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Oktober 2010

Nachfolge
Was es heißt, Christus zu folgen
inhalt Nachfolge

02 04
INHALT EDITORIAL
Was Ihr erwarten könnt Einleitung

06 10
DIE KOSTEN AUSWIRKUNGEN
DER DER
NACHFOLGE NACHFOLGE
von Waldemar Dirksen von Andreas Kuhlamnn

14
EIN
RADIKALER
NACHFOLGER
von Viktor Sudermann
18
RUF
IN DIE
NACHFOLGE
von Peter Voth

22
NACHLESEN
Lesenswertes über die
Nachfolge

24
WHAT´S NEXT?
Was noch kommen soll

25
IMPRESSUM
Mitarbeiter und
Beteiligte
Das schönste Leben auf dieser Erde ist denen vorbehalten, die Jesus Christus bedin-
gungslos nachfolgen. Es ist ein Vorgeschmack auf den Himmel und die einzige Sache,
für die sich die größte aller Investitionen lohnt: Mein Leben!

Bedauerlicherweise versinkt das heutige


Christentum nicht nur in Gleichgültigkeit
und Lauheit, sondern lebt hinter einer
frommen Fassade weitgehend kompromiss- „DAS
bereit mit der gottlosen Welt. Anstatt soviel
Kraft und Zeit zu vergeuden, von Gott
SCHÖNSTE
gegebene Maßstäbe zu verändern, sollte eine
LEBEN
Hinwendung zur wahren Motivation der AUF DIESER ERDE
Nachfolge vollzogen werden: Christus! IST DENEN
Nachfolge dient in erster Linie nicht zur VORBEHALTEN,
Befriedigung persönlicher Bedürfnisse, DIE
sondern zur Verherrlichung und Anbetung
Gottes. Eine oberflächliche Nachfolge wird
JESUS CHRISTUS
zum einen von Jesus strikt abgelehnt und
BEDINGUNGSLOS
zum anderen ist sie für gottferne Menschen NACHFOLGEN“
wie geschmackloses Salz, das zu nichts mehr
nütze ist, als dass es wegschüttet und von
den Leuten zertreten wird.

Ebenso ist eine Nachfolge, die sich nur darauf beschränkt, innerhalb eines moralischen
Rahmens zu verharren, von Gott nicht beabsichtigt. Bei Menschen mögen wir mit dieser
Lebensweise einen guten Ruf als Christen genießen, doch Christus fordert uns auf, mit
brennender Liebe seinen Fußstapfen zu folgen. Christ zu werden, kostet uns nichts,
doch Christ zu sein, ist mit Kosten verbunden: Es kostet uns mehr, als nur moralisch
tadellos zu leben. Es kostet uns mehr, als nur materiellen Wohlstand aufzugeben. Es
kostet uns mehr, als nur auf gesellschaftliche Stellung zu verzichten. Christ zu sein,
kostet uns alles.

Das Timotheus Magazin möchte mit bibelfundierten Artikeln den Leser zu einem konse-
quenten Leben in der Nachfolge Jesu herausfordern. Die Autoren dieser Zeitschrift sind
junge Männer, die das Wort Gottes gerne studieren und bestrebt sind, ihr persönliches
Leben danach auszurichten.

Die Redaktion
DIE KOSTEN
DER NACHFOLGE
Text Waldemar Dirksen
Foto Onki Flori

s kommt nicht darauf an, was du über den Bibelvers denkst. Deine
Meinung ist letztlich unwichtig. Maßgebend sind Gottes Gedanken und
Absichten in Bezug auf den genannten Vers. Dein und mein Ziel soll es
daher sein, die rechte geistliche Bedeutung zu erkennen, die Gott in
diesen Satz hineingelegt hat. Die Vielfalt an verschiedenen Auslegungen
zu einem einzigen Bibeltext ist bestenfalls ein Ausdruck von Gelehrsam-
keit, aber niemals das Ergebnis geistlicher Erleuchtung.

Der genannte Vers ist Teil einer Rede Jesu vor einer
großen Volksmenge. In dieser Rede konfrontiert
Jesus die Menge mit den Kosten der Nachfolge.
Diese Vorgehensweise zeigt deutlich, dass es ihm in
erster Linie nicht um die Masse geht, sondern um
die konsequente Nachfolge des Einzelnen. Obwohl „EIN
er sich an eine große Menge wendet, die mit ihm
geht, spricht er von dem Einzelnen: ‚jemand’, ‚jeder
LEICHT-
unter euch’, ‚der’ und ‚er’. Jeder soll sich hinsichtlich FERTIGER
der Kosten wahrer Jüngerschaft bewusst sein und
diese überschlagen, bevor er in die Nachfolge Jesu EINTRITT
eintritt. Ein leichtfertiger Eintritt in die Nachfolge
ist verkehrt.
IN DIE
NACHFOLGE
Was sind die Kosten der Nachfolge für einen
wahren Jünger Jesu? Ausgehend von dem obigen
IST
Bibelvers lautet die Antwort: Alles, was er hat. Das
Wort „alles“ umfasst die gesamten Besitztümer in
VERKEHRT“
materieller, geistiger und sozialer Hinsicht. Nichts
darf außen vor bleiben. Eigene Pläne und Ziele
gehören genauso dazu wie finanzielles Vermögen
und die eigene berufliche Stellung.

07
Was soll nun mit diesen Besitztümern geschehen? Der Vom Urtext her betrachtet kann anstelle von ‚entsagen’
Jünger hat die Aufgabe, sich von seinen Besitztümern zu auch der Begriff ‚wegstellen’ verwendet werden. Bemer-
entsagen. Offensichtlich geht es hier nicht nur darum, kenswert ist, dass sich der griechische Begriff für ‚entsa-
den guten Willen oder die Bereitschaft dazu zu haben – gen’ zusammensetzt aus zwei Wörtern, von denen das
das wäre eindeutig eine Abschwächung der strikten erste Wort mit ‚von’ übersetzt werden kann und das
Forderung1. Das Entsagen soll wirklich vollzogen zweite Wort mit ‚geordnet aufstellen’. Demnach hat Lukas
werden. 14,33 die Bedeutung, dass der Jünger all seine Besitztü-
mer von sich wegstellt an
Hier stellt sich allerdings ihren richtigen Platz. Er
die Frage, in welcher Form darf ihnen nicht erlauben,
soll es geschehen? Soll der ihn in der Nachfolge zu
Jünger beispielsweise sein behindern.4
ganzes Hab und Gut
verkaufen? Dieser Gedan- Vieles in dieser vergängli-
ke ist zweifellos radikal. chen Welt kann für dich
Allein im Lukasevangeli- zum Verhängnis werden
um kommt dieser Gedan- und deiner Seele einen
ke an mindestens zwei ewigen Schaden zufügen.
weiteren Stellen deutlich Als der reiche Jüngling die
zum Ausdruck. In Lukas
12,33 sagte Jesus seinen
„DAS Forderung Jesu „hörte,
wurde er ganz traurig, denn
Zuhörern: „Verkauft eure
Habe und gebt Almosen!“
WORT er war sehr reich. Als aber
Jesus ihn so sah, dass er ganz
und den reichen Jüngling
forderte Jesus auf:
„ALLES“ traurig geworden war,
sprach er: Wie schwer
„Verkaufe alles, was du
hast, und verteile es an die
UMFASST werden die Reichen ins
Reich Gottes hineinkom-
Armen, so wirst du einen
Schatz im Himmel haben,
DIE men. Denn es ist leichter,
dass ein Kamel durch ein
und komm, folge mir nach!“
(Lukas 18,22). Weiter
GESAMTEN Nadelöhr geht, als dass ein
Reicher in das Reich Gottes
bezeugt Petrus vor dem
Herrn: „Siehe, wir haben
BESITZTÜMER hineinkommt“
18,23-25). Die Reaktion
(Lukas

alles verlassen und sind dir


nachgefolgt“ (Matthäus
IN des jungen Mannes auf die
Forderung Jesu offenbart
19,27). Von
Urgemeinde heißt es: „sie
der MATERIELLER, deutlich, dass seine Güter,
einen höheren Stellenwert
verkauften die Güter und
Besitztümer und verteilten
GEISTIGER in seinem Leben hatten als
der Herr selbst. Er war
sie unter alle, je nachdem
einer bedürftig war“
UND nicht bereit, die Kosten
der Nachfolge zu tragen -
(Apostelgeschichte 2,45).
Auch in den letzten
SOZIALER zumindest in den Evange-
lien wird nicht davon
Jahrhunderten haben sich
viele Gläubige buchstäb-
HINSICHT. “ berichtet, dass er die
Forderungen Jesu erfüllt
lich allem entsagt. Zu hätte.
ihnen gehört Antony
Norris Groves, der im 19. Der Herr erhebt den
Jahrhundert als Zahnarzt Anspruch, in deinem
in England ein hohes Leben den ersten Platz
Einkommen erzielte. Mit einzunehmen. Er will den
seiner Frau kam er zu dem absoluten Vorrang haben
Entschluss, dass sie „aufhö- vor allem anderen. Im
ren müssten, Schätze auf Klartext heißt es: Deine
Erden zu sammeln, und Pläne und Wünsche sollen
dass sie ihr gesammeltes seinem Plan für dein
beträchtliches Einkommen ganz dem Herrn weihen sollten Leben untergeordnet sein. Dein ganzes Vermögen soll
– zu seinem Dienst“ 2. Er hat seinen Beruf aufgegeben ihm geweiht sein. Seine Ehre soll dir wichtiger sein als
und ging anschließend mit seiner Familie als Missionar deine eigene Ehre. Wen du diese Bedingung zur Nach-
nach Persien. Dabei vertraute er dem Herrn, dass er für folge nicht erfüllst, dann kannst du schlichtweg nicht
alle seine zeitlichen Bedürfnisse sorgen würde.3 sein Jünger sein.

08
„SEINE WORTE LASSEN
KEINEN SPIELRAUM
OFFEN FÜR EINE
BESCHRÄNKTE NACHFOLGE,
DIE VON IHM AKZEPTIERT
WIRD. DEUTLICH
UNTERSTREICHT ER
DAS PRINZIP:
GANZ ODER GAR NICHT!“

Diese Konsequenz hat Jesus unmissverständlich betont. Ach, daß doch von mir wiche das Verlangen schon nach
Hier gibt es keine Grauzone. Seine Worte lassen keinen dem bloßen Streicheln. Wie oft habe ich den festen Griff
Spielraum offen für eine beschränkte Nachfolge, die von gelockert, nur um mir das zu erhalten, was ich in ‚harmlo-
ihm akzeptiert wird. Deutlich unterstreicht er das sem’ Verlangen so schätzte – das streichelnde Berühren.
Prinzip: Ganz oder gar nicht! Deine halbherzige Nach- Nein, öffne vielmehr meine Hand zum Aufnehmen des
folge ist in deinen Augen möglicherweise kein Grund Kreuzigungsnagels, Vater, wie die Hand Jesu Christi – auf
zur Sorge, aber für den Herrn ist sie nicht annehmbar. daß ich, indem ich alles loslasse, selber losgelassen werde, los
John MacArthur bemerkt zu Lukas 14,33 sehr treffend, von allem, was mich jetzt noch bindet. Auch bei ihm (Jesus)
dass es um viel mehr geht „als nur Verzicht auf materielle war das Sinnen und Trachten auf den Himmel gerichtet,
Güter, nämlich um bedingungslose Lebensübergabe. Ein ja, auf die Gleichheit mit Dir, nicht auf Dinge, die man
Jünger darf keine Sonderrechte beanspruchen und kann umklammert. So gib denn, Vater, daß ich loslasse.“ 6
keine Bedingungen stellen. Sie dürfen an keiner Lieblings-
sünde festhalten, keinen irdischen Besitz ansammeln und Die Kosten der Nachfolge sind hoch, aber es lohnt sich
keinen heimlichen Vorlieben frönen. Sie müssen sich ihm immer, sie zu tragen.
vorbehaltlos ausliefern.“ 5
1vgl. William MacDonald, Wahre Jüngerschaft, 2003, CLV, Seite 16.
Lukas 14,33 soll in deinem Leben nicht nur Theorie 2vgl. William MacDonald, Wahre Jüngerschaft, 2003, CLV, Seite 17.
sein, sondern Wirklichkeit. Ein großes Vorbild für die 3vgl. Harriet Groves, Antony Norris Groves, 2001, Betanien Verlag.
praktische Umsetzung des Verses ist Jim Elliot. In sein 4vgl. Elberfelder Studienbibel, Sprachschlüssel zum NT, Brockhaus Verlag,
Tagebuch schrieb er: „Vater, laß mich schwach sein, auf 2009, NT – Nr. 649.
daß ich die Kraft verliere zum Umklammern von weltli- 5John MacArthur Studienbibel, CLV, 2004, Anmerkung zu Lukas 14,33.
chen Dingen. Mein Leben, mein Ansehen, mein Besitz – 6Elisabeth Elliot, Im Schatten des Allmächtigen – Das Tagebuch Jim
Herr, nimm hinweg von mir die Neigung meiner Hand Elliots, CLV, 2008, Seite 63 f..
zum Ergreifen und Festhalten.

09
„GIBT ES NUN BEI EUCH
ERMAHNUNG IN CHRISTUS,
GIBT ES ZUSPRUCH DER LIEBE,
GIBT ES GEMEINSCHAFT DES GEISTES,
GIBT ES HERZLICHKEIT UND ERBARMEN,
SO MACHT MEINE FREUDE VÖLLIG,
INDEM IHR EINES SINNES SEID,
GLEICHE LIEBE HABT, EINMÜTIG
UND AUF DAS EINE BEDACHT SEID.
TUT NICHTS AUS SELBSTSUCHT
ODER NICHTIGEM EHRGEIZ,
SONDERN IN DEMUT ACHTE EINER
DEN ANDEREN HÖHER ALS SICH SELBST.
JEDER SCHAU NICHT AUF DAS SEINE,
SONDERN JEDER AUF DAS DES ANDEREN.
DENN IHR SOLLT SO GESINNT SEIN,
WIE ES CHRISTUS JESUS AUCH WAR"
PHILLIPER 2,1-5
AUSWIRKUNGEN
DER NACHFOLGE
Text Andreas Kuhlmann
Foto Rainer Sturm

ahre Nachfolger Jesu sind anders. Sie sind in der Welt bemerkbar.
Der Grund ihrer Andersartigkeit ist ihre Gesinnung, die nicht
Ursprung ihrer persönlichen Überlegungen ist, sondern von ihrem
Herrn kommt. Dennoch werden die Gläubigen in Philippi von
Paulus aufgefordert so gesinnt zu sein, wie es Jesus Christus war.
Zuvor erhalten sie von ihm eine praktische Unterweisung wie sie mitei-
nander leben sollen. Im Kern geht es dabei um Auswirkungen einer christusähnlichen
Gesinnung, die während unserer Nachfolge reifen soll.

PAULUS SPRICHT im ersten Vers von verschiedenen Ausprägungen gemeinschaftlichen


Lebens, die es unter uns geben soll. Er schreibt hier von Ermahnung in Christus. Das
heißt zurechtweisende Worte; eine Warnung an einen Bruder oder eine Schwester im
Herrn, die nicht im Einklang mit biblischen Wahrheiten leben.

PAULUS SCHREIBT von Zuspruch der Liebe. Das heißt Trost und Erbauung in einer
liebevollen Weise. Der Niedergeschlagenheit entgegeneilen. Dem am Leben verzwei-
felnden Bruder unter die Arme greifen und Trost geben.

PAULUS SCHREIBT von Gemeinschaft des Geistes. Gemeinsam Zeit mit dem Wort
Gottes verbringen, die Wahrheit verkündigen, uns gegenseitig vor Fallstricken der
Irrlehre bewahren oder gemeinsam im Gebet verharren. Den Geist sprechen lassen
und nicht unsere voreingenommene Meinung. Wahre geistliche Gemeinschaft setzt
einen Wandel im Licht voraus.

PAULUS SCHREIBT hier von Herzlichkeit. Das heißt gegenseitige liebevolle Annahme.
Vorurteile beiseite legen und jeden Bruder und jede Schwester als ein auserwähltes
Kind Gottes respektieren und mit Wärme begegnen. Keine Abneigung oder üble
Gedanken im Herzen gegenüber Geschwister hegen, sondern ihre gottgegebenen
Gaben fördern und lieben.

Und schließlich schreibt Paulus hier von Erbarmen. Das heißt Anteilnahme am Versa-
gen anderer Geschwister. Wir sollen sie nicht verdammen, sondern uns über sie erbar-
men. Niemand von uns wird den Weg zum himmlischen Vaterhaus untadelig gehen.
Welche Reaktion erwartest du von anderen bezüglich deines Versagens?

11
ODER GIBT GOTT DIR Zuspruch der Liebe, dann wirst
du in dieser Einmütigkeit daran denken, dass vor dir ein
geliebtes Kind Gottes steht, das ohne deinen Trost auf
den billigen Trost der Welt eingehen wird. Der Gedanke
an diesen Verlust wird dich kränken und bestürzen. Den
Einsamen wirst du in seiner Mutlosigkeit und Niederge-
„WIR HABEN UNS schlagenheit beistehen. In dieser Einmütigkeit wirst du
DURCH DIE alles daran setzen, deinem verzagten Bruder durch die
GNADE Gnade, Hoffnung und Liebe zu ermutigen.

GOTTES FÜR DIE ODER GIBT GOTT DIR die Gemeinschaft des Geistes,
NACHFOLGE dann wirst du in dieser Einmütigkeit daran denken, dass
vor dir ein geliebtes Kind Gottes steht, dem du durch
ENTSCHIEDEN deine böse Zunge den Samen der Irrlehre ins Herz
UND setzen kannst. Du wirst dich davor hüten, deine persön-
FOLGEN ALLE lichen Überzeugungen oder Meinungen vor das Wort
Gottes zu stellen und darauf bedacht sein, eher zu
EINEM HERRN, schweigen als voreingenommen zu reden. In dieser
JESUS CHRISTUS Einmütigkeit wirst du alles daran setzen, das Wort
DEM Gottes recht zu verstehen, um in der Gemeinschaft des
Geistes die Herzen deiner Geschwister auf Christus zu
GEKREUZIGTEN.“ richten.

ODER GIBT GOTT DIR liebevolle Herzlichkeit, dann


wirst du in dieser Einmütigkeit daran denken, alle
Vorurteile auszuräumen. Du wirst deinem Bruder trotz
seiner Fehler und Schwächen in Liebe begegnen und
seinen Gaben nicht verachten oder begehren. Du wirst
aufhören, auf jeden seiner kleinen Fehltritte zu achten
PAULUS SCHREIBT dann in Vers 2, dass die Philipper und stattdessen fürbittend für ihn auf die Knie gehen. In
seine bereits vorhandene Freude vollkommen machen dieser Einmütigkeit wirst du alles dran setzen, deinen
sollen, also nach dieser Vollkommenheit streben, indem Geschwistern in Freundlichkeit zu begegnen.
sie alles, was er zuvor gesagt hat, eines Sinnes tun, in
gleicher Liebe, einmütig und auf das Eine bedacht. Im ODER GIBT GOTT DIR Erbarmen, dann wirst du in
Urtext steht für das Wort einmütig der Begriff dieser Einmütigkeit daran denken, welches Erbarmen
"zusammen-geseelt". Dieser Begriff "steht für Menschen dir jeden Tag widerfährt und wie geduldig der himmli-
die in Harmonie miteinander verbunden sind und diesel- sche Vater trotz deiner sündigen Veranlagungen an dir
ben Wünsche, Leidenschaften und Ziele haben."1 Die arbeitet. Daher wirst du bestrebt sein, dich über deine
vollkommene Freude des Paulus bestand also darin, Geschwister ebenso zu erbarmen, anstatt sie zu verurtei-
eines Sinnes, in gleicher Liebe, zusammen-geseelt len. Du wirst erkennen, dass dein Bruder unter der Last
demselben großen Ziel entgegenzugehen. Und wenn es der Sünde erdrückt wird und ihm helfen. In dieser
auf diesem Weg Ermahnung in Christus, Zuspruch der Einmütigkeit wirst du alles daran setzen, das Ausmaß
Liebe, Gemeinschaft des Geistes, Herzlichkeit oder der Sünde in das rechte biblische Licht zu rücken, und
Erbarmen gibt so sollen wir Sie in dieser Einmütigkeit daraufhin deinem leidenden Bruder in seiner Not
bewirken, zu unserer völligen Freude. beistehen, anstatt unbarmherzig am Recht festzuhalten.
Wir haben uns durch die Gnade Gottes für die Nachfol-
ge entschieden und folgen alle einem Herrn, Jesus Ist unsere Nachfolge also echt, werden wir versuchen
Christus dem Gekreuzigten. Wir haben einen wahrhaf- eines Sinnes, in gleicher Liebe, einmütig auf das Eine
tigen Glauben durch Gnade, eine Liebe in Christus, ein bedacht zu leben.
Ziel in Ewigkeit.
PAULUS SCHREIBT weiter in Vers 3 und 4: "Tut nichts
Gibt Gott dir nun Ermahnung in Christus, dann wirst aus Selbstsucht oder nichtigem Ehrgeiz, sondern in Demut
du in dieser Einmütigkeit daran denken, dass vor dir ein achte einer den anderen höher als sich selbst. Jeder schau
geliebtes Kind Gottes steht, das du durch deinen Zorn nicht auf das seine, sondern jeder auf das des anderen."
zerstören kannst, oder das durch deinen falschen und Paulus betont hier, dass wir nichts aus Selbstsucht oder
feigen Lob scheitern kann. In dieser Einmütigkeit wirst nichtigem Ehrgeiz tun sollen. Offenkundig ist, dass sich
du alles daran setzen, die oftmals schmerzvolle Wahrheit Selbstsucht bzw. nichtiger Ehrgeiz und Einmütigkeit im
in Liebe weiterzugeben. Das Straucheln deines Bruders, Geist ausschließen. Wir können nicht nach Ruhm
der Ermahnung in Christus braucht, wird dich nicht in streben und Einmütigkeit im Geist haben. Das ist
Ruhe lassen, bis du weist, dass er wieder einen festen unmöglich. Stattdessen sagt Paulus, dass wir durch
Gang hat. Demut, die nicht im Einklang mit Ehrgeiz steht, unsere
Einmütigkeit im Geist ausleben sollen.

12
Die gewaltigsten Nachfolger Christi waren stets die Philipper in Kapitel 3, 15.16: "So viele nun vollkommen
Demütigsten. Paulus bezeichnete sich selbst als den sind, lasst uns so gesinnt sein; und wenn ihr etwas anderes
Geringsten unter allen Heiligen. Paulus war nicht gesinnt seid, so wird euch Gott auch dies offenbaren. Doch
beherrscht von nichtigem Ehrgeiz. Wir sollen also nicht wozu wir gelangt sind, lasst und in denselben Fußstapfen
versuchen, Ruhm und Einmütigkeit im Geist miteinan- wandeln."
der zu vereinbaren, sondern in einer von Demut gepräg-
ten Nachfolge leben. Doch, wie sieht wahre Demut aus? 1John MacArthur Studienbibel, CLV, 2004 (www.clv.de)
In Vers 4 steht: "Jeder schau nicht auf das seine, sondern 2William MacDonald „Licht für den Weg“ (1. Auflg. 1987; www.clv.de)
jeder auf das des anderen." Demut legt nicht immer die
eigenen Interessen und Wünsche ab, sondern betrachtet
sie um des Nächsten willen als nachrangig. Demut ist
nicht ein passives Hinnehmen von Umständen, sondern
eine willentliche Erduldung von Spott, Hohn und
Verleumdung oder Beschmutzung des eigenen Namens
für ein höheres Ziel. Sei es nun, um Ungläubige zur
Buße zu bewegen oder um Geschwister von der
biblischen Wahrheit zu überzeugen.

William MacDonald schreibt dazu: "Als Kinder Gottes,


die wir versuchen den Weg gottwohlgefällig zu gehen,
werden wir mehr Angriffen ausgeliefert sein als gewöhnlich,
sogar von eigenen Brüdern und Schwestern. Je mutiger wir
die Wahrheit Gottes verkündigen und je sorgfältiger wir sie „DIE
in die Praxis umsetzen, desto mehr Widerstand werden wir
spüren. Dann aber kommt es darauf an, dass wir dem
GEWALTIGSTEN
Unrecht nicht versuchen die Stirn zu bieten. Wenn wir NACHFOLGER
verleumdet werden nicht versuchen uns zu rechtfertigen.
Wenn wir lächerlich gemacht werden nicht versuchen CHRISTI WAREN
gerade zu biegen, sondern alles in die Hand dessen legen der
gerecht richtet. Wenn du in solchen Situationen versuchst
STETS DIE
deinen Ruf und Charakter vor anderen Menschen zu DEMÜTIGSTEN.
erhalten, wirst du sie dadurch nur noch mehr beflecken."2
PAULUS
Ohne Zweifel ist Demut etwas Großes, wofür wir den
himmlischen Vater bitten können, aber auch leider das
BEZEICHNETE
am wenigsten in uns Vorhandene. Ist unsere Nachfolge SICH
ernst, wird der Wunsch nach Demut niemals aus
unseren Herzen weichen. Je demütiger wir werden,
SELBST ALS DEN
desto klarer werden wir erkennen wie wenig Demut in GERINGSTEN
uns vorhanden ist. Die Tatsache, dass Paulus an dieser
Stelle nur Demut erwähnt, bekräftigt ihre zentrale Rolle UNTER
im einmütigen Leben. Demut macht das Zusammenle-
ben einfach. Sie ist wie Öl im Getriebe, das starke
ALLEN HEILIGEN.
Reibungen verhindert. PAULUS WAR
Nur wenige Verse weiter schreibt Paulus von der demü- NICHT
tigen Tat Jesu, als er den Himmel verlassen hat, Mensch
wurde und für uns als Verbrecher gerechnet, ans Kreuz
BEHERRSCHT VON
ging. Wie jämmerlich erscheinen wir angesichts der NICHTIGEM
Tatsache, dass wir oft nicht schweigen können, wenn
wir es sollten. Paulus fordert uns also auf alle Gaben, alle
EHRGEIZ.“
die Gott in uns wirkt eines Sinnes zu tun. In Demut
sollen wir Freundlichkeit, Ehrlichkeit, Erbarmen,
Geduld usw. üben.

Es mag sein, dass einige einen anderen Weg zu dem Sinn


Christi nehmen als du; es mag auch sein, dass du weiter
bist als andere; es kann sein, dass dir eine besondere
Gabe der Schriftauslegung gegeben ist und du das Wort
besser verstehst als andere. Doch eins darfst du nie
vergessen: Die Einmütigkeit im Geist sollst du bewahren
und in ihr deine Gaben ausüben. Paulus schreibt an die

13
„ DENN DAZU SEID IHR
BERUFEN, WEIL AUCH
CHRISTUS FÜR UNS
GELITTEN UND UNS EIN
VORBILD HINTERLASSEN HAT,
DAMIT IHR SEINEN
FUSSSTAPFEN NACHFOLGT“
1.PETRUS 2,21
EIN RADIKALER
NACHFOLGER
Text Viktor Sudermann
Radierung Bernhard Rode

ie Nach-
Christen müssen bereit
sein, diese Kosten zu
ertragen.folger Christi sind berufen, in den
Fußstapfen Jesu zu wandeln. Er hat uns ein Vorbild hinterlassen und wir
sind verpflichtet, ihn nachzuahmen. Folgende Frage stellt sich hier: „In wieweit
sollten wir in die Fußstapfen Jesu treten bzw. sein Vorbild nachahmen?“ Jesus selbst war
dem himmlischen Vater gehorsam bis zum Tode am Kreuz. Sollte unsere Nachfolge und
Hingabe an Jesus soweit gehen, dass wir sogar den körperlichen Tod in Kauf nehmen? Ist es nicht
zu extrem, derartiges von einem Nachfolger zu verlangen? Sagt nicht Jesus selbst zu seinen Jüngern:
„Ich bin gekommen, dass sie Leben haben im Überfluss“ (Joh.10,10). Wie kann Gott so hohe Kosten in der
Nachfolge verlangen?

Im Kontext des Petrusbriefes ist ersichtlich, dass Kränkungen und Unrecht leiden für Gutes tun gemeint sind.
Auf der Arbeit stoßen beispielsweise Ehrlichkeit, Fleiß, Treue und Hilfsbereitschaft nicht unbedingt auf Hochach-
tung, sondern eher auf Neid, Verachtung und böse Verleumdungen. Christen müssen bereit sein, diese Kosten zu
ertragen.

Abhängig vom kulturellen oder sozialen Umfeld in dem sich der entschiedene Christ befindet, kann das Leiden weit
über das oben gesagte hinausgehen. Das bloße Bekenntnis zu Christus kann in manchen Ländern unweigerlich zum
Tod führen. Diese Gefahren und Leiden werden durch Petrus nicht ausgeschlossen. So manch einer musste sehr hohe
Kosten bezahlen, weil er Jesus die Treue hielt.

Jesus selbst sagt zu seinen Jüngern: „Und wer nicht sein Kreuz nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht
wert“(Mt.10,38). Menschen der damaligen Zeit hatten genaue Vorstellungen davon, was es heißt das Kreuz auf
sich zu nehmen und Jesus nachzufolgen. John MacArthur schreibt dazu folgendes: „Der Perserkönig Darius
kreuzigte dreitausend Babylonier. Alexander der Große kreuzigte zweitausend Einwohner der Stadt Tyrus. Alexan-
der Janius kreuzigte achthundert Pharisäer, während vor ihren Augen ihre Frauen und Kinder von Soldaten
abgeschlachtet wurden“1

„Als Jesus sagte, dass seine Jünger ihr Kreuz aufnehmen müssen, hatte das für seine Zuhörer nur eine
Bedeutung: bereitwillig damit zu rechnen, für ihn sterben zu müssen“2
Nachfolge kann tatsächlich für den einen oder anderen bedeuten, das Leben für
Jesus zu geben. Christ zu sein läuft aber nicht zwangsläufig darauf hinaus,
ein Martyrium zu erleiden.

16
An dieser Stelle schauen wir uns eine Person aus der geschrieben und gepredigt habe, war zum Ziel, Seelen von
Geschichte an, die ihre Nachfolge mit dem Leben der Sünde und dem Verderben zu retten; und deshalb will
bezahlen musste: Jan Hus. ich freudig mit meinem Blut diese Wahrheit bestätigen, die
Wahrscheinlich ist er um das Jahr 1369 in Böhmen ich schrieb und predigte“6
(liegt im Westen der heutigen Tschechischen Republik) „Auf dem Richtplatz wird er mit einer Kette an den Pfahl
geboren. An der Universität in Prag absolvierte Hus ein gebunden. Seine Füße stehen auf einem Schemel. Noch
Studium in Kunst und Theologie. Im Jahre 1400 wurde einmal betet er:Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes,
er Priester in der Prager Bethlehemkirche und predigte der für uns gelitten hat, erbarme dich meiner. Eine Beichte
dort regelmäßig in tschechischer Sprache, was zur dama- lehnt er ab. Dann wird Holz und Stroh um ihn geschichtet
ligen Zeit sehr ungewöhnlich war, da die meisten und der ganze Haufen mit Hilfe von Pech angezündet. Er
Gottesdienste in Latein abgehalten wurden. stirbt mit lauter Stimme singend und das Glaubensbe-
kenntnis betend“7
Aufgrund der Vermählung der Prinzessin Anna mit
König Richard II von England bestand eine Brücke In der Kirchengeschichte
zwischen England und Böhmen. Diese Verbindung mussten viele Christen ihre
nutzten böhmische Studenten um in Oxford zu studie- Nachfolge mit dem Tode
ren. Dort wurden sie mit den Lehren Wycliffs vertraut bezahlen, wie Hus. Er ging
und maßgeblich von diesen beeinflusst. In Prag wird
auch Hus von diesen Lehren geprägt: „Er wird von ihnen
als Sieger, singend und
betend in die Ewigkeit „SO
so stark geprägt, dass seine eigenen Schriften fast nur wörtli-
che Auszüge seines englischen Vorbildes sind“3 Durch diese
hinüber. Hus kann unzwei-
felhaft als ein radikaler
MANCH
Theologie aus England entstehen große Spannungen in Nachfolger angesehen EINER
der Prager Gesellschaft. Viele Menschen vertreten die
Lehren von John Wycliff, die den reformatorischen
werden. Doch wie ist es
möglich in einer westlichen MUSSTE SEHR
Lehren sehr stark ähneln. Dabei erfährt Hus viel Unter-
stützung. Andere aber, wie der Erzbischof Sbynko und
Wohlstandsgesellschaft im
21. Jh. radikal für Christus
HOHE KOSTEN
der Papst Johannes XXIII leisten Widerstand, verbieten zu leben? Lasst uns in jeder BEZAHLEN,
Hus die Kanzel und verhängen über ihn sogar die
Exkommunikation4. In dieser Zeit wird Sigismund
Lebenslage für die Wahrhei-
ten des Evangeliums eintre-
WEIL
König des deutschen Reiches. Er lädt Jan Hus vor das
Konstanzer Konzil5.
ten, sowie Hus es getan hat.
Lasst uns unser Ansehen
ER JESUS
und unsere Stellung um DIE
Auf dem Weg dorthin wird Hus von vielen Deutschen
freundlich aufgenommen und beherbergt, obwohl er
Christi Willen verlieren,
indem wir Christus bezeu-
TREUE
sich zuvor nicht gerade als Freund der deutschen erwie- gen wenn es Ihn zu bezeu- HIELT.“
sen hatte. In der Wohnung in Konstanz empfängt er gen gilt. Lasst uns unsere
viele Freunde und Bewunderer. Das ärgert den Papst, so irdischen Lebenskonzepte
dass dieser ihn durch eine List gefangen nehmen lässt. die eine radikale Nachfolge
Da das der Kaiser Sigismund erfährt, empört er sich sehr beeinträchtigen, über Bord
und fordert eine sofortige Freilassung. Doch Hus wird werfen. Lasst uns nicht
nicht freigelassen, sondern nach vielen Tagen schreckli- fragen, wo und wie wir für
cher Haft mit Fesseln, bei schlechter Ernährung und Christus einstehen können, sondern lasst es uns tun,
Krankheit vor das Konstanzer Konzil gebracht, um sich wenn es darauf ankommt. Hus war ein leuchtendes
verteidigen zu können. Sobald er den Mund zur Vertei- Beispiel. Ein Zitat aus Sierszyns Kirchengeschichte
digung öffnet, schreien die Menschen so laut, dass man verdeutlicht Hus Einstellung zum rechten Glauben, den
seine Rede nicht verstehen kann. Schweigt er aber, dann er nicht verleugnen konnte:
wird das als Zeichen des Eingeständnisses gewertet. Es
gelingt den Klägern nicht, ihn zum Widerruf seiner „Nicht der Ungehorsam gegenüber Jesus Christus, sondern
Lehren wider den Papst und Kirche zu bewegen. Am 16. der Ungehorsam gegenüber Papst und Hierarchie bringt die
Juli verurteilt das Konzil Hus, stößt ihn aus der Kirche beiden8 an den Marterpfahl“9
und überliefert ihn einem weltlichen Strafgericht. Noch
bis zum Schluss erhält er die Gelegenheit, seine Lehren 1John MacArthur, Durch die Enge Pforte, Betanien Verlag, S. 34
zu widerrufen. Der einfache Widerruf hätte wohl den 2John MacArthur, Durch die enge Pforte, Betanien Verlag, S.138
„Gewinn“ seines Lebens bedeutet. 3Sierszyn Armin, 2000 Jahre Kirchengeschichte, Band 2, S.248
4d.h. er ist somit aus allen christlichen Gemeinschaften ausgeschlossen
Gut dokumentierte Zeugenberichte erlauben einen 51414-1418
Blick in das Innere des bewussten Nachfolgers Hus, der 6http://www.glaubensstimme.de/doku.php?id=autoren:maertyrer:maertyr
Christus nicht verleugnen konnte und sich voller Freude er-zeugnis#jan_hus_-_verbrennung_1415
dem Tod hingab: 7Sierszyn Armin, 2000 Jahre Kirchengeschichte, Band 2, S.252-253
8 Jan Hus und Hieronymus von Prag
„Welche Fehler soll ich widerrufen“? fragte Hus, „ich bin 9 Sierszyn Armin, 2000 Jahre Kirchengeschichte, Band 2, S.253
mir keiner bewusst. Gott ist mein Zeuge, dass alles was ich

17
„ WER BIN ICH,
DASS ICH
ZUM PHARAO
GEHEN, UND DASS ICH
DIE KINDER ISRAELS
AUS ÄGYPTEN FÜHREN
SOLLTE?“
2. MOSE 3,11
RUF IN DIE
NACHFOLGE
Text Peter Voth
Foto Christian Kogler

enn wir zum Stichwort „Nachfolger“ biblische Personen nennen


müssten, würden wir vielleicht Petrus, Paulus oder Timotheus erwäh-
nen. Die Genannten können mit Sicherheit als wunderbare Illustratio-
nen dienen, was die Nachfolge angeht. Das Adjektiv „treu“ würden wir
den Jüngern ohne Zögern verleihen. Doch was ist mit Männern wie
Jona, Salomo oder Mose. Bei Mose lief noch lange nicht alles so „glatt“,
wie viele meinen. Moses Anfänge im Dienst für den Gott Israels sind einer
näheren Betrachtung würdig. Das Beispiel Moses ist mehr als interessant
und relevant in Bezug auf die Nachfolge.

Ich möchte keine ausführliche Biografie verfassen. Mein Bestreben ist es anhand seines
Lebens aufzuzeigen, welche „Art“ Nachfolger er war. In vielerlei Hinsicht ist Mose ein
wirklich unpassendes Beispiel für die Nachfolge. Betrachten wir das Leben Moses
näher, werden wir vieles entdecken, was uns ihn nicht als treuen Nachfolger erschei-
nen lässt. Mose lebte 120 Jahre. Eigentlich war er „nur“ ein Drittel seiner Lebens ein
„Nachfolger“ Gottes. Gott berief ihn erst im Alter von 80 Jahren in den Dienst.
Betrachten wir heute einen gewöhnlichen Achtzigjährigen, so meinen wir oft, er
könne bereits mit dem Leben abschließen, nicht wahr?

Dazu kommt noch, dass Mose ein Mörder war und vierzig Jahre im Exil lebte. Sind
das gute Voraussetzungen für einen Nachfolger Gottes? Bei der Betrachtung seines
Lebens muss einem vor allem eins bewusst werden: Gottes Wege sind nicht unsere
Wege. Gott waltet souverän und frei. Alles ist in seiner Hand. Diese Geschichte
vermittelt uns vor allem die Souveränität Gottes, die uns von jeder Seite des Buches
Exodus entgegenweht. Wenn du meinst, Gott könne dich nicht als Nachfolger
gebrauchen oder du seist unfähig zum Dienst, dann ist dieser Artikel für dich geschrie-
ben.

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Mose wuchs überhaupt nicht wie ein gewöhnlicher Die Eigenschaft der Gottesfurcht ist heute in der Welt
Israelit seiner Zeit auf. Während seine Landsleute als verachtet und jemand der sie besitzt, gilt als rückständig,
Sklaven im ägyptischen Exil leiteten, genoss er das zurückgeblieben oder ungebildet. In diesem Kontext
Privileg am königlichen Hof des Pharaos aufzuwachsen. fällt mir 1. Korinther 1, 26-29 ein: „Seht doch eure
Die ersten vierzig Jahre waren aus menschlicher Sicht Berufung an, ihr Brüder!“ Mose wurde von Gott am
seine „glücklichsten“. „Mose wurde in aller Weisheit der Dornenbusch berufen „Da sind nicht viele Weise nach
Ägypter unterrichtet und war mächtig in Worten und in dem Fleisch, nicht viele Mächtige, nicht viele Vorneh-
Werken“ (Apg 7,22). Er genoss alle Privilegien seiner me; sondern das Törichte der Welt hat Gott erwählt“.
Zeit, war gelehrt, intelligent und begabt. Doch die ganze Erst als Mose die Weisheit der Ägypter
Sache hatte einen Makel, er war Israelit. Als ein Mann (gezwungenerweise) verlassen hatte, nicht mehr
vom hohen Rang Ägyptens sah er natürlich das Leid vornehm war und keine Macht mehr hatte, berief ihn
seiner Landsleute. Einmal beobachtete Mose einen Gott. Nur als „Toren“ konnte Gott Mose gebrauchen,
Ägypter, der einen Hebräer erschlug. Kurzerhand tötete „um die Weisen zuschanden zu machen, und das Schwa-
Mose den Ägypter (2. Mose 2,12). Als diese Tat bekannt che der Welt hat Gott erwählt, um das Starke zuschan-
wurde, trachtete der Pharao Mose nach dem Leben. So den zu machen; und das Unedle der Welt und das
Verachtete hat Gott erwählt,
und das, was nichts ist, damit
er zunichte mache, was etwas
ist, damit sich vor ihm kein
Fleisch rühme.“ Hier sehen wir
„VON ALLEN ABGESCHRIEBEN ganz genau die Handschrift
UND VERACHTET, Gottes. Er hat sich nicht verän-
dert. Genauso wie es an Gott
SCHEINBAR FÜR ALLES WEITERE lag, durch den schwachen,
DISQUALIFIZIERT, achtzigjährigen Hirten Mose
SCHREITET GOTT EIN.“ das verachtete Sklavenvolk der
Hebräer aus der Gefangen-
schaft der Mächtigen Ägypter
zu befreien, so liegt es heute
immer noch an Gott, wer in
den herrlichen Genuss seiner
Kindschaft gelangt. Durch all diese Dinge, klingt diese
flüchtete Mose nach Midian. Seine gesellschaftliche unmissverständliche Aussage: „damit sich vor ihm kein
Stellung, sein Wohlstand, seine Vorrechte und sein Fleisch rühme.“ (1. Korinther 1, 29).
Ansehen waren weg. Mit vierzig Jahren musste er von
vorne anfangen. Mose wurde ein einfacher Hirte. Ein Doch zurück zu Gottes Ruf in die Nachfolge. Gott
unglaublicher Abstieg. In so einer Lage, von allen präsentierte Mose sofort den Grund für seine Berufung.
abgeschrieben und verachtet, scheinbar für alles weitere Und der war nicht weniger als eine der größten Aufga-
disqualifiziert, schreitet Gott ein. ben der Menschheitsgeschichte. „So geh nun hin! Denn
ich will dich zu dem Pharao senden, damit du mein
Genau genommen schreitet er erst vierzig Jahre später, Volk, die Kinder Israels, aus Ägypten führst!“ (2. Mose
wie bereits erwähnt, im Alter von 80 Jahren, ein. Als 3,12). Mose dachte wahrscheinlich genau das, was wir
Mose mal wieder seine Schafe hütete, offenbarte sich auch denken würden. Gut, wir wissen, wie die
Gott Mose wie keinem anderen, davor und danach. Geschichte ausgegangen ist. Aber würden wir einem
Durch einen brennenden Busch, rief Gott zum Hirten: achtzigjährigen Hirten eine Mammutaufgabe aufbür-
„Mose, Mose!“ (2. Mose 3,4). In diesem Moment berief den, die an heutigen Maßstäben gemessen, wahrschein-
Gott den fast vergessenen Mose. Das, was Mose antwor- lich Führungskraft, diplomatisches Geschick und ein
tete, lässt auf einen entschlossen, zu allem bereiten unheimliches Organisationstalent benötigen würde?
Diener schließen, der nach 40 Jahren Schafehüten Wie wir eben aus dem 1. Korintherbrief erfahren haben,
endlich wieder eine neue Herausforderung bekam. Es hat Gott das Schwache erwählt. Genau das hat er bei
sollte ganz anders kommen. Mose entgegnete: „Hier bin Mose getan. Ich hätte angesichts dieser großen Aufgabe
ich!“ (2. Mose 3,4). Scheinbar ohne zu Zögern und genauso geantwortet wie Mose, der sagte: „Wer bin ich,
Zweifel, sagt er diese drei Worte, als ob er sich Gott dass ich zum Pharao gehen und dass ich die Kinder
sofort ausliefert und zu allem bereit wäre. Doch wie Israels aus Ägypten führen sollte?“ (2. Mose 3,11).
gesagt, es sollte anders kommen. Als Gott sich als Wenn wir schwierigen Herausforderungen und Aufga-
solcher offenbart, verbirgt Mose sein Angesicht voller ben in der Nachfolge gegenüberstehen, wollen wir Gott
Gottesfurcht. Dies muss Mose in Anbetracht der folgen- irgendwie überreden, dass wir ja unfähig und nicht in
den Ereignisse auf jeden Fall zugute gehalten werden. Er der Lage sind, Unmögliches zu schaffen. Was bei
war gottesfürchtig (2. Mose 3,6). Es ist jene, heutzutage Menschen unmöglich ist, das ist möglich bei Gott!
weit unterschätzte und doch sehr notwendige Eigen-
schaft, um Gott wohl zugefallen.

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„Ich will mit dir sein“ (2. Mose 3,12)
war die Reaktion auf Moses Einwand.
Gott versprach Mose seinen Beistand.
Haben nicht auch wir Gottes unum-
stößliche Verheißungen in seinem
Wort? Wir müssen uns weder fürch-
ten noch sorgen und doch zweifeln
wir. Mehrmals noch versuchte Mose
Gott zu überzeugen, dass er nicht der
Richtige für die Aufgabe sei. Zuerst
befürchtete Mose, dass ihm keiner
Glauben schenken würde (2. Mose
4,1), dann verwies er auf seine
mangelnde Rednergabe (2. Mose
4,10). Mose wusste, dass Gott alle
seine Sorgen und Unfähigkeiten
kannte, doch sein Fleisch widerstreb- „ER ZIEHT
te. Genau wie wir heute wissen, was
im Wort Gottes steht, aber oft nicht JEDEN
so wandeln, weil wir uns im Krieg
(wie J.C. Ryle es ausdrückt) mit dem TAG IN DEN
Fleisch befinden. Schließlich ging
Mose doch und gehorchte. Mose KRIEG
versuchte zwar immer wieder mit
Gott zu „verhandeln“, doch Gott GEGEN
machte seinem Diener Mut und
verwies darauf, dass er der Gott SEIN FLEISCH,
Abrahams, Isaaks und Jakobs, der
souveräne Herrscher über alle Dinge DIE WELT
sei (2. Mose 6).
UND
War Mose ein treuer Nachfolger? Ein
klares ja. DEN TEUFEL.
Mose führte das Volk Israel aus Ägyp-
ten und 40 Jahre treu durch die ER IST
Wüste. Er durfte das verheißene Land
Kanaan nicht betreten, weil er EINER,
ungehorsam war, doch er war dem
Herrn treu bis zum Schluss. DER BIS ANS
Allerdings wissen wir auch um Moses
Anfänge im Dienst mit allen ENDE
Zweifeln, Nöten und Ängsten. Sein
Vertrauen wuchs und wahrscheinlich AUSHARRT
war er der Mensch, dem sich Gott auf
dieser Erde am meisten offenbarte IN
und öffnete. Mose soll uns ein
Beispiel und Trost sein. Eine Bestäti- CHRISTUS.“
gung, dass Gott durch das Schwache
wirkt. Ein treuer Diener ist kein
Superchrist, der jede Herausforde-
rung mit Leichtigkeit und Freude
annimmt. Er ist keiner, der ohne
Angst, Zweifel und Sorgen in der
Nachfolge des Herrn ist. Ganz und
gar nicht. Er ist jemand, der trotz
allem geht obwohl er sich seiner
Makel und Fehler bewusst ist. Er hält
sich für unwürdig und unfähig. Er
zieht jeden Tag in den Krieg gegen
sein Fleisch, die Welt und den Teufel.
Er ist einer, der bis ans Ende ausharrt
in Christus. Wie Mose.

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nachlesen
Nachfolge zum nachlesen

Seiner Spur folgen


von William MacDonald
illiam MacDonald, der am
25.12.2007 das Ziel seines Lebens
erreichte, hat in über 80 Publika-
tionen vermittelt, was ihm beim Studium des
Wortes Gottes wichtig wurde. In seinem
lebendigen, aber doch leicht verständlichen
Sprach-Stil forderte er unermüdlich dazu auf,
mit ganzem Herzen und ganzer Hingabe den
Fussspuren dessen zu folgen, der sein Leben
für uns gab.

In diesem Handbuch, das eine Fülle von hilf-


reichen Ratschlägen und Anleitungen ent-
hält, werden alle Aspekte der Jüngerschaft
und Nachfolge beleuchtet. Es geht um
Themen wie: „Die revolutionären Lehren
Jesu“, „Nur das Beste für Gott“, „Die Heraus-
forderung persönlicher Evangelisation“, „In
Reinheit leben“, „Die tägliche Zeit mit
Jesus“.
„MIT GANZEM
Ein sehr wertvolles, umfassendes Werk HERZEN UND
sowohl für solche, die Jünger werden wollen, GANZER HINGABE
als auch für jene, die andere zur Jüngerschaft DEN FUSSSPUREN
anleiten möchten. Biblische Lehre DESSEN ... FOLGEN,
DER SEIN LEBEN
(Der Text ist der Verlagswebseite der Christli- FÜR UNS GAB.“
chen Literaturverbreitung entnommen)
www.clv.de

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Anthony Norris Groves
von Harriet Groves
nthony Norris Groves (1795-1853) war einer der ersten Männer
und Impulsgeber der Brüderbewegung und u.a. Vorbild (und
Schwager) von Georg Müller. Der Herr Jesus sagte, dass es für
Reiche äußerst schwierig ist, ins Reich Gottes zu kommen. Durch den reichen
Zahnarzt Groves zeigte Gott, dass es aber nicht unmöglich ist. Groves und
seiner Frau wurde klar, dass sie keine Schätze auf Erden sammeln, sondern auf
den Herrn vertrauen und einen Teil ihrer Habe den Armen geben sollten.
Zuerst gaben sie ein Zehntel, dann ein Viertel und schliefllich alles für den
Herrn weg. Bereits zu Beginn der Brüderbewegung (1829) reisten sie über St.
Petersburg und Moskau nach Bagdad, um dort als Missionare zu leben.

Bei einer schlimmen Pest,


die dort grassierte und die
noch durch eine Über-
schwemmung und einen
Bürgerkrieg verschlimmert „GROVES UND
wurde, führte Gott ihn in SEINER FRAU
die Tiefen seiner Schule und WURDE KLAR,
nahm seine geliebte Frau zu
DASS SIE KEINE
SCHÄTZE AUF
sich in die Ewigkeit. Später baute Groves in Indien eine Missionsarbeit nach strikt ERDEN SAMMELN,
biblischen Prinzipien auf. SONDERN AUF
DEN HERRN
Dieses Lebensbild von Groves ist eine Kurzfassung des 650 Seiten umfassenden VERTRAUEN UND
englischen Originals, das seine zweite Frau und Witwe Harriet aus seinen Memoi-
EINEN TEIL IHRER
HABE DEN ARMEN
ren, Tagebüchern und Briefen zusammengestellt hat. Biografie GEBEN SOLLTEN.“
(Der Text ist der Verlagswebsite von Betanien entnommen)
www.betanien.de
www.cbuch.de

Jesus nachfolgen,...
von C.H. Spurgeon
ür Spurgeon war die klare Verkündigung der Wahrheiten des Evangeliums das
Rückgrat der Reformation. "Die Kraft lag nicht im Hammer und in den Nägeln
Luthers, sondern in der Wahrheit seiner Thesen, die er vor aller Augen anheftete",
schrieb er 1871 und folgerte: "Echte Erweckung fiel immer zusammen mit einer klaren,
evangelischen Unterweisung in den Kardinalfragen der Wahrheit." Und über die predigte er
und erlebte "echte Erweckung" in seiner Gemeinde. In diesem Band der kleinen
"Spurgeon-Bibliothek" wird deutlich, was für Spurgeon die "Kardinalfrage" der Nachfolge
ist: Es ist die Frage, die Jesus nach seiner Auferstehung an Petrus stellte: "Liebst du mich?"
Predigten

(Der Text ist der Verlagswebsite vom 3L Verlag entnommen)


www.3lverlag.de

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what´s next?
Die nächste Ausgabe behandelt das Thema „Glaube“
und erscheint am 1. Januar 2011
„ES KOSTET UNS MEHR,
ALS NUR MATERIELLEN
WOHLSTAND
AUFZUGEBEN.
ES KOSTET UNS MEHR,
ALS NUR AUF
GESELLSCHAFTLICHE
STELLUNG ZU
VERZICHTEN.
CHRIST ZU SEIN,
KOSTET UNS ALLES.“

Nr. 01 // Nachfolge // 01.10.2010

HERAUSGEBER
Die Redaktion

REDAKTION
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Viktor Sudermann
Andreas Kuhlmann
Peter Voth

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Seite 4,5: Rosel Eckstein (pixelio.de); Seite 6: Onki Flori (pixelio.de); Seite
10: Rainer Sturm (pixelio.de); Seite 14,15: Radierung von Bernhard Rode
(historisch); Seite 18: Christian Kogler (pixelio.de); Seite 22: © by CLV
(www.clv.de); Seite 23 oben: © by Betanien Verlag (www.betanien.de); Seite
23 unten: © by 3L Verlag (www.3lverlag.de); Seite 24: Peter Voth Grafik

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"VIELE MEINEN ANSCHEINEND, ES SEI FÜR EINEN


SÜNDER EBENSO LEICHT, SEIN HERZ ZU REINIGEN,
WIE SEINE HÄNDE ZU WASCHEN, UND MAN KÖNNTE
DAS LICHT DER WAHRHEIT GOTTES, DAS DIE SEELE
DURCHLEUCHTET UND DAS FLEISCH VERGEHEN
LÄSST, EBENSO LEICHT IN SICH HINEINLASSEN WIE
DIE MORGENSONNE INS ZIMMER, INDEM MAN DIE
JALOSIEN HOCHZIEHT. SIE MEINEN, ES SEI EBENSO
EINFACH, SICH VON DEN GÖTZEN ZU GOTT ZU
BEKEHREN, VON DER WELT ZUM HERRN JESUS, VON
DER SÜNDE ZUR HEILIGKEIT, WIE MAN EIN AUTO MIT-
HILFE DES LENKRADS HERUMSTEUERT. LASSEN SIE
SICH IN DIESER LEBENSWICHTIGEN FRAGE NICHT
TÄUSCHEN: CHRIST ZU SEIN, ÜBERSTEIGT BEI
WEITEM DIE ARMSELIGEN MÖGLICHKEITEN DER
GEFALLENEN MENSCHENNATUR. DAZU GEHÖRT ES,
DEN LÜSTEN DES FLEISCHES ABZUSTERBEN, SICH
DER WELT ALS GEKREUZIGT ZU ACHTEN, DEM TEUFEL
ZU WIDERSTEHEN, TÄGLICH DER SÜNDE GESTORBEN
ZU SEIN, DER GERECHTIGKEIT ZU LEBEN, VON
HERZEN SANFTMÜTIG UND DEMÜTIG ZU SEIN,
VOLLER VERTRAUEN UND GEHORSAM, HINGEGEBEN
UND GEDULDIG, TREU UND KOMPROMISSLOS, LIEBE-
VOLL UND GÜTIG ZU SEIN - ODER KURZ GESAGT:
CHRISTUS NACHZUFOLGEN UND NACHZUAHMEN."

ARTHUR W. PINK