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TECHNO-Z TECHNO-Z

LAGEPLAN TECHNO-Z SALZBURG INHALT EDITORIAL
3 EDITORIAL
4 COVERSTORY:
30 JAHRE TECHNO-Z
8 COVERSTORY:
ARBEITSPLATZ DER ZUKUNFT
12 COMMUNITY NEWS
14 INNOVATION:
WIE MAN INS DENTALUNIVERSUM
EINE DELLE SCHLÄGT
16 COWORKING SALZBURG NEWS
VOLLE
KRAFT
18 STANDORT BEWIRKT:
UNTERNEHMERISCHES ÖKOSYSTEM

VORAUS
20 INNERGEBIRG:
COWORKING SAALFELDEN
22 INTERVIEW: HEINZ FASSMANN
24 ZAHLEN & FAKTEN
26 FORSCHUNG:
SATELLITENBILDER FÜR Das Techno-Z feiert 30 erfolgreiche Jahre. Am
HUMANITÄRE HILFE
28. Juni 1988 eröffnete Bauteil 1 mit 16 ersten
28 OUT OF THE BOX: Mietern, im darauffolgenden Herbst begannen
WENN DER ZUFALL REGIE FÜHRT bereits die ersten Studenten ihr Informatik-
30 COMMUNITY AWARDS Studium. Für Salzburg - als eines der ersten
Bundesländer in Österreich - war die Realisie-
31 COMMUNITY NEWS
rung eines Zentrums für Hightech-Betriebe
32 VERANSTALTUNG: der Startschuss in eine technologieorientierte
NACHTSCHICHT FÜR DIE WISSENSCHAFT Wirtschaftspolitik. Wie wir heute im Alltag
34 SERVICEEINRICHTUNGEN: sehen können, ist Technologie der Innnova- Mensch, der zählt. Sein kreatives Potential und
ZUM GESPRÄCH IM LÖWENZAHN tionstreiber schlechthin. Ohne die Weitsicht der sein Mut zum unternehmerischen Risiko. Seine
36 TECHNO-Z-TEAM: MISTER 1.000-VOLT politischen Entscheidungsträger von damals, Leidenschaft und seine Ausdauer. Deshalb neh-
könnte Salzburg im Wettbewerb der Regionen men wir unser Jubiläum zum Anlass, und stellen
38 BEHIND THE SCENES nicht mithalten. Ihnen in der ersten Ausgabe des Magazins Men-
39 ZEITREISE INS JAHR 1988 schen vor, die mit ihren Ideen und Innovationen
Aufgrund der großen Nachfrage nach Büros im die Welt verändern.
Techno-Z Salzburg und der Tatsache, dass wir
nur wenige Freiflächen zur Verfügung haben, Martin Huber und Alfons Wörmer prägen mit
IMPRESSUM müssen wir jetzt die Weichen für die Zukunft Ihrem disruptiven Geschäftsmodell die Dental-
stellen. Mit der Aufstockung von Techno 10-15 branche, Startup-Gründer und Serial Entrepre-
Techno-Zine ist das Magazin des und der geplanten Errichtung eines weiteren neur Matthias Heimbeck verbessert maßgeblich
Techno-Z für Kunden und Partner. Bauteils wollen wir den Standort fit für die die Suche in Online Shops und setzt sich als
Für den Inhalt verantwortlich: nächsten 30 Jahre machen. Was wir genau Mentor und Investor für Unternehmensgründer
Mag. Werner Pfeiffenberger MBA vorhaben und unsere Gedanken hinsichtlich der ein, Geoinformatiker Stefan Lang unterstützt
Techno-Z Verbund GmbH Umsetzung neuer Arbeitswelten, erfahren Sie humanitäre Organisationen mit Geodaten für
Schillerstraße 30
5020 Salzburg
auf den folgenden Seiten. eine effizientere Einsatzplanung, um nur einige
Tel. +43 662 45 48 88 110 Beispiele zu nennen.
office@techno-z.at Das neue Techno-Zine ist ein Signal für diesen
Redaktion:
Aufbruch. Auch wollen wir in unserer Kommu- Abschließend möchte ich mich sehr herzlich
Mag. Monika Sturmer nikation am Puls der Zeit bleiben, nahe an den bei allen unseren Mietern und Wegbegleitern
Menschen, die an unseren Standorten täglich für das entgegengebrachte Vertrauen bedan-
Design & Layout:
viel bewegen. Denn trotz aller Veränderun- ken und wünsche viel Freude mit dem neuen
ALLE STANDORTE Thomas@Purwitzer.at

Fotos: wenn nicht anders angegeben:
gen, bleibt eine Konstante: Es ist der einzelne Techno-Zine.

1 _1 _2 _4 © Techno-Z, Konrad Fersterer
Techno-Z Salzburg Techno-Z Bischofshofen Techno-Z Zell am See
Techno-Z Verbund GmbH Werksgelände 24-32 Kaprunerstraße 5 – 7 Druck: Herzlichst Ihr
Schillerstraße 30 5500 Bischofshofen A-5700 Zell am See Samson Druck Ges.m.b.H.
3 5020 Salzburg
2 Lektorat:
Tel: +43 662 454888-110 _3 _5
4 Ad Verbum
Fax: +43 662 454888-140 Techno-Z Saalfelden Techno-Z Mariapfarr
5 office@techno-z.at Leogangerstraße 51 Bruckdorf 477 Techno-Zine erscheint einmal jährlich. Werner Pfeiffenberger
www.techno-z.at A-5760 Saalfelden 5571 Mariapfarr www.techno-z.at Geschäftsführer Techno-Z Verbund GmbH

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COVERSTORY

30 JAHRE TECHNO-Z

30 JAHRE
IMPACT
Startup-Pionier wird 30
_3

Vor 30 Jahren gab es noch BRD und DDR, Vor 30 Jahren, am 28. Juni 1988 wurde in Itzling
die zweite Austro-Pop-Welle war am das erste Techno-Z Gebäude mit 2.500 m² Büro-
Zenit, die Serien Knight Rider, McGyver und Werkstättenflächen eröffnet. 16 erste
und Baywatch fesselten dauergewellte Mieter waren bei der Festveranstaltung bereits
Jugendliche an die Fernsehgeräte, das dabei. Das Gebäude bot modernste Infrastruk-
Telefax gehörte zu den modernen Kom- tur für Hightech-Unternehmen und Forschungs-
_4
munikationseinrichtungen und Startups einrichtungen, einen gemeinsamen Empfang,
waren noch Hightech-Betriebsgründer. zentralen Telefondienst, die gemeinsame Nut-
zung von Besprechungsräumen und die zentrale
Technologieberatungsstelle für Salzburg.
30 Jahre später ist das Techno-Z Salzburg
flächenmäßig zehn Mal so groß. Rund 100 Unter-
nehmen teilen sich 25.500 m² Bürofläche
und beschäftigen ca. 900 Mitarbeiter. Für Ge-
schäftsführer Werner Pfeiffenberger ist das
Techno-Z ein Erfolgsmodell: „Derzeit können
wir die Nachfrage nach Büroraum nicht decken.
Das wird sich mit der Umsetzung unserer Aus-
baupläne hoffentlich bald ändern.“

_1 _5

VORBILD SILICON VALLEY
DAS TECHNO-Z IN ZAHLEN:
Wirtschaftslandesrat Dr. Arno Gasteiger er- Keimzelle des Silicon Valley gilt. In Österreich
kannte in den 80er Jahren die Notwendigkeit war der Technologiepark Graz, jetzt SpaceOne, _155 _25.500
eines Gründer- und Technologiezentrums als mit Gründungsjahr 1986 der Vorreiter. Unternehmen mit den m² Bürofläche im
_1 T echno-Z Campus: Ökosystem wichtiges Funktionselement einer zukunftsori- Das Techno-Z-Konzept fußte auf drei Pfeilern: Schwerpunkten IT und IKT Techno-Z Salzburg
für Technologie und Innovation entierten Technologiepolitik. Zusammen mit der Die Schaffung eines regionalen Technologie-
Dynamik im IT-Bereich und den infrastrukturellen zentrums, die Einrichtung eines technologie- _1.300 _18.700
_2 1 988: Eröffnung des ersten
Anforderungen von Hightech-Unternehmen orientierten Studiums und die Inbetriebnahme Beschäftigte in allen m² Büro- und Hallen-
Techno-Z-Bauteils Standorten: Techno-Z flächen in den Stand-
mussten in Salzburg geeignete infrastrukturelle eines Hochleistungsrechners, des sogenannten
Unternehmen schaffen orten Innergebirg
_3 Happylab: Zentrum für Rahmenbedingungen geschaffen werden: Das “Supercomputers”. Alle drei Komponenten des
Arbeitsplätze.
Salzburgs Maker-Szene war die Geburtsstunde des Techno-Z-Konzepts. Konzepts wurden zügig umgesetzt. Darüber _5
Als Vorbild dienten US-amerikanische Science hinaus wurden im Bundesland Salzburg fünf _12 Techno-Z-Standorte in
© Peter Schlager

_4 C oworking Space:
Parks, die in den 1980er Jahren ihre Hochkon- weitere Standorte im Pinzgau, Pongau und Mitarbeiter für Stand- Salzburg, Bischofshofen,
seit 2012 im Techno-Z
junktur erlebten. Die erste Einrichtung dieser Lungau errichtet. Innerhalb eines Jahrzehnts ortmanagement & Mariapfarr, Zell am See
_5 T echno-Z-Haustechnik: Art war “The Stanford Research Park” in Kalifor- etablierte sich die Techno-Z Verbund GmbH als Verwaltung und Saalfelden
im Einsatz für unsere Mieter nien, der 1951 gegründet wurde und als Holding mit weitreichenden Aufgaben.
_2

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COVERSTORY

30 JAHRE TECHNO-Z

Die zunehmende institutionelle und organisa- oder Symptoma, die über die Landesgrenzen eine entscheidende Rolle spielt. Rund um die
torische Komplexität der Techno-Z-Holding hinaus bekannt sind. Die Erfolgsgeschichten Keimzelle Techno-Z entsteht gegenwärtig mit
erforderte Ende der 90er Jahre eine Neustruk- von 3United oder Augmented-Reality-Pionier der “Science City” ein hochmoderner Standort
turierung. Ziel war ein nachhaltiger, privatwirt- Wikitude haben hier ihren Anfang genommen. für Ausbildung, Forschung, Entwicklung und
schaftlicher Betrieb. Die Techno-Z Verbund Und: Österreichs Aushängeschild Runtastic hat Wirtschaft. Attraktive Neubauten - wie z. B. das
GmbH konzentrierte sich auf die privatwirt- im Herbst 2015 hier seinen Salzburger Standort Laborgebäude des Fachbereichs „Chemie und
schaftliche Führung aller Techno-Z-Stand- eröffnet. Ein wesentlicher Impulsgeber für die Physik der Materialien“ der Universität Salzburg
orte. Bereiche wie die Technologieberatung, lokale Startup-Szene ist der erste Coworking – haben dem Stadtteil ein völlig neues Gesicht
Forschung und Entwicklung und die Fachhoch- Space in Salzburg, der 2012 von Romy Sigl mit verliehen. Neben dem Fachbereich Computer-
schule wurden ausgegliedert. Anfang 2002 Unterstützung des Techno-Z ins Leben gerufen wissenschaften befinden sich auch der interfa-
übernahm der Raiffeisenverband Salzburg alle wurde. Coworking Salzburg hat sich seitdem als kultäre Fachbereich Geoinformatik Z_GIS und
Eigentumsanteile von den bisherigen Gesell- ein wichtiger Player in der heimischen Start-up- das „Center for Human Computer-Interaction”
schaftern Salzburger Sparkasse, Landes Landschaft etabliert. Mit Coworking Salzburg (HCI) im Techno-Z. Die Landesforschungs-
Hypothekenbank und Volksbank und ist seither und als Partner der Initiative Startup Salzburg gesellschaft “Salzburg Research” ist seit ihrer
Alleineigentümer. verfügt das Techno-Z über ein exzellentes Netz- Gründung am Standort.
werk, das gerade für Gründer extrem wertvoll ist. Damit der großen Nachfrage nach Mietflächen
entsprochen werden kann, ist auch der Ausbau
ÖKOSYSTEM FÜR TECHNOLOGIE- des Techno-Z erforderlich. Der erste Schritt
ORIENTIERTE STARTUP-SZENE SALZBURGS MODERNSTER dafür, ein Architektenwettbewerb, ist bereits _3

STADTTEIL: SCIENCE CITY abgeschlossen. Werner Pfeiffenberger dazu:
Das Techno-Z in Itzling ist eine Erfolgsge- „Ein erfolgreicher Standort braucht Dynamik.
schichte. Im ehemaligen „Glasscherbenviertel“ Die enge Verbindung zwischen innovativen Mit der geplanten Aufstockung von Techno
ist ein Hotspot für technologieorientierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen ist 10-15 können wir hochwertige Infrastruktur TECHNO-Z SALZBURG ERWEITERT Ein Anruf von Sepp Strobl mit der händeringenden
Unternehmen entstanden. Darunter befinden ein Erfolgsrezept, das für die zukünftige Wett- für Forschungseinrichtungen und Firmen Bitte nach freien Mietflächen, ein Erinnern an

Mehr Raum für
sich etliche erfolgreiche Startups wie Findologic bewerbsfähigkeit von Stadt und Land Salzburg bereitstellen.“ ein Workshop-Konzept mit dem Namen Science
City in der Schublade von Werner Pfeiffenber-

Universität &
ger, welches einen Überbau über Techno 10-15
erlaubt und schon war sie geboren, die Idee zu
Techno Top, die Überbauung der bestehenden

Forschung
_1 Techno-Z ist Teil des
Netzwerks Startup Salzburg
Bauteile Techno 10-15. Geschaffen werden
soll ein modernes Arbeitsplatzkonzept für den
_2 360 m² für Salzburgs ersten Fachbereich Geoinformatik auf ca. 1.500 m².
Coworking Space Damit das denkmalschutzwürdige Erbe von
Architekt Michael Loudon nicht gefährdet wird,
wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrie-
ben. Geworden ist es kein sogenannter ‚Flieger‘,
d.h. ein Überbau auf Stelzen, wie ursprünglich
im städtebaulichen Konzept vorgesehen. Dank
hervorragender fachlicher Unterstützung des
Vorsitzenden des Gestaltungsbeirats Architekt
_3 Das Siegermodell des
Walter Angonese, der gleichzeitig neben Archi-
Architekturwettbewerbs
chtekt Georg Scheicher auch den Vorsitz des für die Überbauung von
Wettbewerbs unter sechs renommierten Archi- Techno 10-15 haben Riegler
tekten übernahm, setzte sich als Siegermodell Riewe Architekten aus
der Entwurf von Riegler Riewe Architekten aus Graz entworfen.
Graz durch. Dieser Entwurf besticht durch eine
_4 Die Techno-Z-Erweiterung
Schlichtheit, die sowohl die Funktionalität als folgt in ihrer Schlichtheit der
auch die reduzierte Ästhetik der Loudonschen ursprünglichen Architektur
Wurzeln widerspiegelt. von Michael Loudon.
_1 _2 _4

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COVERSTORY

ARBEITSPLATZ DER ZUKUNFT

Wenn es nach den Ideen des Techno-Z-Geschäftsführers
Werner Pfeiffenberger geht, dann entsteht an einem seiner
Standorte schon bald ein neues „Zuhause“, mit einem Raum-
konzept, in dem die Menschen Unternehmer ihrer eigenen
Potentiale werden können.

Wen soll dieses neue Konzept des Arbeitens kommunikatives Zentrum wird, wie im „echten
ansprechen, Herr Pfeiffenberger? Zuhause“ auch, die „Kuchl“ sein. Dort kann
Den arbeitenden Menschen an sich, den Mit- man gemeinsam essen, kochen, sich aus-
arbeiter. Unsere Zielgruppe sind also nicht in tauschen. Wir haben hier ein sehr modernes
erster Linie technologieorientierte, innovative Kantinenkonzept in der Pipeline, das digital
Unternehmen, sondern deren hochqualifizierte, alle Stückerl spielt und auf persönliche Be-
potentielle Mitarbeiter, das wichtigste Kapital findlichkeiten wie z.B. Allergien Rücksicht
dieser Firmen. Diese High Potentials können nimmt. In den Arbeitsbereichen wollen wir
sich aussuchen, wo sie arbeiten und sie werden unser Proworking-Konzept umsetzen. Das
sich bei der Wahl ihres zukünftigen Arbeitge- bedeutet, der Mitarbeiter kann je nach Bedarf
bers danach richten, welche Unternehmenskul- und Situation die Art seines Arbeitsplatzes
tur vorherrscht und wie die Arbeitsumgebung flexibel wählen. Es gibt Einzelbüros oder Bü-
gestaltet ist. Es ist wichtig, ob man sich dort ros für einige wenige Mitarbeiter, Großraum-
wohl und sicher fühlt. Ein gesundes Essen, situationen und kollaborativ ausgerichtete
Sport- und Unterhaltungsmöglichkeiten genau- Zonen. Schall, Licht, Raumklima und Ergono-
so wie themenspezifische Veranstaltungen mie spielen eine große Rolle.
sind wichtige Entscheidungsfaktoren. Auch für
Kinderbetreuung und ausreichend Parkplätze Das Wichtigste ist aber die Community
muss gesorgt sein. zwisch-en den Unternehmen und deren Mit-
arbeitern an sich. Jeder kann vom Know-how
Sie sprechen in Ihrem Konzept von „Office des anderen profitieren. Durch entsprechende
Home“, was genau bedeutet das und warum digitale und analoge Vernetzungsmöglich-
ist Ihnen das Konzept wichtig? keiten wie beispielsweise Business-Frühstück
Die Mitarbeiter der Unternehmen, die sich oder Business-Speed-Dating schaffen wir hier
bei uns ansiedeln, verbringen einen Großteil die idealen Rahmenbedingungen. So sitzt z.B.
ihrer Lebenszeit mit ihrer Arbeit und deshalb der selbstständige Texter direkt neben einem
soll die Umgebung so konzipiert sein, dass Webdeveloper, der gerade dringend einen
man sich dort „zuhause“ fühlt. Herzstück und ebensolchen benötigt.

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COVERSTORY

ARBEITSPLATZ DER ZUKUNFT

Das klingt ja alles sehr verlockend. Kann ich selbst „Lebensqualität“ bedeutet. Und da hat
mir das als Startup, junger Gründer oder EPU Salzburg schon einiges zu bieten. Also wenn Sie
überhaupt leisten? mich als Naturliebhaber fragen, wo ich lieber
Das muss man sich leisten wollen. Wir scheuen meine Zeit verbringe – in der Großstadt oder am
den Vergleich mit klassischen Büroimmobilien Fuße unserer schönen Berge, dann weiß ich,
nicht. Natürlich darf man nicht Äpfel mit Birnen wie meine Antwort lautet. PRODUKTE IM OFFICE HOME IST
vergleichen. Ein nicht serviciertes Büro ohne OFFICE HOME: PERFEKT FÜR:
Strom, Reinigung, Internet, Drucker, Parkplatz Wann wird dieses Projekt realisiert?
etc. ist nicht mit einem Arbeitsplatz bei uns Für unseren Eigentümer und gleichzeitig Inves- Technologieorientierte
im Office Home vergleichbar. Das Schöne an tor ist es wichtig, einen gewissen Vorvermie- Gründer und Startups mit

Nimm Platz, wo gerade frei ist.
unserem Konzept ist, dass sich mehrere Kleine tungsgrad zu erreichen. Wenn wir genügend Schwerpukt IKT

lounge
die Kosten für durchaus sinnvolle Services, die Interesse nachweisen können, steht einer
man braucht, teilen und wir so einen sehr ver- schnellen Umsetzung nichts im Wege. Zeitlich begrenzte

Flexibler Arbeitsplatz:
nünftigen Preis zustande bringen. Projektgruppen

© kadawittfeld architektur
Welche Art von Unternehmen soll
Wie unterscheiden Sie sich von internatio- dieses sogenannte „Shared Office“ Etablierte Klein- und
nalen Konkurrenten wie z.B. wework, die beherbergen? Mittelbetriebe, die ein
zur Zeit in jeder Großstadt wie Pilze aus dem Im Grunde alle Unternehmen, die sich mit die- innovatives Umfeld suchen
Boden schießen? ser neuen Art zu arbeiten bereits identifizieren
Sie sagen es schon. Wir sind keine Großstadt. können, nach vorne schauen und die eigene Satelliten (ausgegliederte
In einer digitalisierten Welt kann man sich bald Leistungsfähigkeit und oder die ihrer Mitarbei- Abteilungen) für international
aussuchen, wo man arbeitet und was für einen ter als wichtigstes Kapital sehen. agierende Unternehmen auf
der Suche nach einem

MyOffice MyDesk
Standort in Salzburg

Rollschrank und Regal.
Fixer Arbeitsplatz mit
Eigenes Büro
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classic
von 20 m² bis 1.000 m² Anfragen für early birds:
Techno-Z Verbund GmbH
Schillerstraße 30, 5020 Salzburg
Tel +43 662 45 48 88 110
Mail office@techno-z.at
www.techno-z.at

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COMMUNITY NEWS

NEWS AUS DER TECHNO-Z-COMMUNITY
Worauf Techno-Z-Unternehmer stolz sind,
welche Schwerpunkte sie setzen und welche
Ziele sie im vergangenen Jahr erreicht haben.

SALZBURG RESEARCH ABATEC ELECTRONIC
Siegfried Reich: „Digitalisierung treibt uns an“ SOLUTIONS GMBH
Die Digitalisierung treibt uns auf vielen Ebenen mit enormer Geschwindigkeit an:
als Menschen, als Gesellschaft und natürlich auch in den Unternehmen. Dabei Gerlinde Schick: „Modernste Elektronikferti-
geht es nicht um das ‚ob‘, sondern ausschließlich darum ‚wie‘ wir strategisch gung aus Leidenschaft“
mit der Digitalisierung umgehen. Als professioneller Forschungspartner agiert Seit 26 Jahren bietet die abatec electronic solutions
die Salzburg Research Forschungsgesellschaft an der Schnittstelle zwischen GmbH Kunden innovative elektronische Lösungen
Wissenschaft und Wirtschaft. Die Hälfte der Forschungstätigkeit im Jahr 2017 mit ‚Quality made in Austria‘. Insgesamt 240 Mitarbei-
wurde mit bzw. für Klein- und Mittelbetriebe (KMU) realisiert. Unser Fokus auf ter realisieren in Regau und im Techno-Z Mariapfarr
© Bryan Reinhart Photography

Informations- und Kommunikationstechnologien greift in nahezu jeder Branche. Elektronikfertigung nach höchstem Anspruch. Wir
Die Digitalisierung erfolgt schnell und oftmals auch disruptiv: Hier punkten wir sind auf die serienreife Entwicklung und Produktion
mit einem hochqualifizierten und interdisziplinär aufgestellten Team mit Exper- von elektronischen Produkten spezialisiert, bieten
tinnen und Experten aus den Bereichen Informatik, Data Science, Betriebswirt- aber auch reine Auftragsfertigung an. Worauf wir
schaft, Innovationsmanagement und mehr. besonders stolz sind: Das Unternehmen ist nach ISO
9001 und Automotive TS 16949 zertifiziert. Auf über
Techno-Z Salzburg, Techno 3, www.salzburgresearch.at
5.000 m² Fertigungsfläche in Regau und im Techno-Z
Mariapfarr verfügen wir über vollintegrierte SMT- und

FINDOLOGIC GMBH MECHATRONIK ZEHENTNER THT-Bestückungslinien und können Prototypenferti-
gung, Leiterplatten-Schutzlackierung sowie Kabel-

© abatec
Markus Zehentner: „Roboter konfektionierung realisieren.
Programme für Weltmarktführer“
Techno-Z Mariapfarr, www.abatec-es.com
Im Herbst letztes Jahr traten wir mit
der Firma Fanuc Austria GmbH, Spezi-
alist im Bereich intelligenter Produkt-
ionssysteme, in Kontakt.
RAIFFEISEN VERBAND SALZBURG ORG/IT
Nach kurzen intensiven Gesprächen Hemma Lexer: „IT des Raiffeisen-
Matthias Heimbeck: „Ziele erreicht und gut vernetzt“ stand fest: Unser technisches Büro verbandes feiert Umstellung auf Scrum“
Unsere Vision ist es, Online-Shoppern die beste Einkaufserfahrung zu ermög- für Automatisierung will eine Koope- „Agile and Chill“ unter diesem Motto feierten rund 70 Kolleginnen und Kolle-
lichen. Eine Messung, auf die wir besonders stolz sind, ergab, dass wir Usern ration im Bereich Programmieren gen aus der IT-Abteilung am 9. Mai in den Räumen des Techno-Z. Anlass war
unserer Onlineshop-Kunden insgesamt 34.689.600 Minuten, das sind 66 Jahre von Robotern. Daraufhin wurde viel u.a. die Umstellung aller Softwareentwicklungsteams auf die agile Methode
Suchen pro Monat, ersparen. Durch unser starkes Wachstum wird diese Zeit- Geld in Ausbildungen, Schulungen und Scrum. Getreu dem Event-Motto wurden die KollegInnen einerseits gefordert
ersparnis jeden Monat signifikanter. Außerdem sind wir stolz auf die Koopera- Software investiert. Im Anbetracht – in einem Quiz war Wissen über die IT und die KollegInnen gefragt – anderer-
tion mit der benachbarten Universität Salzburg. Einen festen Kontakt pflegen der guten Vorqualifikation im Auto- seits kamen aber auch die Gemütlichkeit und der Magen nicht zu kurz. Alles in
wir besonders zum Studiengang Data Science. Jährliches Highlight ist unsere matisierungsbereich, gelang es uns, in relativ kurzer Zeit, unsere Dienste als allem war es eine gelungene Feier!
Einladung zum größten Salzburger Webdev-Meetup auf der Dachterrasse von zertifizierte Roboterprogrammierer auf die Beine zu stellen. Seit dem heuri-
Techno 4. Neben spannenden Vorträgen überzeugen wir mit unseren vielgelob- gen Frühjahr programmieren wir Systeme und Roboter der Firma Fanuc und
ten Burgern und Networking-Möglichkeiten. erstellen Visualisierungen für Operatoren.

Techno-Z Salzburg, Techno 4, www.findologic.com Techno-Z Saalfelden, www.mechatronik-austria.at
NIC.AT
ALPHAPORT GMBH Monika Pink-Rank: „Vierfach-Jubiläum für Österreichs Internet mit Home-
base im Techno-Z Salzburg!“
Daniel Antlinger: „Wir sind für das schöne Wetter zuständig.“ Nicht nur das Techno-Z, auch nic.at feiert heuer – und zwar gleich mehrfach! Die
Neben Projektaufträgen im Bereich Multimedia-Programmierung entwickeln Internet-Endung .at ist 30 Jahre alt, nic.at selbst feiert den 20. Geburtstag eben-
und vertreiben wir auch ein eigenes Infoscreen-System. Das Techno-Z nutzt so wie Stopline, die Online-Meldestelle gegen Kinderpornografie und Nationalso-
dieses CMS im Foyer des Veranstaltungszentrums, um den BesucherInnen bei- zialismus im Internet, die zeitgleich mitgegründet wurde. Und vor 10 Jahren hat
spielsweise Events, Menüpläne und das Wetter näher zu bringen. Außerdem sind schließlich das österreichische Computer Emergency Response Team CERT.at –
wir seit unserem Einzug ins Techno-Z Salzburg bereits um 33 Prozent gewach- auch betrieben von nic.at – das Licht der Welt erblickt. Der nic.at Hauptsitz war
sen. Unser neuer Kollege passt wunderbar ins Team. übrigens von Beginn an im Techno-Z Salzburg, auch wenn viele den Firmensitz der
© Alphaport

österreichischen Domain-Registry in Wien vermuten.
Techno-Z Salzburg, Techno 13, www.alphaport.at
Techno-Z Salzburg, Techno 5, www.nic.at Techno-Z Salzburg, Techno 1-13, www.salzburg.raiffeisen.at

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INNOVATION

DMU – DENTAL MANUFACTURING UNIT GMBH

WIE MAN INS
DENTALUNIVERSUM
EINE SCHLÄGT
Was ist das Besondere an Ihrer Mini- Als Startup hat man ja viele Baustellen
Dental-CNC-Fräse? gleichzeitig. Wie sind Sie das angegangen?
Martin Huber: Unser Gerät ist eigentlich ein Alfons Wörmer: Die Finanzierung hat uns viel
Knick-Arm-Roboter, der fräst, aussieht wie eine Kraft gekostet. Wir haben diese Hürde ge-
gut designte Kaffeemaschine und sehr leicht zu meistert und immer noch alle Eigentumsanteile
bedienen ist. 85 Prozent der Leistungen eines unseres Unternehmens. Die staatliche För-
Zahnarztes im Bereich Zahnersatz wie z.B. derung war eine wichtige Unterstützung. Außer-
Kronen, können jetzt direkt beim Zahnarzt dem haben wir uns früh entschieden, nicht
gefertigt werden. Für Patienten heißt das nur alles selbst zu machen, sondern uns Partner
noch ein Termin statt zwei oder drei und das zu suchen. Man muss die Branche kennen, die
ohne lange Wartezeit. Marktregeln verstehen, man braucht Vertrieb

© DMU
und Marketing. Diese Bereiche sind nicht gerade
die Stärke von Produktentwicklern. Wir haben _2
Wie wirkt sich Ihre Innovation auf die
Dentalbranche aus? uns entschieden, Teil eines eines Systems zu
Martin Huber: Vor zehn Jahren hat sich schon sein. Finanziell ist es natürlich nicht so inter-
abgezeichnet, dass durch die Digitalisierung essant, weil viele mitnaschen (lacht) oder eher
Prozesse aus der Industrie für kleinere Struktu- mitessen. Andererseits gewinnt man Partner,
ren, wie zum Beispiel für den Zahnarzt, zugäng- die dasselbe Ziel verfolgen.
lich sein werden. Ich war Spezialist für Keramik-
bearbeitung und bin mit meiner Idee auf diesen Könnten Sie sich vorstellen, Mentor für
Zug aufgesprungen. Was wir gemacht haben, andere Startups zu sein?
ist, die Technologie auf Konsumentenebene Martin Huber: Ja, wenn das Projekt zu uns
herunterzubrechen. Jeder kann unser Gerät be- passt. Was mir auffällt ist, dass es weniger

© DMU
dienen. Das ist entscheidend. Es ist mit der Ent- risikoreiche Unternehmensideen gibt. Ich würde
wicklung bei Smartphones vergleichbar. So wie mir mehr Mut wünschen. Wir wollten eine Delle
es schon früher Telefone gab, mit denen man ins Dentaluniversum schlagen. _3

Fotos machen konnte oder Mails verschicken,
haben sich Smartphones erst durchgesetzt, als Wie stehen Sie zu Startup-Shows?
die Technologie so einfach war, dass sich das Alfons Wörmer: Ich finde das Format interes-
jeder zugetraut hat. Der Anwender ist auschlag- sant und gut, weil es so eine Breitenwirkung
gebend. Seit 20 Jahren gibt es einen Mitbewer- hat. Österreich ist beim europäischen Innova-
ber mit einem Fertigungsgerät für Zahnersatz tionsranking an siebter Stelle. Das ist großartig
in der Praxis. Mit unserer Entwicklung haben und könnte meiner meiner Meinung nach noch
wir die entscheidenden Mankos behoben: Die besser sein. Was mir bei den Shows missfällt
Bedienung ist einfach und die Produktqualität ist, wenn Investoren gleich kaufen, bevor es
des Ergebnisses ist hervorragend. mit dem Unternehmen richtig losgeht. Die ganz
_1 entscheidende Frage ist für mich immer die _1 Die Geschäftsführer Martin Huber
und Alfons Wörmer von DMU Dental
Mitsprache im eigenen Unternehmen. Kapital
Manufacturing Unit GmbH.
Martin Huber hatte vor Jahren eine genaue Vorstellung, wie und volle Entscheidungsfreiheit wären natürlich
sein Produkt, eine Mini-CNC-Dental-Fräse für Zahnarztpraxen, optimal. (schmunzelt). _2 D ie Dental-Fräse ist derzeit in der
ausschauen musste: Schönes Design, so groß und so einfach Serienfertigung und darf nicht als
zu bedienen wie eine Kaffeemaschine. In einem vierjährigen Warum ist der Standort Techno-Z Ganzes abgebildet werden.
Prozess entwickelte er mit seinem Team die Technologie dafür wichtig für DMU?
_3 Dental Manufacturing Unit GmbH
im Techno-Z Salzburg. Seit Juni 2018 ist die ultrakompakte In der Science City Itzling sind wir umgeben hat die kleinste Fräsmaschine für
5-Achsen-CNC-Schleifmaschine für Keramik in 32 Ländern auf von innovativen Unternehmen, dem Campus- die Dentalbranche entwickelt, die
dem Markt. Salzburg, mit zwei Marktführern die Dentalhauptstadt Feeling der Universität, dem Coworking Space derzeit weltweit auf dem Markt ist,
Europas, ist ein gutes Pflaster für Innovationen. und vielen kreativen Köpfen, die mit Leiden- vergleichbar mit einer 7-Tonnen-CNC-
Fräse. Der Knick-Arm-Roboter ist
schaft und Spaß an der Arbeit sind. Das spürt
hochkompakt und verbindet hoch-
Ein Gespräch mit dem Führungsteam von Dental Manufacturing man, vom Mittagessen beim ZET, bis hin zu den komplexe Technologie mit Design.
Unit: Martin Huber, technischer Leiter und Alfons Wörmer, vielzähligen Aktivitäten und Veranstaltungen DMU beschäftigt 20 Mitarbeiter und
Organisationsentwickler und kaufmännischer Leiter. am Gelände. ist seit 2015 im Techno-Z Salzburg.

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COMMUNITY NEWS

COWORKING SALZBURG

ZUSAMMENARBEIT
MACHT´S MÖGLICH
ROMY SIGL: „SEIT WIR 2012 _ Salzburg Research Spin Out Redlink, das durch das COWORKING-
HIER EINGEZOGEN SIND, JAGT SALZBURG-Netzwerk sein Team immer wieder um hochtalentierte
EIN HIGHLIGHT DAS ANDERE.“ Mitarbeiter erweitern konnte, platzt aus allen Nähten und verab-
schiedet sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge
ÜBER UNSERE FACEBOOK- aus dem Coworking Space. Alles Gute!
UND INSTAGRAM-SEITEN
LASSEN WIR DIE GANZE WELT _ Brockhaus NE., DAS Enzyklopädieunternehmen Europas, eröffnet
DARAN TEILHABEN. WEIL seinen Österreich-Standort bei COWORKING SALZBURG im Techno-Z.
SPANNENDE NEUIGKEITEN Willkommen!
TOLLE MENSCHEN ANZIEHEN,
IST ES TEIL UNSERES _ Für das Startup Salzburg Weekend 2018 konnten wir Gerald Stangl,
KONZEPTES. CoFounder von Mysugr als Mentor gewinnen. Das von ihm mitge-
gründete Startup-Unternehmen wurde im vergangenen Jahr an das
HIER EINIGE HIGHLIGHTS DER Pharmaunternehmen Roche verkauft und wird als größter Digital
LETZTEN WOCHEN, AUF DIE Health Deal Europas gehandelt.
WIR BESONDERS STOLZ SIND:
_ Easyvegan, eines der teilnehmenden Startups am Startup Salzburg
Weekend 2016 plant den Bau seiner eigenen Fertigungshalle.

_ Erstmals pitcht eine COWORKING SALZBURG Arge gemeinsam um den
Marketing-Jahresetat eines Großunternehmens.

_ Verkauf des 200. Exemplars „do what you love – the coworking
guide“ wie man einen Coworking Space aufbaut und betreibt.

_ Von uns inspirierte Coworking Spaces von z.T. ehemaligen COWOR-
KING SALZBURG-Nutzern sprießen aus dem Boden: Kreativnest
Freilassing, Coworking Thalgau, PinzHubs, Coworking Bansko, uvm.

_ Yellowdesks GmbH, die Plattform zum Buchen von flexiblen Arbeits-
plätzen in bestehenden Unternehmen, geht als einer der Preisträger Wie das alles möglich ist, werden wir oft gefragt.
INFO-SHEET:
beim Zukunftslabor 2018 hervor. Rückblickend liegt es vor allem an der Partnerschaft Coworking Salzburg
auf Augenhöhe mit dem Techno-Z Salzburg und im Techno-Z seit
_D
 as Team von FairMATCHING, dem Verein, der geflüchteten Men- Werner Pfeiffenberger, die unsere „do what you love“ Jänner 2012:
schen bei der Arbeitsplatzsuche behilflich ist, wird vergrößert. Philosophie erst möglich macht. Wir freuen uns auf
Willkommen Astrid und Silke! die nächsten 30 Jahre, alles Gute Techno-Z! Coworker (bisher) 378

_ FuckUp Nights, das Eventformat, das Scheitern in Form einer steilen Fläche: (m2) 360
Lernkurve salonfähig macht, findet zum 2. Mal in Salzburg statt,
danke an Coworkerin Aleksandra für den unermüdlichen Einsatz! Coworking Plätze: 36

Veranstaltungen:
(bisher) 303

16 TECHNO_ZINE 2K18 17
STANDORT BEWIRKT

UNTERNEHMERISCHES ÖKOSYSTEM Matthias Heimbeck im Hörsaal 0.2 des
Fachbereichs Computerwissenschaften
im Techno-Z. Vor 15 Jahren hat er hier
selbst noch Vorlesungen besucht. Heute
ist er Vortragender an der Universität,
Lektor an der Fachhochschule Salzburg
und Entrepreneur aus Leidenschaft.
Seine Vorlesung am Fachbereich

ÖKO
Computerwissenschaften im Techno 9:
‚Softwareentwickler sind die
besseren Entrepreneure‘

UNTERNEHMERISCHES
SYS
Ideale Standortfaktoren erleichtern das Wachstum eines Unternehmens.
Das bestätigt auch Matthias Heimbeck, erfolgreicher Startup-
Geschäftsführer, Mentor und Serial Entrepreneur. Der ehemalige Student
am Fachbereich Computerwissenschaften kennt das Techno-Z schon lange:
Mit seinem Unternehmen findologic GmbH war er selbst akademisches
Gründerprojekt und ist seither im Techno 4 geblieben.
Der IT-Spezialist für intelligente Such-Software in Online Shops steht jetzt

TEM
Gründern und Startups als Mentor zur Verfügung. „Unternehmer und Gründer
finden im Techno-Z gute Startbedingungen“, sagt er. „Wir sind gern im
Techno-Z. Das unternehmerische Ökosystem und der Austausch sind super
und grad am Anfang, wenn man sich als Gründer um so viel kümmern muss,
sind die Services, die einem das Leben leichter machen, großartig.“

AUSTAUSCH BRINGT DYNAMIK
Durch diese Nachbarschaft, ein großartiges Produkt, viel
Ein besonderes Anliegen am Standort ist ihm der Brücken- Gespür für das Unternehmen und eine Minderheitsbetei-
schlag zwischen Universität und Unternehmen. Der neue ligung hat sich aus dem Gründerprojekt ein international
Master-Studiengang ‚Data Science’ an der Universität Salz- tätiges Unternehmen entwickelt. „Für mich ist bei einer
burg ist für Unternehmen wie seines perfekt. „Wir haben Beteiligung ausschlaggebend, dass der Gründer die Mehr-
die Daten und können mit übergreifenden Forschungs- heitsanteile hat“, sagt Heimbeck.
projekten Themen in die Universitäten hineintragen und an
Lösungen arbeiten“, erläutert er die positiven Auswirkun-
gen für beide Seiten. „Alles was den Austausch fördert, ist SELTENES FAMILIEN-HOBBY
gut“, so Heimbeck und nennt die Community-Aktivitäten
am Standort und Veranstaltungsformate an der Universität Auf die Frage was für ihn die Kriterien für eine Beteiligung
als Beispiele. Sich selbst bezeichnet er als neugierigen sind, nennt er drei Gründe: „Das Unternehmen muss eine
Menschen. Dieses Interesse ist für Gründer extrem wichtig digitale Lösung für ein Problem haben, es muss radikal
und hat ihn zu seinen Firmenbeteiligungen geführt. Ein Bei- anders und in sich schlüssig sein.“ 350 Geschäftsmodelle
spiel ist Anja Geretschläger, die 2012 mit ihrem Gründungs- hat er mit seiner Frau bisher entwickelt, als gemeinsames
projekt Feragen ins Nachbarbüro im Techno 4 eingezogen Hobby und für Probleme, die ihnen ins Auge springen.
Matthias Heimbeck: beteiligt & Unternehmenspartner:
ist. Feragen ist ein Spezialanbieter für Genetik für Hunde, Einige ausgewählte warten in der Schublade oder sind Atalanda: Feragen: Direct Cashmere: Windhund: Editionet:
darunter fallen u.a. Rassenbestimmungen, Gesundheits- an die Wohnzimmerwand gepinnt. Wenn das Konzept Online-Marktplatz Genetik für ein 100% Cashmere- Individualisiertes Eigene Fashion-
checks, Partnervermittlung bei Zuchthunden sowie auf eines Unternehmensgründers dazu passt und die Chemie für regionale besseres Pullover - erstaunlich Trainingsprogramm Kollektion für
Genetik abgestimmtes Futter. stimmt, entwickeln sie es gemeinsam weiter. Einzelhändler Hundeleben günstig für Büros & Training Influencer

18 TECHNO_ZINE 2K18 19
INNERGEBIRG

COWORKING SAALFELDEN IST TEIL VON PINZHUB PinzHub
CoWorking
Saalfelden
im Techno-Z
Ab Juli 2018

COWORKING
16 Plätze

Preise:
€ 25,– pro Tag
€ 75,– pro Woche

SAALFELDEN
€ 150,– pro Monat
EINER VON VIER
Gemeinsame
Coworking Saalfelden ist einer von vier Cowor- Infrastruktur
king Spaces (Saalfelden, Niedernsill, Mittersill, (WLAN, Drucker, Küche)
Krimml), die im Juli im Pinzgau eröffnet werden.
Den organisatorischen Rahmen bietet das Regelmäßig Info-
Projekt „PinzHUB CoWorking Pinzgau“ unter der Veranstaltungen &
Schirmherrschaft des Regionalmanagements Community-Events
Pinzgau und des Regionalverbandes Ober-
„Eigentlich wollte ich mich hier einmieten pinzgau. Projektkoordinator Michael Sinnhuber Kontakt:
und nicht selber machen“, erklärt Johannes ist für die Vermarktung, die Betriebskonzepte Johannes Felsch
Felsch seine Entwicklung vom Interessenten der Standorte und den Aufbau eines Netzwerks info@pinzhub.at
zum Betreuer des neuen Coworking Spaces in zuständig: „Coworking schafft eine leistbare
Saalfelden. Derzeit werden die 160 m² großen und gleichzeitig inspirierende Infrastruktur, um
Räumlichkeiten im Erdgeschoß des Techno-Z Unternehmen die Möglichkeit zu geben, auch im
Saalfelden noch fertig eingerichtet. Ab Juli ländlichen Raum die Chancen der Digitalisierung
stehen 16 Arbeitsplätze für EPU, Kreative und perfekt nutzen zu können.“
Gründer zur Verfügung. Einen Schreibtisch
wird Johannes Felsch selbst beziehen.
Fünf weitere Coworker sind angemeldet. GEMEINSAM MEHR ERREICHEN
Dass ein Coworking Space ein tragfähiges Kon-
NEUES ARBEITEN FÜR zept und eine Finanzierung braucht und außer- CoWorking Saalfelden
LÄNDLICHEN RAUM dem nicht kurzfristig realisierbar ist, wissen alle ist eine gemeinsame
beteiligten Partner nur zu gut: Die erste Sitzung Initiative von:
Johannes Felsch ist Fotograf und ehemaliger zum Thema Coworking Saalfelden fand bereits _Regionalmanagement
Techno-Z-Mieter. Nach einem beruflichen Ab- im Dezember 2016 statt. Techno-Z-Geschäfts- Pinzgau
stecher nach Kärnten kehrte er kürzlich wieder führer Werner Pfeiffenberger ist mit dem _Leader Saalachtal
nach Saalfelden zurück. Weil er in Klagenfurt so Ergebnis zufrieden: „Aus Erfahrung wissen wir, _Wirtschaftskammer
positive Erfahrungen in einem Coworking Space wie wichtig Standort, Umfeld und Netzwerk für Pinzgau
gemacht hatte, wollte er die Vorteile auch in erfolgreiche Unternehmensgründungen sind. _Komm Bleib
Saalfelden nutzen: „Der Coworking Space in Genauso braucht ein Coworking Space einen _Startup Salzburg
Klagenfurt hat mich beruflich weitergebracht. geeigneten Standort und verlässliche Partner. _S tadtgemeinde
Probleme haben sich in der Community viel Unser Ziel war es, gemeinsam mit regionalen Saalfelden
schneller und einfacher lösen lassen“, sagt er Playern und der Initiative Startup Salzburg eine _Techno-Z
begeistert. Zum Zeitpunkt seiner Anfrage stand Einrichtung für Gründer zu schaffen. Das ist
zwar das Konzept in Saalfelden schon, aber es jetzt gelungen und dafür sind wir gerne bereit,
gab noch keinen Betreuer. „Ich musste nicht das unternehmerische Risiko zu tragen".
lange überlegen. Das Team ist super und meine
Philosophie passt perfekt zur Coworking-Idee:
Techniken und Fähigkeiten gebe ich gern wei-
ter.“ Felsch ist eigentlich Chemiker und hat sich
seinen heutigen Beruf via ‚Learning by Doing‘
in München selbst beigebracht. Er weiß aus
eigener Erfahrung, dass alle, die ein Business
starten, vor ähnlichen Herausforderungen ste-

Fotos: ©Verne Ho/Unsplash
hen. Inhaltlich will er diese Themen z.T. selbst
abdecken bzw. Veranstaltungen mit Projekt-
koordinator Michael Sinnhuber organisieren,
wie z.B. Präsentationstechniken, Werbung,
Marketing, Steuerrecht und Finanzierung.

20 TECHNO_ZINE 2K18 21
INTERVIEW

UNIV.-PROF. DR. HEINZ FAßMANN

Verwertung der
Eine wichtige Säule des Techno-Z-Konzepts ist die Verbindung
von Unternehmern und Forschungseinrichtungen. Bereits
1988/89 startete der erste Studiengang „Angewandte

Forschungsleistungen
Informatik und Computerwissenschaften“ der Universität
Salzburg am Techno-Z. Ein Interview mit Univ.-Prof. Dr.
Heinz Faßmann, Bundesminister für Bildung, Wissenschaft

zum Nutzen der
und Forschung, über den Ausbau der Science City,
Fachkräftemangel und Freude am Lernen.

Gesellschaft

Techno-Zine: Sie haben vor Kurzem unseren wir aber noch etwas Aufholbedarf. Um die Faire, um nur einige Beispiele zu nennen.
Technologiestandort besucht. Mit drei Fach- Forschung zu stärken, können Kooperationen Daneben wird ab kommendem Schuljahr
bereichen der Universität Salzburg, der zwischen Unternehmen und Universitäten flächendeckend die neue verbindliche Übung
Landesforschungsgesellschaft Salzburg eine wichtige Rolle spielen. Auch im Bereich „Digitale Grundbildung“ eingeführt, die von der
Research und dem neuen Laborgebäude in von Spin-offs gibt es beispielsweise noch fünften bis zur achten Schulstufe zwei bis vier
der Nachbarschaft ist das Techno-Z schon Potential. Wochenstunden umfassen wird.
jetzt eine Science City. Was erwarten Sie sich
durch den weiteren Ausbau des Standorts in Techno-Zine: Welche Schritte werden Sie Techno-Zine: Welche Maßnahmen im
Salzburg-Itzling? gegen den derzeitigen Fachkräftemangel im Bildungsbereich sehen Sie am wichtigsten
MINT-Bereich setzen? bzw. am effektivsten, damit Kindern die
Heinz Faßmann: Bereits jetzt bietet das Freude am Lernen erhalten bleibt und die
Techno-Z ideale Bedingungen für Forschung, Heinz Faßmann: Es gibt einige Projekte des vielfältigen Talente bestmöglich gefördert
Ausbildung und Vernetzung. Die Vorteile eines Bundesministeriums, um die Attraktivität werden können?
gemeinsamen Campus‘ für verschiedene der Fächer Mathematik, Informatik,
Schwerpunkte wie hier in Salzburg, liegen in Naturwissenschaft und Technik noch weiter Heinz Faßmann: Begeisternde Lehrerinnen
der Bündelung der regionalen Potentiale und zu erhöhen und Schülerinnen und Schülern und Lehrer – und die sind an Österreichs
dem Aufbau von fachlichen Kompetenzen. sowie Studierenden diese Richtungen Schulen zahlreich vorhanden – sind wohl der
schmackhaft zu machen. Zum zweiten wichtigste Faktor, um Kindern die Freude am
Techno-Zine: Welchen Auftrag haben aus Mal konnten wir heuer beispielsweise das Lernen zu erhalten. Und ich denke, Kinder
Ihrer Sicht die Universitäten in Zukunft, um „MINT – Gütesiegel“ an 120 unterschiedliche lernen immer dann am besten, wenn sie
Unternehmensgründungen, Innovationen und Bildungseinrichtungen, beginnend beim eigene Erfahrungen und auch Fehler machen
Technologietransfer zu forcieren? Kindergarten über NMS bis zur AHS, dürfen. Um Talente in Zukunft noch besser
überreichen. Das enorme Interesse an diesem und effizienter zu fördern, werden wir in
Heinz Faßmann: Die Verwertung von For- Gütesiegel zeigt, wie sehr sich Schulen in Zukunft „Talente-Checks“ in der dritten und
schungsleistungen zum Nutzen der Gesell- diesem Bereich bereits engagieren und die siebenten Schulstufe einführen. Dies soll
schaft ist eine besondere Verpflichtung der Zeichen der Zeit erkennen. Darüber hinaus sowohl den Schülerinnen und Schülern als
Universitäten. Österreich steht hervorragend gibt es Initiativen wie den „Girls‘ Day“, um auch ihren Eltern die Wahl der richtigen
da, was Investitionen in Forschung betrifft. bewusst vor allem Mädchen für MINT-Fächer Schule – und damit auch das Eingehen auf die
© Martin Lusser

In den Ergebnissen und in der Effizienz haben zu begeistern oder Messen wie die Maker spezifischen Talente – erleichtern.

22 TECHNO_ZINE 2K18 23
ZAHLEN & FAKTEN TECHNO-Z

WUSSTEN SIE SCHON … AUS DEM HAUSTECHNIK-ABC
Seit der Gründung des Techno-Z haben wir über 600 Unternehmen begleitet.
…DASS ZUM
Unser langjährigster Mieter ist seit der Gründung des Techno-Z 1988 bei TECHNO-Z SALZBURG
uns am Standort. TECHNODAT GmbH im Techno 6 ist ein sehr erfolgreiches AUCH 142 BÄUME GEHÖREN?

15 14
Familienunternehmen und unterstützt Unternehmen bei der Optimierung
ihrer Geschäftsprozesse.
SEIT DEM BESTEHEN
DES TECHNO-Z HAT DER
BLITZ NUR IN EINEN BAUM
EINGESCHLAGEN - UND DAS
LIEBLINGS-FEEDBACK
AM 31. MAI 2018.
DES LETZTEN JAHRES:
Didi Stampfer: „Ihr macht das
Techno-Z richtig arbeits-, lebens-
und liebenswert!“

…DASS UNSER
WILLKOMMEN:
HAUSTECHNIKTEAM
+20
Rund 15 Unternehmer pro
Jahr kommen und gehen.
24H ERREICHBAR IST
UND FÜNF STAND-

4,820
INTERNATIONAL:

ORTE BETREUT?
In der Kinderbetreuungseinrichtung
‚Löwenzahn‘ werden 14 Sprachen
gesprochen, im Studentenheim wohnen
Studierende aus 20 verschiedenen Ländern. ...DASS WIR,
FÜR EINE SICHERE
BENÜTZUNG VON 3,5 KM
GEHWEGEN, FAHRWEGEN
WIR LIEBEN GRÜN: …DASS DIE UND SECHS PARKZONEN,
Das gesamte Techno-Z-Areal in Salzburg ist rund
4,8 ha groß, ca. 50 Prozent sind Grünflächen mit LIEBLINGSSPEISE JEDEN WINTER CA.
Wiesen, Volleyballplatz und Grillplätzen.
DER TECHNO-Z- 12 TONNEN SPLITT
MIETER DAS WIENER BENÖTIGEN?
SCHNITZEL IST?
...DASS DIE
TECHNO-Z-
VIELFALT: …DASS …DASS CA. 250 INFORMATION
Kleine Büroflächen ab 20m² – WIR IM TECHNO-Z VERANSTALTUNGEN 1.752 STUNDEN
Erfolgsrezept des Techno-Z
SALZBURG CA. 670 KM PRO JAHR IM TECHNO-Z PRO JAHR
TOILETTENPAPIER IN EINEM STATTFINDEN? VON GEÖFFNET IST.
JAHR VERBRAUCHEN? DAS SIND
MIETERN UND

200.000
10.596 ROLLEN UND ENTSPRICHT
ZIEMLICH GENAU EINER EXTERNEN KUNDEN.
FAHRT DURCH ÖSTERREICH
GRÖSSTE BETRIEBSANSIEDLUNG:
VON BREGENZ NACH
Vier Bienen-Völker mit rund 200.000 Mitarbeiterinnen auf EISENSTADT.
der Dachterrasse von Techno 4.

24 TECHNO_ZINE 2K18 25
FORSCHUNG

SATELLITENBILDER FÜR HUMANITÄRE HILFE
KARTEN FÜR GENAUE EINSATZPLANUNG
Rund 40 Camps in Afrika und Asien beobachten Stefan Lang und sein
Team vom Fachbereich Geoinformatik Z_GIS. 150 Analysen und Inter-
pretationen haben sie bisher durchgeführt. Rund zwei Mal pro Woche
kommen Anfragen von humanitären Organisationen, wie Ärzte ohne
Grenzen oder Rotes Kreuz. „Das Entscheidende für Hilfsorganisationen
ist die Lieferung aktueller und valider Daten für ihre Einsatzplanung“,
erklärt Stefan Lang die Anforderungen, die an die Geoinformatiker ge- DAS PROJEKT
stellt werden. Hilfsorganisationen müssen, um exakt planen zu können, EO4HUMEN+
im Vorfeld genau wissen, wie viele Menschen im Einsatzgebiet leben.
Davon hängt z.B. die Anzahl der Impfdosen ab, die benötigten sanitären Im Rahmen des Projektes
Einrichtungen oder die Menge an Wasser. EO4HumEn+ (Extended
EO-based Services for
Dynamic Information

SATELLITENBILDER
Needs in Humanitarian
Action) arbeiten die
Forscher des Fachbereichs
Geoinformatik Z_GIS mit

FÜR HUMANITÄRE
dem Deutschen Zentrum
für Luft- und Raumfahrt,
dem Österreichischen

HILFE
Roten Kreuz, dem
Internationalen Komitee
des Roten Kreuzes, SOS
Kinderdorf, Groundwater
Was es vor zehn Jahren nicht, ungenau oder nur mit Relief und Ärzte ohne
Verzögerung gegeben hat, gehört jetzt zur Grundausstattung Grenzen an neuen Einsatz-
jeder humanitären Einsatzplanung: aktuelle Karten von und Analysemöglichkeiten
Krisengebieten mit den dazugehörigen einsatzrelevanten von Satellitenbildern für
Daten. Die Technologie dahinter wurde vom Fachbereich humanitäre Zwecke.
Geoinformatik Z_GIS der Universität Salzburg im Techno-Z
entwickelt und ist eine Erfolgsgeschichte, die sich aus einer Beispiel für den praktischen Einsatz
Das Projekt wird von
persönlichen Initiative heraus zur international gefragten von Geoinformationssystemen: dem Weltraumprogramm
Anwendung entwickelt hat. Der Kartenausschnitt zeigt verschiedene ASAP (Austrian
Sektoren eines Flüchtlingscamps. Space Application
Zahlen und Diagramme indizieren die
Programme) und der
Anteile verschiedener Unterkunftstypen
in den Sektoren. Daraus können relativ
FFG (Österreichische
genau aktuelle Bevölkerungszahlen Forschungsförderungs-
abgeleitet werden. gesellschaft) unterstützt.

© Z_GIS
Salzburger Geoinformatiker haben Werkzeuge
entwickelt, mit denen humanitäre Organisationen
wie Ärzte ohne Grenzen und Rotes Kreuz mit Hilfe von
Satellitenbildern ihre Einsätze besser vorbereiten und
planen können. Assoz.-Prof. Stefan Lang leitet das BLICK VON OBEN VERSCHAFFT ÜBERSICHT
Erfolgsprojekt EO4HumEn+ seit 2013. Zur Konflikt-Prävention stellen sie für Regionen Risikoszenarien dar.
Die für die Anwendungen nötigen tagesaktuellen Bilder liefern kom- Mit den Informationen lässt sich beurteilen, wie sich z.B. höhere Durch-
merzielle Satelliten, sowie die sogenannten Sentinels des europäischen schnittstemperaturen, weniger Niederschlag oder politische Konflikte
Weltraumprogramms Copernicus. Aber erst durch das Know-how der auf Regionen auswirken.
Salzburger Geoinformatiker werden diese ‚Roh-Bilder‘ zu aussagekräf-
tigen Geodaten. Mit Hilfe der entwickelten Analysemethoden lassen sich
dann genaue Aussagen zur Struktur der Camps und zur Bevölkerungs- INTERNATIONALES ERFOLGSPROJEKT
größe treffen. „Wir analysieren vor allem große Camps mit 100.000 und
150.000 Personen. Die Mehrheit dieser Camps wächst unstrukturiert. Da Projektleiter Lang ist mit dem Projekt und dem Aufbau der Kompetenzen
können in kürzester Zeit 10.000 Personen dazukommen“, so Lang. Neben sehr zufrieden: „Wir haben mit unserer Technologie Arbeitsabläufe und
der Verbesserung von Hilfseinsätzen kommt das Know-how aus Salzburg humanitäre Einsätze entscheidend verbessert. Es ist schön, dass wir somit
auch für die Berechnung von Szenarien zum Einsatz. effizient helfen können.“

26 TECHNO_ZINE 2K18 27
OUT OF THE BOX

BISCHOFSHOFEN STUDIOS :

Wenn der Zufall
Regie führt...
… wird das Techno-Z Bischofshofen eine Film-Location.
Die Fachhochschule Salzburg war letztes Jahr auf der Suche
nach einer Location für einen Filmdreh und im Techno-Z
Bischofshofen war gerade eine große Lagerhalle frei. Ein
perfektes Match, das sich am Rande eines Wissenspark-
Urstein-Meetings ergab und die ehemalige ‚Elastica-Halle‘
für fünf Wochen in ein Filmstudio umfunktionierte.

KERSTIN MARIA GATTERBAUER
ART
DIRECTOR

GEORG SOMMER
DIRECTOR OF
PHOTOGRAPHY
REGIE
DANIELA JUD ‚LUISA - SHORT FILM‘ IST KEIN WOHLFÜHL-KINO
„Mit einem anderen Thema, das nicht so polarisiert, hätten wir es uns viel
leichter machen können“, sagt Gatterbauer in Bezug auf den Inhalt des
Dass die Techno-Z-Halle perfekt war, bestätigten Kameramann ZEITSPRUNG IN DIE 20ER JAHRE Kurzfilms. Luisa, die Hauptperson, ist Prostituierte und leistet Sterbe-
und Techniker des FH-Film-Teams gleich am ersten Tag. Absolutes hilfe. Die Handlung spielt 1929 in Wien. „Wir wollten zum Nachdenken
K.-o.-Kriterium, nämlich Strom in Mengen, war übererfüllt und die „Bierkisten und Kabelbinder eignen sich wunderbar zum Kulissenbau“, anregen“, erklärt Gatterbauer ihre Motivation. Die Finanzierung hat das
Halle war groß und hoch genug für den Auf- und Umbau der Kulissen. schwärmt Kerstin Maria Gatterbauer jetzt im Nachhinein. Während des 20-köpfige Team überwiegend allein geschultert: „Mit so einem schwieri-

© Alle Fotos von Kerstin Maria Gatterbauer
Bei einem Industriestandort, wie dem Techno-Z Bischofshofen Drehs im Oktober 2017 konnte sie jedoch keine mehr sehen. Verständ- gen Thema hat man bei Förderungen und bei Sponsoren fast keine
ist das natürlich kein Problem. Gleichzeitig war dies aber auch der lich, wenn man insgesamt 3.500 Kabelbinder und 842 Bierkisten verbaut Chance.“ Das Resumée des Kern-Teams - bestehend aus Regisseurin
einzige Wermutstropfen, denn nebenan liefen die Schneidmaschinen hat. Als Art-Directorin ist die gebürtige Innviertlerin für den Set-Aufbau, Daniela Jud, Director of Photography Georg Sommer und Art Directorin
für den Glashersteller Pilkington Glass natürlich nicht gerade Kostüme und Ausstattung zuständig. Alle Innenaufnahmen des Kurzfilms Kerstin Maria Gatterbauer - ist trotz der Herausforderungen großartig:
leise. Für Kerstin Maria Gatterbauer, Art Directorin des Drehs, wurden im Techno-Z gedreht. Dafür waren vier verschiedene Räume, „Wir sind ein wahnsinnig gutes Team, wir hatten tolle Schauspieler und
nur eine Frage der richtigen Organisation: „Da wir die Aufnahmen d.h. Szenenhintergründe, notwendig, die das FH-Team mit Hilfe von Bier- es ist ein großartiger Film geworden.“ Luisa-Der Film wird im Juni 2018
ohne Geräuschkulisse brauchten, haben wir die Drehzeiten an die kisten, Pressspanplatten, Styropor, Tapeten, Stuck, Fliesen und Möbeln gemeinsam mit allen anderen Masterprojekten der Fachhochschule Salz-
Schichtzeiten angepasst. Das war dann zwar oft bis 3 Uhr in der Früh, perfekt im Stil der 20er-Jahre nachbaute. burg erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und im Laufe des Jahres auf
aber es ging nicht anders.“ mehreren Film-Festivals gezeigt.

28 TECHNO_ZINE 2K18 29
COMMUNITY AWARDS COMMUNITY NEWS

WIR GRATULIEREN! NEWS AUS DER TECHNO-Z COMMUNITY

COMTECH IT-SOLUTIONS GMBH
Franz Rettenbacher: „Erfolg durch perfekte Usability“
Unter dem Kürzel cx, für Comtech next, haben wir einen Zukunftsprozess
eingeleitet, der unsere Dienstleistungen als Systemanbieter für die Elektro-
und Haustechnikbranche in den nächsten Jahren noch besser machen
soll. Unsere Kundenstruktur hat sich in den letzten Jahren massiv ver-
ändert. Immer mehr Entscheidungsträger sind Digital Natives, die mit
modernsten Technologien aufgewachsen sind. Bei der Neuausrichtung
geht es nach wie vor darum, wie wir unsere Kunden dabei unterstützen

ECA - können, nachhaltig bessere Geschäfte zu machen. Der große Erfolg von
commobile – unser mobiles Auftrags-, Zeiterfassungs- und Servicesys-
ENERGY tem, hat bestätigt – dass eine perfekte Usability Kernaufgabe unserer
CONTROL Entwicklungsabteilung sein muss. Übrigens: Als comtech 2014 selbst vor

© Engergy Globe
AUSTRIA FACHBEREICH GEOINFORMATIK - Z_GIS dem 30. Geburtstag stand, begann die erfolgreiche Zusammenarbeit mit
dem Techno-Z: Das Techno-Z Salzburg ist unser sechster Standort.
GMBH Josef Strobl: „30 Jahre Brücke zwischen realer und virtueller Welt“
Im Oktober feiern wir 30 Jahre Geoinformatik. Seit 2004 sind wir mit einem
Dietmar Stampfer: Mit ECA setzen wir uns seit 2011 für die Optimierung von Ener- Es ist uns gemeinsam mit Heimat Österreich gelungen, die Sys- Standort am Techno-Z und hoffen auf eine zeitnahe Lösung für die Zusammen-
„Kein Sonnenstrahl gieversorgungsanlagen ein: nicht nur im Bereich thermische tem-Rücklauftemperaturen bei Anlagen mit dezentraler Trink- führung unserer zwei Fachbereichsstandorte. Für österreichische Verhältnisse
bleibt ungenutzt.“ Solaranlagen, sondern auch im Bereich Energiegewinnung aus wassererwärmung drastisch zu senken. Seit Inbetriebnahme der sind wir mit 100 Mitarbeitern ein großer Fachbereich, der sich aus Mitteln der
Abwasser. Die Verleihung des Energy Globe Awards 2017 für das Anlage konnten so ca. 270.000 kWh an thermischer Solarenergie Universität, durch Projekte und über Ausbildungsangebote finanziert. Mit einem
Techno-Z Salzburg
Bundesland Salzburg hat uns motiviert, unseren eingeschlagenen erwirtschaftet werden, das entspricht einer solaren Deckungsra- großartigen Team haben wir es geschafft, weltweit die größte Ausbildungsein-
Techno 5
www.eca-consulting.at Weg weiter zu gehen. te von mehr als 30 Prozent. richtung für Geoinformatiker aufzubauen. Allein beim Fernstudium haben wir
bis heute 1.500 Absolventen erreicht. Besonders stolz können wir auf die Eröff-
nung des iDEAS:labs im Techno-Z sein. Unser Schaufenster der Geoinformatik
richtet sich an Schulen, Forscher und die Öffentlichkeit. Auf fast 200 Quadrat-
metern können Besucher Technologien kennenlernen und andererseits Geome-

© Comtech
dien-Kompetenz als Grundlage für die Digitalisierung der räumlichen Dimension
unserer Lebenswelten aufbauen.

USERGEMS Techno-Z Salzburg, Techno 15, www.zgis.at Techno-Z Salzburg, Techno 1, www.comtech.at

GMBH 2016 habe ich zusammen mit meinem Zwillingsbruder Christian
die UserGems GmbH gegründet. Wir kreieren mittels Software
Stephan Kletzl: passgenaue Kundenprofile aus den firmeneigenen Adressdaten-
„Game Changer 2018 banken. Dies geschieht vor allem durch das Durchsuchen von REDOX
und Nominierung sozialen Netzwerken und der öffentlichen Daten der Kunden
GAME
zum Wikarus“ und hilft Firmen nicht nur dabei, Marketingaktionen mit eigenen
Kunden zu betreiben, sondern eröffnet auch bei der Personalsu- LABS
che ganz neue Möglichkeiten. 2018 hatten wir nicht nur die Ehre, Philipp Götz:
zu den „Game Changern - Menschen, die Salzburgs Wirtschaft „Viel, worauf wir stolz
verändern“ aufgenommen zu werden, sondern wurden auch für sein können.“
Techno-Z Salzburg
Techno 6
den Wikarus, den Salzburger Wirtschaftspreis, in der Kategorie
www.usergems.com Unternehmensgründung nominiert.

© Redox Labs
Techno-Z Salzburg
Techno 3
www.redox-labs.com

Herzliche Glückwünsche vom gesamten REDOX-Team an das Techno-Z! Da gerade viele Dinge gut laufen, fällt es uns schwer, nur ein High-
light herauszunehmen. Deshalb kurz und knackig: +++ Seit 4 Jahren im Techno-Z als FH-Salzburg Spin-Off +++ Erste Ausbildungsstelle in
unserem Betrieb seit Februar +++ Kompetenzen in Augmented und Virtual Reality signifikant erweitert +++ Globale & lokale Unternehmen
schätzen nach wie vor unsere Gamifikation- und Web-Expertise +++ Viele spannende Kooperationen mit Firmen aus dem Techno-Z +++ Be-
such der PAX East (Boston, USA) mit unserem neuen Spiel „Pretzel Land“ +++ Weiterhin starker Fokus auf Spiele- und Softwareentwicklung
mit Unterhaltungsfaktor +++

30 TECHNO_ZINE 2K18 31
VERANSTALTUNG

LANGE NACHT DER FORSCHUNG

© Salzburg Research/wildbild
NACHT-
SCHICHT
Eine besondere Attraktion bei der LNF war
Scorpion, das Urban eCar des HTL-Salzburg-
Racing-Team. Die Nachwuchsingenieure
präsentierten ihr energieeffizientes
Elektrorennfahrzeug, das am Shell
Ecomarathon in London teilnehmen wird.

FÜR DIE
WISSEN- TÜRÖFFNER FÜR EINMALIGE
EINBLICKE

SCHAFT Der direkte Kontakt zu den Forschern und
ihre tägliche Arbeit ist ein wichtiger Grund für
den Erfolg des Formats. Hinzu kommt, dass
Forschungsthemen zunehmend unseren Alltag
betreffen. Die Digitalisierung erfasst viele
Bereiche und die Menschen wollen mehr über
Alle zwei Jahre legen Österreichs Forschungseinrichtungen Zukunftsthemen wissen. Außerdem sind auch
© Salzburg Research/wildbild

eine gemeinsame Nachtschicht ein. Zwischen Bregenz immer mehr Eltern dahinter, dass sich der
und Eisenstadt präsentierten 10.000 Wissenschaftler in Nachwuchs für Forschung interessiert. Für
der ‚Langen Nacht der Forschung‘ neue Erkenntnisse und Julia Eder ist die LNF auf jeden Fall eine ein-
Technologien. Insgesamt sind es 265 Veranstaltungsorte. malige Gelegenheit: „Es öffnen sich die Türen zu
Einer dieser Orte ist das Techno-Z Salzburg. Laboren und Forschungsstätten, die sonst für
die Öffentlichkeit verschlossen bleiben.“
Süß! Gefährlich? Jibo, Cozmo, Alexa & Co waren nur
eine Station bei der Langen Nacht der Forschung
im Techno-Z. Intelligente Begleiter halten Einzug NACH DER LNF IST VOR DER LNF:
in unsere vier Wände. Manche sind ausgesprochen angekommen. Es geht uns aber nicht um steigende Zahlen, sondern in EINLADUNG ZUM MITMACHEN 2020
sozial und interagieren durch Sprache, Geräusche, erster Linie um Qualität und den Dialog mit den Forschern. Das ist unsere
Blicke oder Gestik. Andere helfen bei Hausaufgaben
Herausforderung für 2020.“ Die Vorbereitungen für Mai 2020 sind bereits
oder reduzieren Stress.
wieder im Gange. Um den Standort Techno-Z
Neben der Bundesländerkoordination gestaltete Salzburg Research bei der nächsten Langen Nacht der Forschung
selbst mehrere Stationen im Techno-Z. So konnten Besucher verschiede- in seiner ganzen Vielfalt zu repräsentieren, lädt
1.516 Besucher in sechs Stunden. Das ist die höchste Besucherfrequenz, ne Social Robots kennenlernen und deren Umgang mit Daten hinterfragen Julia Eder weitere Firmen und Einrichtungen
mit der das Veranstaltungszentrum im Techno-Z bisher konfrontiert war. oder mittels Tiefenbildabtastung an der eigenen Kniebeuge feilen. Außer- ein, gemeinsam mit den bereits bestehenden
Julia Eder, bei Salzburg Research für Event- und Projektmanagement dem beantworteten Forscher Fragen über digitale Zwillinge und wie die Ausstellern Technologie und Forschung erleb-
zuständig, koordiniert die Lange Nacht der Forschung für das Bundesland mobile Breitbandversorgung vermessen werden kann. Oder sie zeigten, bar zu machen. Vom Austausch zwischen Wis-
Salzburg. Die Besucherzahlen, insgesamt 8.300 in Salzburg, sind für die wie man einem Mülleimer das Sprechen beibringt. senschaft und Gesellschaft profitieren beide
Wissenschaftskommunikatorin natürlich sehr erfreulich. Seiten, ist Eder überzeugt. Forscher bereiten
hochkomplexe Themen allgemeinverständlich
Julia Eder,
Gleichzeitig schwingt für Eder Handlungsbedarf mit: „Die Lange Nacht auf, zeigen Jobperspektiven und von Besuchern
Koordinatorin
LNF Salzburg der Forschung ist mittlerweile die größte Wissenschaftsveranstaltung gibt es wertvolles Feedback und interessante
im deutschsprachigen Raum. Von den Besuchern her sind wir am Zenit Fragestellungen.

32 TECHNO_ZINE 2K18 33
SERVICEEINRICHTUNGEN

ZUM GESPRÄCH …

ALLTÄGLICHE WELT BIETET GENUG INSPIRATION
Die Pädagoginnen im Löwenzahn arbeiten nach dem Konzept der Reggio-
Pädagogik. Das bedeutet kurz gesagt, dass Kinder im Mittelpunkt stehen:

…im
Löwenzahn
„Wir setzen auf Anregungen, die die alltägliche Welt bietet und schauen,
was die Kinder interessiert. Gerade haben wir unser Hochbeet umgegra-
ben. Dabei sind auch Maulwurfsgrillen zum Vorschein gekommen. Für die
einen waren die nicht gerade hübschen Tiere super interessant. Andere
sind auf und davon“, lacht Petra Brejcha.

mit Petra Brejcha
Auf die Frage, was ihrem Team bei der Förderung der Kinder besonders am
Herzen liegt, nennt Petra drei Punkte: „Die Kinder sollen vor allem selbst-
ständig werden, Selbstvertrauen aufbauen und herausfinden, worin ihre
individuellen Stärken und Interessen liegen.“
Der Duft von Mittagessen zeigt uns, dass es Zeit ist zu gehen. Wir dürfen
wieder durch den Garten hinaus, über die Löwenzahnwiese des Techno-Z.

Wir sind verabredet mit Petra Brejcha, der Leiterin der Kinderbe-
treuungseinrichtung Löwenzahn im Techno-Z. Es ist Mittwoch-
Vormittag, das Wetter ist strahlend schön und wir dürfen
ausnahmsweise gleich durch den Garten hinein. Im Löwenzahn-
Tagesablauf ist gerade ‚Projektzeit‘, d.h. die Jüngsten im
Techno-Z haben sich eine Lieblings-Beschäftigung ausgesucht.
Trotzdem haben wir schnell ihr Interesse geweckt. Die Kamera von
Fotograf Konrad Fersterer inklusive silbernem Falt-Reflektor ist
spannend. Keine Frage: Technik fasziniert schon die Kleinsten.
Gleich werden wir auch Security-mäßig abgecheckt mit „Wer bist
du? Was macht ihr hier?“, bevor wir uns – natürlich nicht ohne alles
erklärt zu haben – weiter zu Petra durchmanövrieren.

500 M² VOLL LEBENSFREUDE UND ENTDECKERGEIST
Die Räumlichkeiten des Löwenzahn im Campus 2 sind hell, freundlich und
liebevoll gestaltet. Insgesamt werden hier 64 Kinder zwischen ein und
sechs Jahren ganztägig betreut. „24 Kinder sind in den Krabbelgruppen“,
berichtet Petra Brejcha, während wir uns in den Räumen umschauen. „In
den letzten 10 Jahren hat sich viel geändert. Wir bieten 31-Stunden-Ver-
träge an, d.h. es ist normal, dass die Kinder bei uns zu Mittag essen und
erst nach der Ruhezeit abgeholt werden.“ Petra absolvierte während ihres
Pädagogik-Studiums ein Praktikum im Löwenzahn und kehrte nach einem
kurzen beruflichen Abstecher wieder ans Techno-Z zurück. Wir setzen
uns mit einer Tasse Kaffee in einen leeren Gruppenraum auf die kleinen
Stühle. Sofort schauen ein paar Neugierige beim Fenster herein und
lachen. Einige der Kinder haben Eltern, die in einem Techno-Z-Unterneh-
men beschäftigt sind. Dass diese unmittelbare Nähe von Kinderbetreuung
und Arbeitsplatz heute möglich ist, geht auf das Konto von Techno-Z
Geschäftsführer Werner Pfeiffenberger. Seit 2009 besteht die Partner-
schaft zwischen der Kindertagesbetreungseinrichtung KOKO und dem
Techno-Z. „Der Austausch mit den Firmen am Standort ist natürlich sehr
spannend“, sagt Petra Brejcha und nennt Salzburg Research als Beispiel. LÖWENZAHN IM CAMPUS 2
„Eine Mutter ist bei der Forschungseinrichtung beschäftigt. Dadurch kön-
nen wir demnächst ausprobieren, wie man einen Mülleimer mit digitalen 3 Krabbelgruppen Öffnungszeiten: ganzjährig Pädagogische Konzepte:
Werkzeugen zum Sprechen bringt.“ 3 alterserweiterte Bei Bedarf Mo–Fr: 6:30 bis 18:30 Uhr _Reggio-Pädagogik
Gruppen
Informationen: KOKO AVOS-Gütesiegel:
Ca. 60 Kinder KOntakt & KOmmunikationszentrum _Gesunder Kindergarten
1-6 Jahre für Kinder, Jugendliche und Eltern
14 Sprachen loewenzahn.leitung@koko.at www.koko.at

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TECHNO-Z-TEAM

HAUSTECHNIK

MISTER
1.000-VOLT
FERENC SCHMALZL,
LEITER DER HAUSTECHNIK
V

Lange bevor „do what you love“ zum Motto einer Generation wurde, wusste Ferenc
Schmalzl, dass Baustellen, Umbauten, technische Anlagen und Leerverrohrungen
seine Leidenschaft waren. Ein Glücksfall, dass er 1987 für eine Installationsfirma
ausgerechnet mit der Betreuung der Baustelle Techno-Z beauftragt wurde und
hängen geblieben ist. Von allen Techno-Z-Mitarbeitern kennt Ferenc Schmalzl den
Standort am längsten und hat sein Know-how in alle Neubauten, Umbauten und
Sanierungen eingebracht.

Der gelernte Elektriker nahm damals als erste kästchen. „Theoretisch könnte ich es schon
Aktion die Heizungsanlage im Techno 1 in ausschalten, weil andere auch Dienst haben“, WAS WIR NOCH FRAGEN
Betrieb. Zunächst war er bis 1994 als Externer gibt er augenzwinkernd zu und erklärt: „Im WOLLTEN…
für das Techno-Z tätig, bis er vom damaligen Techno-Z erfordern die Haustechnikanlagen wie
Techno-Z-Geschäftsführer abgeworben z.B. Brandmelde- oder Schrankenanlage eine Ihr Lieblingsplatz im Techno-Z?
wurde. „Das Techno-Z in Salzburg ist irrsinnig 365-Tage-Erreichbarkeit. Und falls etwas ist, Ich bin überall gern.
schnell gewachsen. Es war immer Baustelle. muss schnell eine Maßnahme getroffen wer-
Innerhalb von elf Jahren sind achtzehn Gebäu- den.“ Notfälle sind glücklicherweise eher selten, Was bringt Sie zum Strahlen?
de allein am Standort Salzburg hochgezogen aber wenn Probleme gelöst werden können, Wenn ich ein schwieriges technisches
worden“, erinnert er sich. Da war es seitens des ohne dass der laufende Betrieb gestört wird, ist Problem beheben konnte und keiner
Techno-Z natürlich naheliegend, ein eigenes Schmalzl zufrieden: „2013, beim großen Hoch- von den Mietern das mitbekommt.
Haustechnik-Team für die Betreuung aller wasser in der Stadt Salzburg hatten wir einen
Standorte und Mieter aufzubauen. Seither Wassereintritt in der Tiefgarage von Techno Was sagen Sie lieber auf Ungarisch?
hat der gebürtige Ungar im Techno-Z seinen 10-15. Das Wasser stieg im Elektro-Hauptver- Vor zwanzig Jahren habe ich noch
Arbeitsplatz. „Eine sehr gute Entscheidung, teilerraum und hätte die Stromversorgung für ungarisch geschimpft. Heute spre-
genauso wie die Übersiedlung nach Österreich alle sechs Gebäude lahmgelegt. Zu viert haben che ich nur noch Deutsch.
im Jahr 1984“, sagt er und lächelt. Beides hat er wir von 10 Uhr abends bis 4 Uhr in der Früh das
keinen einzigen Tag bereut. Wasser abgeleitet und gepumpt. So konnten wir Was ist das Tolle an Ihrem Job?
Schlimmeres abwenden.“ Die Vielseitigkeit der Aufgaben. Im
Techno-Z sind Gebäudebetreuung
FÜR NOTFÄLLE IMMER Seine Erfahrung und Voraussicht kommen nicht und die klassische Hausbetreuung in
ERREICHBAR nur dem Techno-Z, sondern auch seinem Zu- einer Hand. Das gibt es sonst nicht.
hause in Koppl zugute. Das hat er in den letzten
‚Herrn Schmalzl‘ sieht man oft im Laufschritt Jahren für seine beiden Söhne umgebaut.
und mit dem Handy am Ohr durchs Areal „Ich habe alle Installationen selbst gemacht:
sausen. Bei der Arbeit zählen für ihn vor allem Elektro, Heizung und Sanitär und natürlich
zwei Dinge: der persönliche Kontakt zu allen mögliche Reserven eingeplant.“ Wer Ferenc
Ferenc Schmalzl war schon vor
den ersten Mietern im Techno 1. Handwerkern und Lieferanten und Verläss- Schmalzl kennt, weiß, dass das sicher nicht
Er nahm 1987 als Elektriker die lichkeit. Nachts liegt sein Telefon am Nacht- seine letzte Baustelle gewesen sein wird.
Heizungsanlage in Betrieb.

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COMMUNITY NEWS FÜR DAS JUBILÄUM RECHERCHIERT

BEHIND THE SCENES ZEITREISE INS JAHR
Wer ist wer? Und wo waren unsere heutigen
Techno-Z-Mitarbeiter vor 30 Jahren?
Nur einer war schon am Standort (siehe S 36). Alle
anderen noch weit verstreut in Salzburg, Oberöster-
reich, Kärnten, Köln und im ehemaligen Jugoslawien.

NIC.AT
Monika Pink-Rank: „Auf die richtige
Haltung kommt es an …“
… und die versuchen nic.at-MitarbeiterInnen
sowohl beruflich als auch körperlich zu wahren!
Im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsför-
derung gibt es bei nic.at nun regelmäßig kleine
Bewegungseinheiten in den Bildschirmpausen
WORK VISION BARCAMP
– gehalten von speziell geschulten Kolleginnen Christian Holzer: „Mitarbeiter sind ein entscheidender Erfolgsfaktor “
und bei Schönwetter im grünen Techno-Z-Gar- Mein Highlight war das 1. Salzburger WorkVision BarCamp. In den Bereichen Unternehmenskultur und
ten. Außerdem sind nic.at-MitarbeiterInnen seit Employer Branding geht es immer um zwei Themen: um die Zukunft der Arbeit und um Leidenschaft.
Jahren fix am Start beim Salzburger Business- Wer Leidenschaft in den Menschen entfachen kann, egal auf welcher Hierarchie-Stufe im Unter-
lauf und bei „Wer radelt, gewinnt“. Den Sommer nehmen, der wird die besten Mitarbeiter bekommen und Spitzenleistungen für Mensch und Unter-
über erklären sich unterschiedliche Leute im nehmen erzielen. Deshalb habe ich im Oktober 2017 zum ersten Mal weit vorausblickende Menschen
Team bereit, eine Sport-Aktivität außerhalb der und Unternehmen aus verschiedenen Branchen zusammengebracht: zum WorkVision BarCamp im
Arbeitszeit für die KollegInnen zu organisieren – Techno-Z. Es war eine großartige Veranstaltung: Viel Spirit im reichhaltigen Austausch von Wirt-
von Laufen über Bergsteigen bis hin zu Schwim- schaft (Profit und Non-Profit), Wissenschaft und Kunst. Mein fachliches Fazit: Gerade emotionale
men und Biken. Informationen werden starke Unternehmen der Zukunft ausmachen.

Techno-Z Salzburg, Techno 5, www.nic.at Techno-Z Salzburg, Techno 6, workvision.employer-branding.life

© Fotos: Privat
RÜCKENFIT
Stephie Gotsch:
„Und das Ganze machen wir zwölf Mal.“
Beim Rückenfit-Kurs im Techno-Z ist Muskel-
aufbau garantiert.
Jeden Mittwoch um 17:30 Uhr treffen sich Mitar-
beiter von verschiedenen Techno-Z-Firmen zum
Rückentraining und als Ausgleich zum vielen Sit-
zen. Rückmeldungen der Kursteilnehmer: spür-
barer Muskelaufbau und Lockerung, verbesser-
te Kondition, sehr gute Übungen für Nacken- und
Schultern und ein sehr motivierender Kursleiter.
Bei Interesse Mail an office@techno-z.at

Kursort: Veranstaltungszentrum
Techno-Z Salzburg, Techno 3 oder Techno-Z-Wiese
5) Hannes Niederreiter; 6) Natascha Pogatschnig; 7) Monika Sturmer; 8) Sybille Maier-Ginther; 9) Hermann Huber; 10) Stevo Jovanovic; 11) Hermann Költringer; 12) Jana Karl; 13) Ferenc Schmalzl
Wer wissen will, wie das Team heute ausschaut: www.techno-z.at/team
1) Maresi Stöllinger; 2) Werner Pfeiffenberger; 3) Sandra Zanotti; 4) Stephie Gotsch;
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