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(11) EP 2 290 269 A1
(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag: (51) Int Cl.:


02.03.2011 Patentblatt 2011/09 F16J 15/32 (2006.01)

(21) Anmeldenummer: 09010908.3

(22) Anmeldetag: 26.08.2009

(84) Benannte Vertragsstaaten: (71) Anmelder: Carl Freudenberg KG


AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR 69469 Weinheim (DE)
HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO PL
PT RO SE SI SK SM TR (72) Erfinder: Bock, Eberhard
Benannte Erstreckungsstaaten: 69509 Mörlenbach (DE)
AL BA RS

(54) Dichtung

(57) Dichtung (1), umfassend einen Dichtabschnitt ist, wobei der Dichtabschnitt (2) mit einer reibungsredu-
(2) aus elastomerem Werkstoff der unter elastischer Vor- zierenden Beschichtung (4) versehen ist und dass der
spannung dichtend an eine Gegerilauffläche anlegbar Dichtabschnitt (2) mit einer Struktur (5) zur Verbesserung
der Dichtfunktion versehen ist.
EP 2 290 269 A1

Printed by Jouve, 75001 PARIS (FR)


1 EP 2 290 269 A1 2

Beschreibung zudichtenden Welle reduziert ist.


[0005] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen von An-
Beschreibung spruch 1 gelöst. Auf vorteilhafte Ausgestaltungen neh-
men die Unteransprüche Bezug.
Technisches Gebiet 5 [0006] Zur Lösung der Aufgabe ist der Dichtabschnitt
mit einer reibungsreduzierenden Beschichtung und mit
[0001] Die Erfindung betrifft eine Dichtung, umfassend einer Struktur zur Verbesserung der Dichtfunktion ver-
einen Dichtabschnitt aus elastomerem Werkstoff, der un- sehen. Die reibungsreduzierende Beschichtung bewirkt
ter elastischer Vorspannung dichtend an eine Gegen- eine Reduzierung der Reibung zwischen der Dichtlippe
lauffläche anlegbar ist. 10 und der abzudichtenden Welle, wodurch sich der Ener-
gieverlust innerhalb des Aggregates in dem die Dichtung
Stand der Technik eingesetzt ist ebenfalls reduziert. Die Abnahme der
Dichtwirkung aufgrund der Abnahme der Verzerrung der
[0002] In der Dichtungstechnik sind Dichtungen, ins- Oberfläche wird durch die Struktur zur Verbesserung der
besondere Radialwellendichtringe aus elastomeren 15 Dichtwirkung kompensiert, so dass die Dichtung im Er-
Werkstoffen seit langem bekannt. Dichtlippen, die ela- gebnis bei gleichbleibender Dichtwirkung eine reduzierte
stomeren Werkstoffen, wie beispielsweise Butadienkau- Reibung aufweist. Dabei ist die Struktur bevorzugt ma-
tschuk oder Acrylat-Kautschuk weisen werkstoffbedingt kroskopisch ausgebildet. Es ist bekannt, dass sich im
eine gute Dichtwirkung auf. Liegt die Dichtlippe auf einer laufenden Betrieb aufgrund der Reibung zwischen der
sich drehenden Welle auf, entwickelt sich durch eine Ver- 20 Welle und der Dichtlippe in dem Kontaktbereich der
zerrung der Oberfläche der aus dem elastomeren Werk- Dichtlippe mikroskopische Strukturen, insbesondere
stoff bestehenden Dichtlippe ein natürlicher Dichtungs- Riefen und Rillen, ausbilden. Diese mikroskopischen
mechanismus durch den das in den Dichtspalt zwischen Strukturen verbessern die Pumpwirkung der Dichtlippe
Dichtlippe und Welle eingedrungene abzudichtende Me- und erhöhen dadurch die Dichtwirkung der Dichtlippe.
dium in den abzudichtenden Raum zurückgepumpt wird. 25 Durch die reibungsreduzierende Beschichtung können
Mit diesem Vorteil einhergehend weist eine aus elasto- sich diese mikroskopischen Strukturen nicht ausbilden.
merem Werkstoff bestehende Dichtlippe gleichzeitig den Der vorteilhafte Effekt dieser mikroskopischen Struktu-
Nachteil auf, dass zwischen Dichtlippe und Welle eine ren wird jedoch durch die makroskopischen Strukturen
hohe Reibung herrscht, die mit erhöhten Energieverlu- ausgeglichen. Dabei haben die makroskopischen Struk-
sten verbunden ist. Neben den Dichtungen mit elasto- 30 turen insbesondere den Vorteil, dass deren Wirkung von
meren Dichtlippen sind auch solche mit Dichtlippen aus vornherein zur Verfügung steht und sich nicht erst im
PTFE bekannt. PTFE ist ein teilkristalliner thermoplasti- laufenden Betrieb ausbilden muss.
scher Werkstoff der sich durch niedrigste Reibwerte aus- [0007] Die Struktur kann als Fördergeometrie ausge-
zeichnet. Dichtlippen aus PTFE sind jedoch stets mit ei- bildet sein. Eine Fördergeometrie zeichnet sich dadurch
ner meist nutförmigen Fördergeometrie versehen. Es ist 35 aus, dass in die Dichtlippe solche makroskopische Struk-
jedoch auch bekannt, dass sich die Nuten im laufenden turen eingeprägt werden, die im laufenden Betrieb in den
Betrieb durch Ablagerung von Ölkohle zusetzen können, Dichtspalt eindringendes Medium in den abzudichtenden
wodurch sich die Förderwirkung und damit die Abdicht- Raum zurückfördern. Die Fördergeometrie kann dazu in
wirkung verschlechtert. Daher ist es beispielsweise aus verschiedenen Ausgestaltungen realisiert werden.
der DE 101 28 776 A1 bekannt, eine aus PTFE beste- 40 [0008] In einer Ausgestaltung kann die Fördergeme-
hende und mit einer Fördergeometrie versehende Dicht- trie Drallstrukturen aufweisen. Drallstege weisen Vor-
lippe mit einer reibungsreduzierenden Beschichtung zu sprünge auf, die aus der Dichtlippe herausragen und bei-
versehen, wobei die Beschichtung nicht die Reibung zwi- spielsweise eine sichelförmige Gestalt aufweisen kön-
schen der Welle und der Dichtlippe reduziert, sondern nen. Dabei können die Vorsprünge so angeordnet sein,
durch die Reibungsreduzierung die Anlagerung von Öl- 45 dass sich eine bevorzugte Drehrichtung mit erhöhter
kohle innerhalb der Nuten zu verhindern. Pumpwirkung ergibt oder die Vorsprünge können so an-
[0003] Bislang wurden Dichtlippen aus elastomeren geordnet sein, dass die Pumpwirkung in beiden Dreh-
Werkstoffen nicht mit einer reibungsreduzierenden Be- richtungen gleich ist. Die Drallstruktur kann auch Drall-
schichtung versehen, weil es aufgrund der Reibungsre- stege umfassen, die in oder entgegen der Richtung des
duzierung zu einer Abnahme der Verzerrung der Ober- 50 abzudichtenden Raums weisend von der Dichtlippe ab-
fläche der Dichtlippe kommt und dadurch die Dichtfunk- stehen. Eine Drallstruktur ist meist so ausgebildet, dass
tion reduziert oder gar außer Kraft gesetzt wird. sie auf der Luftseite der Dichtkante, also der dem abzu-
dichtenden Raum abgewandten Seite, angebracht ist
Darstellung der Erfindung und Fluid, das durch den Dichtspalt hindurch nach außen
55 dringt, in den abzudichtenden Raum zurück pumpt
[0004] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die [0009] Die Fördergeometrie kann als Fördergewinde
Dichtlippe so weiterzuentwickeln, dass bei gleichbleiben- ausgebildet sein. Ein Fördergewinde umfasst eine oder
der Dichtwirkung die Reibung der Dichtlippe an der ab- mehrere spiralförmige in der Dichtlippe angeordnete Nu-

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ten. In diesen wird das abzudichtende Medium im lau- PTFE, Molybdänsulfid oder Grafit, ein Bindemittel, bei-
fenden Betrieb durch hydrodynamische Vorgänge in spielsweise ein organisches oder anorganisches Harz
Richtung des abzudichtenden Raumes gepumpt. und ein Lösemittel. Des Weiteren können Gleitlacke Füll-
[0010] Die Fördergeometrie kann zumindest eine wel- stoffe und Additive enthalten. Nach dem Auftragen und
lenförmige Dichtkante umfassen. Dabei liegt die Dicht- 5 Aushärten des Gleitlacks ergibt sich eine Beschichtung
kante nicht kreisförmig auf der abzudichtenden Welle die wie ein Trockenschmierstoff wirkt. Bei Reibungsbe-
auf, sondern umschließt die Welle geschlossen wellen- anspruchung kommt es zu einem schrittweisen Übertrag
förmig. Auch bei dieser Struktur wird das abzudichtende oder Abtrag der Gleitlackschicht. Daher ist die Lebens-
Medium im laufenden Betrieb durch hydrodynamische dauer einer Gleitlackschicht begrenzt. Eine Gleitlackbe-
Vorgänge in Richtung des abzudichtenden Raumes ge- 10 schichtung ist kostengünstig.
pumpt. Zur Verbesserung der Dichtwirkung dieser Struk- [0014] Eine Anordnung könnte eine Dichtung der hier
tur können zumindest zwei sich überschneidende oder beschriebenen Art und eine Gegenlauffläche umfassen,
hintereinander angeordnete wellenförmige Dichtkanten welche als abzudichtendes Maschinenelement ausge-
vorgesehen sind. staltet ist. Das abzudichtende Maschinenelement kann
[0011] Die Beschichtung kann als Hartstoff ausgebil- 15 vorzugsweise als Welle ausgestaltet sein. Hierdurch
det sein. Eine Hartstoffbeschichtung bildet eine ver- kann die Dichtung vorteilhaft als Radialwellendichtring
schleißarme und korrosionsfeste Oberfläche mit hervor- verwendet werden.
ragenden Gleiteigenschaften und eignet sich dabei sehr [0015] Eine Anordnung könnte eine Dichtung der hier
gut für Anwendungen in der Dichtungstechnik zur Ab- beschriebenen Art und eine Gegenlauffläche umfassen,
dichtung relativ zueinander bewegter Maschinenele- 20 die als Laufhülse einer Kassettendichtung ausgestaltet
mente. Dabei bestehen Hartstoffbeschichtungen meist ist. Vorteilhaft ist die Anordnung als Kassettendichtung
aus metallischen Werkstoffen wie Hartchrom, aus kera- ausgestaltet.
mischen Werkstoffen, aus Sintermaterialien. Bei Dich- [0016] Vor diesem Hintergrund könnte die Dichtung ei-
tungen aus elastomeren Werkstoffen kommen auch nen ersten Dichtabschnitt und einen zweiten Dichtab-
Hartstoffbeschichtung aus Kunststoff wie PTFE in Be- 25 schnitt aufweisen, welche an der Laufhülse anliegen.
tracht. Eine Beschichtung aus PTFE bildet eine Polymer- Hierdurch werden zwei Dichtflanken geschaffen.
schicht, wobei PTFE einen besonders niedrigen Reib-
wert aufweist und insbesondere bei Anwendungen in der Kurzbeschreibung der Zeichnung
Dichtungstechnik sehr verschleißfest ist.
[0012] Die Beschichtung kann eine Diamond-Like- 30 [0017] Einige Ausführungsbeispiele der erfindungsge-
Carbon Beschichtung sein. Diamond-Like-Carbon Be- mäßen Dichtung werden nachfolgend anhand der Figu-
schichtungen, auch als DLC-Beschichtungen bezeich- ren näher erläutert. Diese zeigen, jeweils schematisch:
net, weisen eine hohe Härte und damit eine hohe Ver-
schleißfestigkeit auf. Des Weiteren weisen DLC-Be- Fig. 1 einen federlosen Radialwellendichtring mit ei-
schichtungen günstige Reibungseigenschaften auf. Des 35 ner gewindeförmigen Fördergeometrie;
Weiteren ist von Vorteil, dass DLC-Beschichtungen eine Fig. 2 einen Radialwellendichtring mit Drallstegen;
geringere Sprödigkeit aufweisen als andere Hartstoffbe- Fig. 3 einen Dichtring mit einer ondulierten Dichtkan-
schichtungen und dabei beinahe polymerartige Eigen- te;
schaften aufweisen kann. Dadurch sind DLC-Beschich- Fig. 4 einen Dichtring mit sich überschneidenden
tungen insbesondere zur Beschichtung von elastisch de- 40 Dichtkanten; und
formierbaren Dichtlippen geeignet. DLC-Beschichtun- Fig. 5 eine Kassettendichtung.
gen können auf verschiedene Art und Weise auf die
Dichtlippe aufgebracht werden. Die physikalischen Ab- Ausführung der Erfindung
scheidung aus der Gasphase, auch als PVD bezeichnet,
ist ein vakuumbasierte Beschichtungsverfahren bei dem 45 [0018] Figur 1 zeigt eine Dichtung 1, hier einen Radi-
die Schicht direkt durch Kondensation eines Material- alwellendichtring, umfassend einen Dichtabschnitt 2 aus
dampfes des Ausgangsmaterials auf der Dichtlippe ge- Acrylat-Kautschuk. Der Dichtabschnitt 2 kann auch aus
bildet wird. Ein weiteres Verfahren ist die chemische einem anderen elastomeren Werkstoff gefertigt sein, Der
Gasphasenabscheidung, auch als CVD bezeichnet. Da- Dichtabschnitt 2 ist unter elastischer Vorspannung dich-
bei wird an der erhitzten Oberfläche der Dichtlippe auf- 50 tend an ein abzudichtendes Maschinenelement 3 anleg-
grund einer chemischen Reaktion aus der Gasphase ei- bar, wobei diese Ausgestaltung keine Ringwendelfeder
ne Feststoffkomponente abgeschieden. Ein weiteres aufweist und die radiale Anpressung bei drucklosem Ein-
chemisches Verfahren ist die Plasmapolymerisation. Bei satz allein durch die Rückstellkraft der elastisch verform-
diesem Verfahren werden die dampfförmigen Verbin- ten Dichtlippe erzeugt wird. Zur Verbesserung der Dicht-
dungen zunächst durch ein Plasma aktiviert. Eine DLC- 55 funktion ist der Dichtabschnitt 2 mit einer Struktur 5 ver-
Beschichtung ist sehr haltbar. sehen. Diese Struktur 5 ist eine makroskopische Struktur
[0013] Die Beschichtung kann als Gleitlack ausgebil- und ist als Fördergeometrie 6, genauer als Fördergewin-
det sein. Gleitlacke enthalten einen Festschmierstoff wie de ausgebildet. Des Weiteren ist der Dichtabschnitt 2 mit

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einer reibungsreduzierenden Beschichtung 4 versehen. tung 4 versehen. Die Beschichtung 4 ist in dieser Aus-
Die Beschichtung ist in dieser Ausgestaltung eine Hart- gestaltung eine Hartstoffbeschichtung, gebildet durch ei-
stoffbeschichtung, gebildet durch eine DLC-Beschich- ne DLC-Beschichtung, die mittels PVD aufgetragen wur-
tung, die mittels PVD aufgetragen wurde. de.
[0019] Figur 2 zeigt eine Dichtung 1, hier einen Radi- 5
alwellendichtring, umfassend einen Dichtabschnitt 2 aus
Butadienkautschuk. Der Dichtabschnitt 2 kann auch aus Patentansprüche
Acrylat-Kautschuk oder aus einem anderen elastomeren
Werkstoff gefertigt sein. Der Dichtabschnitt 2 ist unter 1. Dichtung (1), umfassend einen Dichtabschnitt (2)
elastischer Vorspannung dichtend an ein abzudichten- 10 aus elastomerem Werkstoff, der unter elastischer
des Maschinenelement 3 anlegbar, wobei diese Ausge- Vorspannung dichtend an eine Gegenlauffläche an-
staltung eine Ringwendelfeder aufweist, die die radiale legbar ist,
Anpressung erhöht. Zur Verbesserung der Dichtfunktion dadurch gekennzeichnet, dass der Dichtabschnitt
ist der Dichtabschnitt 2 mit einer Struktur 5 versehen. (2) mit einer reibungsreduzierenden Beschichtung
Diese Struktur 5 ist eine makroskopische und durch eine 15 (4) versehen ist und dass der Dichtabschnitt (2) mit
Anzahl Ober den Umfang verteilter Drallstege gebildet. einer Struktur (5) zur Verbesserung der Dichtfunkti-
Die Drallstege können radial abragen oder in eine Dreh- on versehen ist.
richtung abgebogen sein. Derartige abragend ausgebil-
dete Drallstege weisen eine Vorzugsdrehrichtung auf. Es 2. Dichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich-
ist auch denkbar, die Drallstege abwechselnd abzubie- 20 net, dass die Struktur (5) makroskopisch ausgebil-
gen. Dabei ergibt sich eine zickzackförmige Anordnung det ist.
der Drallstege. Diese weisen keine Vorzugsdrehrichtung
auf und werden auch als Wechseldrall bezeichnet. Die 3. Dichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch ge-
Drallstege bilden die Fördergeometrie 6. Des Weiteren kennzeichnet, dass die Struktur (5) als Fördergeo-
ist der Dichtabschnitt 2 mit einer reibungsreduzierenden 25 metrie (6) ausgebildet ist.
Beschichtung 4 versehen. Die Beschichtung ist in dieser
Ausgestaltung eine Hartstoffbeschichtung, gebildet 4. Dichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich-
durch einen Gleitlack. net, dass die Fördergeometrie (6) Drallstrukturen
[0020] Figur 3 zeigt eine Dichtung 1, umfassend einen aufweist.
Dichtabschnitt 2 aus Fluorkautschuk. Der Dichtabschnitt 30
2 kann auch aus einem Acrylat-Kautschuk oder einem 5. Dichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich-
anderen elastomeren Werkstoff gefertigt sein. Der Dicht- net, dass die Fördergeometrie (6) Drallstege auf-
abschnitt 2 ist unter elastischer Vorspannung dichtend weist.
an ein abzudichtendes Maschinenelement 3 anlegbar.
Zur Verbesserung der Dichtfunktion ist der Dichtab- 35 6. Dichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeich-
schnitt 2 mit einer Struktur 5 versehen. Diese Struktur 5 net, dass die Fördergeometrie (6) als Fördergewin-
ist eine makroskopische und durch eine wellenförmige de ausgebildet ist.
Dichtkante gebildet. Diese bildet die Fördergeometrie 6.
Des Weiteren ist der Dichtabschnitt 2 mit einer reibungs- 7. Dichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich-
reduzierenden Beschichtung 4 versehen. Die Beschich- 40 net, dass die Fördergeometrie (6) zumindest eine
tung ist in dieser Ausgestaltung eine Polymerbeschich- wellenförmige Dichtkante umfasst.
tung, gebildet durch einen überzug aus PTFE.
[0021] Figur 4 zeigt eine Dichtung 1 gemäß Figur 3, 8. Dichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeich-
wobei die Dichtung 1 in dieser Ausgestaltung zwei sich net, dass zumindest zwei sich überschneidende
überschneidende Dichtkanten aufweist. 45 oder hintereinander angeordnete wellenförmige
[0022] Figur 5 zeigt eine Dichtung 1, welche als Ra- Dichtkanten vorgesehen sind.
diager-Dichtungskassette mit integriertem Radialwellen-
dichtring ausgestaltet ist. Die Dichtung 1 umfasst einen 9. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da-
Dichtabschnitt 2 aus Fluorkautschuk. Der Dichtabschnitt durch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (4)
2 kann auch aus einem anderen elastomeren Werkstoff 50 als Hartstoff ausgebildet ist.
gefertigt sein. Der Dichtabschnitt 2 ist unter elastischer
Vorspannung dichtend an die Laufhülse 3a der Kassette 10. Dichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeich-
anlegbar. Zur Verbesserung der Dichtfunktion ist der net, dass die Beschichtung (4) eine Diamond-Like-
Dichtabschnitt 2 mit einer Struktur 5 versehen, in diesem Carbon Beschichtung ist.
Fall mit Drallstegen. Ein zweiter Dichtabschnitt 7 liegt 55
axial an der Laufhülse 3a der Kassette an. Sowohl der 11. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da-
erste Dichtabschnitt 2 als auch der zweite Dichtabschnitt durch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (4)
7 sind jeweils mit einer reibungsreduzierenden Beschich- als Gleitlack ausgebildet ist.

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12. Dichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, da-


durch gekennzeichnet, dass die Beschichtung (4)
als Polymerschicht ausgebildet ist.

13. Anordnung, umfassend eine Dichtung (1) nach ei- 5


nem der Ansprüche 1 bis 12 und eine Gegenlaufflä-
che, welche als abzudichtendes Maschinenelement
(3) ausgestaltet ist.

14. Anordnung, umfassend eine Dichtung (1) nach ei- 10


nem der Ansprüche 1 bis 12 und eine Gegenlaufflä-
che, die als Laufhülse (3a) einer Kassettendichtung
ausgestaltet ist.

15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekenn- 15


zeichnet, dass die Dichtung (1) einen ersten Dicht-
abschnitt (2) und einen zweiten Dichtabschnitt (7)
aufweist, welche an der Laufhülse (3a) anliegen.

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IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen
und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das
EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente

• DE 10128776 A1 [0002]

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