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Spezial-Themen zu "Kinder- und Jugendkunst"

Angebote der Kleinen Kunstfabrik <URL: #c1208>


Kinder- und Jugendkunst <URL: #c121> - Die Wissenschaft ruft À´l
´arme!
Frühkindliche Entwicklung <URL: fruehkindliche-
entwicklung.245.0.html>
Die kreative Entwicklung des Kindes <URL: #c372>
Mehr Verständnis für Kinder- und Jugendkunst <URL: #c375>
Warum Kreativitätsförderung durch Kunst? <URL: #c296>
Zeichnen ist sichtbar werdendes Denken! <URL: #c1060>
Die Hand als Erkenntnisorgan <URL: Die-Hand-als-
Erkenntnisorgan.182.0.html>
Praxis-Tipp <URL: #c377>
Plädoyer für den Kopffüßler <URL: #c373>
Bildnerische Begabung <URL: #c379>
Ganzheitlicher Kunstunterricht <URL: konzept.125.0.html#c370> in der Kleinen Kunstfabrik

Die Programm-Angebote der Kleinen Kunstfabrik für Kinder und Jugendliche:

Kunstunterricht Workshops & Kreativpädagogik


Kreativkurse
Ganzheitlicher
Kreativkurse
Kunstunterricht <URL:
k-u-n-s-t-u-n-t-e-r-r-i-c-
<URL: k-u-r-s-e-w-o-r-k-s-
h-t.34.0.html> für
h-o-p-s.33.0.html>
Kinder, Jugendliche und
Erwachsene Kinder- und
Workshops für Kids Jugendworkshops <URL:
kinder-und- <URL:
<URL: kinder-und-
jugendworkshops.96.0.html> jugendworkshops.96.0.html> kreativpaedagogik.31.0.html>
Eltern-Kind-Workshops als Eltern-Kind- Bildung statt
<URL: eltern-kind- Workshops - (z.zt. nur Beschäftigung!
workshops.116.0.html> für Gruppen nach indiv. - Ein ganzes Gehirn ist
Vereinbarung) besser als ein halbes!
für Vorbilder weiter zur
(Erwachsene) Kreativpädagogik <URL:
... weiter zu Workshops kreativpaedagogik.31.0.html>
& Kreativkurse <URL:
k-u-r-s-e-w-o-r-k-s-h-o-
p-s.33.0.html>

Hinweis: Wegen
Umbaumaßnahmen findet z.Zt.
kein Freies Kinderatelier statt.

Die Young Art Gallery Kids Art aktuell - Die Kunsttherapie


Seite

Kids Art aktuell -


<URL: young-art-
Die Seite zum Schauen, <URL: k-u-n-s-t-t-h-e-r-a-p-
gallery.48.0.html>
Schmökern und i-e.30.0.html>
Die Young Art Gallery -
Schmunzeln ... sofort hin! Besonders für Kinder
Die Kinder- und
<URL: und Jugendliche
Jugendkunst Galerie ...
kidsartaktuelldieseite.270.0.html> geeignet ... mehr dazu
guckst Du! <URL:
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a-p-i-e.30.0.html>
gallery.48.0.html>

THEMENBEREICH
Kinder- und Jugendkunst - Die Wissenschaft ruft À´lárme!
Die Wissenschaft ruft schon seit langem „À l´ arme!":
Damit unsere Gesellschaft unsere Kinder nicht zur „Erlernten Hilflosigkeit" erzieht und drohende geistige
wie körperliche Degenerierungen sowie seelische Kälte im Keim erstickt werden können, ist es notwendig,
die immer noch unterschätzte Bedeutung von Kunst und Kreativität für die Gesamtentwicklung des
Menschen zu erkennen und zu nutzen.
Durch ein besseres Verständnis für die Kunst von Kindern und Jugendlichen und für kreative Ansätze in
gesamten Lebensbereich eröffnen sich neue, positivere Wege aus der immer größer werdenden „Bildungs-
und Entwicklungs-Notlage", in der sich unsere Kinder, und damit auch alle, die mit Kindern- und
Jugendlichen zu tun haben, befinden.
Kinder brauchen Vorbilder! Ist der Erwachsene jedoch nicht mehr in der Lage, seine eigenen
schöpferischen Kräfte zu nutzen und vorzuleben, wird das Kind nichts mehr nachahmen und sich nicht
weiterentwickeln können. Deshalb ist das Arbeiten mit Erwachsenen ebenso bedeutsam wie das Arbeiten
mit Kindern und Jugendlichen! Die ressourcenorientierte Arbeit mit Erwachsenen, das Erleben der eigenen
Kreativität und der selbstbewusste Umgang damit, gehört ebenfalls zu Andrea Denis´ Tätigkeitsfeld dazu.
... mehr zum "À´lárme" ... oder "Auf, zu den Waffen!!!" <URL: A-l-arme.202.0.html>
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Die kreative Entwicklung des Kindes


Die für sein zukünftiges Leben entscheidende kreative Entwicklung des Kindes beginnt, sobald es ein
Werkzeug mit der Hand greifen kann: Das Kind hinterlässt damit "Spuren" als Zeichen seiner Identität. Es
sind ganz besondere Zeichen, die ein kleiner Mensch zu setzen beginnt. Sie erheben keinen Anspruch auf
Makellosigkeit. Es ist die Faszination, Spuren zu hinterlassen, etwas sichtbar zu machen, etwas
auszudrücken mittels einer Kraft, die aus dem tiefsten Innern seiner Seele kommt. Über sein Bild erzählt
das Kind von sich selbst. Aus anfänglichen "Kritzeleien" des Kindes entstehen parallel zu seiner
Entwicklung Formen und Bilder. Greift man in diesen frühkindlichen Entwicklungsprozess ein, beeinflusst
man auch gleichzeitigdie Sichtweise des Kindes. Damit dieses Eingreifen behutsam und altersgerecht
geschehen kann, findet mein Kunstunterricht in ganzheitlicher Form statt. Darauf aufbauend wird dazu die
künstlerische Neugierde und Experimentierfreude geweckt. Am Ende jedoch steht nicht das künstlerische
Ergebnis, vielmehr liegt der Schwerpunkt bei der jüngeren Alters-gruppe beim eigentlichen Malprozess.
Das heißt, dass das, was während des Malens in Ihrem Kind vor sich geht, viel wichtiger ist, als das fertige
Bild. Die freie Entwicklung der Kreativität Ihres Kindes wirkt sich aus-schlaggebend auf die Entwicklung
seines Selbstbewusstseins aus. Nur der Mensch, der zu seinen Fähigkeiten steht, wird in der
Erwachsenenwelt ohne Probleme seinen Weg finden.
... mehr über die Regelkurse für Kinder <URL: unterricht-kinder.69.0.html>
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Mehr Verständnis für Kunst mit Kindern und Jugendlichen


Andrea Denis widmet sich in ihrer Arbeit seit vielen Jahren der Kinderkunst, insbesondere der
Kreativpädagogik und Kunsttherapie auf interdisziplinärerer Basis. Es ist ihr ein großes Anliegen, ein
neues, besseres Verständnis für Kinder- und Jugendkunst zu wecken, um zu zeigen, welch hohen
Stellenwert ihre Schaffenskraft besitzt, wie wichtig die echte Anerkennung des kindlichen Werkes ist und
welch enormen Einfluss dies alles auf die Entwicklung des Kindes hat. Ebenfalls setzt sich Andrea Denis
für eine freie Entwicklung der Kreativität ein. Sie muss behutsam mit Liebe, Verständnis und vor allem mit
Achtung vor dem geschaffenen Werk des Menschen, und sei er noch so klein, begleitet und altersgerecht
gefördert werden. Kreative Kinder haben die besseren Entwicklungschancen, können Konflikte und
Stresssituationen besser bewältigen, gestalten ihr Leben lebenswerter und haben in der Berufswelt später
die größeren Erfolge. Einzelheiten dazu unter "Kreativpädagogik" <URL: kreativpaedagogik.31.0.html>
oder in einem Gespräch mit Andrea Denis <URL: kontakt.10.0.html>.
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Warum Kreativitätsförderung mittels Kunst?


"Kreativität" hat eine weitaus tiefere Bedeutung, wie es ihr im allgemeinen Sprachgebrauch beigemessen
wird: Kreativität heißt u.a.: Das Leben meistern mit schöpferischen Kräften!
Die Förderung von kreativer Entwicklung durch künstlerische Mittel hat ebensfalls einen viel größeren
Einfluss auf die menschliche Gesamtentwicklung, als weithin bekannt, denn ohne Kreativität, Spiel und
Schöpfertum ist keine Entwicklung möglich! Dazu benötigt man noch die Zeit für diese Prozesse, die uns
mittlerweile in unserer heutigen Gesellschaft abhanden gekommen ist. So sind kreative Kids und auch
Erwachsene als Vorbilder die gesünderen auf allen Gebieten des Lebens. Doch Kunst kommt auch von
"Können", so müssen heutzutage Bildungsangebote mit und durch Kunst auch von kompetenten "Lehrern"
durchgeführt werden, sonst bleibt es bei Beschäftigungsmaßnahmen, die mit Bildung nichts mehr gemein
haben.
Das kompetente Kunst- und Kreativ-Programm der Kleinen Kunstfabrik bietet hier die richtige Basis zur
Förderung von Entwicklung im ganzheitlichen Bereich. Vertiefendes finden Sie im Bereich
"Kreativpädagogik".

Kreativitätsförderung mittels Kunst bedeutet:


Am eigenen "Kunstwerk" erfahren, wie (Lebens)-Gestaltung gelingen kann, ohne Messlatte, Stress,
und Leistungsdruck, was möglich ist...
Erkenntnis, der "Schöpfer" seines eigenen Lebens zu sein
andere, positive Zugänge über das Werk zum Selbst und zur Umwelt zu erfahren und sich dadurch
neue Perspektiven erarbeiten
Schöpfer einmaliger, unvergleichbarer Werke zu sein
Aufbau und Förderung der Gesamtentwicklung des Menschen
Gesundheit und Prävention
Erhaltung der Lebensfreude und Schaffenskraft
Abbau von Blockaden, Stress und Alltagsbewältigung
Harmoniesierung der Seele
Vernetzung der Sinne (ganzheitlicher Ansatz) zur Förderung der seelischen und geistigen
Entwicklung
Förderung der Zusammenarbeit der beiden Gehirnhemisphären
Entdeckung der eigenen kreativen Persönlichkeit und der inneren Ressourcen
Sinngebung, Stärkung persönlicher und sozialer Kompetenzen, der Konfliktbewältigung, u.v.m.
freie Entwicklung der eigenen Talente durch künstlerische Prozesse und blockadefreies Erlernen der
notwendigen Techniken, der Wahrnehmung und Umsetzung in künstlerische Werke, u.v.m.

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Zeichnen ist sichtbar werdendes Denken!


Da das Zeichnen dem Kind als erstes Mittel zur „Spurensetzung“ dient
(Kritzeln auf Fensterscheiben, in Sand und auf Papier …) und ihm von
Kindheit an vertraut ist, muss unserer Gesellschaft der hohe Stellenwert
dieses Ausdrucksmittels viel bewusster und dessen Möglichkeiten für die
Gesamtentwicklung erkannt u

Über das Zeichnen erzählt das Kind von dem, was in ihm vorgeht, was es denkt und fühlt, noch lange bevor
es sich sprachlich mitteilen kann. Und dort, wo sich der Jugendliche nicht mehr über die
Sprache ausdrücken möchte und uns Erwachsene mit Widerstand und Verweigerung konfrontiert, dient das
Zeichnen als wichtigstes Kommunikationsmittel, als „Brücke“ in die Seelenwelt unserer Kinder, die von
unschätzbarem Wert ist.

Die Zeichnung begleitet das Kind zum Erwachsenen auf all seinen Lebensstationen, vom frühen Spuren
machen über die persönliche Handschrift (auch Schrift ist Zeichnung!), als Zettel-Botschaften, Notizen,
Randgekritzel, über Konstruktionszeichnungen, Wunschzettel, Gedanken auf Papier, oder erste
Liebesbriefe.

Spontane Zeichnungen lassen das Denken greifbar werden, drücken Gefühle und Sehnsüchte aus, lassen
„Druck“ ab, besitzen „Ventilfunktion“ zur Gesunderhaltung. Durch das Zeichnen nähert man sich den
Dingen, lernt sehen, erkennen und verstehen. Durch Zeichnen gelangt man an Grenzen, die über das
Blatt hinausgehen, kann sich Herausforderungen stellen, stößt auf Paradoxien und kommt in kreative
Prozesse, sozusagen von Künstler zum Lebenskünstler! … So füllt sich die innere Vorstellung mit Bildern
und verwandelt sich zu eine Schatzkammer, auf die das Denken bei Bedarf stetes zurückgreifen kann. Vor
allem kann das Zeichnen den kreativen Teil der Persönlichkeit in uns freisetzen, der vom Bewusstsein viel
zu häufig ausgeschlossen wird.

Die kritische Phase der zeichnerischen Entwicklung der Kinder beginnt mit der Pubertät, da durch die
Hindernisse des dreidimensionalen Wahrnehmens und Umsetzen-Wollens erste Misserfolge natürlich sind.
Durch die verachtende Haltung unserer Gesellschaft und die allgemeine Annahme, dass nur perfekte
Zeichner begabt seien, lassen sich die meisten Jugendlichen entmutigen, diese Hürde trotz fehlendem
Perfektionismus zu nehmen und hören auf zu zeichnen.
Die Natürlichkeit des Zeichnen-Könnens muss wieder ein fester Bestandteil unseres Selbstbewusstseins
werden, ohne Messlatte und ohne Kritik an der menschlichen „Spur“. Denn, so einmalig wie die Maserung
unserer Fingerkuppen ist, so einmalig zeichnet jeder Mensch auf seine ganz persönliche Art und ist ein
Ausdruck seiner Einmaligkeit.

Wo Worte fehlen, spricht das Werk: Zeichnen ist ein hervorragendes Kommunikationsmittel, wo etwas
in Sprache nicht ausgedrückt werden kann oder worüber der Jugendliche nicht sprechen möchte!

Kinder brauchen Vorbilder, die sie wieder zur ihrer eigenen „Spur“ ermutigen, damit diese in
unserer Zeit nicht verloren geht. Dies funktioniert aber nur, wenn auch das Vorbild seine eigene kreative
Spur wiederfindet und vorlebt. Denn nur was vom Erwachsenen mit einer authentischen Begeisterung
weitergegeben wird, kommt auch beim Schüler wirksam an.

Nicht das Ergebnis des Werkes ist für den Menschen entscheidend, sondern das, was es am
Menschen bewirkt!

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Die Hand als Erkenntnisorgan


... mehr dazu <URL: Die-Hand-als-Erkenntnisorgan.182.0.html>

Praxis-Tipp!

In den Workshops und Kreativkursen der Kleinen Kunstfabrik können Eltern, Erzieher,
Pädagogen und alle Menschen, die mit Kindern arbeiten, einen tieferen Einblick in die Kinderkunst
nehmen und diese Erfahrungen aktiv durch Malen und Gestalten nacherleben oder sich
austauschen (siehe Young Art Gallery). Das Programm kann individuell auf Ihren Bedarf
abgestimmt werden!

Plädoyer für den Kopffüßler


Warum ein Plädoyer für den Kopffüßler?
Der Kopffüßler (= Kinderzeichnung, Kopf mit Füßen) ist die eigenständige,
weitgehend kulturunabhängige und über alle Kontinente verbreitete
Gestaltungserfindung " Mensch " der Kinder. Er scheint gefährdet zu sein,
insbesondere in den Gesellschaften des Westens. Einerseits wird er in Frage gestellt durch Interventionen
der Eltern und die allzu pauschale Behauptung mancher ärztlicher Ratgeber: "Ein Kind, das nach dem 5.
Lebensjahr noch einen Kopffüßler zeichnet, ist geistig behindert".
Andererseits scheint die Überflutung durch Fernsehbilder, die vornehmlich fotografie- und comicbezogen
sind, die Kinder davon abzuhalten, eigene Bilder zu erfinden. Eine dieser Gestalterfindungen - ohne
Vorbild und daher wohl besonders originell und kreativ - ist die Figur des Kopffüßlers. Im Englischen wird
er tadpole-figure = Kaulquappenfigur genannt. In ihrer Einfachheit, Prägnanz und eigenen Logik und
Universalität ist diese Figur schützenswert. Ein großartiges Beispiel kindlicher Schöpfungskraft ginge
verloren, wenn dieses liebenswerte Wesen aus dem Gestaltungsrepertoire der Kinder verschwände.
Worin liegt das Besondere des Kopffüßlers?
Wie können wir dieses Gebilde erklären? Eine Reihe von Autoren beschäftigten sich neuerdings mit
diesem Phänomen. Er weist Analogien zur Sonnengestalt auf, ist die erste entscheidende Gestaltfindung des
Kindes. Dingheit wird durch Rundheit ausgedrückt, hat existenzielle Bedeutung. So wird bei manchen
Völkern die Seele als Rundform dargestellt.Für das Kind hat dieses Zeichen universelle Verwendbarkeit, es
setzt den Kreis für alles Umschlossene, Abgegrenzte ein, sei dies nun der Eisschrank, das Haus, die Mutter,
der Fisch oder das Auto.
Von manchen Kindern wird der klassische Kopffüßler weiter differenziert, bis er zu einer eigenständigen,
durchstrukturierten Figur wird, die aus Kopf, Beinen und Armen besteht und bekleidet werden kann. Für
manche Kinder ist der Kopffüßler auch Ausdruck des Komischen, des Witzigen, und zwar im Sinne der
Normverletzung.
Der zum Lachen reizende, lustige Füßler kann dann auch ernste, ja düstere Rollen übernehmen. Diese Art
eines späten Kopffüßlers kann bis ins 6. oder 7. Lebensjahr den Gestaltungsanforderungen mancher Kinder
- die deshalb keineswegs "geistig behindert" sein müssen - genügen. (Mehr davon bei Max Kläger,
"Verständnis für Kinderkunst", ISBN Nr. 3-89676-009-2)
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Bildnerische Begabung
Hier noch einige Worte zu der allgemeinen Auffassung von Talenten und Begabungen:
Der "gute Zeichner" hat in unserer Gesellschaft ein hohes Monopol, das sich an der "Richtigkeit" der
Formwiedergabe in unserer realitätsbezogenen Kunstwelt orientiert. Im Bereich des menschlichen
Schöpfertums gibt es jedoch unterschiedliche Arten von Begabungen.
Die Vielfalt dieser Begabungsvarianten muss erkannt werden: die zeichnerische, die malerische und/oder
die plastische Begabung. Da wäre zum einen der "gute" Beobachter, der beim Zeichnen und Malen im
Laufe der Zeit immer stärkere Ele-mente der erkennbaren und vom Betrachter geschätzten Wirklichkeit
miteinbezieht, der mit Licht und Schatten umgeht, Überscheidungen und Verkürzungen nicht scheut und
gegen Ende der Kindheit perspektivische Kon-struktionen in sein Bilder einbaut. Zum anderen ist der
"authentisch" Begabte zu erwähnen. Diese Kinder arbeiten aus ihrer "Vorstellung" heraus, legen auf
bewusstes Beobachten weniger Wert sondern lassen lieber ihrer "Phantasie" freien Lauf. Verbindet sich die
Phantasie im Laufe der Schulzeit mit spezifischen Beobachtungselementen, ist ihnen die bewundernde
Zuwendung der Öffentlichkeit sicher, ebenso wie dem "guten" Zeichner, der auf mechanische Art und
Weise die Wirklichkeit abzeichnen kann, dem es aber dadurch nicht unbedingt gelingt, bildlogisch
durchgestaltete "verstandene" Bilder herzustellen. Diejenigen aber, die hartnäckig an der "primitiven"
Logik des bildnerischen Tuns festhalten, werden als begabt nicht anerkannt und geben, entmutigt, im Laufe
der Pubertät ihr künstlerisches Tun im allgemeinen auf. Ein ähnliches Schicksal ereilt die farbdominanten
Kinder, die ihre Begabung in Form von eher fleckhaften, in das Wechselverhältnis zwischen Figur und
Grund eingebetteten Farbspielen zum Ausdruck bringen wollen.
Für Eltern und Erzieher gibt es eine recht einfache Art, künstlerische Begabung in der Kindheit
festzustellen, in dem man sie über längere Zeit beobachtet. Zeichnen, malen oder plastizieren sie
andauernd, quasi "besessen", dann kann das allein schon ein Indiz für Begabung sein (aus "Verständnis für
Kinderkunst" von Max Kläger).
... mehr zu allgemeinen "Fähigkeiten und Begabungen" unter "Kreativpädagogik" <URL:
kreativpaedagogik.31.0.html>
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