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Hinweise zum FYRST Girokonto

Geldwäschegesetz (GwG) Im Falle des Widerspruchs unterbleibt ein Einbehalt von Kirchen­
steuer durch die Bank. Zugleich besteht die Verpflichtung des
Gemäß Geldwäschegesetz (GwG) ist die Bank verpflichtet abzu-
Kunden, eine Steuererklärung abzugeben. Informationen erhal-
klären, ob ihr Vertragspartner für einen wirtschaftlich Berech-
ten Sie beim Bundeszentralamt für Steuern, An der Küppe 1,
tigten handelt. Der Kontoinhaber ist gesetzlich zur Mitwirkung
53225 Bonn oder im Internet unter www.bzst.de.
und Aktualisierung der Angaben verpflichtet.
Wirtschaftlich Berechtigter im Sinne dieser Vorschrift ist die Beschränkte Anwendung der Bestimmungen des Bürger-
natürliche Person, in deren Eigentum oder unter deren Kontrolle lichen Gesetzbuches zu Zahlungsdiensten
der Vertragspartner letztlich steht, oder die natürliche Person,
Folgende Bestimmungen des Bürgerlichen Gesetzbuches finden
auf deren Veranlassung eine Transaktion letztlich durchgeführt
keine Anwendung: § 675 d Absatz 1 bis 5 BGB, § 675 f Absatz 5
oder eine Geschäftsbeziehung letztlich begründet wird.
Satz 2 BGB, § 675 g BGB, § 675 h BGB, § 675 j Absatz 2 BGB, die
§§ 675 p sowie 675 v bis 676 BGB.
Hinweise zur Erhebung der Steuer-Identifikationsnum-
mer (TIN) bzw. der Wirtschafts-Identifikationsnummer
Aufzeichnung im Telefon-Banking
(WID) / Steuernummer (St.-Nr.)
Wir weisen darauf hin, dass Telefonate im FYRST Telefon-Banking
Seit 2018 sind alle Banken gesetzlich nach § 154 Abgabenord-
zu Beweiszwecken automatisch aufgezeichnet werden. Bitte
nung (AO) verpflichtet, bestimmte Daten für jeden Kontoinhaber
beachten Sie hierzu unsere Besondere Bedingungen FYRST –
sowie jeden anderen Verfügungsberechtigten und jeden wirt-
FYRST Telefon-Banking.
schaftlich Berechtigten zu erheben und aufzuzeichnen. Bei
natürlichen Personen muss u. a. die Steuer-ID nach § 139b AO
Hinweis zur Verarbeitung personenbezogener Daten
und bei nicht natürlichen Personen die Wirtschafts-ID oder
gemäß EU-Geldtransferverordnung
ersatzweise die Steuernummer nach § 139c AO zum betroffenen
Kontoinhaber vorliegen. Die „VERORDNUNG (EU) 2015/847 DES EUROPÄISCHEN PARLA­
MENTS UND DES RATES vom 20. Mai 2015 über die Übermitt-
Der Kontoinhaber sowie gegebenenfalls für ihn handelnde Per-
lung von Angaben bei Geldtransfers“ (Geldtransferverordnung)
sonen haben dem Kreditinstitut die Steuer-ID bzw. Wirtschafts-
dient dem Zweck der Verhinderung, Aufdeckung und Ermitt-
ID unverzüglich mitzuteilen und im Laufe der Geschäftsbezie-
lung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung bei Geld-
hung ergebende Änderungen unverzüglich anzuzeigen.
transfers. Sie verpflichtet uns als Bank bei der Ausführung von
Falls Sie als Kunde bei Vertragsabschluss Ihre Steuer-ID nicht zur Überweisungen und Lastschriften Angaben zum Auftraggeber
Hand haben, teilen Sie uns diese bitte spätestens 14 Tage nach (Zahler) und Begünstigten (Zahlungsempfänger) zu prüfen und
Vertrags­abschluss schriftlich mit (Mitwirkungspflicht). Sollten zu übermitteln. Diese Angaben bestehen aus Name und Kunden­
Sie Ihrer Mitwirkungspflicht nicht nachkommen und kann die kennung von Zahler und Zahlungsempfänger und der Adresse
Bank Ihre Steuer-ID auch nicht aus anderem Anlass rechtmäßig des Zahlers. Bei Zahlungen innerhalb des Europäischen Wirt-
erfassen, kann die Bank im Wege des maschinellen Anfragever- schaftsraums kann auf die Weiterleitung der Adresse des Zah-
fahren die Steuer-ID für natür­liche Personen beim Bundeszent- lers zunächst verzichtet werden, jedoch kann gegebenenfalls
ralamt für Steuern (BZSt) erfragen. diese Angabe vom Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfän-
gers angefordert werden. Bei der Angabe von Name und gege-
Sofern die zu erhebenden Daten aufgrund unzureichender Mit-
benenfalls Adresse nutzen wir die in unseren Systemen hinter-
wirkung des Vertragspartners und ggf. für ihn handelende Per-
legten Daten, um den gesetzlichen Vorgaben zu entsprechen.
sonen nicht ermittelt werden können, sind wir verpflichtet dies
Mit der Verordnung wird erreicht, dass aus den Zahlungsver-
festzuhalten und dem BZSt dies mitzuteilen.
kehrsdatensätzen selber immer eindeutig bestimmbar ist, wer
Zahler und Zahlungsempfänger ist. Das heißt auch, dass die
Hinweise zur Kirchensteuer
Bank Zahlungsdaten überprüfen, Nachfragen anderer Kredit­insti­
Finanzinstitute sind künftig gesetzlich verpflichtet, bei Kapitaler- tute zur Identität des Zahlers bzw. Zahlungsempfängers beant-
tragsteuer pflichtigen Erträgen die Kirchensteuer einzubehalten. worten und auf Anfrage diese Daten den zuständigen Behörden
Das gilt auch für Betriebskonten natürlicher Personen und für zur Verfügung stellen muss.
Kapitalanlagen, die zum Betriebsvermögen oder Sonderbetriebs­
vermögen natürlicher Personen gehören. Juristische Personen Haben Sie noch Fragen?
und Personenzusammenschlüsse sind nicht kirchensteuerpflichtig.
Dann rufen Sie uns an:
Die für den automatisierten Kirchensteuerabzug notwendigen
0228 5500 3303
kundenindividuellen Daten fragen wir direkt beim Bundeszent-
ralamt für Steuern (BZSt) ab. Kunden, die der Weitergabe ihrer Unter dieser Rufnummer erreichen Sie das FYRST Business-
Informationen zur Religionszugehörigkeit widersprechen wollen, Center mit dem Beratungs-Service (Mo – Sa 8 – 21 Uhr).
müssen dies bis zwei Monate vor der Abfrage beim BZSt erklären.
Die Bank wird zeitnah nach Produktabschluss die Anlass­abfrage
starten. Sie haben ferner jährlich bis zum 30.06. eines Jahres
die Möglichkeit, jeweils für das Folgejahr zu widersprechen. Der
Widerspruch hat nach amtlichem Muster gegenüber dem BZSt
921 170 205  05.19

zu erfolgen. Der Vordruck steht auf www.formulare-bfinv.de.


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FYRST
Allgemeine Geschäftsbedingungen und
besondere Bedingungen für Zahlungs­dienste

Allgemeine Geschäftsbedingungen .......................................................................................................................................................... 2

Besondere Bedingungen

Bereitstellung von Kontoauszugsinformationen .............................................................................................................................................. 8


Überweisungen .............................................................................................................................................................................................. 9
Echtzeitüberweisungen ................................................................................................................................................................................ 15
Terminierte Überweisungen .......................................................................................................................................................................... 16
Zahlungen mittels Lastschrift im SEPA-Basislastschriftverfahren ..................................................................................................................... 17
Zahlungen mittels Lastschrift im SEPA-Firmenlastschriftverfahren .................................................................................................................. 20
FYRST CARD (Debitcard) .............................................................................................................................................................................. 23
FYRST Banking ............................................................................................................................................................................................. 28
FYRST Telefon-Banking ................................................................................................................................................................................ 31
Lastschrifteinzug .......................................................................................................................................................................................... 32

Datenfernübertragung ................................................................................................................................................................................ 36
Anlage 1a: EBICS-Anbindung ................................................................................................................................................................. 39
Anlage 1b: Spezifikation der EBICS-Anbindung ........................................................................................................................................ 41
Anlage 1c: Sicherheitsanforderungen an das EBICS-Kundensystem .......................................................................................................... 42
Anlage 2: Derzeit nicht belegt ................................................................................................................................................................ 43
Anlage 3: Spezifikation der Datenformate .............................................................................................................................................. 44

Darstellung von SEPA-Sammelaufträgen als Einzelzahlungen (BatchBooking) ................................................................................................. 45

FYRST Preis- und Leistungsverzeichnis (Stand: 15. Mai 2020)

Auszug für die Zahlungsdienste ................................................................................................................................................................... 46

FYRST – ein Angebot der Deutsche Bank AG


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Allgemeine Geschäftsbedingungen
FYRST

Grundregeln für die Beziehung oder teilweise ausgenommen werden, wird (2) Störung des Betriebs
dies dort durch Aushang bekannt gemacht. Die Bank haftet nicht für Schäden, die durch
zwischen Kunde und Bank höhere Gewalt, Aufruhr, Kriegs- und Naturer-
2 | Bankgeheimnis und Bankauskunft eignisse oder durch sonstige von ihr nicht zu
1 | Geltungsbereich und Änderungen vertretende Vorkommnisse eintreten.
dieser Geschäftsbedingungen und der (1) Bankgeheimnis
besonderen Bedingungen für einzelne Die Bank ist zur Verschwiegenheit über alle 4 | Grenzen der Aufrechnungsbefugnis
Geschäftsbeziehungen kundenbezogenen Tatsachen und Wertungen des Kunden
verpflichtet, von denen sie Kenntnis erlangt
(1) Geltungsbereich (Bankgeheimnis). Informationen über den Ein Kunde kann gegen Forderungen der Bank
Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen gel- Kunden darf die Bank nur weitergeben, wenn nur aufrechnen, wenn seine Forderungen un-
ten für die gesamte Geschäftsverbindung und gesetzliche Bestimmungen dies gebieten oder bestritten oder rechtskräftig festgestellt sind.
FYRST Bankprodukte zwischen dem Kunden, der Kunde eingewilligt hat oder die Bank zur Diese Aufrechnungsbeschränkung gilt nicht
der kein Verbraucher ist1 und den inländischen Erteilung einer Bankauskunft befugt ist. für eine vom Kunden zur Aufrechnung ge-
Geschäftsstellen der FYRST – ein Angebot der stellte Forderung, die ihren Rechtsgrund in
Deutsche Bank AG (nachfolgend „Bank“ ge- (2) Bankauskunft einem Darlehen oder einer Finanzierungshilfe
nannt). Daneben gelten solche Bankprodukte, Eine Bankauskunft enthält allgemein gehal- gemäß §§ 513, 491 bis 512 BGB hat.
die unter der Marke FYRST vertrieben werden tene Feststellungen und Bemerkungen über
(z. B. für den Zahlungsverkehr) besondere Be- die wirtschaftlichen Verhältnisse des Kunden, 5 | Verfügungsberechtigung nach dem
dingungen, die Abweichungen oder Ergän- seine Kreditwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit; Tod des Kunden
zungen zu diesen Allgemeinen Geschäftsbe- betragsmäßige Angaben über Kontostände,
dingungen FYRST enthalten; sie werden bei Sparguthaben, Depot- oder sonstige der Bank Nach dem Tod des Kunden hat derjenige, der
der Kontoeröffnung oder bei Erteilung eines anver­traute Vermögenswerte sowie Angaben sich gegenüber der Bank auf die Rechtsnach-
Auftrags mit dem Kunden vereinbart, soweit über die Höhe von Kreditinanspruchnahmen folge des Kunden beruft, der Bank seine erb-
sie in die Geschäftsverbindung mit dem Kun- werden nicht gemacht. rechtliche Berechtigung in geeigneter Weise
den nicht bereits einbezogen sind. Unterhält nachzuweisen.
der Kunde auch Geschäftsverbindungen zu (3) Voraussetzungen für die Erteilung
ausländischen Geschäftsstellen, sichert das einer Bankauskunft Wird der Bank eine Ausfertigung oder eine
Pfandrecht der Bank (Nr. 14 dieser Geschäfts- Die Bank ist befugt, über juristische Personen beglaubigte Abschrift der letztwilligen Verfü-
bedingungen) auch die Ansprüche dieser aus- und im Handelsregister eingetragene Kauf- gung (Testament, Erbvertrag) nebst zugehöri-
ländischen Geschäftsstellen. leute Bankauskünfte zu erteilen, sofern sich ger Eröffnungsniederschrift vorgelegt, darf die
die Anfrage auf ihre geschäftliche Tätigkeit Bank denjenigen, der darin als Erbe oder Tes-
(2) Änderungen bezieht. Die Bank erteilt jedoch keine Aus- tamentsvollstrecker bezeichnet ist, als Berech-
Künftige Änderungen dieser Geschäftsbedin- künfte, wenn ihr eine anderslautende Wei- tigten ansehen, ihn verfügen lassen, und ins-
gungen und der besonderen Bedingungen sung des Kunden vorliegt. Bankauskünfte besondere mit befreiender Wirkung an ihn
werden dem Kunden spätestens zwei Monate über andere Personen, insbesondere über Pri- leisten. Dies gilt nicht, wenn der Bank bekannt
vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt ihres vatkunden und Vereinigungen, erteilt die ist, dass der dort Genannte (zum Beispiel nach
Wirksamwerdens in Textform angeboten. Bank nur dann, wenn diese generell oder im Anfechtung oder wegen Nichtigkeit des Testa-
Einzelfall ausdrücklich zugestimmt haben. ments) nicht verfügungsberechtigt ist oder
Hat der Kunde mit der Bank im Rahmen der Eine Bankauskunft wird nur erteilt, wenn der wenn ihr dies infolge Fahrlässigkeit nicht be-
Geschäftsbeziehung einen elektronischen Anfragende ein berechtigtes Interesse an der kannt geworden ist.
Kommunikationsweg vereinbart (z. B. FYRST gewünschten Auskunft glaubhaft dargelegt
Banking), können die Änderungen auch auf hat und kein Grund zu der Annahme besteht, 6 | Maßgebliches Recht und Gerichts-
diesem Wege angeboten werden. Der Kunde dass schutz­würdige Belange des Kunden der stand bei kaufmännischen und öffentlich-
kann den Änderungen vor dem vorgeschlage- Auskunftserteilung entgegenstehen. rechtlichen Kunden
nen Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens entwe-
der zustimmen oder sie ablehnen. Die Zustim- (4) Empfänger von Bankauskünften (1) Geltung deutschen Rechts
mung des Kunden gilt als erteilt, wenn er Bankauskünfte erteilt die Bank nur eigenen Für die Geschäftsverbindung zwischen dem
seine Ablehnung nicht vor dem vorgeschlage- Kunden sowie anderen Kreditinstituten für Kunden und der Bank gilt deutsches Recht.
nen Zeitpunkt des Wirksamwerdens der deren Zwecke oder die ihrer Kunden.
Änderungen angezeigt hat. Auf diese Geneh- (2) Gerichtsstand für Inlandskunden
migungswirkung wird ihn die Bank in ihrem 3 | Haftung der Bank; Mitverschulden Ist der Kunde ein Kaufmann und ist die strei-
Angebot besonders hinweisen. des Kunden tige Geschäftsbeziehung dem Betriebe seines
Handelsgewerbes zuzurechnen, so kann die
Werden dem Kunden Änderungen von Bedin- (1) Haftungsgrundsätze Bank diesen Kunden an dem für die kontofüh-
gungen zu Zahlungsdiensten (z. B. Überwei- Die Bank haftet bei der Erfüllung ihrer Ver- rende Stelle zuständigen Gericht oder bei einem
sungsbedingungen) angeboten, kann er den pflichtungen im Rahmen der gesetzlichen Vor- anderen zuständigen Gericht verklagen; das-
von der Änderung betroffenen Zahlungsdiens- schriften für jedes Verschulden ihrer Mitarbei- selbe gilt für eine juristische Person des öffent-
terahmenvertrag vor dem vorgeschlagenen ter und der Personen, die sie zur Erfüllung ihrer lichen Rechts und für öffentlich-rechtliche Son-
Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderun- Verpflichtungen hinzuzieht. Soweit die beson- dervermögen. Die Bank selbst kann von diesen
gen auch fristlos und kostenfrei kündigen. Auf deren Bedin­gungen einschließlich der Bedin- Kunden nur an dem für die kontoführende
dieses Kündigungsrecht wird ihn die Bank in gungen für den Sparverkehr für einzelne Stelle zuständigen Gericht verklagt werden.
ihrem Angebot besonders hinweisen. Geschäftsbeziehungen oder sonstige Verein­­
barungen etwas Abweichendes regeln­, gehen (3) Gerichtsstand für Auslands­kunden
(3) Besonderheiten diese Regelungen vor. Hat der Kunde durch Die Gerichtsstandsvereinbarung gilt auch für
Soweit einzelne Geschäftsstellen der Bank oder ein schuldhaftes Verhalten (z. B. durch Verlet- Kunden, die im Ausland eine vergleichbare
andere Geschäftsstellen, die Bankgeschäfte zung der in Nr. 11 dieser Geschäftsbedingungen gewerbliche Tätigkeit ausüben, sowie für aus-
oder sonstige Leistungen im Namen und für aufgeführten Mitwirkungs- und Sorgfaltspflich­ ländische Institutionen, die mit inländischen
Rechnung der Bank ausführen, von der Erbrin- ten) zu der Entstehung eines Schadens beige- juristischen Personen des öffentlichen Rechts
gung bestimmter Leistungen der Bank ganz tragen, bestimmt sich nach den Grundsätzen oder mit einem inländischen öffentlich-rechtli-
des Mitverschuldens, in welchem Umfang Bank chen Sondervermögen vergleichbar sind.
und Kunde den Schaden zu tragen haben.
1) Verbraucher ist gemäß § 13 BGB jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu einem Zwecke abschließt, der weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruf-
lichen Tätigkeit zugerechnet werden kann.
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Kontoführung (2) Nach Rechnungsabschluss Schecks sind auch schon dann eingelöst,
Stellt die Bank eine fehlerhafte Gutschrift erst wenn die Bank im Einzelfall eine Bezahltmel-
7 | Rechnungsabschlüsse bei Kontokor- nach einem Rechnungsabschluss fest und dung absendet. Schecks, die über die Abrech-
rentkonten (Konten in laufender Rech- steht ihr ein Rückzahlungsanspruch gegen nungsstelle der Bundesbank vorgelegt wer-
nung) den Kunden zu, so wird sie in Höhe ihres An- den, sind eingelöst, wenn sie nicht bis zu dem
spruchs sein Konto belasten (Berichtigungsbu- von der Bundesbank festgesetzten Zeitpunkt
(1) Kontokorrentvereinbarung chung). Erhebt der Kunde gegen die Berichti- an die Abrechnungsstelle zurückgegeben
Die Girokonten bei der Bank werden als Kon- gungsbuchung Einwendungen, so wird die werden.
tokorrentkonten im Sinne des § 355 des Han- Bank den Betrag dem Konto wieder gutschrei-
delsgesetzbuches (Konten in laufender Rech- ben und ihren Rückzahlungsanspruch geson- (4) Einlösung von Aufträgen zur Bargeld-
nung) geführt; zur Verzinsung der Guthaben dert geltend machen. auszahlung
ist die Bank nicht verpflichtet. Barschecks und sonstige Aufträge zur Bargeld-
(3) Information des Kunden; Zinsberech- auszahlung sind bereits mit der Bargeldauszah-
(2) Erteilung der Rechnungsabschlüsse nung lung eingelöst.
Die Bank erteilt bei einem Kontokorrentkonto, Über Storno- und Berichtigungsbuchungen
sofern nicht etwas anderes vereinbart ist, je- wird die Bank den Kunden unverzüglich un- (5) Einlösung von Zahlungsanweisungen
weils vierteljährlich einen Rechnungsab- terrichten. Die Buchungen nimmt die Bank zur Verrechnung
schluss; dabei werden die in diesem Zeitraum hinsichtlich der Zinsberechnung rückwirkend Zahlungsanweisungen zur Verrechnung sind
entstandenen beiderseitigen Ansprüche (ein- zu dem Tag vor, an dem die fehlerhafte Bu- bereits mit der Belastungsbuchung eingelöst.
schließlich der Zinsen und Entgelte der Bank) chung durchgeführt wurde.
verrechnet. Die Bank kann auf den Saldo, der 10 | Risiken bei Fremdwährungskonten
sich aus der Verrechnung ergibt, nach Nr. 12 9 | Einzugsaufträge und Einlösung von und Fremdwährungsgeschäften
dieser Geschäftsbedingungen oder nach der Lastschriften, vom Kunden ausgestellter
mit dem Kunden anderweitig getroffenen Ver- Schecks, von Aufträgen zur Bargeldaus- (1) Auftragsausführung bei Fremd­
einbarung Zinsen berechnen. zahlung sowie von Zahlungsanweisungen währungskonten
zur Verrechnung Fremdwährungskonten des Kunden dienen
(3) Frist für Einwendungen; Genehmigung dazu, Zahlungen an den Kunden und Verfü-
durch Schweigen (1) Inkasso-Vereinbarung gungen des Kunden in fremder Währung bar-
Einwendungen wegen Unrichtigkeit oder Un- Schecks, Lastschriften und sonstige Einzugs- geldlos abzuwickeln. Verfügungen über Gut-
vollständigkeit eines Rechnungsabschlusses papiere (z. B. Reise­schecks, Zahlungsanwei- haben auf Fremdwährungskonten (z. B. durch
hat der Kunde spätestens vor Ablauf von sungen zur Verrechnung) werden von der Überweisungen zulasten des Fremdwährungs-
sechs Wochen nach dessen Zugang in Text- Bank nur zum Einzug (Inkasso) hereingenom- guthabens) werden unter Einschaltung von
form zu erheben; zur Wahrung der Frist ge- men, sofern nicht etwas anderes vereinbart Banken im Heimatland der Währung abgewi-
nügt die Absendung der Einwendungen inner- ist. Einzelheiten für das Scheck­inkasso zu- ckelt, wenn sie die Bank nicht vollständig in-
halb der Sechs-Wochen-Frist. Das Unterlassen gunsten von FYRST Girokonten enthalten be- nerhalb des eige­nen Hauses ausführt.
rechtzeitiger Einwendungen gilt als Genehmi- sondere Bedingungen.
gung des Rechnungsabschlusses. (2) Gutschriften bei Fremdwährungs­
(2) Erteilung von Vorbehaltsgutschriften geschäften mit dem Kunden
Auf diese Folge wird die Bank bei Erteilung des bei der Einreichung Schließt die Bank mit dem Kunden ein Ge-
Rechnungsabschlusses besonders hinweisen. Schreibt die Bank den Gegenwert von Schecks schäft (z. B. ein Devisen­termingeschäft) ab,
und Lastschriften schon vor ihrer Einlösung aus dem sie die Verschaffung eines Betrags in
Der Kunde kann auch nach Fristablauf eine gut, geschieht dies unter dem Vorbehalt ihrer fremder Währung schuldet, wird sie ihre
Berichtigung des Rechnungsabschlusses ver- Einlösung, und zwar auch dann, wenn diese Fremdwährungsverbindlichkeit durch Gut-
langen, muss dann aber beweisen, dass zu Papiere bei der Bank selbst zahlbar sind. schrift auf dem Konto des Kunden in dieser
Unrecht sein Konto belastet oder eine ihm zu- Reicht der Kunde andere Papiere mit dem Währung erfüllen, sofern nicht etwas­anderes
stehende Gutschrift nicht erteilt wurde. Auftrag ein, von einem Zahlungspflichtigen vereinbart ist.
einen Forderungsbetrag zu beschaffen (z. B.
8 | Storno- und Berichtigungsbuchungen Zinsscheine), und erteilt die Bank über den Be- (3) Vorübergehende Beschränkung der
der Bank trag eine Gutschrift, so steht diese unter dem Leis­tung durch die Bank
Vorbehalt, dass die Bank den Betrag erhält. Die Verpflichtung der Bank zur Ausführung
(1) Vor Rechnungsabschluss Der Vorbehalt gilt auch dann, wenn die ­einer Verfügung zulasten eines Fremdwäh-
Fehlerhafte Gutschriften auf Kontokorrent- Schecks, Lastschriften und andere Papiere bei rungsguthabens (Absatz 1) oder zur Erfüllung
konten (z. B. wegen einer falschen Konto- der Bank selbst zahlbar sind. Werden Schecks, einer Fremdwäh­rungs­verbindlichkeit (Absatz
nummer) darf die Bank bis zum nächsten Lastschriften oder andere Papiere nicht einge- 2) ist in dem Umfang und solange ausgesetzt,
Rechnungsabschluss durch eine Belastungs- löst oder erhält die Bank den Betrag aus dem wie die Bank in der Währung, auf die das
buchung rückgängig machen, soweit ihr ein Einzugsauftrag nicht, macht die Bank die Vor- Fremdwährungsguthaben oder die Verbind-
Rückzahlungsanspruch gegen den Kunden behaltsgutschrift rückgängig. Dies geschieht lichkeit lautet, wegen politisch bedingter
zusteht (Stornobuchung); der Kunde kann in unabhängig davon, ob in der Zwischenzeit ein Maßnahmen oder Ereignisse im Lande dieser
diesem Fall gegen die Belastungsbuchung Rechnungsabschluss erteilt wurde. Währung nicht oder nur eingeschränkt verfü-
nicht einwenden, dass er in Höhe der Gut- gen kann. In dem Umfang und solange diese
schrift bereits verfügt hat. (3) Einlösung von Lastschriften und vom Maßnahmen oder Ereignisse andauern, ist die
Kunden ausgestellter Schecks Bank auch nicht zu einer Erfüllung an einem
Lastschriften und Schecks sind eingelöst, anderen Ort außerhalb des Landes der Wäh-
wenn die Belastungsbuchung nicht spätestens rung, in einer anderen Währung (auch nicht in
am zweiten Bankarbeitstag1 – bei SEPA-Firmen- Euro) oder durch Anschaffung von Bargeld
lastschriften nicht spätestens am dritten Bank- verpflichtet. Die Verpflichtung der Bank zur
arbeitstag – nach ihrer Vornahme rückgängig Ausführung einer­Verfügung zulasten eines
gemacht wird. Fremd­währungsguthabens ist dagegen nicht
ausgesetzt, wenn sie die Bank vollständig im
eigenen Haus ausführen kann. Das Recht des
Kunden und der Bank, fällige gegenseitige
Forderungen in derselben Währung miteinan-
der zu verrechnen, bleibt von den vorstehen-
den Regelungen unberührt.
1) Bankarbeitstage sind alle Werktage außer: Sonnabende sowie 24. und 31. Dezember.
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(4) Wechselkurs gen und Sendungen (Avise) auf ihre Richtig- Kosten
Die Bestimmung des Wechselkurses bei keit und Vollständigkeit unverzüglich zu über-
Fremdwährungsgeschäften ergibt sich aus dem prüfen und etwaige Einwendungen 12 | Zinsen, Entgelte und Aufwendungen
„Preis- und Leistungsverzeichnis FYRST“, so- unverzüglich zu erheben.
weit nicht etwas anderes vereinbart ist. Bei (1) derzeit nicht belegt
Zahlungsdiensten gilt entsprechend der Zah- (5) Benachrichtigung der Bank bei Aus-
lungsdiensterahmenvertrag. bleiben von Mitteilungen und Kontrolle (2) Zinsen und Entgelte
von Bestätigungen der Bank Die Höhe der Zinsen und Entgelte für die übli-
Falls Kontoauszüge, Rechnungsabschlüs­se chen Bankleistungen, die die Bank gegenüber
Mitwirkungs- und Sorgfaltspflich- und Depotaufstellungen oder sonstige Mittei- Kunden erbringt, ergeben sich aus dem „Preis-
lungen der Bank, die der Kunde erwartet oder und Leistungsverzeichnis FYRST“, soweit das
ten des Kunden mit deren Eingang er rechnen muss, ausblei- Preis- und Leistungsverzeichnis FYRST übliche
ben, hat dieser die Bank, und zwar möglichst Bankleistungen gegenüber Kunden (zum Bei-
11 | Mitwirkungs- und Sorgfaltspflichten die konto­führende Stelle, unverzüglich zu be- spiel Geschäftskunden), ausweisen.
des Kunden nachrichtigen.
Wenn ein Kunde eine dort aufgeführte Haupt-
(1) Änderungen von Name, Anschrift ­ Soweit Bestätigungen der Bank von Aufträgen leistung in Anspruch nimmt und dabei keine
oder einer gegenüber der Bank erteilten oder Weisungen des Kunden abweichen, hat abweichende Vereinbarung getroffen wurde,
Vertretungsmacht er dies unverzüglich zu beanstanden. gelten die zu diesem Zeitpunkt im Preis- und
Zur ordnungsgemäßen Abwicklung des Ge- Leistungsverzeichnis FYRST angegebenen Zin-
schäftsverkehrs ist es erforderlich, dass der (6) Zahlungsverkehrsvordrucke für den sen und Entgelte.
Kunde der Bank, und zwar möglichst der kon- beleghaften Zahlungsverkehr und Kom-
toführenden Stelle, Änderungen seines Namens munikationsmedien für die elektronische Im Übrigen bestimmt die Bank, sofern keine
und seiner Anschrift sowie das Erlöschen oder Datenverarbeitung und -übermittlung im andere Vereinbarung getroffen wurde und ge-
die Änderung einer gegenüber der Bank er- beleglosen Zahlungsverkehr setzliche Bestimmungen dem nicht entgegen-
teilten Vertretungsmacht (insbesondere einer Für bestimmte Geschäfte, insbesondere für stehen, die Höhe der Zinsen und Entgelte
Unterschriftsberechtigung oder Vollmacht) den Scheck- und Überweisungsverkehr, für nach billigem Ermessen (§ 315 des Bürgerli-
unverzüglich schriftlich mitteilt. Einzahlungen und Bargeldauszahlungen wer- chen Gesetzbuches).
den von der Bank Zahlungsverkehrsvordrucke
Diese Mitteilungspflicht besteht auch dann, bereitgestellt. Die Hin­weise der Bank hierzu
wenn die Vertretungsmacht in ein öffentliches sind zu beachten.
Register (z. B. in das Handelsregister) eingetra-
gen ist und ihr Erlöschen oder ihre Änderung Der Kunde hat beim Empfang von Zahlungs-
in dieses Register eingetragen wird. Darüber verkehrsvordrucken, mit denen über sein
hinaus können sich weiter gehende gesetzli- Konto verfügt werden kann, diese auf Voll-
che Mitteilungspflichten, insbesondere aus ständigkeit zu prüfen.
dem Geldwäschegesetz, ergeben.
Der Kunde ist verpflichtet, Zahlungsverkehrs-
(2) Klarheit von Aufträgen und Über­ vordrucke, mit denen über sein Konto verfügt
weisungen werden kann, mit besonderer Sorgfalt aufzu-
Aufträge müssen ihren Inhalt zweifelsfrei er- bewahren. Bei Abhandenkommen oder Miss-
kennen lassen. Nicht eindeutig formulierte brauch ist die Bank, und zwar möglichst die
Aufträge können Rückfragen zur Folge haben, konto­führende Stelle, unverzüglich zu ver-
die zu Verzögerungen führen können. Vor al- ständigen. Unbrauchbar gewordene und bei
lem hat der Kunde bei Aufträgen auf die Rich- Beendigung der Geschäftsbeziehung noch
tigkeit, Vollständigkeit und Lesbarkeit seiner vorhandene Zahlungsverkehrsvordrucke zur
Angaben, insbesondere der Kontonummer Verfügung über das Konto sind unverzüglich
und Bankleitzahl oder IBAN1 und BIC2 sowie zu vernichten oder auf Anforderung der Bank
der Währung, zu achten. Bestätigungen oder entwertet zurückzusenden.
Wiederholungen von Aufträgen und Überwei-
sungen müssen als solche gekennzeichnet Die Zahlungsverkehrsvordrucke sollen mit ur-
sein. kundenechten Schreibstoffen ausgefüllt wer-
den. Die Bank ist nicht verpflichtet, beleghaft
(3) Besonderer Hinweis bei Eilbedürftig- erteilte Aufträge und Schecks, die nicht mit
keit der Ausführung eines Auftrags urkundenechten Schreibstoffen ausgefüllt und
Hält der Kunde bei der Ausführung eines Auf- unterzeichnet sind, auszuführen.
trags besondere Eile für nötig, hat er dies der Die Verwendung von Kommunikationsmedien
Bank gesondert mitzuteilen. für die elektronische Datenver­arbeitung und
-übermittlung im beleg­losen Zahlungsverkehr
Bei formularmäßig erteilten Aufträgen muss bedarf der Vereinbarung mit der Bank. Einzel-
dies durch einen augenfälligen Hinweis auf heiten enthalten besondere Bedingungen.
dem Formular erfolgen.

(4) Prüfung und Einwendungen bei


­Mitteilungen der Bank
Der Kunde hat Kontoauszüge, Wertpapier-
abrechnungen, Depot- und Erträgnis­
aufstellungen, sonstige Abrechnungen, An­
zeigen über die Ausführung von Aufträgen
sowie Informationen über erwartete Zahlun-

1) International Bank Account Number (Internationale Bankkontonummer). 2) Bank Identifier Code (Bank-Identifizierungs-Code).
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(3) Nicht entgeltfähige Leistung (6) Ersatz von Aufwendungen (3) Fristsetzung für die Bestellung oder
Für eine Leistung, zu deren Erbringung die Ein möglicher Anspruch der Bank auf Ersatz Verstärkung von Sicherheiten
Bank kraft Gesetzes oder aufgrund einer ver- von Aufwendungen richtet sich nach den ge- Für die Bestellung oder Verstärkung von Sicher-
traglichen Nebenpflicht verpflichtet ist oder setzlichen Vorschriften. heiten wird die Bank eine angemessene Frist
die sie im eigenen Interesse wahrnimmt, wird einräumen. Beabsichtigt die Bank, von ihrem
die Bank kein Entgelt berechnen, es sei denn, (7) derzeit nicht belegt Recht zur fristlosen Kündigung nach Nr. 19
es ist gesetzlich zulässig und wird nach Maß- Absatz 3 dieser Geschäftsbedingungen Ge-
gabe der gesetzlichen Regelung erhoben. brauch zu machen, falls der Kunde seiner Ver-
Sicherheiten für die Ansprüche der pflichtung zur Bestellung oder Verstärkung
(4) Änderung von Zinsen von Sicherheiten nicht fristgerecht nach-
Die Änderung der Zinsen bei Krediten mit ei-
Bank gegen den Kunden kommt, wird sie ihn zuvor hierauf hinweisen.
nem veränderlichen Zinssatz erfolgt aufgrund
der jeweiligen Kreditvereinbarungen mit dem 13 | Bestellung oder Verstärkung von 14 | Vereinbarung eines Pfandrechts zu-
Kunden. Die Bank wird dem Kunden Ände- Sicherheiten gunsten der Bank
rungen von Zinsen mitteilen. Bei einer Erhö-
hung kann der Kunde, sofern nichts anderes (1) Anspruch der Bank auf Bestellung (1) Einigung über das Pfandrecht
vereinbart ist, die davon betroffene Geschäfts- von Sicherheiten Der Kunde und die Bank sind sich darüber
beziehung innerhalb von sechs Wochen nach Die Bank kann für alle Ansprüche aus der einig, dass die Bank ein Pfandrecht an den
der Bekanntgabe der Änderung mit sofortiger bankmäßigen Geschäftsverbindung die Bestel- Wertpapieren und Sachen erwirbt, an denen
Wirkung kündigen. lung bankmäßiger Sicherheiten verlangen, eine inländische Geschäftsstelle im bankmäßi-
und zwar auch dann, wenn die Ansprüche be- gen Geschäftsverkehr Besitz erlangt hat oder
Kündigt der Kunde, so werden die erhöhten dingt sind (z. B. Aufwendungsersatzanspruch noch erlangen wird. Die Bank erwirbt ein
Zinsen für den gekündigten Kreditvertrag wegen der Inanspruchnahme aus einer für Pfandrecht auch an den Ansprüchen, die dem
nicht zugrunde gelegt. Die Bank wird zur Ab- den Kunden übernommenen Bürgschaft). Hat Kunden gegen die Bank aus der bankmäßigen
wicklung eine angemessene Frist einräumen. der Kunde gegenüber der Bank eine Haftung Geschäftsverbindung zustehen oder künftig
für Verbindlichkeiten eines anderen Kunden zustehen werden (z. B. Kontoguthaben).
(5) Änderung von Entgelten für solche der Bank übernommen (z. B. als Bürge), so be-
Leistungen, die vom Kunden typischer- steht für die Bank ein Anspruch auf Bestellung (2) Gesicherte Ansprüche
weise dauerhaft in Anspruch genommen oder Verstärkung von Sicherheiten im Hinblick Das Pfandrecht dient der Sicherung aller be-
werden auf die aus der Haftungsübernahme folgende stehenden, künftigen und bedingten Ansprü-
Änderung von Entgelten für Bankleistungen, Schuld jedoch erst ab ihrer Fälligkeit. che, die der Bank mit ihren sämtlichen in- und
die von Kunden im Rahmen der Geschäftsver- ausländischen Geschäftsstellen aus der bank-
bindung typischerweise dauerhaft in An- (2) Veränderungen des Risikos mäßigen Geschäftsverbindung gegen den
spruch genommen werden (zum Beispiel Hat die Bank bei der Entstehung von Ansprü- Kunden zu­ste­hen. Hat der Kunde gegenüber
Konto- und Depotführung), werden dem Kun- chen gegen den Kunden zunächst ganz oder der Bank eine Haftung für Verbindlichkeiten
den spätestens zwei Monate vor dem vorge- teilweise davon abgesehen, die Bestellung eines anderen Kunden der Bank übernommen
schlagenen Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens oder Verstärkung von Sicherheiten zu verlan- (z. B. als Bürge), so sichert­das Pfandrecht die
in Textform angeboten. gen, kann sie auch später noch eine Besiche- aus der Haftungsübernahme folgende Schuld
rung fordern. Voraussetzung hierfür ist je- jedoch erst ab ihrer Fälligkeit.
Hat der Kunde mit der Bank im Rahmen der doch, dass Umstände eintreten oder bekannt
Geschäftsbeziehung einen elektronischen werden, die eine erhöhte Risikobewertung der (3) Ausnahmen vom Pfandrecht
Kommunikationsweg vereinbart (z. B. das Ansprüche gegen den Kunden rechtfertigen. Gelangen Gelder oder andere Werte mit der
FYRST Banking), können die Änderungen Maßgabe in die Verfügungsgewalt der Bank,
auch auf diesem Wege angeboten werden. Dies kann insbesondere der Fall sein, wenn dass sie nur für einen bestimmten Zweck ver-
Der Kunde kann den Änderungen vor dem wendet werden dürfen (z. B. Bareinzahlung
vorgeschlagenen Zeitpunkt ihres Wirksamwer- – sich die wirtschaftlichen Verhältnisse des zur Einlösung eines Wechsels), erstreckt sich
dens entweder zustimmen oder sie ablehnen. Kunden nachteilig verändert haben oder das Pfandrecht der Bank nicht auf diese
Die Zustimmung des Kunden gilt als erteilt, sich zu verändern drohen oder Werte. Dasselbe gilt für die von der Bank oder
wenn er seine Ablehnung nicht vor dem vor- der Deutsche Bank selbst ausgegebenen Ak-
geschlagenen Zeitpunkt des Wirksamwerdens – sich die vorhandenen Sicherheiten wertmä- tien (eigene Aktien) und für die Wertpapiere,
der Änderung angezeigt hat. Auf diese Geneh- ßig verschlechtert haben oder zu verschlech- die die Bank im Ausland für den Kunden ver-
migungswirkung wird ihn die Bank in ihrem tern drohen. wahrt. Außerdem erstreckt sich das Pfand-
Angebot besonders hinweisen. Werden dem recht nicht auf die von einer zum Deutsche
Kunden die Änderungen angeboten, kann er Der Besicherungsanspruch der Bank besteht Bank Konzern gehörenden Gesellschaft selbst
den von der Änderung betroffenen Vertrag nicht, wenn ausdrücklich vereinbart ist, dass ausgegebenen eigenen Genussrechte/Genuss-
vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt des Wirk- der Kunde keine oder ausschließlich im Einzel- scheine und nicht auf die verbrieften und
samwerdens der Änderungen auch fristlos nen benannte Sicherheiten zu bestellen hat. nicht verbrieften nachrangigen Verbindlichkei-
und kostenfrei kündigen. Auf dieses Kündi- ten einer zum Deutsche Bank Konzern gehö-
gungsrecht wird ihn die Bank in ihrem Ange- renden Gesellschaft.
bot besonders hinweisen. Kündigt der Kunde,
wird das geänderte Entgelt für die gekündigte (4) Zins- und Gewinnanteilscheine
Geschäftsbeziehung nicht zugrunde gelegt. Unterliegen dem Pfandrecht der Bank Wertpa-
piere, ist der Kunde nicht berechtigt, die Her-
ausgabe der zu diesen Papieren gehörenden
Zins- und Gewinnanteilscheine zu verlangen.
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15 | Sicherungsrechte bei Einzugs- In diesem Rahmen ist die Bank auch verpflich- Belange des Kunden Rücksicht nehmen. Für die
papieren und diskontierten Wechseln tet, Aufträge des Kunden über die dem Pfand- Kündigung eines Zahlungsdienste­rahmenver-
recht unterliegenden Werte auszuführen (z. B. trages (z. B. laufendes Konto oder Kartenver-
(1) Sicherungsübereignung Verkauf von Wertpapieren, Bargeldauszahlun- trag) und eines Depots beträgt die Kündigungs-
Die Bank erwirbt an den ihr zum Einzug ein- gen von Sparguthaben). frist mindestens zwei Monate.
gereichten Schecks und Wechseln im Zeit-
punkt der Einreichung Sicherungseigentum. (3) Sondervereinbarungen (2) Kündigung unbefristeter Kredite
An diskontierten Wechseln erwirbt­die Bank Ist für eine bestimmte Sicherheit ein anderer Kredite und Kreditzusagen, für die weder eine
im Zeitpunkt des Wechsel­ankaufs uneinge- Bewertungsmaßstab als der realisierbare Wert Laufzeit noch eine abweichende Kündigungs-
schränktes Eigen­tum; belastet sie diskontierte oder ist eine andere Deckungsgrenze oder ist regelung vereinbart ist, kann die Bank jeder-
Wechsel dem Konto zurück, so verbleibt ihr eine andere Grenze für die Freigabe von Sicher- zeit ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist
das Sicherungseigentum an diesen Wechseln. heiten vereinbart, so sind diese maßgeblich. kündigen. Die Bank wird bei der Ausübung
dieses Kündigungsrechts auf die berechtigten
(2) Sicherungsabtretung 17 | Verwertung von Sicherheiten Belange des Kunden Rücksicht nehmen.
Mit dem Erwerb des Eigentums an Schecks
und Wechseln gehen auch die zugrunde lie- (1) Wahlrecht der Bank (3) Kündigung aus wichtigem Grund
genden Forderungen auf die Bank über; ein Wenn die Bank verwertet, hat sie unter meh- ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist
Forderungsübergang findet ferner statt, wenn reren Sicherheiten die Wahl. Sie wird bei der Eine fristlose Kündigung der gesamten Ge-
andere Papiere zum Einzug eingereicht wer- Verwertung und bei der Auswahl der zu ver- schäftsverbindung oder einzelner Geschäfts-
den (z. B. Lastschriften, kaufmännische Han- wertenden Sicherheiten auf die berechtigten beziehungen ist zulässig, wenn ein wichtiger
delspapiere). Belange des Kunden und eines dritten Siche- Grund vorliegt, der der Bank deren Fortset-
rungsgebers, der für die Verbindlichkeiten des zung auch unter Berücksichtigung der berech-
(3) Zweckgebundene Einzugspapiere Kunden Sicherheiten bestellt hat, Rücksicht tigten Belange des Kunden unzumutbar wer-
Werden der Bank Einzugspapiere mit der nehmen. den lässt.
Maßgabe eingereicht, dass ihr Gegenwert nur
für einen bestimmten Zweck verwendet wer- (2) Erlösgutschrift nach dem Umsatzsteu- Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor,
den darf, erstrecken sich die Sicherungsüber- errecht
eignung und die Siche­rungsabtretung nicht Wenn der Verwertungsvorgang der Umsatz- – wenn der Kunde unrichtige Angaben über
auf diese Papiere­. steuer unterliegt, wird die Bank dem Kunden seine Vermögensverhältnisse gemacht hat,
über den Erlös eine Gutschrift erteilen, die als die für die Entscheidung der Bank über eine
(4) Gesicherte Ansprüche der Bank Rechnung für die Lieferung der als Sicherheit Kreditgewährung oder über andere mit Ri-
Das Sicherungseigentum und die Sicherungs- dienenden Sache gilt und den Voraussetzun- siken für die Bank verbundene Geschäfte
abtretung dienen der Sicherung aller Ansprü- gen des Umsatzsteuerrechts entspricht. (z. B. Ausgabe einer Debitkarte) von erhebli-
che, die der Bank gegen den Kunden bei Ein- cher Bedeutung waren, oder
reichung von Einzugspapieren aus seinen
Kontokorrentkonten zustehen oder die in- Kündigung – wenn eine wesentliche Verschlechterung der
folge der Rückbelastung nicht eingelöster Ein- Vermögensverhältnisse des Kunden oder der
zugspapiere oder diskontierter Wechsel ent- 18 | Kündigungsrechte des Kunden Werthaltigkeit einer Sicherheit eintritt oder
stehen. Auf Anforderung des Kunden nimmt einzutreten droht und dadurch die Rückzah-
die Bank eine Rückübertragung des Siche- (1) Jederzeitiges Kündigungsrecht lung des Darlehens oder die Erfüllung einer
rungseigentums an den Papieren und der auf Der Kunde kann die gesamte Geschäftsverbin- sonstigen Verbindlichkeit gegenüber der
sie übergegangenen Forderungen an den dung oder einzelne Geschäftsbeziehungen Bank – auch unter Verwertung einer hierfür
Kunden vor, falls ihr im Zeitpunkt der Anfor- (z. B. den Scheckvertrag), für die weder eine bestehenden Sicherheit – gefährdet ist, oder
derung keine zu sichernden Ansprüche gegen Laufzeit noch eine abweichende Kündigungs-
den Kunden zustehen oder sie ihn über den regelung vereinbart ist, jederzeit ohne Einhal- – wenn der Kunde seiner Verpflichtung zur
Gegenwert der Papiere vor deren endgültiger tung einer Kündigungsfrist kündigen. Bestellung oder Verstärkung von Sicherhei-
Bezahlung nicht verfügen lässt. ten nach Nummer 13 Absatz 2 dieser Ge-
(2) Kündigung aus wichtigem Grund schäftsbedingungen oder aufgrund einer
16 | Begrenzung des Besicherungs- Ist für eine Geschäftsbeziehung eine Laufzeit sonstigen Vereinbarung nicht innerhalb der
anspruchs und Freigabeverpflichtung oder eine abweichende Kündigungsregelung von der Bank gesetzten angemessenen Frist
vereinbart, kann eine fristlose Kündigung nur nachkommt.
(1) Deckungsgrenze dann ausgesprochen werden, wenn hierfür
Die Bank kann ihren Anspruch auf Bestellung ein wichtiger Grund vorliegt, der es dem Kun- Besteht der wichtige Grund in der Verletzung
oder Verstärkung von Sicherheiten solange den, auch unter angemessener Berücksichti- einer vertraglichen Pflicht, ist die Kündigung
geltend machen, bis der realisierbare Wert al- gung der berechtigten Belange der Bank, erst nach erfolglosem Ablauf einer zur Abhilfe
ler Sicherheiten dem Gesamtbetrag aller An- unzumutbar werden lässt, die Geschäftsbe- bestimmten angemessenen Frist oder nach
sprüche aus der bankmäßigen Geschäftsver- ziehung fortzusetzen. erfolgloser Abmahnung zulässig, es sei denn,
bindung (Deckungsgrenze) entspricht. dies ist wegen der Besonderheiten des Einzel-
(3) Gesetzliche Kündigungsrechte falles (§ 323 Absätze 2 und 3 des Bürgerlichen
(2) Freigabe Gesetzliche Kündigungsrechte bleiben unbe- Gesetzbuches) entbehrlich.
Falls der realisierbare Wert aller Sicherheiten rührt.
die Deckungsgrenze nicht nur vorübergehend (4) derzeit nicht belegt
übersteigt, hat die Bank auf Verlangen des 19 | Kündigungsrechte der Bank
Kunden Sicherheiten nach ihrer Wahl freizu- (5) derzeit nicht belegt
geben, und zwar in Höhe des die Deckungs- (1) Kündigung unter Einhaltung einer
grenze übersteigenden Betrags; sie wird bei Kündigungsfrist
der Auswahl der freizugebenden Sicherheiten Die Bank kann die gesamte Geschäftsverbin-
auf die berechtigten Belange des Kunden und dung oder einzelne Geschäftsbeziehungen,
eines dritten Sicherungsgebers, der für die für die weder eine Laufzeit noch eine abwei-
Verbindlichkeiten des Kunden Sicherheiten chende Kündigungsregelung vereinbart ist, je-
bestellt hat, Rücksicht nehmen. derzeit unter Einhaltung einer angemessenen
Kündigungsfrist kündigen (z. B. den Scheck-
vertrag, der zur Nutzung von Scheckvordrucken
berechtigt). Bei der Bemessung der Kündi-
gungsfrist wird die Bank auf die berechtigten
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(6) Abwicklung nach einer Kündigung (2) Sicherungsgrenzen Näheres regelt die „Verfahrensordnung des
Im Falle einer Kündigung ohne Kündigungs- Die Sicherungsgrenze je Gläubiger beträgt bis Ombudsmanns der privaten Banken“, die auf
frist wird die Bank dem Kunden für die Ab- zum 31. Dezember 2019 20 %, bis zum 31. Wunsch zur Verfügung gestellt wird oder im
wicklung (insbesondere für die Rückzahlung Dezember 2024 15 % und ab dem 1. Januar Internet unter www.bankenverband.de abruf-
eines Kredits) eine angemessene Frist einräu- 2025 8,75 % der für die Einlagensicherung bar ist. Die Beschwerde ist in Textform (z. B.
men, soweit nicht eine sofortige Erledigung maßgeblichen Eigenmittel der Bank im Sinne mittels Brief, Telefax oder E-Mail) an die Kun-
erforderlich ist (z. B. bei der Kündigung des von Art. 72 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013. denbeschwerdestelle beim Bundesverband
Scheckvertrags die Rückgabe der Scheckvor- Für Einlagen, die nach dem 31. Dezember 2011 deutscher Banken e. V., Postfach 04 03 07,
drucke auf Anforderung der Bank). begründet oder prolongiert werden, gelten, 10062 Berlin, ­Telefax: 030 1663 – 3169,
unabhängig vom Zeitpunkt der Begründung E-Mail: ombudsmann@bdb.de zu richten.
Schutz der Einlagen der Einlage, die jeweils neuen Sicherungsgren-
zen ab den vorgenannten Stichtagen. (3) Ferner besteht für den Kunden die Mög­-
20 | Einlagensicherungsfonds lichkeit, sich jederzeit schriftlich oder zur dor-
Für Einlagen, die vor dem 31. Dezember 2011 tigen Niederschrift bei der Bundesanstalt für
(1) Schutzumfang begründet wurden, gelten die alten Siche- Finanzdienstleistungsaufsicht, Graurheindor-
Die Bank ist dem Einlagensicherungsfonds des rungsgrenzen bis zur Fälligkeit der Einlage fer Straße 108, 53117 Bonn, über Verstöße
Bundesverbandes deutscher Banken e. V. an- oder bis zum nächstmöglichen Kündigungs- der Bank gegen das Zahlungsdiensteaufsichts-
geschlossen. Der Einlagensicherungsfonds si- termin. gesetz (ZAG), die §§ 675c bis 676c des Bürger-
chert gemäß seinem Statut – vorbehaltlich der lichen Gesetzbuches (BGB) oder gegen Artikel
darin vorgesehenen Ausnahmen – Einlagen, Diese Sicherungsgrenze wird dem Kunden 248 des Einführungsgesetzes zum Bürgerli-
d. h. Guthaben, die sich im Rahmen von Bank- von der Bank auf Verlangen bekannt ge- chen Gesetzbuch (EGBGB) zu beschweren.
geschäften aus Beträgen, die auf einem Konto geben. Sie kann auch im Internet unter
verblieben sind, oder aus Zwischenpositionen www.bankenverband.de abgefragt werden.
ergeben und die nach den geltenden Bedin- Fassung: 15. Mai 2020
gungen von der Bank zurückzuzahlen sind. (3) Geltung des Statuts des Einlagensiche-
rungsfonds
Nicht gesichert werden unter anderem die zu Wegen weiterer Einzelheiten der Sicherung
den Eigenmitteln der Bank zählenden Einla- wird auf § 6 des Statuts des Einlagensiche-
gen, Verbindlichkeiten aus Inhaber- und Or- rungsfonds verwiesen, das auf Verlangen
derschuldverschreibungen sowie Einlagen von zur Verfügung gestellt wird.
Kreditinstituten im Sinne des Art. 4 Absatz 1
Nr. 1 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013, Fi- (4) Forderungsübergang
nanzinstituten im Sinne des Art. 4 Absatz 1 Soweit der Einlagensicherungsfonds oder ein
Nr. 26 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013, von ihm Beauftragter Zahlungen an einen
Wertpapierfirmen im Sinne des Art. 4 Absatz 1 Kunden leistet, gehen dessen Forderungen
Nr. 1 der Richtlinie 2004/39/EG und Gebiets- gegen die Bank in entsprechender Höhe mit
körperschaften. allen Nebenrechten Zug um Zug auf den Ein-
lagensicherungsfonds über.
Einlagen von anderen Gläubigern als natürli-
chen Personen und rechtsfähigen Stiftungen (5) Auskunftserteilung
werden nur geschützt, wenn Die Bank ist befugt, dem Einlagensicherungs-
fonds oder einem von ihm Beauftragten alle
(i) es sich bei der Einlage um keine Verbind- in diesem Zusammenhang erforderlichen Aus-
lichkeit aus einer Namensschuldverschreibung künfte zu erteilen und Unterlagen zur Verfü-
oder einem Schuldscheindarlehen handelt und gung zu stellen.

(ii) die Laufzeit der Einlage nicht mehr als 18 21 | Beschwerde- und alternative
Monate beträgt. Auf Einlagen, die bereits vor Streitbeilegungsverfahren
dem 1. Januar 2020 bestanden haben, findet
die Laufzeitbeschränkung keine Anwendung. Der Kunde hat folgende außergerichtlichen
Nach dem 31. Dezember 2019 entfällt der Be- Möglichkeiten:
standsschutz nach vorstehendem Satz, sobald
die betreffende Einlage fällig wird, gekündigt (1) Der Kunde kann sich mit einer Beschwerde
werden kann oder anderweitig zurückgefor- an die im Preis- und Leistungsverzeichnis
dert werden kann, oder wenn die Einlage im FYRST genannte Kontaktstelle der Bank wen-
Wege einer Einzel- oder Gesamtrechtsnach- den. Die Bank wird Beschwerden in geeigne-
folge übergeht. ter Weise beantworten, bei Zahlungsdienste-
verträgen erfolgt dies in Textform (z. B. mittels
Verbindlichkeiten der Banken, die bereits vor Brief, Telefax oder E-Mail).
dem 1. Oktober 2017 bestanden haben, wer-
den nach Maßgabe und unter den Vorausset- (2) Die Bank nimmt am Streitbeilegungsver-
zungen der bis zum 1. Oktober 2017 geltenden fahren der Verbraucherschlichtungsstelle
Regelungen des Statuts des Einlagensicherungs- „Ombudsmann der privaten Banken“ (www.
fonds gesichert. Nach dem 30. September 2017 bankenombudsmann.de) teil. Betrifft der Be-
entfällt der Bestandsschutz nach dem vorste- schwerdegegenstand eine Streitigkeit aus dem
henden Satz, sobald die betreffende Verbind- Anwendungsbereich des Zahlungsdienste-
lichkeit fällig wird, gekündigt oder anderwei- rechts (§§ 675c bis 676c des Bürger­lichen Ge-
tig zurückgefordert werden kann, oder wenn setzbuches), kann der Kunde, auch wenn er
die Verbindlichkeit im Wege einer Einzel- oder kein Verbraucher ist den Ombudsmann der
Gesamtrechtsnachfolge übergeht. privaten Banken anrufen.
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Bereitstellung von Kontoauszugsinformationen

I Allgemeines Art und Weise der Bereitstellung


Die Bank stellt die Kontoauszüge für FYRST
der Kontoauszugsinformationen
Girokonten durch Übermittlung eines Online- sowie Entgelts
Kontoauszuges zur Verfügung.
Die Art und Weise der Bereitstellung von Kon-
toauszugsinformationen, sowie etwaig dafür
II FYRST Online-Kontoauszug zu entrichtende Entgelte bestimmen sich nach
den mit dem Kunden gesondert getroffenen
(1) Die Bank stellt Teilnehmern des FYRST Ban- Vereinbarungen. § 675d Abs. 1 Satz 1 BGB
king den Kontoauszug für einen Zeitraum von und § 675d Abs. 2 BGB bis § 675d Abs. 4
jeweils zwölf Monaten elektronisch abrufbar BGB finden keine Anwendung.
zur Verfügung (Online-Kontoauszug). Der On-
line-Kontoauszug wird monatlich erstellt.
Fassung: 1. Juni 2019
(2) Die Bank wird dem Kunden sämtliche
Nachrichten, die sie typischerweise durch Kon-
toauszug zu übermitteln pflegt (z. B. die Be-
nachrichtigung über die Nichteinlösung einer
Einzugsermächtigungslastschrift), durch einen
Online-Kontoauszug zur Verfügung stellen.

(3) Online-Kontoauszüge, die der Kunde nach


Ablauf eines halben Jahres, nachdem sie von
der Bank für den Kunden abrufbar zur Verfü-
gung gestellt worden sind, nicht abruft, wird
die Bank dem Kunden papierhaft zusenden.
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Überweisungen

I Allgemeines Die für die Ausführung der Überweisung erfor- (2) Fällt der Zeitpunkt des Eingangs des Über-
derlichen Angaben bestimmen sich nach Nr. II 1, weisungsauftrags nach Absatz 1 Satz 2 nicht
Für die Ausführung von Überweisungsaufträ- III 1.1 und III 2.1. auf einen Geschäftstag der Bank gemäß
gen zwischen Kunde und Bank gelten die fol- „Preis- und Leistungsverzeichnis FYRST“, so
genden Bedingungen: 3 | Erteilung des Überweisungsauftrags gilt der Überweisungsauftrag erst am darauf
und Autorisierung folgenden Geschäftstag als zugegangen.
1 | Wesentliche Merkmale der Überwei-
sung einschließlich des Dauerauftrags (1) Der Kunde erteilt der Bank einen Überwei- (3) Geht der Überweisungsauftrag nach dem
und der terminierten Überweisung sungsauftrag mittels eines von der Bank zuge- an der Empfangsvorrichtung der Bank oder im
lassenen Formulars oder in der mit der Bank „Preis- und Leistungsverzeichnis FYRST“ ange-
Der Kunde kann die Bank beauftragen, durch vereinbarten Art und Weise (zum Beispiel per gebenen Annahmezeitpunkt ein, so gilt der
eine Überweisung Geldbeträge bargeldlos zu- FYRST Banking) mit den erforderlichen Anga- Überweisungsauftrag im Hinblick auf die Be-
gunsten eines Zahlungsempfängers zu übermit- ben gemäß Nr. II 1 beziehungsweise III 1.1 und stimmung der Ausführungsfrist (siehe Nr.
teln. Der Kunde kann die Bank auch beauftragen, III 2.1. Der Kunde hat auf Leserlichkeit, Voll- II 2.2) erst als am darauf folgenden Geschäfts-
jeweils zu einem bestimmten wiederkehrenden ständigkeit und Richtigkeit der Angaben zu tag zugegangen.
Termin einen gleichbleibenden Geldbetrag auf achten. Unleserliche, unvollständige oder feh-
dasselbe Konto des Zahlungsempfängers zu lerhafte Angaben können zu Verzögerungen 5 | Widerruf des Überweisungsauftrags
überweisen (Dauerauftrag), oder der Bank einen und zu Fehlleitungen von Überweisungen füh-
bestimmten Termin für die Ausführung der Über- ren; daraus können Schäden für den Kunden (1) Bis zum Zugang des Überweisungsauftrags
weisung vorgeben (terminierte Überweisung). entstehen. Bei unleserlichen, unvollständigen bei der Bank (siehe Nr. I 4 Absätze 1 und 2)
Für diese Überweisungsform gelten ergänzend oder fehlerhaften Angaben kann die Bank die kann der Kunde diesen durch Erklärung ge­
die „Besonderen Bedingungen – Terminierte Ausführung ablehnen (siehe auch Nr. I 7). Hält genüber der Bank widerrufen. Nach dem Zu-
Überweisungen“. Die Bank führt den Überwei- der Kunde bei der Ausführung der Überwei- gang des Überweisungsauftrags ist vorbehalt-
sungsauftrag des Kunden aus, wenn die zur sung besondere Eile für nötig, hat er dies der lich Absätze 2 und 3 ein Widerruf nicht mehr
Ausführung erforderlichen Angaben (siehe Bank gesondert mitzuteilen. Bei formularmä- möglich. Nutzt der Kunde für die Erteilung sei-
Nummer II 1 und III 1) in der vereinbarten Art ßig erteilten Überweisungen muss dies außer- nes Überweisungsauftrags einen Zahlungsaus-
und Weise (siehe Nummer I 3 Absatz 1) vorlie- halb des Formulars erfolgen, falls das Formular lösedienstleister, so kann er den Überweisungs-
gen, dieser vom Kunden autorisiert ist (siehe selbst keine entsprechende Angabe vorsieht. auftrag abweichend von Satz 1 nicht mehr ge-
Nummer I 3 Absatz 2) und ein zur Ausführung ­genüber der Bank widerrufen, nachdem er dem
der Überweisung ausreichendes Guthaben in (2) Der Kunde autorisiert den Überweisungs- Zahlungsauslösedienstleister die Zustimmung
der Auftragswährung vorhanden oder ein aus- auftrag durch Unterschrift oder in der ander- zur Auslösung der Überweisung erteilt hat.
reichender Kredit eingeräumt ist (Ausführungs- weitig mit der Bank vereinbarten Art und
bedingungen). Weise (zum Beispiel per Banking Passwort und (2) Haben Bank und Kunde einen bestimmten
TAN). In dieser Autorisierung ist zugleich die Termin für die Ausführung der Überweisung
2 | Kundenkennungen ausdrückliche Zustimmung enthalten, dass die vereinbart (siehe Nummer II 2.2 Absatz 2),
Bank die für die Ausführung der Überweisung kann der Kunde die Überweisung beziehungs-
Für das Verfahren hat der Kunde folgende notwendigen personenbezogenen Daten des weise den Dauerauftrag (siehe Nummer I 1)
Kunden­kennung des Zahlungsempfängers zu Kunden abruft (aus ihrem Datenbestand), ver- bis zum Ende des vor dem vereinbarten Tag lie-
verwenden. arbeitet, übermittelt und speichert. genden Geschäftstags der Bank widerrufen.
Die Geschäftstage der Bank ergeben sich aus
(3) Auf Verlangen des Kunden teilt die Bank dem „Preis- und Leistungsverzeichnis FYRST“.
Zielgebiet Währung Kunden­kennung vor Ausführung eines einzelnen Überwei- Nach dem rechtzeitigen Zugang des Widerrufs
sungsauftrags die maximale Ausführungsfrist eines Dauerauftrags bei der Bank werden
des Zahlungs­
für diesen Zahlungsvorgang sowie die in Rech- keine weiteren Überweisungen mehr aufgrund
empfängers nung zu stellenden Entgelte und gegebenen- des bisherigen Dauerauftrags ausgeführt.
Inland Euro IBAN1 falls deren Aufschlüsselung mit.
(3) Nach den in Absätzen 1 und 2 genannten
Grenzüber­ Euro IBAN (4) Der Kunde ist berechtigt, für die Erteilung Zeitpunkten kann der Überweisungsauftrag nur
schreitend des Überweisungsauftrages an die Bank auch widerrufen werden, wenn Kunde und Bank
innerhalb des einen Zahlungsauslösedienst gemäß § 1 Abs. dies vereinbart haben. Die Vereinbarung wird
Europäischen 33 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz zu nutzen, wirksam, wenn es der Bank gelingt, die Aus-
es sei denn, das Zahlungskonto des Kunden ist führung zu verhindern oder den Überweisungs-
Wirtschafts­
für ihn nicht online zugänglich. betrag zurückzuerlangen. Nutzt der Kunde
raums2 für die Erteilung seines Überweisungsauftrags
Inland oder Andere • IBAN und BIC3, 4 | Zugang des Überweisungsauftrags einen Zahlungsauslösedienstleister, bedarf es
bei der Bank ergänzend der Zustimmung des Zahlungsaus-
innerhalb des Währung • Kontonummer
lösedienstleisters und des Zahlungsempfängers.
Europäischen als Euro und BIC (1) Der Überweisungsauftrag wird wirksam,
Wirtschafts­ wenn er der Bank zugeht. Das gilt auch, wenn 6 | Ausführung des Überweisungsauftrags
raums der Überweisungsauftrag über einen Zahlungs-
auslösedienstleister erteilt wird. Der Zugang (1) Die Bank führt den Überweisungsauftrag
Außerhalb des Euro oder • IBAN und BIC,
erfolgt durch den Eingang des Auftrags in den des Kunden aus, wenn die zur Ausführung er-
Europäischen andere • Kontonummer dafür vorgesehenen Empfangsvorrichtungen forderlichen Angaben (siehe Nr. II 1, III 1.1 und
Wirtschafts­ Währung und BIC oder der Bank (zum Beispiel mit Abgabe in den III 2.1) in der vereinbarten Art und Weise (siehe
raums • Kontonummer Geschäftsräumen oder Eingang auf dem Nummer I 3 Absatz 1) vorliegen, dieser vom
und Bank-Code Banking-Server der Bank). Kunden autorisiert ist (siehe Nummer I 3 Ab-

1) International Bank Account Number (Internationale Bankkontonummer).


2) Zum Europäischen Wirtschaftsraum gehören derzeit: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich (einschließlich Französisch-Guayana, Guade-
loupe, Martinique, Mayotte, Réunion), Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich,
Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland sowie Zypern.
3) Bank Identifier Code (Bank-Identifizierungs-Code).
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satz 2) und ein zur Ausführung der Überwei- Zudem verpflichtet die „Verordnung (EU) 10.2 Entgelte
sung ausreichendes Guthaben in der Auftrags- 2015/847 des Europäischen Parlaments und
währung vorhanden oder ein ausreichender des Rates vom 20. Mai 2015 über die Über- Für Entgelte und deren Änderung für Überwei-
Kredit eingeräumt ist (Ausführungsbedingun- mittlung von Angaben bei Geldtransfers“ (EU- sungen gelten die Regelungen in Nr. 12 Abs. 2
gen). Geldtransferverordnung) die Bank zum Zwecke bis 6 der Allgemeinen Geschäftsbedingungen
der Geldwäsche- und Terrorismusbekämpfung, FYRST.
(2) Die Bank und die weiteren an der Ausfüh- bei der Ausführung von Überweisungen Anga-
rung der Überweisung beteiligten Stellen sind ben zum Kunden als Auftraggeber (Zahler) und 11 | Wechselkurs
berechtigt, den Überweisungsauftrag aus- zum Begünstigten (Zahlungsempfänger) zu
schließlich anhand der vom Kunden angege- prüfen und zu übermitteln. Diese Angaben be- Erteilt der Kunde einen Überweisungsauftrag
benen Kundenkennung des Zahlungsempfän- stehen aus Name und Kundenkennung von in einer anderen Währung als der Kontowäh-
gers (siehe Nr. I 2) auszuführen. Zahler und Zahlungsempfänger und der Ad- rung, wird das Konto gleichwohl in der Kon-
resse des Zahlers. Bei Überweisungen innerhalb towährung belastet. Die Bestimmung des
7 | Ablehnung der Ausführung des Europäischen Wirtschaftsraums kann auf Wechselkurses bei solchen Überweisungen
die Weiterleitung der Adresse des Zahlers zu- ergibt sich aus der Umrechnungsregelung im
(1) Sind die Ausführungsbedingungen (siehe nächst verzichtet werden, jedoch kann gege- „Preis- und Leistungsverzeichnis FYRST“.
Nr. I 6 Absatz 1) nicht erfüllt, kann die Bank benenfalls diese Angabe vom Zahlungsdienst-
die Ausführung des Überweisungsauftrags ab- leister des Zahlungsempfängers angefordert Eine Änderung des in der Umrechnungsrege-
lehnen. Hierüber wird die Bank den Kunden werden. lung genannten Referenzwechselkurses wird
unverzüglich, auf jeden Fall aber innerhalb der unmittelbar und ohne vorherige Benachrichti-
in Nr. II 2.1 beziehungsweise Nr. III 1.2 und III Bei der Angabe von Name und gegebenenfalls gung des Kunden wirksam. Der Referenzwech-
2.2 vereinbarten Frist, unterrichten. Dies kann Adresse nutzt die Bank die in ihren Systemen selkurs wird von der Bank zugänglich gemacht
auch auf dem für Kontoinformationen verein- hinterlegten Daten, um den gesetzlichen Vor- oder stammt aus einer öffentlich zugänglichen
barten Weg geschehen. Dabei wird die Bank, gaben zu entsprechen. Mit der Verordnung Quelle.
soweit möglich, die Gründe der Ablehnung so- wird erreicht, dass aus den Zahlungsverkehrs-
wie die Möglichkeiten angeben, wie Fehler, die datensätzen selbst immer eindeutig bestimm- 12 | Meldepflichten nach Außenwirt-
zur Ablehnung geführt haben, berichtigt wer- bar ist, wer Zahler und Zahlungsempfänger ist. schaftsrecht
den können. Das heißt auch, dass die Bank Zahlungsdaten
überprüfen, Nachfragen anderer Kreditinstitute Der Kunde hat die Meldepflichten nach dem
(2) Ist eine vom Kunden angegebene Kunden- zur Identität des Zahlers bzw. Zahlungsemp- Außenwirtschaftsrecht zu beachten.
kennung für die Bank erkennbar keinem Zah- fängers beantworten und auf Anfrage diese
lungsempfänger, keinem Zahlungskonto oder Daten den zuständigen Behörden zur Verfü­ II Überweisungen innerhalb
keinem Zahlungsdienstleister des Zahlungs- gung stellen muss.
empfängers zuzuordnen, wird die Bank dem
Deutschlands und in andere Staa-
Kunden hierüber unverzüglich eine Informa- 9 | Anzeige nicht autorisierter oder ten des Europäischen Wirtschafts-
tion zur Verfügung stellen und ihm gegebe- fehlerhaft ausgeführter Überweisungen
raums (EWR)4 in Euro oder in an-
nenfalls den Überweisungsbetrag wieder her-
ausgeben. Der Kunde hat die Bank unverzüglich nach deren EWR-Währungen5
Feststellung eines nicht autorisierten oder feh-
(3) Für die berechtigte Ablehnung der Aus­ lerhaft ausgeführten Überweisungsauftrags 1 Erforderliche Angaben
führung eines autorisierten Überweisungsauf- schriftlich zu unterrichten. Dies gilt auch im
trags berechnet die Bank das im „Preis- und Fall der Beteiligung eines Zahlungsauslöse- Der Kunde muss im Überweisungsauftrag
Leistungsverzeichnis FYRST“ ausgewiesene dienstleisters. folgende Angaben machen:
Entgelt.
10 | Entgelte und deren Änderung – Name des Zahlungsempfängers,
8 | Übermittlung der Überweisungsdaten – Kundenkennung des Zahlungsempfängers
10.1 derzeit nicht belegt (siehe Nr. I 2),
Im Rahmen der Ausführung der Überweisung – Währung (gegebenenfalls in Kurzform ge-
übermittelt die Bank die in der Überweisung mäß Anhang),
enthaltenen Daten (Überweisungsdaten) un- – Betrag,
mittelbar oder unter Beteiligung zwischenge- – Name des Kunden,
schalteter Stellen an den Zahlungsdienstleister – IBAN des Kunden
des Zahlungsempfängers. Der Zahlungsdienst-
leister des Zahlungsempfängers kann dem
Zahlungs­empfänger die Überweisungsdaten,
zu denen auch die IBAN des Zahlers gehört,
ganz oder teilweise zur Verfügung stellen.
Bei grenzüberschreitenden Überweisungen
und bei Eilüberweisungen im Inland können
die Überweisungsdaten auch über das Nach-
richtenübermittlungssystem Society for World-
wide Interbank Financial Telecommunication
(SWIFT) mit Sitz in Belgien an den Zahlungs-
dienstleister des Zahlungsempfängers
weitergeleitet werden. Aus Gründen der
Systemsicherheit speichert SWIFT die Überwei-
sungsdaten vorübergehend in seinen Rechen-
zentren in der Europäischen Union, in der
Schweiz und in den USA.

4) Siehe Fußnote 2.
5) Z u den EWR-Währungen gehören derzeit: Euro, Britisches Pfund Sterling, Bulgarischer Lew, Dänische Krone, Isländische Krone, Kroatische Kuna, Norwegische Krone, Polnischer
Zloty, Rumänischer Leu, Schwedische Krone, Schweizer Franken, Tschechische Krone, Ungarischer Forint.
Seite 11

2 | Maximale Ausführungsfrist 3.2 Ansprüche bei nicht erfolgter, fehler- (2) Ansprüche des Kunden nach den Nr. II 3.1
hafter oder verspäteter Ausführung einer und 3.2 und Einwendungen des Kunden sind
2.1 Fristlänge autorisierten Überweisung ausgeschlossen, wenn der Kunde die Bank
nicht spätestens 13 Monate nach dem Tag der
Die Bank ist verpflichtet, sicherzustellen, dass Ein Kunde hat bei einer nicht erfolgten oder Belastung mit einer nicht autorisierten oder
der Überweisungsbetrag spätestens innerhalb fehlerhaft oder verspätet ausgeführten autori- fehlerhaft ausgeführten Überweisung hiervon
der im „Preis- und Leistungsverzeichnis sierten Überweisung oder bei einer nicht auto- unterrichtet hat. Der Lauf der Frist beginnt nur,
FYRST“ angegebenen Ausführungsfrist beim risierten Überweisung neben etwaigen Heraus- wenn die Bank den Kunden über die Belas-
Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfängers gabeansprüchen nach § 667 BGB und §§ tungsbuchung der Überweisung entsprechend
eingeht. 812ff. BGB lediglich Schadensersatzansprüche dem für Kontoinformationen vereinbarten
nach Maßgabe folgender Regelungen: Weg spätestens innerhalb eines Monats nach
2.2 Beginn der Ausführungsfrist der Belastungsbuchung unterrichtet hat; ande-
–D
 ie Bank haftet für eigenes Verschulden. Hat renfalls ist für den Fristbeginn der Tag der Un-
(1) Die Ausführungsfrist beginnt mit dem Zeit- der Kunde durch ein schuldhaftes Verhalten terrichtung maßgeblich.
punkt des Zugangs des Überweisungsauftrags zu der Entstehung eines Schadens beigetra- (3) Ansprüche des Kunden sind ausgeschlos-
des Kunden bei der Bank (siehe Nr. I 4). gen, bestimmt sich nach den Grundsätzen des sen, wenn die einen Anspruch begründenden
Mitverschuldens, in welchem Umfang Bank Umstände
(2) Vereinbaren die Bank und der Kunde, dass und Kunde den Schaden zu tragen haben.
die Ausführung der Überweisung an einem be- – auf einem ungewöhnlichen und unvorher-
stimmten Tag oder am Ende eines bestimmten – F ür das Verschulden der von der Bank zwi- sehbaren Ereignis beruhen, auf das die Bank
Zeitraums oder an dem Tag, an dem der Kunde schengeschalteten Stellen haftet die Bank keinen Einfluss hat und dessen Folgen trotz
der Bank den zur Ausführung erforderlichen nicht. In diesen Fällen beschränkt sich die Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht
Geldbetrag in der Auftragswährung zur Verfü- Haftung der Bank auf die sorgfältige Aus- hätten vermieden werden können, oder
gung gestellt hat, beginnen soll, so ist der im wahl und Unterweisung der ersten zwischen-
Auftrag angegebene oder anderweitig verein- geschalteten Stelle (weitergeleiteter Auf- – von der Bank aufgrund einer gesetzlichen
barte Termin für den Beginn der Ausführungs- trag). Verpflichtung herbeigeführt wurden.
frist maßgeblich. Fällt der vereinbarte Termin
nicht auf einen Geschäftstag der Bank, so be- – E in Schadensersatzspruch des Kunden ist
ginnt die Ausführungsfrist am darauf folgen- der Höhe nach auf den Überweisungsbetrag III  Überweisungen innerhalb
den Geschäftstag, soweit nichts anderes ver- zuzüglich der von der Bank in Rechnung ge-
einbart ist. Die Geschäftstage der Bank stellten Entgelte und Zinsen begrenzt. So-
Deutschlands und in andere Staa-
ergeben sich aus dem „Preis- und Leistungs- weit es sich hierbei um die Geltendmachung ten des Europäischen Wirtschafts-
verzeichnis FYRST“. von Folgeschäden handelt, ist der Anspruch
raums (EWR)6 in Währungen eines
auf höchstens 12.500 EUR je Überweisung
(3) Bei Überweisungsaufträgen in einer vom begrenzt. Diese Haftungsbeschränkungen Staates außerhalb des EWR (Dritt-
Konto des Kunden abweichenden Währung gelten nicht für Vorsatz oder grobe Fahrläs- staatenwährung)7 sowie Überwei-
beginnt die Ausführungsfrist erst an dem Tag, sigkeit der Bank und für Gefahren, die die
an dem der Überweisungsbetrag in der Auf- Bank besonders übernommen hat. sungen in Staaten außerhalb des
tragswährung vorliegt. EWR (Drittstaaten)8
3.3 Haftungs- und Einwendungsaus-
3 | Erstattungs-, Berichtigungs- und schluss
Schadensersatzansprüche des Kunden 1 | Überweisungen innerhalb Deutsch-
(1) Eine Haftung der Bank nach Nr. II 3.2 ist lands und in andere Staaten des Europäi-
3.1 Erstattung bei einer nicht autorisier- ausgeschlossen, schen Wirtschaftsraums (EWR) in Währun-
ten Überweisung –d  ie Bank weist gegenüber dem Kunden gen eines Staates außerhalb des EWR
nach, dass der Überweisungsbetrag rechtzei- (Drittstaatenwährung)
Im Falle einer nicht autorisierten Überweisung tig und ungekürzt beim Zahlungsdienstleister
(siehe Nr. I 3 Absatz 2) hat die Bank gegen den des Zahlungsempfängers eingegangen ist, 1.1 Erforderliche Angaben
Kunden keinen Anspruch auf Erstattung ihrer oder
Aufwendungen. Sie ist verpflichtet, dem Kun- –d  ie Überweisung wurde in Übereinstimmung Der Kunde muss für die Ausführung der Über-
den den Überweisungsbetrag zu erstatten und, mit der vom Kunden angegebenen fehler- weisung folgende Angaben machen:
sofern der Betrag einem Konto des Kunden haften Kundenkennung des Zahlungsemp-
belastet worden ist, dieses Konto wieder auf fängers (siehe Nr. I 2) ausgeführt. In diesem – Name des Zahlungsempfängers,
den Stand zu bringen, auf dem es sich ohne Fall kann der Kunde von der Bank jedoch
die Belastung mit der nicht autorisierten Über- ­verlangen, dass sie sich im Rahmen ihrer – Kundenkennung des Zahlungsempfängers,
weisung befunden hätte. Diese Verpflichtung Möglichkeiten darum bemüht, den Zahlungs- (siehe Nr. I 2); ist bei grenzüberschreitenden
ist spätestens bis zum Ende des Geschäftstags betrag wiederzuerlangen. Ist die Wiederer- Überweisungen der BIC oder der Bank-Code
gemäß „Preis- und Leistungsverzeichnis langung des Überweisungsbetrags nicht des Zahlungsdienstleisters des Zahlungsemp-
FYRST“ zu erfüllen, der auf den Tag folgt, an möglich, so ist die Bank verpflichtet, dem fängers unbekannt, ist stattdessen der voll-
welchem der Bank angezeigt wurde, dass die Kunden auf schriftlichen Antrag alle verfüg­ ständige Name und die Adresse des Zah-
Überweisung nicht autorisiert ist, oder die baren Informationen mitzuteilen, damit der lungsdienstleisters des Zahlungs­empfängers
Bank auf andere Weise davon Kenntnis erhal- Kunde gegen den tatsächlichen Empfänger anzugeben,
ten hat. Hat die Bank einer zuständigen Be- der Überweisung einen Anspruch auf Erstat-
hörde berechtigte Gründe für den Verdacht, tung des Überweisungsbetrags geltend ma- – Zielland (gegebenenfalls in Kurzform gemäß
dass ein betrügeri­sches Verhalten des Kunden chen kann. Für die Tätigkeiten der Bank nach Anhang),
vorliegt, schriftlich mitgeteilt, hat die Bank ihre den Sätzen 2 und 3 dieses Unterpunktes be-
Verpflichtung aus Satz 2 unverzüglich zu rechnet die Bank das im „Preis- und Leistungs- – Währung (gegebenenfalls in Kurzform ge-
prüfen und zu erfüllen, wenn sich der Betrugs- verzeichnis FYRST“ ausgewiesene Entgelt. mäß Anhang),
verdacht nicht bestätigt. Wurde die Überwei-
sung über einen Zahlungsauslösedienstleister – Betrag,
ausgelöst, so treffen die Pflichten aus den Sät-
zen 2 bis 4 die Bank.
6) S iehe Fußnote 2.
7) Z . B. US-Dollar.
8) Drittstaaten sind alle Staaten außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes (derzeit: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich [einschließlich
Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte, Réunion], Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Nieder-
lande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich von Großbritannien
und Nordirland sowie Zypern).
Seite 12

– Name des Kunden, – F ür das Verschulden der von der Bank zwi- Nr. III 1.3.3 kann der Kunde auch nach Ablauf
schengeschalteten Stellen haftet die Bank der Frist in Satz 1 geltend machen, wenn er
– Kontonummer und Bankleitzahl oder IBAN nicht. In diesen Fällen beschränkt sich die ohne Verschulden an der Einhaltung dieser Frist
des Kunden. Haftung der Bank auf die sorgfältige Aus- verhindert war. Die Sätze 1 bis 3 gelten auch
wahl und Unterweisung der ersten zwischen- dann, wenn der Kunde die Überweisung über
1.2 Ausführungsfrist geschalteten Stelle (weitergeleiteter Auftrag). einen Zahlungsauslösedienstleister auslöst.

Die Überweisungen werden baldmöglichst be- – E in Schadensersatzanspruch des Kunden ist (3) Ansprüche des Kunden sind ausgeschlos-
wirkt. der Höhe nach auf den Überweisungsbetrag sen, wenn die einen Anspruch begründenden
zuzüglich der von der Bank in Rechnung ge- Umstände
1.3 Erstattungs-, Berichtigungs- und stellten Entgelte und Zinsen begrenzt. So-
Schadensersatzansprüche des Kunden weit es sich hierbei um die Geltendmachung – auf einem ungewöhnlichen und unvorher-
von Folgeschäden handelt, ist der Anspruch sehbaren Ereignis beruhen, auf das die Bank
1.3.1 Erstattung bei einer nicht autorisier- auf höchstens 12.500 EUR je Überweisung keinen Einfluss hat und dessen Folgen trotz
ten Überweisung begrenzt. Diese Haftungsbeschränkungen Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht
gelten nicht für Vorsatz oder grobe Fahrläs- hätten vermieden werden können, oder
Im Falle einer nicht autorisierten Überweisung sigkeit der Bank und für Gefahren, die die
(siehe oben Nr. I 3 Absatz 2) hat die Bank ge- Bank besonders übernommen hat, sowie – von der Bank aufgrund einer gesetzlichen
gen den Kunden keinen Anspruch auf Erstat- nicht für nicht autorisierte Überweisungen. Verpflichtung herbeigeführt wurden.
tung ihrer Aufwendungen. Sie ist verpflichtet,
dem Kunden den Zahlungsbetrag zu erstatten 1.3.6 Haftungs- und Einwendungsaus- 2 | Überweisungen in Staaten außerhalb
und, sofern der Betrag einem Konto des Kun- schluss des EWR (Drittstaaten)9
den belas­tet worden ist, dieses Konto wieder
auf den Stand zu bringen, auf dem es sich (1) Eine Haftung der Bank nach Nr. III 1.3.2 bis 2.1 Erforderliche Angaben
ohne die Belastung durch die nicht autorisierte III 1.3.5 ist in folgenden Fällen ausgeschlossen:
Überweisung befunden hätte. Der Kunde muss für die Ausführung der Über-
– Die Bank weist gegenüber dem Kunden nach, weisung folgende Angaben machen:
Diese Verpflichtung ist spätestens bis zum Ende dass der Überweisungsbetrag ordnungsge-
des Geschäftstags gemäß „Preis- und Leistungs- mäß beim Zahlungsdienstleister des Zahlungs- – Name des Zahlungsempfängers,
verzeichnis FYRST“ zu erfüllen, der auf den Tag empfängers eingegangen ist.
folgt, an welchem der Bank angezeigt wurde, – Kundenkennung des Zahlungsempfängers
dass die Überweisung nicht autorisiert ist, oder –D
 ie Überweisung wurde in Übereinstimmung (siehe Nr. I 2); ist bei grenzüberschreitenden
die Bank auf andere Weise davon Kenntnis er- mit der vom Kunden angegebenen fehler- Überweisungen der BIC unbekannt, sind
halten hat. Hat die Bank einer zuständigen Be- haften Kundenkennung des Zahlungsemp- stattdessen der vollständige Name und die
hörde berechtigte Gründe für den Verdacht, fängers (siehe Nr. I 2) ausgeführt. In diesem Adresse des Zahlungsdienstleisters des Zah-
dass ein betrügerisches Verhalten des Kunden Fall kann der Kunde von der Bank jedoch lungsempfängers anzugeben,
vorliegt, schriftlich mitgeteilt, hat die Bank ihre verlangen, dass sie sich im Rahmen ihrer
Verpflichtung aus Satz 2 unverzüglich zu Möglichkeiten darum bemüht, den Zahlungs- – Zielland (gegebenenfalls in Kurzform gemäß
prüfen und zu erfüllen, wenn sich der Betrugs- betrag wiederzuerlangen. Ist die Wiederer- Anhang),
verdacht nicht bestätigt. Wurde die Überwei- langung des Überweisungsbetrags nach Satz – Währung (gegebenenfalls in Kurzform
sung über einen Zahlungsauslösedienstleister 2 nicht möglich, so ist die Bank verpflichtet, gemäß Anhang),
ausgelöst, so treffen die Pflichten aus den Sät- dem Kunden auf schriftlichen Antrag alle
zen 2 bis 4 die Bank. verfügbaren Informationen mitzuteilen, da- – Betrag,
mit der Kunde gegen den tatsächlichen Emp-
1.3.2 derzeit nicht belegt fänger der Überweisung einen Anspruch auf – Name des Kunden,
Erstattung des Überweisungsbetrags geltend
1.3.3 derzeit nicht belegt machen kann. Für die Tätigkeiten nach den – Kontonummer (und Bankleitzahl) oder IBAN
Sätzen 2 bis 3 dieses Unterpunkts berechnet des Kunden.
1.3.4 derzeit nicht belegt die Bank das im „Preis- und Leistungsver-
zeichnis FYRST“ ausgewiesene Entgelt.
1.3.5 Ansprüche von Kunden
(2) Ansprüche des Kunden nach Nr. III 1.3.1 bis
Haben Kunden bei einer nicht erfolgten, feh- III 1.3.5 und Einwendungen des Kunden gegen
lerhaft oder verspätet ausgeführten autorisier- die Bank aufgrund nicht oder fehlerhaft aus­
ten Überweisung oder bei einer nicht autori- geführter Überweisungen oder aufgrund nicht
sierten Überweisung neben etwaigen autorisierter Überweisungen sind ausgeschlos-
Heraus­gabeansprüchen nach § 667 BGB und §§ sen, wenn der Kunde die Bank nicht spätestens
812ff. BGB lediglich Schadensersatzansprüche 13 Monate nach dem Tag der Belastung mit
nach Maßgabe folgender Regelungen: ­einer nicht autorisierten oder fehlerhaft aus­
geführten Überweisung hiervon unterrichtet
– Die Bank haftet für eigenes Verschulden. Hat hat. Der Lauf der Frist beginnt nur, wenn die
der Kunde durch ein schuldhaftes Verhalten Bank den Kunden über die Belastungsbuchung
zu der Entstehung eines Schadens beigetra- der Überweisung entsprechend dem für Kon-
gen, bestimmt sich nach den Grundsätzen des toinformationen vereinbarten Weg spätestens
Mitverschuldens, in welchem Umfang Bank innerhalb eines Monats nach der Belastungs-
und Kunde den Schaden zu tragen haben. buchung unterrichtet hat; anderenfalls ist für
den Fristbeginn der Tag der Unterrichtung
maßgeblich. Schadensersatzansprüche nach
Seite 13

2.2 Ausführungsfrist –D
 ie Haftung der Bank ist auf höchstens
12.500 EUR je Überweisung begrenzt. Diese
Die Überweisungen werden baldmöglichst Haftungsbeschränkung gilt nicht für Vorsatz
­bewirkt. oder grobe Fahrlässigkeit der Bank und für
Gefahren, die die Bank besonders übernom­
2.3 Erstattungs- und Schadensersatz- men hat.
ansprüche des Kunden
2.3.3 Haftungs- und Einwendungs-
2.3.1 Haftung der Bank für eine nicht ausschluss
autorisierte Überweisung
(1) Eine Haftung der Bank nach Nr. III 2.3.2 ist
(1) Im Falle einer nicht autorisierten Überwei- in folgenden Fällen ausgeschlossen:
sung (siehe oben Nr. I 3 Absatz 2) hat die Bank
gegen den Kunden keinen Anspruch auf Er- –D
 ie Bank weist gegenüber dem Kunden
stattung ihrer Aufwendungen. Sie ist verpflich- nach, dass der Überweisungsbetrag ord-
tet, dem Kunden den Zahlungsbetrag zu er- nungsgemäß beim Zahlungsdienstleister
statten und, sofern der Betrag einem Konto des Zahlungsempfängers eingegangen ist.
des Kunden belastet worden ist, dieses Konto
wieder auf den Stand zu bringen, auf dem es –D
 ie Überweisung wurde in Übereinstimmung
sich ohne die Belastung durch die nicht autori- mit der vom Kunden angegebenen fehler-
sierte Überweisung befunden hätte. Diese haften Kundenkennung des Zahlungsemp-
­Verpflichtung ist spätestens bis zum Ende des fängers (siehe Nr. I 2) ausgeführt. In diesem
Geschäftstags gemäß „Preis- und Leistungs- Fall kann der Kunde von der Bank jedoch ver-
verzeichnis FYRST“ zu erfüllen, der auf den Tag langen, dass sie sich im Rahmen ihrer Möglich-
folgt, an welchem der Bank angezeigt wurde, keiten darum bemüht, den Zahlungsbetrag
dass die Überweisung nicht autorisiert ist, oder wiederzuerlangen. Für die Tätigkeiten der
die Bank auf andere Weise davon Kenntnis er- Bank nach Satz 2 dieses Unterpunktes be-
halten hat. Hat die Bank einer zuständigen Be- rechnet die Bank das im „Preis- und Leis-
hörde berechtigte Gründe für den Verdacht, tungsverzeichnis FYRST“ ausgewiesene Ent-
dass ein betrügerisches Verhalten des Kunden gelt.
vorliegt, schriftlich mitgeteilt, hat die Bank ihre
Verpflichtung aus Satz 2 unver-züglich zu (2) Ansprüche des Kunden nach Nr. III 2.3.1
prüfen und zu erfüllen, wenn sich der Betrugs- und III 2.3.2 und Einwendungen des Kunden
verdacht nicht bestätigt. Wurde die Überwei- gegen die Bank aufgrund nicht oder fehlerhaft
sung über einen Zahlungsauslösedienstleister ausgeführter Überweisungen oder aufgrund
ausgelöst, so treffen die Pflichten aus den Sät- nicht autorisierter Überweisungen sind ausge-
zen 2 bis 4 die Bank. schlossen, wenn der Kunde die Bank nicht spä-
testens 13 Monate nach dem Tag der Belastung
(2) Bei sonstigen Schäden, die aus einer nicht mit einer nicht autorisierten oder fehlerhaft
autorisierten Überweisung resultieren, haftet ausgeführten Überweisung hiervon unterrich-
die Bank für eigenes Verschulden. Hat der tet hat. Der Lauf der Frist beginnt nur, wenn
Kunde durch ein schuldhaftes Verhalten zu die Bank den Kunden über die Belastungsbu-
der Entstehung eines Schadens beigetragen, chung der Überweisung entsprechend dem für
bestimmt sich nach den Grundsätzen des Mit- Kontoinformationen vereinbarten Weg spätes-
verschuldens, in welchem Umfang Bank und tens innerhalb eines Monats nach der Belas-
Kunde den Schaden zu tragen haben. tungsbuchung unterrichtet hat; anderenfalls
ist für den Fristbeginn der Tag der Unterrich-
2.3.2 Haftung bei nicht erfolgter fehler- tung maßgeblich. Schadensersatzansprüche
hafter oder verspäteter Ausführung einer kann der Kunde auch nach Ablauf der Frist in
autorisierten Überweisung Satz 1 geltend machen, wenn er ohne Ver-
schulden an der Einhaltung dieser Frist verhin-
Bei einer nicht erfolgten, fehlerhaft oder ver- dert war. Die Sätze 1 bis 3 gelten auch dann,
spätet ausgeführten autorisierten Überwei- wenn der Kunde die Überweisung über einen
sung hat der Kunde neben etwaigen Heraus­ Zahlungsauslösedienstleister auslöst.
gabeansprüchen nach § 667 BGB und §§ 812ff.
BGB Schadensersatzansprüche nach Maßgabe (3) Ansprüche des Kunden sind ausgeschlos-
folgender Regelungen: sen, wenn die einen Anspruch begründenden
Umstände
– Die Bank haftet für eigenes Verschulden. Hat
der Kunde durch ein schuldhaftes Verhalten – a uf einem ungewöhnlichen und unvorher-
zu der Entstehung eines Schadens beigetra- sehbaren Ereignis beruhen, auf das die Bank
gen, bestimmt sich nach den Grundsätzen des keinen Einfluss hat und dessen Folgen trotz
Mitverschuldens, in welchem Umfang Bank Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht
und Kunde den Schaden zu tragen haben. hätten vermieden werden können, oder

– Für das Verschulden zwischengeschalteter – v on der Bank aufgrund einer gesetzlichen


Stellen haftet die Bank nicht. In diesen Fällen Verpflichtung herbeigeführt wurden.
beschränkt sich die Haftung der Bank auf die
sorgfältige Auswahl und Unterweisung der
ersten zwischengeschalteten Stelle (weiter-
geleiteter Auftrag).

9) S iehe Fußnote 8.
Seite 14

Anhang: Verzeichnis der Kurzformen für Zielland und Währung

Zielland Kurzform Währung Kurzform


Belgien BE Euro EUR
Bulgarien BG Bulgarischer Lew BGN
Dänemark DK Dänische Krone DKK
Estland EE Euro EUR
Finnland FI Euro EUR
Frankreich FR Euro EUR
Griechenland GR Euro EUR
Irland IE Euro EUR
Island IS Isländische Krone ISK
Italien IT Euro EUR
Japan JP Japanischer Yen JPY
Kanada CA Kanadischer Dollar CAD
Kroatien HR Kroatische Kuna HRK
Lettland LV Euro EUR
Liechtenstein LI Schweizer Franken* CHF
Litauen LT Euro EUR
Luxemburg LU Euro EUR
Malta MT Euro EUR
Niederlande NL Euro EUR
Norwegen NO Norwegische Krone NOK
Österreich AT Euro EUR
Polen PL Polnischer Zloty PLN
Portugal PT Euro EUR
Rumänien RO Rumänischer Leu RON
Russische Föderation RU Russischer Rubel RUB
Schweden SE Schwedische Krone SEK
Schweiz CH Schweizer Franken CHF
Slowakei SK Euro EUR
Slowenien SI Euro EUR
Spanien ES Euro EUR
Tschechische Republik CZ Tschechische Krone CZK
Türkei TR Türkische Lira TRY
Ungarn HU Ungarischer Forint HUF
USA US US-Dollar USD
Vereinigtes GB Britisches Pfund GBP
Königreich von Sterling
Großbritannien
und Nordirland
Zypern CY Euro EUR
* Schweizer Franken gelten als gesetzliches Zahlungsmittel in Liechtenstein.

Fassung: 1. Juni 2019


Seite 15

Echtzeitüberweisungen

1 | Allgemeines 6 | Maximale Ausführungsfrist Anhang: Liste der zu SEPA gehörenden


Staaten und Gebiete
Für die Ausführung von Echtzeitüberweisun­ 6.1 Fristlänge
gen durch die Bank gelten die folgenden Be- Die Bank ist abweichend von Nummer II 2.1 1 Staaten des Europäischen Wirtschafts-
dingungen. Ergänzend gelten die „Besonde- beziehungsweise Nummer III 2.2 der „Beson- raums (EWR)
ren Bedingungen FYRST Überweisungen“, deren Bedingungen FYRST Überweisungen“
soweit im Folgenden keine anderweitige Ver- verpflichtet sicherzustellen, dass der Überwei- 1.1 Mitgliedstaaten der Europäischen
einbarung getroffen wird. sungsbetrag sofort nach Abschluss der Bear- Union:
beitung des Auftrags durch sie möglichst in- Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland,
nerhalb von wenigen Sekunden bei dem Estland, Finnland, Frankreich (einschließlich
2 | Wesentliche Merkmale Zahlungsdienstleister des Zahlungsempfän- Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique,
gers eingeht. Mayotte, Réunion), Griechenland, Irland, Ita-
Der Kunde kann die Bank beauftragen, durch lien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg,
eine Echtzeitüberweisung einen Geldbetrag in 6.2 Beginn der Ausführungsfrist Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portu-
Euro innerhalb des einheitlichen Eurozahlungs­ Die Ausführungsfrist beginnt auch für Echtzeit- gal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowe-
verkehrsraums (Single Euro Payments Area, überweisungen in Länder außerhalb des nien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn,
SEPA, siehe Anhang) möglichst innerhalb von Europäischen Wirtschaftsraums gemäß Num- Vereinigtes Königreich von Großbritannien
Sekunden an den Zahlungsdienstleister des mer II 2.2 der „Besonderen Bedingungen und Nordirland, Zypern.
Zahlungsempfängers zu übermitteln, sofern FYRST Überweisungen“.
dieser für Echtzeitüberweisungen erreichbar 1.2 Weitere Staaten:
ist (der „Auftrag“). Island, Liechtenstein, Norwegen.
7 | Information über Nichtausführung
Der Zahlungsdienstleister des Zahlungsemp- 2 Sonstige Staaten und Gebiete:
fängers ist verpflichtet, dem Zahlungsempfän- Die Bank informiert den Kunden kurzfristig, Andorra, Guernsey, Isle of Man, Jersey, Monaco,
ger den Zahlungsbetrag sofort zur Verfügung sollte der Zahlungsdienstleister des Zahlungs- Saint-Pierre und Miquelon, San Marino,
zu stellen. empfängers die Überweisung nicht ausführen. Schweiz und Vatikanstadt.

3 | Betragsgrenze Fassung: 1. Juni 2019

Für Aufträge besteht eine Betragsgrenze, die


sich aus dem FYRST Preis- und Leistungsver-
zeichnisses ergibt.

4 | Zugang des Auftrags

Die Bank unterhält abweichend von Nummer I


4 (2) der „Besonderen Bedingungen FYRST
Überweisungen“ den für die Ausführung von
Echtzeitüberweisungen erforderlichen Ge-
schäftsbetrieb ganztägig an allen Kalenderta-
gen eines Jahres.

Nr. 13.1 des FYRST Preis- und Leistungsver-


zeichnisses findet keine Anwendung.

5 | Ablehnung der Ausführung des


Auftrags

Die Bank wird in Ergänzung der Nummer I 7


der „Besonderen Bedingungen FYRST Über-
weisungen“ die Ausführung des Auftrags
kurzfristig ablehnen, wenn:
– der Zahlungsdienstleister des Zahlungsemp-
fängers über das von der Bank für die Aus-
führung von Echtzeitüberweisungen ge-
nutzte Zahlungssystem nicht erreichbar ist,
– die Kontowährung des Belastungskontos
nicht auf Euro lautet (Fremdwährungs-
konto).
Seite 16

Terminierte Überweisungen

(1) Der Kunde kann die Bank beauftragen,


eine Überweisung an einem von ihm bestimm-
ten Tag auf seinem FYRST Girokonto lastzubu-
chen und anschließend dem Zahlungsempfän-
ger zur Gutschrift zur Verfügung zu stellen
(terminierte Überweisung). Eine Behandlung
als Eilüberweisung kann nicht verlangt wer-
den.

(2) Für die terminierte Überweisung sind Tag


und Monat der Lastbuchung (Ausführungs-
tag) in dem von der Bank dafür vorgesehenen
Feld des Vordrucks anzugeben.

(3) Die terminierte Überweisung ist so recht-


zeitig abzusenden, dass sie spätestens am
dritten Geschäftstag vor dem angegebenen
Ausführungstag bei der Bank, möglichst der
kontoführenden Stelle, vorliegt.

Für eine verspätet eingereichte Überweisung


ist der nächstmögliche Geschäftstag Ausfüh-
rungstag.

(4) Der zwischen Eingangstag bei der Bank


und Ausführungstag liegende Zeitraum kann
längstens sechs Monate betragen.

(5) Fällt der angegebene Ausführungstag auf


einen arbeitsfreien Tag, ist der nächste Ge-
schäftstag Ausführungstag.

(6) Der Kunde kann terminierte Überweisun-


gen bis zum Ende des vor dem vereinbarten
Tag liegenden Geschäftstags der Bank wider-
rufen. Die Geschäftstage der Bank ergeben sich
aus dem „Preis- und Leistungsverzeichnis
FYRST“.

Fassung: 1. Juni 2019


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Zahlungen mittels Lastschrift im SEPA-Basis­lastschriftverfahren

Für Zahlungen des Kunden an Zahlungsempfän- 1.2 Kundenkennungen Das SEPA-Lastschriftmandat muss folgende
ger mittels SEPA-Basislastschrift über sein Konto Für das Verfahren hat der Kunde die ihm mit- Autorisierungsdaten enthalten:
bei der Bank gelten folgende Bedingungen. geteilte IBAN1 und bei grenzüberschreitenden – Bezeichnung des Zahlungsempfängers,
Zahlungen außerhalb des Europäischen Wirt- – eine Gläubigeridentifikationsnummer,
schaftsraums2 zusätzlich den BIC3 der Bank als – Kennzeichnung als einmalige oder wieder-
I Allgemeines seine Kundenkennung gegenüber dem Zah- kehrende Zahlung,
lungsempfänger zu verwenden, da die Bank – Name des Kunden (sofern verfügbar),
1 | Begriffsbestimmung berechtigt ist, die Zahlung aufgrund der SEPA- – Bezeichnung der Bank des Kunden,
Basislastschrift ausschließlich auf Grundlage – seine Kundenkennung (siehe Nr. II 1.2).
Eine Lastschrift ist ein vom Zahlungsempfänger der ihr übermittelten Kundenkennung auszu-
ausgelöster Zahlungsvorgang zulasten des führen. Die Bank und die weiteren beteiligten Über die Autorisierungsdaten hinaus kann das
Kontos des Kunden, bei dem die Höhe des je- Stellen führen die Zahlung an den Zahlungs- Lastschriftmandat zusätzliche Angaben enthalten.
weiligen Zahlungsbetrages vom Zahlungsemp- empfänger anhand der im Lastschriftdatensatz
fänger angegeben wird. vom Zahlungsempfänger als dessen Kunden- 2.2  Einzugsermächtigung als SEPA-­
kennung angegebenen IBAN und des bei Lastschriftmandat
grenzüberschreitenden Zahlungen außerhalb Hat der Kunde dem Zahlungsempfänger eine
2 | Entgelte und deren Änderung des EWR zusätzlich angegebenen BIC aus. Einzugsermächtigung erteilt, mit der er den
Zahlungsempfänger ermächtigt, Zahlungen
2.1 derzeit nicht belegt 1.3 Übermittlung von Lastschriftdaten von seinem Konto mittels Lastschrift einzuzie-
Bei SEPA-Basislastschriften können die Last- hen, weist er zugleich damit die Bank an, die
schriftdaten auch über das Nachrichtenüber- vom Zahlungsempfänger auf sein Konto gezo-
2.2 Entgelte mittlungssystem der Society for Worldwide In- genen Lastschriften einzulösen. Mit der Ein-
Für Entgelte und deren Änderung für Zahlun- terbank Financial Telecommunication (SWIFT) zugsermächtigung autorisiert der Kunde ge-
gen von Kunden gelten die Regelungen in Nr. mit Sitz in Belgien und Rechenzentren in der genüber seiner Bank die Einlösung von
12 Abs. 2 bis 6 der Allgemeinen Geschäftsbe- Europäischen Union, in der Schweiz und in Lastschriften des Zahlungsempfängers. Diese
dingungen. den USA von dem Zahlungsdienstleister des Einzugsermächtigung gilt als SEPA-Lastschrift-
Zahlungsempfängers an die Bank weitergelei- mandat. Sätze 1 bis 3 gelten auch für vom
tet werden. Kunden vor dem Inkrafttreten dieser Bedin-
II SEPA-Basislastschrift gungen erteilte Einzugsermächtigungen.
Die Einzugsermächtigung muss folgende
1 | Allgemeines 2 | SEPA-Lastschriftmandat Autorisierungsdaten enthalten:
– Bezeichnung des Zahlungsempfängers,
1.1 Wesentliche Merkmale des SEPA-­ 2.1 Erteilung des SEPA-Lastschriftmandats – Name des Kunden,
Basislastschriftverfahrens (SEPA Direct Debit Mandate) – Kundenkennung nach Nr. II 1.2 oder Konto-
(1) Mit dem SEPA-Basislastschriftverfahren Der Kunde erteilt dem Zahlungsempfänger ­ nummer und Bankleitzahl des Kunden.
kann der Kunde über die Bank an den Zah- ein SEPA-Lastschriftmandat. Damit autorisiert Über die Autorisierungsdaten hinaus kann die
lungsempfänger Zahlungen in Euro innerhalb er gegenüber seiner Bank die Einlösung von Einzugsermächtigung zusätzliche Angaben
des Gebiets des einheitlichen Euro-Zahlungs- SEPA-Basislastschriften des Zahlungsempfän- enthalten.
verkehrsraums („Single Euro Payments Area“, gers. Das Mandat ist schriftlich oder in der
SEPA) bewirken. Zur SEPA gehören die im An- mit seiner Bank vereinbarten Art und Weise 2.3  Widerruf des SEPA-Lastschrift-
hang genannten Staaten und Gebiete. zu erteilen. mandats
Das SEPA-Lastschriftmandat kann vom Kunden
(2) Für die Ausführung von Zahlungen mittels In dieser Autorisierung ist zugleich die aus- durch Erklärung gegenüber dem Zahlungs-
SEPA-Basislastschriften müssen drückliche Zustimmung enthalten, dass die am empfänger oder seiner Bank – möglichst
– der Zahlungsempfänger und dessen Zah- Lastschrifteinzug beteiligten Zahlungsdienst- schriftlich – mit der Folge widerrufen werden,
lungsdienstleister das SEPA-Basislastschrift- leister und etwaige zwischengeschaltete Stel- dass nachfolgende Zahlungsvorgänge nicht
verfahren nutzen und len die für die Ausführung der Lastschrift not- mehr autorisiert sind.
– der Kunde vor dem Zahlungsvorgang dem wendigen personenbezogenen Daten des
Zahlungsempfänger das SEPA-Lastschrift- Kunden abrufen, verarbeiten, übermitteln und Erfolgt der Widerruf gegenüber der Bank, wird
mandat erteilen. speichern. dieser ab dem auf den Eingang des Widerrufs
folgenden Geschäftstag gemäß „Preis- und
(3) Der Zahlungsempfänger löst den jeweiligen In dem SEPA-Lastschriftmandat müssen die Leistungsverzeichnis FYRST“ wirksam. Zusätz-
Zahlungsvorgang aus, indem er über seinen ­folgenden Erklärungen des Kunden enthalten lich sollte dieser auch gegenüber dem Zah-
Zahlungsdienstleister der Bank die Lastschrif- sein: lungsempfänger erklärt werden, damit dieser
ten vorlegt. – E rmächtigung des Zahlungsempfängers, keine weiteren Lastschriften einzieht.
Zahlungen vom Konto des Kunden mittels
(4) Der Kunde kann bei einer autorisierten SEPA-Basislastschrift einzuziehen, und
­Zahlung aufgrund einer SEPA-Basislastschrift –W  eisung an die Bank, die vom Zahlungs­
binnen einer Frist von acht Wochen ab dem empfänger auf sein Konto gezogenen SEPA-
Zeitpunkt der Belastungsbuchung auf seinem Basislastschriften einzulösen.
Konto von der Bank die Erstattung des belas­
teten Lastschriftbetrages verlangen.

1) International Bank Account Number (Internationale Bankkontonummer). 2) Für die Mitgliedsstaaten, siehe Anhang. 3) Bank Identifier Code (Bank-Identifizierungs-Code).
Seite 18

2.4  Begrenzung und Nichtzulassung von – e ine Gläubigeridentifikationsnummer fehlt 5 | Erstattungsanspruch des Kunden bei
SEPA-Basislastschriften oder für die Bank erkennbar fehlerhaft ist, einer autorisierten Zahlung
Der Kunde kann der Bank gesondert die Wei- – e ine Mandatsreferenz fehlt,
sung erteilen, Zahlungen aus SEPA-Basislast- – e in Ausstellungsdatum des Mandats fehlt (1) Der Kunde kann bei einer autorisierten Zah-
schriften zu begrenzen oder nicht zuzulassen. oder lung aufgrund einer SEPA-Basislastschrift bin-
Diese Weisung muss der Bank bis spätestens – k ein Fälligkeitstag angegeben ist. nen einer Frist von acht Wochen ab dem Zeit-
zum Ende des Geschäftstages gemäß „Preis- punkt der Belastungsbuchung auf seinem
und Leistungsverzeichnis FYRST“ vor dem im (3) Darüber hinaus erfolgt eine Kontobelas­ Konto von der Bank ohne Angabe von Grün-
Datensatz der Lastschrift angegebenen tung nicht oder wird spätestens am zweiten den die Erstattung des belasteten Lastschrift-
Fälligkeitstag zugehen. Diese Weisung sollte Bankarbeitstag nach ihrer Vornahme rückgän- betrages verlangen. Dabei bringt sie das Konto
möglichst schriftlich und möglichst gegenüber gig gemacht (siehe Nr. II 4.2), wenn dieser wieder auf den Stand, auf dem es sich ohne
der kontoführenden Stelle der Bank erfolgen. SEPA-Basislastschrift eine gesonderte Weisung die Belastung durch die Zahlung befunden
Zusätzlich sollte diese auch gegenüber dem des Kunden nach Nr. II 2.4 ent­gegensteht. hätte. Etwaige Zahlungsansprüche des Zah-
Zahlungsempfänger erklärt werden. lungsempfängers gegen den Kunden bleiben
4.2 Einlösung von SEPA-Basislastschriften hiervon unberührt.
SEPA-Basislastschriften sind eingelöst, wenn
3 | Einzug der SEPA-Basislastschrift auf die Belastungsbuchung auf dem Konto des (2) Der Erstattungsanspruch nach Absatz 1 ist
Grundlage des SEPA-Lastschriftmandats Kunden nicht spätestens am zweiten Bankar- ausgeschlossen, sobald der jeweilige Betrag
durch den Zahlungsempfänger beitstag nach ihrer Vornahme rückgängig der Lastschriftbelastungsbuchung durch eine
gemacht wird. ausdrückliche Genehmigung des Kunden un-
(1) Das vom Kunden erteilte SEPA-Lastschrift- mittelbar gegenüber der Bank autorisiert wor-
mandat verbleibt beim Zahlungsempfänger. 4.3 Unterrichtung über die Nichtausfüh- den ist.
Dieser übernimmt die Autorisierungsdaten rung oder Rückgängigmachung der Be-
und etwaige zusätzliche Angaben in den Da- lastungsbuchung oder Ablehnung der (3) Erstattungsansprüche des Kunden bei einer
tensatz zur Einziehung von SEPA-Basislast- Einlösung nicht erfolgten oder fehlerhaft ausgeführten
schriften. Der jeweilige Lastschriftbetrag wird (1) Über die Nichtausführung oder Rückgän- autorisierten Zahlung richten sich nach Nr. II 6.2.
vom Zahlungsempfänger angegeben. gigmachung der Belastungsbuchung (siehe
Nr. II 4.1 Absatz 2) oder die Ablehnung der
(2) Der Zahlungsempfänger übermittelt elek- Einlösung einer SEPA-Basislastschrift (siehe Nr. 6 | Erstattungs-, Berichtigungs- und
tronisch den Datensatz zur Einziehung der II 4.2) wird die Bank den Kunden unverzüglich, Schadensersatzansprüche des Kunden
SEPA-Basislastschrift unter Einschaltung seines spätestens bis zu der gemäß Nr. II 4.4 verein-
Zahlungsdienstleisters an die Bank als Zahl- barten Frist unterrichten. Dies kann auch auf 6.1 Erstattung bei einer nicht autorisier-
stelle. Dieser Datensatz verkörpert auch die im dem für Kontoinformationen vereinbarten ten Zahlung
SEPA-Lastschriftmandat enthaltene Weisung Weg geschehen. Dabei wird die Bank, soweit Im Falle einer vom Kunden nicht autorisierten
des Kunden an die Bank zur Einlösung der je- möglich, die Gründe sowie die Möglichkeiten Zahlung hat die Bank gegen den Kunden kei-
weiligen SEPA-Basislastschrift (siehe Nr. II 2.1). angeben, wie Fehler, die zur Nichtausführung, nen Anspruch auf Erstattung ihrer Aufwen-
Für den Zugang dieser Weisung verzichtet die Rückgängigmachung oder Ablehnung geführt dungen. Sie ist verpflichtet, dem Kunden den
Bank auf die für die Erteilung des SEPA-Last- haben, berichtigt werden können. von seinem Konto abgebuchten Lastschriftbe-
schriftmandats vereinbarte Form (siehe Nr. trag unverzüglich zu erstatten. Dabei bringt sie
II 2.1 [1] Satz 3). (2) Für die berechtigte Ablehnung der Einlö- das Konto wieder auf den Stand, auf dem es
sung einer autorisierten SEPA-Basislastschrift sich ohne die Belastung durch die nicht autori-
wegen fehlender Kontodeckung (siehe Nr. II sierte Zahlung befunden hätte.
4 | Zahlungsvorgang aufgrund der SEPA- 4.1 Absatz 2 zweiter Spiegelstrich) berechnet
Basislastschrift die Bank das im „Preis- und Leistungsverzeich- Diese Verpflichtung ist spätestens bis zum
nis FYRST“ ausgewiesene Entgelt. Ende des Geschäftstags gemäß „Preis- und
4.1 Belastung des Kontos des Kunden mit Leistungsverzeichnis FYRST“ zu erfüllen, der
dem Lastschriftbetrag 4.4 Ausführung der Zahlung auf den Tag folgt, an welchem der Bank ange­
(1) Eingehende SEPA-Basislastschriften des (1) Die Bank ist verpflichtet sicherzustellen, zeigt wurde, dass die Zahlung nicht autorisiert
Zahlungsempfängers werden am im Datensatz dass der von ihr dem Konto des Kunden ist, oder die Bank auf andere Weise davon
angegebenen Fälligkeitstag mit dem vom Zah- aufgrund der SEPA-Basislastschrift des Zah- Kenntnis erhalten hat. Hat die Bank einer zu-
lungsempfänger angegebenen Lastschriftbe- lungsempfängers belastete Lastschriftbetrag ständigen Behörde berechtigte Gründe für den
trag dem Konto des Kunden belastet. Fällt der spätestens innerhalb der im „Preis- und Leis- Verdacht, dass ein betrügerisches Verhalten
Fälligkeitstag nicht auf einen im „Preis- und tungsverzeichnis FYRST“ angegebenen Aus- des Kunden vorliegt, schriftlich mitgeteilt, hat
Leistungsverzeichnis FYRST“ ausgewiesenen Ge- führungsfrist beim Zahlungsdienstleister des die Bank ihre Verpflichtung aus Satz 2
schäftstag der Bank, erfolgt die Kontobelas- Zahlungsempfängers eingeht. unverzüg­lich zu prüfen und zu erfüllen, wenn
tung am nächsten Geschäftstag. sich der Betrugsverdacht nicht bestätigt.
(2) Die Ausführungsfrist beginnt an dem im
(2) Eine Kontobelastung erfolgt nicht oder Lastschriftdatensatz angegebenen Fälligkeits- 6.2 derzeit nicht belegt
wird spätestens am zweiten Bankarbeitstag1 tag. Fällt dieser Tag nicht auf einen Geschäfts-
nach ihrer Vornahme rückgängig gemacht tag gemäß „Preis- und Leistungsverzeichnis
(siehe Nr. II 4.2), wenn FYRST“ der Bank, so beginnt die Ausführungs-
– der Bank ein Widerruf des SEPA-Lastschrift- frist am darauf folgenden Geschäftstag.
mandats gemäß Nr. II 2.3 zugegangen ist,
– der Kunde über kein für die Einlösung der (3) Die Bank unterrichtet den Kunden über die
Lastschrift ausreichendes Guthaben auf sei- Ausführung der Zahlung auf dem für Kontoin-
nem Konto oder über keinen ausreichenden formationen vereinbarten Weg und in der ver-
Kredit verfügt (fehlende Kontodeckung); Teil- einbarten Häufigkeit.
einlösungen nimmt die Bank nicht vor,
– die im Lastschriftdatensatz angegebene IBAN
des Zahlungspflichtigen keinem Konto des
Kunden bei der Bank zuzuordnen ist, oder
– die Lastschrift nicht von der Bank verarbeit-
bar ist, da im Lastschriftdatensatz

1) Bankarbeitstage sind alle Werktage außer Sonnabende sowie 24. und 31. Dezember.
Seite 19

6.3 derzeit nicht belegt (2) Ansprüche des Kunden nach Nr. II 6.1 bis
II 6.4 und Einwendungen des Kunden gegen
6.4 Ansprüche die Bank aufgrund nicht oder fehlerhaft aus-
Kunden haben bei einer nicht erfolgten, fehler- geführter Zahlungen oder aufgrund nicht
haft oder verspätet ausgeführten auto­risierten autorisierter Zahlungen sind ausgeschlossen,
Zahlung oder bei einer nicht autorisierten Zah- wenn der Kunde die Bank nicht spätestens 13
lung neben etwaigen Heraus-gabeansprüchen Monate nach dem Tag der Belastung mit einer
nach § 667 BGB und §§ 812ff. BGB lediglich nicht autorisierten oder fehlerhaft ausgeführ-
Schadenser-satzansprüche nach Maßgabe fol- ten Zahlung hiervon unterrichtet hat. Der Lauf
gender Regelungen: der Frist beginnt nur, wenn die Bank den Kun-
–D  ie Bank haftet für eigenes Verschulden. Hat den über die Belastungsbuchung der Zahlung
der Kunde durch ein schuldhaftes Verhalten zu entsprechend dem für Kontoinformationen
der Entstehung eines Schadens beigetragen, vereinbarten Weg spätestens innerhalb eines
bestimmt sich nach den Grundsätzen des Mit- Monats nach der Belastungsbuchung unter-
verschuldens, in welchem Umfang Bank und richtet hat; anderenfalls ist für den Fristbeginn
Kunde den Schaden zu tragen haben. der Tag der Unterrichtung maßgeblich. Scha-
– F ür das Verschulden der von der Bank zwi- densersatzansprüche aus einer verschuldensab-
schengeschalteten Stellen haftet die Bank hängigen Haftung der Bank nach Nr. II 6.3 kann
nicht. In diesen Fällen beschränkt sich die Haf- der Kunde auch nach Ablauf der Frist in Satz 1
tung der Bank auf die sorgfältige Auswahl und geltend machen, wenn er ohne Verschulden
Unterweisung der ersten zwischengeschalte- an der Einhaltung dieser Frist verhindert war.
ten Stelle.
– Ein Schadensersatzanspruch des Kunden ist (3) Ansprüche des Kunden sind ausgeschlos-
der Höhe nach auf den Lastschriftbetrag zu- sen, wenn die einen Anspruch begründenden
züglich der von der Bank in Rechnung ge- Umstände
stellten Entgelte und Zinsen begrenzt. Soweit – a uf einem ungewöhnlichen und unvorher-
es sich hierbei um die Geltendmachung von sehbaren Ereignis beruhen, auf das die Bank
Folgeschäden handelt, ist die Haftung zu- keinen Einfluss hat und dessen Folgen trotz
sätzlich auf höchstens 12.500 EUR je Zah- Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht
lung begrenzt. Diese Haftungsbeschränkun- hätten vermieden werden können, oder
gen gelten nicht für Vorsatz oder grobe – v on der Bank aufgrund einer gesetzlichen
Fahrlässigkeit der Bank und für Gefahren, Verpflichtung herbeigeführt wurden.
die die Bank besonders übernommen hat,
sowie nicht für nicht autorisierte Zahlungen. Anhang: Liste der zu SEPA gehörigen
Staaten und Gebiete
6.5 Haftungs- und Einwendungsaus- – S taaten des Europäischen Wirtschaftsraums
schluss (EWR):
(1) Eine Haftung der Bank nach Nr. II 6.2. ist in   • Mitgliedsstaaten der Europäischen Union:
folgenden Fällen ausgeschlossen: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutsch-
– die Bank weist gegenüber dem Kunden land, Estland, Finnland, Frankreich (ein-
nach, dass der Zahlungsbetrag rechtzeitig schließlich Französisch-Guayana, Guade-
und ungekürzt beim Zahlungsdienstleister loupe, Martinique, Mayotte, Réunion),
des Zahlungsempfängers eingegangen ist, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien,
oder Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta,
– die Zahlung wurde in Übereinstimmung mit Niederlande, Österreich, Polen, Portugal,
der vom Zahlungsempfänger angegebenen Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien,
fehlerhaften Kundenkennung des Zahlungs- Spanien, Tschechische Republik, Ungarn,
empfängers ausgeführt. In diesem Fall kann Vereinigtes Königreich von Großbritannien
der Kunde von der Bank jedoch verlangen, und Nordirland, Zypern
dass sie sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten   •W  eitere Staaten: Island, Liechtenstein,
darum bemüht, den Zahlungsbetrag wieder- Norwegen
zuerlangen. Ist die Wiedererlangung des – S onstige Staaten und Gebiete:
Zahlungsbetrags nach Satz 2 dieses Unter- Andorra, Guernsey, Isle of Man, Jersey,
punktes nicht möglich, so ist die Bank Monaco, Saint-Pierre und Miquelon, San
verpflichtet, dem Kunden auf schriftlichen Marino, Schweiz und Vatikanstadt.
Antrag alle verfügbaren Informationen mit-
zuteilen, damit der Kunde einen Anspruch
auf Erstattung des Zahlungsbetrags geltend Fassung: 1. Juni 2019
machen kann. Für die Tätigkeiten nach den
Sätzen 2 und 3 dieses Unterpunkts berech-
net die Bank das im „Preis- und Leistungsver-
zeichnis FYRST“ ausgewiesene Entgelt.
Seite 20

Zahlungen mittels Lastschrift im SEPA-Firmenlastschriftverfahren

Für Zahlungen des Kunden an Zahlungsemp- den BIC3 der Bank als seine Kundenkennung 2.2 Bestätigung der Erteilung eines SEPA-
fänger mittels SEPA-Firmenlastschrift über sein gegenüber dem Zahlungsempfänger zu ver- Firmenlastschriftmandats
Konto bei der Bank gelten folgende Bedin- wenden, da die Bank berechtigt ist, die Zah- Der Kunde hat seiner Bank die Autorisierung
gungen. lung aufgrund der SEPA-Firmenlastschrift nach Nr. 2.2.1 unverzüglich zu bestätigen,
ausschließlich auf Grundlage der ihr übermit- indem er der Bank folgende Daten aus dem
telten Kundenkennung auszuführen. Die Bank vom Zahlungsempfänger erteilten SEPA-Firmen-
I Allgemein und die weiteren beteiligten Stellen führen die lastschriftmandat übermittelt:
Zahlung an den Zahlungsempfänger anhand • Bezeichnung des Zahlungsempfängers,
1 | Begriffsbestimmung der im Lastschriftdatensatz vom Zahlungsemp- • Gläubigeridentifikationsnummer des Zah-
fänger als dessen Kundenkennung angegebe- lungsempfängers,
Eine Lastschrift ist ein vom Zahlungsempfän- nen IBAN und des bei grenzüberschreitenden • Mandatsreferenz,
ger ausgelöster Zahlungsvorgang zulasten des Zahlungen zusätzlich angegebenen BIC aus. • Kennzeichnung einer einmaligen Zahlung
Kontos des Kunden, bei dem die Höhe des je- oder wiederkehrender Zahlungen und
weiligen Zahlungsbetrages vom Zahlungsemp- 1.3 Übermittlung von Lastschriftdaten • Datum der Unterschrift auf dem Mandat.
fänger angegeben wird. Bei SEPA-Firmenlastschriften können die Last-
schriftdaten über das Nachrichtenübermitt- Hierzu kann der Kunde der Bank auch eine
lungssystem der Society for Worldwide Inter- Kopie des SEPA-Firmenlastschriftmandats
2 | Entgelte bank Financial Telecommunication (SWIFT) mit übermitteln.
Sitz in Belgien und Rechenzentren in der Euro-
Bei Entgelten und deren Änderung sind die päischen Union, in der Schweiz und in den Über Änderungen oder die Aufhebung des
Regelungen in Nr. 12 Absätze 2 bis 6 AGB USA von dem Zahlungsdienstleister des Zah- SEPA-Firmenlastschriftmandats gegenüber
FYRST maßgeblich. lungsempfängers an die Bank weitergeleitet dem Zahlungsempfänger hat der Kunde die
werden. Bank unverzüglich, möglichst schriftlich, zu
informieren.
II SEPA-Firmenlastschrift
2 | SEPA-Firmenlastschriftmandat 2.3 Widerruf des SEPA-Firmenlastschrift-
1 | Allgemein mandats
2.1 Erteilung des SEPA-Firmenlastschrift- Das SEPA-Firmenlastschriftmandat kann vom
1.1 Wesentliche Merkmale des SEPA- mandats (SEPA Business-to-Business Direct Kunden durch Erklärung gegenüber seiner
Firmenlastschriftverfahrens Debit Mandate) Bank widerrufen werden. Der Widerruf wird
Das SEPA-Firmenlastschriftverfahren kann nur Der Kunde erteilt dem Zahlungsempfänger ein ab dem auf den Eingang des Widerrufs fol-
von Kunden genutzt werden, die keine Ver- SEPA-Firmenlastschriftmandat. Damit autori- genden Geschäftstag gemäß „Preis- und Leis-
braucher sind. siert er gegenüber seiner Bank die Einlösung tungsverzeichnis FYRST“ wirksam. Der
von SEPA-Firmenlastschriften des Zahlungs- Widerruf sollte möglichst schriftlich und mög-
Mit dem SEPA-Firmenlastschriftverfahren kann empfängers. Das Mandat ist schriftlich oder in lichst gegenüber der kontoführenden Stelle
der Kunde über die Bank an einen Zahlungs- der mit seiner Bank vereinbarten Art und Weise der Bank erfolgen. Zusätzlich sollte dieser
empfänger Zahlungen in Euro innerhalb des zu erteilen. auch gegenüber dem Zahlungsempfänger er-
Gebiets des einheitlichen Euro-Zahlungsver- klärt werden. Der Widerruf des SEPA-Firmen-
kehrsraums („Single Euro Payments Area“, In dem SEPA-Firmenlastschriftmandat müssen lastschriftmandats erfasst bereits dem Konto
SEPA) bewirken. Zur SEPA gehören die im die folgenden Erklärungen des Kunden ent- des Kunden belastete SEPA-Firmenlastschrif-
Anhang genannten Staaten und Gebiete. halten sein: ten nicht. Für diese gilt Nr. II 2.4 Absätze 2
Für die Ausführung von Zahlungen mittels • Ermächtigung des Zahlungsempfängers, und 3.
SEPA-Firmenlastschrift müssen Zahlungen vom Konto des Kunden mittels
• der Zahlungsempfänger und dessen Zah- SEPA-Firmenlastschrift einzuziehen, und 2.4 Zurückweisung einzelner SEPA-
lungsdienstleister das SEPA-Firmenlast- • Weisung an die Bank, die vom Zahlungs- Firmenlastschriften
schriftverfahren nutzen, empfänger auf sein Konto gezogenen SEPA- (1) Der Kunde kann der Bank gesondert die
• der Kunde vor dem Zahlungsvorgang dem Firmenlastschriften einzulösen. Weisung erteilen, Zahlungen aus bestimmten
Zahlungsempfänger das SEPA-Firmenlast- SEPA-Firmenlastschriften des Zahlungsemp-
schriftmandat erteilen und Das SEPA-Firmenlastschriftmandat muss fängers nicht zu bewirken. Diese Weisung
• der Kunde der Bank die Erteilung des SEPA- folgende Angaben (Autorisierungsdaten) muss der Bank bis spätestens zum Ende des
Firmenlastschriftmandats bestätigen. enthalten: Geschäftstages gemäß „Preis- und Leistungs-
• Bezeichnung des Zahlungsempfängers, verzeichnis FYRST“ vor dem im Datensatz der
Der Zahlungsempfänger löst den jeweiligen • eine Gläubigeridentifikationsnummer, Lastschrift angegebenen Fälligkeitstag zuge-
Zahlungsvorgang aus, indem er über seinen • Kennzeichnung einer einmaligen Zahlung hen. Diese Weisung sollte möglichst schriftlich
Zahlungsdienstleister der Bank die Lastschrif- oder wiederkehrender Zahlungen, und möglichst gegenüber der kontoführenden
ten vorlegt. • Name des Kunden, Stelle der Bank erfolgen. Zusätzlich sollte diese
• Bezeichnung der Bank des Kunden und auch gegenüber dem Zahlungsempfänger er-
Der Kunde kann bei einer autorisierten Zah- • seine Kundenkennung (siehe Nr. II 1.2). klärt werden.
lung aufgrund einer SEPA-Firmenlastschrift
von der Bank keine Erstattung des seinem Über die Autorisierungsdaten hinaus kann das (2) Am Tag der Belastungsbuchung der SEPA-
Konto belasteten Lastschriftbetrages verlangen. Lastschriftmandat zusätzliche Angaben ent- Firmenlastschrift kann diese nur noch zurück-
halten. gewiesen werden, wenn Kunde und Bank dies
1.2 Kundenkennungen vereinbart haben. Die Vereinbarung wird wirk-
Für das Verfahren hat der Kunde die ihm mit- sam, wenn es der Bank gelingt, den Last-
geteilte IBAN1 und bei grenzüberschreitenden schriftbetrag endgültig zurückzuerlangen.
Zahlungen (innerhalb des Europäischen Wirt-
schaftsraums2 bis 31. Januar 2016) zusätzlich

1) International Bank Account Number (Internationale Bankkontonummer).


2) Für die Mitgliedsstaaten, siehe Anhang.
3) Bank Identifier Code (Bank-Identifizierungs-Code).
Seite 21

(3) Nach dem Tag der Belastungsbuchung der – eine Gläubigeridentifikationsnummer fehlt 5 | Ausschluss des Erstattungsanspruchs
SEPA-Firmenlastschrift kann der Kunde diese oder für die Bank erkennbar fehlerhaft ist, bei einer autorisierten Zahlung
nicht mehr zurückweisen. – eine Mandatsreferenz fehlt,
– ein Ausstellungsdatum des Mandats fehlt Der Kunde kann bei einer autorisierten Zah-
oder lung aufgrund einer SEPA-Firmenlastschrift
3 | Einzug der SEPA-Firmenlastschrift auf – kein Fälligkeitstag angegeben ist. von der Bank keine Erstattung des seinem
Grundlage des SEPA-Firmenlastschrift- Konto belasteten Lastschriftbetrages verlan-
mandats durch den Zahlungsempfänger 4.2 Einlösung von SEPA-Firmenlast­ gen; Ansprüche aus § 675x BGB sind ausge-
schriften schlossen.
(1) Das vom Kunden erteilte SEPA-Firmenlast- SEPA-Firmenlastschriften sind eingelöst, wenn
schriftmandat verbleibt beim Zahlungsemp- die Belastungsbuchung auf dem Konto des Erstattungsansprüche des Kunden bei einer
fänger. Dieser übernimmt die Autorisierungs- Kunden nicht spätestens am zweiten Bankar- nicht erfolgten oder fehlerhaft ausgeführten
daten und etwaige zusätzliche Angaben in beitstag nach ihrer Vornahme rückgängig ge- autorisierten Zahlung richten sich nach Nr. II
den Datensatz zur Einziehung von SEPA-Fir- macht wird. 6.2.
menlastschriften. Der jeweilige Lastschriftbe-
trag wird vom Zahlungsempfänger angegeben. 4.3 Unterrichtung über die Nichtausfüh-
rung oder Rückgängigmachung der 6 | Erstattungs- und Schadensersatz­
(2) Der Zahlungsempfänger übermittelt elek- Belastungsbuchung oder Ablehnung der ansprüche des Kunden
tronisch den Datensatz zur Einziehung der Einlösung
SEPA-Firmenlastschrift unter Einschaltung Über die Nichtausführung oder Rückgängig- 6.1 Erstattung bei einer nicht autorisier-
seines Zahlungsdienstleisters an die Bank als machung der Belastungsbuchung (siehe Nr. II ten Zahlung
Zahlstelle. Dieser Datensatz verkörpert auch 4.1 Absatz 2) oder die Ablehnung der Einlö- Im Falle einer vom Kunden nicht autorisierten
die im SEPA-Firmenlastschriftmandat enthal- sung einer SEPA-Firmenlastschrift (siehe Nr. II Zahlung hat die Bank gegen den Kunden
tene Weisung des Kunden an die Bank zur 4.2) wird die Bank den Kunden unverzüglich, ­keinen Anspruch auf Erstattung ihrer Aufwen-
Einlösung der jeweiligen SEPA-Firmenlast- spätestens bis zu der gemäß Nr. II 4.4 verein- dungen. Sie ist verpflichtet, dem Kunden den
schrift (siehe Nr. II 2.1 Sätze 2 und 4). Für den barten Frist unterrichten. Dies kann auch auf von seinem Konto abgebuchten Lastschriftbe-
Zugang dieser Weisung verzichtet die Bank dem für Kontoinformationen vereinbarten Weg trag unverzüglich zu erstatten. Dabei bringt
auf die für die Erteilung des SEPA-Firmenlast- geschehen. Dabei wird die Bank, soweit mög- sie das Konto wieder auf den Stand, auf dem
schriftmandats vereinbarte Form (siehe Nr. II lich, die Gründe sowie die Möglichkeiten an- es sich ohne die Belastung durch die nicht
2.1 Satz 3). geben, wie Fehler, die zur Nichtausführung, autorisierte Zahlung befunden hätte.
Rückgängigmachung oder Ablehnung geführt
haben, berichtigt werden können. 6.2 Schadensersatz
4 | Zahlungsvorgang aufgrund der SEPA- (1) Bei einer nicht erfolgten autorisierten Zah-
Firmenlastschrift Für die Unterrichtung über eine berechtigte lung, fehlerhaft ausgeführten autorisierten
Ablehnung der Einlösung einer autorisierten Zahlung oder nicht autorisierten Zahlung kann
4.1 Belastung des Kontos des Kunden mit SEPA-Firmenlastschrift wegen fehlender der Kunde von der Bank den Ersatz eines hier-
dem Lastschriftbetrag Konto­deckung (siehe Nr. II 4.1 Absatz 2 vierter durch entstehenden Schadens verlangen. Dies
(1) Eingehende SEPA-Firmenlastschriften des Spiegelstrich) berechnet die Bank das im ­ gilt nicht, wenn die Bank die Pflichtverletzung
Zahlungsempfängers werden am im Datensatz „Preis- und Leistungsverzeichnis FYRST“ ausge- nicht zu vertreten hat. Hat der Kunde durch
angegebenen Fälligkeitstag mit dem vom Zah- wiesene Entgelt. ein schuldhaftes Verhalten zu der Entstehung
lungsempfänger angegebenen Lastschriftbe- eines Schadens beigetragen, bestimmt sich
trag dem Konto des Kunden belastet. Fällt der 4.4 Ausführung der Zahlung nach den Grundsätzen des Mitverschuldens,
Fälligkeitstag nicht auf einen im „Preis- und (1) Die Bank ist verpflichtet sicherzustellen, in welchem Umfang Bank und Kunde den
Leistungsverzeichnis FYRST“ ausgewiesenen dass der von ihr dem Konto des Kunden auf- Schaden zu tragen haben. Ansprüche aus
Geschäftstag der Bank, erfolgt die Kontobe- grund der SEPA-Firmenlastschrift des Zah- § 675y BGB sind ausgeschlossen.
lastung am nächsten Geschäftstag. lungsempfängers belastete Lastschriftbetrag
spätestens innerhalb der im „Preis- und Leis- (2) Die Haftung der Bank für Schäden ist der
(2) Eine Kontobelastung erfolgt nicht oder tungsverzeichnis FYRST“ angegebenen Aus- Höhe nach auf den Lastschriftbetrag begrenzt.
wird spätestens am zweiten Bankarbeitstag1 führungsfrist beim Zahlungsdienstleister des Soweit es sich hierbei um Folgeschäden han-
nach ihrer Vornahme rückgängig gemacht, Zahlungsempfängers eingeht. delt, ist die Haftung zusätzlich auf höchstens
wenn 12.500 EUR je Zahlung begrenzt. Diese Haf-
– der Bank keine Bestätigung des Kunden ge- (2) Die Ausführungsfrist beginnt an dem im tungsbeschränkungen gelten nicht für Vorsatz
mäß Nr. II 2.2 vorliegt, Lastschriftdatensatz angegebenen Fälligkeits- oder grobe Fahrlässigkeit der Bank und für
– der Bank ein Widerruf des Firmenlastschrift- tag. Fällt dieser Tag nicht auf einen Geschäfts- Gefahren, die die Bank besonders übernom-
mandats gemäß Nr. II 2.3 zugegangen ist, tag gemäß „Preis- und Leistungsverzeichnis men hat.
– der Bank eine Zurückweisung der Lastschrift FYRST“ der Bank, so beginnt die Ausfüh-
des Kunden gemäß Nr. II 2.4 zugegangen ist, rungsfrist am darauf folgenden Geschäftstag.
– der Kunde über kein für die Einlösung der
Lastschrift ausreichendes Guthaben auf sei- (3) Die Bank unterrichtet den Kunden über die
nem Konto oder über keinen ausreichenden Ausführung der Zahlung auf dem für Kontoin-
Kredit verfügt (fehlende Kontodeckung); Teil- formationen vereinbarten Weg und in der ver-
einlösungen nimmt die Bank nicht vor, einbarten Häufigkeit.
– die im Lastschriftdatensatz angegebene
IBAN des Zahlungspflichtigen keinem Konto
des Kunden bei der Bank zuzuordnen ist,
oder
– die Lastschrift nicht von der Bank verarbeit-
bar ist, da im Lastschriftdatensatz

1) Bankarbeitstage sind alle Werktage außer Sonnabende sowie 24. und 31. Dezember.
Seite 22

6.3 Haftungs- und Einwendungsaus- Anhang: Liste der zu SEPA gehörigen


schluss Staaten und Gebiete
(1) Eine Haftung der Bank nach Nr. II 6.2. ist
ausgeschlossen, 1 | Staaten des Europäischen Wirtschafts-
• wenn die Bank gegenüber dem Kunden raums (EWR)
nachweist, dass der Zahlungsbetrag recht-
zeitig und ungekürzt beim Zahlungsdienst- 1.1 Mitgliedsstaaten der Europäischen
leister des Zahlungsempfängers eingegan- Union:
gen ist, oder Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland,
• soweit die Zahlung in Übereinstimmung mit Estland, Finnland, Frankreich (einschließlich
der vom Zahlungsempfänger angegebenen Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique,
fehlerhaften Kundenkennung des Zahlungs- Mayotte, Réunion), Griechenland, Irland, Italien,
empfängers ausgeführt wurde. In diesem Fall Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta,
kann der Kunde von der Bank jedoch verlan- Niederlande, Österreich, Polen, Portugal,
gen, dass sie sich im Rahmen ihrer Möglich- Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien,
keiten darum bemüht, den Zahlungsbetrag Spanien, Tschechische Republik, Ungarn,
wiederzuerlangen. Für diese Wiederbeschaf- ­Vereinigtes Königreich von Groß­britannien
fung berechnet die Bank das im „Preis- und und Nordirland, Zypern.
Leistungsverzeichnis FYRST“ ausgewiesene
Entgelt. 1.2 Weitere Staaten:
Island, Liechtenstein, Norwegen.
(2) Ansprüche des Kunden nach Nr. II 6.1 und
II 6.2 und Einwendungen des Kunden gegen 2 Sonstige Staaten und Gebiete:
die Bank aufgrund nicht oder fehlerhaft aus- Andorra, Guernsey, Isle of Man, Jersey, Monaco,
geführter Zahlungen oder aufgrund nicht au- Saint-Pierre und Miquelon, San Marino,
torisierter Zahlungen sind ausgeschlossen, Schweiz und Vatikanstadt.
wenn der Kunde die Bank nicht spätestens 13
Monate nach dem Tag der Belastung mit einer
nicht autorisierten oder fehlerhaft ausgeführ- Fassung: 1. Juni 2019
ten Zahlung hiervon unterrichtet hat. Der Lauf
der Frist beginnt nur, wenn die Bank den Kun-
den über die Belastungsbuchung der Zahlung
entsprechend dem für Kontoinformationen
vereinbarten Weg spätestens innerhalb eines
Monats nach der Belastungsbuchung unter-
richtet hat; anderenfalls ist für den Fristbeginn
der Tag der Unterrichtung maßgeblich. Scha-
densersatzansprüche aus einer verschuldens-
abhängigen Haftung der Bank nach Nr. II 6.2
kann der Kunde auch nach Ablauf der Frist in
Satz 1 geltend machen, wenn er ohne Ver-
schulden an der Einhaltung dieser Frist verhin-
dert war.

(3) Ansprüche des Kunden sind ausgeschlos-


sen, wenn die einen Anspruch begründenden
Umstände
• auf einem ungewöhnlichen und unvorher-
sehbaren Ereignis beruhen, auf das die Bank
keinen Einfluss hat, und dessen Folgen trotz
Anwendung der gebotenen Sorgfalt nicht
hätten vermieden werden können, oder
• von der Bank aufgrund einer gesetzlichen
Verpflichtung herbeigeführt wurden.
Seite 23

FYRST CARD (Debitcard)

A  Garantierte Zahlungsformen kennzeichnet sind (girocard-Terminals), Sperrung seiner Zusatzanwendung vorsieht.


soweit an den Kassenterminals für den je- Die Sperrung einer bankgenerierten Zusatzan-
weiligen kontaktlosen Einsatz nicht die Ein- wendung der Bank kommt nur gegenüber der
I Geltungsbereich gabe einer PIN verlangt wird. Bank in Betracht und richtet sich nach dem
(b) Zum kontaktlosen Einsatz bei Handels- und mit der Bank abgeschlossenen Vertrag. So-
Die von der Bank ausgegebene FYRST CARD Dienstleistungsunternehmen an Kassenter- lange die Rückgabe der Karte nicht erfolgt ist,
ist eine Debitkarte (im Folgenden „Karte“ minals im Rahmen von fremden Debitkarten- besteht die Möglichkeit, dass sie weiterhin
­genannt). Der Karteninhaber kann die Karte, systemen soweit an den Kassenterminals zum Verbrauch der noch in der GeldKarte ge-
soweit diese entsprechend ausgestattet ist, ­ für den jeweiligen kontaktlosen Einsatz speicherten Beträge verwendet wird. Auch
für folgende Zahlungsdienste nutzen: nicht die Eingabe einer PIN verlangt wird. eine Nutzung der auf der Karte gespeicherten
Die Akzeptanz der Karte im Rahmen eines Zusatzanwendungen ist weiterhin möglich.
1 | In Verbindung mit der persönlichen fremden Systems erfolgt unter dem für das
Geheimzahl (PIN) in deutschen Debit­ fremde System geltenden Akzeptanzlogo. 3 | Finanzielle Nutzungsgrenze
kartensystemen: (c) Als GeldKarte zum bargeldlosen Bezahlen
an Kassenterminals des Handels- und Der Karteninhaber darf Verfügungen mit sei-
(a) Zur Bargeldauszahlung an Geldautomaten Dienstleistungsbereiches im Inland, die mit ner Karte nur im Rahmen des Kontoguthabens
im Rahmen des deutschen Geldautomaten- dem GeldKarte-Logo gekennzeichnet sind oder eines vorher für das Konto eingeräumten
systems, die mit dem girocard-Logo ge- (GeldKarte-Terminals). Kredits vornehmen. Auch wenn der Kartenin-
kennzeichnet sind. (d) Zur Bargeldeinzahlung an Schaltern der haber diese Nutzungsgrenze bei seinen Verfü-
(b) Z ur bargeldlosen Zahlung bei Handels- und Bank auf dasjenige Zahlungskonto, für das gungen nicht einhält, ist die Bank berechtigt,
Dienstleistungsunternehmen an Kassenter- die Karte ausgegeben worden ist, soweit den Ersatz der Aufwendungen zu verlangen,
minals im Rahmen des deutschen girocard-­ dort ein bankeigenes Kartenterminal vor- die aus der Nutzung der Karte entstehen. Die
Systems, die mit dem girocard-Logo ge- handen ist; der Karteninhaber erhält einen Buchung solcher Verfügungen auf dem Konto
kennzeichnet sind („girocard-Terminals“). Nachweis über die erfolgte Einzahlung. führt zu einer geduldeten Kontoüberziehung.
(c) Z um Aufladen der Karte als GeldKarte an (e) A ußerhalb der Erbringung von Zahlungs-
Geldautomaten und insbesondere Ladeter- diensten und ohne, dass mit der Funktion 4 | Umrechnung von Fremdwährungs­
minals, die mit dem GeldKarte-Logo ge- eine Garantie der Bank verbunden ist: beträgen
kennzeichnet sind. – Für Kontostandsabfragen an Schaltern der
(d) Z ur Auftragserteilung und zum Abruf kun- Bank, soweit eine entsprechende technische Nutzt der Karteninhaber die Karte für Verfü-
denbezogener Informationen an den SB- Ausstattung des Schalters vorhanden ist, gungen, die nicht auf Euro lauten, wird das
Terminals und Geldautomaten der Bank. und an Geldautomaten der Bank. Konto gleichwohl in Euro belastet. Die Bestim-
(e) Zum Aufladen eines Prepaid-Mobilfunk- – Als Speichermedium für Zusatzanwendun­gen mung des Kurses bei Fremdwährungsgeschäften
Kontos, das ein Mobilfunknutzer bei der Bank nach Maßgabe des mit der Bank ergibt sich aus dem „Preis- und Leistungsver-
einem Mobilfunkanbieter unterhält, an abgeschlossenen Vertrages (bankgenerierte zeichnis FYRST“. Eine Änderung des in der
einem Geldautomaten, sofern der Geldau- Zusatzanwendung) oder eines Handels- und Umrechnungsregelung genannten Referenz-
tomatenbetreiber diese Funktion anbietet Dienstleistungsunternehmens nach Maß- wechselkurses wird unmittelbar und ohne vor-
und der Mobilfunkanbieter an dem System gabe des vom Karteninhaber mit diesem ab- herige Benachrichtigung des Kunden wirksam.
teilnimmt. geschlossenen Vertrages (unternehmensge-
(f) Zum Erhalt des Zugangs zum FYRST Banking- nerierte Zusatzanwendung). 5 | Rückgabe der Karte
Angebot der Bank - an SB-Terminals der Bank.
(1) Die Karte bleibt im Eigentum der Bank. Sie
2 | In Verbindung mit der persönlichen II  Allgemeine Regeln ist nicht übertragbar. Die Karte ist nur für den
Geheimzahl (PIN) in fremden Debitkarten- auf der Karte angegebenen Zeitraum gültig.
systemen: 1 | Ausgabe der Karte
(2) Mit Ausgabe der neuen, spätestens aber
(a) Zur Bargeldauszahlung an Geldautomaten Die Karte kann als physische Karte und zusätz- nach Ablauf der Gültigkeit der Karte ist die
im Rahmen eines fremden Geldautomaten- lich, soweit von der Bank angeboten, als digi- Bank berechtigt, die alte Karte zurückzuver-
systems, soweit die Karte entsprechend tale Karte zur Speicherung auf einem Telekom- langen bzw. die Löschung der digitalen Karte
ausgestattet ist. munikations-, Digital- oder IT-Gerät (mobiles zu verlangen oder selbst zu veranlassen. Endet
(b) Zur bargeldlosen Zahlung bei Handels- und Endgerät) ausgegeben werden. Diese Besonde- die Berechtigung, die Karte zu nutzen, vorher
Dienstleistungsunternehmen an Kassenter- ren Bedingungen gelten für beide Kartenfor­ (z. B. durch Kündigung der Kontoverbindung
minals im Rahmen eines fremden Systems, men gleichermaßen, es sei denn, es ist oder des Kartenvertrages), so hat der Karten-
soweit die Karte entsprechend ausgestattet ausdrücklich etwas anderes geregelt. inhaber die Karte unverzüglich an die Bank
ist. In einigen Ländern kann je nach System zurückzugeben bzw. die digitale Karte zu
anstelle der PIN die Unterschrift gefordert 2 | Karteninhaber und Vollmacht löschen. Ein zum Zeitpunkt der Rückgabe noch
werden. in der GeldKarte gespeicherter Betrag wird
(c) Z um Aufladen eines Prepaid-Mobilfunk- Die Karte gilt für das auf ihr angegebene Konto. dem Karteninhaber erstattet. Auf der Karte
Kontos, das ein Mobilfunknutzer bei einem Sie kann nur auf den Namen des Kontoinha- befindliche unternehmensgenerierte Zusatz-
Mobilfunkanbieter unterhält, an dem Geld- bers oder einer Person ausgestellt werden, anwendungen hat der Karteninhaber bei dem
automaten eines fremden Systems, sofern der der Kontoinhaber Kontovollmacht erteilt Unternehmen, das die Zusatzanwendung auf
der Geldautomatenbetreiber diese Funktion hat. Wenn der Kontoinhaber die Kontovoll- die Karte aufgebracht hat, unverzüglich ent-
anbietet und der Mobilfunkanbieter an macht widerruft, ist er dafür verantwortlich, fernen zu lassen. Die Möglichkeit zur weiteren
dem System teilnimmt. Die Akzeptanz der dass die an den Bevollmächtigten ausgege- Nutzung einer bankgenerierten Zusatzanwen-
Karte im Rahmen eines fremden Systems bene Karte an die Bank zurückgegeben wird. dung richtet sich nach dem Vertragsverhältnis
erfolgt unter dem für das fremde System Die Bank wird die Karte nach Widerruf der zwischen dem Karteninhaber und der Bank.
geltenden Akzeptanzlogo. Vollmacht für die Nutzung an Geldautomaten
und automatisierten Kassen sowie für die 6 | Sperre und Einziehung der Karte
3 | Ohne Einsatz der persönlichen Aufladung der GeldKarte elektronisch sper- (1) Die Bank darf die Karte sperren und den
Geheimzahl (PIN): ren. Eine Sperrung einer unternehmensgene- Einzug der Karte (z. B. an Geldautomaten)
rierten Zusatzanwendung kommt nur gegen- veranlassen,
(a) Zum kontaktlosen Einsatz bei Handels- und über dem Unternehmen in Betracht, das die – wenn sie berechtigt ist, den Kartenvertrag
Dienstleistungsunternehmen an Kassenter- Zusatzanwendung in den Chip der Karte ein- aus wichtigem Grund zu kündigen,
minals im Rahmen des deutschen girocard- gespeichert hat, und ist nur dann möglich, – wenn sachliche Gründe im Zusammenhang
Systems die mit dem girocard-Logo ge- wenn das Unternehmen die Möglichkeit zur mit der Sicherheit der Karte dies rechtferti-
gen oder
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– wenn der Verdacht einer nicht autorisierten Beispiel Geld an Geldautomaten abzuheben). zusätzlich eine PIN oder die Unterschrift erfor-
oder betrügerischen Verwendung der Karte Sofern der Karteninhaber eine digitale Karte derlich ist, wird die Zustimmung erst mit deren
besteht. nutzt und der Zugriff auf das Mobiltelefon Einsatz erteilt. Nach Erteilung der Zustimmung
oder ein anderes Kommunikationsgerät durch kann der Karteninhaber die Kartenzahlung
Darüber wird die Bank den Kontoinhaber un- ein vom Karteninhaber wählbares Legitimati- nicht mehr widerrufen.
ter Angabe der hierfür maßgeblichen Gründe onsmedium abgesichert werden kann, darf In dieser Autorisierung ist zugleich die aus­
möglichst vor, spätestens jedoch unverzüglich der Karteninhaber zur Absicherung des Zu- drückliche Zustimmung enthalten, dass die
nach der Sperre oder Löschung unterrichten. griffs nicht dieselbe PIN verwenden, die für Bank die für die Ausführung der Kartenzah-
Die Bank wird die Karte entsperren oder diese die Nutzung der Karte erforderlich ist. lung notwendigen personenbezogenen Daten
durch eine neue Karte ersetzen, wenn die des Karteninhabers verarbeitet, übermittelt
Gründe für die Sperre nicht mehr gegeben 7.4  Unterrichtungs- und Anzeigepflichten und speichert.
sind. Auch hierüber unterrichtet sie den Kar- (1) Stellt der Karteninhaber den Verlust oder
teninhaber unverzüglich. Diebstahl seiner Karte bzw. des mobilen End- 9 | Sperrung eines verfügbaren Geld-
geräts mit digitaler Karte, die missbräuchliche betrags
(2) Zum Zeitpunkt der Einziehung noch in der Verwendung oder eine sonstige nicht autori-
GeldKarte gespeicherte Beträge werden dem sierte Nutzung von Karte oder PIN fest, so ist Die Bank ist berechtigt, auf dem Konto des
Karteninhaber erstattet. die Bank, und zwar möglichst die kontofüh- Kontoinhabers einen im Rahmen der finan-
rende Stelle, unverzüglich zu benachrichtigen ziellen Nutzungsgrenze gemäß Nr. II 3
(3) Befindet sich auf der Karte für das Banking (Sperranzeige). Die Sperranzeige kann der verfügbaren Geldbetrag zu sperren, wenn
ein TAN-Generator oder eine Signaturfunk- Karteninhaber auch jederzeit gegenüber dem – der Zahlungsvorgang vom oder über den
tion, so hat die Sperre der Karte auch eine zentralen Sperrannahmedienst der Bank abge- Zahlungsempfänger ausgelöst worden ist
Sperre des Banking-Zugangs zur Folge. ben. In diesem Fall ist eine Kartensperre nur und
möglich, wenn der Name der Bank – mög- – der Karteninhaber auch der genauen Höhe des
(4) Hat der Karteninhaber auf einer eingezo- lichst mit Bankleitzahl – und die Kontonum- zu sperrenden Geldbetrags zugestimmt hat.
genen Karte eine Zusatzanwendung gespei- mer angegeben werden. Der zentrale Sperran- Den gesperrten Geldbetrag gibt die Bank un-
chert, so hat der Einzug der Karte zur Folge, nahmedienst sperrt alle für das betreffende beschadet sonstiger gesetzlicher oder vertrag-
dass er die Zusatzanwendung nicht mehr nut- Konto ausgegebenen Karten für die weitere licher Rechte unverzüglich frei, nachdem ihr
zen kann. Zum Zeitpunkt der Einziehung in Nutzung an Geldautomaten und automatisier- der genaue Zahlungsbetrag mitgeteilt worden
der Karte gespeicherte unternehmensgene- ten Kassen. Zur Beschränkung der Sperre auf oder der Zahlungsauftrag zugegangen ist.
rierte Zusatzanwendungen kann der Kartenin- die abhandengekommene Karte muss sich
haber von der Bank herausverlangen, nach- der Karteninhaber mit seiner Bank, möglichst 10 | Ablehnung von Kartenzahlungen
dem diese die Karte von der Stelle, die die mit der kontoführenden Stelle, in Verbindung durch die Bank
Karte eingezogen hat, zur Verfügung gestellt setzen. Die Kontaktdaten, unter denen eine
bekommen hat. Die Bank ist berechtigt, das Sperranzeige abgegeben werden kann, wer- Die Bank ist berechtigt, die Kartenzahlung
Herausgabeverlangen in Bezug auf die unter- den dem Karteninhaber gesondert mitgeteilt. abzulehnen, wenn
nehmensgenerierten Zusatzanwendungen da- Der Karteninhaber hat jeden Diebstahl oder – sich der Karteninhaber nicht mit seiner PIN
durch zu erfüllen, dass sie dem Karteninhaber Missbrauch unverzüglich bei der Polizei anzu- legitimiert hat,
die um die Zahlungsverkehrsfunktionen berei- zeigen. – der für die Kartenzahlung geltende Verfü-
nigte Karte aushändigt. Die Möglichkeit zur gungsrahmen oder
weiteren Nutzung einer bankgenerierten Zu- (2) Hat der Karteninhaber den Verdacht, dass – die finanzielle Nutzungsgrenze nicht ein-
satzanwendung richtet sich nach den für jene eine andere Person unberechtigt in den Besitz gehalten ist oder
Zusatzanwendung geltenden Regeln. seiner Karte gelangt ist, eine missbräuchliche – die Karte gesperrt ist.
Verwendung oder eine sonstige nicht autori- Hierüber wird der Karteninhaber über das
7 | Sorgfalts- und Mitwirkungspflichten sierte Nutzung von Karte oder PIN vorliegt, Terminal, an dem die Karte eingesetzt wird,
des Karteninhabers muss er ebenfalls eine Sperranzeige abgeben. unterrichtet.

7.1 Unterschrift (3) Befindet sich auf der Karte ein TAN-Gene- 11 | Ausführungsfrist
Sofern die Karte ein Unterschriftsfeld vorsieht, rator oder eine Signaturfunktion, so hat die
hat der Karteninhaber die Karte nach Erhalt Sperre der Karte auch eine Sperrung des Ban- Der Zahlungsvorgang wird vom Zahlungsemp-
unverzüglich auf dem Unterschriftsfeld zu king-Zugangs zur Folge. fänger ausgelöst. Nach Zugang des Zahlungs-
unterschreiben. auftrages bei der Bank ist diese verpflichtet,
(4) Eine Sperrung einer unternehmensgene- sicherzustellen, dass der Kartenzahlungsbe-
7.2  Sorgfältige Aufbewahrung der Karte rierten Zusatzanwendung kommt nur gegen- trag spätestens an dem im „Preis- und Leis-
Die Karte ist mit besonderer Sorgfalt aufzube- über dem Unternehmen in Betracht, das die tungsverzeichnis FYRST“ angegebenen Zeit-
wahren, um zu verhindern, dass sie abhanden- Zusatzanwendung in den Chip der Karte ein- punkt beim Zahlungsdienstleister des
kommt oder missbräuchlich verwendet wird. gespeichert hat, und ist nur dann möglich, Zahlungsempfängers eingeht.
Sie darf insbesondere nicht unbeaufsichtigt im wenn das Unternehmen die Möglichkeit zur
Kraftfahrzeug aufbewahrt werden, da sie Sperrung seiner Zusatzanwendung vorsieht. 12 | Entgelte und deren Änderung
missbräuchlich eingesetzt werden kann. Darü- Die Sperrung einer bankgenerierten Zusatzan-
ber hinaus kann jeder, der im Besitz der Karte wendung kommt nur gegenüber der Bank in (1) Die vom Kontoinhaber gegenüber der Bank
ist, den in der GeldKarte gespeicherten Betrag Betracht und richtet sich nach dem mit der geschuldeten Entgelte ergeben sich aus dem
verbrauchen. Bank abgeschlossenen Vertrag. „Preis- und Leistungsverzeichnis FYRST“ der
Bank.
7.3  Geheimhaltung der persönlichen (5) Durch die Sperre der Karte bei der Bank
­Geheimzahl (PIN) bzw. dem zentralen Sperrannahmedienst wird (2) Änderungen der Entgelte werden dem
Der Karteninhaber hat dafür Sorge zu tragen, nicht der Zugang zum mobilen Endgerät ge- Kontoinhaber spätestens zwei Monate vor
dass keine andere Person Kenntnis von der sperrt. Eine Sperrung der sonstigen Funktio­ dem Zeitpunkt ihres Wirksamwerdens in Text-
persönlichen Geheimzahl (PIN) erlangt. Die nen auf dem mobilen Endgerät kann nur form angeboten. Hat der Kontoinhaber mit
PIN darf insbesondere nicht auf der Karte ver- gegenüber dem jeweiligen Anbieter dieser der Bank im Rahmen der Geschäftsbeziehung
merkt, bei einer digitalen Karte nicht im mobi- Funktionen erfolgen. einen elektronischen Kommunikationsweg
len Endgerät oder in einem anderen Kommu- vereinbart (z. B. das Banking), können die Än-
nikationsgerät gespeichert oder in anderer 8 | Autorisierung von Kartenzahlungen derungen auch auf diesem Wege angeboten
Weise zusammen mit dieser aufbewahrt wer- durch den Karteninhaber werden. Der Kontoinhaber kann den Ände-
den. Denn jede Person, die die PIN kennt und rungen vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt
in den Besitz der Karte kommt, hat die Mög- Mit dem Einsatz der Karte erteilt der Kartenin- ihres Wirksamwerdens entweder zustimmen
lichkeit, zulasten des auf der Karte angege- haber die Zustimmung (Autorisierung) zur oder sie ablehnen. Die Zustimmung des
benen Kontos Verfügungen zu tätigen (zum Ausführung der Kartenzahlung. Soweit dafür Konto­inhabers gilt als erteilt, wenn er seine
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Ablehnung nicht vor dem vorgeschlagenen mitgeteilt, hat die Bank ihre Verpflichtung aus a­ ußerhalb des EWR (Drittstaatenwährung)2,
Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ände- Satz 2 unverzüg­lich zu prüfen und zu erfüllen, beschränkt sich die Haftung der Bank für das
rungen angezeigt hat. Auf diese Genehmi- wenn sich der Betrugsverdacht nicht bestätigt. Verschulden einer an der Abwicklung des Zah-
gungswirkung wird ihn die Bank in ihrem An- lungsvorgangs beteiligten Stelle auf die sorg-
gebot besonders hinweisen. 14.2  Ansprüche bei nicht erfolgter oder fältige Auswahl und Unterweisung einer sol-
fehlerhafter oder verspäteter Ausführung chen Stelle. Hat der Karteninhaber durch ein
Werden dem Kontoinhaber Änderungen der einer autorisierten Kartenverfügung schuldhaftes Verhalten zur Entstehung des
Entgelte angeboten, kann er diese Geschäfts- (1) Im Falle einer nicht erfolgten oder fehler- Schadens beigetragen, bestimmt sich nach
beziehung vor dem vorgeschlagenen Zeitpunkt haften Ausführung einer autorisierten Karten- den Grundsätzen des Mitverschuldens, in wel-
des Wirksamwerdens der Änderungen auch verfügung in Form der chem Umfang Bank und Karteninhaber den
fristlos und kostenfrei kündigen. Auf dieses – Bargeldauszahlung an einem Geldautomaten, Schaden zu tragen haben. Die Haftung nach
Kündigungsrecht wird ihn die Bank in ihrem – Verwendung der Karte an automatisierten diesem Absatz ist auf 12.500 EUR je Karten-
Angebot besonders hinweisen. Die Änderung von Kassen von Handels- und Dienstleistungsun- zahlung begrenzt. Diese betragsmäßige
Entgelten für den Zahlungsdiensterahmenver- ternehmen, Haftungsbeschränkung gilt nicht
trag (Girovertrag) richtet sich nach Nr. 12 Ab- – Aufladung der GeldKarte, – für nicht autorisierte Kartenverfügungen,
satz 5 der Allgemeinen Geschäftsbedingun­gen. – Verwendung der Karte zum Aufladen eines – bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit der
Prepaid-Mobilfunk-Kontos Bank und,
(3) Bei Entgelten und deren Änderung für Zah- kann der Kontoinhaber von der Bank die un- – für Gefahren, die die Bank besonders über-
lungen von Kontoinhabern, die keine Verbrau- verzügliche und ungekürzte Erstattung des nommen hat.
cher sind, bleibt es bei den Regelungen in Nr. Verfügungsbetrages insoweit verlangen, als
12 Absätze 2 bis 6 der Allgemeinen Ge- die Kartenverfügung nicht erfolgte oder feh- 14.4  Haftungs- und Einwendungsaus-
schäftsbedingungen. lerhaft war. Wurde der Betrag seinem Konto schluss
belastet, bringt die Bank dieses wieder auf (1) Ansprüche gegen die Bank nach Nr. 14.1
13 | Information des Kontoinhabers über den Stand, auf dem es sich ohne die nicht bis 14.3 sind ausgeschlossen, wenn der Kon-
den Kartenzahlungsvorgang erfolgte oder fehlerhafte Kartenverfügung toinhaber die Bank nicht spätestens 13 Mo-
befunden hätte. nate nach dem Tag der Belastung mit der Kar-
Die Bank unterrichtet den Kontoinhaber min- tenverfügung darüber unterrichtet hat, dass
destens einmal monatlich über die mit der (2) Der Kontoinhaber kann über den Absatz 1 es sich um eine nicht autorisierte, nicht er-
Karte getätigten Zahlungsvorgänge auf dem hinaus von der Bank die Erstattung der Ent- folgte oder fehlerhafte Kartenverfügung han-
für Kontoinformationen vereinbarten Weg. gelte und Zinsen insoweit verlangen, als ihm delt. Der Lauf der 13-monatigen Frist beginnt
Mit Kontoinhabern, die nicht Verbraucher diese im Zusammenhang mit der nicht er- nur, wenn die Bank den Kontoinhaber über
sind, wird die Art und Weise sowie die zeit- folgten oder fehlerhaften Ausführung der die aus der Kartenverfügung resultierende Be-
liche Folge der Unterrichtung gesondert ver- autorisierten Kartenverfügung in Rechnung lastungsbuchung entsprechend dem für Kon-
einbart. Über die mit der GeldKarte getätigten gestellt oder seinem Konto belastet wurden. toinformationen vereinbarten Weg spätestens
einzelnen Bezahlvorgänge und den Zahlungs- innerhalb eines Monats nach der Belastungs-
empfänger unterrichtet die Bank den Kontoin- (3) Geht der Zahlungsbetrag beim Zahlungs- buchung unterrichtet hat; anderenfalls ist für
haber nicht. Die mit der GeldKarte getätigten dienstleister des Zahlungsempfängers erst den Fristbeginn der Tag der Unterrichtung
Bezahlvorgänge kann der Karteninhaber mit- nach Ablauf der Ausführungsfrist in Nr. II 11 maßgeblich. Haftungsansprüche nach Nummer
hilfe eines Chipkartenlesers nachvollziehen. ein (Verspätung), kann der Zahlungsempfänger 12.3 kann der Kontoinhaber auch nach Ablauf
von seinem Zahlungsdienstleister verlangen, der Frist in Satz 1 geltend machen, wenn er
14 | Erstattungs- und Schadensersatz­ dass dieser die Gutschrift des Zahlungsbe- ohne Verschulden an der Einhaltung dieser
ansprüche des Kontoinhabers trages auf dem Konto des Zahlungsempfän- Frist verhindert war.
gers so vornimmt, als sei die Kartenzahlung
14.1  Erstattung bei nicht autorisierter ordnungsgemäß ausgeführt worden. (2) Ansprüche des Kontoinhabers gegen die
Kartenverfügung Bank sind ausgeschlossen, wenn die einen
Im Falle einer nicht autorisierten Kartenver- (4) Wurde eine autorisierte Kartenverfügung Anspruch begründenden Umstände
fügung in Form der nicht oder fehlerhaft ausgeführt, wird die – auf einem ungewöhnlichen und unvorher-
– Bargeldauszahlung an einem Geldautomaten, Bank die Kartenverfügung auf Verlangen des sehbaren Ereignis beruhen, auf das die Bank
– Verwendung der Karte an automatisierten Karteninhabers nachvollziehen und ihn über keinen Einfluss hat und dessen Folgen trotz
Kassen von Handels- und Dienstleistungs­ das Ergebnis unterrichten. Anwendung der gebotenen Sorgfalt von ihr
unternehmen, nicht hätten vermieden werden können,
– Aufladung der GeldKarte, 14.3  Schadensersatzansprüche wegen oder
– Verwendung der Karte zum Aufladen eines Pflichtverletzung – von der Bank aufgrund einer gesetzlichen
Prepaid-Mobilfunk-Kontos Im Falle einer nicht autorisierten Kartenverfü- Verpflichtung herbeigeführt wurden.
hat die Bank gegen den Kontoinhaber keinen gung oder im Falle einer nicht erfolgten oder
Anspruch auf Erstattung ihrer Aufwendungen. fehlerhaften oder verspäteten Ausführung ei- 15 | Haftung des Kontoinhabers für nicht
Die Bank ist verpflichtet, dem Kontoinhaber ner autorisierten Kartenverfügung kann der autorisierte Kartenverfügungen
den Betrag unverzüglich und ungekürzt zu er- Kontoinhaber von der Bank einen Schaden, der
statten. Wurde der Betrag seinem Konto belas­ nicht bereits von Nr. 14.1 oder 14.2 erfasst ist, 15.1  Haftung des Kontoinhabers bis zur
tet, bringt die Bank dieses wieder auf den ersetzt verlangen. Dies gilt nicht, wenn die Sperranzeige
Stand, auf dem es sich ohne die nicht autori- Bank die Pflichtverletzung nicht zu vertreten (1) Verliert der Karteninhaber seine Karte oder
sierte Kartenverfügung befunden hätte. Diese hat. Die Bank hat hierbei ein Verschulden, das PIN, werden sie ihm gestohlen oder kommen
Verpflichtung ist spätestens bis zum Ende des einer zwischen­geschalteten Stelle zur Last fällt, sie sonst abhanden und kommt es dadurch zu
Geschäftstags gemäß „Preis- und Leistungs- wie eigenes Verschulden zu vertreten, es sei nicht autorisierten Kartenverfügungen in Form
verzeichnis FYRST“ zu erfüllen, der auf den denn, dass die wesentliche Ursache bei einer der
Tag folgt, an welchem der Bank angezeigt zwischengeschalteten Stelle liegt, die der Kar- – Bargeldauszahlung an einem Geldautomaten,
wurde, dass die Kartenzahlung nicht autori- teninhaber vorgegeben hat. Handelt es sich – Verwendung der Karte an automatisierten
siert ist, oder die Bank auf andere Weise da- bei dem Kontoinhaber nicht um einen Ver- Kassen von Handels- und Dienstleistungs-
von Kenntnis erhalten hat. Hat die Bank einer braucher oder erfolgt der Einsatz der Karte in unternehmen,
zuständigen Behörde berechtigte Gründe für einem Land außerhalb Deutschlands und des – Aufladung der GeldKarte,
den Verdacht, dass ein betrügerisches Verhal- Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) (Dritt- – Verwendung der Karte zum Aufladen eines
ten des Karteninhabers vorliegt, schriftlich staat)1 oder in der Währung eines Staates Prepaid-Mobilfunk-Kontos
1) Zum Europäischen Wirtschaftsraum gehören derzeit: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich (einschließlich Französisch-Guayana, Guadeloupe,
Martinique, Mayotte, Réunion), Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal,
Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland, Zypern.
2) Zu den EWR-Währungen gehören derzeit: Euro, Britisches Pfund Sterling, Bulgarischer Lew, Dänische Krone, Isländische Krone, Kroatische Kuna, Schweizer Franken, Norwe-
gische Krone, Polnischer Zloty, Rumänischer Leu, Schwedische Krone, Tschechische Krone, Ungarischer Forint.
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so haftet der Kontoinhaber für Schäden, die (7) Abweichend von den Absätzen 1 und 2 ist bereits ausgeschöpft ist. Verfügungen, mit
bis zum Zeitpunkt der Sperranzeige verursacht der Kunde nicht zum Schadensersatz verpflich- denen der Verfügungsrahmen der Karte über-
werden, in Höhe von maximal 50 EUR, ohne tet, wenn die Bank vom Karteninhaber eine schritten würde, werden unabhängig vom
dass es darauf ankommt, ob den Karteninha- starke Kundenauthentifizierung nach § 1 Ab- aktuellen Kontostand und einem etwa vorher
ber an dem Verlust, Diebstahl oder sonstigen satz 24 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz nicht für das Konto eingeräumten Kredit abgewie-
Abhandenkommen ein Verschulden trifft. verlangt hat oder der Zahlungsempfänger oder sen. Der Karteninhaber darf den Verfügungs-
sein Zahlungsdienstleister diese nicht akzeptiert rahmen der Karte nur im Rahmen des Konto-
(2) Der Kontoinhaber haftet nicht nach Absatz hat, obwohl die Bank zur starken Kundenau- guthabens oder eines vorher für das Konto
1, wenn thentifizierung nach § 55 ZAG verpflichtet war. eingeräumten Kredits in Anspruch nehmen.
– es dem Karteninhaber nicht möglich gewe- Eine starke Kundenauthentifizierung erfordert Der Kontoinhaber kann mit der kontoführen-
sen ist, den Verlust, den Diebstahl, das Ab- insbesondere die Verwendung von zwei vonei- den Stelle eine Änderung des Verfügungs­
handenkommen oder eine sonstige miss- nander unabhängigen Authentifizierungsele- rahmens der Karte für alle zu seinem Konto
bräuchliche Verwendung der Karte (oder des menten aus den Kategorien Wissen (das ist die ausgegebenen Karten vereinbaren. Ein Bevoll-
mobilen Endgeräts mit der digitalen Karte) PIN), Besitz (das ist die Karte) oder Inhärenz (et- mächtigter, der eine Karte erhalten hat, kann
vor der nicht autorisierten Kartenverfügung was, das der Teilnehmer ist, zum Beispiel Finger- nur eine Herabsetzung für diese Karte verein-
zu bemerken, oder abdruck). baren.
– der Verlust der Karte durch einen Angestell-
ten, einen Agenten, eine Zweigniederlassung (8) Absätze 2,4,6 und 7 finden keine Anwen- 1.2  Fehleingabe der Geheimzahl
der Bank oder eine sonstige Stelle, an die dung, wenn der Karteninhaber in betrügerischer Die Karte kann an Geldautomaten sowie an
Tätigkeiten der Bank ausgelagert wurden, Absicht gehandelt hat. automatisierten Kassen, an denen im Zusam-
verursacht worden ist. menhang mit der Verwendung der Karte die
15.2 Haftung des Kontoinhabers ab Sperr- PIN eingegeben werden muss, nicht mehr ein-
(3) Der Kontoinhaber trägt den aufgrund nicht anzeige gesetzt werden, wenn die persönliche Ge-
autorisierter Kartenverfügungen entstehenden Sobald der Bank oder dem zentralen Sperr­ heimzahl dreimal hintereinander falsch einge-
Schaden nach Absatz 1 auch über einen Be- annahmedienst der Verlust oder Diebstahl der geben wurde. Der Karteninhaber sollte sich in
trag von maximal 50 EUR hinaus, wenn der Karte, die missbräuchliche Verwendung oder diesem Fall mit seiner Bank, möglichst mit der
Karteninhaber die ihm nach diesen Bedingun­ eine sonstige nicht autorisierte Nutzung von kontoführenden Stelle, in Verbindung setzen.
gen obliegenden Pflichten fahrlässig verletzt Karte oder PIN angezeigt wurde, übernimmt
hat. Hat die Bank durch eine Verletzung ihrer die Bank alle danach durch Verfügungen in 1.3  Zahlungsverpflichtung der Bank;
Pflichten zur Entstehung des Schadens beige- Form der ­Reklamationen
tragen, haftet die Bank für den entstandenen – Bargeldauszahlung an einem Geldautomaten, Die Bank hat sich gegenüber den Betreibern
Schaden im Umfang des von ihr zu vertreten­ – Verwendung der Karte an automatisierten von Geldautomaten und automatisierten Kas-
den Mitverschuldens. Kassen von Handels- und Dienstleistungsun- sen vertraglich verpflichtet, die Beträge, über
ternehmen, die unter Verwendung der an den Kartenin-
(4) Der Kontoinhaber ist nicht zum Ersatz – Aufladung der GeldKarte und haber ausgegebenen Karte verfügt wurde, an
des Schadens nach Absatz 1 bis 3 verpflichtet, – Verwendung der Karte zum Aufladen eines die Betreiber zu vergüten. Einwendungen und
wenn der Karteninhaber die Sperranzeige Prepaid-Mobilfunk-Kontos sonstige Beanstandungen des Karteninhabers
nicht abgeben konnte, weil die Bank nicht entstehenden Schäden. aus dem Vertragsverhältnis zu dem Unterneh-
die Möglichkeit zur Entgegennahme der Sperr- Handelt der Karteninhaber in betrügerischer men, bei dem bargeldlos an einer automati-
anzeige sichergestellt hatte. Absicht, trägt der Kontoinhaber auch die nach sierten Kasse bezahlt worden ist, sind unmittel-
der Sperranzeige entstehenden Schäden. bar gegenüber diesem Unternehmen geltend
(5) Kommt es vor der Sperranzeige zu nicht zu machen.
autorisierten Verfügungen und hat der Kar- 15.3  Haftung des Kontoinhabers für den
teninhaber in betrügerischer Absicht gehan- in der GeldKarte gespeicherten Betrag 2 | GeldKarte
delt oder seine Sorgfaltspflichten nach diesen Eine Sperrung der GeldKarte für das Bezahlen
Bedingungen vorsätzlich oder grob fahrlässig an automatisierten Kassen ist nicht möglich. 2.1 Servicebeschreibung
verletzt oder in betrügerischer Absicht gehan- Bei Verlust, Diebstahl sowie im Falle der miss- Die mit einem Chip ausgestattete Karte kann
delt, trägt der Kontoinhaber den hierdurch bräuchlichen Verwendung oder einer sons­ti­ auch als GeldKarte eingesetzt werden. Der
entstandenen Schaden in vollem Umfang. gen nicht autorisierten Nutzung der GeldKarte Karteninhaber kann an GeldKarte-Terminals
Grobe Fahrlässigkeit des Karteninhabers kann zum Bezahlen an automatisierten Kassen des Handels- und Dienstleistungsbereiches
insbesondere dann vorliegen, wenn erstattet die Bank den in der GeldKarte ge- bargeldlos bezahlen.
– er den Verlust oder den Diebstahl der Karte speicherten Betrag nicht, denn jeder, der im
oder die missbräuchliche Verfügung der Bank Besitz der Karte ist, kann den in der GeldKarte 2.2  Aufladen und Entladen der GeldKarte
oder dem zentralen Sperrannahmedienst gespeicherten Betrag ohne Einsatz der PIN ver- Der Karteninhaber kann seine GeldKarte an
schuldhaft nicht unverzüglich mitgeteilt hat, brauchen. den mit dem GeldKarte-Logo gekennzeichne-
nachdem er hiervon Kenntnis erlangt hat, ten Ladeterminals innerhalb des ihm von sei-
– die persönliche Geheimzahl auf der physi- ner Bank eingeräumten Verfügungsrahmens
schen Karte vermerkt oder zusammen mit III  Besondere Regeln für einzelne (Abschnitt III Nr. 1.1) zulasten des auf der
der physischen Karte verwahrt war (zum Karte angegebenen Kontos bis zu einem Be-
Beispiel im Originalbrief, in dem sie dem Nutzungsarten trag von maximal 200 EUR aufladen. Vor dem
Karteninhaber mitgeteilt wurde), Aufladevorgang muss er seine persönliche Ge-
– er die persönliche Geheimzahl der digitalen 1 | Geldautomaten-Service und Einsatz heimzahl (PIN) eingeben. Der Karteninhaber
Karte im mobilen Endgerät oder in einem an automatisierten Kassen von Handels- kann seine GeldKarte auch gegen Bargeld so-
anderen Endgerät gespeichert hat, und Dienstleistungsunternehmen wie im Zusammenwirken mit einer anderen
– er die persönliche Geheimzahl einer anderen Karte zulasten des Kontos, über das die Um-
Person mitgeteilt und der Missbrauch da- 1.1  Verfügungsrahmen der Karte sätze mit dieser Karte abgerechnet werden,
durch verursacht wurde. Verfügungen an Geldautomaten, automatisier- aufladen. Aufgeladene Beträge, über die der
ten Kassen und die Aufladung der GeldKarte Karteninhaber nicht mehr mittels GeldKarte
(6) Die Haftung für Schäden, die innerhalb des sind für den Karteninhaber nur im Rahmen verfügen möchte, können nur bei der Bank
Zeitraums, für den der Verfügungsrahmen gilt, des für die Karte geltenden Verfügungsrah- entladen werden. Die Entladung von Teilbeträ-
verursacht werden, beschränkt sich jeweils auf mens möglich. Bei jeder Nutzung der Karte an gen ist nicht möglich. Bei einer Funktionsun-
den für die Karte geltenden Verfügungsrahmen. Geldautomaten und automatisierten Kassen fähigkeit der GeldKarte erstattet die Bank dem
wird geprüft, ob der Verfügungsrahmen der Karteninhaber den nicht verbrauchten Betrag.
Karte durch vorangegangene Verfügungen
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Benutzt der Karteninhaber seine Karte, um sich auf den jeweils autorisierten Betrag. Ein- gegenüber dem Karteninhaber erbringt, rich-
seine GeldKarte oder die GeldKarte eines an- wendungen und sonstige Beanstandungen tet sich ausschließlich nach dem Inhalt des
deren aufzuladen, so ist die persönliche Ge- des Karteninhabers aus dem Vertragsverhältnis Vertragsverhältnisses zwischen dem Kartenin-
heimzahl (PIN) am Ladeterminal einzugeben. zu dem Mobilfunkanbieter, der das Prepaid- haber und dem Unternehmen.
Die Auflademöglichkeit besteht nicht mehr, Mobilfunk-Konto führt, sind unmittelbar gegen-
wenn die PIN dreimal hintereinander falsch über diesem Unternehmen geltend zu machen.
eingegeben wurde. Der Karteninhaber sollte III  Reklamationsbearbeitung in
sich in diesem Fall mit seiner Bank, möglichst
mit der kontoführenden Stelle, in Verbindung B  Von der Bank angebotene Bezug auf Zusatzanwendungen
setzen. andere Serviceleistungen
(1) Einwendungen, die den Inhalt einer unter-
2.3  Sofortige Kontobelastung des Lade- nehmensgenerierten Zusatzanwendung be-
betrages treffen, hat der Karteninhaber ausschließlich
I  Besondere Bedingungen gegenüber dem Unternehmen geltend zu ma-
Benutzt der Karteninhaber seine Karte, um
seine GeldKarte oder die GeldKarte eines an- chen, das die Zusatzanwendung in die Karte
Für weitere von der Bank für die Karte bereit-
deren aufzuladen, so wird der Ladebetrag eingespeichert hat. Das Unternehmen bear-
gestellte Serviceleistungen gelten besondere
dem Konto, das auf der Karte angegeben ist, beitet derartige Einwendungen auf Basis der
Bedingungen, die vor Inanspruchnahme mit
belastet. bei ihm gespeicherten Daten. Der Karteninha-
dem Kontoinhaber vereinbart werden.
ber darf die Karte zum Zwecke der Reklamati-
2.4  Zahlungsvorgang mittels GeldKarte onsbearbeitung nicht dem Unternehmen
Beim Bezahlen mit der GeldKarte ist die PIN aushändigen.
II  Vereinbarung über die
nicht einzugeben. Bei jedem Bezahlvorgang
vermindert sich der in der GeldKarte gespei- Nutzungsarten (2) Einwendungen, die den Inhalt einer bank-
cherte Betrag um den verfügten Betrag. generierten Zusatzanwendung betreffen, hat
Die Bank vereinbart mit dem Kontoinhaber, der Karteninhaber ausschließlich gegenüber
3 | Aufladen von Prepaid-Mobilfunk- welche Dienstleistungen er mit der Karte in der Bank geltend zu machen.
Konten Anspruch nehmen kann.
IV  Keine Angabe der von der Bank
3.1 Servicebeschreibung
Unter Verwendung seiner Karte und der per- C Zusatzanwendungen an den Kunden ausgegebenen
sönlichen Geheimzahl (PIN) kann der Karten- PIN bei unternehmensgenerierten
inhaber ein Prepaid-Mobilfunk-Konto eines I  Speicherung von Zusatzanwen-
Mobilfunkanbieters, auf dem vorausbezahlte Zusatzanwendungen
Telefonwerteinheiten verbucht werden, an dungen auf der Karte
Geldautomaten innerhalb des ihm von seiner Bei der Speicherung, inhaltlichen Änderungen
Bank eingeräumten Verfügungsrahmens (Ab- (1) Der Karteninhaber hat die Möglichkeit, oder Nutzung einer unternehmensgenerierten
schnitt III Nr. 1.1) zulasten des auf der Karte den auf der Karte befindlichen Chip als Spei- Zusatzanwendung auf der Karte wird die von
angegebenen Kontos aufladen. Voraussetzung chermedium für eine bankgenerierte Zusatz- der kartenausgebenden Bank an den Karten-
ist, dass der vom Karteninhaber gewählte anwendung (z. B. in Form eines Jugendschutz- inhaber ausgegebene PIN nicht eingegeben.
Geldautomat über eine entsprechende Lade- merkmals) oder als Speichermedium für eine Sofern das Unternehmen, das eine unterneh-
funktion verfügt und der Mobilfunkanbieter, unternehmensgenerierte Zusatzanwendung mensgenerierte Zusatzanwendung in die Karte
der das Prepaid-Mobilfunk-Konto führt, das (z. B. in Form eines elektronischen Fahrscheins) eingespeichert hat, dem Karteninhaber die
aufgeladen werden soll, an dem System teil- zu benutzen. Möglichkeit eröffnet, den Zugriff auf diese Zu-
nimmt. Zum Aufladen eines Prepaid-Mobil- satzanwendung mit einem separaten von ihm
funk-Kontos hat der Karteninhaber am Display (2) Die Nutzung einer bankgenerierten Zusatz- wählbaren Legitimationsmedium abzusichern,
des Geldautomaten den Menüpunkt zum Auf- anwendung richtet sich nach dem Rechtsver- darf der Karteninhaber zur Absicherung der
laden des Prepaid-Mobilfunk-Kontos zu wäh- hältnis des Karteninhabers zur Bank. Eine un- unternehmensgenerierten Zusatzanwendung
len, die Mobilfunk-Telefonnummer („Handy- ternehmensgenerierte Zusatzanwendung kann nicht die PIN verwenden, die ihm von der kar-
nummer“) einzugeben und einen angezeigten der Karteninhaber nach Maßgabe des mit dem tenausgebenden Bank für die Nutzung der
Aufladebetrag zu wählen. Nach Autorisierung Unternehmen geschlossenen Vertrages nutzen. Zahlungsverkehrsanwendungen zur Verfü-
der Ladetransaktionen durch die Bank des Es obliegt der Entscheidung des Karteninha- gung gestellt worden ist.
Karteninhabers wird das Prepaid-Mobilfunk- bers, ob er seine Karte zur Speicherung unter-
Konto beim Mobilfunkanbieter aufgeladen. nehmensgenerierter Zusatzanwendungen
Mit diesem Verfahren kann der Karteninhaber nutzen möchte. Die Speicherung einer unter-
nehmensgenerierten Zusatzanwendung auf
V  Sperrmöglichkeit von Zusatz-
sowohl sein eigenes Prepaid-Mobilfunk-Konto
als auch das eines Dritten aufladen. Wird die der Karte erfolgt am Terminal des Unterneh- anwendungen
Aufladung von der Bank, etwa wegen fehlen­ mens nach Absprache zwischen dem Karten-
der Kontodeckung, nicht autorisiert, wird am inhaber und dem Unternehmen. Kreditinstitute Die Sperrung einer unternehmensgenerierten
Display ein ablehnender Hinweis angezeigt. nehmen vom Inhalt der am Unternehmenster- Zusatzanwendung kommt nur gegenüber dem
minal kommunizierten Daten keine Kenntnis. Unternehmen in Betracht, das die Zusatzan-
3.2  Fehleingabe der Geheimzahl wendung in den Chip der Karte eingespei-
Die Karte kann an Geldautomaten nicht mehr chert hat, und ist nur dann möglich, wenn das
II  Verantwortlichkeit des Unter- Unternehmen die Möglichkeit zur Sperrung
eingesetzt werden, wenn die persönliche Ge-
heimzahl dreimal hintereinander falsch einge- nehmens für den Inhalt einer un- seiner Zusatzanwendung vorsieht. Die Sper-
geben wurde. Der Karteninhaber sollte sich in rung von bankgenerierten Zusatzanwen-
ternehmensgenerierten Zusatz- dungen kommt nur gegenüber der Bank in
diesem Fall mit seiner Bank, möglichst mit der
kontoführenden Stelle, in Verbindung setzen. anwendung Betracht und richtet sich nach dem mit der
Bank geschlossenen Vertrag.
3.3  Zahlungsverpflichtung der Bank; Die kartenausgebende Bank stellt mit dem
­Reklamationen Chip auf der Karte lediglich die technische
Die Bank ist vertraglich verpflichtet, Ladebe- Plattform zur Verfügung, die es dem Kartenin-
Fassung: 1. Juni 2019
träge für ein Prepaid-Mobilfunk-Konto, die haber ermöglicht, in der Karte unternehmens-
unter Verwendung der an den Karteninhaber generierte Zusatzanwendungen zu speichern.
ausgegebenen Karte autorisiert worden sind, Eine Leistung, die das Unternehmen über die
zu bezahlen. Die Zahlungspflicht beschränkt unternehmensgenerierte Zusatzanwendung
Seite 28

FYRST Banking

1 | Leistungsangebot – W issenselemente, also etwas, das nur der 4.2 Widerruf von Aufträgen
Teilnehmer weiß (z. B. FYRST Banking Pass- (1) Die Widerrufbarkeit eines Auftrags richtet
(1) Der Kunde und dessen Bevollmächtigte wort) sich nach den für die jeweilige Auftragsart gel-
können Bankgeschäfte mittels Banking in dem – Besitzelemente, also etwas, das nur der Teil- tenden besonderen Bedingungen (Besondere
von der Bank angebotenen Umfang abrufen. nehmer besitzt (z. B. Gerät zur Erzeugung Bedingungen für den Überweisungsverkehr).
Des Weiteren sind Sie berechtigt, für die Aus- oder zum Empfang von einmal verwendba-
lösung eines Zahlungsauftrages einen Zah- ren Transaktionsnummern [TAN], die den be- (2) Der Widerruf von Aufträgen kann nur
lungsauslösedienst gemäß § 1 Abs. 33 Zah- sitz des Teilnehmers nachweisen, wie die außerhalb des FYRST Banking erfolgen, es sei
lungsdiensteaufsichtsgesetz und für die Mit- FYRST CARD mit TAN-Generator oder das denn, die Bank sieht eine Widerrufmöglichkeit
teilung von Informationen über ein mobile Endgerät) oder im FYRST Banking ausdrücklich vor.
Zahlungskonto einen Kontoinformations- – Seinselemente, also etwas, das der Teilneh-
dienst gemäß § 1 Abs. 34 ZAG zu nutzen. mer ist (Inhärenz, z.B. Fingerabruck als bio-
metrisches Merkmal des Teilnehmers). 5 | Bearbeitung von Banking-
Die Bank ist berechtigt, dem Kunden Ände- Aufträgen durch die Bank
rungen der Allgemeinen Geschäfts­bedingun­gen 3 | Zugang zum FYRST Banking
der Bank und der besonderen Bedingungen (1) Die Bearbeitung der Aufträge erfolgt an
für einzelne Geschäftsbeziehun­gen sowie Der Teilnehmer erhält Zugang zum FYRST Ban- den für die Abwicklung der jeweiligen Auf-
sonstige, neben den Kontoauszugs­infor­ma­ king, wenn tragsart (zum Beispiel Überweisung) auf der
tionen erstellte Mitteilungen durch Einstellen – er seine individuelle Teilnehmerkennung an- FYRST Banking-Seite der Bank oder im „Preis-
in die FYRST Banking-Nachrichten-box zu gibt und und Leistungsverzeichnis FYRST“ bekannt ge-
übermitteln. – er sich unter Verwendung des oder der von gebenen Geschäftstagen im Rahmen des ord-
der Bank angeforderten Authentifizierungs­ nungsgemäßen Arbeitsablaufes. Geht der
(2) Konto-/Depotinhaber und Bevollmächtigte elemente(s) ausweist und Auftrag nach dem auf der Online-Banking-
werden einheitlich als „Teilnehmer“, Konto – keine Sperre des Zugangs (vgl. Nr. 8.1 und Seite der Bank oder im „Preis- und Leistungs-
und Depot werden im Folgenden einheitlich 9) vorliegt. verzeichnis FYRST“ angegebenen Zeitpunkt
als „Konto“ bezeichnet, es sei denn, dies ist (Einlieferungsschlusszeit) ein oder fällt der
ausdrücklich anders bestimmt. Nach Gewährung des Zugangs zum FYRST Zeitpunkt des Eingangs nicht auf einen Ge-
Banking kann der Teilnehmer auf Informatio- schäftstag gemäß Online-Banking-Seite der
(3) Für die technische Verbindung zum FYRST nen zugreifen oder nach Nummer 4 dieser Be- Bank oder „Preis- und Leistungsverzeichnis
Banking teilt die Bank Zugangskanäle (zum dingungen Aufträge erteilen. FYRST“, so gilt der Auftrag als am darauf fol-
Beispiel eine Internetadresse) mit. Zur Auslö- genden Geschäftstag zugegangen. Die Bear-
sung eines Zahlungsauftrages und zum Abruf Die Sätze 1 und 2 gelten auch, wenn der Teil- beitung beginnt erst an diesem Geschäftstag.
von Informationen über ein Zahlungskonto nehmer Zahlungsaufträge über einen Zahlungs-
kann der Teilnehmer die technische Verbin- auslösedienst auslöst und Zahlungskontoinfor- (2) Die Bank wird den Auftrag ausführen,
dung zum FYRST Banking auch über einen mationen über einen Kontoinformationsdienst wenn folgende Ausführungsbedingungen
Zahlungsauslösedienst beziehungsweise einen anfordert (siehe Nummer 1 Absatz 1 Satz 3 vorliegen:
Kontoinformationsdienst (siehe Nummer 1 dieser Bedingungen). –D  er Teilnehmer hat den Auftrag autorisiert
Absatz 1 Satz 3 dieser Bedingungen) herstellen. (vgl. Nummer 4.1 dieser Bedingungen).
(2) Für den Zugriff auf sensible Zahlungsdaten –D  ie Berechtigung des Teilnehmers für die je-
(4) Fur die Nutzung des FYRST Banking gelten im Sinne des § 1 Absatz 26 Satz 1 ZAG (z. B. weilige Auftragsart (zum Beispiel Wertpapier-
die mit der Bank gesondert vereinbarten Ver- zum Zweck der Änderung der Anschrift des order) liegt vor.
fügungslimite. Kunden) fordert die Bank den Teilnehmer auf, – Das Banking-Datenformat ist eingehalten.
sich unter Verwendung eines weiteren Authen­ – Das gesondert vereinbarte FYRST Banking-
tifizierungselements auszuweisen, wenn beim Verfügungslimit ist nicht überschritten (vgl.
2 | Voraussetzungen zur Nutzung des Zugang zum FYRST Banking nur ein Authenti- Nummer 1 Absatz 4 dieser Bedingungen).
FYRST Banking fizierungselement angefordert wurde. Der – Die weiteren Ausführungsbedingungen nach
Name des Kontoinhabers und die Kontonum- den für die jeweilige Auftragsart maßgebli-
(1) Der Teilnehmer kann das FYRST Banking mer sind für den vom Teilnehmer genutzten chen besonderen Bedingungen (z. B. ausrei-
nutzen, wenn die Bank ihn authentifiziert hat. Zahlungsauslösedienst und Kontoinformati- chende Kontodeckung gemäß den „Beson-
onsdienst keine sensiblen Zahlungsdaten (§ 1 dere Bedingungen – Überweisungen“) liegen
(2) Authentifizierung ist das mit der Bank ge- Absatz 26 Satz 2 ZAG). vor.
sondert vereinbarte Verfahren, mit dessen
Hilfe die Bank die Identität des Teilnehmers Liegen die Ausführungsbedingungen nach
oder die berechtigte Verwendung eines ver- 4 | FYRST Banking-Aufträge Satz 1 vor, führt die Bank die FYRST Banking-
einbarten Zahlungsinstruments einschließlich Aufträge nach Maßgabe der für die jeweilige
der Verwendung des Personalisierten Sicher- 4.1 Auftragserteilung Auftragsart geltenden besonderen Bedingun-
heitsmerkmals des Teilnehmers überprüfen Der Teilnehmer muss einem Auftrag (zum Bei- gen (z. B. „Besondere Bedingungen – Über-
kann. Mit den hierfür vereinbarten Authentifi- spiel Überweisung) zu dessen Wirksamkeit zu- weisungen“) aus.
zierungselementen kann der Teilnehmer sich stimmen (Autorisierung). Auf Anforderung hat
gegenüber der Bank als berechtigter Teilneh- er hierzu Authentifizierungselemente (zum (3) Liegen die Ausführungsbedingungen nach
mer ausweisen, auf Informationen zugreifen Beispiel Eingabe einer TAN als Nachweis des Absatz 2 Satz 1 nicht vor, wird die Bank den
(siehe Nummer 3 dieser Bedingungen), sowie Besitzelements) zu verwenden. Die Bank be- Auftrag nicht ausführen. Sie wird dem Teil-
Aufträge erteilen (siehe Nummer 4). stätigt mittels FYRST Banking den Eingang des nehmer hierüber mittels FYRST Banking eine
Auftrags. Absatz 1 gilt auch, wenn der Teil- Information zur Verfügung stellen und soweit
(3) Authentifizierungselemente sind nehmer einen Zahlungsauftrag über einen möglich dabei Gründe und Möglichkeiten
Zahlungsauslösedienst (siehe Nr. 1 Absatz 1 nennen, mit denen Fehler, die zur Ablehnung
Satz 3 dieser Bedingungen) auslöst. geführt haben, berichtigt werden können.
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6 | Information des Kunden über FYRST – muss der Teilnehmer, der von der Bank einen – die missbräuchliche Verwendung oder die
Banking-Verfügungen Code zur Aktivierung des Besitzelements (z. B. sonst nicht autorisierte Nutzung eines Au-
Mobiltelefon mit Anwendung für das FYRST thentifizierungselements fest, muss der Teil-
Die Bank unterrichtet den Kunden mindestens Banking) erhalten hat, diesen vor dem unbe- nehmer die Bank hierüber unverzüglich un-
einmal monatlich über die mittels FYRST Ban- fugten Zugriff anderer Personen sicher ver- terrichten (Sperranzeige). Der Teilnehmer
king getätigten Verfügungen auf dem für wahren; ansonsten besteht die Gefahr, dass kann eine solche Sperranzeige jederzeit
Kontoinformationen vereinbarten Weg. andere Personen ihr Gerät als Besitzelement auch über die gesondert mitgeteilten Kon-
für das FYRST Banking des Teilnehmers akti- taktdaten abgeben.
7 | Sorgfaltspflichten des Nutzers vieren.
(c) Seinselemente, wie z. B. Fingerabdruck des (2) Der Teilnehmer hat jeden Diebstahl oder
(1) Der Teilnehmer hat alle zumutbaren Vor- Teilnehmers, dürfen auf einem mobilen End- Missbrauch unverzüglich bei der Polizei zur
kehrungen zu treffen, um seine Authentifizie- gerät des Teilnehmers für das FYRST Banking Anzeige zu bringen.
rungselemente (siehe Nummer 2 dieser Bedin- nur dann als Authentifizierungselement ver-
gungen) vor unbefugtem Zugriff zu schützen. wendet werden, wenn auf dem mobilen End- (3) Hat der Teilnehmer den Verdacht,
Ansonsten besteht die Gefahr, dass das Online gerät keine Seinselemente anderer Personen – einer nicht autorisierten oder betrügerischen
Banking missbräuchlich verwendet oder in sons- gespeichert sind. Sind auf dem mobilen End- Verwendung eines seiner Authentisierungs-
tiger Weise nicht autorisiert genutzt wird (ver- gerät, das für das FYRST Banking genutzt elemente,
gleiche Nummer 3 und 4 dieser Bedingungen). wird, Seinselemente anderer Personen gespei- muss er ebenfalls eine Sperranzeige abgeben.
chert, ist für das FYRST Banking das zu verwen-
(2) Zum Schutz der einzelnen Authentifizie- dende Wissenselement (z. B. FYRST Banking 8.2 Unterrichtung über nicht autorisierte
rungselemente hat der Teilnehmer vor allem Passwort) zu nutzen und nicht das auf dem oder fehlerhafte Aufträge
Folgendes zu beachten: mobilen Endgerät gespeicherte Seinselement. Der Teilnehmer hat die Bank unverzüglich
(a) Wissenselemente, wie z. B. das FYRST Ban- nach Feststellung eines nicht autorisierten
king Passwort, sind geheim zu halten, sie dür- (3) Beim mobileTAN-Verfahren darf das mobile oder fehlerhaft ausgeführten Auftrags
fen insbesondere Endgerät, mit dem die TAN empfangen wird hierüber zu unterrichten.
– nicht mündlich (z. B. telefonisch oder per- (zum Beispiel Mobiltelefon), nicht gleichzeitig
sönlich) weitergegeben werden, für das FYRST Banking genutzt werden. 9 | Nutzungssperre
– nicht außerhalb des FYRST Banking in Text-
form (z. B. per E-Mail, Messenger-Dienst) (4) Die für das mobileTAN-Verfahren hinter- 9.1 Sperre auf Veranlassung des Teilneh-
weitergegeben werden, legte Telefonnummer ist zu löschen oder zu mers
– nicht ungesichert elektronisch gespeichert ändern, wenn der Teilnehmer diese Telefon- Die Bank sperrt auf Veranlassung des Nutzers,
werden (z. B. Speicherung des FYRST Ban- nummer für das FYRST Banking nicht mehr insbesondere im Fall der Sperranzeige nach
king Passworts im Klartext im Computer nutzt. Nr. 8.1,
oder im mobilen Endgerät) und – den FYRST Banking-Zugang für ihn oder alle
– nicht auf einem Gerät notiert oder als Ab- (5) Ungeachtet der Schutzpflichten nach den Teilnehmer oder
schrift zusammen mit einem Gerät aufbe- Absätzen 1 bis 4 darf der Teilnehmer zur Aus- – seine Authentifizierungselemente zur
wahrt werden, das als Besitzelement (z. B. lösung eines Zahlungsauftrags und zum Abruf Nutzung des FYRST Banking.
FYRST CARD mit TAN-Generator, mobiles von Informationen über ein Zahlungskonto
Endgerät, Signaturkarte) oder zur Prüfung seine Authentifizierungselemente gegenüber 9.2 Sperre auf Veranlassung der Bank
des Seinselements (z. B. mobiles Endgerät einem von ihm ausgewählten Zahlungsauslö- (1) Die Bank darf den FYRST Banking-Zugang
mit Anwendung für das FYRST Banking und sedienst und Kontoinformationsdienst (siehe für einen Teilnehmer sperren, wenn
Fingerabdrucksensor) dient. Nummer 1 Absatz 1 Satz 3 dieser Bedingun- – sie berechtigt ist, den FYRST Banking-Ver-
(b) Besitzelemente, wie z. B. die FYRST CARD gen) verwenden. trag aus wichtigem Grund zu kündigen,
mit TAN-Generator oder ein mobiles Endge- – sachliche Gründe im Zusammenhang mit
rät, sind vor Missbrauch zu schützen, insbe- 7.2 Sicherheitshinweise der Bank der Sicherheit der Authentifizierungsele-
sondere Der Teilnehmer hat die Sicherheitshinweise mente des Teilnehmers dies rechtfertigen
– sind die FYRST CARD mit TAN-Generator auf der Online-Banking-Seite der Bank zum oder
oder die Signaturkarte vor dem unbefugten FYRST Banking, insbesondere die empfohle- – der Verdacht einer nicht autorisierten oder
Zugriff anderer Personen sicher zu verwahren, nen Maßnahmen zum Schutz der eingesetz- einer betrügerischen Verwendung seines
– ist sicherzustellen, dass unberechtigte Perso- ten Hard- und Software (Kundensystem), zu Zahlungsauthentifizierungsinstruments be-
nen auf das mobile Endgerät des Teilneh- beachten. steht.
mers (z. B. Mobiltelefon) nicht zugreifen
können, 7.3 Prüfung der Auftragsdaten mit vom (2) Die Bank wird den Kunden unter Angabe
– ist dafür Sorge zu tragen, dass andere Perso- Kredit­institut angezeigten Daten der hierfür maßgeblichen Gründe möglichst
nen die auf dem mobilen Endgerät (z. B. Die Bank zeigt dem Teilnehmer die von ihr vor, spätestens jedoch unverzüglich nach der
Mobiltelefon) befindliche Anwendung für empfangenen Auftragsdaten (zum Beispiel Sperre auf dem vereinbarten Weg unterrich-
das FYRST Banking (z. B. Online Banking Betrag, Kontonummer des Zahlungsempfän- ten. Die Angabe von Gründen darf unterblei-
App, Authentifizierungs-App) nicht nutzen gers, Wertpapierkennnummer) über das ge- ben, soweit die Bank hierdurch gegen gesetz-
können, sondert vereinbarte Gerät des Teilnehmers an liche Verpflichtungen verstoßen würde.
– ist die Anwendung für das FYRST Banking (zum Beispiel mittels mobilem Endgerät, Chip-
(z. B. Online Banking App, Authentifizie- kartenlesegerät mit Display). Der Teilnehmer 9.3 Aufhebung der Sperre
rungs-App) auf dem mobilen Endgerät des ist verpflichtet, vor der Bestätigung die Über- Die Bank wird eine Sperre aufheben oder die
Teilnehmers zu deaktivieren, bevor der Teil- einstimmung der angezeigten Daten mit den betroffenen Authentifizierungselemente aus-
nehmer den Besitz an diesem mobilen End- für den Auftrag vorgesehenen Daten zu prüfen. tauschen, wenn die Gründe für die Sperre
gerät aufgibt (z. B. durch Verkauf des Mobil- nicht mehr gegeben sind. Hierüber unterrich-
telefons), 8 | Anzeige- und Unterrichtungspflichten tet sie den Kunden unverzüglich.
– dürfen die Nachweise des Besitzelements (z. B.
TAN) nicht außerhalb des FYRST Banking 8.1 Sperranzeige 9.4 Automatische Sperre eines chipbasier-
mündlich (z. B. per Telefon) oder in Textform (1) Stellt der Teilnehmer ten Authentifizierungsinstruments
(z. B. per E-Mail, Messenger-Dienst) weiter- – den Verlust oder den Diebstahl eines Besitz- (1) Die Chipkarte mit Signaturfunktion sperrt
gegeben werden und elements zur Authentifizierung (zum Beispiel sich selbst, wenn dreimal in Folge der Nut-
FYRST CARD mit TAN-Generator, mobiles zungscode für die elektronische Signatur
Endgerät, Signaturkarte) oder falsch eingegeben wird.
Seite 30

(2) Ein TAN-Generator als Bestandteil einer (2) Der Kunde ist nicht zum Ersatz des Scha- (8) Ist der Kunde kein Verbraucher, gilt ergän-
Chipkarte, der die Eingabe eines eigenen Nut- dens nach Absatz 1 verpflichtet, wenn zend Folgendes:
zungscodes erfordert, sperrt sich selbst, wenn – es ihm nicht möglich gewesen ist, den Ver- – Der Kunde haftet für Schäden aufgrund von
dieser dreimal in Folge falsch eingegeben lust, den Diebstahl, das Abhandenkommen nicht autorisierten Zahlungsvorgängen über
wird. oder eine sonstige missbräuchliche Verwen- die Haftungsgrenze von 50 EUR nach Absät-
dung des Authentifizierungselements vor zen 1 und 3 hinaus, wenn der Teilnehmer
(3) Die in den Absätzen 1 und 2 genannten dem nicht autorisierten Zahlungsvorgang fahrlässig oder vorsätzlich gegen seine An-
Besitzelemente können dann nicht mehr für zu bemerken, oder zeige- und Sorgfaltspflichten nach diesen
das FYRST Banking genutzt werden. Der Teil- – der Verlust des Authentifizierungselements Bedingungen verstoßen hat.
nehmer kann sich mit der Bank in Verbindung durch einen Angestellten, einen Agenten, – Die Haftungsbeschränkung in Absatz 2 1.
setzen, um die Nutzungsmöglichkeit wieder- eine Zweigniederlassung eines Zahlungs- Spiegelstrich findet keine Anwendung.
herzustellen. dienstleisters oder eine sonstige Stelle, an
die Tätigkeiten des Zahlungsdienstleisters 10.2.2 Haftung des Kunden bei nicht auto­
9.5 Zugangssperre für Zahlungsauslöse- ausgelagert wurden, verursacht worden ist. risierten Verfügungen außerhalb von Zah-
dienst und Kontoinformationsdienst lungsdiensten (zum Beispiel Wertpapier-
Die Bank kann Kontoinformationsdienstleistern (3) Kommt es vor der Sperranzeige zu nicht transaktionen) vor der Sperranzeige
oder Zahlungsauslösedienstleistern den Zu- autorisierten Zahlungsvorgängen und hat der Beruhen nicht autorisierte Verfügungen außer-
gang zu einem Zahlungskonto des Kunden Teilnehmer in betrügerischer Absicht gehan- halb von Zahlungsdiensten (zum Beispiel Wert­
verweigern, wenn objektive und gebührend delt oder seine Anzeige- und Sorgfaltspflich- papiertransaktionen) vor der Sperranzeige auf
nachgewiesene Gründe im Zusammenhang ten nach diesen Bedingungen vorsätzlich oder der Nutzung eines verloren gegangenen oder
mit einem nicht autorisierten oder betrügeri- grob fahrlässig verletzt, trägt der Kunde ab- gestohlenen Authentifizierungselements oder
schen Zugang des Kontoinformationsdienst- weichend von Absatz 1 und 2 den hierdurch auf der sonstigen missbräuchlichen Nutzung
leisters oder des Zahlungsauslösedienstleisters entstandenen Schaden in vollem Umfang. des Authentifizierungselements und ist der
zum Zahlungskonto,einschließlich der nicht Grobe Fahrlässigkeit des Teilnehmers kann ins- Bank hierdurch ein Schaden entstanden, haf-
autorisierten oder betrügerischen Auslösung besondere vorliegen, wenn er eine seiner ten der Kunde und die Bank nach den gesetz-
eines Zahlungsvorgangs, es rechtfertigen. Die Sorgfaltspflichten nach lichen Grundsätzen des Mitverschuldens.
Bank wird den Kunden über eine solche Zu- – Nummer 7.1 Absatz 2,
gangsverweigerung auf dem vereinbarten – Nummer 7.1 Absatz 4, 10.2.3 Haftung ab der Sperranzeige
Weg unterrichten. Die Unterrichtung erfolgt – Nummer 7.3 oder Sobald die Bank eine Sperranzeige eines Teil-
möglichst vor, spätestens jedoch unverzüglich – Nummer 8.1 Absatz 1 nehmers erhalten hat, übernimmt sie alle da-
nach der Verweigerung des Zugangs. Die An- dieser Bedingungen verletzt hat. nach durch nicht autorisierte FYRST Banking-
gabe von Gründen darf unterbleiben, soweit Die Verwendung eines Authentifizierungsele- Verfügungen entstehenden Schäden. Dies gilt
die Bank hierdurch gegen gesetzliche Ver- ments gegenüber einem Zahlungsauslöse- nicht, wenn der Teilnehmer in betrügerischer
pflichtungen verstoßen würde. Sobald die dienst und Kontoinformationsdienst (siehe Absicht gehandelt hat.
Gründe für die Verweigerung des Zugangs Nummer 1 Absatz 1 Satz 3 dieser Bedingungen)
nicht mehr bestehen, hebt die Bank die Zu- zur Auslösung eines Zahlungsauftrags oder Die Sätze 1 und 2 gelten entsprechend, wenn
gangssperre auf. Hierüber unterrichtet sie den zum Abruf von Informationen durch den Teil- nicht autorisierte Zahlungsvorgänge über
Kunden unverzüglich. nehmer stellt kein schuldhaftes Verhalten dar. einen Zahlungsauslösedienst ausgelöst werden.

10 | Haftung (4) Abweichend von den Absätzen 1 und 3 ist 10.2.4 Haftungsausschluss
der Kunde nicht zum Schadensersatz ver- Haftungsansprüche sind ausgeschlossen,
10.1 Haftung der Bank bei Ausführung ei- pflichtet, wenn die Bank vom Teilnehmer eine wenn die einen Anspruch begründenden Um-
nes nicht autorisierten Auftrags und eines starke Kundenauthentifizierung nach § 1 Abs. stände auf einem ungewöhnlichen und unvor-
nicht, fehlerhaft oder verspätet ausge- 24 ZAG nicht verlangt hat. Eine starke Kun- hersehbaren Ereignis beruhen, auf das dieje-
führten Auftrags denauthentifizierung erfordert insbesondere nige Partei, die sich auf dieses Ereignis beruft,
Die Haftung der Bank bei einem nicht autori- die Verwendung von zwei voneinander unab- keinen Einfluss hat und dessen Folgen trotz
sierten Auftrag und einem nicht, fehlerhaft hängigen Authentifizierungselementen aus Anwendung der gebotenen Sorgfalt von ihr
oder verspätet ausgeführten Auftrag richtet den Kategorien Wissen, Besitz oder Sein (siehe nicht hätten vermieden werden können.
sich nach den für die jeweilige Auftragsart ver- aNummer 2 Absatz 3 dieser Bedingungen.
einbarten Sonderbedingungen (zum Beispiel
Bedingungen für den Überweisungsverkehr, (5) Die Haftung für Schäden, die innerhalb des Fassung: 1. Juni 2019
Bedingungen für das Wertpapiergeschäft). Zeitraums, für den das Verfügungslimit gilt,
verursacht werden, beschränkt sich jeweils auf
10.2 Haftung des Kunden bei missbräuch- das vereinbarte Verfügungslimit.
licher Nutzung seiner Authentifizierungs-
elemente (6) Der Kunde ist nicht zum Ersatz des Scha-
dens nach Absatz 1 und 3 verpflichtet, wenn
10.2.1 Haftung des Kunden für nicht auto- der Teilnehmer die Sperranzeige nach Num-
risierte Zahlungsvorgänge vor der Sperr- mer 8.1 nicht abgeben konnte, weil die Bank
anzeige nicht die Möglichkeit zur Entgegennahme der
(1) Beruhen nicht autorisierte Zahlungsvor- Sperranzeige sichergestellt hatte und der
gänge vor der Sperranzeige auf der Nutzung Schaden dadurch eingetreten ist.
eines verloren gegangenen, gestohlenen oder
sonst abhandengekommenen Authentifizie- (7) Die Absätze 2, 4 bis 6 finden keine Anwen-
rungselements oder auf der sonstigen miss- dung, wenn der Teilnehmer in betrügerischer
bräuchlichen Verwendung eines Authentifi- Absicht gehandelt hat.
zierungselements, haftet der Kunde für den
der Bank hierdurch entstehenden Schaden bis
zu einem Betrag von 50 EUR, ohne dass es da-
rauf ankommt, ob den Teilnehmer ein Ver-
schulden trifft.
Seite 31

FYRST Telefon-Banking

1 | Teilnahme zerführung zu beachten und für die genaue (3) Hat der Nutzer oder eine unterschriftsbe-
und richtige Angabe der Daten Sorge zu tra- rechtigte Person den Verdacht, dass eine an-
(1) Der Kunde kann das FYRST Telefon-Banking gen. dere Person unberechtigt Kenntnis von der
in dem von der kontoführenden Stelle der Telefon-Banking-Geheimzahl erlangt hat oder
Bank angebotenen Umfang in Anspruch (2) Erklärungen einschließlich Widerrufe wer- diese unberechtigt verwendet, muss er eben-
nehmen, wenn er von der Bank eine persön- den wirksam, wenn sie nach Aufforderung falls eine Sperranzeige abgeben oder die Tele-
liche Telefon-Geheimzahl erhalten hat. abschließend freigegeben worden sind. Die fon-Banking-Geheimzahl unverzüglich än-
Widerrufbarkeit eines Telefon-Banking-Auf- dern. Sofern dies nicht möglich ist, ist die Bank,
(2) Bei Gemeinschaftskonten kann das FYRST trags richtet sich nach den für die jeweilige und zwar möglichst die kontoführende Stelle,
Telefon-Banking nur dann in Anspruch ge- Auftragsart geltenden besonderen Bedingun- unverzüglich zu benachrichtigen. In diesem
nommen werden, wenn jeder der Inhaber die gen (z. B. „Besondere Bedingungen – Über- Fall wird die Bank die Sperre vornehmen.
Rechte aus dem Konto allein unbeschränkt weisungen“). Der Widerruf von Aufträgen
wahrnehmen kann. kann nur außerhalb des FYRST Telefon-
Banking erfolgen, es sei denn, die Bank sieht 8 | Nutzungssperre
(3) Zur Nutzung des FYRST Telefon-Banking eine ­W iderrufmöglichkeit im Telefon-Banking
gelten die mit der Bank gesondert vereinbar- ­ausdrücklich vor. 8.1 Sperre auf Veranlassung des Nutzers
ten Verfügungslimite. Die Bank sperrt auf Veranlassung des Nutzers,
insbesondere im Fall der Sperranzeige nach Nr. 7,
(4) Voraussetzung für die Teilnahme am Tele- 4 | Auftragsbearbeitung • den Telefon-Banking-Zugang für ihn oder
fon-Banking und Wertpapiergeschäft ist die alle Teilnehmer oder
Aufzeichnung der Telefonate. Die Aufzeich- Die im FYRST Telefon-Banking erteilten Auf­ • die Telefon-Banking-Geheimzahl.
nung erfolgt aufgrund gesetzlicher bzw. ver- träge werden von der Bank im Rahmen des
traglicher Bestimmungen zu Beweiszwecken. ordnungsgemäßen Arbeitsablaufes bearbeitet. 8.2 Sperre auf Veranlassung der Bank
Im Rahmen des Telefon-Banking werden die (1) Die Bank darf den Telefon-Banking-Zugang
Aufzeichnungen für drei Jahre gespeichert. Im für einen Nutzer sperren, wenn
Rahmen des Wertpapiergeschäftes werden die 5 | Information des Kunden über Telefon- • sie berechtigt ist, den Telefon-Banking-Ver-
Aufzeichnungen für fünf Jahre bzw. auf An- Banking-Verfügungen trag aus wichtigem Grund zu kündigen,
forderung der Aufsichtsbehörden für sieben • sachliche Gründe im Zusammenhang mit
Jahre gespeichert. Nach Ablauf der Aufbe- Die Bank unterrichtet den Kunden mindestens der Sicherheit der Telefon-Banking-Ge-
wahrungsfristen werden die Aufzeichnungen einmal monatlich über die mittels Telefon-Ban- heimzahl dies rechtfertigen oder
gelöscht. Alternativ zum telefonischen Weg king getätigten Verfügungen auf dem für Kon- • der Verdacht einer nicht autorisierten oder
können Bank- und Wertpapiergeschäfte im toinformationen vereinbarten Weg. Mit Kun- einer betrügerischen Verwendung seiner
FYRST Banking erfolgen. den, die nicht Verbraucher sind, wird die Art Telefon-Banking-Geheimzahl besteht, insbe-
und Weise sowie die zeitliche Folge der Unter- sondere dreimal in Folge eine falsche Tele-
richtung gesondert vereinbart. fon-Banking-Geheimzahl übermittelt wurde.
2 | Persönliche Telefon-Geheimzahl,
Bedienungshilfe und Telefonnummer (2) Die Bank wird den Kunden unter Angabe
6 | Geheimhaltung der persönlichen Tele- der hierfür maßgeblichen Gründe möglichst
(1) Die von der Bank mitgeteilte persönliche fon-Banking-Geheimzahl, Unterrichtungs- vor, spätestens jedoch unverzüglich nach der
Telefon-Banking-Geheimzahl hat der Kunde und Anzeigepflichten des Kunden sowie Sperre unterrichten.
nach Erhalt unverzüglich zu ändern. Im Übri- Sperre des FYRST Telefon-Banking
gen ist der Kunde jederzeit berechtigt, die 8.3 Aufhebung der Sperre
­Telefon-Banking-Geheimzahl zu ändern. Bei Der Kunde und unterschriftsberechtigte Per- Die Bank wird eine Sperre aufheben oder die
­einer Änderung wird die bisherige Telefon- sonen, die das FYRST Telefon-Banking benut- Telefon-Banking-Geheimzahl austauschen,
Banking-Geheimzahl ungültig. zen, haben dafür Sorge zu tragen, dass keine wenn die Gründe für die Sperre nicht mehr
andere Person Kenntnis von der Telefon-Ban- gegeben sind. Auch hierüber unterrichtet sie
(2) Die Telefon-Banking-Geheimzahl darf nur king-Geheimzahl erlangt. den Kunden in der vereinbarten Weise.
dem computergesteuerten Sprachwiedergabe-
System (Sprachcomputer) zu Beginn des Telefon- Jede Person, die die Telefon-Banking-Geheim-
gesprächs auf Aufforderung übermittelt wer- zahl kennt, hat die Möglichkeit, das FYRST Tele- 9 | Haftung für Schäden aus missbräuch­
den. Bei jedem Anruf unter der Telefonnummer fon-Banking zu nutzen und im Rahmen des lichen Verfügungen
für das FYRST Telefon-Banking wird zuerst der FYRST Telefon-Banking über das Konto zu ver-
Sprachcomputer erreicht. fügen. Der Kunde haftet für Schäden aus missbräuch­
lichen Verfügungen nach den ­gesetzlichen
(3) Der Kunde erhält für die Inanspruchnahme Vorschriften.
des FYRST Telefon-Banking eine schriftliche 7 | Sperranzeige
Bedienungshilfe, die er zu beachten hat.
(1) Stellt der Kunde oder eine unterschriftsbe- 10 | Kündigung
(4) Für das FYRST Telefon-Banking ist/sind rechtigte Person (beide nachfolgend „Nutzer“)
ausschließlich die dafür bestimmte/-n Telefon­ • den Verlust oder den Diebstahl des Authen- Der Kunde kann jederzeit die Teilnahme am
nummer/-n zu verwenden. tifizierungsinstruments, die missbräuchli- FYRST Telefon-Banking schriftlich kündigen.
che Verwendung oder Die Kündigung sollte so rechtzeitig bei der
• die sonstige nicht autorisierte Nutzung der Bank eingegangen sein, dass sie spätestens
3 | Auftragserteilung Telefon-Banking-Geheimzahl am zweiten Geschäftstag vor dem gewünsch-
fest, muss der Nutzer die Bank hierüber unver- ten Termin der Beendigung der Teilnahme am
(1) Der Kunde und unterschriftsberechtigte züglich unterrichten (Sperranzeige). Der Nut- FYRST Telefon-Banking bei der kontoführen-
Personen, die das FYRST Telefon-Banking be- zer kann der Bank eine Sperranzeige jederzeit den Stelle vorliegt.
nutzen, haben Zugang zum FYRST Telefon- auch über die gesondert mitgeteilten Kontakt-
Banking, wenn sie dem Sprachcomputer (siehe daten übermitteln.
Nr. 2 Absatz 2) die Kontonummer und Tele- Fassung: 1. Juni 2019
fon-Banking-Geheimzahl übermittelt haben. Sie (2) Der Nutzer hat jeden Diebstahl oder
haben die Bedienungshilfe und die während Missbrauch unverzüglich bei der Polizei zur
des Dialoges mit der Bank vorgegebene Benut- Anzeige zu bringen.
Seite 32

Lastschrifteinzug

Für den Einzug von Forderungen des Kunden (2) Der Kunde kann über den Anspruch nach 1.6 Sonstige Sonderregelung
als Zahlungsempfänger mittels Lastschrift gel- Absatz 1 hinaus von der Bank die Erstattung (1) Bei Kunden gelten § 675d Abs. 1, Absätze
ten folgende Bedingungen. derjenigen Entgelte und Zinsen verlangen, die 3 bis 5 (Informationspflichten) und § 675f
die Bank ihm im Zusammenhang mit der nicht Abs. 5 Satz 2 (Auslagen und Entgelte für die
1 | Allgemein erfolgten oder fehlerhaften Ausführung eines Erfüllung von Nebenpflichten) des Bürgerlichen
Lastschriftinkassoauftrags in Rechnung gestellt Gesetzbuches nicht.
1.1 Begriffsbestimmung oder mit denen sie das Konto des Kunden be-
Eine Lastschrift ist ein vom Kunden als Zah- lastet hat. (2) Die Mindestkündigungsfrist von zwei
lungsempfänger ausgelöster Zahlungsvorgang Monaten in Nr. 19 Absatz 1 Satz 3 der Allge-
zulasten des Kontos des Zahlers bei dessen (3) Ist der Lastschriftbetrag lediglich verspätet meinen Geschäftsbe­dingungen gilt nicht für
Zahlungsdienstleis­ter, bei dem die Höhe des bei der Bank eingegangen, kann der Kunde von die Inkasso­vereinbarung mit Kunden, die
jeweiligen Zahlungsbetrages vom Kunden an- der Bank im Rahmen des § 675y Abs. 4 BGB keine Verbraucher sind.
gegeben wird. verlangen, dass sie die Gutschrift des Lastschrift-­
betrags auf dem Konto des Kunden so vornimmt, 1.7 Zurverfügungstellung von Kopien der
1.2 Einreichungsfristen als sei der Zahlungsvorgang ordnungsgemäß Lastschriftmandate
Lastschriften sind vom Kunden innerhalb der ausgeführt worden. Auf Anforderung hat der Kunde der Bank in-
in Anlage A geregelten Fristen bei der Bank nerhalb von sieben Geschäftstagen Kopien der
einzureichen. 1.5.3 Schadensersatz bei Pflichtverletzung Einzugsermächtigung, des SEPA-Lastschrift-
(1) Bei nicht erfolgter, fehlerhafter oder ver- mandats bzw. des SEPA-Firmenlastschrift-
1.3 Entgelte und deren Änderung späteter Ausführung eines Lastschriftinkasso­ mandats und gegebenenfalls weitere Informa-
auftrags kann der Kunde von der Bank den tionen zu den eingereichten Lastschriften zur
1.3.1 Entgeltvereinbarung Ersatz des hierdurch entstehenden Schadens Verfügung zu stellen.
Die Entgelte für den Einzug von Lastschriften verlangen. Dies gilt nicht, wenn die Bank die
ergeben sich aus der Lastschriftinkassoverein- Pflichtverletzung nicht zu vertreten hat. Hat 2 | SEPA-Basislastschrift
barung, soweit nicht anderweitig vereinbart. der Kunde durch ein schuldhaftes Verhalten
zu der Entstehung eines Schadens beigetra- 2.1 Wesentliche Merkmale des SEPA-­
1.3.2 derzeit nicht belegt gen, bestimmt sich nach den Grundsätzen des Basislastschriftverfahrens
Mitverschuldens, in welchem Umfang Bank Das SEPA-Basislastschriftverfahren richtet sich
1.3.3 Entgelte und Kunde den Schaden zu tragen haben. nach dem „SEPA Core Direct Debit Scheme
Für Entgelte gelten die Regelungen in Nr. 12 Rulebook“ des European Payments Council.
Absätze 2 bis 6 der Allgemeinen Geschäftsbe- (2) Die Haftung der Bank ist für Schäden der
dingungen. Höhe nach auf den Lastschriftbetrag begrenzt. Mit dem SEPA-Basislastschriftverfahren kann
Soweit es sich hierbei um Folgeschäden han- ein Zahler über seinen Zahlungsdienstleister
1.3.4 Abzug von Entgelten von der delt, ist die Haftung zusätzlich auf höchstens an den Zahlungsempfänger Zahlungen in Euro
Lastschriftgutschrift 12.500 EUR je Zahlung begrenzt. Diese Haf- innerhalb des Gebiets des einheitlichen Euro-
Die Bank darf die ihr zustehenden Entgelte tungsbeschränkungen gelten nicht für Vorsatz Zahlungsverkehrsraums („Single Euro Payments
von dem gutzuschreibenden Lastschriftbetrag oder grobe Fahrlässigkeit der Bank und für Area“, SEPA)2 bewirken.
abziehen. Gefahren, die die Bank besonders übernom-
men hat. Für die Ausführung von Zahlungen mittels
1.4 derzeit nicht belegt 1.5.4 Haftungs- und Einwendungs- SEPA-Basislastschriften muss der Zahler vor
ausschluss dem Zahlungsvorgang dem Zahlungsempfän-
1.5 Erstattungs- und Schadensersatz- Ansprüche des Kunden nach Nummer 5.2 und ger das SEPA-Lastschriftmandat (siehe Nr. 2.4)
ansprüche des Kunden Einwendungen des Kunden gegen die Bank erteilen.
aufgrund nicht oder fehlerhaft ausgeführter
1.5.1 Unterrichtungspflicht des Kunden Inkassoaufträge sind ausgeschlossen, wenn Der Kunde als Zahlungsempfänger löst den je-
Der Kunde hat die Bank unverzüglich nach der Kunde die Bank nicht spätestens 13 Mo- weiligen Zahlungsvorgang aus, indem er über
Feststellung fehlerhaft ausgeführ­ter Last- nate nach dem Tag der Buchung mit einem die Bank dem Zahlungsdienstleister des Zahlers
schrifteinzüge zu unterrichten. fehlerhaft ausgeführten Inkassovorgang hier- die Lastschriften vorlegt.
von unterrichtet hat. Der Lauf der Frist be-
1.5.2 Erstattung bei einer nicht erfolgten ginnt nur, wenn die Bank den Kunden über
oder fehlerhaften Ausführung eines Last- den Vorgang ent­sprechend dem für Konto-
schriftinkassoauftrags durch die Bank informa­tionen vereinbarten Weg spätestens
(1) Im Fall einer nicht erfolgten oder fehlerhaf- innerhalb eines Monats nach der Buchung
ten Ausführung eines Lastschriftinkassoauftrags unterrichtet hat; anderenfalls ist für den Frist-
durch die Bank kann der Kunde verlangen, dass beginn der Tag der Unterrichtung maßgeblich.
die Bank diesen unverzüglich, gegebenenfalls
erneut, an den Zahlungsdienstleis­ter des Zah-
lers übermittelt.

1) Artikel 6 der „Verordnung (EU) Nummer 260/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 14. März 2012 zur Festlegung der technischen Vorschriften und der
Geschäftsanforderungen für Überweisungen und Lastschriften in Euro und zur Änderung der Verordnung (EG) Nummer 924/2009“.
2) Liste der zu SEPA gehörenden Staaten und Gebiete: siehe Anlage D.
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Der Zahler kann bei einer autorisierten Zah- • Angabe, ob das Mandat für wiederkeh- des Zahlers das Datum der Unterrichtung des
lung aufgrund einer SEPA-Basislastschrift bin- rende Zahlungen oder eine einmalige Zahlers nach Absatz 3 anzugeben.
nen einer Frist von acht Wochen ab dem Zeit- Zahlung gegeben wird, sowie
punkt der Belastungsbuchung auf seinem • Name des Zahlers oder Bezeichnung ge- 2.4.3 Aufbewahrungspflicht
Konto von seinem Zahlungsdienstleister die mäß Anlage C Nr. 2, Der Kunde ist verpflichtet, das vom Zahler er-
Erstattung des belasteten Lastschriftbetrages • Kundenkennung des Zahlers (siehe Num- teilte SEPA-Lastschriftmandat – einschließlich
ohne Angabe von Gründen verlangen. Dies mer 4.2), Änderungen – in der gesetzlich vorgegebenen
führt zu einer Rückgängigmachung der Gut- • Zeichnung durch den Zahler sowie Form aufzubewahren. Nach Erlöschen des
schrift auf dem Konto des Kunden als Zahlungs­ • Datum der Zeichnung durch den Mandats ist dieses noch für einen Zeitraum
empfänger. Zahler. von mindestens 14 Monaten, gerechnet vom
Einreichungsdatum der letzten eingezogenen
2.2 Kundenkennungen Die vom Kunden individuell vergebene Man- Lastschrift, aufzubewahren.
Für das Verfahren hat der Kunde datsreferenz
• die ihm von der Bank erteilte IBAN – und • bezeichnet in Verbindung mit der Gläubi- 2.4.4 Widerruf des SEPA-Lastschrift-
bei grenzüberschreitenden Lastschrifteinzü- ger-Identifikationsnummer das jeweilige mandats durch einen Zahler
gen in Staaten außerhalb des Europäischen Mandat eindeutig, Widerruft ein Zahler gegenüber dem Kunden
Wirtschaftsraums zusätzlich den BIC der • ist bis zu 35 alphanumerische Stellen lang ein SEPA-Lastschriftmandat, darf der Kunde
Bank – als seine Kundenkennung sowie und keine weiteren SEPA-Basislastschriften mehr
• die ihm vom Zahler mitgeteilte IBAN – und • kann bereits im Mandat enthalten sein auf Grundlage dieses SEPA-Lastschriftmandats
bei grenzüberschreitenden Lastschrifteinzü- oder muss dem Zahler nachträglich be- einziehen. Erhält der Kunde eine SEPA-Basis-
gen in Staaten außerhalb des Europäischen kannt gegeben werden. lastschrift mit dem Rückgabegrund „no man-
Wirtschaftsraums zusätzlich den BIC des date/unauthorised transaction“ zurück, teilt
Zahlungsdienstleisters des Zahlers – als die Über die genannten Daten hinaus kann das der Zahlungsdienstleister des Zahlers damit
Kundenkennung des Zahlers zu verwenden. SEPA-Lastschriftmandat zusätzliche Angaben dem Kunden mit, dass der Zahler das dem
enthalten. Kunden erteilte SEPA-Lastschriftmandat wi-
Die Bank ist berechtigt, den Einzug der Last- derrufen hat. Der Kunde darf dann keine wei-
schriften ausschließlich auf Grundlage der ihr 2.4.2 Einzugsermächtigung als SEPA-Last- teren SEPA-Basislastschriften mehr auf Grund-
übermittelten Kundenkennungen durchzu- schriftmandat lage dieses SEPA-Lastschriftmandats einziehen.
führen. (1) Der Kunde kann eine vor dem 01. Februar
2014 erteilte Einzugsermächtigung als SEPA- 2.5 Ankündigung des SEPA-Basislast-
2.3 Übermittlung von Lastschriftdaten Lastschriftmandat nutzen. Dazu müssen die schrift-Einzugs
Bei SEPA-Basislastschriften können die Last- folgenden Vor­aussetzungen vorliegen: Der Kunde hat dem Zahler spätestens 14 Ka-
schriftdaten über das Nachrichten­übermittlungs- • Der Zahler hat dem Kunden als Zahlungs- lendertage vor der Fälligkeit der ersten SEPA-
system der Society for Worldwide Interbank empfänger eine schriftliche Einzugsermäch- Basislastschrift-Zahlung den SEPA-Basislast-
Financial Telecommunication (SWIFT) mit Sitz tigung erteilt, mit der er den Zahlungsemp- schrift-Einzug anzukün­digen (z. B. durch
in Belgien und Rechenzentren in der Europäi- fänger ermächtigt, Zahlungen von seinem Rechnungsstellung); Kunde und Zahler kön-
schen Union, in der Schweiz und in den USA Konto mittels Lastschrift einzuziehen. nen auch eine andere Frist vereinbaren. Bei
von der Bank an den Zahlungsdienstleis­ter des • Der Zahler und dessen Zahlungsdienstleister wiederkehrenden Lastschriften mit gleichen
Zahlers weitergeleitet werden. haben vereinbart, dass Lastschriftbeträgen genügen eine einmalige
– der Zahler mit der Einzugsermächtigung Unterrichtung des Zahlers vor dem ersten
2.4 SEPA-Lastschriftmandat zugleich seinen Zahlungsdienstleister an- Lastschrifteinzug und die Angabe der Fällig-
weist, die vom Zahlungsempfänger auf keitstermine.
2.4.1 Erteilung des SEPA-Lastschrift- sein Konto gezogenen Lastschriften ein-
mandats (SEPA Direct Debit Mandate) zulösen, und 2.6 Einreichung der SEPA-Basislastschrift
Der Kunde muss vor Einreichung von SEPA- – diese Einzugsermächtigung als SEPA Last- (1) Das vom Zahler erteilte SEPA-Lastschrift-
Basislastschriften vom Zahler ein SEPA-Last- schriftmandat genutzt werden kann. mandat verbleibt beim Kunden als Zahlungs-
schriftmandat einholen. In dem SEPA-Last- empfänger. Dieser übernimmt die Autorisie-
schriftmandat müssen die folgenden Erklärun- (2) Die Einzugsermächtigung muss folgende rungsdaten und etwaige zusätzliche Angaben
gen des Zahlers enthalten sein: Autorisierungsdaten enthalten: in den Datensatz zur Einziehung von SEPA-
• Ermächtigung des Kunden durch den Zah- • Bezeichnung des Zahlungsempfängers, Basislastschriften. Der jeweilige Lastschriftbe-
ler, Zahlungen vom Konto des Zahlers mit- • Bezeichnung des Zahlers, trag und der Fälligkeitstag der Lastschriftzah-
tels SEPA-Basislastschrift einzuziehen, und • Kundenkennung nach Nr. 4.2 oder Konto- lung werden vom Kunden angegeben.
• Weisung des Zahlers an seinen Zahlungs- nummer und Bankleitzahl des Zahlers.
dienstleister, die vom Kunden auf das Über die Autorisierungsdaten hinaus kann die (2) Der Kunde übermittelt elektronisch den
Konto des Zahlers gezogenen SEPA-Basis- Einzugsermächtigung zusätzliche Angaben Datensatz zur Einziehung der SEPA-Basislast-
lastschriften einzulösen. enthalten. schrift unter Beachtung der vereinbarten Ein-
reichungsfristen an die Bank. Die Lastschrift ist
Der Kunde muss hierzu den als Anlage B.1 (3) Vor dem ersten SEPA-Basislastschrifteinzug gemäß Anlage C zu kennzeichnen. Der Zah-
beigefügten Text oder einen inhaltsgleichen hat der Kunde den Zahler über den Wechsel lungsdienstleister des Zahlers (Zahlstelle) ist
Text in einer Amtssprache der in Anlage D vom Einzug per Einzugsermächtigungslast- berechtigt, die Lastschrift nach der Kennzeich-
genannten Staaten und Gebiete gemäß den schrift auf den Einzug per SEPA-Basislastschrift nung zu bearbeiten.
Vorgaben des European Payments Council unter Angabe von Gläubiger-Identifikations-
(www.europeanpaymentscouncil.eu) verwen- nummer und Mandatsreferenz in Textform zu (3) Fällt der im Datensatz vom Kunden ange-
den. unterrichten. Auf Nachfrage der Bank hat der gebene Fälligkeitstag auf keinen TARGET2-
Kunde die Unterrichtung des Zahlers nach Geschäftstag1, ist die Bank berechtigt, den
Zusätzlich müssen folgende Angaben im Satz 1 in geeigneter Weise nachzuweisen. folgenden TARGET2-Geschäftstag als Fällig-
Mandat enthalten sein: keitstag im Lastschriftdatensatz anzugeben.
• Name des Kunden, seine Adresse und seine (4) Die erste SEPA-Basislastschrift, die nach
Gläubiger-Identifikationsnummer (diese dem Wechsel von der Einzugsermächtigungs- (4) Reicht der Kunde zu einem SEPA-Last-
wird für in Deutschland ansässige Kunden lastschrift erfolgt, wird als Erstlastschrift ge- schriftmandat in einem Zeitraum von 36 Mo-
von der Deutschen Bundesbank vergeben, kennzeichnet. Im Datensatz der eingereichten naten (gerechnet vom Fälligkeitstermin der
siehe http://glaeubiger-id.bundesbank.de), Lastschriften ist als Datum der Unterschrift zuletzt vorgelegten SEPA-Basislastschrift)

1) TARGET2 steht für Trans-European Automated Real-time Gross settlement Express Transfer System. TARGET2 ist täglich außer samstags, sonntags, an Neujahr, am Karfreitag
und Ostermontag, am 1. Mai sowie am 25. und 26. Dezember geöffnet.
Seite 34

keine SEPA-Basislastschrift ein, hat er Last- 3.2 Kundenkennungen Die vom Kunden individuell vergebene
schrifteinzüge auf Basis dieses Mandats zu Für das Verfahren hat der Kunde Mandatsreferenz
unterlassen und ist verpflichtet, ein neues • die ihm von der Bank erteilte IBAN – und • bezeichnet in Verbindung mit der Gläubiger-
SEPA-Lastschriftmandat einzuholen, wenn er bei grenzüberschreitenden Lastschrifteinzü- Identifikationsnummer das jeweilige Man-
zukünftig SEPA-Basislastschriften von dem gen in Staaten außerhalb des Europäischen dat eindeutig,
Zahler einziehen möchte. Die Bank ist nicht Wirtschaftsraums zusätzlich den BIC – als • ist bis zu 35 alphanumerische Stellen lang
verpflichtet, die Einhaltung der Maßnahmen seine Kundenkennung sowie und
in Satz 1 zu prüfen. • die ihm vom Zahler mitgeteilte IBAN – und • kann bereits im Mandat enthalten sein oder
bei grenzüberschreitenden Lastschrifteinzü- muss dem Zahler nachträglich bekannt
(5) Die Bank wird die rechtzeitig und ordnungs- gen in Staaten außerhalb des Europäischen gegeben werden.
gemäß eingereichte SEPA-Basislastschrift so Wirtschaftsraums zusätzlich den BIC des
an den Zahlungsdienstleister des Zahlers über- Zahlungsdienstleisters des Zahlers – als die Über die genannten Daten hinaus kann das
mitteln, dass die Verrechnung an dem im Last- Kundenkennung des Zahlers zu verwenden. SEPA-Firmenlastschriftmandat zusätzliche An-
schriftdatensatz enthaltenen Fälligkeitstag er- gaben enthalten.
möglicht wird. Die Bank ist berechtigt, den Einzug der Last-
schriften ausschließlich auf Grundlage der ihr 3.4.2 Aufbewahrungspflichten
2.7 Ausführung des Zahlungsvorgangs übermittelten Kundenkennungen durchzu- Der Kunde ist verpflichtet, das vom Zahler
und Rücklastschriften führen. erteilte SEPA-Firmenlastschriftmandat – ein-
(1) Der Zahlungsdienstleister des Zahlers leitet schließlich Änderungen – in der gesetzlich
den von ihm dem Konto des Zahlers aufgrund 3.3 Übermittlung von Lastschriftdaten vorgegebenen Form aufzubewahren. Nach
der SEPA-Basislastschrift belasteten Lastschrift­ Bei SEPA-Firmenlastschriften können die Last- Erlöschen des Mandats ist dieses im Original
betrag der Bank zu. schriftdaten über das Nachrichtenübermitt- noch für einen Zeitraum von mindestens 14
lungssystem der Society for Worldwide Inter- Monaten, gerechnet vom Einreichungs­datum
(2) Bei einer von dem Zahlungsdienstleister bank Financial Telecommunication (SWIFT) mit der letzten eingezogenen Lastschrift, aufzu-
des Zahlers nicht eingelösten oder wegen des Sitz in Belgien und Rechenzentren in der Euro- bewahren.
Erstattungsverlangens des Zahlers zurückge- päischen Union, in der Schweiz und in den
gebenen Lastschrift macht die Bank die Vor- USA von der Bank an den Zahlungsdienstleis- 3.5 Ankündigung des SEPA-Firmenlast-
behaltsgutschrift beziehungsweise Gutschrift ter des Zahlers weitergeleitet werden. schrift-Einzugs
rückgängig. Dies geschieht unabhängig da- Der Kunde hat dem Zahler spätestens 14 Kalen-
von, ob in der Zwischenzeit ein Rechnungsab- 3.4 SEPA-Firmenlastschriftmandat dertage vor der Fälligkeit der SEPA Firmenlast-
schluss erteilt wurde. schriftzahlung den SEPA-Firmenlastschrift-Ein-
3.4.1 Erteilung des SEPA-Firmenlastschrift- zug anzukündigen (z. B. durch Rechnungsstellung);
3 | SEPA-Firmenlastschrift mandats (SEPA Business to Business Direct Kunde und Zahler können auch eine andere
Debit Mandate) Frist vereinbaren. Bei wiederkehrenden Last-
3.1 Wesentliche Merkmale des SEPA-­ Der Kunde muss vor Einreichung von SEPA-Fir- schriften mit gleichen Lastschriftbeträgen ge-
Firmenlastschriftverfahrens menlastschriften vom Zahler ein SEPA-Firmen- nügen eine einmalige Unterrichtung des Zah-
Das SEPA-Firmenlastschriftverfahren richtet lastschriftmandat einholen. In dem SEPA-Fir- lers vor dem ersten Lastschrifteinzug und die
sich nach dem „SEPA Business to Business menlastschriftmandat müssen die folgenden Angabe der Fälligkeitstermine.
Direct Debit Scheme Rulebook“ des European Erklärungen des Zahlers enthalten sein:
Payments Council. Das SEPA-Firmenlastschrift- • Ermächtigung des Kunden, Zahlungen vom 3.6 Einreichung der SEPA-Firmenlastschrift
verfahren kann nur von Zahlern genutzt wer- Konto des Zahlers mittels SEPA-Firmenlast- (1) Das vom Zahler erteilte SEPA-Firmenlastschrift-
den, die keine Verbraucher sind. schrift einzuziehen, und mandat verbleibt beim Kunden. Dieser über-
• Weisung des Zahlers an seinen Zahlungs- nimmt die Autorisierungsdaten und etwaige
Mit dem SEPA-Firmenlastschriftverfahren kann dienstleister, die vom Kunden auf das zusätzliche Angaben in den Datensatz zur Ein-
ein Zahler über seinen Zahlungsdienstleister Konto des Zahlers gezogenen SEPA-Firmen- ziehung von SEPA-Firmenlastschriften. Der je-
an den Zahlungsempfänger Zahlungen in Euro lastschriften einzulösen. weilige Lastschriftbetrag und der Fälligkeitstag
innerhalb des Gebiets des einheitlichen Euro- der Lastschriftzahlung werden vom Kunden
Zahlungsverkehrsraums („Single Euro Payments Der Kunde muss hierzu den als Anlage B.2 angegeben. Wird die SEPA-Firmenlastschrift
Area“, SEPA)1 bewirken. beigefügten Text oder einen inhaltsgleichen auf ein Konto des Zahlers außerhalb des Euro-
Text in einer Amtssprache der in Anlage D päischen Wirtschaftsraums gezogen, ist im
Für die Ausführung von Zahlungen mittels genannten Staaten und Gebiete gemäß den Datensatz zusätzlich die Anschrift des Zahlers
SEPA-Firmenlastschrift Vorgaben des European Payments Council anzugeben.
• müssen der Zahlungsempfänger und des- (www.europeanpaymentscouncil.eu) ver-
sen Zahlungsdienstleister das SEPA-Firmen- wenden. (2) Der Kunde übermittelt elektronisch den
lastschriftverfahren nutzen, Datensatz zur Einziehung der SEPA-Firmen-
• muss der Zahler vor dem Zahlungsvorgang Zusätzlich müssen folgende Angaben im Man- lastschrift unter Beachtung der vereinbarten
dem Zahlungsempfänger das SEPA-Firmen- dat enthalten sein: Einreichungsfristen an die Bank. Die Lastschrift
lastschriftmandat erteilen und • Name des Kunden, seine Adresse und seine ist gemäß Anlage C zu kennzeichnen. Der
• muss der Zahler seinem Zahlungsdienstleis- Gläubiger-Identifikationsnummer (diese Zahlungsdienstleister des Zahlers (Zahlstelle)
ter die Erteilung des SEPA-Firmenlastschrift- wird für in Deutschland ansässige Kunden ist berechtigt, die Lastschrift nach der Kenn-
mandats bestätigen. von der Deutschen Bundesbank vergeben, zeichnung zu bearbeiten.
siehe http://glaeubiger-id.bundesbank.de),
Der Kunde als Zahlungsempfänger löst den je- • Angabe, ob das Mandat für wiederkeh- (3) Fällt der im Datensatz vom Kunden ange-
weiligen Zahlungsvorgang aus, indem er über rende Zahlungen oder eine einmalige gebene Fälligkeitstag auf keinen TARGET2-
die Bank dem Zahlungsdienstleister des Zahlers Zahlung gegeben wird, Geschäftstag2, ist die Bank berechtigt, den
die Lastschriften vorlegt. • Name des Zahlers, folgenden TARGET2-Geschäftstag als Fällig-
Der Zahler kann bei einer autorisierten Zahlung • Kundenkennung des Zahlers (siehe Num- keitstag im Lastschriftdatensatz anzugeben.
aufgrund einer SEPA-Firmenlastschrift von sei- mer 5.2),
nem Zahlungsdienstleister keine Erstattung • Zeichnung durch den Zahler sowie
des seinem Konto belasteten Lastschriftbetra- • Datum der Zeichnung durch den
ges verlangen. Zahler.

1) Liste der zu SEPA gehörenden Staaten und Gebiete: siehe Anlage D.


2) TARGET2 steht für Trans-European Automated Real-time Gross settlement Express Transfer System. TARGET2 ist täglich außer samstags, sonntags, an Neujahr, am Karfreitag
und Ostermontag, am 1. Mai sowie am 25. und 26. Dezember geöffnet.
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(4) Reicht der Kunde zu einem SEPA-Firmen- Hinweis: Ich kann / Wir können innerhalb von Anlage D – Liste der zu SEPA gehörigen
lastschriftmandat in einem Zeitraum von 36 acht Wochen, beginnend mit dem Belastungs- Staaten und Gebiete
Monaten (gerechnet vom Fälligkeitstermin der datum, die Erstattung des belasteten Betrages
zuletzt vorgelegten SEPA-Firmenlastschrift) verlangen. Es gelten dabei die mit meinem / Staaten des Europäischen Wirtschafts-
keine SEPA-Firmenlastschrift ein, hat er Last- unserem Zahlungsdienstleister vereinbarten raums (EWR)
schrifteinzüge auf Basis dieses Mandats zu un- Bedingungen.
terlassen und ist verpflichtet, ein neues SEPA- Mitgliedstaaten der Europäischen Union:
Firmenlastschriftmandat einzuholen, wenn er Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland,
zukünftig SEPA-Firmenlastschriften von dem Anlage B.2: – Text für das SEPA-Firmen- Estland, Finnland, Frankreich (einschließlich
Zahler einziehen möchte. Die Bank ist nicht lastschriftmandat an den Zahlungsemp- Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique,
verpflichtet, die Einhaltung der Maßnahmen fänger Mayotte, Réunion), Griechenland, Irland,
in Satz 1 zu prüfen. Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg,
SEPA-Firmenlastschriftverfahren Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal,
(5) Die Bank wird die rechtzeitig und ordnungs- Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien,
gemäß eingereichte SEPA-Firmenlastschrift so SEPA-Firmenlastschriftmandat an den Spanien, Tschechische Republik, Ungarn,
an den Zahlungsdienstleister des Zahlers über- Zahlungsempfänger1 Vereinigtes Königreich von Großbritannien
mitteln, dass die Verrechnung an dem im Last- Ich ermächtige / Wir ermächtigen [Name des und Nordirland, Zypern.
schriftdatensatz enthaltenen Fälligkeitstag er- Zahlungsempfängers], Zahlungen von meinem /
möglicht wird. unserem Konto mittels Lastschrift einzuziehen. Weitere Staaten:
Zugleich weise ich mein/weisen wir unseren Island, Liechtenstein und Norwegen.
3.7 Ausführung des Zahlungsvorgangs Zahlungsdienstleister an, die von [Name des
und Rücklastschriften Zahlungsempfängers] auf mein / unser Konto Sonstige Staaten und Gebiete:
(1) Der Zahlungsdienstleister des Zahlers leitet gezogenen Lastschriften einzulösen. Andorra, Guernsey, Isle of Man, Jersey, Monaco,
den von ihm dem Konto des Zahlers aufgrund Saint-Pierre und Miquelon, San Marino,
der SEPA-Firmenlastschrift belasteten Lastschrift- Hinweis: Schweiz und Vatikanstadt.
betrag der Bank zu. Dieses Lastschriftmandat dient nur dem Ein-
zug von Lastschriften, die auf Konten von Un-
(2) Bei einer von dem Zahlungsdienstleister ternehmen gezogen sind. Ich bin / Wir sind Fassung: 1. Juni 2019
des Zahlers nicht eingelösten Lastschrift macht nicht berechtigt, nach der erfolgten Ein-
die Bank die Vorbehaltsgutschrift rückgängig. lösung eine Erstattung des belasteten Betrages
Dies geschieht unabhängig davon, ob in der zu verlangen. Ich bin / Wir sind berechtigt,
Zwischenzeit ein Rechnungsabschluss erteilt meinen / unseren Zahlungsdienstleister bis
wurde. zum Fälligkeitstag anzuweisen, Lastschriften
nicht einzulösen.

Anlage A – Einreichungsfristen
Anlage C
Für SEPA-Basislastschriften und SEPA-Firmen-
lastschriften müssen die Daten spätestens 1. Kennzeichnung der jeweiligen Last-
einen Geschäftstag vor Lastschriftfälligkeit bis schriftverfahren im Datensatz
12:30 Uhr bei der Bank eingegangen und voll-
ständig autorisiert sein. Erfolgt die Autorisie- Verfahren Kennzeichnung
rung – wie z. B. bei Einlieferung über ein Ser- des Datensatzes
vice-Rechenzentrum üblich – per Telefax, muss SEPA-Basislastschrift „CORE“ im Element „Code“
sie der Bank mindestens eine Stunde früher der Elementgruppe „Local
vorliegen. instrument“
SEPA-Firmenlastschrift „B2B“ im Element „Code“
der Elementgruppe „Local
Hinweis: instrument“
Erfolgt die Einreichung nicht rechtzeitig, ist die
Bank berechtigt, aber nicht verpflichtet, die
Lastschriften an dem dem Fälligkeitstag nächst- 2. Name des Zahlers gemäß Nummer 2.1
folgenden Geschäftstag auszuführen, wenn Absatz 3 dritter Spiegelstrich
sie den Umständen nach annehmen darf, dass Sofern ein Lastschriftmandat für eine SEPA-
der Kunde bei Kenntnis der Sachlage dies billi- Basislastschrift am POS (Point Of Sale/Karten-
gen würde. terminal) aus Bankkartendaten generiert wird
und soweit der Name des Zahlers nicht ver-
Die Geschäftstage sind im „Preis- und Leis- fügbar ist, können zur Identifizierung des Zah-
tungsverzeichnis FYRST“ in Kapitel 13.1 be- lers anstelle des Namens auch Daten der Karte
stimmt. wie folgt angegeben werden: Konstante / CDGM
(Card Data Generated Mandate), gefolgt von/
Kartennummer, / Kartenfolgenummer und / Ver-
Anlage B.1: Text für das SEPA-Lastschrift- fallsdatum der Karte (vierstellig im Format JJMM).
mandat an den Zahlungsempfänger Soweit die Kartennummer nicht verfügbar ist,
ist die PAN zu verwenden. Um eine gleiche
SEPA-Lastschriftmandat1 Feldlänge Kartennummer/PAN zu bewirken,
Ich ermächtige / Wir ermächtigen [Name des ist die Kartennummer linksbündig mit Nullen
Zahlungsempfängers], Zahlungen von meinem / auf 19 Stellen aufzufüllen.
unserem Konto mittels Lastschrift einzuziehen.
Zugleich weise ich meinen / weisen wir unseren
Zahlungsdienstleister an, die von [Name des
Zahlungsempfängers] auf mein/unser Konto
gezogenen Lastschriften einzulösen.

1) Hinweis: Gemäß Nummer 4.4.1 und Nummer 5.4.1 dieser Bedingungen ist der Text des SEPA-Lastschriftmandats bzw. des SEPA-Firmenlastschriftmandats verbindlich.
Seite 36

Datenfernübertragung

I Leistungsumfang III Verfahrensbestimmungen (7) Soweit die Bank dem Kunden Daten über
Zahlungsvorgänge zur Verfügung stellt, die
(1) Die Bank steht ihrem Kunden (Kontoinha- (1) Für das zwischen Kunde und Bank verein- noch nicht endgültig bearbeitet sind, stellen
ber) für die Datenfernübertragung auf elekt- barte Übertragungsverfahren gelten die in An- diese lediglich eine unverbindliche Informa-
ronischem Wege – nachfolgend „Datenfern- lage 1a sowie die in der Dokumentation der tion dar. Die Daten sind jeweils besonders
übertragung“ oder „DFÜ“ genannt – zur technischen Schnittstellen (Anlage 1b) und gekennzeichnet.
Verfügung. Die Datenfernübertragung um- der Spezifikation der Datenformate (Anlage 3)
fasst die Auftragserteilung sowie den Daten- beschriebenen Anforderungen. Der Kunde ist (8) Die per DFÜ eingelieferten Auftragsdaten
austausch (Übermittlung von Aufträgen und verpflichtet, ab dem 1. Februar 2014 Überwei- sind wie mit der Bank vereinbart entweder mit
Informationsabruf). sungsaufträge und Lastschrifteinzugsaufträge elektronischer Unterschrift oder dem unter-
für Zahlungen in Euro innerhalb des schriebenen Begleitzettel zu autorisieren.
(2) Die Bank gibt dem Kunden die Dienstleis- Europäischen Wirtschaftsraums ISO 20022 Diese Auftragsdaten werden als Auftrag
tungsarten bekannt, die er im Rahmen der gemäß Kapitel 2 der Anlage 3 einzureichen. ­wirksam:
Datenfernübertragung nutzen kann. Zur Nut- Lastschrifteinzugsaufträge für Zahlungen, die a) bei Einreichung mit elektronischer
zung der Datenfernübertragung gelten die an einer Verkaufsstelle mithilfe einer Zahlungs- ­Unterschrift, wenn
mit der Bank vereinbarten Verfügungslimite. karte generiert wurden und zu einer Lastschrift – alle erforderlichen elektronischen Unter-
von einem inländischen Zahlungskonto führen schriften der Nutzer per Datenfernüber-
(3) Der Satz- und Dateiaufbau für die Über- (§ 7c Abs. 1 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz), tragung innerhalb des vereinbarten Zeit-
mittlung von Aufträgen und den Informations- sind erst ab dem 1. Februar 2016 verpflich- raumes eingegangen sind und
abruf wird in der Spezifikation der Datenfor- tend im Format ISO 20022 einzureichen. – die elektronischen Unterschriften mit
mate (Anlage 3) beschrieben. den vereinbarten Schlüsseln erfolgreich
(2) Der Kunde ist verpflichtet sicherzustellen, geprüft werden können oder
dass alle Teilnehmer das DFÜ-Verfahren und b) bei Einreichung mit Begleitzettel, wenn
II Nutzer und Teilnehmer Legitima- die Spezifikationen beachten. – der Begleitzettel im vereinbarten Zeitraum
bei der Bank eingegangen ist und
tion (3) Die Belegung der Datenfelder richtet sich – der Begleitzettel der Kontovollmacht
nach den Belegungs- und Kontrollrichtlinien ­entsprechend unterzeichnet worden ist.
(1) Aufträge können über die EBICS-Anbin- des jeweils genutzten Formates (Anlage 3).
dung nur vom Kunden oder seinen Kontobe-
vollmächtigten erteilt werden. Kunde und (4) Der Nutzer hat den Kontoidentifikations- IV Verhaltens- und Sorgfaltspflich-
Kontobevollmächtigte werden im Folgenden code (Kontonummer oder IBAN) des Zahlungs-
einheitlich als „Nutzer“ bezeichnet. Zur Auto- empfängers beziehungsweise des Zahlers und –
ten im Umgang mit den Legitima-
risierung von per DFÜ übermittelten Auftrags- soweit diese Angabe erforderlich ist – den Zah- tionsmedien für die Autorisierung
daten benötigt jeder Nutzer ­jeweils individuelle, lungsdienstleisteridentifikationscode (Bank-
des Auftrags
von der Bank freigeschaltete Legitimations­ leitzahl oder BIC) des Zahlungsdienstleisters
medien. Die Anforderungen an die Legitimati- des Zahlungsempfängers beziehungsweise
onsmedien sind in Anlage 1a definiert. Wenn des Zahlungsdienstleisters des Zahlers (Zahl- (1) Der Kunde ist in Abhängigkeit von dem mit
mit der Bank vereinbart, können per DFÜ stelle) zutreffend anzugeben. Die in die Ab- der Bank vereinbarten Übertragungsverfahren
übermittelte Auftragsdaten mit unterschriebe- wicklung des Zahlungsauftrages eingeschalte- verpflichtet sicherzustellen, dass alle Nutzer
nem Begleitzettel autorisiert werden. ten Zahlungsdienstleister sind berechtigt, die die in Anlage 1a beschriebenen Legitimations-
Bearbeitung ausschließlich anhand des Konto- verfahren einhalten.
(2) Für den Datenaustausch über die EBICS- identifikationscodes und – soweit diese An-
Anbindung kann der Kunde zusätzlich zu den gabe vorhanden ist – des Zahlungsdienstleister- (2) Mithilfe der von der Bank freigeschalteten
Bevollmächtigten „technische Teilnehmer“ be- identifikationscodes vorzunehmen. Fehlerhafte Legitimationsmedien kann der Nutzer Auf-
nennen, die lediglich befugt sind, den Daten- Angaben können Fehlleitungen des Auftrags träge erteilen. Der Kunde stellt sicher, dass
austausch durchzuführen. Nutzer und techni- zur Folge haben. Schäden und Nachteile, die ­jeder Nutzer dafür Sorge trägt, dass keine
sche Teilnehmer werden im Folgenden unter hieraus entstehen, gehen zulasten des Kunden. ­andere Person in den Besitz seines Legitimati-
dem Begriff „Teilnehmer“ zusammengefasst. onsmediums kommt sowie Kenntnis von dem
Für die Absicherung des Datenaustauschs be- (5) Vor Übertragung von Auftragsdaten an zu dessen Schutz dienenden Passwort erlangt.
nötigt jeder Teilnehmer jeweils individuelle, die Bank ist eine Aufzeichnung der zu übertra- Denn jede andere Person, die im Besitz des
von der Bank freigeschaltete Sicherungsme- genden Dateien mit deren vollständigem In- Mediums oder eines entsprechenden Duplika-
dien. Die Anforderungen an die Sicherungs- halt sowie der zur Prüfung der Legitimation tes ist, kann in Verbindung mit dem dazuge-
medien sind in Anlage 1a beschrieben. übermittelten Daten zu erstellen. Diese ist von hörigen Passwort die vereinbarten Dienstleis-
dem Kunden mindestens für einen Zeitraum tungen missbräuchlich nutzen. Insbesondere
(3) Legitimations- und Sicherungsmedien sind von 30 Kalendertagen ab dem Ausführungs- Folgendes ist zur Geheimhaltung der Legiti-
Authentifizierungsinstrumente im Sinne von tag in der Form nachweisbar zu halten, dass mationsmedien zu beachten:
§ 1 Abs. 5 Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz. die Datei auf Anforderung der Bank kurzfristig • Die den Nutzer legitimierenden Daten soll-
erneut zur Verfügung gestellt werden kann, ten nicht außerhalb des Legitimationsmedi-
sofern nichts Abweichendes vereinbart wird. ums, z. B. auf der Festplatte des Rechners,
gespeichert werden.
(6) Außerdem hat der Kunde für jeden Daten- • Das Legitimationsmedium ist nach Beendi-
austausch ein maschinelles Protokoll, das in- gung der DFÜ-Nutzung aus dem Lesegerät
haltlich den Bestimmungen von Kapitel 10 der zu entnehmen und sicher zu verwahren.
Spezifikation für die EBICS-Anbindung (An- • Das zum Schutz des Legitimationsmediums
lage 1b) entspricht, zu erstellen, zu seinen Un- dienende Passwort darf nicht notiert oder
terlagen zu nehmen und auf Anforderung der elektronisch abgespeichert werden.
Bank zur Verfügung zu stellen. • Bei Eingabe des Passwortes ist sicherzustel-
len, dass andere Personen dieses nicht aus-
spähen können.
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V Verhaltens- und Sorgfaltspflich- (2) Die Bank prüft anhand der von den Teil- IX Ausführung der Aufträge
nehmern mittels der Sicherungsmedien er-
ten im Umgang mit den Siche- stellten Signaturen, ob der Absender berech- (1) Die Bank wird die Aufträge ausführen,
rungsmedien für den Datenaus- tigt ist, den Datenaustausch durchzuführen. wenn alle nachfolgenden Ausführungsbedin-
Ergibt die Prüfung Unstimmigkeiten, wird die gungen vorliegen:
tausch
Bank die betreffenden Auftragsdaten nicht • Die per DFÜ eingelieferten Auftragsdaten
verarbeiten und dem Kunden hierüber unver- wurden gemäß Nummer III Absatz 8 auto­
Der Kunde ist im Rahmen der EBICS-Anbin- züglich eine Information zur Verfügung stellen. risiert.
dung verpflichtet sicherzustellen, dass alle • Das festgelegte Datenformat ist eingehalten.
Teilnehmer die in Anlage 1a beschriebenen (3) Die Bank prüft die Legitimation des Nut- • Das Verfügungslimit ist nicht überschritten.
­Sicherungsverfahren einhalten. zers beziehungsweise der Nutzer und die • Die Ausführungsvoraussetzungen nach den
Autorisierung der per DFÜ übermittelten für die jeweilige Auftragsart maßgeblichen
Mithilfe der von der Bank freigeschalteten Auftragsdaten anhand der von den Nutzern Sonderbedingungen (z. B. ausreichende
­Sicherungsmedien sichert der Teilnehmer den mittels der Legitimationsmedien erstellten Kontodeckung gemäß den Bedingungen
Datenaustausch ab. Der Kunde ist dazu ver- elektronischen Unterschriften oder des über- für den Überweisungsverkehr) liegen vor.
pflichtet sicherzustellen, dass jeder Teilnehmer mittelten Begleitzettels sowie die Überein-
dafür Sorge trägt, dass keine andere Person in stimmung der Auftragsdatensätze mit den (2) Liegen die Ausführungsbedingungen nach
den Besitz seines Sicherungsmediums kommt ­Bestimmungen gemäß Anlage 3. Ergibt die Absatz 1 nicht vor, wird die Bank den Auftrag
oder dieses nutzen kann. Insbesondere im Prüfung Unstimmigkeiten, wird die Bank die nicht ausführen und den Kunden über die
Falle der Ablage auf einem technischen Sys- betreffenden Auftragsdaten nicht bearbeiten Nichtausführung auf dem vereinbarten Weg
tem muss das Sicherungsmedium des Teilneh- und dem Kunden hierüber unverzüglich eine unterrichten. Soweit möglich, nennt die Bank
mers in einer technischen Umgebung gespei- Information zur Verfügung stellen. Die Bank dem Kunden die Gründe und Fehler, die zur
chert werden, die vor unautorisiertem Zugriff ist berechtigt, nicht vollständig autorisierte Nichtausführung geführt haben, und Möglich-
geschützt ist. Denn jede andere Person, die Auftragsdaten nach Ablauf des von der Bank keiten, wie diese Fehler berichtigt werden
Zugriff auf das Sicherungsmedium oder ein gesondert mitgeteilten Zeitlimits zu löschen. können.
entsprechendes Duplikat hat, kann den Da-
tenaustausch missbräuchlich durchführen. (4) Ergeben sich bei den von der Bank durch-
geführten Prüfungen der Dateien oder Daten- X Sicherheit des Kundensystems
sätze nach Anlage 3 Fehler, so wird die Bank
VI Sperre der Legitimations- und die fehlerhaften Dateien oder Datensätze in Der Kunde hat für einen ausreichenden
geeigneter Form nachweisen und sie dem Schutz der von ihm für die Datenfernübertra-
Sicherungsmedien Nutzer unverzüglich mitteilen. Die Bank ist gung eingesetzten Systeme Sorge zu tragen.
­berechtigt, die fehlerhaften Dateien oder Die für das EBICS-Verfahren geltenden Sicher-
(1) Gehen die Legitimations- oder Sicherungs- ­Datensätze von der weiteren Bearbeitung heitsanforderungen sind in Anlage 1c be-
medien verloren, werden sie anderen Perso- auszuschließen, wenn die ordnungsgemäße schrieben.
nen bekannt oder besteht der Verdacht ihrer Ausführung des Auftrages nicht sichergestellt
missbräuchlichen Nutzung, so hat der Teilneh- werden kann.
mer unverzüglich seinen DFÜ-Zugang bei der XI Haftung der Bank bei einer
Bank zu sperren oder sperren zu lassen. Nähe- (5) Die Bank ist verpflichtet, die Abläufe
res regelt die Anlage 1a. Der Teilnehmer kann (siehe Anlage 1a) und die Weiterleitung der
nicht autorisierten DFÜ-Verfügung
der Bank eine Sperranzeige jederzeit auch Aufträge zur Bearbeitung im Kundenprotokoll und einer nicht oder fehlerhaft
über die gesondert mitgeteilten Kontaktdaten zu dokumentieren. Der Kunde ist seinerseits
ausgeführten DFÜ-Ver­fügung
aufgeben. verpflichtet, das Kundenprotokoll zeitnah
­a bzurufen und sich über den Status der
(2) Der Kunde kann außerhalb des DFÜ-Ver- ­Auftragsbearbeitung zu informieren. Bei Die Haftung der Bank bei einer nicht autori-
fahrens die Verwendung der Legitimations- ­Unstimmigkeiten soll er sich mit der Bank sierten DFÜ-Verfügung und einer nicht oder
und Sicherungsmedien eines Teilnehmers oder in Verbindung setzen. fehlerhaft ausgeführten DFÜ-Verfügung rich-
den gesamten DFÜ-Zugang über die von der tet sich nach den für die jeweilige Auftragsart
Bank bekannt gegebene Sperrfazilität sperren vereinbarten Sonderbedingungen (z. B. Bedin-
lassen. VIII Widerruf gungen für den Überweisungsverkehr).

(3) Die Bank wird den gesamten DFÜ-Zugang (1) Vor der Autorisierung der Auftragsdaten
sperren, wenn der Verdacht einer missbräuch- kann der Kunde die Datei zurückrufen. Än-
lichen Nutzung des DFÜ-Zugangs besteht. Die derungen einzelner Auftragsdaten sind nur
Bank wird den Kunden hierüber außerhalb durch Rückruf der gesamten Datei und er-
des DFÜ-Verfahrens informieren. Diese Sperre neute Einlieferung möglich. Die Bank kann
kann mittels DFÜ nicht aufgehoben werden. ­einen Rückruf nur beachten, wenn ihr dieser
so rechtzeitig zugeht, dass seine Berücksich-
tigung im Rahmen des ordnungsgemäßen
VII Behandlung eingehender ­Arbeitsablaufes möglich ist.
Auftrags­daten durch die Bank (2) Die Widerrufbarkeit eines Auftrags richtet
sich nach den dafür geltenden Sonderbedin-
(1) Die der Bank im DFÜ-Verfahren übermittel- gungen (z. B. Bedingungen für den Überwei-
ten Auftragsdaten werden im Rahmen des sungsverkehr). Der Widerruf von Aufträgen
ordnungsgemäßen Arbeitsablaufes bearbeitet. kann nur außerhalb des DFÜ-Verfahrens erfol-
gen. Hierzu hat der Kunde der Bank die Ein-
zelangaben des Originalauftrages mitzuteilen.
Seite 38

XII Haftung des Kunden bei miss- XIV Haftung der Bank ab der
bräuch­licher Nutzung der Legiti- ­Sperranzeige
mations- oder ­Sicherungsmedien
Sobald die Bank eine Sperranzeige eines Teil-
Haftung des Kunden für nicht autorisierte nehmers erhalten hat, übernimmt sie alle da-
Zahlungsvorgänge vor der Sperranzeige. nach durch nicht autorisierte DFÜ-Verfügun-
gen entstehenden Schäden. Dies gilt nicht,
(1) Beruhen nicht autorisierte Zahlungsvor- wenn ein Teilnehmer in betrügerischer Absicht
gänge vor der Sperranzeige auf der Nutzung gehandelt hat.
eines verloren gegangenen, gestohlenen oder
sonst abhandengekommenen Legitimations-
oder Sicherungsmediums, haftet der Kunde XV Haftungsausschluss
für den der Bank hierdurch entstehenden
Schaden bis zu einem Betrag von 150 EUR, Haftungsansprüche sind ausgeschlossen,
ohne dass es darauf ankommt, ob den Teil- wenn die einen Anspruch begründenden Um-
nehmer an dem Verlust, Diebstahl oder sons- stände auf einem ungewöhnlichen und unvor-
tigen Abhandenkommen des Legitimations- hersehbaren Ereignis beruhen, auf das dieje-
oder Sicherungsmediums ein Verschulden trifft. nige Partei, die sich auf dieses Ereignis beruft,
keinen Einfluss hat, und dessen Folgen trotz
(2) Kommt es vor der Sperranzeige zu nicht Anwendung der gebotenen Sorgfalt von ihr
autorisierten Zahlungsvorgängen aufgrund nicht hätten vermieden werden können.
­einer missbräuchlichen Verwendung eines
­Legitimations- oder Sicherungsmediums, ohne
dass dieses verloren gegangen, gestohlen XVI Schlussbestimmungen
oder sonst abhandengekommen ist, haftet der
Kontoinhaber für den der Bank hierdurch ent- Die in diesen Bedingungen erwähnten An-
stehenden Schaden bis zu einem Betrag von lagen sind Bestandteil der mit dem Kunden
150 EUR, wenn der Teilnehmer seine Pflicht geschlossenen Vereinbarung.
zur sicheren Aufbewahrung des Legitima-
tions- oder Sicherungsmediums schuldhaft Anlage 1a: EBICS-Anbindung
verletzt hat.
Anlage 1b: S pezifikation der EBICS-­
(3) Für Schäden aufgrund von nicht autorisier- Anbindung
ten Zahlungsvorgängen über die Haftungs-
grenze von 150 EUR nach Absätzen 1 und 2 Anlage 1c: S icherheitsanforderungen an das
hinaus haftet der Kunde, abweichend von EBICS-Kundensystem
§ 675v BGB, wenn der Teilnehmer fahrlässig
oder vorsätzlich gegen seine vertraglichen Anlage 2: Derzeit nicht belegt
Verhaltens- und Sorgfaltspflichten verstoßen
hat. Anlage 3: Spezifikation der Datenformate

(4) Der Kontoinhaber ist nicht zum Ersatz des


Schadens nach Absätzen 1, 2 und 3 verpflich- Fassung: 1. Juni 2019
tet, wenn der Teilnehmer die Sperranzeige
nach Nr. 6 Absatz 1 nicht abgeben konnte,
weil die Bank nicht die Möglichkeit zur Entge-
gennahme der Sperranzeige sichergestellt hatte
und der Schaden dadurch eingetreten ist.

(5) Die Haftung für Schäden, die innerhalb des


Zeitraums, für den das Verfügungslimit gilt,
verursacht werden, beschränkt sich jeweils auf
das vereinbarte Verfügungslimit.

XIII Haftung des Kunden bei sons-


tigen nicht autorisierten Vorgän-
gen vor der Sperranzeige
Beruhen nicht autorisierte Vorgänge, die keine
Zahlungsvorgänge sind, vor der Sperranzeige
auf der Nutzung eines verloren gegangenen
oder gestohlenen Legitimations- oder Siche-
rungsmediums oder auf der sonstigen miss-
bräuchlichen Nutzung des Legitimations- oder
Sicherungsmediums und ist der Bank hier-
durch ein Schaden entstanden, haften der
Kunde und die Bank nach den gesetzlichen
Vorschriften.
Seite 39

Anlage 1a: EBICS-Anbindung

1 | Legitimations- und Sicherungsverfahren geleistet. Der Kunde muss gewährleisten, dass Schlüssel mit Mitteln zu erzeugen, die der
eine Software eingesetzt wird, die die Authen- Teilnehmer unter seiner alleinigen Kontrolle
Der Kunde (Kontoinhaber) benennt der Bank tifikationssignatur jeder von der Bank über- halten kann.
die Teilnehmer und deren Berechtigungen im mittelten EBICS-Nachricht unter Berücksichti- 3. Sofern die Schlüssel von einem Dritten zur
Rahmen der Datenfernübertragung. gung der Aktualität und Authentizität der Verfügung gestellt werden, ist sicherzustel-
Folgende Legitimations- und Sicherungsver- gespeicherten öffentlichen Schlüssel der Bank len, dass der Teilnehmer in den alleinigen
fahren werden in der EBICS-Anbindung einge- gemäß den Vorgaben der EBICS-Spezifikation Besitz der privaten Schlüssel gelangt.
setzt: (siehe Anlage 1b) prüft. 4. Für die zur Legitimation eingesetzten priva-
• elektronische Unterschriften ten Schlüssel definiert jeder Nutzer pro
• Verifikations- und Authentifikations­ 1.3 Verschlüsselung Schlüssel ein Passwort, das den Zugriff auf
signatur Zur Gewährleistung der Geheimhaltung der den jeweiligen privaten Schlüssel absichert.
• Verschlüsselung. bankfachlichen Daten auf Anwendungsebene 5. Für die zur Absicherung des Datenaustau-
sind die Auftragsdaten vom Kunden unter Be- sches eingesetzten privaten Schlüssel defi-
Für jedes Legitimations- und Sicherungsver- rücksichtigung der Aktualität und Authentizi- niert jeder Teilnehmer pro Schlüssel ein
fahren verfügt der Teilnehmer über ein indivi- tät der gespeicherten öffentlichen Schlüssel Passwort, das den Zugriff auf den jeweili-
duelles Schlüsselpaar, das aus einem privaten der Bank gemäß den Vorgaben der EBICS- gen privaten Schlüssel absichert. Auf dieses
und einem öffentlichen Schlüssel besteht. Die Spezifikation (siehe Anlage 1b) zu verschlüs- Passwort kann verzichtet werden, wenn das
öffentlichen Teilnehmerschlüssel sind der Bank seln. Sicherungsmedium des Teilnehmers in einer
gemäß dem in Nr. 2 beschriebenen Verfahren technischen Umgebung gespeichert ist, die
mitzuteilen. Die privaten Bankschlüssel sind Darüber hinaus ist auf den externen Übertra- vor unautorisiertem Zugriff geschützt ist.
gemäß dem in Nr. 2 beschriebenen Verfahren gungsstrecken zwischen Kunden- und Bank-
gegen unautorisiertes Verändern zu schützen. system zusätzlich eine Transportverschlüsselung Für die Initialisierung des Teilnehmers bei der
Die Schlüsselpaare des Teilnehmers werden vorzunehmen. Der Kunde muss gewährleisten, Bank ist die Übermittlung der öffentlichen
auch für die Kommunikation mit anderen dass eine Software eingesetzt wird, die gemäß Schlüssel des Teilnehmers an das Banksystem
Banken eingesetzt. den Vorgaben der EBICS-Spezifikation (siehe erforderlich. Hierfür übermittelt der Teilneh-
Anlage 1b) Aktualität und Authentizität der mer der Bank seine öffentlichen Schlüssel auf
1.1 Elektronische Unterschriften der hierfür eingesetzten Serverzertifikate der Bank zwei voneinander unabhängigen Kommunika-
­Teilnehmer überprüft. tionswegen:
Für die elektronischen Unterschriften (EU) der • über die EBICS-Anbindung mittels der hier-
Teilnehmer sind die folgenden Unterschrifts- 2 | Initialisierung der EBICS-Anbindung für vorgesehenen systembedingten Auf-
klassen definiert: tragsarten,
• Einzelunterschrift (Typ „E”) 2.1 Einrichtung der Kommunikationsver- • mit einem vom Kontoin­haber oder von
• Erstunterschrift (Typ „A“) bindung ­einem Kontobevollmächtigten unterschrie-
• Zweitunterschrift (Typ „B“) Der Kommunikationsaufbau erfolgt unter Ver- benen Initialisierungsbrief.
• Transportunterschrift (Typ „T“). wendung einer URL (Uniform Resource Loca-
tor). Alternativ kann auch eine IP-Adresse der Für die Freischaltung des Teilnehmers über-
Als bankfachliche EU bezeichnet man EU jeweiligen Bank benutzt werden. Die URL oder prüft die Bank auf Basis des vom Kontoin­
vom Typ „E“, „A“ oder „B“. Bankfachliche EU IP-Adresse wird dem Kunden bei Vertragsab- haber oder von einem Kontobevollmächtigten
dienen der Autorisierung von Aufträgen. Auf- schluss mit der Bank mitgeteilt. Die Bank teilt ­unterschriebenen Initialisierungsbriefs die
träge können mehrere bankfachliche EU be- den vom Kunden benannten Teilnehmern zur ­Authentizität der über EBICS übermittelten
nötigen, die von unterschiedlichen Nutzern Aufnahme der EBICS-Anbindung folgende ­öffentlichen Teilnehmerschlüssel.
(Kontoinhaber und deren Bevollmächtigte) ge- Daten mit:
leistet werden müssen. Für jede unterstützte • URL oder IP-Adresse der Bank Zu jedem öffentlichen Teilnehmerschlüssel
Auftragsart wird zwischen Bank und Kunde • Bezeichnung der Bank enthält der Initialisierungsbrief die folgenden
eine Mindestanzahl erforderlicher bankfach­ • Host-ID Daten:
licher EU vereinbart. • zulässige Version/-en für das EBICS-­ • Verwendungszweck des öffentlichen
Protokoll und der Sicherungsverfahren ­Teilnehmerschlüssels
Die EU vom Typ „T“, die als Transportunter- • Partner-ID (Kunden-ID) • elektronische Unterschrift
schriften bezeichnet werden, werden nicht zur • User-ID • Authentifikationssignatur
bankfachlichen Freigabe von Aufträgen ver- • weitere spezifische Angaben zu Kunden- • Verschlüsselung
wendet, sondern lediglich zu deren Übertra- und Teilnehmerberechtigungen. • die jeweils unterstützte Version
gung an das Banksystem. ­„Technische Teil- pro Schlüsselpaar
nehmer“ (siehe Nr. 2.2) können nur eine EU Für die dem Kunden zugeordneten Teilnehmer • Längenangabe des Exponenten
vom Typ „T“ zugewiesen bekommen. vergibt die Bank jeweils eine User-ID, die den • Exponent des öffentlichen Schlüssels
Teilnehmer eindeutig identifiziert. Soweit dem in ­hexadezimaler Darstellung
Mit dem vom Kunden verwendeten Programm Kunden ein technischer Teilnehmer zugeord- • Längenangabe des Modulus
können verschiedene Nachrichten (z. B. Auf- net ist (Multi-User-System), vergibt die Bank • Modulus des öffentlichen Schlüssels
träge für den Inlands- und Auslandszahlungs- zusätzlich zur User-ID eine System-ID. Soweit in ­hexadezimaler Darstellung
verkehr, aber auch für Initialisierung, den Pro- kein technischer Teilnehmer festgelegt ist, • Hashwert des öffentlichen Schlüssels
tokollabruf und die Abholung von Konto- und sind System-ID und User-ID identisch. in ­hexadezimaler Darstellung.
Umsatzinformationen etc.) erstellt werden.
Die Bank teilt dem Kunden mit, welche Nach- 2.2 Initialisierung der Schlüssel Die Bank prüft die Unterschrift des Kontoinha-
richtenarten genutzt werden können und wel- bers beziehungsweise des Kontobevollmäch-
cher EU-Typ hierfür anzuwenden ist. 2.2.1 Neuinitialisierung der Teilnehmer- tigten auf dem Initialisierungsbrief sowie die
schlüssel Übereinstimmung zwischen den über die
1.2 Authentifikationssignatur Die vom Teilnehmer eingesetzten Schlüsselpaare EBICS-Anbindung und den schriftlich übermit-
Im Gegensatz zur EU, die Auftragsdaten sig- für die bankfachliche EU, die Verschlüsselung telten Hashwerten des öffentlichen Schlüssels
niert, wird die Authentifikationssignatur über der Auftragsdaten und die Authentifikations- des Teilnehmers. Bei positivem Prüfergebnis
die einzelne EBICS-Nachricht einschließlich signatur müssen zusätzlich zu den in Nr. 1 be- schaltet die Bank den betreffenden Teilnehmer
Steuerungs- und Anmeldedaten und die darin schriebenen allgemeinen Bedingungen den für die vereinbarten Auftragsarten frei.
enthaltenen EU gebildet. Mit Ausnahme eini- nachfolgenden Anforderungen genügen:
ger in der EBICS-Spezifikation definierter sys- 1. Die Schlüsselpaare sind ausschließlich und 2.2.2 Migration von FTAM nach EBICS
tembedingter Auftragsarten wird die Authen- eindeutig dem Teilnehmer zugeordnet. Soweit der Teilnehmer aufgrund seines vor-
tifikationssignatur bei jedem Transaktionsschritt 2. Soweit der Teilnehmer seine Schlüssel handenen DFÜ-Zugangs für FTAM bereits über
sowohl vom Kunden- als auch vom Banksystem ­eigenständig generiert, sind die privaten einen gültigen, von der Bank freigeschalteten
Seite 40

bankfachlichen Schlüssel verfügt, können im anstelle der bankfachlichen EU des Nutzers seiner Bank die neuen öffentlichen Teilneh-
Zuge der gesondert vereinbarten Migration eine Transportunterschrift (Typ „T“) für die merschlüssel rechtzeitig vor dem Erreichen des
von FTAM nach EBICS vorhandene bankfach- technische Absicherung der Auftragsdaten Ablaufdatums zu übermitteln. Nach dem Errei-
liche Schlüssel beibehalten werden, soweit zu leisten. Hierfür ist die Datei mit einer chen des Ablaufdatums der alten Schlüssel
diese mindestens der Version A004 entspre- speziellen Kennung zu versehen, die an- ist eine Neuinitialisierung vorzu­nehmen.
chen und dies so mit der Bank vereinbart ist. gibt, dass es außer der Transportunter-
schrift (Typ „T“) keine weitere EU für die- Wenn der Teilnehmer seine Schlüssel selbst
In diesem Fall werden die öffentlichen Schlüs- sen Auftrag gibt. Die Freigabe des Auftrags generiert, so hat er zu dem mit der Bank ver-
sel für die Authentifikation und die Verschlüs- erfolgt nach erfolgreicher Prüfung der Un- einbarten Zeitpunkt die Teilnehmerschlüssel
selung mit den hierfür vorgesehenen Auf- terschrift des Nutzers auf dem Begleitzettel unter Verwendung der dafür vorgesehenen
tragsarten an die Bank übermittelt. Diese durch die Bank. systembedingten Auftragsarten zu erneuern
Nachrichten sind mit dem Schlüssel für die und rechtzeitig vor dem Erreichen des Ablauf-
bankfachliche EU zu unterschreiben. Ein 3.1 Auftragserteilung mittels verteilter datums der alten Schlüssel zu übermitteln.
separater Versand eines unterschriebenen elektronischer Unterschrift
Initialisierungsbriefes entfällt. Die Art und Weise, wie die verteilte elektroni- Für eine automatische Freischaltung der
sche Unterschrift durch den Kunden genutzt neuen Schlüssel ohne eine erneute Teilneh-
2.3 Initialisierung der bankseitigen wird, muss mit der Bank vereinbart werden. merinitialisierung sind die folgenden Auftrags-
Schlüssel arten zu nutzen:
Der Teilnehmer holt den öffentlichen Schlüssel Die verteilte elektronische Unterschrift ist • Aktualisierung des öffentlichen bankfach­
der Bank mittels einer eigens dafür vorgesehe- dann einzusetzen, wenn die Autorisierung lichen Schlüssels (PUB) und
nen systembedingten Auftragsart ab. von Aufträgen unabhängig vom Transport der • Aktualisierung des öffentlichen Authenti­
Auftragsdaten und gegebenenfalls auch durch fikationsschlüssels und des öffentlichen
Der Hashwert des öffentlichen Bankschlüssels mehrere Teilnehmer erfolgen soll. ­Verschlüsselungsschlüssels (HCA)
wird von der Bank zusätzlich über einen zwei- oder ­alternativ
ten, mit dem Kunden gesondert vereinbarten Solange noch nicht alle zur Autorisierung er- • Aktualisierung aller drei oben genannten
Kommunikationsweg bereitgestellt. forderlichen bankfachlichen EU vorliegen, Schlüssel (HCS).
kann der Auftrag von einem hierzu berechtig-
Vor dem ersten Einsatz von EBICS hat der Teil- ten Nutzer gelöscht werden. Soweit der Auf- Die Auftragsarten PUB und HCA bzw. HCS
nehmer die Echtheit der ihm per Datenfern- trag vollständig autorisiert wurde, ist nur noch sind hierfür mit einer gültigen bankfachlichen
übertragung übermittelten öffentlichen Bank- ein Rückruf gemäß Nr. 8 der Bedingungen für EU des Nutzers zu versehen. Nach erfolgrei-
schlüssel dadurch zu überprüfen, dass er deren die Datenfernübertragung möglich. cher Änderung sind nur noch die neuen
Hashwerte mit den Hashwerten vergleicht, die Schlüssel zu verwenden.
von der Bank über den gesondert vereinbar- Die Bank ist dazu berechtigt, nicht vollständig
ten Kommunikationsweg mitgeteilt wurden. autorisierte Aufträge nach Ablauf des von Wenn die elektronische Unterschrift nicht
der Bank gesondert mitgeteilten Zeitlimits zu ­erfolgreich geprüft werden konnte, wird wie
Der Kunde muss gewährleisten, dass eine löschen. unter Nr. 7 Absatz 3 der Bedingungen für die
Software eingesetzt wird, die die Gültigkeit Datenfernübertragung verfahren.
der im Rahmen der Transportverschlüsselung 3.2 Legitimationsprüfung durch die Bank
eingesetzten Serverzertifikate anhand des von Per DFÜ eingelieferte Auftragsdaten werden Die Schlüsseländerung darf erst nach Abarbei-
der Bank gesondert mitgeteilten Zertifizie- als Auftrag durch die Bank erst dann ausge- tung aller Aufträge erfolgen. Ansonsten sind
rungspfades überprüft. führt, wenn die erforderlichen bankfachlichen die noch nicht ausgeführten Aufträge mit
EU bzw. der unterschriebene Begleitzettel ein- dem neuen Schlüssel neu zu erteilen.
3 | Auftragserteilung an die Bank gegangen sind und mit positivem Ergebnis ge-
prüft wurden. 5 | Sperre der Teilnehmerschlüssel
Der Nutzer überprüft die Auftragsdaten auf
ihre Richtigkeit und stellt sicher, dass genau 3.3 Kundenprotokolle Besteht der Verdacht des Missbrauchs der Teil-
diese Daten elektronisch unterschrieben wer- Die Bank dokumentiert in Kundenproto­kollen nehmerschlüssel, ist der Teilnehmer dazu ver-
den. Bei Aufnahme der Kommunikation wer- die folgenden Vorgänge: pflichtet, seine Zugangsberechtigung zu allen
den seitens der Bank zuerst teilnehmerbezo- • Übertragung der Auftragsdaten an das Banksystemen zu sperren, die den/die kom-
gene Berechtigungsprüfungen durchgeführt, Banksystem promittierten Schlüssel verwenden.
wie etwa die Auftragsartberechtigung oder • Übertragung von Informationsdateien von
gegebenenfalls vereinbarte Limitprüfungen. dem Banksystem an das Kundensystem Soweit der Teilnehmer über gültige Legitima-
Die Ergebnisse der bankfachlichen Prüfungen • Ergebnis einer jeden Legitimationsprüfung tions- und Sicherungsmedien verfügt, kann er
wie beispielsweise Limitprüfungen oder Kon- von Aufträgen des Kunden an das Bank- seine Zugangsberechtigung via EBICS-Anbin-
toberechtigungsprüfungen werden dem Kun- system dung sperren. Hierbei wird durch Senden einer
den im Kundenprotokoll zu einem späteren • Weiterverarbeitung von Aufträgen, sofern Nachricht mit der Auftragsart „SPR“ der Zu-
Zeitpunkt mitgeteilt. Eine Ausnahme bildet die sie die Unterschriftsprüfung und die An- gang für den jeweiligen Teilnehmer, unter des-
mit dem Kunden optional vereinbarte Online- zeige von Auftragsdaten betreffen sen User-ID die Nachricht gesendet wird, ge-
Prüfung der Auftragsdaten durch die Bank. • Fehler bei der Dekomprimierung. sperrt. Nach einer Sperre können bis zu der
unter Nr. 2 beschriebenen Neuinitialisierung
Auftragsdaten, die an das Banksystem über- Der Teilnehmer hat sich durch Abruf des Kun- keine Aufträge von diesem Teilnehmer per
mittelt werden, können wie folgt autorisiert denprotokolls über das Ergebnis der aufseiten EBICS-Anbindung mehr erteilt werden.
werden: der Bank durchgeführten Prüfungen zeitnah
• Alle erforderlichen bankfachlichen EU wer- zu informieren. Wenn der Teilnehmer nicht mehr über gültige
den zusammen mit den Auftragsdaten Legitimations- und Sicherungsmedien verfügt,
übertragen. Der Teilnehmer hat dieses Protokoll, das in- kann er außerhalb des DFÜ-Verfahrens seine
• Sofern mit dem Kunden für die jeweilige haltlich den Bestimmungen von Kapitel 10 der Legitimations- und Sicherungsmedien über die
Auftragsart die verteilte elektronische Un- Anlage 1b entspricht, zu seinen Unterlagen zu von der Bank gesondert bekannt gegebene
terschrift vereinbart wurde und die über- nehmen und auf Anforderung der Bank zur Sperrfazilität sperren lassen.
mittelten EU für die bankfachliche Freigabe Verfügung zu stellen.
nicht ausreichen, wird der Auftrag bis zur Der Kunde kann außerhalb des DFÜ-Verfah-
Abgabe aller erforderlichen EU im Banksys- 4 | Änderungen der Teilnehmerschlüssel rens die Legitimations- und Sicherungsmedien
tem gespeichert. mit automatischer Freischaltung eines Teilnehmers oder den gesamten DFÜ-Zu-
• Soweit Kunde und Bank vereinbaren, dass gang über die von der Bank bekannt gegebene
die Autorisierung von per DFÜ übermittel- Wenn die vom Teilnehmer eingesetzten Legiti- Sperrfazilität sperren ­lassen.
ten Auftragsdaten mittels gesondert über- mations- und Sicherungsmedien in ihrer ­Gültig-
mittelten Begleitzettels erfolgen kann, ist keit zeitlich begrenzt sind, hat der Teilnehmer Fassung: 1. Juni 2019
Seite 41

Anlage 1b: Spezifikation der EBICS-Anbindung

Mehr Informationen unter


www.fyrst.de
Seite 42

Anlage 1c: Sicherheitsanforderungen an das EBICS-Kundensystem

Über die in Anlage 1a Nr. 5 beschriebenen


Sicherheitsmaßnahmen hinaus sind durch den
Kunden folgende Anforderungen insbeson-
dere zu berücksichtigen:

• Die vom Kunden für das EBICS-Verfahren


eingesetzte Software muss die in Anlage 1a
beschriebenen Anforderungen erfüllen.
• EBICS-Kundensysteme dürfen nicht ohne
Firewall eingesetzt werden. Eine Firewall
ist eine Einrichtung, die den gesamten ein-
und ausgehenden Nachrichtenverkehr
überwacht und nur bekannte oder autori-
sierte Verbindungen zulässt.
• Es ist ein Virenscanner zu installieren, der
regelmäßig mit den neuesten Virendefini-
tions-Dateien auszustatten ist.
• Das EBICS-Kundensystem ist so einzurich-
ten, dass sich der Teilnehmer vor dessen
Nutzung anmelden muss. Die Anmeldung
hat als normaler Benutzer und nicht als
Administrator, der z. B. berechtigt ist, die
Installation von Programmen vorzuneh-
men, zu erfolgen.
• Die internen IT-Kommunikationswege für
unverschlüsselte bankfachliche Daten oder
für unverschlüsselte EBICS-Nachrichten
sind gegen Abhören und Manipulationen
zu schützen.
• Wenn sicherheitsrelevante Updates für das
jeweils eingesetzte Betriebssystem und wei-
tere installierte sicherheitsrelevante Soft-
ware-Programme vorliegen, sollten die ein-
gesetzten EBICS-Kundensysteme mit diesen
aktualisiert werden.

Die Umsetzung dieser Anforderungen liegt


ausschließlich in der Verantwortung des
­Kunden.

Fassung: 1. Juni 2019


Seite 43

Anlage 2: Derzeit nicht belegt


Seite 44

Anlage 3: Spezifikation der Datenformate

Mehr Informationen unter


www.fyrst.de
Seite 45

Darstellung von SEPA-Sammelaufträgen als Einzelzahlungen


(BatchBooking)

Allgemeines (3) Überschreiten SEPA-Sammelaufträge die 5 | Entgelt


vereinbarte Obergrenze, werden diese bank-
(1) FYRST – ein Angebot der Deutsche Bank AG seitig ausgesteuert und ein Rückfrageprozess (1) Kontoinhaber und Bank vereinbaren für die
(nachfolgend „Bank“ genannt) erhält von Ge- zwischen der Bank und dem Kontoinhaber Darstellung als Einzelzahlungen eines SEPA-
schäfts- und Firmenkontoinhabern jeweils ge- ausgelöst, um den weiteren Verarbeitungs- Sammelauftrags einen Entgeltbetrag je Einzel-
trennt nach deren Eigenschaft als Zahler weg zu klären. Bei einem Überschreiten der zahlung.
(Überweisungen) oder Zahlungsempfänger Obergrenze wird der betroffene SEPA-Sam-
(Lastschriften) beleglose SEPA-Zahlungen per melauftrag entweder nicht verarbeitet oder (2) Die Entgeltbelastung erfolgt auf dem Auf-
Datenfernübertragung (DFÜ) über EBICS, als Sammelbuchung verbucht. Der Rückfrage- tragskonto.
SWIFT und FinTS in Form von SEPA-Sammel- prozess kann zu einer zeitlichen Verzögerung
auftragsdateien. Die Auftragsdateien enthal- in der Bearbeitung des SEPA-Sammelauftrags
ten einen oder mehrere Sammelaufträge mit führen. 6 | Ergänzende Bedingungen
jeweils
einem Auftraggeber und einer individuellen (1) Für FinTS benötigt der Kontoinhaber die
Anzahl von Zielposten je Sammler. Mit dem 3 | Ablehnung des SEPA-Sammel­ Freischaltung zum FYRST Banking. Für die
BatchBooking-Kennzeichen innerhalb des auftrags Nutzung des FYRST Banking gelten die Beson-
SEPA Zahlungsschemas kann der Auftragge- deren Bedingungen FYRST – FYRSTBanking.
ber steuern, ob ein von ihm eingereichter Treten von der Bank nicht zu vertretende
SEPA-Sammelauftrag in seinen Kontoauszü- Buchungshindernisse auf, die eine Buchung (2) Ergänzend gelten die Besonderen Bedingun­
gen bzw. Umsatzanzeigen als Sammelzahlung des SEPA-Sammelauftrags auf dem Konto gen FYRST
(BatchBooking = true) oder als Einzelzahlun- des Auftraggebers verhindern, wird der ge- – Datenfernübertragung einschließlich der
gen dargestellt wird (BatchBooking = false). samte SEPA-Sammelauftrag vor der Darstel- Schnittstellenspezifikation für die Datenfern-
lung von Einzelzahlungen an den Kontoinha- übertragung zwischen Kunde und Kreditins-
(2) Die Bank bucht SEPA-Sammelaufträge als ber zurückgegeben. Eine teilweise Buchung titut gemäß Anlage 3 des DFÜ-Abkommens
Sammelbuchung. Die Aktivierung der Darstel- des Sammelauftrags nimmt die Bank nicht (Spezifikation der SEPA-Einlieferungs­for­mate),
lung von Einzelzahlungen setzt eine geson- vor. – Überweisungen,
derte Vereinbarung zwischen Kontoinhaber – Lastschrifteinzug
und Bank voraus. Für diese Vereinbarung gel- sowie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen
ten die nachfolgenden Regelungen. 4 | PDF-Online-Kontoauszug (papierhaf- FYRST.
ter Kontoauszug); Periodik und Kosten

1 | Geltungsbereich (1) Die Darstellung von Einzelzahlungen führt Fassung: 15. Mai 2020
zu einer erhöhten Anzahl von Umsatzposten
Vereinbart der Kontoinhaber mit der Bank aufseiten des Auftraggebers sowohl im elek-
die Darstellung von Einzelzahlungen, gilt dies tronischen als auch im PDF- bzw. papierhaften
sowohl für Überweisungen als auch für Last- Kontoauszug. Beide Kontoauszugsformate
schriften. Eine Beschränkung auf Überwei- werden synchron erzeugt. Eine ausschließliche
sungen oder Lastschriften ist nicht möglich. Anreicherung des elektro­nischen Kontoaus-
zugs mit den Einzelposten aus SEPA-Sammel-
aufträgen ist nicht möglich.
2 | Postenobergrenze
(2) In der Folge kann der Umfang der Lieferun-
(1) Der Kontoinhaber vereinbart mit der Bank gen der PDF- bzw. papierhaften Kontoaus-
eine Postenobergrenze je SEPA-Sammelauf- züge steigen. Um eine geordnete Lieferung
trag im DFÜ-Verfahren (EBICS, SWIFT, FinTS). dieser Kontoauszüge am Periodenende zu
Eine Buchung von SEPA-Sammelaufträgen ist sichern, vereinbaren Kontoinhaber und Bank
bis zu einer individuell vereinbarten Ober- hiermit, dass PDF- bzw. papierhafte Konto-
grenze je SEPA-Sammelauftrag möglich. auszüge auf eine buchungstäg­liche Periodik
umzustellen sind, sofern bisher eine davon ab-
(2) SEPA-Sammelaufträge über FinTS sind weichende ­Periodik vereinbart war.
technisch auf 999 Zielposten be­s chränkt.
Diese Obergrenze gilt für FinTS auch dann, (3) Der Kontoinhaber trägt die Kosten für die
wenn der Kontoinhaber mit der Bank ander- buchungstäglichen PDF- bzw. papierhaften
weitig eine höhere Postenobergrenze verein- Kontoauszüge.
bart hat.
Seite 46

FYRST Preis- und Leistungs­verzeichnis


– Auszug für die Zahlungsdienste –

12 | Sonstige Entgeltregelungen 13 | Geschäftstag, Einlieferungsschluss- 13.3.2 derzeit nicht belegt


zeit, Ausführungsfristen für Zahlungsvor-
12.4 Sonstige Entgeltregelungen gänge, technische Verfügungsobergrenzen 13.3.3 Aufträge zu Scheckzahlungen
Neutrale Briefumschläge mit Aufträgen an für einzelne Zahlungsauftragsverfahren und Barauszahlungen an Empfänger in
die Bank und Sendungen mit Datenträgern anderen Staaten des Europäischen Wirt-
an die Bank sind zu frankieren. Die Bank ist 13.1 Geschäftstag schaftsraums (EWR)1 in Euro oder in
berechtigt, Nachporto dem ­Girokonto zu Geschäftstag ist jeder Tag, an dem die an der anderen EWR-Währungen2
­belasten. Ausführung eines Zahlungsvorgangs beteilig- Die Bank ist verpflichtet ­sicherzustellen, dass
ten Zahlungsdienstleister den für die Ausfüh- der Zahlungsbetrag beim Zahlungsdienstleis-
12.6 rung von Zahlungsvorgängen erforderlichen ter des Zahlungsempfängers spätestens wie
Eine Überweisung in einen EWR-Staat1 in Euro Geschäftsbetrieb unterhalten. Die Bank unter- folgt eingeht:
führt die Bank als SHARE-Zahlung aus. Auf- hält den für die Ausführung von Zahlungen
traggeber und Zahlungsempfänger tragen erforderlichen Geschäftsbetrieb an allen Aufträge in Euro
jeweils die von ihrem Zahlungsdienstleister er- Werktagen, mit Ausnahme von: • Belegloser Auftrag: 1 Geschäftstag
hobenen Entgelte. Gleiches gilt für eine Über- • Sonnabenden • Beleghafter Auftrag: 2 Geschäftstage
weisung, die in einer anderen EWR-Währung2 • 24. und 31. Dezember
ausgeführt wird und die mit keiner Währungs- Die Geschäftstage können sich von den Öff- Aufträge in anderen EWR-­Währungen2
umrechnung bei der Bank (Ausführung in nungszeiten der einzelnen Geschäftsstellen • Belegloser Auftrag: 4 Geschäftstage
Kontowährung) verbunden ist. unterscheiden, die an der jeweiligen Ge- • Beleghafter Auftrag: 4 Geschäftstage
schäftsstelle ausgehängt sind. Der Kunde
Sofern eine Überweisung in einen EWR-Staat1, kann seine Zahlungskarte jederzeit einsetzen. 13.3.4 Ausführungsfristen für Zahlungen
die in einer anderen EWR-Währung2 als Euro Die Festlegung der Geschäftstage betrifft nur aus SEPA-Basislastschriften und SEPA-
ausgeführt wird und die mit einer Währungs- die Verarbeitung des Zahlungsvorgangs durch Firmenlastschriften an den Zahlungsemp-
umrechnung bei der Bank (Ausführung nicht die Bank. fänger
in Kontowährung) verbunden ist, nicht als Die Bank ist verpflichtet sicherzustellen, dass
SHARE-Zahlung beauftragt wird, erfolgt die 13.2 Einlieferungsschlusszeit der Lastschriftbetrag spätestens innerhalb
Ausführung als OUR-Zahlung. D. h., der Auf- Die Einlieferungsschlusszeit für Überweisungs- ­eines Geschäftstages beim Zahlungsdienstleis-
traggeber trägt das Entgelt und die Auslagen aufträge, Zahlungsanweisungen (Inland), Auf- ter des Zahlungsempfängers eingeht.
der Bank sowie die Entgelte und Auslagen der träge zu Scheckzahlungen und Barauszahlun-
zwischengeschalteten Zahlungsdienstleister. gen an Empfänger im Ausland ist 14:00 Uhr. 13.3.5 Ausführungsfristen für Zahlungen
der Bank aus FYRST CARD (Debitcard) Ver-
Für alle anderen Überweisungen gilt: Die Zah- 13.3 Ausführungsfristen fügungen des Kunden an den Zahlungs-
lung kann als SHARE-Zahlung beauftragt wer- empfänger
den. D. h., der Auftraggeber trägt das Entgelt 13.3.1 Überweisungen innerhalb Deutsch- Die Bank ist verpflichtet sicherzustellen, dass
der Bank; die Entgelte und Auslagen der zwi- lands und in andere Staaten des Europäi- der Kartenzahlungsbetrag spätestens inner-
schengeschalteten Zahlungsdienstleister so- schen Wirtschaftsraums (EWR)1 in Euro halb folgender Fristen beim Zahlungsdienst-
wie des Zahlungsdienstleisters des Zahlungs- oder in anderen EWR-Währungen2 leister des Zahlungsempfängers eingeht:
empfängers trägt der Zahlungsempfänger. Die Bank ist verpflichtet, sicherzustellen, dass • Kartenzahlungen in Euro innerhalb des
Der Überweisungsbetrag kann entsprechend der Überweisungsbetrag beim Zahlungs- ­Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)1:
gekürzt werden. dienstleister des Zahlungsempfängers spätes- 1 Geschäftstag
Neben der SHARE-Zahlung ist die BEN-Zahlung tens wie folgt eingeht: • Kartenzahlungen innerhalb des EWR in
möglich, d. h., das Entgelt der Bank und die ­anderen EWR-Währungen2 als Euro:
Entgelte und Auslagen der zwischengeschalte- Überweisungsaufträge in Euro 1 Geschäftstag
ten Zahlungsdienst­leister sowie des Zahlungs- • Belegloser Überweisungsauftrag: • Kartenzahlungen außerhalb des EWR: Die
dienstleisters des Zahlungsempfängers trägt 1 Geschäftstag Kartenzahlung wird baldmöglichst bewirkt.
der Zahlungsempfänger. Der Überweisungs- • Beleghafter Überweisungsauftrag:
betrag kann entsprechend gekürzt werden. 2 Geschäftstage

Beauftragt der Kunde keine BEN- oder SHARE- Überweisungsaufträge in ­anderen EWR-
Zahlung, wird die Überweisung als OUR-Zah- Währungen2
lung ausgeführt. D. h., der Auftraggeber trägt • Belegloser Überweisungsauftrag:
das Entgelt und die Auslagen der Bank sowie 4 Geschäftstage
die Entgelte und Auslagen der zwischenge- • Beleghafter Überweisungsauftrag:
schalteten Zahlungsdienstleister. 4 Geschäftstage

Die vorstehenden Regelungen finden auch
Anwendung, wenn der Zahlungsauftrag als
Scheckzahlung ausgeführt wird.

1) Zum Europäischen Wirtschaftsraum gehören derzeit: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich (einschließlich Französisch-Guayana, Guadeloupe,
Martinique, Mayotte, Réunion), Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal,
Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland, Zypern. 2) Zu den EWR-Währungen
gehören derzeit: Euro, Britisches Pfund Sterling, Bulgarischer Lew, Dänische Krone, Isländische Krone, Kroatische Kuna, Schweizer Franken, Norwegische Krone, Polnischer Zloty,
Rumänischer Leu, Schwedische Krone, Tschechische Krone, Ungarischer Forint.
Seite 47

13.3.6 Zahlungen der Bank aus Master des Eilüberweisungen 14.1.2 Maßgeblicher Referenzwechselkurs
Kunden an den Zahlungsempfänger innerhalb Deutschlands
Die Bank ist verpflichtet sicherzustellen, dass • in Euro ................................... 10.000 EUR 14.1.2.1 Bestimmung des maßgeblichen
der Kartenzahlungsbetrag spätestens inner- Referenzwechselkurses
halb folgender Fristen beim Zahlungsdienst- Verfügungen mit der FYRST CARD (Debit- Der maßgebliche Referenzwechselkurs ist die
leister des Zahlungsempfängers eingeht: card) von The World Markets Company PLC, Edin-
• Kartenzahlungen in Euro innerhalb des pro Kalendertag burgh, („WMR“) für die jeweilige Währung
­Europäischen Wirtschaftsraums (EWR)1: am Geldautomaten ........................ 1.000 EUR veröffentlichte „hourly closing rate“.
1 Geschäftstag innerhalb von 7 Kalendertagen
• Kartenzahlungen innerhalb des EWR1 in für ­Verfügungen an Geldautomaten Erfolgt die Ausführung des An- oder Verkaufs
­anderen EWR-Währungen2 als Euro: im Ausland5 .......................... max. 1.500 EUR von Devisen im Rahmen des ordnungsgemäßen
1 Geschäftstag innerhalb von 7 Kalendertagen für Arbeitsablaufs der Bank bis um 13:00 Uhr
• Kartenzahlungen außerhalb des EWR1: Die electronic cash-Transaktionen ........ 2.000 EUR Ortszeit Frankfurt am Main, gilt für die Festle-
Kartenzahlung wird baldmöglichst bewirkt. gung des Abrechnungskurses der an diesem
Tag für 13:00 Uhr Ortszeit Frankfurt am Main
13.4 Technische Verfügungsobergrenzen 14 | Fremdwährungsgeschäfte, An- und veröffentlichte Referenzwechselkurs. Erfolgt
für einzelne Zahlungsauftragsverfahren Verkauf von fremden Währungen sowie die Ausführung im Rahmen des ordnungsge-
Währungsumrechnungsentgelte mäßen Arbeitsablaufs der Bank erst nach
FYRST Banking 13:00 Uhr Ortszeit Frankfurt am Main, gilt der
pro Auftrag .................................. 3.000 EUR 14.1 Fremdwährungsgeschäfte am folgenden Handelstag um 13:00 Uhr Orts-
Bei Geschäften des Kunden, die für ihn eine zeit Frankfurt am Main veröffentlichte Referenz-
Der Kunde kann die Verfügungsgrenze ein­ Umrechnung in eine oder von einer fremde(n) wechselkurs. Der Zeitpunkt der Ausführung
seitig erhöhen oder herabsetzen. Währung, d. h. eine andere Währung als Euro des An- oder Verkaufs von Devisen im Rahmen­
Absolute Verfügungsobergrenze für grenz- „Devisen“ genannt), erfordern „Fremdwährungs- des ordnungsgemäßen Arbeitsablaufs ist ab-
überschreitende Überweisungen: geschäfte“, führt die Bank eine Umrechnung hängig von dem Eingang des dem Fremdwäh-
• in die zur SEPA gehörenden Staaten und für den Kunden von einer Fremdwährung in rungsgeschäft zugrunde liegenden Auftrags
Gebiete1 in Fremdwährung: Euro (z. B. Zahlungseingänge in Devisen auf bei der Bank sowie den jeweils geltenden An-
– für Nicht-Verbraucher: ein in Euro geführtes Zahlungskonto des Kun- nahme- und Ausführungsfristen der Bank.
1.000.000 EUR oder ­Gegenwert den) und eine Umrechnung für den Kunden
• in die nicht zur SEPA gehörenden Staaten von Euro in eine Fremdwährung (z. B. Über- 14.1.2.2 Nichtveröffentlichung von Kursen
und Gebiete: weisungen in Devisen von einem in Euro ge- durch WMR
– für Nicht-Verbraucher: führten Zahlungskonto des Kunden) wie nach- Sofern von WMR für die in der in Ziffer
1.000.000 EUR oder Gegenwert folgend dargestellt durch, soweit nicht etwas 14.1.2.1 genannten Zeitpunkten kein Kurs für
anderes zwischen der Bank und dem Kunden die entsprechende Devise in Euro veröffentlicht
Telefon-Banking vereinbart ist. wird, gilt als Referenzwechselkurs der Wech-
(pro Geschäftstag) selkurs, der im internationalen Devisenmarkt
14.1.1 Grundsatz zwischen Banken zu diesen Zeitpunkten in
Überweisungen und Daueraufträge Fremdwährungsgeschäfte in Devisen werden dieser Devise feststellbar ist.
innerhalb Deutschlands bei einer Umrechnung für den Kunden von ei-
• in Euro 4: ................................ 10.000 EUR ner Fremdwährung in Euro zu dem von der 14.1.2.3 Hinweis
• in Fremdwährung .................... 2.500 EUR Bank jeweils festgelegten „Brief-Abrechnungs- Die der Bank für die Eindeckung der Devisen
Gegenwert kurs“ bzw. bei einer Umrechnung für den bzw. deren Verkauf tatsächlich entstehenden
Kunden von Euro in eine Fremdwährung zu Kosten können geringer oder höher als die je-
grenzüberschreitend in die zur SEPA dem von der Bank jeweils festgelegten „Geld- weils unter Ziffer 14.1.2.1 beschriebenen Re-
­gehörenden Staaten und Gebiete 3 Abrechnungskurs“ (zusammen nachfolgend ferenzwechselkurse sein, sofern die Bank sich
• in Euro ................................... 10.000 EUR „Abrechnungskurs“) abgerechnet. zu einem niedrigeren Kurs eindecken (Ankauf
• in Fremdwährung .................... 2.500 EUR von Devisen) bzw. die Devisen zu einem höhe-
Gegenwert Der Abrechnungskurs setzt sich zusammen ren Kurs als dem Referenzwechselkurs veräu-
aus ßern kann (Verkauf von Devisen).
grenzüberschreitend in die nicht zur SEPA • dem maßgeblichen Referenzwechselkurs
gehörenden Staaten und Gebiete und, 14.1.3 Währungsumrechnungsentgelt
• in Euro ..................................... 2.500 EUR • bei Anwendung eines Brief-Abrechnungs- Die Höhe des Auf- bzw. Abschlags gemäß Nr.
• in Fremdwährung .................... 2.500 EUR kurses einem Aufschlag auf den Referenz- 14.1.1 auf den maßgeblichen Referenzwech-
Gegenwert wechselkurs, bzw. selkurs ist von der jeweiligen Währung abhän-
• bei Anwendung eines Geld-Abrechnungs- gig und ergibt sich aus den nachfolgenden
kurses einem Abschlag vom Referenzwech- ­Tabellen:
selkurs.

Den Auf- und Abschlag erhebt die Bank als


Währungsumrechnungsentgelt.

1) Zum Europäischen Wirtschaftsraum gehören derzeit: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich (einschließlich Französisch-Guayana, Guadeloupe,
Martinique, Mayotte, Réunion), Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen,
Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland, Zypern. 2) Zu den
EWR-Währungen gehören derzeit: Euro, Britisches Pfund Sterling, Bulgarischer Lew, Dänische Krone, Isländische Krone, Kroatische Kuna, Schweizer Franken, Norwegische Krone,
Polnischer Zloty, Rumänischer Leu, Schwedische Krone, Tschechische Krone, Ungarischer Forint. 3) Zur SEPA gehören die EU-Staaten Andorra, Belgien, Bulgarien, Dänemark,
Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden,
Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vatikanstadt, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland, Zypern sowie die Staaten und Gebiete
Island, Liechtenstein, Norwegen, Mayotte, Monaco, San Marino, Schweiz, Saint-Pierre und Miquelon, Jersey, Guernsey, Isle of Man. 4) Von der Betragsgrenze ausgenommen
sind Überweisungen auf e­ igene FYRST Konten des Auftraggebers. 5) Der Kunde kann diesen Verfügungsrahmen einseitig erhöhen oder herabsetzen.
Seite 48

EWR-Währungen 14.1.4 Veröffentlichung der Abrechnungs- 14.2.2.2 Währungsumrechnungsentgelt


kurse für die in der Tabelle genannten Die Bank erhebt für Verfügungen mit der
­Devisen FYRST Card ein Währungsumrechnungsentgelt
Währungs­ Land der Auf-/Abschlag
Die Abrechnungskurse werden von der Bank in Form eines Aufschlages in Höhe von 0,5 %
paar Währung auf Referenz- auf der Internetseite (www.fyrst.de/faq/) ver- auf den zuletzt verfügbaren Kurs, den das von
wechselkurs öffentlicht. der Bank für die Abrechnung des Zahlungs-
vorgangs eingeschaltete Unternehmen ver-
EUR/BGN1 Bulgarien 0,0500 BGN
14.1.5 Besonderheiten bei Fremdwäh- wendet
EUR/CHF Liechtenstein 0,0047 CHF rungsschecks
Schreibt die Bank den Gegenwert eines Fremd-
EUR/CZK1 Tschechien 0,4300 CZK
währungsschecks einem in Euro geführten 15 | Kundenbeschwerdestelle
EUR/DKK Dänemark 0,0352 DKK Zahlungskonto des Kunden gut, erhebt die
Bank den im Kapitel 14.1.3 ausgewiesenen Bei Beschwerden können sich die Kunden
EUR/GBP Großbritannien 0,0038 GBP
Aufschlag auf den Referenzwechselkurs in der Bank an den Ombudsmann der privaten
EUR/HUF1 Ungarn 5,3687 HUF doppelter Höhe. Banken wenden. Beschwerden sind schriftlich
unter kurzer Schilderung des Sachverhalts und
EUR/NOK Norwegen 0,0455 NOK
14.2 Kartenumsätze in Devisen unter Beifügung der zum Verständnis und zur
EUR/PLN1 Polen 0,0650 PLN Prüfung erforderlichen Unterlagen zu richten
14.2.1 Kartenumsätze in Devisen innerhalb an die
EUR/RON1 Rumänien 0,1100 RON
des EWR
EUR/SEK Schweden 0,0443 SEK Kundenbeschwerdestelle beim
14.2.1.1 Maßgeblicher Referenzwechselkurs Bundesverband deutscher Banken
Der Referenzwechselkurs ist der letzte verfüg- Postfach 040307
Nicht EWR-Währungen bare Euro-Referenzwechselkurs der Europäi- 10062 Berlin
schen Zentralbank (https://www.ecb.europa.
Währungs­ Land der Auf-/Abschlag eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_re-
ference_exchange_rates) Fassung: 23. März 2020
paar Währung auf Referenz-
wechselkurs 14.2.1.2 Währungsumrechnungsentgelt
Die Bank erhebt für Verfügungen mit der
EUR/AUD Australien 0,0250 AUD
FYRST Card ein Währungsumrechnungsentgelt
EUR/CNY1 China 0,1700 CNY in Form eines Aufschlages in Höhe von 0,5 %
auf den zuletzt verfügbaren Euro-Referenz-
EUR/HKD1 Hongkong 0,1381 HKD
kurs der Europäischen Zentralbank (EZB).
EUR/INR 1
Indien 1,8267 INR
EUR/JPY1 Japan 1,1533 JPY 14.2.2 Kartenumsätze in Devisen außer-
halb des EWR
EUR/CAD Kanada 0,0066 CAD
EUR/MAD 1
Marokko 0,2700 MAD 14.2.2.1 Maßgeblicher Referenzwechselkurs
Bei Zahlungsvorgängen in fremder Währung
EUR/NZD Neuseeland 0,0250 NZD außerhalb des EWR wendet die Bank als maß-
EUR/RUB 1
Russland 1,5500 RUB geblichen Referenzwechselkurs den zuletzt
verfügbaren Kurs, den das von der Bank für
EUR/SGD1 Singapur 0,0244 SGD die Abrechnung des Zahlungsvorgangs einge-
EUR/ZAR Südafrika 0,2289 ZAR schaltete Unternehmen verwendet.

EUR/THB1 Thailand 1,0000 THB Die Kurse der von der Bank für die Abrechnung
EUR/TND 1
Tunesien 0,0832TND des Zahlungsvorgangs eingeschalteten Unter-
nehmen sind im Internet einsehbar:
EUR/USD USA 0,0036 USD
• 
für Visa Europe unter:
http://www.visaeurope.com/en/cardholders/
exchange_ rates.aspx

• 
für Mastercard unter:
https://www.mastercard.com/global/currency
conversion/index.html

1) Bei den in der oben aufgeführten Tabelle gesondert gekennzeichneten Währungen ist folgendes zu beachten: Abweichend wird bei diesen Währungen der Geld-Abrechnungskurs
(Zahlungsausgang über ein Zahlungsverkehrsprodukt der Deutsche Bank AG) nicht mittels des oben angegebenen Auf-/Abschlags ermittelt, bei diesen Währungen wird der Geld-Ab-
rechnungskurs von der Deutsche Bank AG vorgegeben. Dieser Abrechnungskurs wird täglich um 06:00 Uhr Greenwich Mean Time auf Basis von Kursen ermittelt, die (abzüglich eines
Abschlags von 1,3 %) von einem oder mehreren Teilnehmern im institutionellen FX-Markt festgestellt werden. Die Deutsche Bank kann diese Kurse ausschließlich oder teilweise z. B. ­
auf Basis von Referenzwechselkursen ermitteln, die sie in ihrem eigenen institutionellen FX Markt festgestellt hat (inklusive Kurse aus deren eigenen Handelssystem AUTOBAHN).
Wir sind für Sie da
0228 5500 3303

support@fyrst.de

www.fyrst.de

FYRST – ein Angebot der Deutsche Bank AG


Marken und Marketingkommunikation
Bonn

Papier aus nachhaltiger Waldbewirtschaftung


678 179 000
Stand: 15. Mai 2020
Preis- und Leistungsverzeichnis FYRST
FYRST Girokonten
Stand: 15. Mai 2020

Monatlicher Pauschalpreis FYRST BASE FYRST COMPLETE


Kontoführung
0,00 EUR 10,00 EUR

Rechnungsabschluss und Abbuchung erfolgen am letzten Bankarbeitstag jedes Monats.

1, 2 FYRST BASE FYRST COMPLETE


Buchungsposten
Belegloser Buchungsposten 3, 4
50 Freiposten p. M. 75 Freiposten p. M.
danach 0,19 EUR danach 0,08 EUR
Belegloser Buchungsposten Echtzeitüberweisung 4
0,40 EUR 0,30 EUR
Buchungsposten Auszahlung am Geldautomaten 1,90 EUR 0,90 EUR
Buchungsposten Auszahlung am Schalter 5,00 EUR 5,00 EUR
Buchungsposten Einzahlung am Geldautomaten 0,00 EUR 0,00 EUR
Buchungsposten Einzahlung am Schalter mit Karte 0,00 EUR 0,00 EUR
Buchungsposten Einzahlung am Schalter mit Beleg 0,00 EUR 0,00 EUR
Beleghafter Buchungsposten 5
5,00 EUR 4,00 EUR

FYRST COMPLETE
Auftragserteilung,
Überweisungen/Dauerauf- Ausführung einer Überweisung oder erstmalige Ausführung eines Dauer-
3,00 EUR
6 auftrags, wenn der Auftrag durch Nutzung des FYRST Telefon-Bankings
trag Telefon-Banking
erteilt worden ist7 (nur für FYRST COMPLETE)

8 FYRST BASE FYRST COMPLETE


Kontokorrentkredit Sollzins für eingeräumten
Kontokorrentkredit 13,08 % p. a.8 11,88 % p. a.8

Sollzins für geduldete


14,40 % p. a.8 14,40 % p. a.8
Überziehung

Kontoauszug online in der Nachrichtenbox 0,00 EUR 0,00 EUR


Kontoauszüge
Zusatzleistung Kontoauszug per Post je Versand 2,50 EUR 2,50 EUR

Einrichten / Ändern / Widerrufen 0,00 EUR 0,00 EUR


Dauerauftrag

INNERHALB DEUTSCHLANDS UND IN ALLE ANDEREN SEPA-LÄNDER9


SEPA-Überweisung/
Echtzeitüberweisung6 · beleglose Auftragserteilung 0,00 EUR
· beleghafte Auftragserteilung 10
0,00 EUR
· Bemühen um Wiedererlangung eines Zahlungsbetrags auf Wunsch des Kunden 21,00 EUR11
05.20a

BUCHUNGSBESTÄTIGUNG
· Erstellen einer Buchungsbestätigung über einen ausgeführten Einzelauftrag auf
921 170 011

Wunsch des Kunden bei Auftragserteilung 0,49 EUR

· Die Betragsgrenze für Echtzeitüberweisungen beträgt je Einzelauftrag 15.000 EUR*

Fußnoten siehe Seite 4

* Ab dem 01.07.2020 beträgt die Betragsgrenze für Echtzeitüberweisungen je Einzelauftrag 100.000 EUR. Seite 1
FYRST – ein Angebot der Deutsche Bank AG · Telefon: 0228 5500 3303, E-Mail: support@fyrst.de, www.fyrst.de
· Berechtigte Ablehnung der Ausführung eines autorisierten Zahlungsauftrags 1,80 EUR zzgl. Porto12
Ablehnung eines Zahlungs-
auftrages

BEARBEITUNG EINES WIDERRUFS NACH ZUGANG DES ZAHLUNGSAUFTRAGS


Widerruf eines Zahlungs-
auftrages13 · je Widerruf 7,50 EUR
· bei brieflicher Weiterleitung zusätzlich Porto
· bei Weiterleitung mit Telefax oder Datenübermittlung zusätzlich 7,70 EUR

INNERHALB DEUTSCHLANDS UND IN ALLE ANDEREN SEPA-LÄNDER9


SEPA-Lastschrifteinzug6 für SEPA-Basislastschriften und für SEPA-Firmenlastschriften
· beleglose Auftragserteilung 0,00 EUR
· Entgelt als erste Inkassostelle gegenüber dem Lastschrifteinreicher bei Rückbelastung14 5,50 EUR

· Einrichtung eines SEPA-Firmenlastschriftmandats 7,50 EUR


SEPA-Firmenlastschrift-
mandat · laufende Vormerkung eines SEPA-Firmenlastschriftmandats (pro Jahr) 7,50 EUR
· Änderung eines SEPA-Firmenlastschriftmandats 7,50 EUR

Zum Auslandszahlungsverkehr gehören Überweisungen


Auslandszahlungsverkehr
Überweisungen 6, 19 · in anderer Währung als Euro15
· in Euro in andere Länder als den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR)16
(sofern nicht in ein SEPA-Land als SEPA-Überweisung beauftragt)

ÜBERWEISUNGSAUSGÄNGE FYRST BASE FYRST COMPLETE


· Überweisungsaufträge mit Gutschrift auf dem 1,5 ‰ 1,2 ‰
Em­pfängerkonto mind. 6,00 EUR, max. 40,00 EUR
· Überweisungsaufträge mit Scheckzustellung an 1,5 ‰ 1,2 ‰
den Empfänger mind. 6,00 EUR, max. 40,00 EUR

 eben den Entgelten der Bank können im Auslandszahlungsverkehr Entgelte und Auslagen
N
für weitere an der Zahlungsausführung beteiligte Zahlungsdienstleister anfallen. Für die
Entgelte der Bank und der beteiligten Zahlungsdienstleister haben Sie drei Entgeltoptionen:
· SHARE: Kostenteilung zwischen Auftraggeber und Zahlungsempfänger
· OUR: Kostenübernahme durch Auftraggeber
· BEN: Kostenübernahme durch Zahlungsempfänger

F ür Überweisungen innerhalb des EWR16 in einer anderen EWR-Währung17 als Euro gelten
folgende Einschränkungen:
· ohne Währungsumrechnung bei der Bank: nur SHARE zulässig
· mit Währungsumrechnung bei der Bank: SHARE oder OUR zulässig

ÜBERWEISUNGSEINGÄNGE FYRST BASE FYRST COMPLETE


Überweisungseingänge 1,5 ‰ 1,2 ‰
mind. 5,00 EUR, max. 30,00 EUR

INLANDSSCHECK
Scheck-Inkasso
· inländischer EUR-Scheck18 0,00 EUR

AUSLANDS- ODER FREMDWÄHRUNGSSCHECK18


mit sofortiger Gutschrift (Eingang vorbehalten)20
05.20a

· Scheckbetrag unter 11,00 EUR 5,00 EUR


921 170 011

· Scheckbetrag ab 11,00 EUR bis unter 20,00 EUR 10,00 EUR


· Scheckbetrag ab 20,00 EUR 15,00 EUR
Fußnoten siehe Seite 4

FYRST – ein Angebot der Deutsche Bank AG · Telefon: 0228 5500 3303, E-Mail: support@fyrst.de, www.fyrst.de Seite 2
AUF DAS EIGENE FYRST GIROKONTO FYRST BASE FYRST COMPLETE
Bareinzahlungen
Volumensabhängig 0,6 % mind. 5,00 EUR 0,4 % mind. 3,00 EUR

AN EIGENE KUNDEN BEI FREMDEN


Barauszahlungen mit der ZAHLUNGSDIENSTLEISTERN
In Staaten innerhalb des EWR in Euro
FYRST Card (Debitkarte)6,19
Mit FYRST CARD bei den an der Cash Group teilnehmenden
fremden Kreditinstituten 0,00 EUR
 it FYRST CARD bei Geldautomatenbetreibern, die ein
M
direktes Kundenentgelt erheben
· Verfügungen im Bezahlsystem girocard 0,00 %
· Verfügungen im Bezahlsystem V PAY 1,00 % mind. 5,99 EUR

Mit FYRST CARD bei Geldautomatenbetreibern, die kein


direktes Kundenentgelt erheben
· Verfügungen im Bezahlsystem girocard
1,00 % mind. 5,99 EUR
· Verfügungen im Bezahlsystem V PAY
1,00 % mind. 5,99 EUR
In Staaten außerhalb des EWR in Euro oder in Fremdwährung 1,00 % mind. 5,99 EUR
Hinweis: Die Höhe des zu zahlenden direkten Kundenentgelts vereinbart der Geldautomaten-­
Betreiber mit Ihnen am Geldautomaten. Die Höhe des Entgelts wird Ihnen vor der Auszahlung am
­Geldautomaten angezeigt. Das Entgelt wird Ihrem Girokonto zusammen mit dem Abhe­bungs­
betrag belastet.

EINSATZ DER FYRST CARD IM AUSLAND AN TERMINALS


Bezahlen mit der FYRST Card zum Bezahlen von Waren und Dienstleistungen
(Debitkarte) im Ausland6,19
· in den Staaten des EWR15 in Euro 0,00 %
· in anderen Staaten oder anderen Währungen 1,85 %

FYRST CARD (DEBITKARTE) FYRST BASE FYRST COMPLETE


FYRST Karten
· FYRST CARD (erste Karte) 0,00 EUR 0,00 EUR
· FYRST CARD (ab der zweiten Karte) pro Monat 1,00 EUR 0,50 EUR
· Ersatzkarte (Entgelt für Ausstellung der Karte) 0,00 EUR 0,00 EUR
Fußnoten siehe Seite 4
05.20a
921 170 011

FYRST – ein Angebot der Deutsche Bank AG · Telefon: 0228 5500 3303, E-Mail: support@fyrst.de, www.fyrst.de Seite 3
1) Bei Sammelaufträgen zählt jeder in den Sammelauftrag einfließende ­Einzelposten als entgeltpflichtiger Buchungsposten.
2) Von der Bepreisung ausgenommen sind:
· Lastbuchungen, die auf der Ausführung eines fehlerhaften oder nicht autorisierten Zahlungsauftrags beruhen, nebst zugehöriger Wieder­gutschrift des
lastgebuchten Zahlungsbetrags
· die Lastbuchung eines Entgelts, das für die Ausführung eines fehlerhaften oder nicht autorisierten Zahlungsauftrags erhoben worden ist, nebst zugehöriger
Wieder­gutschrift
· sonstige fehlerhafte Buchungen nebst zugehörigen Storno- oder Berichtigungsbuchungen sowie die Lastbuchung und Wiedergutschrift von Entgelten, die als
Folge einer sonstigen fehlerhaften Buchung erhoben worden sind
3) Hierzu zählen elektronisch eingereichte Überweisungen (sofern es sich nicht um Echtzeitüberweisungen handelt) oder Lastschriften, Einzahlungen mittels Karte,
Auszahlungen am Geldautomaten sowie weitere Gut­schriften und Lastbuchungen, sofern nicht gesondert in Fußnote 3 oder 5 benannt.
4) Bei auf Wunsch des Kunden erfolgter Vereinzelung von SEPA-Sammelaufträgen und Echtzeit-Sammelaufträgen je Einzelbuchung zzgl. 0,03 EUR. Freiposten für
beleglose Buchungsposten gelten nicht für die Vereinzelung von SEPA-Sammelaufträgen und nicht für den Einzug von SEPA-Lastschriften.
5) Hierzu zählen beleghaft eingereichte Überweisungen, Schecks, Einzahlungen mittels Beleg.
6) Zuzüglich des jeweiligen Buchungspostenentgelts.
7) Das Entgelt ist nicht zu entrichten, wenn der Auftrag unter ausschließlicher Nutzung des im FYRST Telefon-Banking eingesetzten Sprachcomputers erteilt worden ist.
8) Bonität vorausgesetzt. Zinssatz ist variabel – Stand Mai 2020.
9) Zur Single Euro Payments Area (SEPA) gehören die Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR, siehe hierzu Fußnote 15) sowie Andorra, Guernsey, Isle of Man,
Jersey, Monaco, Saint-Pierre und Miquelon, San Marino, Schweiz und Vatikanstadt.
10) Beleghafte Auftragserteilung bei Echtzeitüberweisungen nicht möglich.
11) Das Entgelt ist nur zu entrichten, wenn der Anlass für das Bemühen um Wiedererlangung des Zahlungsbetrags nicht auf einem rechtswidrigen Verhalten der Bank beruht.
12) Das Entgelt setzt sich zu­sammen aus einem Portoan­teil und sonstigen Kosten. Informiert die Bank den Zah­ler in einem Schreiben über mehrere an einem Geschäfts­
tag berechtigt abgelehnte Zahlungsaufträge, wird das in dem Entgelt enthaltene Porto nur einmal berechnet.
13) Erklärt der Kunde gleichzeitig mit dem Widerruf einer Überweisung den Wunsch nach Wiederbeschaffung des zugehörigen Überweisungsbetrags, ist nur das Entgelt
„Bemühen um Wiedererlangung eines Zahlungsbetrags auf Wunsch des Kunden“ zu entrichten.
14) Zuzüglich eventueller Fremdentgelte des Zahlungsdienstleisters des ­Zahlers.
15) Zusätzlich ist ein Währungsumrechnungsentgelt gemäß Nr. 14.1 des Preis- und Leistungsverzeichnisses FYRST zu entrichten.
16) Zum EWR gehören derzeit: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich (einschließlich Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique,
Mayotte, Réunion), Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen,
Portugal, Rumänien, Schweden, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn, Vereinigtes Königreich von Großbritannien und Nordirland, Zypern.
17) Zu den EWR-Währungen gehören derzeit: Euro, Britisches Pfund Sterling, Bulgarische Lew, Dänische Krone, Isländische Krone, Kroatische Kuna, Schweizer Franken,
Norwegische Krone, Polnische Zloty, Rumänische Leu, Schwedische Krone, Tschechische Krone, Ungarische Forint.
18) Zuzüglich fremder Kosten, Gebühren, Entgelte, Auslagen und Postenentgelt.
19) Bei einem Einsatz der Debitkarte im Ausland in Fremdwährung fällt zusätzlich noch ein Währungsumrechnungsentgelt gemäß Nr. 14.2 an.
20) Auslandsschecks können üblicherweise nur in den Währungen Euro und Britisches Pfund Sterling zur Gutschrift „Eingang vorbehalten“ angenommen werden.
05.20a
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FYRST – ein Angebot der Deutsche Bank AG · Telefon: 0228 5500 3303, E-Mail: support@fyrst.de, www.fyrst.de Seite 4
Informationsbogen für den Einleger
Persönliche Namen / Geschäftsbezeichnung Zusätzliche Informationen
Daten (für alle oder einige der nachstehenden Punkte)
1
Ihre Einlage wird von einem gesetzlichen Einlagensicherungssystem
und einem vertraglichen Einlagensicherungssystem gedeckt. Im Falle
einer Insolvenz Ihres Kreditinstituts werden Ihre Einlagen in jedem Fall
Kontonummer bis zu 100.000 EUR erstattet.
2
Sollte eine Einlage nicht verfügbar sein, weil ein Kreditinstitut seinen
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, so werden die
Einleger von dem Einlagensicherungssystem entschädigt. Die betref-
mit dem folgenden „Informationsbogen für den Einleger“ unterrichten fende Deckungssumme beträgt maximal 100.000 EUR pro Kreditinstitut.
wir Sie gemäß § 23a Abs. 1 des Kreditwesengesetzes über die Das heißt, dass bei der Ermittlung dieser Summe alle bei demselben
gesetzliche Einlagensicherung. Außerdem sind Einlagen durch den Kreditinstitut gehaltenen Einlagen addiert werden. Hält ein Einleger
Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Ban- beispielsweise 90.000 EUR auf einem Sparkonto und 20.000 EUR auf
ken geschützt. Nähere Informationen dazu finden Sie auf einem Girokonto, so werden ihm lediglich 100.000 EUR erstattet.
www.bankenverband.de/einlagensicherung.
Diese Methode wird auch angewandt, wenn ein Kreditinstitut unter
Einlagen bei der Deutsche Bank AG sind geschützt durch: unterschiedlichen Marken auftritt. Die Deutsche Bank AG ist auch
Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH 1 unter den Namen Postbank – eine Niederlassung der Deutsche Bank AG
und DSL Bank – eine Niederlassung der Deutsche Bank AG, FYRST und
Sicherungsobergrenze: maxblue tätig. Das heißt, dass die Gesamtsumme aller Einlagen bei
100.000 EUR pro Einleger pro Kreditinstitut 2 einem oder mehreren dieser Marken in Höhe von bis zu 100.000 EUR
Die folgenden Marken sind Teil Ihres Kreditinstituts gedeckt ist.
FYRST – ein Angebot der Deutsche Bank AG
Postbank – eine Niederlassung der Deutsche Bank AG 3
Bei Gemeinschaftskonten gilt die Obergrenze von 100.000 EUR für
DSL Bank – eine Niederlassung der Deutsche Bank AG jeden Einleger.
maxblue
Einlagen auf einem Konto, über das zwei oder mehrere Personen als
Falls Sie mehrere Einlagen bei demselben Kreditinstitut haben: Mitglieder einer Personengesellschaft oder Sozietät, einer Vereinigung
Alle Ihre Einlagen bei demselben Kreditinstitut werden „aufaddiert“, oder eines ähnlichen Zusammenschlusses ohne Rechtspersönlichkeit
und die Gesamtsumme unterliegt der Obergrenze von 100.000 EUR 2 verfügen können, werden bei der Berechnung der Obergrenze
von 100.000 EUR allerdings zusammengefasst und als Einlage eines
Falls Sie ein Gemeinschaftskonto mit einer oder mehreren einzigen Einlegers behandelt.
anderen Personen haben:
Die Obergrenze von 100.000 EUR gilt für jeden einzelnen Einleger 3 In den Fällen des § 8 Absätze 2 bis 4 des Einlagensicherungsgesetzes
sind Einlagen über 100.000 EUR hinaus gesichert. Weitere Informa-
Erstattungsfrist bei Ausfall eines Kreditinstituts: tionen sind erhältlich unter http://www.edb-banken.de.
7 Arbeitstage 4
4
Erstattung
Währung der Erstattung: Das zuständige Einlagensicherungssystem ist die:
Euro
Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH
Kontaktdaten: Burgstraße 28
Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH 10178 Berlin
Burgstraße 28 Deutschland
10178 Berlin Postanschrift:
Deutschland Postfach 110448
Postanschrift: 10834 Berlin
Postfach 110448 Telefon: 030 590011960
10834 Berlin E-Mail: info@edb-banken.de
Telefon: 030 590011960 Weitere Informationen: www.edb-banken.de
E-Mail: info@edb-banken.de
Es wird Ihnen Ihre Einlagen (bis zu 100.000 EUR) spätestens innerhalb
Weitere Informationen: www.edb-banken.de von 7 Arbeitstagen erstatten.
Empfangsbestätigung durch Einleger / Kontoinhaber Haben Sie die Erstattung innerhalb dieser Frist nicht erhalten, sollten
Sie mit dem Einlagensicherungssystem Kontakt aufnehmen, da der
Datum Ort Gültigkeitszeitraum für Erstattungsforderungen nach einer bestimmten
Frist abgelaufen sein kann. Weitere Informationen sind erhältlich über
die Website der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH
Unter- Empfangsbestätigung durch den Einleger unter www.edb-banken.de.
schrift / en


Empfangsbestätigung durch weitere Einleger
Weitere Einlagen von Privatkunden und Unternehmen sind im Allgemeinen
wichtige Infor- durch Einlagensicherungssysteme gedeckt. Für bestimmte Einlagen
mationen geltende Ausnahmen werden auf der Website des zuständigen Einla-


Empfangsbestätigung durch weitere Einleger
gensicherungssystems mitgeteilt. Ihr Kreditinstitut wird Sie auf Anfrage
auch darüber informieren, ob bestimmte Produkte gedeckt sind oder
nicht. Wenn Einlagen gedeckt sind, wird das Kreditinstitut dies auch
auf dem Kontoauszug bestätigen.


Empfangsbestätigung durch weitere Einleger


Original für die Bank
921 170 040  05.20
Informationsbogen für den Einleger
Persönliche Namen / Geschäftsbezeichnung Zusätzliche Informationen
Daten (für alle oder einige der nachstehenden Punkte)
1
Ihre Einlage wird von einem gesetzlichen Einlagensicherungssystem
und einem vertraglichen Einlagensicherungssystem gedeckt. Im Falle
einer Insolvenz Ihres Kreditinstituts werden Ihre Einlagen in jedem Fall
Kontonummer bis zu 100.000 EUR erstattet.
2
Sollte eine Einlage nicht verfügbar sein, weil ein Kreditinstitut seinen
Sehr geehrte Kundin, sehr geehrter Kunde, finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, so werden die
Einleger von dem Einlagensicherungssystem entschädigt. Die betref-
mit dem folgenden „Informationsbogen für den Einleger“ unterrichten fende Deckungssumme beträgt maximal 100.000 EUR pro Kreditinstitut.
wir Sie gemäß § 23a Abs. 1 des Kreditwesengesetzes über die Das heißt, dass bei der Ermittlung dieser Summe alle bei demselben
gesetzliche Einlagensicherung. Außerdem sind Einlagen durch den Kreditinstitut gehaltenen Einlagen addiert werden. Hält ein Einleger
Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Ban- beispielsweise 90.000 EUR auf einem Sparkonto und 20.000 EUR auf
ken geschützt. Nähere Informationen dazu finden Sie auf einem Girokonto, so werden ihm lediglich 100.000 EUR erstattet.
www.bankenverband.de/einlagensicherung.
Diese Methode wird auch angewandt, wenn ein Kreditinstitut unter
Einlagen bei der Deutsche Bank AG sind geschützt durch: unterschiedlichen Marken auftritt. Die Deutsche Bank AG ist auch
Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH 1 unter den Namen Postbank – eine Niederlassung der Deutsche Bank AG
und DSL Bank – eine Niederlassung der Deutsche Bank AG, FYRST und
Sicherungsobergrenze: maxblue tätig. Das heißt, dass die Gesamtsumme aller Einlagen bei
100.000 EUR pro Einleger pro Kreditinstitut 2 einem oder mehreren dieser Marken in Höhe von bis zu 100.000 EUR
Die folgenden Marken sind Teil Ihres Kreditinstituts gedeckt ist.
FYRST – ein Angebot der Deutsche Bank AG
Postbank – eine Niederlassung der Deutsche Bank AG 3
Bei Gemeinschaftskonten gilt die Obergrenze von 100.000 EUR für
DSL Bank – eine Niederlassung der Deutsche Bank AG jeden Einleger.
maxblue
Einlagen auf einem Konto, über das zwei oder mehrere Personen als
Falls Sie mehrere Einlagen bei demselben Kreditinstitut haben: Mitglieder einer Personengesellschaft oder Sozietät, einer Vereinigung
Alle Ihre Einlagen bei demselben Kreditinstitut werden „aufaddiert“, oder eines ähnlichen Zusammenschlusses ohne Rechtspersönlichkeit
und die Gesamtsumme unterliegt der Obergrenze von 100.000 EUR 2 verfügen können, werden bei der Berechnung der Obergrenze
von 100.000 EUR allerdings zusammengefasst und als Einlage eines
Falls Sie ein Gemeinschaftskonto mit einer oder mehreren einzigen Einlegers behandelt.
anderen Personen haben:
Die Obergrenze von 100.000 EUR gilt für jeden einzelnen Einleger 3 In den Fällen des § 8 Absätze 2 bis 4 des Einlagensicherungsgesetzes
sind Einlagen über 100.000 EUR hinaus gesichert. Weitere Informa-
Erstattungsfrist bei Ausfall eines Kreditinstituts: tionen sind erhältlich unter http://www.edb-banken.de.
7 Arbeitstage 4
4
Erstattung
Währung der Erstattung: Das zuständige Einlagensicherungssystem ist die:
Euro
Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH
Kontaktdaten: Burgstraße 28
Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH 10178 Berlin
Burgstraße 28 Deutschland
10178 Berlin Postanschrift:
Deutschland Postfach 110448
Postanschrift: 10834 Berlin
Postfach 110448 Telefon: 030 590011960
10834 Berlin E-Mail: info@edb-banken.de
Telefon: 030 590011960 Weitere Informationen: www.edb-banken.de
E-Mail: info@edb-banken.de
Es wird Ihnen Ihre Einlagen (bis zu 100.000 EUR) spätestens innerhalb
Weitere Informationen: www.edb-banken.de von 7 Arbeitstagen erstatten.
Empfangsbestätigung durch Einleger / Kontoinhaber Haben Sie die Erstattung innerhalb dieser Frist nicht erhalten, sollten
Sie mit dem Einlagensicherungssystem Kontakt aufnehmen, da der
Datum Ort Gültigkeitszeitraum für Erstattungsforderungen nach einer bestimmten
Frist abgelaufen sein kann. Weitere Informationen sind erhältlich über
die Website der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken GmbH
Unter- Empfangsbestätigung durch den Einleger unter www.edb-banken.de.
schrift / en


Empfangsbestätigung durch weitere Einleger
Weitere Einlagen von Privatkunden und Unternehmen sind im Allgemeinen
wichtige Infor- durch Einlagensicherungssysteme gedeckt. Für bestimmte Einlagen
mationen geltende Ausnahmen werden auf der Website des zuständigen Einla-

✗ gensicherungssystems mitgeteilt. Ihr Kreditinstitut wird Sie auf Anfrage


auch darüber informieren, ob bestimmte Produkte gedeckt sind oder
Durchschrift für die Kundin/den Kunden

nicht. Wenn Einlagen gedeckt sind, wird das Kreditinstitut dies auch
Empfangsbestätigung durch weitere Einleger auf dem Kontoauszug bestätigen.


Empfangsbestätigung durch weitere Einleger


921 170 040  05.20
Datenschutzhinweise FYRST
FYRST – ein Angebot der Deutsche Bank AG
Die nachfolgenden Datenschutzhinweise geben einen Überblick • Prüfung und Optimierung von Verfahren zur Bedarfsanalyse zwecks
über die Erhebung und Verarbeitung Ihrer Daten. direkter Kundenansprache,
• Werbung oder Markt- und Meinungsforschung, soweit Sie der Nutzung
Mit den folgenden Informationen möchten wir Ihnen einen Überblick über Ihrer Daten nicht widersprochen haben,
die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten durch uns und Ihre
Rechte aus dem Datenschutzrecht geben. Welche Daten im Einzelnen ver­ • Geltendmachung rechtlicher Ansprüche und Verteidigung bei rechtlichen
arbeitet und in welcher Weise genutzt werden, richtet sich maßgeblich Streitigkeiten,
nach den beantragten bzw. vereinbarten Dienstleistungen. • Gewährleistung der IT-Sicherheit und des IT-Betriebs der Bank,
• Verhinderung und Aufklärung von Straftaten,
1. W
 er ist für die Datenverarbeitung verantwortlich und an wen
kann ich mich wenden? • Videoüberwachungen zur Wahrung des Hausrechts, zur Sammlung von
Beweismitteln bei Überfällen und Betrugsdelikten oder zum Nachweis
Verantwortliche Stelle ist: von Verfügungen und Einzahlungen, z. B. an Geldautomaten, (vgl. auch
Deutsche Bank AG § 4 BDSG),
Taunusanlage 12 • Maßnahmen zur Gebäude- und Anlagensicherheit (z. B. Zutritts­
60325 Frankfurt am Main kontrollen),
Telefon: + 49 228 920 - 0
Fax: +49 228 920 - 35151 • Maßnahmen zur Sicherstellung des Hausrechts,
E-Mail-Adresse: direkt@postbank.de • Maßnahmen zur Geschäftssteuerung und Weiterentwicklung von
Dienstleistungen und Produkten,
Unseren betrieblichen Datenschutzbeauftragten erreichen Sie • Risikosteuerung in der Bank.
unter:
Postbank – eine Niederlassung der Deutsche Bank AG c) Aufgrund Ihrer Einwilligung (Art. 6 Abs. 1 a DSGVO)
Datenschutzbeauftragter Soweit Sie uns eine Einwilligung zur Verarbeitung von personenbezogenen
Kennedyallee 62 Daten für bestimmte Zwecke (z. B. Weitergabe von Daten in der Bank, Aus­
53175 Bonn wertung von Zahlungsverkehrsdaten für Marketingzwecke) erteilt haben, ist
Telefon: + 49 228 920 - 0 die Rechtmäßigkeit dieser Verarbeitung auf Basis Ihrer Einwilligung gege­
Fax: +49 228 920 - 35151 ben. Eine erteilte Einwilligung kann jederzeit widerrufen werden. Dies gilt
E-Mail-Adresse: datenschutz@postbank.de auch für den Widerruf von Einwilligungserklärungen, die vor der Geltung
der DSGVO, also vor dem 25. Mai 2018, uns gegenüber erteilt worden sind.
2. Welche Quellen und Daten nutzen wir? Der Widerruf der Einwilligung berührt nicht die Rechtmäßigkeit der bis zum
Wir verarbeiten personenbezogene Daten, die wir im Rahmen unserer Widerruf verarbeiteten Daten.
Geschäftsbeziehung von unseren Kunden erhalten. Zudem verarbeiten wir –
soweit für die Erbringung unserer Dienstleistung erforderlich – personen­ d) Aufgrund gesetzlicher Vorgaben (Art. 6 Abs. 1 c DSGVO) oder im
bezogene Daten, die wir aus öffentlich zugänglichen Quellen (z. B. Schuld­ öffentlichen Interesse (Art. 6 Abs. 1 e DSGVO)
nerverzeichnisse, Grundbücher, Handels- und Vereinsregister, Presse, Inter- Zudem unterliegen wir als Bank diversen rechtlichen Verpflichtungen, das
­net) zulässigerweise gewinnen oder die uns von anderen Unternehmen heißt gesetzlichen Anforderungen (z. B. Kreditwesengesetz, Geldwäsche­
der Deutsche Bank AG (nachfolgend „Bank“ genannt) oder von sonstigen gesetz, Wertpapierhandelsgesetz, Steuergesetze) sowie bankaufsichtsrecht­
Dritten (z. B. einer Kreditauskunftei) berechtigt übermittelt werden. lichen Vorgaben (z. B. der Europäischen Zentralbank, der Europäischen
Relevante personenbezogene Daten sind Personalien (Name, Adresse Bankenaufsicht, der Deutschen Bundesbank und der Bundesanstalt für
und andere Kontaktdaten, Geburtstag und -ort und Staatsangehörigkeit), Finanzdienstleistungsaufsicht). Zu den Zwecken der Verarbeitung gehören
Legitimationsdaten (z. B. Ausweisdaten) und Authentifikationsdaten unter anderem die Kreditwürdigkeitsprüfung, die Identitäts- und Altersprü­
(z. B. Unterschriftsprobe). Darüber hinaus können dies auch Auftragsdaten fung, Betrugs- und Geldwäscheprävention, die Erfüllung steuerrechtlicher
(z. B. Zahlungsauftrag), Daten aus der Erfüllung unserer vertraglichen Kontroll- und Meldepflichten sowie die Bewertung und Steuerung von
Verpflichtungen (z. B. Umsatzdaten im Zahlungsverkehr), Informationen Risiken in der Bank.
über ihre finanzielle Situation (z. B. Bonitätsdaten, Scoring-/Ratingdaten,
Herkunft von Vermögenswerten), Werbe- und Vertriebsdaten (inklusive 4. Wer bekommt meine Daten?
Werbescores), Dokumentationsdaten (z. B. Beratungsprotokoll) sowie Innerhalb der Bank erhalten diejenigen Stellen Zugriff auf Ihre Daten, die
andere mit den genannten Kategorien vergleichbare Daten sein. diese zur Erfüllung unserer vertraglichen und gesetzlichen Pflichten
brauchen. Auch von uns eingesetzte Dienstleister und Erfüllungsgehilfen
3. Wofür verarbeiten wir Ihre Daten (Zweck der Verarbeitung) und können zu diesen Zwecken Daten erhalten, wenn diese das Bankgeheimnis
auf welcher Rechtsgrundlage? wahren. Dies sind Unternehmen in den Kategorien kreditwirtschaftliche
Wir verarbeiten personenbezogene Daten im Einklang mit den Bestimmun­ Leistungen, IT-Dienstleistungen, Logistik, Druckdienstleistungen, Tele­
gen der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und dem kommunikation, Inkasso, Beratung und Consulting sowie Vertrieb und
Bundesdatenschutzgesetz (BDSG): Marketing.
Im Hinblick auf die Datenweitergabe an Empfänger außerhalb unserer Bank
a) Zur Erfüllung von vertraglichen Pflichten (Art. 6 Abs. 1 b DSGVO) ist zunächst zu beachten, dass wir als Bank zur Verschwiegenheit über alle
Die Verarbeitung von Daten erfolgt zur Erbringung von Bankgeschäften und kundenbezogenen Tatsachen und Wertungen verpflichtet sind, von denen
Finanzdienstleistungen im Rahmen der Durchführung unserer Verträge mit wir Kenntnis erlangen (Bankgeheimnis gemäß Nr. 2 unserer Allgemeinen
unseren Kunden oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen, die Geschäftsbedingungen). Informationen über Sie dürfen wir nur weiterge­
auf Anfrage hin erfolgen. ben, wenn gesetzliche Bestimmungen dies gebieten, Sie eingewilligt haben
Die Zwecke der Datenverarbeitung richten sich in erster Linie nach dem oder wir zur Erteilung einer Bankauskunft befugt sind. Unter diesen Voraus­
konkreten Produkt (z. B. Konto, Kredit, Bausparen, Wertpapiere, Einlagen, setzungen können Empfänger personenbezogener Daten z. B. sein:
Vermittlung) und können unter anderem Bedarfs­analysen, Beratung sowie • Öffentliche Stellen und Institutionen (z. B. Deutsche Bundesbank, Bundes­
die Durchführung von Transaktionen umfassen. anstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht, Europäische Bankenaufsichts­
Die weiteren Einzelheiten zu den Datenverarbeitungszwecken können Sie behörde, Europäische Zentralbank, Finanzbehörden, Strafverfolgungsbe­
den maßgeblichen Vertragsunterlagen und Geschäftsbedingungen ent­ hörden) bei Vorliegen einer gesetzlichen oder behördlichen Verpflichtung.
nehmen. • Andere Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute oder vergleichbare Ein­
richtungen, an die wir zur Durchführung der Geschäftsbeziehung mit
b) Im Rahmen der Interessenabwägung (Art. 6 Abs. 1 f DSGVO) Ihnen personenbezogene Daten übermitteln (je nach Vertrag z. B. Korres­
Soweit erforderlich verarbeiten wir Ihre Daten über die eigentliche Erfüllung pondenzbanken, Depotbanken, Börsen, Auskunfteien)
des Vertrages hinaus zur Wahrung berechtigter Interessen von uns oder •A
 ndere Unternehmen in der Bank zur Risikosteuerung aufgrund gesetzlicher
Dritten. Beispiele: oder behördlicher Verpflichtung.
•K
 onsultation von und Datenaustausch mit Auskunfteien (z. B. SCHUFA) Weitere Datenempfänger können diejenigen Stellen sein, für die Sie uns
zur Ermittlung von Bonitäts- bzw. Ausfallrisiken im Kreditgeschäft und des Ihre Einwilligung zur Datenübermittlung erteilt haben bzw. für die Sie uns
921 170 050  05.20

Bedarfs beim Pfändungsschutzkonto oder Basiskonto, vom Bankgeheimnis gemäß Vereinbarung oder Einwilligung befreit haben.

1/2
5. W
 erden Daten in ein Drittland oder an eine internationale nachkommen können, haben Sie uns nach dem Geldwäschegesetz die not­
Organisation übermittelt? wendigen Informationen und Unterlagen zur Verfügung zu stellen und
Eine Datenübermittlung an Stellen in Staaten außerhalb der Europäischen sich im Laufe der Geschäftsbeziehung ergebende Änderungen unverzüg-
Union (sogenannte Drittstaaten) findet statt, soweit lich anzuzeigen. Sollten Sie uns die notwendigen Informationen und Unter­
lagen nicht zur Verfügung stellen, dürfen wir die von Ihnen gewünschte
• es zur Ausführung Ihrer Aufträge erforderlich ist (z. B. Zahlungs- und Geschäftsbeziehung nicht aufnehmen oder fortsetzen.
Wertpapieraufträge),
• es gesetzlich vorgeschrieben ist (z. B. steuerrechtliche Meldepflichten) 9. Inwieweit gibt es eine automatisierte Entscheidungsfindung?
oder Zur Begründung und Durchführung der Geschäftsbeziehung nutzen wir
• Sie uns Ihre Einwilligung erteilt haben. grundsätzlich keine vollautomatisierte Entscheidungsfindung gemäß Artikel
Darüber hinaus übermittelt die Bank keine personenbezogenen Daten an 22 DSGVO. Sollten wir diese Verfahren in Einzelfällen ein­setzen, werden wir
Stellen in Drittstaaten oder internationale Organisationen. Die Bank nutzt Sie hierüber gesondert informieren, sofern dies gesetzlich vorgegeben ist.
aber für bestimmte Aufgaben Dienstleister, die meistens ebenfalls Dienst­
leister nutzen, die ihren Firmensitz , Mutterkonzern oder Rechenzentren in 10. Findet Profiling statt?
einem Drittstaat haben können. Eine Übermittlung ist zulässig, wenn die Wir verarbeiten teilweise Ihre Daten automatisiert mit dem Ziel, bestimmte
Europäische Kommission entschieden hat, dass in einem Drittstaat ein persönliche Aspekte zu bewerten (Profiling). Wir setzen Profiling beispiels­
angemessenes Schutzniveau besteht (Art. 45 DSGVO). Hat die Kommission weise in folgenden Fällen ein:
keine solche Entscheidung getroffen, darf die Bank oder der Dienstleister • Aufgrund gesetzlicher und regulatorischer Vorgaben sind wir zur Bekämp­
personenbezogene Daten in ein Drittland oder an eine internationale Orga­ fung von Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und vermögensgefähr­
nisation nur übermitteln, sofern geeignete Garantien vorgesehen sind (z. B. denden Straftaten verpflichtet. Dabei werden auch Datenauswertungen
Standarddatenschutzklauseln, die von der Kommission oder der Aufsichts­ (u. a. im Zahlungsverkehr) vorgenommen. Diese Maßnahmen dienen
behörde in einem bestimmten Verfahren angenommen werden) und durch­ zugleich auch Ihrem Schutz.
setzbare Rechte und wirksame Rechtsbehelfe zur Verfügung stehen. Die
Bank hat mit diesen Dienstleistern vertraglich vereinbart, dass mit deren • Um Sie zielgerichtet über Produkte informieren und beraten zu können,
Vertragspartnern immer Grundlagen zum Datenschutz unter Einhaltung des setzen wir Auswertungsinstrumente ein. Diese ermöglichen eine bedarfs­
europäischen Datenschutzniveaus abgeschlossen werden. gerechte Kommunikation und Werbung einschließlich Markt- und Mei­
nungsforschung.
6. Wie lange werden meine Daten gespeichert? • Im Rahmen der Beurteilung Ihrer Kreditwürdigkeit nutzen wir das Scoring.
Wir verarbeiten und speichern Ihre personenbezogenen Daten, solange es Dabei wird die Wahrscheinlichkeit berechnet, mit der ein Kunde seinen
für die Erfüllung unserer vertraglichen und gesetzlichen Pflichten erforder­ Zahlungsverpflichtungen vertragsgemäß nachkommen wird. In die
lich ist. Dabei ist zu beachten, dass unsere Geschäftsbeziehung ein Dauer­ Berechnung können beispielsweise Einkommensverhältnisse, Ausgaben,
schuldverhältnis ist, welches auf Jahre angelegt ist. bestehende Verbindlichkeiten, Beruf, Arbeitgeber, Beschäftigungsdauer,
Erfahrungen aus der bisherigen Geschäftsbeziehung, vertragsgemäße
Sind die Daten für die Erfüllung vertraglicher oder gesetzlicher Pflichten Rückzahlung früherer Kredite sowie Informationen von Kreditauskunf­
nicht mehr erforderlich, werden diese regelmäßig gelöscht, es sei denn, teien einfließen. Das Scoring beruht auf einem mathematisch-statistisch
deren – befristete – Weiterverarbeitung ist erforderlich zu folgenden anerkannten und bewährten Verfahren. Die errechneten Scorewerte
Zwecken: unterstützen uns bei der Entscheidungsfindung im Rahmen von Produkt­
• Erfüllung handels- und steuerrechtlicher Aufbewahrungspflichten: Zu abschlüssen und gehen in das laufende Risikomanagement mit ein.
nennen sind das Handelsgesetzbuch (HGB), die Abgabenordnung (AO),
das Kreditwesengesetz (KWG), das Geldwäschegesetz (GwG) und das
Wertpapierhandelsgesetz (WpHG). Die dort vorgegebenen Fristen zur Widerspruchsrecht
Aufbewahrung bzw. Dokumentation betragen zwei bis zehn Jahre.
• Erhaltung von Beweismitteln im Rahmen der gesetzlichen Verjährungs­ Information über Ihr Widerspruchsrecht nach Art. 21 Datenschutz-
vorschriften. Nach den §§ 195ff. des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) Grundverordnung (DSGVO)
können diese Verjährungsfristen bis zu 30 Jahre betragen, wobei die
regelmäßige Verjährungsfrist 3 Jahre beträgt. 1. Einzelfallbezogenes Widerspruchsrecht
Sie haben das Recht, aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation
7. Welche Datenschutzrechte habe ich? ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung Sie betreffender personenbezo­
Jede betroffene Person hat das Recht auf Auskunft nach Artikel 15 DSGVO, gener Daten, die aufgrund von Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe e DSGVO
das Recht auf Berichtigung nach Artikel 16 DSGVO, das Recht auf Löschung (Datenverarbeitung im öffentlichen Interesse) und Artikel 6 Absatz 1 Buch­
nach Artikel 17 DSGVO, das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung stabe f DSGVO (Datenverarbeitung auf der Grundlage einer Interessenab­
nach Artikel 18 DSGVO, das Recht auf Widerspruch aus Artikel 21 DSGVO wägung) erfolgt, Widerspruch einzulegen; dies gilt auch für ein auf diese
sowie das Recht auf Datenübertragbarkeit aus Artikel 20 DSGVO. Beim Bestimmung gestütztes Profiling im Sinne von Artikel 4 Nr. 4 DSGVO.
Auskunftsrecht und beim Löschungsrecht gelten die Einschränkungen nach Legen Sie Widerspruch ein, werden wir Ihre personenbezogenen Daten
§§ 34 und 35 BDSG. Darüber hinaus besteht ein Beschwerderecht bei nicht mehr verarbeiten, es sei denn, wir können zwingende schutzwürdige
einer zuständigen Datenschutzaufsichtsbehörde (Artikel 77 DSGVO i.V.m. Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die Ihre Interessen, Rechte und
§ 19 BDSG). Freiheiten überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung,
Eine erteilte Einwilligung in die Verarbeitung personenbezogener Daten Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.
können Sie jederzeit uns gegenüber widerrufen. Dies gilt auch für den
Widerruf von Einwilligungserklärungen, die vor der Geltung der Daten­ 2. W iderspruchsrecht gegen eine Verarbeitung von Daten für
schutzgrundverordnung, also vor dem 25. Mai 2018, uns gegenüber erteilt ­Zwecke der Direktwerbung
worden sind. Bitte beachten Sie, dass der Widerruf erst für die Zukunft In Einzelfällen verarbeiten wir Ihre personenbezogenen Daten, um Direkt­
wirkt. Verarbeitungen die vor dem Widerruf erfolgt sind, sind davon nicht werbung zu betreiben. Sie haben das Recht, jederzeit Widerspruch gegen
betroffen. die Verarbeitung Sie betreffender personenbezogener Daten zum Zwecke
derartiger Werbung einzulegen; dies gilt auch für das Profiling, soweit es
8. Gibt es für mich eine Pflicht zur Bereitstellung von Daten? mit solcher Direktwerbung in Verbindung steht.
Widersprechen Sie der Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung, so
Im Rahmen unserer Geschäftsbeziehung müssen Sie diejenigen personen­ werden wir Ihre personenbezogenen Daten nicht mehr für diese Zwecke
bezogenen Daten bereitstellen, die für die Aufnahme und Durchführung verarbeiten.
einer Geschäftsbeziehung und der Erfüllung der damit verbundenen ver­ Der Widerspruch kann formfrei erfolgen und sollte möglichst gerichtet
traglichen Pflichten erforderlich sind oder zu deren Erhebung wir gesetzlich werden an:
verpflichtet sind. Ohne diese Daten werden wir in der Regel nicht in der
Lage sein, den Vertrag mit Ihnen zu schließen oder diesen auszuführen. Postbank – eine Niederlassung der Deutsche Bank AG
Insbesondere sind wir nach den geldwäscherechtlichen Vorschriften ver­ Friedrich-Ebert-Allee 114 – 126
pflichtet, Sie vor der Begründung der Geschäftsbeziehung anhand Ihres 53113 Bonn
Ausweisdokumentes zu identifizieren und dabei Namen, Geburtsort,
Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, Anschrift sowie Ausweisdaten zu
921 170 050  05.20

erheben und festzuhalten. Damit wir dieser gesetzlichen Verpflichtung

2/2
Datenübermittlung an die SCHUFA und Befreiung vom Bankgeheimnis

Die Bank übermittelt im Rahmen dieses Vertragsverhältnisses erhobene personenbezogene Daten


über die Beantragung, die Durchführung und Beendigung dieser Geschäftsbeziehung sowie Daten
über nicht vertragsgemäßes Verhalten oder betrügerisches Verhalten an die SCHUFA Holding AG,
Kormoranweg 5, 65201 Wiesbaden. Rechtsgrundlagen dieser Übermittlungen sind Artikel 6 Absatz 1
Buchstabe b und Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe f der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO).
Übermittlungen auf der Grundlage von Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe f DS-GVO dürfen nur erfolgen,
soweit dies zur Wahrung berechtigter Interessen der Bank oder Dritter erforderlich ist und nicht die
Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person, die den Schutz personenbe-
zogener Daten erfordern, überwiegen. Der Datenaustausch mit der SCHUFA dient auch der Erfüllung
gesetzlicher Pflichten zur Durchführung von Kreditwürdigkeitsprüfungen von Kunden (§ 505 a des
Bürgerlichen Gesetzbuches, § 18 a des Kreditwesengesetzes).

Der Kunde befreit die Bank insoweit auch vom Bankgeheimnis.

Die SCHUFA verarbeitet die erhaltenen Daten und verwendet sie auch zum Zwecke der Profilbildung
(Scoring), um ihren Vertragspartnern im Europäischen Wirtschaftsraum und in der Schweiz sowie ggf.
weiteren Drittländern (sofern zu diesen ein Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission
besteht) Informationen unter anderem zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit von natürlichen Personen
zu geben. Nähere Informationen zur Tätigkeit der SCHUFA können dem SCHUFA-Informationsblatt
nach Art. 14 DS-GVO entnommen oder online unter www.schufa.de/datenschutz eingesehen werden.

923 960 078 (06.18)


Anlage 2

SCHUFA-Information nach Art. 14 DS-GVO


SCHUFA-Information nach Art. 14 DS-GVO
1. Name und Kontaktdaten der verantwortlichen Stelle sowie des betrieblichen Datenschutzbeauftragten
SCHUFA
1. N Holding
 ame AG, Kormoranweg
und Kontaktdaten 5, 65201 Wiesbaden,
der verantwortlichen Tel.:sowie
Stelle +49 (0)6
des 11-92 78Internet
0 einsehbar ist unter www.schufa.de. Danach beträgt die grundsätz-
Der betriebliche Datenschutzbeauftragte
betrieblichen der SCHUFA ist unter der o.g. liche
Datenschutzbeauftragten Anschrift, zu Hd. von
Speicherdauer Abteilung DatenschutzDaten
personenbezogenen oderjeweils
per drei
E-Mail
Jahreunter
tag-
datenschutz@schufa.de
SCHUFA Holding AG, erreichbar.
Kormoranweg 5, 65201 Wiesbaden, genau nach deren Erledigung. Davon abweichend werden z.B. gelöscht:
Tel.: +49 611 - 92780 • Angaben über Anfragen nach zwölf Monaten taggenau
2. Der betriebliche Datenschutzbeauftragte
Datenverarbeitung durch die SCHUFA der SCHUFA ist unter der • Informationen über störungsfreie Vertragsdaten über Konten, die ohne
2.1 o.g. Anschrift, zu Hd. Abteilung Datenschutz oder per E-Mail unter
Zwecke der Datenverarbeitung und berechtigte Interessen, die von der SCHUFA oderbegründete
die damit einem Dritten verfolgt
Forderung werden werden (z.B. Girokonten,
dokumentiert
datenschutz@schufa.de erreichbar. Kreditkarten, Telekommunikationskonten oder Energiekonten), Informati-
Die SCHUFA verarbeitet personenbezogene Daten, um berechtigten Empfängern Informationen zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit von natürlichen
und 2. Datenverarbeitung
juristischen Personen zu durch die SCHUFA
geben. Hierzu werden auch Scorewerte errechnet und onen über Verträge,
übermittelt. bei denen
Sie stellt die Evidenzprüfung
die Informationen gesetzlich
nur dann vorgesehen
zur Verfügung,
wenn2.1ein
Z berechtigtes
 wecke Interesse hieran imund
der Datenverarbeitung Einzelfall glaubhaft
berechtigte wurde und ist
dargelegtdie
Interessen, (z.B.
eine Pfändungsschutzkonten,
Verarbeitung nach Abwägung Basiskonten) sowie Bürgschaften
aller Interessen zulässig ist.und
Das
berechtigte
von Interesse
der SCHUFA ist insbesondere vor Eingehung
oder einem Dritten verfolgt von Handelskonten,
Geschäften mit finanziellem
werden die gegeben.
Ausfallrisiko kreditorisch geführt
Die werden, unmittelbar nach
Kreditwürdigkeitsprüfung dient der
Die SCHUFA Bekanntgabe der Beendigung.
Bewahrung der verarbeitet
Empfänger personenbezogene
vor Verlusten im Daten, um berechtigten
Kreditgeschäft und Emp-
eröffnet gleichzeitig die Möglichkeit, Kreditnehmer durch Beratung vor einer
fängern Informationen zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit von natür­ • Daten aus den Schuldnerverzeichnissen der zentralen Vollstreckungs­
übermäßigen Verschuldung zu bewahren. Die Verarbeitung der Daten erfolgt darüber
gerichte hinaus
nach drei Jahren zur Betrugsprävention,
taggenau, jedoch vorzeitig,Seriositätsprüfung,
wenn der SCHUFA
lichen und juristischenIdentitäts-
Geldwäscheprävention, Personen zu und geben. Hierzu werden
Altersprüfung, auch Scorewerte
Anschriftenermittlung, Kundenbetreuung oderdasRisikosteuerung sowie der Tarifierung oder
errechnet und übermittelt. Sie stellt die Informationen nur dann zur Verfü- eine Löschung durch zentrale Vollstreckungsgericht nachgewiesen
Konditionierung. Über etwaige Änderungen der Zwecke der Datenverarbeitung wirdwird die SCHUFA gemäß Art. 14 Abs. 4 DS-GVO informieren.
gung, wenn ein berechtigtes Interesse hieran im Einzelfall glaubhaft darge-
legt wurde und eine Verarbeitung nach Abwägung aller Interessen zulässig • Informationen über Verbraucher-/Insolvenzverfahren oder Restschuldbe-
2.2 Rechtsgrundlagen
ist. Das berechtigte für die Datenverarbeitung
Interesse ist insbesondere vor Eingehung von Geschäf- freiungsverfahren taggenau drei Jahre nach Beendigung des Insolvenzver-
Die ten
SCHUFA verarbeitet
mit finanziellem personenbezogene
Ausfallrisiko Daten
gegeben. Die auf Grundlage der Bestimmungen
Kreditwürdigkeitsprüfung deroder
fahrens Datenschutz-Grundverordnung. Die Verarbeitung
Erteilung der Restschuldbefreiung. In besonders erfolgt auf
gelagerten
Basis von der
dient Einwilligungen
Bewahrung sowie auf Grundlage
der Empfänger des Art.
vor Verlusten im6Kreditgeschäft
Abs. 1 Buchstabe
und f DS-GVO, soweit die
Einzelfällen Verarbeitung
kann zur Wahrung
auch abweichend der berechtigten
eine frühere Interessen
Löschung erfolgen.
des eröffnet
Verantwortlichen
gleichzeitigoder
die eines DrittenKreditnehmer
Möglichkeit, erforderlich ist und Beratung
durch nicht die vor • Informationen
Interessen oder Grundrechteüber
unddie Abweisung eines
Grundfreiheiten derInsolvenzantrages mangels
betroffenen Person, die den
Schutz
einerpersonenbezogener
übermäßigen VerschuldungDaten erfordern,
zu bewahren.überwiegen. der Daten könnenMasse,
Einwilligungen
Die Verarbeitung die Aufhebung
jederzeit gegenüber der
demSicherungsmaßnahmen oder überwiderrufen
betreffenden Vertragspartner die Versa-
werden. Dies
erfolgt gilt auch
darüber hinausfür
zurEinwilligungen, die Seriositätsprüfung,
Betrugsprävention, bereits vor Inkrafttreten
Geld­ der DS-GVO gungerteilt
der Restschuldbefreiung taggenau
wurden. Der Widerruf nach drei Jahren
der Einwilligung berührt nicht die
Rechtmäßigkeit der bisIdentitäts-
wäscheprävention, zum Widerruf Anschriftenermittlung,Daten. • Personenbezogene Voranschriften bleiben taggenau drei Jahre gespei-
verarbeiteten personenbezogenen
und Altersprüfung,
Kundenbetreuung oder Risikosteuerung sowie der Tarifierung oder Kondi­ chert; danach erfolgt die Prüfung der Erforderlichkeit der fortwährenden
tionierung. Über etwaige Änderungen der Zwecke der Datenverarbeitung Speicherung für weitere drei Jahre. Danach werden sie taggenau
2.3 Herkunft der Daten gelöscht, sofern nicht zum Zwecke der Identifizierung eine länger wäh-
wird die SCHUFA gemäß Art. 14 Abs. 4 DS-GVO informieren.
Die SCHUFA erhält ihre Daten von ihren Vertragspartnern. Dies sind im europäischen Wirtschaftsraum
rende Speicherung undist.
erforderlich in der Schweiz sowie ggf. weiteren
2.2 Rechtsgrundlagen
Drittländern für dieein
(sofern zu diesen Datenverarbeitung
entsprechender Angemessenheitsbeschluss der Europäischen Kommission existiert) ansässige Institute,
Die SCHUFA verarbeitet 3. Betroffenenrechte
Finanzunternehmen und personenbezogene Datendie
Zahlungsdienstleister, auf ein
Grundlage der
finanzielles Ausfallrisiko tragen (z.B.
Jede betroffene Banken,
Person Sparkassen,
hat gegenüber Genossenschaftsbanken,
der SCHUFA das Recht auf Auskunft
Bestimmungen
Kreditkarten-, der Datenschutz-Grundverordnung.
Factoring- und Leasingunternehmen) Die Verarbeitung
sowie weitere Vertragspartner, die zu den unter
erfolgt auf Basis von Einwilligungen sowie auf Grundlage des Art. 6 Abs. 1 nach Art. 15 DS-GVO, dasZiffer
Recht2.1auf genannten
BerichtigungZwecken
nach Art. Produkte
16 DS-GVO, der
SCHUFA nutzen, insbesondere aus dem (Versand-)Handels-, eCommerce-, das Recht auf Dienstleistungs-,
Löschung nach Art. Vermietungs-,
17 DS-GVO und das Energieversorgungs-,
Recht auf Einschrän-
Buchstabe f DS-GVO, soweit die Verarbeitung zur Wahrung der berechtig-
Telekommunikations-, Versicherungs-,oder
ten Interessen des Verantwortlichen oder Inkassobereich.
eines Darüber
Dritten erforderlich hinaus verarbeitet
ist und die SCHUFA
kung der Verarbeitung nachInformationen
Art. 18 DS-GVO.ausDieallgemein
SCHUFA hat zugänglichen
für Anliegen
Quellen
nichtwie
die öffentlichen Verzeichnissen
Interessen oder Grundrechte und
und amtlichen
Grundfrei­hBekanntmachungen
eiten der betroffenen(Schuldnerverzeichnisse, Insolvenzbekanntmachungen).
von betroffenen Personen ein Verbraucherservicezentrum eingerichtet, das
Person, die den Schutz personenbezogener Daten erfordern, überwiegen. schriftlich, telefonisch und über ein Internet-Formular erreichbar ist unter
2.4 Kategorien personenbezogener
Einwilligungen Daten, diedem
können jederzeit gegenüber verarbeitet werden
betreffenden (Personendaten,
Vertrags- Zahlungsverhalten
www.schufa.de. und besteht
Darüber hinaus Vertragstreue)
die Möglichkeit, sich an die für die
• Personendaten, z.B. Name
partner widerrufen (ggf.
werden. Diesauch vorherige
gilt auch Namen, diedie
für Einwilligungen, gesonderten SCHUFA
aufbereits zuständige Aufsichtsbehörde,
Antrag beauskunftet den Hessischen
werden), Vorname, Datenschutzbeauf-
Geburtsdatum, Geburtsort,
vor Inkrafttreten der DS-GVO erteilt wurden. Der Widerruf der Einwilligung tragten, zu wenden. Einwilligungen können jederzeit gegenüber dem
Anschrift, frühere Anschriften
berührt nichtüber
die Rechtmäßigkeit der bis zumvertragsgemäße
Widerruf verarbeiteten per­ betreffenden Vertragspartner widerrufen werden.
• Informationen die Aufnahme und Durchführung eines Geschäftes (z.B. Girokonten, Ratenkredite, Kreditkarten,
sonenbezogenen Daten.
Pfändungsschutzkonten, Basiskonten) Nach Art. 21 Abs. 1 DS-GVO kann der Datenverarbeitung aus
• Informationen überder
2.3 Herkunft unbestrittene,
Daten fällige und mehrfach angemahnte oder titulierte Forderungen
Gründen, die sowie
sich deren Erledigung
aus der besonderen Situation der betroffenen
• Informationen
Die SCHUFA zuerhält
missbräuchlichem
ihre Daten vonoderihrensonstigen betrügerischem
Vertragspartnern. Dies sindVerhalten
im Person ergeben,
wie Identitäts- widersprochen werden.
oder Bonitätstäuschungen
• europäischen
Informationen ausWirtschaftsraum und in der Schweiz
öffentlichen Verzeichnissen sowie ggf.
und amtlichen weiteren
Bekanntmachungen Der Widerspruch kann formfrei erfolgen und ist zu richten an
• Drittländern (sofern zu diesen ein entsprechender Angemessenheits­
Scorewerte SCHUFA Holding AG, Privatkunden ServiceCenter,
beschluss der Europäischen Kommission existiert) ansässige Institute, Postfach 10 34 41, 50474 Köln
Finanzunternehmen und Zahlungsdienstleister, die ein finanzielles Ausfall­
2.5 Kategorien von Empfängern der personenbezogenen Daten 4. Profilbildung (Scoring)
risiko tragen (z.B. Banken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Kreditkar-
Empfänger sind im europäischen Wirtschaftsraum, in der Schweiz sowie ggf.
ten-, Factoring- und Leasingunternehmen) sowie weitere Vertragspartner,
weiteren Drittländern
Die SCHUFA-Auskunft kann um(sofern zu diesen
sogenannte ein ergänzt
Scorewerte entsprechender
werden.
Angemessenheitsbeschluss
die zu den unter Ziffer 2.1 der Europäischen
genannten ZweckenKommission
Produkte derexistiert)
SCHUFA ansässige
nut- Vertragspartner
Beim Scoring wirdgem. Ziffer
anhand von2.3. Weitere Empfänger
gesammelten können
Informationen externe
und Erfahrun-
Auftragnehmer der SCHUFA
zen, insbesondere aus demnach Art. 28 DS-GVO
(Versand-)Handels-, sowie externe
eCommerce-, und interne SCHUFA-Stellen
Dienstleis- sein. Die SCHUFA
gen aus der Vergangenheit unterliegt
eine Prognose zudem denEreignisse
über zukünftige gesetzlichen
Eingriffsbefugnissen staatlicher
tungs-, Vermietungs-, Stellen.
Energieversorgungs-, Telekommunikations-, Versiche- erstellt. Die Berechnung aller Scorewerte erfolgt bei der SCHUFA grund-
rungs-, oder Inkassobereich. Darüber hinaus verarbeitet die SCHUFA sätzlich auf Basis der zu einer betroffenen Person bei der SCHUFA gespei-
2.6 Dauer der Datenspeicherung
Informationen aus allgemein zugäng­lichen Quellen wie öffentlichen Ver- cherten Informationen, die auch in der Datenübersicht gemäß Art. 15
Die SCHUFA
zeichnissenspeichert Informationen
und amtlichen über Personen
Bekanntmachungen nur für eine bestimmte Zeit. DS-GVO ausgewiesen werden. Darüber hinaus berücksichtigt die SCHUFA
(Schuldnerverzeichnisse,
Insolvenzbekanntmachungen). beim Scoring die Bestimmungen § 31 BDSG. Anhand der zu einer Person
Maßgebliches Kriterium für die Festlegung dieser Zeit ist die Erforderlichkeit. Im Einzelnen
gespeicherten Einträge sind
erfolgtdie
eineSpeicherfristen in einer freiwilligen
Zuordnung zu statistischen Personen-
Selbstverpflichtung
2.4 Kategorien des Verbandes „Die Wirtschaftsauskunfteien“
personenbezogener festgelegt, diegruppen,
Daten, die verarbeitet werden im Internet einsehbar
die in ist unter ähnliche
der Vergangenheit www.schufa.de. Danach beträgt
Einträge aufwiesen. die
Das ver-
(Personendaten,
grundsätzliche Zahlungsverhalten
Speicherdauer und Vertragstreue)
von personenbezogenen Daten jeweils drei Jahrewendete
taggenau nach deren
Verfahren Erledigung.
wird als „logistischeDavon abweichend
Regression“ werden
bezeichnet z.B.
und ist
• Personendaten, z.B. Name (ggf. auch vorherige Namen, die auf gesonder-
gelöscht: eine fundierte, seit langem praxiserprobte, mathematisch-statistische
ten Antrag beauskunftet werden), Vorname, Geburtsdatum, Geburtsort, Methode zur Prognose von Risikowahrscheinlichkeiten. Folgende Daten­
Anschrift, frühere Anschriften arten werden bei der SCHUFA zur Scoreberechnung verwendet, wobei
• Angaben über Anfragen
• Informationen über nach zwölf Monaten
die Aufnahme taggenau
und vertragsgemäße Durchführung nicht jede Datenart auch in jede einzelne Score­berechnung mit einfließt:
• Informationen über störungsfreie Vertragsdaten über Konten, die ohne
eines Geschäftes (z.B. Girokonten, Ratenkredite, Kreditkarten, Pfändungs- die damit begründete
Allgemeine Daten Forderung dokumentiert
(z.B. Geburtsdatum, werden
Geschlecht (z.Anzahl
oder B. Girokonten,
im
Kreditkarten, Telekommunikationskonten
schutzkonten, Basiskonten) oder Energiekonten), Informationen über Verträge, bei denen
Geschäftsverkehr die Evidenzprüfung
verwendeter gesetzlich
Anschriften), bisherige vorgesehen ist
Zahlungsstörungen,
(z.B.•Pfändungsschutzkonten,
Informationen über unbestrittene, fälligesowie
Basiskonten) und mehrfach angemahnte
Bürgschaften oder
und Handelskonten, die kreditorisch
Kreditaktivität letztesgeführt werden,
Jahr, Kredit­ unmittelbar
nutzung, nach Bekanntgabe
Länge Kredithistorie sowie der
titulierte Forderungen sowie deren Erledigung
Beendigung. Anschriftendaten (nur wenn wenige personenbezogene kreditrelevante
• Informationen zu missbräuchlichem oder sonstigen betrügerischem Ver-
• Daten aus den Schuldnerverzeichnissen der zentralen Vollstreckungsgerichte nach drei Jahren
Informationen taggenau,
vorliegen). jedoch Informationen
Bestimmte vorzeitig, wenn der SCHUFA
werden eine
weder gespei-
halten wie Identitäts- oder Bonitätstäuschungen chert noch bei der Berechnung von Scorewerten berücksichtigt, z.B.: Anga-
Löschung durch dasaus
• Informationen zentrale Vollstreckungsgericht
öffentlichen nachgewiesen
Verzeichnissen und wird
amtlichen Bekannt­ ben zur Staatsangehörigkeit oder besondere Kategorien personenbezoge-
• Informationen
machungen über Verbraucher-/Insolvenzverfahren oder Restschuldbefreiungsverfahren taggenau drei Jahre nach Beendigung des Insolvenzverfahrens
ner Daten wie ethnische Herkunft oder Angaben zu politischen oder
oder•Erteilung
Scorewerte der Restschuldbefreiung. In besonders gelagerten Einzelfällen kann auch abweichend
religiösen einenach
Einstellungen frühere
Art. Löschung
9 DS-GVO.erfolgen.
Auch die Geltendmachung
• Informationen über die
2.5 Kategorien von Abweisung
Empfängern eines
derInsolvenzantrages
personenbezogenen mangels
DatenMasse, die Aufhebung
von Rechten der Sicherungsmaßnahmen
nach oder
der DS-GVO, also z.B. die über die Versagung
Einsichtnahme in die beider
der
Restschuldbefreiung
Empfänger sind imtaggenau nachWirtschaftsraum,
europäischen drei Jahren in der Schweiz sowie SCHUFA gespeicherten Informationen nach Art. 15 DS-GVO, hat keinen
ggf. weiteren Drittländern
• Personenbezogene (sofernbleiben
Voranschriften zu diesen ein entsprechender
taggenau Angemes- danach
drei Jahre gespeichert; Einfluss aufdie
erfolgt diePrüfung
Scoreberechnung.
der Erforderlichkeit der fortwährenden Speicherung
senheitsbeschluss
für weitere drei Jahre.der Europäischen
Danach werden Kommission
sie taggenauexistiert)
gelöscht,ansässige Ver- zum Zwecke
sofern nicht der Identifizierung
Die übermittelten eineunterstützen
Scorewerte länger währende Speicherung erforderlich
die Vertragspartner bei der Ent-
ist. tragspartner gem. Ziffer 2.3. Weitere Empfänger können externe Auftrag- scheidungsfindung und gehen dort in das Risikomanagement ein. Die Risi-
nehmer der SCHUFA nach Art. 28 DS-GVO sowie externe und interne koeinschätzung und Beurteilung der Kreditwürdigkeit erfolgt allein durch
SCHUFA-Stellen sein. Die SCHUFA unterliegt zudem den gesetzlichen Ein- den direkten Geschäftspartner, da nur dieser über zahlreiche zusätzliche
923 960 070  05.18

griffsbefugnissen staatlicher Stellen. Informationen – zum Beispiel aus einem Kreditantrag – verfügt. Dies gilt
2.6 Dauer der Datenspeicherung selbst dann, wenn er sich einzig auf die von der SCHUFA gelieferten Infor-
Die SCHUFA speichert Informationen über Personen nur für eine bestimmte mationen und Scorewerte verlässt. Ein SCHUFA-Score alleine ist jedenfalls
Zeit. kein hinreichender Grund einen Vertragsabschluss abzulehnen.
Maßgebliches Kriterium für die Festlegung dieser Zeit ist die Erforderlich- Weitere Informationen zum Kreditwürdigkeitsscoring oder zur Erkennung
keit. Im Einzelnen sind die Speicherfristen in einer freiwilligen Selbstver- auffälliger Sachverhalte sind unter www.scoring-wissen.de erhältlich.
pflichtung des Verbandes
Information nach Art.„Die
14 Wirtschaftsauskunfteien“
DSGVO festgelegt, die im Stand: Mai 2018

Datenübermittlung an die Creditreform und Befreiung vom Bankgeheimnis

Die Bank, übermittelt der Wirtschaftsauskunftei Creditreform Bonn Rossen KG,


Graurheindorfer Straße 92, 53117 Bonn im Rahmen der Beantragung bonitärer Leistungen Daten
(Name, Adresse, Geburtsdatum, ggf. Voranschrift sowie Anfragegrund) zum Zweck der Bonitätsprüfung.
Rechtsgrundlagen dieser Datenübermittlungen sind Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe b und Artikel 6
Absatz 1 Buchstabe f der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO). Übermittlungen auf der Grund­lage
von Artikel 6 Absatz 1 Buchstabe f DS-GVO dürfen nur erfolgen, soweit dies zur Wahrung berechtigter
Interessen der Bank oder Dritter erforderlich ist und nicht die Interessen oder Grundrechte und Grund-
freiheiten der betroffenen Person, die den Schutz personenbezogener Daten erfordern, überwiegen.
Der Datenaustausch mit der Creditreform Bonn Rossen KG dient auch der Erfüllung gesetzlicher
Pflichten zur Durchführung von Kreditwürdigkeitsprüfungen von Kunden (§ 505a des Bürgerlichen
Gesetzbuches, § 18a des Kreditwesengesetzes).

Der Kunde befreit die Bank insoweit auch vom Bankgeheimnis.

Die bei der Creditreform Bonn Rossen KG vorliegenden Informationen werden an die Bank übermittelt.
Die Creditreform Bonn Rossen KG wird den Kunden nicht nochmals gesondert über die erfolgte
Datenübermittlung an die Bank benachrichtigen.

Bei der Creditreform Bonn Rossen KG kann jederzeit auf Anforderung eine Auskunft über die die
eigene Person betreffenden gespeicherten Daten verlangt werden, die diese den ihr angeschlossenen
Unternehmen zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit weitergibt.

Die Creditreform Bonn Rossen KG stellt die Daten ihren Vertragspartnern nur zur Ver­fügung, wenn
diese ein berechtigtes Interesse an der Datenübermittlung im Einzelfall glaubhaft darlegen. Die über-
mittelten Daten werden ausschließlich zu diesem Zweck verarbeitet und genutzt.

923 960 077 (02.20)