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Sportjournal

Dienstag, 15. Januar 2013 / Nr. 11

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Chancenloser EVZ II

EishockEy mwy. Die Zuger-Reser- ven (2. Liga) kassierten gegen Küs- nacht Zürich eine 1:10-Kanternieder- lage und rutschten auf Rang 8 ab. Den einzigen Treffer für die Zuger erzielte Livio Cane (31.). Am Samstag (20.00 Swiss Life Arena) gastiert das Team von Trainer Franz Wunderlin beim krisengeplagten HC Luzern (5. Rang), der dringend Punkte braucht. Auch der EVZ benötigt Zähler, um weiterhin von der Abstiegsrunde (11. + 12. Rang) fernzubleiben.

Baar steht vor wichtigem Spiel

tischtEnnis phd. Baar 1 steht im Heimspiel gegen Zürich Affoltern vom kommenden Freitag bereits mächtig unter Druck. Da dieses Jahr zwei Mannschaften absteigen, ist es das Minimalziel von Baar, diesen zweitletzten Platz in der Gruppe zu vermeiden. Ein Blick auf die Tabelle nach acht Spieltagen zeigt, wie eng die Abstände sind. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein Sieg gegen Zürich Affoltern Pflicht (18. Januar, 20 Uhr, Turnhallen Schulhaus Inwil). In der Vorrunde wurde Affoltern auswärts 6:4 besiegt. Leistungsträger der Baa- rer ist Spielertrainer Almir Alicic (A19) mit einer Siegquote von 83 Prozent (20 Siege/4 Niederlagen). Mit ihm steht und fällt die Mannschaft. Zwei überraschende Niederlagen von Al- mir Alicic (gegen Rapid Luzern und Schöftland) haben Baar zwei wichti- ge Punkte gekostet. Diese Scharte will Alicic in der Rückrunde sicher aus- merzen. Das 1. Spiel der Rückrunde fand bereits statt. Baar holte gegen Pratteln zwei wichtige Punkte (5:5). Vor allem Bruno Bissig wuchs über sich hinaus. Seine zwei Siege retteten Baar das Unentschieden. Er verlor, wie Almir Alicic, nur gegen Thomas Vorherr (A18). Rolf Nölkes gewann ein Spiel. Das 2. Rückrundenspiel gegen Zürich Affoltern mit Nicolai Matuschek (A16) diesen Freitag hat bereits vorentschei- denden Charakter. Falls es allen drei Baarer Cracks gelingt, ihre beste Leis- tung abzurufen, ist gar ein hoher Sieg möglich. Dazu benötigt es auch eine Steigerung im Doppel. Bei diesem wichtigen Spiel braucht die Mann- schaft die Unterstützung aller Fans.

Tabelle

1.

Rapid Luzern 3 (24 Punkte), 2. Horgen 1 (23),

3.

Pratteln 1 (16), 4. Baar 1 (15), 5. Young Stars

ZH 2 (15), 6. Kriens 1 (14), 7. Schöftland 1 (13),

8. Zürich Affoltern 1 (8)

Erste Podestplätze im neuen Jahr

Badminton red. Am ersten natio- nalen Juniorenturnier des neuen Jah- res erkämpften sich Mario und Chan- tal von Rotz vom BC Zug in Arlesheim gleich fünf Podestplätze. Chantal von Rotz erreichte im Dameneinzel U 17 mühelos das Halbfinale, das sie gegen die starke Aargauerin Ronja Stern in zwei Sätzen verlor. Mit ihrer Doppel- partnerin Yulha Pelling vom BC Uzwil stand sie ebenfalls im Halbfinale. Wie bereits im Dezember in Spiez muss- ten sie sich aber gegen die Nati-Kol- leginnen Nicole Perrou und Michelle Greber geschlagen geben. Mario von Rotz gewann die Herren- einzelkonkurrenz U 13, als er im Fi- nale seinen Doppelpartner Philipp Nyffenegger schlug. Im gemeinsamen Doppelfinale U 13 mussten sie zuerst ins Spiel finden. Sie verloren über- raschend den ersten Satz klar gegen die Zürcher Marvin und Nicolas Mül- ler. Im 2. und 3. Satz lief es aber wunschgemäss, und so konnte Mario auch im Herrendoppel den Sieg fei- ern. Mit seiner Mixed-Partnerin Ma- rion Varrin spielte Mario von Rotz in der Kategorie U 15. Im Halbfinale trafen sie auf Marions älteren Bruder Noé. In einem hart umkämpften Spiel verlor die jüngere Paarung erst im 3. Satz knapp mit 21:19.

Schwierige Aufgabe gemeistert

Ein Blockpunkt nach dem anderen brachte die Steinhauserinnen in Führung. Im Bild: Nina Bet- schart (links) und Ramona Meili.

Bild Werner Schelbert

Bet- schart (links) und Ramona Meili. Bild Werner Schelbert vollEyBall Die jetzigen Spiele sind für die

vollEyBall Die jetzigen Spiele sind für die Steinhause- rinnen besonders wichtig: Je- des Spiel kann über Abstieg und Ligaerhalt entscheiden.

CLAuDiA HOfStetter

sport@zugerzeitung.ch

Nach einem harzigen und punktelo- sen Abschluss des letzten Jahres hatte Steinhausen am vergangenen Wochen- ende die schwierige Aufgabe, in die entscheidende Phase der Saison zu starten. In der Abstiegsrunde der Natio- nalliga B wartete mit Schönenwerd das zweitplatzierte Team der neu formierten Tabelle – und für Steinhausen war Ver- lieren verboten.

viel druck

In die Tabelle der Abstiegsrunde konn- ten alle Teams jeweils nur die Punkte mitnehmen, die sie gegen die ebenfalls unter den letzten vier platzierten Mann- schaften verbuchen konnten. Um schlussendlich den Ligaerhalt zu schaf-

fen, braucht es entweder eine Rangie- rung unter den besten vier Teams oder den Gewinn der Barragespiele gegen ein 1.-Liga-Team (Rang 5 und 6). Die Mannschaften auf den Rängen 7 und 8 steigen direkt ab. Für Steinhausen, nach dem Zusammenfügen der beiden Grup- pen auf dem sechsten Rang, bedeutete dies umso mehr Druck in der Partie gegen das zweitplatzierte Schönenwerd. Nebst dem neuen Modus war es die Situation in der Tabelle, die dem VBC noch mehr Druck aufsetzte: Alle Teams liegen nahe beieinander, womit jeder Sieg den Sprung in die vordere Tabel- lenhälfte und jede Niederlage die rote Laterne bedeuten können.

alte unsicherheit schlich sich ein

Trotz der prekären Ausgangslage und der enormen Bedeutung des Spiels trat Steinhausen locker und selbstbewusst auf. Gleich zu Beginn zeigte man den Gästen aus Schönenwerd, dass in Stein- hausen auf Nationalliga-B-Niveau ge- spielt wird. Der VBC hatte sich gut auf seine Gegnerinnen eingestellt, und dies zahlte sich vor allem am Block aus: Ein Blockpunkt nach dem anderen brachte Steinhausen in Führung und die Gäste zur Verzweiflung. Auch die frühere

Nationalliga-A-Spielerin und jetzige Spielertrainerin Thais de Azevedo Ca- margo aus Brasilien konnte ihrem Team nicht wie erwartet zu Punkten verhelfen. Trotz eines kleinen Hängers gegen Satz- ende setzte Steinhausen ein Zeichen und gewann den ersten Satz mit 25 zu 22. Die Gefahr, dass die Gäste durch die Schwächephase von Steinhausen besser ins Spiel finden, wurde von den jungen Zugerinnen gleich zu Beginn des zweiten Spielabschnitts abgewandt. Viel Druck am Service und ein weiter- hin solider Block brachten dem Heim- team viele Punkte. Zur Satzmitte schli- chen sich allerdings einige Fehler ein, und sehr schnell machte sich die alt- bekannte Unsicherheit bemerkbar.

dominanz im dritten abschnitt

Ruhe und Sicherheit brachte Coach Philipp Joller in dieser Situation mit der Einwechslung der routinierten und zur Verstärkung aufgebotenen Zuspielerin Angie Teucher ins Spiel. Teucher ge- staltete das Steinhauser Spiel wieder variantenreicher, und das Team konnte den Frust über die unnötig verlorenen Punkte wegstecken. Im restlichen zwei- ten Satz und auch im dritten Spielab- schnitt schaffte es Steinhausen weit-

gehend, die Partie zu dominieren und sich mit einem Sieg drei Punkte zu sichern.

so abgeklärt wie selten

Aufgrund der Ausgangslage war dieser Sieg unerwartet klar und Steinhausens Auftritt so abgeklärt wie noch selten. Coach Joller freute sich dementspre- chend: «Ich bin stolz auf die Spielerinnen, das war eine super Teamleistung heute. Wir haben dem Druck standgehalten, uns drei wichtige Punkte und vor allem viel Selbstvertrauen geholt.» Der VBC befindet sich nun mit 11 Punkten auf dem fünften Rang, jedoch nur einen Punkt hinter Obwalden auf Rang vier und je zwei Punkte hinter Val de Travers und Fribourg auf Rang zwei und drei. Am kommenden Samstag geht die Jagd nach Punkten und der Versuch, sich definitiv in die vordere Tabellenhälfte zu spielen, auswärts gegen Ecublens (mit sechs Punkten auf Rang 7) weiter.

VBC Steinhausen - TV Schönenwerd 3:0 (25:22, 25:20, 25:19)

Steinhausen: Betschart, Milicic, Eiholzer, Nietlispach, D. Radulovic, M. Radulovic, Hofstetter, Meili, Glauser, Gantner, Teucher. Bemerkungen: Steinhausen ohne Preston (beruflich abwesend)

Krönung einer erfolgreichen Karriere

sEgEln Der Zuger Peter Müller wurde im Jubiläumsjahr Segler des Jahres. Die Kollegen geraten ins Schwärmen.

wr. «Es gibt ein einfaches Erfolgsre- zept, möglichst viele Schweizer Meister- titel einzufahren», meinte Drachen-Seg- ler Urs-Peter Blum bei der Preisverlei- hung im Ballsaal des Luzerner Hotels Schweizerhof, «man muss mit Peter Müller zusammen segeln.» Kaum ein anderer Zentralschweizer Segler hat im Laufe seiner Karriere so viele nationale und internationale Titel auf verschiede- nen Booten geholt wie der 67-jährige Zuger. In der Region segelt er meist mit seiner berüchtigten «Corbo». Mit dieser 11 Meter langen Holzjacht siegt er mit beeindruckender Regelmässigkeit an der wohl bekanntesten Regatta auf dem Vierwaldstättersee, dem Uristier-Cup.

der beste steuermann

Daneben zählt er aber auch in meh- reren Einheitsklassen zu den Favoriten. 2012 hat er auf dem Drachen mit Urs- Peter Blum und Andi Eggimann den Schweizer-Meister-Titel nur ganz knapp verpasst. «Er ist der beste Schweizer Steuermann überhaupt», schwärmte Mitsegler Blum weiter, «weil er eben nicht nur fachlich sehr versiert und er-

«weil er eben nicht nur fachlich sehr versiert und er- Aufmerksame Zuhörer bei der Laudatio: Regierungs-

Aufmerksame Zuhörer bei der Laudatio: Regierungs- rat Marcel Schwerzmann (links) und Peter Müller.

Bild Walter Rudin

fahren ist, er bleibt auch in hektischen Situationen ruhig, und nie kommt ein böses Wort zu seinen Mitseglern über seine Lippen.» Selbst Club-Sail-Force- Präsident Reto Walser bemerkte in sei- ner Laudatio, dass er kaum einen an- genehmeren Mitsegler kennen gelernt habe. Trotz seiner vielen Erfolge denkt Müller überhaupt nicht daran, in Zu- kunft kürzerzutreten. Er läuft pro Jahr 250 Mal auf den Zugerberg und hält

sich auch mit Biken und Langlauf top- fit. In der neuen Saison möchte er mit einer kleinen Jacht, einem «Yngling», den Erfolg suchen. «Mich reizt der Challenge einer Einheitsklasse, der Kampf Boot gegen Boot», schmunzelte er. Aber natürlich steckt bei dieser Boots- wahl noch mehr dahinter: 2013 wird die Yngling-Klasse ihre Weltmeisterschaft auf dem Urnersee austragen. Und da möchte es Müller noch einmal wissen.

Olympiakampagne ist angelaufen

PrEisvErlEihung wr. Vergeben

werden die Awards von der Do- natorenvereinigung Club Sail Force. Nebst den Awards unterstützt und fördert der Club Sail Force Talente mit Unterstützungsbeiträgen. Für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro haben zwei Zentral- schweizer Teams eine Kampagne gestartet: Stephanie Rossé und Michael Gloor werden auf dem Mixed Katamaran antreten, und das Duo Philippe Erni/Stephan Zur- fluh möchte sich auf einem 470er qualifizieren.

Die Ausgezeichneten. Club-Sail-Force- Preis: Peter Meyer (Hallwil). – Segler der Zentralschweiz: Peter Müller (Zug). – Bes- te Junioren der Zentralschweiz: Camillo Casco und Nico Bumann (Cham). – Förder- preis: Livio Erni (SC Cham). Clubförderung:

Yachtclub Luzern. – Goldener Sail Force:

Mark Buchecker, Mathias Bermejo, Thomas Rigert (15er). Oskar Koch, Bruno Küttel, Susan Buchecker (H-Boot). Pascal Marty (40footer). Urs-Peter Blum, Andi Eggimann (Drachen). Eric Monnin, Simon Brügger, Luc Monnin, Alexa Bezel (Surprise). Lorenz Zim- mermann, Nils Hollweg (Star). Corinne Meyer (Match Race, Frauen).