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Demonstration gegen Zwangspsychiatrie in Gießen
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EIN PSYCHIATER WARNT VOR SEINEM
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Am 7.6.2014 fand auf dem Gelände der Vitos Klinik in Gießen eine
Demonstration gegen psychiatrische Zwangsbehandlung statt. Redner waren
Jörg Bergstedt, Dennis Stephan und Martin Heidingsfelder.
FORSCHUNG
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Mehr Informationen zum Thema:
MUSIK
Indymedia: Demo gegen Zwangspsychiatrie in Gießen
POLITIK
PSYCHIATRIE
Zwangspsychiatrie.de: Prozeß gegen Dennis Stephan wird zur Farce
RECHT
Psychiatrie: Strafanzeige wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit
VIDEOS
Winston Smith, 12. Juni 2014 | Tags: Antipsychiatrie, Demonstration,
dennis stephan, Fixierung, Folter, Forensik, Gießen, Jörg Bergstedt,
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Martin Heidingsfelder, Massregelvollzug,
Menschenrechtsverletzungen, Patientenverfügung, Psychiatrie,
Psychiatriekritik, Psychopharmaka, Rüdiger Müller-Isberner, Zwangsbehandlung,
Zwangspsychiatrie
Posted in Politik, Psychiatrie, Recht, Videos
JUNI 2014
TWEETS VON @HALDOLLEICHE
Justiz des Grauens

Die vielgescholtene, deutsche Justiz kommt diese Tage nicht aus den Schlagzeilen. Nach dem Fall Gustl Mollath kommen immer mehr unsägliche Fehlurteile ans Licht der Öffentlichkeit.

In einem spektakulären Wiederaufnahmeverfahren wurde Ulvi Kulaç am 14 Mai 2014 freigesprochen. Kulaç wurde 30.4.2004 zu lebenslanger Haft verurteilt. Er soll die seit dem 7. Mai 2001 verschwundene Peggy Knobloch ermordet haben. Doch daß nie eine Leiche gefunden wurde, hat offensichtlich keiner der beteiligten Juristen gemerkt. Ausschlaggebend für die damalige Verurteilung war ein psychiatrisches Gutachten des berühmt-berüchtigten Psychiaters Hans-Ludwig Kröber. Kröber war schon im Fall Mollath dadurch aufgefallen, daß er ein psychiatrisches Gutachten anfertigte, ohne seinen Probanden zu untersuchen.

Die Stuttgarter Nachrichten kommentieren dies mit den Worten

Das hätten die Richter am Landgericht Hof vor zehn Jahren auch schon so sehen müssen. Es gab keine Leiche – Peggy ist bis heute spurlos verschwunden. Es gab keinen Tatort, keine objektiven Beweise, keine verwertbaren Spuren.

Der Fall Harry Wörz, 1998 in Karlsruhe zu Unrecht zu elf Jahren Gefängnis verurteilt, zeigt, dass auch in Baden-Württemberg ebenso wie in bald jedem Bundesland unsägliche Fehlurteile, ja Justizskandale, jederzeit möglich sind. Der Beispiele sind viele, sie aufzuzählen würde den Rahmen sprengen.

Einen weiteren, spektakulären Freispruch gab es am 13. Mai in Gießen. Dem Linken-Politiker Dennis Stephan wurde vorgeworfen, Brandstiftung in seiner eigenen Wohnung begangen zu haben. Angeblich auf Grund einer “psychischen Krankheit”, wie ihm Gutachter bescheinigten. Dies brachte ihm 4 Monate Zwangsbehandlung in einer Psychiatrie ein. Doch jetzt urteilte die Zweite Große Strafkammer des Gießener Landgerichts, daß Stephan keine Brandstiftung nachzuweisen sei. Ihm stehe eine Entschädigung für den Psychiatrieaufenthalt zu.

So erfreulich diese Freisprüche sind, so stimmt es doch bedenklich, daß diese erst durch massiven, öffentlichen Druck bewirkt werden konnten. Mollath, Kulaç und Stephan hatten viele Unterstützer, die dafür gesorgt haben, daß diese Fälle zum Politikum wurden. Viele andere, die in die Mühlen von Justiz und Psychiatrie geraten, sind weitgehend auf sich alleine gestellt. Gustl Mollath warnte bei einer Veranstaltung Anfang diesen Jahres: “Wir sind alle von Psychiatrisierung bedroht”. Eine Justiz, in der der Einzelne jedoch Gefahr läuft, der Willkür ausgeliefert zu sein, trägt nicht gerade dazu bei, das Vertrauen in den Rechtsstaat zu fördern.

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Selten hat ein Psychiater so klar und deutlich vor seinem Fachgebiet gewarnt, wie Fritz B. Simon in der 3-Sat TV-Sendung “Scobel” am 8.5.2014 zum Thema “Normalität”. Mit guten Gründen bezeichnete er es als “gefährlich“, die Metapher (also bildlich gesprochen) “psychisch krank” überhaupt je für sich zu akzeptieren. Zitat aus der Sendung:

Simon: Die Frage ist ja: “Gibt es Leid?” Und das gibt es natürlich – psychisches Leid – und was mache ich damit? Und das finde ich gut, dass es Möglichkeiten gibt, da Hilfe zu finden, aber ist es wirklich sinnvoll, da mit dieser Krankheitsmetapher zu arbeiten? Weil, es hat ja weitreichende Konsequenzen: Ob ich, wie erkläre ich – jetzt sind wir wieder bei dem, was ich am Anfang gesagt habe – wie ich was erkläre, was normal ist, oder nicht. Ich weiche von den Erwartungen ab, z.B. zu leisten. Wie erkläre ich das? Erkläre ich das durch eine Krankheit? Dann bin ich nicht mehr das handelnden Subjekt, das irgendwas ändern könnte. Ich muss warten, bis irgendein magischer Stoff erfunden wird, der mich rettet. Wenn ich aber sage: “Mir ist das zu viel, ich will nicht mehr!”, dann kann ich schauen, wo habe ich Einflussmöglichkeiten?

Scobel: Im einem Fall zahlt die Krankenkasse, hier…

Simon: …aber das ist gefährlich…

Scobel: ich kriege das Medikament, das andere Mal zahlt niemand – ich verliere meinen Job oder gehe, verlasse die Firma.

Simon: Aber langfristig hole ich mir sozusagen eine selbsterfüllende Prophezeiung ein, ja und ich definiere mich als “hilflos, als ich kann nichts tun, als machtlos” und gebe irgendeiner höheren Autorität – der Pille, dem Psychiater, der Anstalt – die Macht darüber, über mein Schicksal zu entscheiden. Das ist gefährlich!

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Fixierungen, Isolation, Zwangsmedikation und Schikanen. Wieviel Willkür herrscht in den Psychiatrien Bayerns?

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8. Mai 2014 in München zu einer Informationsveranstaltung ein.

Als Redner werden auftreten:

Gustl Mollath – Psychiatrieopfer

Irmie Ammer – Mutter einer Betroffenen

Dr. Adam Ahmed – Fachanwalt für Strafrecht

Martin Heidingsfelder – Engagierter Bürger

Beate Jenkner – Bezirksrätin Oberbayern und Berufsbetreuerin

Die Veranstaltung findet am Donnerstag, den 8. Mai 2014 im Gebäude des CVJM München in der Landwehrstraße 13 statt. Beginn ist um 18 Uhr.

in der Landwehrstraße 13 statt. Beginn ist um 18 Uhr. Größere Kartenansicht Mehr Informationen zum Thema:

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Die Psychiatrie-Überlebende Lisa berichtet über verschiedene Autoren, die der Meinung sind, daß sogenannte “Psychosen” keine Krankheiten – Stoffwechselstörungen im Gehirn – sondern die Folge von sozialen Konflikten sind.

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Gustl Mollath warnt auf einer Veranstaltung in Bayreuth vor der Psychiatrie:

Bisher konnte ein Bürger, vielleicht Lieschen Müller, in Deutschland glauben, sowas passiert mir nicht. Das sind ja relativ seltene Einzelfälle, die hier erscheinen und auftreten. So ist es leider Gottes nicht. Jeder Einzelfall ist schlimm genug und dürfte nicht passieren dieser Unglaublichkeiten. Und mittlerweile ist die ganze, angeblich zivilisierte Welt von Psychiatrisierung bedroht.

Dazu zitiert er aus dem Buch “Normal” des Psychiaters Allen Frances. Frances, der bereits an dem psychiatrischen Diagnosehandbuch DSM IV mitgearbeitet hatte, kritisiert darin anlässlich des Erscheinens des DSM V die inflationäre Verwendung psychiatrischer Krankheitsbegriffe und die damit verbundene Überdiagnostik und Übertherapie.

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