Sie sind auf Seite 1von 2

AKTIV ZUHÖREN

Was gute Zuhörer auszeichnet


Gute Zuhörer sind immer auch gute Fragensteller:
Sie erkundigen sich, wenn sie etwas nicht verstanden haben und wiederholen mit eigenen Worten, was sie
verstanden haben.
Dabei geht nicht darum, Gesagtes wiederzukauen, sondern den anderen wirklich zu verstehen, seine
Emotionen, seine Motive zu erfassen. Zudem vermittelt das gegenseitige Wertschätzung.
Zuhören ist letztlich eine Form von Empathie und damit emotionale Intelligenz.
Zum Zuhören gehört auch, alle Sinne auf Empfang zu stellen. Gute Zuhörer beobachten die Körpersprache
ihres Gegenübers, registrieren das Flattern in seiner Stimme oder spüren den aggressiven Unterton. Und
sie gehen darauf ein. So wirken sie stets voll konzentriert und genießen im Gegenzug viel Vertrauen.
Weil sie mehr denken als sprechen, produzieren Zuhörer übrigens auch weniger Blödsinn.

8 Tipps für besseres Zuhören


Halten Sie den Mund.
Ernsthaft. Man kann nicht zuhören und reden zur selben Zeit. Also lassen Sie den anderen erst einmal
aussprechen.
Entspannen Sie.
Und zwar nicht nur sich, sondern die ganze Atmosphäre. Wie Sie dreinschauen, ob Sie mit dem Kopfnicken
oder schütteln – all das wirkt natürlich auch auf Ihr Gegenüber.
AKTIV ZUHÖREN

Stellen Sie Fragen.


Zuhören ist tatsächlich eine aktive Strategie. Man
sollte sie nicht mit Schweigen verwechseln. Gute
Zuhörer stellen zum Beispiel klärende Fragen. Sie
fragen nach, wenn sie etwas nicht verstanden haben
und wiederholen dabei mit eigenen Worten, was sie
verstanden haben:
„Sie finden also, dass…?“
„Meinten Sie, dass…?“
„Könnten Sie mir mehr dazu sagen?“
„Wenn ist Sie richtig verstehe, sagen Sie…“
„Ich bin mir nicht sicher, ob ich das richtig verstanden
habe…“
„Mit anderen Worten, Sie brauchen…“
„Das hört sich so an, als ob…“
„Mir ist aufgefallen, dass…“
„Ich höre heraus, dass…“
„Bis hierhin habe ich Folgendes verstanden: …“
„Ich fasse kurz zusammen: …“
Halten Sie permanent Blickkontakt.
Achten auf die Körpersprache Ihres Gegenübers. Registrieren Sie Mikrogesten oder sein nervöses
Fußwippen unter dem Tisch. In manchen Situationen dürfen Sie sogar darauf eingehen: „Entschuldigung,
mache ich Sie nervös? Sie zittern so…“ Wenn Sie das behutsam und freundlich tun, öffnet das den anderen
für sie, denn er fühlt sich ernst genommen – und Sie genießen sofort mehr Vertrauen.
Quasseln Sie nicht dazwischen.
Und vervollständigen auch nicht seine Sätze. Das ist respektlos.
Nutzen Sie Pausen.
Zum Beispiel, um das Gesagte zu verdauen und darüber nachzudenken. Für die Auszeit müssen Sie sich
überhaupt nicht schämen. Schließlich geben sie später umso bessere Antworten.
Belehren Sie nicht.
Ein guter Zuhörer ist an langfristigen und gehaltvollen Lösungen interessiert, nicht an schnellen Effekten –
noch weniger an solchen, die seinem Ego schmeicheln. Deshalb sollten Sie Ihre Ratschläge auch nur
erteilen, wenn Sie darum gebeten werden. Alles andere wirkt aufdringlich und besserwisserisch. Zuhören
dient einer wohlwollenden Beziehung.
Halten Sie öfter mal die Klappe.
Und hören Sie immer länger zu als Sie reden. Menschen, die während einer Konversation weniger Airtime
beanspruchen als Ihr Gegenüber, werden durchweg als intelligentere und sympathischere
Gesprächspartner empfunden.