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Gleichgewichtsprobleme einer Volkswirtschaft

BiP: misst die Produktion von Waren und Dienstleistungen in einem bestimmten Gebiet
(Innland, Arbeitsort) für einen bestimmten Zeitraum, meist ein Jahr, unabhängig davon, ob
derjenige, von dem die Produktionsfaktoren bereitgestellt werden (Erwerbstätige,
Kapitaleigner), den ständigen Wohnsitz in diesem Gebiet hat oder nicht.
Nominales BiP: BiP abzüglich der Inflationsrate
Reales Bip: BiP ohne Abzüge der Inflationsrate
Wachstum: Veränderungen des BiP im Vergleich zum Vorjahr
Konjunktur: Das auftreten von Auf und Abs der gesamtwirtschaftlichen Aktivität einer
Volkswirtschaft

Aufschwung: steigende Produktion und Kapazitätenauslastung. Das BiP steigt an.


Boom: Höhepunkt vom Aufschwung ( Produktionspotenzial ist über das normale Maß
ausgelastet;Überbeschäftigung mit Überstunden etc.)
Rezession: BiP ist in zwei aufeinander folgenden Quartalen rückläuftig
Depression: Tiefpunkt einer wirtschaftlichen Rezession (Unterbeschäftigung mit
Lohnkürzungen, Entlassungen)

Betroffen in den Konjunkturphasen sind:


 Produktionsfaktor Arbeit
 Einkommen der Nicht-Unternehmer Haushalte / Unternehmer Haushalte
 Produktionspotenzial des Unternehmers
 Preise für Lebenshaltung
 Zinsen

Konjunkturindikatoren

Frühindikatoren Gegenwartsindikatoren Spätindikatoren


 Auftragsbestand  BiP  Preise
 Gewinnerwartung  Produktion  Investitionen
 Lagerbestand  Konsum  Arbeitslosenzahlen
Wie entwickelt siech die Augenblicklicher Stand der ...hinken dem eigentlichen
Konjunktur in den Konjunktur Konjunkturverlauf hinterher
kommenden Monaten
Ursachen der Konjunkturschwankungen

 Zu hoher Industrialisierungsgrad einer Volkswirtschaft


 Strukturwandel einer Volkswirtschaft bei gleichzeitigem Wachstum
 Geld- und Kapitalmärkte sind hoch entwickelt
 Volkswirtschaft hauptsächlich marktwirtschaftlich organisiert

Ältere Konjunkturtheorien

Exogene Theorien (Ursachen liegen Endogene Theorien (Ursachen liegen


außerhalb der Wirtschaft) innerhalb der Wirtschaft)

Sonnenfleckentheorie: William Stanley Klassischer Liberalismus: Jean B. Say


Die Sonnenaktivität beeinflusst das Wetter, „Sayisches Theorem“: Jedes Angebot
dieses wiederum beeinflusst die Ernte und schafft sich seine Nachfrage
somit auch die Konjunktur

Missernte  Preissteigerung  Nachfrage Arbeitslosigkeit  Abschwung


sinkt  Abschwung Arbeitslosigkeit  Lohnsenkung 
Gute Ernte  Preissenkung  Nachfrage Neueinstellungen  mehr Angebot 
steigt Aufschwung mehr Nachfrage

Marxistische Krisentheorie: Karl Marx


Durch Verzweiflung und
Extrembedingungen im Kapitalismus
entsteht der Leitgedanke:
Konjunkturschwankung durch eine große
Schere zwischen Proletariat und
Bourgeoisie; fehlende Kaufkraft der
Unterschicht (Unterkonsumption s. Nicht-
monetäre Theorien)

Kaum Nachfrage Preissteigerung


Abschwung
Staat greift ein Aufschwung
Neuere Konjunkturtheorien

Exogene Theorien Endogene Theorien

Psychologische Theorie: Monetäre Theorien


 Negative/positive
Zukunftserwartung Neo-Klassiker: Milton Fiedmann
 Beeinflussung der Nachfrage durch Konjunkturschwankungen durch Zins- und
z.B. Stiftungswarentest Geldmengenveränderung „Ein
 Zukunftsangst vor z.B. gleichmäßiges Wachstum von Geldmenge
Terroranschlägen und Handelsvolumen schafft
gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht“
Optimismus  Aufschwung
Pessimismus  Abschwung Erhöhung des Kreditvolumen 
Aufschwung
Politische Theorie: W.D Nordhans EZB stoppt Geldmengenwachstum 
 Beeinflussung durch Wahlen und Abschwung
Wahlprogramme
 Politische Änderungen Nicht-Monetäre Theorien:

Wahlgeschenke, Steuersenkung (vor der Überinvestition: „Akzeleratorprinzip“(Wie


Wahl zum Halbjahr hin) Aufschwung viel die Unternehmen ihren Kapitalbestand
Inflation durch Wahlgeschenke, erhöhen (investieren) müssen, wenn die
Steuererhöhung (nach der Wahl) etc. Nachfrage um eine bestimmte Menge
Abschwung steigt.)

Schumpetersche Theorie: Schumpeter Große Nachfrage Ausweitung der


Schöpferische Zerstörung Produktionskapazitäten  Aufschwung

Dynamische Unternehmer nehmen neue Überbefriedigung der


technische und industrielle Ideen an  Konsumgüternachfrage  Abbau der
Aufschwung Kapazitäten  Abschwung
Andere Unternehmen müssen sich
anpassen Gewinne sinken  Unterkonsumtion: Keynes Laut Keynes
Abschwung sind Neueinstellungen keine unmittelbare
Folge der sinkenden Löhne, solange nicht
mehr Nachgefragt wird. Nun muss der
Staat als Nachfrager eingreifen.

Im Boom: hohe Produktionskapazität,


Konsumgüternachfrage hinkt hinterher,
weil die Löhne nicht mit den Gewinnen
steigen (+ Sparquote steigt)  Abschwung
Sparquote

Durchschnittliche Sparquote: (Ersparnisse der privaten Haushalte)/ ( Verfügbares


Einkommen)
Marginale Sparquote: der Teil des zusätzlichen Einkommens, der zusätzlich gespart wird

Rezession in der BRD:

1966/67 Ende des Wirtschaftswunders

1974/75 1.Ölkrise

1982 2.Ölkrise

1993 Abebbung des Wiedervereinigungsboom

2003 Angst vor Terroranschlägen (11.September)

2009 Weltwirtschaftskrise  Finanzkrise