Sie sind auf Seite 1von 1

Die goldenen Zwanziger Handout von Louisa Rehnen & Carla Hirsch

Die Jahre von 1924 bis 1929 werden aufgrund des wirtschaftlichen, politischen und vor allem kulturellen Aufschwungs als goldene Zwanziger bezeichnet.

Politik, Wirtschaft & Gesellschaft:


Die Politik genauso wie die Wirtschaft in den Zwanziger Jahren wurde erstmals wieder stabil, nach den Folgen des ersten Weltkrieges wie den Versailler Vertrag, Hungersnte, die steigende Arbeitslosigkeit, die wachsende Kriminalitt, die Hyperinflation und der daraus resultierenden allgemeinen Unzufriedenheit und wachsenden Aggressivitt. Die Whrungsreform 1923 brachte eine Normalisierung der allgemeinen Verhltnisse und auenpolitisch erreichte Gustav Stresemann die Wiedereingliederung Deutschlands nach dem verlorenen Krieg. Die Gesellschaft erfuhr eine Vernderung von den wilhelminischen, konservativen Idealen hin zu einem konsum- und freizeitorientierten, wesentlich freieren und selbststndigeren Denken.

Kultur:
Kulturell brachten die Zwanziger Jahre einen enormen Aufschwung. Durch die Mglichkeit der freien Entfaltung, ohne jegliche Zensur, wurde die Kunst kritischer, vor allem sozialkritischer und auch ffentlicher. Der Stil der neuen Sachlichkeit entstand mit Otto Dix als einen der berhmtesten Maler. Die neuen Medien wie der Film oder das Radio entwickelten sich zum Massenmedium, tglich gingen etwa 2 Millionen Menschen ins Kino und sahen sich bspw. Marlene Dietrich auf der Leinwand an. Der amerikanische Charleston entwickelte sich zum beliebtesten amerikanischen Tanz in Deutschland, in den Bars, Revuen und Tanzlokalen wurde er wild und hemmungslos getanzt, genauso wie Josephine Baker ihn vormachte. Und auch modisch gab es groe Entwicklungen, die Damen wurden experimentierfreudiger, sie schnitten sich bspw. die Haare zum flotten Bob und somit war der Stil la garonne nach Coco Chanel geboren. Die Herren setzten dagegen auf eine muskulse, mnnliche Erscheinung mit streng nach hinten gekmmten Frisuren.