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56  FRANKFURT Deutsch perfekt 9  /   2018

Blick zurück,
Blick voraus
Neu und trotzdem alt: Frankfurt hat mitten im Zentrum ein neues,
historisches Stadtzentrum gebaut. Gleichzeitig wird die Stadt
auch durch Prognosen für die nächsten Jahre eine andere: Kommen
nach dem Brexit Tausende Bankangestellte aus London an den
Main? Von Marcel Burkhardt
MITTEL

Fotos:mauritius
Foto: xxxx images/Westend61/martin Moxter
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Die Europäische Zentralbank könnte


ein wichtiger Grund für britische
Bankangestellte werden, nach dem
Brexit nach Frankfurt zu ziehen.
Fotos: xxxxxx
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I
der H„ndwerker, -  der Fr¡mdkörper, - 
m Hauptberuf ist Hartmut Meier Die Häuser in der neuen Altstadt tra- ,  Person, die beruflich mit , hier: Gebäude, das nicht
Handwerker. An diesem Sommer- gen Namen wie „Wilder Mann“ oder Händen und Werkzeugen zur Umgebung passt
tag verlegt er mit seinen Kollegen „Großer Engel“ oder „Eichhorn“. In jah- arbeitet
siegen 
Pflastersteine. Im Nebenberuf ist relanger Arbeit sind nun noch insgesamt verlegen  , gewinnen
, hier: an eine genau
Meier aber seit einem Jahr so etwas 35 Häuser dazugekommen; 15 davon sind gewählte Stelle stabil auf
der ]ngel, - 
wie ein Touristenführer. Der Grund: Der Rekonstruktionen historischer Häuser, ,  in vielen Religionen
den Boden machen
eine fiktive Person, die den
54-Jährige arbeitet nicht auf irgendei- 20 sind moderne Interpretationen. Archi- der Pfl„sterstein, -e  Menschen Nachrichten von
ner Baustelle, sondern im Zentrum von tekturbüros aus ganz Europa haben daran ,  einer von vielen flachen Gott bringt
Frankfurt am Main. Dort ist in den letz- mitgearbeitet. Das Projekt hat mehr als Steinen, aus denen z. B. ein
das Eichhorn, ¿er 
Gehweg gemacht ist
ten Jahren etwas Spezielles gewachsen: 170 Millionen Euro gekostet. Rund 200 ,  kleines Tier mit dickem,
(der Gehweg, -e  langem Schwanz: Es lebt
eine „neue Altstadt“. Erst Ende Septem- Menschen werden hinter bunten Fassa- ,  Weg für Fußgänger auf Bäumen.
ber wird sie offiziell eröffnet, aber sie ist den ein neues Zuhause finden – wenn sie neben der Straße)
(der Schw„nz, ¿e 
schon eine große Sehenswürdigkeit. 7000 Euro und mehr für den Quadratme- die Baustelle, -n  ,  langes, meistens dünnes
Meier hat gerade erst wieder ein paar ter Wohnraum bezahlen können. ,  Ort, an dem gebaut wird Stück am Ende des Rückens
Pflastersteine verlegt, da kommt eine jun- Noch kommt aus vielen Häusern Bau- von Tieren)
die [ltstadt, ¿e 
ge Frau zu ihm. „Excuse me, sir“, sagt sie. lärm. Handwerker arbeiten daran, dass ,  historisches Stadtzen­ die F“lmkulisse, -n 
trum , hier: Ort, an dem ein
Der Handwerker sieht zu ihr auf. „Where bis zum großen Altstadtfest Ende Sep- Film spielt
is the way to the New Old Town, please?“, tember alle Geschäfte, Lokale und Cafés erœffnen 
,  zum ersten Mal öffnen die Dreharbeiten Pl. 
fragt die Leiterin einer japani- ihre Kunden und Gäste emp- ,  das Machen eines Films
aufsehen zu 
schen Reisegruppe. „You must
Die Häuser tra- fangen können. Noch hat diese ,  nach oben sehen zu der Leierkasten, ¿ 
go this way“, sagt Meier und
gen Namen wie neue Altstadt etwas von einer tatsæchlich 
,  mechanisches Musik­
zeigt ihr freundlich den Weg.
„Wilder Mann“. Filmkulisse vor dem Start der
instrument
,  ≈ wirklich
„Viel mehr kann ich nicht auf
Für Kritiker ist Dreharbeiten. Das Leben muss die Wiedergeburt 
die Töpferei, -en 
,  Werkstatt, in der z. B.
Englisch, aber das haben wir
alles nur Show noch einziehen. Für „Action“ ,  gemeint ist hier: ≈ Bau
Vasen oder Tassen aus Erde
jetzt schon gelernt – ist ja sorgt neben den Handwerkern einer neuen Altstadt, nach­
und Fassade. dem sie vor vielen Jahren
hergestellt werden, die erst
immer dasselbe“, sagt er und nur ein alter Mann mit seiner geformt, dann getrocknet
im Krieg kaputt gemacht
lacht. Meier kann in seinem Leierkasten-Musik. und gebrannt werden
wurde
Hauptberuf weiterarbeiten, bis er ein paar Es gibt Kritiker wie die Frankfur- der Familienbetrieb, -e 
der Kaiser, - 
, hier: Firma, die einer
Minuten später wieder Touristen hilft. ter Autorin Eva Demski, die mit Blick ,  oberster Monarch
Familie gehört und in der
Eine neue Altstadt – das klingt paradox auf Frankfurts neue Altstadt von einer krönen zu  fast nur Familienmitglieder
und macht Menschen neugierig. Tatsäch- „Fake-Altstadt“ sprechen. Andere nennen ,  ≈ in einer Zeremonie arbeiten
machen zu
lich ist es so etwas wie eine „Wiederge- sie „Disneyland“ oder „Hessenpark“. Alle der Zuschlag, ¿e 
]s sah so aus, „ls wäre … , hier: ≈ Laden, den
burt“. Denn lange Zeit hatte Frankfurt die meinen ungefähr das Gleiche: Das ist al-
verloren.  jemand nach einer Bewer­
größte Altstadt Deutschlands. Im dorti- les nur Show und Fassade. Mirko Zeiger ,  Man dachte, dass es … bung bekommt
gen Dom wurden Männer zu Königen sieht das anders. Er verkauft Keramik für nie mehr geben wird. 
das Viertel, - 
und Kaisern gekrönt. Die Stadt war ein die Töpferei Bauer. Den Familienbetrieb der Betonbau, -ten  , hier: Stadtteil
politisches und wirtschaftliches Zentrum. gibt es seit 1575 und nun – 443 Jahre spä- ,  Gebäude aus Beton
m“tmischen 
Nach dem Krieg stand nicht mehr viel ter – hat er einen der ersten Läden in der (der Beton  , m mitmachen
von diesem Zentrum. Lange Zeit sah es so neuen Frankfurter Altstadt eröffnet. „Für ,  sehr harte Bausubstanz)
das Spielzeug 
aus, als wäre das Alte für immer verloren. den Platz hier gab es 250 Bewerber. Und ,  Ding(e) zum Spielen

Es kam viel Neues in direkter Nähe die älteste Töpferei Hessens hat den Zu-
zum Kaiserdom Sankt Bartholomäus, schlag bekommen, das ist doch ein starkes
zum Beispiel ein modernes Rathaus, ein Statement“, sagt Zeiger.
großer Betonbau aus den 70er-Jahren. In dem neuen Viertel wird es keine
Bis 2009 arbeiteten dort die Experten Geschäfte internationaler Konzerne
Foto: picture alliance/Fabian Sommer/dpa

der Stadt für technische Fragen. Viele geben. Die Stadt will ein Viertel, in dem
Frankfurter ärgerten sich aber über den hessische Traditionsgeschäfte ihren
großen „Fremdkörper“ in ihrer Altstadt. Platz haben sollen. „Die Kleinen dürfen
Nach langen Diskussionen siegten die mitmischen“, freut sich Zeiger. Tatsäch-
Romantiker über die Modernisten. Das lich haben viele Betriebe – angefangen
war das Ende für das Technische Rathaus. vom Metzger über Weinlokale bis hin
So konnte an dieser Stelle etwas „neues zum Spielzeugladen mit Steiff-Tieren –
Altes“ gebaut werden. eine lange Geschichte und einen guten
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Die neue Altstadt liegt vor


der Banken-Skyline und der
Paulskirche im Stadtzentrum.
Fotos: xxxxxx
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e Schon jetzt wollen Tausende den


neuen alten Stadtteil sehen, der
Ende September offiziell fertig ist.

der B“ldvortrag, ¿e  en¶rm 


,  ≈ Zeigen von Fotos mit ,  groß; stark
einem Projektor; dazu gibt
der Banker, - engl. 
es einen Kommentar und
, m Person, die bei
Musik.
einer Bank arbeitet
der R¡nner sein 
verlegen 
, m total populär sein
, hier: den Produktionsort
attraktiv  ändern
,  ≈ schön; interessant
aufbauen 
die Buchmesse, -n  , hier: starten
,  Ausstellung, die neue
Bücher vorstellt

Namen in Frankfurt, Hessen oder ganz Ort der Hochkultur mit seiner Oper, den
Deutschland. Theatern, der Buchmesse und den vielen
Auch der Kulturhistorikerin und Ar- Museen und Kunstgalerien.
chäologin Sabine Mannel gefällt die Die Metropole kann sich teure Pres-
neue Frankfurter Altstadt. Wie Zeiger ist tigeprojekte wie Museumsneubauten
sie eine der Glücklichen, die einen Laden- oder den Bau einer neuen Altstadt leis-
platz bekommen haben. Mit ihrer „Kul- ten. Die wirtschaftliche Stärke der Stadt
turothek“ organisiert sie Theaterabende, ist enorm und wächst seit vielen Jahren.
Bildvorträge und Stadttouren. Die „Neue- Der internationale Großflughafen macht
Altstadt-Tour ist aktuell der Renner“, sagt Frankfurt interessant für Firmen aus der
Mannel. Es überrascht sie nicht: „Für viele ganzen Welt.
Frankfurter war es eine echte Herzenssa- Schon lange sind es nicht nur interna-
che, diesen Teil der Stadtgeschichte zu- tionale Banken, die das Geld bringen. Die
rückzubekommen. Und das meisten Einwohner der Stadt
Ergebnis ist aus meiner Sicht Der Großflug- mögen es einerseits nicht,
gelungen“, sagt sie. „Da ist ein hafen macht wenn jemand ihre Stadt auf
gemütliches Viertel entstan- Frankfurt den Begriff „Frankfurt-Bank-
den mit menschenfreundli- interessant für furt“ reduziert. Andererseits
chen Proportionen.“ Mannel Firmen aus der hoffen die Verantwortlichen
nennt es auch „Frankfurts ganzen Welt. im Rathaus, dass der Banken-
neues Wohnzimmer mit Re- platz auch in Zukunft einer der
tromöbeln drinnen“. wichtigsten der Welt sein wird.
Noch attraktiver wird dieses neue Nach dem Brexit-Votum der Briten
Wohnzimmer der Frankfurter heute vor zwei Jahren gab es zuerst Spekulati-
schon durch die Schirn, eines der bekann- onen, dass mehrere Zehntausend Bank­
testen Kunstmuseen Europas. Wenn angestellte von London nach Frankfurt
Mannel aus ihrer Kulturothek schaut, wechseln würden. Auch die Experten
hat sie die Schirn direkt im Blick. „Ich der Frankfurt School of Finance erwar-
denke, Tradition und Moderne ergänzen teten zuerst 20 000 Banker, die ihren Ar-
Foto: picture alliance/Ulrich Baumgarten

sich hier wunderbar“, sagt sie. Nur wenige beitsplatz von der Themse an den Main
Minuten sind es von hier zu Fuß auch bis verlegen würden. Tatsächlich haben sich
zum Historischen Museum. Bald öffnet nach Informationen des Frankfurter
direkt neben dem Goethe-Haus außer- Wirtschaftsverantwortlichen Markus
dem noch das Deutsche Romantik-Mu- Frank bis jetzt rund 20 Banken und ande-
seum seine Türen. Frankfurt ist zwar re Finanzinstitute dazu entschieden, ihr
durch die Hochhäuser im Bankenviertel Geschäft in Frankfurt aufzubauen oder
weltbekannt. Aber die Stadt ist auch ein zu vergrößern.
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der Verb„nd, ¿e  die Gen¶ssenschaft, -en 


Der Verband der Auslandsbanken in Neubauten und kann nicht steigen – im , hier: Organisation , hier: Verein mit dem
Deutschland erwartet inzwischen, dass Gegenteil, sie kann noch günstiger wer- Ziel, dass die Mitglieder
sch„ffen 
3000 bis 5000 neue Stellen in Frankfurt den, wenn erst mal die Kredite an die günstige Wohnungen
, hier: machen, dass es
bekommen
geschaffen werden. Andere Prognosen Bank zurückgezahlt sind.“ Da ist aber etwas gibt
das lebenslange Mietrecht 
rechnen auch Informatiker, Techniker noch etwas anderes, dass der jungen Frau m“t einrechnen 
,  Garantie, das ganze Le­
und Juristen mit ein und kommen des- ein gutes Gefühl gibt: „Es gibt ein lebens- , hier: auch dazuzählen
ben dort wohnen zudürfen
halb auf bis zu 8000 neue Stellen. Am op- langes Mietrecht, und das ist auch vererb­ “n Konkurr¡nz zu 
ver¡rbbar 
, hier: ≈ so, dass es noch
timistischsten ist aber noch immer Hu- bar auf die Kinder.“ Künzel streichelt ihr , hier: so, dass man es an
andere Orte gibt, die ähnlich
bertus Väth, der Chef der Lobbygruppe Baby und lächelt. Auch für das Kind be- seine Kinder weitergeben
attraktiv sind
kann
Frankfurt Main Finance. Seine Prognose: deutet das Investment der Eltern also profitieren v¶n 
streicheln 
In den nächsten fünf Jahren werden rund Sicherheit. ,  Vorteile haben von
,  die Hand vorsichtig auf
10 000 Arbeitsplätze von London nach Erst vor ein paar Tagen haben die Bau- der Fl•chtling, -e  etwas hin- und herbewegen
Frankfurt wandern. arbeiten an dem Haus begonnen, in dem , hier: Person, die aus
læcheln 
einem Land weggehen will
Allerdings steht die Mainmetropole die Familie leben möchte. Geht alles nach , hier: ein bisschen lachen
dabei in Konkurrenz zu anderen großen Plan, können sie Anfang 2020 einziehen. Sie s¶rgen m“t dafür … 
der Gemeinschaftsraum,
, hier: Sie sind auch ein
europäischen Finanzplätzen wie Paris, Künzel freut sich sehr darauf. Schon heu- ¿e , hier: Raum, den
Grund dafür …
alle Menschen im Haus
Mailand, Madrid und Dublin. Experten te macht sie mit anderen Nachbarn Pläne zusammen benutzen
die Immobilie, -n 
glauben, dass all diese Städte vom Brexit für die Gemeinschaftsräume. Außerdem ,  Gebäude oder ein Stück
¡s geht ¢m … 
profitieren werden. Es bleibt also eine gibt es die Idee für einen Garten auf dem Land
,  das Thema / der Inhalt
offene Frage, ob der ganz große neue Dach und eine „Architekturkompetenz- s“ch leisten kœnnen  ist …
Bankenboom in Frankfurt wirklich zu gruppe“. Dort geht es besonders um die , hier: bezahlen können
leb¡ndig 
erwarten ist. „Die Stadt wartet weiter auf Frage, wie es mit Architektur gelingen … s“nd der Wahnsinn.  , hier: interessant;
, m hier: … sind viel dynamisch
Brexit-Flüchtlinge“, schrieb vor Kurzem kann, dass die Hausbewohner wirklich
zu hoch.
auf jeden Fall das gut informierte Handels- gern miteinander leben statt nur neben- die Gemeinschaft, -en 
bewohnen  , hier: das Zusammensein
blatt. Bis jetzt haben nur einige Hundert einander. Künzel sagt: „Die zentrale Idee ,  ≈ wohnen in in der Gruppe mit anderen
Banker ihren Arbeitsplatz von der Them- bei dem Projekt ist ja, mit Freunden zu- Menschen
se an den Main verlegt. sammenzuleben und eine lebendige Ge-
Trotzdem wirken sich die Spekulatio- meinschaft mit Jung und Alt wachsen zu
nen auf den Frankfurter Wohnungsmarkt lassen.“
aus. Sie sorgen mit dafür, dass die Mieten
steigen und sich Normalverdiener die
Kaufpreise für Immobilien kaum noch
leisten können. Viele Frankfurter machen
sich deshalb Sorgen.
Sabine Künzel ist eine von ihnen. „Die
Preise hier sind der Wahnsinn“, sagt die Die kleine Schwester
junge Mutter. Zum Gespräch in einem Es gibt keine echte Stadtgrenze zwischen Frankfurt und Offenbach. Wo die eine Stadt endet, beginnt
Straßencafé im Frankfurter Nordend hat die andere. Trotzdem würden sich Offenbacher und Frankfurter nie als Bewohner einer großen
sie ihr Baby mitgebracht. Auch wegen des Stadt sehen. Zu sehr pflegen sie ihre Rivalität und Unterschiede. Frankfurt ist mit mehr als 741 000
Einwohnern die Größere von beiden und auch die viel Reichere. Anders Offenbach: Dort leben nur
Kindes haben sich Künzel und ihr Mann rund 136 000 Menschen. Es gibt nur ein größeres Museum. Und die Nachkriegsarchitektur der Stadt
dazu entschieden, bei einem neuen sozia- hat nicht wirklich viele Freunde. Manche nennen Offenbach auch „die hässliche kleine Schwester“
Frankfurts. Aber das ist nicht fair. Auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung sieht in Offenbach
len Wohnbauprojekt mitzumachen. mehr, nämlich „so eine Art Konzentrat von Berlin“. Der Grund: Die Stadt ist ein Zentrum der
Gemeinsam mit rund 50 anderen Fa- alternativen Kreativszene und eine der internationalsten in Deutschland. Menschen aus mehr als 150
Nationalitäten leben dort. Mit den Berlinern teilen die Offenbacher Toleranz und Selbstbewusstsein.
milien investieren sie ihr Geld in ein gro- Sie sagen: „Wir sind zwar arm, aber sexy!“, wie der frühere Hauptstadt-Bürgermeister Klaus Wowereit
ßes neues Haus. Jeder bezahlt 500 Euro („Berlin ist arm, aber sexy“). Groß ist auch ihr Stolz auf die Integrationsarbeit. Gefeiert wird das am
pro Quadratmeter, den er bewohnen 8. September beim Kulturfest der Nationen.
möchte. Damit kann eine Genossenschaft
anfangen, den Bau zu finanzieren. Alle Fa- ¡cht , wirklich die Rivalität, -en  die Kreativszene, -n  die Toler„nz 
,  Kampf um den ersten ,  ≈ alle Menschen, die , von: tolerant
milien, die Geld gegeben haben, werden der Bewohner, - 
Platz; hier: ≈ Streit, kreativ arbeiten, z. B.
später in dem Haus zur Miete wohnen. ,  Person, die in einem das S¡lbstbewusstsein 
welche Stadt wichtiger, Musiker und Künstler
Ort wohnt; Einwohner , hier: Stolz; Wissen,
Das klingt paradox. Aber für Sabine besser, angenehmer ... ist
dass man in einer schö­
Künzel macht es trotzdem Sinn. „Die nen Stadt lebt
Miete ist günstiger als bei normalen