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Aus meinem facebook:

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http://www.facebook.com/home.php?sk=lf#!/123koza

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Einstellungen und Kommentare

Koza von Kozel

[Zwischenstand]

Bulgarische Nationalisten hetzen gegen Roma

Am vergangenen Samstag demonstrierten Hunderte Neonazis in Sofia gegen die


Minderheit der Roma. Hintergrund der Hetzkampagne: Frankreich hat seit Jahresbeginn
etliche Roma-Lager räu...men lassen und rund 8000 Roma vor allem nach Rumänien,
aber auch nach Bulgarien zurückgeschickt. Seit Anfang August wurden nach
Regierungsangaben rund 40 bulgarische Roma aus Frankreich ausgewiesen. In Bulgarien
leben insgesamt rund 650000 Roma bei einer Einwohnerzahl von 7,5 Millionen
Menschen. Etwa 90 Prozent der bulgarischen Roma sind arbeitslos. In Südosteuropa
befindet sich die große Mehrheit der europäischen Roma-Bevölkerung. In der
sozialistischen Phase bis 1990 eröffneten sich für Roma eine Reihe von individuellen
Möglichkeiten der Qualifizierung und des sozialen Aufstiegs. Inzwischen hat sich deren
Lebenssituation jedoch wieder verschlechtert. Am heutigen Mittwoch entscheidet die
EU-Kommission, ob sie ein Verfahren gegen Paris wegen Diskriminierung und des
Verstoßes gegen das EU-Grundprinzip der Personenfreizügigkeit einleiten wird. Die
Behörde erwägt laut Medienberichten, neben Frankreich auch gegen vier andere EU-
Länder vorzugehen. Unterdessen kündigte Frankreich an, daß künftig EU-Bürger auch
ausgewiesen werden können, wenn sie das dreimonatige Bleiberecht durch wiederholte
Aus- und Einreise mißbrauchen, wenn sie das französische Sozialsystem belasten oder
die öffentliche Ordnung durch Diebstahl oder »aggressives Betteln« stören. Dies steht in
einem Gesetzentwurf zum Ausländerrecht, den die französische Nationalversammlung
von Dienstag nachmittag an debattieren wollte.

(jW)

http://www.jungewelt.de/2010/09-29/006.php
Printausgabe jW: 29. Sept. 2010
28. September um 21:04

Koza von Kozel

Inzwischen ist ja auch die Meinungsdifferenz zwischen Frankreich und Deutschland


ausgeräumt. Ein reines Mißverständnis, wie sich ganz zurecht herausgestellt hat. Denn in
Deutschland gibt es keine Abschiebungen. Hier werden vielmehr komplette Roma-
Familien mit Flugtickets ausgestattet, um die lang ersehnte Heimreise antreten zu
können: siehe Kölner Stadtanzeiger vom 2. Sept. 2010 -

http://www.ksta.de/html/artikel/1281431677660.shtml,

wie ja auch in einer meiner ungenannten Reihen 'Zynismus von unten' registriert -

http://www.facebook.com/123koza?v=wall&story_fbid=116100771777298&ref=mf

Zugegebenermaßen bringt ein Zynismus von unten das Staunen über Vorgänge, die auch
einem aufgeklärten Gemüt geistig nicht so schnell verdaulich sind, nur in der Negativität
der Reflexion zum Ausdruck. Ein Gegensatz zum Staunen ist er nicht.
Die Ohnmacht, in der man am notwendigen praktischen Tun gemessen strategisch ist,
und die mit Hilflosigkeit gepaarte Einsicht, eben nichts tun zu können, was unmittelbare
Abhilfe verspräche, sind damit gewiß nicht aus der Welt.

Aber diesen Zynismus, dessen Handlungsträger sich zur Reduktion auf eine in jedem
Sinne irrelevante soziale Restgröße gerade kritisch verhält, mit einem der Realisierung
und Kommunikation von Herrschaftsmaßnahmen immanenten Zynismus von oben
gleichzusetzen, ihm unisono Abgebrüht- und Abgeklärtheit zu attestieren, ist schon
ziemlich weg von der Welt, nur mit der Posenhaftigkeit eines Aus- und
Abgrenzungsbedürfnisses der Vertretungsschaft höherer Einbildungen einer korrekten
Traditionslinie entspringend zu erklären.

29. September um 00:19

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[04.10.2010] - Die Rechtsbehandlung der Roma/Sintis/Zigeuner ist auf EU-Ebene


noch Streit- und Profilierungsgegenstand der konkurrierenden Mitgliedssubjekte.

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