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Lektion 1: Grundbegriffe der

Volkswirtschaftslehre (VWL)
01.06.2021

Sommersemester 2021

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FSP-Vorbereitung Themenliste (1/2)

Teil 1:
Lektion 1: Grundbegriffe der VWL
Lektion 2: Nachfragetheorie
Lektion 3: Angebotstheorie
Lektion 4: Funktionsgleichungen von Angebots- und Nachfragekurven
Lektion 5: Preisbildung auf dem vollkommenen Markt, Konsumenten- und Produzentenrente, ökonomische Wohlfahrt
Lektion 6: Funktionen der Marktpreise
Lektion 7: Politische Preisbildung
Lektion 8: Preiselastizität der Nachfrage, Kreuzpreiselastizität, Einkommenselastizität
Lektion 9: Kosten-, Erlös- und Gewinnfunktion, Break-Even-Analyse

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Vokabeln (1/2) – bitte in die Muttersprache übersetzen und lernen!
Vokabel Spezifikation
Bedürfnisse Primärbedürfnisse, Sekundärbedürfnisse
Bedarf Existenzbedarf vs. Wahlbedarf
Individualbedarf vs. Kollektivbedarf
Güter Freies vs. Wirtschaftliches Gut
Sachgut vs. Dienstleistung
Konsumgut vs. Investitionsgut
Gebrauchs- vs. Verbrauchsgut
Substitutions- und Komplementärgut
Angebot & Nachfrage
Markt
Marktarten Faktormarkt
Gütermarkt
Markttypen Vollkommender Markt
Unvollkommener Markt

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Vokabeln (2/2) – bitte in die Muttersprache übersetzen und lernen!
Vokabel Spezifikation
Wirtschaftssubjekte Private Haushalte
Öffentliche Haushalte
Unternehmen
Produktion
Produktionsfaktoren Boden
Kapital
Arbeit

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Lektion 1: Grundbegriffe der VWL
Plan:
• Bedürfnisse

• Bedarf

• Güter

• Angebot und Nachfrage

• Markt (Marktarten, Markttypen, Marktformen)

• Wirtschaftssubjekte (privaten Haushalte, Unternehmen, öffentlichen Haushalte/Staat)

• Produktion und Produktionsfaktoren → Kombination der Produktionsfaktoren

• Wirtschaftliches Handeln

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Lerninformation

Bedürfnisse • Bedürfnisse = Mangelgefühle (Gefühl, dass etwas fehlt)

• Definition:
Navigation:
Als Bedürfnis werden alle körperlichen und geistigen Mangelgefühle
- Definition
des Menschen bezeichnet, die danach drängen, durch Güter befriedigt zu
- Primär- vs. Sekundärbedürfnisse
werden.

Frau Alexandra Link


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Lerninformation

Bedürfnisse • Primärbedürfnisse:
Durch Mangelgefühle ausgelöst; alle Menschen streben nach Befriedigung
Navigation: (Hunger, Durst, Schutz, etc.)
- Definition

- Primär- vs. Sekundärbedürfnisse • Sekundärbedürfnisse:


Müssen erst geweckt werden (bspw. durch Werbung)

• Bedürfnisse = Beweggrund des wirtschaftlichen Handelns.


→ Können durch äußere Einflüsse erzeugt und verändert werden z.B. durch
technologische Innovationen, stilistische oder modische Veränderungen

Frau Alexandra Link


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Lerninformation

• Bedürfnisse werden durch die Entscheidung für ein bestimmtes Gut


Bedarf
konkretisiert.

Navigation: • Damit der Bedarf am Markt wirksam ist, muss das zugrunde liegende Bedürfnis
- Erklärung mit Kaufkraft ausgestattet sein.

- Arten des Bedarfs


- Existenzbedarf vs.
Wahlbedarf • Beispiel:
- Individualbedarf vs.
Kollektivbedarf Bei einem Spaziergang stellt sich das Mangelgefühl Durst ein (Bedürfnis = unerfüllter
Wunsch).
→ Es konkretisiert sich im Bedarf nach Tee, Kaffee oder Mineralwasser
(Bedarf = konkretisiertes Bedürfnis = erfüllbarer Wunsch).
→ In einem Café bestellt man eine Tasse Kaffee (Kauf = erfüllter Wunsch).
Frau Alexandra Link
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Arten des Bedarfs Bedarf


= Summe konkretisierter
Navigation: Bedürfnisse; ausgestattet mit
Kaufkraft
- Erklärung

- Arten des Bedarfs


- Existenzbedarf vs. Nach Dringlichkeit der
Wahlbedarf Nach Art der Befriedigung
Befriedigung
- Individualbedarf vs.
Kollektivbedarf - Existenzbedarf - Individualbedarf
- Wahlbedarf - Kollektivbedarf

Frau Alexandra Link


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Nach Dringlichkeit der


Arten des Bedarfs Befriedigung

Navigation: • Existenzbedarf:
• Zur Existenzsicherung
- Erklärung
• Dient dem menschlichen Selbsterhaltungstrieb
- Arten des Bedarfs • Beispiel: Nahrung, Kleidung, Wohnung
- Existenzbedarf vs.
Wahlbedarf
- Individualbedarf vs.
Kollektivbedarf • Wahlbedarf:
• Alles was über Existenzbedarf hinausgeht
• Art und Umfang werden durch soziales Umfeld geprägt
• Beispiel: Bücher, Schmuck, Reisen, Kunst, modische Kleidung

Frau Alexandra Link


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Arten des Bedarfs Nach Art der Befriedigung

Navigation: • Individualbedarf:
• Individuelle Entscheidung der privaten Haushalte
- Erklärung
• Umfasst alle Bedürfnisse, die der Mensch für sich allein befriedigen kann
- Arten des Bedarfs • Beispiel: Kühlschrank, Auto, Körperpflege, ärztliche Betreuung
- Existenzbedarf vs.
Wahlbedarf
- Individualbedarf vs. • Kollektivbedarf:
Kollektivbedarf • Bedürfnisse, die viele Menschen gleich oder ähnlich empfinden
• Alleine nicht möglich, man braucht eine Gruppe, eine Gemeinschaft oder ein
Volk
• Beispiel: Einrichtung von Schulen oder Universitäten, Aufrechterhaltung von
Sicherheit und Ordnung durch Polizei, soziale Sicherheit durch Renten- und
Arbeitslosenversicherung
Frau Alexandra Link
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Bedarf - Übung

Die folgende Tabelle zeigt Beispiele für verschiedene Bedarfsarten. Dabei wird die Bedarfsstruktur eines
privaten Haushalts mit mittlerem Einkommen in einem westlichen Industrieland zugrunde gelegt.

Dringlichkeit Existenzbedarf Wahlbedarf

Art der Befriedigung


Individualbedarf − Mineralwasser − Privates Schwimmbecken
− Nahrung − Reisen
Kollektivbedarf − Sicherheit − Öffentliches Schwimmbad
− Ordnung − Parkanlage

Suche für jede Bedarfsart zwei weitere Beispiele und fertige eine entsprechende Tabelle an.

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Bedarf - Lösung

Dringlichkeit Existenzbedarf Wahlbedarf

Art der Befriedigung


Individualbedarf

Kollektivbedarf

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Lerninformation

• Definition: Gut (Pl: Güter): unter einem Gut verstehen wir jedes Mittel, das
Gut
einen Nutzen stiften, d.h. ein Bedürfnis befriedigen kann.
Navigation:

- Definition
• Gut = Oberbegriff für Ware und Dienstleistungen
- Freie vs. Wirtschaftliche Güter

- Sachgüter vs. Dienstleistungen

- Konsumgüter vs. Investitionsgüter

- Gebrauchs- vs. Verbrauchsgüter

- Substitutionsgüter vs.
Komplementärgüter

Frau Alexandra Link


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Güterarten (1/5) • Freie Güter:


• Stehen unbegrenzt zur Verfügung und können in der Regel nicht erworben
werden. (es gibt sehr viel davon)
Navigation:
• Beispiel: Sonnenlicht, Wind, Regen
- Definition

- Freie vs. Wirtschaftliche Güter


• Wirtschaftliche Güter:
- Sachgüter vs. Dienstleistungen
• in der Regel knapp und mit Preisen versehen → alles was man kaufen kann
- Konsumgüter vs. Investitionsgüter • Anbieter bietet das Gut auf dem Markt an und Käufer fragt es nach
• Ausgleich von Angebot und Nachfrage erfolgt über den Preis
- Gebrauchs- vs. Verbrauchsgüter

- Substitutionsgüter vs.
Komplementärgüter

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Güterarten (2/5) • Sachgut:


• Materieller / körperlicher Natur
Navigation: • Beispiel: Nahrungsmittel, Auto, Rohstoffe

- Definition

- Freie vs. Wirtschaftliche Güter


• Dienstleistungen:
- Sachgüter vs. Dienstleistungen
• Immaterieller / unkörperlicher Natur (man kann es nicht anfassen)
- Konsumgüter vs. Investitionsgüter • Bedürfnisbefriedigung erfolgt durch Leistung von Menschen
• Beispiel: Friseur, Beratung bei einer Bank, Nachhilfeunterricht
- Gebrauchs- vs. Verbrauchsgüter

- Substitutionsgüter vs.
Komplementärgüter

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Güterarten (3/5) • Konsumgüter:


• Werden privat genutzt: Nutzenbefriedigung der privaten Haushalte
Navigation: • Beispiel: Kleidung

- Definition

- Freie vs. Wirtschaftliche Güter


• Investitionsgüter oder Produktionsgüter:
- Sachgüter vs. Dienstleistungen
• Werden gewerblich = im Unternehmen genutzt: werden zur Herstellung
- Konsumgüter vs. Investitionsgüter anderer Güter in einem Produktionsprozess eingesetzt
• Beispiel: Unternehmensfahrzeug
- Gebrauchs- vs. Verbrauchsgüter

- Substitutionsgüter vs.
Komplementärgüter

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Güterarten (4/5) • Gebrauchsgüter:


• Mehrmalige Nutzung
Navigation: • Beispiel: Handy, Kleidung, Auto

- Definition

- Freie vs. Wirtschaftliche Güter


• Verbrauchsgüter:
- Sachgüter vs. Dienstleistungen
• Einmalige Nutzung
- Konsumgüter vs. Investitionsgüter • Beispiel: Essen, Trinken
- Gebrauchs- vs. Verbrauchsgüter

- Substitutionsgüter vs.
Komplementärgüter

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Güterarten (5/5) • Substitutionsgüter:


• Güter, die sich gegenseitig ersetzen
Navigation: • Das gleiche Ergebnis kann mit beiden Güter herbeigeführt werden
• Beispiel: Öl, Kohle, Gas, Wasserkraft, Sonnenkraft (sind alles
- Definition Energielieferanten)
- Freie vs. Wirtschaftliche Güter

- Sachgüter vs. Dienstleistungen

- Konsumgüter vs. Investitionsgüter


• Komplementärgüter:
• Güter ergänzen sich, sodass sie zusammen eingesetzt werden müssen, wenn
- Gebrauchs- vs. Verbrauchsgüter man ein bestimmter Ergebnis erzielen möchte.
- Substitutionsgüter vs. • Beispiel: Rezepte sind Aufzählungen komplementärer Güter
Komplementärgüter

Frau Alexandra Link


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Entstehung von Angebot und Nachfrage

Bedürfnis

Bedarf
• Der Bedarf wird gedeckt, indem bestimmte Güter am Markt
gekauft werden
Nachfrage
• Man spricht von Nachfrage, wenn Bedarf durch einen
Kaufentschluss am Markt wirksam wird

Markt
• Angebot sind die von Unternehmen produzierten Güter und
Angebot Dienstleistungen, die sie auf dem Markt verkaufen (absetzen)
wollen.

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Lerninformation

• Definition: Ökonomischer Ort, an dem Angebot (Verkäufer) und Nachfrage


Markt
(Käufer) aufeinander treffen

Navigation: • Grundprinzip des Marktes ist der Tausch


- Definition
• Tauschmittel ist z.B. Geld
- Marktarten
• Durch Geld wird der Wert des Guts ausgedrückt
- Markttypen
• Wert des Gutes ergibt sich aus Kosten (für das Unternehmen) und der
- Marktformen
Begehrtheit (der Größe des Nachfrage)

• Preis = Kompromiss aus Vorstellungen der Anbieter und der Nachfrager

Frau Alexandra Link


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Marktarten (1/2) Faktormärkte - Abgeleitet von Produktionsfaktoren


Nach Tauschgegenstand
Boden- & Immobilienmarkt
Navigation:
• Grundstücke, gewerbliche Räume, Wohnräume → Vermittlung: Zeitung, Internet, Makler
- Definition Arbeitsmarkt

- Marktarten • Derjenige der Arbeit sucht, bietet seine Arbeitskraft an

- Faktormärkte → Vermittlung: Agentur für Arbeit, Leiharbeitsunternehmen, Anzeigen in der Zeitung/ im Internet
- Gütermärkte Kapitalmarkt:

- Markttypen • Markt für langfristige Kredite und Kapitalanlagen


• Darlehen, Hypotheken, Aktien etc.
- Marktformen
• Mittel für den Kapitalmarkt fließen aus den Sparkassen und Banken → Vermögensbildung
Geldmarkt:
• Kurzfristige Kredite, die sich die Banken untereinander gewähren.
Frau Alexandra Link
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Marktarten (2/2) Gütermärkte

Navigation: Konsumgütermarkt

- Definition • Güter des täglichen Bedarfs, die rein privat benutzt werden.
• Beispiel: Nahrungsmittel, Kleidung, Einrichtungsgegenstände
- Marktarten
- Faktormärkte
- Gütermärkte Investitionsgütermarkt:
• Unternehmer treffen aufeinander, um Produktionsmittel zu beschaffen.
- Markttypen
• Rein gewerblicher Nutzen der Mittel
- Marktformen • Beispiel: Rohstoffe, Anlagen (Maschinen) und Ausrüstung (Werkzeuge)

Frau Alexandra Link


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Markttypen (1/2) Vollkommener Markt

Navigation: • Theoretisches Modell, welches wirtschaftliche Zusammenhänge erklärt


- Definition

- Marktarten • Eigenschaften:
• Vollkommene Markttransparenz
- Markttypen
• Gleichheit / Homogenität aller Güter
- Vollkommener Markt
• Marktteilnehmer reagieren sofort auf Veränderungen
- Unvollkommener Markt
• Keine persönlichen, sachlichen, zeitlichen und räumlichen Präferenzen
- Marktformen

→ Liegen diese Eigenschaften nicht vor, handelt es sich um einen


unvollkommenen Markt
→ Vollkommener Markt ist in der Realität nicht möglich
Frau Alexandra Link
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Markttypen (2/2) vollkommener Markt unvollkommener Markt


(Theorie) (Realität)
Navigation: Vollkommene Markttransparenz Kein Nachfrager kennt stets die Konditionen
(Alle Nachfrager kennen stets alle aller Anbieter (z.B. Rabatte, Aktionen etc.)
- Definition Konditionen)

- Marktarten Gleichheit aller Güter Produkte verschiedener Anbieter haben


verschiedene Eigenschaften (z.B. BMW
- Markttypen vs. Audi)
- Vollkommener Markt Marktteilnehmer reagieren sofort auf Marktteilnehmer reagieren nicht sofort auf
- Unvollkommener Markt Marktveränderungen Marktveränderungen (z.B. Preissenkungen o.
-erhöhungen)
- Marktformen
Keine persönlichen, zeitlichen, sachlichen & Persönliche (Werbung), zeitliche
räumlichen Präferenzen (Öffnungszeiten), sachliche (Rabatte) und
räumliche (Ortsvorteile) sind vorhanden
Frau Alexandra Link
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Markttypen – Übung

Wird in den folgenden Fällen auf einem nahezu vollkommenen oder auf einem unvollkommenen Markt
angeboten? Begründe deine Antwort.

a). Markenbenzin an einer Tankstelle, die an einer Autobahn liegt.

b) Kiosk des Hausmeisters auf dem Schulhof

c). Aktien an der Börse

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Marktformen
Nach Anzahl der Teilnehmer Marktmacht

Navigation:
Polypol Oligopol Monopol
- Definition
• Viele Anbieter • Wenige Anbieter
• Ein Anbieter
• Viele Nachfrager • Viele Nachfrager
- Marktarten • Viele Nachfrager
• Geringe Marktanteile • Große Marktanteile
• Beherrscht den Markt
• Marktohnmacht = • Marktmacht
- Markttypen allein
wenig Macht • Patente und Lizenzen
- Marktformen
Zielsetzungen der Marktteilnehmer:
Gewinnmaximierung: Anbieter möchten den höchstmöglichen Gewinn erreichen
Nutzenmaximierung: Nachfrager möchten ihren Nutzen maximieren, d.h. ihre zur Verfügung
stehenden Mittel so einsetzen, dass eine möglichst hohe Bedarfsdeckung erreicht wird.
Frau Alexandra Link
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Marktformen Polypol (vollkommene Konkurrenz = vollkommener Markt)

- Viele Anbieter
Navigation:
- Viele Nachfrager
- Definition
- Preisänderungen: beeinflussen die Nachfrager aber nicht die Anbieter (d.h. Anbieter A
- Marktarten ändert seinen Preis nicht abhängig vom Anbieter B)

- Markttypen - Markt: steht offen (jeder kann beitreten)

- Marktformen - Werbemaßnahmen nicht notwendig, da nur homogene Güter angeboten werden


− Polypol
− Oligopol - Es gibt vollkommene Markttransparenz
− Monopol
- Die Nachfrager haben keinerlei Präferenzen

Frau Alexandra Link


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Marktformen Polypol (vollkommene Konkurrenz = vollkommener Markt)

Verhaltensweisen der Marktteilnehmer:


Navigation:
Preisnehmer:
- Definition
- Einzelne Marktteilnehmer haben keinen Einfluss auf den Preis
- Marktarten
- Beispiel:
- Markttypen - Verlangt ein Anbieter einen höheren Preis, wechseln sofort alle Nachfrager zur
Konkurrenz (Markttransparenz + Homogenität der Güter)
- Marktformen - Verlangt ein Anbieter einen kleineren Preis, so lenkt er die gesamte Nachfrage zu sich
− Polypol und kann diese nicht befriedigen
− Oligopol - Ob ein Nachfrager bei einem Anbieter oder beim anderen Anbieter einkauft,
− Monopol beeinflusst die Preise ebenfalls nicht

→ Marktohnmacht

Frau Alexandra Link


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Marktformen Polypol (vollkommene Konkurrenz = vollkommener Markt)

Verhaltensweisen der Marktteilnehmer:


Navigation:
Mengenanpasser:
- Definition
- Anbieter kann am Preis nichts ändern, deshalb bestimmt er welche Menge er zu dem
- Marktarten
gegebenen Preis verkaufen möchte.
- Markttypen
- Nachfrager hat demnach auch die Wahl welche Menge er zum gegebenen Preis kaufen will.
- Marktformen
− Polypol
− Oligopol
− Monopol

Frau Alexandra Link


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Marktformen Oligopol

- Weniger Anbieter
Navigation:
- Viele Nachfrager
- Definition
- Marktzutritt ist erschwert (Patente und Lizenzen + Hohe Kosten für Werbung)
- Marktarten
- Marktmacht liegt bei den Anbietern. Anbieter beobachten und beeinflussen sich gegenseitig
- Markttypen
Gegenseitige Abhängigkeit:
- Marktformen Jeder Anbieter hat solch große Marktmacht, dass jede Änderung des Preises, der
Produktqualität oder des Werbeaufwandes andere Anbieter zu einer Reaktion zwingt.
− Polypol
Wenn ein Anbieter nicht entsprechend reagiert, kann er langfristig vom Markt verdrängt
− Oligopol werden
− Monopol
Gemeinsames Vorgehen = Preisabsprachen:
Preis ist stabil → Kollektivmonopol
Frau Alexandra Link Wettbewerb verlagert sich dann mehr auf Qualität, Werbung und Produktdifferenzierung
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Marktformen Verschiedene Marktmodelle des Oligopols

Navigation:
Marktformen Anbieter Nachfrager
- Definition Oligopol Weniger Viele Autokäufer
Automobilhersteller
- Marktarten
Zweiseitiges Oligopol Wenige Hersteller von Wenige Unternehmer, die
- Markttypen Spezialkränen mit Spezialkränen arbeiten

- Marktformen Nachfrageoligopol Viele Landwirte Wenige Molkereien


− Polypol
− Oligopol
− Monopol

Frau Alexandra Link


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Marktformen Monopol

- Ein Anbieter
Navigation:
- Viele Nachfrager
- Definition
- Konkurrenzlos, da Nachfrager keine Ausweichmöglichkeit haben
- Marktarten
- Preis-Fixierer: Anbieter bestimmt den Preis und Nachfrager darf entscheiden, welche
- Markttypen Menge er zu diesem Preis abnimmt.
→ Anbieter muss auf die Reaktion der Nachfrager achten. Geringerer Preis – mehr
- Marktformen Absatz/Verkäufe. Höherer Preis – weniger Absatz/Verkäufe.
− Polypol
− Oligopol
− Monopol

Frau Alexandra Link


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Marktformen Verschiedene Marktmodelle des Monopols

Navigation:
Marktformen Anbieter Nachfrager
- Definition Monopol Eine kommunale Viele private Haushalte
Müllabfuhr
- Marktarten
Beschränktes Monopol Ein Hersteller eines Wenige Krankenhäuser
- Markttypen medizinischen Spezialgeräts
- Marktformen
Zweiseitiges Monopol Ein Hersteller eines PKW- Ein Automobilunternehmen
− Polypol Einzelteils
− Oligopol
− Monopol Nachfragemonopol Viele Bauunternehmen Ein Staat, der Kasernen
baut

Frau Alexandra Link


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Marktformen Monopolistischer Wettbewerb (unvollkommene Konkurrenz)

= Polypol auf dem unvollkommenen Markt


Navigation:
- In der Realität häufig anzutreffen
- Definition
- Viele Anbieter
- Marktarten
- Viele Nachfrager
- Markttypen
- Unterschied zu vollkommener Polypol:
- Marktformen - Heterogene Güter
− Polypol - Keine vollständige Markttransparenz
− Oligopol - Anbieter versuchen durch Produktdifferenzierung ihren Präferenzbereich auszubauen
− Monopol - Zugang zum Markt schwierig, da Präferenzen vorhanden sind
- Anbieter verhält sich in seinem Präferenzbereich wie ein Monopolist

Frau Alexandra Link


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Marktformen Zusammenfassung

Navigation: Polypol Oligopol Monopol

- Definition Erschwert (Patente


Zugang zum Markt Offen
und Lizenzen)
Geschlossen

- Marktarten Gegenseitige
Preisnehmer = Preis ist so wie er ist =
Abhängigkeit
fix und wir als Nachfrager / Käufer
- Markttypen nehmen den Preis so hin
Gemeinsames Preisfixierer
Verhaltensweisen der Vorgehen Monopolist bestimmt den Preis
Mengenanpasser
Marktteilnehmer (Absprachen) und Nachfrager kann nur
- Marktformen = Nachfrager / Käufer entscheidet
Anbieter A: 10.000 reagieren
welche Menge er zu dem Preis kaufen
Anbieter B: 20.000
möchte
→ Kaufen alle bei A

Qualitäts- und
Nicht vorhanden Stark vorhanden Weniger stark vertreten
Werbungswettbewerb

Frau Alexandra Link


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Marktformen – Übung 1

• Überlegen Sie sich ein praktisches Beispiel für jede der drei Marktformen?

• Polypol

• Oligopol

• Monopol

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Marktformen – Übung 2

• Begründen Sie, dass die Zahl der Marktteilnehmer einer Marktform entscheidende Bedeutung für die
Marktmacht eines Anbieters hat.

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Als Wirtschaftssubjekte werden alle Einheiten einer Volkswirtschaft bezeichnet, die:


Wirtschaftssubjekte
• Ökonomische Entscheidungen treffen
Navigation:
• Selbständig Wirtschaftspläne aufstellen und danach handeln.
- Definition

- 3 Arten:
Es gibt 3 Arten von Wirtschaftssubjekten:
- Private Haushalte
- Unternehmen • Private Haushalte
- Öffentliche Haushalte
• Unternehmen / Unternehmungen

• Öffentliche Haushalte / Staat

Frau Alexandra Link


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Private Haushalte sind Verbrauchseinheiten, die eine optimale Versorgung mit


Private Haushalte
Gütern anstreben.

Navigation: • Beispiel: Einzelperson, Familie, und alle Organisationen ohne Erwerbscharakter wie Verein,

- Definition Kirche usw.

- 3 Arten: • Ein privater Haushalt kann konsumieren = Geld / Einkommen für Güter ausgeben

- Private Haushalte • Oder auf Konsum verzichten = Geld sparen (Vermögen bilden)
- Unternehmen
- Öffentliche Haushalte • Private Haushalte erwerben meistens Güter, die einen maximalen Verbrauchsnutzen haben
(Nutzenmaximierung)

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Unternehmungen sind Produktionseinheiten


Unternehmungen
• Produktion (im ökonomischen Sinne) = Bereitstellung von Gütern
Navigation:
• Funktion: Produzieren und investieren
- Definition
• Beispiel: Audi, BMW, Siemens, Miele, Apple
- 3 Arten:
- Private Haushalte
- Unternehmen
- Öffentliche Haushalte

Frau Alexandra Link


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• Gebietskörperschaften: Bund, Länder und Gemeinden


Öffentliche Haushalte
• Sozialversicherungen: Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung
Navigation:
• Hoheitsverwaltungen (Hochschulen, Bundesbank usw.)
- Definition
• Aufgabe: produzieren Dienstleistungen, die sie dem Land zum Teil kostenlos zur
- 3 Arten:
Verfügung stellen. (wir bezahlen es mit unserer Steuer!)
- Private Haushalte
- Unternehmen • Beispiele der Dienstleistungen: Dienste der öffentlichen Verwaltung, Schulwesen,
- Öffentliche Haushalte
Polizei, etc.

Frau Alexandra Link


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Produktion & • Produktion: Herstellung von Gütern = Umwandlung von Produktionsfaktoren in Güter
Produktionsfaktoren
• Produktionsfaktoren sind die in der Produktion benötigten Menschen und Güter
• Arbeit
Navigation:
• Boden
− Produktion • Kapital

− Produktionsfaktoren Produktionseinsatz Produktion Produktionsergebnis


− Arbeit
− Boden Arbeit
− Kapital
Inlandsprodukt
Boden Volks- =
wirtschaft Output

Kapital
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Produktion & Arbeit ist jede Art von körperlicher und geistiger Tätigkeit des Menschen,
Produktionsfaktoren
welche in die Produktion einfließt.
Navigation:

− Produktion Arbeit
− Produktionsfaktoren
− Arbeit Vorwiegend geistige Vorwiegend
− Boden Tätigkeit körperliche Tätigkeit
− Kapital
Schriftsteller / Autor schöpferische Arbeit Maler

Geschäftsführer leitende Arbeit Lagerleiter

Sachbearbeiter ausführende Arbeit Facharbeiter


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• Wenn man von Beschäftigung spricht, spricht man in der VWL davon wie viele Menschen
Beschäftigung
eine Arbeit haben.

Navigation: • Vollbeschäftigung vs. Arbeitslosigkeit

• Vollbeschäftigung:
− Produktion Theoretisch: 0% Arbeitslosigkeit
Praktisch: 1 - 3% → Alle erwerbswilligen Personen haben eine Arbeit und es herrscht Gleichgewicht
− Produktionsfaktoren
− Arbeit • Arbeitslosenquote: Notwendige Kennzahl, um den Grad der Beschäftigung festzustellen.
− Boden
− Kapital Arbeitslosenquote in % =
𝐴𝑛𝑧𝑎ℎ𝑙 𝑑𝑒𝑟 𝐸𝑟𝑤𝑒𝑟𝑏𝑠𝑙𝑜𝑠𝑒𝑛
∗100
(𝐸𝑟𝑤𝑒𝑟𝑏𝑠𝑙𝑜𝑠𝑒+𝐸𝑟𝑤𝑒𝑟𝑏𝑠𝑡ä𝑡𝑖𝑔𝑒)

• Erwerbstätige = die die eine Arbeit haben (Selbständig oder angestellt)


• Erwerbslose = sind bei der Agentur für Arbeit als arbeitslos gemeldet

Frau Alexandra Link


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Beispiel

𝐴𝑛𝑧𝑎ℎ𝑙 𝑑𝑒𝑟 𝐸𝑟𝑤𝑒𝑟𝑏𝑠𝑙𝑜𝑠𝑒𝑛


Arbeitslosenquote Arbeitslosenquote in % =
(𝐸𝑟𝑤𝑒𝑟𝑏𝑠𝑙𝑜𝑠𝑒+𝐸𝑟𝑤𝑒𝑟𝑏𝑠𝑡ä𝑡𝑖𝑔𝑒)
∗100

Navigation: • Erwerbstätige = 38 Mio.

− Produktion • Erwerbslose = 2 Mio.

− Produktionsfaktoren
2 𝑀𝑖𝑜.
− Arbeit • Arbeitslosenquote in % = ∗100 = 0,05 = 5%
(2 𝑀𝑖𝑜.+38 𝑀𝑖𝑜.)
− Boden
− Kapital

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Produktionsfaktor Boden: Alle natürlichen Ressourcen der Welt. Naturkräfte, die zur Produktion von
Gütern für die Bedarfsdeckung zur Verfügung stehen.
Navigation:

− Produktion Nutzungsmöglichkeiten

− Produktionsfaktoren
Anbauboden Abbauboden Standortboden
− Arbeit
− Boden
− Kapital - Standortwahl der
- Bergbau: Kohle,
Unternehmen:
- Land- und Eisenerz, Erdöl,
- Nähe von
Forstwirtschaft: Kupfer
Rohstoffen
Getreide, Gemüse, - Absolut knapp:
- Qualifizierte
Baumwolle - Nicht
Arbeitskräfte
- Qualitative reproduzierbar
- Nähe von
Verbesserung durch - Begrenzte
Absatzgebieten
Düngung möglich Vorräte an
- Verkehrsgünstige
Bodenschätzen
Frau Alexandra Link Lage
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Produktionsfaktor Boden - Übung

a). Geben Sie Beispiele für die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Bodens als Anbauboden in
der Land- und Forstwirtschaft.

b). Nenne drei Faktoren, die zur Erhöhung des Bodenertrages beitragen.

c). Zeige die Gefahren einer intensiven Bodennutzung auf.

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Produktionsfaktor Kapital in der Volkswirtschaft:


• Entsteht aus Kombination von Produktionsfaktoren Arbeit und Boden
Navigation:
• Güter, die speziell dafür hergestellt wurden, um im Produktionsprozess zur Herstellung
− Produktion
weiterer Güter mitzuwirken
− Produktionsfaktoren
• Beispiel: Maschinen, Anlagen, Traktoren, Computer → alles was genutzt wird, um etwas
− Arbeit
anderes zu produzieren
− Boden
− Kapital

Frau Alexandra Link


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Produktionsfaktoren Kombination der Produktionsfaktoren dient dazu Güter


herzustellen, die zur Befriedigung menschlicher Bedürfnisse beitragen.
Navigation:

− Produktion Output
Input =
− Produktionsfaktoren
= Throughput Produktionsmenge
− Kombination der Produktionsfaktoren = =
Produktionsfaktoren = Produktionsprozess mengenmäßiges
− Substitutionale Ergebnis des
Faktoreinsatz
Produktionsfaktoren Zusammenwirkens von
− Minimalkosten- Produktionsfaktoren
kombination
Kosten für Herstellung von 100
− Limitationale Betriebsmittel + Kosten Tischen
Produktionsfaktoren für Arbeitskraft

Frau Alexandra Link


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Produktionsfaktoren Substitutionale Produktionsfaktoren: Produktionsfaktoren sind in Grenzen


austauschbar → bestimmte Menge eines Faktors lässt sich durch eine bestimmte Menge eines

Navigation: anderen Faktors ersetzen, ohne dass sich die Produktionsmenge ändert.

− Produktion • Beispiel: Es sollen 100 Tische hergestellt werden

− Produktionsfaktoren

− Kombination der
Produktionsfaktoren
− Substitutionale
Produktionsfaktoren
− Minimalkosten-
kombination
− Limitationale
Produktionsfaktoren

Frau Alexandra Link


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Produktionsfaktoren Substitutionale Produktionsfaktoren

Beispiel: Es sollen 100 Tische hergestellt werden


Navigation:

− Produktion Isoquante = ist eine Kurve, die alle Substitutionsmöglichkeiten


der Produktionsfaktoren mit dem gleichen Output zeigt
− Produktionsfaktoren

− Kombination der
Produktionsfaktoren
− Substitutionale
Produktionsfaktoren
− Minimalkosten- Kombination Faktoreinsatz 1 Faktoreinsatz 2 Ausbringungs-
kombination Arbeit Betriebsmittel menge = Output
− Limitationale A 5 1 100
Produktionsfaktoren
B 3 2 100

Frau Alexandra Link C 2 3 100


Master of Science D 1 6 100
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Produktionsfaktoren Minimalkostenkombination = kostengünstigste Kombination der


Produktionsfaktoren → Ziel: teure Produktionsfaktoren durch billigere ersetzen.
Navigation: Beispiel: Es sollen 100 Tische hergestellt werden

− Produktion Kosten:
Arbeit – 150 GE/ME
− Produktionsfaktoren
Betriebsmittel – 100 GE/ME
− Kombination der
Produktionsfaktoren Grafische Lösung (Schritt 1):
− Substitutionale Durch probieren suchen wir 2 Punkte bei denen
Produktionsfaktoren Isokosten = Kostengerade. Hier werden auf
die Kosten gleich sind. einer Linie alle Kombinationsmöglichkeiten,
− Minimalkosten- die die gleichen Kosten verursachen gezeigt.
kombination 1 x Arbeit + 6 x Betriebsmittel
− Limitationale
= 1 x 150 GE + 6 x 100 GE = 750 GE
Produktionsfaktoren
3 x Arbeit + 3 x Betriebsmittel
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= 3 x 150 GE + 3 x 100 GE = 750 GE
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Produktionsfaktoren Minimalkostenkombination = kostengünstigste Kombination der


Produktionsfaktoren → Ziel: teure Produktionsfaktoren durch billigere ersetzen.
Navigation: Beispiel: Es sollen 100 Tische hergestellt werden

− Produktion Kosten:
Arbeit – 150 GE/ME
− Produktionsfaktoren
Betriebsmittel – 100 GE/ME
− Kombination der
Produktionsfaktoren Grafische Lösung (Schritt 2):
− Substitutionale Die Isokostenlinie verschiebt man parallel
Produktionsfaktoren
so lange, bis sie gerade eben noch die
− Minimalkosten-
kombination Isoquante berührt. In diesem Punkt befindet
− Limitationale
sich die Minimalkostenlösung.
Produktionsfaktoren
2 x Arbeit + 3 x Betriebsmittel
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Master of Science
= 2 x 150 GE + 3 x 100 GE = 600 GE
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Produktionsfaktoren Minimalkostenkombination = kostengünstigste Kombination der


Produktionsfaktoren → Ziel: teure Produktionsfaktoren durch billigere ersetzen.
Navigation: Beispiel: Es sollen 100 Tische hergestellt werden

− Produktion Kosten:
Arbeit – 150 GE/ME
− Produktionsfaktoren
Betriebsmittel – 100 GE/ME
− Kombination der
Produktionsfaktoren Rechnerische Lösung:
− Substitutionale Kombination Faktoreinsatz 1 Faktoreinsatz 2 Ausbringungs- Kosten
Produktionsfaktoren Arbeit Betriebsmittel menge = Output
− Minimalkosten- A 5 1 100 850
kombination
B 3 2 100 650
− Limitationale
Produktionsfaktoren C 2 3 100 600
D 1 6 100 750
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Produktionsfaktoren Limitationale Produktionsfaktoren = in manchen Fällen können die


Produktionsfaktoren nur in einem festen Verhältnis zueinander eingesetzt werden.
Navigation: Beispiel: Verkehrsunternehmen

− Produktion 1 Fahrer und 1 Beifahrer in 1 LKW. Fahrleistung beträgt 400 km.


1 LKW : 2 Fahrer → festes Verhältnis
− Produktionsfaktoren
→ Es ist nicht möglich Produktionsfaktoren durcheinander zu ersetzen.
− Kombination der
Produktionsfaktoren
− Substitutionale Zeigt effiziente Kostenkombinationen
Produktionsfaktoren
− Minimalkosten-
kombination
− Limitationale
Produktionsfaktoren

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Wirtschaftliches • Wirtschaftliche Entscheidungen müssen planvoll und rational getroffen werden, damit der
Handeln angestrebte Erfolg erreicht werden kann.

Navigation: • Ökonomisches Prinzip = Rationalprinzip / Prinzip der Wirtschaftlichkeit

• Mensch handelt stets vernünftig = „Homo oeconomicus“


- Ökonomisches Prinzip
- Maximalprinzip • Das Prinzip beschreibt die Möglichkeiten die begrenzten Mittel den gesetzten Zwecken
- Minimalprinzip zuzuordnen.
- Opportunitätskosten • 2 Prinzipien:

- Arbeitsteilung • Maximalprinzip
- Absoluter Kostenvorteil • Minimalprinzip
- Komparativer
Kostenvorteil

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Wirtschaftliches • Maximalprinzip: mit gegebenen Mitteln ist ein höchstmöglicher Erfolg zu erzielen
Handeln
• Beispiel: Ein Unternehmen versucht mit den im Produktionsprozess eingesetzten
Navigation: Produktionsfaktoren möglichst viele Erzeugnisse herzustellen.

- Ökonomisches Prinzip → Nutzenmaximierung


- Maximalprinzip
- Minimalprinzip • Minimalprinzip: Ein bestimmter Erfolg ist mit dem geringstmöglichen Mitteleinsatz zu
- Opportunitätskosten erzielen.

- Arbeitsteilung • Beispiel: Ein Unternehmen versucht den Produktionsprozess so zu organisieren, dass ein
- Absoluter Kostenvorteil bestimmtes Erzeugnis mit möglichst geringen Kosten hergestellt wird.
- Komparativer
Kostenvorteil → Gewinnmaximierung

Theoretisches Modell (in der Realität versuchen Unternehmen beides zu kombinieren)


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Wirtschaftliches • Kosten – Nutzen – Analyse = Analyse der Opportunitätskosten


Handeln
• Opportunitätskosten = Entgangener Nutzen weil man auf etwas verzichtet,
Navigation:
durch was man einen Gewinn erhalten hätte. = Verzichtskosten
- Ökonomisches Prinzip
• Entscheidung für die Möglichkeiten, die die kleinsten Opportunitätskosten hat
- Maximalprinzip
- Minimalprinzip • Beispiel: Investition mit bestimmten Zinsen → wenn man die Investition nicht
- Opportunitätskosten tätigt, dann hat man Opportunitätskosten in Höhe der Zinsen
- Arbeitsteilung
- Absoluter Kostenvorteil
- Komparativer
Kostenvorteil

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Absoluter Vorteil = Vergleich zweier Länder

Wirtschaftliches • Die Arbeitsteilung beruht auf der Überlegung, die Erzeugnisse herzustellen, bei denen
Handeln man die niedrigsten Kosten verursacht. → Man soll sich auf das spezialisieren, was man
günstiger produzieren kann.
Navigation:
• Beispiel: Es werden 1000 Rollen Tuch und 1000 Fässer Wein hergestellt
- Ökonomisches Prinzip
- Maximalprinzip
Deutschland Frankreich
- Minimalprinzip

- Opportunitätskosten 100 Arbeiter, 120 Arbeiter, 90 Arbeiter, 80 Arbeiter,


um Tuch um Wein um Tuch um Wein
- Arbeitsteilung herzustellen herzustellen herzustellen herzustellen
- Absoluter Kostenvorteil
- Komparativer → Sowohl Wein als auch Tuch kann von Frankreich günstiger hergestellt werden
Kostenvorteil
→ Frankreich hat einen absoluten Kostenvorteil bei Wein und bei Tuch, da es beides
kostengünstiger herstellen kann als Deutschland (absolut niedrigste Kosten)

Frau Alexandra Link → Für Frankreich erscheint es aus dieser Perspektive keinen Sinn zu machen mit Deutschland
Master of Science zu handeln
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Komparativer Vorteil = Vergleich in einem Land

Wirtschaftliches • Beispiel: Es werden 1000 Rollen Tuch und 1000 Fässer Wein hergestellt
Handeln
Deutschland Frankreich
Navigation:
1000 Rollen 1000 Fässer 1000 Rollen 1000 Fässer
- Ökonomisches Prinzip
Tuch Wein Tuch Wein
- Maximalprinzip 100 Arbeiter 120 Arbeiter 90 Arbeiter 80 Arbeiter
- Minimalprinzip

- Opportunitätskosten Deutschland hat einen Frankreich hat einen


komparativen Vorteil bei komparativen Vorteil bei
der Produktion von Tuch der Produktion von Wein
- Arbeitsteilung
- Absoluter Kostenvorteil 1000 / 100 = 10 Rollen / Arbeiter 1000 / 80 = 12,5 Fässer / Arbeiter
- Komparativer (100 + 120) * 10 = 2200 Rollen (90 + 80) * 12,5 = 2125 Fässer
Kostenvorteil
Vorher: Deutschland + Vorher: Deutschland +
Frankreich 2000 Tücher Frankreich 2000 Fässer
Frau Alexandra Link
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• Komparativer Vorteil = relativer Vorteil erlaubt einen Blick ins eigene Land und zeigt,
Expertin für Volkswirtschaft dass Handel sich immer lohnt !
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