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Nutzerinformation 2.

(Uniformenkunde, nach Staaten geordnet)

Bei der Benutzung von Richard Knötels „Uniformenkunde“ ist es schwierig, sich in dem umfang-
reichen Werk zu orientieren. Die achtzehnbändige „Uniformenkunde“ war von Anfang an als eine
lose Folge uniformenkundlicher Blätter konzipiert, was ja auch im Untertitel des Werkes ausdrück-
lich vermerkt ist. Die Blätter erschienen in der Regel ohne Rücksicht auf eine Ordnung nach Staaten
oder Epochen. Eine aufeinanderfolgende Serie von Blättern zu einem bestimmten Thema war die
seltene Ausnahme. Knötel gab deshalb den Bänden der Uniformenkunde je zwei Inhaltsverzeichnis-
se, das erste nach der Reihenfolge der Blätter und das zweite nach Staaten geordnet. Bei der be-
grenzten Blattzahl pro Band (je 50 Blätter in den Bänden I und II, je 60 Blätter in den Bänden III
bis XVIII) ist deshalb die Orientierung innerhalb der Bände kein Problem. Anders ist das in Bezug
auf das Gesamtwerk, zu dem kein Gesamtregister existiert. Wer in der „Uniformenkunde“ nach
einer ganz bestimmten Uniformendarstellung sucht oder auch nur wissen möchte, ob eine solche in
dem Werk überhaupt vorhanden ist, muss in 18 Bänden unter 1060 Blättern suchen.
Nachdem der Verlag von Diepenbroick-Grüter & Schulz in Hamburg die Bestände der „Unifor-
menkunde“ übernommen hatte und die inzwischen vergriffenen Blätter neu herausbrachte, ent-
schloss sich der Verlag 1932 zur Herausgabe eines Gesamtverzeichnisses, dass die Orientierung
innerhalb des Werkes erleichterte. Dazu wurden alle Blätter des Gesamtwerkes nach Staaten, von
„Amerika, Vereinigte Staaten von“ bis „Würzburg“ neu geordnet (wobei einige Staaten noch zu-
sätzlich nach Epochen untergliedert wurden) und innerhalb dieser Reihenfolge durchnummeriert.
Die neuen Nummern wurden zusätzlich zu der bestehenden Nummerierung innerhalb der Bände
vergeben, z. B.: „Nr. 46. Bayern. Husaren-Freikompagnie von Gschray. 1743. Band XV, Blatt 38.“
Die Einordnung nach Staaten hatte zur Folge, dass einige Blätter mehrfach, an verschiedenen Stel-
len, verzeichnet werden mussten, z. B. Band II - Blatt 11 sowohl unter „Mecklenburg-Schwerin“
(lfd. Nr. 462), als auch unter „Mecklenburg-Strelitz“ (lfd. Nr. 470). Insgesamt 9 Blätter wurden auf
diese Weise je zweimal bzw. dreimal an verschiedenen Stellen eingeordnet. Dadurch ergaben sich
insgesamt 12 Nummern mehr, als das Werk Blätter hat und deshalb reicht das Gesamtverzeichnis
von Nr. 1 bis Nr. 1072, obwohl das Werk nur 1060 Blätter enthält.
Mit der Herausgabe des Gesamtverzeichnisses wurde der eingangs beschriebene Mangel behoben.
Wenn in der „Uniformenkunde“ nach einer bestimmten Uniformendarstellung gesucht wird, kann
im Gesamtverzeichnis schnell festgestellt werden, ob sie in dem Werk überhaupt existiert und, falls
das zutrifft, in welchem Band und unter welcher Blatt-Nummer sie zu finden ist.
Vierzig Jahre später erschien eine erweiterte Neuauflage des Gesamtverzeichnisses als photome-
chanischer Nachdruck 1972 im Verlag „Heere der Vergangenheit“ von J. Olmes in Krefeld. Inzwi-
schen sind erneut fast vier Jahrzehnte vergangen und auch diese Ausgabe des Gesamtverzeichnisses
ist kaum noch beschaffbar. Weil der Bedarf unverändert vorhanden ist, haben wir bei der Arbeit an
unserer digitalen Ausgabe der „Uniformenkunde“ auch das Gesamtverzeichnis digitalisiert und mit
einigen Ergänzungen versehen. Es kann ausgedruckt werden und ist als Hilfsmittel bei der Nutzung
der „Uniformenkunde“, auch unserer digitalen Ausgabe, sehr zu empfehlen.
Wir sind aber hier noch einen Schritt weiter gegangen und haben die Bilddateien aller Blätter der
Uniformenkunde noch ein zweites Mal bereitgestellt, nunmehr geordnet nach Staaten und Epochen.
Diese Anordnung folgt in allen Einzelheiten dem Gesamtverzeichnis. Für die alphabetisch geordne-
ten Staaten von „Amerika, Vereinigte Staaten von“ bis „Würzburg“ sind Ordner angelegt und, wie
im Gesamtverzeichnis, teilweise noch durch Unterordner für einzelne Epochen untergliedert. In
diesen Ordnern und Unterordnern sind die Bilddateien der Uniformtafeln abgelegt. Jede Bilddatei
enthält als Dateinamen die laufende Nummer analog der Nummerierung des Gesamtverzeichnisses
und dahinter die jeweilige Band- und Blatt-Nummer. Damit können die Bilddateien aller innerhalb
des Gesamtwerkes enthaltenen Uniformtafeln eines bestimmten Staates bzw. einer Epoche gleich-
zeitig geöffnet werden. Es kann aber auch aus diesen Bilddateien anhand der Miniaturansichten im
Windows-Explorer eine Vorauswahl getroffen werden.
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Damit wird zwar das Gesamtverzeichnis nicht überflüssig, da es ausführlichere Angaben enthält, als
unsere Dateinamen. Aber in den meisten Fällen wird die Suche nach bestimmten Uniformtafeln
wesentlich erleichtert.
Zusätzlich haben wir auch die Blätter der von Herbert Knötel d. J. zwischen 1936 und 1939 heraus-
gegebenen „Neuen Folgen I und II“ eingefügt. Diese Blätter sind zwar nicht im Gesamtverzeichnis
mit fortlaufenden Nummern enthalten. Weil unsere nach Staaten geordnete digitale Ausgabe der
„Uniformenkunde“ aber in Ordner und Unterordner für die einzelnen Staaten und Epochen geglie-
dert ist, konnten die Blätter der „Neuen Folgen“ problemlos in die zugehörigen Ordner eingefügt
werden. Sie erscheinen in diesen Ordnern jeweils am Schluss nach den Blättern der achtzehnbändi-
gen „Uniformenkunde“ mit ihren eigenen Dateinamen „Neue Folge I - Blatt 1, 2, 3, usw.“ bzw.
„Neue Folge II - Blatt 1, 2, 3 usw.“
Kritiker könnten uns vorwerfen, mit der doppelten Verfügbarkeit der Bilddateien unnötig Speicher-
platz zu verschwenden. Selbstverständlich wäre eine elegantere Lösung machbar, indem man die
Bilddateien nur einmal abspeichert und deren Aufruf nach verschiedenen Auswahlkriterien durch
eine entsprechene Programmierung löst. Auf diese Weise könnten noch zusätzliche Auswahlkrite-
rien geschaffen werden, beispielsweise die Auswahl nach bestimmten Waffengattungen oder Trup-
penteilen quer durch das Gesamtwerk. Wir haben darauf bewusst verzichtet. Uns kam es darauf an,
eine digitale Ausgabe der „Uniformenkunde“ zu schaffen, die viel Material in möglichst einfach
überschaubarer und nutzbarer Form anbietet. Das wurde realisiert, indem das gesamte Material in
Form hochaufgelöster Bilddateien im gängigen JPG-Format bereitgestellt wurde, ohne die digitale
Ausgabe der „Uniformenkunde“ mit zusätzlicher Software zu belasten. Der Speicherplatz einer
DVD war für das umfangreiche Material ausreichend. Die Nutzung ist auf jedem aktuellen PC mög-
lich und die DVD kann wie eine einfache Foto-DVD gehandhabt werden.
Wir hoffen, allen Nutzern mit dieser digitalen Ausgabe der -analog zum Gesamtverzeichnis- nach
Staaten und Epochen geordneten Blätter der „Uniformenkunde“ und der „Neuen Folgen“ ein wirk-
sames Hilfsmittel für die Benutzung des umfangreichen Werkes an die Hand zu geben.

Curt Hoffmann
Dresden, im August 2010