Sie sind auf Seite 1von 17

IMC OnAir ...

Broadcasting show No. 64


– 19th October 2010 (Tuesday - 21:00-21:58 p.m.)
radio station: TideRadio 96.0 (www.tidenet.de)

Raga CDs des Monats:

„ Chandra – Moon Ragas”


- Moderationstext / DOKU v. 16.10.2010-1 -

! seit 1.8.2007 gibt’s IMC OnAir als echtes Internetradio !


LiveStream  http://radiostream.india-meets-classic.net

© 10/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
Hintergrund ...
IMC OnAir gliedert sich als Radiosendung (Kabel/Antenne + Internetstream/PodCast)
historisch u. hierarchisch in folgenden Aufbau. Die Struktur soll als konzeptionelle
Markenarchitektur für alle sozialen Projekte von IMC verstanden werden.
Projektbüro „Sinn-Macher.net“ – personalisierte Marke des
Ideengebers und Initiators Lothar J.R. Maier mit
Erstkonzeptionierung in 04/2003.
Die Inhalte dieser auf „Sinn“ fokussierten Website (www.sinn-
macher.net) befasst sich mit nahezu allen Aspekten rund um die
Begrifflichkeit “Sinn” – Und reflektiert das lebensphilosophische
Verständnis, aus dem alle Teilprojekte wie IMC
(www.india-meets-classic.net) entwickelt werden.
Die Teilprojekte von IMC sind Bestandteile des
Gesamtkonzeptes der EUFLEHTZ Stiftung i.G. (Europäisches
Forschungs-, Lehr-/Lern- u. Therapiezentrum für Life-Sciences)
– www.eufletz-stiftung.de .
IMC wurde gegründet zur Realisierung von
musiktherapeutischen Angeboten auf der Basis indisch
klassischer Musik, als Ergänzung zu dem segeltherapeutischen
Konzept „3iE“.
Unter IMC – India meets Classic subsumieren sich alle IMC-
Teilsegmente. Das Logo darf als Dachmarke aller Teilleistungen
und Sub-Brands verstanden werden.
„IMC OnAir“ steht für die Broadcasting-Plattform von IMC via
Radio (www.imcradio.net) und konvergenter Medien, wie das
PodCasting (RSS Feeds – Push-&Pull-Technologie) oder
PhoneCasting.

IMC-Förderinitiative „TablaPerformance – TablaGroup


Hamburg“, das erste der Öffentlichkeit vorgestellte Teilprojekt ...
unter der Themenüberschrift „Heimat – Individuum &
Gesellschaft“ wurde als Weltpremiere beim Festival der Kulturen
2005 das Textrezitativ (Deutschfassung) des englischen
Originalwerkes „Creative Unity“ (1922) von Rabindranath Tagore
interpretiert, Indien’s grösster Philosoph und erster
Nobelpreisträger für Literatur.
Culturebridge „Water is Life – Living with Water“ wurde im
Rahmen des Förderwettbewerbes der FHH in 4/2005 als
Konzept vorgestellt. Es legt den Focus auf Live-Performances
(„night of ragas“) u. Nachwuchsförderung (Schüleraustausch-
programm) mit dem Ziel des interkultureller Dialoges, für einen
KnowHow-Transfer von Indien nach Deutschland.
IMC – India meets Classic verfügt in seinem Gesamtansatz über
ein Konzept für musikpädagogische Arbeit an Schulen als
kleinere Teilleistung (6-wöchiger Workshop).
..3 /17 ...
(DOKU - Sendemoderation /16102010-1)

Raga CDs des Monats:

Chandra – Moon Ragas


Erstausstrahlung: 19.10.2010 (21:00-21:58 Uhr)
Wiederholungstermin: ---

© 10/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
...4/17 ...
(DOKU - Sendemoderation /16102010-1)

IMC OnAir/Raga CDs des Monats: Chandra – Moon Ragas - 19.10.10 (21:00-21:58 /Sendeplatz: www.tidenet.de)

[0.] Jingle (Intro)

IMC - India meets Classic ... eine Sendung für indisch klassische Musik.

IMC bietet Ihnen ein monatliches Hör- und Leseangebot mit Werken indischer
Musikmeister, Raga-CDs, Festivalreports und Special Features.

Über die Website Ihres Radiosenders oder mit einem Besuch bei IMC im Internet
finden Sie in deutscher und englischer Sprache weitere Infos zu den
Musikmeistern, zu indischen Instrumenten, dem Musiksystem Indiens und
vorgestellten CD-Titeln.

IMC - India meets Classic wird auch im Podcasting-Verfahren, im MPEG-Format


als Download angeboten. Stellen Sie sich Ihr ganz individuelles Radioprogramm
zur indisch klassischen Musik zusammen unter:

www.imcradio.net
(Englisch: uu-uu-uu_dot_aiemciereidio_dot_net)
imcradio.net
(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net)

© 10/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
...5/17 ...
(DOKU - Sendemoderation /16102010-1)

IMC OnAir/Raga CDs des Monats: Chandra – Moon Ragas - 19.10.10 (21:00-21:58 /Sendeplatz: www.tidenet.de)

1.1 Begrüssung...
Sehr verehrte Zuhörerinnen und Zuhörer,
liebe Freunde der indisch-klassischen Musik!
Am Mikrophon begrüsst Sie Lothar J.R. Maier, mit einer neuen Sendung zur
indischen Musikkultur. IMC – India meets Classic präsentiert Ihnen heute:
„Chandra - Mondragas“.
Wie in all unseren Sendungen „Raga CDs des Monats“ hören Sie dazu
Beispiele original indisch-klassischer Musik. – Beachten Sie auch die
Hinweise zu unserem Hörertelefon und Internetangebot im weiteren Verlauf
der Sendung.
_____________________
1.2. Einführung... Wortbedeutung – westl. Bezug...
Dem Mond sprechen in einer Vielzahl westlicher Kulturen die Menschen
mystische Kräfte zu. Der Erdtrabant umkreist in einem gemittelten Abstand
von 384.401 km die Erde von Vollmond zu Vollmond in 29,53 Tagen. Durch
die Gravitation des Mondes und auch die der Sonne erklären sich die
Gezeiten von Ebbe und Flut.
Dass Wölfe den Mond anheulen oder ruhelose Geister in Vollmondnächten
um den Schlaf gebracht werden sollen, bleibt in dieser Sendung ungeprüft.
Vielmehr können wir feststellen, dass man in der indischen Filmmusik, in
Bollywood - gleichermassen wie im Westen - den Anblick des Mondes mit
Liebe und Romanzen verbindet. Eine Vollmondacht ist die Zeit der
Liebespaare.
Als ersten Höreindruck singt uns...
Chand phir nikla
(Film: Paying Guest - Sängerin: Late Mangeshkar – Komponist: S.D. Burman)
Der Mond erscheint wieder. Aber bis jetzt bis du nicht gekommen.
Mein Herz brennt und schmerzt. - Was soll ich jetzt tun ?
Diese Nacht sagt, dass unsere Tage vergangen sind.
Mein Herz weiss, dass Du nicht der Meine bist.
Noch stehe ich hier und halte nach Dir Ausschau, voller Angst erfüllt.
Was soll ich jetzt tun ?
Der Rauch steigt aus meinem brennenden Herzen empor.
Bitte komm wieder zurück, kann ich kaum mehr atmen.
Im hinduistischen Verständnis ist der Mond ein Planet (Graha) und gleichsam
eine Gottheit: Chandra. - Chandra, das heisst „scheinend“. Dieses Wort finden
wir für Mond in der alten Gelehrtensprache Sanskrit, in Hindu und
Landessprachen verschiedener indischen Bundesstaaten.
Neben Chandra sind weitere Namen:
1. Herr der Nacht = Rajanipati;
2. Derjenige, der die Nacht erhellt = Kshuparaka oder
3. Der strahlend-leuchtende Tropfen = Indu.
Auf Indu und seine besondere Bedeutung in der südindische Klassik werden
wir noch später zu sprechen kommen (s. Pkt. 5.2., Seite 11)
...

© 10/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
...6/17 ...
(DOKU - Sendemoderation /16102010-1)

IMC OnAir/Raga CDs des Monats: Chandra – Moon Ragas - 19.10.10 (21:00-21:58 /Sendeplatz: www.tidenet.de)

...
In ganz Südasien wird Chandra aus seiner Herkunft im Sankrit gerne als
weiblicher und männlicher Name vergeben. Einige Musikerinnen und Musiker
wurden damit bedacht, wie die Sängerin Sheila Chandra, Sikkil Mala Chandra
Sekhar, eine Flötistin, RaviChandra Kulur, gleichfalls auf der Flöte oder der
südindische Percussionist T.H. Subash Chandran auf dem Ghatam.

2.1. Emotionen (Rasa-s), Jahreszeiten (Rithu-s)...


Seit mehr als 2000 Jahren ist man sich in der indischen Musik ihrer
psychologischen Wirkung sehr bewusst. Die indische Klassik ist, weit mehr als
die westliche Klassik, in ihrem musikalischen System darauf angelegt,
Emotionen sehr direkt ausdrücken und zu transportieren.
In vielen unserer Sendungen zur indischen Klassik haben wir dabei den
Einfluß der Umgebung auf die Stimmung und ihre Wahrnehmung durch den
Menschen behandelt.
Durch die Ragas Nord- und Südindiens werden neun (9) Gefühle, Nava Rasa-
s zum Ausdruck gebracht. Die Ragaskalen spiegeln die Vielfalt des Lebens
und Lebenserfahrung wieder.
Der Zeitzyklus der indischen Ragas oder der saisonale Bezug haben direkten
Einfluß auf das menschliche Bewusstsein und sein Stimmungsempfinden.
In der indischen Musik definiert man sechs (6) saisonale Bezüge, die Rithu-s.
Jede Rithu bezieht sich auf eine Zeitperiode, die mit einem besonderen
Ereignis verknüpft ist. Jede der sechs (6) Rithu-s dauert zwei (2)
Sonnenmonate.
Wie wir noch sehen werden, spielt die Zahl zwölf (12) in Indien, der indischen
Astrologie wie auch für die südindische Musik eine besondere Rolle.
Der genauen Anfang der Ritus berechnet sich jeweils aus 30 Grad
Sonnenbewegung mit Referenzpunkt der Tag- und Nachtgleiche (equinox)
bzw. der Sommer- und Wintersonnwenden (summer and winter solstice) - in
Relation zur Erdrotation.
Den Planeten Mond und Sonne wird die Saison Varsha zugeordnet. Wenn
Sonne & Mond im Hause der Sternkreiszeichen Zwillinge und Krebs stehen,
ist in Indien Regenzeit. Der indische Monsoon beginnt am 20. Mai und dauert
bis zum 20. Juli. Im hinduistischen Mondkalender sind dies Yeshta und
Ashaadha.
Der Varsha Rithu folgt Sharad Rithu. Es ist die Jahrezeit zwischen dem
heissen Sommer und der Kälte des Winters. Das Klima von Sharad Rithu ist
mild und moderat. Die Nächte voller Mondlicht verzaubern und spiegeln sich
in der indischen Poesie und den Heldengedichten wieder.
Eine Vollständige Aufstellung aller sechs (6) Rithu-s finden Sie auf unserer
Website – www.imcradio.net.

© 10/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
...7/17 ...
(DOKU - Sendemoderation /16102010-1)

IMC OnAir/Raga CDs des Monats: Chandra – Moon Ragas - 19.10.10 (21:00-21:58 /Sendeplatz: www.tidenet.de)

2.2. 1. Hörbsp. … Raga Chandrakauns…


Rahul Sharma (Santoor) - Track 1: Raga Chandrakauns (Alap) (9:11) - CD Akaash
(SWM – SenseWorldMusic , 2004)
Das Stimmungsbild des Mondes spiegelt sich auch in dem Spätnachtraga
Chandrakosh oder Chandrakauns wieder. Kauns kennzeichnet diesen
Mondraga in der auf- und absteigenden Skala als 5-Ton-Raga.
Auch Ragas sind in ihrer Zeitgeschichte einem Wechsel, einem Wandel
unterworfen. Die moderne Form von Chandrakauns besteht aus den Noten C,
Es, F, As und H (s. Anlage 1, S. 15). Also der 1., 3., 4., 6. und 7. Stufe in dem
uns bekannten Oktavraum. Die 7. Stufe, das H, in der indischen Notation das
Ni (Nishad) wird als natürlich, als komal gespielt. Die ältere Form von
Chandraukauns wurde noch im 19. und Anfang des 20sten Jahrhunderts
gespielt. Hier hat man die 6. Stufe, das A als natürliche Hauptnote und 7.
Stufe als B, als vermindertes H gespielt.
Chandrakauns war schon zu jener Zeit ein beliebter Raga, um wiederholende
Melodieformen, die Lahara-s (o. Naghma-s) auszudrücken. Auch für
Tablasolos wurde dieser Mondraga als Begleitform gewählt oder für
Aufführungen im nordindischen Tanz Kathak.
Das nun folgende Hörbeispiel für Raga Chandrakauns spielt uns Rahul
Sharma in dem langsamen Einführungsteil Aalap, auf dem Santoor, eine Art
Hackbrett. Rahul Sharma ist Sohn des legendären Santoormeisters
ShivKumar Sharma. In Aalap wird das Notenmaterial von Raga Chandrakauns
vorgestellt. Die Aufnahme stammt aus Rahul’s CD Akaash.. Sie wurde 2004
bei dem Label SWM – SenseWorldMusic veröffentlicht.
...
3.1. Darstellungen von Chandra (1)... Symboliken, Elemente...
In dem farblichen Stimmung wird der Mond als weiss, metallig-silbern
verstanden. In Indien wird er durch Perlen und den Mondstein repräsentiert.
Er gehört zur Gruppe der Feldspate. Der Mondstein ist eine Mineral-Varietät
des Orthoklas.
Wahrhaftig erinnert schon ein ungeschliffener Mondstein durch sein
Schimmern an das Mondlicht. Als echten Schmuckstein findet man ihn als
Cabochon jedoch sehr selten - fast transparent mit zart-bläulichem Glanze.
Das typische Herkunftsland des Mondsteins liegt in direkter Nachbarschaft zu
Indien, auf Sri Lanka.
Wie wir zu den sechs saisonalen Bezügen, den Rithu-s bereits erfahren
haben, ist das Element des Mondes Wasser. Der Mond regelt die
Regenmonate und das Wasser für die Ernten, während Merkur die Zeitdauer
des Wachstums und der Fruchtreife bestimmt... und Jupiter über die frostigen
Monate herrscht, in denen das Laub fällt und die kalte Jahrezeit beginnt.
Chandra’s Einfluß findet sich auch in der Nahrung wieder. Der Mond bestimmt
die Struktur des Reises.

© 10/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
...8/17 ...
(DOKU - Sendemoderation /16102010-1)

IMC OnAir/Raga CDs des Monats: Chandra – Moon Ragas - 19.10.10 (21:00-21:58 /Sendeplatz: www.tidenet.de)

3.2. 2. Hörbsp. … Raga Chandrakauns…


Devashish Dey (Vocals) - Track 2: Raag Chandrakaunsh (17:58) - CD From The
Ghaats of Benaras (2008)
Nun eine Gesangsinterpretation von Raga Chandrakauns - mit dem
Khayalsänger und Physiker Devashish Dey... als Vergleich zu dem vorherigen
Hörbeispiel mit dem Santoorspieler Rahul Sharma. Devashish Dey stammt
aus Varanasi. Die am Ganges gelegene Stadt ist für Hindus die heiligste
Stätte, berühmt durch ihre öffentlichen Krematorien. Die Stadt der Lichter,
Stadt des Lernens, auch Benares genannt, ist gleichsam Geburtsstätte der
Benares Gharana, eine der indischen Musikschulen. Darin wurde Devashish
Dey von seine Lehrer Pandit Pashupati Nath Mishra ausgebildet. Devashish
Dey brachte 2008 im Eigenvertrieb die CD The Ghaats of Benares auf den
Markt. Daraus hören wir den Mondraga Chandrakauns (s.a. Anlage 1, S. 15).
...
3.3. Darstellungen von Chandra (2)... Symboliken in Malerei, Bildhauerei...
Chandra, der Mond, wird in bildlichen Darstellungen und Skulpturen als ein
schöner, vierarmiger Jüngling dargestellt. Das British-Museum besitzt auch
eine Statue mit einer 2-armigen Darstellung. In der einen Hand hält Chandra
eine Keule, in der anderen einen Lotus*.
Chandra fährt auf einem Streitwaagen nächtlich über dem Himmel, gezogen
von 10 weissen Pferden oder einer Antilope. In den hinduistischen Mythen gibt
es dazu eine Geschichte:
„Der Elefantengott Ganesha war nach dem Fest der Klöße, der Modaks,
einer Süßspeise, die noch heute in Südindien sehr beliebt ist, reitend auf
seiner Maus auf dem Weg nach Hause. Eine Schlange kreuzte Ganesha’s
Weg. Die Maus wich zur Seite und Ganesha fiel zu Boden. Sein Magen
brach entzwei und die Klöße, die Modaks kullerten heraus. Als dies
Chandra, der Gott des Mondes sah, fing er lauthals zu lachen an. Ganesha
nahm die Schlange auf, verwendete sie als Gürtel und schnürte damit
seinen Magen wieder zusammen. Ganesha blickte auf den lachenden
Chandra, belegte ihn mit einem Fluch und verbannte ihn von dem
Nachthimmel. So gab es keine Nacht mehr. 24 Stunden lang herrschte die
Sonne. Die Götter und auch die Menschen litten unter dem endlosen
Tageslicht und der sengenden Hitze. So entsandten die Götter eine
Delegation zu Ganesha und trugen ihm ihre Sorgen vor. Ganesha lenkte ein
und war bereit, den Fluch über Chandra aufzuheben unter einer Bedingung:
nie mehr sollte der Mond so scheinen wie zuvor. Der Vollmond würde nur
noch einen Monat dauern. Für die restliche Jahreszeit sollte der zu- und
abnehmende Mond an die Verfehlungen von Chandra erinnern.“
-----------------------------
*) Auf einigen Abbildungen wird Chandra auch mit einem Hasen abgebildet. Chandra ist der
Schutzpatron aller Hasen.

© 10/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
...9/17 ...
(DOKU - Sendemoderation /16102010-1)

IMC OnAir/Raga CDs des Monats: Chandra – Moon Ragas - 19.10.10 (21:00-21:58 /Sendeplatz: www.tidenet.de)

3.4. 3. Hörbsp. … Raga Chandranandan …


Ali Akbar Khan (Sarod) - T1: Raga Chandranandan (17:31) - CD Traditional Music of
India (Fantasy Records, 1995 (2006))
Musikliebhaber der indisch-klassisch Musik erinnern sich, wenn sie an
Mondragas denken, an die Sarodlegende Ali Akbar Khan. Khansahib, wie er
liebevoll genannt wurde, verstarb im Alter von 87 Jahren, am
18. Juni 2009. Dazu verweisen wir dazu auf unsere Sendung „Tradition &
Moderne – Eine Hommage an Ali Akbar Khan“ in unserem Online-Archiv.
Dieser Ausnahmemusiker der nordindischen Klassik kreierte den Mondraga
Chandranandan. Er kann zu den herausragenden Kompositionen von Ali
Akbar Khan gezählt werden.
Chandranandan ist eine Kreuzung aus vier (4) traditionellen Ragas: Malkoush,
Chandrakauns wie gehört, Nandakoush u. Kaushi Kanada. Wie uns der
Sarodspieler Steve Oda berichtet, der 1973 Schüler von Ali Akbar Khan
wurde, beschrieb Khansahib seine Komposition selbst wie folgt: „Schaust Du
in einer Vollmondnacht zu dem geheimnisvollen, endlosen Sternenhimmel auf
und erblickst den Glanz von einer Million Sterne, das spiegelt die Stimmung
von Raga Chandranandan wieder“.
Aus der CD „Traditional Music of India“, von dem Label Fantasy Records 1995
erstveröffentlicht - dieses Label fusionierte 2004 mit Concord Records - hören
wir nun dieses einprägsame Stimmungsbild mit Ali Akbar Khan auf der
Sarode.
...
4.1. Mondkalender „Chaitra“... Bezug zur Durga Puja...
Bereits in der vedischen Zeit, also der vorchristlichen Zeit, wurde in Indien der
Mond zu dem Tages-/ Wochenkalender in Bezug gesetzt.
Die „Durga Puja“ ist das bedeutendste religiöse Fest im Hinduismus. Der
jährliche Termin datiert sich nach dem hinduistischen Sonnen- und
Mondkalender „Chaitra“.
Dabei spielt die Mondbewegung (Tithi) eine entscheidende Rolle. Der Monat
des Mondes besteht aus zwei Hälften: der ersten Vollmondphase und zweiten
Neumondphase. Der erste Tag „Mahalaya“ des Durga-Festes fällt auf den
Neumondtag und feiert die Rückkehr der verheirateten Tochter Durga zu
ihrem Vater Himalaya.
Der indische Jahresanfang fällt in der Regel auf den April. Das Durga-Fest
kann in unserem gregorianischen Kalender nicht genau datiert werden. Nach
unserer Jahresrechnung wird das Durga-Fest Ende September, Anfang
Oktober zelebriert. Es wird Im 7. Monat Ashwin, in den ersten neun (9) Tagen
gefeiert.
Unsere Sendung „Mutter Durga – Ma Durga“ hat sich mit dieser Gottheit und
dem Raga Durga bereits befasst. Wie all unsere Sendungen können Sie auch
dieses Thema in unserem Online-Archiv nachhören.

© 10/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
...10/17 ...
(DOKU - Sendemoderation /16102010-1)

IMC OnAir/Raga CDs des Monats: Chandra – Moon Ragas - 19.10.10 (21:00-21:58 /Sendeplatz: www.tidenet.de)

4.2. 4. Hörbsp. … Raga Chandradhwani (Chandrakauns & Kaushikdhwani)


Ustad Rashid Khan (Vocals) - Aali Re - Track 4: Raga Chandradhwani (8:38) - CD
Albela Sajan Aayo Re
Eine weitere Variante eines Mondragas ist ChandraDhwani. Ein Zwitter aus
dem in dieser Sendung bereits vorgestellten Mondraga Chandrakauns u. dem
Nachtraga Kaushik Dhwani. Beides sind 5-Ton-Ragas. Bei Kaushik Dhwani
entfallen die 2. Stufe Re (Rishabh) und 5. Stufe Pa (Pancham). Alle Noten
werden „suddha“, als natürlich gespielt.
Der Virtuose Ustad Rashid Khan ist Meister des nordindischen Gesangsstils
Khayal. Rashid Khan hat einen eigenen Improvisationsstil entwickelt, eine
Glissando-Technik, die Taans. Diese setzt er in der Kompositionsform des
nordindischen Gesangs Tarana ähnlich dem Instrumentalstile ein.
Rashid Khan präsentiert uns aus seiner CD „Albala Sajan Aayo Re“ den Titel
„Aali Re“ in der nordindischen Ragaform Chandradhwani. „Aali Re“ finden wir
häufig in Gesangsstücken des indischen Films... und sinngemäß kann dies als
liebevolle Ansprache übersetzt werden: „Oh, mein Freund!“
...
5.1. Die Kräfte und Energien des Mondes... Chakren...
Dem Mond werden in der hinduistischen Mythologie gute und gleichsam
negative Eigenschaften zugesprochen. Chandra Shekera ist die Person, die
den Mond trägt und in direkter Verbindung zu Lord Shiva steht, der höchsten
Gottheit im Hinduismus. Die Königin des Mondes kann gleichsam der Dämon
des Mondes sein. Der zunehmende Mond, hell scheinend wird als
segensreich, der abnehmende, verdeckte Mond als bösartig, schädlich
angesehen, im christl. Sinne würde man wohl den Begriff „teuflisch“
verwenden.
Das Jahr ist im Panchangam, dem Almanach zur hinduistischen Astrologie in
12 Monate eingeteilt. Auch im Klassifizierungssystem der südindischen
Klassik, im Melakartasystem, existieren 12 Gruppen, 12 Chakras mit je sechs
Ragams, der südindischen Ragaform (s. Anlage 2, S. 15).
Die erste Gruppe ist Indu, neben Chandra ein zweiter Name für Mond. Es gibt
nur einen Mond, also ist Indu die erste Gruppe, das erste Chakra im
Melakartasystem. Die Farbe Rot ist diesem Chakra zugeordnet. Das Singen
dieser Mondragas macht das Herz leicht. Wir empfinden die Sanftheit und
wohltuende Wirkung des Vollmonds.
Auch die Zahl der Körper-, Geist- und Seele-Chakren sind zwölf. Die sechs
niederen Chakren werden durch die sechs Jahreszeiten aktiviert. Durch das
helle Mondlicht, in der Saison Sarad Rithu, wird das Chakra Manipura
aktiviert. Manipura ist das dritte primäre Chakra hinter dem Solarpelxus, auch
als „Sitz der Edelsteine“ genannt. Auch das zweite Chakra, Svadhishthana
steht in Beziehung mit dem Element Wasser und dem Mond, und wird durch
Mond- und Monsoonragas wie dem Raga Megh aktiviert.
Wir verweisen dazu auf die Sendung „Ragas im indischen Monsoon (Rainy
Season Ragas)“.Auch dieses Thema können Sie in unserem Online-Archiv
nachhören.

© 10/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
...11/17 ...
(DOKU - Sendemoderation /16102010-1)

IMC OnAir/Raga CDs des Monats: Chandra – Moon Ragas - 19.10.10 (21:00-21:58 /Sendeplatz: www.tidenet.de)

5.2. 5. Hörbsp. … 1. Melakarta Ragam Kanakangi…


Bombay Sisters (Vocals) - Kanakangi (1st Raga In Chakra I (Indu)) (6:25) - CD
Varnams - Carnatic Classical Vocal (Anand Audio)
Nach den nordindischen Formen der Mondragas wenden wir uns nun den
südindischen Skalen zu, den 72 Ragams im Melakarta-System (s. Anlage 2,
S. 15).
Aus der 1. Gruppe Indu, d.h. Mond von 12 Chakras je 6 Ragams präsentieren
uns C. Saroja und C. Lalitha den ersten Ragam Kanakangi. Saroja und Lalitha
bilden ein Gesangsduo der südindischen Klassik, der karnatischen Musik. Sie
sind in Indien seit den 50er Jahren des 20sten Jahrunderts einfach bekannt
als „Bombay Sisters“.
Ragam Kanakangi, in der Übersetzung heisst dies etwa „Der Vergoldete
Körper“, ist ein vollständiger Raga mit allen sieben (7) Hauptnoten. Sie alle
werden als „natürlich“, suddha gespielt (s. Anlage 3, S. 16).
Die folgende Aufnahme von Ragam Kanakangi findet sich auf der
CD „Varnams – Carnatic Classical Vocal“, von dem indischen Label Anand
Audio veröffentlicht. Varnam ist eine Liedform der südindischen Klassik, von
längerer Spielzeit, zwischen 30 bis 60 Minuten... Als Rezitative sind Varnams
zentraler Bestandteil im BharathaNatyam, einem südindischen Tanz.
...
6.1. Indische Astrologie… Nava Grahas...
Die vedische Astrologie, die antike Astrologie Indiens deutete den Mond in
Bezug auf den menschlichen Körper als Gehirn und Verstand. Der Mond ist
Emotion, Empfindungsfähigkeit, Sanftheit, Vorstellungskraft, Königin und
Mutter.
Chandra regiert über Karka. Das entspricht dem Tierkreiszeichen Krebs. In
seinem Aufstieg am Firmament steht er im Zeichen des Stieres, Vrishabha, in
seinem Abstieg im Zeichen des Skorpions, Vrishchika. Chandra liegt in nord-
westlicher Richtung.
Neben dem Mond als einer der sieben (7) Hauptplaneten existieren zwei
Gottheiten für den zunehmenden und abnehmenden Mond, s.g.
Schattenplaneten: Rahu symbolisiert den zunehmenden und Ketu den
abnehmend Mond. Rahu & Ketu sind Dämonen von großer Macht. Wir
verweisen dazu auf unsere Sendung „Nava Graha-s – Neun Planeten“. Diese
Sendung können Sie in unserem Online-Archiv nachhören.
Chandra ist Vater von Budha, dem Planeten Merkur, dessen Mutter Tara (o.
Taraka) ist. In der indischen Astrologie ist Chandra mit
27 Nakshatras verheiratet. Es sind allesamt Töchter* von Daksha. Daksha
selbst ist eine antike Gottheit, „der Befähigte“ oder „der Erschaffer“ und einer
der Söhne von Brahma.
Seine Töchter, mit denen Chandra verheiratet ist, die 27 Nakshatras
entsprechen in der indischen Astrologie 27 Sternenkonstellationen. Ihre
Relation zum Mond bestimmen in der Geburtsstunde den mentalen Zustand
eines Neugeborenen.
-----------------------
*) Shakti ist eine weitere der Töchter von Daksha, die den Wunsch hegte, Shiva zu heiraten. Obgleich ihr
Daksha es verbot, hielt er von Shiva nicht viel, setzte sich Shakti durch.

© 10/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
...12/17 ...
(DOKU - Sendemoderation /16102010-1)

IMC OnAir/Raga CDs des Monats: Chandra – Moon Ragas - 19.10.10 (21:00-21:58 /Sendeplatz: www.tidenet.de)

6.2. 6. Hörbsp. … 3. Melakarta Ragam Ganamurthy…


U Srinivas (Mandolin) - Track 5: Ganamurthy (3rd Raga In Chakra I (Indu)) (8:17) -
CD Rama Sreerama (Real World Records, 2007)
Der südindische Komponist Muthuswami Dikshitar lebte von 1775 (24.03.) bis
1835 (21.10.). Dikshitar pries mit dem Kompositionswerk „Nava Graha Kriti-s“
die neun (9) Planten (Nava Graha-s) in der indischen Astrologie. In
Dikshitar’s Werken finden wir auch Ganasamavarali. Dem entspricht der 3.
Melakarta Ragam Ganamurthy. In der Übersetzung heisst dies: das Idol der
Musik.
Der Ragam Ganamurthy ist in seiner aufsteigenden und absteigenden Skala
ein vollständiger Raga, sampoorna. Die 7. Stufe Ni wird erhöht gespielt als
Kakali Nishadham, mit einer scharf akzentuierten Betonung, als „tivra“
(s. Anlage 3, S. 16). In der indischen Klassik besteht der tonale Raum einer
Oktave aus 22 Mikrotönen. Die 7. Stufe, das entspricht der Hauptnote H, die
es in fünf (5) Variationen gibt, mit drei (3) erniedrigten und zwei (2) erhöhten
Stufen (s. Anlage 3, S. 16). Wir verweisen dazu auf die Sendung in unserem
Online-Archiv: „Mikrotöne im Hindustani Sangeet, die mikrotonale Struktur der
indischen Ragas“.
Der südindische Maestro U Srinivas aus Chennai hat mit einem Instrument
aus dem Westen, mit seinem einzigartigen Spiel auf der elektrischen
Mandoline nicht nur in Indien die Herzen vieler Musikfans gewonnen. U
Srinivas ist gleichermaßen auf Jazz-Festivals anzutreffen und in
Fusionprojekten, wie Shakti des Rock-Jazz-Gitarristen
John McLaughlin unterwegs.
Aus seiner CD Rama Sreerama, ganz in der Tradition der südindischen
Klassik, hören wir den Ragam Ganamurthy. Das Album wurde in 2007 bei
Real World Records veröffentlicht.
...

7.1. Weitere Bedeutungen des Mondes...


In den Veden, in den antiken Schriften der vorchristlichen Zeit, war der Mond
die Gottheit Soma*, der Saft aller Pflanzen. Der Mond ist also Herrscher über
Pflanzen und Vegetation. Auch der Tau wird auf Chandra zurückgeführt.
Chandra ist damit auch Gott der Fruchtbarkeit.
Soma ist vergleichbar dem Ambrosia, dem Trunk der griechischen Götter. Das
Getränk machte sie zu Götter. Noch heute wird Soma in Indien als
psychoaktivierendes Getränk für Zeremonien verwendet.
--------------------------
*) Soma bestimmt auch über den Montag, wie es sich in den Nava Grahas, den sieben (7)
Hauptplaneten und zwei Schattenplaneten, ab- und zunehmender Mond, wiederspiegelt.

© 10/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
...13/17 ...
(DOKU - Sendemoderation /16102010-1)

IMC OnAir/Raga CDs des Monats: Chandra – Moon Ragas - 19.10.10 (21:00-21:58 /Sendeplatz: www.tidenet.de)

7.2.1 7. Hörbsp. … 4. Melakarta Ragam: Vanaspati


S. Balachander (Veena) - Track 7: Vanaspati (Fourth Raga In Chakra I (Indu)) (7:35) -
CD Marvellous Melakarta Melodies – Vol 3 (Saregama India, Ltd , 2005)
Den Abschluss unserer Sendung “Chandra – Mondragas” bilden zwei Meister
auf der Veena. Diese 4-Fuß-lange Laute der südindischen Klassik ist eines
der ältesten Instrumente. Die Veenas können bis 1500 vor Christi Geburt
zurückdatiert werden. Der tiefe, sonore Klang der Veenas erinnert an Vil Yazh,
den surrenden Klang einer Bogensaite nach dem Abschuss des Pfeils.
Sundaram Balachander war einer der herausragenden Veenaspieler auf
diesem schwierig zu spielenden Saiteninstrument. Balachander lebte von
1927 bis 1990. Er brachte sich das Veenaspiel selbst bei. In Indien ist das
äußerst ungewöhnlich, angesichts der musikpädagogischen Tradition einer
lebenslangen Lehrer-Schüler-Beziehung, Guru-Shishya-Parampara...
Sundaram Balachander trat bis zu seinem 12ten Lebensjahr als Sitarspieler
auf, einem Instrument der nordindischen Klassik. Auch auf der Sitar spielte
Balanchander bereits südindische Klassik. Sundaram Balachander erhielt
1982 den höchsten zivilen Orden Indiens, den Padma Bhushan für seine
Verdienste um die indische Musik, gleichermaßen für die nord- wie
südindische Klassik und auch als Filmkomponist und Schriftsteller.
Wir hören Balachander mit dem 4. Melakarta Ragam Vanaspati aus der CD
„Marvellous Melakarta Melodies“, 2005 beim indischen Label Saregama
erschienen. Der vollständige Ragam Vanaspati wird auf der 6. Stufe Dha
erhöht gespielt, als Chathusruthi und die 7. Stufe, als kaisiki Nishadam, ist um
zwei mikrotonale Stufen erniedrigt (s. Anlage 3, S. 16).
...
7.2.2 8. Hörbsp. … 6. Melakarta Ragam: Tanarupi
Rajesh Vaidhya (Veena) - T5: Tanarupi (6th Raga In Chakra I (Indu)) (10:27) - CD Fusion
Im Anschluss und für einen direkten Vergleich des Veenaspiels zweier
Musikergenerationen bringt uns Rajesh Vaidhya den 6sten Melakarta Ragam
Tanarupi zu Gehör.
Vaidhya wurde 1973 geboren und entstammt einer südindischen
Musikerfamilie. Rajesh Vaidhya kann als ein progressiver Musiker gesehen
werden, der sich gerne für Klangmanipulationen seines Saiteninstrumentes
elektronischer Hilfsmittel und bedient. Auch als Musikdirektor für den Kinofilm
Vegam mit Ashwin Shekher und als Komponist für das indische Fernsehen für
eine Vielzahl von Telenovelas wurde Rajesh Vaidhya mit diversen
Auszeichnungen bedacht.
Der 6. u. letzte Ragam Tanarupi aus der 1. Gruppe Indu im Melakarta-
system besitzt als vollständiger Raga eine erhöhte, 6. Stufe Dha – shatsruthi
dhaivatham. Ni als 7. Stufe wird gleichfalls erhöht, als kakali nishadham mit
einer scharf akzentuierten Betonung gespielt, als „tivra“ (s. Anlage 3, S. 16).
Die Aufnahme von Tanarupi stammt aus Rajesh Vaidhya’s CD Fusion.
...

© 10/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
...14/17 ...
(DOKU - Sendemoderation /16102010-1)

IMC OnAir/Raga CDs des Monats: Chandra – Moon Ragas - 19.10.10 (21:00-21:58 /Sendeplatz: www.tidenet.de)

8.1 Verabschiedung...
Dies war unsere Sendung „IMC – India meets Classic“ mit dem Thema
„Chandra - Mondragas“.
Es spielten Ali Akbar Khan auf der Sarod, Rahul Sharma auf dem Santoor, auf
der Mandoline: U. Srinivas. Im Gesang waren es: Devashish Dey, Ustad
Rashid Khan und die Bombay Sisters. - Und die Veenas spielten S.
Balachander und Rajesh Vaidhya.
Vielen Dank fürs Zuhören.
Am Mikrophon verabschiedet sich Lothar J.R. Maier. - Und vielleicht bis zum
nächsten Mal. – Namaste.

8.2 Abspann...

Hinweise zu kommenden Sendeterminen entnehmen Sie dem Internetangebot Ihres


Radiosenders.

- Oder besuchen direkt die Website von IMC - India meets Classic:

www.imcradio.net
(Englisch: uu-uu-uu_dot_aiemciereidio_dot_net)
imcradio.net
(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net)
...
Sie hörten die Sendung "IMC - India meets Classic" mit der Reihe "Raga CDs des
Monats".

imcradio.net
(Deutsch: i em Ce Radio Punkt Net).

© 10/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
...15/17 ...
(DOKU - Sendemoderation /16102010-1)

IMC OnAir/Raga CDs des Monats: Chandra – Moon Ragas - 19.10.10 (21:00-21:58 /Sendeplatz: www.tidenet.de)

Anlage 1: Mondraga Chandrakauns (nordindische Klassik – Hindustani)

Alte Ragaform (19./Anfang 20. Jhdt.) …

Neue Ragaform …

(Source: chandrakantha.com)

Anlage 2: 72 Ragam im Melakarta System der südindischen Klassik (Carnatic)


– 12 Chakras (Gruppen) x 6 Ragams

(Source: allcarnaticmusic.com)

© 10/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
...16/17 ...
(DOKU - Sendemoderation /16102010-1)

IMC OnAir/Raga CDs des Monats: Chandra – Moon Ragas - 19.10.10 (21:00-21:58 /Sendeplatz: www.tidenet.de)

Anlage 3: 1. Chakra INDU (Mond) – 1.-6. Melakarta Ragam

1. Melakarta Ragam Kanakangi: S R1 G1 M1 P D1 N1 S' (s. 5. Hörbsp., S. 11)

2. Melakarta Ragam Ratnangi: S R1 G1 M1 P D1 N2 S'

3. Melakarta Ragam Ganamurti: S R1 G1 M1 P D1 N3 S' (s. 6. Hörbsp., S. 12)

4. Melakarta Ragam Vanaspati: S R1 G1 M1 P D2 N2 S' (s. 7. Hörbsp., S. 13)

5. Melakarta Ragam Manavati: S R1 G1 M1 P D2 N3 S'

6. Melakarta Ragam Tanarupi: R1 G1 M1 P D3 N3 S' (s. 8. Hörbsp., S. 13)

(Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Melakarta )

© 10/2010 – Verbundkonzept EUFLETZ (Stiftung i.G.) – Teilprojekt IMC – India meets Classic (Lothar J.R. Maier)
I m p r e s s u m ...

Impressum …

Kontakt:
IMC “On Air” ...

eMail: info@imcradio.net
Internet: http://www.imcradio.net

Projektbüro “Sinn-Macher.net”
c/o Lothar J.R. Maier (verantwortl. Redakteur i.S.d.P.)
Sootboern 7
D-22453 Hamburg
Tel.: +49-(0)40- 41431-2872 (Intern.: -2892)
Mobil: +49-(0)170- 882 81 76
Fax2eMail: +49-(0)180.5-999986-58919* (UMS)
email: info@sinn-macher.net
Internet: http://www.sinn-macher.net

*) 12 cent aus dem Netz der Dt. Telekom.

IMC-Kontaktdaten ...

Förderinitiative IMC - India meets Classic (c/o EUFLETZ Stiftung i.G.)


Tel.: +49-(0)40- 41431-2034 (Intern.: -2053)
eMail: info@eufletz-stiftung.de | contact@india-meets-classic.net
Internet: http://www.eufletz-stiftung.de | http://musictherapy.india-meets-classic.net

Authoren:
Lothar J.R. Maier (Endfassung)

Content/Link-Exchange:

Die Inhalte unserer Seiten haben wir nach bestem Wissen und Gewissen
zusammengestellt. Einen direkten Kontakt können und sollen sie keinesfalls
ersetzen.
Aus rechtlichen Gründen distanzieren wir uns ausdrücklich von sämtlichen
Informationen Dritter, auf die in unseren Seiten verwiesen wird.
Die Informationen auf den Webseiten werden laufend aktualisiert. Trotz aller
Sorgfalt können sich Angaben zwischenzeitlich geändert haben. Wir
behalten uns zudem das Recht zur Änderung u. Aktualisierung vor.
Eine Haftung oder Garantie für die dargestellten Inhalte kann daher nicht
übernommen werden.

Copyright:
The distribution, quotation and duplication - also in part - for the purpose of
the passing on to third are permitted only with previous written agreement of
the author.
The texts and diagrams summarized here are used by the author in the
framework by presentation; the informations do not represent complete
documentation of Sinn-Macher.net's and/or dataRESEARCH’s
performancesand are limited for the purpose of presentation only.

The website www.imcradio.net is distributed


under a Creative Commons Attribution 2.5 License for
it’s specific content as radio + podcasting format via …

(audio) | (video) | (text) | (education)

(Original Source: http://creativecommons.org/licenses/by/2.5/ )

... 17 / 17 ..
© 11/2005-10/2010