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Eingestellt am Sonntag 24 Mai 2009

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Die Maidenschaft im ario-germanischen Zeitalter

Die Einrichtung der Maidenschulen entwickelte sich aus dem altersgrauen


„Modranekht“. Seit uralten Zeiten rangen beide Geschlechter um den Vorrang. Überall,
wo Arias oder deren Nachfolger aus dem gleichen Blute, die Germanen, Staatswesen
gründeten, treten die Frauen sofort führend hervor, sobald durch die ungeheuren
Kämpfe um Landbesitz die Männer aufgerieben wurden und daher die Frauen die
Führung ihrer Stämme übernehmen mußten.

Seit atlantischen Zeitaltern ist dieses Ringen der Geschlechter in der Führung deutlich
erkennbar und aus diesen Kulturzeiten heraus kristallisierte sich sodann die
Gleichstellung der Frau im Daseinskampfe der germanischen Völker. Nur dort, wo die
Männer durch ihren ständigen Kampf in der Minderzahl waren, dort führten die Frauen
bis in das uns bekannte geschichtliche Altertum den Staat. Richtiggehende Staatswesen
der Frauen, wie die Amazonenreiche im Süden und vorübergehend auf friesischem
Boden, waren nie von langer Dauer. Sie waren einfach den anstürmenden männlichen
Kriegerscharen der Nachbarvölker vermöge ihrer Körperbeschaffenheit im Nahkampfe
nicht gewachsen.

So wurden solche Frauenreiche immer nach verhältnismäßig kurzem Bestehen wieder


zerstört. Die ario-germanischen Stämme erkannten jedoch durchweg die Notwendigkeit
an, den Frauen die ihnen gebührende gesellschaftliche Gleichberechtigung
einzuräumen, weil ja auch schließlich im Daseinskampfe der in Bildung begriffenen
ario-germanischen Staaten und deren Gliederungen in Stämme das Schicksal der
Frauen mit jenem der Männer innig verknüpft war. Und so entwickelte sich das
germanische Maidentum mit seinen Schulen, wie wir sie geschichtlich bis zum
Überwiegen des Christentums auf heimatlichem Boden noch heute in ihren Ursprüngen
und Entwicklungslinien durch Grabungen finden können, sobald der Blick der
Forschung in dieser Hinsicht geschärft ist.

Durch durch die ganze ario-germanische Geschichte, von der atlantischen Kulturzeit bis
zum Eintritt und zum Überwiegen des Christentums war nur ein Gedanke Leitmotiv,
der maßgebend für alle Entscheidungen der weiblichen oder männlichen Ratung war,
Reinerhaltung der eigenen R***e! Begriffe, wie Inzucht oder Blutschande, wie sie das
Christentum entwickelte, waren in dieser Zeit noch nicht vorhanden. Auf Grund seines
Ursprungs in südlichen Ländern war das Christentum sicherlich zur Prägung solcher
Begriffe berechtigt, doch hat es in Mißverstehen der r***ischen Eigenheit
verhängnisvoll in die Geschichte der nordischen Völker eingegriffen, indem es diesen
seine Begriffe zum Leitmotiv gab. Doch das höchste Prinzip aller nordischen Menschen
war von jeher die Reinerhaltung ihres Blutes. Dies beweisen ganz klar die für alle ario-
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germanischen Völker kennzeichnenden Brauchtümer aus jener vorchristlichen
Vergangenheit.Um z.B. höchste Reinr***igkeit und hervorragende Eigenschaften
bestimmter Führersippen wie die der Asa- und Wanengeschlechter zu gewährleisten,
wurden die Frauen bezüglich ihrer Reinr***igkeit besonderen Prüfungen unterworfen.

So kam es z.B. dahin, daß die für die Burgmaiden ausersehenen Frauen besonderen
Bedingungen entsprechen mußten. Die Gliederung dieser Burg-Maidenschaft (Berg-
Maidenschaft, wobei „Berg“ das Verborgene bedeutet) zeigt in ihrem Aufbau schon
deutlich die Hinweise in dieser Richtung. Die Maidenschaft gliederte sich in vier
Gruppen und zwar: Die niedrigste Gruppe, die Hexas, hatten die Pflege und
Unterhaltung der ewigen Feuer und die Entfachung derselben zum Signaldienst (bei
Tage Rauch, bei Nacht helle Flamme) zur Obliegenheit. Von diesen Frauen wurde unter
bestimmten Zeremonien oder rituellen Gebräuchen (Ara-Ryta) das Feuer bei neuen
Ehebündnissen zur Gründung des eigenen Herdfeuers geholt. Auch bei Landnahme, bei
neuen Ansiedlungen oder wenn das Herdfeuer zufällig verloschen war, wurde das Feuer
durch Glut von den ewigen Feuern neu entfacht. Die Hexas wurden in die Kräuterkunde
und in die Tierarzneikunst eingeführt und hatten neben dem Feuer-Dienst
Tierheilkunde bei den einzelnen Stämmen, Gemeinden usw. zu leisten.

Die Drudas hingegen versahen den Dienst der „Weisen Frauen“. Sie waren Beraterinnen
in allen Liebes- und Eheangelegenheiten, Geburtshelferinnen und versahen außerdem
den Dienst der Menschenheilkunde. Hierzu gehörten nicht nur chirurgische Kenntnisse,
sondern auch das Wissen um die für, den menschlichen Körper heilkräftigen Kräuter.
Sie mußten also in beutendem Maße über Kräuterkunde verfügen.

Die Angehörigen der dritten Gruppe, die Walas, mußten nicht nur Kenntnisse beider
vorheriger Gruppen besitzen, sondern sie waren gleichsam Vorsteherinnen der in sich
geschlossenen, vom ganzen übrigen Stamme getrennt lebenden Maidenschaft.
Außerdem hatten sie die Aufgabe, Beraterinnen bei allen Angelegenheiten zu sein, die
das Wohl und Wehe des gesammten Stammes betrafen. Sie mußten darum über
bedeutende Geschichtskenntnisse ihres Stammes und seiner einzelnen Sippen verfügen,
und deren kennzeichnende Eigenschaften auf Grund dieses Wissens genau kennen.
Hieraus zogen sie dann den logischen Schluß, wie man sich bei gewissen wichtigen
Ereignissen zu verhalten habe. Also aus der Geschichtskenntnis der Sippen-
Eigenschaften und dem Wissen um die Vergangenheit des Stammes heraus entwickelte
sich der Begriff des Hell-sehens sowie des Hel-sehens. Es ist also irrtümlich zu glauben,
daß mit diesen Begriffen eine Art „Zauberei“ verbunden sei. Reine reale Kenntnisse der
Vergangenheit sowie klares Erfassen der Lage in der Gegenwart führte zum richtigen
Schlusse für die Notwendigkeit des Verhaltens der Sippe oder des Stammes. Da die
Frau an und für sich für die Wirklichkeiten des Lebens von Hause aus einen klaren
Blick hat, bewahrten die Walas sehr oft die hitzig erregten Männergemüter vor
nachteiligen Handlungen bei einer notwendig werdenden Entscheidung.

Die Albrunen endlich, als höchste Gruppe der Maidenschaft, waren wie die Walas
Beraterinnen, jedoch ihres ganzen Volkes. Die Stellung einer Albrune war natürlich sehr
begehrt. So wurden aus der Maidenschaft nur solche Frauen zu Albrunen berufen, die
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ganz besonders hervorragende geistige Eigenschaften besaßen.

Aus vorstehender Darlegung der grundlegenden Einteilung der Maidenschaft geht klar
hervor, welche tiefe Bedeutung die Stellung der Frau in der vergangenen Zeit einnahm.
In der Sippe war sie die Wahrerin und Richterin der Ehre sowohl des Mannes als auch
der Frau, im Stamme die Trägerin hohen idealen Gedankenschwunges und die
Entfacherin der Begeisterung für große Ziele im Interesse des Stammes und des Volkes.

Keine Spur der Begriffe von Erbsünde oder von Zweifel, ob auch die Frau eine Seele
habe, war je in der Frau ario-germanischen Blutes in vorchristlichen Zeiten vorhanden.
Eng mit dem Kosmos, dem All und Gott verbunden, und die rhythmischen Gesetze
dieser in der Seele wiederspiegelnd, war die Trägerin aller Überlieferung unserer
vorgeschichtlichen Vergangenheit. In diesem Sinne war die Erziehung der weiblichen
Jugend aufgebaut. Grundlegend für sie war die Erkenntnis der Bedeutung aller
Runensymbole, die aus dem innigen Zusammenhange des kosmischen mit dem
irdischen Leben entstanden sind und darum den Leitfaden in den Schulen bildeten.
Erst, als man unserem Volke durch Verbot der Runenkunde die ererbten Schriftzeichen
nahm und damit ihm das Lesen, Schreiben und Rechnen mit Runen verbot, beraubte
man es seiner ur-alten Kulturgüter und machte es hilflos und geistesarm.

Aus den Maidenschulen entwickelte sich sodann das weibliche Klosterleben des
Christentums. Es entwickelte sich naturgemäß meistens an den Stellen, wo die Heiden
vorher ihre Unterrichtsorte hatten. Auch das Klostermönchstum ging aus den alten
Schulen der Heilsräte hervor und entwickelte sich weiter an den Stellen, wo diese
vorher ihre Behausungen hatten. Das Christentum hat also in gewissem Sinne den
Gedanken dieser alten Schulen wieder aufgenommen, aber für seine Zwecke und Ziele
umgeändert. Freilich mußten die Frauen bis ins Mittelalter hinein um die Anerkennung
ihrer Seele kämpfen. Der Gedanke der Erbsünde belastet die Frauen heute noch und
darum tritt uns deutlich bei unseren Zeitgenossinnen das Nichtverstehen der Gesetze
ewiger Zeugung, der Rhythmik des Blühens, Seins und Vergehens, - um auf dem Wege
durch die Veränderung, die man Tod nennt, in den unendlichen Kreislauf ewiger
Rhythmik und Schöpfung einzutreten, den der Kosmos und das All aller Lebewesen
gütig beschert, - entgegen.

Vorliegende Ausführungen zeigen in großem Umriß die Stellung der Frau in


vorgeschichtlicher Zeit. Viele grundlegende Einzelheiten konnten des Raummangels
wegen nicht erwähnt werden. Doch geht aus diesen Ausführungen hervor, daß die
Geschicke unseres Volkes mit dem natürlichen Empfinden der Frauen und ihrem
inneren Verwachsensein mit dem Kosmos bestimmend beeinflußt sind. Aus diesem
Grunde wird die Frau immerdar – wenigstens bei unserem Volke – sich gegen jede
Zwangsvorstellungen von Erbsünde usw. auflehnen müssen, weil sie nicht den Gesetzen
des Ur-Rhythmus entsprechen, und wohl nur da entstehen können, wo durch
weitgehende ******mischungen die blutbedingte starke Grundlinie fehlt.

Jarl Widar

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