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Name: Matrikel-Nr. : Ac,"""" :",' \\\~\

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Klausur Quantitative Analyse 2005

Lesen Sie die AufgabensteIlungen gründlich und berechnen Sie die erfragten
Werte. Achten Sie bei den Ergebnissen auf die Angabe von Einheiten!
Verwenden Sie für den Nernst-Faktor den Wert 0.0592 V. Runden Sie die
Ergebnisse sinnvoll nach den Rundungsregeln.

1. Berechnen Sie die folgenden Werte:


a) pH einer 0.01 M HCI pKs (HCI) = -6; aH30+ ::::; CH30+

b) pH und pOH einer 0.05 M Ba(OHh (Annahme: vollständige Dissoziation)


c) pH einer 0.01 M HF, pKs (HF) = 3.17
d) pH einer 0.1 M Essigsäure, pKs = 4,76
e) pH einer 0.01 M H2S, pKS1=7.00, pKS2=12.92
f) pH-Wert
,
einer 0.01 M KOH-Lösung bei 40°C! K~~C 0 = 2.92·1 0-14mo12j L2

2. Es werden 50 9 einer 37%igen HCI (p = 1.2 g/cm3) und 65 9 einer 5%igen


HCI (p = 1 g/cm3) gemischt. Welche Konzentration hat die resultierende
Lösung? M (HCI) = 36.5 g/mol

3. 20 mL einer 0.3 M Salzsäure werden mit 0.2 M NaOH titriert. Welcher pH-
Wert ist nach Zugabe von 5 mL NaOH erreicht?

4. Zu 100 mL Lösung, die jeweils 0,1 mol NH3 und NH4CI enthält, gibt man
0.365 9 HCI. (pKs, NH4+ = 9,24), M (HCI)= 36.5 g/mol
a) Wie groß ist der pH vor der Zugabe von HCI ?
b) Wie groß ist der pH nach der Zugabe von HGI ?

5. 50 mL 0.1 M FeS04 werden mit 0.1 M Ce(S04h titriert. Wie groß ist die
Konzentration an Ce4+, wenn die Hälfte des Fe2+ zu Fe3+ oxidiert ist? Die
Volumenveränderung kann vernachlässigt werden.
UH8 (Fe2+/Fe3+) = 0.77 V, UH8 (Ce3+/Ce4+) = 1.71 V
Abschlusskla us ur
2;ur Vorlesung Anorganische Chemie I
- Montag, 25.September 2006

Name, Vorname: . Matrikel-Nr.: .

Fachsem,ester: .
Studiengang: o Chemie Diplom 0 B.Sc. Chemie (Beginn WS 20 I )
o Fächerübergreifender
•••
8achelor-Studiengang

erreichbare
erreichbare Punkt ~
......
7"''4
42
2' 154323
63 15'
16
14
13 80Aufgabe
24
19
17
Gesamt
18
20
21
25
22
23 - Punktzahl
--
erreichte
erreichte Punkte
Punkte

Maximal erreichbare Punktzahl: 80 Erreichte Pu~nktzahl: •...•...••.•


bestanden 0 nicht bestandenD
Chemie 8.Sc., Fächerüberareifender S.Sc.:
Die Klausur gilt bei Erreichen von mindestens 50 % der maximalen Punktzahl als bestanden.

Chemie Diplom:
Die Klausur wird gemeinsam mit der Klausur zur Vorlesung Industrielle Anorganische
Chemie gewertet. Zum Bestehen müssen mindestens 50 % der Gesamtpunktzahl beider
Klausuren erreicht werden.

Hinweise: Bei Rechenaufgaben muss der Lösungsweg angegeben werden. Endergebnisse


ohne Lösungsweg werden als ungültig betrachtet. Benutzen Sie keine Extrablätter, sondern,
falls notwendig, die leeren Rückseiten! Weisen Sie bei der Verwendung der Rückseiten
ausdrücklich darauf hin! Formulieren Sie Reaktionsgleichungen, wenn dies möglich ist!
Die Benutzung von Periodensystem-Tafeln ist nicht gestattet. Es dürfen keine program-
mierbaren Taschenrechner benutzt werden. Es dürfen keine sonstigen Hilfsmittel (Bücher,
Skripte, Handys, ...) benutzt werden. Antworten, die mit. Bleistift oder Rotstift geschrieben
wurden, werden nicht gewertet!

----------
1
3.

(4)

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•••
6. WeIcheStruktur bzw. welchen Strukturtyp nehmen die folgenden
dungen der Zusammensetzung ÄX3 im festen Zustand ein?

AIBr3:

FeBr3:

AIF3:

7. Geben Sie eine Valenzstrichformel für Borazin an und für das Produkt, das es
bei der Reaktion mit Brom bildet.
(2)

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'A"\.\v,'J '-'IOC"\'
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10.
Zu den Verbmdungen zWischen Kohlenstoff und Fluor gehoren Tetrai 'f<6'~~~t.'j;"f-,\
lenstoff, Teflon und Graphitfluorid. Geben Sie die Formeln dieser Ver
gen an! \ \~~
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11. Was sind Silicone ? Wie werden Silicone, ausgehend von elementarem
Silicium, hergestellt? Nennen Sie zwei typische Anwendungsbeispiele für Si-
licone!
(4)
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14.

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16. ~
Eine weißlich-gelbe wachsartige Substanz A verbrennt spontan an Luft, q&Q§t)\>;?//
.~~

ein weißer Feststoff 8 entsteht. Lösen von Bin Wasser führt zu einer drei~'
tonigen Säure C. Identifizieren Sie die Substanzen At Bund C und formulie-
ren Sie die Reaktionsgleichungen!
(5)

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....•

17. Vervollständig.en Sie die folgenden Reaktionsgleichungen !


(4)

Ni + 4 CO---+

2 CI02 + H202 + NaOH ---+


-.

2 Li + C4HgCl---+

beim Erwärmen: .

4 KCI03 ---+
20.

21. Der Autoabgaskatalysator muss simultan drei verschiedene Reaktionen


katalysieren. Welche sind dies? Wie ist der Autoabgaskatalysator aufgebaut?
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--7 (4)

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24.
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Leiten Sie die Ligandenfeldaufspaltung im oktaedrischen Ugandenfeld h y, fJI : /- ~:
Benennen Sie dabei die verschiedenen d-Orbitale. Für welche _ ':l
Elektronenkonfigurationen erscheint die oktaedrische Koordination besonders
vorteilhaft? Geben Sie zwei solcher Elektronenkonfigurationen an und benen-
nen Sie jeweils ein Obergangsmetall-Ion mit dieser Konfiguration ..
(4)

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900Z Jaqwaldas "9Z '6eluoW


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Beschreiben Sie anband der Reaktionsgleichungen die folgenden Prozesse zur Hef~.\::\:·~o.;,. /~:,::'
stellung von Wasserstoff: Kohlevergasung, Dampfrefonnierung, Cracken, Konverti'~.::,~:·~:.·~':;~_'.
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(4)

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2. Welches sind die Rohstoffe, aus denen sich die Alkalimetalle Lithium, Natrium und
Kalium herstellen lassen (FOlTIlelund Mineralnamen) ?
(3)

••

2
5.

(4)

.....
-- .;
.....
6. Was ist "anorganisches Benzol" ? G~ben Sie dieSummenfol~n~l und eine Valenzstrich-
fOlmel an!
(2)

••

4
9.

(3)

10. Skizzieren Sie die kubiscl~-innenzentrierte Struktur! Wie groß sind die Ral1l1lerflilll1ng
und die Koordinationszahl ? Geben Sfe zwei Beispiel fÜr Metalle, die unter N01TI1albe-
dingungen in dieser Struktur kristallisieren! .
(4)

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6
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(,~''0~./:;i<.'"
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~3. In den als "Kohlensäure" bzw. als "schweflige Säure" bezeichneten wäßrigen Lösungel .E!!~~. ~\ \,
liegen die MolekÜle H2C03 bzw. H2S03jeweiis nur in äußerst geringen Konzentrationen <t&~~;~
vor. Die Gründe daftir sind unterschiedlich. Welches sind diese GrÜnde? 0;:)019 rQ\~
(2)

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:::;-/

14. Geben Sie die F0l111eI einer gernischtvaJenten Verbindung mitkon'ekt zugeordneten
Oxidationsstufen der beteiligten Atome an !
(1)

••

8
17.

Stishovit

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12°177
100

90
Coesit
80
Hcd
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C:;)

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600
1000/ 1400/' 1800
ß-Tridymit ß-Cristobalit T I oe

10
20. Beschreiben Sie das Röstreduktions:.. .und das Röstreaktionsverfahren jeweils anhand
eines selbst gewählten Beispiels.
(4)

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21. Welches Gas besitzt das höchste DiffusionsVel111ögen ?


(1)

•••

12
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24.
Anordnung der atomaren magnetIschen
Eisen 1st ferromagnetisch, DIpole ! .
ChrOl-r:1st antlf~lTomagnetisch. ~;~~~
SkiZZieren SJe dIe JeweIlige (~'S\\(:1~rcY
S{,~~, \
(2) ~

25. Beschreiben Sie das Verfahren der Cyanidlaugerei am Beispiel des Goldes! Warum
wendet man dieses Verfahren an, obwohl Gold bereits in gediegener Form ~orkommt?
(3)

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14
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27. Was ist Wasserglas? \Vie lässt sich eine \Vasserg1as-Lösung herstellen? Was passiert [Ql~ 1'\:7r-u\
beim Ansäuern einer Wasserglas-Lösung? Welche Anwendungen hat das so gebildete
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Y':;OJS(a.
Produkt?
(5)

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28. Weltweit werden jährlich etwa 7.000.000 t Industrieruße benötigt. Wozu werden die
Ruße vor allem verwendet? Nem1en Sie bitte drei bedeutende Anwendungsbeispiele.
(3)

•••

16
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30. In vielen Fällen mÜssen Abluftströme aus Industriebetrieben entstaubt werden. Nennen
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Sie bitte zwei technische Einrichtungen (Apparate) zur Entstaubwlg von Abluftströmen.
Wie gelingt die Stauoabscheidung bei den von Ihnen gewählten Reiniguugsmethoden?
(6)

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•••

18
1. Welche der folgenden Verbindungen kann/können Wasserstoffbrückenbindungen
ausbilden?
(2)

CH4 ja / nein LiH ja I nein


~H6 ja / nein HF ja I nein

2. Beschreiben Sie den Aufbau einer Brennstoffzelle auf der Basis von Wasserstoff und
Sauerstoff! Geben Sie die ·abla.ufenden Reaktionen an !
(5)

....
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••••

2
5. Beryllium und seine Verbindungen sind extrem toxisch und kreb serregend, was die
Anwendungen des Metalls erheblich einschränkt. Nennen Sie zwei Anwendungsgebiete
des metallischen Berylliums und die jeweilige besondere Eigenschaft, die dabei ausge-
nutzt wird! (2)

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6. Die einfachste Bor-Wasserstoffverbindung ist Diboran(6). Beschreiben Sie die unge-


wöhnlichen Bindungsverhältnisse in diesem Molekül ! Wie kann man es herstellen ?
Wie reagiert es mit Ammoniak? (4)

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10. Beschreiben Sie einen großtechnischen Prozess zur Herstellung von Hydrazin!
(3)

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6
12. Die klassischen Verfahren zur Metallherstellung tragen die metallurgischen Bezeichnun-
gen. Erläutern Sie die folgenden Prozesse anhandselbst gewählter Beispiele mit Hilfe
von Reaktionsgleichungen ! (6)

Röstreduktionsarbeit:

Röstreaktionsarbeit:

~ .'7
~A ,~

Niederschlagsarbeit:

-.

8
15. Geben Sie die Bilanzgleichung der Chloralkali-Elektrolyse an !.We1che beiden Proble-
me ergeben sich, wenn Sie die entstehenden Produkte betrachten? Wie werden diese
Probleme beim Amalgamverfahren gelöst? (5)

~OH

1!Jr
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10
17. Silicium ist ein typischer Halbleiter, Kalium ein typisches Metall und Diamant ein
typischer Isolator. Erläutern Sie mit Hilfe des Bändermodells die elektrische Leitfähig-
keit dieser drei Stoffe! Wie wirkt sich eine Temperaturerhöhung auf die Leitfähigkeit der
drei Stoffe aus? Begründen Sie Ihre Antwort! (6)

OH

2.q

18. Wie groß sind die Teilchen ungefähr in einem Kolloid? Wie kann man die kolloidale
Natur einer Lösung nachweisen? (2)
••

12
20. Geben Sie die Formeln an fur die Komplexverbindungen Kaliumhexacyano-feITat(ill)
und Natriumtetrachloro-ferrat(ill) ! Welcher der Komplexe ist wahrscheinlich ein high-
spin-, welcher ein low-spin-Komplex ? Begründen Sie in beiden Fällen ihre Entschei-
dung! (3)

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•••

14
22. Beschreiben Sie den Aufbau eines fotografischen Films und den fotografischen Prozeß
in seinen Einzelschritten (Belichtung, Entwicklung und Fixierung, bezogen auf die
Schwarz-WeiB-Fotografie) ! (4)

t; . OH
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••

16
24. Nelmen Sie drei typische Anwendungsbeispielefur Kieselgele! (3)

~()OH
IJ~'
((.~ P'-t'i
\
cg--~

25. Der Elektrofilter ist ein Gerät zur Staubentfernung aus Abgasen und Abluft. Erläutern
Sie die \Virkungsweise eines Elektrofilters anhand einer Skizze J '
(3)

...
-.,
...
--- ' ..

••

18
27. Weltweit gibt es Bestrebungen, den Ausstoß an Kohlendioxid zu verringern. Neben
vielen Verbrennul1gsprozessen (Oxidation von organischen Verbindul1gen mit Sauer-
stoff) gibt es auch andere tec1misch-chemische Prozesse, bei denen große Mengen an
Kohlendioxid freigesetzt werden. Nennen Sie zwei Beispiele! (2)

28. Das Degussa- W eißensteiner- Verfahren zur Herstellung von Wasserstoffperoxid geht
von Schwefelsäure aus. Beschreiben Sie bitte den Reaktionsweg (mit Reaktionsglei-
chungen). Welches Verfahren wird heute häufig statt des Degussa- Weiß ens teiner-
Verfahrens benutzt (nur Namen angeben) ? (4)

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20
...
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29. Aus einer Pressemeldung von chemie.de:
,,11.07.2005 - Paris (dpa) - Der weltgrößte Gasehe:\steller Air Liquide baut in Russland
gemeinsam mit dem Stahlhersteller Severstal für 100 Millionen Dollar das weltgräßte
Gasewerk für die Stahlfertigung. Die Kapazität werde bei 3000 Tonnen .
pro Tag liegen, teilte der französische Konzern am Donnerstag in Paris mit. Das Werk
soll 2007 im nordmssischen Tscherepowez (GebietWologda) zwischen Moskau und
Sankt Petersburg die Arbeit aufilehmen ..."
Welches Gas wird hier in solchen enonnen Mengen produziert werden? Welche Rolle
spielt es bei der Stahlherstellung ? (2)

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21
Aufgabe 1)

Sie erSteigern bei Ebay eine hölzerne Planke der Santa Maria des _ ~,
Colurnbus. Um die Echtheit des erworbenen Stückes zu überprüfen, lassen ~~.
14C-Gehalt ermitteln. Er beträgt 96,2% des Wertes, den man in lebenden Bäumen
findet. Die Halbwertszeit für den radioaktiven Zerfall von 14Cbeträgt 5730 Jahre. Wie
alt ist die Probe? Ist die Planke echt?

...
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-
Aufgabe 3)
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~ ... ~~~1

Feuchte Kleidung kann im Gebirge sehr unangenehm werden. Nehmen Sie ~ ~~


Ihre Kleidung 1,5 kg Wasser aufgenommen hat. Ein kalter Nordostwind trocknet SIe
wieder. Betrachten Sie nur die Verdunstung.
a) Wieviel Wärme verliert der Körper?
b) Wieviel Glukose (in g) muss der Körper verbrennen, um den Verlust zu
kompensieren 7
c) Welche Körpertemperatur würde sich ohne Kompensation bei einer Person von
75 kg einstellen?

Annahmen: Cp(Person) = Cp(Wasser) ;:::;


4,2 kJ kg-1K-1;
ßcH(Glukose) = -2808 kJ morl (Verbrennungswärme);
ßyH(Wasser) = 40,7 kJ marI (Verdampfungswärme) ; M(Glukose) = 180 g morl

-.J
• <..,

~-...·7

••
OCI 2(g)+ H20(g) <--> 02(g) + 2 BCI(g)

Die Standardbildungsenthalpien !1rHo der Reaktionspartner betragen:

!1fHo [aGlz (g)] = 80kJ I mol; cp = 45JK-1morl


!1fHo [H20(g)] = -242kJ I mol; cp =33JK-1mol-'
!1fHo [Hel(g)] = -92kJ I mol; cp = 29JK-1mor'
b.fHO[02J = ? kJ Imol; cp = 29JK-'mor'

a) Berechnen Sie die Reaktionsenthalpie borH für diese Reaktion bei 100 Oe!
b) Wie groß ist die Standardbildungsenthalpie von 02(g)?

....
.:--: ~.;

-
Aufgaben 7)

Die Isomerisierung von cis-2-Buten zu trans-2-Buten wurde gemessen. F


Gleichgewichtskonstanten wurden die Werte erhalten:

K = 2,07 bei 400K


K = 3,01 bei SOOK

Es wird angenommen das llRH und llRS temperaturunabhängig ist.

a) \Vie groß ist L\rG6 (bei 2S0C) ?

b) Wie groß ist L\rS ?

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--...•, i

••
-")-

Aufgabe 9)

Zu bestimmen ist der Camotsche Wirkungsgrad einer Dampfmaschine, die


heißem Dampf: arbeitet der bei 60°C abgegeben wird.
Wie groß ist die Entropie die bei diesem Wirkungsgrad in der Dampfmaschine erzeugt
wird?

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-~~-
..• "

••
Aufgaben 1)

Die Isomerisierung von cis-2-Buten zu trans-2-Buten wurde gemessen. Für


Gleichgewichtskonstanten wurden die Werte erhalten:

K = 2,07 bei 400K


K = 3,01 bei SOOK

Es wird angenommen das ~RH und ~RS temperaturunabhängig ist.

a) Wie groß ist ~RGe (bei 2S°C) ?

b) Wie groß ist ~RS ?

.....;
----"

~
Aufgabe 3)

Zu bestimmen ist der Camotsche Wirkungsgrad einer Dampfmaschine, di


heißem Dampf, arbeitet der bei 60°C abgegeben wird.
Wie groß ist die Entropie die bei diesem Wirkungsgrad in der Dampfmaschine erzeugt
wird?

.~ ~.'-;
-- '~

-
Aufgabe 5)

Sauerstoffdifluorid reagiert bei 25°C mit Wasser in der Gasphase nach.d

OF 2(g)+ H20(g) <-> 02(g) + 2 HF(g)

Die Standardbildungsenthalpien Ll fHo der Reaktionspartner betragen:

LljHO [OF;(g)] = 23kJ Imol; cp = 43JK-'mor'


LljHO[HzO(g)]=-242kJlmol; cp =33JK-1mor'

Ll jHO [ HF(g)] = -269kJ I mol; cp = 29JK-1mor'


6fHO[OzJ= ?kJ Imol; cp = 29JK-1mor1

a) Berechnen Sie die Reaktionsenthalpie 6rH rur diese Reaktion bei 100° Cl
b) Wo liegt die Bildungsenthalpie von 02(g)?

. ~
-.--
- .'-.'
i

••
Aufgabe 7)

Sie ersteigern bei Ebay den hölzernen Thron Wilhelmsdes Eroberers aus
bei Hastings. Um die Echtheit des erworbenen Stückes zu überprüfen, lasse
14C-Gehaltermitteln. Er beträgt 89,2% des Wertes, den man in lebenden B1r
findet. Die Halbwertszeit fiir den radioaktiven Zerfall von 14C beträgt 5730 Jahre. Wie
alt ist die Probe? Ist der Thron echt?

. ~
~-=-.'-/

-
Rechenübungen zur Physikalischen Chemie 1 (Thermodynamik)
WS 2001102

Wiederholungsklausur (5.04.2002)

Name:

Matrikelnummer:
I.
i
I
i

I
I
246357 1
AufgabeSumme 40
punktzahl
Erreichte·

Die Klausur ist bestanden mit 20 von 40 Punkten.

Bei jeder Aufgabe muss derLösungsweg erkennbar sein. Ergebnisse sind, wenn nicht
ausdrücklich anders gefordert in SI-Einheiten anzugeben .
. •..
--,
Die molaren Massen der Elemente sind der Literatur zu entnehmen.

Viel Erfolg!

••
6. Bei der reversiblen isothermen Expansion (T = 373 K) von 70.mmol gasrormigem
Krypton von 5,25 cm3 auf 6,29 cm3 erhöht sich dessen Innere Energie um 1l.U = 83,5 J.
Berechnen Sie :fiir diese Zustandsänderung
a) die vorn oder am System geleistete Arbeit,
b) die mit der UmgebUng ausgetauschte Wärme
c) die Ät"1.derungder Enthalpie.
Verwenden Sie die Virialgleichung zum zweiten Glied (B = -28,7 crn3.morl) zur
n~S(;lntiliung des Gases.

7. Bei 210 K werden 20 g Propan und 80.g Isobutan zu einer praktisch idealen Lösung
vereinigt. Bei dieser Temperatur besitzen die Flüssigkeiten Dampfdrücke von 36 kPa
(Propan) und 7.4 kPa (Isobutan). Berechnen Sie
a) die Molenbrüche der beiden Alkane in der Lösung,
b) die Partialdrücke der Alkane über der Lösung,
c) den Gesamtdampfdruck über der Lösung und
d) den Molenbruch des 'Isobutandarnpfes in der Gasphase .

.
-'1 ~
~- ,';


Tabelle 2

isobare 29,355
8,527
Wärmekapazität
02(g)
C(cr) 37,110
CO2(g)

c;. m/J.K-1·morl (273":<:;T:<:;1500 K)

6. Bei 300 K werden 2,5 mol eines idealen Gases isotherm auf beliebige Weise von
ursprünglich 15 bar auf 1 bar entspannt. Geben Sie
a) die· Vo1umina des Gases vor und nach dem Prozess,
b) die vom System maximal zu leistende Volumenarbeit,
c) die Änderung der Inneren Energie,
d) die Änderungder Enthalpie,
e) die Änderung der Freien Enthalpie
f) die Änderungen der Systementropie und Umgebungsentropie an.

7. Mischungen von Ethanol (CH3CH20H) und Methanol (CH30H) verhalten sich praktisch
ideal. Bei 20°C besitzt Ethanol einen Dampfdruck von 5,93 kPa und Methanol einen von
11,83 kPa. Von beiden Flüssigkeiten werden je 100 g zu einer Mischung vereinigt.
Berechnen Sie

a) die Molenbrüche der beiden Al~~hole in der Lösung, .~ ~';


b) die Partialdrücke der Alkohole über der Lösung,
c) den Gesamtdampfdruck über der Lösung und
d) den Molenbruch des Methanoldampfes in der Gasphase.

8. Wie groß ist der osmotische Druck einer wässrigen Lösung mit 1 Gew.% Glucose bei
einer Temperatur von 0 °C? (PLösung = 1,081 g.cm-3)

-
- A-

1: In einer Luftverflüssigungsanlage werden stündlich 75 m3 Luft von 20 oe und 1 atm adia.-


batisch auf 20 atm komprimiert (-y = 1, 4). Die mittlere Molwärme beträgt 29,3 J j mol K.
Wieviel Kühlwasser von 10 oe ist nötig, wenn nach der Kompression eine AbkÜhlung auf
18 oe erreicht werden soll und das Wasser (Cp = 75,3 J jmol K) eine Austrittstemperatur
von 16 oe besitzt?
(5 Punkte)

Aufgabe 2: Beim Auflösen von Natriumnitrat (M = 85 g/mol) beobachtet man eine Lösungsenthalpie
von 20,8kJfmol. AufweIche Temperatur kühlt sich 1 I Wasser (Dichte p = 1 g/cm3) von 20 oe
ab, wenn 50 g Natriumnitrat gelöst werden? Die mittlere spezifische Wärme der Lösung soll
4185 J /kg K betragen.
(5 Punkte)

Aufgabe 3: Berechnen Sie die Wärmemenge, die nötig ist, um 50 kg Methanol von 100 oe auf 300 oe
bei konstantem Volumen zu erwärmen. (Cp = (20,4 + 10,3 . lO-z . T jK - 24,6 . 10-6 .
TZ /Kz)J/moIK).

(5 Punkte)

Aufgabe 4: Berechnen Sie die Entropieänderung, die eintritt, wenn ma.n 1 mol 'Wasser unterAtmosphären-
druck von 0 oe soweit aufheizt, dass Dampf von 100 oe entsteht. Die mittlere spezifische
Wärme von Wasser bei konstantem Druck beträgt 4,10.103 J/kg K, die Verdampfungswärme
ist 2,26.106 Jjkg.
(5 Punkte)

Aufgabe 5: Berechnen Sie (a) die geleistete Arbeit und (b) die erzeugte Wärme, wenn sich 1 mol Argon
bei 25 oe adiabatisch von 99,99 kNjmZ auf 66,66 kNJmz ausdehnt. WeIche Temperatur wird
im Endzustand erreicht?(Cp = 20, 93 JjmolK)
. ~ (4 Punkte)
~~","-/

Aufgabe 6: Berechnen Sie die Änderung des chemischen Potentials eines idealen Gases, wenn man es bei
40 oe isotherm von 1,8atm auf 29,5 atm komprimiert.
(3 Punkte)

Aufgabe 7: Berechnen Sie die Bildungsenthalpie von salpetriger Säure (HNOz) aus den folgenden Anga-
ben, die für 25 oe gelten:

NH4NOz (s) -+ Nz (g) + 2HzO (1) .6..H = -300,4kJjmol


2Hz (g) + Oz (g) -+ 2 HzO (I) b.H = -569,2kJjmol
Nz (g) + 3Hz (g) + aq -+ 2 NH3 (aq) b.H = -170,8 kJjmol
NH3 (aq) + HNOz (aq) -+ NH4NOz (aq) .6..H = -38, 08 kJjmol
NH4NOz (s) + aq -+ NH4NOz (aq) f::1H = +19,88 kJ/mol
, (7 Punkte)

Aufgabe 8: Berechnen Sie die Entropieänderung, wenn 2 mol Stickstoff (welches als ideales Gas betrachtet
werden soll) von anfänglich 300 Kund 1 atm auf 6001{ mifgeheizt werden, und zwar (a) bei
konstantem Druck und (b) bei konstantem Volumen. Cp für Stickstoff lässt sich in diesem
Temperaturbereich beschreiben durch Cp = (27,0 + 0,006 . T jK) Jjmol K.
(6 Punkte)