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Hamburg, 08.10.

2010

ROBIN WOOD klagt gegen Ministerpräsident


Mappus wegen Medienhetze
„Polizeigewalt im Stuttgarter Schlossgarten wurde verbal vorweggenommen“

Die Umweltorganisation ROBIN WOOD hat heute beim Landgericht Hamburg durch die Kanzlei
„Menschen und Rechte“ eine einstweilige Verfügung gegen den baden-württembergischen
Ministerpräsidenten beantragt. Stefan Mappus soll verurteilt werden, seine wahrheitswidrige
Behauptung, es gebe unter den Demonstranten gegen Stuttgart 21 „einen nicht unerheblichen
Teil von Berufsdemonstranten, zum Beispiel von ROBIN WOOD“ zu unterlassen.

Mappus hat die erheblichen Körperverletzungen durch die Polizei am 30. September im
Stuttgarter Schlossgarten politisch zu verantworten und er hat den Gewaltexzess der Polizei
medial vorbereitet. Am 25. September erklärte er im Interview mit FOCUS Online, es gebe
einen „nicht unerheblichen Teil von Berufsdemonstranten, zum Beispiel von Robin Wood, die
der Polizei das Leben sehr schwer machen“. Bei ihnen würden „Aggressivität und
Gewaltbereitschaft zunehmen“.

„Mappus frisst jetzt Kreide, doch die Polizeigewalt wurde durch diese verbalen Entgleisungen
bereits vorbereitet. Er hat mit den Äußerungen bei FOCUS Online versucht, schon vor dem
geplanten Großeinsatz ROBIN WOOD und andere S 21-GegnerInnen als gewalttätig zu
diffamieren“, sagt Monika Lege, Verkehrsexpertin bei ROBIN WOOD. „Mit seinen
Schuldzuweisungen an die Demonstrierenden nach dem Einsatz setzt er diese Hetze
unvermindert fort.“

Der Begriff „Berufsdemonstrant“ bezeichnet Menschen, die sich mit Demonstrieren eine
Lebensgrundlage schaffen und erhalten. Das ist bei den Aktiven von ROBIN WOOD nicht der
Fall, da diese sich ehrenamtlich engagieren und nicht bezahlt werden. Gerade deshalb trifft die
Behauptung von Mappus auch die Ehrenamtlichen bei ROBIN WOOD persönlich, weshalb sich
drei Aktive aus Stuttgart und Umgebung dem Antrag auf die Verfügung anschlossen.

Zahlreiche Solidaritätsbekundungen und Schwabenstreiche zeigen, dass der Protest, auch


bundesweit, wächst. ROBIN WOOD fordert den sofortigen Bau- und vor allem Vergabestopp bei
dem Milliardengrab „Stuttgart 21“.

Zur medial vorbereiteten Eskalation des Konflikts findet heute um 14.00 Uhr eine
Pressekonferenz der „Jugendinitiative gegen Stuttgart 21“ und der „Parkschützer“ zu den
dramatischen Bildern des Polizeieinsatzes am 30. September statt.

Kontakt:
Kei Andrews, ROBIN WOOD Stuttgart, Tel. 0151-28 20 66 14
Monika Lege, ROBIN WOOD-Verkehrsreferentin, Tel. 040 / 380 892-0, verkehr@robinwood.de
Dr. Oliver Tolmein, Kanzlei Menschen und Rechte, Tel. 040-6000 947 00

Internet: www.robinwood.de/verkehr/ , www.robinwood.de/blog/ , www.parkschuetzer.de, www.bei-


abriss-aufstand.de, twitter.com/AbrissAufstand, twitter.com/robin_wood