Sie sind auf Seite 1von 3

Jasmin Marmol Batista 19.01.

21

Die aristotelische Tugendethik

Iustitia contributiva: Beteiligung am Gemeinwesen der Bevölkerung (Bspw. Politik)


(Partizipationskriterium)

Iustitia connectiva: Lebensqualität (Soziales Kriterium)

Iustitia legalis: Alle haben vor dem Gesetz dieselben Rechte (rechtliches Kriterium)

Am Beispiel der Möbelpacker:

Wenn man den Möbelpackern nach ihrer Leistung, also nach der Beteiligung am fertigen
Produkt unterschiedlich viel Geld gegeben hat, hat man nach der iustitia contributiva
gehandelt. Aufgrund dessen, dass man damit das Gemeinwesen und deren Mitarbeit
beurteilt.

Ich habe allen das gleiche gegeben, also nach der Iustitia legalis gehandelt, da ich das
Produkt insgesamt geurteilt habe und allen denselben Lohn gegeben habe, für ihre
Stundenanzahl.

Eine eher unwahrscheinliche Art und Weise wäre es gewesen, wenn man die
Lebensverhältnisse der Arbeiter gewusst hätte. Dann hätte man diese beurteilen können und
danach den Nöten der Arbeiter bezahlen können. Aufgrund der Beurteilung der
Lebensverhältnisse hätte man hier die iustitia connectiva angewendet.

Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg

Dadurch, dass die ersten Arbeiter nicht das bekommen haben, was ihre Stundenanzahl
angeben würde, hat der Verwalter definitiv nicht nach der iustitia legalis gehandelt.
Ansonsten hätten die ersten elf Silbermünzen bekommen und die letzten nur eine. Es wäre
nur akzeptabel, wenn man die Stundenanzahl ignoriere, da jeder dasselbe bekommt,
allerdings sind die Arbeiter sehr aufrecht darin, dass sie mehr Stunden gearbeitet haben,
also mehr verdient hätten.

Ebenso wurde nicht die iustitia contributiva verwendet, da der Verwalter nicht sehen
konnte, wie viel jeder geleistet hat. Somit geht es auch nicht nach Leistung und somit nicht
die Beteiligung am Gemeinwohl, weshalb diese Gerechtigkeitsform hierauf auch nicht
wirklich passt.

Iustitia connectiva ergibt an diesem Gleichnis den meisten Sinn, da der Verwalter
unabhängig von Stunden, Zeit und Produkt allen dasselbe gibt. Hierbei geht es um seine
soziale Güte. Es ist unklar, ob überhaupt so viele Arbeiter benötigt waren, allerdings hatte er
den letzten Arbeitern ermöglicht überhaupt noch Geld zu bekommen für den Tag. Deshalb
steht hier der soziale Aspekt, sowie die generelle Anerkennung der Arbeit im Vordergrund,
weshalb die Beziehungsgerechtigekti am besten auf das Gleichnis anzuwenden ist.
Jasmin Marmol Batista 19.01.21

Grundbegriffe der Gerechtigkeit

Bedeutung der Gleichheit als oberstes Prinzip der Gerechtigkeit

Obwohl Gleichheit und Gerechtigkeit definitiv nicht gleichgesetzt werden können, sind sie
trotz dessen vereinbar. Vor allem wenn es um Zustände geht, die die Einzelperson nicht
beeinflussen kann, muss vor dem Gericht Gleichheit bestehen. Das ist der Grund, wieso eine
der ersten Gesetze die Gleichheit vor dem Gesetz ist. Dinge wie die Hautfarbe oder das
Geschlecht kann er Einzelne nicht beeinflussen, weshalb es nicht justifiziert ist, wenn man
aufgrund dessen anders behandelt werden, wie das klassische Bild des weißen Mannes. So
gut wie alle Staaten und Regierungen sind auf dem Leitbild des weißen Mannes aufgebaut,
weshalb es früher üblich war, alles was dieser Norm nicht entsprach anders zu behandeln.
Leider sind von dieser Historik immer noch Überbleibsel zu erkennen, deshalb ist es wichtig,
dass Klarheit besteht, dass Exekutive, Judikative und Legislative die Gleichheit vor
gerichtlichen Justizen anzustreben, um irgendwann eine völlige Gerechtigkeit zu erreichen,
wenn dies überhaut anstrebbar und möglich ist.

Interpretation von M1

Auf der Karikatur ist ein Adler mit der Aufschrift „Tugenden“ zu erkennen, der einen
Menschen mit der Aufschrift „Egoismus“ aus einer Art Sumpf rauszieht.

Die völlig erreichte persönliche Gerechtigkeit, also das völlige Erachten von Tugenden
schließt die Möglichkeit von Egoismus völlig aus. Der Fakt, dass diese Vollkommenheit nicht
nur mit einem selbst vereinbar ist, sondern man diese Gerechtigkeit auch auf andere
Menschen überträgt bedeutet, dass man nicht mehr als Egoist handeln kann. Diese völlige
Trefflichkeit wird allerdings selten erreicht. Wenn man die gelernten Tugenden nicht nur auf
sich selbst anwenden kann, sondern diese auf Beziehung zu anderen Menschen überträgt ist
erst die Vollkommenheit erreicht. Die Tugend der Gerechtigkeit bezieht sich klar auf das
Allgemeinwohl der Bevölkerung und somit ist die einzelne Trefflichkeit vollkommen ohne
Bedeutung. Eine einzelne Person kann die Tugend der Gerechtigkeit nicht an sich selbst
ausführen, sondern lediglich in der Beziehung zu anderen. Das vereint den Willen von
Zusammenarbeit und der Wille zur Hilfe, weshalb der Adler als Tugend den Menschen aus
dem Egoismus ziehen kann. Nicht anderes sollte das schaffen, da nichts anderes den
Egoismus derart ausschließt. Interessant ist ebenfalls die Darstellung des Egoismus als
Sumpf, da es zu deuten wäre, dass die negative Darstellung sich ebenfalls auf den Menschen
auswirkt. Der Mensch wird mithilfe des Egoismus in diesem Sumpf stecken bleiben, also nie
vollkommene Zufriedenheit finden können.
Jasmin Marmol Batista 19.01.21