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Rational-Emotive Verhaltens-Therapie (REVT)
Rational-Emotive Verhaltens-Therapie
(REVT)

Dr. med. Dipl.-Psych. Dieter Trautmann

Praxis für Psychotherapeutische Medizin Landsberg

Rational-emotive Therapie (RET) nach A. Ellis:
Rational-emotive Therapie (RET) nach A. Ellis:

A

Aktivierende Erfahrung, aktivierendes Ereignis

B

(engl. belief) Bewertung

C

Consequences

D

Disput: Debattieren, Diskriminieren, Definieren

E

Effekt

Model of an Emotional Episode

1. Reality (Stimulus)

2. Input and Selection (Aufmerksamkeit)

3. Definition and Description (Benennung)

4. Interpretation

5. Appraisal (Bewertung)

6. Affect

7. Action tendency (Erwartungen bzgl.

Konsequenzen)

8. Feedback (Interaktionstendenz)

BASIC ID (Lazarus, 1976)

Behavior

Affect

Sensation

Imagery

Cognition

Interpersonal Behavior

Drugs

Grundannahmen der RET

1. Everyone has problems, and each

problem usually has two parts a practical part and a psychological or an

emotional part.

2. Most often we can solve the practical part better, or learn to live with it better if

it cannot be solved, if we solve the

psychological part first.

Grundannahmen der RET

3. The psychological part can be understood

by means of a simple formula: activating events (A), combined with our beliefs (B) about them, result in emotional and behavioral consequences (C).

4. Most of our disruptive emotions and behavior come from beliefs that have

absolutistic commands and demands in them,

usually signaled by the word must.

Grundannahmen der RET

5. From these commands and

demands, we derive several illogical conclusions: It is awful if it is not the

way I say it must be. I can´t stand it if it

is not the way I say it must be. I am worthless if it is not the way I say it must

be.

Grundannahmen der RET

6. These illogical conclusions result in

disruptive feeling and behaviors.

7. If you want to solve the psychological

part of the problems and feel and act

differently, discover your beliefs and change those that are unrealistic.

1. Dimension: Existenz

Schmerzvermeidung
Schmerzvermeidung
1. Dimension: Existenz Schmerzvermeidung Persönlichkeitsstörung (Ich muss , sonst ist meine Existenz bedroht)
1. Dimension: Existenz Schmerzvermeidung Persönlichkeitsstörung (Ich muss , sonst ist meine Existenz bedroht)
1. Dimension: Existenz Schmerzvermeidung Persönlichkeitsstörung (Ich muss , sonst ist meine Existenz bedroht)

Persönlichkeitsstörung

(Ich muss

, sonst ist meine

Existenz bedroht)

(Ich muss , sonst ist meine Existenz bedroht) negative Verstärkung (ständige Angstvermeidung)
(Ich muss , sonst ist meine Existenz bedroht) negative Verstärkung (ständige Angstvermeidung)

negative Verstärkung

(ständige Angstvermeidung)

Wohlbefinden
Wohlbefinden
Verstärkung (ständige Angstvermeidung) Wohlbefinden Persönlichkeitsstil (Ich möchte) positive Verstärkung 9
Verstärkung (ständige Angstvermeidung) Wohlbefinden Persönlichkeitsstil (Ich möchte) positive Verstärkung 9

Persönlichkeitsstil

(Ich möchte)

Verstärkung (ständige Angstvermeidung) Wohlbefinden Persönlichkeitsstil (Ich möchte) positive Verstärkung 9
Verstärkung (ständige Angstvermeidung) Wohlbefinden Persönlichkeitsstil (Ich möchte) positive Verstärkung 9

positive Verstärkung

Verstärkung (ständige Angstvermeidung) Wohlbefinden Persönlichkeitsstil (Ich möchte) positive Verstärkung 9

Kindheit

Sicherheit

Kindheit Sicherheit von außen Erwachsener Vertrauen von innen Angst Hilflosigkeit Panik „Mut“
Kindheit Sicherheit von außen Erwachsener Vertrauen von innen Angst Hilflosigkeit Panik „Mut“

von außen

Erwachsener

Kindheit Sicherheit von außen Erwachsener Vertrauen von innen Angst Hilflosigkeit Panik „Mut“
Vertrauen
Vertrauen
Kindheit Sicherheit von außen Erwachsener Vertrauen von innen Angst Hilflosigkeit Panik „Mut“
Kindheit Sicherheit von außen Erwachsener Vertrauen von innen Angst Hilflosigkeit Panik „Mut“
Kindheit Sicherheit von außen Erwachsener Vertrauen von innen Angst Hilflosigkeit Panik „Mut“

von innen

Angst Hilflosigkeit
Angst
Hilflosigkeit
Kindheit Sicherheit von außen Erwachsener Vertrauen von innen Angst Hilflosigkeit Panik „Mut“

Panik

„Mut“

Vertrauen als kontinuierliche Dimension

Sicherheit

Angst

Immer auf der Hut sein

100 %

Vertrauen (Mut)

0 %

Irrationale Überzeugungen nach Ellis (1)
Irrationale Überzeugungen nach Ellis (1)

1. Die Meinung, es sei für jeden Erwachsenen absolut notwendig, von praktisch jeder anderen Person in seinem Umfeld geliebt oder anerkannt zu werden.

2. Die Meinung, man sei nur dann etwas wert, wenn man in jeder Hinsicht kompetent, tüchtig und erfolgreich ist.

3. Die Meinung, bestimmte Menschen seien böse, gemein und schurkisch

und für ihre Schlechtigkeit strengstens zu verurteilen und zu bestrafen

4. Die Meinung, es sei schrecklich und katastrophal, wenn die Dinge nicht so sind wie man sie gerne hätte.

5. Die Meinung, dass menschliches Leiden äußere Ursachen habe und

dass der Mensch wenig Einfluss auf seinen Kummer und seine

psychischen Probleme nehmen könne.

6. Die Meinung, dass man sich über tatsächliche oder mögliche Gefahren große Sorgen machen und sich ständig mit der Möglichkeit ihres Eintretens beschäftigen solle.

Irrationale Überzeugungen nach Ellis (2)
Irrationale Überzeugungen nach Ellis (2)

7. Die Meinung, es sei einfacher, bestimmten Schwierigkeiten aus dem Weg zu gehen als sich damit auseinander zu setzen.

8. Die Meinung, dass man sich auf andere verlassen sollte und dass man

einen Stärkeren braucht, auf den man sich stützen kann.

9.

Die Meinung, die eigene Vergangenheit habe absolut entscheidenden Einfluss auf das jetzige Verhalten und Ereignisse, die sich früher auf

unser Leben auswirkten, müssten auch immer weiter diese oder eine

ähnliche Wirkung haben.

10.

Die Meinung,man solle sich über die Probleme und Schwierigkeiten anderer sehr aufregen.

11.

Die Meinung, es gäbe für jedes menschliche Problem unweigerlich eine richtige, präzise und perfekte Lösung und es sei eine Katastrophe, wenn man diese richtige Lösung nicht finden könne.

Die zentralen irrationalen Belief Systeme und ihre Ableitungen

iBs-irrationale (dysfunktionale, selbstschädigende) Belief Systeme (Demandingness-absolute Forderungen an sich selbst,
iBs-irrationale (dysfunktionale, selbstschädigende) Belief Systeme
(Demandingness-absolute Forderungen an sich selbst, andere oder die Welt)
Self-Demandingness
Other-Demandingness
World-Demandingness
(Forderungen an sich selbst)
(Forderungen an andere)
(Forderungen an die Welt)
Derivate (Ableitungen der Demandingness/sekundäre irrationale Prozesse)
Katastrophendenken
globale Bewertung von sich selbst und anderen
geringe Frustrationstoleranz
negative Zukunftsperspektive
Ich-Angst
emotionale Störung
Angst vor Unbehagen
Ich-Angst emotionale Störung Angst vor Unbehagen Symptomstress (sekundäre Störung) Aus: A. Ellis, B.
Symptomstress (sekundäre Störung)
Symptomstress (sekundäre Störung)

Aus: A. Ellis, B. Hoellen; Die Rational-Emotive Verhaltenstherapie - Reflexionen und Neubestimmungen

Kriterien für rationales Denken

(Maultsby, 1975)

1. Rational thinking is based on objective reality or

the known facts of a life situation.

2. Rational thinking enables people to protect their lives.

3. Rational thinking enables people to achieve their

goals more quickly.

4. Rational thinking enables people to keep out of significant trouble with other people.

5. Rational thinking enables people to prevent or

quickly eliminate significant personal or emotional conflict.

Dysfunktionale Einstellung

Dysfunktionale Einstellung Realitätsprüfung (Beck) z. B. „Stimmt es, dass niemand Sie mag?“ „elegante“ RET

Realitätsprüfung

(Beck)

z. B. „Stimmt es, dass

niemand Sie mag?“

(Beck) z. B. „Stimmt es, dass niemand Sie mag?“ „elegante“ RET (Ellis) „Wie schlimm wäre es,

„elegante“ RET (Ellis)

„Wie schlimm wäre es, wenn niemand Sie mögen würde?“

Das kognitive Modell nach Beck (1967, 1981)
Das kognitive Modell nach Beck (1967, 1981)

Kern des Modells ist die kognitive Triade: negative Sicht der Umwelt, der Zukunft und der eigenen Person.

Weitere wichtige Annahme: Kognitionen sind die

entscheidenden Determinanten für die Entstehung und Aufrechterhaltung depressiver Emotionen und Verhalten.

Depressive entwickeln generalisierte Schemata zur

Wahrnehmung, Kodierung und Bewertung von Stimuli, sogenannte automatische Gedanken, "Grundannahmen".

Depressive führen charakteristische Denkoperationen durch, auch kognitive Fehler genannt: z.B. dichotomes Denken ("wenn mir jetzt ein Fehler unterlaufen ist, wird mir das immer passieren").

Von Grundannahmen abgeleitete kognitive Irrtümer (1)
Von Grundannahmen abgeleitete kognitive Irrtümer (1)

Kognitiver Irrtum

Grundannahme

Intervention

1.

Übergeneralisierung

Wenn es in einem Fall stimmt,

Aufdecken der mangelhaften

 

trifft es in jedem halbwegs

Logik. Suche nach Kriterien,

ähnlichen Fall auch zu.

welche Fälle "ähnlich" sind bzw. in welchem Grad

2.

Selektive Abstraktion

Die einzigen Ereignisse, die zählen, sind Misserfolge, Entbehrungen etc. Man soll sich an Irrtümern, Schwächen etc. messen.

Man lasse den Patienten Buch führen, um die von ihm vergessenen Erfolge identifizieren zu können.

3.

Übertriebenes

Ich bin verantwortlich für jedes

Desattributionstechnik

Verantwortungsgefühl

Misslingen, Versagen etc.

4.

Annehmen einer

Wenn es in der Vergangenheit

Aufdecken der mangelhaften

zeitlichen Kausalität (Vorhersagen ohne ausreichende Evidenz)

zutraf, wird es immer zutreffen.

Logik. Benennung von Faktoren, die das Ergebnis ungeachtet früherer Ereignisse beeinflussen könnte.

Von Grundannahmen abgeleitete kognitive Irrtümer (2)
Von Grundannahmen abgeleitete kognitive Irrtümer (2)

Kognitiver Irrtum

Grundannahme

Intervention

5. Bezugnahmen auf die eigene Person

6. „Katastrophisieren"

7. Dichotomes Denken

Ich stehe im Mittelpunkt der allgemeinen Aufmerksamkeit - insbesondere meine schlechten Leistungen. Ich bringe Unglück.

Denke immer an das Schlimmste. Es wird dir wahrscheinlich passieren.

Alles ist entweder ein Extrem oder das Andere (schwarz oder weiß; gut oder schlecht).

Benennung von Kriterien, um festzustellen, wann der Patient der Mittelpunkt der Aufmerksamkeit ist und welche Fakten wahrschein- lich Unheil auslösen.

Kalkulierung realistischer Wahrscheinlichkeiten. Konzentration auf Hinweise, dass nicht das Schlimmste

eingetreten ist.

Demonstration, dass Ereignisse auf einer Skala einzuordnen sind.

Kognitive Therapie bei Depressionen nach A.T. Beck
Kognitive Therapie bei Depressionen nach
A.T. Beck

Interventionstechniken

1.

Abgestufte Aufgabenstellung/Erfolgstherapie

2.

Planung von Aktivitäten

3.

Mastery and Pleasure-Therapie (Erfolg und Vergnügen)

4.

Sammeln automatischer Gedanken

5.

Argumentieren gegen die automatischen Gedanken/Zweispaltentechnik)

6.

Erkennen verzerrter Kognitionsmuster

7.

Austesten von Kognitionen

8.

Entwicklung von Alternativen

9.

Umattribution

10.

Technik der Entkatastrophisierung

11.

Aufbau von Erwartungen

Dimensionen kognitiver Verzerrungen

1. Aspekt der Zeit

2. Generalisierung

3. Aspekt der Gewissheit

Leitfaden für Depressionsgruppe

dysfunktionale Einstellungen
dysfunktionale
Einstellungen
für Depressionsgruppe dysfunktionale Einstellungen emotionale Schemata frühe Erfahrungen rationale
für Depressionsgruppe dysfunktionale Einstellungen emotionale Schemata frühe Erfahrungen rationale
für Depressionsgruppe dysfunktionale Einstellungen emotionale Schemata frühe Erfahrungen rationale

emotionale

Schemata

dysfunktionale Einstellungen emotionale Schemata frühe Erfahrungen rationale Alternative neue
dysfunktionale Einstellungen emotionale Schemata frühe Erfahrungen rationale Alternative neue

frühe

Erfahrungen

Einstellungen emotionale Schemata frühe Erfahrungen rationale Alternative neue Erfahrungen neue Schemata
Einstellungen emotionale Schemata frühe Erfahrungen rationale Alternative neue Erfahrungen neue Schemata

rationale

Alternative

Einstellungen emotionale Schemata frühe Erfahrungen rationale Alternative neue Erfahrungen neue Schemata
Einstellungen emotionale Schemata frühe Erfahrungen rationale Alternative neue Erfahrungen neue Schemata

neue

Erfahrungen

Einstellungen emotionale Schemata frühe Erfahrungen rationale Alternative neue Erfahrungen neue Schemata
Einstellungen emotionale Schemata frühe Erfahrungen rationale Alternative neue Erfahrungen neue Schemata

neue

Schemata

Shame-attacking-Exercises

Ziel: Trennung von Fremd- und

Selbstbewertung

1. Die Übung darf nicht wirklich schaden

2. Das Verhalten sollte mit dem tatsächlichen

Selbstbild nichts zu tun haben

3. Wichtiger als die Übung selbst, sind die Gedanken, die man sich vorher darüber macht

P

Fremde

Bekannte

Freunde

Partner

Selbst

P

Fremde

Bekannte

Freunde

Partner

Selbst

Was ich brauch, das krieg ich nicht, was ich krieg, das brauch ich nicht.

Schuld?-Gefühl

Situation:

Kognition:

Gedanke

Subjektiv:

physiologisch:

Ausdruck:

Verhaltenstendenz:

Interaktionstendenz:

Ziel:

Ich habe etwas wichtiges falsch gemacht Das hätte mir nicht passieren dürfen.

Scham, Selbstwertgefühl sinkt Magenschmerzen

gebückte Haltung wieder gut machen, entschuldigen Macht Schuldgefühl = Angst, nicht mehr geliebt zu werden

Angst?

Scham-Gefühl

Situation:

Gedanke:

Subjektiv:

physiologisch:

Ausdruck:

Verhaltenstendenz:

Interaktionstendenz:

Jemand hat gemerkt, dass ich nicht o.k bin.

Das musst du vermeiden Selbstwertgefühl sinkt roter Kopf

Rückzug

im Boden versinken wollen

beschämen

Rationale Alternativen sind:

- nicht das Gegenteil der dysfunktionalen Einstellung (z. B. „Ich bin nichts wert“ „Ich bin etwas wert“)

- sollen im Akzeptanzbereich der jeweiligen Einstellung liegen (z. „Keiner mag mich“ „Alle mögen mich“)

- sollten möglichst eine völlig neue Konstruktpolarität einführen

(z. B. Opfer

?

„Alle mögen mich“) - sollten möglichst eine völlig neue Konstruktpolarität einführen (z. B. Opfer ? ?

?

Täter)

Beispiel: Von der Oberfläche zur eigentlichen Bedeutung

(Transformationsgrammatik, Chomsky)

Das Leben ist sinnlos.

Mein Leben ist sinnlos. Mein Leben, so wie es jetzt ist, ist sinnlos.

Mein Leben, so wie es jetzt ist, macht keinen Spaß (meine Ehe ist

unbefriedigend; ich bin arbeitslos)

Was können Sie dafür tun, dass Ihr Leben wieder mehr Spaß macht?

„Schlimmheitsthermometer“

emotional realistisch rational 100 % 100 % 100 % Krieg Folter Vergewaltigung tödliche Erkrankung 50
emotional
realistisch
rational
100 %
100 %
100 %
Krieg
Folter
Vergewaltigung
tödliche Erkrankung
50 %
50 %
50 %
50 € verloren
0 %
0 %
0 %

Selbstwert vs. Selbstwertgefühl

Selbstwert vs. Selbstwertgefühl Selbstwert SWG
Selbstwert
Selbstwert
Selbstwert vs. Selbstwertgefühl Selbstwert SWG

SWG

Disputation Selbstwertgefühl (SWG)

Disputation Selbstwertgefühl (SWG) Ich bin nichts wert. Ich = Eltern, „Gesellschaft“, Freunde, Partner etc. Ich

Ich bin nichts wert.

Disputation Selbstwertgefühl (SWG) Ich bin nichts wert. Ich = Eltern, „Gesellschaft“, Freunde, Partner etc. Ich
Disputation Selbstwertgefühl (SWG) Ich bin nichts wert. Ich = Eltern, „Gesellschaft“, Freunde, Partner etc. Ich

Ich = Eltern, „Gesellschaft“,

Freunde, Partner etc.

Ich be-werte mich

Wer bewertet was (mit

welchem Recht)?

Ich bin nur dann etwas wert (werde nur dann geliebt), wenn

Abb. 1: Das ego-state-Modell

ego-

states

Abb. 1: Das ego-state-Modell ego- states Situations- anforderungen Ich will Ich muss Ich muss
Abb. 1: Das ego-state-Modell ego- states Situations- anforderungen Ich will Ich muss Ich muss
Abb. 1: Das ego-state-Modell ego- states Situations- anforderungen Ich will Ich muss Ich muss
Abb. 1: Das ego-state-Modell ego- states Situations- anforderungen Ich will Ich muss Ich muss
Abb. 1: Das ego-state-Modell ego- states Situations- anforderungen Ich will Ich muss Ich muss

Situations-

anforderungenAbb. 1: Das ego-state-Modell ego- states Situations- Ich will Ich muss Ich muss

Ich will

Abb. 1: Das ego-state-Modell ego- states Situations- anforderungen Ich will Ich muss Ich muss

Ich muss

Abb. 1: Das ego-state-Modell ego- states Situations- anforderungen Ich will Ich muss Ich muss
Abb. 1: Das ego-state-Modell ego- states Situations- anforderungen Ich will Ich muss Ich muss

Ich mussAbb. 1: Das ego-state-Modell ego- states Situations- anforderungen Ich will Ich muss

D Situation 1 Situation 2
D Situation 1 Situation 2
D Situation 1 Situation 2
D Situation 1 Situation 2

D

D Situation 1 Situation 2
D Situation 1 Situation 2

Situation 1

D Situation 1 Situation 2
D Situation 1 Situation 2

Situation 2

D Situation 1 Situation 2
D Situation 1 Situation 2

Beschreibungsebenen für einen

Ego-State

Situation

Gedanke

Subjektive Ebene (Gefühl)

Körper

Ausdruck

Verhaltenstendenz

Interaktionstendenz

Situation

(vergangenes) Verhalten (Alltag), was andere betrifft (Bsp. Michael, Meerschweinchen)

Gedanke

Ich bin böse

Gefühle

Kein Boden unter den Füße (-> totale Verunsicherung) -> ich muss alles unter Kontrolle haben

Körperliche Ebene

Verkrampfung

Ausdrucksverhalten

Schulter hoch

Verhaltenstendenz

jm. Anderes soll Verantwortung übernehmen (produziert Hilflosigkeit)

Interaktionstendenz

Aggression (erhält eigene Hilflosigkeit)

Die 9-jährige

Die 9-jährige

Situation

Vater von Diana

Gedanke

Ich kann das nicht

Gefühle

Hilflosigkeit, Lähmung, Schrecken, Überforderung

Körperliche Ebene

Mauer, Anspannung, Erkältung

Ausdrucksverhalten

Weinen, Zurückgeschreckt

Verhaltenstendenz

Abwenden, um emotionalen Ausdruck zu vermeiden

Interaktionstendenz

Mitgefühl, Entsetzen, Hilflosigkeit

Die, die alles unter Kontrolle haben muss

Die, die alles unter Kontrolle haben muss

Situation

Hilflosigkeit, Überforderung

Gedanke

Ich muss mich zusammenreißen, es irgendwie hinkriegen (erzeugt wieder Hilflosigkeit)

Gefühle

Panik

Körperliche Ebene

Migräne

Ausdrucksverhalten

Augen auf Halbmast

Verhaltenstendenz

Nicht mehr anwesend sein

Interaktionstendenz

Emotionaler Rückzug, blinder Aktionismus

Die, die Verantwortung teilen kann

(sich selbst schützt)

Die, die Verantwortung teilen kann (sich selbst schützt)

Situation

Hilflosigkeit, Überforderung

Gedanke

Ich habe ein Problem; ich brauche Hilfe; ich kann mich selbst schützen; es wäre schön, Hilfe zu erhalten (Bsp. Umzug)

Gefühle

Achtsamkeit, „achtsame Angst“ (vermitteln können, dass man Angst hat)

Körperliche Ebene

Leichte Anspannung, dicke Haut

Ausdrucksverhalten

Hinschauen, in Kontakt sein (will er/sie helfen?)

Verhaltenstendenz

Rechtzeitig um Hilfe bitten

Interaktionstendenz

Emotionale Unterstützung

Die, die nicht SEIN darf (nicht ich sein darf)

Die, die nicht SEIN darf (nicht ich sein darf)

Situation

Ich will etwas von jemandem, ich beanspruche meinen Platz

Gedanke

Es gibt mich nicht außer als Helfer (Opfer)

Gefühle

Verloren sein, hilflose Wut

Körperliche Ebene

Atmung eng, ganz oben, halte still

Ausdrucksverhalten

Blutleer

Verhaltenstendenz

Weglaufen

Interaktionstendenz

Neben meinen Platz, überschreiten meine Grenzen „Du hast keinen Anspruch!“

Die Getriggerte

Die Getriggerte

Situation

Trigger, Telefon, Schreien

Gedanke

Katastrophe

Gefühle

Existenzangst

Körperliche Ebene

Völlige Verkrampfung, Totstellreflex (Hase

Fuchs)

Ausdrucksverhalten

Starre

Verhaltenstendenz

Übersensibel

Interaktionstendenz

Beschützen, trösten

Die Ungeduldige

Die Ungeduldige

Situation

Die Getriggerte ist aktiv

Gedanke

Nicht schon wieder

Gefühle

Hass

Körperliche Ebene

Körper ablehnen

Ausdrucksverhalten

Tiefkühlfach

Verhaltenstendenz

Wachsam (mit dem Ziel Kontrolle)

Interaktionstendenz

Rückzug

Die Hilflose

Die Hilflose

Situation

Keiner hilft mir, weil ich allein bin

Gedanke

Ich habe keine Wahl

Gefühle

Einsamkeit, Leere, Verzweiflung

Körperliche Ebene

Trauerkloß

Ausdrucksverhalten

heulen

Verhaltenstendenz

Leute suchen

Interaktionstendenz

Unterstützung

Die, die die Wahl hat

Die, die die Wahl hat

Situation

Eine Alltagsentscheidung steht an

Gedanke

Was soll ich tun

Gefühle

Gefühl, zu fallen; Angst vor unbekannten Gefahren: Schwerelosigkeit

Körperliche Ebene

Entspannung, vieles öffnet, entkrampft und löst sich

Ausdrucksverhalten

Durchatmen, Schultern lockern

Verhaltenstendenz

Jemanden um Rat bitten, Tagebucheintrag schreiben (um Ordnung in die Optionen zu bringen), Rückzug, Stille

Interaktionstendenz

Unterstützung, Wertschätzung, meine Grenzen werden gewahrt

Das Täterintrojekt

Das Täterintrojekt

Situation

Unvorhergesehen, unkontrollierbar

Gedanke

Ich habs Dir doch gleich gesagt

Gefühle

Schuldgefühl (klügerer Gedanke: zuständig??)

Körperliche Ebene

Schein-Stärke

Ausdrucksverhalten

Faust, das-macht-mir-nix-aus

Verhaltenstendenz

Selbstschädigendes Verhalten

Interaktionstendenz

Entschuldige Dich dafür, dass Du da bist

Die Realistische

Die Realistische

Situation

Das gibt’s doch nicht!!!

Gedanke

Shit happens (hat nix mit mir zu tun)

Gefühle

Normal

Körperliche Ebene

Kurzes Einknicken

Ausdrucksverhalten

Besorgt über die SITUATION (nicht über mich

selbst)

Verhaltenstendenz

Hilfe holen

Interaktionstendenz

Ich mute mich zu, auch mit meinen Problemen

Die, die Angst hat vor Schuld(gefühlen)

Die, die Angst hat vor Schuld(gefühlen)

Situation

(vergangenes) Verhalten (Alltag), was andere betrifft (Bsp. Michael, Meerschweinchen)

Gedanke

Ich bin böse

Gefühle

Kein Boden unter den Füße (-> totale Verunsicherung) -> ich muss alles unter Kontrolle haben

Körperliche Ebene

Verkrampfung

Ausdrucksverhalten

Schulter hoch

Verhaltenstendenz

jm. Anderes soll Verantwortung übernehmen (produziert Hilflosigkeit)

Interaktionstendenz

Aggression (erhält eigene Hilflosigkeit)

Eine Situation aktiviert parallel mehrere Ego-States

Situation: Störender Schüler

parallel mehrere Ego-States Situation: Störender Schüler Der Der, der Der Der, der Der kompete
parallel mehrere Ego-States Situation: Störender Schüler Der Der, der Der Der, der Der kompete
parallel mehrere Ego-States Situation: Störender Schüler Der Der, der Der Der, der Der kompete
parallel mehrere Ego-States Situation: Störender Schüler Der Der, der Der Der, der Der kompete

Der

Der, der

Der

Der, der

Der

kompete

für

Verständ

den

Selbstfür

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Disziplin

-nisvolle

Lehr-

-

Lehrer

sorgen

plan

sorgliche

kann

durch-

 

krie en

Der kompetente Lehrer

Situation: Schüler stören den Unterricht

Gedanke: Ich muss eine Entscheidung treffen, welches Ziel

für mich im Vordergrund steht: Die Disziplin in der Klasse,

das Durchpeitschen des Unterrichtsstoffs, das Verständnis für die Störer, meine eigene Befindlichkeit. Gefühl: Kompetenz Körper: Stärke Ausdruck: Emotional unbeteiligt, sachlich Verhaltenstendenz: Klares, eindeutiges Verhalten

Interaktionstendenz: Die Störer stören noch mehr, da sie

das coole Verhalten provoziert.

Der, der für Disziplin sorgen kann

Situation: Schüler stören den Unterricht

Gedanke: Bevor ich sinnvoll mit dem Stoff weitermachen

kann, muss ich eine Maßnahme ergreifen, die die Störer zur Ruhe bringt. Was wäre angemessen? Gefühl: Sachliche Stärke (ohne sich persönlich angegriffen zu fühlen)

Körper: Stärke

Ausdruck: Kontrollierter Wutausdruck (d.h. der Patient sollte nicht persönlich wütend sein, er muss aber soviel Emotion zum Ausdruck bringen, dass die Schüler davon beeindruckt sind.)

Verhaltenstendenz: Die Schüler energisch zurechtweisen. Interaktionstendenz: Schüler sind ruhig, aber sauer auf den Lehrer

Der Verständnisvolle

Situation: Schüler stören den Unterricht

Gedanke: Ich muss erstmal verstehen, warum die Schüler stören. Vielleicht haben sie ein persönliches Problem.

Gefühl: Nachsicht, Empathie

Körper: Weich Ausdruck: Nachfragend Verhaltenstendenz: Die Schüler fragen, warum sie stören Interaktionstendenz: Unklar, je nach dem. was gerade das Motiv der Schüler ist zu stören

Der, der den Lehrplan durchkriegen will

Situation: Schüler stören den Unterricht

Gedanke: Die Störer sind mir egal, ich wende mich halt an diejenigen mit dem Unterrichtsstoff, die nicht stören.

Gefühl: Angespannt, unter Druck

Körper: Versuch, die Störung zu ignorieren, was

anstrengend ist. Ausdruck: Genervt

Verhaltenstendenz: Lauter reden, ganz auf die Inhalte

des Lehrstoffs konzentrieren, die Reaktionen der

Schüler ignorieren Interaktionstendenz: Es fangen noch mehr Schüler an zu stören.

Der Selbstfürsorgliche

Situation: Schüler stören den Unterricht

Gedanke: Ich muss erstmal dafür sorgen, dass es mir selbst gut geht

Gefühl: Positives Selbstwertgefühl

Körper: Wahrnehmende Anspannung

Ausdruck: Gelassen Verhaltenstendenz: Mit allen Schülern das Problem besprechen, dass keine Inhalte vermittelt werden

können, solange die Störung besteht, und mit ihnen

gemeinsam nach Lösungen suchen. Interaktionstendenz: Sämtliche Schüler fühlen sich ernst genommen.