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Arbeitskreis Alternative Energien Odenwald Eckhard Raabe Dorfstr. 110 64720 Michelstadt Email: ak-altenerg@gmx.de

01.09.2012

Rundbrief vom 1. September 2012

Inhaltsverzeichnis:

Desinformationen der Pressestelle des Odenwaldkreises CDU Odenwaldkreis gibt ihre Funktion als politische Alternative auf

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Hainhaus: Leitungskapazität für die beiden größten Windräder voraussichtlich bis Jahres- ende um 25% reduziert

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Wie erfolgreich sind die Windräder der HSE in Frankreich? Lautertal: Initiative will die Pläne für den Bau von Rotoren in der Gemeinde stoppen I OLG München erkennt Impulshaltigkeit von Windrädern als berechtigten Klagegrund an Neodym: Windräder produzieren Atommüll Juwi in gedrückter Stimmung Brüderle erwägt Moratorium für Öko-Energie Zur Verfassungswidrigkeit des EEG Lesenswert: Klaus Ermecke: Rettung vor den Klimarettern

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Desinformationen der Pressestelle des Odenwaldkreises

 

Mit Datum vom 31.07.2012 hatte die Pressestelle des Odenwaldkreises folgende Falschmeldung verbreitet (wir berichteten):

Wie Dietrich Kübler den 26 Fach- und Führungskräften sowie Projektentwicklern, Forschern und Spezialisten

aus Beratungsfirmen berichtete, werden im Odenwald Investitionen in Erneuerbare Energien

durch Kapital

 
 

örtlicher Interessenvertreter finanziert, unter ihnen auch öffentliche und private Akteure wie Bürger und

 
 

Kommunen Mit der Umsetzung von Energieprojekten werden ausschließlich Firmen aus der Region beauf-

tragt.

Von einem unserer Mitstreiter war umgehend zu einer eine Richtigstellung aufgefordert worden:

 

Diese Aussagen sind zum allergrößten Teil falsch – es wird hauptsächlich mit überregionalem Kapital gearbei

-

tet, und die Anlagen werden von überregionalen Firmen projektiert und errichtet. Oft gehören die Grundstücke

nicht einmal Odenwälder Anliegern!

 

Falls Sie nicht den Eindruck einer zugunsten der Windradlobby einseitigen Berichterstattung erwecken wollen,

bitte ich nachdrücklich, diesen Bericht im folgenden Newsletter richtig zu stellen, wie dass die Ethik einer kor-

 

rekten und objektiven Berichterstattung verlangt.“

 

Auf diese Aufforderung hat die Pressestelle bislang nicht reagiert. Mit mit öffentlichen Geldern bzw. Schulden finanziert, fühlen sie bzw. ihr Vorgesetzter sich nicht zu einer wahrheitsgemäßen und objektiven Berichterstat- tung verpflichtet.

 

Odenwälder Echo 31.08 2012

 

Christdemokraten freuen sich über ÜWG - Landrat

 

Kommunalpolitik – Kreis-CDU findet zweite Kandidatur von Dietrich Kübler gut

Die Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Judith Lannert und der Vorsitzende der CDU-Kreistagsfraktion, Harald Buschmann, zeigen sich erfreut, dass Landrat Dietrich Kübler in einem Bericht des Odenwälder Echos öffentlich kundtat, dass er über eine weitere Amtszeit nachdenke. Judith Lannert erklärt dazu in einer Pressever-

 

lautbarung: „Die CDU im Odenwaldkreis würde eine erneute Kandidatur des Landrats, sofern es seine Gesund-

heit zulässt, aus heutiger Sicht befürworten.“ Sie begründet dies auch mit der fruchtbaren Zusammenarbeit

:

„Mit Unterstützung des Landes Hessen und meiner Person als Landtagsabgeordnete konnte eine Vielzahl von wichtigen Projekten im Odenwaldkreis umgesetzt werden.“ Fraktionsvorsitzender Harald Buschmann äußert sich abschließend: „Die Zusammenarbeit mit Landrat Kübler

auf Kreisebene ist gut und funktioniert einwandfrei.

Die CDU-Kreistagsfraktion hat sinnvolle Maßnahmen und

Projekte der Kreisverwaltung stets befürwortet. Eine Fortsetzung um weitere sechs Jahre würde die Kreistags

-

fraktion daher sehr begrüßen

 

Anmerkung: Mit dieser Position hat die CDU im Odenwaldkreis ihre Funktion als Alternative zur jahrzehnte

-

langen ÜWG/SPD- Herrschaft aufgegeben. Noch bei den letzten Wahlen hatte sie mit der öffentlich bekundeten

Gegnerschaft zu Windrädern um Wählerstimmen geworben. Die FDP ist jetzt die einzige demokratische Grup

-

pierung im Odenwaldkreis, die eine Alternative bietet.

 

Hainhaus: Leitungskapazität für die beiden größten Windräder voraussichtlich bis Jah- resende um 25% reduziert

In einem Artikel des Odenwälder Echos vom 03.01.2012 wurde berichtet:

„Wie Gert Blumenstock (einer der Pressesprecher der HSE) informiert, speisen zwei der älteren Anlagen den dort erzeugten Strom nach Süden ins Netz ein, die beiden anderen nach Norden. In diese Richtung soll auch die Energie der beiden neuen Rotoren abfließen, und eben deswegen baue die HSE aktuell dort ihr Netz aus, sagt deren Sprecher. Konkret wird eine 20-Kilovolt-Freileitung demontiert und durch ein Erdkabel mit größerem Durchmesser ersetzt – ein Vorhaben, das aller Voraussicht nach im Verlauf dieses Jahres abgeschlossen werden dürfte. Vor dem Hintergrund dieser Baumaßnahmen ist demnach auch der Schritt zu verstehen, die Leistung der bei- den neuen Rotoren vorübergehend auf 75 Prozent der Maximalleistung zu

Allerdings, so betont Blumenstock, entstünden dem Anlagenbetreiber daraus keine finanziellen Einbußen: Die wegen der

Allerdings, so betont Blumenstock, entstünden dem Anlagenbetreiber daraus keine finanziellen Einbußen: Die wegen der Leistungsbeschränkung entgangene Einspeisevergütung werde nämlich dennoch ausgezahlt. Dabei

sei sichergestellt, dass die nach den Windverhältnissen größtmögliche Strommenge angenommen wird. Am

ausgezahlt. Dabei sei sichergestellt, dass die nach den Windverhältnissen größtmögliche Strommenge angenommen wird. Am

Hainhaus würden dazu die vorliegenden Messdaten der älteren Anlagen verwendet und auf die neuen Rotoren umgerechnet.“

Nachdem geraume Zeit vergangen ist, hat sich der Arbeitskreis mit folgenden Fragen an die HSE gewandt:

1. Welche der beiden Altanlagen sind als Referenz genommen worden? Nach unseren Informationen gab es damals erhebliche Differenzen in den Erträgen der beiden Anlagen.

2. Gilt diese Beschränkung auf 75% immer noch? Falls nicht, wann ist die Begrenzung aufgehoben wor- den?

3. Wie hoch ist die Strommenge insgesamt, die seitdem vergütet worden ist, obwohl sie nicht erzeugt wur- de?

Die Antwort:

Die Fragen 1. und 3. betreffen vertrauliche Daten Dritter. Der VNB kann deshalb dazu keine Stellung nehmen. Bitte wenden Sie sich an den Anlagenbetreiber.

zu 2.: Die Beschränkung gilt voraussichtlich noch bis Ende des Jahres, bis die Bauarbeiten abgeschlos- sen sind.

Schlussfolgerung: Bei allen Erfolgsmeldungen, welche Strommengen am Hainhaus erzeugt worden sind, muss

von vornherein ein erheblicher Prozentsatz abgezogen werden, weil es sich um fiktiven Strom handelt, der zwar

nicht erzeugt, aber bezahlt wird – und zwar von den privaten Verb

rauchern.

 

Die HSE versteht sich als Vorreiter der Windrad-Industrie und wird nicht müde, ständig Erfolgsmeldungen her

-

auszuposaunen. Für Informationen, die mehr als bloße Propaganda sind, wäre es aber wesentlich, präzise Anga

-

ben über tatsächlich erzeugten und fiktiven Strom zu erhalten. Übrigens nicht nur infolge Abschaltungen infol

 

-

ge Leitungsüberlastung, sondern auch, wenn mehr erzeugt wird, als gebraucht wird. So konnte man mehr als

 

einmal beobachten, das an e

i

nem sonnigen, windigen Tag alle sechs Räder am Hai

nhaus stillstanden, d.h. fi

kti

-

ven Strom erzeugten, weil z.B. gleichzeiti

g mehr Solarstrom erzeugt wurde, als gebraucht wurde.

 

Ein weiteres Detail aus dem Geschäftsbericht 2011 der HSE:

 

Wie erfolgreich sind die Windräder der HSE in Frankreich?

 

Seite 73: Anteilsbesitz der HSE Energie France SAS, Strasbourg/Frankreich

 

KapitalanteilEigenkapital (in T€) Jahresergebnis (T€)

Parc éolien Baudignécourt S.A.S.

100%

284

- 522

Parc éolien La Lande de Carmoise S.A.S. Parc éolien Le Charmois S.A.S. Parc éolien Les Douves des Epinettes S.A.S. Parc éolien Montafilant S.A.S.

100%

291

-518

 

100%

-335

-350

100%

1.125

-538

 

100%

-274

-288

Bergsträßer Anzeiger vom 27.08.2012

Lautertal: Initiative will die Pläne für den Bau von Rotoren in der Gemeinde stoppen

Windkraftgegner sehen Landschaft bedroht

Gemeinde stoppen Windkraftgegner sehen Landschaft bedroht Großes Interesse herrschte an der Informationsveranstal-

Großes Interesse herrschte an der Informationsveranstal- tung der Initiative gegen Windwahn.

Informationsveranstal- tung der Initiative gegen Windwahn. Experten erläuterten auf Einladung der Initiative gegen

Experten erläuterten auf Einladung der Initiative gegen Windwahn die Auswirkungen beim Bau von Windkraftan- lagen in Lautertal.

Reichenbach.

"Windräder bedeuten deutliche Einschnitte in die Landschaft und erzeugen teure Energie. Bei viel

Wind gibt es mehr Energie als aktuell gebraucht wird, bei Flaute wird zu wenig Energie erzeugt. Außerdem sind

die Anlagen im Aufbau teuer. Im Betrieb ist nicht auszuschließen, dass sie eine Gefahr für die Gesundheit der

 
 

ortsnahen Bewohner darstellen". Mit wenigen Sätzen fasste ein Zuhörer die Diskussionsrunde der Initiative ge-

gen Windwahn im Lautertal (IGW). Er zeigte sich dankbar für die aufklärenden Informationen und versprach, sich erst ein komplettes Urteil zu bilden, wenn er auch von den Befürwortern des Baus von Windenergieanlagen mehr erfahren hat.

Weit über 100 Besucher aus Lautertal und Umgebung waren zu der Informationsveranstaltung gekommen. "Wir sind Bürger aus dem Lautertal", betonten die beiden Sprecher Markus Bormuth und Florian Lühnsdorf, die durch den Abend führten und die zahlreichen Zuhörer und Referenten sowie Bürgermeister Jürgen Kaltwasser und Vertreter des Gemeindeparlamentes willkommen hießen.

"Natur wird zerstört" „Anlagen wären unwirtschaftlich“

"Der Odenwald mit seinen Höhenzügen gehört zu den willensschwächsten Regionen Deutschlands", stellte Sven Johannsen fest. Johannsen kennt Daten aus seiner Heimatgemeinde Mörlenbach, die in einem Drei-Jah- res-Zeitraum aufgenommen worden. Er ist Mitarbeiter einer Fachfirma für weltweite Windpark - Rentabilitäts- prüfungen.

Sven Johannsen bedauerte, dass bislang keine verwertbaren Zahlen aus Lautertal veröffentlicht wurden. Er ver- misst die Daten einer international anerkannten sogenannten LIDAR-Messung. Der zuständige Gutachter und Planer Jürgen Simon widersprach dem und informierte darüber, dass man "seit Jahren Windmessungen" durch- führe. Diese würden veröffentlicht, "wenn alle Daten vorliegen".

Anhand der Messwerte des Regierungspräsidiums Darmstadt und von Messungen aus Birkenau kommt Sven Johannsen zu dem Ergebnis, dass "ein wirtschaftlicher Betrieb von Windkraftanlagen an den vorgesehenen Standorten und in der vorgesehenen Planungsgröße in Lautertal in keiner Weise gegeben ist". Auch Anlagen mit der technisch derzeit maximal möglichen Nabenhöhe von 143 Metern könnten maximal weniger als 20 Prozent des möglichen maximalen Wirkungsgrades erreichen.

„Wald ist wertvoller als ein Windrad“ Fritz Richter, Studiendirektor a. D. für Biologie, Chemie und Geografie und langjähriger Kreistagsabgeordne- ter, ist in Südhessen seit 50 Jahren bekannt für seine Naturschutzarbeit. In vielen Gremien ist sein Fachwissen gefragt. Alle drei in der Region vorkommende Lebensraum-Typen wie der Orchideen-Buchenwald bei Elmshausen im Westen und der Waldmeister-Buchenwald im Osten, sowie der Hainsimsen-Buchenwald genössen den Schutz der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU. Es sei geplant, die Windkraftanlagen nicht auf eine Wiese oder einen Acker zu stellen, sondern mitten in den Wald mit seinen vielfältigen Lebensstrukturen. Die Wälder sind vergleichbar mit denen der Nationalparke Kellerwald in Nordhessen, Hainich in Thüringen oder Jasmund auf Rügen. Die Wertigkeit der Buchenwälder sei durch die intensive forstwirtschaftliche Betreuung entstanden. Die Wald- pflege lege bei Buchenwäldern den Schwerpunkt auf die Nachhaltigkeit; ein gepflegter Buchenwald habe einen hohen betriebswirtschaftlichen Wert. "Insgesamt kann ein Windrad diesen Gewinn nicht erbringen", betonte Fritz Richter. Hinzu komme der volkswirtschaftliche Wert einer ausgewachsenen Buche. Fritz Richter zitierte das BUND- Gründungsmitglied Frederic Vester zu den Aufgaben der Buche: Der Baum hat einen großen Wasserspeicher und dient der Lufterneuerung mit der Umwandlung von 6,3 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Mit einer Wasser- verdunstung von 400 Litern pro Tag trage eine einzige Buche zur Temperaturdämpfung bei. Darüber hinaus sei der Baum Nahrungslieferant für viele Lebewesen und biete im Boden Platz für je 40 Kilogramm Bakterien und Pilze sowie für Regenwürmer und Käferarten. Pro Windkraftanlage müsse Wald in einer Größe von 7500 Hektar eingeschlagen werden. Auf einem Hektar stünden in einem erwachsenen Buchenbestand zwischen 90 und 150 Buchen.

„Gefahren durch den Infraschall“

Dr. Holger Repp, Facharzt für klinische Pharmakologie aus Gießen - Mitglied in der Ethik-Kommission und Strahlenschutzbeauftragter, informierte über den Diskussionsstand bei den Risiken für die Gesundheit. Kontrovers werde seit vielen Jahren das Thema Infraschall diskutiert. Je näher Menschen an Windkraftanlagen lebten, um so deutlicher träten gesundheitliche Veränderungen bestimmter Art auf: durch Schlafstörungen her- vorgerufene Symptome wie Nervosität und Reizbarkeit bis hin zu Angstzuständen, Konzentrationsproblemen und Kopfschmerzen. Auch Herz und Kreislauferkrankungen seien registriert worden. Infraschall ist Schall im nicht hörbaren niederfrequenten Bereich. Diese Art von Schall kennt man von Erdbe- ben, als Vorboten des hörbaren Donnergrollens und auch bei Föhnwind. Er kann auch durch Flugzeuge, Lkw- Motoren und Windkraftanlagen ausgelöst werden. Infraschall wird von Menschen unterschiedlich wahrgenommen, bedingt wohl durch den Zustand der Haarzel- len in der Innenohrschnecke. "Hier sind weitere Forschungen nötig", so Dr. Repp. "Auf europäischer Ebene wird für schwangere Arbeitnehmerinnen in einer Rahmenrichtlinie festgelegt, dass sie keine Tätigkeiten ver- richten sollen, die zu starker niederfrequenter Vibration führen können." Im Jahr 2007 veröffentlichte das Robert-Koch-Institut einen Artikel zum Thema. Diskussionen und Beiträge zum Infraschall fänden sich in anerkannten wissenschaftlichen Publikationen in den USA, aber auch im British Medical Journal, wo im März festgestellt worden sei: "Lärm durch Windkraftanlagen scheint die Gesundheit nachteilig zu beeinflussen; eine unabhängige Bewertung der Belege ist notwendig." Schon heute gebe es "eine breite Datenbasis, die darauf hinweist, dass Windkraftanlagen Schlafstörungen verur- sachen". Nötig sei noch eine aussagekräftige unabhängige Forschung über die Einflüsse auf die Gesundheit durch bestehende Windkraftanlagen, genauso wie eine unabhängige Bewertung der existierenden Daten und die Erstellung von Richtlinien für akzeptable Lärmpegel.

„Nicht am Bedarf orientiert“

Eberhard Wagner, Diplom-Ingenieur und ehemaliger Mitarbeiter der Technischen Universität Darmstadt, infor- mierte über das Energieangebot und den zur selben Zeit bestehenden Energiebedarf. Der Referent beschäftigt sich - auch aus beruflichen Gründen - seit 1970 mit der Stromwirtschaft und dem Kraftwerksbau. "Bei den regenerativen Energien wird der Windkraft durch deren Möglichkeit der Stromerzeugung eine domi- nierende Rolle zugeschrieben", so Wagner. Hinzu kämen die Photovoltaik und die Wasserkraft, aber auch die Stromerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Alle Anlagen erzeugten Energie und hätten per Gesetz Vorrechte bei der Einspeisung in das Netz. Dabei gebe es jeweils eine Kraftwerksleistung, die zeitweise hoch sei. Dennoch könnten die Anlagen nicht immer den Leis- tungsbedarf der Verbraucher decken. In Spitzenzeiten würden traditionelle Kraftwerke zusätzlich gebraucht. So verbrauche die Bevölkerung Deutschlands in den Monaten Dezember und Januar an einem Hochlasttag insgesamt etwa 76 000 Megawatt Strom. Im Sommer dagegen liege der Bedarf pro Tag bisweilen nur bei 45 000 Megawatt. Das Problem sei nun, dass die Anlagen, die regenerative Energien nutzten, oft nicht am Bedarf orientiert Strom produzieren könnten. Konventionelle Kraftwerke müssten zum Ausgleich vorgehalten werden und immer sofort reagieren können, also dauerhaft laufen. Die Gewinnung von Energie über Wind oder Sonne sei nicht berechenbar. Speichermedien zur Vorratshaltung gebe es nur wenige. Werde zu viel Strom produziert, müssten die Windräder abgeschaltet werden, wie auch bei Sturm. Bei wirtschaftlichen Einbußen werde auch der "Nicht-Strom" vergütet, das heißt: Auch hier müssten die Ver- braucher bezahlen. Und schließlich gebe es Wind-Flauten, wo kein Strom produziert werden könne.

"Wir sind eine außerparlamentarische Opposition", sagte Bormuth "und wollen heute abend der Frage nachge- hen, wem Windkraftanlagen nutzen und wem sie schaden". Die Vertreter der IGW betonten, dass sie "weder

 

parteipolitisch noch wirtschaftlich abhängig sind". Es sei erschreckend, "wie leicht sich die politischen Ent-

 

scheidungsträger für die Windenergie aussprechen, ohne zu bedenken, dass sie damit auf dem Weg sind, den

Charakter der Landschaft zu verändern und die unberührte Natur zu zerstören.

" Auf die Bürger werde eben-

falls keine Rücksicht genommen. Dabei gebe es vor einer Entscheidung der politisch Verantwortlichen vieles zu bedenken und zu überlegen.

"Politik entscheidet zu schnell" Viele Fragen wurden in der abschließenden Diskussionsrunde beleuchtet. Sie zeigten, wie sehr sich die Bürger wünschen, von der Politik in die Überlegungen eingebunden zu werden. "Mich stört die schnelle Vorgehenswei- se der Gemeindevertreter", so eine Zuhörerin. Dem widersprach Frank Maus, der Vorsitzende des Umwelt-, Energie- und Verkehrsausschusses der Gemeindevertretung. Maus erläuterte, das Parlament habe Anfang des Jahres in einem einstimmigen Beschluss den Auftrag erteilt, die Möglichkeiten der Nutzung von Windenergie in Lautertal von einem Heppenheimer Planungsbüro überprüfen zu lassen. Bürgermeister Jürgen Kaltwasser fragte, warum sich die Vertreter der IGW nicht gegen die Errichtung von Windanlagen im Ried aussprechen. Dem entgegnete Florian Lühnsdorf, dass dieses nicht die Sache der Interes- senvertretung gegen Windwahn in Lautertal sei. "Wir sind Lautertaler Bürger und leben hier." "Ich bin neutral hierher gekommen", so ein Zuhörer. "Aber jetzt frage ich mich, ob sich die Politiker vor ihren Entscheidungen intensiv mit den Risiken beschäftigt haben." Zumindest sind die Auswirkungen der modernen Anlagen weitaus umfassender als die der deutlich kleineren Anlagen, die vor 30 Jahren gebaut wurden. Durch die schnellere Drehung der Rotoren verursachen sie mehr Lärm, Infraschall und Schlagschatten. © Bergsträßer Anzeiger, Dienstag, 28.08.2012

OLG München erkennt Impulshaltigkeit von Windrädern als berechtigten Klagegrund an

Donaukurier-Online, 14.08.2012

 
 

Prozess verloren

 

Neuburg (r) Im Endlos-Streit um das Windrad von Kienberg haben die Beschwerdeführer einen markanten Er-

 

folg erzielt. Das

Oberlandesgericht München gab am Dienstag ihrer Klage statt und verurteilte Betreiber

   

Herbert Kugler zur strikten Einhaltung des nächtlichen Grenzwertes von 45 Dezibel.

 

Das Windrad von Kienberg mit 140 Metern Nabenhöhe ist Gegenstand von Prozessen

 

Das Urteil des 27. Zivilsenats des OLG könnte für Hersteller Enercon Folgen haben. Die Richter gehen in ih

-

rem Urteil nämlich davon aus, dass die betreffende Windkraftanlage impulshaltig ist. Enercon hat über 3000

Anlagen des Kienberger Typs verkauft und Impulshaltigkeit strikt zurückgewiesen.

 

Unter diesem Schallphänomen versteht man ein amplitudenartiges Geräusch. Es steige schnell an und falle rapi

-

de wieder ab „wie ein Hammerschlag“, so die Richter. Daraus wird ein Zuschlag von drei Dezibel zu dem ge

-

messenen Wert von 42,8 dbA gefolgert. Besonders in Herbst- und Winternächten könnte deshalb (bei 10 Meter

 

Windgeschwindigkeit pro Sekunde) eine Überschreitung auf 45,8 dbA möglich sein, so der OLG - Senat. Die

Richter übernahmen voll das Gutachten des vom Landgericht Augsburg eingesetzten Gutachters Ulrich Möhler

 

(München). Die Messungen der vom Landratsamt Neuburg und von Hersteller Enercon beauftragten Sachver-

 

ständigen werden als unzureichend zurückgewiesen.

 

Wie das Urteil in der Praxis umzusetzen ist, können die Richter allerdings auch nicht präzisieren. Die Kläger aus der Gemeinde Burgmannshofen (Kreis Donau-Ries) müssen dem Windradbetreiber jede Grenzwertverlet- zung nachweisen. Herbert Kugler hat die nächtliche Nutzung bereits freiwillig auf maximal 18 Umdrehungen pro Minute gedrosselt. Die vom Landratsamt Neuburg 2009 immissionsschutzrechtlich genehmigte Anlage läuft seit Oktober 2010.

 

Betreiber Kugler hat mittlerweile seine 14. Gerichtsverhandlung hinter sich. Die Berufung zum OLG wird ihn

voraussichtlich 50 000 Euro kosten, weil ihm als Beklagtem alle Kosten auferlegt worden sind.

 

„Die Sache nimmt kein Ende“, reagierte der Betreiber entnervt auf das neue Urteil. Wenn man derart bekämpft

 

werde, so Kugler, sei kein Einsatz für erneuerbare Energien und schon gar keine Energiewende im Lande mehr

 

möglich.

 

Jetzt zum Bundesgerichtshof?

Neuburg (r) Die Firma Enercon, Europas größter Windradhersteller, hat ein Problem: Das Urteil des Oberlan- desgerichts München zum Windrad in Kienberg schreibt der Anlage E 82 sogenannte Impulshaltigkeit zu. Da- mit müsste jedem tatsächlich gemessenen Schallwert drei Dezibel dazugerechnet werden

Dieser Zuschlag könnte Standorte von Windkraftanlagen nahe von Siedlungen stark in Frage

„Für uns ist dieses Urteil völlig unverständlich“, sagt Felix Rehwald, Sprecher des größten europäischen Wind- radherstellers Enercon. Der Marktführer mit Sitz in Aurich, Niedersachsen, verkauft seine Anlagen mit dem Prädikat „nicht impulshaltig“. Die von Enercon beauftragten Sachverständigen „haben Impulshaltigkeit bisher nicht bestätigt“, so Unternehmenssprecher Rehwald. Nun beschäftigt das Urteil aus Bayern die Juristen von Enercon. Man werde sich „weitere Schritte vorbehalten“.

Intern steht so gut wie fest, dass das Unternehmen eine Revision beim Bundesgerichtshof anstrebt. In diesem Fall würden die Urteile des Landgerichts Augsburg und des Oberlandesgerichts München auf Rechts- und

Verfahrensfehler überprüft. Die Annahme des Falles durch den Gerichtshof in Karlsruhe gilt jedoch als nicht unerhebliche Hürde.

Vom Landratsamt Neuburg-Schrobenhausen hört man in der Sache kaum mehr etwas. Die Aufsichtsbehörde hatte die Anlage mit 140 Metern Nabenhöhe (seit Oktober 2009 in Betrieb) nach einem umfangreichen immis- sionsschutzrechtlichen Verfahren genehmigt. Die Beschwerdeführer aus der Gemeinde Burgmannshofen, Kreis Donau-Ries, haben in Schreiben an Behör- den, Ministerien und Abgeordnete erneut die „unerträgliche Situation“ durch die Geräusche des Kienberger Ro- tors beklagt. Mittlerweile nennt auch Betreiber Herbert Kugler den Dauerkampf gegen seine genehmigte An- lage „unerträglich“.

Auch der Odenwald ist betroffen:

Windräder produzieren Atommüll

Der Grund ist das in den Anlagen der neuesten Generation verbaute (zu den Seltenen Erden gehörende) Metall Neodym, bei dessen Gewinnung neben anderen Giftstoffen radioaktiver Abfall entsteht.

Näheres in folgendem Artikel:

sowie in einem Beitrag des Fernseh-Magazins „Panorama“ vom 28.04.2011:

Beim Hainhaus sind zwei Vestas V 112 3 MW aufgestellt und für weitere die Baugenehmigungen erteilt oder beantragt. In jeder sind rund 82 kg Neodym verbaut:

Mainzer Rhein-Zeitung 19.08.2012 - Gedrückte Stimmung bei Juwi - Einweihungsfest

Wörrstadt - Mit einem lachenden und einem weinenden Auge hat Juwi, der Wörrstädter Spezialist für Erneuer- bare Energien, am Samstag sein neues Zentralgebäude mit einem bunten "Energie-Erlebnis-Tag" eingeweiht. Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) war zur offiziellen Einweihung des Gebäudes eigens aus Berlin angereist.

Die Freude darüber, dass der viergeschossige Holzskelettbau in nur knapp einem Jahr Bauzeit steht ist bei den Firmengründern Fred Jung und Matthias Willenbacher gedämpft: Zum ersten Mal der 16-jährigen Firmenge- schichte müssen sie sich von etwa 150 Mitarbeitern trennen. Grund dafür sind die seit Juni stark gekürzten So- larstrom-Vergütungen und die damit einhergehende Entscheidung des Vorstands, diese Sparte stark zu verklei- nern und keine Solarstrom-Dachanlagen mehr zu bauen.

Harter Schnitt "Wir mussten gestern einen harten Schritt machen und 150 Mitarbeitern aus der Solarsparte mitteilen, dass sie sich intern woanders bewerben müssen. Diese Entscheidung bedauern wir sehr", teilte Matthias Willenbacher mit. Sie sei jedoch im Hinblick auf das Gesamtunternehmen nicht zu vermeiden gewesen und notwendig, damit Juwi auch in Zukunft Zugpferd der Energiewende bleibe.

Willenbacher geht im MRZ-Gespräch davon aus, dass etwa die Hälfte der betroffenen Mitarbeiter innerhalb der Juwi -Gruppe entsprechend ihrer Qualifikation unterkommen könne, möglicherweise auch an Standorten im Ausland. Für die andere Hälfte bedeutet die Kündigung das Aus bei Juwi.

Job futsch So wohl auch bei Andreas Wolf. Er stand beim Tag der offenen Tür inmitten der Menschenschar, die den Gruß- worten von Bundesumweltminister Peter Altmaier lauschte und hält ein selbst gemaltes Schild in die Höhe:

"Mein Job ist futsch", steht da zu lesen. Der MRZ erklärte Wolf: "Ich bin als Experte für Fotovoltaik-Dachan- lagen im Projektmanagement tätig und gehe davon aus, dass ich in der nächsten Woche die Kündigung in den Händen halte". Das treffe ihn zwar auch hart, denn er sei erst vor einem halben Jahr näher an seine Arbeitsstelle gezogen. Aber weniger hart als andere Kollegen, die Familie hätten. "Ich bin daher flexibler, mir etwas Neues zu suchen - auch im Juwi-Ausland, darüber habe ich aber noch nicht nachgedacht."

Haben er und seine Solarkollegen die Kündigung kommen sehen? Wolf verneint: "Seit einem Dreivierteljahr war schon eine Unsicherheit da, aber mit solchen Einschnitten hat keiner gerechnet."

Im Anschluss an Altmaiers Grußworte nahm der Minister die Einladung des Juwi - Vorstands an, im kleinen

 

Kreis die politischen Kürzungen bei der Solarstromvergütung und ihre Auswirkungen auf die Branche zu disku

-

tieren. Willenbacher betonte: "Wir waren damit einverstanden, das die Förderungen gekürzt werden, aber nicht

mit dem Weg. Wir haben finanzierbare Vorschläge und hoffen, dass der Minister gut zuhört." Der wiederum

 

versprach, "jeden vernünftigen Vorschlag mit meinem Team in Berlin zu diskutieren."

 

Anmerkung: Nach Ralos ein weiteres Beispiel dafür, dass Arbeitsplätze in Sparten, deren Geschäftsmodell auf

 

das Abgreifen von Subventionen beruht, auf Sand gebaut sind.

 

Die Tatsache, dass Altmeier extra gekommen ist, um Juwi zu feiern und mit dessen Inhabern ein intensives Ge

-

spräch zu führen, weist auf einen gravierenden Grund für die Fehlentwicklungen im Energiesektor hin: Wie

 

würde Altmeier reagieren, wenn ihn zum Beispiel unser Arbeitskreis zu einem Gespräch einladen würde? Abge

-

sehen davon, dass gegen Juwi - Mitarbeiter seit Ende Februar wegen Korruption ermittelt wird:

 

Während im Odenwald im Odenwaldkreis versucht wird, nach dem Motto „Augen zu und durch“ zu verfahren:

Brüderle erwägt Moratorium für Öko-Energie

Spiegel-Online 30. August 2012

Rainer Brüderle will den Ausbau erneuerbarer Energien notfalls mit drastischen Mitteln drosseln. Nach Infor- mationen von SPIEGEL ONLINE erwägt der FDP-Fraktionschef die Forderung nach einem Neubaustopp für Windräder und Solaranlagen. Die Betreiber sollen zudem mit einer Sonderabgabe belegt werden.

Berlin - Zu viele Anlagen, zu wenig Netze, zu teurer Strom: Die Energiewende in Deutschland steuert auf ge- waltige Probleme zu. Führende Regierungspolitiker wollen deshalb das Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien drosseln. Wenn es nach FDP-Fraktionschef Rainer Brüderle geht, könnten künftig erst mal gar keine neuen Solar- und Windkraftanlagen gebaut werden. Das geht aus einem für ihn erstellten Papier der FDP-Bun- destagsfraktion hervor.

Doch damit nicht genug: Da "ein Moratorium nur zusätzliche Anlagen betreffen könnte", sollten die Betreiber von Solaranlagen und Windrädern außerdem mit einer Sonderabgabe belegt werden. Auf diese Weise würden die Ökostromerzeuger an den Kosten des Netzausbaus beteiligt. "Eine solche Sonderabgabe würde damit auch bei den Anlagenbetreibern, die einen unbegrenzten Einspeisevorrang genießen, einen Anreiz setzen, sich markt- konform zu verhalten", heißt es in dem Papier.

Im Detail sieht der Plan vor, durch die Sonderabgabe ein "Nationales Sondervermögen Energiewende" aufzu- bauen, dessen Mittel dann "zur Refinanzierung des Netzausbaus beitragen". Auch der Einsatz von neuen Spei- chertechnologien könnte mit dem Geld bezahlt werden. Die Stromverbraucher würden dadurch nicht zusätzlich für den Netzausbau zur Kasse gebeten; dementsprechend hoch sei die "politische Attraktivität" des Konzepts.

Die Förderung schafft Überkapazitäten Der schnelle Ausbau erneuerbarer Energien ist zuletzt in die Kritik geraten. Als größtes Problem werden die ra- sant steigenden Strompreise wahrgenommen. Vor allem der Ausbau der Netze ist teuer und verläuft zudem schleppend. Laut Umfragen ist die Mehrheit der Deutschen gegen den Bau neuer Strommasten. Dabei sind die Netze dringend notwendig, um zum Beispiel den Strom aus Windkraftanlagen in der Nordsee in das gesamte Bundesgebiet zu transportieren.

Der Anreiz, neue Windkraft- und Solaranlagen zu bauen, ist für die Betreiber dagegen bisher sehr hoch. Grund ist die starke staatliche Förderung. Die Betreiber bekommen einen festen Preis für den von ihnen produzierten Strom garantiert - über einen Zeitraum von vielen Jahren. Der Fixpreis liegt deutlich über dem tatsächlichen Preis, zu dem Strom verkauft wird. Die Differenz zahlen die Verbraucher über ihre Stromrechnung. Die hohe Förderung schafft zudem Überkapazitäten. Wenn die Bundesländer ihre Pläne verwirklichen, würde das auf eine Ökoenergie-Leistung von 147.000 Megawatt bis zum Jahr 2022 hinauslaufen. Der Ökostromanteil läge dann 2020 bundesweit bei rund 50 Prozent. Das Ziel der schwarz-gelben Bundesregierung liegt aber nur bei 35 Prozent.

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) hatte deshalb bereits eine Deckelung beim Anlagenausbau ins Spiel gebracht. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) macht sich zudem für eine rasche Abkehr vom För- dersystem für erneuerbare Energien stark. Die FDP wolle noch im Herbst einen eigenen Vorschlag für eine No- velle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vorlegen. Röslers Parteifreund Brüderle prescht nun mit seinem Vorschlag eines Moratoriums vor. In dem von ihm be- stellten Papier heißt es: "Der weitere Zubau von Erneuerbare-Energien-Anlagen würde vermutlich sehr dras- tisch zurückgehen, bis die Netzsituation so weit stabilisiert ist, dass die Abgabe von allein obsolet wird."

Aus gegebenem Anlass:

Zur Verfassungswidrigkeit des EEG (Raymond Dequin, Berlin)

Thesen

1. Die Verpflichtung zur Zahlung von Einspeisungsvergütungen für Strom gemäß EEG durch die Netzbetreiber

und im Wege der Überwälzung letztlich durch die Stromkunden ist ein enteignungsgleicher Vorgang, für den die deutsche Verfassung keine Rechtsgrundlage kennt. Ein privater Wirtschaftsteilnehmer kann nicht dazu ge- zwungen werden, einen anderen privaten Wirtschaftsteilnehmer zu bereichern.

2. Die Verpflichtung zur Zahlung solcher Einspeisungsvergütungen kann nicht mit Zielen des Umweltschutzes

gerechtfertigt werden, da Umweltschutz eine Gemeinschaftsaufgabe ist, die die Gesamtheit der Staatsbürger be- trifft und von diesen durch Steuern zu finanzieren ist. Ohnehin ist die unmittelbare Wirkung des EEG nicht um- weltschützend z.B. durch technische Auflagen im Sinne des Verursacherprinzips. Das EEG ist vielmehr eine In-

dustrieförderung, deren Auswirkung auf die Umwelt kritisch untersucht werden muss.

3. Es ist im übrigen umstritten, ob die Bilanz der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen in je-

dem Falle umweltfreundlich ist. Dies ist z.B. für Windkraftwerke im vergleichsweise windschwachen Binnen- land zu verneinen.

4. Die Überwälzung der Einspeisevergütung auf die Stromkunden verletzt die Grundsätze der Gleichbehand-

lung und der sozialen Ausgewogenheit, weil Stromkunden mit einer starken Marktstellung die Überwälzung durch Abschluss entsprechender Verträge abwenden können. Um so mehr müssen die Tarifkunden zahlen.

5. Schließlich ist die Überwälzung auch deshalb problematisch, weil das Volumen des Transfers nicht begrenzt

ist. So liegt z.B. die Entscheidung über das Volumen des Transfers an die Betreiber von Windkraftwerken in den Händen der Windindustrie und ihrer Planer. Ein Ende des Zubaus z.B. der Windkraftwerke im deutschen Binnenland ist nicht absehbar. Eine wirksame parlamentarische Kontrolle fehlt.

6. Netzbetreiber und Stromkunden, die Preiserhöhungen aufgrund des EEG für verfassungswidrig halten, sind

berechtigt, die von ihnen verlangten Zahlungen nicht zu leisten

speisungsvergütungen aufgrund des alten Stromeinspeisungsgesetzes oder des EEG für verfassungswidrig er- klären, gäbe es keinen Bestandsschutz für

7. Sollte das Bundesverfassungsgericht Ein-

Gedanken 1. Das EEG verletzt das Grundrecht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit gemäß Art. 2 Abs. 1 GG, das Grundrecht der Berufsfreiheit gemäß Art. 12 Abs. 1 GG und das Grundrecht auf Eigentum gemäß Art. 14 GG. Berührt sind insbesondere die Preisfreiheit und die Vertragsfreiheit. Die Abnahme- und Vergü- tungspflicht belastet die Netzbetreiber und mittels der in der Ausgleichsregelung angelegten Überwäl- zung die Allgemeinheit der Stromverbraucher, die als solche keine besondere Finanzierungsverantwort- lichkeit für die Aufgabe trifft, im Interesse des Klima- und Umweltschutzes die Stromerzeugung aus er- neuerbaren Energiequellen zu fördern. Die Zahlungen, die die Netzbetreiber und letztlich die Allgemein- heit der Stromverbraucher an die Betreiber der begünstigten Kraftwerke gemäß EEG leisten, stellen ent- eignungsgleiche Vorgänge zugunsten privater Dritter dar. Obwohl das EEG eine Staatsaufgabe erfüllen soll, die eigentlich Gegenstand eines aus Steuern und Abgaben finanzierten Subventionsprogramms hät- te sein müssen, hat der Gesetzgeber für Einziehung und Verteilung der Zahlungen gemäß EEG nicht etwa staatliche Einrichtungen bestimmt, sondern versucht, diese durch bestimmte Regelungen den Wirt- schaftsteilnehmern unmittelbar aufzubürden. Er hat die durch das EEG verursachten Zahlungen damit bewusst den Kontrollmechanismen entzogen, die die verfassungsmäßige Ordnung dafür entwickelt hat, die Vielzahl der Rechte und Pflichten der Wirtschaftsteilnehmer insbesondere unter Berücksichtigung der Grundsätze der Gleichheit, der Verhältnismäßigkeit und der sozialen Ausgewogenheit zu einander in Beziehung zu setzen. Nicht zuletzt ist die parlamentarische Kontrolle der durch das EEG ausgelösten Vorgänge ungenügend.

2.

Da das EEG verfassungswidrig ist, ist es von vornherein nichtig. Wer Zahlungen, die mit dem EEG be- gründet werden, nicht leistet, begeht keinen Rechtsbruch. Er hat allerdings nur dann einen Anspruch auf Rückzahlung bereits geleisteter Zahlungen, wenn er diese vorbehaltlich ihrer Verfassungsmäßigkeit geleistet hatte. Es empfiehlt sich daher, alle Zahlungen, in denen durch das EEG verursachte Kostenbestandteile vermutet werden, unter dem Vorbehalt der Verfassungsmäßigkeit zu leisten.

3. Die Bundesregierung trifft die Verantwortung, den gefährdeten Vertrauensschutz so schnell wie möglich durch Überführung der Zahlungen gemäß EEG in den Bundeshaushalt wieder herzustellen.

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„Glaubt man Politik und Medien, dann ist die Welt in Gefahr: das Unheil naht - die Erde wird heiß – und der Mensch ist schuld! Selbst Schulkinder werden in Angst versetzt und sollen dann - durch Einbindung in Rituale – artig in den Glauben hineinwachsen, der Mensch könne und müsse das Klima retten. Doch diese vorgebliche Aufklärung ist nicht zweckfrei. Offensichtlich soll sie die Bürger auf Opfer einstimmen. Die Rettung ist möglich – vielleicht - doch leider ist sie furchtbar teu- er!

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