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Saudi-Arabien bestätigt Tod des Journalisten Khashoggi

Mehr als zwei Wochen nach dem Verschwinden von Jamal Khashoggi hat Saudi-Arabien
eingeräumt, dass der Regierungskritiker im saudischen Konsulat in Istanbul getötet
worden ist. Er sei an den Folgen eines Faustkampfes mit mehreren Personen gestorben,
berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA. 18 saudische Staatsbürger seien
festgenommen worden. Die Ermittlungen liefen noch. Zum Verbleib des Leichnams gab
es keine Angaben. Der Vizepräsident des saudischen Geheimdienstes und ein Berater von
König Salman wurden entlassen, wie SPA weiter mitteilte.

Afghanen wählen neues Parlament


Mit mehr als drei Jahren Verspätung hat in Afghanistan die Parlamentswahl begonnen.
Zehntausende Soldaten und Polizisten sind im Einsatz, um die Abstimmung zu sichern.
Wegen der angespannten Lage konnte jedoch ein Drittel der Wahllokale nicht öffnen. Die
radikalislamischen Taliban hatten im Vorfeld mehrere tödliche Anschläge verübt und
weitere Gewaltakte angekündigt. Mehr als 2500 Kandidaten bewerben sich um die 250
Sitze in der Abgeordnetenkammer. Das vorläufige Ergebnis wird für November erwartet.
Die Abstimmung war wegen Verzögerungen bei der Wahlrechtsreform mehrfach
verschoben worden.

Migranten stürmen Grenzposten zu Mexiko


Etwa 1000 Flüchtlinge aus Honduras haben von Guatemala aus die Grenze nach Mexiko
durchbrochen. Sie überwanden mehrere Absperrungen und gelangten auf mexikanisches
Territorium. Zuvor hatten Polizisten und Soldaten mit gepanzerten Fahrzeugen
vergeblich versucht, die Menge aufzuhalten. Insgesamt harren mehrere tausend
Migranten im Grenzgebiet aus. Ihr Ziel sind die USA. Honduras gehört zu den Ländern
mit der höchsten Gewaltrate, mehr als zwei Drittel der Bevölkerung leben in Armut.

US-Staatsanwaltschaft klagt Russin wegen Wahleinmischung an


Die Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Virginia hat eine Russin wegen mutmaßlicher
Einmischung in die bevorstehenden US-Kongresswahlen angeklagt. Es handele sich um
eine 44-jährige Frau aus St. Petersburg mit dem Namen Jelena Chusjajnowa, teilte das
Justizministerium mit. Chusjajnowa soll die Buchhalterin einer umfassenden Kampagne
zur Wahlbeeinflussung gewesen sein. Die US-Sicherheitsbehörden sind davon überzeugt,
dass Russland sich in die US-Präsidentenwahl 2016 eingemischt hat und dass
entsprechende Versuche andauern.

Mazedoniens Parlament stimmt für neuen Namen


Das Parlament in Mazedonien hat den Weg zu einem neuen Staatsnamen freigemacht.
Mit einer Zweidrittelmehrheit beschloss die Volksvertretung in Skopje, entsprechende
Verfassungsänderungen auf den Weg zu bringen. Der Balkanstaat soll demnach künftig
Republik Nord-Mazedonien heißen. Der Nachbar Griechenland bestand wegen seiner
gleichnamigen Provinz im Norden des Landes seit fast drei Jahrzehnten auf einer
Namensänderung. Als Druckmittel hatte Athen jede Annäherung Mazedoniens an die
NATO und die EU blockiert.

Italiens Kreditwürdigkeit knapp über Ramschniveau


Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Italiens wegen der geplanten
Neuverschuldung um einen Punkt herabgestuft. Die langfristigen Verbindlichkeiten
würden nur noch mit Baa3 bewertet, teilten die Bonitätswächter mit. Die
nächstniedrigere Stufe wäre das Ramschniveau. Moody's begründete die Entscheidung
mit einer "erheblichen Schwächung von Italiens Finanzkraft". Es habe negative
Auswirkungen auf die Wachstumsaussichten des Landes, dass strukturelle Reformen
blockiert würden. Der Haushaltsentwurf der rechtspopulistischen Regierung sieht für
2019 ein Defizit von 2,4 Prozent vor.

US-Präsident Trump geht von Tod Kashoggis aus


US-Präsident Donald Trump geht davon aus, dass der regimekritische Journalist Jamal
Kashoggi tot ist. Es sehe ganz danach aus, sagte Trump auf eine entsprechende Frage vor
Reportern. Sollte sich herausstellen, dass Saudi-Arabien dahinter stecken sollte, müssten
die Konsequenzen hart sein, fügte Trump hinzu. Die Türkei wirft der Regierung in Riad
vor, Kashoggi im Konsulat Saudi-Arabiens in Istanbul getötet zu haben.

USA wollen Palästinenser-Konsulat in Israel-Botschaft verlegen


Die USA wollen ihre diplomatische Vertretung für Palästinenser in Ost-Jerusalem
schließen. Stattdessen soll eine Abteilung für palästinensische Angelegenheiten in der im
Mai eröffneten Botschaft im Zentrum Jerusalems eingerichtet werden, wie US-
Außenminister Mike Pompeo mitteilte. Damit wären die Vereinigten Staaten der einzige
große Staat ohne eigene konsularische Vertretung für Palästinenser.

Italien gerät weiter unter Druck der EU


Der Streit um die geplante Neuverschuldung Italiens zwischen der Regierung in Rom
und der Europäischen Union nimmt an Schärfe zu. Die EU-Kommission warf Italien in
einem Brief eine "beispiellose" Abweichung von den europäischen Haushaltsregeln vor
und forderte bis Montagmittag "Klarstellungen". Der italienische Regierungschef
Giuseppe Conte hält bislang an seinem Plan mit kostspieligen Ausgaben fest.

Laut Umfrage sind CDU/CSU und SPD weiter im Sinkflug


Nach der Landtagswahl in Bayern verlieren die bisherigen Volksparteien CDU/CSU und
SPD in der Bundesbevölkerung weiter an Zustimmung. Wäre am kommenden Sonntag
Bundestagswahl, käme die Union nach einer neuen Umfrage der ARD derzeit auf 25
Prozent und die SPD auf 14 Prozent. Dies ist für beide Parteien der schlechteste Wert,
seitdem die sogenannte Sonntagsfrage im ARD-Deutschlandtrend gemessen wird. Die
Grünen würden 19 Prozent wählen.

Bundesregierung will 14 weitere Länder als "sichere


Herkunftsstaaten" einstufen
Bis zu 14 weitere Staaten könnten die Bedingungen für eine Einstufung als sichere
Herkunftsländer von Migranten erfüllen. Das geht aus einer Antwort des
Bundesinnenministeriums auf eine FDP-Anfrage hervor, die der dpa vorliegt. Menschen
aus diesen Ländern können leichter abgeschoben werden. Auch Asylverfahren lassen sich
schneller abwickeln. Die Bundesregierung will mehr Staaten in diese Kategorie einstufen.
Nach einem Beschluss vom Juli hat sie Tunesien, Algerien, Marokko und Georgien im
Blick. Weitere Länder "mit einer regelmäßigen Anerkennungsquote unter fünf Prozent"
sollen folgen.

EU setzt auf Partnerschaft mit asiatischen Staaten


Nach ihrem Gipfel in Brüssel sind die Staats- und Regierungschefs der Europäischen
Union zu einem weiteren Spitzentreffen mit Vertretern von 21 asiatischen Ländern
zusammengekommen. Dieser Europa-Asien-Gipfel steht unter dem Motto "Globale
Partner für globale Herausforderungen". Die EU erhofft sich ein Signal für einen freien
Welthandel und auch ein gemeinsames Bekenntnis zum Schutz des Klimas.

Chinas Wirtschaftswachstum fällt auf niedrigsten Stand seit der


Finanzkrise
Chinas Wachstum ist auf den niedrigsten Stand seit Anfang 2009 nach Ausbruch der
globalen Finanzkrise gefallen. Vor dem Hintergrund des Handelskrieges mit den USA
wuchs die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt im dritten Quartal nur noch um 6,5
Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das teilte das Statistikamt in Peking mit.
Der Rückgang war stärker als erwartet. Experten hatten mit 6,6 Prozent Zuwachs
gerechnet. Seit Jahresanfang habe Chinas Wirtschaft dennoch insgesamt um 6,7 Prozent
zugelegt, so das Statistikamt. Im ersten Quartal waren 6,8 Prozent erreicht worden, im
zweiten 6,7 Prozent.