ) " eine negative Zahl oder n = — m,
v v » — m 4- 1 v
wo m rine positive Zahl bedeutet, so ist A 1 ~ —m J
'*
2 ~ —• ^ A
y 1 3

m + 2 y . , „ . A m4-r y
A^ = 3—• ^ ^ ? 2
u m
' allgemein A ^ 1 1 = — ^ p p ^ A , r und es werden die

Glieder der Heihe abwechselnd positiv und negativ.

1 ~ 1 5

Beispiel. Es sei (1 4" — ) bis auf die achte Decimalstelle zn b e r e c h n e n . Hier

v 1
ist wieder \ — 1 und - ~ r v r ^ Es ist also
x 20
A — . ... i , o o o o o 000 A 1 = jo - v
— 0,73000 000
I « A. = o,3oooo 000 A = — o,o85oo 000
flÖ 2
= i V
K 40 3

<\ — Xg
3 A
= 0,OIC)l2 5oo A. = tJi_ \ — — OjOo563 3 7 5
8O O 100 4
\ — 2Q. A
T2 O
5 = o,oooGo 562
S = PJL, A
w o ^6
= — 0,00009 o84
v

12, A 0,00001 2 4 9 A = — A — — 0,00000 160


' J<fO
9

7 i 8 0 -»3
24 0,00000* 0 1 9 ajL A = — 0,00000 002
2OO 220 ' 1 0
1,3.974 55o - 0,8j872 621

0,8j872 62r
V
o,48loi 709 —

*
/
\
M u l t i p l i c i r t m a n d i e s e Z a h l m i t d e r im v o r i g e n § . für ( ^ + 2 0 ) gefundenen Zahl

2 , 0 7 8 9 2 8 1 8 , so e r h ä l t m a n Ins a u f die 7te ZiflTer g e n a u den W e r t h des P r o d u c t e s = 1,

wodurch die W a h r h e i t des binomischen Lehrsatzes a u c h für negative ganze Zahlen

bestätigt wird.

§. 55. M a n k a n n sich d e s A u s d r u c k s : fur ( x + y ) " a u c n


b e d i e n e n , um die Wur-

zel i r g e n d e i n e r P o t e n z m a u s e i n e r Z a h l N z u z i e h e n . Man zerlege nämlich diese


nv V
Z a h l in z w e i T h e i l e x + y , s o dafs x = a und - e i n e m ö g l i c h s t k l e i n e gebrochene
TTl m

Zahl sei. Setzt man nun w i e d e r y ^ ( x + y ) = A ^ A r + A a + A + A,sowirdA==^x,

A _ 1 Z . \ _rf- 1
y A - _ i t l Z A A _ ^ - 2 y . _ 2in-1 y
A
i - nfx > 2A A
2 " x 1
2m W A
3 - ~ 3 ~ x A
* 3m~'x A
*'
1 3 y. 2m I V
A = - — . i - X = A^, etc. Es s i n d a l s o die G l i e d e r der R e i h e A . A
4 4 x 3 4m x. 0
' i'
A , 2 A , 3 ctc., in diesem F a I I e , von dem zweiten GIiede A 1 an, abwechselnd positiv

und negativ.

E x e m p e l I. Die Quadratwurzel aus 10 bis auf dic llte Decimalstelle zu

finden.

Es ist 1 0 = 3* + 1, folglich w i r d in ( x + y)", x = 9, y = l , n = |, x**=3.

Demnach
T

A = 9* r= J,00000 O O O O O O O

K=
_T
A — 0,16666 6GGGG GG r _
A = A = O , 0 0 4 0 2 96296 29
a •9 2 4".9 1

A
3 =
J
e •9
A 8
— o,oooa5 7 2 0 1 6 4G A 4 =
8 .9
A , = — 0,00001 7 8 6 l 2 a5

= —
7
0,00000 i 3 8 g 2 oG A = J) A. = — 0,00000 0 1 1 5 7
A I 4 6
S,.9
5
A
0-9 1

A 7 = — T1

A
— 0,00000 00101 07 A 8 =
I
T 3
6.9
A 7 = — 0,00000 00009 1 2

14-9 6

K=
Jt_L. A — 0,00000 00000 85 1 7
A = — 0,00000 00000 08
8 A 1 0 = 20 9
0
IB-9

+ 3,16692 52677 io — o,oo464 76075 4 i

— o,oo464 76075 4 i

3 , 1 6 2 2 7 76601 69 = y"io

E x e m p e l II. Man soll die Kubikwurzel von 10 bis auf die l l t e Decimalstelle

berechnen.
Setzt man y = S, x = 2 , so ist ( x + y ) = (S + 2 ) % ? =

I
A =
= 2,00000 00000 00

8888S 88
_I
A =
3 -4
A = 0,16666 66666 66 A 2 = 6 •A A 1 - o,oi388
1

_J 9 A = o,ooo32 i 5 o 2 o 57
A = 0,00192 9 0 1 2 3 45 A. =
A -
1
3 l2.4
9
2
-1
14
A. = _ I I _ A = o,oooo5 89^20 44 A = A. = 0,00001 14G09 5 3
l i 4
4
6
I 8.4 0

A =
I 7_
A = 0,00000 2 3 i g 4 79 - A„ = . JLP__ A_ = 0,00000 o4832 2 J
2
7
1 4
6
a4-4

A = J 3 . 0,00000 0 1 0 2 9 09 A = aj5
A = 0,00000 0 0 2 2 2 95
6
27-4
A
0 = 1 0
3 0-4

29 A = 0,00000 ooo48 98 n_ A = 0,00000 00010 88


A = 3-4
1 0 A , = 1
3 6-4
3
n
1 1

A,,= A = 0,00000 00000 5 5


= 0,00000 00002 44
3 8_
A = 3 <
A 41.4
9
0
3 4 1 2
i.:
44 A = _ 0,00000 00000 o3
4i 0,00000 00000 i 3 A =
A =
J 5
1 5 4 5-4 A . 4 = 1 6 4S'4

a , i 0 8 6 5 70485 98 0,01422 23585 63

0,01422 a3585 63

2 , i 5 4 4 3 46900 3 5 ~ y"n>

E x e m p e l III. Es sei y N < > 1 9 0 0 bis auf die 12lc Decimalstelle zu b e r e c h n e n .

W i r haben bereits oben ( § . 48.) gefunden, rlafs diese W u r z e l > 11,011 und < 11,012.
C

Nun ist aber 11,011 = 161857,86712 13154 16051. Setzen w i r a l s o ^ l 6 1 9 0 0 = 11,0U X


i 161000
(I + x ) , so ist l 4 - x - - ' T
. — 1,00026 03078 82692 und x = 0,00026 03078 82692.
1 1 , 0 1 1

D a n u n , wenn f * l C 1 9 0 0 = A + A 1 ~ A 2 + A , . etc.
3

A = . . . . . .n,011

A 1 =r i x A = o,ooo5- j25oo 19239> A2 — ^ x A 1 = 0,00000 00596 88599.

A 3 = 5
9
j X A n = 0,00000 00000 093S2- A 4 — igx A 3 = 0,00000 00000 o o o o x

1 1 , 0 1 1 5 7 3a5oo 2858t

D a v o n subtr. 0,00000 oo5g6 886oo>


" 5

Bleibt u,on573i90339971 — ^16190owie^.4S.)


n n 11—1 : 2 n — 3 3

§. 56. Setzt man in der Gleichung ( x + y ) = x +nx y + " c


x
7 +etc.(A)

x — 1, y = z , so hat man > v W 3


: 2 2 •Z 3
( 1 + z) = 1 + nz + n c Zr + n n*z* + etc. ( B )

; 2 ji.(n-i) ••Z_n.(n-l)(n-2) =4 » . ( « — l ) ( r e — 2 ) ^ r a — 3 )

W O » c = _ ^ p , » c 1 . 2 . 3 ' n
° 1 . 2 . 3 . 4 e t C
*

Substituirt man in (B) ^ für z, und multiplicirt alsdann mit x " , s o erhält

man w i e d e r dic Gleichung ( A ) .

Setzt man in ( B ) — z fdr z , so w i r d


n : a 2 : 3 3 ? 4 4
( 1 — z) = 1 — n z + rc e z — « c 2 4* n c z — etc. ( C ) .

§» 57. SubstItuirt man in ( C ) — m für 7 2 , so w i r d n = — r a , W * = 0 =

x• 2

/ * *\ : a :
3 m.(m+1)(m+2)_ : 3
(m + l ) , (m + 2) . . . . und allgemein n =
: r
c « e = L ^ J _ i _ _ — ^ c c

: r t r

(—^)c = + (m+*-l)c j W 0
das Z e i c h e n + oder — g i l t , j e n a c h d e m r eine g e -

r a d e o d e r ungerade Z a M ist. E s ist also


— m ; a a : 3 3 • A A

( 1 — t) = 1
+ » » s + ( m + 1 ) 0 z. + ( m + 2 ) c t + (m + 3 ) C V + e < c . (D)

§ . S 8 . W e U ( , + y)'= (1 + I ) " = , " . ^ + J f , ' = / . ( * ) " " = / . ( ! _ J T _ f "

x x x^y #-^y'
Proportionen, Potenzen uml Logarithmen. 45
*sa
• • erhält man, wenn man in (D) Y^— für z, und n für m setzt, und dann
x
+y mit x
multiplicirt
<*+J-r= * <» + Zzfc + ( * + l :)2i * ^ . + (« + 2=) ;S^ - 3 + <><
V 2 . •). (E)
In dieser Reihe nehmen die Potenzen von stärker ab als die von die in
x+y x'
der Gleiehung (B) mit xn multiplicirt sind.
§. 50. Setzt man in dcr Reihe (E) — n für n, so verwandelt sich dieselbe in:
( . v +, j )N—n = r * —n ( f _ n Y^ +, B , ^Y , „ _ ^ ^3 _ .>'j , + . ^ •'4 _•VJ _ 4,.+ c l c .. )/cn
4
(F)
: 2 1 : 3

Ist n eine positive ganze Zahl, so besteht diese Reihe (F) aus einer endlichen
Anzahl, nämlich n + 1 Glieder, dahingegen der Ausdruck von (x + y)~~n nach den
V
Potenzen von -z entwickelt
3^ ^ A

= x" (1 + (» + l>i'> - (« + 2 ) L % 4- (" + 3 ^ 4 - etc.)


A. Av x v

ins Unendliche fortläuft.


AIs Beispiel wollen wir die (§. 53.) bereits berechnete Potenz (l+ä^)~l5 noch-
mals nach dery obigen Formel (F) entwickeln.
Setzen x+y(x + y)~
alsowir " n - A — A1 + A0 — A3 + A4 — etc., so ist, weil x = l,
A Y= 1 = 1,00000 000 A
i — ii A = 0,71428 571
y zzz A2 = if A1.= 0,2S809 D24. A3 = 14 A 2 = o,o4oi3 077
A4 = A 3 = 0,00701 868 A5 =/oVA4= °»00075 Sa9
A6 = A
5 — °,00°o5 856 A7 =3f^yAg= 0,00000 357
ß =s°-8 7 ~ o>ooooo 017 9 =j|jAg= 0,00000 001
A A A

j,24517 245 0,76415 535


— o,764i5 535
0,48101 710

mit der (§. 54.) gefundenen Zahl his auf die 7te Decimalstelle übereinstimmend.
A u f die W e i s e läfst sich a u c h die K u b i k w u r z e l aus 10, die w i r ( § . 54.) durch die

Entwickelung v o n 2(l+^j3 gefunden h a b e n , in 2 ( 1 — f ) ~ " T


verwandeln, welche
r , * * , 1- 4 1
i - , - - - 4
. . .
7
1 1 4 7 1 0 1
Jc
= 2
l l
+ 3 * 5 + 3T6 ' ^ + 3T6TÖ * ^ + 3. 6. 0. 12 J i + " ^ > S O df,f
*> » e n n

I
man dieselbe durch A + A 1 + A 2 + A 3 + etc. a u s d r ü c k t , A = 2, A 1 = . A,

A = ~ A , A
rt
2 3() 3 = 4a
3 Jz A„,
2» A, =
4 ^ A ^ , etc.
Gtf 3' In dieser R e i h e n e h m e n ,
' wenn man

sie mit dcr ( § . 55.) v e r g l e i c h t , die Glieder offenbar stärker a b , als dort.

n
X
§. 60. W e n n man in den A u s d r u c k e (1 + -) , wo x irgend eine positive Zahl

b e d e u t e t , für n nach und nach 1, 2, 3, 4, e t c . s e t z t , so wird man l i n d e n , dafs


der W e r t h desselben immer zunimmt. M a n k ö n n t e v e r m u t h e n , dafs auf diese W e i s e
n
^
('14"-) ü b e r a l l e G r e n z e n
x

der W e r t h von hinaus w a c h s e n , o d e r Wie man diefs durch

eine abgekürzte Redensart auszudrücken pflegt, dafs dieser W e r t h für ein unendli-

ches n unendlich w e r d e n müsse. D e r b i n o m i s c h e L e h r s a t z zeigt j e d o c h , dafs diefs

nicht der Fall ist. Es ist nämlieh


x n
. , x , n . ( n - V ) x 2
. n.(n—l(n—T)x z
, n.(n—\)(n—2)(n—1)x* .
a + -) = * + * r . + ^ r r , 7 + i. 2. 3 ,pr + ^ r ^ r ^ r r ^ 7 + etc
-
= 1 + x 4- ( 1 - - ) ^ 4- ( i _ ! ) ( i _ 2 ) * 3 + ( i _ l ) ( l _ ? ) ( l _ : V r 4. e t c . , c
4
wo

72» f% TL

x
2
? x , x, 3 4
e t c nach der (§.51.) eingeführten Bezeichnungsart die divi<lirten P o t e n -

2 3 x x *
2L_, ^7p3> j o 3 4' e t c
' n e
deuten. Daraus ergiebt sich a l s o , dafs für jede
x
z c n

positive ganze Z a h l n der W e r t h von (*4--) beständig wächst, so wie n gröfser


w i r d , abcr nie gröfser als 1 + x. + + x ^ 4" x 4
+ x* 4" e l c
« werden k a n n .

§. 61. E b e n so erhält nian

/- * r " = 14 ' J _ " - ( " + ) •v w


v 1 2
n.(n+i)(n+2) .v rc,(rc + 1)(tt+2)(^3) g +
3

l ^,7l
/J " 1. 2 „ n 1 a i
T7"2". 3 n ^ L~2T~3. 4 w
4

= 1 + x + (1 4- - ) + (1 4- - ) ( 1 + |) + (1 + l)(l + ?)(1 + -) .r 4
+ etc.
' n c n n n n
c
1
7i 0 c

*
W o r a u s e r h e l l t , dafs ( 1 — - ) , von n > x an, wenn n zunimmt, beständig ab-
n
n i m m t , für j e d e n W e r t h von n j e d o c h

( * - ! r n
> i + * + * * +
c
x
c + + < + ° t c
- u t
-
n

W e i l nun ( l - ^ > " — ( + ^ ) " ~ 1


^""n^ " * ( 1
^ 1
" ^ ) " ) » S 0 ü b e r s i e h t m a n

leicht, dafs dieser Unterschied kleiner werden kann a l s j e d e gegebene Gröfse. Es

ist n ä m l i e h

t-d_?!>" = n - "r("=D '- + "- "-


r
"- 1 ) f 2 )
4 -
*' " ' * i. 2 1
1 . 2. 3 „
V ?l <i_) ' 2 A O ä. 'i ff
1 1 n
, L 1
1 O

* ( l - * ) 4 r ( l - r
) ( t - ) f f 2
(l_*)(l_*)(l_3) ß

# v
Ii' # v
n' x
n' A x
n n' n Ax x

= « ~ 2 " ,7* ^ 1. 2. 3. ^ ~ r"2T"37^: ^ + c t c


-

D e r W e r t h dieser Gröfse ist offenbar, Avenn n u n e n d l i c h g r o f s , unendlich klein.

E s ist a l s o für n = OO

(i+^r = = * + * + * * 4 - ^c c
3
4- < + e t c
-
i n x

8. 0 2 . D e n s e l b e n A u s d r u c k findet m a n a u c h , w e n n m a n (1 + - ) vermittelst
a n
des b i n o m i s c h e n L e h r s a t z e s e n t w i c k e l t und n — OO o d e r u n e n d l i c h grofs a n n i m m t ,
1 2 3
w o alsdann - , -, etc. = o wird. E s ist nämlich
n n n
(1 + - )™ =
1
1 + nx 1 + nx.(nx^ X « j f e j J ( ^ 2 ) l__ + ^
K
^ n' ^ n ~ 1. 2 „2 ^ 1 . 2. 3. n* ^

x.(x - |) - J)U - - )
2
x(x - l)(x - f)(* - n
3
)
- 1 + x + ^7"2T", 4 L""27"3 + ~ 2 . 3. 4 + e t c
-

F o l g l i c h für n = Oo
1 n x
x 2
x 3
x*
(t+;) =
+ + o
1 x
+ r2rs + i T 2 r o + c l c
-
1 nx 1 n x
D a nun (1 + - ) = [ ( 1 + - ) | und
n v
Ii

0 + |)" = i , + 1 + (1 -1) 1 + (i - > - £ 2 - 3 + (1 - > - ;Xi-J) ä 3 3 + f-


4$ ' Erste V o r l e s u n g . Über Verhältnisse, t

so ist auch

^ + l , " = [ , + ! + (t_I)| + ( l - l ) ( l _ ^ ^ + ( i _ l ) ( l - ^ ( l - | ) ^ + M c . f

E s ist a b e r , w e n n n = 00,

(l + l f = 1 + 1 + | + ± + + + e,c.

D i e Summe dieser unendlichen R e i h e , deren Xäherungswerth 2 , 7 1 8 2 8 1 8 2 8 4 50045, *

ist die Basis der sogenannten natürlichen Logarithmen, die auch wohl in B e -

ziehung auf eine Eigenschaft der gleichseitigen H y p e r b e l , die h y p e r b o l i s c h e n ge-

nannt w e r d e n . M a n b e z e i c h n e t diese Z a h l g e w ö h n l i c h durch den Buchstaben e. Dic-


1 .«X ... X

semnach ist der W e r t h v o n (1 4 - - ) , für n = OO , — e .


n

Zugleich ergicbt sich aber auch aus ( § . 5 9 , CO.), dafs fiiv jede positive ganze

Zahl n > x, ( + ^)" < 1 e


* u n t l
( ^^
1 > e
* l U U
* w e n n n : : : : 8 0
wohl ( + ^ ) " 1

X ~ ~ n
A ,

als auch (1 ) = e ist.


n

§. f>3. Wenn y = e X
so ist x = l o g nat y . Nun folgt aus (1 + ^ ) " < y, 1 + 3 < y 5

L X ~ n
, T X n
— I

und daraus x < n ( y — 1 ) , und weil (1 — - )


n
> y, so erhält man (1 ) < y ;
i
X I x — n (v*i — 1}
daraus 1 < y «unddeshalbl—y > < - also x >
r
n(l—y-%oder>^ 1.
n J
n v
J
'1 i
yn
T

I n (v" 1)
Folglich: n(l-y") > lognaty > \
yn
Es läfst sich demnach der natürliche L o g a r i t h m e j e d e r Zahl y finden, indem man
aus y dic Quadratwurzel, bis auf 2 r Decimnleii g e n a u , c x t r a h i r t , aus dieser abermals

die Quadratwurzel zieht, und diese Operation so lange fortsetzt, bis man auf
2
m
_ r

Y y < 1 4 -
10 k ö m m t , davon 1 subtrabirt und den Rest durch 2 multiplicirt. Das

Resultat dieser R e c h n u n g wird der bis auf die rtc Decimalstelle genaue W e r t h von

log nat y sein. Auf diese W e i s e fand, wie schon oben ( § . 38.) bemerkt worden,
1 0 * * = 1 , 0 0 0 0 0 00000 00000 00199 71742 08125 50527 0 3 2 5 1 . . . D i e s e Z a h 1 w e n i g e r 1 mit

2* = . H 5 2 92150 46068 46976 o<1er 1,99717 42081 25505 27032 51 mit 1,15292 15046

06846 976 multiplicirt, erhält man log nat 10 = 2,30258 50929 94045 68401 . . .

§. 64. IIat man auf irgend eine W e i s e den natürlichen L o g a r i t h m e n einer Z a h l

y gefunden, so erhält man daraus den b r i g g i s c h e n , indem man j e n e n durch log nat
1
10 = 2,30258 50929 9 4 0 4 5 . . . diridirt o d e r mit , — = 0,43429 44819 03351
' lognat10 '
multiplicirt. M a n nennt diese Z a h l g e w ö h n l i c h den M o d u I u s , und wenn wir diesel-

be durch M b e z e i c h n e n , so ist l o g b r i g g . y = M k*g nat y .

t
x ?
Ks sei nämlich l o g nat y = x und l o g brigg. y = |, so ist y = e — 1 0 . Da
1 1 ~
nun . ^ 7— M , so ist l o g nat 10 =
7 x folglich 10 — e und y = M — M
e P
x
.
lognatl0 M
z
A l s o ^ = x und I = M x oder l o g brigg y = M log nal y .
M
*- 1
Aus e M
= 10 folgt zugleich ^ log brigg. e = log brigg. 10 = ] , n nd daraus

M = l o g brigg. e. - r ^
r ^ ~Y

Ks i s t d e m n a c h der Näherungswerth von log brigg y = ^—y*^L


2 (10 —l)
r
1
2 t
10 —!
1
2

So iindet man z. B . , wonn man r = 60 a n n i m m t , weil


6o 2

f*3 = 1,00000 00000 00000 00095 28942 64074 5S932

2r>0
§. 65. y-[() D i e s e— äusserst
1,00000 mühsame M e 00199
00000 00000 t h o d e , 71742
durch 08125
eine 50527
M e n g e von Quadratwurzel-
,„„ 3 = _^^2SJHgl>4074 15SM2 . . , _ , = 1 2 f > 4 7 { [ ) G m
log hrigg. .s 1 9 { ) ? 1 7 4 2 0 ",w/j
8 l 2 5 5 ( ) 5 2 7

E x t r a c t i o n e n den A u s d r u c k 2*(y* "—1) zu b e r e c h n e n , läfst sich nun durch den G e -


1

brauch des b i n o m i s c h e n L e h r s a t z e s ungemein vereinfachen und vervollständigen.

Ks sei v ~ 1 4- u, so ist
50 Erste V o r l e s u n g . Uber Verhältnisse, ,?

n(<r-i) = »[(i + . ) " - i ] = - + + (


, i - 1
^ - 2
) r o + e l c
-

= --v-br + T - ^->-L^-b-, +
D i e s e r A u s d r u c k w i r d , w e n n man n = OO annimmt,
2
w3
* 5

( A ) l o g nat (1 + ») = w — + ^ ~ + ~ etc.

D i e Summe dieser unendlichen R e i h e hat j e d o c h nur dann einen reellen endlichen

W e r t h , wen u nicht > 1.


w 2
w 3
* 5

E b e n so erhält man (B) l o g nat (1 — w) — — w — ^ - ^ etc.


2 J 4 5
wo w < 1.
_L. ^
W e i l nun l o g (1 + w) — l o g ( 1 — » ) = log , so erhält man zugleich

f , W\ — W
3 .S 7

/^- i lH-w n , m , u, , \ ».
(C) log nat = 2Q« + — + + + etc.)
* + " • j y— 1
j
Setzt man nun - - = y, so wird a = und
l~a> y~r*

(D) l.g y= + i 03 + i 0* + * + e.c)


D i e Glieder dieser R e i h e nehmen ab für j e d e n W e r t h von y , wie grofs derselbe

auch sein m a g , und die Summe derselben hat i m m e r einen reellen W e r t h . Wenn je-

d o c h y nur mäfsig g r o f s i s t , so c o n v e r g i r t die R e i h e so langsam, dafs die B e r e c h -

nung des L o g a r i t h m e n v o n y noch i m m e r äusserst b e s c h w e r l i c h ist. Es sei z. B.

y = 10, so ist

l o g nat 10 = 2 + i + f (fif
W o l l t e man nun diesen L o g a r i t h m e n bis auf dic 10te Decimalstelle g e n a u haben,
+ * (^/ + i (^/ + etc.)

so müfste man beinahe 70 Glieder bis auf die 1 2 t e D e c i m a l s t e l l e b e r e c h n e n . E s m ü f s -


9 ax+i _ I 2 \\ 2x+1 l 2

te n ä m l i c h , wenn (—) < 10 sein sollte (—) >10 , also (2x + 1) X


11 12
logbrig Y > 1 2 u n d f o ,
8 l i c h 2 x
+ 1
> Hig"77 s e i n
- Nunistaber, wiemanausjeder

~^
11
l o g a r i t h m i s c h e n , auch aus unserer kleinen T a b e l l e ( § . 42.) ersehen k a n n , l o g ~ < 0,088.
12
Es müfste also 2 x + l > - oder > 1 3 6 , also x > 67 sein.
0,08©
§. 66. Ist die Z a h l y v o n der Beschaffenheit, dafs die C o n v e r g e n z der Reihe

( D ) sehr g e r i n g i s t , w i e im obigen B e i s p i e l e , wo y = 10 i s t , so mufs man dieselbe

in z w e i oder m e h r e r e andere R e i h e n z u zerlegen suchen, deren Glieder schnell ge-

nug a b n e h m e n , um mit hinlänglicher B e q u e m l i c h k e i t die R e c h n u n g anzustellen. So

läfst sich z. B. die R e i h e für log nat 1 0 , weil log 10 = 3 log 2 + l o g £ auf f o l g e n -

de W e i s e zerlegen.
s\ 1 1 1 1 1 1 1 1
l o g nat 10 = 3. (- + -. _ + ~ + - . - + - - + etc.)
3'
2 y

,fl + 1 L i1 L1 ! 1. L1 1
L . \
+ \9 ^ 3 9 3
+

^ 5 9*
+

^ 7 97
+

9 9 9
B l c

•Jr e l c . j
0/, , 1 1
, 1 1
. 1 1
, 1
1 , \
= 2
O + 3 9 + 5'V* +
7'^3 + «j-7* + C,C
')

+ 2f-
^ VO +^ "3 - 3 ^+ 5 - s ^+ 7 < ) 7 ^+ 9*
- . -
9 ^4 - etc.)
7
1 e i c
9 9 9

§. 67. Hier folgt <lie Übersicht der IJerecbnung v o n l o g nat 10 bis auf die 20ste

Decimalstelle genau. ^, . (

— 1,00000 00000 00000 00000 00


—1

9 — 0,1nii Hin 11111 1u11 11 J..9 = o,o57o3 70370 3 7 0 3 7 0 3 7 0 5 70

9 = o , o i 2 5 4 56790 i 2 5 i 5 67901 24 ^ 9 = o,ooa4(» 9 i 5 5 8 02469 i 5 5 8 o 25


-3 „ _
9 = 0,00157 1742,1 1 2 4 8 2 8 5 5 2 2 36 ^.9 = 0,00019 5 9 6 j 1 i)8926 1 2 1 8 8 9 1
—4
£.9 = o,ooooi 6 9 3 5 0 87808 43o28 67
9 zzz: o,oooi5 a 4 i ^ 7 9 0 2 7 5 8 7 2 5 8 o4 ->
r

T
X
T 9 — 0,00000 1 5 5 9 5 5 3 4 3 7 i3oo2 61
9 'zzzz 0,00001 6 9 5 5 0 87808 45o28 67
Q T \-9 = 0,00000 o i 4 4 7 4434o 24299 3g

9 = 0,00000 1 8 8 1 6 7 6 4 2 3 1 5 8 9 2 07 ^_9 = 0,00000 0 0 1 3 9 58545 87525 i3

9 ZZZz 0,00000 02090


1
75i58 1 2 8 7 6 90
^ T *_9 zz= 0,00000 oooi3 665o4 00149 5 *
9 ~ 0,00000 0 0 2 3 2 3 o 5 7 5 i2.54i 88
s = i,o3g7?. °77 ' o( } 8 8
^ 6 2
7 t7; 8
»8

TASTU ÜLIKOOLI
RAAMATUKDGU
52 . Erste V o r l e s u n g . Über V e r h ä l t n i s s e ,

s I , 0 3 9 7 2 07706 888GG 2 / 4 7 8 18
—p
-9
n,00000 00001 5585i 5o482 70
9 = 0,00000 00025 9 " 7 * 19 I 1 1 5 2

-TO
— 10

9 : : O,00000 00002 8G797 19907 9 3 0,00000 00000 i5G57 00948 00


—i i - I I

= o , o o o o o o o o o o 3 i 8 6 G 35545 3 2 .9 0,00000 00000 o i 3 8 5 4 9 5 7 1 54


1

9 I T
— 12 -T2

= o , o o o o o o o o o o o354o 70G1G i 5 9 0,00000 00000 o o i 4 i 6 2 8 2 4 65


1

9
— 7l -Ii:l

9 — o , o o o o o o o o o o 00593 4 1 1 7 9 57 7T -9 T
0,00000 00000 o o o i 4 57080 7 2

—14 -14
o,ooooo- o o o o o ooo43 7 1 2 4 2 1 7 9 0,00000 00000 00001 5 0 7 5 2 4 9
1

9 =
—J;i -iS
9 = o , o o o o o o o o o o o o o o 4 85G95 3 7
1
9 0,00000 00000 00000 i 5 6 6 7 53
-ifi
9 = o , o o o o o o o o o o 00000 559G5 g5
1
9 0,00000 00000 00000 o i 6 5 5 5 3
—17 —17
9 = o , o o o o o o o o o o OOOOO 0 5 9 9 6 22' _*_9 0,00000 00000 00000 0 0 1 7 1 5 2
Ts
—1"

9 = o,ooooo ooooo 0 0 0 0 0 00666 a5


1
9 0,00000 00000 00000 00018 01
—10 -10
9 — o,ooooo ooooo 00000 00074 o3 1 9 0,00000 00000 00000 00001 9 °
— 20 —20

9 = 0,00000 o o o o o 00000 00008 2 3 _V9 0,00000 00000 00000 00000 20


—2T —21

9 = o , o o o o o o o o o o 00000 00000 9 2
1
9 0,00000 00000 00000 00000 02

1
a 1 , 0 5 9 7 2 07708 3 9 9 1 7 9 6 4 1 2 59
z log 2
Demnach i 4 - 3 9 + o 7 9 7~j3 + —
3 + e t c

+ *. - +
1 1 1 .
E b e n so erhält man die Summe v o n 1 — + etc., indem man die
9 0 9 5
^ 3 9 3
berechneten r e c 1 p r 0 k e n P o t e n z e n v o n 9 benutzt.
-1
9 O,IIIII IIIII IIIII I H I I IX

-3 _
T 9" o,ooo45 7 2 4 7 5 70&27 6 1 7 7 4 1 2
-5-
9 0,00000 5 3 8 7 0 1 7 5 6 1 68Go5 7 5
&
-7
I 9 0,00000 00298 6 7 8 7 9 7 3 2 6 8 i 3
Y
-9
T 9~ 0,00000 00002 86797 19907 9 2

I 9 " -11 0,00000 00000 02896 g 4 i 4 o 4 8


TT
-i3
I 9"
TT 0,00000 00000 ooo3o 26244 5 8
s Z=ZZo , m 5 7 17756 57104 55o5a 07

\
s = o,tn57 1 7 7 ^ G 5 7 1 0 4 5 5 o 5 2 07

'ö ^ _

rrJ
T * _ . 9- 1 7 =
1

1 0
9
0,00000 00000 00000 j 2 j 7 9 ^>7
0,00000 00000 00000 00^J2 7 2

0,00000 00000 00000 oooo3 90


T o ^

I T
1
9
^
0,00000 00000 00000 00000 o4

o,tn57 1 7 7 5 6 5 7 1 0 4 8 7 7 8 8 5o — I log nat £

dazu 1 , 0 5 9 7 2 07708 3 9 9 r 7 9 6 4 1 2 3 9 = |- log nat 2

erhält man i , i 5 i 2 9 25464 9 7 0 2 2 84200 89 = £ l o g nat IO

und l o g nat 1 0 — 2,5o258 50929 9 4 o { 5 684oi 78

Z u g l e i c h hat man l o g nat a — 0,69jx4 7 i S o 5 5gg45 3 o 9 4 i 77

undlognat5 = 2 l o g 2 + log^ = 1,60943 7 9 1 2 4 5 4 i o o 5 7 4 6 0 08

§. 6S. Man hätte den natürlichen L o g a r i t h m e n v o n 2 , weil log 2 = 1. | + I. |,

durch die B e r e c h n u n g dcr beiden R e i h e n

2 fl + \L + 11 1 , 1 1 , 1 1 . X

, «A , x
V 5 ^ 3 5 3 ^ 55 +
7 ' ^ +
9 * 5 9 + e t 0
- )

1 , 1 1 , 1 1 1 , 1 1 1 , , x

+ 2
( 7 + 3 ^ 7 T + 5 ^ r +
9 - p " + e ( r
- )

auch auf f o l g e n d e A r t finden können.

.i 7
I t
.l(f o,4oooo 0 0 0 0 0 eoooo 0 0 0 0 0 0 0 2. 0 , 2 8 3 7 1 4 2 8 5 7 i42,85 7 1 4 2 8 57

27
4 3
I O .10 — o,oo553 5 5 5 3 5 5 3 3 5 3 5 5 5 5 3 53 2 0,00194 56545 96695 8 2 1 1 8 56
T ' -
T

7~
G -5 5

i.2 .10 0 , 0 0 0 1 2 80000 0 0 0 0 0 ooöoo 0 0 O , O 0 0 O 2


^799 G 07506 479^4 3 i
5 5

7
n 7 7
.10 365 i 42857 i4285 7 1 2_
O,OOOOO o546g 3 3 o 5 i 1 1 4 8 6 07
i.2 0 , 0 0 0 0 0 7
7 '
7

27
10 O
2 0
.10~ oop55 0 6 8 7 3 8 2 7 2 2 00
\ 011j7 O,OOOOO
A 0 , 0 0 0 0 0
7 7 7 7 7 7 7 7 7 7 77 0'
12 -II 11

7
T
.2 .10~ 0 , 0 0 0 0 0 00037 a3636 56563 64 TT 0 , 0 0 0 0 0 00000 91951 5 l I 0 2 96

IT'

.7
T4 -lo
2 *3
T 2 .10 0 , 0 0 0 0 0 00001 20o3o 7 6 9 2 5 08 0 , 0 0 0 0 0 00000 0 1 5 8 7 . 8 5 9 6 8 81
TJ

7~
16 -15
.10 0 , 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 04569 06G66 <'7 2
0 , 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 00028 o845o*"^ 1

T s Ts

7
18 -17 T7
1
2 .10 0 , 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 ooi54 20255 j*9 2
0 , 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 5o572 5o
TT TT
S
= o,4o546 ~5io8i ^oV58 65585 49 S 0 , 2 8 7 6 8 20724 5 1 7 8 0 9 i 8 o 3 09
s _ o , 4 o 5 4 6 5 i o 8 i o 8 i 5 8 65585 49
20 —IQ S _ 0,28768 20724 5 1 7 8 0 9 1 8 0 3 09
JL2 .10 — 0,00000 00000 o o o o 5 5i88a n 7 = 0,00000 00000 00000 00925 4 5
10 3

—21
22 —21 _ —7 2
_ 0,00000 00000 00000 00017 o5
IT .10 _ ^ 0,00000
*_2 00000 00000 1 9 9 7 2 86
-23
24.10
1
0,00000 00000 00000 00729 44
^—7 _ 0,00000 00000 00000 00000 02
z6 -25 -25
IT ^ —7 2
_ 0,00000 00000 00000 00000 01
2 .10 _ 0,00000 00000 00000 00026 84
IT 2f) -27
1

*_9 .10 — 0,00000 00000 00000 00000 00

2l o g5 nat I _ o,4o546 5 i o 8 i o 8 i 6 4 3 8 1 9 7 77 l o g n a t f — 0 , 2 8 7 6 8 2 0 7 2 4 5 1 7 8 0 9 2 7 4 3 92

*_9
30.10 -29
_ 0,00000
Daraus 00000
l o g nat 2 —00000 00000
l o g nat
,
§ +04 l o g nat | = 0 , 6 9 3 1 4 718öS 5g945 3 o 9 4 i 69
20 -
bis auf die 20ste Stelle w i e o b e n . hat man aber auch l o g 3 = Zugleich log ^ 4~
log 2 oder = 2 log 2 — log 4 — 1,09861 22886 68109 69139 46 bis auf die 20ste
Stelle genau.

§. 69. W e n n die L o g a r i t h m e n z w e i e r Zahlen y , z gegeben sind, so findet man

daraus den L o g a r i t h m e n ihres arithmetischen Mittels.

I o g 4f__i_4^
2 2
V2(^)-1 (2fj2h)-i) (2(^j-i) y
_t_ y—z y^~ z
y—z
0
Z, SO ISt
+ •r=f) + I o g
,v^z
log y + log * = log. - _±f) = l o g ( ( ^ ) 2
^ (^=5))f

= i o g ^ ) + % ( ' - c ^ ) - 2 iog *+£ + iog(1-^)2).

Daraus f o l g t : l o g = L_Xi___ _ , I o g ( l - ( ^ ) 2
) .

Aber - 5. log A _ ( _ _ ! ) ) 8
- _ 1 W Q^^j>-s)* = x log ____L„
* H V+^; *J°S ( ^ ) 2 ^ ( ^ * _ ^ _ ^ 2 >
'ind wenn ^ g ^ ^ _ = u g o i s t ( § . 65.) ( D )

| l o g u = M ( ^
'W-I
+
. ,. ,a-lJ
^
, ( + ,
«-is
« + 0 , . )
, u—\ _ fr-s) 2
_ _ \
u n d
Z 7+I 2 ( ^ f 2 _ ( ^ a 2 ^ ) - l '

Demnach

lo 4 5 = ' M J ^ J ^ M
g - 4 - ^ 3 + f ^ a - y H - - c A
2 2
v2(^;)-1 C 2
^ ) - O (2^)-O ^

§. 70. Setzt man y = x + l und z = x - 1 , so dafs 2 i ? und ^ i ^ = x , s o e r h H " I t

m an l o g x = 4 l o f f ( x 4 - l ) 4 - i l o c ( x - l ) 4 - M f ^ f- • j + ~ 4 »H"^0
fe a foV T " / T a M ZT" V 2 x
3
—l3(2v —1) 2
5(2x*-1) J

D i e s e FovmeI kann dazu dienen den Logarithmen j e d e r Primzahl p , wenn die L o g a -

rithmen aller Primzahlen < p gegehen sind, durch sehr convergcnte Reihen zu

berechnen.

Ist nämlich x = p , so sind die Zahlen \ T 1 und x — 1 gerade Z a h l e n , die aus-

ser der 2 nur n o c h Primzahlen < p als Factoren enthalten k ö n n e n , dafs also nach

der V o r a u s s e t z u n g l o g ( x + 1) und log ( x * - 1 als bekannt anzusehen sind.

Nimmt man z. R . den Logarithmen der Zahlen 2 , 3, 5 als bekannt a n , so er-

hält man
1 1
log 7 = 1 I°g 6 + I Iog 8 + M ( ± - + + etc.
3.97 3
5.97<
1 _L_
log 11 = § l o g 10 + 1 l o g 12 4- M ( ^ 1 + 3.241*
+ 57241* +
e<c.

1 1
log 13 — I l o g 12 + I l o g 14 + M ( ^ etc.
3.337' 5.337*
1 1
l o g 17 — i log 10 + \ log 18 + M ( ^ + 5^577 + etc.
3.577 3 5

_L 1
l o g 19 — i l o g I « + i log 20 + MQ-
3.721 3
5.721 J
etc.

etc. ' etc. . etc.


Ist v o n briggischen L o g a r i t h m e n die R e d e , so mufs man für M den ( § . <>4.) g e -

fundenen M o d u l u s 0,43429 41819 setzen. Für natürliche Logarithmen wird

M — 1.
§. 71. S o sehr die so e b e n mitgethcilte R e i h e n - z u r B e r e c h n u n g der L o g a r i t h m e n

drr Primzahlen auch c o n v e r g i r e n , so lassen sich zu diesem Z w e c k e doch noch un-

gleich c o n v e r g e n t e r e R e i h e n f i n d e n , w e n n man statt die Primzahl p — x z u setzen,

sie z u v o r mit einer Zahl m, j e gröfser j e b e s s e r , multiplicirt und p m = x s e t z t ; nur

mufs die Z a h l m so ausgewählt w e r d e n , dafs sie k e i n e Primzahl > p als F a c t o r ent-

hält, und dafs, wenn p m —


x w e d e r in x — 1 n o c h x + 1 Primzahlen, die nicht

kleiner als p s i n d , als F a c t o r e n vorkommmen.

Sn erhält man z. B., wenn p — 7 und m — 7, x — 4 9 , x — 1 " 4,S, x + 1 = 50

l o g 49 = i log. 4 8 + i l o g 50 + M ( ^ 1 + g J L _ , + _ L _ , + oto.)

und daraus l o g 7 — \ l o g 49.

Eben so w i r d , w e n n p = l i und m = 9 ,x = 99, x — 1 = 9 8 , und x + l = 100,

.og 99 = | l o g 9S + i l o g 100 + M ( ^ + _ L _ , + 5 _ J ^ , + .,,..)

und daraus l o g 11 —
log 9 9 — log 9 .

§. 72. S o findet man durch V e r s u c h e oder mit IJüIfe einer Factorentafel der n a -

türlichen Zahlen für die s u c c e s s i v e B e r e c h n u n g d e r L o g a r 3 t h m e n der folgenden P r i m -

zahlen, die L o g a r i t h m e n der v o r h e r g e h e n d e n als g e g e b e n b e t r a c h t e t , folgende unge-

mein c o n v e r g e n t e R e i h e n

l o " 1 3 27 = - - loiT
T
]ojj Mf—-—
3f>2 ~\- J 1
- , j 1
_L. ei<e^S
io p 1 . 5 . - / z iofe o.jo^-. e r^246401 ^ 3 . 2 4 Ü 4 Ü 1 8
. h
5 . 2 4 6 4 0 1 5
^ €
V

log17. 3 = |log 50 + 5 l o g 52 + M ( ^ p + + + etc.)

log 1 9 . 11 - 1 l o g 208 + i l o g 2 1 0 + M ( ^ 6 1 - + + , + etc.)

log23.17 = I l o g 550 + i l o g 552 + M ( ^ + j J f ^ * + f J ^ + « " )


1 1 1 >v

l o g 2 9 . 2 7 = -| l o g 7S2 + J l o g T M + M ( ^ g g p y f ^ ^ g j j j , + ^ ^ j , + et,.)

l 0 g . T M 1 = J l o g 340 + | |og 342 + M ( — 1


^ + j ; J L _ , , + + C c )
l o g 3 7 . 1 9 = | l o g 702 + J «og 704 + . M ( ^ J L 5 + ä 3 S « 7 t + . , — <' + H c )
WiIl man zur Ühung die R e i h e n für die L o g a r i t h m e n der übrigen Primzahlen,

z. B. bis 109 e n t w i c k e l n , so darf man n u r , indem man

p — 41, 43, 47, 53, 59, 6 1 , 67, 7 1 , 73, 79, 83, 89, 97, 101, 103, 107, 109 setzt,

m = 4 1 , 43, 47, 53, 4 1 , 43, 37, 67, 73, 9 1 , 83, 73, 83, 97, 67, 43, 89 annehmen.

§. 73. In den so eben mitgetheilten Beispielen zur B e r e c h n u n g des L o g a r i t h m e n

einer Primzahl p , w e n n d i e L o g a r i t h m e n aller Primzahlen < p bekannt s i n d , wurde

der Factor m so g e w ä h l t , <lafs für p n t — x , s o w o h l x — 1 als auch x + 1 nur P r i m -

zablen <p zu Factoren hatte. Zuweilen kann aber a u c h p m ~ x — 1 oder = x + 1

gesetzt w e r d e n , dafs im ersten Falle x und x + 1 , und im letztern x und x — 1 nur

Primzahlen < p als F a c t o r e n e n t h a l t e n , alsdann kann man die F o r m e l

log(x-l) = 2 log x - l o g ( x + l ) - 2 M ( ^ - 4 ^ ^ + etc.)


2 x —1 (2x —1)
v
(2x —1) y

oder
1 1
log(x^-l) = 2 l o g x — l o g ( x — 1) — 2 M f — — — Y \ j 4~ etc.)gebrauchen.
v
2 x —1 (2x"—1) y

N i m m t man z. B. für p = 17, m — 26, so ist p m —


442. H i e r mufs man 442 — x + 1

s e t z e n , so dafs 441 — 9 . 4 9 = = x und 44() = x — 1 , und man erhält


l o g 1 7 . 2 6 = 2 l o g 441 - l o g 440 - 2 M ( - i ^ + ^ _ , + „c.)

Setzt man für p — 1 9 , m = 128, so dafs p m = 2432, so ist 2431 = 11. 13. 17,

2430 = 27. 90. Daher

log 19, 128 = 2 l o g 2431 - l o g 2430 - 2M(^^L_.+ 3 ^ 5 5 ^ + «c.)

D e s g l e i c h e n erhält man, w e n n für p — 37, m = 27, also p m = 999 = x — 1, 1000 = x,

1 0 0 1 = 7 . 11. l0 = x + 1

log 37.27 = 2 l o g 1000 _ l . g 1001 _ 2M( l l § L_ + * . _ J _ , + e,c.)

§. 74. In Callcts Logarithmischen Tafeln (Pariser Ausg. 1795) findet man

die b r i g g i s c h e n L o g a r i t h m e n auf 61 Decimalstellen, nebst den natürlichen auf 48 Stel-

len für alle natürlichen Z a h l e n v o n 1 bis 1 0 0 , und für alle Primzahlen bis 1097. Zu-

gleich sind noch z w e i Tafeln für beiderlei L o g a r i t h m e n v o n 41 Z a h l e n , v o n 999980


8
his 1000021 hinzugefügt. In der Tafel dcr hriggischcn Logarithmen müssen die zehn

ersten Ziffern aus einer v o r h e r g e h e n d e n Tafel auf 20 Deciinalstellen ergänzt werden.

D i e hriggischen L o g a r i t h m e n sind von Abraham Scharp, dem gröfsten R e c h n e r

seiner Zeit ( g c s t . 1742 im 91sten Jabre seines Alters) berechnet w o r d e n , und wurden

in S h c r w i n ' s iiiathematical tables p. 30 — 39 a u f g e n o m m e n . D i e natürlichen L o g a r i t h -

men hat W o l f r a m ein holländischer Artillerie-Officier für alle Primzahlen unter

10000 bis zur 48sten Decimalstelle berechnet. Sie sind in Schulzens Sammlung m a -

thematischer Tafeln und daraus in V e g a ' s T a b e l l e n in F o l i o mit Ergänzungen und

Berichtigungen abgedruckt.

§. 75. Die von Sharp berechnete Tafel der briggischen Logarithmen auf 61

Decimalstellen kann dazu dienen, den b r i g g i s c h e n L o g a r i t h i r i e n j e d e r Z a h l aufeinebe-

liebige M e n g e v o n D e c i m a l e n , w e l c h e die Z a h l Gl nicht ü b e r s t e i g t , und umgekehrt

aus j e d e m g e g e b e n e n briggischen L o g a r i t h m e n , mit einer beliebigen Anzahl von De-

cimalen < 61, die dazu g e h ö r i g e Zahl auf eben so viel D c c i m a l e n zu berechnen.

D i e s e T a b e l l e , so Avie sie sich bei C a l l e t findet, besteht, w i e schon bemerktworden,

aus zwei T h e i l e n , w o v o n dcr erstcre die L o g a r i t h m e n aller natürlichen Zahlen von

1 bis 1 0 0 u n d a l l e r P r i m z a h I e n bis 1097, und dcr zweite d i e L o g a r i t h m c n der 41atifein-

anderfolgenden Zahlen von 999980 bis 1000021 enthält.

Mit Hülfe d e r e r s t e n T a b e l l e findet man den L o g a r i t h m e n j e d e r Z a h l , wenn sie

entweder unmittelbar in derselben enthalten ist, oder sich als ein P r o d u c t aus Z a h -

len, die darin v o r k o m m e n , darstellen läfst. Das Verfahren, dessen man sich dabei

zu bedienen h a t , ist von selbst klar und bedarf k e i n e r Erläuterung.

Läfst sich die Zahl, deren L o g a r i t h m e n man s u c h t , durch Multiplication oder

D i v i s i o n mit einer P o t e n z v o n 10 auf eine Z a h l b r i n g e n , die innerhalb der Grenzen

999980 und 1000021 liegt, so kann man mit Hülfe des 2ten T h e i l s der Sharpsohen

T a f e l n den Logarithmen derselben auf folgende W e i s e finden:

E s sei die g e g e b e n e Zahl b . Man nehme aus der T a b e l l e die Zahl a , welch«

der b am nächsten k ö m m t . Ist nun a > b , so hat man


logh= l o g a - log * = § . ( 6 5 , D ) l o g a - 2 M ( ^ + f ( ^ - ; 3
+ + etc.)

Für a < h erhält man

log b = log a + log 1 = log a + 2 M ( - ^ + x ( ^ + x ( g / + ete.)

W e i l a — h oder h — a < \ und a + b > 2 X 999980, also oder f^<. too L tW -;»
a+l> b+a J999920

so übersieht man leicht, dafs alle Glieder der mit 2 M multiplicirten Reihen, von

«(gq^"an, z u s a m m e n g e n o m m e n , b c i w c i t c m k I e i n e r als eine Einheit d e r G l s t e n I ) e c i - ,

male sein m ü s s e n , und folglich vernachläfsigt werden k ö n n e n .

§. 76. Ist die g e g e b e n e Z a h l , deren L o g a r i t h m e n man s u c h t , von der Beschaf-

fenheit, dafs sie sich weder als ein Product aus Factoren, deren Logarithmen

in dem ersten Theile der Sharpschen Tabelle enthalten sind, darstellen, noch

auf eine innerhalb der Grenzen des z w e i t e n T h e i l s der T a b e l l e liegende Z a h l bringen

l ä f s t , so mufs man dieselbe in ein Product aus z w e i s o l c h e n Factoren zu verwandeln

s u c h e n , dafs der L o g a r i t h m e des ersten vermittelst des ersten T h e i l s , und der L o g a -

rithme des andern F a c t o r s , mit Hülfe dcs zweiten T h e i l s der Sharpschen T a f e l be-

rechnet werden k a n n . I ) i c f s geschieht abcr auf f o l g e n d e W e i s e : Man v e r w a n d l e die

Z a h l , deren L o g a r i t h m e n man berechnen w i l l , durch Multiplication oder D i v i s i o n mit


C) 7

einer Potenz der 10 in eine Z a h l b > 10 und < 1 0 . Nun suche man eme zwischen

1,000020. b und 0,999980. b liegende g a n z e Z a h l c , w e l c h e sich in Factoren zerlegen

läfst, deren L o g a r i t h m e n in der 1sten T a f e l v o n S c h a r p enthalten sind. M i t dieser

dividire man die Zahl b , so wird der Quotient q > 0,999980 und < 1,000021 sein.
b —K 4. 1 0 — I
° «
F.s i.t . i m l ' . e h ä ^ ä S Ö h = 1
+ * 1 0
+ <vHnwTo < 1
+ M
" 1 0 u n d

b
= 1 - 2 . 1 0 ^ + ^ : > . - 2 0 . l O - 6
.
1,000020 b " 1,000020 1

b b b
Da nun v > 0,999980.b und < 1,000020 b , so mufs auch - < ( ) 9 9 9 9 8 ( ) n
n n d >
1,000020 b
k , E r s t e V o r l e s u n g . Ü b e r V e r h ä l t n i s s e ,

* g g

u n d f o l g l i c h a w h < 1 + 21. 1O -
u n d > 1 ~ - 2 0 . l C * o d e r z w i s c h e n d e n G r e n z e n

1,000021 u n d 0,999980 l i e g e n . E s l ä f s t s i c h d e m n a c h j e d e Z a h l b , d e r e n L o g a -

r i t h m e n i c h t u n m i t t e l b a r w e d e r v e r m i t t e l s t d e r e i n e n n o c h d e r a n d e r n T a b e l l e v o n

S c h a r p g e f u n d e n w e r d e n k a n n , a l s e i n P r o d u c t a u s z w e i F a c t o r e n c q d a r s t e l l e n , s o

d a f s c s i c h i n F a c t o r e n z e r l e g e n l ä f s t , d e r e n L o g a r i t h m e i m e r s t e n T h e i l e d e r

S h a r p s c h e n T a b e l l e , u n d q i n n e r h a l b d e r G r e n z e n 1 , 0 0 0 0 2 1 u n d 0 , 9 9 9 9 8 0 H e g t , u n d

f o l g l i c h m i t H ü l f e d e s z w e i t e n T h e i l s d e r s e l b e n T a f e l n g e f u n d e n w e r d e n k a n n .

§. 77. E x e m p e l . M a n s o l l d e n b r i g g i s c h e n L o g a r i t h m e n d e r V e r h ä l t n i f s z a h l

« = 3,1*4159 2 6 5 3 5 8 9 7 9 3 2 3 8 4 6 26433 8 3 e t c . d e s K r e i s u m f a n g e s z u s e i n e m D u r c h -

m e s s e r , b i s a u f d i e 6 0 s t e D e c i m a l e g e n a u , b e r e c h n e n .

D u r c h d i e M n l t i p l i c a t i o n d c r Z a h l n m i t 1 0 e r h ä l t m a n

b = 3 1 4 1 5 9 2 , 6 5 3 5 8 9 7 9 3 2 3 8 4 6 2 6 4 3 3 8 3 e t c . D a h e r b . 1 , 0 0 0 0 2 = 3 l 4 i 6 5 5 , 485 u n d

b . 0 , 9 9 9 9 8 = 3141529, 8 2

M a n h a t a l s o n u r e i n e Z a h l zu s u c h e n , d i e z w i s c h e n 3 1 4 1 6 5 6 u n d 3 1 4 1 5 2 9 l i e g t ,

u n d i n F a c t o r e n , w e l c h e i n d e r T a b e l l e v o n S h a r p v o r k o m m e n , z e r l e g b a r i * t . E i n e

s o l c h e Z a h t i s t 3141600 = 1 6 8 . 187. 100. D i v i d i r t m a n n u n b d u r c h d i e s e Z a h l , s o

e r h ä l t m a n d e n Q u o t i e n t e n q = 0,99999 7 6 6 1 5 7 0 4 7 1 49174 . . und e s w i r d

l o g b r i g b — l o g 1 6 8 ~f log f87 + 2 + l o g q , u n d w e i l « =

l o g b r i g jr = l o g 1 6 8 + l o g 1 8 7 — 4 + l o g q,.

H m l o g q z u b e r e c h n e n , n e h m e m a n i n d e r 2 t e n T a f e l v o n S h a r p d i e Z a h l , w e l c h e

s i c h v o n q a m w e n i g s t e n u n t e r s c h e i d e t , d i e s e i s t 0 , 9 9 9 9 9 8 . B e z e i c h n e t m a n d i e s e l h e

d u r c h r , s o h a t m a n r—q—0,00000 0 3 3 8 4 2 9 5 2 8 5 0 8 2 5 . . . , r + q — 1,99999 5 6 6 1 5 70471 4 9 1 7 4

u n d f o l g l i c h = 0,00000 01692 15131 2 . . .

r—Q
D e n Werth v o n — r ^ , b i s a u f d i c 61ste D e c i m a l e genau b e r e c h n e t , in
l o g 0,999998 — 2 M Ö + iC^p)* + *(*x^)* +
ctc
0 S l l b s t f t l l i r t
5 erhäFt man

Vr^— ^ r ~~y~ *

log q mit der verlangten G e n a u i g k e i t . D i e w i r k l i c h e Berechnung ist indefs noch im-

mer sehr b e s c h w e r l i c h , weil m a n , um 00 DecimaIen zu h a b e n , wenigstens 4 G l i e -

der der R e i h e b e r e c h n e n mufs^

§. 78. Um aus dem gegebenen briggischen Logarithmen L die dazu gehörige

Zahl \ auf 61 D e c i m a l e n zu f i n d e n , verfahre man auf f o l g e n d e W e i s e : Man nehme

die ersten sieben Ziffern derMantisse dcs L o g a r i t h m e n , und s u c h e , vermittelst der

g e w ö h n l i c h e n logarithmischen T a f e l n mit sieben D e c i m a l e n , dic dazu g e h ö r i g e nächste

Z a h l b bis auf die 7te D e c i m a l e . Den Logarithmen einer z w i s c h e n 0,999980 b und

l,0()002lh liegenden Z a h l , nach der M e t h o d e des v o r i g e n §. auf 61 D e c i m a l e n berech-

net, subtrahire man v o n dem gegebenen Logarithmen, so wird der Rest log brig
*
N . •'

' sein. T o n diesem subtrahire man den nächsten L o g a r i t h m e n der 2ten Sharpschen
n
N
Tabelle, deren Z a h l wir durch v b e z e i c h n e n wollen, so ist der Rest — log brisf —.
j n n n y

D i e s e n m i ' t i — l o £ nat 10 = 2,30258 50929 94055 68401 . . . multiplicirt, erhält man


M 5

\ N /
l o e n a t - . R e z e i c h n e n w i r d i e s e n L o g a r i t h m e n d u r c h & d a f s a l s o — = e , so hat man
°
(§. 62.) nv n v

N * 3 4

^ = i + i + ic + ic + & 4- et*.
—6
D a n u n , w i e man leicht ü b e r s i e h t , f < 10 , s a sind i& j e d e m Falle die ersten
\ T
N
zehn Gli«der d e r R e i h e hinlänglich, um und folglich auch n v . ^ — N bis aufdie
nv
61ste Stelle g*enau zu b e k o m m e n .

§. 79. Exempel I. E s sei 0,35895 60839 36766 12053 08149 69966 der g e g e b e n e

Logarithme. Man soll die dazu g e h ö r i g e Z a h l auf eben so v i e l D e c i m a l e n finden.

M i t Hülfe der L o g a r i t h m e n - T a f e l auf sieben D e c i m a l e n findet man die zum L o g a r i t h -

men 0,3589560 g e h ö r i g e Z a h l 2,285367. Nun ist aber 228536 = 49. 53. 88 und v e r -

mittelst der Calletseben T a f e l , auf 61 D e c i m a l e n erhält man


l o g ig = 1 , 6 9 0 1 9 60800 a 8 5 i 3 66i/j2 4 4 3 2 5 1 7 1 8 5 2 7 2

l o g 53 = 1 , 7 2 4 2 7 58696 00789 o4563 2 9 9 2 2 9 1 6 2 7 a56

l o g 88 = i,g4448 2 6 7 2 1 5 o i 6 8 6 2 6 3 9 i 4 i 6 6 5 5 4 i 6 5o3
A l s o log 2 , 2 8 5 3 6 = 0,55895 4 6 2 1 7 7 9 4 7 1 3 3 5 4 4 88/u4 6 4 2 2 9 o 3 i .

D i e s e n L o g a r i t h m e n v o n dem g e g e b e n e n L o g a r i t h m e n subtrahirt, erhalt man ' * ' '

0,00000 1 4 6 2 1 5 7 2 9 4 78709 1 9 7 3 5 0X737

D a v o n subtr. l o g i,ooooo3 = - 0,00000 i 3 o 2 8 8 i 4 g i 58849 5 5 5 g 8 62849

bleibt 0,00000 0 1 5 9 2 758o3 39869 6 4 i 3 6 42888.

D i e f s i s t , w e n n N d i c gesuchte Z a h l des oben g e g e b e n e n L o g a r i t h m e n bedeutet,


N 1
I o
« b r i g
2,2S536.T,000003 D i e s e n m i t l o
& n a t 1 0
~ j y | = 2 , 3 0 2 5 8 . . . m u l t i p l i c i r t , erhält man

N
loar nat — r r v = ^ - — 0 , 0 0 0 0 0 0 3 6 6 7 46ooo 58o25 84607 i565a
* 2,285^6. i,ooooo^
Ks ist also 1 + $ = 1,00000 05667 46090 5 8 o 2 5 84607 i5652

' • " :
• • ' • / : -•' - • ' r

t' _ '. r—zz — 0,00000 00000 00067 x54 ? 4 / 7 9 5i572


v
... ~- i' *
" " • , " | 3

—: 0,00000 00000 00000 00000 8 2 2 i 5 8g5g4


1.2.3
>Ar


:\ i- — — = 0 , 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 OOOOO OOOOO O O 7 5 4
^ * 0
2 2 8 5 5 6 1 1. 2o.o3o.o4o 5 ~ *> 0 0 0 0 0
° ^ 7 46*57 83i6x 4 i 6 o o 5 7 5'7 2

und folglich N = 2 , 2 8 5 5 6 76942 2 g 5 i 3 7o3o5 5 5 2 3 o 0 2 3 8 2

deren ZifVern alle bei richtig geführter R e c h n u n g bis a u f die beiden letzten verbürgt

werden k ö n n e n .

§. 80. D i e s o eben gefundene Z a h l N enthält die ersten 20 Ziffern einer Zahl,

w e l c h e das 100te fJlied der Rei!:<> 4 , 1 6 , 2 5 6 , 65536, etc. a u s m a c h t , in welcher j e -

des (jlied des Quadrat des v o r h e r g e h e n d e n ist. Man kann nämlich diese Reihe so

achreiben 2 % 2 , 2 , 2 1 8 l 6
, etc. oder 2 % 2 ^ , 2 ^ , 2 2 +
, 22\ etc., s o d a f s d a s l O O t e ( J l l e d
100

derselben 2 i s t . U m d i e s e Z a h l z u b e r e c h n e n , suche man i h r e n L 0 g a r i t h 1 n e n . Die-

serist2 1 0 0
log 2 . \ u n findet ruan aber 2 ° = 126765 06002 28229 40149 67032 0537<i. lü
Diese Zahl besteht aus 31 Ziffern. Man mufs also um auch nur einige der ersten

Ziffern der gesuchten Zahl zu erhalten, den Logarithmen von 2 auf mehr als 30 D e -

cimalstelIen haben. Nun findet man in C a l l e t s Tabellen den briggischen Logarith-

men von 2 auf 61 DecimaIstellen z=

0,30102 09956 63981 19521 373S8 94724 49302 67681 89881 46210 85413 10127 5.

Multiplicirt man denselben durch die für 2 ' gefundene Zahl, so erhält man den hrig-
^TOO

gischen Logarithmen von 2

= 38160 08546 90147 05624 43588 27360, 35895 60839 36766 12053 08149 69966 1.

Dieser Logarithme, kann die Richtigkeit von log brig 2 vorausgesetzt, bis auf die

30ste Decimale verbürgt werden. Die eisten 30 Ziffern der zu demselben gehörigen

Zahl sind also, zufolge der im vorigen §. angestellten Rechnung, 228536 76942 29513

79829 49228 1644. A u s der Charakteristik ersieht man, dafs diese Zahl aus 38160

08546 90147 05624 43588 27361 Ziffern bestehen würde.

Sich von der Menge der Einheiten, welche diese Zahl enthält, durch einen kör-

perlichen Raum eine Vorstellung machen wollen, wie klein man auch die Einheiten

annehmen mögte, z. R . Millionen- oder Billionentheile eines Kubik-Millimetre, wür-

de vorgebliche Mühe sein. W i r wollen uns damit begnügen, die Länge der Linie

auszumessen, welche die Ziffern dieser Zahl, in einer R e i h e geschrieben, bilden wür-

den. Nehmen wir die Ziffern so klein a n , dafs zwanzig derselben auf einen russU

sischen Werschock gehen, so werden, weil ziemlich genau 2 2 | Werschock einen

Metre ausmachen, 450 solcher Ziffern die Länge eines Metre, und alle Ziffern der

besagten Zahl, wie man leicht übersieht, eine Länge L = 848 001899 311437 902765 241838

Metres einnehmen. Nun ist die mittlere Entfernung der Sonne von der Erde ungefähr

152900 000000 Metres, welche mit 19,1830 multiplicirt, dic halbe grofse A x c der

Uranus-Bahn- giebt, also nicht völlig 30 000000 000000 Metres grofs ist. Die Länge

der Linie L würde demnach weit über 28 000000 000000 mal die A x e der Bahn des

Uranus enthalten.
Da das Licht in 8 Minuten 13 Sekunden von der Sonne bis zur Erde gelangt,
also in der Z e i t v o n 493 S e k . einen Raum v o n 152900 000000 M e t r e s , und folglieh in

e i n e r S c k u i i d e mehr als 310 000000 M e t r e s durchläuft, so wird e s , um einen W e g = L

z u r ü c k z u l e g e n , eine Z e i t von mehr als 2 700000 000000 000000 S e k u n d e n , o d e r , weil

das Jahr v o n 365 T . 5 St. 48 49' = 31 556929 S e k u n d e n , mehr als 86tausend Millionen

Jahre b r a u c h e n .
_ _ r _

§. 8 1 . E x e m p e l II. MansolldiePotenzl,06 3 ß 5
=N T
bis a u f die 61ste D e e i m a l -

stelle e n t w i c k e l n .
_ i _

M i t Hülfe der Sharpschen Tabelle findet man l o g 1 , 0 6 * 3 5


= T £ T log 1,06 =

0,00006 93311 37711 69928 99910 44346 16917 70396 26554 19933 43734 84669 9 = L.

Vermittelst der g e w ö h n l i c h e n T a b e l l e n mit 7 D e o i m a l e n erhält man für den L o g a r i t h -


28 47 76

me 0,0000693 die Z a h l 1,00016 = l ü ( ) ( ) 0 0 " = a


> deren L o g a r i t h m e aus der S c h a r p -

schen T a f e l g e n o m m e n —

0,00006 94815 58728 03751 77247 12696 73825 86672 64357 99684 49976 89493 1 = L.

V o n diesem L o g a r i t h m e n L den L o g a r i t h m e n L subtrahirt, erhält man zum R e s t e L — L =


0,00000 01504 21016 33822 77336 68350 56908 16276- 37803 79751 06242 04823 2.
a 1

D i e s e r Rest ist der b r i g g i s c h e L o g a r i t h m e v o n ^ . D i e s e n mit ^ — I ° g n a t


10 = 2,30258 e t c

multiplicirt, erhält man l o g nat = J

0,00000 03463 57189 89341 69713 22305 54835 82225 32861 41751 01028 01330 C = £

Esistalso ~ = o d e r - - = e ~ * und folglich N = l , 0 0 0 1 6 ( W + *?* — * 3


+ # * + etc.,

a . c c c

— o , o o o o o o o o o o ooo59 9 8 1 6 5 iigH 3 2 2 5 i 6 9 1 1 8 43o5o 5 i 8 i 8 18882 09785 2 6 8 5 8 8

= t3o,25o 2 5 / n 9 o 4 i 3 9 5 4 8 5 2 ig4o4 56566 0 2 8 2 3 14448 8

— 599 633o8 6 0 j 9 g i 5 o i 2 60577 8 2 5 6 7 ^^97 7

i s
c = 4 i 5 3 4 4 6 1 2 8 i 5 o 6 7 4 8 0 1 8o838 9
7 9

f c = 2 3 9 7 79885 2 7 1 8 4 7 2 55 4
7

fc = • . " 8642i 2465i 1


= 5i36 6
Daraus erhält man e~~^ = 1 — | + |* — §\ + l\ — + etc. —

0,99099 96536 42870 08822 75990 85126 73447 50817 70S34 41309 54461 14878 9

und endlich 1,00016. e~~^ oder die gesuchte Z a h l N =

1,00015 96535 87452 94744 17155 00980 35475 25977 83917 74660 15413 86257 3.

O b i g e s E x e m p e l ist aus S h e r w i n s Matematical tables Einl. p. 43 entlehnt w o r d e n .

§. 82. W i r erwähnten im A n f a n g e dieser V o r l e s u n g ( § . 1.) und später ( § . 24.J e i -

nes V e r f a h r e n s den E x p o n e n t e n des Verhältnisses z w e i e r gleichartigen Gröfsen nähe-

r u n g s w e i s e durch eine Heihe g e w ö h n l i c h e r B r ü c h e darzustellen, die von deni wahren

W e r t h e des E x p o n e n t e n , um so w e n i g als man w i l l , verschieden sind. Diefs V e r -

fahren kann auch dazu dienen, für j e d e Z a h l X > 1 und < 10, deren L o g a r i t h m e n man

berechnen w i l l , einen Bruch ™- zu finden, dessen Logarithme durch die Sharpsche

Tabelle gegeben, und von der Beschaffenheit ist, dafs w e n n N durch denselben d i -

vidirt w i r d , der Quotient q um w e n i g e r als 10~~ von 1 a b w e i c h t , s o dafs sich N als 6

ein P r o d u c t ^ . ( l + » ) , o d e r ™ ( 1 — w ) , wo u < 10~ ,darstcllenläfst,undfolglicb(§.C.">.)


6

I.g b.ig N = log 5 + 2 M ( ^


w
+ i(^/ w 3
+ J ( ^ - /
5
+ o.«.)
^
oder l o g brig N = log - — 2 M ( ^ + | ( _ ^ _ / + i + etc.) ist.

E n t w i c k c l t m a n nämlich nach der ( § . 24.) g e g e b e n e n V o r s c h r i f t d i e Näherungswerthe


A A 1 A 2 A
B ' TT' W 9
\f9 C t C #
' S
° Versieht m a n
l '
p c n t
, d a f s , wenn man z w e i nächst aufeinan-
derfolgende Brüche dieser B e i h c durch — , — b e z e i c h n e t , und X = - . q s e t z l , q = i 4 - «
° n n 1
n 1
'
1 A A 1 A 2

oder 1 — w sein w i r d , w o w < . D i c Reihe der B r ü c h e j ^ , « p , ^=-, etc., ist n ä m -


mn' 1
i , S
2

lich von der B e s c h a f f e n h e i t , dafs sie abwechselnd kleiner und gröfser als \ sind;

und dafs der Unterschied z w e i e r nächst aufeinanderfolgender Brüche — und — = JL,


n ni 11
nn
1

j
und folglich dcr Unterschied der Z a h l N und des X ä h e r u n g s w e r t h e s ™ < .— l sein
n nn

mufs. D a nun N = - . n, so ist q = — N und w c i l X z w i s c h e n - und — l i e g t , a b e r


n 1
m n n •
m m
T
1 r i • i n m , n /ni , 1 v , . ,
— — | i s t , so mufs auch q z w i s c h e n — . — und — ( \ also zwischen
n. n - n n 1
- 111 n m V n n i
Y
1 V A 1 A,
1 und 1 +• liegen. W e i l nun d i e L o g a r i t h n i e n aller Brüche dcr R e i h e ctc.
mn 1
" i " 2

deren Zähler irnd N e n n e r nicht mehr als drei Ziffern enthalten, in der Sharpschen

Tabellen gefunden werden, so darf man n u r den letzten derselben ^,dessenLo-


\ g

garithme gegeben ist, a u s w ä h l e n , und man wird in den meisten Fällen j < 10
b
mn
finden, so dafs alsdann für d i e B e r e c h n u n g v o n l o g b r i g q dic 2te T a f e l v o n Sharp
j t
völlig entbehrlich ist*

N e h m e n w i r z. B . N = 3,14159 26535 89792 2 . . . so erhält man, w e n n man den


31415 9^65 r

Bruch ———— so b e h a n d e l t , als ob man den gröfsten gemeinschaftlichen T h e i l e r


10000 0000 ' fe fe

seines Zählers und N e n n e r s s u c h t e , die Quotienten 3 , 7 , 1 5 , 1 , 2 9 2 , 1 , 1 , etc., und


daraus ergeben s i c h , durch das ( § . 2 4 . ) erwähnte V e r f a h r e n für die Näherungswerthe der
3 22 333 355 103993
Zahl N folgende Brüche - , ^-> — , '~, 3 3 1 0 2 > c t c
* ^ e r
* e t z t e
«"icser B r ü c h e , d e s -
355 335
sen L o g a r i t h m e n man in d c r T a f e l v o n Sharp findet, ist SetztmanalsoN = ^.q,
3 22 333
so w i r d , w e i l die B r ü c h e - , y ,
3 5 5

— >
.

N und q = 1
.

— u sein, w o «
~ , e t c . a b w e c h s e l n d k I e i n e r und gröfser sind a l s N ,

<
f

— — ^ f T n o >
a
^ S 0
<
ß
^ sein. D i e s e s bestä-
j l t > Ot)u. o o l l ? * £

355

tigt sich a u c h , indem N mit dividirt den Decimalbruch 0,99999 99150 86328 27

giebt. Diesen = l - « g e s e t z t , hat man w = 0 , 0 0 0 0 0 00849 13671 72. M a n erhält also,

w e n n man l o g N nur auf 15 Stellen berechnen will,

l o g N = l o g 355 - l o g 1 1 3 - 2 M . ^ ^ ^ | = 0,49714 98726 94133 92.


D i e Glieder nach x—— sind, w e i l s c h o n | ( " - ) < 1 0 ' , hierallevernachlässigt werden.
- 7

Z —~ w JL — cti

v §• 83. Um die z u einem g e g e b e n e n briggischen Logarithmen g e h ö r i g e Zahl zu

b e r e c h n e n , kann man auf ähnliche W e i s e v e r f a h r e n . E s sei z. B . der g e g e b e n e b e -

reits oben ( § . 79.) v o r g e k o m m e n e L o g a r i t h m e 0,35895 60839 3 6 7 6 6 ; man soll die dazu

g e h ö r i g e Z a h l N auf eben so viel D e c i m a l e n b e r e c h n e n . Vermittelst der gcwöhnli-


ehen Logarithmen findet man 0 , 3 5 8 0 5 6 0 8 = log 2 , 2 8 5 3 6 7 . Nimmt man nun mit dem
2 2 S 5 3 6 7

Bruche y ü ^ H W ^ c s e
* D C
Operation v o r , als oh man den gröfsten gemeinschaftlichen

Thcilcr seines Zählers und Nenners finden wollte, so erhält man die Quotienten
2, 3 , 1 , 1 ,58, 5 , etc., und daraus ( § . 2 4 . ) die Näherungswerthe des obigen Bruches
2 7 9 1 6 9 3 7 1 7 0 1 9 3 7

I ' J' i ' T ' 4"To' 205T e t c


' S e t z t m a n a l s o N
~ 4 T Ö q
' S 0 e r h a l t m a n
' w e i l

log N = o , 5 5 8 5 6o83g
9 3 6 7 6 6 12

r
log 4to = 2,612,78 3 8 5 6 7 1 9 7 3 5 49

2 , 9 7 1 7 3 99^06 5 6 5 o i 6 x

l"g 9 7 = 5
a , 9 7 1 7 5 95908 8 7 7 7 8 a8

logbrigq — 0,00000 o5497 6 8 7 2 3 3 3 . • » -^


1

und diesen mit ^ = l o g nat 10 = 2 , 3 o 2 5 8 50929 93o45 68 multiplicirt


erhält man l o g nat q — 0,00000 o8o53 7 2 2 4 8 33

und i ( l o g n a t q ) 2
= 0,00000 00000 oo524 3 i

und deshalb q = 1,00000 o 8 o 5 3 7 2 6 7 2 64


9 3 7

und folglich N = q = 2 , 2 8 5 3 6 7 6 9 { 2 2 9 6 1 5 8.

§. 84. Aus dem, von (§. 7 3 . ) an, V o r g e t r a g e n e n wird man hinlänglich den G e -

brauch der Sharpschen T a b e l l e kennen gelernt h a b e n , um den briggischen L o g a r i t h -

men j e d e r Z a h l auf eine b e l i e b i g e M e n g e v o n Decimalstellen, w c l c h c j e d o c h die Z a h l

61 nicht übersteigen darf, zu b e r e c h n e n , und u m g e k e h r t für j e d e n briggischen Loga-

rithmen die dazu g e h ö r i g e Z a h l auf e b c n so v i c l D e c i m a l e n als der L o g a r i t h m e ent-

hält, zu finden. D a s Verfahren für natürliche L o g a r i t h m e n ist ganz d a s s e l b e ; nur

mufs man den Modulus M = I setzen, und wenn mnn aus dem L o g a r i t h m e n die Z a h l

herleiten s o l l , den ersten T h e i l desselben mit sieben D e c i m a l e n durch die Multiplica-

tion mit M = 0 , 4 3 4 2 9 4 4 8 in einen B r i g g i s c h c n v e r w a n d e l n , und zu diesem, die Cha-

rakteristik = 0 angenommen, vermittelst der g e w ö h n l i c h e n T a f e l n mit sieben D e c i -

m a l e n , die Z a h l auf eben so viele D e c i m a l e n s u c h e n , und übrigens ganz nach ( § . 7 3 . )

verfahren.
68 Erste V o r l e s u n g . Über Verhältnisse.. ! 1
'

Es sei z. B . auf j e d e Anzahl v o n D e c i m a l e n < 48 die Zahl des natürlichen L o g .

1,14472 98858 49400 17414 34723 51353 05871 16472 94812 916 zu berechnen. Man

nehme die ersten acht Ziffern desselben 1,14472 9 8 8 , so erhält man durch die M u l t i -

plication dieser Z a h l mit 0,43429 4 4 8 , das Product 0,4971 499. Die dazu gehörige
355

Zahl ist 3,141593, dessen Näherungswerth '—^. Nun findet m a n in den ('aIletschen

T a f e l n l o g nat ^ = 1. 5 + I. 71 — 1.113 = 1,14472 99707 63075 22734 80723 72123 20006


1 I«J

42558 47492 277. V o n diesem den g e g e b e n e n L o g a r i t h m e n subtrahirt, erhält man


zum Reste / = 0,00000 00849 13675 05320 46000 20770 14135 260S5 52679 361.
* ^ j

Substituirt man diesen W e r t h in e z


— 1 — # + $' — |
c c + ctc., und multiplicirt
355
das Resultat durch so erhält man die gesuchte Z a h l = <a ( § . 77.)
1 1O

§• 85. E i n e ähnliche T a b e l l e , w i e die ( § . 42.) mitgotheilte, s o w o h l für b r i g g i s c b e

als natüriiehe L o g a r i t h m e n auf eben so viel Decimnlstelien b e r e c h n e t , w i e die S h a r p -

sche und W o l f r a m s c h e würde die B e r e c h n u n g des L o g a r i t h m e n einer Z a h l o d e r der

umgekehrten A u f g a b e auf eine grofse M e n g e D e c i m a l e n sehr vereinfachen und erleich-

tern. Für die natürlichen L o g a r i t h m e n habe ich eine T a b e l l e auf 48 D e c i m a l e n be-

rechnet, die ieh gelegentlich mittheilen werde, unterdefs erlaube ich mir hier eine

s o l c h e T a b e l l e für b r i g g i s c h e L o g a r i t h m e n , aus 16 D e c i m a l e n aus der am Ende von

WestphalsLogarithmischenTafeln befindlithenHiilfstafel entlehnt, beizufügen. Den

Gebrauch derselben lernt man aus ( § . 42.) D i e B e r e c h n u n g einer solchen T a b e l l e , s o -

w o h l für b r i g g i s c h e als auch für natürliche L o g a r i t h m e n , hat übrigens keine grofse

Schwierigkeit. D i e L o g a r i t h m e n der ersten 36 Zahlen derselben findet man s c h o n in

den Calletschcn T a f e l n . D i e L o g a r i t h m e n der übrigen Z a h l e n , v o n 1,0001 an, lassen

sich am bequemsten vermittelst der F o r m e l l o g ( l + x . l 0 — o


)=Mx.l0~ 2 n
5i5*.lO - 2

^-^*'*0 — etc. b e r e c h n e n , w o z u man sich einer zu diesem Behufe berechneten

T a b e l l e der W e r t h e von M x , ^ , ^ * , etc. für 1, 2, 3, . . . . bis 9 bedienen

kann.
l o g hrig x l o g brig i , x l o g brig 1 , 0 x l o g brig 1,00x

i 0 , 0 0 0 0 0 o o o o o o o o o o o o , o 4 i 5 g 26861 5 8 2 2 5 ojo,oo432 1 0 7 3 7 82642 6 o,ooo43 40774 7 g 3 i 8 6


b o , 3 0 1 0 2 9 g ( j j 6 6 3 9 8 1 2 0,07918 1 2 4 6 0 47694 80,00860 0 1 7 1 7 6 1 9 1 7 6 0,00086 7 7 2 1 6 6 1 2 2 6 ()
0,47712 12547 4 o , n 5 9 4 5 3 5 2 5 o6856 8lo,01285 7 2 2 4 7 0 6 1 7 2 2 o,ooi5o og33o 2 o 4 i 8 1
0 , 6 0 2 0 D g g g i 3 2 7 9 6 2 4 o , i 4 6 i 2 8 0 5 5 6 7 8 2 0 8 o j o , 0 1 7 0 5 5 5 3 g 2 98780 4 0,00170 3 7 1 2 8 09000 5
0 , 6 9 8 9 7 ooo43 3 6 o i 8 8 0,f7609 1 2 6 9 0 5568i 2 0 , 0 2 1 1 8 929go 6gg58 1 0,00216 60617 565o7 7
j6 o , 7 7 S i 5 i 2 5 o 3 8 3 6 4 3 6 0,204 1 1 99826 55ga4 8jo,o253o 5 8 6 5 2 6 4 7 7 0 2 0,00269 79807 1990S 6 6
!7 0 , 8 4 5 0 9 8o4oo i 4 2 5 6 8 o,25o44 8 g 2 i 5 7 8 2 7 3 g o,o2g58 3 7 7 7 6 852og 6 94700 55<ii8 0
- | :

o , 0 0 j o 2 /1

'S .o,gooo8 99869 g i g 4 5 6 0,26627 2.5o5i o55o6 1 o,o5542 5 5 5 4 86g4g 7 o,oo546 o 5 j 2 i og5o6 5 S
7

|9|0,95424 a5og4 3 g 3 a 4 9 0 , 2 7 8 7 5 56oog 5 2 8 2 9 0 o , o 5 4 2 64979 4o025 6 o,oo58g 1 1 6 6 2 5 6 g i o 5


7

logbrigr,ooox logbrigi,oooox logbrigi,ooooox logbrigi,ooooo*ox

o,oooo4 5 4 2 7 2 76862 70,00000 4 3 4 2 9 2 5 i o 4 5 0,00000 0 4 3 4 2 9 { 2 6 4 8 0,00000 00454 2 9 i 4 6 6 1


0,00008 (i85o2 n 6 4 g 0 0,00000 86858 02780 5 0,00000 o8685 88og5 2 0,00000 00868 68887 7 2
o , o o o i 5 02688 06227 1 0,00001 5o2.86 59028 5|o,ooooo 10028 8 i 4 g i 4 0,00000 o i 5 o 2 8 8 5 2 5 0
0,00017 5683o 58464 9 0,00001 7 0 7 1 4 5 i 8 4 g 8 o , o o o o o 1 7 0 7 1 7 4 4 5 5 5 0 , 0 0 0 0 0 0 1 7 5 7 1 7 7 0 8 0
0,00021 70929 72200 2 0,00002 i i 4 i 8i2.45 2 0,00000 2 1 7 1 4 66980 9' 0,00000 0 2 1 7 1 4 7 1 8 6 7
7

6p),00026 04986 47090 5 0,00002 6o568 8 7 2 1 6 4 0,00000 26067 5 g o 4 2| 0,00000 o26o5 7 6 6 1 1 0 7

o , o o o 5 o 58997 8 4 8 1 2 5 o,oooo3 o3gg5 4 9 7 6 1 4 p , o o o o o oo4oo 00755 2 0,00000 o5o4o o6o3o 9'7


'>,ooo34 72966 85565 5 0,00000 4 7 4 2 1 68884 00,00000 5474^> /,1957 9 0,00000 o5474 5 5 4 4 6 5
»,ooo39 06892 4 g g t o 1 o , o o o o 3 g o 8 4 7 44o84 2|0,00000 09086 5 2 4 8 3j 0,00000 o3go8 64867 8 9
7

l o g b r i g i , o o o o o o o x | l o g brig i , o o o o o o o o x j V i e l f a c b e d e s M o ( l u l u s j Y i e l f a c h e v o n ] . n a t 1 0

0 , 0 0 0 0 0 ooo43 4 2 g 4 4 8 o ; o o o o o oooo4 3 4 3 g i 5Jo,4542g 4 4 8 i g o 3 2 5 i 8 2 , 3 o 2 5 8 5og2g g4o45 7


0,00000 00086 8588g 6 0,00000 00008 6858g 0 o,86858 8g638 o65o5 7 4 , 6 o 5 i 7 o i 8 5 g 88ogi 4
0,00000 o o i 3 o 28854 3 0,00000 00010 02883 4|*,30288 5 4 4 5 7 09700 5 6,90775 5 2 7 8 g S 2 1 5 7
1

0,00000 0 0 j 7 3 7 1 7 7 8 9 0,00000 0 0 0 1 7 3 7 1 7 7 g|i,75717 79276' i3oo7 5| g , 2 i o 3 4 0 3 7 1 9 7 6 1 8 2 7 4


0,00000 0 0 2 1 7 1 4 7 2 3 6 0,00000 00021 7 1 4 7 2 4 2 , 1 7 1 4 7 a4og5 i 6 2 5 g 1 u , 5 i 2 g 2 5 4 6 4 9 7 0 2 2 8 4 0
0,00000 0 0 2 6 0 O7668 1 0,00000 00026 06766 g 2 , 6 o 5 - 6 6 8 g i 4 i g 5 n 0 i 5 , 8 i 5 5 i 0 5 5 7 9 6 4 2 7 4 1 6
0 , 0 0 0 0 0 oo5o4 00612 7 0,00000 o o o 3 o 4oo6i 4 3 , o 4 o o 6 1 0 7 3 3 2 2 7 6 2 8 i 6 , i 1809 565o9 585ig 7 7
0 , 2 0 0 0 0 oo547 4 ^ 5 5 7 2 0,00000 ooo54 7 4 5 5 5 8 5 , 4 7 4 5 5 585o2 2 6 0 1 4 6 18,42068 0 7 4 5 9 5 2 5 6 5 5 8
0 , 0 0 0 0 0 oo3go 8 6 5 o i 6 0,00000 o o o 3 g o865o 3,3,go865 0 5 3 7 1 29266 4 2 0 , 7 2 5 2 6 5 8 3 6 g 4 6 4 i i a g
§. S6. TIm den G e b r a u c h dcr o b i g e n T a b e l l e mit der Sharpschcn zu v e r g l e i c h e n ,

folgt hier die Übersicht der B e r e c h n u n g z w e i e r bereits ( § . 7 7 , 79.) vorgekommenen

Exempel.

Exempel L D e n L o g a r i t h m e n der Z a h l *r = 3,14159 26535 89793 238 zu finden.

Multiplicanden. Multiplicatoren. Logarithmen.


3,i4i5o, 26535 89793 238 5 0,47712 12547 19662 4
9,4^477 79C07 6 9 3 7 9 7 i4 x,06 o,o253o 58652 64770 2
9,99026 46584 i 5 5 4 i 497 1,0009 0,00039 06892 49910 1
9,99925 5 8 7 6 5 9 0 1 1 6 485 1,00007 o,oooo3 03995 49761 4
9>9999 5
5 8 2
4 5
01677 793 1,00000 4 0,00000 17j71 7 ^ 4 5 3 3
1,00000 o4 0,00000 01737 17758 0
9*99999 5 8
' ^ 2 2 /
*7 6 5
79 9
1,00000 001 0,00000 ooo45 42944 8
9*99999 9 8
^ 5
" ° 9 5 5 l
9
1,00000 0007 0,00000 ooo5o 4oo6i 4
9*99999 9 9 ^ 5
77 a

i,ooouo o o o 5 6 76906 7 0,00000 00024 6 5 4 4 o 5


9*99999 999^5 a 3 o 3 2 4 2 9
o,5oa85 oi9.g524870 9
F o l g l i c h l o g TT = 0,49714 98726 g 4 i 3 3 4

E x e m p e l II. M a n s u c h t d i e zu dem briggischen L o g a r i t h m e n 0,35895 60839 36766 1

gehörige ZabI.

Logarithmen. Zahlen. Multiplicanden. Multiplicatoren.


0,35895 6o83g 3 6 7 6 6 1 1,00000 00014 17896 5 1 , 0 0 0 0 0 002
200 00000 0
o,3oio2 9 9 9 0 6 6 3 9 8 1 1
j,00000 oo2i4 17898 5 i , o o o o o 07
o , o 4 i 5 9 2 6 8 5 i 58u25 0 1>1
7000 oooi5 0
o,oi283 72247 00172 2 i,o5 1,00000 0 7 a 1 4 79i3
J
5 r,ooooo a
o,oo346 o 5 3 2 i 09506 5 1,008 20000 oi442 8
0 , 3 5 8 7 2 o 4 3 6 56884, 9 1,00000 2 7 2 1 4 19356 5r,oooo4
7

4 0 0 0 0 T o8856 8
0,00025 564Ö2 9 9 8 8 1 2
i,oooo4 2 7 2 1 5 2 8 2 1 5 1 i,ooo5
o , o o o a i 70929 7 2 2 5 0 2 i , o o o 5 5o o o 2 i 5 60764 1j
0,00001 7 0 7 1 4 3 i 8 4 g 8 i , o o o o 4 i,ooo54 2 7 4 2 8 88977 2 | 1 , 0 0 8
0,00000 o8685 88095 2 1,00000 2 800 4 5 4 1 9 4 3 i i 1 8
r,oo854 70848 53089 0 i , o 3
0,00000 o3o4o o6o3o 9 1,00000 07
3 o 2 5 6 4 i 2 5 44962 7
0,00000 00086 85889 6 1,00000 002
i , o 5 8 8 o 5 4 9 7 3 77061 7
o,ooo23 5 6 4 5 6 84095 7 io388 o54g7 3 7 7 ö S 2
0,00000 00006 1O785 5 i , o o o o o oooi4 17898 5 1,14268 5 8 4 7 t i 4 7 5 7 9
i 2,28556 76942 2 9 5 1 0 8
A l s o dic gesuchte Zahl = 2,2S536 70942 29513 8.
,j. Dafs in rlem ersten E x e m p e l l o g b r i g 1,00000 00056 76907 = 0,00000 00024 05449 3

durch die MultipHcation v o n 0,00000 00056 76907 mit dem M o d u l u s , und in dein 2ten

die zu dem b r i g g i s c h e n L o g a r i t h m e n 0,00000 00006 157S5 5 g e h ö r i g e Zahl = 1,00000

00014 17898 5 durch die Multiplication desselben mit l o g nat 10 g e f u n d e n , und dazu

die beiden T ä f e l c h e n der V i e l f a c h e n v o n M und l o g nat 10 gebraucht w o r d e n , bedarf

w o h I k a u m einer Erinnerung.

§. 87. D a der b i n o m i s c h e L e h r s a t z und dic L o g a r i t h m e n mit besondern Xutzen

in der L e h r e v o n der Rentenrechnung gebraucht werden können, so wird es nicht

u n z w e c k m ä f s i g sein, diesen Gegenstand hier zum Beschlüsse dieser V o r l e s u n g mit e i -

niger Umständlichkeit abzuhandeln.

Unter Rente versteht man j e d e Geldeinnahme, die nach bestimmten gleichen

Z w i s c h e n z e i t e n erhoben wird. Sie ist eine j ä h r l i c h e , halbjährliche, vierteljährliche,

monatliche etc. R e n t e , j e nachdem sie alle J a h r , alle h a l b e , alle Vierteljahr oder

monatlich bezahlt wird. W i r d sie auf eine bestimmte Z e i t v o n T e r m i n e n bezahlt, so

heifst sie eine Z e i t r e n t e . H ä n g t ihre Auszahlung aber v o n der L e b e n s d a u e r einer

oder m e h r e r e r P e r s o n e n a b , s o w i r d sie eine L e i b r e n t e oder L e b e n s r e n t e genannt.

E i n K a p i t a l , dessen e i n j ä h r i g e r Z i n s d e r E i n h e i t gleich ist, w o l l e n wirmitTetens

das G r u n d k a p i t a l schlechtweg, oder auch das G r u n d k a p i t a l des jährlichen,

halbjährlichen e t c . Z i n s e s a , n e n n e n , wenn dasselbe j ä h r l i c h , halbjährlich, etc.

den Z i n s a einträgt.

Eben so soll die mit dem Jahreszinse a n g e w a c h s e n e Einheit der Z i n s f u f s hei-

fsen. S o ist z. B . , w e n n 3 , 4 o d e r 5 P r o c e n t Zinsen gezahlt w e r d e n , das respective

Grundkapital 3 3 f , 2 5 , 2 0 , und d e r respective Zinsfufs 1,03; 1,04; 1,05.

§. 88. Dic Gröfse eines, mehrere Jahre hindurch durch die alljähr-

IichztimKapitale hinzugefügtenZinsen, angewachsenen Kapitals ist

gleich demProducte aus dem anfänglichen Kapitale multiplicirt mit

c i n e r P o l c n z d e s Z i n s fu fs e s, d e r e n E x p o n e n t d e r Z a h 1 d e r J a h r e g 1 c i c h
i s t , oder wenn l + w dcr Z i n s f u f s , so ist A . { l ^ - w ) " der Werth des anfänglichen

Kapitals A nach n Jahren. '

l)ie verschiedenen Werthe A , A ,


1 A ,
2 A ,
3 A , 4 etc. des Kapitals im Anfange,

nach e i n e m , zwei, drei, etc., J a h r e n , bilden nämlich eine geometrische R e i h e , in

w e l c h e r j e d e s Glied sich zu dem nächstfolgenden v e r h ä l t , w i e 1 zum Zinsfufse 1 + u>,

oder in w e l c h e r j e d e s Glied aus dem nächstvorhergehenden entsteht, indem man d a s -

selbe mit 1 + u iiiultipnxirt, so dafs A 1 — (1 + ») A , A 2 =• (1 + w) A 1 = (1 + w ) 2


A,

A^ = (1 + U1) A 2 = (1 + u>f A , und allgemein A n = (1 + « ) " A .

W i e man A n mit Hülfe des binomischen L e h r s a t z e s b e r e c h n e t , ist schon ( § . 53.)

an einigen Beispielen g e z e i g t w e r d e n .

Vern1itteltderL0garithmen findetn1andenWerthv0nA,,, wenn man den L o g a r i t h -

men v o n 1 + w mit n multiplicirt, und dazu den L o g a r i t h m e n v o n A addirt. Man e r -

hält alsdann log A , w o z u die Zahl A


n n aus den Tafeln gefunden wird.

Bequemer aber ist e s , wenn man viele dergleichen R e c h n u n g e n zu machen hat,

sich einer T a b e l l e , wie der am Ende dieser V o r l e s u n g abgedruckten T a b e l l e ( A ) zu

bedienen. Das Verfahren dabei bedarf kaum einer Erläuterung. Soll man z. B. den

W e r t h eines Kapitals von 15000 Rfthcl nach 19 Jahren berechnen, wenn die Zinsen

mit 4 P r o c e n t zum Kapitale geschlagen w e r d e n , so darf man nur die in der T a b e l l e

beim 1 9 t e n J a b r e unter 4 P r o c e n t stehende Zahl 2,106S4 91760 durch 15000 muJtiplici-

ren. Man erhält alsdann 31602,7376 Rubel oder 31602 Rubel 74 K o p e k e n .

§. A9. Weil A n = (1 4- « ) " A , so ist A = A n . ^ — = A (1+*)~


n n
n
oder der
(1 -[- u)

gcgenwärtigeWerth eines nach mehreren.Tahren zahlbarenKapilals

ist g l e i c h , dem zu z a h l e n d c n K a p i t a l e durch eine P o t e n z des Zinsfnfses,

dessen Exponent der Zahl der Jahre gleich ist, dividirr.


Die Summe, A n in V verwandeln, heifst sie auf n Jahre zurüekdiseon-
tircn.

Beispiele von der Berechnung dieser A u f g a b e , vermittelst des binomischen Lehr-

satzes findet man ( § . 53.)


Der Gebrauch der Logarithmen zu diesem Zwecke ist in der Gleichung log

A n = log A — n l o g (1 + m) enthalten*

Hie am Ende der V o r l e s u n g in dieser A b s i c h t mitgctheilte TabefJe ist: a b e r am

bequemsten. So erhält man z. ß . den g e g e n w ä r t i g e n W e r t h eines nach 19 J a h r e n

zahlbaren Kapitals v o n 15000 R u b e l , wenn 4 Procent Z i n s e s - Z i n s e n gerechnet w e r -

d e n , — 15000 X 0,47464 24240 = 7119 R u b e l 63,0 K o p e k e n .

§. 90. W e r d e n die Z i n s e n eines Kapitals statt j ä h r l i c h alle halbe Jahre gezahlt,

und können sogleich w i e d e r untergebracht w e r d e n , so b e k ö m m t dcr Gläubiger a u f die

W e i s e offenbar mehr Z i n s e n uls im ersten Falle. Ist nämlich der Zinsfufs 1 + « , al-

so der jährliche Z i n s für die Einheit w, und dcr halbjährliche = ^ , s o v e r w a n d e l t sich

die Einheit nach einem halben Jahre in 1 + ^ » und wird am E n d e des 2ten kalben

Jahres (1 + ^) — * + w
+ I * * s t a
^ S 0
' n
diesem Falle der Z i n s des Kapitals
4
A u 2

A nach e i n e m Jahre um gröfser, als w e n n er alljährlich gezahlt w u r d e . Bei 5


. i- TT 1• j A.0,05* A
P r o c e n t betra&t dieser Unterschied — — 7 7 ^ .
^ 4 1600
W ä c h s t das Kapital A alle TertiaI in dem Verhältnifs 1 zu SO verwandelt
• 3 2 3

<vs sich nach einem Jahre in (1 + - ) A = (1 + + 5 + ^ ) A. u

0 • 3 27
Überhaupt wird ein Kapital A , w e l c h e s am Ende eines j e d e n ZcittheiIs, deren 111

unter sich gleiche ein Jahr a u s m a c h e n , in dem Verhältnisse 1 zu 1 + - z u n i m m t , am


0
m
u> m

E n d e des Jahres auf (1 + ^ ) A a n g e w a c h s e n sein. D i e s e r W e r t h ist, w i e w i r ( $ . 6 ( ) . )


gesehen haben,

= 1 + . + (1 _i).» + (,_i)(, _ 2 ) . 5 + (.,_I)(,_i)(, _ 2 ) . 4 .,_ f t 0 „

nimmt zu, wenn m gröfser wird, und nähert sich immer m e h r dem Werthe von

1 4- » 4- H - + »\ 4 " c t c
- — C Ü )
' o n n c l l i n
j e d o c h zu erreichen. W i e grofs al-

s o auch die Zahl m ch?r in einem Jahre enthaltenen Zahlungstermine sein mag, so b e -

trägt der Z i n s am E n d e d e s Z a h r c s doch nicht völlig « w


c ~f" cw P t c >
° ( l c r
nicht völlig so

viel, als ob d i e Z i n s e n alljährlich nach d e m Z i n s f u f s e e " gezahlt würden. D i e s e r Zinsfufs e w

10
J4 > Erste V o r l e s u n g . U b e r Verhältnisse,

ist übrigens nur um sehr w e n i g e s v o n dem Zinsfufse 1 + « , nämlich um 4~ c +


w w
c ~r C I C
-

verschieden. Ist z. B. » — 0 , 0 5 , so beträgt dieser Unterschied nur 0,00127 I I . . . .

§..91. W e n n die Hälfte der j ä h r l i c h e n Zinsen halbjährlich e i n g e n o m m e n , und

sogleich w i e d e r zum Kapitale geschlagen wird, so ist der W e r t h eines Kapitals A

nach n J a h r e n , w c n n d c r Zinsfufs 1 + » , ( l + V " A = [(l + ^ ] " A = ( l + w + ^ ) " 2


A,
J* 2t 4-

aIso eben s o grofs als w e n n d i e Z i n s e n j ä h r l i c h , nach d e m Z i n s f u f s e 1 + w + ^ , ge-


4
zahlt w ü r d e n . E b e n so wird ein Kapital A in n Jahren, d i e Z i n s e n a l l e T e r t i a l , oder
wZ w 4
n n

a l l e Q u a r t a l ausgezahlt, r c s p . . z u ( l + - ) A oder ( l + y ) A,folglichebensoanwachsen,

als wenn d e r Z i n s f u f s ( l + g ) 3
= 1 + » + ^ + ^ , oder ( 1 + ^ ) = 1 + 4
» + |» + l a
w
3
+^ , 4

wäre. Überhaupt w i r d , w e n n , bei dem Zinsfufse l + w , die Z i n s e n in m gleich weit

von einander abstehenden T e r m i n e n alljährlich gezahlt werden, so dafs auf j e d e n

T e r m i n - , als Z i n s für die Einheit k ö m m t , d e r W e r t h d e s Kapitals A nach n Jahren


m
m m n co ^
(1_] ) A oder [ ( 1 ^ ) j A, folglich eben so grofs s e i n , als würden die Z i n s e n
v
• m m
r». f U m

am Ende eines ieden Jahres nach dem Zinsfufse ( 1 A )


IU

= 1 4- « + ( i _ l ) ^ + ( i _ l ) ( t _ . ) ^
2
+ e i C t gezahlt.
m c
in in c 1 n

Diese Zahl ist um so grÖfser, j e gröfser die M e n g e der Jahrestcrmine m ist,

und nähert sich i m m e r m e h r dem W e r t h e der unendlichen lleihe

1 w u* _ j - a? 4- c 4" etc. =" e , w o e die Basis der natürlichen L o g a r i t h m e n


w

b e d e u t e t , w e l c h e ( § . 62.) = 2,71828 18284 59045 * . . ist. ~* '

A u f die W e i s e w ü r d e ein K a p i t a l , w e l c h e s in j e d e m unendlich kleinen Z e i t t h c i l -


\
c h e n , — Jahr, in dem Verhältnisse 1 zu 1 + — a n w ä c h s t , in mehreren Jahren so z u -
m ' in

n e h m e n , als ob es alljährlich in dem Verhältnisse 1 : e w


oder nach dem Zinsfufse e w

a n w ü c h s e , w i e bereits im v o r i g e n §. b e m e r k t w o r d e n .

§. 92. Aufgabe. D e n Z i n s eines Kapitals A zu b e s t i m m e n , der in j e d e m nten


P r o p o r t i o n e n , P o t e n z e n und L o g a r i t h m e n . - ' 7 5

T h e i l des Jahres bezahlt werden mufs, damit, w e n n dieser Z i n s j e d e s m a l w i e d e r zum

Kapital g e s c h l a g e n w i r d , der jährliche Zinsfufs 1 + u sei

Ks sei dcr gesuchte Z i n s = x , so wird die Einheit nach 1, 2, 3, 4, etc. ntel Jahr auf
x x ^ x 5
1 + ( 1 4- —) , ( 1 + , c t c . und folglich nach n s o l s c h e n T h e i l e n oder nach einem

Jahre zu (1 + ^ ) a n g e w a c h s e n sein. Setzt man nun ( ' + ^ ) 1


— * + « 5 S 0
erhält
_i_
man x = A (1 *>)" — A .

S o findet man, w e i l nach der B e r e c h n u n g v o n ( § . 8 1 . ) 1,06 ** = 1,00015 9653 T


,

dafs der tägliche Z i n s eines Kapitals von 100000 R u b e l , 15 Rubel 69,5 K o p e k e n b e -

trägt. W ü r d e n statt dessen täglich — ^ . 1 0 0 0 0 0 = 1 6 R u b e l 43,9 K o p e k e n gezahlt, so

wäre dies ebcn so g u t , als o b man das Kapital nach einem jährlichen Zinsfufse v o n
,„ , (),()C,3o5 . , n n r . 1 ^ 0,0036 1 2 0,000216 .

^ + 36^ ^ ^ ^ + ^ - 3 ^ - + ^ " ^ - 3 6 5 ) ^ ^ + e l c . .

also ungefähr zu 6,18 P r o c e n t verzinsete.

§. 93. W i r haben so eben g e s e h e n , dafs ein Kapital A in dem nten T h e i l e eines


jL_
J a h r e s , bei dem Zinsfufse 1 + w , auf A ( 1 + *>)", und allgemein in ni solchen Theilen
m
des Jahres auf A ( t + a ) " anwächst, vorausgesetzt, dafs die Z i n s e n für j e d o s ntel

Jahr w i e d e r zum Kapitale hinzugefügt werden. D'iefs gilt übrigens für alle beliebige

g a n z e Zahlen n und m, w i e grofs dieselben auch sein m ö g e n , so dafs allgemein der W e r t h

eines Kapitals A naeh t J a h r e n , t mag cine g a n z e o d e r g e b r o c h e n e Zahl sein, bei dem

Zinsfufse l + . w zu A ( I + •»)* a n w a c h s e n w i r d . Daraus folgt denn auch u m g e k e h r t ,

dafs der g e g e n w ä r t i g e W e r t h eines Kapitals A nach t Jahrcn z a h l b a r , A (1 w) "


- 1

A
oder r r ^ — ; t sein mufs.
(1 m)

In dcn öffentlichen L e i h b a n k e n pflegt m a n , w e n n die Z i n s e n alljährlich zu K a p i -

tal gerechnet w e r d e n , dic Z i n s e n , für kleinere Zeiträume als das J a h r , anffolgende

Weise zu b e r e c h n e n . D a s Jahr wird z u 360 T a g e , j e d e r M o n a t zn 30 T a g e a n g e -

nommen. U m nun den W c r t l i eines Bankbillets nach n Jahrcn r T a g e n zu bestim-

m e n , k ö m m t es darauf a n , ob r > oder nicht > 180 T a g e . Tm ersten Falle w e r d e n


Ii Erste V o r l e s u n g . Uber Verhältnisse,

zu d e m W e r t h e e i n e s K a p i t a I s A , b e i dem Z i n s f u f s c l + w , nach nJahren = A ( l + « ) , n o c n die


a

Zinsen v o n A (1' + » ) " für r T a g e = A(t + eu)".^ hinzugefügt, s a d a f s der W e r t h

des Kapitals A nach n Jahren r T a g e n = A ( I 4- u)n ( l + .^rJ- I- St


nicht > 1SO

pitals nach n Jahren r T a g e n = A ( I + (1 + wf+A{i+w) - .


»)""'.(l+lft") = A ^ n 1

Für n= 0 ist der fetzte Theil = o, und die F3ank giebt gegen Einlieferung des BanR-
billets hlofs das Kapital A ohne Zinsen zurück.
So erhielt man, für ein Kommerzbank-BiIlet von 5000 Rubel vom 7. Februar 1823,
am*2. April 1828, w.o. noch 5 Procerrt gezahlt wurden, aus der Rank 6427 Rbl. 82.Kp.
Die Zeit vom 7. Februar 1823 bis 2. April 1828 ist nämlich 5 Jahre 2 Monate weni-
ger 5 T a g e oder5 Jalrre 55 Tage. \ u n ist Tab. (A) dcr Werthdes Kapitals von 5000 Rbl.
nach 4 Jahren zu 5 Procenl = 0077 Rubel 53r Kopeken. Dazu den Zins von 300 4-
415
55 = 415 Tagen,. welcher 6077,5a Rubel X • = 350 Rubel 30Kopekcn beträgt,
addirt, erhält mau C427 Rubel 83 Kopeken als den Werth de* JJankbrllets am 2ten
April 1828.
Ein anderes Bankbillet von 1000-Rubelvom 7.April 1823 wurde am 2ren April
1828 mit 1275 Rubel 43 Kopeken eingelöset. Das Alter dieses BilleKs war nämlich
5 Jahre weniger 5 T a g e oder 4 Jahre 355 Tage,, der Werth des Kapitals von 1000
Rubel nach 4 Jahren ist 1000.1,054 = 1215 Rubel 50 K o p e k e n . D a z u dieZinsen von
355 Tagen = 1215,50.^ = 59 Rubel 93 K o p e k e n ^ erhält man 1275 Rbl. 43 Kop.
Berechnet man diese beiden BHlete nach der für den Werth eines Kapitals A
n a c h t Jahren gegebenen Formel A(I + ») , und nimmt jedes Jahr z u 365 a n , so
1

dafs m a n den 29sten Februar im Schaltjahr nicht 44_160


achUet, so ist der W e r t h des lsten
Billets 5000.1,05 * S und des 2ten = 1000.1,05',i305
Berechnet man diese bei-
;>+ ,ff
den W e r t h e mit Hülfe dcr g e w ö h n l i c h e n L o g a r i t h m e n , so erhält m a n , weil l o g 1,05

— 0,02118 92991.

Fürs erste Bankbillet. F ü r s z w e i t e B a n k b i 11 e t.

5 log 1,05 = 0,10594 04955 5 l o g 1,05 = 0,10594 64955"

I i l o g 1,05 — 0,00319 29081 — / l o g 1,05


T = 0,00029 02644

0,10913 94036. 0,10565 6231T.

D i c dazu g e h ö r i g e Z a h l 1,2857fr mit D i e dazu g e h ö r i g e Z a h l 1,275427 mit

5000 multiplicirt, erhält man 6428 R . 50 K . 1000 multiplicirt, giebt 1275 BbI. 42,7 K p .

A u s diesen b e i d e n B e i s p i e l e n ersieht m a n , was sich auch v o r a u s s e h e n l i e f s , dafs

eine L e i h b a n k , wenn sie nach d e n o b e n vorausgesetzten P r i n e i p d i e Zinsen bezahlt,

g e w i n n t , w e n n in der Z e i t von n Jahren r T a g e n r < 1 S 0 ; hingegen verliert, wenn

r > 180 und z w a r um so mehr, j e kleiner der Unterschied v o n r und 180.

§.94. D a f s e i n Kapital, dessen Zinsen beständig w i e d e r in Kapital verwandelt

w e r d e n , w ä h r e n d die Z e i t g l e i c h f ö r m i g fortschreitet irt g e o m e t r i s c h e r Progression zu-

nimmt und mit stet* w a c h s e n d e r G e s c h w i n d i g k e i t zu einer verhältniismäfsig bedeuten-

den Summe a n w ä c h s t , davon überz-cugt schon crn B l i c k auf T a b e l l e (A) a m E n d e die*

ser V o r l e s u n g . Indefs bleibt diese Summe doch noch immer im Verhältnisse mit dem

anfänglichen Kapitale sehr beschränkt, so lange die Zeit nicht über die gröfste

menschliche Lebensdauer hinaiisreicht. Allein diese Grenze einmal überschritten,

kann das Kapital zu einer, alle V o r s t e l l u n g übersteigbaren, Gröfse anwachsen. Folgen-

de B e i s p i e l e , die zugleich zur U b u n g im B e c h n e n dienen k Ö n n e n , w e r d e n i n dieser

Hinsicht vielleicht nicht u n w i l l k o m m e n sein.. * ••>»

E * x c m r > e l I. W i e lange mufs ehr Kapital zu 5 P r o c e n t Z i n s e n auf Zinsen aus-

s t e h e n , damit es 900 mal g r ö f s e r w i r d . A u s der F o r m e l (1 + » ) ==r r


s f o l g t t l o g (1 + *

l o g s. Folglich, weil 1 + w = 1,05, s = 900,, t l o g 1,05 = tog 9 0 0 , ist t =

log000 2,9542425 - o f t i m T , -

KFHBS =
<ÖB«äB = 1 3 9 , 4 2 J a l , t
'
Eine M i l l i o n Pfund Sterling würde demnach in 140 Jahren zu einer Summe v o n
7S ErsteVorlesung. ÜberVerhältnisse,

000 Millionen Pf. St. a n w a c h s e n , einer S u m m e , w e l c h e r die englische Staatsschuld b e -

reits sehr nahe ist.

Exempel II. In w i e viel Z e i t wird ein russischer Imperial z u 5 P r o c e n t Z i n s e n

auf Z i n s e n zu einer solchen Summe a n w a c h s e n , dafs das V o l u m e n der dazu erfor-

derlichen M a s s e reines G o l d , das V o l u m e n unserer E r d k u g e l übertrifft?

Hetrachten wir die Erde als eine Kugel, so ist, wenn * die Verhältnifs-

zahl des Kreisumfanges zum Durchmesser, r den Halbmesser, D den Durch-

messer und P den Meridian der Erdkugel bedeutet, das Volumen derselben —

4 f f r
3
= = — . 2 Da nun der vierte T h e i l des Erdmcridians zehn Millionen
3
6 6 Tt
6 P 3
G4000.10 18

M e t r e s h a l t , a l s o P = 40.10 M e t r e s , und * - 3 , 1 4 1 5 . 9 2 G 5 etc. ist, so ist — = — —


0 JT O *
> 1080.10 und < 1081 . 1 0
18
Kubikmetres. 1 8

Nun wird aber bekanntlich das absolute Gewicht des Würfels des hunderten

T h e i l s des Metre des destiIirteii W a s s e r in seiner gröfsten D i c h t i g k e i t ein Gramme


5?

g e n a n n t , dafs also ein K u b i k m e t r e solches W a s s e r 100 oder eine M i l l i o n Grammen

— 1000 K i l o g r a m m e n w i e g t . D a nun das speclfische G e w i c h t des Goldes 19,258 ist,

so wird d a » G e w i c h t eines K u b i k m e t r e GoId — 19258 K i l o g r a n i m e n s e i n .

E s enthalten aber n a c h N e l k e n b r e c h e r 1 9 / j I m p e r i a l e n c i n e k ö J n i s e h e M a r k fein

Gold, und weil ein Kilogramme ungefähr 4 T


9
ä köln. Mark ausmacht, so ist der

W e r t h eines K i l o g r a m m e s fein GoId ungefähr 84 Imperialen. A u s einem K u b i k m e t r e

reines GoId k ö n n e n demnach 19258 X 84 oder 1G17G72 Imperialen geprägt werden.

D a nun das V o l u m e n der Erdkugel < 1081 T r i l l i o n e n K u b i k m e t r e s und 1 0 S l X 1 6 1 7 6 7 2

= 174S 703432 < 1749 M i l l i o n e n , so ist eine M a s s e GoId v o n diesem V o l u m e n zu

1749 QuatrillionenImperialen noch nicht zureichend. Setzt man aber 1,05* = 1749.10 ^, 2

i n . 24 + l o g 1 7 4 9 27,2427898
s o erhalt man t — — ' =r — — 1285. b a n o K

logl,()5 0,0211893

Ein Imperial würde demnach zu 5 P r o c e n t Z i n s e n auf Z i n s e n in 1300 Jahren zu

einem s o l c h e n Kapitale a n w a c h s e n , dafs das V o l u m e n des dazu erforderlichen reinen

G o l d e s g r ö f s c r als das V o l u m e n unserer E r d k u g e l sein w ü r d e .


Exempel III. D e n W e r t h eines Kapitals von einem I m p e r i a l , die Z i n s e n zu 5

P r o c e n t alljährlich zu Kapital g e m a c h t , nach 6500 Jahren z a h l b a r , zu berechnen.

D e r A u s d r u c k für die M e n g e der E i n h e i t e n , w o z u die Einheit in 6500 Jahren zu

5 P r o c e n t a n w ä c h s t , ist 1 , 0 5 ° ° . 65
D a n u n , w i e bereits in dem 2ten E x e m p e l g e z e i g t

worden, eine K u b i k m e t r e reines GoId 1617672 Imperialen enthält, so ist das V o l u -

men der M a s s e G o l d , wozu der Imperial in 6500 Jahren zu 5 P r o c e n t anwächst ~

1 05^ 0 0

= ^ l . * . * A Kubikmetres. V e r w a n d e l t man diefs V o l u m e n in eine K u g e I , oder setzt


1617672 ' ö

1 05^> 00
3
= 4 7cx . w o ff die bekannte Verhältnifszahl des Kreisumfanges zu sei-
161/6/2 3
'
nein D u r c h m e s s e r , und r den Iladius der Kugel bedeutet, so erhält man r =
.1 3 . - _
Yi_ l , 0 5 ° = 6 5 o
Y 1,<>5 * 6500
X u n ist log 1,05 — 0,02118 92990 7. '*r'-;
' **1017072.
4
' 2156896*
A l s o 65oo' l o g r,o5 — i57,73r>44 Zg

Compl. l o g 2 1 5 6 8 9 6 — 3,66617 ° 7

C'ompI. l o g <7i — 9,5o2'85 o r


1 o5 < i 5 o
°
Daher log —-,, — 150,899^6 4 7
217u09G7r
Q r
0

und l o g r — 43,633i5 49.

Demnach r = 4,29689 X lO 4 3
=• 4296S9. l O 3 8
Metres. Statt l o g 2156896 und log

n von 6500 l o g 1,05 zu subtrahiren, haben wir die logarithmischen Complemente der

beiden Z a h l e n 2156S96 und «• addirt; die Charakteristik der Summe 1 5 0 , aber um

2 X 1 0 vermindert. D a s l o g a r i t h m i s c h e C o m p l e m c n t e i n e r Z a l i l \ ist nämlich — 10 —

log \ . E s ist also einerlei, ob man c0n1pl. log N addirt oder log N subtraliirl, w e n n

man nur nicht v e r g i f s t , dic Charakteristik der Summe um 10 zn v e r m i n d e r n .

D a nun das L i c h t in ungefähr 493 Sekunden den eg von der S o n n e bis zur

E r d e , also etwa 152900 000000 M e t r e s , und folglich in einer S e k u n d e w e n i g e r als 320

Millionen Metres durchläuft, so wird es in einem Jahre = 31 556929 Sekunden noch


4^9689.10^

nicht völlig 10000 13illionen Metres zurücklegen, also mehr als 1


^ — 0 ° f , p r

4296,89 QuatriIIionen Jahre g e b r a u c h e n , um den H a l b m e s s e r der Kugel zu durchlau-

\
- Erste Vorlesung. Über Verhältnisse,

laufen, w e l c h e dem V o l u m e n der M a s s e G o l d , w o z u ein Imperial in 6500 J a h r e n zu

5 Procent Z i n s e s z i n s e n a n w ä c h s t , gleich ist. *

95. Der haare Werth einer Zeitfente mehrereJahre hindurch am

Ende jedes Jahres zahlbar, ist gleich demGrundkapitalc der Zeitrente

(§. 8 7 . ) w e n i g e r dem b a a r e n W e r t h e d . e s s e l b e n a.rnE.nde des letztenZah-

lung.s-Jahres zahlbar.

Indem sich nämlich der L nternehmer T


verpflichtet, dem Rentenirer n Jahre hin-

durch am Ende j e d e s Jahres eine bestimmte Rente a auszuzahlen, giebt er ihm g l e i c h -

sam ein Kapital in die H ä n d e , das alljährlich den Z i n s a trägt, w e l c h e s ( § . 87.) das

Grundkapital der R e n t e a genannt w u r d e . D i e s e s Kapital - , wenn 1 + w der Ztiis-

fufs ist, mufs der Rentenirer, n a c h d e m er n Jahre hindurch die Zinsen d a v o u benutzt

h a t , am E n d e dieser Z e i t dem U n t e r n e h m e r zurückzahlen. Statt d e s s e n ' k a n n er ihm


a a 1
aber gleich den baaren ^\erfh v.ou - — - . — — — - zurückzahJen, dafs er also eigent-
; n
° w u (M -f- a) n

a a 1
licli nur —r—\ das AouivaLent der n Jahre hindurch zahlbaren jährlichen
n a i s

u .w (1 •f- u)) *• J

R e n t e a empfangen w ü r d e .
ft R 1
<j. OC D a diese Summe • 7 T I — n Jahre hindurch nut den Zinseszinsen
-

Ui W ( 1 ~f- Uf)

(§. 88.) auf —*^^r^n) (1 + * j " = 1 (l+*) n


— ^ anwächst, so folgt daraus

zugleich der S a t z :

Der Werth einer n Jahre hindurch alljährlich zu Kapital gemachten

S um m e a, a m E n de d e s n t e n J a h r es , i s t gl ci ch dem n Jahr e Ii i n d u r c h

mit den Zinseszinsen angewachsenen Grundkapitale von a weniger

dem anfänglichen Wcrthc dieses Grundkapitals.

§. 07. Zur Berechnung des W e r t h e s einer Z e i t r e n t e , wenn der Zinsfufs 1,03:

1,04; 1 , 0 5 oder 1 , 0 6 i s t , kann m a n sich der b e i d e n T a b e l l e n am E n d e dieser V o r l e -

sung b e d i e n e n .

Exempel. E s sei der baare W e r t h einer Jahresrentc z o n 1 0 0 0 Rubel bei deiu

Zinsfufse 1 , 0 4 am Eude j e d e s Jahres 1 5 Jahre hindurch zahlbar zu berechnen. Das


P r o p o r t i o n e n , Potenzen und L o g a r i t h m e n , g'

Grundkapital v o n 1000 Rubel ist = 25000. Nach T a b . (B) ist der baare W e r t h

der Einheit, nach 15 Jahrcn z a h l b a r , — 0,55526 450. D i e s e Z a h l mit 25000 muliF^

plicirt, erhält man den baarcn W e r t h des nach 15 Jahren zahlbaren Grundkapitals

v o n 25000 Rubel — 13881,612 R u b e l , welcher von 25000 R u b e l a b g e z o g e n , den v e r -

langten haaren W e r t h einer Jahrcsrcnte v o n 1000 Rubel auf 15 Jahre = 11118 Rubel

30 K o p e k e n giebt.

Nach T a b e l l e ( A ) ist das mit den Z i n s e s z i n s e n in 15 Jahren a n g e w a c h s e n e G r u n d -


• %

kapital = 25000. 1,80094 351 = 45023,587 Rubel. D a v o n das Grundkapital 25000

Rubel subtrahirt, erhält man dic Summe v o n 20023,587 R u b e l , w e l c h e man erspart

haben w i r d , w e n n man 15 Jahre hindurch am E n d e j e d e s Jahres 1000 R u b e l auf Z i n -

seszitisen zu 4 P r o c e n t unterbringt.

Multiplicirt man diese Z a h l 20023,587 durch — 0,55526 4 5 0 , so erhält man


1,04 3

den baaren W e r t h d e r s e l b e n , w i e oben = 11118,39.

§. 9S. W i r d dic n Jahre hindurch zahlbare Jahresrente statt am E n d e j e d e s J a h -

res im A n f a n g e desselben g e z a h l t , so übersieht man l e i c h t , dafs alsdann der W e r t h

einer solchen Rente in dem Verhältnisse 1 + u : 1 vergröfsert w e r d e n nmfs. So wür-

de in dem v o r i g e n E x e m p e l der baare W e r t h einer 15 Jahre hindurch im Anfange

j e d e s Jahrcs zahlbaren R e n t e nicht 11118,39 Rubel sondern 1 1 1 1 8 , 3 9 X 1 , 0 4 = 11563,14

Rubel sein. Auf gleiche Weise würde man durch die 15 Jahre hindurch im

A n f a n g e j e d e s Jahres e i n g e n o m m e n e und auf Z i n s e s z i n s c n untergebrachte Einnahme

von 1000 R u b e l am E n d e des 15ten Jahres e i n e S u r n m e v o n 2 0 0 2 3 , 5 9 X l , 0 4 = 20S24,43

R u b e l erspart haben.

§. 99. Ist dic Rente nicht gleich am Ende des ersten Jahres, son-

dern zum erstenmale am Ende desn + lten Jahrcs m Jahre hindurch

z a h l b a r , so ist d c r b a a r e W e r t h derselben gleich dem U n t e r s c h i e d e des

b a a r e n W e r t h e s d c s G r u n d k a p i t a 1 s d e r R e n t e ii a c h n J a h r e n z a h 1 b a r, w e n i-

g e r d e m b a a r c n W e r t h e d e s n a c h n + m J a h r e n z a h 1 b a r.e n G r u n d k a p i t a 1 s.
1L
E s ist nämlich der baare W e r t h einer n + m Jahre hindurch am E n d e j e d e s J a h -
a a 1

res b e i 1 4- u Zinsfufs zahlbaren R e n t e = —•n4-m. Subtrahirt man nun d a -


' u) w {l-j-w)

a a 1
von den baaren Werth der Rente a auf n Jahre — j r - . — r n , s o erhält man
U) U) (l + w)
- — — - 7 r 4 " " x n + m , . w i e b e w i e s e n w erden sollte^
r

w(l+w) « ( 1 + «)

So findet man z . B . den baaren W e r t h einer j ä h r l i c h e n R e n t e v o n 1 0 0 0 Rubel

für 1 0 aufeinander folgende Jahre> w e n n der Zinsfufs 1 , 0 4 , und die R e n t e zum ersten

M a l e am E n d e des zehnten Jahres gezahlt w e r d e n soll, auf folgende A r t : Das Grund-

kapital v o n 1 0 0 0 Rubel ist = 2 5 0 0 0 Rubel. D e r baare W e r t h dieses Kapitals nach 9

Jahren zahlbar = 2 5 0 0 0 X 0 , 7 0 2 5 8 6 7 4 Rubel =• 1 7 5 6 4 , 6 7 Rubel. Davon den baaren

W e r t h des Grundkapitals nach 1 9 Jahren zahlbar — 2 5 0 0 0 X 0 , 4 7 4 6 4 2 4 2 4 = 1 1 8 6 6 ab-

g e z o g e n , erhält man 5 R u b e l , als den: gesuchten W e r t h der obigen Jahresrente.


G 9 8 , 6 0

a
Vermittelst d e r G l e i c h u n g (§.. 9 5 . ) s = - f 1 —~~-n)
1
S. 1 0 0 . läfst sich auch die
('l^-uj)

G r ö f s e der Jahresrente a r wenn der b a a r c W e r t h derselben g e g e b e n i s t , b e r e c h n e n ,


. , S W

indem a = • n -
^i^-u>)

E s s e i z . B . s = 10000 Rubel, « =^0,04, n = 2 0 , s o erhält man T a b e l l e ( R )

T T T — , « = T n A * > — M5638 6 9 5 und l - ^ J _ - = 0 , 5 4 3 6 1 3 0 5 , sw = 4 0 0 , folg-


( l + w) 1 , 0 4 (I' + « / fe

lich a
= ö&m = 735,82 RuM
-
§. 101. Aus s = - ( l - ^ . _ ^ ,n) folgt auch ~ = 1 — ^ - . n ^ und * - n = 1 — *LZ

= *5 demnach (1 + »v) " ' = — u n d n l o g (1 + « ) = lwo g a — l o g (a — s « ) , f o l g -


Jl
f

w {l^-u) ° cl — • S W a (l + ) (l+w) a ~

lich n = ^ga-log_(_a-s^)
log(l + -)

Damit der W e r t h v o n n möglich s e i , mufs sw < a oder d e r Jahreszins der

Käufsumme der Rente kleiner als d i e Rente sein, weil sonst a — S w negativ und

l o g ( a — s a ) unmöglich sein w ü r d e .

D i e o b i g e F o r m e l k a n n d i e n e n , d i e Z e i t z u b e r e c h n e n , in w e l c h e r eine Schuld a
durch eine alljährlich gezahlte S u m m e , w e l c h e den Jahreszins der Schuld übertrifft,

getilgt werden k a n n . E s sei z. B. s = 400000 Ruhel eine S c h u l d , auf w e l c h e m a n

jährlich 25000 Rubel a b b e z a h l t , so dafs der TJberschufs derselben über die jährlichen

Z i n s e n 20000 Rubel zu 5 P r o c e n t zur T i l g u n g der Schuld gebraucht wird. In w i e viel

Jahren wird die Schuld abgetragen sein?

„. . Iog25000-log5000 log5 0,0989700 ™ v .-oii O A

H i e r ist n = ^ — - ^ f = .—%^rz --- ' . .


5
• — 32,987. Nach 3 3 J a h -
logl,05 log1,0o 0,0211893
ren wird nämlich nicht nur die g a n z e Schuld abgetragen s e i n , sondern d e r Gläubiger
mufs dem Schuldner noch eine Summe z u r ü c k z a h l e n , die Avir j e t z t bestimmen w o l l e n .
D c r W e r t h d e r 33 Jahre hindurch abgetragenen 25000 Rubel beträgt nämlich am E n -
de dieser Z e i t ^ ^ . ( 1 0 , 5 3 3
— 1). V o n diesem den W e r t h der 400000 Rubel Schuld
0,Ut)
nach derselben Z e i t = 400000.105 53
abgezogen, nIeibt nach 100000. l , 0 5 — 5 0 0 0 0 0 0
3 3

= 100000 ( l , ( ) 5 — 5 ) . = ( T a b e l l e (A)) 100000.0,00318854 =


3 3
318 Rubel 85 K o p e k e n .
§. 102. V e r l a n g t d e r R e n t e n i r e r f ü r d i e s e l b e S u m m e s t a t t der jähr-
l i c h e n R e n t e a eine m t e l j ä h r l i c h e , so mufs dieselbe, bei dem Zinsfufse
I
l + w , = ?((l+„) m
_l)sein.

W e i l nämlich die jährliche Rente a als der Jahreszins des Grundkapitals - , und
U)

eben s o die mtel j ä h r l i c h e R e n t e als der m t e l j ä h r l i c h e Z i n s , desselben K a p i t a I s b e t r a c h -

tet werden k a n n ; das Kapital - aber in e i n e m Jahre zu - ( l + - w ) - u n d folglich (§.92.)


U U)

in einem mtel Jahr zu - ( l + w)"' anwächst, so mufs dcr mtcl j ä h r l i c h e Zins von
W
X i — a a —

- oder die gesuchte mtel j ä h r l i c h e R e n t e = -(l + «)' r o


—"""((^+")'"—0 sein.

Ist z. B . der Zinsfufs 1,04, s o kann statt der Jahresrente v o n 1000 R u b e l , halb-

jährlich nur ( 1 , 0 4 * - 1 ) = 4 9 5 , 1 , und vierteljährlich ( 1 , 0 4 * - l ) = 246,3 Rubel

verlangt w e r d e n .
§. 103. I s t d e r W e r t h s einer unveränderlichen Jahresrente a be-
84" ' Erste Vorlesung. Über Verhältnisse,

k a n n t , so f i n d e t man d a r a u s , hei dem Z i n s f u f s e 1 + w , den W e r t h einer


a s w

mtel j ä h r i g e n R e n t e v o n — = - -
m((t +- w ) m — l)
a' L
1 W i r h a b e n s o e b e n g e s e h e n , d a f s d i e mtel j ä h r l i c h e R e n t e — ( ( 1 + — 1 ) der Jah>

a' - \ a a<**
resrente a ' ä q u i v a l e n t s e i . I s t a l s o - ( ( l + » • ) » » ' — l J = - , s a m u f s a ' = — x - sein*
m
m ( ( l + u ) ^ - l )

Da nun der W e r t h z w e i e r verschiedenen J a h r e s r e n t e n , hei übrigens gleichen Um-

ständen, sich wie die jährlichen Renten verhalten, oder s : s = a : a a so ist

m((l + w;m__i) ».-«.*! •


' • ' • '• --•

Exempel. D e r baare W e r t h einer jährlichen R e n t e v o n 1 2 0 0 R u b e l auf Io J a h -

re b e i m Zinsfufse 1 , 0 4 ist 1 3 3 4 2 , 0 7 Rubel. M a n soll d e n baaren W e r t h einer M o n a t s -


'• •• . . . .i

R e n t e v o n 1 0 0 R u b e l findcn..

E s ist l o g 1 , 0 4 = 0 , 0 1 7 0 3 3 3 , und log 1 , 0 4 = 0 , 0 0 1 4 1 9 4 also 1 , 0 4 ^ = 1 , 0 0 3 2 7 4

0 0 4 1 3 3 4 9
0 7
,nd s = 1 3 3 4 2 , 0 7 , ^ , ^ ^ = = 13584 Rul.cl.

' U
§.. 1 0 4 . Setzt man, in der Gleichung s = s - - , m = OO , so wird

m((l + w ) ' ~ ' — l ) ,

( § . 6 3 . ) s' = , *" , , ; oder, weil s = - (1 — r r ^ r n ) , s' = .~ Diese


v s
' Iognat(l + «) w v
( l + w ) 7
' Iognat(l + w)

Summe miifste dcr Rentenirer d«m Unternehmer, bei dem Zinsfufse 1 + « , fijr cine

3ahrliche R e n t e a auf n Jahre z a h l e n , wenn er sich zugleich ausbedingen wollte,

dafs ihm in j e d e m A u g e n b l i c k e der Z w i s c h e n z e i t der jährlichen Z a h l u n g , auf V e r l a n -

g e n ein Thei.l der jährlichen R e n t e im Verhältnisse der Z e i t ausgezahlt w ü r d e .


Exempel. E s sei die Jahrcsrente = 1200 Rubel, n = 1 5 Jahre, 1 = 1,04 y

' _ , 0 ™ 0 , 4 4 4 7 3 5 5

so ist s = 1 2 0 0
- ^ Ö 3 i Ö 2 ~ Ö 7 ~ 1 3 C 0 7
> 1 7 R u b e l
~

f. 1 0 5 . Wenn eine jährliche R e n t e a, stattunveränderlich zu sein,

n Jahre hindurch in einem geometrischen Verhältnisse 1 ; k zu oder


abnimmt, so ist der baarc Werth derselben bei dem Zinsfufse ! + •

s
= r + v = ^ ^ - ( f - ^ ° < l c r
£ = ^ ( ^ J n
- O u e n a c h d c n
» k
< ' + «

0 d er > 1 4~ a; i s t.
v . , .. , a , ak ak , 2
ak 3
ak n — I

L s ist namhch s = — f- T r — - a •f- y ~ . — , 3 +


n —,n , oder
1 + w ( l + w ) ' (1+») + ('l+»)

die S u m m e einer g e o m e t r i s c h e n R e i h e v o n n G l i e d e r n , deren erstes Glied — - — , und


1 - H Ut

r . k T

der E x p o n e n t des Verhältnisses ^ ^ •. Nun findet man aber bekanntlich die Summe

einer g e o m e t r i s c h e n R e i h e , indem man das gröfste Glied derselben mit dem E x p o n e n -

ten des Verhältnisses multiplicirt oder dividirt, j e nachdem derselbe gröfser oder k l e i -

ner als 1, alsdann das kleinste Glied subtraliirt und den Rest durch den E x p o n e n t e n

des V e r h ä l t n i s s e s , w e n n derselbe > 1 , odev des u m g e k e h r t e n , w e n n er < 1 , w e n i -


k a
g c r 1 dividirt. E s sei nun - - — < 1, so ist - — das gröfste G l i e d ; d i e s e s mit
1 U) 1 CM "
k a nk" " J-L
- 1

— — d i v i d i r t , erhält man , davon das-kleinste r ~—;—-nabgezoffenunddurch—v——1


1+ u ' k (1 + m) ° k b

tlividirt, giebt
,a ak"— . , f + » T
a k n
s
= <k - 7 T T ^ ) n ) :
> - r + r = i • (1
~ <n^> - }

D i e s e Summe ist a b e r , w i e man leicht ü b e r s i e h t ,


gleich dem baaren W e r t h e ei-
» T a 1
"ner unveränderlichen n J a h r e h i n d u r c h z a h l b a r e n J a h r e s r e n t e beim Zinsfufse r

K k
k . ak""" 1
k
Wenn —r— > 1» so ist . — . — r _ das gröfste G l i e d ; dieses mit -—:—- muItipli-
14~ w ( 1 4 " w) i + w
ak" a k
c i r t , erhält man —rn+i? davon das kleinste subtrahirt und durch -—• \
(1 4 - w) 1
1 w 1 + o)
dividirt, ergiebt s i c h :
. ak" a . . k . a fc n »
k=T=zQr+J
N

s = (
F H n + 1
*' ~

D i e s e Summe ist der W e r t h einer unveränderlichen R e n t e g auf n Jahre am Ende des


fc
nten Jahres nach dem Zinsfufse ——.
1 »
§ . 106. Der baare Wertli s einer J a h r e s r e n t e auf n Jahre, die am E n d e
'<Vl

86 • J£rstc V o r l e s u n g . Ü b e r Verhältnisse.

des e r s t e n J a h r e s m i t a z u z ä h l e n i s t u n d in j e d e m f o l g e n d e n J a h r e u m d

v e r m e h r t w i r d , i s t h e i d e m Z i n s f u f s e 1 + «, g l e i c h d e m h a a r e n W e r t h e einer

unveränderliche Jahresrente von a 4 ~ - auf n Jahre weniger dem baaren

Werthe von — nach n Jahrcn zahlbar.


M>

„ . L •• i . , a . a^-d a-r-sd , a + 3cl . a^-(n — Ad


E s ist namlich s = ^ 1 7 + r^T~\ 2
+ t j _ \ 3 + H r ~ ^ + ~~ < •
* 4 ~ w
\ ~r )
4 u
{ ' ~ r ) u
( ' 4 ~ J W
C' + » )

'' et 1 s , d , s , 3 _ j _ n
~ ~ 1
\
— - ( y — 7 1 — \ n ) ~f 7 j—\2 i ; + , — •2 • . • 4 - 7^;—,n-2y.
M ( ' + - " ) +

•2 • 3 , 4 . « — 1 *
Nun sci q —1 4 j ^ -—:—:2 4 -T T M• • • / , ^ n - a - an
~ "
^ (i-^u>) ( ^ 4 ^ w J 0
(* + w)
2fl 2 . 4 6" a(«—2) Q(n—i)
soist ~ j p T • | • x 2 — r , ~x3 • • • — p — x — , » — a — 7 — i — " - i
* 4 - w 4 4 ~ w
4 ~ w
) \ ~r )
1 u
{i + ( ' 4 ~ " v

j V ! * _ i _ 2
^ n— 3 71 — 2 U—4
u n d —,—-2 = 4 - rr_T~\2 ~ r v , "\3 • • • 4 " f t " V n — a
1 / — r ^ 1 1 - 1
+ ? — t — \ n
*
( / 4 - w ) • ( / 4 ~ W
J l ' 4 " * v ( 4 " j U ~ r ) w

72 , 7Z — /

q > (>+») 1

7 Also . f > 7
* 4
, I- - n
~ 1 -\
a—) ^t 4
+ «\
— 2
/ — x n - *t + n<"
und f/ = (• J . ( - > — 7 i ^ n - I 4" 7—I \ n
/ — K ; * {' — / 1 — 7 ; — \ n ) .
J v
w
1
/ 4 ~ w
( 4 ( ~/ 4 )~
y w
w
) w ( /
4 ~ w
) ( ^ 4 ~ w
) ( * 4 ~ ) . w

1 r 1 — a
r 1
\ i ^ / \
Folgl.ch . _ -(, - ^ n ) +
1 n u >

- 2 (V - ( 7 ^ 7 ) " - ( 7 ^ j " )

= t ± i ( , H s ) - - • 7 T T i - •*» = f i±^ ~ - + (
"+^
w ^ ( / + w ) Q /
w ( ^ 4 - w ) a w • ( , 4 _ ^ ) 0
'

Exempel. E s sei nach dem Zinsfufse 1,04 d e r baare W e r t h einer Jahresrente

auf 20 Jahre z u b e r e c h n e n , die am E n d e des ersten Jahres mit 1000 R u b e l z u zahlen

ist, und j e d e s n a c h f o l g e n d e Jahr um 100 R u b e l v e r m e h r t w i r d .


a 4- -
Es ist hier a = 1 0 0 0 , d = 1 0 0 , u = 0 , 0 4 , n = 2 0 , also ' = = 87500
w 0,04
aH-(n4-|)d 5500 1 1
— i — =
0 ^ 4 = 1 3 7 5 0 0 > u n d w e i l T a b
- ( B )
( T + ^ ° = m w = ( )
' 4 5 6 3 8 6 9 5
>

a 4 - 0 a + (n 4 - |) d {
so ist — — ( T + 7 ) n
~ 8 7 5 0 0 —
! 3 ^ 5 0 0 . 0,45638695 = g7500 ~

11.45638^695 _ 8 7 5 0 0 _ 6 2 7 5 3 , 2 1 = 24746 R u b e l 79 K o p e k e n .
Tabelle ( A ) . Tabelle ( B ) .
W e r t h eines mehrere Jahrc hindurch mit den Baarer W e r t h einer nach mehreren Jahren
Zinscszinsen angewaclrscncn Kapitals 1. zahlbaren Summe 1.

J pc. 4 pc. 5 pc. 6 pc.


J.j 3 pc. 4 i>c. 5 pc. I 6 pc.

,o3ooo ooOji,o4ooo ooo^ i,o5ooo ooo 1,06000 000 0,97087 5790,96153 8460,95258 0950,943596
,0G0900001,081G0000 i,ioa5oooo i,i256o 000 0,94259 591 0,92455 621jo,90702 9i8,0,88999 6
,09272 700 1,12486 4 o o 1,15762 5oo 1,19101 600 o,9i5i4 i66 0,88899656,0,86385 7600,85961 9
,ix55o 881 1,16985 856 i,2i55o 62D 1,26247 9 G G
o,88848 o5 o,8548o 4190,82270 247 <V79 9 4
7 20

,iD927 407 i,2i665 290 r,27628 i 5 6 i,53822 558 0,86260 878,0,82192 7r1 0,78552 617 0,74725 9

,i94o5 23o r,2653i 902 1,34009 564 r,4i85i 9rr 6 0,837484aG0,790Di 45^0,74621 5400,70496 1

7 ,22987 5 8 i,3i5f)3 178 1,407104^5 r,5o363 0x6


7
i 7 o,8i3o9 ^ 0,75991 781 0,71068 i55jO,(i65o5 7
1 1

8 ,2GG77 008 t,56856 9o5 i,47745 544 1,59584 807 8,0,78940 925 0,750G9 021 0,67685 9560,62741 2
T
9 ,5o477 ^ ^ ,4 2331 181 i,55i32 821j 1,68947 896 9'0,76641 G750,70258G74 o,6446o 892 0,59189 8
1

,543gi 638 1,4802^ 4^8 1,62889 463 1,79084 770 10-0,74409591 0,675564r7 0,6159x 525 o,5585g 5
IO
T I ,58423 587 r,53945 4f>6 i,7io53(j56 1,89829856 1rjo,72242 128jo,64958095
o , 5 8 4 6 929
0,52678 8'
12 ,42576 089 r,6oio3 222 i,7Q5S5 633 2,01219647 r2 0,70157 g88 0,62459 705 o,55683 742 i 7

•,i5 ,46853 571 T,665o7 ^5i i,88564 9i4 2,13292826 i3'o,68og5 i34,o,6oo57 4o9o,55o52 i35 0,49696 9'

i4 ,5i258 972 1,73167 645 ! > 9 7 9 9 2,26090396 14J0,66111 781J0,57747 5o8 o,5o5o6 795 o,46883
!
5 1 0 0 9

i5 55796 742 1,80094 35i 2,07892818 2,39655819' i5^,G4i86 195 o,55526 45oo,48ioi 710 o,44^3o 1
0,41726 5
iG 2,18287459 2,54o35i68 16|0,62516694|0,55390818 o , 4 5 8 n i52o,39364 6
,G0470G44^r,87298 125
i ,65234 7G5|r,9479 0 o 5
°
2,29201 8a2 2,69277 27917 o,6o5or 645o,5i357 325 o,43629669jo,571364
: 7 ,70243 5o6|2,o258i 652 2,4o66i 923 2,85455 915 180,58759 461 0,49362 812 o,4i552 o 6 5 o , 3 5 o 3 4 4
l

!i8 19'0,57028 605|0,47464 242 0,59575 396 o,33o5i 3


,7535o 6o5 2,ioG84 918 2,52G95 020 2,02559950
|.. ,80611 1232,191125r^ 3,65329771! 5,20715547
200,55567 5 5'o,4565S 6 5 0,57688 948 o,5n8o 5 7 9

20'
45j 2,27876 807 259J5,6o355 210,55754 928o,45885 56oo,55894 236 0,29415 5
I ,86029 2,78596 3,39956 36o
220,52189 a5ojo,42i95 55g!o,34i84 987 0,27750 5
742
21 ,91610 3 4 i ' 2 ' ^ 9 9 79| W °7
1 8 5 2 C 2

5,8i974 9 25o,5o6G9 175 o,4o572 635jo,52557 15rJ0,261797


22 ,97358 65ip,4G47 4 l 3,07152576
1 55
G G

2 o3279 4 r 1 '2,5633o 4iG| 3,225o9 994 4,o4895 4C4


240,49195 574 0,59012 i47o,5ioo6 791|0,24697 9
:

25
2,09577793!2,66585655, 3,38655 494, 4,29187072 '25|0,477G0 557 o,575n 680|0,29550 277-°»" 99 9
2

24
25
J. 3 pc. 4 pc. 5 pc. 6 pc. J.j 5 pc. 4. pc. 5 pc. G pc.

26 2 , i 5 G j 9 1 2 7 2 , 7 7 2 4 G 9 7 8 5,55567 269 4,54g58 296 '0,46569 47^>,0 56o68 9 2 5 0,28124 073 219810
2 , 2 2 1 2 8 90r 2,88356 858 3 , 7 3 3 4 5 6 5 2 4 , 8 2 2 3 4 5g4 o , 4 5 o i 8 90G 5 4 6 8 1 657 0,26784 8 3 2 207568
2 , 2 8 7 9 2 7G8 2,99870 5.3a 3 , 9 2 0 1 2 9 1 4 5 , n i 6 8 670 0,43707 6 7 5 5 3 3 4 7 747 o,255og 364 19565 0
2,3565G 55r 3 , n 8 6 5 i 4 5 4 , n G i 5 56o 5,4i838 7g0 o,42454 656 5 2 o 6 5 i 4 i 0,24294 6 3 2 184557
2,4272G 247 5 , 2 5 3 5 9 7 5 1 4 , 5 2 1 9 4 258 5 , 7 4 3 4 9 n 7 0 , 4 u 9 8 6 7 6 0 3o85i 8 G 7 0 , 2 5 i 3 7 745 i74n 0

2,5ooo8 o 5 5 5 , 3 7 5 r 3 34i 4,538o3g49 6,08810064 °^999 7 i ° 29646 026 o , 2 2 o 3 5 947 O i 6 4 2 5 5


8
l 5

2,575o8 276 5o8o5 8 7 5 4 , 7 G 4 9 4


1
i47J 6 , 4 5 3 5 8 668 o,58855 o 3 ' o 2 8 5 o 5 794J0,30986 G17|0 i54g5 7
7

2 , 6 5 2 5 5 524 5,64858 1 1 0 5,oo3i8 8 5 4 6,84o58 88 9 0,37702 625'0 2 7 4 0 9 4 1 7 0,19987 2 5 4 ' o i 4 6 i 8 c !


1
2 , 7 5 1 9 0 55o 5 , 7 g 4 5 i 654 5 , 2 5 5 5 4 797 7 , 2 5 l 0 2 5 2 8 54 o,5GGo4 490 0 2G555 2 0 9 0 , 1 9 0 5 5 48oJo
15791 2
2 , 8 i 5 8 6 245:5,94Go8 900 5 , 5 i 6 o i 5 5 7 7 , 6 8 6 0 8 6 7 9 3 5 o,55538 54o 2554i 5470,18129 0290
i5oio 5

56 2,89827 835 4 , i o 5 9 3 2 5 5 5 , 7 9 1 8 1 6 i 4 8 , 1 4 7 2 s 2 o o ' 3 G o , 3 4 5 o 3 2 4 5 o 2 4 3 6 6 8 7 2 0 , 1 7 2 6 5 74r.0 1 2 2 7 4 1

5 7 ' 2 , 9 8 S a 6 6 s ' 4 , i 6 8 o 8 986 6 , 0 8 1 4 o 694 8,636o8 712]j37 0,33498 294


2
2 5 4 2 0 685 o , i 6 4 4 5 5 G 5 o 1 1 3 7 9 5
„ I 1
5 8 5 , 0 7 4 7 8 348 4,43887 5 4 5 6,38547 7^°j 9 , i 5 4 2 5 2 5 5 38 o , 5 i 5 2 2 Gi5 2 2 j 2 8 545'o,i56Go 536'o 1 0 9 2 5 9
5,1G702 C98 4,GiG5G 599 G,7o475 n 5 ' 9,70350749 o , 3 i 5 7 5 355 2 i 6 6 2 o G i J o , i 4 g i 4 797J0 io5o 56
4o 3,2G205 7 7 9 4 , 8 0 1 0 2 o65 7,o3998 8 7 i ' i o , 2 . 8 5 7 i 794 o,3o655 684 20828 g o 4 j o , i 4 a o 4 5G8jo 0 9 7 2 2 2

•Ax5 , 5 5 9 8 9 8 9 j 4,9g3o6 i 4 5 7,^9198 8 i 5 ro,90286 102 0,29762 800 0 20027 7 9 5 J o , i 5 5 2 8 1 6 0 0 0 9 1 7 1 9 ;

! 4 2 3 , 4 6 0 6 9 5 8 9 5 , 1 9 2 7 8 091 7 , 7 6 1 5 8 7 5 6 i i , 5 5 7 o 5 268 0,28S95 9 2 2 0 1 9 2 5 7 4 9 3 j o , 1 2 8 8 5 9 6 2 L o865a 7 l


4 3 j 3 , 5 6 4 5 i 677|5,40049 527j 8,14966 695 i 2 , 2 5 o 4 5 464 4 3 o , 2 8 o 5 4 294jo i 8 5 i 6 820^0,12270 4 4 o j o o8i65 0
44j5,G7i45 2 2 7 5 , 6 i G 5 i 5 o 8 j 8 , 5 5 7 i 5 o 2 8 12,98548 1 9 2 I 4 4 0 , 2 7 2 5 7 1 7 8 0 1 7 8 0 4 655 0 , 1 1 6 8 6 i 5 3 ; o 0 7 7 0 0 9

45 3 , 8 i 5
7 9 584 5 , 4 8 1 1 7 3 6 8 8 , 9 8 5 0 0 7 7 9 1 5 , 7 6 4 6 1 o84 45 o , 2 6 4 4 3 8 G 2 0 1 7 1 1 9 8 4 1 0 , 1 1 1 2 9 6 5 i 0 0 7 2 6 5 o|

46 3,89504 3 7 2 6 , 0 7 4 8 2 27 9 , 4 3 4 2 5 8 1 8 . 1 4 , 5 9 0 4 8 749 46 0 , 2 5 6 7 3 653 0 i646x 386 0,10599 668 0 o6855 8 1

47 4 , o n 8 9 5 o 3 | 6 , 3 i 7 8 i 562 9,90597 1 0 9 | 1 5 , 4 6 5 9 1 674 147jo,24925 877'0 i 5 8 2 8 2 5 6 0,10094 9 2 1 ! 0 oG465 8


4 8 | 4 , i 3 2 2 5 1 8 8 6 , 5 7 0 5 2 8 2 4 10,4012G 9 6 5 | 1 6 , 3 9 3 8 7 1 7 4 ! ' 4 8 0 , 2 4 1 9 9 880 0 i 5 2 K j 47G' 0,09G14 a 1 1 0 . o G
999 j 8

4 g 4 , 2 5 6 2 i 0 4 4 5 , 8 3 3 5 4 9 5 7 i o , 9 2 i 5 5 3 1 3 1 7 , 3 7 7 3 0 4 o 4 ! | 4 9 o , 2 5 4 9 5 029 0 i4G34 1 1 2 0,0915G 5 9 1 0 0 5 7 6 4 6!

5o|4j5859o 602'7,10668 5 5 5 1 1 , 4 6 7 5 9 979 i 8 , 4 a o i 5 4^8ji5oJo,228io 7 0 8 0 1 4 0 7 1 2 6 2 0 , 0 8 7 2 0 5 7 0 , 0 , o5422 8


Z w c i t e V o r 1 e s u n g.

Über die Entwickelung der Iogaritlimischen und trigonometrischen Func-


tionen in Reihen.

. 1. W
» • cnn (ter ö a t z
enn der Satz
( i ^ - j = i ^ - x w ^ x o ) t x ^ + x / « '
(1 + » ) * = 1 + x « 4- x u + x « 4 - x w
w r
" 2 2

c c
* 5? ^

c
* Ä. &
H- e t c . ,
+ etc. ;
wo

x ^ r
— * ^ x X
~ ^ ^ X
Z ^ '''' ^ x r
^" ^
1
> den w i r ( V o r l . 1. §. 50.) für positive g a n z e E x -
1 • J O• *• * V

ponenten b e w i e s e n haben, allgemein für j e d e n beliebigen W e r t h des E x p o n e n t e n x , er

mag eine ganze oder g e b r o c h n e , eine rationale oder irrationale, eine positive oder n e -

gative Z a h l s c i n , w a h r i s t , so m u f s , w e i l (# + » ) ~ ^ x y
= (, 4 ^ ) . ( ,
w
x
+

* + (x + y)« + (x + y) V 4- (# +j) « 4- (.v 4- j)c « + etc. :


c
: 3 3
c
4 4

4~ , =
: 2 =3
= 1 4- w 4~ X
C w 4" w
4
ö> 4 4 -
etc. s e i n .

+
: 2
+ y xy x :S

: 2 :2
y
+ + x
}'c
: 2
x
cJc

y? +
Daraus f o l g t : +
(x+y) — x
+ y

(*• + y)'c + y + Jc2 - x


'c* x

(x +y)c3 = •Vc3 + *cV+ y c + ;>'c3 x l

etc.
etc. etc.
und allgemein k

/ , :n , : n - l . : n - 2 :2 . : 2 j n - 2 : n - l . :n

( * + / ) c — * c + * c J + * c Jc + * c / c +•*>'c + J c

§. 2. W i r w o l l e n j e t z t die W a h r h e i t des S a t z e s , dafs

(*+f)c - c xc y 4- .r x:n-i
+ xc + xyc
/ , :n :n , . •.n—2 :a . : n - 3 :3 . : n - i : n

c Jc fc
für alle b e l i e b i g e n W e r l h e x , y b e w e i s e n .

E s sei x ; " 4 x'; n _ I


y 4 x ^ " V c * + « T c " -
' 4 " y C ° = Qn- E s
s o » zunächst

gezeigt werden, dafs Q n - ^ , "


H _^_ I
-
n
a
:n4* , : n
1 : n
— 1
•* 2
1 : a
!« — I 1 I :n^-r ^

- * c r
+ * c J + x
c Jc+ Yc + x
Jc + Jc = Qn4-x lSt.

D a s allgemeine Glied der R e i h e Q n ist nämlich


x :
n
~ V r
— *(* — ')(*~ ) — g
( x - « 4 - r + / ) j ( j K - < ) ( r — 3
) (.y — y-4 0

c
^ c

:n-r
/. 2.
: r > r + J — 71
J « - r

: — r rr(#
*

» ' + r ) ,
Q. 3 — r :r V —
r

r
'

n : n

A l s p .v y c 4 x
c / c 1 —" + < V ^ r -

Daraus *
c
^c n * 4T - jy -— » ^ — n

' l T L ! . ^ " T+ '


1 : n

i
n z :n_, -a
D
. ^ 4 , . * „
^ 4 4" *< 4 ' ^ „ _ j _ , * c »/ 4
C c J c c J c
c
» 4 * c

3 (n — r) n+4) r
V . :• -:i -
, : n - i x 4 . 7 — _ 7? : n ,
— ( j T - y 2 4 H - 0 ( ^ - " ^ 4 y ) rr , -. n - r jK • ( j — Q . . . . ( y - r 4 , ) ( y — r )
/. 2. ' J c
^*<= <. 2. £ 4 ^

x n—i : S : n—i • *
W— r 4 ' :(n-r4*) ^ 1 ^ 4 ' =n - r : r 4 >
+ *
=
c y- i ——^r
• — ' 1c Yc^ jHr—7 t^ —
cJ x
y+ j^f- c
- C
D
V c
+ ^ 4
: n—a
< 4 V" — ^
w
~r * n—1 :a ,

x^rY n n .tt
: a

* c y c • ^ + - X c X c 4
" ^ T T X c
^

, : n - i — _ 2 : 3 • n - i T

+ ^ c •^t+, J + ; * c / c +s+7*r.*

und folglich
i •.n ^ 4 j K — « * :n , 7l^-i .-n—i

+ • ^ 4 7 ; — r47*^ +
^ ^ 1
D i e Gröfsen Q , Q ,
1 Q ,
2 Q^, Q , etc. bilden also eine R e i h e , in w e l c h e r j e d e >

Glied Q n 4 - , aus d e m n ä c h s t v o r h e r g e h e n d e n Q n entsieht, i n d e m m a n es durch^i^ 1 1

multiplicirt.

A u f gleiche W e i s e wird j e d e s Glied der R e i h e

(x+y), (* + r ) c , 1
(x+yf*, (*+yj<?, (X^y)[ BtC 4

"j* v* Ti

aus dem nachst v o r h e r g e h e n d e n abgeleitet, indem ( x + y ) c z=(x4^y)c" —J n


-
^l—

ist. D a nun die ersten Glieder der beiden R e i h e n der Q r und der ( x 4" y)' c einander

gleich s i n d , so müssen auch alle übrigen Glieder m i t # I e i c h e n A n z e i g e r n einander gleich

seiu oder es mufs allgemein


, , :n N :n • :n-i , :n-2 :2 , :n—2 , :n ^ .
(* + j)c = Qn = * c + x
c J + J c ' ' • + *Tc + Jc ' S e , n

L
*1 Ä *X % *A 4

§. 3. D i e R e i h e 1 4- x » + x^ « 4r - v ' » c 4r ^ c
w
+ e t c
- i s t
J wenn man

w als eine unveränderliche, x aber als eine veränderliche Gröfse be-

t rach t e t, eine s oI ch e F un ction v on x, d afs, w enn m an s ie m it einer

ähnlichen v o n y m u l t i p l i c i r t , das P r o d u c t eine ähnliche Function von

x + y i s t.

B e z e i c h n e t m a n nämlich 1 4> xw + x^u* + *c » 3 3


+ e t c
* durch 0x, so wird

1 4- y « 4> y J * « 3
4-y"c «' 3 3
+ etc. = p y , und

1 + (x+y)u H> ( A - + j ) c « 2 3
4- ( * + j ) c 5
» 4
4- e t c
- — P ( * + j ) -

E s ist also ( § . 1.) <px . q>y — 9 ( x + y ) .

§, 4. Sind x , y , « positive Gröfsen, so ist <px, <f>y und 0 ( x 4" y ) gröfser als 1 , und

folglich sind auch ihre L o g a r i t h m e n positive Gröfsen. D a nun p x . 0 y = ^(x^-y),

so ist l o g 4 - l o g <py = log 0 ( x - 4 > y ) . Setzt man nun l o g 0 x = 4-x, so dafs,

l o g <Py = ^y> u n d l o
g 0 ( * + y ) = *Kx + y)> s o
n a t m a n
^ + ^ y r z ^ ( x 4 - y ) , woraus

( V o r l . 1. §• 7.) f o l g t , dafs <£x = x < M , oder dafs lpg 0 x = x l o g 0 1 , und folglich


<px — ( 0 1)*«

E s ist aber 0 X = 1 4> x « 4> x ^ « 2


+ x c
3
w
3
+ x^ w
4
+ etc. f o l g l i c h , weil für

x = 1, x c
a
= 0, x'<? = 0, etc., 0 1 = 1 + w, also
02 Ü b e r die E n t w i c k e l u n g der logarithmischen

Qx oder 4 4- xu 4~ x*w* H~ x
c ^ 4"" c t 0 ,
~ (' ~r~ ) * w

w o x j e d e beliebige positive g a n z e oder g e b r o c h n e oder auch irrationale Z a h l sein

kann.

Setzt man in dcr allgemeinen Gleichung Qx.Qy = <P(x+y) y — — x, so erhält

man Qx.Q(— x ) = 0 ( x — x ) = 0 o . E s ist aber d e r W e r t h v o n Qx, für x = o,-l.

Demnach

<?(-*) = 0-v
— = (* 4 ~ ) w
= (' + w)"

E s ist also d e r S a t z (l4^w)*= Qx f ü r j e d e n beliebigen positiven u n d n e g a t i v e n W e r t h b e -


b . . x

w i e s e n , w eraus s i c h , wenn man m = - setzt, und a u f b e i d e n Seiten der Gleichung ( 1 + w )


r

= 1 4- Xw 4" x c
2
w 2
4- x ü>
c
S 3
4- etc. mit a x
multiplicirt, der binomische Lehrsatz

unter der bekannten F o r m (a + b ) x


= a 4-xa
x x
' b ^ - x ^ a ^ ' b ^ x ^ a " 3
b 5
4" etc.

ergiebt. - i>•g.•i f)
§. 5. W e n n Qx = * 4^ xa 4- 7 3 J-
+ c 3A w 4 - . vA> ^4 + efc.
X n u)

ist Qy =: 1 3 3 4 4 1
SO i 4- JK^ H- J w
+J> + etc.-
e t c

+ Jc
c
w

a I - 4 4- etc.
und Qx . Qy == * 4- + .r c
2

-f- *V,- 5
+
4" xy + *cjj + 4 f

L 2 2 3
+ Jc + *Jc + *cJc

+ Jc + ^Jc

+ Jc

( V o r l . 1. §. 51.) 1 4- ( x 4- y ) - + ( x + y ) c » + (* + 3
y)c« +(x+y)^ 4-etc.=:0(x4-y).
3 4

Daraus f o l g t , w i e im v o r i g e n § . , Qx = (<p1)* oder

0x = (1 + „ 4- w » 4- 4 + 4 + etc.f

Setzt man w = l , so wird


1
1 4" w 4" wc 4~ w
c 4" etc.
4- 1 4 — - — 1 - —
1
4- J 4- etc.
~ ~ 1. 2 2. 3 1 2.3.4
= der Basis e der natürlichen L o g a r i t h m e n , die bereits ( V o r l . l . § . 6 2 . ) gefunden w o r -
den, indem man (1 4 ^ ) nach dem b i n o m i s c h e n L e h r s a t z e e n t w i c k e l t e , und n —

setzte, und es i s t , w i e dort e x


= 1 4 x 4 " 4 ~ x 3
4 " x 4
4 x ^ 4 " e t c . , und weil

wenn w i r K ü r z e halber l o g nat a durch Ia bezeichnen, a — e ^ a


y so ist

V = 4 + x l a + x\(laf 4 - x\\laf 4 ^ ( / f l ) 4
4 e t c .

§. 6. W e i l ( i 4 « ) * = 1 4 xw 4 .v c
2
w 3
4 - x'cJ" 4 etc.

'' = , 4 •v / ( , 4 - ) + 4 ( / ( , 4 * ) ) 2
+ 4 ( / ( , + • ) ) * 4 ctc.

s o erhält man, wenn man auf beiden Seiten dieser Gleichung 1 subtrahirt und alsdann

mit x dividirt,

/ ( , 4 „ ) 4 'I' ( / ( , 4 » ) ) * 4 (l(, 4 „ ) ) 5
4 etc. = 0 ~ ( , — ^ ^ 4 ( , - . r ) ( < - ^ ) j - e t c .

D a r a u s , für x — 0, ."•./
* - , N <* 2
1 w 3 u i 4 »S
1^1 4 „ ) _ . - - 4 3 r 4 5 - - etc.
D i e weitere Ausführung dieses Gegenstandes findet man ( V o r l . 1. § . f > 5 . etc.)

§. 8. S o w i e wir vermittelst der beiden Sätze ( x 4 y ) " ~ x


c 4 ~ x
c _ I
y + x
" • • • •

> T c " ' + y c (x + y)c" = x


c n
+ * c " " ' y + <""Vc' + y ^ b e w i e s e n haben,
2 2 3 3 *2 2 * % ^
d a f s , wenn man 1 4 x w 4 -
x c w 4 x 0 w 4 e t c . o d e r f 4 X w
4 x
c
u
+ ^ ' c » 4 c t c
«

durch 0 x b e z e i c h n e t , <px = ( $ 1 ) * sein m u f s , s o übersieht man l e i c h t , wenn x r eine

Function der beliebigen Z a h l x und der positiven ganzen Zahl r b e d e u t e t , w e l c h e die

Ligenschaft h a t , dafs __^

(*'+y)n = X'n + * n - i J 4 • ^ — 2 J 2 ~b • ^ — 3 J 3 4 * > ' n - i + J n» S t ,

dafsalsdann 1 4 x [ W 4 "x « u ^ 4 x . w ' i + c l c . ^ ^ x g e s e t z t , ebenfalls 0 x = ( $ 1 ) * sein

mufs. Die Auflosung einer Aufgabe, d i e w i r im f o l g e n d e n § . vornehmen wollen,

w i r d uns auf eine solche Function x n führen, w e l c h e zugleich die beiden Functionen

x " und X c " als speciclle Fälle unter sich enlhält.

§. 8. E s s e i d i e G l e i c h u n g uz — z 4 ~ l = o g e g e b e n , m a n s o l l d i e
v
Wur-

zel z derselben durch eine Reihe darstellen.


Setzt man z = a 4* a ^ 4- a^w 4 5
a ^ 4 e t c . , s o erhält m a n , w enn man d i e - T

sen W e r t h v o n z in der g e g e b e n e n Gleichung substituirt, u n d alsdann « = o setz(,

a — 1.

Bezeichnetmannunaj 4- a a « 4" a
3 w 2
~f* « «<> 4 ' 4
3 etc
durcSk {, s o dafs z = 1 4" w£
v Z — —
1
w i r d , s o erhält m a n , w e n n man 1 4" ,«<? in der Gleichung z J7~"~° s^bstituirt,

l + ' ^ - h ^ 5
? 4 v c
s
w V + v ^ V + e t c . = <T(A). 1

D a nun £ = a + r
a
2 » 4" « a
3
2
4 4 etc., so ist
& = a* 4 2 a a « 4- (a* 4- 2 B R ) «
x 2 1 3
3
4" ( 2 a , a ^ + 2a^.)^ 4 etc.

£ ~ a3 4 3 a a a « ' 4 > (3a*a^ 4


2 3 a ^ J ^ •H> etc. = a4 4- 3 a 3 a * 4- etc. g

D i e s e W e r t h e in ( A ) substituirt, erhält m a n :

1 4- v U ( a 4- a w 4- a « 4- a «3 4_ t c . ) 4- vg** (a* 4> 2 a a « 4 .(a» 4- 2 a U ) « 4- etc.)


t 2 3
2
4 e t 2 x 3
2

4- ȣ* 3( 3
K a 4 3a=a » a 4- etc.) 4 etc. = a t 4 a
2
w
+ ^» 4 3
2 a
4
w 3
+ a
ä
w 4
4 etc.

oder auch

1 4 Va » 4" 1 va u 2
2
4 - va
.«3 4- •y ä 4 4- etc. = a , + . « ^ 4 a^4e*c*

4v-=a= .+ 'i*2aA
4^(a=42a a ) x 3

4-^a3 4-c 3a^a 3


2

••.^... ..• .. . . . .' ' 4-*c i 4a


;

Daraus e r g e b e n sich zur Bestimmung der Coefficientcn a , a , a , e t c . folgende


x 2 3

Gleichungen a x = 1, a 2 = Va , 1 a 3 — va 4 2 v^a*, a 4 = Va 3 4- v ^ 2 a ^ 4 ,*a^

a 5 = ya 4 4 » (2 c
2 a
+ 2 a
i 3) a
+ " c :
3 3 a
i a
a + *c*a* etc. D e m n a c h a, = 1, a = >,
a

a = vv 4-
3 V( ?= i(3v-l), .

:3
v ^ ( 3 v - l ) + y"v 4 = JL(3v(3r-l) + 6v(p-l) 4 /-3v4^2)

= 2^(16v —12v + 2) = _ ( 4 » — l)(4» — 2 ) . A u s den beiden für a , a 3 4 gefundenen

Ausdrücken ^.(3* — l),5(4» — l ) : a


, läfst s i c h v e r m u t h e n , dafs a = r ~(5y— i y 3 u n c j
^ ** C ü iJ /
y
allgemein,dafs a , = -((r4'l)>'—l) : r — I
,, und folglich die Wurzel der Gleichung

» z — z v
4 1 = o,

z = 1 4_ u j_ , „ 3
^ ' ( 3 y . _ i ) ^ _ ^ ' ' ( 4 ^ . _ i ) ^ j _ I ( 5 r - l ) c » 3 5
4 elc.
x O 4
scin w i r d .

Setzt man nun z x


— 1 4 - X 1
u
4 x
2
0 , 2
4 x
^ W
' T
4 x
4
0 , 4
4 - c t c ,
5 S 0
^ s 1
' w e
* '

2 =r(i 4 ^ „ ) * =
x
1 4 - x (a^ w 4 .a 2 w 2 4 a w 3 4 - ctc.) 4 - \ :
c
2
( H w 4 - « *> 4 - ^ - )
1 2
2 e 2
+ e t c
-

= 1 4 xa j W 4 - (\a 2 4 - x " c 2
H p w 2
4 - (xa 3 4 * ^ 2 a ^ + x c 3 n ? ) » 3 + oic.

= 1 4 - x« 4 (xv4 x^ )/ 2
4 ( ^ ( 3 » — i)
x
4 *c* '- + 2 x
c 3
) " J
+ e , c
>

X 1 = x, X 2 = x* 4 x c
2
= 2 ( x
+ 2
" — 1
) ' x
3 - x ^ ( 3 * - 1 ) + ^c* ' + 2 K
?

= 2 ^ ( 3 * ( 3 v - 1 ) 4 - ( x - 1 ) . 6 4 (x-1)(x-2)) = JL>(x + 3 , - l ) ( x + 3,-2).

D i e h i c r gefundenen A u s d r ü c k e für die drei ersten Coefficienten x , X , x „ , etc.


2

x : r
— 1

sind unter der allgemeinen F o r m e l x f = -(x 4 r u


— l ) c - b e g r i f f e n , so dafs

Z
X
= 1 4 - x u 4 _ ^(x + 2 v - l ) / 4 |(v 4 - 3 v — 1) c
2
w
5
4 ^ ( x
4 4 v ~ l ) c
3
w
4
4 o t c .

Substituirt man nun in dieser Gleichung v für x , und multiplicirt dieselbe durch

w, so erhält man

wz = « 4 v «• + ^ ( 3 v - l ) u>* 4 i"(4 K — l ) c ^ 4 - e t c
- — z

^ t>

wodurch dic Richtigkeit der Ausdrücke a , x a , a a ,


3 etc. X , x , 1 a X , etc 3 bestä-

tigt w i r d .

§. 9. U m die im v o r i g e n §. vorgetragenen Sätze mit aller Strenge zu beweisen,

w o l l e n w i r j e t z t z e i g e n , d a f s , w e n n allgemein

Zi ( x 4 r v - l ) c ' " ' = x , f o l g l i c h 7 ( y + ^ ^ ) c ^ ' = y r u n d ^ t ^ ( x 4 y 4 r v - l ) ^ " = ( x 4 _ y ^ ,


r r

dafs a l s d a n n ( x 4 - y ) a = X n 4 - X n ^ y 1 4 - x _ yn 2 2 4 X n - 3 V 3 .... 4 - x,y,,_,+yn'


v J — Y : n ^ i JL. y J - y : n - i

E s ist nämlich — ^ (*+y + «» — ' ) c ~ — ( * + ^ + n


' " ^ c
TZ TZ
j n — i : n : n - i

— v(x+y^-nv—*) c = ( . v + J + " ' ) c — » ( . r + J + " * - ' ) c 5 ierner(§.*:

: n : Q : n — i : 2 : n ~ a

( * ' + J + " O c =(y+nv)c + * ( j + rax)c + * c ( / + W v ) c . • H - *

* n - i • n — r ; n - a ;n

— v ( . v + / + w " — * ) c =—y{y^-nv-4)c —vx(y^-nv—*) c


— y.Tc

, . n — r ; n — r — 1
und ( y + rav)c — » ( j + ra»—*) c
( £ ± Z L ! — v ) ( j H - « v — * ) c " r
\

n — r
; n — r — 1
Y + r v
, L : n - r - i y + ,.,
— ( ) ' + rcv-/)c — ' (y H " / * v H - (ra — r ) v — *)< 0 ' + r v ) n -

n — r n — r
; 2 ; 3

fo]glich(.v+j)n-j'n H - A ' ( j H - O n ^ i + ( j + 2 " ) n - a + Cv + ^ ) n - 3 ' - + ^

Nimmt man nun a n , dafs der zu b e w e i s e n d e Satz wahr sei für n = 1, 2 , 3 .

bis n — 1, so hat man

0 ' + V j n - 1 = j , , _ , H - * J „ _ 2 + » 2 j ' n _ 3 + ' 5 J K n - 4 • • • ••• + * n - i

, v . ( y + 2 v ) n _ 2 J „ _ 2 4 ( 2 v ) r n _ 3 + ( 2 v ) 2 ; - Q _ 4 . . . . . + ( 2 v ) „ _

( . K + * ) n ^ 5 = J W 3 + ( * ) / n _ 4 + ( > ) n _ 3

etc. ctc. etc.

D i e s e VVerthe in dem A u s d r u c k e ( x + y ) n substituirt, erhält m a n :

(X + r ) n = JKn + *Vn-i + x v
t V
n - a2 + + A'v
a ! >j ' n
- ^3 3 +H - xXy V 5
3 '>-4 . . . . + * r f l _ r

H ~ # H -
( . . . . H - ^ ( 2 v )
2
c r t

+ + H- X05Wn

+ *; 4
+ *lV)n

1 * 1

H - * c

771 v ; r — m — i
D a aber, wenn m < r, ( m v ) r _ ,
— ^ 7 . ( m y H - ( r — m ) v — * ) c
so ist A-»,-! 4^ c
2
(av) _ r a 4 x (3>) _
c
Z
t z 4" < (^) _ + 4 (
4
r 4
5 5v
)r-5 h < r

= ; *(">r-* +* 4 (ror*+f a
( - ) r 3 + 7 -c4 fror4 • • • + ? *v

= 7 t K r ~ i + ( x - 0 M r + c * - o:ca ( r . ) r 3 + ( ^ - 0 i 5 M r 4 + - ( ^ o r ^
3

= (§-2-) 7 ( * + ^ - o r ' = *r
j
• *

D a h e r xv 4 .r** = j ( . v + 2 * — / ) = x %

.v > 2 + 4%v 4. 4 = I (x 4 ^ — ,)•* = X


3
5

^v 3+ 43(2v)a4 45(5.) + 4 = |(*4*v-,)c 3 : = 4


''^' .
- . . \- r.::- -v.-'y :

etc. etc etc.

und folglich (a: 4y)n = J n 4^tfJn_x4- X jKn_a + 2 * 3 7n-3 • • • + *n-iJ + Jn'


W e i l aber (A'+_y)i = X 4jKi > d 1
u n

~I(x4/ + 2»-0 = *^ (j + 2 * - / ) 4 .rj 4 ^ (.r + 2v-<),

oder weil d c r Satz w a h r i s t , für n — 1, n ~ 2, so mufs er auch für n — 3 w a h r

sein. Daraus folgt w i e d e r , dafs er auch für n = 4 , 5, 6, e t c . , und überhaupt für

j e d e g a n z e Zahl n wahr sein mufs.

§. 10. Setzt man also l + * w + ^ ( . r + 2v-1)»2 4 ^(a'43y — l)j w34etc. = ^A-) ;


2

so dafs 1 4*w 4- 'j0r42*-i)w2 4"^0" + 3"""*)c " 3 3


+ e t c
' =
fy'> u n ( l
^
2t 0 ^

1 4 (* + j ) - + 1) - * + (x+j43v~l) « 4 etc. =
+ 2
' ^ 9(x+y), : 2
c
3

so wird 0 * ' . P y = 0(#4y)j a11gcmein p . v = ( 0 1 ) , oder


u n t l x

2v~l) 4 |( x 43v-1); ^ 4 " | ( * + 4 » — l ) * « 4 etc.


2 5
1 + ^ + |(. v+ W
a 5 4

= (1 4. „ 4. vw24z.(3v);c2w34X(4v):c3w44i(5y); o) 4 4 5 e t c
-) X
«'»er
•S$' . Zweite Vorlesung. Uber die E n t w i c k e l u n g

= (1 + « + ™* + ^ ( 3 v _ l > 3
+ I(4v — l ) ;
c
2
« 4
+ ^(5v — l ) ; 3
w
5
+ etc.)*scin. -

Nimmt m a n x — v a n , s o wird

" l + / « + ^ ( 3 v - l ) . 2
+ ^ ( 4 v - l ) ; 2
w V 5 ( 5 ^ - l ) c « 3 4
+ etc. ^ - •
*\

=i(l + „ 4 v w
2
+ _ .(3v-l)
v
u
3
4-- (4v-l)-;v 2
w
4
4j(5v — l X 3
4 etc./t v-

2 y 5 V *2 4
undwennmanl4"4»'« + o(3*— l ) w
4 o ( 4
* — 1
) c w
4etc. = ssetzt,sover-
j£ o

wandelt sich diese Gleichung in ~ = z v


o d e r in » s " — £ 4* * =
o.

§. 11. E x e m p c I . I . E s s e i d i e G l e i c h u n g « j — v
by 4* c
— ° gegeben, deren

W u r z e l y man durch eine R e i h e darstellen soll.

ei h h
A u s ay —• by 4 c = o folgt -y" y 4 * =
°* Setzt man also -yz=z, so
. ' %- ' ^ *' _ 0 C • *. i • - - * ^ " -

cz v
cz v v
ac ~ v x v

dafs yzzz^ und y = s o


erhält man — ^ - — . z — z 4 1 — o; und w e n n man

diese Gleichung als identisch mit der Gleichung u>z — z 4 v


^ — ° betrachtet, so ist

~~
ac
v l

= —jp—. M a n hat a l s o :

c _ c . , . ac - v x
, ya*&<*-*> * ..aW" ) . v ,,:ja'c«^ , 1
/yl

y = l z
- b + + +
2< '" ) T T - + 3
3 1
~ T 5 5 - + ( 4 v 1 ) c e t c
->

und

x c x
x c * , flc>"^ , x , ^ « ^ ^ , x ,
f 0 ^:aa3c3Cf-i)
^ =
= p f ( + *-^:
1
h 2 C * 4 2 v - l ) . ^ — 4 2^43v-l)c 4 etc.)

§. 12. E x e m p e l I I . M a n soll die W u r z e l j der Gleichung ay — by*"*^-c n


= o

durch eine R e i h e e n t w i c k e l n .

n b
D i v i d i r t man die g e g e b e n e Gleichüng durch ay so erhält m a u ^ y ~ ~ — -y~* D
4 1 = 0 ;

und - y " " ' = jSgesetzt, v e r w a n d e l t s i c h d i e s e l b e , w e i l a l s d a n n r " 1 =


^rundy"" 0
=
a o J

der logarithmischen und trigonometrischen Functionen. 9 9

ca— n 1
"
in — z n
— z + 1 = 0. D i e s e Gleichung als identisch mit wz — z 4 - * = 0 b e -
trachtet, erhält man,

M I . x , , . 2 , x , , „ „ . j 3
% (x + 2 v — 1 ; a > + I + 3v—l);\
x

w
w ee ni l ^^/ - 1 + xu + + etc.,
n v

2 3

b - 1 ca ~ n l

wenn man z — -y , o> = — v = rc, x — — m setzt,

a m
» . ca"- 1
, ;n, „ , .,c a ? 2 n
- 2
m, 0 . ^:ac3<z*'-3
__ y = i _ w _ 6 n _ + _ ( O T « 2 « + l ) ^ r - — - ( T O — 3 n + 2) c - p ^ + etc.,

und

m _ 6 ™ mcb ~ m n
m , » f l " - » n o , o V ^ " " ! /
r — ^ — — z—r • — "n + 1 J. — rr{m — 3/z + 2L hetc.
2 1 3 0
c w

J a
t n
^ r a - n - f - i ' 2 v
' ^ m - a n i - 2 3 V 1 Jc ß r a _ 3 n + 3 T u l

D j e s c F o r m e l ist dieselbe, w e l c h e s c h o n L a m b e r t , doch o h n e B e w e i s , L a g r a n g e

mittbciIte.

8. 13. - (x±rv Setzt man in dem Ausdrucke — 1)* r — I


- für x, - für v, und
3
r 0
ot
7
ct

multiplicirt alsdann denselben mit « , so erhält man r

x (x + rß — *)(x + rß — 2*)(x + rß — $*) ( x + rß — (r — \)ct)

7' i. 2 . 3 (r — l ) '"" ' r •

D i e s e G r o f s c w o l l e n wir K ü r z e halber durch ^ ( x + r i S - » / " 1


" ' ausdrücken, indem

wir allgemein durch c ° ' x


ein Product aus n F a c t o r e n , w o v o n der erste Factor z, der

2te z - « , der 3tc z— 2«, etc. und durch z"' , x


dasselbe P r o d u c t d u r c h 1.2.3....w

dividirt, andeuten w o l l e n . D a u u n , w i e §. 9 b e w i e s e n w o r d e n ,

— 2
ix + y + n (

J
X
v - t ) ; Q
~ ' = £ x + „ , - 1 ) ; n
~ ' + ^ ( * + ( « - 1 ) , - 1 ) / »

+ ^ C * + ( ^ > - i ) ^ 0 ' + 2
' - * ) + ^ £ - 3 C * + C » - 3 ) ' - 1 >r^<y + 3v - 1 ) ; 2

+ * ^ r 1 C r + c » - 1 ) ' - i ) i n
' a
+ £ Cj + » > - * ) c M
-

so verwandelt sich diese G l e i c h u n g , wie man leicht ü b e r s i e h t , wenn man überall


# 4 j ^ ^ r c s p . für x, •v, x + y , v substituirt, und auf beiden Seiten dersel-
Ct Ot Ot « ^

hen durch « " multiplicirt, in f o l g e n d e : '„


:
. 1
• !

. • -' - V .• • " . yf
v _ i - v , n—i,« ^ n — I i « , x* , - .•n-Q,«

• l X Z ( ^ + y 4 - 7 i ^ — « ^ = - 0 4 « £ — « ) c 4 - T C* + C« — i^—«) ' . j
^ TZ -• X C
. ^

+ ^ 2 ^ + C " ~ 2 ) . ^ « ) " ~ 3
' ^ C / + 2 ^ ) + ^ t v 4 ( „ _ 3 ^ _ « ) " ~ 4
' * 0'+3^-.)* w

+ x - ^ 1 . Cr 4 Oz - 1 ) ß-«)"~ '" 2
+ £ (y + nß- «)"""". .
. J > i i 3

Daraus folgt nun ( § . 8 ^ ) dafs * <•


l+A-w + ^ ( x + 2^-a)w + g ( x + 3^— « ) ' c « + ' ^ C v + 4^—«) ' c M +etc.

= (1 4 • + (1 4 2ß- «) ^ + ( 1 4 3^ - «)*'" + (1 + 4 £ - «) '" 3


+ ctc)* «

§. 14. D i e s e r allgemeine Satz enthält d i e bereits ( § . 4 , 5 , 1 0 . ) b e w i e s e n e n Sätze als

spccielle Fälle. Setzt man nämlich « = 1 , ß — o, so wird derselbe

i 4 A-«. 4 x'*» 7,
4 *; <» + 4 « 3 3 4 4
4 etc. = (t + u)*.

Für « ~ o , y3 = o , ergiebt sich ' 1


* 1
<
Ä

1 4 .r«- 4 x 2
» 3
4 V S
4 etc. = (1 4« + a£ 4 w
3
4 etc.) . x

Nimmt man « = 1 , und für ß irgend eine beliebige Z a h l e n , s o hat m a n

l + * w ^ | ( x + 20—l ) w
2
4 * ( x + 3£—l)^V 4 |(*+ 4 ^ - l ) ' / » 4
+ etc.

\ . k 1
''' '''

= (I + - + 2 i > 5 " + 0 f f l " | ' + (4W;'f + ( « » » ^ 4


+ e,c.) X

o d e r = z* , w o z eine der W u r z e l n der Gleichung u>zß — & 4- 1 = 0.

§ . 1 5 . Aufserdem ist auch noch die Gleichung y o n besondern Nutzen, welche

sich e r g i e b t , wenn man in der allgemeinen G l e i c q u n g (§.. 14.) « = 2 , ß — \ s e tzt.

M a n hat a l s d a n n :
, r x
* I x , , * . ' I , 4 , .r 4f» 5 "
1 4 .v« + 2 w 4 - (.v 4 4 ~ (x 4 2) w 4 r Ca- 4 3 ) H 4 otc.
2 2 2 3

l ) c » c c

, , 1 * i 2 / a 3 4 . 1.4*4 5 *
= (t4*'-hö + ^ > w 2
» + 4 3
c
w
+ ^ c 4 w
+ e t c
« )

O d e r , weil

* rr4-1^' - 3
x(fJ±JXxjrV _ .r.(-v —!) 2

3 cl
- x + 1 )
3 iT~2 2 T T '

-r . , ,S,a _ .v ( # + 2 ) . v ( j r - 2 ) _ ^ C v * — 4)
4 v*i-2; c 4 ^ 3 2 > 2 > 3 > 4

X V _ .v ( x 4 - 3 ) ( . v 4 1 ) C v - l ) ( ^ - 3 ) _ x.(x* — l)(*2 — O)
4 * + ( 3 )
c' ~ 5 ~ T. 2. 3. 4 2. 3. 4. 5

.T , .Jb _ 3
x (x. + 4 ) ( * 4 2 ) . v C v - 2 ) ( j r - 4 ) _ .v . (.r — 4)(.v — 1 6 )
2 2 2
. '
4 C - 4 4) V
C 4 ^ 2 > ^ ^ 5 ^ ^ 4 . 6

". , j .- .; - r •.; ' 1 : t . t :


etCr etc. etc. |. * '

X 4T 1 I" I O ' 1 2 2
_ 1
O' — 2 2 3
— 1 1
A%'* ~
und folglich ^ 2 c = o, 4 3 C ^ 4 C - o,

I ^5,a _ 3. 15 _ 1. 3 1 6 / 2 _ i ^ ,« 7 _ 1 . 3 . T5. 35 __ 1.3. 5


Ö c ~
: ,
2. 3 . 4 . 5.& ~~ 2. 4. 6 ' 7 c ~" °> g ' c 2.3.4.5.6.7.8 2 . 4 . 6. 8 ''

s o ist auch r
" ^ r

, , j _ a a , .vCr--l) 3 , , y 2 ( , r * - 4 ) 4. ^(. a — 1 ) ( ^ — 9 ) 5
v . .
i 4 + „ 4 3 2 4 - + 2 3 < 4 2, 3. 4 . T " + u e l c
-

"" 1
„ . 1 I I " ' 2 1 4 1 3 6 3 5 8
1
rr M 4- w + i w — - — u ~\ ui - . - u + etc.) .
T a « ^2.4.6 2.4.0.8 2 > 4 ^
x a /1 \; 2 A A v; 3 G
E s ist ahcr K ( I 4 » ) = + I<* + ( ö ) " + ( ^ + 2 1
c
w e t < %

2 1 4 i. 3 6 1. 3. 5 8 . , :;
N
= 1 4. JL — A ay — -
:
, w 4- etC. " .
T a« 2. 4 ^ 2. 4. 6 2* 4. 6. 8
w u 0

*».'

Folglich

, , 3 x
. , , 2 3
, x(x —\) 2
3 , Ar (.v — 4) 4 2 2

(«•4Td+»)) = 1
+ A,(w
+ 1* * + ^ 2 ~ 3 " +
2. 3. 4 " + P t r
' ( A )

§. 16. E s läfst sich aber die so eben gefundene Gleichung auch auf folgende A r t

darstellen:
"•, (» + p ~ + ^ ) X
= r O + »a)-(t + *« +Cv+l)c' » a a
+ ( * | 2 ) f ^ + etc.)

odcr r a + - * ; . d + *« + - ^ « * + - % ^ J 4 etc.) w
Multiplicirt man nämlich

-
1 4, 4, — 1 a ,
+
x (. a_4) 3 ,
3 » +
r

2 <
(«» — l ) ( * * - 9 ) 4
2 > « 3 t 4 > 4, etc.
4

durch K(1 4 «*) = 1 4- | w


a
L w
4
4. JL_L w
6
1.
3. 5 . 8 ,
' ^ J
~ 2
2.4 ^ 2. 4 . 6 2. 4. 6. 8 w 4 - etc.
so erhält man,

—1v-
*r>2_4) (A' 9 —1)(* —9) a
! . , tfOc2—4)(tf2_i6)
u5 4 etc.
1 * w _| _—
|
2. 3 2. 3. 4 2. 3. 4. 5

+ I
» ~r —5— ' H
. x <£=i> s — Q — v i — * 4
(.v — 4)
w w
2

+
i

+ k
* 2. 3. 4
x

' a 2

V-
4

2. 4 2 4 * ' ^'''- f

• , * 2 * , x(x2—1) 3 , x (x — 4)
2 2
4 , *Cr2~1)#2 — 9 5 ,
— 1 4 xw 4- —« H 2 3 « H o ? A M
i ö — ^ — + e t c
-
2. 3. 4 2. 3. 4. 5

Um den obigen Satz mit aller Strenge zu b e w e i s e n , wäre es nöthig zu zeigen,

d a f s f ü r j e d e beliebige g a n z e Zahl n, ^' *" s


* , , ,

v n-i,2 t f * » i 1 1, , _ ox ~" ' i /^v


N
n a
, . n, 22 2
- —4/2
n
n—d.a
n—i/a , , . /|v:z
I . , „ ,
elc.
sein
* + „ « 2 ) D i e 'W=a h
mufs.
( J C ( r*h e+i t« -dieses
c i ) c Satzes
+ - ( * findet
+ » - 3man
) c
bestätigt,
: + y (wenn
* + « - 5man
) c
4
nach '4 und

nach n — 1 , 2 , 3 , etc. setzt. Ein strenger elementarischer B e w e i s desselben ist mir

jetzt nicht g e g e n w ä r t i g .

Übrigens läfst sich der letzte A u s d r u c k von (a> 4 j^*l 4 w 3


) ( B ) aus dem erstern

(A) auf eine äusserst einfache Weise herleiten, wenn man mit den ersten

Gründen dcr D i f f e r e n t i a l - U e c h n u n g bekannt ist. Diffeiencirt man nämlich die G l e i -

chung

(w + p 4 ^ y * = 1 4 *« 4-i 2 24 |.(*
x + i ) * ' V + f ( * + 2)f8«4 + etc.
auf beiden Seiten in B e z u g auf u>, indem man x als constant b e t r a c h t e t , und dividirt

alsdann durch xdw, so erhält man

A- 4_ 2\
y \ w 2,2 2 3/2 3 4/ 2
4
^ ( t T f ^ s p = 1
+ ' r w
+ <* + l) " + c C* + 2 ) - + c (* + 3 ) c c + ctc.

§. 1 7 . W e i l ( § . 6.) « x
= 1 + .rZ« 4 v*(Z«) + a
.vf(/rt) 5
4 e t c . , w o / « den na-

türlichen L o g a r i t h m e n v o n a b e d e u t e t , so hat man auch

(« + T ( i + « T = 1
H - xi(w + p 4 «o 4- (/(« 4 - p H- « ;> 2
H- p ( c
-
D a aber auch

, . v,* i V* _ * i . A
' a 2
. x(x —1) 2
3 . a--(.r —4) 2
4
(«H- n 1
+ <* )) — 1
H- * u
+ 2 w
~ J
2. 3 w
+ 2. 3. 4 " + •'

so erhält man, wenn m a n d i e b e i d c n W e r t h e v o n ( w + p 4a ) 2 x


einander gleich setzt,

auf beiden Seiten 1 subtrahirt, und alsdann durch x dividirt,

z.(* 4 p i H- " ) ) H- i * c / c * + p
2 -
+ ^ » 2
+ i a . 2
( / ( w 4_j^r+^ö 3
+ ,. . l c

. Ar 2 , x — ! 3 , x.(x —4) 2
2
4 , (.v^l)(x2-9) 5 .
— w 4- - w 4 w 4- u A — _iw 4 - etc.
^ 2 ^ 2. 3 ~ 2. 3 . 4 ^ 2 . 3 . 4. 5 ^
Setzt man nun x — o, so hat man

If _i_ * ^ r j " ^ -
— 1 3
_L 1
- 9 5
- - 1
7 9 2 5
, L * -
/ ( . H- p + - co - _ „ 4 2 < d 4 _ w _ 2 ^ k T . T 7 " + e t r
-

= _ I "* 4- ^ J * ^ 5
1. 3. 5 M
7
1 . 3 . 5. 7 ° M ,
W
* 3 +
2. 4 5 274T6 7 + 2 . 4. 6. S 9 * °*
2 _ T_

E s ist zu b e m e r k e n , dafs man diese Gleichung auch erhält, wenn man (I 4 w) 2

vermittelst des b i n o m i s c h e n L e h r s a t z in eine R e i h e entwickelt, diese mit u multipli-

c i r t , und das allgemeine Glied derselben 4 2 ' 4 ^ * ' * * ^2r "^«"^" 1 n


°ch durch

2 r 4 i dividirt.

§. 1 8 . Wir haben schon oben (Vorl. 1 . §. 62.) b e m e r k t , dafs die natürlichen

Logarithmen wegen einer Eigenschaft der gleichseitigen H y p e r b e l auch die hyper-

b o l i s c h e n L o g a r i t h m e n genannt w e r d e n . Eine etwas umständliche Betrachtung d i e -


ser Curve in dieser H i n s i c h t w i r d daher hier nicht am unrechten Orte sein. Die Nn-

tiir der gleichseitigen H y p e r p e l wird durch die G l e i c h u n g x* — y 1


= a" ausgedrückt,

w o x, Y die rechtwinklichten Koordinaten eines b e l i e b i g e n Punctes dcr Hyperbel,

und a irgend eine unveränderliche g e r a d e L i n i e , die A x e der H y p e r b e l g e n a n n t , b e -

deuten. Für den K r e i s hat raan bekanntlich die Gleichung; x 1


4 j 2
— ß , 3
w o x, y

ebenfalls die rechtwinklichten K o o r d i n a t e n eines Punctes dcs Kreisumfanges, und a

den H a l b m e s s e r des K r e i s e s bedeutet. Um dic beiden K o o r d i n a t e n x, y zu unt er-

s c h e i d e n , nennt man auch w o h l x die A b s c i s s e , und y die O r d i n a t e eines P u n c -


' •! 'l'-i"ll>. i&v*^

tes der C u r v e .

§. 19. M a n kann die rechtwinklichten K o o r d i n a t e n x, y der gleichseitigen Hy-

perbel als gemeinschaftliche Functionen einer dritten veränderlichen Gröfse t betrach-

t e n , oder man kann x = 4>t, y — Qt setzen. Diese b e i d e n Functionen k ö n n e n j e d e

beliebige F o r m h a b e n ; nur müssen sie so beschaffen s e i n , dafs — Q t — a ist. 2

gt _L. g t —t — t v
e e

S o kann man z. B. fyt ~ a. , Qt = « - annehmen. D e n n weil


J*
2 2 e 4 - 2 4- e ~ 2 2 2t ^ 2 + e~
4™~^r
2t 2 t 2 f i
C

*>t = a . , Qt = a .

so ist 4 / 2
— Qt* oder x* — y 2 ,
c= a
%
.

t j — O + «) (I — « ) 1
4 1
(1 4 - « ) — O — « ) r l

Eben s o hatte man ~ a. •——4^J==—-, Qt = a -—-— ^ — - setzen

2 J^l — « 2
2 y \ — <*F

können. M a n w ü r d e alsdann

2 „ a (i 4 «)at'4- 2 ( i — « )t 4 (i — « ) 2 at
'•' " -
d/t '— Cl — ~ "
4(1 — « ) 2 1

«W a
= a 2
(I 4- « ) 2 t
— 2(1 - « )t
2
4. (1 - oc)K
Ct
4(1—« / 2

und folglich auch < £ / — $ £ 2 2


~ a erhalten haben.

§. 2 0 . Nimmt man in der gleichseitigen Hyperbel, oder im Kreisumfange

zwei Puncte P . , P a n , deren resp. K o o r d i n a t e n x , y ; x, y , so wird, wie man sich


leicht überzeugen k a n n , wenn die K o o r d i n a t e n positiv sind und y > y, der F l ä c h e n -

inhalt des D r e i e c k s , w e l c h e s die beiden Puncte P , P , und der Anfangspunct der

K o o r d i n a t e n O bestimmen — c>^~~ sein« W e n d e t man diefs auf die gleichseitige


*L
gt i e—t e t e—t gt' JL, c —t'
H y p e r b e l an und setzt x~a ^ , y — ci 2 > S 0
^afs x'~a 2 »

gf e — f
y'~a , s o «rhält man für den Flächeninhalt eines D r e i e c k s , dessen S c h e i -

tel im Mittelpuncte d c r H y p e r b e l liegt, und dessen Basis die S e h n e des hyperbolischen

ß o g e n s P P ist,
xy' — Y x a?r. t _ . .<
n _ ', , _ ' , _ t t t v t t o a? e ( ' " " ^ — e ~ ^ ' ~ ^
1 1

• '—
J
2 = § [(e 1
+ e )(e — el
) — ( e — e ){e + e
l r l l 1
)J = - .

§. 2 1 . D e n k t man sich nun v o m Scheitel A der gleichs. H y p e r b e l bis zum P u n c -

e * j _ c —t ( e t e —t
te P , dessen A b s c i s s e — a 0 , unddessenOrdinate-« ~ ,m — l P u n c t e
Ji

P ? P »
1 2 • • • ^m-P
t t 2t _2t 3t _3f 4c 4t
„ra I _ m f,rn i „ m em t e in m i „ in
derenrcsp.Abscissena^___t_f , a_—ZT--—, «-—X , aZ—T e
„ , etc.
2 2 2 2

I _1 « _« 5_t _3t 4t _4t i- r

und d e r e n O r d i n a t e n ~ e m
, « ^ H ^ , aP™ - e ™ t c >

2 2 2 2

sind, s o werden alle m D r e i e c k e , w e l c h e v o n j e z w e i nächst aufeinanderfolgenden

. P u n c t e n v o m Scheitelpuncte A an bis zum Puncte P, und dem Mittelpuncte der H y p e r -


t

bel gebildet w e r d e n , unter sich g l e i c h , und z w a r = sein. DerFlächen-


2 ^
inhalt einer F i g u r , w e l c h e v o n der halben A x e O A der g l e i c h s . H y p e r b e l , dem R a -

diusvector O P des Punctes P , und der aus den m Sehnen der H y p e r b e l zusammen-

gesetzten g e b r o c h n e n L i n i e A P 1 P 2 P 3 ... P n - 1 P eingeschlossen istj wird demnach

t t
— *.™\ ™ —a e e ro
) sein. DieseFläche nähert sich aber immer mehr unrl mehr
2 2
dem hyperbolischen v o n der halben A x e A O , dem R a d i u s v e c t o r O P , und dem B o g e n

VP begränzten S e c t o r . Man erhält also den Flächeninhalt d e s s e l b e n , wenn man in

^ rz ^ "
1 e
™ ) m unendlich g r o f s annimmt. E s ist a b e r , w e n n e die Basis der n a -
2 2
tiirlichen L o g a r i t h m e n bedeutet,

1 t P f>
e m
= 1 + - + ~ + + + etc.
1
m m 2 1
772? m*

t , t 2
t'>
—~ . t . C C , C ,
e m
= 1 — - + — — — + — + etc.
77i nv m j
m 4
,• • -,
i _ i tl %
Daher m g I
" ~~ e
= £ + — 2 + — + etc., u n d w e n n m = o o , ~
2 ni 2
in*
^>t 1 g""t ^£ , — ^ f
Es ist also dcr h y p e r b o l i s c h e S e c t o r A O P , weil x ~ «..-—^ , y = «. >

foJglich e = l x
~^y und £ — l o g n a t — i ^ , = r ^ . / = ^ . l o g n a t ^ t ^ .
° a 2 • 2 a D

Nimmt man die halbe A x e a dcr gleichseitigen H y p e r b e l zur Einheit an, und b e -

zeichnet die A b s c i s s e und Ordinate eines Punctes P d e r H y p e r b e l durch |, V y so dafs

j i — n" — 1»
1 s o
erhält m a n , wenn der zu v g e h ö r i g e Sector O A P durch s a u s g e -

drückt w i r d , s — \ l o g n a t ( | + w ) , oder weil f = l 2 5 = l o g n a t ( ^ T + " ^ _j_

und wenn wir diesen L o g a r i t h m e n nach ( § . 17.) durch eine nach den natürlichen P o -

tenzen v o n ti fortlaufenden R e i h e ausdrücken,

_ i o_ L_3* 5
_ i . 3. 5 f|7 , 1. 3. 5. 7 r,9
2s — 9 — !•j + 2. 4'5 2. 4. 6*7 + 2. 4. 6. 8*9 e t C
*

§. 22. W e i l log n a t ( # + v ) = i l o g n a t ( / + v) r oder auch w e g e n


2 |
i
| W = 1, ^ x l o g n a t i ^ t A = £ l o g nat = | log nat ^ ± _» | ,
2*
# — v
3
~ ~ _ _
i J - ' £ >?
so hat man ( V o r l . 1. §. 65.)

2, = 1 + i(l)3 + i ' Q ' + KI)' + K D ' + "-


£2 rfi
§. 2 3 . A u s 2s = log n a t ( ^ + jy) folgt e* S
= 2+v, w o e die bekannte Basis der
natürlichen L o g a r i t h m e n bedeutet.
2 2 —as 1 —
D a nun | — it = 1 , so erhält man e = — = , — : — ~ ? — E s ist also

_ jL. e—^
i+n s
I + *
e ~ 2 s

| + v = e * und # — « = c Ä
, folghch # = ^ , und v = ^ ''

Es ist aber ( § . 5.) = 1 + 2* + (2*) 2


+ (2sfc + (2 ) Ä
4
+ {2s)Sc + etc.

und 6 - " = 1 - 2* + (2,) 2


- (2*)5 + (2,)4-(2*)f + etc.

f>w _L_ p — 2 £ 3 4 6

fo!gHch ^-=Y~ , oder i = 1 + ( 2 ^ ) c + (2*)? + (2*) c + etc.


p 2 s
— p~~ 1is
7. >> n
«
und
_
*> ä*
^ , oder * = 2 * + ( 2 ) J + ( 2 * ) J + ( 2 s ) J + etc. . Ä

§. 24. Hätte m a n in dcr ( § . 21.) gefundenen G l e i c h u n g S = -*- a * . I o g n a t ^ i ^ - — >


a a
r S
A u s d r ü c k e für 2s, #, y ergeben h a b e n . Substituirt m a n daher in denselben und
a a
^ s g e s e t z t , so würden s i c h , auf g l e i c h e W e i s e , die so eben gefundenen

resp. für # , y, s, s o erhält man


a?
2
> = 6 - =ra O 3
+ m © ' - r Ä ' r © T
+

=<^+*© +»© +*© +*© 3 5 7 9


+
* = O + fe)« ^ fe). + fe). + fe). + '"•)•
a^ • . i ^ 2 S
A S
• / 2 S
V i / 2 f
S 5
, ^ 2 S
\ 8
. . \

,2S , ,2S 3 N ,2S.5 , ,2Ss' , ,r2Sx» , , \

y , = " fe+ fe). + fe). +


fe). +
fe). + 0 1 0
O-

§. 2 5 . A u s den beiden ( § . 2 3 . ) gefundenen Gleichungen e r g e b e n sich m e h r e r e a n -

dere interessante S ä t z e , v o n denen wir die wichtigsten entwickeln w o l l e n .


e * _L e ~ 2j ~~ 2 2 s
€ e
2 s

W e i l nämlich Ahsc. s = ^ , Ord. s = —


so ist
2tf-2t
Absc. s . Absc. t e 4 - e

Ord. s . Ord. t = ±(e**+ 2t


- e — e
2t—2*

23—2t 2t-2S
Ord. s . Absc. t = *(e* + M
+ — e
e
Absc. s . Ord< t -
» / 2sAr2t
3 ( e
— e + C —
Daraus folgt:

4 - - ( a
* + a t
) _
Absc. (s Ar t)
c

Absc. s.Absc. t + Ord. s.Ord.t =


2 "

g2J-2t
4 - e a t
- 2
"
Absc. s,Absc. t — 0 n & s.Ord.t = Absc, (s — t)
2

g25^2t
Ord. s.Absc. t •^- Absc.s.Ord.t — Ord. (sArt)
2

e a j
- 2 t

Ord. s.Absc+ t — Abse.s.Ord.t = Ord. (s — t)


2

§ . 2 6 . Aus den so eben gefundenen vier G l e i c h u n g e n ergeb en sich unmit(elbar

folgende:

Absc. (s + t) + Absc. (s - = 2 ^ 5 C . Absc. t

Absc. (s -- t) — Absc. (s - ^
2 0 / < Z . s . Ord. t

Ord. (s Ar t) Ar Ord. (s --l)- = 2 Ord. Absc. t

Ord. (s Ar t) — Ord. (s - 2 y 4 < W . Ord. t

Ö d e r w e n n man 5 + t = «, s — t — ß s e t z t , so dafs

$ = S L i J 3
, t = U
~^ - j s o erhält man.:

ct - j y3 Ct —f
^&5C. « + ^&sc. 0 = 2 ^foc. - . Absc.
2
Ot — ß
~ 2 ~

Absc. « _ ^fösc. ß = 2 Ortf. . Ord.


Ct — _ß
~ 2 ~

. , Orrf. cc + O / Y Z . yS = 2 OrrZ.
2t
. ^foc.
« — ß
§. 27. Setzt man in den ersten beiden dcr vier letzten Gleichungen ß — 0 , so

erhält m a n , weil A b s c . o = 1.

Absc,x Ar 1 =r 2 Absc?%* Absc.* — 1 = 2 Orcl. ~


2

A 1 u yAbsc. « + 1 ^ 7 * yAbsc. * — 1
Absc. - = Jf 2 ^ - > ° l d
' 2 =
1 2

§. 28. Wird in der ersten und 3tcn dcr (§. 26.) gefundenen Gleichungen

a — (77i + l ) s , ß ~ (m — l)-s g e s e t z t , so verwandeln sich dieselben in

Absc. (mAr^)s + Absc. (m — 1 ) = 2 Ab$c. ms . Ah<sc. s

Ord. (mArl)s + Ord. (m—i) — 2 Ord. ms . Absc.s

oder man h a t , w e n n wir ( § . 2 1 . ) Absc. s — Ord. * = v setzen,

,- v , Absc. (mArl)s = 2# . Absc. ms — Absc. (m — 1 ) * >.. t

:-'j Ord. (m + l ) s = 2# .