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Am Elfen grun d 6 6 ,6 4 2 9 7 D arm stad t Gebühr bezahlt

D
er alte Wasserko­
cher könnte auch
mal wieder entkalkt
werden", dachte
ein Mitarbeiter der
STIMME DER HOFFNUNG, als er
am Nachmittag in der Küche sei­
nen Caro-Kaffee kochte. Gesagt,
Ernährung im Kreuzfeuer getan. Entkalker einfüllen, einige
Stunden stehen lassen und dann
kurz vor Feierabend noch einmal
zum Kochen bringen. Damit war
ange bevor die Sache erledigt. Schließlich
HEUTE E R L E B T
Fleisch we- schaltet sich ein Wasserkocher
von selbst ab. Normalerweise ...
Feuer in der STIMME!
f gen BSE, Ka­
davermehl und Doch nicht an diesem Abend!
Klärschlammfutter Keiner der Mitarbeiter merkte,
ins Kreuzfeuer der dass langsam das ganze Wasser ver­
Kritik geriet, warn­ kochte und das Gerät sich trotz­ hoch, stiegen zur Decke mit dem stürmte sie die Treppe empor, klin­
te Prof. Dr. Walter Veith schon vor dem nicht abschaltete. Der Kocher hölzernen Rollladenkasten... gelte bei den im Haus wohnenden
einer Ernährung mit dem Fleisch wurde immer heißer. Das Kunst­ Eigentlich wollten sie heute Mitarbeitern und rief: „Feuer! Feu­
auf diese Art gemästeter Tiere. Die stoffgehäuse fing an zu schmelzen. nicht die Büros putzen. Doch er!" Doch niemand verstand sie.
STIMME DER HOFFNUNG bietet Unter dem Wasserkocher platzte dann entschloss sich das Ehepaar Sie sprach Rumänisch.
seine Vorträge als Video- und Au- die Platte des Kühlschranks vor Huber anders. Warum? - Sie konn­ Inzwischen zog der RaucK
diokassetten an. Folgende The­ Hitze auf. Sie begann zu schwelen. ten es nicht genau sagen. Unter­ schon das Treppenhaus hinal
men können Sie bei uns bestellen: Rauch füllte die Küche. Niemand wegs trafen sie noch einen guten Jetzt begriffen die Einwohner, was
alten Be­ Frau Huber wollte! Sie schnappten
Tierische Produkte kannten den Feuerlöscher und rannten die
am Ende des 20. »Flam m en und be­ Treppe hinunter. Durch den Lärm
Jahrhunderts züngelten gannen alarmiert kam ihnen Herr Huber
(Audio Best.-Nr. mit ihm vom anderen Ende des Hauses ent­
an der
2207) zu plau­ gegen. Er nahm den Feuerlöscher,
Gardine dern. zog den Sicherungsstift und stürz­
• Die Speisekarte e m p o r ... « Doch te in den verqualmten Flur.
Gottes (Audio plötzlich Als er in die Küchentür trat,
Best.-Nr. 2208) zu­ hatten konnte er vor Rauch nichts sehen.
sammen auf Video, Best.-Nr. bemerkte den Gestank und sie den Eindruck, dass sie das Ge­ Seine Augen tränten. Er bekam
3204 Qualm! Es war inzwischen schon spräch beenden sollten, um zur Ar­ keine Luft. Hustenreiz schüttelte
Feierabend. Alle hatten das Büro beit zu gehen. ihn. Doch dann entdeckte er die
• Fett - wissenschaftliche Untersu­ verlassen und waren nach Hause Dicker Qualm erfüllte inzwi­ Flammen. Kurzentschlossen rich­
chungen und Konsequenzen (Au­ gegangen. schen Küche und Flur. Als Frau tete er den Schlauch des Feuerlö­
dio Best.-Nr. 2209) Flammen züngelten auf, leck­ Huber die Tür öffnete, stand sie schers auf den Brandherd und
ten gierig nach der Rolle Küchen­ wie gelähmt! Doch dann kam Le­ drückte den* Hebel kräftig durch.
• Kochkurs - LIVE (Audio Best.- papier, schlugen zur Gardine ben in sie. Voll panischer Angst Keuchend und hustend tauchte
Nr. 2210) zusammen auf Vi­ er wieder aus dem Qualm auf. <
deo, Best.-Nr. 3205 schafft! Das Feuer war gelöscfl
B R I E F K A S T E N Noch hatte es nicht auf den Rolla­
• Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln Schreiben Sie Ihre Meinung an: STIMME DER HOFFNUNG, Am Elfengrund 66, D-64297 Darmstadt.
denkasten und die anderen Möbel
(Audio Best.-Nr. 2211) - Nicht alle abgedruckten Leserbriefe geben die Meinung der Redaktion wieder. übergegriffen. Noch nicht! Nur ein
paar Minuten später hätte die ganze
worden und mein Le­ Küche in Flammen gestanden!

I
• Die Vollwert-Alternative (Audio ch freue mich, dass so wichtigen Zeilen zu
Best.-Nr. 2212) zusammen auf ich nach 6-jähriger erhalten und Jesus auch ben hat sich völlig ver­ Nicht auszudenken, was hätte
Video, Best.-Nr. 3206 Krankheit wieder für mich zu „ent­ ändert - zum Positiven passieren können, wenn die Hu­
einmal Ihre Sendung deckenM anches hat natürlich. Ich hätte das bers später oder gar nicht gekom­
Sie können diese Kassetten ein­ hören konnte. Werde sich in meinem Leben nie für möglich gehal­ men wären! Natürlich hätte die
zeln zum Preis von 8,00 DM (Au­ Ihre Sendungauch wei­ geändert... ten und kann vieles, Versicherung unsere Geräte und
dio) bzw. 29,90 DM (Video) bei der terhin hören. Frau E.H., Großräschen was „mit mir" passiert die Büroeinrichtungen bezahlt.
STIMME DER HOFFNUNG, Herr J.K., Hövelhof ist, erst richtig einord- Aber alle unsere Filmmaterialien,
" erzlichen Dank nen, nachdem ich mich unsere Tonbänder, Manuskripte

Hl
Am Elfengrund 66,
64297 Darmstadt, ~it Bedauern für die Unter- mit Gott, Jesus Christus und viele unersetzliche Materiali­
Tel.: (0 61 51) 95 44- 33
bestellen.
Die gesamte Serie ist zum Son­
m: wird mir
. klar; dass
diese Themen die letz­
- Stützung des
Lehrganges Start ins Le­
ben. Für mich waren
und der Bibel beschäf­
tigt und bekannt ge­
macht habe und nach­
en wären zerstört worden! Wir
sind Gott dankbar, dass der Scha­
den so gering geblieben ist und
derpreis von 39,00 DM (Audio, ten Bibelstudienbriefe die letzten Monate wirk­ dem ich erfahren durf­ dass er uns vor Schlimmerem be­
Best.-Nr. 2242) bzw. 75,00 DM (Vi­ sind. Es war für mich ei­ lich der Start in ein neu­ te, dass Gott mich an wahrt hat!
deo, Best.-Nr. 3242) erhältlich. ne bedeutungsvolle es Leben, das mir täg­ die Hand genommen Von dem Wasserkocher aber
Zeit, mich näher mit lich neu Glück und hat. blieb nur noch der Metalleinsatz
der Bibel zu befassen, Freude beschert! Ich bin Frau D.I., Rostock und eine Lache geschmolzener
Ihre für mich persönlich ein anderer Mensch ge­ Kunststoff übrig. Gabriele Ziegler

8 ST IM M E DER HOFFNUNG • FEBRUAR 2000


Wie Gott H E U T E E R L E B T
therapiert
Fortsetzung von Seite 1:

fer den Angriffen des Feindes


schutzlos ausgeliefert. Und diese
Begriffe benutzt Paulus nun als Bild M g
für die Waffenrüstung Gottes ge­
gen das Böse.
Die Aufzählung beginnt mit
dem Gürtel der Wahrheit. Gott
schenkt mir in seinem Wort, der Bi­
bel, die Wahrheit über mich selbst.
coiiini
Er zeigt mir meine Schwächen und
meine Schuld, die ich jetzt nicht
mehr vor Jesus zu verbergen brau­
che. Auch der Trugschluss der
Selbstgerechtigkeit, der die Schuld
;\jmi
immer nur beim anderen sucht,
hält mich nicht mehr gefangen.
Der Panzer der Gerechtigkeit
schirmt uns gegen den Bösen ab.
Wenn uns bewusst ist, dass Jesus
uns erlöst und gerecht gemacht
f t .
hat, brauchen wir uns nicht zu
fürchten.
Die Stiefel stehen für die Bereit­ Es war immer wieder dasselbe, mich dachten, hatte doch eine
schaft, anderen zu erzählen, wie wir rte der Termin näher, größere Bedeutung für mich, als ich
befreit wurden. So ermutigen wir stieg .Angst in mir auf, obwohl es bisher vermutete. Ich konnte es
sie wenn Angst sie quält. doch eigentlich ganz harmlos war. einfach nicht ertragen, wenn ich es
Der Feind Gottes wird oft als Während meiner theologischen riskieren musste, mich mit mei­
Witzfigur dargestellt, sodass ihn Ausbildung sollte ich vor knapp nem Glauben vor anderen lächer­
kaum noch jemand als Gefahr er­ hundert Schülern, Studenten und lich zu machen.
kennt. Paulus sagt, dass dieser Wi­ Lehrern eine Abendandacht hal­ In dieser Zeit des Gebets und
dersacher eine angstmachende ten. Und jedes Mal hatte ich große Nachdenkens erinnerte ich mich diesmal selbst ausprobieren.
Realität ist, aber nicht in der Art, wie Angst davor. Schon wenn ich das an eine Aussage des Apostels Jo­ Ich ließ mich so richtig ent­
manche es sich vorstellen. Satan Thema ausarbeitete, kam in mir ein hannes in 1 Jo 4,18-19 (GN): „Die spannt in Gottes Liebe fallen, die
bewirkt oft Ängste in uns, die wir ungutes Gefühl hoch, aber erst Liebe kennt keine Angst. Wahre ich so oft in meinem Leben erfah­
nicht bekämpfen können, wenn recht, wenn der Termin vor der Tür Liebe vertreibt die Angst. Wer Angst ren hatte. Ich machte mir intensiv
wir nicht den Schild des Glaubens stand. hat und vor der Strafe zittert, bei bewusst, was es bedeutete, dass die
bei uns haben. Dieser Glaube ist Vielleicht lag es daran, dass ich dem hat die Liebe ihr Ziel noch wichtigste Person im ganzen Uni­
Vertrauen zu Gott. Und Vertrauen wusste, dass es für die minderjähri­ nicht erreicht. Wir lieben, weil Gott versum mich mehr liebte, als ihr ei­
ist das Gegenstück zu Angst. Diese gen Schüler eine Pflichtveranstal­ uns zuerst geliebt hat." Dieser Bi­ genes Leben. Ich bin Gott so wi-J|^
Geborgenheit in Gott schützt uns. tung war, über die sie nicht gerade beltext, dieses göttliche, psycholo­ tig, dass er alles für mich tun wur­
Von den Römern wird uns be­ begeistert waren. Viele von ihnen gische Prinzip hatte mich schon de, Ich versuchte mir vorzustellen,
richtet, dass sie bei Angriffen oft ei­ hatten mit dem christlichen Glau­ immer fasziniert und ich hatte wie mich während der Abendan­
ne besondere Taktik anwandten. ben nicht viel am Hut, auch wenn schon einige Erfahrungen damit dacht alle auslachten, aber Gott an
Sie hielten ihre Schilde zusammen, es ein christliches Gymnasium mit gemacht. Vielleicht konnte diese meiner Seite stehen würde und
sodass eine Wand aus Schilden ent­ theologischem Seminar war, wo Wahrheit mir auch in meinem jet­ mich in seine Arme nahm. Das
stand. Was für ein treffendes Bild diese Abendandachten stattfanden. zigen Problem helfen? Schreckensbild des Sich-Lächer-
für die christliche Gemeinde, in der Aber das konnte nicht allein die Ich erinnerte mich an einen ja­ lich-Machens schmolz dahin wie
Gläubige wie in einer intakten Fa­ Ursache sein. Schließlich bekam panischen Christen, der bei emo­ Eis in der Sonne. Nach dieser
milie Zusammenhalt und damit ich sowohl von Lehrern als auch tionalen Problemen folgendes Ver­ Übung war ich nicht nur erfrischt,
Trost und Ermutigung finden kön­ von Schülern die Rückmeldung, fahren anwandte: Er legte sich auf sondern empfand einen tiefen in­
nen! Es ist für mich eine große Hil­ dass meine Abendandachten sehr sein Bett, entspannte sich und neren Frieden und die Angst war
fe zu wissen: andere stehen mir bei gut ankamen. Warum also in aller machte sich tief bewusst, wie sehr fast weg. Lediglich ein Rest Lam­
und beten auch für mich. Welt hatte ich immer wieder eine Gott ihn persönlich liebte. Er dach­ penfieber war übrig geblieben, das
Zum Schluss noch das Schwert. solche Angst? te intensiv über die Liebe Gottes mich aber nicht mehr weiter störte.
Es steht als Bild für das Wort Gottes. Ich wollte diese Angst loswer­ nach. Manchmal dauerte es nur 5- Ich musste diese Übung noch öfter
Es kann Ängste, die aus falschen den, weil ich wusste, dass ich sie als 10 Minuten, aber danach war er durchführen, bis ich mich in angst­
Vorstellungen kommen (falsche Kind Gottes nicht nötig hatte. Des­ ganz erfrischt und hatte neuen Le­ machenden Situationen durch das
Gottesbilder, Aberglaube usw.), wegen fing ich an, mit Gott über bensmut. Es waren schon einige Bewusstsein der liebe Gottes auto­
durch die Wahrheit besiegen. dieses Problem zu sprechen. Dabei Jahre her, seit ich über diese für matisch innerlich entspannen
Außerdem machen uns die Ver­ dämmerte mir, dass vielleicht auch mich etwas ungewöhnliche Thera­ konnte. Wiedereinmal hatte ich er­
heißungen der Bibel Mut und mein mangelndes Selbstwertge­ pie gelesen hatte, aber jetzt war es fahren, dass Gottes Liebe meine
schenken uns Kraft und Hoffnung. fühl eine Rolle spielte. Ich fand her­ mir wieder zum richtigen Zeit­ Angst besiegen kann.
Friedemann Mahlhus aus: Die Frage, was andere über punkt eingefallen und ich wollte es Hartmut Wolf

2 STIMME DER HOFFNUNG • NOVEMBER 1997


Ein Jahrmillionen- H E U T E R L E B T
Schwindel?
Fortsetzung von Seite 1:

nach oben angehoben, während


die Erosion die oberen Schichten
abträgt. Damit schien die evolu­
tionäre Vorstellungswelt wieder in
Ordnung zu sein.
Doch jetzt stellte ich meine drit­
te Frage: „Was ist dann mit den or­
ganischen Einschlüssen, den Fossi­
lien? Wachsen die auch aus dem
Erdinneren von unten nach oben ssp s , ...
nach?" Verblüfftes Schweigen.
Auch bei Gesprächen mit anderen * v " i
Wissenschaftlern erlebte ich ähn­
liche Reaktionen auf diese drei Fra­ c
u
gen.
f
Das Zeugnis Naturwissenschaften und Tech­ Nun, ich dachte es wäre eine
der Gesteinsschichten nik haben mich schon immer fas­ Leichtigkeit, den christlichen Glau­

Nach dem biblischen Schöp­


ziniert. Schon als kleiner Junge ex­
perimentierte ich mit verschiede­
ben durch die Evolutionstheorie zu
widerlegen. Hatte ich nicht in der dwt cwust-
fungsbericht sind wir kein Zufalls­ nen Baukästen _herum und ent­ Schule und in unzähligen Fernseh­
ltchcth6foiu-
bm daüch die
produkt, das über Jahrmillionen deckte die fantastische Welt sendungen gelernt, dass die Welt
entstanden ist. Gott hat uns gewollt unserer Schöpfung. Mir war klar, nicht durch Schöpfung, sondern
und ins Leben gerufen. Diese Bot­ dass meine berufliche Laufbahn in durch Zufall entstanden war? Und
schaft ist in dem wertvollsten bibli­ diese Richtung gehen würde. wenn die Bibel sich schon auf den
schen Dokument verankert, den Ich bin in einem christlichen El­ ersten Seiten in ihren Aussagen irr­
Zehn Geboten. Dort heißt es im ternhaus aufgewachsen und davon te, was sollte man dann vom Rest
Sabbatgebot: „Denn in sechs Tagen auch mehr oder weniger geprägt halten?
hat der Herr Himmel und Erde ge­ worden. Als Jugendlicher sah ich Die Evolutionstheorie war für
macht." Das hat Gott mit eigenem mich mit der Frage konfrontiert, mich der wissenschaftlich gesi­
Finger geschrieben, so wird uns be­ wie ich zu dem Glauben meiner El­ cherte Grund, warum man den
richtet. Können wir das glauben? tern stehe. Obwohl ich bisher keine christlichen Glauben getrost ableh­ maligen Sicht!) war das aber nicht
Wenn ja, dann bezeugen auch die negativen Erfahrungen damit ge­ nen konnte. Die ganze Sache hatte der Fall.
Gesteinsschichten, dass die Erde macht hatte, wollte ich mich mit nur einen Haken: Eine innere Stim­ Ich hatte bisher wenig Bücher
sehr jung ist. dem christlichen Glauben nicht me, die ich damals für meine intel­ von Christen in die Hand bekom­
Einige Wissenschaftler versi­ auseinandersetzen. In der Zeit der lektuelle Redlichkeit hielt, sagte men, die scharfsinnig und wissea^
cherten mir, dass die Gesteins­ Pubertät und auch danach hatte ich mir, dass ich nur einseitig infor­ schaftlich geschult für den chnjjpP
schichten unterirdisch im Meer ganz andere Dinge im Kopf, sodass miert war. Hatte ich denn je den liehen Glauben argumentiert hät­
entstanden seien. Auf meine Frage, ich mich kurzerhand entschloss un­ Versuch unternommen, die Aussa­ ten. Um so mehr war ich über­
ob alle Schichten so entstanden ter die ganze Sache einen Schluss­ gen von Wissenschaftlern zu über­ rascht, wie wenig ich über diese
sind, bekam ich eine ausweichende strich zu ziehen und mit dem Glau­ prüfen, die trotz des einhelligen Argumente der „Gegenseite" infor­
Antwort. Die Bibel berichtet von ei­ ben meiner Eltern zu brechen. Ich Zeugnisses des Zeitgeistes an der miert war. Halb verärgert und halb
ner weltweiten Flut, die diese wollte meine eigenen Wege gehen. Glaubwürdigkeit der Schöpfungs­ neugierig wollte ich mehr davon
Schichten in kurzer Zeit einge­ Irgendwann bemerkte ich eine theorie festhielten? Zu meiner ei­ wissen. Nach mehrjährigen inten­
schlämmt hat. Die Sintflut erklärt ständig wachsende innere Unruhe. genen Beschämung musste ich mir siven Studien zu diesem Thema
die Eiszeit, wie auch die Fossilien, Dass ich den Glauben meiner El­ eingestehen, dass ich nichts der­ wurde mir klar: Die Wissenschaft­
die man bis in den höchsten Ge- tern einfach über Bord geworfen gleichen getan hatte. ler, die an die biblische Schöpfung
birgsregionen findet. hatte, bereitete mir kein schlechtes Nun war es damals nicht so ein­ glauben (man nennt sie Kreationi-
Menschen, die an den bibli­ Gewissen. In dieser Zeit war das für fach, christliche Wissenschaftler sten) haben eindeutig die besseren
schen Schöpfungsbericht glauben, mich und meine gewohnte Umwelt kennenzulernen, die gute Argu­ Argumente. Wie überall ist aber
brauchen sich nicht zu verstecken. etwas ganz normales. Nein, es war mente für eine Schöpfung Vorbrin­ natürlich auch hier nicht alles
Warum nun der Titel „Jahrmillio- nicht mein Gewissen, sondern mei­ gen konnten und - ehrlich gesagt - Gold, was glänzt.
nen-Schwindel"? Weil viele Fragen ne intellektuelle Redlichkeit, die ich bemühte mich auch nicht be­ Jetzt stand ich vor der schweren
und Fakten von Evolutionisten ver­ sich in mir zu Wort meldete. Wie sonders darum. Trotzdem hielt ich Entscheidung, ob ich diesen Weg,
schwiegen werden. Brechen wir konnte ich eine Hypothese (den eines Tages ein Buch von A. Emest den ich ursprünglich als unsinnig
dieses Schweigen, indem wir Fra­ Glauben meiner Eltern) so einfach Wilder Smith in der Hand. Ich war abtun wollte, wirklich weitergehen
gen stellen, die zum Punkt kom­ über Bord werfen, ohne sie über­ überzeugt davon, dass ich nicht wollte. Ich entschied mich (damals
men. Die Wahrheit braucht sich prüft zu haben? War das sauberes lange lesen müsste, um mich ganz schweren Herzens) dafür und habe
nicht zu verstecken. wissenschaftliches Arbeiten, auf das für die Evolutionstheorie zu ent­ den Schritt bis heute kein einziges
Werner Renz ich bisher immer so stolz war? scheiden. Leider (aus meiner da- Mal bereut. Hartmut Wolf

2 STIMME DER HOFFNUNG • FEBRUAR 1997


„Die ganze H E U T E E R L E B T
Verantwortung
hängt an dir!“
Fortsetzung von Seite 1:

Das Einkäufen ist ziemlich


schwierig. Ich schnapp mir mei­
nen Rucksack, irgendwelche Ta­
schen und natürlich den Kinder­
wagen und gehe zu Fuß.
Eva: Ich habe das Problem,
daß ich es nach der Arbeit nicht
schaffe, rechtzeitig meinen Sohn
abzuholen. Wenn ich Spätdienst
habe, weiß ich vorher oft nicht,
wer ihn abholt. Dann rufe ich in
meinem Bekanntenkreis herum.
Das kostet mich sehr viel Kraft
und Nerven.
Abends, wenn ich nach Hause
komme, geht's erst richtig los. Die
Kinder brauchen mich. Ich muß
sie versorgen, Essen vorbereiten,
bei den Hausaufgaben helfen. Ei­
gentlich ist es kein normales Fa­ Ich hatte mal wieder ein ausge­ sprechen, wie ich es nenne. Ich
milienleben. Am Wochenende sprochenes „Tief". Mit allem und bat Gott einfach: „Herr, wenn
nehme ich mir dann wirklich Zeit jedem war ich unzufrieden, nicht dich etwas in meinem Leben dar­
für meine Kinder.
Ziegler: In den meisten Famili­
zuletzt auch mit Gott. Warum half
er mir nicht aus diesem emotiona­
an hindert, mich mehr zu segnen,
dann mache mir das bitte ganz
(U tl
en arbeitet mindestens ein Partner len Loch heraus? Warum gab er deutlich klar."
voll Er ist also auch nicht zu Hause. kein Lebenszeichen von sich? Die Antwort auf mein Gebet
Gibt es einen Unterschied zu dieser Warum war er so unnahbar weit kam prompt. Meine älteste Toch­
Situation? weg, anstatt mich in meinem ter Ronja hatte ein paarmal ein
Isolde: Die psychische Stütze. Kummer zu trösten? Verhalten an den Tag gelegt, das
Du weißt, es ist jemand da. In solchen Zeiten bin ich rich­ die Fachleute „Pavor Nocturnus" Man muß so etwas erlebt haben,
Sabine: Selbst wenn es den tig neidisch auf die besonderen, nennen, zu deutsch „Nachtangst". um meine Überraschung zu be­
ganzen Tag schief gelaufen ist, außergewöhnlichen Erfahrungen, Meine Frau war in diesen Nächten greifen. Schließlich konnte ich
abends kann man das erzählen. die andere Menschen mit Gott an der Reihe, sich um die Kinder Ronja wieder in die Wirklichkeit
Man wird getröstet oder überlegt machen dürfen. Aber ihre Erleb­ zu kümmern. Daher wußte ich zurückholen, und dann war auch
zusammen, wie es besser sein nisberichte ziehen mich nur noch zwar von Ronjas „Nachtangst", gleich alles wieder gut.
kann. Das muß man eben alles al­ tiefer in mein Loch und den hatte aber nicht weiter darüber Während sie auf mein<^|j|
leine bewältigen. Teilweise geht Sumpf des Selbstmitleids hinein. nachgedacht. Schoß schon wieder einschlif|r
es, aber manchmal scheint einem Diesmal lief die Krise allerdings et­ In der Nacht nach meinem traf mich blitzartig ein Gedanke,
alles über den Kopf zu wachsen. was anders ab als sonst. Irgendwie „gefährlichen Gebet" war ich an eine Erkenntnis oder Botschaft,
M anuela: Ich mußte mal dämmerte in mir die Ahnung, daß der Reihe mit den Kindern. Meine die ein Engel nicht klarer hätte
nachts mit meinem Kleinen ins mein augenblickliches Tief viel­ Tochter schrie laut in ihrem Zim- übermitteln können und die mich
Krankenhaus fahren. Der hat nur leicht auch mit meinem Verhal­ mer:„Papa komm!" Ich stand auf, immer noch beschäftigt: In all'
noch geschrien. Wie willst du ein ten und Lebensstil zu tun haben um sie wie üblich zu beruhigen. den Zeiten, in denen es mir so
schreiendes Kind ins Auto 'rein­ könnte. Sie ließ sich aber überhaupt nicht schlecht gegangen war, war Gott
kriegen und fahren? Da habe ich Um Mißverständnissen gleich beruhigen, so daß ich sie in die mir immer nah gewesen, so nah,
meine Freundin angerufen. Das vorzubeugen: Natürlich weiß ich Küche trug und das Licht anmach­ als würde ich auf seinem Schoß
kannst du alleine nicht bewälti­ auch, z.B. aus dem Buch Hiob, daß te, damit sie richtig zu sich kom­ sitzen! Ich aber hatte geschlafen -
gen. Wenn ein Partner da ist, Leid nicht immer die Folge von men konnte. geistlich geschlafen! Ich hatte alle
dann ist dieses Panikgefühl nicht Fehlverhalten ist. Aber ich habe Da lag nun meine dreijährige seine Verheißungen nicht ernst
so groß. Die ganze Verantwortung ebenso aus der Bibel gelernt, daß Tochter mit offenen Augen auf genommen und mir von meinen
hängt an dir. Und du hast nachher wir uns viel unnötiges Leid erspa­ meinem Schoß und weinte in ei­ negativen Gefühlen eine falsche
nicht mal jemanden, bei dem du ren können, wenn wir Christ-Sein nem fort: „Papa komm! " Zuerst Wirklichkeit vortäuschen lassen.
dich ausheulen kannst. Das ist ei­ nicht nur spielen, sondern mit begriff ich nicht, was mit ihr los In meinem geistlichen Schlaf hat­
ne große nervliche Belastung. Gott wirklich ernst machen. Und war, bis ich mich plötzlich daran te ich Alpträume, Gott wäre ganz
Anke: Was ganz schwer ist, ich wußte genau, daß da bei mir erinnerte, was meine Frau mir er­ weit weg, hätte mich verlassen,
daß man als Alleinerziehende ei­ noch an einigen Punkten etwas zählt hatte: Meine Tochter war in würde mich nicht mehr lieben
gentlich alles abdecken muß. Das nicht in Ordnung war... Wirklichkeit noch gar nicht rich­ während ich auf seinem Schoß
ist nicht nur eine Frage der Ar­ Schließlich konnte ich mich tig wach! Sie schlief mit offenen saß und er behutsam versuchte,
beitsbelastung. Das Problem ist, mit Gottes Hilfe dazu durchrin­ Augen und hatte anscheinend ei­ mich aufzuwecken.
Bitte lesen Sie weiter au f Seite 3 gen, ein „gefährliches Gebet" zu nen unangenehmen Traum ... Hartmut Wolf

2 STIMME DER HOFFNUNG • MAI 1996