Fahrantrieb Sauer Hydraulik (MAIDSAU-03N)
Fahrantrieb Sauer Hydraulik (MAIDSAU-03N)
EINLEITUNG ............................................................................................................................... 1
HYDROSTATISCHE SAUERANTRIEB....................................................................................... 2
SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE...................................................................... 3
UNREGELMÄSSIGKEITEN BEI DER FUNKTIONSWEISE ........................................................ 4
1 - EINLEITUNG
Dieses Handbuch gibt die noetigen Anweisungen zur korrekten Ausfuehrung der Wartungsarbeiten, die sich nicht in der
BEDIENUNGS-UND WARTUNGSANLEITUNG der Maschine finden; es ist daher an Fachleute gerichtet, die mit der Arbeitsweise
(der mechanischen, hydraulischen und elektrischen Anlage) der Maschine, die gewartet wird, vertraut sind.
Wir erinnern daran, dass die Beachtung aller Normen zur Unfallverhuetung und Umweltschutz in der Verantwortung der
Reparaturwerkstatt liegen. Diese sollte alle Massnahmen zur Unfallvermeidung ergreifen (einige Ratschlaege dazu koennen Sie
in der BEDIENUNGS-UND WARTUNGSANLEITUNG finden).
ESSO HVI 46
Viskositaetsgradation ISO (ISO 3448) = 46.
Normklassifizierung DIN 51524,2 = HLP 46.
Bei Verwendung anderer Oel-Marken ist sicherzustellen, dass diese die gleichen Eigenschaften aufweisen, wie die o.a. ESSO Produkte,
und perfekt mischbar mit diesen ESSO - Oelen sind sonst muss man eine sorgfaeltige Spuelung des Systems erfolgen.
Bei Verwendung von Oelen mit unterschiedlichen Eigenschaften, wird jede Reklamation des hydrostatischen Systems automatisch
abgelehnt.
MESSINSTRUMENTE
1-1
2 - HYDROSTATISCHE SAUERANTRIEB
4 Dieselmotor 88 Thermokontakt
5 Oeltank Hydrostat 89 Block fuer Thermokontakt
6 Hydrostatische Verstellpumpe 90 Druckmeßpunkt
7 Waermetauscher 103 Feststellbremsmagnetventil
8 Konstantmotor 104 Druckwächter
10 Getriebeschaltzylinder 105 Feststellbremssattel
11 Magnetventil fuer Wechselgetriebe 125 Notpumpe
83 Magnetventil fuer Differential-Sperre (Opt.) 126 Einsinnigesventil
84 Zylinder fuer die Differential-Sperre (Opt.) 127 Elektroventilblock
85 Servobremse (Opt.) 128 Elektroventilblock (Opt.)
86 Filterpatrone
23 - Pil (T) = Bezug auf Teil n° 23 Verbindung Pil (T) der hydraulischen Anlage.
2-1
2 - HYDROSTATISCHE SAUERANTRIEB
4 Dieselmotor 88 Thermokontakt
5 Oeltank Hydrostat 89 Block fuer Thermokontakt
6 Hydrostatische Verstellpumpe 90 Druckmeßpunkt
7 Waermetauscher 103 Feststellbremsmagnetventil
9 Hydrostatischer Motor Verstellmotor 104 Druckwächter
10 Getriebeschaltzylinder 105 Feststellbremssattel
11 Magnetventil fuer Wechselgetriebe 125 Notpumpe
83 Magnetventil fuer Differential-Sperre (Opt.) 126 Einsinnigesventil
84 Zylinder fuer die Differential-Sperre (Opt.) 127 Elektroventilblock
85 Servobremse (Opt.) 128 Elektroventilblock (Opt.)
86 Filterpatrone
23 - Pil (T) = Bezug auf Teil n° 23 Verbindung Pil (T) der hydraulischen Anlage.
2-2
2 - HYDROSTATISCHE SAUERANTRIEB
2-3
2 - HYDROSTATISCHE SAUERANTRIEB
4 Dieselmotor
5 Tank Hydrostatiköl
6 Hydrostatikpumpe mit variablem Durchfluss
7 Wärmetauscher
9 Variabler Hydrostatikmotor
10 Steuerungskolben Gangschaltung
11 Elektroventil Steuerung Gangschaltung
83 Elektroventil Steuerung Differentialsperre
84 Kolben Differentialsperre
85 Servobremse
86 Kartuschenfilter
88 Thermokontakt
89 Thermokontaktblock
90 Druckanschluss
103 Elektroventil Steuerung Feststellbremse
104 Druckwächter
105 Zange Feststellbremse
125 Notpumpe
126 Eindirektionales Ventil
127 Elektroventilblock
128 Elektroventil Steuerung Kupplung P.T.O.
132 Begrenzungskupplung Drehmoment für P.T.O
143-PP / 144-Pil (T) = Bezug auf Teilenummer 143 / 144 Anschluss PP / Pil (T) der Hydraulikanlage.
2-4
2 - HYDROSTATISCHE SAUERANTRIEB
2-5
2 - HYDROSTATISCHE SAUERANTRIEB
4 Dieselmotor
5 Oeltank Hydrostat
6 Hydrostatische Verstellpumpe
7 Waermetauscher
9 Konstantmotor
10 Getriebeschaltzylinder
11 Magnetventil fuer Wechselgetriebe
26 Drossel
83 Magnetventil fuer Differential-Sperre (Opt.)
84 Zylinder fuer die Differential-Sperre (Opt.)
85 Servobremse (Opt.)
86 Filterpatrone
88 Thermokontakt
90 Druckmeßpunkt
103 Feststellbremsmagnetventil
104 Druckwächter
105 Feststellbremssattel
125 Notpumpe
126 Rückschlagventil
127 Elektroventilblock
23 - Pil (T) = Bezug auf Teil n° 23 Verbindung Pil (T) der hydraulischen Anlage.
2-6
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
INHALTSVERZEICHNIS
ELEKTROVENTILBLOCK (Multifarmer)...................................................................................................................................... 19
3-1
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
SERVOBREMSE (85).............................................................................................................................................................. 30
3-2
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
5 Oeltank Hydrostat
6 Hydrostatische Verstellpumpe
7 Waermetauscher
8 Konstantmotor
86 Filterpatrone
88 Thermokontakt
89 Block fuer Thermokontakt
3-3
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
5 Oeltank Hydrostat
6 Hydrostatische Verstellpumpe
7 Waermetauscher
9 Hydrostatischer Motor Verstellmotor
86 Filterpatrone
88 Thermokontakt
89 Block fuer Thermokontakt
3-4
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
5 Oeltank Hydrostat
6 Hydrostatische Verstellpumpe
7 Waermetauscher
9 Hydrostatischer Motor Verstellmotor
11 Magnetventil fuer Wechselgetriebe
86 Filterpatrone
88 Thermokontakt
89 Block fuer Thermokontakt
3-5
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
5 Oeltank Hydrostat
6 Hydrostatische Verstellpumpe
7 Waermetauscher
9 Hydrostatischer Motor Verstellmotor
11 Magnetventil fuer Wechselgetriebe
86 Filterpatrone
88 Thermokontakt
89 Block fuer Thermokontakt
3-6
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
Pumpe Leistungsdaten: Verstellhubraum (max. 75 cm3), rechtsdrehend, mit Speisepumpe (Hubraum 17 cm3).
3-7
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
3-8
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
Pumpe Leistungsdaten: Verstellhubraum (max. 75 cm3), rechtsdrehend, mit Speisepumpe (Hubraum 17 cm3).
3-9
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
3 - 10
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
1200 1400
Manometer Blockierte 900 max
Zu messen an rpm rpm
bis (bar) Maschine rpm rpm
* **
M1/M2: Hockdruck (mit Hydrostatischer Motor Konstantmotor) 85 280 -
600 Ja 510
M1/M2: Hockdruck (mit Hydrostatischer Motor Verstellmotor) 65 380 380
Nein 30
M3: Speisedruck 40
Ja 27
M3 - M6: Druckunterschied 40 Nein wenn > 2,1 ist der Filter verstopft
M4/M5: Steuerdruck 40 Ja 7 15 - 26
3 - 11
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
Wenn die Temperatur (> 92 °C) überschreitet sendet der Schalter (88) ein elektrisches Signal zum "Check control" um den Fahrer zu
warnen. Fehler suchen und beseitigen.
[88] Thermokontakt
[89] Block fuer Thermokontakt
3 - 12
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
3 - 13
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
EINSTELLUNGSPRUEFUNG AM VERSTELLMOTOR
- Kit fuer Startpunkteinstellung (Bestell nr. 042437) fuer Verbindung des Manometers an M4 (Pumpe).
- Druckkontrollpumpe 9/16"-18UNF + M16 x 2 fuer Verbindung des Manometers an M3 (Motor).
- Hochdruckplastikschläuche (P max. 640 bar) mit Schraubanschluss M16 x 2.
- 2 Manometer bis 40 bar (Startpunkteinstellung).
- 2 Manometer bis 600 bar (Einstellung der Schwenkplatte).
A - MOTOR SCHWENKPLATTENEINSTELLUNG
Gaspedal betaetigen und kontrollieren, wenn Manometer M4 (Motor) segna circa 100 bar, muß am Manometer M2 (Pumpe) folgender
Druck angezeigt werden:
B - STARTPUNKTEINSTELLUNG
Gaspedal betaetigen und kontrollieren, wenn M3 (Motor) beginnt anzuzeigen. Der abzulesende Druck an M4 (Pumpe) soll 13 bar
betragen.
3 - 14
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
MOTORSCHWENKPLATTENEINSTELLUNG (CP)
Schraube (CH13) festhalten und Mutter (CH27) loesen, dann Schraube drehen
(rechts oder links). Dabei bedeutet eine Umdrehung Erhoehung bzw. Senkung des
Drucks um ca. 70 bar. Mutter festziehen.
STARTPUNKTEINSTELLUNG (SP)
Mutter (CH10) loesen, dann Einstellschraube (CH3) drehen (rechts oder links). Dabei
bedeutet eine Umdrehung Erhoehung bzw. Senkung des Drucks um ca. 3,5 bar.
Mutter festziehen (0,9 Kgm).
ACHTUNG !!! Auf den mit synchronisierter Schaltung des Typs Shift On The Go ausgestatteten Modellen, d.h. allen
Multifarmern und Turbofarmern, die über diese Option verfügen, wird die Höchstgeschwindigkeit vom elektronischen
Steuergerät geregelt.
3 - 15
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
3 - 16
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
3 - 17
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
AUSWAHL GANG
Durch Auswahl des schnellen oder langsamen Gangs wird
einer der beiden Magneten angeregt und der Ölfluss
entsprechend zugeleitet:
Arbeitsgang = Magnet Ma angeregt, Ölfluß von P1 zu B
und von A zu T 1
Straßengang = Magnet Mb angeret, Ölfluß von P1 zu A
und von B zu T1
DIFFERENTIALSPERRE
Durch Anregung des Magneten Mc wird Öl zu den Kolben der
Differentialsperre geleitet (Ölfluss von P1 nach C2). Wird der
Magnet nicht angeregt, fließt das in den Kolben enthaltene Öl
zurück (Ölfluss von C2 nach T1).
PARKBREMSE
Durch Anregung des Magneten Md wird Öl an den Bremssattel
mit negativer Funktion der Handbremse geleitet (Ölfluss von P1
an C1). Wird der Magnet nicht angeregt, fließt das im
Bremssattel enthaltene Öl zurück (Ölfluss von C1 nach T1).
3 - 18
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
ELEKTROVENTILBLOCK (Multifarmer)
KUPPLUNG ZAPFWELLE
Durch Anregen des Magneten (128) mit einem variablen
Signal wird das Öl an die Scheibenkupplung der Zapfwelle
geleitet (Ölfluss von P1 nach A). Ist der Magnet nicht
angeregt, fließt das Öl zurück (Ölfluss von A nach T1)
DIFFERENTIALSPERRE
Durch Anregung des Magneten (83) wird Öl zu den Kolben
der Differentialsperre geleitet (Ölfluss von P1 nach B). Wird
der Magnet nicht angeregt, fließt das in den Kolben
enthaltene Öl zurück (Ölfluss von B nach T1).
PARKBREMSE
Durch Anregen des Magneten (103) wird Öl an den
Bremssattel mit negativer Funktion der Handbremse geleitet
(Ölfluss von P1 nach C1). Wird der Magnet nicht angeregt,
fließt das im Bremssattel enthaltene Öl zurück (Ölfluss von
C1 nach T1).
3 - 19
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
GETRIEBESCHALTZYLINDER [10]
Demontage der Zylinder ist erforderlich um den O.R. (A) zu ersetzen und die korrekte mechanische Funktion zu pruefen (Weg 8,5+8,5
mm). Je nach Bauweise kann es erforderlich sein, das Getriebeoel abzulassen um die Zylinder zu demontieren. Dazu sind die
Schlaeuche an den Verbindungen (B) abzuschrauben. Bei inneren Leckagen ist es erforderlich die komplette Einheit zu ersetzen
(Schaltzylinder). Falls ein Zylinder repariert werden soll, ist darauf zu achten, den duennwandigen Zylinder nicht zu deformieren.
3 - 20
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
NOTPUMPE [125]
ACHTUNG !!!
Wird bei Dieselmotor im Stillstand die Steuerung in der
Kabine betätigt, bleibt die Feststellbremse unabhängig
von der ausgewählten Situation eingerückt (angezeigt
durch die jeweilige Kontrolleuchte).
3 - 21
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
3 - 22
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
3 - 23
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
3 - 24
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
3 - 25
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
3 - 26
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
3 - 27
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
3 - 28
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
3 - 29
3 - SYSTEMKOMPONENTEN UND - ANSCHLÜSSE
SERVOBREMSE (85)
3 - 30
4 - UNREGELMÄSSIGKEITEN BEI DER FUNKTIONSWEISE
INHALTSVERZEICHNIS
4-1
4 - UNREGELMÄSSIGKEITEN BEI DER FUNKTIONSWEISE
Kontrolliere
Druckflussigkeitsstand
im Behälter
4-2
4 - UNREGELMÄSSIGKEITEN BEI DER FUNKTIONSWEISE
4-3
4 - UNREGELMÄSSIGKEITEN BEI DER FUNKTIONSWEISE
Kontrolliere
Kontrolliere die Servoverstellung Kontrolliere Hochdruckventil
Lastbegrenzungsventil (Vs)
der Hydrostatikpumpe der Speisepumpe (Vs)
am Hydrostatikmotor
4-4
4 - UNREGELMÄSSIGKEITEN BEI DER FUNKTIONSWEISE
Ausgangsleistung des
Verstellmotors zu niedrig
4-5
4 - UNREGELMÄSSIGKEITEN BEI DER FUNKTIONSWEISE
Ungewoehnliche Geraeusche
oder Vibrationen
Kontrolliere Druckflussigkeitsstand
im Behälter
Ja
> 2,1 bar ? Filter ersetzen
Nein
4-6
4 - UNREGELMÄSSIGKEITEN BEI DER FUNKTIONSWEISE
Ja
> 2,1 bar ? Filter ersetzen
Nein
Kontrolliere By-passventil
an Hydrostatikpumpe
Nein
4-7
4 - UNREGELMÄSSIGKEITEN BEI DER FUNKTIONSWEISE
Oelstand zu niedrig
(Daueroelverlust)
4-8
4 - UNREGELMÄSSIGKEITEN BEI DER FUNKTIONSWEISE
Die Parkbremskontrollampe
leuchtet dauernd
Nein
Ja
4-9
4 - UNREGELMÄSSIGKEITEN BEI DER FUNKTIONSWEISE
Kontrolliere ob die
Ventilnutmutter (G) festgezogen ist
4 - 10
4 - UNREGELMÄSSIGKEITEN BEI DER FUNKTIONSWEISE
Ja
Ja
4 - 11
4 - UNREGELMÄSSIGKEITEN BEI DER FUNKTIONSWEISE
Ja
4 - 12