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7XV5673 App IO-Unit 7Sx80 A2 de

Das Dokument beschreibt die Erweiterung der binären Ein-/Ausgänge der Schutzgeräte 7SJ80 und 7SK80 durch die SICAM I/O-Unit 7XV5673, die bis zu 12 zusätzliche Ein- und Ausgänge ermöglicht. Die Konfiguration erfolgt über einen Web-Browser und DIGSI 4, wobei die Geräte in einem Ethernet-Netzwerk verbunden werden müssen. Es wird darauf hingewiesen, dass der Anwender über grundlegende Kenntnisse der Gerätebedienung verfügen sollte.

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Tamash Dutta
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7XV5673 App IO-Unit 7Sx80 A2 de

Das Dokument beschreibt die Erweiterung der binären Ein-/Ausgänge der Schutzgeräte 7SJ80 und 7SK80 durch die SICAM I/O-Unit 7XV5673, die bis zu 12 zusätzliche Ein- und Ausgänge ermöglicht. Die Konfiguration erfolgt über einen Web-Browser und DIGSI 4, wobei die Geräte in einem Ethernet-Netzwerk verbunden werden müssen. Es wird darauf hingewiesen, dass der Anwender über grundlegende Kenntnisse der Gerätebedienung verfügen sollte.

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Applikation zur Erweiterung binärer Ein-/Ausgänge s

von 7SJ80 und 7SK80 mit der SICAM I/O-Unit 7XV5673

In diesem Dokument ist die Erweiterung binärer Ein-/Ausgänge der Compact-


Schutzgeräte 7SJ80 und 7SK80 über den Port A mit der SICAM I/O-Unit beschrieben.
Die SICAM I/O-Unit 7XV5673 hat 6 binäre
Eingänge und 6 binäre Relais-Ausgänge.
Ein 7SJ80 oder 7SK80 kann mit bis zu zwei
SICAM I/O-Units 7XV5673-0JJ00-1AA1
kombiniert werden. Die Schutzgeräte müssen
hierfür mit dem Ethernet-Servicemodul (nicht
IEC 61850) an Port A bestückt sein. Somit kann
jeder 7SJ80 oder 7SK80 mit bis zu 12 binären
Ein- und Ausgängen erweitert werden (siehe
Bild unten). Alle Einstellungen der SICAM I/O-
Units können über einen Web-Browser (z.B.
Internet Explorer) vorgenommen werden.

Hinweis: Diese Applikationsbeschreibung ist


nur als zusätzliche Benutzerinformationen zu
sehen und setzt voraus, dass der Anwender Kenntnisse zur allgemeinen Bedienung und Nutzung der
Geräte und ihren Grundfunktionen, wie in den Gerätehandbüchern beschrieben, besitzt.

7SJ80x
Y-Adapter für internen Switch
SIEMENS

RUN
ERROR
Doppelt geschirmtes
L1: 0A 12: 0.0kV
L2: 0A 12: 0.0kV
L3: 0A 12: 0.0kV Ethernet CAT 5 Patch Kabel
E : 0A 12: 0.0kV
EE:
f :

P J 1 P J 1
Esc Enter 2 2
12 12
11
10
3
4
11
10
3
4 D IG SI 4
9 5 9 5
Anregung L1
Anregung L2
Anregung L3
8

7
H
6
7
8

7
H
6
7 B row ser
Anregung E
Aus L1 6 8 6 8
Aus L2 5 9 5 9
N/- 10 N/- 10
Aus L3 4 4
L/+ L/+
3 11 3 11
12 12
2 2
1 N 1 N
SIEMENS SIEMENS

6 BE 6 BE Bedien-PC für die


6 BA 6 BA Konfiguration der
SIEMENS
7SJ8031-5EB00-1HE0 I/O Units und des
I/O-Unit 1 I/O-Unit 2 SIPROTEC Gerätes
SIPROTEC Compact 7XV5673-0JJ00-1AA1 7XV5673-0JJ00-1AA1
mit Ethernet-Port A
IP-Adresse [Link] IP-Adresse [Link] IP-Adresse [Link]
IP-Adresse [Link] Subnet Maske [Link] Subnet Maske [Link] Subnet Maske [Link]
Subnet Maske [Link] Port Nr. 51000 Port Nr. 51001

Für eine Erweiterung bis zu je 6 binären Ein- und Ausgängen wird eine SICAM I/O-Unit
7XV5673-0JJ00-1AA1 mit einem doppeltgeschirmten CAT5 Ethernet-Patchkabel (1:1 oder crossed
over) direkt an das Schutzgerät (z.B. 7SJ80) Port A angeschlossen.
Für eine Erweiterung bis zu 12 binären Ein-/Ausgängen werden zwei SICAM I/O-Units 7XV5673 und
ein spezieller Y-Ethernet Adapter 7KE6000-8GD00-0BA2 benötigt (siehe Bild oben).
Das Schutzgerät wird mit DIGSI 4 auf einem Notebook über die USB-Frontschnittstelle eingestellt.
Die SICAM I/O-Units und das Schutzgerät können aber auch über einen zweiten (temporären)
Y-Ethernet Adapter parallel eingestellt werden.

Tipp: Zur IBS einen zusätzlichen Y-Ethernet Adapter 7KE6000-8GD00-0BA2 bestellen.

7XV5673_APP_IO-UNIT_7SX80_A2_DE.DOCX Seite 1 von 18 Kl.-D. Müller EM EA PRO LM2


07.05. 2015
Applikation zur Erweiterung binärer Ein-/Ausgänge s
von 7SJ80 und 7SK80 mit der SICAM I/O-Unit 7XV5673

Applikation in einem Ethernet Netzwerk


Wenn sich die SICAM I/O-Units und der 7SJ80/7SK80 in einem bestehendem Netzwerk einer
Schaltanlage befinden, müssen diese an einem schaltanlagentauglichen Switch (z.B. Scalance
X307-2EEC oder RUGGEDCOM RS900) angeschlossen sein. Der Switch, die SICAM I/O-Unit, das
Schutzgerät und der Bedien-PC sind über CAT5-Patchkabel verbunden und bilden so ein Sub-Net.
DIGSI 4 und der Web-Browser laufen parallel auf dem PC/Notebook, d.h. es können die SICAM I/O-
Units und das Schutzgerät auch parallel bedient und eingestellt werden.

Switch 7SJ80x
RS 900 Notebook oder PC SIEMENS
Power
9 RUN
Alarm Link
ERROR
Reset
L1: 0A 12: 0.0kV
L2: 0A 12: 0.0kV
L3: 0A 12: 0.0kV
E : 0A 12: 0.0kV
8 Tx Act. EE:
f :
Rx

D IG S I 4 Esc Enter

Tx Anregung L1
7 Anregung L2
Rx Anregung L3
Anregung E
Aus L1
Aus L2

5 6
USB-Kabel Aus L3

3 4

IP [Link] Port A
1 2 SIEMENS

RUGGEDCOM
7SJ803 1-5EB00-1HE0
IP [Link]

Alle Patch Kabel 1:1


7KE6000-8G
P J 1 P J 1
12 2 12 2
11 3 11 3
4 4
10 10
9 5 9 5
8
H
6
7
I/O-Unit 1 8
H
6
7 I/O-Unit 2
7 7
6
5
8
9
IP-Address [Link] 6
5
8
9 IP-Address [Link]
N/- N/-
4
3
L/+
10
11
Subnet Mask [Link] 4
3
L/+
10
11
Subnet Mask [Link]
12 12
2 2
1 N 1 N
SIEMENS SIEMENS

6 BE 6 BE
6 BA 6 BA

Hinweis: Das Netzwerk muss sich auf die Geräte beschränken, die direkt mit den I/O-Units oder den
Schutzeinrichtungen über DIGSI 4 kommunizieren.
Bei der Einstellung der Ethernet-Geräte-
schnittstellen ist darauf zu achten, dass alle Subnet-Mask 255. 255. 255. 0
Schnittstellen verschiedene "IP-Adressen" im IP Adresse (Switch/Router) 192. 168. 10. 1
gleichen Netzwerk-Segment, d.h. innerhalb IP Adresse (PC) 192. 168. 10. 3
des gleichen Adressbereiches (z.B. IP Adresse (I/O-Unit 1) 192. 168. 10. 55
[Link] - 254) haben IP Adresse (I/O-Unit 2) 192. 168. 10. 56
IP Adresse (7SJ80/7SK80) 192. 168. 10. 200
Übersicht siehe Tabelle IP Adresse (max.) 192. 168. 10. 254

Einstellung des Schutzgerätes


Das Notebook wird über einen USB-Anschluss (USB A-Stecker 1.1/2.0) mit der Frontschnittstelle des
Schutzgerätes (USB B-Stecker) verbunden. Das Kabel ist Zubehör von DIGSI (z.B: DIGSI 4.86).
Das Schutzgerät wird als neues Gerät mit entsprechender MLFB in DIGSI 4 eingefügt und
anschließend initialisiert.
Nacheinander werden die Geräte-Eigenschaften, die Ethernet-Schnittstellen und die Rangierung der
Signale eingestellt und gespeichert.
Das Schutzgerät muss eine Ethernet-Serviceschnittstelle an Port A besitzen (nicht EN100 an Port B)

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07.05. 2015
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Wenn die Ethernetschnittstelle an Port A schon


werkseitig installiert ist, wird dies bei der Anlage
des Gerätes in DIGSI unter Einstellungen…,
MLFB ausgewählt, oder kann nachträglich
kontrolliert werden.
Speichern mit OK

Wird die Schnittstelle Port A nachgerüstet,


muss unter Einstellungen,
Kommunikationsmodule die Schnittstelle Port
A ausgewählt werden.
Speichern mit OK

Unter Objekt öffnen / Gerät öffnen wird das Schutzgerät


mit der Verbindungsart USB und Gerät auswählen nach
dem Bestätigen mit OK geöffnet.

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Eine verfügbare IP-Adresse (z.B. [Link]) und


eine Sub-Netzmaske (z.B. [Link]) werden
unter Schnittstellen, Ethernet Service am Gerät der
Schnittstelle "Port A" zugeordnet werden

Speichern der Einstellungen im Schutzgerät mit


DIGSI -> Gerät

Nach Eingabe des Passwortes abschließen mit OK

Wenn das Schutzgerät später über diese Ethernet-


Schnittstelle (Port A) bedient werden soll, muss die
IP-Adresse des Notebooks in DIGSI 4 unter Extras,
DIGSI 4 konfigurieren, Ethernet ausgewählt werden.

Hinweis: Ab DIGSI 4.82 werden alle verfügbaren Ethernet IP-Adressen des PC/Notebooks in einem
Pull-Down-Menü angeboten.

Achtung: Wenn keine IP-Adresse ausgewählt ist, oder sich die IP-Adresse nicht im Sub-Netz der
Applikation befindet (z.B. automatische IP-Adresse durch DHCP), ist mit dem Schutzgerät in der
Applikation keine Kommunikation über Ethernet Port A möglich.

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07.05. 2015
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Ist das Schutzgerät mit dem Notebook direkt, oder über einen Switch mit CAT5-Patch-Kabeln
verbunden, können nun alle weiteren Einstellungen des Schutzgerätes mit DIGSI 4 entweder über
die USB-Frontschnittstelle, oder die untere Ethernet-Service-Schnittstelle "Port A“ bedient werden.

Im Fenster Projekt - Objekt öffnen kann die


Verbindungsart, USB, oder Ethernet
gewählt werden

Weiter mit OK

Rangierung der Meldungen und Befehle

Ist das Schutzgerät in DIGSI 4 geöffnet wird unter Parameter und Rangierung die Rangiermatrix
geöffnet.
Vor der Rangierung werden die Filterkriterien Nur Meldungen und Befehle und Kein Filter gewählt.
Jetzt stehen unter Informationen alle verfügbaren Befehle und Meldungen zur Verfügung.

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07.05. 2015
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Alle Befehle und Meldungen die vom Schutzgerät zu den binären (Relais-) Ausgängen der I/O-Unit
gesendet werden sollen, werden zum Ziel (CFC) C rangiert

Alle Befehle und Meldungen die von den binären Eingängen der I/O-Unit vom Schutzgerät
empfangen werden sollen, werden zur Quelle (CFC) C rangiert.

Normalerweise sind diese benutzerdefinierten Einzelmeldungen (z.B. EM EA1, EM EA2, EM EA00)


oder Blockiereingänge der bestehenden Funktionen mit einem ">“ Zeichen vor der Anzeige markiert.

Abschließend das Fenster Rangierung schließen und unter Datei mit Speichern speichern.

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07.05. 2015
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Konfiguration der I/O-Unit in der CFC-Logik:
Das Programm CFC wird unter Parameter geöffnet. Anschließend wird ein Neuer Plan (CFC(1))
angelegt und mit einem Doppelklick geöffnet.

In der linken Leiste wird unter Sonstige Bausteine der CFC-Baustein IO_Unit (IO Unit) durch
Auswahl und Halten der linken Maustaste in das rechte Fenster gezogen.

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07.05. 2015
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Der CFC-Ablaufplan auswählen und den CFC-Block verbinden


Nach einem Klick auf den Button Ablaufeditor kann der CFC-Baustein IO_Unit (IO Unit) einer
Ablaufsequenz zugeordnet werden. Der Plan wird nun von der (Messwertbearbeitung) MW_BEARB
in die (langsame PLC-Task) PLC1_BEARB verschoben.

Nach einem wiederholtem Klick


auf den Button Ablaufeditor
geht es zurück zum Plan.

Als nächstes werden die IP-Adresse und die Port-Nummer der I/O-Unit für den Baustein eingestellt.
Mit einem Klick der rechten Maustaste auf den CFC-Baustein IO_Unit (IO Unit) die Baustein
Eigenschaften im Blatt Anschlüsse öffnen.
In der Tabelle wird in der Spalte Wert die richtige IP-Adresse in den Zeilen 7 bis 10 und die
Port-Nummer in Zeile 11 im Hex-Format eingetragen (siehe Bild unten).

IP-Adresse der ersten I/O-Unit:


z.B. [Link]
Port-Nummer der ersten I/O-Unit:
z.B. 51000 (HEX code 16#C738)

IP-Adresse der zweiten I/O-Unit:


z.B. [Link]
Port-Nummer der zweiten I/O-Unit:
z.B. 51001 (HEX code 16#C739)

7XV5673_APP_IO-UNIT_7SX80_A2_DE.DOCX Seite 8 von 18 Kl.-D. Müller EM EA PRO LM2


07.05. 2015
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Die 6 Binäreingänge der I/O-Unit sind am Baustein mit BI_N1 bis BI_N3 und BI_P1 bis BI_P3
bezeichnet. Die 6 Binärausgänge der I/O-Unit sind am Baustein mit IR1 bis IR6 (Indication from
Remote) bezeichnet. Mit einem Klick der rechten Maustaste auf einen Ein- oder Ausgang des
Bausteins öffnet sich ein Auswahlfenster. Mit Verschaltung zu Operand… kann in einem weiteren
Auswahlfenster eine Verknüpfung zu einem aus der Rangiermatrix zum CFC rangierten Signal
erfolgen. Das Signal auswählen und mit OK bestätigen.

Dieses Vorgehen bei allen anderen Ein-/Ausgängen des Bausteins wiederholen.

7XV5673_APP_IO-UNIT_7SX80_A2_DE.DOCX Seite 9 von 18 Kl.-D. Müller EM EA PRO LM2


07.05. 2015
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Anwendung des Meldeausgangs „CA“ (Communication Active)


Das Schutzgerät überprüft zyklisch, ob die IO-Unit innerhalb von 5 ms auf seine Abfragen antwortet.
Der Meldeausgang „CA“ gibt ein High-Signal aus wenn die Kommunikation zwischen dem Schutz-
gerät und der IO-Unit fehlerfrei funktioniert, und wechselt 5 ms nach der Abfrage in den Low-Zustand
wenn die Verbindung gestört ist.
Wird der Ausgang „CA“ direkt auf die rechte Randleiste des CFC, und in der Rangiermatrix auf eine
Meldung (LED oder Relais) rangiert, wird die Meldung unverzögert ausgegeben und im Betriebs-
meldepuffer des Schutzgerätes gespeichert.
Bei gleichzeitiger Nutzung weiterer Dienste über Ethernet in der IO-Unit (z.B. Zugriff auf HTML-
Seiten des Web-Servers der IO-Unit bei der IBS mit einem PC) kann es zur Beeinflussung der
Kommunikation zwischen dem Schutzgerät und der IO Unit mit zusätzlichen Verzögerungen von
bis zu 30 ms kommen. Eine Generierung der "CA" Meldung ist auch in diesem Fall möglich.
Da auch im betriebsmäßigen Zustand Zugriffe auf den Web-Server der IO-Unit möglich sind, und die
vermeintlichen Ethernet-Störungsmeldungen von bis zu 30 ms zu Irritationen führen könnten, sollten
diese mit einem Zeitglied von 50 ms im CFC dauerhaft unterdrückt werden.
Im Betrieb werden dann vom Schutzgerät Kommunikationsunterbrechungen > 50 ms weiterhin
erkannt und gemeldet. Hinweis: Die IO-Unit meldet und speichert hier Störungen > 80 ms (default).
Das Bild unten zeigt die Verschaltung des Ausgangs „CA“ des CFC-Bausteins „IO_UNIT“ (IO-Unit)
mit einem „NEG“ (Negator) und einem Zeitglied „TIMER_SHORT“ (einfacher Timer“).

Ist die Ethernet-Verbindung in Ordnung, ist das Zeitglied vom Ausgang „CA“ mit High-Pegel am
Eingang „Reset“ gesperrt.
Bricht die Ethernet-Verbindung ab, wird das Zeitglied vom Ausgang „CA“ mit Low-Pegel am Eingang
„Reset“ freigegeben und gleichzeitig vom negierten Ausgang „CA“ am Eingang „Start“ mit High-Pegel
gestartet.
Steht das (Störungs-) Signal am Ausgang „CA“ mit Low-Pegel länger an als die eingestellte Zeit des
Zeitgliedes, wird die Störmeldung im Schutzgerät für die Dauer der Störung gesetzt.
Fällt das (Störungs-) Signal am Ausgang „CA“ auf High-Pegel vor Ablauf des Zeitgliedes (z.B. 50 ms)
zurück, wird das Zeitglied gesperrt und die Meldung zum Schutzgerät wurde unterdrückt.
Hinweis: Bitte achten Sie auf die richtige Ablaufebene und die Ablaufreihenfolge der CFC-Bausteine.
7XV5673_APP_IO-UNIT_7SX80_A2_DE.DOCX Seite 10 von 18 Kl.-D. Müller EM EA PRO LM2
07.05. 2015
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Der Plan muss nun noch in ein Programm übersetzt werden. Hierzu unter Plan und Übersetzen die
Pläne als Programm… übersetzen.

Den CFC-Plan schließen und mit Speichern das Objekt speichern.


Anschließend unter Datei mit DIGSI  Gerät den Plan in das Schutzgerät laden.

Der Prozess ist abgeschlossen, wenn die Passworteingabe mit OK bestätigt wird.

Hinweis: Diese Gerätekonfiguration vor dem Schließen des Gerätes auch in Datei speichern.

7XV5673_APP_IO-UNIT_7SX80_A2_DE.DOCX Seite 11 von 18 Kl.-D. Müller EM EA PRO LM2


07.05. 2015
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Einstellungen der I/O-Unit 7XV5673 mit einem Web-Browser


Die Einstellungen der I/O-Unit erfolgen mit einem Web-Browser (z.B. MS Internet Explorer) auf
einem PC/Notebook über die Ethernet-Schnittstelle. Bevor der Web-Browser geöffnet wird, muss die
Ethernet-Schnittstelle des Notebooks der voreingestellten IP-Adresse [Link] der I/O-Unit
angepasst werden.
Hinweis: Bevor mehrere I/O-Units an ein Notebook angeschlossen werden, müssen die
voreingestellten IP-Adressen der I/O-Units einzeln in eindeutige Adressen geändert werden.

Vorbereiten des PC/Notebook:


Zur Bedienung der I/O-Unit mit einem Notebook müssen die IP-Adressen der Geräte im selben
Netzsegment sein. Hierzu wird die IP-Adresse des Notebook-Ethernet-Anschlusses angepasst.

In Windows 7 wird in den Systemeinstellungen unter Netzwerk und Freigabecenter die


entsprechende LAN-Verbindung geöffnet.

Im Fenster Status von LAN-Verbindung wird mit dem Button Eigenschaften ein neues Fenster
geöffnet. In der Auswahl Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4) wird im nächsten Fenster unter
Folgende IP-Adresse verwenden eine feste eindeutige IP-Adresse mit Subnetzmaske
eingegeben.
In dieser Applikation wurde für das Notebook die eindeutige IP-Adresse [Link] und die
Subnetzmaske [Link] gewählt.
Abschließend mit OK bestätigen und alle Fenster schließen.

7XV5673_APP_IO-UNIT_7SX80_A2_DE.DOCX Seite 12 von 18 Kl.-D. Müller EM EA PRO LM2


07.05. 2015
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Öffnen des I/O-Unit 7XV5673 Web-Servers
Nachdem eine I/O-Unit an das Notebook angeschlossen ist, wird der Web-Browser (z.B. Internet
Explorer) gestartet und die voreingestellte IP-Adresse der I/O-Unit [Link] eingetragen.
Im Startfenster werden die allgemeinen Informationen (Firmwarestand, IP-Adressen, usw.) der
I/O-Unit ausgegeben.

7XV5673_APP_IO-UNIT_7SX80_A2_DE.DOCX Seite 13 von 18 Kl.-D. Müller EM EA PRO LM2


07.05. 2015
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Einstellungen Kommunikation Ethernet der ersten (einer) I/O-Unit


Unter Kommunikation Ethernet wird die IP-Adresse [Link] und die Subnetzmaske
[Link] aus der Tabelle auf Seite 2 eingegeben. Erfolgt die Kommunikation über einen Router
muss auch entsprechende Default-Gateway eingetragen werden.
Wird nur eine I/O-Unit an das Schutzgerät angeschlossen wird Ethernet-Switch mit nein markiert.
Hinweis: Ist zusätzlich (auch temporär) ein Notebook über den Y-Adapter angeschlossen, wird
Ethernet-Switch an mit ja markiert. Die Kommunikation ist dann nur noch über den Y-Ethernet
Adapter 7KE6000-8GD00-0BA2 möglich.
Dass die I/O-Unit über Port A mit einem 7SJ80 oder 7SK80 kommunizieren kann, muss das
Busprotokoll / Betriebsart in Modbus UDP geändert werden.

Ist nur eine I/O-Unit an ein Schutzgerät angeschlossen, kann unter Protokoll Modbus UDP
der Parameter - Port-Nummer bei 51000 belassen werden.
Sind zwei I/O-Units an ein Schutzgerät angeschlossen, dann ist der Parameter Ethernet-Switch der
ersten I/O-Unit mit ja markiert und die Port-Nummer kann auch bei 51000 belassen werden.
Mit der Taste Senden werden die Änderungen auf der Seite gespeichert. Dies wird durch den roten
Text geändert rechts/oben angezeigt. Aktiviert werden die Änderungen in der I/O-Unit jedoch erst
durch Aktivierung in der rechten Spalte und Eingabe des Passwortes (voreingestellt) 000000.

7XV5673_APP_IO-UNIT_7SX80_A2_DE.DOCX Seite 14 von 18 Kl.-D. Müller EM EA PRO LM2


07.05. 2015
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Einstellungen Kommunikation Ethernet einer zweiten I/O-Unit


Das Ethernet-Kabel wird nun auf die zweite I/O-Unit umgesteckt und unter Kommunikation
Ethernet folgende Einstellungen vorgenommen:
IP-Adresse [Link] Subnetzmaske [Link]
Default-Gateway [Link] Ethernet-Switch an nein
Busprotokoll Modbus UDP Port-Nummer 51001

Werden zwei I/O-Units über den Y-Adapter kaskadiert wird Ethernet-Switch mit ja markiert. Die
Kommunikation ist dann nur noch über den Y-Ethernet Adapter 7KE6000-8GD00-0BA2 möglich.
Mit der Taste Senden werden die Änderungen auf der Seite gespeichert. Dies wird durch den roten
Text geändert rechts/oben angezeigt. Aktiviert werden die Änderungen in der I/O-Unit jedoch erst
durch Aktivierung in der rechten Spalte und Eingabe des Passwortes (voreingestellt) 000000.

IP-Adresse des PC/Notebook zur Inbetriebsetzung einstellen


Nachdem alle eine Eindeutige IP-Adresse erhalten haben, können sie nun sternförmig über einen
Switch oder kaskadiert über die Y-Ethernet Adapter weiter konfiguriert werden. Bei der IBS
können so alle notwendigen Anpassungen komfortabel vorgenommen werden.
Hierzu muss jedoch die IP-Adresse des PC/Notebook wieder auf das gleiche Netzsegment
der I/O-Units wie in Tabelle auf Seite 2 ([Link]) eingestellt werden. Die Vorgehensweise ist
auf der Seite 11 beschrieben.

7XV5673_APP_IO-UNIT_7SX80_A2_DE.DOCX Seite 15 von 18 Kl.-D. Müller EM EA PRO LM2


07.05. 2015
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von 7SJ80 und 7SK80 mit der SICAM I/O-Unit 7XV5673

Individuelle Einstellungen der Ein-/Ausgänge


Die folgenden Einstellungen sind für jede I/O-Unit unterschiedlich und sind den Anlagenverhältnissen
anzupassen.

Konfigurieren der Binäreingänge


Die Schwellwertspannung aller Binäreingänge ist auf 19 V DC eingestellt, es wird also der gesamte
Eingangsspannungsbereich von 24 – 250 V DC abgedeckt.
Der Schwellwert kann in 4 Bereichen BI1/BI2 in Block N, BI3 in Block N, BI1/BI2 in Block P und
BI3 in Block P bis zu 176 V DC angehoben werden.

Geänderte Einstellungen werden mit der Taste Senden auf der Seite gespeichert. Dies wird durch
den roten Text geändert rechts/oben angezeigt.
Aktiviert werden die Änderungen in der I/O-Unit jedoch erst durch Aktivierung in der rechten Spalte
und Eingabe des Passwortes (voreingestellt) 000000.

7XV5673_APP_IO-UNIT_7SX80_A2_DE.DOCX Seite 16 von 18 Kl.-D. Müller EM EA PRO LM2


07.05. 2015
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von 7SJ80 und 7SK80 mit der SICAM I/O-Unit 7XV5673

Konfigurieren der Binärausgänge


Alle 6 Binärausgänge sind bereits auf 1 ... 6 Meldung von Fern und die Betriebsart auf
Dauerausgabe gesetzt. Da die binären Ausgänge in dieser Standardanwendung als
Relaiskontakte verwendet werden, können alle Einstellungen in diesem Fenster unverändert
bleiben.
Mit Quelle invertieren kann die Ausgabe auch invertiert werden.
Unter Betriebsart können neben der Dauerausgabe auch eine fehlersichere Ausgabe oder die
Ausgabe von Impulsen mit einstellbarer Länge gewählt werden.

Geänderte Einstellungen werden mit der Taste Senden auf der Seite gespeichert. Dies wird durch
den roten Text geändert rechts/oben angezeigt.
Aktiviert werden die Änderungen in der I/O-Unit jedoch erst durch Aktivierung in der rechten Spalte
und Eingabe des Passwortes (voreingestellt) 000000.

7XV5673_APP_IO-UNIT_7SX80_A2_DE.DOCX Seite 17 von 18 Kl.-D. Müller EM EA PRO LM2


07.05. 2015
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Konfigurieren der LEDs


Die Melde-LEDs H1 und H2 und die Error -LED auf – nicht zugewiesen voreingestellt.
Um zu überprüfen, ob die Ethernet-Kommunikationsverbindung in Ordnung ist, empfehlen
wir die Error-LED auf Fehler Ethernet Link zu setzen.
Die Meldungen der beiden Melde-LEDs - H1 und H2 - können aus einem Auswahlmenü
individuell eingestellt werden.

Geänderte Einstellungen werden mit der Taste Senden auf der Seite gespeichert. Dies wird durch
den roten Text geändert rechts/oben angezeigt.
Aktiviert werden die Änderungen in der I/O-Unit jedoch erst durch Aktivierung in der rechten Spalte
und Eingabe des Passwortes (voreingestellt) 000000.

Viel Erfolg

7XV5673_APP_IO-UNIT_7SX80_A2_DE.DOCX Seite 18 von 18 Kl.-D. Müller EM EA PRO LM2


07.05. 2015

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