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WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

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WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

INHA LT

INHALT

DAS HEER

4

Kettenfahrzeuge

6

Radfahrzeuge

30

Luftfahrzeuge

40

Sonstiges Gerät

44

DIE LUFTWAFFE

50

Kampfflugzeuge

52

Trainingsflugzeuge

56

Flugabwehrraketensysteme

58

Transport­ und Verbindungsflugzeuge

60

Hubschrauber

64

DIE MARINE

68

Einsatzflottille 1

70

Einsatzflottille 2

84

Marineflieger

90

Segelschulschiff

96

Ölauffangschiff

98

DER SANITÄTSDIENST

100

Modulare Sanitätseinrichtungen

102

Fahrzeuge

104

Fliegende Sanitätseinrichtungen

112

DIE STREITKRÄFTEBASIS

118

Logistik

120

Kampfmittelbeseitigung

124

Nachrichtengewinnung und Aufklärung

126

Operative Information

132

Führungsunterstützung für Einsätze

140

Feldjägerwesen

146

Handwaffen

150

IMPRESSUM

156

Die Waffensysteme des Heeres werden meist mit Tiernamen benannt und je nach Fahrwerk in Ketten­ und Radfahrzeuge unterteilt. Des Weiteren gibt es eine Unterteilung in Wasser­ und Luftfahrzeuge sowie sonstiges Gerät. Die Fahrzeuge und sonstiges Gerät des Heeres reichen von Mörsern, Drohnen und Motorbooten über Hubschrauber bis hin zu Panzerhaubitzen und Kampfpanzern.

DAS HEER

DAS HEER 5

Neben den Soldaten der Panzertruppe stehen auch der Artillerie, der Flugabwehr, den Pionieren und den Grenadieren Kettenfahrzeuge für schwieriges Gelände zur Verfügung. Das „Flaggschiff“ des Heeres ist sicherlich der Kampfpanzer LEOPARD2. Darüber hinaus verfügt die Teilstreitkraft auch über eine umfassende Palette anderer Kettenfahrzeuge.

KAM PFPANZER

KETTEN FAHRZEUGE

anderer Kettenfahrzeuge. KAM PFPANZER KETTEN FAHRZEUGE Der Kampfpanzer LEOPARD 2 A6. 6 WAFFENSYSTEME UND

Der Kampfpanzer LEOPARD 2 A6.

LEOPARD 2 Der Kampfpanzer (KPz) LEOPARD ist der Standardpanzer der Panzertruppe. Er wird zur Bekämpfung von gepanzerten und ungepanzerten Zielen mit der 120 Milli­ meter Kanone sowie zur Bekämpfung von Erd­ und Luftzielen mit Maschinen­ gewehren eingesetzt. Die neueste Ausfüh­ rung ist der Kampfpanzer LEOPARD 2 A6.

LEOPARD 2 A6 Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten Gewicht 60,3 t Militärische Lastenklasse 70 t Länge 10,97 m Breite 3,76 m Höhe 3,03 m Motorleistung 1.100 kW (1.500 PS) Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 1.160 l Fahrbereich Straße / Gelände 280 km Verbrauch 414 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 68 km/h Bewaffnung Bordkanone Kaliber 120 mm, Bordmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm, Flugabwehrmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm Kampfentfernung Schussweite 2.500 m Kampfbeladung 44 Schuss Waten 1,20 m Tiefwaten 2,25 m Unterwasserfahren 4,00 m ABC­Schutz ja

2,25 m Unterwasserfahren 4,00 m ABC­Schutz ja Die Kombination aus Feuerkraft, Schutz und Beweglichkeit

Die Kombination aus Feuerkraft, Schutz und Beweglichkeit ergibt ein hohes Durchsetzungsvermögen in nahezu allen Einsatzszenarien und Gefechtsarten bei Tag und Nacht. Außer Deutschland setzen auch andere Nationen – die sogenannten LEOPARD­Benutzerstaaten – diesen Kampfpanzer ein.

LEOPARD 2 A5 / 2 A6M Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten Gewicht 59,9 / 62,5 t Militärische Lastenklasse 70 t Länge 9,67 / 10,97 m Breite 3,76 m Höhe 3,03 m Motorleistung 1.100 kW (1.500 PS) Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 1.160 l Fahrbereich Straße / Gelände 280 km Verbrauch 414 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 68 km/h Bewaffnung Bordkanone 120 mm, Bordmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm, Flugabwehrmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm Kampfentfernung Schussweite 2.500 m Kampfbeladung 44 / 37 Schuss Waten 1,20 m Tiefwaten 2,25 m Unterwasserfahren 4,00 m ABC­Schutz ja Spezialgerät / Ausstattung LEOPARD 2 A5 wie LEOPARD 2 A6 mit kürzerer Kanone LEOPARD 2 A6M wie LEOPARD 2 A6 mit verbessertem Minenschutz

SCHÜTZENPANZER

SCHÜTZENPANZER 8 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

MARDER Der Schützenpanzer (SPz) MARDER 1 A3 ist das Kettenfahrzeug der Panzergrenadiere. Ausgestattet mit zusätzlichen Komponen­ ten lässt er sich als Beobachterfahrzeug nutzen. Dazu wurden ein weiteres Funk­ gerät SEM 90, ein GPS­Empfänger, modi­ fizierte Antennen, eine Halterung für das Zielortungsgerät TZG 90 sowie ein Feld­ rechner MRT 86 eingerüstet.

Damit ist ein Beobachtereinsatz sowohl abgesessen, als auch direkt vom Fahrzeug aus möglich. Der Einsatz ist jedoch nur bei stehendem Fahrzeug möglich.

Die Übertragung der mit Hilfe des TZG 90 ermittelten Zieldaten erfolgt mittels MRT 86 und SEM 90 per Datenfunk an das Führungs­ und Waffen­Einsatzsystem (FüWES) ADLER (Artillerie­, Daten­, Lage­ und Einsatz­Rechnerverbund). Der Schüt­ zenpanzer MARDER ist ein gepanzertes Vollkettenfahrzeug mit einer Besatzung von bis zu neun Soldatinnen bzw. Soldaten.

einer Besatzung von bis zu neun Soldatinnen bzw. Soldaten. Besatzung 9 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 38,5 t

Besatzung 9 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 38,5 t Militärische Lastenklasse 40 t Länge 6,88 m Breite 3,38 m Höhe 3,23 m Motorleistung 441 kW (600 PS) Betriebsvorrat 650 l Fahrbereich Straße 460 km Verbrauch Straße / Gelände 130 l bis 400 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 65 km/h Bewaffnung Maschinenkanone 20 mm, Maschinengewehr 7,62 mm, Panzerabwehrwaffe MILAN (Missile d’Infanterie Léger ANtichar) Kampfbeladung 1.250 Schuss ABC­Schutz ja Spezialgerät / Ausstattung Wärmebildgerät, Winkelspiegel, Richtanlage elektro­hydraulisch

WAFFENTRÄGER

WAFFENTRÄGER Der Flugabwehrraketenwaffenträger auf dem Fahrgestell WIESEL 2. 10 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

Der Flugabwehrraketenwaffenträger auf dem Fahrgestell WIESEL 2.

WIESEL Der Waffenträger (WaTrg) WIESEL ist ein luftransportfähiges, leichtgepanzertes Vollkettenfahrzeug mit Frontantrieb. Seine Panzerung bietet der Besatzung Schutz gegen Infanteriewaffen und Splitter von Artilleriemunition.

Die Bewaffnung des WaTrg TOW besteht aus der Panzerabwehrwaffe TOW 2. Der WaTrg MK ist mit der Maschinenkanone 20 Millimeter ausgerüstet, die mittels Lafette über Drehkranzlager auf dem Wannendach gelagert ist. Für den Einsatz bei Nacht ist die Waffenanlage mit einer wärmebildgestützten Beobachtungs­ und Zieleinrichtung mit Laserentfernungsmesser ausgerüstet.

WIESEL 1 TOW Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gewicht 2,865 t Motorleistung 64 kW (87 PS) Länge 3,27 m Breite 1,82 m Höhe 1,87 m Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 80 l Fahrbereich Straße 286 km, Gelände 200 km Verbrauch Straße / Gelände 28 l bis 40 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit vorwärts 80 km/h, rückwärts 40 km/h Bewaffnung Bordmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm, Flugabwehrmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm, Lenkflugkörpersystem 1 A2 TOW Kampfentfernung Schussweite 3.750 m Kampfbeladung 7 Leuchtflugkörper / Maschinengewehr­Monition 360 Schuss ABC­Schutz nein, persönliche Schutzausrüstung

Schuss ABC­Schutz nein, persönliche Schutzausrüstung WIESEL 1 A3 MK Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Gewicht

WIESEL 1 A3 MK Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Gewicht 2,921 t Motorleistung 64 kW (87 PS) Länge 3,55 m Breite 1,82 m Höhe 1,79 m Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 80 l Fahrbereich Straße 286 km, Gelände 200 km Verbrauch Straße / Gelände 28 l bis 40 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit vorwärts 80 km/h, rückwärts 40 km/h Bewaffnung Bordmaschinenkanone 20 mm Kampfentfernung Schussweite 1.100 m Kampfbeladung 100 HE­ / 60 AP­Schuss ABC­Schutz nein, persönliche Schutzausrüstung

FLUGABWEHRKANONENPANZER

FLUGABWEHRKANONENPANZER 12 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
GEPARD 1 A2 Der GEPARD 1 A2 ist ein gepanzertes, all­ wetterfähiges Kanonenwaffensystem auf dem

GEPARD 1 A2 Der GEPARD 1 A2 ist ein gepanzertes, all­ wetterfähiges Kanonenwaffensystem auf dem modifizierten Fahrgestell des Kampf­ panzers LEOPARD 1.

Die Besatzung besteht aus einem Komman­ danten, einem Richtschützenkanonier und einem Fahrer. Der Flugabwehrkanonenpanzer bekämpft Flugziele in niedrigen und mittleren Höhen bis zu einer Entfernung von knapp 5.000 Metern. Der GEPARD hat eine hohe Reaktionsfähigkeit bei der Bekämpfung über­ raschend auftauchender Luftfahrzeuge und kann Hubschrauber auch in Baumwipfelhöhe wirksam bekämpfen. In Ausnahmefällen können auch leicht gepanzerte Bodenziele bis zu einer Entfernung von 1.500 Metern bekämpft werden.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 46 t Militärische Lastenklasse 52 t Länge ohne Packsack 7,29 m Breite über Endverbinder 3,28 m Höhe mit Kiste auf Turm 3,20 m Motor Mehrstoff Motorleistung 611 kW (830 PS) Betriebsvorrat 985 l Fahrbereich 420 km Verbrauch Straße / Gelände 50 bis 250 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 62 km/h Bewaffnung Zwillingskanone, Kaliber 2 x 35 mm Kampfentfernung Schussweite 5.000 m Kampfbeladung Flugziel 640 Schuss, Erdziel 40 Schuss Erfassungsbereich Radarbereich 16 km Waten 0,75 m Tiefwaten 2,25 m ABC­Schutz ja

LEICHTES FLUGABWEHRSYSTEM

OZELOT Das Leichte Flugabwehrsystem (LeFlaSys) dient dem Schutz leichter, insbesondere luftbeweglicher Truppen, ihrer Einrich­ tungen und für ihre Operationsführung wichtige Anlagen. Der OZELOT ist so kon­ zipiert, dass er unter extremen klimati­ schen Bedingungen und in jedem Gelände reaktionsschnell einen überraschend auf­ tretenden Luftfeind auf kurze und mittlere Kampfentfernung bekämpfen kann. Er ist außerdem in der Lage, den Bewegungen der zu schützenden Truppe zu folgen.

Lage, den Bewegungen der zu schützenden Truppe zu folgen. Leichtes Flugabwehrsystem OZELOT auf Basis WIESEL Besatzung

Leichtes Flugabwehrsystem OZELOT auf Basis WIESEL Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Gewicht 4,5 t Militärische Lastenklasse 5 t Länge 4,50 m Breite 2,29 m Höhe 1,90 / 2,55 m Motorleistung 81 kW (110 PS) Betriebsvorrat 120 l Fahrbereich 400 km Verbrauch 30 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 70 km/h Bewaffnung Stinger, Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm Kampfbeladung 8 Schuss Höchstschussweite 6.000 m Waten 0,50 m

Systemanteile Aufklärungs­ / Führungsfahrzeug (AFF) auf Basis WIESEL 2 Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Gewicht 4,5

Systemanteile Aufklärungs­ / Führungsfahrzeug (AFF) auf Basis WIESEL 2 Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Gewicht 4,5 t Militärische Lastenklasse 5 t Länge 4,20 m Breite 2,29 m Höhe 1,90 / 2,83 m Motorleistung 81 kW (110 PS) Betriebsvorrat 120 l Fahrbereich 400 km Verbrauch 30 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 70 km/h Bewaffnung Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm Waten 0,50 m Erfassungsbereich Radarbereich 20 km

Systemanteile Batterieführungs­ / Unterstützungszellenfahrzeug (BF / UF) auf Basis WIESEL 2 Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Gewicht 4,1 t Militärische Lastenklasse 5 t Länge 4,20 m Breite 2,29 m Höhe 1,90 m Motorleistung 81 kW (110 PS) Betriebsvorrat 20 l Fahrbereich 400 km Verbrauch 30 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 70 km/h Bewaffnung Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm Waten 0,50 m

PANZERHAUBITZE

Panzerhaubitze 2000 Die Panzerhaubitze (PzH) 2000 ist das Standardgeschütz der Rohrartillerie des deutschen Heeres. Ihre große Reichweite, hohe Kadenz und Mobilität macht die PzH 2000 zu einem der wirksamsten Rohrartilleriesysteme der Welt.

Die 155 Millimeter­Kanone mit 52 Kali­ berlängen ist in Verbindung mit dem automatisierten Munitionsfluss in der Lage, Spreng­, Splitter­, Nebel­ sowie Such­ zündermunition auf große Entfernungen zu verschießen.

Die PzH 2000 wird international in den Niederlanden, Griechenland und Italien genutzt und nach einer einjährigen Vorbereitungsphase ab 2010 über die NAMSA (NATO Maintenance and Supply Agency) in Capellen, Luxemburg, logistisch unterstützt. Umfangreiches Ausbildungs­ gerät wurde entwickelt und bereitgestellt, um die Betriebskosten des Systems zu reduzieren.

um die Betriebskosten des Systems zu reduzieren. Besatzung 5 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 57 t

Besatzung 5 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 57 t Militärische Lastenklasse 60 Länge 7,91 / 11,70 m Breite 3,54 m Höhe 3,46 m Motor Diesel Motorleistung 736 kW (1.000 PS) Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 1.000 l Fahrbereich 420 km Verbrauch 238 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 60 km/h Bewaffnung Kanone 52 Kaliberlängen Kaliber 155 mm, Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm Kampfentfernung Schussweite 30 km, Schuss­ weite mit reichweitengesteigerter Munition 40 km Kampfbeladung 60 Schuss Feuergeschwindigkeit 3 Schuss pro 10 sek, 10 Schuss pro 60 sek, 20 Schuss pro 180 sek Waten nach Vorbereitung 1,10 bis 1,50 m ABC­Schutz ja

RAKETENWERFER

RAKETENWERFER MARS (MLRS) Das Mittlere Artillerieraketenwerfersystem (MARS) oder auch Multiple Launch Rocket System
RAKETENWERFER MARS (MLRS) Das Mittlere Artillerieraketenwerfersystem (MARS) oder auch Multiple Launch Rocket System
RAKETENWERFER MARS (MLRS) Das Mittlere Artillerieraketenwerfersystem (MARS) oder auch Multiple Launch Rocket System

MARS (MLRS) Das Mittlere Artillerieraketenwerfersystem (MARS) oder auch Multiple Launch Rocket System (MLRS) verschießt Wurfminensperren auf eine Entfernung von 38,5 Kilometer mit einer Wirkdauer von bis zu 96 Stunden, um Bewegungen gegnerischer Kräfte zu verzögern.

Ab 2011 wird die Artillerie über eine modernisierte Version des Raketenwerfers, den MARS II, mit modernster Feuerleit­ und Navigationsanlage verfügen. In Verbindung mit der hochmodernen Lenkrakete Guided Multiple Launcher Rocket System (GMLRS) lassen sich dann Ziele punktgenau bis zu einer Entfernung von mehr als 70 Kilo­ meter bekämpfen.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gewicht 25,5 t Militärische Lastenklasse 26 t Länge 7,07 m Breite 3,25 m Höhe 2,87 m Leistung 373 kW (500 PS) Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 617 l Fahrbereich circa 400 km Verbrauch Straße / Gelände 150 bis 240 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 56 km/h Bewaffnung AT 2­Mine / GMLRS1 bis 73 km, Kaliber 237 / 227 mm, Bordmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm Kampfentfernung Schussweite 10 bis 40 km Feuergeschwindigkeit 12 Schuss pro 50 sek Waten 1,00 m ABC­Schutz nein, persönliche Schutzausrüstung

BRÜCKENLEGEPANZER

BIBER

Der Brückenlegepanzer BIBER ist ein gepan­ zertes Vollkettenfahrzeug. Er dient zum schnellen Überwinden von Geländehinder­ nissen bis zu 20 Meter Breite und bis zu einer Militärischen Lastenklasse (MLC) von

50

Tonnen; in Ausnahmefällen auch bis zu

60

Tonnen.

Tonnen; in Ausnahmefällen auch bis zu 60 Tonnen. Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 45,3 t
Tonnen; in Ausnahmefällen auch bis zu 60 Tonnen. Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 45,3 t

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 45,3 t (35,1 t) Militärische Lastenklasse 50 t (39 t) Militärische Lastenklasse 50 t bei 10 km/h Militärische Lastenklasse 60 t bei 5 km/h Länge 11,82 m (10,59 m) Breite 4,00 m (3,25 m) Höhe 3,75 m (2,65 m) Motorleistung 610 kW (830 PS)

Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 950 l Fahrbereich 450 km Verbrauch 350 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 62 km/h Waten 1,20 m Tiefwaten 1,65 m ABC­Schutz ja Spezialgerät / Ausstattung Brückenlänge 22 m, Überbrückbare Breite 20 m

SCHWIMMSCHNELLBRÜCKE

SCHWIMMSCHNELLBRÜCKE AMPHIBIE M3 Die Schwimmschnellbrücke (SSB) AMPHIBIE M3 dient der schnellen Überwindung brei­ ter
SCHWIMMSCHNELLBRÜCKE AMPHIBIE M3 Die Schwimmschnellbrücke (SSB) AMPHIBIE M3 dient der schnellen Überwindung brei­ ter
SCHWIMMSCHNELLBRÜCKE AMPHIBIE M3 Die Schwimmschnellbrücke (SSB) AMPHIBIE M3 dient der schnellen Überwindung brei­ ter

AMPHIBIE M3 Die Schwimmschnellbrücke (SSB) AMPHIBIE M3 dient der schnellen Überwindung brei­ ter Gewässer über 40 Meter. Sie wird als Gefechtsfeldbrückengerät insbesondere für den Bau von Kriegsbrücken und Fähren für schwere Kräfte genutzt. Sie besitzt eine Regeltragfähigkeit für Militärische Lasten­ klassen von bis zu 70 Tonnen. Sie ist unge­ panzert, verfügt jedoch über hohe Mobili­ tät und Flexibilität. Sie wird dort eingesetzt, wo schnelle Schwerpunktverlagerungen und rasche Übergänge der Kampftruppe erforderlich sind und Festbrücken nicht mehr eingesetzt werden können. Die Bauzeit für eine 100 Meter lange Brücke beträgt etwa 20 Minuten.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 26 t Militärische Lastenklasse 32 t Länge 13,30 m Breite 3,35 m Höhe 3,97 m Motorleistung 252 kW (343 PS) Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 400 l Fahrbereich Straße / Gelände bis zu 720 km / 400 km Verbrauch 55 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 80 km/h Tiefgang Brücke / Fähre ohne Nutzlast 0,54 m, Brücke MLC 70 1,08 m, Zweifachfähre MLC 70 K 1,02 m Mindestwassertiefe 1,20 m

MINENRÄUMPANZER

MINENRÄUMPANZER 20 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

KEILER Der Minenräumpanzer KEILER ist ein Voll­ kettenfahrzeug und wird in der Pionier­ truppe eingesetzt, um befahrbare Gassen durch Minenfelder zu schlagen.

Der KEILER verfügt über eine schwenkbare Räumeinrichtung, an der 24 gegeneinan­ der ausgewuchtete rotationssymmetrische Räumelemente rotieren. Die Räumelemente fräsen den Boden in einer Breite von 4,70 Metern und einer Tiefe bis zu 25 Zen­ timetern auf. Dabei werden alle offen oder verdeckt liegenden Minen zur Detonation gebracht oder zerstört.

liegenden Minen zur Detonation gebracht oder zerstört. Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 53 t

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 53 t Militärische Lastenklasse 60 t Länge 8,67 m Breite 3,79 m Höhe 3,80 m Motorleistung 814 kW Betriebsvorrat 1.100 l Fahrbereich 350 km Verbrauch Straße / Gelände 320 l bis 580 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit in Transportstellung 48 km/h ABC­Schutz ja Spezialgerät / Ausstattung 24 Räumelemente

Der Pionierpanzer DACHS im Einsatz. 22 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

Der Pionierpanzer DACHS im Einsatz.

PIONIERPANZER

DACHS Der Pionierpanzer (PiPz) DACHS ist ein gepanzertes Vollkettenfahrzeug, dass zu Räum­, Bagger­ und Bergearbeiten eingesetzt wird.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 43 / 44 t Militärische Lastenklasse 48 t Länge 8,38 m Breite 3,25 m Höhe 2,57 m Motorleistung 610 kW / 830 PS Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 1.410 l Fahrbereich 400 km Verbrauch 350 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 62 km/h Bewaffnung Flugabwehrmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm Kampfbeladung 1.250 Schuss Waten 1,20 m Tiefwaten 2,25 m Unterwasserfahren 4,00 m ABC­Schutz ja Spezialgerät / Ausstattung Hauptwinde Zugleistung 200 bis 350 kN, Doppelzug 700 kN, 90 m Seillänge, Baggerarm Hebeeinsatz 7,8 t, Bagger­ und Räumleistung 140 m³ / 270 m³

BERGEPANZER

BÜFFEL Der Bergepanzer (BPz) 3 BÜFFEL ist ein gepan­ zertes Vollkettenfahrzeug, das zum Bergen und Abschub von Material sowie als Hebe­ mittel bei der Instandsetzung eingesetzt wird.

als Hebe­ mittel bei der Instandsetzung eingesetzt wird. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 55,3 t

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 55,3 t Militärische Lastenklasse 460 t Länge 9,07 m Breite 3,54 m Höhe 2,99 m Motorleistung 1.100 kW Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 1.600 l Fahrbereich 470 km Verbrauch 340 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 68 km/h Bewaffnung Flugabwehrmaschinengewehr Kaliber 7,62 mm Kampfbeladung 2.500 Schuss Waten 1,20 m Tiefwaten 2,35 m Unterwasserfahren 4,00 m ABC­Schutz ja Spezialgerät / Ausstattung Krananlage 30 t, Bergewinde 343 kN konstant, Hilfswinde 8,3 kN, Schneid­ und Schweißanlage

MANNSCHAFTSTRANSPORTWAGEN

MANNSCHAFTSTRANSPORTWAGEN 24 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
M 113 Der Mannschaftstransportwagen (MTW) M 113 wurde ursprünglich als Mannschafts­ transportwagen in die Bundeswehr

M 113 Der Mannschaftstransportwagen (MTW)

M 113 wurde ursprünglich als Mannschafts­

transportwagen in die Bundeswehr ein­ geführt. Heute findet er jedoch nur noch als Schreibfunkpanzer (SchrFuPz) sowie

als Führungs­ und Funkpanzer (FüFuPz) Verwendung. In letzteren Funktionen dient

er

unter anderem als Verbindungstrupp

zu

Nachbarbrigaden und vorgesetzten

Kommandobehörden.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 12,2 t Militärische Lastenklasse 12 t Länge 5,35 m Breite 2,69 m Höhe 2,49 m Motor Diesel Motorleistung 155 kW (210 PS) Betriebsvorrat 360 l Fahrbereich 480 km Verbrauch 69 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 40 km/h Bewaffnung Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm

Der Minenwerfer SCORPION G1 NDV 1. 26 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

Der Minenwerfer SCORPION G1 NDV 1.

MINENWERFER

M 113 Minenwerfer SCORPION G1 NDV 1 Der Minenwerfer SCORPION dient der Pioniertruppe als Verlegefahrzeug für Panzerabwehrminen.

Pioniertruppe als Verlegefahrzeug für Panzerabwehrminen. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 12,2 t

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 12,2 t Militärische Lastenklasse 12 t Länge 5,87 m Breite 2,68 m Höhe 3,11 m Motor Diesel Motorleistung 155 kW (210 PS) Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 380 l Fahrbereich 500 km Verbrauch 69 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 40 km/h Bewaffnung Panzerabwehrminen AT 2 Kampfbeladung 600 Panzerabwehrminen Waten 1,00 m

FEUERLEITPANZER MÖRSER

M 113 FltPzMrs G2 EFT NDV 1 D er Feuerleitpanzer Mörser (FltPzMrs) leitet d en Mörserzug beim Kampf des Panzer­ g renadierbataillons und der Infanterie.

Kampf des Panzer­ g renadierbataillons und der Infanterie. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 11,2 t

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 11,2 t Militärische Lastenklasse 12 t Länge 5,35 m Breite 2,69 m Höhe 2,49 m Motor Diesel Motorleistung 155 kW (210 PS) Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 360 l Fahrbereich 480 km Verbrauch 69 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 40 km/h Bewaffnung Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm Waten 1,00 m

PANZERMÖRSER

M 113 PzMrs G3 EFT NDV 2 Der Panzermörser (PzMrs) unterstützt im Rahmen der Panzermörserkompanie oder des Panzermörserzuges den Kampf des Infanteriebataillons.

des Panzermörserzuges den Kampf des Infanteriebataillons. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 12,8 t

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 12,8 t Militärische Lastenklasse 17 t Länge 5,35 m Breite 2,69 m Höhe 2,64 m Motor Diesel Motorleistung 220 kW (300 PS) Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 360 l Fahrbereich 650 km Verbrauch 49 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 62 km/h zul. Geschwindigkeit nach STVZO 50 km/h Bewaffnung Mörser, Kaliber 120 mm Kampfentfernung Schussweite bis 6.360 m Kampfbeladung 63 Schuss Waten 1,00 m

FEUERLEITPANZER ARTILLERIE

M 113 GerTrgRechVbd Art ADLER NDV 2 Der M 113 als Geräteträger Rechnerverbund Artillerie ADLER dient als Bindeglied zwischen Beobachter und Bataillonsgefechtsstand sowie als Feuerleitstelle für die PzH 2000.

sowie als Feuerleitstelle für die PzH 2000. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 14,8 t

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 14,8 t Militärische Lastenklasse 17 t Länge 5,35 m Breite 2,69 m Höhe 2,61 m Motor Diesel Motorleistung 220 kW (300 PS) Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 360 l Fahrbereich 650 km Verbrauch 49 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 62 km/h zul. Geschwindigkeit nach STVZO 50 km/h Bewaffnung Maschinengewehr MG 3 Kaliber 7,62 mm Waten 1,00 m

TRÄGERFAHRZEUG

M 113 TrgFz RATAC G3 EFT NDV 2 Das Trägerfahrzeug (TrgFz) RATAC dient dem Artilleriebataillon zur Gefechtsfeld­ überwachung.

dem Artilleriebataillon zur Gefechtsfeld­ überwachung. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 14,8 t

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 14,8 t Militärische Lastenklasse 17 t Länge 5,35 m Breite 2,69 m Höhe 2,60 m Motor Diesel Motorleistung 220 kW (300 PS) Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 360 l Fahrbereich 650 km Verbrauch 49 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 62 km/h zul. Geschwindigkeit nach STVZO 50 km/h Bewaffnung Maschinengewehr MG 3 Kaliber 7,62 mm Waten 1,00 m

GEFECHTSSTANDPANZER

M 113 GEFSTDPZ G3 EFT NDV 2 Der Gefechtsstandpanzer (GefStdPz) dient als mobiler Gefechtsstand und zur Aufnahme von Rüstsätzen.

als mobiler Gefechtsstand und zur Aufnahme von Rüstsätzen. Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 14,8 t

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 14,8 t Militärische Lastenklasse 17 t Länge 5,35 m Breite 2,69 m Höhe 2,90 m Motor Diesel Motorleistung 220 kW (300 PS) Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 360 l Fahrbereich 650 km Verbrauch 49 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 62 km/h zul. Geschwindigkeit nach STVZO 50 km/h

Die Palette der Radfahrzeuge reicht von leichten Geländefahrzeugen bis hin zu Fahrzeugkran und Schwerlasttransportern. DINGO, FENNEK, COBRA, TIGER – das klingt zunächst wie ein Rundgang durch den Zoo. Tatsächlich handelt es sich dabei um Namen für militärische Radfahrzeuge.

PATROUILLEN­ / SICHERUNGSFAHRZEUG

RADFAHRZEUGE

PATROUILLEN­ / SICHERUNGSFAHRZEUG RADFAHRZEUGE Geschütztes Führungs­ und Funktions­ fahrzeug (GFF)

Geschütztes Führungs­ und Funktions­ fahrzeug (GFF) Klasse 3 DINGO A1 / A2 Dieses Radfahrzeug ist mit geschützter Sicherheitszelle, Minendeflektor und gehär­ teter Motorhaube ausgestattet. Es wird als Patrouillenfahrzeug, vorrangig für Auf­ klärungs­ und Überwachungsaufgaben, im erweiterten Einsatzspektrum der Bundes­ wehr eingesetzt.

Besatzung 5 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 9,2 t Militärische Lastenklasse 9 t Länge 5,40 m Breite 2,90 m Höhe 2,90 m Motorleistung 177 kW bei 2.600 min ­1 Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 170 l Fahrbereich 850 km Verbrauch 20 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 80 km/h Bewaffnung Kaliber 7,62 mm Kampfentfernung Schussweite 450 m Kampfbeladung 250 Schuss Waten 0,80 m ABC­Schutz ja Spezialgerät / Ausstattung GPS, Funkanlage SEM 80 / 90, Reifendruckregelanlage, Außensprechan­ lage, Rückblickkamera, Standheizung, Klimaanlage

GFF Klasse 3 DINGO 2 A1 Besatzung 6 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 11,9 t Militärische Lastenklasse 12 t Länge 6,10 m Breite 3,10 m Höhe 3,20 m Motorleistung 160 kW bei 2.200 min ­1 Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 260 l Fahrbereich 850 km Verbrauch 30,5 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 90 km/h Bewaffnung Mechanische Waffenstation 1.530, Kaliber 7,62 mm Kampfentfernung Schussweite 450 m Kampfbeladung 1.000 Schuss Waten 1,20 m ABC­Schutz ja Spezialgerät / Ausstattung GPS, Funkanlage SEM 80 / 90, Reifendruckregelanlage, Außensprechan­ lage, Rückblickkamera, Standheizung, Klimaanlage, Führungsausstattung Taktisch FAUST

Klimaanlage, Führungsausstattung Taktisch FAUST GFF Klasse 3 DINGO 2 A2.3 Besatzung 6 Soldatinnen/Soldaten

GFF Klasse 3 DINGO 2 A2.3 Besatzung 6 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 12,5 t Militärische Lastenklasse 14 t Länge 6,10 m Breite 3,10 m Höhe 3,20 m Motorleistung 163 kW bei 2.200 min ­1 Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 260 l Fahrbereich 850 km Verbrauch 30,5 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 89 km/h Bewaffnung fernbedienbare leichte Waffen­ station 100, Kaliber 7,62 mm Kampfentfernung Schussweite 450 m Kampfbeladung 1.200 Schuss Waten 1,20 m ABC­Schutz ja Spezialgerät / Ausstattung GPS, Funkanlage SEM 80 / 90, Reifendruckregelanlage, Außensprechan­ lage, Rückblickkamera, Standheizung, Klimaanlage, Führungsausstattung Taktisch FAUST, Waffenstation mit ungekühltem Wärmebildgerät

Das Spähfahrzeug FENNEK. 32 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

Das Spähfahrzeug FENNEK.

SPÄHWAGEN

FENNEK Der FENNEK ist das Spähfahrzeug (SpähFzg) der Heeresaufklärungstruppe. Hohe Mobi­ lität und große Reichweite ermöglichen es der Besatzung, bis zu fünf Tage unabhän­ gig von der eigenen Truppe zu operieren. Einsatz­Subsysteme sind die Beobachtungs­ und Aufklärungsausstattung (BAA), die Bodensensorausstattung (BoSA) und die ALADIN.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 11 t Militärische Lastenklasse 12 t Länge 5,60 m Breite 2,55 m Höhe 2,29 m Motorleistung 117 kW Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 230 l Fahrbereich Straße / Gelände 1.000 km / 450 km Verbrauch Straße / Gelände 23,25 l bis 50 l / 100 km Geschwindigkeit gedrosselt 80 km/h, frei > 110 km/h Bewaffnung Granatmaschinenwaffe / Maschinengewehr MG 3 / Nebelmittelwurfanlage, Kaliber 40 mm / 7,62 mm Kampfentfernung Schussweite 1.000 m / 600 m Kampfbeladung in Abhängigkeit der verwendeten Waffen 64 / 1.000 / 12 Waten bis zu 1,00 m ABC­Schutz ja Spezialgerät / Ausstattung 2 VHF­Führungsunter­ stützungsgeräte, 1 HF­Führungsunterstützungsgerät, Seilwinde, Einsatz der Subsysteme: Beobachtungs­ und Aufklärungsausstattung auch abgesessen, Bodensensor­ und Strahlenspür­Ausstattung

abgesessen, Bodensensor­ und Strahlenspür­Ausstattung FÜHRUNGS­ / ERKUNDUNGSFAHRZEUG FENNEK Das Führungs­ und

FÜHRUNGS­ / ERKUNDUNGSFAHRZEUG

FENNEK Das Führungs­ und Erkundungsfahrzeug FENNEK für die Pioniertruppe zeichnet sich durch seine hohe Mobilität im Gelände, seine Systemanteile für den Gefechtswert, bei der Erkundung von Gewässerüber­ gängen, der Planung und dem Anlegen von Minensperren und dem Führen aus.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 11 t Militärische Lastenklasse 12 t Länge 5,60 m Breite 2,55 m Höhe 2,29 m Motorleistung 117 kW Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 200 l Fahrbereich Straße / Gelände 1.000 km / 450 km Verbrauch Straße / Gelände 23,25 bis 50 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit gedrosselt 80 km/h, frei > 110 km/h Bewaffnung Granatmaschinenwaffe / Maschinengewehr MG 3 / Nebelmittelwurfanlage, Kaliber 40 mm / 7,62 mm Kampfentfernung Schussweite 1.000 m / 600 m Kampfbeladung in Abhängigkeit der verwendeten Waffen 64 / 1.000 / 12 Waten bis zu 1,00 m ABC­Schutz ja Spezialgerät / Ausstattung 2 VHF­Führungsunter­ stützungsgeräte, 1 HF­Führungsunterstützungsgerät, Seilwinde, Anhängekupplung, Einsatz der Subsyste­ me: Strahlenspür­Ausstattung

GESCHÜTZTES RADFAHRZEUG

Einsatzfahrzeug Spezialisierte Kräfte (ESK) MUNGO Das allradgetriebene, geschützte Radfahr­ zeug der spezialisierten Kräfte ist mit gepanzertem Fahrerhaus und gepanzerter Rundumverglasung ausgestattet. Der MUNGO ist luftverladbar im Mittleren Transporthubschrauber vom Typ CH­53 G.

im Mittleren Transporthubschrauber vom Typ CH­53 G. Besatzung 10 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 7,5 t
im Mittleren Transporthubschrauber vom Typ CH­53 G. Besatzung 10 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 7,5 t

Besatzung 10 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 7,5 t Militärische Lastenklasse nicht festgelegt Länge 4,50 m Breite 1,90 m Höhe 2,40 m Motorleistung 78 kW bei 3.600 m ­1 Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 80 l Fahrbereich 450 km Verbrauch 16 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit 90 km/h Waten 0,50 m Spezialgerät / Ausstattung Klimaanlage

GEPANZERTES TRANSPORTKRAFTFAHRZEUG

GEPANZERTES TRANSPORTKRAFTFAHRZEUG GTK BOXER Das Gepanzerte Transportkraftfahrzeug (GTK) BOXER ist eine deutsch­nieder­
GEPANZERTES TRANSPORTKRAFTFAHRZEUG GTK BOXER Das Gepanzerte Transportkraftfahrzeug (GTK) BOXER ist eine deutsch­nieder­
GEPANZERTES TRANSPORTKRAFTFAHRZEUG GTK BOXER Das Gepanzerte Transportkraftfahrzeug (GTK) BOXER ist eine deutsch­nieder­

GTK BOXER Das Gepanzerte Transportkraftfahrzeug (GTK) BOXER ist eine deutsch­nieder­ ländische Gemeinschaftsentwicklung. Die Gruppentransportfahrzeuge werden zum Teil mit Granatmaschinenwaffe 40 Millimeter und teilweise mit Maschi­ nengewehr 12,7 Millimeter ausgestattet, die jeweils in einer fernbedienbaren leich­ ten Waffenstation 200 lafettiert sind. Der GTK kann eine Infanteriegruppe transpor­ tieren. Das Führungsfahrzeug kann sowohl als Führungsmittel auf Kompanieebene als auch als Gefechtsstandfahrzeug der Briga­ deebene eingesetzt werden. Der BOXER ist ab etwa Mitte 2010 für die Truppe verfügbar.

Besatzung Gruppentransportfahrzeug 10 Soldatinnen/ Soldaten, Führungsfahrzeug 5 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 33 t Militärische Lastenklasse 37 t Länge 7,90 m Breite 2,99 m Höhe ohne Waffenstation 2,37 m Höhe mit Rundumkennleuchte und Waffenstation 3,70 m Leistung 530 kW Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 540 l Fahrbereich Straße bis 1.000 km Höchstgeschwindigkeit 80 km/h Bewaffnung Gruppentransportfahrzeug Granatmaschinenwaffe Kaliber 40 mm oder Schweres Maschinengewehr Kaliber 50, 12,7 mm, Führungsfahrzeug Bordmaschinengewehr 12,7 mm, Waffenstation FLW 200 Waten 1,20 m ABC­Schutz ja Spezialgerät / Ausstattung Klimaanlage, GPS, Integriertes Führungs­ und Waffeneinsatzsystem (IFIS)

TRANSPORTPANZER

TRANSPORTPANZER 36 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
FUCHS Der Transportpanzer 1 FUCHS ist ein gelän­ degängiges, gepanzertes Radfahrzeug (6 x 6), das
FUCHS Der Transportpanzer 1 FUCHS ist ein gelän­ degängiges, gepanzertes Radfahrzeug (6 x 6), das

FUCHS Der Transportpanzer 1 FUCHS ist ein gelän­ degängiges, gepanzertes Radfahrzeug (6 x 6), das ursprünglich als reines Trans­ portfahrzeug konzipiert wurde. Heute wird er mit verschiedenen Rüstsatzvariationen bei zahlreichen Truppengattungen einge­ setzt. Beispiele hierfür sind die Variante ABC­Spürpanzer bei der ABC­Truppe, der Einsatz als Personentransportfahrzeug bei der Jägertruppe oder als vorgeschobene Befehlsstelle für Gefechtsstände.

Besatzung 12 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 16,2 t Militärische Lastenklasse 25 t Länge 7,33 m Breite 3,10 m Höhe 2,37 m Leistung 235 / 2.500 kW / min Betriebsvorrat 390 l Fahrbereich 800 km Straße Verbrauch circa 48 l / 100 km Höchstgeschwindigkeit Straße 105 km/h Höchstgeschwindigkeit Wasserfahrt 10 km/h Bewaffnung Maschinengewehr Kaliber 7,62 mm ABC­Schutz ja Spezialgerät / Ausstattung in Abhängigkeit der Varianten bzw. Ausstattungen

ARTILLERIEORTUNGSRADAR

ARTILLERIEORTUNGSRADAR 38 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
AOR COBRA Das Artillerieortungsradar (AOR) COBRA ist ein Artillerieaufklärungsradar, entwickelt mit integrierter
AOR COBRA Das Artillerieortungsradar (AOR) COBRA ist ein Artillerieaufklärungsradar, entwickelt mit integrierter

AOR COBRA Das Artillerieortungsradar (AOR) COBRA ist ein Artillerieaufklärungsradar, entwickelt mit integrierter Einbindung in die nationa­ len Artillerieführungs­ und Waffeneinsatz­ systeme. Geortet werden können Haubitzen und Mörser sowie Raketenartillerie ab einem Kaliber von 80 Millimetern.

Es übernimmt folgende grundlegende Aufgaben:

Feststellen, Orten und Klassifizieren gegnerischer Geschosswerfer, Raketen­ stellungen und Artillerieeinheiten,

Vorrausberechnung von Trefferkoor­ dinaten,

Feststellen der Wirkung und Feuer­ korrektur eigenen Artilleriefeuers,

Quelle für Aufklärungsinformationen,

Bestimmung von Daten der Störlage,

Kommunikation mit den Kampfeinheiten.

Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten Gefechtsgewicht 25,7 t Militärische Lastenklasse 30 t Länge 10,77 m Breite 2,90 m Höhe 3,87 m Motorleistung 265 kW Höchstgeschwindigkeit 90 km/h Spezialgerät / Ausstattung Radargerät mit Phased­Array­Antenne: Ortet 40 Ziele in 2 min, Informationsalter 15 sek

Jenseits der Erde gilt es für das Heer auch die Elemente Wasser und Luft zu bezwingen. Das Spektrum der Luftfahrzeuge des Heeres reicht vom leichten Transporthubschrauber über Mehrzweckhubschrauber bis hin zum Unterstützungshubschrauber.

UNTERSTÜTZUNGSHUBSCHRAUBER

LUFTFAHRZEUGE

bis hin zum Unterstützungshubschrauber. UNTERSTÜTZUNGSHUBSCHRAUBER LUFTFAHRZEUGE 40 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

TIGER Der mehrrollen­ und allwetterfähige Unterstützungshubschrauber TIGER wird den nicht nachttiefflug­ und nachtkampf­ fähigen, unzureichend bewaffneten und nicht geschützten Panzerabwehrhub­ schrauber (PAH) 1 ablösen.

Seine moderne Technologie ist ein Generationssprung in Bezug auf Nachtkampffähigkeit, Einsatzdauer, Reichweite, Sensorik und Bewaffnung.

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Flugstrecke 360 bis 1.200 km Flugbetriebsstoffverbrauch im Durchschnitt 350 l / h Marschgeschwindigkeit bis circa 250 km/h Einsatzdauer 2:30 Std. (+ 20 min Reserve) Führung des Gefechts je nach Anmarschzeit 0:30 bis 1:30 Std. Kampfentfernung bis 6.000 m Kampfbeladung 2 Außenstationen für 4 Luft­Luft Lenkflugkörper Stinger, 2 Innenstationen für Behälter mit 12,7 mm, Behälter mit 19 x 70 mm Raketen, Behälter mit 4 PARS 3 LR, Behälter mit 4 Lenkflug­ körpern HOT, Behälter mit Flugbetriebsstoff (345 l)

Die Leistungsdaten sind abhängig von den geophysikalischen Bedingungen.

BO 105 Der Hubschrauber BO 105 bzw. BO 105 P/M wird als Verbindungshub­ schrauber (VBH) und als Panzerabwehr­ hubschrauber (PAH) 1, 1 A1 eingesetzt.

als Panzerabwehr­ hubschrauber (PAH) 1, 1 A1 eingesetzt. Besatzung VBH­Version 5 Soldatinnen/Soldaten, PAH­Version

Besatzung VBH­Version 5 Soldatinnen/Soldaten, PAH­Version 2 Soldatinnen/Soldaten Flugstrecke bis 400 km Flugbetriebsstoffverbrauch im Durchschnitt 200 l / h Marschgeschwindigkeit 180 km/h Einsatzdauer bis 2 Std. Kampfentfernung bis 4.000 m Kampfbeladung 6 Lenkflugkörper HOT

Die Leistungsdaten sind abhängig von den geophysikalischen Bedingungen.

Ein Mittlerer Transporthubschrauber vom Typ CH­53 GS nimmt Ladung auf. 42 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

Ein Mittlerer Transporthubschrauber vom Typ CH­53 GS nimmt Ladung auf.

MITTLERER

TRANSPORTHUBSCHRAUBER

CH­53

Der Mittlere Transporthubschrauber CH­53 wird in drei Versionen eingesetzt:

CH­53 G (IFR): normale Version,

CH­53 GE: Reichweitenerhöhung durch Innenzusatztanks,

CH­53 GS: voll ausgerüsteter Hubschrauber für den Einsatz.

GS: voll ausgerüsteter Hubschrauber für den Einsatz. Besatzung 4 bzw. 7 Soldatinnen/Soldaten Flugstrecke circa

Besatzung 4 bzw. 7 Soldatinnen/Soldaten Flugstrecke circa 360 km, 1.200 km mit Zusatztank Flugbetriebsstoffverbrauch im Durchschnitt 1.100 l / h Marschgeschwindigkeit bis circa 230 km/h Einsatzdauer 1:40 Std., 6:30 Std. mit Zusatztank Kampfbeladung Flugbetriebsstoff 2.400 l (maximal 7.190 l) Standardlast 32 Soldaten oder 4.600 kg Material oder 5,5 t Außenlast oder 24 Verwundete (auf Trage) Mit ballistischem Schutz 32 Soldaten oder 3.600 kg Material oder 24 Verwundete (auf Trage) Als Großraumrettungshubschrauber 6 Intensiv­ behandlungs­ oder 12 Behandlungsplätze

Die Leistungsdaten sind abhängig von den geophysikalischen Bedingungen.

LEICHTER

TRANSPORTHUBSCHRAUBER

NH­90

Der Mehrzweckhubschrauber NH­90 wurde im Auftrag von Frankreich, Italien, den Niederlanden und Deutschland ent­ wickelt. Er ist ein Hubschrauber der Zehn­ Tonnen­Klasse, der ausgehend von einem Basismuster ein Familienkonzept beinhal­ tet. Mit dem NH­90 können sowohl schwe­ re Lasten, technisches Material als auch bis zu 16 Soldaten transportiert werden.

Material als auch bis zu 16 Soldaten transportiert werden. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Flugstrecke bis 650 km

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Flugstrecke bis 650 km Flugbetriebsstoffverbrauch im Durchschnitt 550 l / h Marschgeschwindigkeit bis 260 km/h Einsatzdauer 4:35 Std Kampfbeladung Flugbetriebsstoff 1.975 l Standardlast 16 Soldaten oder 12 Soldaten und 3 Doorgunner oder 2.000 kg Innenlast, 4.000 kg Außenlast

Die Leistungsdaten sind abhängig von den geophysikalischen Bedingungen.

Das „sonstige Gerät“ des Heeres ist vielseitig und wird für ganz unterschiedliche Zwecke eingesetzt. Es umfasst beispielsweise das Dekontaminationssystem TEP 90, die Aufklärungsdrohnen ALADIN, MIKADO und KZO sowie die luftgestützte, unbemannte Nahaufklärungsausstattung LUNA.

DEKONTAMINATIONSSYSTEM

SONSTIGES GERÄT

Truppenentstrahlungs­, Entgiftungs­, Entseuchungsplatz (TEP) 90 Das Dekontaminationssystem TEP 90 ist konsequent modular aufgebaut und umfasst in autark einsetzbaren Dekonta­ minationsmodulen alle erforderlichen Komponenten für die einsatzoptimierte Durchführung der gründlichen Dekonta­ mination.

Folgende Dekontaminationsfähigkeiten werden gewährleistet:

Dekontamination von Personen,

Dekontamination von persönlicher ABC­Schutzbekleidung und persönlicher Ausrüstung,

Dekontamination von empfindlichem Gerät,

Dekontamination von Grossgerät,

Dekontamination von Luftfahrzeugen,

Dekontamination von Fahrzeug­ / Luftfahrzeuginnenräumen,

Dekontamination von Versorgungsartikeln / Packgefäßen,

Dekontamination von Straßenab­ schnitten, Anlagen und Einrichtungen (Infrastruktur) in begrenztem Umfang,

Durchführung von Entseuchungs­ und Entwesungsmaßnahmen.

Durchführung von Entseuchungs­ und Entwesungsmaßnahmen. Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten Gewicht leer 22,8 t

Besatzung 4 Soldatinnen/Soldaten Gewicht leer 22,8 t Nutzlast 15,4 t, zulässiges Gesamtgewicht 38 t Militärische Lastenklasse Leermasse 24 t, zulässi­ ges Gesamtgewicht 41 t Länge 10,31 m Breite 2,55 m Höhe 3,67 m Motor Diesel Motorleistung 331 kW (450 PS) Betriebsvorrat Haupt­Zusatztank 400 l Höchstgeschwindigkeit 90 km/h Bewaffnung Waffenstation vorgesehen ABC­Schutz ABC­Schutz­ und Belüftungsanlage Spezialgerät / Ausstattung „3 Module“ zur Erfüllung von Dekontaminationsaufgaben im abgesetzten, autarken Einsatz

46 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

ABBILDENDE LUFTGESTÜTZTE AUFKLÄ­ RUNGSDROHNE IM NÄCHSTBEREICH

ALADIN Die Drohne ALADIN liefert Ergebnisse aus elektro­optischen oder Infrarot­Sensoren in Echtzeit an die Bodenstation, wo die Bilder gespeichert und ausgewertet werden. Das System dient damit der Lageaufklärung und Überwachung von Räumen im Nächstbereich.

und Überwachung von Räumen im Nächstbereich. Gewicht 3,5 kg Länge 1,57 m Spannweite 1,46 m Höhe

Gewicht 3,5 kg Länge 1,57 m Spannweite 1,46 m Höhe 0,60 m Motorleistung 7,35 Ah Stromversorgung 2 x Akku Reichweite um Bodenkontrollstation 5 km Flugzeit 30 min Flughöhe mindestens 30 m / maximal 150 m Geschwindigkeit 45 bis 70 km/h Taglicht­Rumpf Frontkamera / Blickrichtung 45 ° nach vorne, Seitensichtkamera / 45 ° nach links, Bodenkamera / 90 ° nach unten, Bodenkamera (Tele) / 90 ° nach unten IR­Rumpf IR­Kamera / Blickrichtung 42 ° nach vorne, Tageslichtkamera / Blickrichtung 42 ° nach vorne Start Hand / Gummiband Landung Gesteuerte Sacklandung

LUFTGESTÜTZTE UNBEMANNTE NAHAUFKLÄRUNGSAUSSTATTUNG

LUNA Die LUNA liefert Ergebnisse aus elektro­ optischen oder Infrarot­Sensoren in Echt­ zeit an die Bodenstation, wo die Bilder gespeichert und ausgewertet werden. Das System dient der Lage­ und Zielaufklä­ rung sowie der Überwachung von Räumen im Nahbereich.

rung sowie der Überwachung von Räumen im Nahbereich. Gewicht 40 kg Länge 2,36 m Spannweite 4,17

Gewicht 40 kg Länge 2,36 m Spannweite 4,17 m Höhe 0,87 m Motorleistung 6 kW Kraftstoffvorrat 5,4 kg Reichweite um Bodenkontrollstation 80 km Flugzeit 6 Std. Flughöhe 4.000 m Geschwindigkeit 35 bis 130 km/h Sensorik Elektrooptisch mit Zoom, Relais für Aufklärung in tiefe Taleinschnitte, ABUL (Automatisierte Bildauswertung / Bildbearbeitung) Start Katapultstart Landung Schirm­ / Netzlandung

48 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
KLEINFLUGGERÄT ZIELORTUNG KZO Das System KZO besteht aus: ■ Startfahrzeug, ■ Bodenkontrollstation, ■

KLEINFLUGGERÄT ZIELORTUNG

KZO Das System KZO besteht aus:

Startfahrzeug,

Bodenkontrollstation,

Fluggerät,

Antennenfahrzeug,

Instandsetzungsfahrzeug,

Be­ und Enttankungsanlage,

Bergefahrzeug,

Bodengeräteinstandsetzungstrupp.

Die Aufgaben sind:

Lageaufklärung in Echtzeit,

Zielentdeckung, ­erkennung und ­identifizierung,

Ortung fester und beweglicher Ziele,

Ermittlung der Geschwindigkeit beweglicher Ziele,

Überwachung des Wirkschießens der Artillerie.

Gewicht 168 kg Länge 2,26 m Spannweite 3,42 m Höhe 0,96 m Motorleistung 1,2 kW Betriebsstoffvorrat 27,5 kg Reichweite um Bodenkontrollstation mindestens 65 km Flugzeit bis 4,5 Std. Flughöhe 3.500 m Geschwindigkeit 120 bis 220 km/h Sensorik Infrarot­Kamera Start Boosterstart Landung Fallschirmlandung

MIKROAUFKLÄRUNGSDROHNE FÜR DEN ORTSBEREICH

MIKADO Diese Drohne hat die Fähigkeit zur Zwischenlandung unter Aufrechterhaltung der Beobachtung.

zur Zwischenlandung unter Aufrechterhaltung der Beobachtung. Gewicht 1,3 kg Länge 1,00 m Spannweite 1,00 m Höhe

Gewicht 1,3 kg Länge 1,00 m Spannweite 1,00 m Höhe 0,20 m Motorleistung 4 bürstenlose / getriebelose Elektromotoren Stromversorgung 1 x LiPo­Akku, 14,8 V / 3.800 MAh Reichweite um Bodenkontrollstation 0,5 km Flugzeit 20 min Flughöhe über höchstem Hindernis 10 m Geschwindigkeit 16,7 m / sek Sensorik Taglichtkamera, Dämmerungskamera, Infrarot­Kamera Start / Landung Fernsteuerung

Waffensysteme der Luftwaffe umfassen Kampfflugzeuge, Schulflugzeuge, Transportflugzeuge, aber auch Hubschrauber und Flugabwehrraketensysteme. Ihr Einsatzspektrum reicht vom Schutz der deutschen Küstengebiete und der potentiellen Seekriegsführung bis zu Aufklärungsflügen in Auslandseinsätzen.

DIE LUFTWAFFE

DIE LUFTWAFFE 51

Flugzeuge der Luftwaffe werden vielseitig eingesetzt. Grundlage hierfür ist deren „Artenvielfalt“. Die Fähigkeiten der Kampfflugzeuge reichen – mit den Optionen für Aufklärungsmissionen und gezielte Radarbekämpfung bis hin zur Seezielbekämpfung – weit über den Luftkampf hinaus. Die Luftwaffe verfügt in den Funktionen Jagdflugzeug, Jagdbomber und Aufklärung über nachfolgende Kampfflugzeuge.

KAMPFFLUGZEUGE

über nachfolgende Kampfflugzeuge. KAMPFFLUGZEUGE Das Allwetter­Kampfflugzeug EUROFIGHTER 2000 TYPHOON. 52

Das Allwetter­Kampfflugzeug EUROFIGHTER 2000 TYPHOON.

ALLWETTER­KAMPFFLUGZEUG

EUROFIGHTER 2000 TYPHOON Der EUROFIGHTER wurde 2004 in die Luftwaffe eingeführt. Es handelt sich um ein hoch agiles Allwetter­Kampfflugzeug, das derzeit in der Jagd­Rolle und zukünftig auch in der Luft­Boden­Rolle eingesetzt wird. Der EUROFIGHTER ist Bestandteil der Alarmrotten mit dem Auftrag zur Wahrung der Lufthoheit der Bundesrepublik.

dem Auftrag zur Wahrung der Lufthoheit der Bundesrepublik. Besatzung 1 Soldatin/Soldat Länge 15,96 m Spannweite

Besatzung 1 Soldatin/Soldat Länge 15,96 m Spannweite 10,95 m Höhe 5,28 m Maximales Abfluggewicht 24 t Leistung 2 x EJ200, ohne Nachbrenner je 60 kN, mit Nachbrenner je 90 kN Höchstgeschwindigkeit Mach 2 + Lastvielfaches + 9 g / ­ 3 g

KAMPFFLUGZEUG

McDonnell Douglas F­4F PHANTOM II Das Waffensystem F­4F ist ein Allwetter­ Kampfflugzeug, das als Jagdflugzeug oder Jagdbomber eingesetzt werden kann. Das Waffensystem F­4F wurde von 1973 bis 1976 in die Luftwaffe eingeführt und wird mit dem Zulauf des Waffen­ systems EUROFIGHTER abgelöst.

mit dem Zulauf des Waffen­ systems EUROFIGHTER abgelöst. Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Länge 19,20 m

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Länge 19,20 m Spannweite 11,78 m Höhe 5,01 m Maximales Abfluggewicht 26,3 t Leistung 2 x 52,8 / 79,6 kN ohne / mit Nachbrenner Höchstgeschwindigkeit 1,9 Mach Lastvielfaches + 8 g / ­ 3 g

KAMPFFLUGZEUG

KAMPFFLUGZEUG 54 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

PA 200 TORNADO Das Waffensystem TORNADO ist ein zwei­ sitziges, allwetterfähiges Kampfflugzeug. Es wurde in den 1970er Jahren als Mehr­ zweckkampfflugzeug (Multi Role Combat Aircraft, MRCA) entwickelt und 1981 eingeführt. Im Rahmen der Kampfwert­ anpassung bzw. des Kampfwerterhalts besitzt der TORNADO die Fähigkeit zum Einsatz von gelenkter Präzisionsbewaff­ nung und zur Kommunikation im militä­ rischen Datenverbund.

ECR­TORNADO:

Die ECR­Variante des TORNADOS ist speziell zur Aufklärung und Bekämpfung radargestützter Flugabwehr­ und Führungs­ systeme ausgelegt.

Flugabwehr­ und Führungs­ systeme ausgelegt. Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Länge 17,23 m

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Länge 17,23 m Spannweite 13,91 m Höhe 5,95 m Maximales Abfluggewicht 27 t Leistung 2 x circa 38,5 / 70 kN ohne / mit Nachbrenner Höchstgeschwindigkeit Mach 2 + Lastvielfaches + 7,5 g / ­ 1 g

Die fliegerische Grundausbildung der Luftwaffe für Jets findet in den Vereinigten Staaten von Amerika statt. Die Flugzeuge sind auf der Air Force Base im texanischen Sheppard stationiert und fliegen unter US­amerikanischen Hoheitsabzeichen.

TRAINER

TRAININGSFLUGZEUGE

Die Trainingsflugzeuge T­6 TEXAN II und T­38 C TALON bei einer Übung.

T­6 TEXAN II Die T­6 TEXAN II ist eine Weiterentwicklung der aus der Schweiz stammenden PILATUS PC­9 und wurde 2003 eingeführt. Auf diesem Modell erfolgt die Grund­ und Fortgeschrittenen­ ausbildung der Flugschüler der Luftwaffe.

ausbildung der Flugschüler der Luftwaffe. Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Länge 10,2 m

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Länge 10,2 m Spannweite 10,19 m Höhe 3,3 m Flügelfläche 16,29 m² Maximales Start und Landegewicht 2.958 kg Maximalgeschwindigkeit 585 km/h Reisegeschwindigkeit 426 km/h Reichweite 1.667 km

T­38 C TALON Die T­38 ist ein zweistrahliger Überschall­ Trainer. Die Maschinen werden zur Einwei­ sung in taktische Verfahren im Anschluss an die Grund­ und Fortgeschrittenenausbildung auf der Air Force Base im texanischen Sheppard eingesetzt.

auf der Air Force Base im texanischen Sheppard eingesetzt. Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Länge 14,13 m

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Länge 14,13 m Spannweite 7,70 m Höhe 3,92 m Flügelfläche 15,80 m² Maximales Gewicht 5.360 kg Höchstgeschwindigkeit 1.380 km/h Landegeschwindigkeit 240 km/h Reichweite 1.760 km

Die Luftwaffe verfügt jenseits ihrer Kampfflugzeuge ebenfalls über die Möglichkeit, feind­ liche Luftziele auch vom Boden aus zu bekämpfen. Im Rahmen der Flugabwehr am Boden setzt sie das Flugabwehrraketensystem PATRIOT zum Schutz des Luftraumes ein.

FLUGABWEHRRAKETENSYSTEME

PATRIOT Das Waffensystem PATRIOT ist das erste Flugabwehrraketensystem der dritten Gene­ ration. Das Waffensystem ist
PATRIOT Das Waffensystem PATRIOT ist das erste Flugabwehrraketensystem der dritten Gene­ ration. Das Waffensystem ist

PATRIOT Das Waffensystem PATRIOT ist das erste Flugabwehrraketensystem der dritten Gene­ ration. Das Waffensystem ist vollbeweglich und zur Bekämpfung von mehreren Zielen – einschließlich ballistischer Flugkörper – in niedrigen und großen Höhen sowie für kurze und mittlere Reichweite geeignet. Die Fähigkeit zur Abwehr ballistischer Flugkörper wurde durch Nachrüstungen beim Bodengerät sowie durch die Ein­ führung eines neuen Flugkörpers (PAC 3) verbessert.

Flugkörper PAC 2 Länge 5,31 m Durchmesser 0,41 m Gewicht 906 kg Bekämpfungsreichweite circa 70 km Flugkörper PAC 3 Länge 5,20 m Durchmesser 0,26 m Gewicht 328 kg

Die Transportflugzeuge der Luftwaffe sind vielseitig einsetzbar. Die Transall C­160 D ist zum Beispiel ein für mittlere Entfernungen eingesetzes Transportflugzeug. Mit dem Airbus A­310 können sowohl Personen als auch Fracht transportiert werden. Darüber hinaus ver­ fügt die Luftwaffe über umgebaute Versionen, die sowohl als „fliegendes Krankenhaus“ als auch zur Luftbetankung eingesetzt werden.

TRANSPORTFLUGZEUG

TRANSPORT ­ UND VERBINDUNGSFLUGZEUGE

C­160 TRANSALL Die C­160 D TRANSALL wurde als mittleres taktisches Transportflugzeug von Deutsch­ land und
C­160 TRANSALL Die C­160 D TRANSALL wurde als mittleres taktisches Transportflugzeug von Deutsch­ land und

C­160 TRANSALL Die C­160 D TRANSALL wurde als mittleres taktisches Transportflugzeug von Deutsch­ land und Frankreich konzipiert und gemein­ sam produziert. Das Flugzeug zeichnet sich durch besonders gute Kurzstart­ und Landeeigenschaften aus und kann auch von behelfsmäßigen Pisten aus eingesetzt werden. Es hat sich insbesondere bei huma­ nitären Einsätzen bewährt.

Besatzung je nach Konfiguration 3 bis 6 Soldatinnen/Soldaten Passagiere maximal 88 Personen Länge 32,40 m Spannweite 40,00 m Höhe 12,36 m Maximales Abfluggewicht 49.150 kg Triebwerksleistung 2 x 4.226 kW Reisegeschwindigkeit 455 km/h

Ein Airbus A­310 beim Betanken von zwei EUROFIGHTERN. 62 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

Ein Airbus A­310 beim Betanken von zwei EUROFIGHTERN.

AIRBUS

A­310 MRT / MRTT Der Airbus A­310 MRT und A­310 MRTT wird bei der Flugbereitschaft des Bundes­ ministeriums der Verteidigung für den Personentransport im politisch­parlamenta­ rischen Bereich sowie für Aufgaben in der Mehrrollenfähigkeit (Fracht­ und Passagier­ transport, MedEvac, Tanker) eingesetzt.

und Passagier­ transport, MedEvac, Tanker) eingesetzt. Besatzung 3 bis 8 Soldatinnen/Soldaten VIP Version 91

Besatzung 3 bis 8 Soldatinnen/Soldaten VIP Version 91 Sitzplätze Passagierversion 214 Sitzplätze Länge 46,66 m Spannweite 43,89 m Höhe 15,81 m Rumpfdurchmesser 5,64 m Leistung 2 x 238 kN Reisegeschwindigkeit 885 km/h

Multi Role Transport Tanker Version (MRTT)

40 t Fracht plus 57 Passagiere oder strategische

Luft / Luft­Betankung (2 Betankungsstationen an den Tragflächen), Abgabemenge 45 t in 1.000 km,

30 t in 4.500 km

MedEvac­Version (Medical Evacuation) Transport von Verwundeten, Unfallopfern und

Kranken (VUK), maximal 6 Intensivpatienten plus 38 Krankentragen und 33 Sitzplätze

KURZ­ UND MITTELSTRECKENFLUGZEUG

Bombardier CL­601 CHALLENGER Die CHALLENGER ist ein Kurz­ und Mittel­ streckenflugzeug, das für maximal 16 Passagiere ausgelegt ist. Es wird über­ wiegend im politisch­parlamentarischen Bereich eingesetzt.

wiegend im politisch­parlamentarischen Bereich eingesetzt. Besatzung 3 bis 4 Soldatinnen/Soldaten Passagiere 16

Besatzung 3 bis 4 Soldatinnen/Soldaten Passagiere 16 Personen Länge 20,85 m Spannweite 19,65 m Höhe 6,30 m Rumpfdurchmesser 2,50 m Leistung 2 x 40,6 kN Reisegeschwindigkeit 770 km/h

Die Hubschrauber der Luftwaffe werden im Bereich des Personen­ und Materialtransports eingesetzt.

HUBSCHRAUBER

werden im Bereich des Personen­ und Materialtransports eingesetzt. HUBSCHRAUBER 64 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

LEICHTER TRANSPORT­ / SAR­HUBSCHRAUBER

NH­90

Der NH­90 wird bei der Luftwaffe als leichter Transport­ und SAR­Hubschrauber eingesetzt.

als leichter Transport­ und SAR­Hubschrauber eingesetzt. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 19,56 m

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 19,56 m Rotorkreisdurchmesser 16,30 m Höhe 5,44 m Maximales Abfluggewicht 10,6 t Triebwerksleistung 2 x 1.367 kW Reisegeschwindigkeit 260 km/h Maximalgeschwindigkeit 298 km/h Einsatzdauer 4 Std. Transportkapazität 16 Passagiere oder 2 t

MEHRZWECKHUBSCHRAUBER

COUGAR Der COUGAR AS 532 U2 ist ein von Eurocopter gebauter Mehrzweckhub­ schrauber mittlerer Größe, der bei der Luftwaffe für den VIP­Personentransport eingesetzt wird.

Luftwaffe für den VIP­Personentransport eingesetzt wird. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 19,50 m

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 19,50 m Rotorkreisdurchmesser 16,20 m Höhe 4,97 m Maximales Abfluggewicht 9,75 t Triebwerksleistung 2 x 1.375 kW Reisegeschwindigkeit 278 km/h Maximalgeschwindigkeit 315 km/h Reichweite 850 km Transportkapazität 17 Passagiere

LEICHTER MEHRZWECKHUBSCHRAUBER

LEICHTER MEHRZWECKHUBSCHRAUBER 66 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
BELL UH­1D Die BELL UH­1D ist ein leichter Mehr­ zweckhubschrauber, der für den Personen­ transport

BELL UH­1D Die BELL UH­1D ist ein leichter Mehr­ zweckhubschrauber, der für den Personen­ transport und für Sonderaufgaben einge­ setzt werden kann.

transport und für Sonderaufgaben einge­ setzt werden kann. Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Passagiere maximal 12

Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Passagiere maximal 12 Länge 17,40 m Rotordurchmesser 14,63 m Höhe 4,48 m Fluggewicht 4.310 kg Triebwerksleistung 1.044 kW Höchstgeschwindigkeit 220 km/h Einsatzdauer 2,5 Std.

Das Aufgabenspektrum der Marine hat sich in den letzten Jahren deutlich gewandelt. Weg von konventionellen Kriegs­ und Gefechtsszenarien liegen ihre neuen Herausforderungen in der Bekämpfung des internationalen Terrorismus und der Krisen­ und Konfliktbewältigung. Für diese umfangreichen Aufgaben wurde die Marine neu ausgerichtet und ist eine moderne und flexible Teilstreit­ kraft. Sie verfügt nicht nur über Schiffe, Boote und UBoote, sondern auch über Flugzeuge und infanteristische Kräfte.

DIE MARINE

DIE MARINE 69
DIE MARINE 69

Für Operationen in Küstengewässern und Randmeeren sind kleine, bewegliche Einheiten erforderlich. Die Marine verfügt aufgrund der geografischen Lage Deutschlands über große Erfahrungen bei Operationen in Küstennähe. Das NATO­Kompetenzzentrum für maritime Operationen in Küsten­ und Flachwassergebieten in Kiel soll diese weiter vertiefen. Die Minenstreitkräfte leisten einen Beitrag zum Schutz der Seeverbindungen und Küstengewässer.

KORVETTEN

EINSATZFLOTTILLE 1

und Küstengewässer. KORVETTEN EINSATZFLOTTILLE 1 BRAUNSCHWEIG­Klasse (TYP K 130) Im Hinblick auf das

BRAUNSCHWEIG­Klasse (TYP K 130) Im Hinblick auf das veränderte Aufgaben­ spektrum der Bundeswehr werden die Schnellboote durch fünf Korvetten ergänzt. Dieser für die Marine neue Schiffstyp ermöglicht einen weltweiten Einsatz unter anderem in multinationalen Verbänden der Krisenreaktionskräfte. Korvetten sind für die Aufgaben in der Überwasserseekriegs­ führung, insbesondere in Randmeeren und Küstengewässern, optimiert. Die Ausrüs­ tung mit dem landzielfähigen Flugkörper RBS15 MK3 ermöglicht erstmals in der Marine die weitreichende Bekämpfung von Zielen an Land. Bei der Konstruktion wurde der Schwerpunkt auf die Überlebens­ fähigkeit im Einsatz gelegt. Das Flugdeck ermöglicht den Einsatz von Drohnen und Helikoptern zur Seeraumüberwachung und ­aufklärung über den eigenen Sensor­ horizont hinaus.

Besatzung 58 Soldatinnen/Soldaten Länge 89,12 m Breite 13,28 m Tiefgang 3,30 m Einsatzverdrängung 1.840 t Motorleistung 14.800 kW (20.100 PS) Höchstgeschwindigkeit 26 kn Bewaffnung 76 mm Geschütz, 27 mm Geschütze, 12,7 mm Schwere Maschinengewehre, RAM­Flugabwehrsystem, landzielfähiger Flugkörper RBS 15, Minenlegekapazität

Die Schnellboote konzentrieren hohe Kampfkraft auf engstem Raum. Korvetten sind für die Überwasserseekriegsführung in Randmeeren und Küstengewässern optimiert. Die Spezialisierten Einsatzkräfte und die Marineschutzkräfte gehören ebenso zur Einsatz­ flottille 1 wie das in Eckernförde beheimatete 1. UBootgeschwader.

SCHNELLBOOTE

in Eckernförde beheimatete 1. UBootgeschwader. SCHNELLBOOTE GEPARD­Klasse (TYP 143 A) Neben der für Schnellboote
in Eckernförde beheimatete 1. UBootgeschwader. SCHNELLBOOTE GEPARD­Klasse (TYP 143 A) Neben der für Schnellboote

GEPARD­Klasse (TYP 143 A) Neben der für Schnellboote typischen Bewaffnung mit Seeziel­Flugkörpern und Artillerie verfügen diese Einheiten über das RAM­Flugkörpersystem. Es dient der Abwehr von gegnerischen Flugkörpern sowie der Bekämpfung von Luft­ und kleinen Seezielen im Nahbereich. Ein hoch entwickeltes Datenverarbeitungssystem erlaubt die Bekämpfung von bis zu fünf Zielen zur gleichen Zeit.

Die Nutzung von Täuschkörpern und einer Anlage zur elektronischen Kampfführung ermöglichen eine gute Durchsetzungs­ und Überlebensfähigkeit. In nationalen und multinationalen Verbänden können die Boote der GEPARD­Klasse Informationen und Lagebilder per Link 11 oder Satelliten­ verbindung nahezu in Echtzeit austauschen.

Besatzung 34 Soldatinnen/Soldaten Länge 57,60 m Breite 7,80 m Tiefgang 2,60 m Einsatzverdrängung 408 t Motorleistung 13.200 kW (17.950 PS) Höchstgeschwindigkeit circa 40 kn Bewaffnung 76 mm Geschütz, 12,7 mm Schwere Maschinengewehre, Seezielflugkörper MM 38 EXO­ CET, RAM­Flugabwehrsystem, Minenlegekapazität

UBOOTE

UBOOTE Ein UBoot der Klasse 206 A. 72 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

Ein UBoot der Klasse 206 A.

Klasse 206 A Die Boote der Klasse 206 A wurden zwischen 1973 und 1975 in Dienst gestellt und Anfang der 1990er Jahre kampfwert­ gesteigert und modernisiert. Sie sind auf­ grund ihrer geringen Größe und Geräusch­ abstrahlung extrem schwer ortbar. Zudem sind sie äußerst wendig.

Zum Schutz gegen Minen sind sie aus amagnetischem Stahl gebaut. Sie können insgesamt acht drahtgelenkte Torpedos verschießen und 24 Grundminen legen.

drahtgelenkte Torpedos verschießen und 24 Grundminen legen. Besatzung 22 Soldatinnen/Soldaten Länge 48,60 m Breite

Besatzung 22 Soldatinnen/Soldaten Länge 48,60 m Breite 4,60 m Tiefgang 4,50 m Einsatzverdrängung getaucht 500 t, aufgetaucht 450 t Motorleistung 1.320 kW (1.795 PS) Höchstgeschwindigkeit getaucht 17 kn, aufgetaucht 10 kn Bewaffnung Torpedorohre, Minenlegekapazität

Klasse 212 A Mit dem UBoot der Klasse 212 A erfolgt ein Technologiesprung im konventionellen UBootbau. Dieser neue UBoottyp verfügt über ein außenluftunabhängiges Antriebs­ system (Brennstoffzellen mit Wasserstoff und Sauerstoff). Seine Signatur (Wasser­ schall, Magnetik, Radar, Infrarot und Druck) ist im Vergleich zu anderen konventionellen UBooten nochmals minimiert worden. Für den Bau des Druckkörpers wird amagneti­ scher Stahl von besonders großer Festigkeit und Elastizität verwendet. Hauptbewaff­ nung ist ein neu entwickelter Lichtwellen­ leiter­gelenkter Schwergewichtstorpedo.

Lichtwellen­ leiter­gelenkter Schwergewichtstorpedo. Besatzung 27 Soldatinnen/Soldaten Länge 56,00 m Breite

Besatzung 27 Soldatinnen/Soldaten Länge 56,00 m Breite 7,00 m Tiefgang 6,00 m Einsatzverdrängung getaucht 1.830 t, aufgetaucht 1.450 t Motorleistung 3.120 kW (4.240 PS) Höchstgeschwindigkeit getaucht 20 kn, aufgetaucht 12 kn Bewaffnung Torpedorohre, Schwergewichtstorpedo

FLOTTENDIENSTBOOTE

FLOTTENDIENSTBOOTE 74 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
OSTE­Klasse (TYP 423) Flottendienstboote der OSTE­Klasse sind als hocheffiziente Frühwarn­, Fernmelde­ und
OSTE­Klasse (TYP 423) Flottendienstboote der OSTE­Klasse sind als hocheffiziente Frühwarn­, Fernmelde­ und

OSTE­Klasse (TYP 423) Flottendienstboote der OSTE­Klasse sind als hocheffiziente Frühwarn­, Fernmelde­ und Aufklärungseinheiten konzipiert. Sie können sowohl auf sich allein gestellt als auch im Verbund mit anderen Einheiten und Dienststellen deutscher und internatio­ naler Streitkräfte operieren.

Ausgestattet mit hochmodernen elektro­ magnetischen, hydroakustischen und elektrooptischen Ortungsgeräten, sind sie in der Vergangenheit bereits mehrfach mit großem Erfolg für Aufgaben der strategischen Informationsgewinnung in Krisengebieten eingesetzt worden.

Mit einem Aktionsradius von über 5.000 Seemeilen sind sie für längere Aufklärungs­ einsätze ausgelegt. Zusätzlich zur Stamm­ besatzung können Fernmeldepersonal und Spezialisten für die elektronische Aufklä­ rung eingeschifft werden. Die Boote sind in Eckernförde stationiert.

Besatzung 36 Soldatinnen/Soldaten Länge 83,50 m Breite 14,60 m Tiefgang 4,30 m Einsatzverdrängung 3.200 t Motorleistung 6.600 kW (8.975 PS) Höchstgeschwindigkeit 20 kn Bewaffnung keine

MINENJAGDBOOTE

MINENJAGDBOOTE Ein Minenjagdboot der FRANKENTHAL­Klasse. 76 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

Ein Minenjagdboot der FRANKENTHAL­Klasse.

FRANKENTHAL­Klasse (TYP 332) Die Boote der FRANKENTHAL­, KULMBACH­ und ENSDORF­Klasse basieren auf einer gemeinsamen Plattform und sind alle aus amagnetischem Stahl gebaut. Sie besitzen das Sonar DSQS 11 M mit digitalem Signal­ prozessor und synthetischer Bilddarstellung. Die Boote sind mit zwei Minenjagddrohnen vom Typ PINGUIN B3 ausgerüstet.

Zur Besatzung gehören zeitweise auch ausgebildete Minentaucher, die Minen identifizieren und sprengen können. An Bord befindet sich eine Taucherdruck­ kammer, die bei Anzeichen der Taucher­ krankheit sofort eingesetzt wird.

Die Einheiten BAD BEVENSEN, GRÖMITZ, BAD RAPPENAU und DATTELN sind für einen Einsatz innerhalb der Marineschutz­ kräfte vorgesehen.

Besatzung 42 Soldatinnen/Soldaten Länge 54,40 m Breite 9,20 m Tiefgang 2,60 m Einsatzverdrängung 650 t Motorleistung 4.080 kW (5.550 PS) Höchstgeschwindigkeit circa 18 kn Bewaffnung 40 mm Geschütz, nach Umbau 27 mm Geschütz, Fliegerfaust, Minenjagddrohne PINGUIN B3

KULMBACH­Klasse (TYP 333) Das Minenjagdboot der KULMBACH­Klasse ist ein Zweirollenfahrzeug, das sowohl zur Minenjagd als auch zum Minenlegen eingesetzt werden kann. Es basiert eben­ falls auf der FRANKENTHAL­Klasse.

Seine Hauptaufgabe, die Minenjagd, stützt sich auf die Führungsanlage TAKIS sowie eine Minenjagdsonaranlage, mit der Grund­ und Ankertauminen geortet werden.

Bekämpft werden sie mit dem SEEFUCHS, einer weltweit einmaligen Einwegdrohne. Zusätzlich kann eine mobile Minentaucher­ komponente eingeschifft werden.

eine mobile Minentaucher­ komponente eingeschifft werden. Besatzung 37 Soldatinnen/Soldaten Länge 54,40 m Breite

Besatzung 37 Soldatinnen/Soldaten Länge 54,40 m Breite 9,20 m Tiefgang 2,50 m Einsatzverdrängung 635 t Motorleistung 4.480 kW (6.100 PS) Höchstgeschwindigkeit circa 18 kn Bewaffnung 40 mm Geschütze, nach Umbau 27 mm Geschütze, Fliegerfaust, Minenjagddrohne SEEFUCHS

HOHLSTABLENKBOOTE

HOHLSTABLENKBOOTE 78 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
ENSDORF­Klasse (TYP 352) Die Hohlstablenkboote der ENSDORF­ Klasse bilden mit den Fernräumlenk­ geräten vom Typ
ENSDORF­Klasse (TYP 352) Die Hohlstablenkboote der ENSDORF­ Klasse bilden mit den Fernräumlenk­ geräten vom Typ

ENSDORF­Klasse (TYP 352) Die Hohlstablenkboote der ENSDORF­ Klasse bilden mit den Fernräumlenk­ geräten vom Typ SEEHUND das System TROIKA PLUS. Das Einsatzverfahren sieht vor, dass bis zu vier unbemannte SEEHUNDE mit aktivierten Minenräum­ anlagen vom Lenkfahrzeug aus fernge­ steuert werden.

Das Lenkfahrzeug selbst liegt dabei aus Sicherheitsgründen außerhalb des Minen­ feldes. Es ist mit einem Minenmeidesonar zum Lokalisieren von Ankertauminen, mit einer Lenk­ und Überwachungseinrichtung für die vier Fernlenkräumgeräte, Einweg­ drohnen SEEFUCHS sowie mechanischem Räumgerät gegen Ankertauminen ausge­ stattet.

Besatzung 38 Soldatinnen/Soldaten Länge 54,40 m Breite 9,20 m Tiefgang 2,50 m Einsatzverdrängung 635 t Motorleistung 4.080 kW (5.550 PS) Höchstgeschwindigkeit circa 18 kn Bewaffnung 40 mm Geschütze, nach Umbau 27 mm Geschütze, Fliegerfaust, Minenräum­ ausstattung, Minenlegeausstattung, Minen­ jagddrohne SEEFUCHS

MINENRÄUMDROHNEN

SEEHUND Die SEEHUNDE sind kompakte Minenräum­ einrichtungen, die gegen Minen mit akus­ tischen und magnetischen Zündsystemen eingesetzt werden. Sie können Detonationen von Minen selbst in geringer Entfernung gefahrlos überstehen.

Holzverkleidung, Deck und Aufbau verbes­ sern das Seeverhalten und erleichtern den bemannten Betrieb bei Überführungsfahrten. Der Antriebsdiesel treibt hydraulisch einen Schottelruderpropeller an und verleiht dem SEEHUND eine Höchstfahrt von neun Knoten.

und verleiht dem SEEHUND eine Höchstfahrt von neun Knoten. Besatzung nur während des Transits 2 Soldatinnen/Soldaten

Besatzung nur während des Transits 2 Soldatinnen/Soldaten Länge 26,90 m Breite 4,60 m Tiefgang 1,40 m Einsatzverdrängung 99 t Motorleistung 328 kW (450 PS) Höchstgeschwindigkeit 9 kn Bewaffnung keine

99 t Motorleistung 328 kW (450 PS) Höchstgeschwindigkeit 9 kn Bewaffnung keine 80 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

MINENJAGDDROHNEN

SEEFUCHS Der SEEFUCHS fährt weitgehend automa­ tisch zur Mine. Mit einem Nahbereichssonar und einer Videokamera wird das Zielobjekt identifiziert.

Bekämpft wird die Mine mit einer einge­ bauten Sprengladung.

wird die Mine mit einer einge­ bauten Sprengladung. PINGUIN Die Minenjagddrohne PINGUIN B3 identi­ fiziert

PINGUIN Die Minenjagddrohne PINGUIN B3 identi­ fiziert Kontakte mittels Videokamera und hochauflösendem Nahbereichssonar.

Die Mine kann mit abwerfbaren Minen­ vernichtungsladungen gesprengt werden. Die Drohne kann sowohl gegen Ankertau­ als auch gegen Grundminen eingesetzt werden.

gesprengt werden. Die Drohne kann sowohl gegen Ankertau­ als auch gegen Grundminen eingesetzt werden. DIE MARINE
Ein Tender der ELBE­Klasse. 82 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

Ein Tender der ELBE­Klasse.

TENDER

ELBE­Klasse (TYP 404) Die Tender der ELBE­Klasse versorgen Boote in See mit Kraftstoff, Wasser oder Munition und unterstützen bei Instand­ setzungen. Hinzu kommt die wichtige Aufgabe der umweltverträglichen Ent­ sorgung.

Eingeschifft werden Soldaten der System­ unterstützungsgruppen der jeweiligen Bootsgeschwader, die über containerisierte Werkstätten und Ersatzteillager verfügen. Alle Tender sind mit einem Hubschrauber­ landedeck ausgestattet.

Tender sind mit einem Hubschrauber­ landedeck ausgestattet. Besatzung 45 Soldatinnen/Soldaten (plus maximal 60

Besatzung 45 Soldatinnen/Soldaten (plus maximal 60 Personen) Länge 100,50 m Breite 15,40 m Tiefgang 4,10 m Einsatzverdrängung 3.586 t Motorleistung 2.452 kW (3.335 PS) Höchstgeschwindigkeit 15 kn Bewaffnung 27 mm Geschütze, 12,7 mm Schwere Maschinengewehre, Fliegerfaust

MEHRZWECKLANDUNGSBOOT

BARBE­Klasse (TYP 520) Das Mehrzwecklandungsboot wird im Rahmen von Personal­ und Materialtrans­ porten über See eingesetzt. Es eignet sich darüber hinaus zum Minenlegen.

Diese Bootsklasse ist die einzige der Marine, auf der Portepeeunteroffiziere als Kommandanten eingesetzt sind. Die beiden Boote sind den Spezialisierten Einsatzkräf­ ten Marine in Eckernförde unterstellt und dort beheimatet.

ten Marine in Eckernförde unterstellt und dort beheimatet. Besatzung 17 Soldatinnen/Soldaten Länge 40,00 m Breite

Besatzung 17 Soldatinnen/Soldaten Länge 40,00 m Breite 8,80 m Tiefgang 2,20 m Einsatzverdrängung 430 t Motorleistung 750 kW (1.020 PS) Höchstgeschwindigkeit 11 kn Bewaffnung 20 mm Geschütz

In der Einsatzflottille 2 sind die größten Einheiten der Flotte zusammengefasst: Die Fregatten haben die Fähigkeit zur Seeraumüberwachung, UBootjagd, Bekämpfung von Überwassereinheiten und zur Abwehr von Luftangriffen auf das eigene Schiff bzw. den Verband. In Verbindung mit dem Einsatz von Versorgungs­ und Hilfsschiffen können die Fregatten weltweit operieren.

FREGATTEN

EINSATZFLOTTILLE 2

Fregatten weltweit operieren. FREGATTEN EINSATZFLOTTILLE 2 Eine Fregatte der BREMEN­Klasse. 84 WAFFENSYSTEME UND

Eine Fregatte der BREMEN­Klasse.

BREMEN­Klasse (TYP 122) Die Fregatten der BREMEN­Klasse sind leistungsfähige Einheiten, vor allem für die UBootjagd und die Seezielbekämpfung.

Der Bordhubschrauber SEA LYNX wird neben der UBootjagd für die Seeraum­ überwachung und besonders für die weit­ reichende Seezielbekämpfung eingesetzt.

für die weit­ reichende Seezielbekämpfung eingesetzt. Besatzung 219 Soldatinnen/Soldaten Länge 130,50 m

Besatzung 219 Soldatinnen/Soldaten Länge 130,50 m Breite 14,60 m Tiefgang 6,00 m Einsatzverdrängung 3.680 t Antriebsleistung Diesel und Gasturbine 2 x 19.000 kW (25.830 PS), Diesel 2 x 3.830 kW (5.210 PS) Höchstgeschwindigkeit 30 kn Bewaffnung Luftzielflugkörper, Seezielflugkörper, RAM­Flugabwehrsystem, Torpedos, Bordhub­ schrauber SEA LYNX, Schweres Maschinengewehr

BRANDENBURG­Klasse (TYP 123) Die Fregatten der BRANDENBURG­Klasse sind für die UBootjagd und die Führung eines Verbandes konzipiert. Speziell für den Einsatz in der UBootjagd, aber auch für die Seeraumüberwachung und Seeziel­ bekämpfung dient der Bordhubschrauber SEA LYNX. Alle Schiffe verfügen über leistungsfähige Radaranlagen zur See­ und Luftraumüber­ wachung, Feuerleitung und Navigation. Sonaranlagen, Lagebild­ und Datenübertra­ gungssysteme, Anlagen zur elektronischen Kampfführung sowie moderne Fernmelde­ technik, speziell für Führungsaufgaben, vervollständigen die Ausrüstung.

für Führungsaufgaben, vervollständigen die Ausrüstung. Besatzung 218 Soldatinnen/Soldaten Länge 139,00 m

Besatzung 218 Soldatinnen/Soldaten Länge 139,00 m Breite 16,70 m Tiefgang 6,80 m Einsatzverdrängung 4.900 t Antriebsleistung Diesel und Gasturbine 2 x 19.000 kW (25.830 PS), Diesel 2 x 3.820 kW (5.190 PS) Höchstgeschwindigkeit 29 kn Bewaffnung Seezielflugkörper, Luftzielflugkörper, RAM­Flugabwehrsystem, Torpedos, Bordhub­ schrauber SEA LYNX, Schweres Maschinengewehr

FREGATTEN

FREGATTEN Eine Fregatte der SACHSEN­Klasse. 86 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

Eine Fregatte der SACHSEN­Klasse.

SACHSEN­Klasse (TYP 124) Die Fregatten der SACHSEN­Klasse sind als Mehrzweckfregatten für Geleitschutz und Gebietssicherung konzipiert und verfü­ gen über Bordhubschrauber. Sensoren und Effektoren sind auf ihre Hauptaufgaben optimiert: Verbandsführung und Verbands­ flugabwehr. Wie bei den Fregatten der BREMEN­ und BRANDENBURG­Klasse dient der Bordhubschrauber der weitrei­ chenden Seezielbekämpfung und UBootjagd.

Mit den Fregatten der SACHSEN­Klasse verfügt die Marine über besonders vielseiti­ ge und durchsetzungsfähige Schiffe.

Besatzung 255 Soldatinnen/Soldaten Länge 143,00 m Breite 17,40 m Tiefgang 5,00 m Einsatzverdrängung 5.600 t Antriebsleistung Diesel und Gasturbine 1 x 23.500 kW (31.950 PS), Diesel 2 x 7.400 kW (10.060 PS) Höchstgeschwindigkeit 29 kn Bewaffnung 76 und 27 mm Geschütze, Seezielflug­ körper, Luftzielflugkörper, RAM­Flugabwehrsystem, Torpedos, Bordhubschrauber, Schweres Maschinen­ gewehr

Torpedos, Bordhubschrauber, Schweres Maschinen­ gewehr BADEN­WÜRTTEMBERG­Klasse (TYP 125) Dieser Schiffstyp

BADEN­WÜRTTEMBERG­Klasse (TYP 125) Dieser Schiffstyp soll bis zu zwei Jahre Stehzeit im Einsatzgebiet verbringen können. Das von der Marine als Intensiv­ nutzung bezeichnete Konzept verspricht eine Verdoppelung der Betriebsstunden zwischen den großen Instandsetzungs­ phasen bei ununterbrochener Präsenz der Einheit im Operationsgebiet.

Die Intensivnutzung der BADEN­WÜRTTEM­ BERG­Klasse bedingt zwangsläufig neueste, wartungsarme Technik, die für einen welt­ weiten Einsatz ausgelegt ist. Da das Schiff mit einer Stammbesatzung von nur noch rund 110 Frauen und Männern im Zwei­ besatzungskonzept auskommen soll, die in einem viermonatigem Rhythmus wechselt, während das Schiff im Einsatzgebiet ver­ bleibt, wird in vielen Bereichen noch mehr auf Automation gesetzt.

Besatzung 110 Soldatinnen/Soldaten Länge 144,80 m

Breite 18,80 m Tiefgang 6,80 m Einsatzverdrängung 6.800 t Antriebsleistung 20.000 kW (27.200 PS) Höchstgeschwindigkeit 26 kn Bewaffnung 127 und 27 mm Geschütze, Flugabwehrsystem, 8 x Seeziel­FK HARPOON, 4 x Täuschkörperwurfanlage, Bordhubschrauber, Schweres Maschinengewehr

TROSSSCHIFFE

TROSSSCHIFFE WESTERWALD­Klasse WANGEROOGE­Klasse RHÖN­Klasse WALCHENSEE­Klasse Die Trossschiffe dienen der
TROSSSCHIFFE WESTERWALD­Klasse WANGEROOGE­Klasse RHÖN­Klasse WALCHENSEE­Klasse Die Trossschiffe dienen der
TROSSSCHIFFE WESTERWALD­Klasse WANGEROOGE­Klasse RHÖN­Klasse WALCHENSEE­Klasse Die Trossschiffe dienen der
TROSSSCHIFFE WESTERWALD­Klasse WANGEROOGE­Klasse RHÖN­Klasse WALCHENSEE­Klasse Die Trossschiffe dienen der

WESTERWALD­Klasse WANGEROOGE­Klasse RHÖN­Klasse WALCHENSEE­Klasse Die Trossschiffe dienen der Versorgung von Flotteneinheiten in See. Je nach Aufgabe der einzelnen Einheiten sind sie speziell für diesen Zweck ausgerüstet und besetzt. Sie haben grundsätzlich keine Bewaffnung.

WESTERWALD ist ein Versorger, WANGE­ ROOGE ein Seeschlepper. Die beiden Schiffe RHÖN und WALCHENSEE sind Betriebsstofftransporter.

Einige Einheiten sind ehemalige Handels­ schiffe bzw. nach Handelsschiffstandard gebaut. Wo erforderlich, sind Ausrüstung und Gerät den militärischen Gegebenheiten angepasst.

Technische Daten der RHÖN­Klasse Besatzung zivil 42 Personen Länge 130,50 m Breite 19,30 m Tiefgang 8,20 m Einsatzverdrängung 14.169 t Motorleistung 5.880 kW (7.995 PS) Höchstgeschwindigkeit 16 kn Bewaffnung keine

EINSATZGRUPPENVERSORGER

EINSATZGRUPPENVERSORGER BERLIN­Klasse (TYP 702) Die Versorger der BERLIN­Klasse unterstützen Einsatzgruppen der
EINSATZGRUPPENVERSORGER BERLIN­Klasse (TYP 702) Die Versorger der BERLIN­Klasse unterstützen Einsatzgruppen der

BERLIN­Klasse (TYP 702) Die Versorger der BERLIN­Klasse unterstützen Einsatzgruppen der Marine, die sich auf­ gabenorientiert aus unterschiedlichen Schiffen und Booten zusammensetzen. Logistische und sanitätsdienstliche Unter­ stützung durch den Einsatzgruppen­ versorger (EGV) stehen dabei im Vorder­ grund. Die logistische Hauptaufgabe des Schiffes besteht in der Versorgung dieser Einheiten mit Betriebsstoffen, Verbrauchs­ gütern, Proviant und Munition.

Daneben erfüllt der EGV folgende Aufgaben:

sanitätsdienstliche Unterstützung durch Aufnahme eines mobilen Marine­ einsatzrettungszentrums (MERZ),

Betrieb von zwei Bordhubschraubern,

Transport, Betrieb und Umschlag von Containern,

Unterbringung von Unterstützungs­ personal,

Bereitstellen von Betreuungsein­ richtungen,

umweltverträgliche Entsorgung von Abwasser und Müll.

Besatzung 159 Soldatinnen/Soldaten (plus maximal 94 Personen) Länge 174,00 m Breite 24,00 m Tiefgang 7,40 m Einsatzverdrängung circa 18.000 t Motorleistung 10.560 kW (14.385 PS) Höchstgeschwindigkeit 20 kn Bewaffnung 27 mm Geschütze, Fliegerfaust, Bordhubschrauber SEA KING

DIE MARINE

89

Die Marineflieger operieren eigenständig oder in enger Zusammenarbeit mit den Schiffen und Booten der Marine. Sie sind unverzichtbarer Bestandteil der Flotte. Die beiden Geschwader, das Marinefliegergeschwader 3 GRAF ZEPPELIN in Nordholz und das Marinefliegergeschwader 5 in Kiel­Holtenau, unterstehen unmittelbar dem Flottenkommando.

SEEFERNAUFKLÄRER / UBOOTJAGDFLUGZEUGE

MARINEFLIEGER

Der Seefernaufklärer LOCKHEED P­3C ORION.

LOCKHEED P­3C ORION Die Marine verfügt mit der P­3C ORION über ein Waffensystem mit Fähigkeiten zur weiträumigen Aufklärung und Führungs­ unterstützung bei teilstreitkraft­ und bündnisgemeinsamen Einsätzen.

Zusätzlich können die klassischen Aufgaben Seeraumüberwachung und Wirkung gegen Unterwasserziele durchgeführt werden. Die Flugzeuge sind seit 2006 beim Marineflieger­ geschwader 3 GRAF ZEPPELIN in Nordholz stationiert.

geschwader 3 GRAF ZEPPELIN in Nordholz stationiert. Besatzung 4 bis 21 Soldatinnen/Soldaten Länge 35,60 m

Besatzung 4 bis 21 Soldatinnen/Soldaten Länge 35,60 m Spannweite 30,30 m Höhe 10,30 m Maximales Startgewicht 63,5 t Motorleistung 4 x 3.383 kW (4.600 PS) Höchstgeschwindigkeit 405 kn Bewaffnung Torpedos, Wasserbomben, Minen

DASSAULT­BREGUET BR 1150 ATLANTIC Der Flugbetrieb mit der BREGUET ATLANTIC wurde 1966 in der Marine aufgenommen. Die Seefernaufklärer / UBootjagdflugzeuge dieses Typs wurden durch die P­3C ORION ersetzt.

Im Marinefliegergeschwader 3 GRAF ZEPPELIN in Nordholz wird noch eine Maschine der SIGINT­Version eingesetzt. Ihre Aufgabe ist die Erfassung elektromagnetischer Signale zur Lagebilddarstellung für die Bundeswehr.

Signale zur Lagebilddarstellung für die Bundeswehr. Besatzung 3 bis 19 Soldatinnen/Soldaten Länge 36,70 m

Besatzung 3 bis 19 Soldatinnen/Soldaten Länge 36,70 m Spannweite 36,30 m Höhe 14,80 m Maximales Startgewicht 44,0 t Motorleistung 2 x 8.000 kW (10.880 PS) Höchstgeschwindigkeit 315 kn Bewaffnung keine

ÖLAUFKLÄRUNGSFLUGZEUGE

ÖLAUFKLÄRUNGSFLUGZEUGE 92 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
DORNIER DO 228 LM Die DO 228 ist ein modernes TurboProp­ Flugzeug für den Kurz­
DORNIER DO 228 LM Die DO 228 ist ein modernes TurboProp­ Flugzeug für den Kurz­

DORNIER DO 228 LM Die DO 228 ist ein modernes TurboProp­ Flugzeug für den Kurz­ und Mittelstrecken­ einsatz. Die Maschinen gehören dem Bundesministerium für Verkehr und werden im Auftrag des Havariekommandos durch die Marine betrieben.

Sie sind für die Überwachung der Seeräume gegen Meeresverschmutzungen optimiert. Mit speziellen Systemen wie Radar, Infra­ rot­ und Ultraviolett­Sensoren, Mikrowellen­ radiometer und Fluoreszenz­Laser sowie Videokameras ausgerüstet, werden im Flug entdeckte Verschmutzungen unverzüglich an das Havariekommando weitergeleitet. Von dort aus wird dann die weitere Vorgehens­ weise koordiniert.

Die Flugzeuge können sowohl bei Tag als auch bei Nacht eingesetzt werden.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 16,60 m Spannweite 16,90 m Höhe 4,90 m Maximales Startgewicht 6,6 t Motorleistung 2 x 1.200 kW (1.600 PS) Höchstgeschwindigkeit 200 kn Ausrüstung Laserfluorsensor, Mikroradiometer­ sensor, Kameras, Seitensichtradar

Der Bordhubschrauber SEA LYNX. 94 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

Der Bordhubschrauber SEA LYNX.

BORDHUBSCHRAUBER

GKN WESTLAND SEA LYNX MK 88A Der Bordhubschrauber SEA LYNX ist einer der Hauptsensoren der Fregatten. Jeweils zwei Hubschrauber und 18 Personen flie­ gendes und technisches Personal können eingeschifft werden.

Ausrüstung und Bewaffnung des Hub­ schraubers sind auf UBootjagd und Über­ wasserseekriegführung ausgelegt. Der Hubschrauber dient als verlängerter Arm des Schiffes, dessen Fähigkeiten er um seine eigene Reichweite, seine Geschwindig­ keit und Flexibilität erhöht. Eingesetzt wird der Hubschrauber auch für Boardingoperati­ onen im Rahmen der Seeraumüberwachung.

Für die UBootjagd ist der SEA LYNX mit einem tiefenvariablen Sonar für die aktive und passive Ortung ausgerüstet sowie mit bis zu zwei Torpedos bewaffnet. Für die Überwasserseekriegführung setzt er ein Rundsuchradar und ein Infrarot­Suchgerät ein.

Zu den Nebenaufgaben zählen Material­ und Personaltransporte sowie der SAR­ Dienst innerhalb eines Schiffsverbandes.

Besatzung 1 bis 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 13,30 m Breite bei gefaltetem Rotor 9,90 m Höhe 3,70 m Maximales Startgewicht 5,1 t Motorleistung 2 x 835 kW (2.200 PS) Höchstgeschwindigkeit 178 kn Bewaffnung UBootjagdtorpedos, Seezielflugkörper SEA SKUA, 12,7 mm Maschinengewehr

MEHRZWECKHUBSCHRAUBER

WESTLAND SEA KING MK 41 Die SEA KING­Helikopter sind wertvoller Bestandteil der Marine. Sie werden in der Flotte als Bordhubschrauber der Einsatz­ gruppenversorger sowie im Such­ und Rettungsdienst (SAR) eingesetzt.

Stationiert beim Marinefliegergeschwader 5 in Kiel übernehmen sie zusätzlich auch folgende Aufgaben:

Lufttransport von Material und Personal,

Katastrophenhilfe,

Taktischer Lufttransport,

Evakuierungsoperationen,

Seeraumüberwachung und Aufklärung.

■ Seeraumüberwachung und Aufklärung. Besatzung 2 bis 4 Soldatinnen/Soldaten Länge 22,10 m

Besatzung 2 bis 4 Soldatinnen/Soldaten Länge 22,10 m Breite bei gefaltetem Rotor 4,90 m Höhe 5,10 m Maximales Startgewicht 9,3 t Motorleistung 2.200 kW (3.000 PS) Höchstgeschwindigkeit 136 kn Bewaffnung 12,7 mm Maschinengewehr (nicht im SAR­Einsatz)

Die knapp 90 Meter lange Dreimast­Bark erhielt neben einem neuen Teak­Deck eine neue Kombüse und einen neuen Farbanstrich. Obwohl die „Weiße Dame“ im August 2009 ihren 50. Geburtstag feierte, ist sie nach der Werftliegezeit fast wie neu. Der „Weiße Albatros“, wie die GORCH FOCK von der Besatzung auch liebevoll genannt wird, rüstet sich nun für ihre weiteren Vorhaben. Die Stammbesatzung trainiert für die anstehenden Seefahrten. Sie übt Segelsetzen und seemännische Manöver.

SEGELSCHULSCHIFF

GORCH FOCK Die GORCH FOCK dient in erster Linie zur Ausbildung der Offizieranwärter. An Bord
GORCH FOCK Die GORCH FOCK dient in erster Linie zur Ausbildung der Offizieranwärter. An Bord

GORCH FOCK Die GORCH FOCK dient in erster Linie zur Ausbildung der Offizieranwärter. An Bord erfahren sie in der Praxis, was Seefahrt und Teamwork bedeuten. Das Schiff kann nur im Team beherrscht werden.

Alles an Bord funktioniert ausschließlich mit Muskelkraft. Die Bedienung der über 2.000 Quadratmeter Segel oder das Rudergehen erledigen die Kadetten mit den eigenen Händen. So sind vier Rudergänger nötig, um das Schiff auf Kurs zu halten oder 90 Kadetten, um die schweren Beiboote wieder an Bord zu hieven. Dabei ist der einzelne Lehrgangsteilnehmer kein Gast an Bord, der bei Schwierigkeiten vom erfahrenen Stamm­ personal ersetzt wird. Der Lehrgangsteil­ nehmer ist grundsätzlich derjenige, der das Schiff segelt, es zur See fährt.

Wenn die GORCH FOCK im Namen der Marine, der Bundeswehr und somit der Bundesrepublik Deutschland Flagge zeigt, kommt sie in friedlicher Mission. Der Auftrag ist die Völkerverständigung. Als Botschafter in Blau ist die GORCH FOCK dabei in allen Häfen ein Blickfang und gern gesehener Gast.

Besatzung 85 Soldatinnen/Soldaten und maximal 138 Lehrgangsteilnehmer Länge 89,30 m Breite 12,00 m Tiefgang 5,50 m Einsatzverdrängung 2.002 t Motorleistung 1.240 kW (1.685 PS) Höchstgeschwindigkeit unter Maschine circa 12 kn, unter Segel circa 17 kn Bewaffnung keine

Die BOTTSAND gehört zum Marinestützpunktkommando Warnemünde. Die EVERSAND ist das zweite Schiff dieser Klasse. Sie ist im Marinestützpunkt Wilhelmshaven stationiert. Diese beiden Schiffe stehen dem Havariekommando in Cuxhaven jederzeit zur Verfügung.

ÖLAUFFANGSCHIFF

BOTTSAND­Klasse (Typ 738) Die Marine betreibt zwei Ölauffangschiffe von besonderer Bauart: Wesentliches Merkmal ist,

BOTTSAND­Klasse (Typ 738) Die Marine betreibt zwei Ölauffangschiffe von besonderer Bauart: Wesentliches Merkmal ist, dass sie in ihrer Mittelachse aufklappbar sind. Ermöglicht wird dies durch eine Gelenkkonstruktion am Heck. Die beiden Rumpfhälften können dadurch so weit auseinandergefahren werden, dass sie ein offenes Dreieck mit einem Öffnungs­ winkel von circa 65 Grad bilden.

Die in dem Dreieck zusammengeschobene Ölschicht wird durch eine Abschöpfein­ richtung mit einem Wasserabscheidesystem abgesaugt und gelangt in die bordeigenen Sammeltanks. Die Saugleistung liegt bei einer zwei Millimeter dicken Ölschicht und einer Schiffsgeschwindigkeit von einem Knoten bei etwa 140 Kubikmetern in der Stunde.

Besatzung zivil 6 Personen Länge 46,30 m Breite 12,00 m Tiefgang 3,10 m Einsatzverdrängung 650 t Motorleistung 759 kW (1.030 PS) Höchstgeschwindigkeit 10 kn Bewaffnung keine

Schutz, Erhalt oder Wiederherstellung der Gesundheit von Soldatinnen und Soldaten ist Aufgabe der sanitätsdienstlichen Versorgung. Das Vertrauen in die Verlässlichkeit und die Qualität des Sanitätsdienstes ist ein wesentlicher Motivationsfaktor für die Soldatinnen und Soldaten. Zur Erfüllung seiner Aufgaben steht dem Sanitätsdienst umfangreiche und moderne Technik zur Verfügung.

DER SANITÄTSDIENST

DER SANITÄTSDIENST 101

Modulare Sanitätseinrichtungen dienen der Sicherstellung einer zeitgemäßen sanitäts­ dienstlichen Versorgung bei Einsätzen der Streitkräfte im Einsatzland und auf See. Sie sind mit den unterschiedlichsten Transportmitteln wie zum Beispiel einem Hubschrauber mobil verlegbar und jederzeit weltweit binnen kürzester Zeit aufgebaut und einsatzbereit. Modernste medizintechnische Ausstattungen in den Containern und Zelten gewähr­ leisten eine qualifizierte medizinische Versorgung.

MODULARE SANITÄTSEINRICHTUNGEN / MSE

Maßgeschneidert für den Einsatz Angepasst an die unterschiedlichsten Ein­ satzerfordernisse kann der Sanitätsdienst

Maßgeschneidert für den Einsatz Angepasst an die unterschiedlichsten Ein­ satzerfordernisse kann der Sanitätsdienst modulare Sanitätseinrichtungen schnell als Rettungsstation, Rettungszentrum und Einsatzlazarett in das Einsatzgebiet verlegen.

Die Rettungsstation übernimmt als Teil der Rettungskette die allgemein­ und notfall­ medizinische Erstversorgung. Je nach Auftrag und Ausstattung wird dann im Rettungs­ zentrum eine notfallchirurgische bzw. klini­ sche Akutversorgung sichergestellt. Neben Operations­ und Pflegebereichen können fachärztliche Untersuchungsstellen unter­ gebracht werden. Labor, Apotheke und Notaufnahme vervollständigen die sanitäts­ dienstliche Versorgung. Die Systeme sind mit modernen Geräten zur Diagnostik und Behandlung Erkrankter, Verletzter und Ver­ wundeter ausgestattet.

Im Einsatzlazarett beginnt die klinische Akutversorgung (vergleichbar mit den Fachabteilungen eines Kreiskrankenhauses in Deutschland). Das Einsatzlazarett nimmt die stationäre fachärztliche Versorgung des Patienten bis hin zu Operationen wahr. Das Lazarett verfügt auf der Intensivstation über eine geringe Anzahl von Betten. Bei lang­ wierigen Erkrankungen oder schwierigen Eingriffen erfolgt eine Rückverlegung nach Deutschland.

Neben den aus Zelten und Containern bestehenden Systemen verfügt die Bundeswehr über Luftlandesysteme für Rettungsstationen und Rettungszentren.

Je nach Bedrohungslage werden unterschiedlich stark geschützte Sanitätsfahrzeuge eingesetzt. Dies umfasst beispielsweise den Schutz vor Minen, Sprengladungen und ABC­Kampfstoffen. Die moderne materielle Sanitätsausstattung der Fahrzeuge ent­ spricht grundsätzlich der eines zivilen Rettungswagens.

GELÄNDEGÄNGIGE NOTARZTWAGEN

FAHRZEUGE

Krankenkraftwagen BAT Der geländegängige Lastkraftwagen ist ein ungeschütztes Fahrzeug, das im Sanitäts­ dienst überwiegend als Krankenkraftwagen (KrKw) eingesetzt wird, um bis zu sechs Verwundete zu transportieren, die bereits in einer Behandlungseinrichtung versorgt wurden.

In der Variante Beweglicher Arzttrupp (BAT) wird der KrKw zur notfallmedizinischen Erstversorgung eingesetzt. Die Ausstattung beinhaltet modernstes medizinisches Gerät, mit dem eine Notfallversorgung auf hohem Niveau sichergestellt werden kann.

Verantwortlich dafür ist ein dreiköpfiges Team, dem auch ein Rettungsmediziner (Arzt) und Rettungsassistent angehören. Nachdem die Verwundeten behandelt und stabilisiert wurden, erfolgt der Abtransport zur Weiterbehandlung in eine sanitäts­ dienstliche Einrichtung. Dabei können in der klimatisierten Konfiguration des BAT maximal zwei liegend Verwundete versorgt werden.

des BAT maximal zwei liegend Verwundete versorgt werden. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 5,73 m Breite

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 5,73 m Breite 2,34 m Höhe 3,23 m Motorleistung 100 kW (136 PS) Höchstgeschwindigkeit 80 km/h Zulässiges Gesamtgewicht 7,5 t Nutzlast 2 t Transportraum 4 liegende, intensiv zu versor­ gende Patienten oder 6 sitzende Patienten

MEHRZWECK­RADFAHRZEUGE

MEHRZWECK­RADFAHRZEUGE 106 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

YAK BAT Der YAK ist ein hochmobiles, geschütztes Mehrzweck­Radfahrzeug, das den erhöhten Bedarf und die gestiegenen Anforderungen der Streitkräfte an geschütztem Transport­ raum erfüllt. Er verfügt über ein hohes Niveau bezüglich des Insassenschutzes. So gewähr­ leistet das Fahrzeug seiner Besatzung Schutz gegen ballistische Bedrohung und besitzt einen integrierten Schutz gegen die Blast­ wirkung von Minen.

Mit einem Gesamtgewicht von 13,5 Tonnen wird der Lufttransport in den Flugzeugen C­160 TRANSALL und C­130 HERKULES ermöglicht. Im Sanitätsdienst der Bundes­ wehr wird der YAK derzeit in der Variante Beweglicher Arzttrupp eingesetzt.

Die im Mehrzweckaufbau integrierte Sani­ tätsausstattung entspricht modernster Medizintechnik. Der YAK soll auch in der Variante Sanitätstrupp (SanTrp) zum Einsatz kommen.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 6,71 m Breite 2,43 m Höhe 2,92 m Motorleistung 184 kW (245 PS) Höchstgeschwindigkeit 106 km/h Zulässiges Gesamtgewicht 13,5 t Nutzlast bis zu 5,5 t Transportraum 1 liegender und 2 sitzende Verwundete

13,5 t Nutzlast bis zu 5,5 t Transportraum 1 liegender und 2 sitzende Verwundete DER SANITÄTSDIENST

BEWEGLICHER ARZTTRUPP

BEWEGLICHER ARZTTRUPP FUCHS BAT In der Konfiguration Beweglicher Arzt­ trupp wird der Transportpanzer FUCHS im
BEWEGLICHER ARZTTRUPP FUCHS BAT In der Konfiguration Beweglicher Arzt­ trupp wird der Transportpanzer FUCHS im

FUCHS BAT In der Konfiguration Beweglicher Arzt­ trupp wird der Transportpanzer FUCHS im Sanitätsdienst auch zum geschützten Verletztentransport mit der Möglichkeit zur notfallmedizinischen Behandlung einge­ setzt. Dabei können ein intensivmedizinisch zu versorgender Patient oder alternativ zwei leicht verletzte Patienten sanitätsdienstlich versorgt und zur entsprechenden Weiter­ behandlung verbracht werden. Für die medizinische Versorgung sind ein aus­ gebildeter Rettungsmediziner (Arzt) sowie ein Rettungsassistent verantwortlich.

Die Ausstattung des Fahrzeugs in der Konfi­ guration BAT ist etwa vergleichbar mit der eines zivilen Notarztwagens und beinhaltet unter anderem eine Vakuummatratze, einen Defibrillator, einen Überwachungsmonitor und ein automatisches Notfallbeatmungs­ system. Durch die extreme Geländetaug­ lichkeit und die amphibischen Eigenschaf­ ten des Radpanzer ist auch ein Einsatz in schwierigem Gelände möglich.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 6,71 m Breite 2,43 m Höhe 2,92 m Motorleistung 184 kW (245 PS) Höchstgeschwindigkeit 106 km/h Zulässiges Gesamtgewicht 13,5 t Nutzlast bis zu 5,5 t Transportraum 1 liegender und 2 sitzende Verwundete

FUCHS IED BAT Für den Einsatz in Krisengebieten wurde der Transportpanzer FUCHS als Sanitätsvariante zusätzlich mit spezifischen Schutzvorrichtun­ gen ausgestattet. Dazu gehören unter ande­ rem zusätzlicher Minenschutz sowie Schutz gegen die Blastwirkung von Improvised Explosive Devices (IED). Die Zusatzpanzerung erlaubt es, medizinische Evakuierungen

von Verletzten und Schwerstverletzten unter hoher Sicherheit durchzuführen. Die Ausstattung in der Rollenkonfiguration als Beweglicher Arzttrupp erlaubt den Transport eines intensivmedizinisch zu ver­ sorgenden Patienten zur entsprechenden Weiterbehandlung in einer Rettungsstation oder einem Rettungszentrum.

in einer Rettungsstation oder einem Rettungszentrum. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 6,95 m Breite

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 6,95 m Breite 3,10 m Höhe 2,31 m Motorleistung 235 kW (320 PS) Höchstgeschwindigkeit 92 km/h Zulässiges Gesamtgewicht 2,1 t Nutzlast bis zu 5,5 t Transportraum 1 liegender, intensiv zu versorgender Patient

SANITÄTSTRUPP

SANITÄTSTRUPP 110 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

HÄGGLUND Der BV 206 HÄGGLUND wird im Sanitäts­ dienst als Fahrzeug für den die Gebirgs­ und Fallschirmjägertruppe begleitenden Sanitätstrupp eingesetzt und ist luftverlad­ bar. Der HÄGGLUND ist ein Fahrzeug­ gespann, dessen Vorder­ und Hinterwagen durch ein Knickgelenk verbunden ist. Eine hydraulische Ansteuerung am Knickgelenk bewirkt die Lenkung des Fahrzeugs. Der Vorderwagen nimmt Motor und Getriebe auf. Alle vier Kettenstränge werden ange­ trieben.

Das Fahrzeug überzeugt durch seine Schwimmfähigkeit und ausgeprägte Mobilität in besonders schwierigem Gelände und bei extremen klimatischen Bedingungen.

Das Fahrzeug ist mit einer ABC­Schutz­ und Klimaanlage in beiden Fahrzeughälften ausgestattet. Die integrierte Sanitätsaus­ stattung ermöglicht dem Sanitätspersonal die Sicherstellung der sanitätsdienstlichen Versorgung mit dem Ziel des Erhaltes der Vitalfunktionen und der Herstellung der Transportfähigkeit.

Vitalfunktionen und der Herstellung der Transportfähigkeit. Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 6,90 m Breite

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 6,90 m Breite 2,00 m Höhe 2,00 m Motorleistung 130 kW (177 PS) Höchstgeschwindigkeit Straße / Gelände 52 km/h, Wasser 4,7 km/h Zulässiges Gesamtgewicht 7,1 t Nutzlast bis zu 2,65 t Transportraum 2 liegend oder 1 liegend / 3 sitzend Verwundete

Falls eine abschließende Versorgung im Einsatzgebiet nicht möglich ist, erfolgt die Rück­ führung verwundeter Soldaten mit hochmodern ausgerüsteten Flugzeugen der Luftwaffe. Rettungshubschrauber gehören zum sanitätsdienstlichen Einsatzkonzept. Soweit es die Lage erlaubt, wird durch diese Rettungsmittel qualifizierte notärztliche Versorgung zum Verwundeten gebracht.

FLIEGENDE INTENSIVSTATION – TRANSALL MEDEVAC

FLIEGENDE SANITÄTSEINRICHTUNGEN

C­160 D TRANSALL MedEvac Das weltweit einmalige MedEvac­System der Bundeswehr ist ein Lufttransportsystem für

C­160 D TRANSALL MedEvac Das weltweit einmalige MedEvac­System der Bundeswehr ist ein Lufttransportsystem für schwerstkranke und schwerstverletzte Soldatinnen und Soldaten. Auch bei zivilen Katastrophen kommt MedEvac (Medical Evacuation) auf Anforderung zum Einsatz.

Dabei werden die Langstreckenflugzeuge CHALLENGER, Airbus A­310 MRTT sowie die C­160 TRANSALL mit eingebautem MedEvac­Rüstsatz eingesetzt, sodass ein Intensivtransport mit gleichen Vorraus­ setzungen wie am Boden möglich ist.

Die Bundeswehrkrankenhäuser in Koblenz und Ulm halten mehrere intensivmedizi­ nische Teams bestehend aus Fachärzten und Fachkrankenpfleger in Rufbereitschaft, um die MedEvac­Systeme im Bedarfsfall personell zu besetzen. Lageabhängig können diese Teams durch weiteres Fach­ personal aus den Bundeswehrkranken­ häusern Berlin und Hamburg verstärkt werden.

FLIEGENDE INTENSIVSTATION – TRANSALL MEDEVAC

FLIEGENDE INTENSIVSTATION – TRANSALL MEDEVAC Patiententransport im AIRBUS A­310. 114 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄTE

Patiententransport im AIRBUS A­310.

Die Flugzeuge sind mit einer unterschied­ lichen Anzahl von Patiententransportein­ heiten (PTE) ausgestattet, welche einen Transport unter intensivmedizinischer Überwachung und Therapie ermöglichen.

Die CHALLENGER kann einen intensiv­ pflichtigen Patienten liegend transportie­ ren. Der Airbus A­310 hat Kapazität für sechs intensivtherapiepflichtige und zehn intensivüberwachungspflichtige Patienten sowie für 26 weitere Patienten.

Im Laderaum der TRANSALL können bis zu drei Schwerstverletzte auf PTE und weitere 14 Verletzte auf Tragen aus dem Einsatz­ raum ausgeflogen werden.

Die medizinische Besatzung der TRANSALL in der MedEvac­Konfiguration umfasst bis zu zwölf Personen. Eine TRANSALL kann innerhalb weniger Stunden zum MedEvac­ Einsatz umgerüstet werden.

weniger Stunden zum MedEvac­ Einsatz umgerüstet werden. Technische Daten der TRANSALL, des AIRBUS und der

Technische Daten der TRANSALL, des AIRBUS und der CHALLENGER siehe Luftwaffe auf den Seiten 61 und 63.

SEARCH AND RESCUE­HUBSCHRAUBER

SEARCH AND RESCUE­HUBSCHRAUBER 116 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT

SAR­Hubschrauber BELL UH­1D Mit Search and Rescue (SAR – Suchen und Retten) wird international ein meist staat­ licher Such­ und Rettungsdienst für die Bereiche Luft­ und Seefahrt bezeichnet. Die Aufgaben sind die Ortung von überfälligen, vermissten oder im Extremfall nach abge­ stürzten Luftfahrzeugen sowie die Rettung der Besatzung und der Passagiere. Sofern SAR­ und Militäraufgaben dem nicht ent­ gegenstehen und genügend Kapazitäten vorhanden sind, kann auch im Rahmen der Amtshilfe bei Notfällen zu Lande und zu Wasser geholfen werden.

Meist wird von den Betroffenen selbst oder von den koordinierenden Stellen zunächst die örtlich zuständige Rettungsleitstelle, die Polizei oder die Feuerwehr informiert. Sofern die jeweilige Leitstelle Hilfe von SAR­ Einheiten benötigt, setzt sie sich mit der zuständigen SAR­Leitstelle in Verbindung. Die Alarmierung der SAR­Hubschrauber erfolgt dann über die SAR­Leitstelle im nordrhein­westfälischen Münster für den Festlandbereich bzw. über die SAR­Leitstelle Glücksburg für die Gebiete über der Nord­ und Ostsee.

Glücksburg für die Gebiete über der Nord­ und Ostsee. Seit 1959 haben SAR­Kommandos der Bundeswehr in

Seit 1959 haben SAR­Kommandos der Bundeswehr in über 250.000 Einsätzen 190.000 Menschen gerettet.

Der SAR­Hubschrauber BELL UH­1D, dessen Besatzung aus Pilot, Bordmechani­ kermeister und Sanitätsfeldwebel Luftret­ tungsmeister besteht, ist eingerüstet mit einer Krankenliege und den notwendigen notfallmedizinischen Ausrüstungsgegen­ ständen sowie mit einer Rettungswinde, um den Verwundeten ab­ bzw. Verwun­ dete in den Hubschrauber hochzuwin­ schen.

Besatzung 3 Soldatinnen/Soldaten Länge 17,41 m Höhe 4,48 m Durchmesser des Hauptrotors 14,63 m Durchmesser des Heckrotors 2,59 m Leergewicht 2.140 kg Innen­ und Außenlast gesamt 1.050 kg Maximales Startgewicht 4.310 kg Reisegeschwindigkeit 160 km/h Höchstgeschwindigkeit 220 km/h Reichweite 507 km Transportraum 1 liegender Patient

Extrem vielfältig und umfassend gestalten sich der Auftrag und die Aufgaben der Streitkräftebasis (SKB). Als Force Enabler, Force Provider und Force Multiplier er­ möglicht sie Auslandseinsätze und Hilfeleistungen der Bundeswehr im In­ und Ausland. Sie ist darüber hinaus mit eigenen Kräften im gesamten Aufgabenspek­ trum der Bundeswehr im Einsatz. Logistische Unterstützung sowie Führungsunter­ stützung sind zwei ihrer Kernaufgaben.

DIE STREITKRÄFTEBASIS

sowie Führungsunter­ stützung sind zwei ihrer Kernaufgaben. DIE STREITKRÄFTEBASIS 118 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
sowie Führungsunter­ stützung sind zwei ihrer Kernaufgaben. DIE STREITKRÄFTEBASIS 118 WAFFENSYSTEME UND GROSSGERÄT
DIE STREITKRÄFTEBASIS 119
DIE STREITKRÄFTEBASIS 119
DIE STREITKRÄFTEBASIS 119

LOGISTIK

Basislogistik Die Kräfte der Basislogistik nehmen streitkräftegemeinsame, querschnittliche logistische Aufgaben im
Basislogistik Die Kräfte der Basislogistik nehmen streitkräftegemeinsame, querschnittliche logistische Aufgaben im

Basislogistik Die Kräfte der Basislogistik nehmen streitkräftegemeinsame, querschnittliche logistische Aufgaben im Rahmen der Erst­ und Folgeversorgung sowie bei der Verlegung wahr.

Ihr Zuständigkeitsbereich reicht von der Logistischen Basis Inland über die Logistische Basis im Einsatzgebiet bis zu den eingerichteten Übergabepunkten an die Einsatzlogistik der militärischen Organisationsbereiche. Die mobilen Logistiktruppen der Streitkäftebasis bestehen aus Nachschub­, Transport­, Umschlag­, Instandsetzungs­ sowie Spezialpionierkräften.

Für die Erfüllung ihres Auftrages im jewei­ ligen Einsatzgebiet müssen die mobilen Logistiktruppen der Streitkräftebasis über den gleichen Schutz wie die zu unterstüt­ zende Truppe verfügen.

SPEZIALPIONIERE

Feldlagerbau und Betrieb Im Rahmen der logistischen Sonderauf­ gaben sind die Spezialpioniere zuständig für den Bau und Betrieb von Feldlagern zur stationären Unterbringung im Einsatz sowie von Pipelineverbindungen und Feldtank­ lagern.

Mit ihren Kräften und Mitteln können sie auch Hilfeleistungen, zum Beispiel bei Naturkatastrophen im In­ und Ausland erbringen.

bei Naturkatastrophen im In­ und Ausland erbringen. LOGISTISCHE FAHRZEUGE Lastkraftwagen MULTI Das

LOGISTISCHE FAHRZEUGE

Lastkraftwagen MULTI Das Transportsystem MULTI (Mechanisierte Umschlag­, Lager­ und Transportintegra­ tion) mit Fahrzeugschutzausstattung ist für den Transport von Versorgungsgütern in schwerem Gelände zuständig. Der MULTI stellt den Transport und zeitsparenden Umschlag im Einsatz sicher und ist das wesentliche Transportsystem der mobilen Logistiktruppen der Streitkräftebasis.

der mobilen Logistiktruppen der Streitkräftebasis. Besatzung 2 Soldatinnen/Soldaten Gewicht 38,5 t Länge

Besatzung 2 Soldatinne