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Deutsch perfekt 1 / 2018

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Fotos: TBE/iStock.com; privat

Deutsch perfekt 1 / 2018 23 Fotos: TBE/iStock.com; privat Iva Jarm Heimat: Slowenien Alter: 35 Jahre

Iva Jarm Heimat: Slowenien Alter: 35 Jahre Beruf: Marketingmanagerin Start: September 2015 Hobby: Pilates

Marketingmanagerin Start: September 2015 Hobby: Pilates Leverkusen Dort liegt es: Nordrhein-Westfalen Dort wohnen:
Marketingmanagerin Start: September 2015 Hobby: Pilates Leverkusen Dort liegt es: Nordrhein-Westfalen Dort wohnen:

Leverkusen Dort liegt es: Nordrhein-Westfalen Dort wohnen: 165 823 Einwohner Interessant ist: Die Chemiefirma Bayer ist ein wichtiger Arbeitgeber. Sie investiert auch in Wohnungen, Parks und Kultur. Das bekannteste Symbol der Stadt ist das Bayer-Kreuz.

Mein Tipp:

Wir machen gern Familienausflüge im schönen Bergischen Land. Besonders gut gefällt uns Odenthal. In dem hübschen Ort kann man Pferde leihen. Unser Sohn besucht auch gern den Wildpark Reuschenberg. Am Rhein kann man gut mit dem Rad fahren, und es gibt für Kinder immer wieder interessante Dinge zu sehen.

Sie wollen auch von Ihrem ersten Jahr in Deutschland, Österreich oder der Schweiz erzählen? Schreiben Sie einfach eine kurze E-Mail (Name, Nationalität, Ort) an redaktion@deutsch-perfekt.com.

MEIN ERSTES JAHR

„Die Leute waren schockiert, weil ich Vollzeit arbeite“

Für Iva Jarms Karriere war es gut, nach Deutschland zu gehen. Auch wenn die Slowenin schnell gemerkt hat: Viel Freizeit hat

sie bei ihrem Job dort nicht. LEICHT AUDIO

M ein

Mann hat das Angebot gehabt, in

Deutschland zu arbeiten. Für uns war

schnell klar: Nach Deutschland zu ziehen,

ist eine gute Idee. Ich konnte damals wenig Deutsch. Außerdem habe ich am Anfang keinen Job gehabt. Das Wetter war auch nicht so gut. Deshalb war ich froh über meine neue Aufgabe: Deutsch lernen. Ich bin an fünf Tagen in der Woche zur Volkshochschule gegangen. Dort habe ich einen Intensivkurs gemacht. Mein Deutsch ist schnell besser geworden, und ich habe viele Leute kennengelernt. In der Zeit habe ich auch Bewerbungen geschrie- ben. Aber die Antworten waren immer: „Ihr Deutsch muss besser werden.“ Dann habe ich Glück gehabt. Zur richtigen Zeit habe ich eine Initiativbewerbung an Henkel geschickt. Die Firma war f ür mich nicht unbekannt. Sie ist nämlich ein Mitbewerber meiner alten Firma in Slowenien. Und das Beste: Bei Henkel wird Englisch gesprochen! Ich habe den Job bekom- men! Das war toll für meine Karriere. Ich mache viele Erfahrungen, die ich in meinem kleineren Heimatland so nicht machen kann. Nach Deutschland zu kommen, war gut. Manchmal den- ke ich aber: Noch mehr Deutschkurse wären besser gewesen. Außerdem war wenig Zeit da, um das Land kennenzulernen. Das ist auch jetzt noch nicht ein- fach, denn in Deutschland hat man weniger Freizeit. Hier arbeitet man acht Stunden pro Tag plus die Zeit f ür die Mittagspause. Der Weg in meine Arbeit ist auch weit. So bin ich erst um 19 Uhr zu Hause. Des- halb brauchen wir oft einen Babysitter für unseren fünfjährigen Sohn. Verwandte haben wir hier nicht. Die Leute waren schockiert, als ich gesagt habe: „Ich arbeite Vollzeit.“ Jetzt verstehe ich das. Mein Sohn geht in den Kindergarten. Der ist an- ders organisiert als in Slowenien. Die Kinder spielen oft, was sie wollen. Das war für mich am Anfang ko- misch. In Slowenien leiten die Erzieher die Kinder an. Aber ich finde das Prinzip hier gut: Mein Sohn ist glücklich. Am Wochenende machen wir als Familie meistens Ausflüge. Es gibt sehr viele Angebote f ür Familien: Zoos, Parks, Aquarien – das war in unserer

Heimat limitiert. Aufgeschrieben von Tanja Haas

V¶llzeit „rbeiten Leverkusen
V¶llzeit „rbeiten
Leverkusen

, zwischen 35 und 42 Stunden pro Woche arbeiten

zie hen , hier: umziehen

das B„yer-Kreuz, -e

, der Name Bayer als Werbung in Form von extrem großen Buchstaben

mit Neonlicht: ≈ Ein Name da mals ist horizontal. Der andere , zu der Zeit
mit Neonlicht: ≈ Ein Name
da mals
ist horizontal. Der andere
, zu der Zeit
die V¶lkshochschule, -n
liegt in der Mitte vertikal
darüber.
, ≈ Schule für Erwachsene
(die W¡rbung
die Initiat i vbewerbung,
-en , Bewerbung aus
persönlichem Interesse:
, von: werben = hier: ver-
suchen, einen Firmennamen
sehr bekannt zu machen)
Man möchte gerne bei einer
Firma arbeiten. Diese hat
aber keine Stellenanzeige
publiziert.
Mein Tipp
das Pf erd, -e
der M“tbewerber, -
, Tier: Man kann auf ihm
Firma: Sie bietet die
gleichen Produkte an wie
eine andere.
,
sitzen und sich tragen
lassen. Kleines Pferd = Pony
leihen
N¶ch mehr Deutschkurse
wä ren b¡sser gew e sen.
, hier: gegen Bezahlung
leihen
, ≈ Ich würde mit noch
mehr Sprachkursen besser
Deutsch sprechen.
der W“ldpark, -s
, Park, fast gleich wie ein
Zoo, mit Waldtieren

„nleiten

, unterrichten; Instruk- tionen geben

der Erzie her, -

, Pädagoge