Unterrichtsentwurf für eine Lehrprobe
Name: Hauerwaas
Datum: 22.11.2022
Vorname: Gabriel Nicolas
Thema: Badminton
Schwerpunkte: Einführung des Drives, Verbesserung der Spielfähigkeit
Leistungsniveau: Fortgeschrittene Anfänger
Alter der Teilnehmer*Innen: 14-16
Anzahl der Teilnehmer*Innen: 26 (18 Jungen, 8 Mädchen)
Datum: 24.11.2022
Uhrzeit: 8:00-9:30 Uhr
Übungsstätte: Turnhalle ATH
Geräte und Unterrichtsmaterialien:
Badminton Netze,1 Badminton Schläger pro Schüler*In, 26 Shuttles, Arbeitsblatt,
Bildschirm, (eventuell Tischtennisplatten +Schläger + Bälle)
Didaktische Vorüberlegung
Allgemeine Voraussetzungen
Die Klasse 9d hat in der Woche eine Doppelstunde Sport in der Turnhalle des ATH.
Es Nehmen 26 Schüler*Innen wovon 18 Jungen und 8 Mädchen sind. Die Netzte
sind in gutem Zustand. Es steht eine Hallenhälfte zur Verfügung, in der man drei
Felder aufbauen kann. Bei 26 Schüler*Innen erfordert dies Anpassung, wenn es um
Übungen am Netzt geht. Zudem sind einige Schüler*Innen teilweise faul beim Auf-
und Abbauen und etwas unachtsam. Die Gesamte Klasse ist sehr
Wettbewerbsorientiert und sportlich.
Spezielle Voraussetzungen
Bisher hat die 9d in der Einheit Badminton den Aufschlag, den Clear, den Smash,
und den Drop behandelt, wobei der Drop noch sehr Lückenreich ist. Eine Schülerin
spielt Tennis, was Technische Vorteile mit sich bringen könnte, aber auch durch fest
eingeübte Techniken oder Angewohnheiten aus dem Tennis für gewisse
Schwierigkeiten mit richtiger Technik bei z.B. der Einhändigen Rückhand sorgen
kann. Die Schläger sind teilweise verbogen und die Saiten sind verzogen oder nicht
richtig gespannt. Dies kann dazu führen, dass Der Shuttle beim Schlagen nicht
richtig getroffen wir oder dass die Schlaghärte beeinflusst wird.
Unterrichtsintention
Die Intention in der Einheit Badminton ist es Sportartspezifisch aber auch passiv
Sportartübergreifend in Rückschlagsportarten besser zu werden. Dazu zählen auch
Sportarten wie Tennis oder Squash. Es soll außerdem die Hand Auge Koordination
gefördert werden und sowohl die Schnellkraft im Oberkörper als auch in den Beinen,
wird durch die schnellen Schläge und Richtungsänderungen verbessert.
In der folgenden Unterrichtsstunde wird die Einführung in den Drive stattfinden. Der
Drive ist ein Schnell ausgeübter Schlag, der Genutzt wird, um den Gegner zu einer
schnellen Reaktion zu zwingen, ihn also unter Druck zu setzten, um einen schlechten
Rückschlag zu erzwingen, der z.B. mit einem Smash beantwortet werden kann, um
einen Punkt zu erzielen. Mit dem Drive kann man sich allerdings auch selbst aus
einer Drucksituation befreien, da dieser nicht so einfach zu beantworten ist, wie ein
Clear, welcher aus der Not geschlagen wird und somit meistens nicht weit genug
fliegt, um Bewegung beim Gegner zu erzwingen. Ein weiteres Ziel der
Unterrichtsstunde wird die Verbesserung der Situativen Differenzierung zwischen
den Schlägen sein. Je besser die Fähigkeit ist, den richtigen schlag zu wählen, desto
besser wird auch die Spielfähigkeit. Mit dem Erlernen des Drives sind alle wichtigen
Schläge des Badmintons behandelt worden und es muss nur noch auf das Doppel
und eventuell auf Taktik eingegangen werden, bevor die Unterrichtseinheit
abgeschlossen ist.
Sachanalyse
Badminton ist eine Sportart, die auf klar untergliederten Schlagarten basiert. Es gibt
dabei defensive und offensive Schläge. Der Schlag, welcher das
Stundenhauptthema bildet, ist der Drive. Der Drive ist ein offensiver Schlag, welcher
allerdings auch aus einer defensiven Situation heraus angewendet werden kann.
Das Bewegungsziel des Drives ist es, einen möglichst schnellen, geradlinigen Schlag
zu produzieren, welcher lang ins Feld fliegt und kurz vor der Auslinie abrupt „droppt“.
Die häufigste Nutzung des Drives ist allerdings, um den Gegner zu einer schnellen
Reaktion zu zwingen, was einen schlechten Schlag, welcher im Idealfall einfach mit
einem Smash zu beantworten ist, zu provozieren.
Der Vorhand-Drive im Badminton ist eine azyklische Bewegung, welche in
Vorbereitungs-, Haupt- und Endphase unterteilt werden kann.
Vorbereitungsphase:
In der Vorbereitungsphase des Drives wird der Schläger aus der Grundhaltung so
schnell wie möglich neben den Körper zu bringen. Der Unterarm gerät dabei in eine
gewollte Supination. Im Gegensatz zu allen anderen Schlägen im Drive findet beim
Drive keine Rotation des Oberkörpers statt. Dies liegt daran, dass die Rotation sehr
zeitaufwendig ist, was dem Ziel des Drives entgegenwirkt. Gleichzeitig wird ein
kleiner seitlicher Sprungschritt ausgeübt, welcher die Explosivität des Schlages durch
das Momentum des Körpers steigert.
Hauptphase:
Die Hauptphase beginnt, wenn der Fuß aus dem Sprungschritt landet. Von dort an
dauert es nur wenige Millisekunden, bis der Shuttle geschlagen ist. Sobald der Fuß
landet, wird die Energie, welche durch das Abrupte Abstoppen, erzeugt wird, in den
Unterarm umgesetzt und er schießt in einer Katapultartigen Bewegung nach vorne
und startet die Pronation. Kurz bevor der Shuttle getroffen wird, wird das Handgelenk
ebenfalls Explosiv abgeknickt, um den Shuttle mit mehr Geschwindigkeit zu treffen.
Während der Unterarm und das Handgelenk in Bewegung sind, wird der Shuttle
getroffen und die Hauptphase endet.
Endphase:
Die Endphase startet, sobald der Shuttle den Schläger verlassen hat und ist nur eine
Ausschwingbewegung des Unterarms und des Handgelenks. Der Unterarm befindet
sich immer noch in der Pronation. Der Arm wird zum Ausklingen der Bewegung
entlang der Richtung der Unterarmpronation quer vor den Körper gezogen. Dies
dient der Sicherheit, da ein zu abruptes Abbremsen zu Verletzungen führen könnte.
Es gibt außerdem keine Regel die Bei diesem Schlag die Endphase beeinflusst, da
er meist aus dem Mittelfeld geschlagen wird und eine Netzberührung so
unwahrscheinlich ist. Wenn der Arm vollständig abgebremst ist, ist Die Drive
Bewegung abgeschlossen.
Unterrichtsmethode
Den Einstieg in den Unterricht, habe ich zwecks Vorstellung meiner Person und der
Anweisung zum Aufbau, welcher für das Badminton nötig ist, gewählt. Die
Aufwärmübung habe ich gewählt, sodass jeder Schüler sich individuell aufwärmen
kann und an den Schläger und Shuttle gewöhnt wird. wenn der Drive direkt zu
Anfang eingeführt werden würde, könnte es zu Verletzungen kommen, da es ein
Schlag ist, der die Gelenke und Muskeln durch seine Explosivität stark beansprucht.
Auch die Erklärung des Drives folgt erst nach dem Aufwärmen, da sonst Details
schnell in Vergessenheit geraten könnten. Die Steigerung von Einzel-, zu Partner-,
zu Gruppenarbeit bei den drei Übungen habe ich bewusst gewählt, um zuerst den
Fokus auf die pure Technik zulegen und sich dann langsam in ein herausforderndes
Zusammenspiel und einen Wettbewerb zu steigern, um sowohl die Technik, als auch
den Spaß zu berücksichtigen. Die Fragestelllungen zwischen den Übungen soll dafür
sorge, dass die Schüler*Innen ein besseres Verständnis davon bekommen, wie der
Drive am effektivsten eingesetzt werden kann und was die wichtigsten Aspekte sind,
ohne sie mit einem langen Theoriebeitrag am Stück zu nerven und somit ihre
Aufmerksamkeit zu verlieren. Die Spielvariante Am zum Abschluss soll erstens dem
Spaßfaktor dienen, zweitens aber auch den wettbewerbsdrang der Klasse
berücksichtigen und zusätzlich noch die Spielfähigkeit verbessern, indem es den
Schüler*Innen eine Chance gibt, den Drive selbstbestimmt einzusetzen.
Literatur
[Link]
[Link]
dzaCzKkGjOzOcN2d&t=1s
[Link]
Stundenablaufplan
Phase Lehreraktion Schüleraktion Aktions./Sozialform Material/Medien
(geplante
Zeit)
Begrüßung+ -Begrüßung -Aufbau der LV Netzstangen+
Aufbau 7’ -Vorstellung der Netze Netze
Aufwärmübung
3-5‘ / -hin und her PA 1 Shuttle pro
Spielen Paar
5’ -Bewegung des -Fragestellung LV/PlA Arbeitsblatt,
Drives erklären zum Drive Bildschirm
beantworten (Video)
-Einstiegsübung
zum Drive
erklären
5-10‘ -Bei - EA 1 Shuttle Pro
Schwierigkeiten Einstiegsübung Person
helfen zum Drive
(Übung 1)
3-4‘ -Fragen zum -Fragestellung LV/PlA /
Nutzen des im Plenum
Drives beantworten
-Erklärung der
nächsten
Übung
10‘ -Bei falscher -Drives hin und PA 1 Shuttle pro
Ausführung her spielen Team
helfen (Übung 2)
-zählen
2‘ -Neue Übung / LV /
erklären
10-15‘ -Für Fragen -Übung 3 PA 1 Shuttle pro
bereit stehen Team
3-5‘ -Gespräch -Reflektion des PlA /
Leiten Drives
-Spielsystem
erklären
30‘ -Wechsel -Spielen GA 1 Shuttle pro
Ansagen -Punkte Zählen Spielfeld
5-10‘ - -Abbau LV /
Verabschiedung
Aufwärmübung
Ablauf
2-3 Personen
-Stehen sich gegenüber
-Den Shuttle hin und her spielen
-Gemeinsam nicht gegeneinander
-Keine Schlagvorgabe
-Lockeres Spielen zum erwärmen
Variation
-Steigerung der Schlagintensität
Übung 1
Ablauf
-1 Person
-Gegen eine Wand
-Technik des Drives üben
-Shuttle in möglichst gerader Linie Schlagen
Variation
-Entfernung zur Wand erhöhen
Übung 2
Ablauf
-Partnerarbeit
-Auf einem Halbfeld oder frei in der Halle
-Drives hin und her spielen
-Gemeinsam
-Nicht volle Kraft
Variation
-Geschwindigkeit der Drives erhöhen
-Ballwechsel zählen
Übung 3
Ablauf
-4 Spieler pro Halbfeld
-1 gegen 1 „King of the court”
-Wechsel nach jedem Ballwechsel
-Punkt für den „King“ zählen nur wenn mindestens 1 Drive gespielt wurde
Variation
-Herausforderer darf nur bei Schlagfehler oder wenn ein Drive gespielt wurde, der
„King“ werden
Abschlussspiel
- „Aufstiegsspiel“ auf alle Halbfelder
-Sieger steigt auf, Verlierer steigt ab
-Heterogene 2er Teams
-6 Minuten Spiele
-Spielerwechsel nach 3 Minuten
-Teampunkte werden zusammengezählt
-Freies Spiel
Material Arbeitsblatt:
[Link]