Sie sind auf Seite 1von 3

Der Leser als Subjekt des Verstehens

Der Leser → Subjekt des Verstehens : - initiiert die Lesehandlung;


-gestaltet den Leseprozess;
-(re)konstruiert die Textbedeutung;

Der Leserfaktor→theoretischen Konstrukt;

Für die Textlesbarkeit und Textverstehen sind die individuellen Charakteristika des
Lesers, wie z. B. Vorwissen, Geschlecht, Lesefertigkeit, Motivation, Bildungsgrad, Interesse von
groβer Bedeutung. Der Leserfaktor umfasst also, neben den kognitiven Dimensionen des
Textverstehens, auch Motive und Interesse die einen Leseprozess vorbereiten, wie z. B. Gefühle,
Reflexionen.
In dem Artikel wird davon ausgegangen, dass der Leserfaktor ein Konstrukt aus
Leseinteressen, Lesestrategien, kognitiven und emotionalen Prozessen bezeichnet.
Unter Lesen, versteht man die Befähigung aus grafischen Gebildern, visuelle
Informationen zu entnehmen und deren Bedetung zu verstehen. Also, die Lesenden entnehmen
aus den grafischen Gebilde, auf Grund besonderer Interessen etwas und geben den
,,Entnommenen’’ auf Grund besonderer Befähigung, einen speziellen Sinn, eine Bedeutung.
Die Verarbeitung eines Textes besteht aus Vorwissen, Zielsetzungen, den Einstellungen
der Lesenden und diese Elemente beruhen u.a. auf Interessen. Interessen spielen eine wichtige
Rolle, denn anhand von Interessen verdichten sich Lesekonzepte. Sie organisieren den
Textauswahl und motivieren die Lesehandlung.
Der Leserfaktor umfasst auch die Lesestrategien d.h. Handlungen, die der Verlauf des
Lesens beeinflussen und ihm Struktur geben. Der Entwicklungsstand des Lesers, das Geschlecht
und die Sozialisationsinstanzen spielen eine wichtige Rolle für den Ablauf der Leseprozesses.
Die Herausbildung von Leseinteressen hängt fest mit dem Entwicklungsstand der Lesenden und
dem Leseklima zusammen.
Studien zeigen, dass Interesse am Lesen bei Kindern und Jugendlichen, positiv mit
bestimmten Gattungen korreliert. Es wird festgestellt, dass Kinder der 2ten bis 5ten Klasse
phantastische Erzählungen, Krimis und realistische Erzählungen bevorzugen und sich die
Interesse während ihre Jugendalter kaum verändern.

Geschlechterspezifische Unterschiede
Die Vorbereitung auf den Leseprozess verläuft unterschiedlich bei Frauen und Männer.
Die Frauen lesen länger und mehr als die Männer. Sie bevorzugen Romane, Erzählungen und
Gedichte und Männer geben mehr Lesemotive an.
Was die Kinder angeht, zeigen Studien dass Mädchen groβere Interesse beim ,,
abschalten’’ Wollen haben als die Jungen.
Frauen kümmern sich mit Lektüre die die Gefühle anspricht, Geschichten mit gutem
Handlungsausgang und literarischen Figuren mit denen sie sich identifizieren können, während
die Jungen spannende und unterhaltende Bücher bevorzugen.

Sozialisationsinstanzen
Es wurde festgestellt, dass die Schule einen negative Einfluss auf das allgemeine
Leseinteresse ausübt. 75% der befragten Jugendliche zwische 14 und 15 Jahren, geben an, dass
sie nie einen empfolenes Buch vom Lehrer/in gelesen haben.

Lesestrategien
Werner Graf unterscheidet 5 Modi des Lesens:
 instrumentellen Lesemodus→Lesen zur Informationsgewinnung
 Lesemodus der Partizipation→dient sem sozialen Austausch mit anderen Lesern
 Intimen Lesemodus→erlaubt lustvolles Schmöckern
 Konzeptlesen→Lesenden suchen nach Bestätigung für ihre eigene Weltsicht
 Lesen als Erkenntnissmodus

Die Lesestrategien liegen einem Wandel unter, der an Übergänge von einer Alterphase in die
nächste gekoppelt ist. Die Verarbeitungsmodi in der Kindheit und Jugendalters differieren von
der Erwachsensalters.
Forschungen zeigen, dass es geschlechterspezifische Unterschiede in den Lesestrategien und
Interessen gibt. Männer verändern kaum ihre Strategien über das Leben, Frauen dagegen,
verändern ihre Lesestrategien und sogar das bevorzugte Genre. Unabhängig von Grad der
Bildung oder Alter, entwickeln die Frauen eine reichere und affektivere Beziehung zu Büchern.
Die Ausbildung der Lesestrategien wird stark von dem vorherrschenden Leseklima
beeinflusst. Kinder, deren Eltern lesen und das Lesen unterstützen, finden vorwiegend Zugang
zum Lesen. Eine Studie zeigt, dass Mädchen sich früher den Büchern zuwenden und unabhängig
von Bildungsniveau regelmäβig lesen.

Bedeutung der Leser/innen


Beim Lesen handelt es sich um eine konstruktive Leistung der lesenden Subjekt. Es hängt
ab von der kognitiven Lesekompetenz, von den Interessen un emotionalen Bedürfnissen der
Lesenden. Die Lehrerin hat darauf einen groβen Einfluss. Sie kann z . B. die Schüler anregen
nach der Bedeutung eines Textes für das eigene Leben zu fragen, aber sie kann auf die Themen
kaum Einfluss nehmen, die für einzelnen Schüler relevant sind.
Was die Curriculumentwicklung angeht, gibt es folgenede Problembereiche: Die Phasen des
Leseprozesses müssen berücksichtigt werden, der Schulunterricht muss auf die Themen, für die
sich die Kinder und Jugendliche interessieren, Rücksicht nehmen. Dennnoch muss die Art un
Weise wie sich Kinder mit dem Lektüre-Themen auseinandersetzen berücksichtigt werden, denn
sie ändern sich mit dem Alter. Sehr wichtig für die Ausbildung der Leseinteresse sind Gespräche
im Elternhaus, Freundekreis , Stadtteil und natürlich auch in der Schule.