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. -~::o

1: In einer Luftverflüssigungsanlage werden stündlich 75 m3 Luft von 20oe und 1 atm adia-
batisch auf 20atm komprimiert (-y = 1,4). Die mittlere Molwärme beträgt 29,3J/molK.
Wieviel Kühlwasser von 10 oe ist nötig, wenn nach der Kompression eine AbkÜhlung auf
18 De erreicht werden soll und das Wasser (Cp = 75,3 J fmol K) eine Austrittstemperatur
von 16 oe besitzt?
(5 Punkte)

Aufgabe 2: Beim Auflösen von Natriumnitrat (M = 85 g/mol) beobachtet man eine Lösungsenthalpie
von 20,8 kJ/mo!. AufweIche Temperatur kühlt sich 11 Wasser (Dichte p = 1 g/cm3) von 20 oe
ab, wenn 50 g Natriumnitrat gelöst werden? Die mittlere spezifische Wärme der Lösung soll
4185 J Ikg K betragen.
(5 Punkte)

Aufgabe 3: Berechnen Sie die Wärmemenge, die nötig ist, um 50 kg Methanol von 100 oe auf 300 oe
bei konstantem Volumen zu erwärmen. (Cp = (20,4 + 10,3 . 10-2 . TfK - 24,6 . 10-6 •
T2jK2)J/moIK).
(5 Punkte)

Aufgabe 4: Berechnen Sie die Entropieänderung, die eintritt, wenn man 1 mol "WasserunterAtmosphären-
druck von 0 oe soweit aufheizt, dass Dampf von 100 oe entsteht. Die mittlere spezifische
'Wärme von Wasser bei konstantem Druck beträgt 4,10.103 J Ikg K, die Verdampfungswärme
ist 2,26.106 Jfkg.
(5 Punkte)

Aufgabe 5: Berechnen Sie Ca) die geleistete Arbeit und (b) die erzeugte Wärme, wenn sich 1 mol Argon
bei 25 oe adiabatisch von 99,99 kN/m2 auf 66,66 kNfm2 ausdehnt. Welche Temperatur wird
im Endzustand erreicht? (Cp = 20,93 J Imol K)
. ~
~_ .•. :...! (4 Punkte)
-- ••.. 4

Aufgabe 6: Berechnen Sie die Änderung des chemischen Potentials eines idealen Gases, wenn man es bei
40 oe isotherm von l,B atm auf 29,5 a.tm komprimiert.
(3 Punkte)

Aufgabe 7: Berechnen Sie die Bildungsenthalpie von salpetriger Säure (HNOz) aus den folgen,den Anga-
ben, die für 25 oe gelten:

NH4N02 (s) -t N2 (g) + 2H20 (1) fj.H == -300,4kJfmol


2H2 (g)+ Odg) -+ 2 HzO (1) 6.H = -569,2kJjmol
Nz (g) + 3 Hz (g) + aq -+ 2 NHa (aq) fj.H = -170,8 kJ fmol
NHs (aq) + HN02 (aq) -+ NH4N02 (aq) i::>.H == -38,08kJjmol
NH4N02 (s) + aq -t NH4N02 (aq) 6.H == +19,88 kJ fmal
•••

(7 Punkte)

Aufgabe 8: Berechnen Sie die Entropieänderung, wenn 2 mol Stickstoff (welches als ideales Gas betrachtet
werden soll) von anfänglich 300 Kund 1 atm auf 600 K mifgeheizt werden, und zwar (a) bei
konstantem Druck und (b) bei konstantem Volumen. Cp für Stickstoff lässt sich in diesem
Temperaturbereich beschreiben durch Cp = (27,0 + 0,006 . T fK) J Imol K.
(6 Punkte)

2
'\

.-
Universität Hannover 24.02.2004, Wintersemester 2003/2004

2. Klausur zur Vorlesung pe I


"Thermodynamik"
WS 2003/2004

Name
Vorname
Matrikel-Nummer

76erreichte-
• ~J

. -4,' J
.
53
Aufgabe 5 maximale
Punktzahl
4
2
845376
1Punktzahl
Uburigen

Summe I 40 I

Die Klausur wird bei Erreichen von 20 Punkten (inklusive Vorleistungen in den Übungen) als
bestanden gewertet.

e = 1.6022· 10-19 C kB= 1.38066.10-23 1.


K

R = 8.3143 mo' K
--L-I NA = 6.022.1023 _1_
mol

1N=lkg.;i 1 C= 1 A·s
1J=lN'm=1 \i\T·s IV = 1••~ = 1 lj.:.';
1W=ld=lV·A
s 1T = 1 . 4 = lA.
m- ~Kkg . •

1 Pa= 1 ~ IF=lQ y
Ul=l* 1H = 1 Y·s
A

(Diese Seite muss unbediIigt abgegeben werden!)

1
1. Die folgenden Reaktionen können für Raketenantriebe genutzt werden:

I
(I) H2(g) + -2 02(g) --7 H20(g)

3
(il) CH30HcI) + -2 02(g)--7 CO2(g) + 2 H20(g)

(ill) H2(g) + F 2(g) --7 2 HF (g)


Berechnen Sie aus den in Tabelle I .zu findenden molaren Standardbildungsenthalpien der
beteiligten Stoffe die Reaktionsenthalpien der drei Reaktionen pro Kilogramm der
jeweiligen Edukte.
Tabelle I

Verbindung002(g)
-271,10
Hz 0(g)
-277,69
-393,51
-241,82° CO2(g)
CH3°HcI)
HF(g)
F2(g) 0
H2(g)
enthalpien

. 2. In einer Mischung aus· Chloroform und Aceton betrage der Molenbruch VOn CHCb
XCHCIJ = 0,4693,
die partiellen molaren Volumina für diese Mischung sind
74,166 cm3·morl für Aceton und 80,235 cm3·mor1 für Chloroform. Welches Volumen
nimmt diese 1\1ischung ein, wenn ihre Gesamtmasse 2 kg beträgt?
:"""«:-"7

3. Die Dichte eines reinen Gases, mit einer Molmasse von 0,032 kg.morl wurde bei einer
Temperatur von 273,15 K als Funktion des Druckes gemessen:

Druckp/kPa 101,308
75,981
50,654
1,47113 25,327
1,092010,35688
0,71979

Bestimmen Sie graphisch mit Hilfe dieser Daten den zweiten (linearen)
Virialkoeffizienten des Gases. Geben Sie für alle Werte, die keine Drücke sind mnf
NachkommastelIen an.

4. Zeigen Sie, dass die Änderung der molaren SystementroJ?ie beim Mischen L1mix,mS VOn.
gleichen Vo1umina zweier idealer Gase unter konstanten Bedingungen (p und T) VOn
Gleichung (1) beschrieben wird.
(1) .t.mix.mS= R ·ln2

5. Die molare Standardbildungsenthalpie von gasförmigem Kohlenstoffdioxid wurde bei


298 K zu -393,509 kJ·mor1 bestimmt. Berechnen Sie mit Hilfe der Daten in Tabelle 2 die
molare Standardbildungsenthalpie des Gases bei 1273 K. Von idealem Verhalten der Gase
ist auszugehen.
1. Es wird angenommen, dass sich Luft aus 80 Volumen-% Stickstoff und 20 Volumen-%
Sauerstoff zusammensetzt und sich diese Gase ideal verhalten.

a) Berechnen Sie die Mischungsentropie bei der Herstellung von 3,5 mol Luft bei
298,15 K Alle Gase besitzen die selbe Temperatur und befinden sich unter dem
gleichen Druck.
b) Ermitteln Sie die Änderung der freien Enthalpie des Systems beim Mischungsprozess.

'Vie viele Frcihcitsgradc bcsitL.eu Jit:' [ulgtllu.~n Systeme?


a) Festes Ammoniumchlorid dissoziiert in gasfOrrniges Ammoniak und gasfOrmigen
Chlorwasserstoff bis chemisches und thermisches Gleichgewicht erreicht sind.
b) Eine wässrige Alkoholläsung steht im Gleichgewicht mit dessen Dampf

pvap
ln-s-=24320--- 3777 K
(1)
torr ' . T
(2)

Berechnen Sie die Temperatur und den Druck am Tripelpunkt des Chlors.

4. Der Dampfdruck von n-Propylalkohol ist als Funktion der Temperatur gemessen worden.
-~ ~
- . 80
60·100 40
.•...

0,288
0,191
0,423 0,121

a) Bestimmen Sie graphisch die mittlere molare Verdampfungs enthalpie von


n-Propylalkohol im angegebenen Temperaturbereich.
b) Ermitteln Sie aus den gegeben Daten die Siedetemperatur von n-Propylalkohol unter
Standardbedingungen und. berechnen Sie die .molare Verdampfungsentropie bei dieser
(,"
Temperatur.
c) Berechnen Sie die Freie Enthalpie dieses Vorgangs.

5. Bei einer Temperatur von 2000, oe dissozüert Wasser in Sauerstoffund Wasserstoff:


••
1
H20(g) = H2(g) + -
2 02(g)

a) 'Wird die Dissoziation zu- oder abnehmen, wenn der Systemdruck verringert wird?
b) Wie wird sich das Gleichgewicht verschieben, wenn dem System Argon zuge.fi.ihrt
wird, der Gesamtdruck aber konstant gehalten wird?
c) Wie wird das Gleichgewicht beeinflusst, wenn der Druck im System ohne
Zuhilfenahme von Fremdgas durch eine Verkleinerung des Volumens erhöht wird?
Aufgabe 8)

Ein Kolben enthält 80L eines einatomigen Gases bei 4*106 Pa und 25°
Sie jeweils die maximale Arbeit, die bei einer Expansion auf 1 bar gewo~
und die dabei mit der Umgebung ausgetauschte Wärmemenge, wenn der Prozess Ca)
isotherm und (b) adiabatisch geführt wird .

. ..
.-~.:.;
..
--""

••
Aufgabe 6)

a) Wie lautet die Van der Waals sehe Gasgleichung? ~


b) Berechnen Sie mit Hilfe der Ausdrücke für die kritischen Daten Tk, Pk, Vmk eines
Van der Waals Gases a und b.

Hinweis: Aufgabenteil b) lässt sich am einfachsten lösen indem Sie die van der
Waals'sche Gasgleic:hung nach p aufgelöst verwenden.

~_~'77

••
Aufgabe 4)

Wir nehmen an, dass sich eine Mischung der flüchtigen Substanzen Benzol
ideal nach dem RAOUL Tschen Gesetz verhält. Die GleichgewichtsdampfchücKe
reinen Substanzen betragen bei T = 22 oe.

pO Benzol = 80 mbar

pO To/utJ F 20 mb ar

Zeichnen Sie in das vorgegebene Dampfdruckdiagramm den Dampfdruck des


Gemisches in Abhängigkeit des Molenbruches ein und tragen Sie für die Molenbrüche

XJlBenzol: 0,1 und 0,75

jeweils die Zusammensetzung in der Gasphase ein. Geben Sie Ihre Ergebnisse auch in
Form einer Tabelle an.

100

-. : 90 : ::
..
..--- ..~-'.....- :- .....' --' ...:.:
........
-.... - -

: :::
. .-
- - . . . .,
........
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•••
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80
>-
.a ce 70
E
- 60
..x:
u
2 50
J2
-0...
E 40
ce
o 30

20

10

o .
0,0 0,1 0,2 0,3 OA 0,5 0,6 0,7 0,8 0,9 1,0

XflBenzol '. Xgas


Benzol
Aufgabe 2)

Eine SilberlSilberchloridelektrode wird in 25°C warmer Sa


«(;=0,5 mol/L) gegen eine Normalwasserstoffelektrode geschaltet. We
erwarten Sie?

Gegeben:
KL(AgCI)= 1,76 * 10-10 mofiL2 (bei 25°C)
L\tG6(Ag+(aq» = -77,11 kllmol (Ag -> Ag+ +e-)

':':-,"7"1

•••
1\bschlussklausur

zu den Rechenübungen Physikalische Chemie I

am 20.7.04

Vorname: ~ -

Name: ---~------------------------
Matrikel-Nr.: ------------------------
Studiemichtung:_~ ~ __

Semsterzahllt. Immatrikulationsbescheinigung: _

~_. 3
Aufgabe 2 32
78·1-·'
6 3 41
456 9'40
GesamtzaW
.

Punkte Erreichte
der Punkte

Die Klausur ist mit mindestens 20 Punkten bestanden.

Erreichte Punkte: ------ Bestanden: -----


Hinweise:
Die Klausur darf nur mit folgenden Hilfsmitteln gelöst werden:
dokumentenechtes Schreibwerkzeug .
Taschenrechner mit gelöschtem Speicher. -.

Die entsprechende Punktzahl gibt es nur, wenn die richtige Lösung


auf den Seiten mit Einheiten eingerahmt ist und wenn die Lösung der Aufgabe
dokumentiert ist.
Nicht gestattet sind sämtliche andere Hilfsmittel wie Notizen, Bücher etc.
Das Einholen oder Geben von Informationen während der Klausur führt zum Ausschluss der
Klausur. Jegliche Art der Kommunikation führt zum Ausschluss von der Klausur. Bereits der
Versuch führt zum AusSchluss. Bei AusscWuss von der Klausur wird diese nicht korrigiert
und mit 0 (Null) Punkten bewertet. Das Herausreißen von Seiten oder die Entfernung der
Heftung fuhrt ebenfalls zum Ausschluss von der Klausur.
(A)
Aufgabe 8

Eine SilberiSilberchloridelektrode wird in 25°C warmer Salzsä


(c=O,5 mol/L) gegen eine Normalwasserstoffelektrode geschaltet. Welche
erwarten Sie?

Gegeben:
KL(AgCI) = 1,76 * 10-10 mo121L2(bei 25°C)
ilt<}8(Ag+(aq) = -77,11 kllmol (Ag -> Ag+ + e-)

':~~.'1';

••••
Aufgabe 6)

a) Wie lautet die van der Waals'sche Gasgleichung?

b) Berechnen Sie mit Hilfe der Ausdrucke :für die kritischen Daten Tk, Vmk eines van
der Waals Gases a und b.

Hinweis: Aufgabenteil b) lässt sich am einfachsten lösen indem Sie die van der
Waals'sche Gasgleichung nach p aufgelöst verwenden .

. •...
~-....:.l
;
--- .• ,

••
Aufgabe 4)

Wir nehmen an, dass sich eine Mischung der flüchtigen Substanzen Et
Aceton ideal nach dem RAOULTschen Gesetz verhält. Die
gewichtsdampfdrücke der reinen Substanzen betragen bei T = 30 oe.

pO Aceton = 400mbar

pO Ethanol= 80 mbar

Zeichnen Sie in das vorgegebene Dampfdruckdiagramm den Dampfdruck des


Gemisches in Abhängigkeit des Molenbruches ein und tragen Sie für die Molenbrüche

xjl Aceton: 0,1 und 0,75

jeweils die Zusammensetzung in der Gasphase ein. Geben Sie Ihre Ergebnisse auch in
Fonneiner Tabelle an.

450

40
..

L- 350
.--." ..........
.. . . ' ,.-
...... . .... ...
..... ......
......
....... , ......, . .
. .c .... .. ..
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L- 250
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E 200
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100

50
0,0 0,1 0,2 0,3 0,4 0,5 0,6 0,7 0,8 0,9 1,0

XII . Xgas
Aceton' Aceton
Aufgabe 2)

Ein Kolben enthält SOL eines einatomigen Gases bei 6* 106 Pa und 25° ~
Sie jeweils die maximale Arbeit, die bei einer Expansion auf 1 bar gewonnen wird,
und die dabei mit der Umgebung ausgetauschte Wännemenge, wenn der Prozess
(a) isotherm und (b) adiabatisch gefiibrt wird .

. ~
~-~.~;

-
...)

"

~bschlussklausur

zu den Rechenübungen Physikalische Chemie I

am 20.7.04

Vorname:

Name : _

Matrikel-Nr. : -----------------------
Studienrichtung: _

Semsterzahllt. Immatrikulationsescheinigung: _
....
7425473683 2
Aufgabe6
~:-:~J 9 40 31
Gesamtzahl
Punkte
der Punkte

Die Klausur ist mit mindestens 20 Punkten bestanden.

Erreichte Punkte: ------ Bestanden:

Hinweise:
Die Klausur darf nur mit folgenden Hilfsmitteln gelöst werden:
dokumentenechtes Schreibwerkzeug
Taschenrechner mit gelöschtem Speicher .
••
Die entsprechende Punktzahl gibt es nur, wenn die richtige Lösung
auf den Seiten mit Einheiten eingerahmt ist und wenn die Lösung der Aufgabe
dokumentiert ist.
Nicht gestattet sind sämtliche andere Hilfsmittel wie Notizen, Bücheretc.
Das Einholen oder Geben von Informationen während der Klausur fUhrt zum Ausschluss der
Klausur. Jegliche Art der Kommunikation führt zum Ausschluss von derKlausur. Bereits der
Versuch führt zum Ausschluss. Bei Ausschluss von der Klausur wird ·diese nicht korrigiert
und mit 0 (Null) Punkten bewertet. Das Herausreißen von Seiten oder die Entfernung der
Heftung fuhrt ebenfalls zum Ausschluss von der Klausur.
(B)
.. ...--
f~-'
~ .
26. Wie werden Erdalkalimetalle großtechnisch hergestellt? Beschreiben Sie bitte die zwei
prinzipiellen Verfahren:
(6)

OH

....
_.,
~-... .'7

-.

19
~

23. Ein Teilschritt bei der Aufarbeitung von Kupfererzen ist die Flotation. Beschreiben Sie
dieses Verfahren! (2)

~JS;0H
~-=©

~
...
. -..:...,,'
...• '/

••

17
21. Skizzieren Sie die Struktur eines stabilen 18-Elektronen-"Sandwich-Komplexes" und
weisen Sie die Einhaltung der 18-Elektronenregel nach! (2)

~'" ·cq
f;;2t; l ~ ., '
V'0'\
f[s:- .\
___~_.r.
cg; ---~)

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.:_:-~:

••

15
19. Geben Sie jeweils ein Beispiel aus der Klasse der Komplexverbindungen fiir die folgen-
den Phänomene der Isomerie: Hydratisomerie, Bindungsisomerie, cis-trans-Isomerie !
(3)

-
7i I~;~-
' ( '.l. •

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\+-Ll
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....
::'-:-'7 '

I"

13
16. Schwefeldioxid ist einer der Verursacher des sauren Regens und des Smogs. Es entsteht
bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Zwei wichtige Verfahren haben zu einer
wesentlichen Reduktion des Schwefeldioxid-Ausstoßes geführt. Bei stationären Ver-
brennungsanlagen setzt man die Rauchgas-Entschwefelung ein. Bei mobilen Ver-
brennungsanlagen, insbesondere in Kraftfahrzeugen, geht dies nicht.
Beschreiben Sie ein Verfahren zur Rauchgas-Entschwefelung mit Hilfe von Reaktions-
gleichungen ! Welches Produkt entsteht dabei, wozu lässt es sich verwenden?
Wie wird der Schwefeldioxid-Ausstoß von Kraftfahrzeugen verringert? Benennen Sie
das Verfahren und erklären Sie das Prinzip (Reaktions gleichungen sind hier nicht
notwendig).
In welcher Form kommt Schwefel im fossilen Brennstoff Erdgas vor ?Welches ist die
Hauptkomponente von Erdgas? Wie lässt sich die Schwefelverbindung von den anderen
Komponenten des Erdgases abtrennen ? (7)

.;f"\
~.(~r···
~--. ©

.-
. ~
..•• 0;.,;,.;

••

11
13. Vervollständigen Sie die folgenden Reaktionsgleichungen !
(6)

2 NO + H2 + H2S04 -7

CaC2 + N2-+

P4 + 3 KOH + 3 H20 -+

S02 + 2 H2S-+

Fe + 5 CO -+

beim EIWärmen:

4 KCI03-+

14. -".
Geben Sie Valenzstrichformeln:fiir~ die beiden folgenden-~olekülean ! (2)

Chlornitrat Chlordioxid

••

9
11. Beschreiben Sie die Bindungsverhältnisse im 02-Molekül anhand des MO-Schemas.
Benennen Sie alle Atom- und Molekülorbitale JBerechnen Sie die Bindungsordnung
und erklären Sie, warum O2 ein Diradikal ist! (4)

l\~\
:..A:.A r:) 0\1
.

d'_O\\ .

~v:I! #--- v;~.',~l.•.


@ ~>;-,:,
~y

.....
~-:'1;

••

7
7. Wamm nimmt das Volumen von Aluminiumtrichlorid beim Schmelzen auf etwa das
Doppelte zu ? (2)

(,
~fU
il
"-

'\.

OH
~L~_• ".<:... ..,
<::.:.:;;':)

.....
'.-:"':'
8. Nennen Sie zwei nichtoxidische Hochleistungskeramiken !
(1)

9. Welche der beiden folgenden Verbindungen ist ein Alumosilicat, welche ein Alumini-
umsilicat ? Wie ordnen sich diese beiden Substanzen in die Klassifiziemng der Silicate
~? ~
••
Al2 [Si04J 0 - Sillimanit Ca [AI2Si20gJ - Kalkfeldspat

5
3. In den norddeutschen Salzstöcken baut man ein Gemisch aus Kaliumchlorid und Natri-
umchlorid ab. Welche Struktur weist Kaliumchlorid auf ? Welches der beiden Salze ist
we~oller ? Beschreiben Sie detailliert ein Verfahren, mit dem sich die beiden Salze
trennen lassen !
(4)

....
::...-:-~;

••

4. In welchen Strukturen (hcp, ecp oder bec) kristallisieren die folgenden Metalle (bei
Raumtemperatur und Nonnaldruck) ?
(3)
K: Mg: Al:

Cu: Ag: Pb:

3
~ .{

Klausur .J,
!~ ," "
~,(-;.~~.1..,,~t
"A "'-"".:~'
..•.. .I.r;~
zur Vorlesung Anorganische Chemie I
Dienstag, 4. Oktober 2005
~~ f~'~
~::-=-J "'~-,
@-~:~".
~
N arne, Vornarne: .

Matrikelnummer: Fachsemester: .
Studienrichtung: 0 Chemie-Diplom 0 B.Se. Chemie
o fächerübergreifender Bachelor-Studiengang
19 ....Punkte Punktesoie2'el ----- - -~. ---
. --~, 6 1363 100'
5427erreichbare
23 24erreichbare
6 --.,
erreichte
erreichte
i Punkte 17
18
24
29
22
27
23
25
26
20
21
28
16
gesamt Punktzahl
. -.-

.. -' ----
Aufgabe
.
. -

Die Klausur gilt bei Erreichen von 50 % der maximalen Punktzahl als bestanden.
Hinweise: Bei Rechenaufgaben muss der Läsungsweg angegeben werden. Endergebnisse ohne
Läsungsweg werden als ungültig betrachtet. Benutzen Sie keine Extrablätter, sondern, falls
notwendig, die leeren Rückseiten ! Weisen Sie bei der Verwendung der Rückseiten ausdrücklich
'daraufhin! Formulieren Sie Reaktionsgleichungen, wenn dies möglich ist! Die Benutzung
selbst mitgebrachter Periodensystem-Tafeln ist nicht gestattet. Es dürfen keine programmier-
baren Taschenrec1mer benutzt werden. Es dÜrfen keine sonstigen Hilfsmittel (BÜcher, Slaipte,
Handys ..) benutzt werden. Antworten, die mit Bleistift oder Rotstift geschrieben wurden,
werden nicht gewertet !

1
29.

(6)

....
~-::-':7'

17
~" ..... '\~'~

/i' •••••.•/ ~ .J:!,

.-
~L~
Xci> ~~"

j".jJ0~c.;~, .. ~~'
~ ,
26. Verbindungen und Komplexe von Metallionen mit einer d8-Elektronenkonfiguration
weisen häufig eine quadratisch-planare Koordination auf. BegrÜnden Sie diesen Um- ·~·~/""'\
7JO!8 ""
stand mit Hilfe der Ligandenfeldtheorie ! Erstellen Sie hierzu zunächst das Liganden-
feldaufspaltungsschema rur einen oktaedrischen Komplex und'betrachten Sie dann die
Veränderungen in den Energien der verschiedenen d-Orbitale, die durch die Entfemung
zweier einander gegenüberliegender Liganden eintreten!
(5)

-:.:-7'7

•••

15
, ~...' ",s·~ ";~.
rh~'
O~-~{S'
. t.;:/"~~_ \
22.
Geben Sie eine V~enzs~richfonnel fi..irO~on an! Wie entsteht Ozon in der Natur, wi .~~.
.
kann man es vortelUlaft 1m Labor herstellen? (4). ~~.:y
~!91'a\
~~~
~i./..ro-~~.l:/--";;; (;

23. Im Periodensystem lassen sich zwischen manchen Elementeir~iit ähnlichen chemischen


Eigenschaften sogenannte "Schrägbeziehungen« definieren. Nennen Sie zwei Element-
paare, die eine solche Schrägbeziehung aufweisen, und belegen Sie die Schrägbeziehun-
gen durch Beispiele!
(4)

13
r~

18. Vervollständigen Sie die folgenden Reaktionsgleichungen ! (l) Z~fP\


(rci~,~<~
(4)~O~
'-.l0/B l'd\
SiCI4 + LiA1H4 ...•

(CN)2 + 2 OH- ...•

beim Erwärmen mit Schwefelsäure:

HCOOH ...•

mit Aktivkohle als Katalysator:

802 + C/2 ...•

19. Geben Sie die MolekÜlstrukturen folgender MolekÜle an (Zeich11ll11gLlnd Bezeichnung,


Z.B '" T- fc°onnlg
• ") .I .:-:.,
.7
~_.4>

(3)

Brompentafluorid Phosphorpentafluorid Bortrifluorid

••

11
15.

. •..
---...:,.;
..
.. ;

16. Geben Sie Valenzstrichformeln an fiir drei Stickoxide, die pro Molekül zwei Stick-
stoffatome enthalten!
(3)

••

9
11. Beschreiben
chungen) !

12. Warum nimmt das Volumen von Aluminiurntrichlorid beim Schmelzen auf etwa das
Doppelte zu ?
(2)
. ~
-',
~ ---~ J

••

7
7.

(3)

. ~
.-.~'.;
8. Beschreiben Sie ein Verfahren für die Herstellung von Fulf~r~nen !
(2)

••

"

5
~

3.

(4)

Strukturtyp Lüekenbesetzung
Kugelpaekungstyp
d .

Cadmiumiodid
Li20

4. Ionen der Alkali- und der Erdalkalimetalle bilden nur mit einigen wenigen Liganden
stabile Komplexe aus. Geben Sie je ein Beispiel (Name oderTrivialname sowie Formel
oder Stmktur) für einen Liganden an, der mit K+ bzw. mit Ca2+ einen stabilen Komplex
ausbildet. Aufgrund welchen Effektes sind die Komplexe mit diesen Liganden stabil?
- ~':-.'7'; (5)

••

3
.~~dw

Name, V ornam e: .

lVIatrikein umm er: .


Praktikumskurs: Studienrichtung:
o Sommersemester 2004 o Chemie-Diplon1
o semester 20 .•.. o Chelnie, B .Sc.

--J
--~ . ~~ . •
~.
422341erreichbare
524523erreichbare
61 erreichte
erreichte
. ~
AufgabePunkte
Punkte 19
16 .
24
26
22
30
28
23
27
20
21
17
18
29
25
.Punk'1zahl
Punktespiegel
..

Maxinlal erreichbare Punktzahl: 100 ElTeichte Punktzahl: .


Die Klausur gilt bei EITeichen von 50 % der maximalen Punktzahl als bestanden.

Hinweise: Bei Rechenaufgaben muss der Lösungsweg angegeben werden. Endergebnisse ohne Lösungsweg
werden als ungültig betrachtet. Benutzen Sie keine Extrablätter, sondem, falls notwendig, die leeren Rückseiten!
Weisen Sie bei der Verwendung der Rückse.iten ausdrÜcklich daraufhin! FonJ1ulieren Sie Reaktionsgleichungen,
wenn dies möglich ist! DieBenutzung von Periodensystem-Tafeln ist nicht gestattet. Es dürfen keine program-
mierbaren Taschenrechner benutzt werden. Es dürfen keine sonstigen Hilfsmittel (BÜcher, Skripte, Handys ..)
benutzt werden. Antw0l1en, die mit Bleistift oder Rotstift geschrieben wurden, werden nicht gewel1et!

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25. Aus dem Internet: Ein Unfall in der Schweiz mit X! ~
An alle Lehrerinnen und Lehrer für natunvissenschaftliche Fächer der Oberst':lfe (Sekundarstufe 1)
X - GEHÖRT NICHT IN DIE SCHULE !! 0
Peter Bützer und Urban Schänenberger
I "Lehrer trifft keine Schuld an Chemieunfallin Goldach "
ST. GALLEN - Der 62-jährige Lehrer (Sekundarstufe 1), der am 31. März 2006 in Goldach (SG) bei
einem Versuch mit X im Chemieunterricht schwer verletzt worden ist, hat den Unfall nicht
fahrlässig verursacht: Das zeigen erste Ergebnisse einer Untersuchung, wie der Schulrat Goldach
bekannt gab.
Der Lehrer zog sich bei einem Versuch mit X schwere Verbrennungen zu und musste ins Universitätsspital
Zürich eingeliefert werden; heute geht es ihm den Umständen entsprechend gut. Es stehe bereits fest, dass der
Lehrer den Versuch und den Aufbau dazu korrekt ausgeruhrt habe.
2 Ablauf
Der Lehrer entnahm etwas X dem Petrol, indem er das Stück mit dem Messer aufspießte. Das Stück fiel vom
Messer ab, worauf er es erneut im Petrol anstach. In diesem Moment erfolgte eine Explosion, welche die
brennende Flüssigkeit auf den Lehrer sprühte.
3 Eigenschaften von X und seinen Oxiden
Früher wurde elementares X unter Petroleum oder Ligroin (Erdölfraktion, Kohlenwasserstoff-Gemisch)
aufbewahrt, heute ist die Schutzflüssigkeit Paraffinöl. X zeigt an den frischen Schnittflächen einen silbrigen,
bläulichen Glanz, der in wenigen Sekunden aber durch Oxidation an der Luft verloren geht.
Auch reagiert X vehement mit Wasser; denn X ist ein sehr starkes Reduktionsmittel.
X bildet mit Sauerstoff verschied~ne Verbindungen, welche als sehr reaktive Oxidationsmittel
auffallen ... :

Um welches Element X handelt es sich hier?


(1)

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22.
Nennen Sie ein Medikament, das ein Übergangsmetall enthält! Geben'
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zugehörige Formel an! ~
(2)

23. Beschreiben Sie die Transportreaktion zur Reinigung von Titan (mit Reakti-
onsgleichungen)l
....
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••
18.

(4)

19. Schwefelsäure ist das wichtigste technische Chemieprodukt. Beschreiben Sie


ausführlich die technische Herstellung ausgehend von S02 !
(5)

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15.
Erstellen
skizzierenSie
Sie das Molekülorbitalschema
alle beteiligten für dasbindende
n-Molekülorbitale, 02-Molekül. BenennStV~
und antibinden~.q .
(5)

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12. (~I"'-~~"'1

Geben Sie einer


Zersetzung eine Verbindung bei der sich elementares Natrium d~~\p0'$'
Rea.ktiOnan,bildet. ~~')

13. Grauspießglanz ist das wichtigste Antimonerz. Geben Sie die Formel an!
Antimon lässt sich aus diesem Erz durch "Niederschlagsarbeit" erhalten. For-
mulieren Sie die entsprechende Reaktionsgleichungl
(2)
.....
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8. Angeblich gibt es kein Thallium(l/l)-Iodid. Es gibt aber eine Verbindun~ ~. s:{:tJ


Wie erklären Sie dies?
(1)

9. Zu den graphitischen Kohlenstoffen gehören unter anderem Koks, Ruß und


Aktivkohle. Wie werden diese Kohlenstoff-Modifikationen hergestellt und was
sind ihre typischen Anwendungen?
(6)

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-
4.

(2)

5. ,jGebrannter Kalk'" ist ein wichtiges Zwischenprodukt vieler technischer


Prozesse. Es spielt eine Rolle u.a. bei der Herstellung einer schwachen Base,
bei der Beseitigung eines Luftschadstoffs und bei der Herstellung eines Dün-
gemittels. Beschreiben Sie diese Prozesse!
(6)
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1.

(2)

2. Nennen Sie eine Anwendung für schweres Wasser, 020 ! Wie lässt sich 020
in einer Reinheit von mindestens 99 % herstellen?
(2)

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