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Ernst-Martin Borst

Ein Wort
. an
Jehovas .
Zeugen

Was ich Ihnen


sagen möchte

JOHANNIS
.aube +• Vertrauen • Nr. 18510
IAHR
Ernst-Martin Borst

Was ich Ihnen sagen möchte:

Ein Wort an Jehovas Zeugen

Nr. 18510

JOHANNIS"

.1AHR
Abkürzungen
Folgende Abkürzungen werden im Text benutzt:

NWÜ = Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift


JZ = Jehovas Zeugen
WTG = Wachtturm Bibel- und Traktatgesellschaft, Name des deutschen Zweiges
der amerikanischen »Watch Tower Bible & Tract Society«
w. z. a. = wörtlich zitiert aus
S . = Seite
F = Frage
s. L. = siehe Literaturübersicht

Herausgegeben von der Arbeitsgemeinschaft für religiöse Fragen, Bertholdstr. 15,


4100 Duisburg 14

5. überarbeitete und erweiterte Auflage

Umschlagfoto: W. Layer
© 1990 by Verlag der St.-Johannis-Druckerei C. Schweickhardt, 7630 Lahr-Dinglingen
Gesanitherstellung:
St.-Johannis-Druckerei C. Schweickhardt, 7630 Lahr-Dinglingen
Printed in Germany 11143/1992
Kapitel 1

Nur auf Gott vertrauen

Vertraue auf Jehova mit deinem ganzen Herzen, und stütze dich nicht auf deinen
eigenen Verstand. Beachte ihn auf all deinen Wegen, und er selbst wird deine Pfade
gerade machen. Sprüche 3, 5. 6 (NWÜ)

Bei all meinen Überlegungen bezüglich der Lehre Ihrer Organisation stand mir dieser
Vers vor Augen, ebenso Jeremia 17,5: »Dies ist, was Jehova gesprochen hat: Verflucht
ist der körperlich taugliche Mann, der sein Vertrauen auf den Erdenmenschen setzt
und tatsächlich Fleisch zu seinem Arm macht und dessen Herz sich von Jehova selbst
abwendet« (NWÜ).
Entscheidend sind nicht meine Gedanken oder die Meinungen anderer Menschen,
sondern nur das, was Jehova sagt. Entscheidend ist also auch nicht, was die Führung
der Theokratischen Organisation sagt, sondern allein, was Jehova sagt.
Zeugen Jehovas glauben alles ohne jeden Vorbehalt, was sie in den Zeitschriften und
Büchern der Theokratischen Organisation lesen und was ihnen in ihren Versammlungen
gesagt wird.
Lieber Leser, solch ein Vertrauen, das Sie einer Organisation schenken, dürfen Sie nur
Gott selbst schenken. Nur ihm gebührt solches Vertrauen, nur auf ihn kann und darf
man sich verlassen.
Ich weiß wohl, daß Sie täglich die Bibel lesen, und zwar sehr intensiv, aber leider immer
nur in Verbindung mit Anleitungen der Wachtturm-Gesellschaft. In der Bibel heißt es,
daß der Heilige Geist unser Lehrer sein möchte (Joh. 14, 26). Bei Ihnen kann dieser
Geist nicht zur Wirkung kommen, denn jeder Vers der Bibel ist bereits von Ihrer
Organisation kommentiert, und nur diese Kommentare dürfen sie ja lesen und
glauben.

Die Bibel sagt (frei übersetzt):


a) Psalm 118, 8: Es ist gut, sich nicht auf Menschen zu verlassen.
b) 1. Johannes 4, 1: Nicht jedem Geist glauben - prüfen!
c) 1. Thessalonicher 5, 21: Prüfet alles, und das Gute behaltet.
d) Apostelgeschichte 17,11: Täglich forschten sie in der Schrift, ob es sich so verhielte.

Wollen Sie dem biblischen Beispiel folgen? Dann schlage ich folgendes vor: Lesen Sie
weiter jeden Tag in der Bibel, aber denken Sie dabei nicht daran, was die Wachtturm-
Gesellschaft zu den jeweiligen Versen sagt, sondern fragen Sie Jehova selbst, was er
dazu sagt. Beten Sie, daß der Heilige Geist Ihnen das Wort offenbart.
Die WTG ist bei der Beweisführung ihrer Lehre auf ihre eigene Bibelübersetzung
unbedingt angewiesen. Deshalb habe ich das folgende Kapitel gleich an den Anfang
gestellt.
Kapitel 2

Die Neue-Welt-Übersetzung und ihre Fehler

In der NWÜ heißt es: »Übersetzt nach der revidierten englischen Wiedergabe von 1970
unter getreuer Berücksichtigung der hebräischen, aramäischen und griechischen
Ursprache - 1971.« W. z. a. 1.3 (s. L.), S. 3.
Tatsache ist jedoch, daß die WTG-Übersetzer, um ihre Lehre zu stützen, bewußt falsch
übersetzt haben. In diesem Kapitel wird dies nun an einigen Beispielen belegt. Dabei
werden Texte der NWÜ der Revidierten Elberfeider Übersetzung gegenübergestellt.
Es ist mir dabei bewußt, daß es wohl keine Übersetzung gibt, die ganz ohne Fehler ist.
Was aber bei der NWÜ überrascht: Wörter und Verse, die ohne Schwierigkeiten
übersetzt werden können, sind falsch übersetzt. Bei den folgenden Beispielen handelt
es sich nur um solche Verse, die eindeutig falsch übersetzt wurden. Diese Bibelverse
haben, zumindest sinngemäß, alle mir bekannten Übersetzer gleich übersetzt; eben
weil es in diesen Fällen keine Probleme gibt.
Verse, bei denen man vom Urtext her gesehen tatsächlich verschiedener Meinung sein
kann, werden nicht als Beispiel benutzt, da diese für die biblische Lehre unbedeutend
sind. Dagegen wird bei den genannten Beispielen die Lehre der Bibel verändert.
Bei der Gegenüberstellung wurde nur das Neue Testament berücksichtigt.

falsch (NWÜ) richtig (Elberfelder)

Das Entscheidende ist jeweils kursiv gesetzt.

1. Matthäus 4,3 . '


»Wenn du ein Sohn Gottes bist, . . .« »Wenn du Gottes Sohn bist, . . .«
2. Matthäus 7, 13
». . . , denn breit und geräumig ist ». . ., denn weit ist die Pforte und breit
der Weg, der in die Vernichtung der Weg, der zum Verderben führt, . . .«
führt, . . .«
3. Matthäus 12, 12
»Wenn man alles in Betracht zieht:« Dieser Satz existiert überhaupt nicht im
4. Matthäus 12, 14 Urtext.
». . ., damit sie ihn vernichten ». . . wie sie ihn umbrächten.«
könnten.«
5. Matthäus 12, 32
» Z u m Beispiel, . . . « Steht nicht im Urtext
6. Matthäus 24, 3
» . . . und was wird das Zeichen dei- » . . . und was ist das Zeichen deiner An-
ner Gegenwart und des Abschlusses kunft und der Vollendung der Weltzeit?«
des Systems der Dinge sein?«
7. Matthäus 28, 20
» . . . Und siehe! ich bin bei euch alle »Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis
Tage bis zum Abschluß des Systems zur Vollendung des Zeitalters (Weltzeit).«
der Dinge.«
8. Johannes 1,1
»Im Anfang war das WORT, und das »Im Anfang war das Wort, und das Wort
WORT war bei GOTT, und das war bei Gott, und das Wort war Gott.«
WORT war ein Gott.«
(Siehe hierzu Kapitel 3)
9. Johannes 1, 12
». . ., weil sie Glauben an seinen Na- » . . . denen, die an seinen Namen
meji ausübten; . . .« glauben; . . .«
10. Johannes 3, 16
». . ., damit jeder, der Glauben an ». . ., damit jeder, der an ihn glaubt, nicht
ihn ausübt, nicht vernichtet werde, verloren gehe, . . .«

11. Johannes 14, 10-12


»Glaubst du nicht, daß ich in Gemein- »Glaubst du nicht, daß ich in dem Vater
schaft bin mit dem Vater und der bin und der Vater in mir ist? . . . der
Vater in Gemeinschaft ist mit mir? Vater aber, der in mir bleibt, tut seine
. . . der Vater, der in Gemeinschaft Werke. Glaubt mir, daß ich in dem Vater
mit mir bleibt, tut seine Werke. bin und der Vater in mir i s t . . . Wer an
Glaubt mir, daß ich in Gemeinschaft mich glaubt, der wird . . .«
mit dem Vater bin und der Vater in
Gemeinschaft mit mir ist . . . Wer
Glauben an mich ausübt, der
wird . . .«
12. Johannes 14, 20
»An jenem Tage werdet ihr erken- »An jenem Tage werdet ihr erkennen,
nen, daß ich in Gemeinschaft bin mit daß ich in meinem Vater bin und ihr in
meinem Vater und ihr in Gemein- mir und ich in euch.«
schaft seid mit mir und ich in Gemein-
schaft bin mit euch.«
13. Johannes 15, 4-7
»Bleibt in Gemeinschaft mit mir und » . . . ihr bleibt denn in mir . . . Wer in
ich in Gemeinschaft mit euch. mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel
. . . wenn ihr nicht in Gemeinschaft Frucht . . . Wenn jemand nicht in mir
mit mir bleibt . . . Wer in Gemein- bleibt . . . Wenn ihr in mir bleibt . . .«
schaft mit mir bleibt und ich in Ge-
meinschaft mit ihm, der trägt viel
Frucht . . . Wenn jemand nicht in
Gemeinschaft mit mir bleibt
. . . Wenn ihr in Gemeinschaft mit
mir bleibt . . .«
14. Johannes 17, 12
». . ., und keiner von ihnen ist ver- ». . ., und keiner von ihnen ist verloren
nichtet worden, ausgenommen der als nur der Sohn des Verderbens, damit
Sohn der Vernichtung, damit das die Schrift erfüllt werde.«
Schriftwort erfüllt werde.«
15. Johannes 17, 21
». . ., damit sie alle eins seien, so, wie ». . ., damit sie alle eins seien, wie du,
du, Vater, in Gemeinschaft bist mit Vater, in mir und ich in dir, daß auch sie
mir und ich in Gemeinschaft bin mit in uns eins seien . . .«
dir, daß auch sie in Gemeinschaft mit
uns seien . . .«
16. Apostelgeschichte 5, 3
»Ananias, warum hast du dich vom »Ananias, warum hat der Satan dein Herz
Satan so dreist machen lassen, dem erfüllt, daß du den Heiligen Geist belogen
heiligen Geist gegenüber ein falsches und von dem Kaufpreis des Feldes beisei-
Spiel zu treiben und von dem Preis des te geschafft hast?«
Feldes insgeheim etwas zurückzube-
halten?«
17. Römer 5, 18
»Wie es also durch eine Verfehlung »Wie es nun durch eine Übertretung für
zur Verurteilung für Menschen von alle Menschen zur Verdammnis (kam), so
allen Arten kam, so kommt es auch auch durch eine Gerechtigkeit für alle
durch einen Akt der Rechtfertigung Menschen zur Rechtfertigung des Le-
für Menschen von allen Arten zu de- bens.«
ren Gerechtsprechung zum Leben.«
18. Römer 8, 10
»Ist aber Christus in Gemeinschaft »Ist aber Christus in euch . . .«
mit euch . . .«
19. Römer 10, 9-10
». . . und in deinem Herzen Glauben » . . . und in deinem Herzen glauben wirst
übst . . . Denn mit dem Herzen übt . . . Denn mit dem Herzen wird ge-
man Glauben . . .« glaubt. . .«
20. 1. Korinther 1, 30-31
»Ihm aber ist es zu verdanken, daß ihr »Aus ihm aber (kommt es, daß) ihr in
in Gemeinschaft mit Christus Jesus Christus Jesus seid, der uns geworden ist
seid, der uns zur Weisheit von Gott Weisheit von Gott und Gerechtigkeit und
geworden ist sowie zur Gerechtigkeit Heiligkeit und Erlösung; damit, wie ge-
und Heiligung und Erlösung durch schrieben steht: »Wer sich rühmt, der
Loskauf; damit es so sei, wie geschrie- rühme sich des Herrn!«
ben steht: »Wer sich rühmt, rühme
sich in Jehova.«
21. 2. Korinther 5, 17
»Wenn somit jemand in Gemein- »Daher, wenn jemand in Christus
schaft mit Christus ist. . .« ist . . .«
22. Galater 2, 20
»Ich bin mit Christus an den Pfahl ». . ., ich bin mit Christus gekreuzigt, und
gebracht worden. Nicht mehr ich bin nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt
es, der lebt, sondern Christus ist es, in mir . . .«
der in Gemeinschaft mit mir lebt.«
23. Philipper 2, 9
»Gerade aus diesem Grunde hat Gott »Darum hat Gott ihn auch hoch erhoben
• ihn auch zu einer übergeordneten Stel- und ihm den Namen verliehen . . .«
lung erhöht und ihm gütigerweise den
Namen gegeben . . .«
24. Philipper 3, 9
». . . und in Gemeinschaft mit ihm ».'. . und in ihm erfunden werde . . .«
erfunden werde, . . .«
25. 1. Thessalonicher 5, 3
». . ., dann wird plötzliche Vernich- ». . . dann kommt ein plötzliches Verder-
tung sie überfallen . . .« ben über sie . . .«
26. 2. Thessalonicher 1, 9
»Gerade diese werden die richterli- ». . ., sie werden Strafe leiden, ewiges
che Strafe ewiger Vernichtung er- Verderben . . .«
leiden . . .«
27. 2. Thessalonicher 2, 3
». . ., der Sohn der Vernichtung . . .« ». . ., der Sohn des Verderbens;. . .«
28. 1. Timotheus 2, 4
». . ., daß alle Arten von Menschen ». . ., daß alle Menschen errettet
gerettet werden . . .« werden . . .«
29. 1. Timotheus 4 , 1
»Die inspirierte Äußerung aber sagt Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in
ausdrücklich, daß in späteren Zeitpe- späteren Zeiten manche vom Glauben
rioden einige vom Glauben abfallen abfallen werden, indem sie auf betrügeri-
werden, indem sie auf irreführende sche Geister und Lehren von Dämonen
inspirierte Äußerungen und Lehren achten . . .«
von Dämonen achtgeben . . .«
30. 1. Timotheus 4, 10
». . ., der ein Retter aller Arten von ». . ., der ein Retter aller Menschen ist,
Menschen ist, besonders von treuen.« besonders der Gläubigen.«
31. Hebräer 1, 8
»Gott ist dein Thron für immer. . .« »Dein Thron, o Gott, ist in alle Ewig-
keit . . .«
32. Hebräer 5, 9
». . ., wurde er für die ewige Rettung ». . ., und vollendet, ist er allen, die ihm
all derer verantwortlich, die ihm ge- gehorchen, der Urheber ewigen Heils ge-
horchen . . .« worden . . .«
33. Hebräer 9, 26
». . . Abschluß der Systeme der ». . . Vollendung der Zeitalter . . .«
Dinge . . .«
34. 1. Johannes 2, 5-6
». . .daß wir in Gemeinschaft mit ihm ». . ., daß wir in ihm sind. Wer sagt, daß
sind. Wer sagt, er bleibe in Gemein- er in ihm bleibe . . .«
schaft mit ihm . . .«
35. 1. Joh. 3, 6
»Jeder, der in Gemeinschaft mit ihm »Jeder, der in ihm bleibt . . .«
bleibt . . .«
36. 1. Joh. 3, 24
»Übrigens, wer seine Gebote hält, »Und wer seine Gebote hält, bleibt in
bleibt in Gemeinschaft mit ihm und er ihm, und er in ihm, und hieran erkennen
in Gemeinschaft mit einem solchen; wir, daß er in uns bleibt . . .«
und dadurch erkennen wir, daß er in
Gemeinschaft mit uns bleibt, . . .«
37. 1. Johannes 4, 4 .
». . ., der in Gemeinschaft mit euch ». . ., welcher in euch ist. . .«
i s t . . .« •
38. 1. Johannes 4, 13
». . ., daß wir in Gemeinschaft mit ». . ., daß wir in ihm bleiben und er in
ihm bleiben und er in Gemeinschaft uns . . .«
mit uns . . .«
39. 1. Johannes 4, 15-16
». . ., mit dem bleibt Gott in Gemein- ». . ., in dem bleibt Gott und er in
schaft und er in Gemeinschaft mit Gott. . ., bleibt in Gott und Gott bleibt
Gott . . ., bleibt in Gemeinschaft mit in ihm.«
Gott, und Gott bleibt in Gemein-
schaft mit ihm.«
40. 1. Johannes 5, 20
»Und wir sind in Gemeinschaft mit ». . ., und wir sind in dem Wahrhaftigen,
dem Wahrhaftigen durch seinen Sohn in seinem Sohn Jesus Christus.«
Jesus Christus.«
41. Judas 1
». . ., an die Berufenen, die in Ver- ». . ., den Berufenen, die in Gott, dem
bindung mit Gott, dem Vater, geliebt Vater, geliebt und in Jesus Christus be-
und für Jesus Christus bewahrt wahrt sind . . .«
werden . . .«
Bemerkungen zu einigen Beispielen:

Totale Vernichtung

Da die WTG im Gegensatz zur Bibel lehrt, daß alle Nicht-JZ total vernichtet werden,
mußten alle Bibelstellen dementsprechend verändert werden. So wurde aus: verloren-
gehen, umbringen, verderben = vernichten (siehe auch Kapitel 7).

Keine Person

Die WTG sagt, daß der Heilige Geist keine Person, sondern nur eine Kraft ist. Da eine
Kraft nicht sprechen kann und man sie auch nicht belügen kann, wurde aus: belügen =
ein falsches Spiel treiben;
und aus: dem Geist = die inspirierte Äußerung (siehe auch Kapitel 4).

»In uns« - für die WTG unbegreiflich

Alle Bibelstellen wie »Christus in uns«, »Gott in uns« oder »der Geist in uns« wurden
von der WTG verfälscht in: »in Gemeinschaft mit uns«. Warum? Im Gegensatz zu
Paulus (lies Rom. 11, 33-36 und 1. Kor. 13,9) meint die WTG, man müsse alles über
Gott und die Bibel wissen und verstehen können. Das »in uns« gehört zu den Aussagen
der Bibel, die die WTG nicht verstehen kann. Deshalb wurden in ihrer eigenen
Übersetzung alle diese Bibelstellen umgeändert.
Damit hat sie eine zentrale Botschaft der Bibel ausgelöscht. Lies dazu auch Kapitel 11.

Glauben oder Glauben ausüben?

Die WTG lehrt, daß die Gnade Gottes für die Errettung nicht ausreicht, selbst wenn
wir sie glaubend annehmen. Sie sagt weiter, daß man, um einmal ewiges Leben zu
bekommen, Glauben ausüben muß. Das heißt: Von Haus zu Haus gehen, die
Versammlungen regelmäßig besuchen, die Gesetze halten, usw. Alle Bibelstellen, die
vom Glauben sprechen, mußten daher in »Glauben ausüben« verändert werden. Siehe
auch Kapitel 16.

Hinzugefügte Sätze

An den Beispielen 3 und 5 wird deutlich, daß die NWÜ-Übersetzer sogar ganze
Satzteile nicht nur falsch übersetzt, sondern einfach hinzugefügt haben.
Zusammenfassung

In der NWÜ finden wir mehrere hundert falsch übersetzte Verse. Doch reichen diese
41 Beispiele sicher aus, um aufzuzeigen, wie durch solche groben Fehler die biblische
Lehre verändert wird. Ich muß daher von dem Gebrauch der NWU entschieden
abraten.

Kapitel 3

Wer ist Jesus Christus?

Die WTG sagt: »Jesus ist ein Geistesgeschöpf (Erzengel Michael), welches von Gott
erschaffen und durch die Taufe zum Messias wurde.« Sie behauptet, daß Christus nicht
Gott ist.

Die Bibel sagt: »Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort
war Gott. Dieses war im Anfang bei Gott« (Joh. 1, 1. 2).
Die WTG erklärt ihren Anhängern zu diesem Text folgendes: Beweist das, daß Gott ein
dreieiniger Gott ist? Nein! Beachte vor allem, daß nicht die Rede von drei, sondern nur
von zwei Personen ist. Auch lesen wir in Vers 2, daß das Wort »im Anfang bei Gott«
war, und der Vers 18 sagt: »Niemand hat Gott je gesehen.« Jesus Christus aber haben
die Menschen gesehen. Aus diesen Gründen und ganz in Übereinstimmung mit den
griechischen Texten geben einige Übersetzungen den Vers 1 daher folgendermaßen
wieder: »Das Wort war bei Gott«, »und das Wort war göttlich«, »war göttlichen
Wesens« oder »war ein Gott«, das heißt: Das Wort war ein Mächtiger, ein Gottähnli-
cher. W. z. a. 1.4 (s. L.), S. 23/24
In der NWU hat man dies berücksichtigt und so übersetzt: »Im Anfang war das WORT,
und das WORT war bei GOTT, und das WORT war ein Gott.«
Man kann Johannes 1, 1-2 tatsächlich folgendermaßen übersetzen:
»In einem Anfang war der Logos, und der Logos war zu dem Gott hingewandt (auf den
Gott hin ausgerichtet), und ein Gott war der Logos.«
Aus dieser Übersetzungsmög/icMeif jedoch zu ersehen, Jesus, das Wort, sei nicht
Gott, ist ein Fehlschluß.
Denn die Bibel lehrt, wie nachfolgend aufgezeigt, daß das Wort (Logos) sehr wohl Gott
ist. Deshalb ist die Übersetzungsmög/Zc/i/te/f von Johannes 1,1:». . . und das Wort war
Gott« nicht nur berechtigt und angebracht, sondern richtig.
Darum haben die folgenden Bibelübersetzer, die doch so unterschiedliche theologi-
sche Anschauungen haben, Johannes 1,1 mit »Und das Wort war Gott« bzw. »Gott
war das Wort« übersetzt:

1. Dr. Joseph Franz von Allioli. österreichische Bibelgesellschaft, Wien, 1971


2. Franz Eugen Schlachter. Genfer Bibelgesellschaft, 1975
3. Johann Albrecht Bengel NT. Hänssler-Verlag, Neuhausen, 1974
Bei Bengel wird Gott zwar schwach gedruckt, doch sagt er in der Anmerkung: »Von dem

10
Wort sagt Johannes: Es war Gott. Kurzes, aber unschätzbares Zeugnis von der Gottheit
unseres Herrn.«
4. Die Neue Scofield Bibel. Verlag: Mitternachtsruf »Große Freude«, Pfäffikon, Schweiz, 1967
5. Hans Bruns NT. Brunnen-Verlag, Gießen, 1965
6. Elberfelder Bibel. Brockhaus-Verlag, Wuppertal, 1971
7. Revidierte Elberfelder Übersetzung NT, 1975
8. Zürcher Übersetzung NT. Verlag der Zwingli-Bibel, Zürich, 1966
9. Lutherbibel. Württ. Bibelanstalt, Stuttgart
10. Konkordante Wiedergabe NT. Konkordanter Verlag, Schweiz
11. Ulrich Wilckens NT. Benzinger Verlag, Köln, 1972
12. Jörg Zink NT. Kreuz-Verlag, Stuttgart, 1975
13. Herder Bibel. Herder-Verlag, Freiburg, 1965
14. Jerusalemer Bibel
15. Das Evangelium des Johannes
Herausgeber: Christian Victory Publishing Company, Colorado, USA
Im Kommentar, den Fred John Meldau geschrieben hat, wird ausführlich dargelegt, daß das
Wort Gott ist. Gleich auf Seite 1 wird »und Gott war das Wort« sogar fett gedruckt.
16. Friedrich Streicher. Herder-Verlag, Freiburg, 1964
17.-Mülheimer NT. Altdorf/Nürnberg, 1958
18. Perlbibel. Brockhaus-Verlag, Wuppertal, 1964
19. Franz Sigge. Hegner, Köln, 1958
20. Karl Thieme, Eugen Walter. Herder-Verlag, Freiburg, 1949
21. Fritz Tillmann. Kösel-Verlag, München
22. Dr. K. Rösch. Verlag Ferdinand Schöningk, Paderborn, 1946
23. Carl Weizsäcker. Mohr, Tübingen; 1912
24. Paul Riessler, Rupert Storr. Matthias-Grünewald-Verlag, Mainz, 1958
25. Prof. Dr. Hamp, Prof. Dr. Stenzel, Prof. Dr. Kürzinger, Pattloch-Verlag, Aschaffenburg,
1958
26. Pius Parsch, Dr. Jakob Schäfer NT. 1955, Wien
27. D. Adolf Schlatter NT. Calwer-Verlag, Stuttgart, 1931
28. Theodor Schlatter NT. Bibelanstalt, Stuttgart
29. D. Bernhard Weiß NT. J. C. Hinrichs'sche Buchh., Leipzig, 1908
30. The Living Bible. Coverdale House Publishers, London, 1973
»Before anything else existed, there was Christ with God. He has always been alive and is
himself God« = Er selbst ist Gott.
31. The New Testament
Genfer Bibelgesellschaft, Schweiz
»And the Word was God« - also auch hier: »Das Wort war Gott.«
32. Le Nouveau Testament . ' -
Genfer Bibelgesellschaft, Schweiz
»Au commencement était la Parole, et la Parole était avec Dieu, et la Parole était Dieu.« Und
wieder: »Und das Wort war Gott.«
33. DaBhaR-Übersetzung

Diese lange Liste habe ich geschrieben, weil den Lesern der WTG-Literatur diesbezüg-
lich ein falsches Bild vermittelt wird. In der Schrift 1.16 (s. L.) wird der Eindruck
erweckt, als wenn nur die Elberfelder Bibel, die Lutherbibel, die Douaybibel und die
King-James-Bibel Johannes 1,1 in dieser Axt wiedergeben, es aber viele Übersetzun-
gen gibt, die nicht ausdrücken, daß das Wort Gott ist. Hierzu werden allein fünf
deutsche Übersetzungen zitiert, und zwar Böhmer, Stage, Menge, Pfäfflin und
Thimme (siehe 1.16 [s. L.], S. 3-5).

11
Ich habe nun auch solche Übersetzungen studiert, die Johannes 1,1 nicht so übersetzen
wie die 33 anderen.
Meine Frage war: »Was wollen sie mit ihrer Ausdrucksweise sagen?«

1. Die Gute Nachricht. Bibelanstalt, Stuttgart, 1971


»und in allem Gott gleich.«
Beachte: »in allem«, nicht nur in bestimmten Dingen.
2. Ludwig Albrecht. Brunnen-Verlag, Gießen, 1975
»Das Wort war eng vereint mit Gott, ja göttliches Wesen hatte das Wort.«
Beachte: »göttliches Wesen«. Nur Gott selbst hat göttliches Wesen. Im Anhang auf
den Seiten 721-722 weist Albrecht anhand von Bibelstellen darauf hin, daß Jesus
(Wort) Gott ist.
3. Hermann Menge. Bibelanstalt, Stuttgart
»und Gott (= göttlichen Wesens) war das Wort.«
In seinem Anhang zur Bibel, Kapitel »Heilsgeschichtlicher Wegweiser« (Seite 36)
zeigt Menge alle Bibelstellen auf einschließlich Johannes 1, 1, die die Gottheit
Christi vertreten. So ist auch Menge der Auffassung »das Wort ist Gott«.
4. Chr. von Viebahn. Verlag Diakonissenmutterhaus Aidlingen, Kreis Böblingen
»Ja, das Wort selbst war Gott, das heißt: göttlicher Natur und Art.«
Auch mit dieser Ausdrucksweise soll nicht die Gottheit Jesu abgeschwächt werden.
Dies wird der Verlag gerne bestätigen.
5. Dr. Heinrich Wiese. Bibelanstalt, Stuttgart, 1924
»göttlichen Wesens.«
Auch Wiese vertritt die Gottheit Jesu.
6. Wilh. Michaelis. Alfred Kröner Verlag, Leipzig, 1934
»Im Anfang war das Wort (bereits da), und das Wort war (damals) bei Gott, und
das Wort war (dem Wesen nach selbst) Gott.«
7. Friedrich Pfäfflin. Verlag Eugen Salzer, Heilbronn, 1954
»und war von göttlicher Wucht.«
Daß auch Pfäfflin die Gottheit Jesu vertritt, sehen wir unter anderem daran, daß es
in der Auflage von 1965 heißt, daß das Wort Gott ist (s. 8).
8. Friedrich Pfäfflin. Verlag Eugen Salzer, Heilbronn, 1965
»Ja, Gott selbst war das Wort.«
9. Curt Stage. Verlag Philipp Reclam jun., 1896
»und das Wort war selbst göttlichen Wesens.«
Die Bemerkungen zu 2., 3. und 5. treffen auch hier zu.
10. Ludwig Thimme. Bibelanstalt Stuttgart, 1960
. »Und Gott von Art war das Wort.«
Auch Thimme vertritt die Gottheit Jesu.
11. Wuppertaler Studienbibel. R. Brockhaus Verlag, 1975
»Und Gott (von Art) war der Logos.«
Im Kommentar wird ausführlich die Gottheit Jesu (Wort) dargelegt.

Bei diesen Beispielen wird deutlich, daß die Leser der Schrift »Das Wort« irregeführt
werden. Bibelübersetzungen bzw. Bibelübersetzer, die ausdrücken wollen, daß das
Wort nicht Gott ist, sind mir nicht bekannt, abgesehen von den Übersetzern der
WTG.

12
In diesem Zusammenhang möchte ich auch auf ein Buch von Clarence H. Benson, Dr.
der Literatur, hinweisen und einen Abschnitt zu Johannes 1, 1 wörtlich zitieren. Es
heißt dort: »Sein großes Thema ist, daß die Gottheit Christi absolut wesentlich für die
Errettung ist. Er stellt diesen Satz ganz heraus (1,1-18). Er gibt kein Geburtsregister
Jesu wie Matthäus bis auf Abraham, oder Lukas bis auf Adam, sondern er geht zurück
bis auf den Anfang, als »das Wort bei Gott war und das Wort Gott war« (1,1). Von
diesem Standpunkt aus bewegt sich der Schreiber vor, um die Gottheit Christi zu
beweisen.« W. z. a. Deine Bibel, Band 3, Verlag Janz, Lörrach.

Hier nun einige Beispiele, die aufzeigen, daß Jesus Christus Gott ist:
1 Christus zeigt Eigenschaften, die darauf hinweisen, daß er Gott ist.
1.1 Er weiß alle Dinge.
Viele Bibelstellen drücken aus, daß Christus alle Dinge weiß, z. B.
Johannes 16, 30: »Jetzt wissen wir, daß du alles weißt.«
Johannes 21, 17: ». . . du weißt alles.«
1.2 Er ist ewig.
Micha 5,2; Johannes 1,1 ; 8,58 ; 17,5 ; Hebräer 13,8 ; 1. Johannes 1,1; Offenbarung
1, 17b. 18.
Bengel schreibt in seinem NT auf Seite 244 zu Johannes 1,1: >»war<. Da war das
Wort (Jesus) schon und ward nicht erst, es entstand nicht erst. Also war es auch vor
dem Anfang, ewiglich.« Er ist also nicht erschaffen worden, wie die WTG sagt.
1.3 Er ist allmächtig.
Christus hat alle Macht im Himmel und auf der Erde. Wieder ist die Bibel voll von
Versen, die das bestätigen. Doch eine Bibelstelle soll als Beispiel hier genügen:
Matthäus 28, 18.
1.4 Er ist sündlos, z. B. Johannes 8, 46.
1.5 Er ist unveränderlich.
Dieses wird z. B. in Hebräer 13,8 ganz klar ausgesagt; es heißt dort: »Jesus Christus
ist derselbe gestern, heute und immerdar.«
Alle diese Eigenschaften sind Eigenschaften, die nur Gott besitzt.
2 Es gibt Bibelverse, die klar die Gottheit Christi vertreten, z. B.:
2.1 Christus = Immanuel = Gott mit uns (Matth. 1, 23).
2.2 Thomas sagt: »Mein Herr und mein Gott« (Joh. 20,28). Christus wird also als Gott
angesprochen und wehrt nicht ab. (Daß Thomas, als er zu Jesus sagte: »Mein Gott«
in Wirklichkeit den Vater meinte, ist eine falsche menschliche Auslegung der
WTG.)
2.3 Kolosser 2, 9: ». . . denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig.«
2.4 Philipper 2, 6: ». . . welcher, da er in Gestalt Gottes war . . .«
2.5 Johannes 10, 30: »Ich und der Vater sind eins.«
2.6 Johannes 10, 38: ». . ., daß der Vater in mir ist, und ich in ihm.«
2.7 Johannes 14,9b-lla: »Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen, und wie sagst
du: Zeige uns den Vater? Glaubst du nicht, daß ich in dem Vater bin, und der Vater
in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst; der Vater
aber, der in mir bleibt, er tut die Werke. Glaubet mir, daß ich in dem Vater bin, und
der Vater in mir ist.«
2.8 Johannes 17, 21: ». . . gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir . . .«

13
3 Einige Bibelstellen geben zu erkennen, daß der Christus des Neuen Testamentes
der Jehova des Alten Testamentes ist, z. B.: Jesaja 6, 1-10; Johannes 12, 31-42.
4 Bestimmte Handlungen Christi zeigen, daß er Gott ist, z. B.:
4.1 Er gebietet der Natur (Matth. 8, 26).
4.2 Er vergibt Sünde (das Neue Testament ist voll davon).
4.3 Er gibt ewiges Leben (Joh. 10, 28).
4.4 Er richtet die Welt (Joh. 5, 22).
4.5 Er gibt Toten neues Leben (Luk. 7, 15).

Nur Gott kann all diese Dinge tun. Muß demnach nicht Christus Gott sein?
5 Christus ließ es zu, daß man ihm huldigte, ihn anbetete und ehrte, obwohl er selbst
sagte, daß man nur Gott anbeten dürfe.
5.1 Engel beteten ihn an (Hebr. 1,6).
5.2 Menschen beteten ihn an (Matth. 14, 33).

Fassen wir diese fünf Punkte nun einmal zusammen:


Christus hat göttliche Eigenschaften, handelt wie Gott, läßt zu, daß man ihn wie Gott
anbetet und ihn für Gott hält. Die Bibel sagt, es gibt nur einen Gott. Demnach ist
Christus Gott.
Dies alles bestätigt das Wort des Johannes: »Und das Wort war Gott.«
Ein Leser des W. m. schrieb mir diesbezüglich folgende Fragen: Warum erklärt Jesus,
sein Vater wisse mehr als er? Warum will sich der Sohn seinem Vater unterwerfen,
wenn er doch mit ihm eine Person bildet? Warum erklärt Jesus, er fahre zu »seinem
Gott« auf, wenn er doch selbst Gott ist? <
Alle JZ haben solche Fragen, die man jetzt noch erweitern könnte. Lies zu diesem
Fragenkomplex das Thema: Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist.
Doch vorweg schon hier die Bemerkung: Man kann auch durch noch so berechtigte
Fragen eine feststehende Tatsache nicht umstoßen. In den Schriften der WTG wird
immer argumentiert: nicht wissen = nicht vorhanden sein (als Beispiel 1.4 [s. L.], S.
22). Die Dreieinigkeit ist ein Geheimnis, deshalb gibt es sie nicht. Die WTG macht es
wie ein Schweizer Professor: Weil er einige Fragen nicht klären kann, behauptet er, man
könne nicht auf dem Mond landen, alles wäre nur Propaganda (Quelle: ZDF).

Kapitel 4

Wer ist der Heilige Geist?

Die WTG sagt:


Der »Heilige Geist«, die sogenannte »dritte Person der Dreieinigkeit«, ist keine
Person, sondern Gottes wirksame Kraft (Rieht. 14, 6). Johannes der Täufer sagte, so

14
wie er mit Wasser getauft habe, werde Jesus mit Heiligem Geist taufen. Weder das
Wasser noch der Heilige Geist ist eine Person (Matth. 3, 11). Was Johannes
vorausgesagt hatte, ging in Erfüllung, als Gott seinen Sohn Jesus Christus veranlaßte,
zu Pfingsten 33 auf die Apostel und Jünger Heiligen Geist auszugießen, so daß alle »mit
dem Heiligen Geist erfüllt« wurden. Wurden sie mit einer Person »erfüllt«? Nein,
sondern sie wurden mit Gottes wirksamer Kraft erfüllt (Apg. 2,4.33; w. z. a. 1.4 [s. L.],
S. 24, F. 18).
Was ist zu dieser Aussage zu sagen?
Wenn man wissen will, wer oder was der Heilige Geist ist, muß man schon einige Verse
mehr lesen als nur Richter 14,6; Matthäus 3,11 und Apostelgeschichte 2,4.33. Lesen
Sie auch folgende Bibelstellen, diese machen deutlich, daß der Heilige Geist auch
anders benannt wird:

Geist Gottes 1. Mose 11,2


Guter Geist Psalm 14:), 10
Odem Gottes Hesekiel 37,5
Feuer Matthäus 3,11
Geist des Herrn Lukas 4, 18
Verheißung Lukas 24.,49
Kraft aus der Höhe Lukas 24.,49
Geist des Lebens Johannes 6,63
Ströme lebendigen Wassers Johannes 7,38
Geist Johannes 7,39
Heiliger Geist Johannes 14,26
Tröster Johannes 14,26
Lehrer Johannes 14,26
Geist der Wahrheit Johannes 15, 26
Leiter Johannes 16, 13
Wind Gottes Apostelgeschichte 2, 2
Geist der Hoffnung Römer lf 5,13
Geist der Weisheit 1. Korinther 12, 8
Geist der Erkenntnis 1. Korinther 12, 8
Geist der Liebe Galater 5 ,22
Geist der Freude Galater 5 ,22
Geist der Geduld Galater 5 ,22
Geist der Freundlichkeit Galater 5 ,22
Geist der Gütigkeit Galater 5 ,22
. Geist des Glaubens Galater 5 ,22
Geist der Sanftmut Galater 5 ,22
Geist der Keuschheit Galater 5 ,22
Geist der Herrlichkeit 1. Petrus 4,14
Salbung 1. Johannes 2, 27

An diesen Beispielen wird wohl deutlich, daß der Heilige Geist mehr ist als »nur« eine
Kraft, er ist auch Person. Der Heilige Geist weist eine dynamische und eine personale
Struktur auf. Johannes 14 zeigt deutlich die personale Struktur des Heiligen Geistes.
Kann eine Kraft mich belehren und trösten? Nein! Ein Beispiel: Benzin ist Kraft,

15
Energie, es kann ein Auto in Bewegung bringen. Es kann mir aber keinen Fahrunter-
richt erteilen.
Der Heilige Geist kann beides:
Als Kraft Gottes gibt er uns Vollmacht, ja, er treibt uns an wie es in 2. Petrus 1, 21
steht.
Aber er spricht auch mit uns, tröstet, belehrt und ermahnt uns. Lies dazu noch
Apostelgeschichte 8, 29 - der Geist sprach,
Römer 8, 14 - der Geist leitet uns,
1. Johannes 2, 27 - der Geist belehrt uns,
1. Korinther 12, 8 - der Geist schenkt Weisheit und Erkenntnis.
Um welche Person handelt es sich bei dem Heiligen Geist?
Jesus nennt in Johannes 14 die Person »Tröster«. Wir müssen nun die Bibel fragen, wen
Jesus hier meint, wenn er vom Tröster spricht. Die Bibel sagt unmißverständlich, daß
nwr Gott unser Tröster ist. Es heißt in Jesaja51,12: »Ich (Gott) bin euer Tröster.« Dort
., steht nicht: Meine Kraft, die zu euch kommt, ist euer Tröster, sondern es steht dort:
»Ich bin euer Tröster.«
Auch Jesus sagte nicht: Es kommt eine Kraft zu euch, die wird euch trösten. Nein, er
sagte: »Der Tröster (Person) wird euch trösten.« Wir Menschen benutzen oft die Post
oder den Fleurop-Dienst, um andere durch Briefe oder Blumen zu trösten. Aber Gott
benutzte nicht irgendeine Kraft, um Menschen zu trösten, sondern er kam selbst und
tröstete. Er war und ist der wahre, vollkommene Tröster. Lies dazu auch folgende
Verse, die dies bestätigen:
2. Korinther 1,3 - der Gott alles Trostes,
Römer 15, 5 - der Gott des Trostes,
Jesaja 66, 13 - ich will euch trösten wie einen seine Mutter tröstet,
Psalm 73, 26 - Gott, allezeit meines Herzens Trost,
Psalm 80, 4 - tröste uns.
Das Alte und das Neue Testament zeigen uns, daß der Heilige Geist Gott selbst ist. Das
Neue Testament zeigt uns das Einssein Jesu mit dem Heiligen Geist. Z. B.:
2. Korinther 1, 5: »Wir werden reichlich getröstet durch Christum« (Luther).
Teile aus Ich (Jesus) gehe von euch, komme aber als Heiliger Geist
Johannes 14, 16-31^ wieder zu euch. Deshalb seid nicht traurig, sondern freut
Johannes 15 ganz und euch. Es ist gut, daß ich euch verlasse; denn sonst könnte ich
Johannes 16 ganz: nicht in euch wohnen.
Matthäus 28, 20: »Und siehe, ich (Jesus) bin bei euch alle Tage . . .«
Es heißt nicht: Der Heilige Geist wird bei euch sein, sondern
Jesus selbst.
Alles zusammengefaßt:
Der Heilige Geist ist Gott, d. h. die dritte Person der Dreieinigkeit.
Vater, Sohn, Heiliger Geist = GOTT

16
Kapitel 5

Gott als Vater, Sohn und Heiliger Geist

Die beiden vorhergehenden Kapitel haben eigentlich schon deutlich die Trinität
dargelegt. Wir haben dort festgestellt, daß Jesus Gott ist, der Heilige Geist Gott ist, der
Heilige Geist Jesus ist.
Trotzdem wollen wir uns noch etwas mehr mit diesem Thema beschäftigen.
Die WTG behauptet:
Da das Wort »Trinität« nicht in der Bibel steht und ein Geheimnis darstellt, gibt es
keine Trinität (1.4 (s. L.).
Hier hat die WTG zwar recht, das Wort Trinität oder Dreieinigkeit steht nicht in der
Bibel, und es ist tatsächlich ein Geheimnis. Man kann die Trinität nicht ganz begrei-
fen. Doch das ist kein Beweis, daß es die Trinität nicht gibt. Das Wort »Theologie«
(Lehre von Gott) steht auch nirgends in der Bibel. Trotzdem ist die Bibel voll von
der Lehre von und über Gott. Auch wenn das Wort »Trinität« in der Bibel nicht er-
wähnt wird, ist die Bibel voll von dem Gott, der sich als Vater, Sohn und Heiliger
Geist offenbart.
Hier wird deutlich, wie naiv oft die WTG argumentiert. Es geht uns Christen doch nicht
um das Wort »Trinität«, welches zum erstenmal 170 n. Chr. gebraucht wurde, sondern
es geht darum, daß Christus und der Heilige Geist um Gottes willen als die anerkannt
und geliebt werden, welche sie sind, nämlich Gott selbst.
Gewiß, es bleiben noch Fragen offen. Doch können wir durch noch offene Fragen nicht
die feststehenden Tatsachen beiseite schieben. Ein Beispiel: Fest steht, es gibt einen
Gott. Doch haben wir noch Fragen zu seiner Ewigkeit. Wir meinen, er müßte doch
irgendwann entstanden sein; es ist für uns unerklärlich. Aber deshalb können wir doch
nun nicht argumentieren und sagen: »Weil wir uns die Ewigkeit Gottes nicht erklären
können, gibt es keinen Gott.« Aber genau das tut die WTG in bezug auf die Trinität.
Weiterhin sagt die WTG: »Die ersten Christen, die^direkt von Jesus Christus belehrt
wurden, glaubten nicht, Gott sei ein »dreieiniger Gott« (w. z. a. 1.4 [s. L.], S. 22, F.
13).
Paulus glaubte sehr wohl an die Dreieinigkeit. Er sagt zu dem Heiligen Geist (in
Apostelgeschichte 9, 17 lesen wir, wie er ihn bekommen hat): »Christus«. Wörtlich
heißt es in Galater 2, 20: »Christus lebt in mir.« In Römer 8, 9. 10 sagt er zum Geist
Gottes: »Christus (Person).«
Johannes glaubte auch an die Dreieinigkeit.
Lies als Beispiel 1. Johannes 4, die Verse 4,12,15 und 16: »Gott (= Heiliger Geist) in
uns.«
Die gesamte Bibel - ein Beweis der Dreieinigkeit.
Sie läßt sich auch durch die WTG nicht mathematisch wegrechnen (1.16 [s. L.], S. 7, F.
11 u. 12).
Wer solche Fragen stellt wie ich sie in Kapitel 2 schon erwähnt habe: »Zu wem betet
Jesus, wenn er zu seinem Vater betet, wenn er doch selbst Gott ist?« hat die
Dreieinigkeit falsch verstanden.

17
Die Lehre der Dreieinigkeit besagt nicht, daß die Existenz des Vaters (Gott) mit der
Geburt Jesu (Gott) aufhört. So hat Jesus selbstverständlich zu seinem Vater gebetet.
Die Existenz des Vaters, die Existenz des Sohnes, die Existenz des Heiligen Geistes
bleibt von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Es handelt sich nicht um drei Götter, sondern um einen Gott, um den Gott Vater, Sohn
und Heiliger Geist (Matth. 28, 19).
Ich möchte allen nun zum Schluß dieser letzten drei Kapitel einen Satz von Bautz ans
Herz legen:
»Daß der eine Gott sich als der Dreieinige geoffenbart hat, ist ein Glaubensgeheimnis,
das wir besser anbeten, statt es in gedanklicher Gliederung auflösen zu wollen« (F. W.
Bautz).

Kapitel 6

Berechnungen und ihre Pannen

Schon in den ersten Anfängen der WTG-Bewegung wurden Berechnungen über


verschiedene Dinge angestellt. Bis heute hat man damit nicht aufgehört, obwohl keine
der Berechnungen bisher gestimmt hat. Hier eine Aufstellung von mir bekannten
Berechnungen und Voraussagen:
1872 Ende der 6000 Jahre Menschheitsgeschichte.
1874 unsichtbare Wiederkunft Jesu (Quelle: »Three World or Plan of Redemption«
(Drei Welten oder Plan der Erlösung), 1877 von Russell und Barbour).
1878 leibliche Entrückung der Heiligen.
1881 die Gnadenzeit ist abgelaufen.
1914 absolutes Ende der Weltgeschichte; als dies nicht eintraf, sagte man:
1914 kam das Königreich unsichtbar im Himmel: unsichtbare Wiederkunft Jesu.
1925 Rückkehr Abrahams, Isaaks.
1933 Schlußkampf Jehova - Satan.
1972 Ende der 6000 Jahre Menschheitsgeschichte. (Quelle: Die erste Auflage 1943
von »Die Wahrheit wird euch frei machen.«)
1975 Freitag, den 5. September, mit dem Sonnenuntergang werden 6000 Jahre
Menschheitsgeschichte um sein (Quelle: Wachtturm 1,1.1.1967; Ansprache des
Vizepräsidenten Franz auf dem Sommerkongreß in Gelsenkirchen 1975; und
1.10. [s. L.], Kapitel 1).
1975 Beginn j des Jubeljahrsabbat (lOOOjähriges Reich).
2975 Ende J (1.10 [s.L.], Kapitel 1).
Muß man bei so vielen Fehlern nicht mißtrauisch werden?
Die WTGgibtzu, daß alle Berechnungen falsch waren, bis auf 1914 (allerdings gilt die
rückwirkende Fassung) und 1975 (hier gilt auch die rückwirkende Version, die lautet:
Es war nur der Versuch, einmal anhand der Bibel festzustellen, wann in etwa die 6000
Jahre Menschheitsgeschichte um sind).

18
Ist es eigentlich möglich, die Wiederkunft Jesu zu errechnen? Nein, in der Bibel findet
sich nicht der kleinste Anhaltspunkt für eine Berechnung dieser Art. Jesus sagte auf die
Frage, wann er wiederkommen würde:
»Von jenem Tage aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel der
Himmel, sondern mein Vater allein« (Matth. 24, 36); und:
»Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Zeitpunkte zu wissen, die der Vater in seine
eigene Gewalt gesetzt hat« (Apg. 1, 7).
Ist es denn aber möglich, das Alter der Menschheitsgeschichte genau festzulegen?
Nein, auch das ist nicht möglich.
Wir können zwar (s. Luk. 3,23-38) das Menschengeschlecht bis auf Adam zurückver-
folgen, doch ist die Bibel in bezug auf Daten lückenhaft. Will man sich trotzdem
festlegen, ist man auf Spekulationen angewiesen. Sich für das Alter der Menschheit zu
interessieren, ist sicher nicht schlimm. Daß es aber Menschen gibt, die durch solche
Berechnungen Gott vorschreiben, wann er mit dem 1000jährigen Reich anzufangen
hat, wie es in 1.10 (s. L.) zu lesen ist, zeigt, daß es immer wieder Menschen gibt, die sich
über Gott erheben wollen. Die Bibel sagt uns an keiner Stelle, daß nach 6000 Jahren
Menschheitsgeschichte das 1000jährige Friedensreich beginnt.

Kapitel 7

Wer sind die 144 000?

Folgende drei Bibelverse sprechen von 144 000 Personen:


Offenbarung 7, 4: »Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: Hundertvierandvierzig-
tausend Versiegelte, aus jedem Stamme der Söhne Israels.«' v
Offenbarung 14,1: »Und ich sah: und siehe, das Lamm stand auf dem Berge Zion und
mit ihm hundertvierundvierzigtausend, welche seinen Namen und den Namen seines
Vaters an ihren Stirnen'geschrieben trugen.«
Offenbarung 14, 3: »Und sie singen ein neues Lied vor dem Throne und vor den vier
lebendigen Wesen und den Ältesten; und niemand konnte das Lied lernen, als nur die
Hundertvierundvierzigtausend, die von der Erde erkauft waren.«

Die WTG sagt zu diesen Personen:


»Wie viele kommen in den Himmel? Nur wenige sind von Gott berufen, einen solchen
Dienst zu verrichten . . . 144 000« (w. z. a. 1.4 [s. L.], S. 77, F. 7).
Die WTG behauptet, daß nur 144 000 Menschen, und zwar JZ (die »Kleine Herde«), in
den Himmel kommen. Alle anderen, die gerettet werden, werden auf der Erde
weiterleben (1.4 [s. L.], S. 75-79).
Die Bibel sagt unmißverständlich, daß es sich bei den 144 000 um Israeliten handelt
(siehe Offb. 7, 4). Ja, es wird noch differenziert in Offenbarung 7, 5-8:

19
12000 aus dem Geschlecht Juda
12000 aus dem Geschlecht Ruben
12000 aus dem Geschlecht Gad
12000 aus dem Geschlecht Asser
12000 aus dem Geschlecht Naphthali
12000 aus dem Geschlecht Manasse
12000 aus dem Geschlecht Simeon
12000 aus dem Geschlecht Levi
12000 aus dem Geschlecht Isaschar
12000 aus dem Geschlecht Sebulon
12000 aus dem Geschlecht Joseph
12000 aus dem Geschlecht Benjamin

144000 Israeliten - Offenbarung 7, 5-8

Da steht nichts von »Kleiner Herde« oder von Zeugen Jehovas. Es gibt auch in der
Bibel nicht einen Bibelvers, der davon spricht, daß nur 144 000 Menschen in den
Himmel kommen. Sondern die Bibel spricht von einer großen Schar (also nicht »Kleine
Herde«), die niemand zählen kann (Offb. 7, 9-17).
Zu behaupten, nur JZ kommen in den Himmel, ist eine große Anmaßung.

Kapitel 8

Gibt es einen Ort ewiger Qual?

Charles Taze Russell, der Gründer der WTG, hatte Angst vor der ewigen Qual. Um
den Angstgefühlen zu entrinnen, trennte er sich von der Kongregationalistenkirche,
die diese Lehre vertrat. Später entwickelte er seine eigene Lehre zu diesem Thema.
Die WTG vertritt heute folgende Meinung:
Es gibt keinen Ort ewiger Qual. Nicht-Errettete werden total vernichtet. Argumenta-
tion: »Die Bibel berichtet an keiner Stelle von solch einem Ort. Wenn, dann nur
sinnbildlich« (Quelle: 1.4 [s. L.], S. 40-45).
Tatsache aber ist, daß die Bibel von so einem Ort spricht: Gehenna = Hölle = feuriger
Pfuhl = äußere Finsternis. Z. B.:
Lukas 12, 5: »Fürchtet den, der nach dem Töten Gewalt hat, in die
Hölle zu werfen; ja, sage ich euch, diesen fürchtet.«
Matthäus 10, 28: ». . ., der sowohl Seele als Leib zu verderben vermag in
der Hölle.«
Matthäus 22, 13: »Bindet ihm Füße und Hände, nehmet ihn und werfet
ihn hinaus in die äußere Finsternis: da wird sein das Weinen und
das Zähneknirschen.«

20
Offenbarung 20, 10: »Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer-
und Schwefelsee geworfen, wo sowohl das Tier ist als auch der
falsche Prophet; und sie werden Tag und Nacht gepeinigt
werden von Ewigkeit zu Ewigkeit. «
Offenbarung 20, 15: ». . ., so wurde er in den Feuersee geworfen.«

Von einer totalen Vernichtung ist nie die Rede. Wenn der Teufel in den Feuersee
geworfen wird, sind schon seit 1000 Jahren der falsche Prophet und das Tier im
Feuersee, und zwar lebend (lies Offb. 19, 20 u. Offb. 20,10); denn total Vernichtete
können keine Pein mehr erleiden. Mit allem Nachdruck wird gesagt: Tag und Nacht
von Ewigkeit zu Ewigkeit. Sind das Worte eines Bildes, um eine sofortige Vernichtung
auszudrücken, wie die WTG es meint? Doch wohl kaum.
Lies auch noch Offenbarung 14,10-11: »So wird auch er trinken von dem Weine des
Grimmes Gottes, der unvermischt in dem Kelche seines Zornes bereitet ist; und er wird
mit Feuer und Schwefel gequält werden vor den heiligen Engeln und vor dem Lamme.
Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit; und sie haben keine
Ruhe Tag und Nacht . . .«
Und wieder heißt es Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Es ist also keine Frage:
Den Ort ewiger Qual gibt es.

Kapitel 9

Zeugen Jehovas oder Zeugen Jesu


»Zeugen Jehovas - diese Benennung wurde den Anhängern der internationalen
Bibelforscher-Vereinigung im Jahre 1931 erstmals von der Wachtturm-Gesellschaft
vorgeschlagen und auf dem Kongreß in Columbus (Ohio, USA) durch eine Resolution
der Versammelten offiziell angenommen (26. Juli 1931). Zur Begründung wird auf
Jesaja 43, 12 verwiesen« (w. z. a. 4,5 [s. L.], S. 6).
Eine fragwürdige Namensnennung - warum?
1. Der Auftrag aus Jesaja 43,12:». . . und ihr seid meine Zeugen, spricht Jehova . . .«
gilt dem auserwählten Volk Gottes, nämlich Israel. Die WTG weiß dies natürlich
und sagt deshalb, das Volk Israel sei von Gott verworfen, und nun seien sie das
wahre Israel.
2. Jesus sagt an mehreren Stellen, daß wir seine Zeugen sein sollen. Z. B.
Matthäus 28, 18-20 Ich (Jesus) sende euch als meine Zeugen, und ich (Jesus)
Markus 16, 15-18 werde allezeit bei euch sein.
Lukas 24, 48
Johannes 20, 21
Apostelgeschichte 1, 8

21
3. Die ersten Christen redeten von Jesus, bekannten sich zu Jesus und handelten im
Namen Jesu.
Das Neue Testament ist voll von Beispielen.

Kapitel 10.

Lügen und anmaßende Wofte

Um die Menschen für ihre Gesellschaft und für ihre Lehre zu gewinnen, schreckt die
WTG vor nichts zurück. Das stärkste und gefährlichste Mittel ist dabei die Literatur.
Dabei werden Leser bewußt in eine falsche Richtung manipuliert. Man benutzt dabei:
1. Lügen
Ein Beispiel:
In der Literatur der WTG wird immer wieder zum Ausdruck gebracht, daß alle
Bibelübersetzungen, die nicht zumindest sinngemäß dasselbe aussagen wie die NWÜ,
falsch sind. So hat die WTG leichtes Spiel, ihre Lehre darzulegen. In ihrer Literatur ist
somit oft ein Satz wie dieser zu lesen: »Die NWÜ gibt Offenbarung 3,14richtigwieder«
(w. z. a. 1.16 [s. L.], S. 48, Absatz 48). Und die JZ sagen in ihren Gesprächen mit
anderen daher immer wieder: »Sie haben eben eine falsche Bibelübersetzung, Sie
müssen die NWÜ nehmen. Die ist richtig.« So werden leichtgläubige Menschen zu
Lügnern.
2. Unsachliche und verwirrende Argumente
Zwei Beispiele:
»Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei der Dreieinigkeit, und das Wort war
die Dreieinigkeit. Dieses war im Anfang bei der Dreieinigkeit.« Wie könnte jedoch so
etwas möglich sein? Wenn das Wort eine Person war, die sich bei der Dreieinigkeit
befand, dann wären es vier Personen gewesen« (w. z. a. 1.16 [s. L.], S. 6, F. 8).
»Da wir logischerweise nicht errechnen körinen, daß 1 Gott (der Vater) + 1 Gott (der
Sohn) + 1 Gott (der Heilige Geist) = 1 Gott ist, müßten wir errechnen, daß Vi Gott (der
Vater) + y3 Gott (der Sohn) + y3 Gott (der Heilige Geist) = 3/3 Gott oder 1 Gott ist« (w.
z. a. 1.16 [s. L.], S. 7, F. 12).
Hier ist wohl jeder Kommentar überflüssig.
3. Nicht nachprüfbare Zitate
In der WTG-Literatur werden oft Berichte aus Zeitungen, Zeitschriften und Büchern
zitiert und jeweils mit Quellenangaben versehen. Dies ist eigentlich nichts Ungewöhn-
liches. Quellenangaben sind jedoch dazu da, daß man gegebenenfalls das Zitierte
einmal selbst im Originalbuch nachlesen kann und auch nachprüfen kann, in welchem
Zusammenhang es steht. Was hierbei nun ungewöhnlich ist: In der Regel werden
solche Quellen benutzt, die nicht mehr zu haben sind, weder im Handel noch in
Bibliotheken.

22
Hier ein solches Quellenbeispiel:
»Zitiert aus Band 4, Seite 76, und Band 3, Seite 265 dieses Buches von James Bruce of
Kinnaird, Esq., F. R. S., Edinburgh, Schottland. Gedruckt von J. Ruthven, Pater-
noster Row, London 1790« (w. z. a. 1. 16 [s. L.], S. 60).
Durch solche nicht nachprüfbaren Zitate soll die Lehre der WTG gestützt werden.
Solche Zitate sind sicher oft aus dem Zusammenhang gerissen, und der Leser muß sie
so glauben, da sie nicht mehr nachzuprüfen sind.

4. Anmaßende Worte
Ein Beispiel: Die WTG stellt sich und ihre Lehre als absolutrichtighin. Wer der WTG
nicht angehört, wird vernichtet. Alle anderen Religionen werden in einen Topf
geworfen und als satanisch abgestempelt. Dabei ist es egal, ob man zur Evangelischen
Kirche, Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde, zu den Pfingstlern oder zur Brüderge-
meine gehört. Alle sind von Gott verworfen. Und zwar nicht nur die Denominationen
an sich, sondern jeder einzelne Mensch, der dazugehört.
Bei all diesen Punkten sehen wir, wie berechtigt die vielen Warnungen der Bibel sind,
sich nicht auf Menschen zu verlassen.

Kapitel 11

»In mir«

. In Kapitel 2 habe ich schon kurz darauf hingewiesen, daß die WTG im Gegensatz zur
Bibel bestreitet, daß Gott (und zwar in der dritten Person = Heiliger Geist) in uns
wohnt bzw. wohnen möchte.
Hier nun eine Bibelstellenübersicht zu diesem Thema:
1. Christus in mir und in euch.
Johannes 6, 56: ». . . und ich in ihm.«
Johannes 14, 20: ». . . und ich in euch.«
Römer 8, 10: »Wenn aber Christus in euch ist . . .«
2. Korinther 13, 5: ». . ., daß Jesus Christus in euch ist?«
Galater 2, 20: ». . . Christus lebt in mir . . .«
Galater 4, 19: ». . ., bis Christus in euch gestaltet worden ist. . .«
Kolosser 1, 27: ». . . Christus in euch . . .«
2. Gott in uns.
1. Johannes 4, 12: ». . ., so bleibt Gott in uns . . .«
1. Johannes 4, 15: ». . ., in ihm bleibt Gott und er in Gott.«
1. Johannes 4, 16: ». . ., bleibt in Gott und Gott in ihm.«
3. Der Geist Gottes, der Heilige Geist in uns.
Johannes 14, 17: ». . ., denn er bleibt bei euch und wird in euch sein.«
Römer 8, 9: ». . . Gottes Geist in euch wohnt.«

23
1. Korinther 3, 16: ». . . und der Geist Gottes in euch wohnt?«
4. Tempel Gottes. Der Mensch - eine Wohnung Gottes.
1. Korinther 3, 16. 17: »Wisset ihr nicht, daß ihr Gottes Tempel seid, und der Geist
Gottes in euch wohnt? Wenn jemand den Tempel Gottes verdirbt, den wird Gott
verderben; denn der Tempel Gottes ist heilig, und solche seid ihr.«
1. Korinther 6, 19: »Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib der Tempel des Heiligen
Geistes ist, der in euch wohnt . . .«
2. Korinther 6, 16: »Und welchen Zusammenhang hat der Tempel Gottes mit
Götzenbildern? Denn ihr seid der Tempel des lebendigen Gottes . . .«
Warum ist es für uns so wichtig, daß Christus in uns wohnt? Für einen Toten ist es völlig
uninteressant, wenn ein Lebender neben ihm ist. So ist es für uns Menschen, die wir
geistlich tot sind, völlig uninteressant, wenn Jesus nur um uns wäre. Dadurch, daß ein
Lebender neben einem Toten steht, ist dem Toten nicht geholfen. Erst dadurch, daß
das Leben in uns wohnt, sind wir lebensfähig.
Jesus sagt: »Ich bin das Leben.« Wer dieses Leben = Gott = Heiliger Geist nicht in sich
hat, ist geistlich tot.

Kapitel 12

Sind die Israeliten oder die Zeugen Jehovas Gottes


auserwähltes Volk?

In den Büchern 1. 6 und 1. 9 (s. L.) sowie in anderen Büchern und Schriften drückt die
WTG folgendes aus:
Das Volk Israel ist von Gott verworfen und somit nicht mehr das Volk Gottes. Die in
Offenbarung genannten 144 000 Israeliten sind als das geistige Volk Israel zu verste-
hen. Das geistige Volk Israel ist das Volk der Zeugen Jehovas. Somit ist Gottes
auserwähltes Volk nicht das Volk Israel, sondern es sind die Zeugen Jehovas.
Warum muß ich das scharf zurückweisen?
1. Gott machte mit Abraham einen ewigen Bund.
1. Mose 12, 1-3: »Und Jehova sprach zu Abram: >Gehe aus deinem Lande und aus
deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause, in das Land, das ich dir zeigen
werde. Und ich will dich zu einer großen Nation machen und dich segnen, und ich will
deinen Namen groß machen; und du sollst ein Segen sein! Und ich will segnen, die dich
segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden
alle Geschlechter der Erde!<«
1. Mose 13,14-16: »Und Jehova sprach zu Abram, nachdem Lot sich von ihm getrennt
hatte: Hebe doch deine Augen auf und schaue von dem Orte, wo du bist, gegen Norden
und gegen Süden und gegen Osten und gegen Westen! Denn das ganze Land, das du
siehst, dir will ich es geben und deinem Samen auf ewig. Und ich will deinen Samen

24
machen wie den Staub der Erde, so daß, wenn jemand den Staub der Erde zu zählen
vermag, auch dein Same gezählt werden wird.«
1. Mose 15, 18: »An selbigem Tage machte Jehova einen Bund mit Abraham und
sprach: Deinem Samen gebe ich dieses Land vom Strome Ägyptens bis an den großen
Strom, den Strom Phrath.«
Lesen Sie dazu noch 1. Mose 17, 1-8.

2. In der Bibel wird nichts davon erwähnt,


• daß Gottes Bund mit Abraham aufgelöst wurde;
• daß die Verheißungen, die Gott Israel gab, von Gott für ungültig erklärt wurden;
daß es sich bei den 144 000 Israeliten in Offenbarung 7 und 14 nicht um Israeliten,
sondern um Zeugen Jehovas handelt.

3. Die Bibel sagt, daß das Volk Israel nicht von Gott verstoßen worden ist.
Römer 11, l-2a: »Ich sage nun: Hat Gott etwa sein Volk verstoßen? Das sei ferne!
Denn auch ich bin ein Israelit aus dem Samen Abrahams, vom Stamme Benjamin. Gott
hat sein Volk nicht verstoßen.«

4. Die Geschichte beweist, daß Gott zu seinen Aussagen steht.


Und dies gilt auch für alle prophetischen Aussagen, die er bezüglich seines Volkes
gemacht hat.
Ein Beispiel: Gott sagte dem Volk: »Und Jehova wird dich unter alle Völker
zerstreuen, von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde; und du wirst
daselbst anderen Göttern dienen, die du nicht gekannt hast, du noch deine Väter -
Holz und Stein« (5. Mose 28, 64).
Und tatsächlich - das Volk Israel wurde in alle Welt zerstreut.
Gott sagte aber auch: Hesekiel 37, 21. 25: »Und rede zu ihnen: So spricht der Herr,
Jehova: Siehe, ich werde die Kinder Israel aus den Nationen herausholen, wohin sie
gezogen sind, und ich werde sie von ringsumher sammeln und sie in ihr Land bringen.
Und sie werden wohnen in dem Lande, das ich meinem Knechte Jakob gegeben, worin
eure Väter gewohnt haben; und sie werden darin wohnen, sie und ihre Kinder undihre
Kindeskinder, bis in Ewigkeit; und mein Knecht David wird ihr Fürst sein ewiglich.«
Hesekiel 11,17: »Darum sprich: So spricht der Herr, Jehova: Ja, ich werde euch aus
den Völkern sammeln und euch zusammenbringen aus den Ländern, in welche ihr
zerstreut worden seid, und werde euch das Land Israel geben.«
Jeremia 29,14: »Und ich werde mich von euch finden lassen, spricht Jehova. Und ich
werde eure Gefangenschaft wenden und euch sammeln aus allen Nationen und aus
allen Orten, wohin ich euch vertrieben habe, spricht Jehova; und ich werde euch an den
Ort zurückbringen, von wo ich euch weggeführt habe.«
Jeremia 23,7 u. 8: »Darum, siehe, Tage kommen, spricht Jehova, da man nicht mehr
sagen wird: So wahr Jehova lebt, der die Kinder Israel aus dem Lande Ägypten
heraufgeführt hat! Sondern: So wahr Jehova lebt, der den Samen des Hauses Israel
heraufgeführt und ihn gebracht hat aus dem Lande des Nordens und aus all den
Ländern, wohin ich sie vertrieben hatte! Und sie sollen in ihrem Lande wohnen.«

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Jesaja 43, 5. 6: »Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir; vom Aufgang her werde ich
deinen Samen bringen, und vom Niedergang her werde ich dich sammeln. Ich werde
zum Norden sagen: Gib heraus! und zum Süden: Halte nicht zurück, bringe meine
Söhne von fernher und meine Töchter vom Ende der Erde.«
Und viele andere Stellen drücken dieses auch aus.
1870 begannen diese Bibelstellen in Erfüllung zu gehen. Am 5. Ijar 5708 (14. Mai 1948)
wurde die Proklamationsurkunde der Staatsgründung Israels unterzeichnet. So wie
Gott dies vorausgesagt hatte.
So beweist die Geschichte, daß Gott zu seinem Volk steht.

Zusammenfassung

Es gibt nicht den kleinsten Anhaltspunkt für die Meinung der WTG.

Kapitel 13

Eine neue Erde, ein neues Jerusalem, eine neue Heimat

WirTChristen warten und sehnen uns nach unserer neuen Heimat. Wir wissen, daß wir
hier auf dieser Erde nur Gäste und Fremdlinge sind.
Hebräer 11, 13: »Diese alle sind im Glauben gestorben und haben die Verheißungen
nicht empfangen, sondern sahen sie von ferne und begrüßten sie und bekannten, daß
sie Fremdlinge und ohne Bürgerschaft auf der Erde seien.«
1. Petrus 1,1: »Petrus, Apostel Jesu Christi, den Fremdlingen von der Zerstreuung von
Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien.«
1. Petrus 2, 11: »Geliebte, ich ermahne euch als Fremdlinge, und als die ihr ohne
Bürgerrecht seid, daß ihr euch enthaltet von den fleischlichen Lüsten, welche wider die
Seele streiten.«
Jesus versprach uns eine Wohnung im Haus seines Vaters.
Johannes 14,1-3: »Euer Herz werde nicht bestürzt. Ihr glaubet an Gott, glaubet auch
an mich. In dem Hause meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn es nicht so wäre,
würde ich es euch gesagt haben; denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten. Und
wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu
mir nehmen, auf daß, wo ich bin, auch ihr seiet.«
Die Bibel kündigt an, daß unsere jetzige Erde nicht von ewiger Existenz ist.
Matthäus 5,18: »Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen,
soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles
geschehen ist.«
Matthäus 24, 35: »Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber
sollen nicht vergehen.«
2. Petrus 3,10: »Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb, an welchem die

26
Himmel vergehen werden mit gewaltigem Geräusch, die Elemente aber im Brande
werden aufgelöst und die Erde und die Werke auf ihr verbrannt werden.«
2. Petrus 3,13: »Wir erwarten aber, nach seiner Verheißung, neue Himmel und eine
neue Erde, in welchen Gerechtigkeit wohnt.«
Die Bibel spricht aber auch von einer neuen Erde.
Offenbarung 21,1: »Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der
erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr.«
Die Heimat der Christen jedoch ist das neue Jerusalem. Lesen Sie dazu bitte
Offenbarung 21, 2-27. ,
Der Grundriß dieser Stadt ist quadratisch, und jede Seite hat eine Länge von 2200
Kilometern. Es ist also fast 20mal (genau 19,56 mal) größer als die Bundesrepublik
Deutschland. Auf dieser Fläche könnten bei der Bevölkerungsdichte der Bundesrepu-
blik Deutschland 1 200 000 000 Menschen leben. Die Bibel sagt, daß im neuen
Jerusalem 144 000 Israeliten und eine nicht zu zählende Menschenmenge (Offb. 7, 9)
sein werden.
Alle die, die nicht zu den Israeliten oder zur Braut Jesu, der christlichen Gemeinde
gehören, aber dennoch gläubig sind, wie z. B. Noah oder Naeman, werden auf der
neuen Erde leben.
Trotz eindeutiger Aussagen vertritt die WTG eine andere Meinung:
1. »Die Erde wird nicht vernichtet.«
2. »Es gibt keine neue Erde, sondern nur eine erneuerte Erde.«
3. »Das neue Jerusalem ist keine Stadt, sondern die Königsreichklasse der 144 000
Zeugen Jehovas.«
4. »Alle anderen - die anderen Schafe - JZ werden auf unserer alten Erde leben.«
Entnommen aus 1.8 (s. L.), S. 655-668.
Diese Lehre der WTG entzieht sich jeder biblischen Grundlage. Schauen wir uns noch
etwas Punkt 3 an.
Will Gott uns durch Johannes mit folgenden Worten sagen, daß er damit 144 000
Zeugen Jehovas meint? Doch wohl kaum!
Gott sagt durch Johannes:
• Es ist eine große Stadt. Offenbarung 21, 10
• Die Stadt hat eine große, hohe Mauer. Vers 12
• Die Stadt hat 12 Tore. Vers 12
• Die Stadt ist quadratisch. Vers 16
• Die Maße sind 2200 km x 2200 km. Vers 16
• Die Stadt hat Straßen. Vers 21

27
Kapitel 14

Kann man im Tausendjährigen Reich noch errettet


werden?

Die WTG behauptet, daß alle Menschen, die je gelebt haben, im Tausendjährigen
Reich auferstehen und die Möglichkeit bekommen, selig zu werden. Ihre Begründung
sieht sie in folgenden Bibelstellen:
Lukas 2, 10: »Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich
verkündige euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird.«
1. Timotheus 2, 4: ». . ., welcher will, daß alle Menschen errettet werden und zur
Erkenntnis der Wahrheit kommen.«
1. Timotheus 4,10: »Denn für dieses arbeiten wir und werden geschmäht, weil wir auf
einen lebendigen Gott hoffen, der ein Erhalter aller Menschen ist, besonders der
Gläubigen.«
1. Johannes 2, 2: »Und er ist die Sühnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die
unseren, sondern auch für die ganze Welt.«

In diesen Bibelstellen wird zwar deutlich, daß


# Gott alle Menschen liebt;
# Gott möchte, daß alle Menschen errettet werden;
# Jesus für alle Menschen als Heiland da ist;
# Jesu Opfer für alle Menschen ausreicht;
aber sie sagen nichts von einer Rettungsmöglichkeit im Tausendjährigen Reich.
Hebräer 9,27: »Und ebenso wie es den Menschen gesetzt ist, einmal zu sterben, danach
aber das Gericht. . .«

Diese und andere Bibelstellen machen uns deutlich, daß wir Menschen nur während
unseres Lebens hier auf dieser Erde die Möglichkeit haben, ja oder nein zu Jesus zu
sagen. Nach dem Tode können sich Menschen nicht mehr für Gott und Jesus
entscheiden.

Kapitel 15

Einige Notizen zur Geschichte der WTG

Die Vorgeschichte der WTG liegt bei William Miller, einem Adventisten.
Der Gründer der WTG ist Charles Taze Russell (1852-1916).
1874 Russell beginnt seine schriftstellerische Tätigkeit.
1881 Russell gründet die »Zions-Wachtturm- und Traktatgesellschaft«.

28
1884 Die Gesellschaft wird gesetzlich eingetragen und damit geschäftsfähig.
1885 Russell stellt Buchverkäufer an, die gegen Provision seine Schriften verkau-
fen. Bald bilden sich Leserkreise.
1900 Russell versucht, aus den Käufern Verkäufer der Wachtturmschriften zu
machen.
1916 Russell stirbt. Danach wird Rutherford Präsident der Firma. Er verändert die
Lehren und beginnt den Kampf gegen alle Kirchen und alle anderen Autoritä-
ten der Umwelt. So bindet er die Leserkreise immer mehr an die Gesellschaft.
Weitere Präsidenten waren Knorr und Franz.
1916/17 Durch die Veränderung der Lehre kommt es weltweit zu großen Spaltungen.
Neben der WTG-Bewegung gibt es nun noch in Deutschland:
1. die Freie Bibelgemeinde (ihre Zeitschrift: »Christliche Warte«).
2. Tagesanbruch Bibelstudien-Vereinigung (ihre Zeitschrift: »Der Tagesan-
bruch«).
3. Laien-Heim-Missionsbewegung (ihre Zeitschrift: »Gegenwärtige Wahr-
heit« mit 14 000 Zeitschriftenempfängern).

Kapitel 16

Versöhnung mit Gott!

Laßt euch versöhnen mit Gott! (2. Kor. 5, 20).


Was heißt das?
Wir Menschen sind geschaffen, um in Gemeinschaft mit Gott zu leben. Alle Menschen
sind aber durch ihr sündhaftes Leben vor Gott schuldig geworden und von ihm
getrennt. Die Bibel ruft uns nun zu: »Laßt euch versöhnen mit Gott!« Das heißt: Tu
Buße und tritt in Gemeinschaft mit Gott. Dies, lieber Leser, schaffen Sie aber nicht,
indem Sie
Mitglieder in einer theokratischen Organisation werden,
fleißig von Haus zu Haus gehen,
den Kriegsdienst ablehnen,
finanzielle Opfer bringen,
Zeitopfer bringen,
treu die Versammlungen besuchen,
streng darauf achten, alle Gebote und Gesetze der Bibel und der Organisation zu
halten,
# versuchen, einfach ein guter Mensch und ein guter JZ zu sein.
Nein, die Versöhnung mit Gott hat mit all diesen Dingen nichts zu tun! Hätte Gott in
seiner Liebe und Gnade zu uns Menschen nicht schon alles für unsere Errettung getan,
wäre es für uns Menschen auch mit noch so großer Anstrengung unmöglich, uns mit
Gott zu versöhnen. So ist die Versöhnung nur möglich, weil Jesus Christus am Kreuz
für uns gestorben ist. Wenn wir unsere Sünden vor Gott bekennen und den Tod und die

29
Auferstehung Jesu für uns in Anspruch nehmen und uns füllen lassen mit dem Heiligen
Geist, sind wir von neuem geboren (lies Joh. 3), sind wir mit Gott versöhnt (2. Kor. 5,
20), sind wir Gottes Kinder (Rom. 8, 14).

Das einzige was wir selbst zur Errettung beitragen können, ist, daß wir die Gnade und
Liebe Gottes glaubend annehmen. Hat ein Mensch diesen Schritt getan, wird dies
Auswirkungen haben. Er wird dann
# Glied der Gemeinde (Leib Jesu) sein und sich auch einer Ortsgemeinde an-
schließen;
# missionarisch aktiv werden.
Ja, sein ganzes Leben wird sich neu gestalten. In 2. Korinther 5, 17. 18 heißt es:
»Daher, wenn jemand in Christo ist, da ist eine neue Schöpfung; das Alte ist
vergangen, siehe, alles ist neu geworden. Alles aber von dem Gott, der uns mit sich
selbst versöhnt hat durch Christum.«
Das neue Leben ist also die Auswirkung der Versöhnung mit Gott und nicht wie die
WTG sagt, die Voraussetzung für eine Versöhnung mit Gott. Lieber Leser, wenn Sie
bisher die Gnade und Liebe Gottes noch nicht in Anspruch genommen haben, dann tun
Sie es jetzt.

»Enorm billig«
Die Literatur der WTG kann man für wenig Geld beziehen. Für 200 Seiten bezahlt man
im Durchschnitt DM 1.-. Doch sollte man folgendes beachten:
1. Die WTG hat eigene Druckereien.
2. Es entfällt der Zwischenhandel.
3. Die Druckerei arbeitet nur mit ehrenamtlichen Helfern bzw. mit vollzeitlichen
Kräften, die auf Taschengeldbasis arbeiten. Es entfallen also die hohen Lohnkosten,
die normalerweise ein Verlag tragen muß.
4. Es wird nur in Millionenauflage gedruckt.
5. Die Bücher haben in der Regel gleiches Format, Papier usw. Durch all diese
Faktoren erzielt die WTG enorme Gewinne.
Die WTG verschenkt nichts. Wenn JZ Bücher oder Zeitschriften an den Haustüren
oder auf den Straßen verschenken, müssen sie diese aus eigener Tasche bezahlen.
Allerdings bekommen sie dann dafür eine kleine Provision.
Was bei aller Literatur auffällt: Es wird nie ein Verfasser angegeben. Es tritt immer nur
die WTG in Erscheinung.
Hier wird deutlich, wie alles von der WTG gesteuert ist.

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Literaturübersicht
1 Literatur, die von der WTG herausgegeben wird:
1.1 »Der Wachtturm«
Eine Zeitschrift, die in 32 Sprachen halbmonatlich und in 46 Sprachen monatlich erscheint.
In deutsch erscheint sie halbmonatlich. Gesamtauflage über 10000000. Einzelpreis ca. DM
-,25. Erscheint seit Juli 1879
1.2 »Erwachet« '
Eine Zeitschrift, die in 19 Sprachen halbmonatlich und in 13 Sprachen monatlich erscheint.
In deutsch halbmonatlich. Gesamtauflage etwa 10000000. Einzelpreis ca. DM -,25.
Erscheint seit 1947
1.3 »Neue-Welt-Übersetzung der Heiligen Schrift«
Erste Auflage in deutsch 1972, 1 000 000 Exemplare, 1600 Seiten
1.4 »Die Wahrheit, die zu ewigem Leben führt«
Erste Auflage in deutsch 1968, 191 Seiten
1.5 »Hat sich der Mensch entwickelt oder ist er erschaffen worden?«
Erste Auflagel968,190 Seiten
1.6 »Dann ist das Geheimnis Gottes vollendet«
Erste Auflage 1970, 446 Seiten
1.7 »Die Nationen sollen erkennen, daß.ich Jehova bin - Wie?«
Erste Auflage 1972, 413 Seiten
1.8 »Babylon, die Große, ist gefallen!«
Erste Auflage 1965, 704 Seiten
1.9 »Dein Name werde geheiligt«
Erste Auflage 1963, 383 Seiten
1.10 »Ewiges Leben in der Freiheit der Söhne Gottes«
Erste Auflage 1967, 410 Seiten
1.11 »Rettung aus der Weltbedrängnis steht bevor!«
Erste Auflage 1975, 381 Seiten
1.12 »Ist die Bibel wirklich das Wort Gottes?«
Erste Auflage 1969, 191 Seiten
1.13 »Auf den großen Lehrer hören« (ein Buch für Kinder)
Erste Auflage 1972,192 Seiten
1.14 »Dinge, in denen es unmöglich ist, daß Gott lügt«
Erste Auflage 1965, 416 Seiten
1.15 »Die ganze Schrift ist von Gott inspiriert und nützlich«
Erste Auflage 1967, 351 Seiten
1.16 »Das Wort«
Erste Auflage 1962, 62 Seiten
1.17 »Blut, Medizin und das Gesetz Gottes«
Erste Auflage 1961, 62 Seiten
1.18 »Singt und spielt dabei Jehova in euren Herzen«
Liederbuch. Erste Auflage 1969,120 Seiten
2 Literatur, die unter anderen auch von der WTG berichtet:
2.1 Seher, Grübler, Enthusiasten - Das Buch der Sekten
Kurt Hütten, Quell-Verlag, Stuttgart, 822 Seiten, Seite 75-130
2.2 An der Wahrheit vorbei. Falsche Wegweiser - kleine Sektenkunde, Fred Ridenour,
ABCteam, Aussaat-Verlag, 128 Seiten, Seite 33-44
2.3 Handbücher zu Freikirchen und Sekten, Eine Arbeitshilfe der VELKD
1. Buch: Freikirchen und Sondergemeinschaften
2. Buch: Sekten und Weltanschauungsgemeinden
(Ringbücher, werden erweitert)
Lutherisches Kifchenamt, Hannover
2.4 Die Kirchen, Sondergruppen und religiöse Vereinigungen. Ein Handbuch von Oswald
Eggenberger, EVZ-Verlag Zürich, 156 Seiten, Seite 85-86

31
2.5 Sieben Sekten, Ernst Buddeberg. Verlag der Evangelischen Gesellschaft, 38 Seiten
2.6 Das Sektentum, Bruderdienst-Missionsverlag, 16 Seiten
2.7 Großmarkt der Wahrheiten, F.-W. Haack. Eckart-Verlag, 230 Seiten, Seite 131-147
2.8 Sekten, F.-W. Haack. Evangelischer Presseverband für Bayern, 62 Seiten
2.9 Nur in Jesus ist das Heil. Kurzinformation zum Thema Sekten, Ernst-Martin Borst. Verlag
der St.-Johannis-Druckerei C. Schweickhardt, Lahr-Dinglingen, 32 Seiten
3. Literatur, die nur von der WTG berichtet:
3.1 Die Zeugen Jehovas, F. W. Bautz. Schriftenmissions-Verlag Gladbeck, 31 Seiten
3.2 Jehovas Zeugen, Friedrich-Wilhelm Haack. Evangelischer Presseverband für Bayern, 42
Seiten
4 Literatur - geschrieben von ehemaligen JZ:
4.1 Vom Zeugen Jehovas zum Zeugen Jesu Christi
Hans Jürgen Twisselmann, Brunnen-Verlag Gießen, 115 Seiten
4.2 Zeugen Jehovas brauchen eine Antwort
H. J. Twisselmann, Bruderdienst-Verlag, 44 Seiten
4.3 Die Zeugen Jehovas
H. J. Twisselmann, Bundes-Verlag, Witten, 28 Seiten
4.4 Falsche Zeugen stehen wider mich
W. J. Schnell, Christliche Verlagsanstalt Konstanz, 193 Seiten
4.5 Die Bibel und deine Kirche - stimmen sie überein?
Bruderdienst-Missionsverlag, 45 Seiten
4.6 Religionen, Kirchen, Weltanschauungen,
Thomas Busch, Verlag der St.-Johannis-Druckerei C. Schweickhardt, Lahr-Dinglingen, 160
Seiten, TELOS-Taschenbuch (ein Beitrag in diesem Buch)

Hinweis:

Schreiben Sie uns, wenn Sie Fragen oder Probleme haben, wir würden Ihnen
gerne antworten.

Beratungsstelle der Arbeitsgemeinschaft für religiöse Fragen,


zu Hd. Herrn Helmut Warnecke, Bertholdstr. 15, 4100 Duisburg 14

Außenstelle Nord
Ernst-Martin Borst, Dresdner Str. 45, 2373 Schacht-Audorf

32
In ähnlicher Ausführung sind zur Zeit nachstehend aufgeführte
Büchlein für die Familie mit erwecklichen, glaubensfördernden und
informierenden Themen lieferbar:

Best.-Nr.

18505 Johannes Goßner, Das Herz des Menschen


18506 M. R. De Haan, Die Jungfrauengeburt Jesu Christi
18507 Ernst Schekatz, Lichter der Heimat
18508 Maria Sprenger, Advents- und Weihnachtsstrahlen
18509 Ernst-Martin Borst, Nur in Jesus ist das Heil
18510 Ernst-Martin Borst, Ein Wort an Jehovas Zeugen
18511 Ernst-Martin Borst, Ein Wort an Neuapostolische,
Mormonen und Mitglieder der Vereinigungskirche
18512 Paul Deitenbeck, Die Gnade des Glaubens
18514 Käte Walter, Wolken mit silbernem Rand
18515 Käte Walter, In dir allein ist Freude • Ein Liederheft
18516 Friedrich-Karl Lause, Für die Wahrheit - In der Liebe
18517 Ernst-Martin Borst, Und sie wissen nicht wohin -
New Age
18518 Ernst-Martin Borst, Sackgasse ohne Wendekreis - Yoga

Die Reihe wird fortgesetzt

Verlag der St.-Johannis-Druckerei, Lahr-Dinglingen

JOHANNIS
Glaube + Vertrauen • Nr. 18510
IAHR