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Zwięczyca 3.

Eine bandkeramische Siedlung am Wisłok

Von
Maciej Dębiec

unter Mitarbeit von Valeska Becker, Monika Dębiec, Danuta Makowicz-Poliszot,


Andrzej Pelisiak, Martin Posselt, Thomas Saile, Katalin Sebők und Anita Szczepanek

Rzeszów 2014
Zeichnungen:
Andriej Bardeckij, Maciej Dębiec, Monika Dębiec, Martin Posselt, Katalin Sebők

Deutsch von
Katarzyna Łyp, Thomas Saile und Werner Thar sowie den Autoren

Rezensent:
prof. dr hab. Sławomir Kadrow

Unterstützt mit Mitteln des Ministeriums für Kultur und Nationalerbe


Dofinansowano ze środków Ministra Kultury i Dziedzictwa Narodowego

ISBN 978-83-7667-185-7

Oficyna Wydawnicza
ZIMOWIT
Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5 5.3.2. Befunde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97


2. Gang der Forschung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6 5.3.2.1. Räumliche Analyse . . . . . . . . . . . . . . . 97
3. Lage der Fundstelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7 5.3.3. Keramische Funde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97
4. Beschreibung der Befunde und 5.3.4. Relative Chronologie der Lublin-
der „Kulturschicht“ samt einer Wolhynien Kultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
Analyse der Fundverteilung 5.3.5. Die Siedlung in Zwięczyca im Vergleich
(Maciej Dębiec, Monika Dębiec) . . . . . . . . . . . . . . 8 mit Siedlungen der Lublin-Wolhynien
4.1. Beschreibung der Befunde und ihrer Inventare Kultur in Südost-Polen . . . . . . . . . . . . . . . 104
samt einer chronologisch-kulturellen 5.4. Die Siedlung der Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur 104
Charakterisierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10 5.4.1. Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
4.2. Beschreibung der „Kulturschichten“ und 5.4.2. Befunde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105
ihrer Inventare samt einer chronologisch- 5.4.2.1. Räumliche Analyse . . . . . . . . . . . . . . . 105
kulturellen Charakterisierung . . . . . . . . . . . . . 45 5.4.3. Keramische Funde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105
5. Analyse und Charakterisierung 5.4.4. Relative Chronologie der Tarnobrzeg-
der Besiedlungsphasen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 Lausitzer Kultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 105
5.1. Die Siedlung der Linienbandkeramik . . . . . . 66 5.5. Die frühmittelalterliche Siedlung . . . . . . . . . . 106
5.1.1. Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 5.5.1. Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106
5.1.2. Befunde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66 5.5.2. Das wannenförmige Objekt . . . . . . . . . . . 106
5.1.2.1. Langhäuser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67 5.5.3. Keramische Funde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106
5.1.2.2. Räumliche Analyse der Siedlung 5.5.4. Relative Chronologie der
der Linienbandkeramik . . . . . . . . . . . 71 frühmittelalterlichen Funde . . . . . . . . . . . 106
5.1.3. Keramische Funde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71 5.5.5. Die Siedlung in Zwięczyca im Vergleich
5.1.3.1 Gefäßformen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73 mit der frühmittelalterlichen Besiedlung
5.1.3.2 Verzierungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79 Südost-Polens . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106
5.1.4. Bükk-Keramik in Zwięczyca 5.6. Neuzeitfunde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106
(Katalin Sebők) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 5.7. Brandgrab . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 106
5.1.4.1. Beschreibung der Funde und ihrer 5.8. Radiokarbondatierungen . . . . . . . . . . . . . . . . . 107
Analogien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80 5.9. Zusammenfassung des Besiedlungsablaufes . 108
5.1.4.2. Allgemeine Betrachtungen . . . . . . . . . 84 6. Steinfunde (Andrzej Pelisiak) . . . . . . . . . . . . . . . . 110
5.1.5. Figürliche Funde aus Zwięczyca 6.1. Beschreibung der Funde, die mittels
(Valeska Becker) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85 Silextechniken hergestellt wurden . . . . . . . . . 110
5.1.6. Steinäxte der Linienbandkeramik . . . . . . 87 6.1.1. Materialien, die in Befunden der
5.1.7. Relative Chronologie der Linienbandkeramik entdeckt wurden . . . 110
Linienbandkeramik . . . . . . . . . . . . . . . . . . 88 6.1.2. Silexgeräte aus bandkeramischen Gruben 112
5.1.8. Die Siedlung von Zwięczyca im 6.1.3. Silexgeräte aus dem Befund der Malice
Verhältnis zur bandkeramischen Kultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114
Besiedlung Südost-Polens . . . . . . . . . . . . . 92 6.1.4. Funde aus den Befunden der Lublin-
5.2. Die Siedlung der Malice Kultur . . . . . . . . . . . 94 Wolhynien Kultur, die mittels
5.2.1. Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94 Silextechniken hergestellt wurden . . . . . . 114
5.2.2. Befunde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94 6.1.5. Funde, die mittels der Silextechniken
5.2.2.1. Räumliche Analyse . . . . . . . . . . . . . . . 94 hergestellt und außerhalb der Befunde
5.2.3. Keramische Funde . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94 entdeckt wurden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 114
5.2.4. Relative Chronologie der Malice Kultur . . 96 6.1.6. Analyse der Funde, die mittels der
5.2.5. Die Siedlung in Zwięczyca im Vergleich Silextechniken hergestellt wurden . . . . . . 118
mit Siedlungen der Malice Kultur in 6.2. Felsgesteinmaterial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120
Südost-Polen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96 6.2.1. Felsgesteinmaterial aus den Gruben der
5.3. Die Siedlung der Lublin-Wolhynien Kultur . . 96 Linienbandkeramik . . . . . . . . . . . . . . . . . . 120
5.3.1. Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 96 6.2.2. Steinfunde aus den „Kulturschichten“ . . 121
7. Magnetometerprospektion auf der 9.4. Das Knochenmaterial der Lublin-Wolhynien
bandkeramischen Siedlung von Zwięczyca Kultur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143
(Martin Posselt, Thomas Saile) . . . . . . . . . . . . . . . 136 9.5. Das Knochenmaterial aus dem
8. Anthropologische Analyse der verbrannten Frühmittelalter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143
Knochen (Anita Szczepanek) . . . . . . . . . . . . . . . . 142 9.6. Resümee . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 146
9. Archäozoologische Analyse 10. Schluss . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 147
(Danuta Makowicz-Poliszot) . . . . . . . . . . . . . . . . . 143 11. Literaturverzeichnis . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 149
9.1. Einleitung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 143 12. Verzeichnis der Autoren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 155
9.2. Das Knochenmaterial der Linienbandkeramik 143 13. Tafeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 156
9.3. Das Knochenmaterial der Malice Kultur . . . . 143
1. Einleitung

Die vorliegende Publikation stellt das Ergebnis mehr- aus den Jahren 2005–2008 und geomagnetische Forschun-
jähriger Ausgrabungsarbeiten und einer geomagnetischen gen aus den Jahren 2008 und 2013). Teilweise wurden auch
Prospektion dar, die an der Fundstelle Nr. 3 in Zwięczyca die Ergebnisse der Erkundungen von Sylwester Czopek und
durchgeführt wurden. Infolge dieser Arbeiten wurden in- Katarzyna Trybała-Zawiślak (Saison 2003) herangezogen.
teressante archäologische Reste, die mit der Jungsteinzeit, In der Publikation werden folgende Abkürzungen für die
Bronzezeit und dem frühen Mittelalter verbunden sind, archäologischen Kulturen verwendet: Linienbandkeramik
entdeckt. 2013 konnte an der Universität Rzeszów mit der – LBK, Malice Kultur – MK, Lublin-Wolhynien Kultur –
Realisierung des Projekts „Bearbeitung und Veröffentli- LWK, Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur – TLK.
chung der Ergebnisse von den archäologischen Forschun- An dieser Stelle möchte ich mich bei den Personen be-
gen und Durchführung geomagnetischer Forschungen an danken, die mir sowohl während der Ausgrabungsarbeiten
der Fundstelle Zwięczyca 3“ begonnen werden. Das For- und den geomagnetischen Forschungen als auch während
schungsvorhaben erhielt eine Unterstützung des Ministe- der Arbeit an vorliegender Publikation geholfen haben. In
riums für Kultur und Nationalerbe im Rahmen der Pri- alphabetischer Reihenfolge sind dies: Andriej Bardeckij,
orität 5 – „Schutz archäologischer Funde“. Hauptziel des Valeska Becker, Sylwester Czopek, Aleksander Dzbyński,
Projektes war es, die gewonnen archäologischen Ergebnisse Sławomir Kadrow, Joanna Ligoda, Wojciech Pasterkiewicz,
ausführlich zu bearbeiten und darüber hinaus die gewon- Andrzej Pelisiak, Martin Posselt, Thomas Saile, Katalin
nenen Ergebnisse monographisch zu veröffentlichen. Ein Sebők, Marcin Szeliga, Werner Thar, Katarzyna Trybała-
nicht weniger wesentliches Vorhaben bildete der Versuch, Zawiślak, Anna Zakościelna und die Studenten der Uni-
mittels nicht invasiver Methoden die Grenzen der Reich- versität in Rzeszów und Regensburg, die an den Gelände-
weite von der Fundstelle, die von dem fortschreitenden forschungen teilgenommen haben sowie Vertreter der Ge-
Ausbau der Stadt Rzeszów bedroht ist, zu erfassen. meinde Boguchwała und Herr und Frau Ataman - Besitzer
Dieser Publikation beruht auf Untersuchungsergebnis- von Grundstücken, auf denen die Fundstelle Zwięczyca 3
sen, die von Maciej Dębiec, Aleksander Dzbyński, Andrzej gelegen ist. Darüber hinaus danke ich meinen Eltern und
Pelisiak und Martin Posselt erzielt wurden (Ausgrabungen meiner Frau Monika für die geleistete Hilfe.

5
2. Gang der Forschung

Die Fundstelle Zwięczyca 3 wurde 1965 von Tadeusz Kultur, Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur und mit der Zeit des
Aksamit, der einige Fragmente der frühmittelalterlichen Frühmittelalters und den mit ihr bedeckten Ablagerungs-
Keramik auf der Oberfläche gefunden hat, entdeckt. Die aufschichtungen mit zahlreichen Funden verbunden sind.
nächsten Forschungen wurden 1984 unter der Leitung von Im Jahre 2007 wurde in der Ackerschicht ein Brandgrab
Herrn Antoni Lubelczyk im Rahmen von Oberflächenpro- ohne Inventar entdeckt. Insgesamt wurden über 24 Ar der
spektionen der Archäologischen Aufnahme Polens durch- Oberfläche erforscht und u.a. einige Langhäuser der Lini-
geführt. Man hat damals die Ausdehnung der Fundstelle enbandkeramik registriert. 2008 wurde an der Fundstel-
festgestellt und Oberflächenfunde, auf deren Grundlage die le zum ersten Mal eine geomagnetische Prospektion, die
Fundstelle in die Bronzezeit, die frühe Eisenzeit und das durch das Denkmalsschutzamt der Woiwodschaft Przemyśl
Frühmittelalter datiert wurde, gesammelt. 2003 wurden finanziert wurde, durchgeführt. An diesen Forschungen
erste Ausgrabungsarbeiten mit einem Sondierungscha- haben auch die Studenten des Archäologischen Instituts
rakter (Fläche C) unter der Leitung von Herrn Sylwester der Universität Rzeszów teilgenommen. Im Jahre 2013 hat
Czopek und Frau Katarzyna Trybała-Zawiślak durchgeführt man an der Universität Rzeszów unter der Leitung von
(Czopek, Trybała 2004). Infolgedessen wurden einige Dut- Maciej Dębiec mit der Realisierung des Projekts, das zum
zend Erdgrubenobjekte, Ablagerungsaufschichtungen und Ziel hatte, die bisherigen Ergebnisse der archäologischen
zahlreiche archäologische Funde, die mit der Linienband- Forschungen zu bearbeiten und die geomagnetischen For-
keramik, Malice Kultur, Lublin-Wolhynien Kultur, Tarno­ schungen fortzusetzen, begonnen. Dieses Projekt wurde aus
brzeg-Lausitzer Kultur und Przeworsk Kultur verbunden den Mitteln des Ministeriums für Kultur und Nationaler-
sind, entdeckt. Die nächsten Forschungen wurden 2005 be im Rahmen der Priorität „Schutz archäologischer Fun-
unter der Leitung von Herrn Maciej Dębiec, Aleksander de“ finanziert. Im September 2013 wurden die nächsten
Dzbyński und Andrzej Pelisiak begonnen. Sie wurden bis nicht-invasiven geomagnetischen Forschungen, die eine
2008 (Fläche A) fortgesetzt, wobei die Forschungen 2007 Fortsetzung der Prospektion aus dem Jahre 2008 darstell-
zweimal – im Frühling und im Sommer durchgeführt ten, durchgeführt. Daran haben Studenten der Universität
wurden. Die Arbeiten in der Frühlingssaison (Fläche  B) Regensburg teilgenommen.
wurden wegen des Baues einer Gasleitung durchgeführt. Kurze Berichte über die Forschungen und ausgewählte
An alljährlichen Sommerpraktika an der Fundstelle haben Funde aus Zwięczyca wurden in mehreren Publikationen
die Studenten des Archäologischen Instituts der Universität veröffentlicht (Czopek, Trybała 2004; Dębiec, Dzbyński
Rzeszów teilgenommen. Infolge der Ausgrabungen wur- 2006a; 2006b; 2007a; 2007b; 2010; Dębiec, Dzbyński, Pe-
den äußerst zahleiche Erdgrubenobjekte entdeckt, die mit lisiak 2005; 2006; Cygan, Dębiec 2008).
der Linienbandkeramik, Malice Kultur, Lublin-Wolhynien

6
3. Lage der Fundstelle

Die Fundstelle Nr. 3 in Zwięczyca, das derzeit ein Teil In der nächsten Umgebung der Fundstelle hätten – be-
der Stadt Rzeszów (Abb. 1) ist, liegt in Südost-Polen, im rücksichtigt man die Angaben zur potenziellen Pflanzen-
westlichen Teil des Rzeszówer Vorgebirges, das wiederum welt – Eichen-Hainbuchen-Wälder und Eschen-Ulmen-
ein Teil des Sandomierer Talkessels ist. In der Landschaft Auwälder gestanden. Die Umgebung wies eine hohe und
dominieren flache Tertiärhügel, die mit mächtigen Lös- dauerhafte Fruchtbarkeit auf. Die niedrigeren Teile des
sauflagen bedeckt sind (Kondracki 1988). Bei Zwięczyca Überschwemmungstals bildeten ein potenzielles Biotop
durchschneidet sie der Wisłok, dessen Tal ca. 2,5 km breit von Erlen und Auwäldern (Kruk, Przywara 1983). Auf-
ist. Die Fundstelle liegt auf der Lössterrasse am linken Ufer grund der hohen Feuchtigkeit wurde dieses Gebiet meist
des Wisłoks. Das ist eine kleine Erhebung, die in Richtung nicht ackerbaulich genutzt, allerdings könnte es Futter ge-
auf die Überschwemmungsterrasse des Flusses abfällt. liefert und als Jagdgebiet gedient haben (Dębiec, Dzbyński,
Sie liegt ca. 400 Meter von dem derzeitigen Flussbett des Pelisiak 2005, 218).
Wisłok in südlicher Richtung entfernt. Deren relative Hö- Zwięczyca wurde 2008 in die Stadt Rzeszów eingeglie-
he beträgt ca. 224 Meter ü.d.M. Die Erhebung auf der sich dert und ist heute einer ihrer Stadtteile. Der größte Teil der
die Fundstelle in Zwięczyca befindet, ist an drei Seiten von Fundstellenoberfläche ist derzeit mit einer Wiese bedeckt.
Flusstälern (Wisłok, Lubcza, Paryja) umgeben und wird Den Rest machen kleine Ackerfelder und Einfamilienhäu-
südlich zusätzlich von einem Paläomäander des Wisłok ser aus. Der fortschreitende Ausbau der Stadt stellt eine
mit steilen Hängen begrenzt (Abb. 2). Die fehlenden geo- Bedrohung für die Fundstelle dar und aus diesem Grund
morphologischen Forschungen lassen nicht feststellen, ob bedarf sie eines ständigen Schutzes; dies könnte durch
der Paläomäander schon zu Zeiten der vorgeschichtlichen eine Eintragung ins Denkmalregister erleichtert werden.
Siedlungenexistierte. Das derzeitige Flussbett wurde wäh-
rend der großen Überflutung um die Mitte des 18. Jh. ge-
staltet (Michalczyk 1988, 11).

Abb. 1. Zwięczyca 3. Lage der Fundstelle, Maßstab 1:50 000.

7
4. Beschreibung der Befunde und der „Kulturschicht“
samt einer Analyse der Fundverteilung
(Maciej Dębiec, Monika Dębiec)

Während der sechs Ausgrabungskampagnen wurde ei- mushorizont, dessen Mächtigkeit ca.  40  cm betrug. Die
ne Gesamtfläche von 24,33 Ar untersucht; dabei umfasst gepflügen, obersten 20 cm wurden mit Hilfe einer Planier-
Fläche  A 18  Ar, Fläche  B 3,92  Ar und Fläche  C 2,41  Ar. raupe beziehungsweise eines Baggers beseitigt. Darunter
Die Flächen A und C liegen im südlichen Teil der Fund- wurde ein weiterer Bodenhorizont mit der Mächtigkeit von
stelle, die Fläche B hingegen im nordwestlichen (Abb. 2). ca. 20 cm registriert (dieser Wert änderte sich in verschie-
An der Fundstelle Zwięczyca 3 wurde folgende Stra- denen Teilen der Fundstelle). Diese Schicht, ähnlich wie
tigraphie beobachtet: die oberste Schicht bildete den Hu- der gepflügte Horizont enthielt zahlreiche archäologische

Abb. 2. Zwięczyca 3. Lage der bandkeramischen Siedlung (dunkelgrau), der geophysikalischen Prospektionsflächen (hellgrau)
sowie der Grabungs- und Sondageflächen (schwarz). Kartengrundlage: Topographische Karte 1:10 000.

8
Funde. Ihre Verteilung wurde innerhalb des festgelegten archäologischen Befundes feststellte werden konnten; da-
Grabungsrasters (Are) auf 2,5×2,5 m messende Quadraten für spricht auch, dass diese Strukturen in den angelegten
vermerkt. Die Steinfunde wurden dreidimensional einge- Profilen nicht mehr nachgewiesen werden konnten. Wäh-
messen. In 50–60 cm Tiefe kam der gelbe Löss, in dem die rend der geomagnetischen Prospektion wurden sie nicht
archäologischen Befunde eingetieft waren, zum Vorschein. detektiert; dies könnte von einer erheblichen Erosion der
In manchen Bereichen wurde eine Ablagerungsschicht mit Fundstellenoberfläche zeugen. Der Bodenabtrag an man-
zahlreichen Funden, die sogenannte Kulturschicht regist- chen Fundstellen der Linienbandkeramik konnte lokal bis
riert. In dieser „Kulturschicht“ waren die Grenzen mancher zu 2 m betragen, wie z.B. in Langweiler 9 beobachtet wur-
Befunde bereits erkennbar, zumeist allerdings sehr undeut- de (Schalich 1977, 9, Abb. 1). Die Erosionsprozesse verhin-
lich. Es ist bemerkenswert, dass die meisten dokumentier- dern die Beobachtung ursprünglicher Kulturschichten, die
ten Pfostengruben sehr flach waren. Oft konnten nur noch sich sicherlich auf der Oberfläche der Fundstellen in Zu-
wenige Zentimeter über der Befundsohle beobachtet wer- sammenhang mit menschlichen Tätigkeiten, besonders an
den. Zuweilen hat es den Anschein, als ob nur noch Reste den am stärksten genutzten Orten gebildet haben dürften.
von Bodenbildungshorizonten unterhalb des eigentlichen Deswegen sind die registrierten Ablagerungsschichten am

50–60
60–70
70–80
80–90
90–100
100–110
Tiefe unter 110–120
Gelände- 120–130
oberfläche 130–140
140–150
150–160
160–170
170–180
180–190
190–200

0 50 100 150 200 250 300 350 400


Scherbenanzahl

Abb. 3. Zwięczyca 3. Tiefen-Verteilung der Keramik in Grube 36.

50–60
60–70
70–80
80–90
90–100
100–110
Tiefe unter 110–120
Gelände- 120–130
oberfläche 130–140
140–150
150–160
160–170
170–180
180–190
190–200

0 20 40 60 80 100 120 140 160 180 200


Anzahl der Brandlehmfragmente

Abb. 4. Zwięczyca 3. Tiefen-Verteilung von Brandlehm in Grube 36.

9
80–90
90–100
100–110
110–120
Tiefe unter 120–130
Gelände- 130–140
oberfläche 140–150
150–160
160–170
170–180
180–190

0 50 100 150 200 250


Scherbenanzahl

Abb. 5. Zwięczyca 3. Tiefen-Verteilung der Keramik in Grube 661.

häufigsten das Ergebnis sekundärer Prozesse, die mit der Befunde und 4,1% aller Befunde), 4 der Tarnobrzeg-Lau-
ursprünglichen Siedlung nicht mehr direkt verbunden sind. sitzer Kultur (2,4% der datierten und 0,7% aller Befunde),
Im Falle einiger archäologischer Befunde wurden ledig- jeweils ein Objekt der Malice Kultur und dem Frühmit-
lich deren Sohlenteile registriert, denn sie wurden später telalter (entsprechend 0,6% der datierten und 0,2% aller
durch jüngere Befunde in ihren oberen Partien zerstört. Befunde) zugeordnet. Eine detaillierte Beschreibung aller
Als Beispiel dient hier Befund 530, der unter Befund 461 Befunde sowie ihre Funktion und Kulturzugehörigkeit wur-
in einer Tiefe von 100 cm unter der Geländeoberfläche lag. den in Tabellenform dargestellt (Tab. 1). Pläne und Profi-
In Zwięczyca wurden die meisten Funde in den obe- le ausgewählter archäologischer Befunde wurden auf den
ren Partien der Gruben entdeckt (Abb. 3 und 5). Das Vor- Tafeln 1–26 dargestellt.
kommen der Funde in den höheren Grubenbereichen er- Am häufigsten sind die Funde der Linienbandkera-
innert an die Situation, die an der nah gelegenen Fund- mik in den archäologischen Befunden (6750 Fragmente).
stelle Rzeszów 16 beobachtet wurde (Kadrow 1990b, 22). Insgesamt wurden aus den auf diese Kultureinheit datier-
Höchstwahrscheinlich standen manche der Gruben eine ten Befunde 6564 keramische Fragmente gewonnen und
Zeit lang teilweise offen. Das deutet die Entdeckung der 186 Fragmente sind in sekundärer Lagerung in jüngeren
chronologisch jüngeren keramischen Funde der Linien- Befunden aufgetreten. Außer Keramik wurden aus den
bandkeramik, sowie der Keramik der Lublin-Wolhynien Befunden der Linienbandkeramik 1367 Hüttenlehmfrag-
Kultur in den oberen Partien der Befunde an. So kam Ke- mente gewonnen. In der Tabelle 2 wird die typologisch-
ramik der Lublin-Wolhynien Kultur in Grube  36 nur in technologische Analyse der keramischen Funde der Lini-
den ersten 20 cm des Befundes vor. Man sollte also mit der enbandkeramik, die in den Befunden entdeckt wurden,
Ansicht von S. Kadrow übereinstimmen, dass eine völlige präsentiert. Charakteristische Fragmente werden auf den
Nivellierung der Objekte sogar nachdem sie an Bedeutung Tafeln 27–73 dargestellt.
verloren haben, im Allgemeinen nicht praktiziert wurde Vergleichsweise wenige Funde der Malice Kultur wur-
(Kadrow 1990b, 22). den geborgen: insgesamt 109 keramische Fragmente und 
7 Hüttenlehmfragmente aus Grube 232. In der Tabelle 3
wird die typologisch-technologische Analyse der kerami-
4.1. Beschreibung der Befunde und ihrer schen Funde dargestellt. Charakteristische Fragmente wer-
Inventare samt einer chronologisch- den auf Tafel 80, Nummern 1–6 präsentiert.
kulturellen Charakterisierung Die mit der Lublin-Wolhynien Kultur verbundenen
Funde machten hinsichtlich der Fundanzahl den zweit-
Während der Ausgrabungen in Zwięczyca wurden ins- größten Komplex aus. Die Funde wurden in den Befun-
gesamt 603 archäologische Befunde (Abb. 46–48) und ei- den, die mit dieser Kultureinheit verbunden sind und in
nige Störungen (Schützengräben, Wasser- und Gasleitun- den oberen Partien der Befunde der Linienbandkeramik
gen) entdeckt. 164 enthielten keramische Funde (27,2%), entdeckt. In den Gruben wurden 1429 keramische Frag-
die Ihre Kulturzugehörigkeit bestimmen ließen. Ohne ke- mente entdeckt, wobei 1125 Fragmente sich in 25 Gruben,
ramische Funde waren 439 Befunde, also 72,8%. Unter den die mit der Lublin-Wolhynien Kultur verbunden sind und
datierten Befunden wurden 133 der Linienbandkeramik 304 Fragmente in den oberen Partien der chronologisch
(81,1% aller datierten und 22% aller entdeckten Befun- älteren Gruben der Linienbandkeramik befanden. Aus
de), 25 der Lublin-Wolhynien Kultur (15,3% der datierten den Befunden der Lublin-Wolhynien Kultur wurden auch

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Tabelle 1. Zwięczyca 3. Beschreibung der Befunde.
 Abkürzungen: Gr. = Gräbchen, Kreis. = Kreisförmig, Läng. = Länglich, Rech. = Rechteckig, R./E. = Rechteckig mit abgerundeten Ecken,
a)

Unb. = Unbestimmbar, Unreg. = Unregelmäßig. b) Im Falle nur teilweise aufgedeckter Befunde wurden lediglich die Ausmaße der sichtbaren
Strukturen angegeben. c) Abkürzungen: Beut. = Beutelförmig, Mul. = Muldenförmig, Tr. = Trapezförmig, Unreg. = Unregelmäßig,
Wan. = Wanneförmig. d) Abkürzungen der Befundtypen: BG = Brandgrab, DPG = Doppelpfostengrube, G = Grube, Gr = Gräbchen,
HLG = Hausbegleitende Längsgrube, PG = Pfostengrube, WGr = Wandgräbchen. e) Abkürzungen der Kulturbezeichnungen:
LBK = Linienbandkeramik, LWK = Lublin-Wolhynien Kultur, MK = Malice Kultur, TLK = Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur.
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
1. 1 Fläche C3 40 Oval 381×140 Mul. 70 G LBK 1
2. 2 Fläche C2 40 Oval 190×230 Mul. 80 G LBK
3. 3 Fläche C4 40 Oval 410×160 Mul. 60 G LWK
4. 4 Fläche C2 40 Oval 244×260 Mul. 72 G LBK
5. 5 Fläche C4 40 Oval 155×130 Tr. 85 G LWK Stratigraphische Beziehung
zu Befund 20
6. 6 Fläche C1 40 Unb. ca. 435×250 Mul. 106 G LBK Teilweise außerhalb der
Ausgrabungsfläche
7. 7 Fläche C1 40 Oval 74×68 Mul. 26 PG
8. 8 Fläche C1 40 Oval 50×50 Mul. 16 PG
9. 9 Fläche C1 40 Oval 84×65 Mul. 28 PG
10. 10A Fläche C1 50 Oval 60×56 Mul. 13 PG Stratigraphische Beziehung 25
zu Befund 10B
11. 10B Fläche C1 50 Oval ca. 70×56 Mul. 26 PG Stratigraphische Beziehung 25
zu Befund 10A
12. 10C Fläche C1 50 Oval 64×50 Mul. 10 PG
13. 11 Fläche C4 50 Oval 38×40 Unreg. 18 PG
beut.
14. 12 Fläche C4 50 Oval 68×48 Mul. 14 PG LBK
15. 13 Fläche C3 30 Unb. ca. 240×78 — — — Teilweise außerhalb der
Ausgrabungsfläche; wurde
nicht untersucht
16. 14A Fläche C1 50 Kreis. 35×33 — — PG Nur in der Aufsicht
erkennbar
17. 15 Fläche C4 50 Oval 60×59 Mul. 16 PG
18. 15A Fläche C1 50 Kreis. 42×38 — — PG Nur in der Aufsicht
erkennbar
19. 16 Fläche C4 50 Oval 60×47 Mul. 12 PG
20. 16A Fläche C1 50 Oval 57×53 — — PG Nur in der Aufsicht
erkennbar
21. 17 Fläche C4 50 Oval 73×55 Mul. 16 PG
22. 18A Fläche C4 50 Kreis. ca. 22×26 Mul. 9 PG Stratigraphische Beziehung 25
zu Befund 18B
23. 18B Fläche C4 50 Oval ca. 39×41 Mul. 23 PG Teilweise außerhalb 25
der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 18A
24. 19 Fläche C4 50 Oval ca. 40×26 Beut. 26 PG Teilweise außerhalb der
Ausgrabungsfläche
25. 20 Fläche C4 40 Kreis. ca. 30×38 Mul. 9 PG Stratigraphische Beziehung
zu Befund 5
26. 21 Fläche C1 60 Oval ca. 54×14 Mul. 28 PG Teilweise außerhalb der
Ausgrabungsfläche
27. 24 Fläche C6 50 Oval ca. 178×176 Mul. 100 G LBK Teilweise außerhalb der
Ausgrabungsfläche
28. 25A Fläche C5 40 Unb. ca. 225×250 Mul. 103 G LWK Teilweise außerhalb 1
der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 25B

11
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
29. 25B Fläche C5 40 Unb. ca. 190×180 Mul. 36 G LWK Teilweise außerhalb 1
der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 25A
30. 26 Fläche C2 40 Oval ca. 40×37 Mul. 35 PG Teilweise außerhalb der
Ausgrabungsfläche
31. 27 Fläche C2 40 Oval ca. 60×38 Mul. 40 PG Teilweise außerhalb der
Ausgrabungsfläche
32. 28 Fläche C5 60 Unb. ca. 340×250 Mul. 58 G LBK Teilweise außerhalb der
Ausgrabungsfläche
33. 29 Fläche C5 50 Kreis. 30×30 Mul. 28 PG
34. 30 Fläche C5 50 Kreis. ca. 32×14 Mul. 18 PG Teilweise außerhalb der
Ausgrabungsfläche
35. 31 Fläche C6 50 Kreis. 31×31 Mul. 18 PG
36. 32 Fläche C6 60 Oval ca. 101×174 Mul. 20 G Teilweise außerhalb der
Ausgrabungsfläche
37. 33 Fläche C6 60 Oval ca. 215×177 Mul. 40 G LBK Teilweise außerhalb der
Ausgrabungsfläche
38. 34 Fläche A 60 Unreg. ca. 610×572 Mul. 93 HLG LBK Teilweise außerhalb der 2
Ar 220S Ausgrabungsfläche
39. 35 Fläche A 60 Kreis. 102×98 Mul. 60 G LBK
Ar 220S
40. 36 Fläche A 60 Unreg. ca. 2260×920 Unreg. max. HLG LBK Teilweise außerhalb 3, 4
Ar 220S, 220R, 154 der Ausgrabungsfläche;
220P, 230R, stratigraphische Beziehung
230P zu den Befunden 203, 303,
319
41. 37 Fläche A 60 Oval 90×61 Mul. 10 G LBK
Ar 220S
42. 38 Fläche A 60 Oval 74×61 Mul. 29 G LBK
Ar 220S
43. 39 Fläche A 60 Oval 59×52 Mul. 16 PG
Ar 220S
44. 40 Fläche A 60 Oval 50×35 Mul. 14 PG LBK
Ar 220S
45. 41 Fläche A 60 Kreis. 54×53 Mul. 17 PG
Ar 220S
46. 42 Fläche A 60 Oval 200×114 Mul. 20 G LBK Teilweise außerhalb der
Ar 220S Ausgrabungsfläche
47. 42A Fläche A 60 Unreg. 306×115 Mul. mit 28 G
Ar 220S Vertiefung
48. 43 Fläche A 60 Oval 125×87 Mul. 28 PG
Ar 220S
49. 44 Fläche A 60 Oval 86×54 Mul. 10 PG
Ar 220S
50. 46 Fläche A 60 Oval ca. 870×360 Unreg. 100 HLG LBK Stratigraphische Beziehung 5
Ar 210P, 220P, zu Befund 87
220O
51. 47 Fläche A 60 Oval 123×120 Mul. 41 G LBK
Ar 220P
52. 48 Fläche A 60 Läng. 209×90 Mul. 43 G LBK
Ar 220R
53. 48A Fläche A 60 Oval 79×68 Mul. 20 PG
Ar 220P
54. 49 Fläche A 60 Oval 63×53 Mul. 30 PG 24
Ar 220R
55. 49A Fläche A 60 Oval 47×40 Mul. 4 PG
Ar 220P

12
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
56. 50 Fläche A 60 Oval 63×49 — — PG LBK Nur in der Aufsicht
Ar 210R, 220R erkennbar
57. 50A Fläche A 60 Oval 49×42 Mul. 19 PG
Ar 220P
58. 51 Fläche A 60 Kreis. 110×115 Mul. 30 G LWK 8
Ar 220R
59. 51A Fläche A 60 Kreis. 39×37 Mul. 10 PG
Ar 220P
60. 52 Fläche A 60 Oval 58×46 Mul. 33 PG
Ar 220R
61. 52A Fläche A 60 Oval 75×60 Mul. 37 PG 26
Ar 220P
62. 53 Fläche A 60 Oval 125×51 Mul. 16 PG
Ar 220R
63. 53A Fläche A 60 Oval 110×60 Mul. 30 PG 26
Ar 220P
64. 54 Fläche A 60 Oval 182×92 Mul. 31 DPG LBK 26
Ar 220R, 220P
65. 55 Fläche A 60 Läng. 200×86 Mul. 29 G LBK 26
Ar 220S, 220R
66. 55A Fläche A 60 Kreis. 49×45 Mul. 16 PG 24
Ar 220P
67. 56 Fläche A 60 Kreis. 50×49 Mul. 6 PG
Ar 220P
68. 57 Fläche A 60 Kreis. 50×47 Mul. 6 PG
Ar 220P
69. 58 Fläche A 60 Oval 78×66 Mul. 12 PG
Ar 220R, 220P
70. 59 Fläche A 60 Läng. 124×60 Mul. 35 DPG LBK 26
Ar 220R, 220P
71. 60 Fläche A 60 Oval 149×95 Mul. 8 PG
Ar 220P
72. 61 Fläche A 60 Kreis. 26×24 Mul. 9 PG 24
Ar 220P
73. 62 Fläche A 60 Kreis. 37×32 Mul. 8 PG
Ar 220P
74. 63 Fläche A 60 Oval 98×54 Mul. 23 PG
Ar 220P
75. 64 Fläche A 60 Oval 122×100 Mul. 25 G LBK 26
Ar 220P
76. 65 Fläche A 60 Oval 174×96 Mul. 30 PG 26
Ar 220P
77. 66 Fläche A 60 Läng. 120×56 Mul. 20 DPG LBK 26
Ar 220R
78. 67 Fläche A 60 Oval 74×55 Mul. 24 PG
Ar 220R
79. 68 Fläche A 60 Oval 39×34 Mul. 25 PG 24
Ar 220P
80. 69 Fläche A 60 Oval 41×34 Mul. 6 PG 24
Ar 220P
81. 70 Fläche A 60 Kreis. 45×44 Mul. 27 PG 24
Ar 220P
82. 71 Fläche A 60 Kreis. 54×49 Mul. 7 PG LBK 24
Ar 220P
83. 72 Fläche A 60 Kreis. 45×39 Mul. 15 PG 24
Ar 220R
84. 73 Fläche A 60 Kreis. 40×40 Mul. 7 PG
Ar 220R

13
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
85. 74 Fläche A 60 Unreg. ca. 670×610 Unreg. 107 HLG LBK Teilweise außerhalb 6
Ar 220O, 230O der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu den Befunden 79, 243
86. 74A Fläche A 60 Kreis. 62×59 Mul. 35 PG
Ar 220R
87. 75 Fläche A 60 Oval 54×38 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar
88. 76 Fläche A 60 Kreis. 34×30 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar
89. 77 Fläche A 60 Oval ca. 258×187 Mul. 27 G Stratigraphische Beziehung 6
Ar 220O, 230O zu den Befunden 78, 318
90. 78 Fläche A 60 Oval ca. 175×158 Mul. 97 G LBK Stratigraphische Beziehung 6
Ar 220O zu den Befunden 77, 79
91. 79 Fläche A 60 Oval ca. 260×295 Tr. 73 HLG LBK Stratigraphische Beziehung 6
Ar 220O zu den Befunden 74, 78, 85
92. 80 Fläche A 60 Unreg. 397×220 Mul. 48 G LBK
Ar 220O
93. 81 Fläche A 60 Kreis. 46×43 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar
94. 82A Fläche A 60 Oval 41×32 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar
95. 83 Fläche A 60 Kreis. 46×43 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar
96. 84 Fläche A 60 Oval 41×30 Mul. 11 PG 24
Ar 220O
97. 85 Fläche A 60 Oval ca. 295×296 Mul. 75 G LBK Stratigraphische Beziehung 6
Ar 220O zu Befund 79
98. 86 Fläche A 60 Oval 71×50 Mul. 10 PG
Ar 220R
99. 87 Fläche A 60 Oval 130×127 Mul. 58 G LBK Stratigraphische Beziehung 5
Ar 210P, 220P zu Befund 46
100. 88 Fläche A 60 Kreis. 44×38 Mul. 5 PG
Ar 220P
101. 89 Fläche A 60 Oval 53×51 Mul. 16 PG LBK
Ar 220P
102. 90 Fläche A 60 Oval 38×33 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220P, 230P erkennbar
103. 91 Fläche A 60 Oval 68×48 Mul. 16 PG 24
Ar 220P, 220O
104. 92 Fläche A 60 Unreg. 112×107 Mul. 20 G
Ar 210R, 220R
105. 93 Fläche A 60 Kreis. 44×40 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar
106. 94 Fläche A 60 Kreis. 52×52 — — PG LBK Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar
107. 95 Fläche A 60 Kreis. 50×47 Mul. 11 PG
Ar 220N
108. 96A Fläche A 60 Oval 52×40 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar
109. 97 Fläche A 60 Kreis. 40×38 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar
110. 98 Fläche A 60 Kreis. 50×50 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar
111. 99 Fläche A 60 Kreis. 60×56 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar
112. 100 Fläche A 60 Kreis. 37×35 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar

14
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
113. 101 Fläche A 60 Oval 48×41 Mul. 11 PG
Ar 220N
114. 102 Fläche A 60 Kreis. 86×79 Mul. 7 PG
Ar 220N
115. 103 Fläche A 60 Oval 62×46 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar
116. 104 Fläche A 60 Oval 54×35 Mul. 20 PG LBK
Ar 220N
117. 105 Fläche A 60 Kreis. 36×38 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar
118. 106 Fläche A 60 Kreis. 65×57 Mul. 55 PG 24
Ar 220N
119. 107 Fläche A 60 Kreis. 32×30 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar
120. 108 Fläche A 60 Oval 173×142 Mul. 22 G Stratigraphische Beziehung
Ar 220N zu den Befunden 153, 154
121. 109 Fläche A 60 Kreis. 39×36 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar
122. 110 Fläche A 60 Oval 47×41 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar
123. 111 Fläche A 60 Kreis. 38×37 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar
124. 112 Fläche A 60 Oval 46×36 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar
125. 113 Fläche A 60 Oval 54×46 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar
126. 114 Fläche A 60 Oval 68×62 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar
127. 115 Fläche A 60 Oval ca. 213×148 Mul. 36 G LBK Stratigraphische Beziehung 8
Ar 220N zu Befund 116
128. 116 Fläche A 60 Oval ca. 130×122 Unreg. 96 G LBK Stratigraphische Beziehung 8
Ar 220N zu Befund 115
129. 117 Fläche A 60 Oval ca. 210×120 Mul. 55 G LBK Teilweise außerhalb der
Ar 220N Ausgrabungsfläche
130. 118 Fläche A 60 Oval 209×187 Mul. 20 G LBK
Ar 220N
131. 119 Fläche A 60 Oval 30×25 Mul. 21 PG 24
Ar 220N
132. 120 Fläche A 60 Unreg. ca. 290×188 Mul. 58 G LBK Stratigraphische Beziehung 7
Ar 210N, 220N zu den Befunden 122, 461,
487
133. 121 Fläche A 60 Unreg. ca. 400×230 — — G LBK Stratigraphische Beziehung 7
Ar 220N, 220M zu den Befunden 168, 233
134. 122 Fläche A 60 Unreg. ca. 420×208 Mul. 123 G LBK Stratigraphische Beziehung 7
Ar 210N, 220N zu den Befunden 120, 123,
531
135. 123 Fläche A 60 Unreg. ca. 710×420 Mul. max. 85 HLG LBK Stratigraphische Beziehung 7
Ar 220N, 220M zu den Befunden 122, 233, 234
136. 124 Fläche A 60 Oval 59×48 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar
137. 125 Fläche A 60 Unreg. 46×37 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar; stratigraphische
Beziehung zu Befund 126
138. 126 Fläche A 60 Unreg. 56×45 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar; stratigraphische
Beziehung zu Befund 125
139. 127 Fläche A 60 Oval 56×47 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar

15
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
140. 128 Fläche A 60 Oval 50×41 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar; stratigraphische
Beziehung zu Befund 129
141. 129 Fläche A 60 Kreis. 49×45 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar; stratigraphische
Beziehung zu Befund 128
142. 131 Fläche A 60 Kreis. 49×49 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar; stratigraphische
Beziehung zu Befund 155
143. 132 Fläche A 60 Kreis. 61×56 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar
144. 134 Fläche A 60 Kreis. 49×48 — — PG LBK Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar
145. 135 Fläche A 60 Kreis. 38×33 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220P, 220O erkennbar
146. 136 Fläche A 60 Läng. 147×59 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar; stratigraphische
Beziehung zu Befund 138
147. 137 Fläche A 60 Kreis. 44×44 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar
148. 138 Fläche A 60 Kreis. 64×62 — — PG Nur in der Aufsicht erkennbar;
Ar 220O stratigraphische Beziehung
zu Befund 136
149. 139 Fläche A 60 Läng. 154×30 — — Gr Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar
150. 140 Fläche A 60 Oval ca. 52×48 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar
151. 141 Fläche A 60 Kreis. 61×63 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210O, 220O erkennbar
152. 145 Fläche A 60 Oval 76×55 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar
153. 146 Fläche A 60 Kreis. 62×62 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar
154. 147 Fläche A 60 Kreis. 54×51 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar
155. 148 Fläche A 60 Kreis. 53×52 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar
156. 149 Fläche A 60 Unreg. 292×130 Mul. 35 G
Ar 210R, 220R
157. 150 Fläche A 80 Kreis. 41×38 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar; während der
Ausgrabung von Befund 80
entdeckt
158. 151 Fläche A 80 Kreis. 55×50 — — PG Nur in der Aufsicht erkennbar;
Ar 220O während der Ausgrabung
von Befund 80 entdeckt
159. 152 Fläche A 80 Kreis. 71×70 — — PG Nur in der Aufsicht erkennbar;
Ar 220O während der Ausgrabung
von Befund 80 entdeckt
160. 153 Fläche A 60 Oval 60×24 — — PG Stratigraphische Beziehung
Ar 220N zu Befund 108
161. 154 Fläche A 60 Oval 32×28 — — PG Stratigraphische Beziehung
Ar 220N zu Befund 108
162. 155 Fläche A 60 Oval 55×50 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar; stratigraphische
Beziehung zu Befund 131
163. 156 Fläche A 60 Kreis. 51×51 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar

16
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
164. 157 Fläche A 60 Oval 47×38 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220O erkennbar
165. 158 Fläche A 60 Oval 46×35 — — PG LBK Nur in der Aufsicht
Ar 220N erkennbar
166. 159 Fläche A 60 Oval 170×143 Mul. 8 G LBK 8
Ar 220M
167. 160 Fläche A 60 Oval 162×138 Mul. 77 G LBK Stratigraphische Beziehung 8
Ar 220M zu Befund 161
168. 161 Fläche A 60 Unreg. 292×186 Unreg. 149 G LBK Stratigraphische Beziehung 8
Ar 220M zu Befund 160
169. 162 Fläche A 60 Kreis. 58×53 Mul. 30 PG 8
Ar 220M
170. 163 Fläche A 60 Kreis. 56×48 Mul. 22 PG
Ar 220M
171. 164 Fläche A 60 Unreg. 31×26 Unreg. 23 PG
Ar 220M
172. 165 Fläche A 60 R./E. 155×82 Mul. 40 G LBK
Ar 220M, 220L
173. 166 Fläche A 60 Kreis. ca. 40×24 — — PG Teilweise außerhalb der
Ar 220M Ausgrabungsfläche; nur in
der Aufsicht erkennbar
174. 167 Fläche A 60 Kreis. 54×55 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220M erkennbar
175. 168 Fläche A 60 Kreis. 50×45 — — PG Stratigraphische Beziehung 7
Ar 220M zu Befund 121; nur in der
Aufsicht erkennbar
176. 169 Fläche A 60 Läng. ca. 70×40 — — G Teilweise außerhalb der
Ar 220M Ausgrabungsfläche; nur in
der Aufsicht erkennbar
177. 170 Fläche A 60 Oval ca. 306×240 Unreg. 29 G LBK Teilweise außerhalb der 9
Ar 220M Ausgrabungsfläche; strati­
graphische Beziehung zu den
Befunden 171, 172, 173
178. 171 Fläche A 60 Unb. ca. 160×54 Tr. 96 G LWK Teilweise außerhalb 9
Ar 220M der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 171
179. 172 Fläche A 60 Oval 52×41 — — PG Nur in der Aufsicht 9
Ar 220M erkennbar; stratigraphische
Beziehung zu Befund 170
180. 173 Fläche A 60 Oval 68×54 Mul. 17 PG LBK Stratigraphische Beziehung 9
Ar 220M zu Befund 170
181. 174 Fläche A 60 Kreis. 46×45 Mul. 21 PG
Ar 220M
182. 175 Fläche A 60 Kreis. 35×33 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220M erkennbar
183. 176 Fläche A 60 Kreis. ca. 62×42 Mul. 8 PG Teilweise außerhalb 25
Ar 220M der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 176A
184. 176A Fläche A 60 Kreis. ca. 30×37 Mul. 11 PG Teilweise außerhalb 25
Ar 220M der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 176 (Reparatur)
185. 177 Fläche A 60 Kreis. 36×33 Mul. 14 PG
Ar 220M
186. 178 Fläche A 60 Unreg. ca. 30×22 Mul. 15 PG Teilweise außerhalb der
Ar 220M Ausgrabungsfläche

17
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
187. 179 Fläche A 40 Oval 66×54 Mul. 15 PG
Ar 230R
188. 180 Fläche A 40 Kreis. 28×28 Mul. 6 PG
Ar 230R
189. 181 Fläche A 40 Kreis. 37×32 Mul. 26 PG 24
Ar 230R
190. 182 Fläche A 40 Kreis. 33×32 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230R erkennbar
191. 183 Fläche A 40 Unb. ca. 178×90 — — G LBK Teilweise außerhalb der
Ar 230R Ausgrabungsfläche; nur in
der Aufsicht erkennbar
192. 184 Fläche A 40 Oval 195×159 Tr. 70 G LWK Teilweise außerhalb 9
Ar 230R der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 185
193. 185 Fläche A 40 Kreis. 31×26 Unreg. 24 PG Stratigraphische Beziehung 9
Ar 230R zu Befund 184
194. 186 Fläche A 40 Unreg. 233×180 Mul. 36 G LBK Teilweise außerhalb der
Ar 230R Ausgrabungsfläche
195. 187 Fläche A 40 Kreis. 49×48 Mul. 18 PG Während der Ausgrabung
Ar 230R Befund 262 entdeckt
196. 188 Fläche A 40 R./E. 68×50 Mul. 22 PG
Ar 230R
197. 189 Fläche A 40 Kreis. 42×42 Mul. 15 PG LBK
Ar 230R
198. 190 Fläche A 40 Kreis. 50×49 Mul. 25 PG
Ar 230R
199. 191 Fläche A 40 Kreis. 24×25 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230R erkennbar
200. 192 Fläche A 40 Oval ca. 54×30 Mul. 10 PG Teilweise außerhalb der
Ar 230R Ausgrabungsfläche
201. 193 Fläche A 40 Kreis. 37×35 Mul. 6 PG
Ar 230R
202. 194 Fläche A 40 Kreis. 34×31 Mul. 16 PG
Ar 230R
203. 195 Fläche A 40 Kreis. 109×105 Mul. 44 G LWK 8
Ar 230R
204. 196 Fläche A 40 Oval ca. 174×173 Mul. 23 G LBK Stratigraphische Beziehung 9
Ar 230R zu den Befunden 196A, 197
205. 196A Fläche A 50 Kreis. 38×36 — — PG Stratigraphische Beziehung 9
Ar 230R zu Befund 196; nur in der
Aufsicht erkennbar
206. 197 Fläche A 40 Oval 66×43 Mul. 25 PG LWK Stratigraphische Beziehung 9
Ar 230R zu Befund 196
207. 198 Fläche A 40 Kreis. 36×32 Mul. 4 PG
Ar 230R
208. 199 Fläche A 40 Oval ca. 75×110 Mul. 16 G Teilweise außerhalb der
Ar 230R Ausgrabungsfläche
209. 200 Fläche A 40 Oval 83×74 Mul. 56 G
Ar 230R
210. 201 Fläche A 60 Oval 55×44 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220M erkennbar
211. 202 Fläche A 60 Oval 65×55 Mul. 29 PG
Ar 230R
212. 203 Fläche A 40 Gr. ca. 400×612 Unreg. 21 WGr LBK Stratigraphische Beziehung 3, 4
Ar 230P zu den Befunden 36, 203A,
211, 323

18
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
213. 203A Fläche A 40 Kreis. ca. 53×53 Mul. 18 PG LBK Stratigraphische Beziehung 3, 4
Ar 230P zu Befund 203
214. 204 Fläche A 40 Unreg. 109×55 Mul. 18 G Teilweise außerhalb der
Ar 230P Ausgrabungsfläche
215. 205 Fläche A 40 Kreis. 60×59 Mul. 14 PG
Ar 230P
216. 206 Fläche A 40 Kreis. 33×29 Mul. 8 PG LBK
Ar 230P
217. 207 Fläche A 40 Kreis. 35×35 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230P erkennbar
218. 208 Fläche A 40 Kreis. 35×35 Mul. 8 PG
Ar 230P
219. 209 Fläche A 40 Kreis. 52×52 Mul. 9 PG
Ar 230P
220. 210 Fläche A 40 Kreis. 40×38 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230P erkennbar
221. 211 Fläche A 40 Oval 55×41 Mul. 5 PG LBK Stratigraphische Beziehung 3, 4
Ar 230P zu Befund 203
222. 212 Fläche A 40 Kreis. 46×40 Mul. 15 PG
Ar 230P
223. 213 Fläche A 40 Kreis. 45×44 Unreg. 18 PG Stratigraphische Beziehung
Ar 230P zu Befund 213A
224. 213A Fläche A 40 Kreis. 20×20 Mul. 9 PG Stratigraphische Beziehung
Ar 230P zu Befund 213; Tiergang?
225. 214 Fläche A 40 Kreis. 36×34 Mul. 4 PG
Ar 230P
226. 215 Fläche A 40 Kreis. 33×35 Mul. 8 PG
Ar 230P
227. 216 Fläche A 40 Oval 61×46 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230P erkennbar
228. 217 Fläche A 50 Kreis. 69×61 Mul. 18 PG
Ar 230P
229. 218 Fläche A 50 Kreis. 64×62 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230P erkennbar
230. 219 Fläche A 50 Kreis. 53×52 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230P erkennbar
231. 220 Fläche A 50 Kreis. 48×48 — — PG LBK Nur in der Aufsicht
Ar 230P erkennbar
232. 221 Fläche A 50 Kreis. 34×34 Mul. 8 PG
Ar 230P
233. 222 Fläche A 50 Kreis. 33×33 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230P erkennbar
234. 223 Fläche A 50 Kreis. 34×33 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230P erkennbar
235. 224 Fläche A 50 Kreis. 34×32 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230P erkennbar
236. 226 Fläche A 40 Oval 110×90 Mul. 32 G LWK
Ar 230P
237. 227 Fläche A 40 Kreis. 42×38 Mul. 4 PG
Ar 230P
238. 228 Fläche A 40 Kreis. 36×35 Mul. 3 PG
Ar 230P
239. 229 Fläche A 40 Oval 187×157 Mul. 30 G Stratigraphische Beziehung
Ar 230P zu Befund 230
240. 230 Fläche A 40 Kreis. 64×62 — — PG LBK Stratigraphische Beziehung
Ar 230P zu Befund 229; nur in der
Aufsicht erkennbar

19
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
241. 231
Fläche A 40 Oval 142×83 Unreg. 67 G LBK 9
Ar 230P
242. 232 Fläche A 50 Oval 324×262 Unreg. 85 G MK Stratigraphische Beziehung 10
Ar 230P, 230O zu den Befunden 311, 316
243. 233 Fläche A 60 Oval 263×170 Tr. 112 G LBK Stratigraphische Beziehung 7
Ar 220M zu den Befunden 121, 123
244. 234 Fläche A 60 Oval 173×162 Mul. 45 G LBK Stratigraphische Beziehung 7
Ar 220M zu Befund 123
245. 235 Fläche A 60 Kreis. 43×42 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220M erkennbar
246. 236 Fläche A 50 Kreis. 48×47 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230O erkennbar
247. 237 Fläche A 50 Kreis. 106×106 Mul. 8 G LBK Stratigraphische Beziehung 9
Ar 230O zu Befund 238
248. 238 Fläche A 50 Oval 183×157 Mul. 76 G LBK Stratigraphische Beziehung 9
Ar 230O zu Befund 237
249. 239A Fläche A 50 Kreis. 59×56 Mul. 38 PG
Ar 230O
250. 239B Fläche A 50 Kreis. 60×56 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230O erkennbar
251. 240 Fläche A 50 Kreis. 78×75 Mul. 15 PG
Ar 230O
252. 241 Fläche A 50 Kreis. 78×72 — — PG Stratigraphische Beziehung 10
Ar 230O zu den Befunden 248, 311;
nur in der Aufsicht erkennbar
253. 242 Fläche A 50 Oval 53×46 — — PG Stratigraphische Beziehung 25
Ar 230O zu Befund 242A; nur in der
Aufsicht erkennbar
254. 242A Fläche A 50 Oval 61×54 — — PG Stratigraphische Beziehung 25
Ar 230O zu Befund 242; nur in der
Aufsicht erkennbar
255. 243 Fläche A 50 R./E. 268×144 Wan. 60 Gnhaus Früh­ Stratigraphische Beziehung 6
Ar 230O mittel­ zu Befund 74
alter
256. 244 Fläche A 50 Oval 243×140 Mul. 73 G LBK 10
Ar 230O
257. 245 Fläche A 50 Kreis. ca. 185×184 Mul. 49 G LBK Teilweise außerhalb der 10
Ar 230O Ausgrabungsfläche
258. 246 Fläche A 50 Kreis. 49×49 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230O erkennbar
259. 247 Fläche A 50 Kreis. 53×52 Mul. 16 PG 10
Ar 230O
260. 248 Fläche A 50 Oval 320×146 Mul. 56 G LBK Stratigraphische Beziehung 10
Ar 230P, 230O zu den Befunden 241, 311
261. 249 Fläche A 50 Unb. ca. 180×33 Mul. 94 G Teilweise außerhalb der
Ar 230O Ausgrabungsfläche
262. 250 Fläche A 50 Oval ca. 205×138 Mul. 93 G LBK Teilweise außerhalb der 11
Ar 230O Ausgrabungsfläche
263. 251 Fläche A 50 Kreis. 38×38 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230O erkennbar
264. 252 Fläche A 50 Rech. 49×34 Mul. 16 PG
Ar 230O
265. 253 Fläche A 50 Kreis. 54×37 Mul. 16 PG
Ar 230O
266. 254 Fläche A 50 Kreis. 34×33 Unreg. 16 PG
Ar 230O
267. 255 Fläche A 50 Kreis. 70×69 Mul. 27 PG
Ar 230O

20
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
268. 256 Fläche A 50 Kreis. 47×47 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230O erkennbar
269. 257 Fläche A 50 Kreis. 45×43 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230O erkennbar
270. 258 Fläche A 50 Kreis. 44×39 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230O erkennbar
271. 259 Fläche A 50 Kreis. 48×46 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230O erkennbar
272. 260 Fläche A 50 Kreis. 44×42 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230O erkennbar
273. 261 Fläche A 50 Kreis. 63×63 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230O erkennbar
274. 262 Fläche A 40 Kreis. ca. 40×40 Mul. 20 PG Während der Ausgrabung
Ar 230R von Befund 187 entdeckt
275. 263 Fläche A 60 Unreg. 198×250 Unreg. 64 G LBK Teilweise außerhalb
Ar 220L der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 264
276. 264 Fläche A 60 Oval 48×40 Mul. 6 PG Stratigraphische Beziehung
Ar 220L zu Befund 263
277. 268 Fläche A 60 Oval 149×117 Mul. 20 G
Ar 220L
278. 270 Fläche A 60 Oval 208×168 Mul. 17 G
Ar 220L
279. 271 Fläche A 60 Kreis. 31×32 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220L erkennbar
280. 272 Fläche A 60 Oval 65×59 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220L erkennbar
281. 280 Fläche A 60 Unreg. ca. 355×154 Mul. 103 G LBK Stratigraphische 11
Ar 220L Beziehung zu Befund
281; teilweise außerhalb
der Ausgrabungsfläche;
moderne Störung
282. 281 Fläche A 60 Unb. ca. 90×24 Mul. 9 G LBK Stratigraphische 11
Ar 220L Beziehung zu Befund 280;
Teilweise außerhalb der
Ausgrabungsfläche
283. 282 Fläche A 60 Unb. 52×70 Mul. 16 PG Teilweise außerhalb der
Ar 220L Ausgrabungsfläche
284. 283 Fläche A 60 Kreis. 30×30 Mul. 4 PG
Ar 220L
285. 284 Fläche A 60 Oval 56×46 Mul. 9 PG
Ar 220L
286. 285 Fläche A 60 Oval 61×52 Mul. 9 PG
Ar 220L
287. 286 Fläche A 60 Unb. ca. 305×186 Mul. 85 G LBK Teilweise außerhalb 12
Ar 220L der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 289
288. 287 Fläche A 60 Unb. ca. 142×98 Unreg. 48 G LBK Teilweise außerhalb der 12
Ar 220L Ausgrabungsfläche
289. 288 Fläche A 60 Kreis. 49×49 Mul. 8 PG
Ar 220L
290. 289 Fläche A 60 Unb. ca. 412×350 Mul. 130 G LBK Stratigraphische Beziehung 12
Ar 220L (289A), zu den Befunden 286, 290,
110 291; teilweise außerhalb der
(289B) Ausgrabungsfläche
291. 290 Fläche A 60 Oval ca. 218×220 Mul. 32 G LWK Stratigraphische Beziehung 12
Ar 220L zu den Befunden 289, 291

21
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
292. 291 Fläche A 60 Unb. ca. 300×220 Mul. 133 G LWK Teilweise außerhalb 12
Ar 220L der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu den Befunden 289, 290
293. 292 Fläche A 60 Kreis. 45×45 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220L erkennbar
294. 293 Fläche A 60 Kreis. 50×45 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220L erkennbar
295. 294 Fläche A 60 Kreis. 37×33 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220L erkennbar
296. 295 Fläche A 60 Kreis. 47×46 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220L erkennbar
297. 296 Fläche A 60 Kreis. 46×44 - — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220L erkennbar
298. 297 Fläche A 60 Unb. ca. 17×50 Mul. 14 PG Teilweise außerhalb der
Ar 220L Ausgrabungsfläche
299. 298 Fläche A 45 Oval 81×56 Mul. 34 PG
Ar 230P
300. 299 Fläche A 60 Oval 53×47 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220L erkennbar
301. 300 Fläche A 60 Oval ca. 47×23 — — PG LBK Nur in der Aufsicht
Ar 220L erkennbar; moderne Störung
302. 301 Fläche A 60 Oval ca. 50×45 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220L erkennbar; moderne Störung
303. 302 Fläche A 60 Oval 40×33 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220L erkennbar
304. 303 Fläche A 50 Kreis. 48×45 Mul. 13 PG Stratigraphische Beziehung 3, 4
Ar 230P zu Befund 36
305. 304 Fläche A 60 Oval 225×153 Mul. 32 G LBK
Ar 230O
306. 305 Fläche A 50 Kreis. 52×51 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230O erkennbar
307. 306 Fläche A 50 Kreis. 54×54 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230O erkennbar
308. 307 Fläche A 60 Kreis. 56×49 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230O erkennbar
309. 308 Fläche A 60 Kreis. 50×47 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 230O erkennbar
310. 309 Fläche A 40 Oval 181×165 Mul. 39 G LBK
Ar 230P
311. 309A Fläche A 40 Oval 105×80 Mul. 9 G LBK
Ar 230P
312. 310 Fläche A 40 Kreis. 53×52 Mul. 34 PG LBK
Ar 230P
313. 311 Fläche A 50 Oval ca. 170×148 Mul. 26 G LBK Stratigraphische Beziehung 10
Ar 230O zu den Befunden 232, 241,
248
314. 312 Fläche A 65 Oval 295×176 Mul. 42 G 11
Ar 220M
315. 313 Fläche A 60 Oval 177×160 Unreg. 22 G
Ar 220M
316. 314 Fläche A 70 Kreis. 46×43 Mul. 36 PG Während der Ausgrabung 24
Ar 220M von Befund 312 entdeckt
317. 315 Fläche A 80 Oval 167×140 Tr.-mul. 43 G LWK Stratigraphische Beziehung 11
Ar 230O zu Befund 317
318. 316 Fläche A 50 Kreis. 69×70 — — PG Nur in der Aufsicht 10
Ar 230O erkennbar; stratigraphische
Beziehung zu Befund 232

22
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
319. 317 Fläche A 80 Kreis. ca. 176×166 Tr.-mul. 37 G LBK Stratigraphische Beziehung 11
Ar 230O zu Befund 315
320. 318 Fläche A 50 Oval 60×40 Mul. 24 PG Stratigraphische Beziehung 6
Ar 230O zu Befund 77
321. 319 Fläche A 50 Kreis. 178×170 Unreg. 70 G LBK Stratigraphische Beziehung 3, 4
Ar 230P zu Befund 36
322. 320 Fläche A 80 Oval 50×40 Mul. 30 PG
Ar 230P
323. 321 Fläche A 60 Oval 40×31 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 220M erkennbar
324. 322 Fläche A 40 Oval ca. 45×32 — — PG Teilweise außerhalb der
Ar 230R Ausgrabungsfläche; nur in
der Aufsicht erkennbar
325. 323 Fläche A 50 Kreis. 50×46 Mul. 24 PG Stratigraphische Beziehung 3, 4
Ar 230P zu Befund 203
326. 324 Fläche A 40 Oval 52×43 Mul. 7 PG
Ar 230P
327. 325 Fläche A 40 Kreis. 42×39 Mul. 2 PG
Ar 230P
328. 330 Fläche B 50 Oval 36×26 Mul. 6 PG LBK Stratigraphische Beziehung 25
X: 0-5, Y: 0-3 zu Befund 330A
329. 330A Fläche B 50 Kreis. 20×18 Mul. 10 PG Stratigraphische Beziehung 25
X: 0-5, Y: 0-3 zu Befund 330
330. 331 Fläche B 50 Oval ca. 66×73 Mul. 15 G Moderne Störung
X: 0-5, Y: 0-3
331. 332 Fläche B 50 Oval ca. 120×108 Mul. 60 G Moderne Störung 13
X: 0-5, Y: 0-3
332. 334 Fläche B 50 Kreis. 57×52 Mul. 14 PG Stratigraphische Beziehung 25
X: 0-5, Y: 0-3 zu Befund 334A
333. 334A Fläche B 50 Kreis. 18×18 Beut. 24 PG Stratigraphische Beziehung 25
X: 0-5, Y: 0-3 zu Befund 334
334. 335 Fläche B 50 Oval ca. 56×25 Mul. 8 PG TLK Teilweise außerhalb der 25
X: 0-5, Y: 0-3 Ausgrabungsfläche
335. 336 Fläche B 50 Läng. ca. 126×45 Unreg. 20 G Moderne Störung
X: 0-5, Y: 0-3
336. 337 Fläche B 50 Oval 68×54 Unreg. 17 G
X: 0-5, Y: 0-3 mul.
337. 338 Fläche B 50 Oval 52×44 Mul. 8 PG Stratigraphische 25
X: 0-5, Y: 0-3 Beziehung zu Befund 338A
(Reparatur?)
338. 338A Fläche B 50 Oval 34×40 Mul. 20 PG Stratigraphische Beziehung 25
X: 0-5, Y: 0-3 zu Befund 338
339. 339 Fläche B 50 Unb. 210×90 Mul. 53 G Teilweise außerhalb der
X: 0-5, Y: 0-3 Ausgrabungsfläche
340. 341 Fläche B 50 Kreis. 62×57 Mul. 16 PG
X: 5-10, Y: 0-3
341. 342 Fläche B 50 Kreis. 65×63 Mul. 22 PG LBK
X: 5-10, Y: 0-3
342. 343 Fläche B 50 Läng. ca. 90×64 Beut. 67 G Teilweise außerhalb 13
X: 5-10, Y: 0-3 der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 344
343. 344 Fläche B 50 Unb. ca. 123×44 Mul. 39 G TLK Teilweise außerhalb 13
X: 5-10, Y: 0-3 der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 343
344. 345 Fläche B 50 Oval 60×46 Mul. 24 PG
X: 5-10, Y: 0-3

23
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
345. 346 Fläche B 50 Oval 82×67 Mul. 28 G
X: 5-10, Y: 0-3
346. 347 Fläche B 50 Unreg. ca. 240×220 Mul. 33 G LBK Teilweise außerhalb
X: 5-10, Y: 0-3 der Ausgrabungsfläche;
moderne Störung
347. 348 Fläche B 50 Kreis. 50×51 Unreg. 47 PG
X: 5-10, Y: 0-3
348. 349 Fläche B 60 Läng. ca. 170×25 Mul. 4 Gr TLK Stratigraphische Beziehung
X: 5-10, Y: 0-3 zu Befund 379
349. 354 Fläche B 60 R./E. ca. 130×87 Mul. 10 G Teilweise außerhalb der
X: 20-25, Y: 0-3 Ausgrabungsfläche
350. 355 Fläche B 50 Kreis. 38×38 Mul. 12 PG
X: 20-25, Y: 0-3
351. 356 Fläche B 50 Oval ca. 57×35 Mul. 8 PG Moderne Störung
X: 20-25, Y: 0-3
352. 357 Fläche B 50 Kreis. 44×40 Mul. 19 PG
X: 20-25, Y: 0-3
353. 358 Fläche B 50 Kreis. 43×42 Mul. 12 PG
X: 20-25, Y: 0-3
354. 359 Fläche B 50 Oval 62×36 Mul. 10 PG
X: 25-30, Y: 0-3
355. 360 Fläche B 50 Kreis. 38×38 Mul. 7 PG
X: 25-30, Y: 0-3
356. 361 Fläche B 50 Oval ca. 62×49 Mul. 5 PG Teilweise außerhalb der
X: 25-30, Y: 0-3 Ausgrabungsfläche
357. 362 Fläche B 50 Oval ca. 42×20 — — PG Teilweise außerhalb der
X: 25-30, Y: 0-3 Ausgrabungsfläche; nur in
der Aufsicht erkennbar
358. 363 Fläche B 50 Kreis. 40×34 Unreg. 5 PG
X: 30-35, Y: 0-3
359. 364 Fläche B 50 Kreis. 44×36 — — PG Nur in der Aufsicht
X: 30-35, Y: 0-3 erkennbar
360. 365 Fläche B 50 Kreis. 40×37 Unreg. 4 PG
X: 30-35, Y: 0-3 mul.
361. 366 Fläche B 50 Kreis. 50×48 Mul. 4 PG
X: 30-35, Y: 0-3
362. 367 Fläche B 50 Kreis. 53×48 Mul. 17 PG LBK
X: 30-35, Y: 0-3
363. 368 Fläche B 50 Kreis. 114×96 Mul. 16 G
X: 30-35, Y: 0-3
364. 369 Fläche B 50 Oval 54×45 Mul. 20 PG
X: 35-40, Y: 0-3
365. 370 Fläche B 60 Oval ca. 130×170 Mul. 20 G Teilweise außerhalb
X: 15-25, Y: 0-3 der Ausgrabungsfläche;
moderne Störung
366. 371 Fläche B 60 Oval ca. 186×92 Mul. 16 G LBK
X: 15-25, Y: 0-3
367. 372 Fläche B 60 Oval ca. 45×33 Mul. 18 PG Teilweise außerhalb der
X: 10-15, Y: 0-3 Ausgrabungsfläche
368. 373 Fläche B 60 Oval ca. 34×32 Beut. 34 PG Moderne Störung
X: 10-15, Y: 0-3
369. 374 Fläche B 60 Oval 42×32 Mul. 7 PG LBK
X: 15-20, Y: 0-3
370. 375 Fläche B 60 Oval 44×36 Mul. 13 PG
X: 15-20, Y: 0-3
371. 376 Fläche B 60 Unreg. ca. 360×267 Mul. 96 HLG LBK Teilweise außerhalb 14
X: 35-45, Y: 0-3 der Ausgrabungsfläche;
moderne Störung

24
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
372. 377 Fläche B 60 Unreg. ca. 434×232 Mul. 137 G LBK Teilweise außerhalb 14
X: 40-45, Y: 0-3 der Ausgrabungsfläche;
moderne Störung
373. 378 Fläche B 60 Kreis. 38×35 Mul. 24 PG
X: 5-10, Y: 0-3
374. 379 Fläche B 60 Kreis. 42×40 — — PG Nur in der Aufsicht
X: 5-10, Y: 0-3 erkennbar; stratigraphische
Beziehung zu Befund 349
375. 380 Fläche B 60 Kreis. ca. 32×24 Beut. 34 PG Teilweise außerhalb 25
X: 5-10, Y: 0-3 der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 380A (Reparatur?)
376. 380A Fläche B 60 Kreis. ca. 22×20 Beut. 34 PG Teilweise außerhalb 25
X: 5-10, Y: 0-3 der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 380
377. 381 Fläche B 50 Läng. ca. 300×230 Mul. 55 HLG LBK Teilweise außerhalb 13
X: 50-55, Y: 0-3 der Ausgrabungsfläche;
moderne Störung
378. 382 Fläche B 50 Läng. ca. 350×210 Mul. 33 HLG LBK Teilweise außerhalb 13
X: 55-65, Y: 0-3 der Ausgrabungsfläche;
moderne Störung
379. 384 Fläche B 50 Kreis. ca. 78×51 Mul. 31 PG Teilweise außerhalb 25
X: 65-70, Y: 0-3 der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 384A
380. 384A Fläche B 50 Kreis. ca. 36×22 Mul. 32 PG Teilweise außerhalb 25
X: 65-70, Y: 0-3 der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 384
381. 385 Fläche B 50 Kreis. ca. 78×40 Mul. 17 PG Teilweise außerhalb 25
X: 65-70, Y: 0-3 der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 385A
382. 385A Fläche B 50 Kreis. ca. 42×30 Mul. 16 PG Teilweise außerhalb 25
X: 65-70, Y: 0-3 der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 385
383. 386 Fläche B 50 Oval ca. 86×40 Mul. 37 PG Teilweise außerhalb der
X: 65-70, Y: 0-3 Ausgrabungsfläche
384. 387 Fläche B 50 Oval ca. 85×57 Unreg. 22 PG Moderne Störung
X: 65-70, Y: 0-3
385. 388 Fläche B 50 Kreis.? ca. 17×50 — — PG Teilweise außerhalb der
X: 60-65, Y: 0-3 Ausgrabungsfläche; nur in
der Aufsicht erkennbar
386. 389 Fläche B 50 Oval 85×65 Mul. 19 PG Moderne Störung
X: 65-70, Y: 0-3
387. 390 Fläche B 50 Kreis. 44×45 — — PG Nur in der Aufsicht
X: 60-65, Y: 0-3 erkennbar
388. 391 Fläche B 50 Kreis. 36×33 Mul. 10 PG
X: 70-75, Y: 0-3
389. 392 Fläche B 50 Kreis. 40×39 Mul. 12 PG
X: 70-75, Y: 0-3
390. 393 Fläche B 50 Unreg. ca. 293×198 Mul. 23 G Teilweise außerhalb
X: 70-75, Y: 0-3 der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 394; moderne
Störung
391. 394 Fläche B 50 Kreis. 42×35 Mul. 15 PG Stratigraphische Beziehung
X: 70-75, Y: 0-3 zu Befund 393

25
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
392. 396 Fläche B 50 Oval 38×37 Mul. 14 PG Stratigraphische Beziehung 25
X: 70-75, Y: 0-3 zu Befund 397
393. 397 Fläche B 50 Oval 33×33 Mul. 5 PG Stratigraphische Beziehung 25
X: 70-75, Y: 0-3 zu Befund 396
394. 398 Fläche B 50 Oval ca. 92×64 Mul. 34 G LBK Teilweise außerhalb der
X: 75-80, Y: 0-3 Ausgrabungsfläche
395. 399 Fläche B 50 Kreis. 40×38 Mul. 7 PG
X: 75-80, Y: 0-3
396. 400 Fläche B 50 Oval 46×35 Mul. 30 PG
X: 80-85, Y: 0-3
397. 401 Fläche B 50 Kreis. 32×31 Mul. 3 PG
X: 80-85, Y: 0-3
398. 402 Fläche B 50 Kreis. 32×34 Unreg. 5 PG
X: 80-85, Y: 0-3
399. 406 Fläche B 70 Unb. ca. 622×300 Mul. 83 HLG LBK Teilweise außerhalb 15
X: 120-130 der Ausgrabungsfläche;
Y: 0-3 moderne Störung
400. 407 Fläche B 70 Kreis. 39×38 Unreg. 15 PG TLK
X: 120-125
Y: 0-3
401. 408 Fläche B 70 Oval ca. 178×78 Mul. 65 G LBK Teilweise außerhalb der 13
X: 125-131 Ausgrabungsfläche
Y: 0-3
402. 409 Fläche B 50 Unb. ca. 31×30 — — BG
X: 125-131
Y: 0-3
403. 430 Fläche A 80 Kreis. 49×43 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210P, 210O erkennbar
404. 431 Fläche A 80 Kreis. 61×60 Mul. 4 PG 24
Ar 210O
405. 432 Fläche A 80 Kreis. 72×62 Mul. 24 PG Stratigraphische Beziehung
Ar 210O zu den Befunden 433, 440, 441
406. 433 Fläche A 80 Oval ca. 59×45 Mul. 24 G 15
Ar 210O
407. 434 Fläche A 80 Oval ca. 140×128 Mul. ca. 55 G LWK Stratigraphische Beziehung 15
Ar 210O zu den Befunden 440, 441
408. 435 Fläche A 80 Oval ca. 130×114 Mul. 26 G Stratigraphische Beziehung
Ar 210O zu Befund 437
409. 436 Fläche A 80 Oval ca. 38×24 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210O erkennbar
410. 437 Fläche A 80 Oval ca. 45×30 — — PG Stratigraphische Beziehung
Ar 210O zu Befund 435; nur in der
Aufsicht erkennbar
411. 438 Fläche A 80 Oval ca. 59×53 Mul. 41 PG
Ar 210O
412. 439 Fläche A 80 Kreis. 31×29 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210O erkennbar
413. 440 Fläche A 80 Kreis. ca. 25×25 Mul. 11 PG Stratigraphische Beziehung 15
Ar 210O zu Befund 434
414. 441 Fläche A 80 Kreis. ca. 20×32 — — PG Stratigraphische Beziehung 15
Ar 210O zu Befund 434; nur in der
Aufsicht erkennbar
415. 442 Fläche A 80 Oval 41×35 Mul. 27 PG Stratigraphische Beziehung 25
Ar 210O zu Befund 443
416. 443 Fläche A 80 Oval ca. 76×37 Mul. 8 PG Stratigraphische Beziehung 25
Ar 210O zu den Befunden 444, 442
417. 444 Fläche A 80 Läng. ca. 258×25 Mul. 13 Gr Stratigraphische Beziehung 25
Ar 210O zu den Befunden 443, 452

26
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
418. 445 Fläche A 80 Kreis. 47×43 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210O erkennbar
419. 446 Fläche A 80 Kreis. 47×46 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210O erkennbar
420. 447 Fläche A 80 Kreis. 43×37 Mul. 9 PG
Ar 210O
421. 448 Fläche A 80 Oval 90×56 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210O, 220O erkennbar
422. 449 Fläche A 80 Oval 70×62 Mul. 42 PG 24
Ar 210O
423. 450 Fläche A 80 Kreis. 37×33 Mul. 4 PG 25
Ar 210O
424. 451 Fläche A 80 Kreis. 41×34 Mul. 20 PG
Ar 210O
425. 452 Fläche A 80 Kreis. 55×50 Mul. 27 PG Stratigraphische Beziehung 25
Ar 210O zu Befund 444
426. 453 Fläche A 80 Kreis. 37×32 Mul. 15 PG Stratigraphische Beziehung 25
Ar 210O zu Befund 454
427. 454 Fläche A 80 Oval 61×51 Mul. 22 PG Stratigraphische Beziehung 25
Ar 210O zu Befund 453
428. 455 Fläche A 80 Kreis. 44×42 Mul. 19 PG 24
Ar 210O
429. 456 Fläche A 80 Oval ca. 52×72 Mul. 19 PG Stratigraphische Beziehung
Ar 210O zu Befund 457
430. 457 Fläche A 80 Kreis. ca. 40×43 Mul. 17 PG Stratigraphische Beziehung
Ar 210O zu Befund 456
431. 458 Fläche A 80 Oval 52×46 Mul. 36 PG 24
Ar 210O
432. 459 Fläche A 80 Oval 81×53 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210O erkennbar
433. 460 Fläche A 80 Oval 45×27 Mul. 11 PG
Ar 210O
434. 461 Fläche A 60 Läng.- ca. 1050×260 Mul. max. 52 HLG LBK Stratigraphische Beziehung 7
Ar 210O, 210N unreg. zu den Befunden 120, 462,
486, 487, 488
435. 462
Fläche A 60 Unreg. ca. 180×160 Mul. 44 HLG LBK Stratigraphische Beziehung 7
Ar 210O zu Befund 461
436. 463 Fläche A 80 Oval ca. 338×330 Mul. 45 G LBK Stratigraphische Beziehung 16
Ar 200O, 210O zu Befund 464
437. 464 Fläche A 80 Oval ca. 138×133 Mul. 21 G LBK Stratigraphische Beziehung 16
Ar 210O zu Befund 463
438. 465 Fläche A 100 Oval ca. 260×204 Mul. 40 G LWK Stratigraphische Beziehung 17
Ar 200O, 210O zu Befund 675
439. 467 Fläche A 80 Läng.- 764×250 Mul. 70 HLG LBK Stratigraphische Beziehung 16
Ar 200P, 210P, unreg. zu Befund 507
210O
440. 468 Fläche A 80 Kreis. 43×42 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210O erkennbar
441. 469 Fläche A 80 Kreis. 29×22 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210O erkennbar
442. 469A Fläche A 80 Oval 40×30 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210N erkennbar
443. 470 Fläche A 80 Kreis. 42×35 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210N erkennbar
444. 471 Fläche A 80 Rech. 213×149 Mul. 18 G LBK 15
Ar 210N
445. 472 Fläche A 80 Kreis. 40×39 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210N erkennbar

27
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
446. 473 Fläche A 80 Kreis. 44×41 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210N erkennbar
447. 474 Fläche A 80 Läng. 96×36 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210N erkennbar
448. 475 Fläche A 80 Kreis. 40×38 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210N erkennbar
449. 476 Fläche A 80 Kreis. 35×33 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210N erkennbar
450. 477 Fläche A 80 Rech. 143×83 Unreg. 16 G
Ar 210N
451. 478 Fläche A 80 Unb. ca. 314×205 Mul. 16 G Teilweise außerhalb der
Ar 210N Ausgrabungsfläche
452. 479 Fläche A 80 Unb. ca. 121×104 Tr. 85 G LWK Teilweise außerhalb der
Ar 210N Ausgrabungsfläche
453. 480 Fläche A 80 Unreg. ca. 280×270 Mul. 33 G LBK Teilweise außerhalb 18
Ar 210N der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 490
454. 481 Fläche A 80 Oval 147×105 Mul. 34 G LBK
Ar 200N, 210N
455. 482 Fläche A 80 Kreis. 94×86 Mul. 10 G
Ar 210N
456. 483 Fläche A 80 R./E. 190×82 Mul. 49 G LBK
Ar 210N
457. 484 Fläche A 60 Unreg. 235×155 Mul. 19 G
Ar 210N
458. 485 Fläche A 60 Unb. ca. 215×153 Mul. 40 HLG LBK Stratigraphische Beziehung 7
Ar 210N zu Befund 486
459. 486 Fläche A 60 Unb. ca. 165×105 Mul. 33 HLG LBK Stratigraphische Beziehung 7
Ar 210N zu den Befunden 461, 485,
487, 488
460. 487 Fläche A 60 Oval ca. 190×110 Mul. 108 G LBK Stratigraphische Beziehung 7
Ar 210N zu den Befunden 120, 486,
488
461. 488 Fläche A 60 Oval ca. 145×157 Mul./Tr. 105 G LBK Stratigraphische Beziehung 7
Ar 210N zu den Befunden 120, 461,
485, 486, 487
462. 489 Fläche A 80 Läng. 144×22 Unreg. 26 Gr
Ar 210N
463. 490 Fläche A 80 Oval ca. 130×102 Mul. 52 G LBK Stratigraphische Beziehung 18
Ar 210N zu Befund 480
464. 491 Fläche A 80 Unreg. ca. 890×420 Mul. 44 HLG LBK Teilweise außerhalb der 20
Ar 210R, 210P Ausgrabungsfläche; moderne
Störung; stratigraphische
Beziehung zu den Befunden
536, 547, 555, 556, 557, 559
465. 492 Fläche A 80 Oval 84×48 Mul. 14 PG
Ar 210P
466. 493 Fläche A 80 Oval 100×46 Mul. 24 PG 26
Ar 210P
467. 494 Fläche A 80 Kreis. 42×40 Mul. 10 PG 26
Ar 210P
468. 495 Fläche A 80 Läng. 164×50 Mul. 17 Gr 26
Ar 210P
469. 496 Fläche A 80 Oval 71×62 Mul. 23 PG
Ar 210P
470. 497 Fläche A 80 Kreis. 62×51 Mul. 16 PG
Ar 210P

28
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
471. 498 Fläche A 80 Oval 48×43 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210P erkennbar
472. 499 Fläche A 80 Oval 38×32 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210P erkennbar
473. 500 Fläche A 80 Oval 166×161 Mul. 44 G Stratigraphische Beziehung 19
Ar 210P zu Befund 534
474. 502 Fläche A 80 Oval 97×47 Mul. 17 PG
Ar 210P
475. 503 Fläche A 80 Oval 66×52 Mul. 8 PG
Ar 210P
476. 504 Fläche A 80 Unreg. ca. 190×100 Mul. 52 G LWK Moderne Störung
Ar 200R, 200P,
210R, 210P
477. 505 Fläche A 80 Kreis. 37×33 Mul. 11 PG 24
Ar 210P
478. 506 Fläche A 80 Kreis. 41×36 Mul. 9 PG
Ar 210P
479. 507 Fläche A 80 Kreis. 39×33 Mul. 12 PG Stratigraphische Beziehung 16
Ar 210P zu Befund 467
480. 508 Fläche A 80 Kreis. 37×30 Mul. 9 PG
Ar 210P
481. 509 Fläche A 80 Kreis. 35×30 Mul. 5 PG
Ar 210P
482. 510 Fläche A 80 Kreis. 30×29 Mul. 5 PG
Ar 210P
483. 511 Fläche A 80 Kreis. 20×18 Mul. 13 PG 24
Ar 210P
484. 512 Fläche A 80 Kreis. 27×24 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210P erkennbar
485. 513 Fläche A 100 Oval ca. 135×116 Mul. 37 G LBK Aus Befund 480 ausgegliedert;
Ar 210N teilweise außerhalb der
Ausgrabungsfläche
486. 514 Fläche A 80 Oval 84×55 Mul. 7 PG 26
Ar 210P
487. 515 Fläche A 80 Kreis. 41×36 Mul. 27 PG
Ar 210P
488. 516 Fläche A 80 Kreis. 42×38 Mul. 10 PG
Ar 210P
489. 517 Fläche A 80 Kreis. 42×37 Mul. 8 PG
Ar 210P
490. 518 Fläche A 80 Kreis. 42×41 Mul. 15 PG
Ar 210P
491. 519 Fläche A 80 R./E. 96×51 Mul. 40 PG 26
Ar 210P
492. 520 Fläche A 80 Rech. 41×36 Mul. 23 PG LBK 24
Ar 210P
493. 521 Fläche A 80 Kreis. 31×30 Mul. 30 PG 24
Ar 210P
494. 522 Fläche A 80 Unreg. 120×90 Mul. 21 G
Ar 210P
495. 523 Fläche A 80 Kreis. 50×42 Mul. 28 PG
Ar 210P
496. 524 Fläche A 80 Kreis. 35×34 Mul. 5 PG
Ar 210P
497. 525 Fläche A 80 Unreg. 94×53 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210P erkennbar
498. 526 Fläche A 80 Kreis. 42×40 Mul. 6 PG
Ar 210P

29
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
499. 527 Fläche A 80 Unreg. 490×320 Mul. 84 G LWK 18
Ar 210P
500. 528 Fläche A 80 Kreis. 37×34 Mul. 8 PG 24
Ar 210P
501. 529 Fläche A 80 Oval 46×36 — — PG Während der Ausgrabung
Ar 210P, 220P von Befund 46 entdeckt; nur
in der Aufsicht erkennbar
502. 530 Fläche A 100 Kreis. 128×127 Mul. 29 G LBK
Ar 210O
503. 531 Fläche A 60 Kreis. 63×61 Mul. 30 PG Stratigraphische Beziehung
Ar 210N, 220N zu Befund 122
504. 532 Fläche A 80 Kreis. 35×35 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 210P, 220P erkennbar
505. 534 Fläche A 80 Kreis. 67×65 Mul. 6 PG Stratigraphische Beziehung 19
Ar 210P zu Befund 500
506. 535 Fläche A 80 Oval 117×100 Mul. 39 G LWK 19
Ar 210R
507. 536 Fläche A 80 Unreg. 313×322 Mul. 40 G LBK Teilweise außerhalb 20
Ar 210R der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 491
508. 537 Fläche A 80 Oval 48×48 Mul. 16 PG 24
Ar 210R
509. 538 Fläche A 80 Oval 42×41 Mul. 8 PG Stratigraphische Beziehung 25
Ar 210R zu Befund 539
510. 539 Fläche A 80 Oval 50×43 Mul. 10 PG Stratigraphische Beziehung 25
Ar 210R zu Befund 538
511. 540 Fläche A 80 Kreis. 44×40 Mul. 10 PG Stratigraphische Beziehung 25
Ar 210R zu Befund 541
512. 541 Fläche A 80 Oval ca. 40×38 Mul. 3 PG Stratigraphische Beziehung 25
Ar 210R zu Befund 540
513. 542 Fläche A 80 Unreg. ca. 35×30 Mul. 5 PG Stratigraphische Beziehung
Ar 210R zu Befund 543
514. 543 Fläche A 80 Unreg. ca. 33×31 Mul. 4 PG Stratigraphische Beziehung
Ar 210R zu Befund 542
515. 544 Fläche A 80 Oval 46×38 Mul. 21 PG Stratigraphische Beziehung
Ar 210R zu Befund 545
516. 545 Fläche A 80 Oval 41×34 Mul. 24 PG Stratigraphische Beziehung
Ar 210R, 220R zu Befund 544
517. 547 Fläche A 80 Oval 150×150 Mul. 30 G LWK Stratigraphische Beziehung 20
Ar 210R zu Befund 491
518. 548 Fläche A 80 Kreis. 30×30 Mul. 11 PG
Ar 210R
519. 549 Fläche A 80 Oval 55×44 Mul. 8 PG
Ar 210R
520. 550 Fläche A 80 Oval 49×41 Mul. 7 PG
Ar 210R
521. 551 Fläche A 80 Oval 56×45 Mul. 6 PG
Ar 210R
522. 552 Fläche A 80 Kreis. 30×30 Mul. 10 PG
Ar 210R
523. 553 Fläche A 80 Kreis. 50×48 Mul. 8 PG
Ar 210R
524. 554 Fläche A 80 Oval 126×73 Mul. 27 G LWK Moderne Störung
Ar 210R
525. 555 Fläche A 80 Oval 236×226 Mul. 38 G LBK Stratigraphische Beziehung 20
Ar 210R zu Befund 491

30
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
526. 556 Fläche A 80 Oval 217×162 Mul. 40 G LBK Stratigraphische Beziehung 20
Ar 210R, 210P zu Befund 491
527. 557 Fläche A 80 Oval 200×188 Mul. 93 G LWK Stratigraphische Beziehung 20
Ar 210R zu Befund 491
528. 558 Fläche A 80 Oval ca. 207×187 Mul. 38 G Moderne Störung
Ar 210R
529. 559 Fläche A 80 R./E. ca. 110×94 Mul. 65 G Teilweise außerhalb 20
Ar 210R der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 491
530. 600 Fläche A 80 Kreis. 48×46 Mul. 3 PG
Ar 200R
531. 601 Fläche A 80 Oval ca. 92×126 — — G Teilweise außerhalb der
Ar 200R Ausgrabungsfläche; nur in
der Aufsicht erkennbar
532. 602 Fläche A 80 Kreis. 69×66 Mul. 44 G
Ar 200R
533. 603 Fläche A 80 Kreis. 38×37 — — PG Nur in der Aufsicht
Ar 200R erkennbar
534. 604 Fläche A 80 Oval 122×100 Mul. 23 G LBK
Ar 200R
535. 605 Fläche A 80 Kreis. 27×27 Mul. 22 PG
Ar 200R
536. 606 Fläche A 80 Kreis. 26×25 Mul. 4 PG
Ar 200R
537. 607 Fläche A 80 Kreis. 33×28 Mul. 4 PG Stratigraphische Beziehung
Ar 200R zu Befund 608
538. 608 Fläche A 80 Oval 53×29 Mul. 4 PG Stratigraphische Beziehung
Ar 200R zu Befund 607
539. 609 Fläche A 80 Kreis. 29×28 Mul. 3 PG
Ar 200R
540. 610 Fläche A 80 Oval 57×47 Mul. 12 PG
Ar 200R
541. 611 Fläche A 80 Kreis. 30×30 Mul. 3 PG
Ar 200R
542. 612 Fläche A 80 Oval ca. 50×47 Mul. 10 PG Stratigraphische Beziehung 25
Ar 200P zu Befund 613
543. 613 Fläche A 80 Oval ca. 44×30 Mul. 10 PG Teilweise außerhalb 25
Ar 200P der Ausgrabungsfläche;
stratigraphische Beziehung
zu Befund 612
544. 614 Fläche A 80 Kreis. 44×40 Mul. 15 PG
Ar 200P
545. 615 Fläche A 80 Kreis. 64×60 Mul. 20 PG 24
Ar 200P
546. 616 Fläche A 80 Kreis. ca. 48×43 Mul. 21 PG Teilweise außerhalb der
Ar 200P Ausgrabungsfläche
547. 617 Fläche A 80 Oval ca. 32×17 Mul. 8 PG Teilweise außerhalb der
Ar 200P Ausgrabungsfläche
548. 618 Fläche A 80 Oval ca. 22×13 Mul. 6 PG Teilweise außerhalb der
Ar 200P Ausgrabungsfläche
549. 619 Fläche A 90 Kreis. 36×28 Mul. 8 PG
Ar 200P
550. 620 Fläche A 100 Oval 64×42 Mul. 7 PG
Ar 200P
551. 621 Fläche A 100 Kreis. 36×35 Mul. 8 PG
Ar 200P

31
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
552. 622 Fläche A 100 Oval ca. 71×60 Unreg. 7 PG Stratigraphische Beziehung
Ar 200P zu Befund 623
553. 623 Fläche A 100 Oval 136×65 Mul. 15 G LBK Stratigraphische Beziehung
Ar 200P zu Befund 622
554. 624 Fläche A 100 R./E. 188×128 Mul. 71 G LBK 19
Ar 200P
555. 625 Fläche A 100 Läng. 236×80 Mul. 30 G
Ar 200R
556. 626 Fläche A 100 Läng. ca. 153×76 — — G Teilweise außerhalb der
Ar 200R Ausgrabungsfläche; nur in
der Aufsicht erkennbar
557. 627 Fläche A 100 Unb. 120×98 — — G LBK Teilweise außerhalb der
Ar 200R Ausgrabungsfläche; nur in
der Aufsicht erkennbar
558. 628 Fläche A 100 Oval 56×49 Mul. 4 PG
Ar 200R
559. 629 Fläche A 100 Oval 83×62 Mul. 12 G
Ar 200R
560. 630 Fläche A 100 R./E. 183×87 Mul./Tr. 105 G LWK 19
Ar 200P
561. 631 Fläche A 80 Oval 54×43 Mul. 4 PG
Ar 200O
562. 632 Fläche A 80 Oval 50×40 Mul. 14 PG
Ar 200O
563. 633 Fläche A 80 Oval 85×48 Mul. 12 PG
Ar 200O
564. 634 Fläche A 80 Oval 65×54 Mul. 27 PG
Ar 200O
565. 635 Fläche A 80 Oval 42×24 Mul. 3 PG
Ar 200O
566. 636 Fläche A 80 Unreg. 170×190 Mul. 33 G LWK 19
Ar 200O
567. 637 Fläche A 80 Oval 48×42 Mul. 6 PG
Ar 200O
568. 638 Fläche A 80 Oval 40×37 Mul. 14 PG
Ar 200O
569. 639 Fläche A 80 Unb. ca. 82×22 — — PG Teilweise außerhalb der
Ar 200O Ausgrabungsfläche; nur in
der Aufsicht erkennbar
570. 640 Fläche A 80 Oval 53×25 — — PG Teilweise außerhalb der
Ar 200O Ausgrabungsfläche; nur in
der Aufsicht erkennbar
571. 641 Fläche A 80 Kreis. 36×30 Mul. 4 PG
Ar 200O
572. 642 Fläche A 80 Oval 60×49 Mul. 14 PG
Ar 200O
573. 643 Fläche A 80 Oval ca. 68×20 Mul. 4 PG Moderne Störung
Ar 200O
574. 644 Fläche A 80 Oval 64×23 Mul. 8 PG
Ar 200P, 200O
575. 645 Fläche A 80 Kreis. 43×43 Mul. 4 PG 24
Ar 200O
576. 646 Fläche A 80 Kreis. 40×36 Mul. 6 PG
Ar 200O
577. 647 Fläche A 80 Oval 54×47 Mul. 9 PG
Ar 200O
578. 648 Fläche A 80 Oval 58×52 Mul. 4 PG
Ar 200O

32
Befundeigenschaften Profil

Gelände­oberfläche
Entdeckung­stiefe
Befund-nummer

Lokali­sierung

Chrono­logie e)
Befundtyp e)
[cm] unter

Befund­tiefe
Lfd. Nr.

Ausmaße b)
Bemerkungen Tafel

Form a)

Form c)
[cm]

[cm]
579. 649 Fläche A 80 Oval 61×57 Mul. 12 PG
Ar 200O
580. 650 Fläche A 80 Oval 60×50 Mul. 10 PG
Ar 200O
581. 651 Fläche A 80 Oval ca. 136×100 Mul. 57 G Teilweise außerhalb der
Ar 200O Ausgrabungsfläche
582. 652 Fläche A 80 Oval 148×61 Mul. 5 G
Ar 200O
583. 653 Fläche A 80 Oval 176×166 Tr. 83 G LBK 19
Ar 200O
584. 654 Fläche A 80 Oval 36×25 Mul. 5 PG LBK
Ar 200P, 200O
585. 655 Fläche A 100 Oval ca. 168×135 Mul. 60 G LBK Stratigraphische Beziehung zu
Ar 200P Befund 656; moderne Störung
586. 656 Fläche A 100 Oval ca. 150×100 Tr. 27 G LBK Stratigraphische Beziehung zu
Ar 200P Befund 655; moderne Störung
587. 657 Fläche A 80 Oval 164×149 Mul. 20 G
Ar 200N
588. 658 Fläche A 80 Oval 173×139 Mul. 7 G LBK
Ar 200N
589. 659 Fläche A 80 Oval 49×34 Mul. 12 PG
Ar 200N
590. 660 Fläche A 80 Oval 138×130 Mul. 64 G
Ar 200N
591. 661 Fläche A 80 Unreg. ca. 400×440 Unreg. 136 G LBK Teilweise außerhalb der 21
Ar 200N Ausgrabungsfläche
592. 663 Fläche A 100 Oval 145×111 Mul. 11 G
Ar 200N
593. 664 Fläche A 100 Oval 40×33 Mul. 3 PG LBK Während der Ausgrabung
Ar 200O von Befund 636 entdeckt
594. 665 Fläche A 120 Unb. 352×182 Mul. 110 G LWK Teilweise außerhalb der 22
Ar 200P, 200R Ausgrabungsfläche
595. 666 Fläche A 120 Oval 465×306 Unreg. 81 G LBK Stratigraphische Beziehung 22
Ar 200R zu Befund 670
596. 667 Fläche A 120 Läng. 167×91 Mul. 13 G
Ar 200R
597. 668 Fläche A 120 Oval ca. 150×58 Mul. 46 G Stratigraphische Beziehung zu 23
Ar 200R Befund 670; moderne Störung
598. 669 Fläche A 120 Oval ca. 227×92 Mul. 60 G Teilweise außerhalb der
Ar 200P Ausgrabungsfläche
599. 670 Fläche A 120 Unreg. ca. 620×470 Unreg. 146 G LBK In einer Tiefe von ca. 1,5 m 23
Ar 200R, 200P teilte sich der Befund in
mehrere Gruben, die die
Befundnummern 670A,
670B, 670C, 670D und 670E
erhielten; stratigraphische
Beziehung zu den Befunden
666, 668; moderne Störung
600. 671 Fläche A 160 Oval 95×88 — — G Während der Ausgrabung
Ar 200R von Befund 665 entdeckt;
nur in der Aufsicht
erkennbar
601. 673 Fläche A 100 Unb. ca. 125×162 Mul. 34 G LBK Stratigraphische Beziehung 17
Ar 200O zu Befund 675
602. 674 Fläche A 100 Unb. ca. 127×210 Tr. 96 G LBK Stratigraphische Beziehung 17
Ar 200O, 210O, zu Befund 675
200N, 210N
603. 675 Fläche A 100 Unb. ca. 228×300 Mul. 86 G LBK Stratigraphische Beziehung 17
Ar 200O, 200N zu den Befunden 465, 673, 674

33
Tabelle 2. Zwięczyca 3. Übersicht zur bandkeramischen Tonware aus den Befunden (Abkürzungen der Kulturbezeichnungen vgl. Tab. 1).
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

Bemerkungen
dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig

Brandlehm
Einheiten

Gesamt

Henkel
Davon

Davon

Tafel
(Befund = B.,

Böden

Böden
Tiefe = T. [cm])

B. 34, T. 60–70 2 14 1 2 89 6 114 35 79 1 21 27: 1–8


B. 34, T. 70–80 — 7(8) — 1 63 3(4) 76 23 53 — 19 27: 9–10
B. 34, T. 80–90 1 2 1 — 18 — 22 7 15 — 2 27: 11–12
B. 34, T. 90–100 — — — 1 6 — 7 1 6 — 10 —
B. 34, T. 100–120 — — — — 5 — 5 1 4 — — —
B. 34, T. 120–140 — — — — 1 — 1 1 — — — —
B. 34, T. 140–160 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 35, T. 100–110 — — — — 2 — 2 1 1 — — —
B. 35, T. 110–130 — — — — 2 1 3 2 1 — — —
B. 36, T. 50 2(4) 2(6) — 1 19 1 31 13 18 — 18 28: 1–2 Funde des ersten Planums
B. 36, T. 50–60 23(37) 24(59) 4(16) 12(22) 119 5(11) 264 92 172 1 127 28: 3–6;
29: 1–6
B. 36, T. 60–70 20(58) 38(83) 7(15) 8(18) 149 8(13) 336 98 238 1 46 30: 1–13;
31: 1–5
B. 36, T. 70–80 17(32) 34(82) 3(10) 8 201 8(20) 353 107 246 1 35 31: 6–12;
32: 1–8
B. 36, T. 80–90 9(16) 14(23) 1 11(17) 78 1(2) 137 43 94 — 15 33: 1–7
B. 36, T. 90–100 5(10) 10(17) 1 2(3) 98 2(3) 132 37 95 — 15 34: 1–10
B. 36, T. 100–110 2 5(11) 1(2) 3(5) 31 — 51 12 39 — 10 34: 11, 12;
35: 1
B. 36, T. 110–120 6(8) 9(20) — 2(4) 29 1(2) 63 12 51 — 10 35: 2–8
B. 36,T. 120–130 3(4) 5(12) 1(2) 6 28 — 52 8 44 — 1 36: 1–4
B. 36, T. 130–140 2 1 — 3(4) 39 2(4) 50 7 43 — 38 36: 5–6
B. 36, T. 140–150 1(3) 6(11) — 3(5) 18 1 38 7 31 — 11 37: 1–4
B. 36, T. 150–160 — 1(2) — 2(4) 21 — 27 5 22 — 7 37: 5–6
B. 36, T. 160–170 — — — — 2 2(3) 5 — 5 — 18
B. 36, T. 170–180 — 4 — — 1 2(3) 8 5 3 — 20 38: 1–2
B. 36, T. 180–190 — 7 1 — 7 1 16 7 9 — 18 38: 3–5;
39: 2–4
B. 36, T. 190–200 2(3) 3 — 1 3 2 12 5 7 — 173 38: 6, 7;
39: 1
B. 37, T. 60–70 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 38, T. 90–100 — — — — 1 — 1 — 1 — 5 —
B. 40, T. 60–70 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 42, T. 60–70 — — — — 11 — 11 6 5 — 5 —
B. 42, T. 70–80 — 2 — — — 1 3 1 2 — 2 40: 1
B. 42, T. 80–90 — — — — 1 — 1 1 — — — —
B. 43, T. 60–70 — — — — — — — — — — 12 —
B. 44, T. 60–70 — — — — — — — — — — 2 —
B. 46, T. 60 — 1 — — — — 1 1 — — — 40: 2 Funde des ersten Planums
B. 46, T. 60–70 6(17) 10(18) — 5(16) 44 1 96 26 70 — 24 40: 3–6
B. 46, T. 70–80 — 3(5) — 1 18 2(3) 27 7 20 1 3 40: 8
B. 46, T. 80–90 7(10) 12(16) 1(3) 8(10) 32 5(16) 87 21 66 — 25 40: 9–14;
41: 1–4
B. 46, T. 90–100 1(4) 1 — — 5 — 10 2 8 — 6 41: 5
B. 46, T. 100–110 — 2(5) — — 12 1 18 1 17 — 12 —
B. 46, T. 110–120 1(3) 2 — — 1 — 6 2 4 — — 41: 7, 8
B. 46, T. 120–130 — — — — — — — — — — 26 —
B. 46, T. 130–140 — — — — 6 — 6 2 4 — — —
B. 46, T. 160–170 — 1 1 1 3 — 6 1 5 — 2 41: 6
B. 47, T. 60–70 — — — — 1 — 1 — 1 — 22 —

34
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

Bemerkungen
dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig

Brandlehm
Einheiten

Gesamt

Henkel
Davon

Davon

Tafel
(Befund = B.,

Böden

Böden
Tiefe = T. [cm])

B. 47, T. 70–80 — 1(4) — — 4 — 8 8 — — 55 41: 9


B. 47, T. 90–100 — 1 — 1 — — 2 2 — — 2 —
B. 47, T. 130–140 — — — — 2 — 2 1 1 — 1 —
B. 48, T. 60–70 — 2(4) — — 3 — 7 3 4 — — —
B. 48, T. 90–100 — 1 — — — — 1 1 — — — —
B. 50, T. 80–90 — — 1(4) — — — 4 4 — — — —
B. 54, T. 60–70 — — — — 1 1(3) 4 3 1 — 18 —
B. 55, T. 60–70 — — — — 6 — 6 1 5 — 1 —
B. 59, T. 80–90 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 64, T. 60–70 — — — — 1 1 2 — 2 — 3 —
B. 66, T. 60–70 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 71, T. 70–80 — 1 — — — — 1 — 1 — — —
B. 74, T. 50–60 3(8) 16(20) 1(2) 5(20) 34 2 86 37 49 — 2 42: 1–5
B. 74, T. 60–70 5(51) 13(25) 1(6) 4(6) 50 6(11) 149 33 116 1 37 42: 6–10;
43: 1–3
B. 74, T. 70–80 5(13) 8(20) — — 42 3(4) 79 29 50 — 23 43: 4–6;
44: 1–2
B. 74, T. 80–90 1(4) 1 — 2(3) 25 — 33 7 26 — 5 44: 3
B. 74, T. 90–100 1 2 — — 9 1(5) 17 2 15 — 14 44: 4
B. 74, T. 100–110 1(2) 2 — 2(9) 12 — 25 13 12 — 8 44: 5–7
B. 74, T. 110–120 — 1 1(35) — 6 — 42 37 5 3 45: 1
B. 74, T. 120–130 — — — 1 9 — 10 1 9 — 5 —
B. 74, T. 130–140 — 3 — — 8 — 11 2 9 — 5 —
B. 74, T. 140–150 — 2 — — 12 — 14 3 11 — 4 45: 4
B. 74, T. 150–160 1 — — — 1 — 2 1 1 — 6 45: 2
B. 74, T. 160–170 — — — — 5 — 5 4 1 — 2 —
B. 74, T. 170–180 — 1 — — — — 1 1 — — — 45: 3
B. 78, T. 60–70 — 3 — 1 5 1 10 3 7 — 3 45: 5
B. 78, T. 70–80 1 3(4) — — 9 — 14 5 9 — 1 45: 6–9
B. 80, T. 60–70 — — 1(14) 1 3 4 22 15 7 — — 46: 1
B. 80, T. 70–80 — — — — 2 — 2 1 1 — — —
B. 85, T. 60–70 — 2(3) — 1 6 — 10 2 8 — 3 —
B. 85, T. 70–80 — — — — 4 — 4 1 3 — — —
B. 85, T. 80–90 — — — 1(3) — — 3 3 — — 1 —
B. 85, T. 100–110 — — — 1 5 — 6 1 5 — — —
B. 85, T. 110–120 1 2 — — — — 3 3 — — — 45: 11
B. 87, T. 60–70 — 1 — — — — 1 1 — — — 45: 10
B. 87, T. 110–120 — — — — — 1 1 — 1 — — —
B. 89, T. 60–70 1 — — — — — 1 1 — — — 46: 2
B. 104, T. 60–70 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 115, T. 60–70 — — — 1 3 — 4 1 3 — — —
B. 115, T. 70–80 — — — — 2 — 2 — 2 — — —
B. 116, T. 70–80 — — — — 4 1 5 1 4 — — —
B. 116, T. 80–90 — 1 — — — — 1 — 1 — — 46: 3
B. 116, T. 90–100 — — — — 2 — 2 — 2 — — —
B. 117, T. 60–70 1 — — 1 12 — 14 1 13 — — 46: 4
B. 117, T. 70–80 2 — — — 12 — 14 3 11 — 1 46: 5
B. 117, T. 80–90 1 — — — 6 — 7 3 4 — — 46: 6
B. 117, T. 90–100 — — — — 3 — 3 1 2 — 1 —
B. 118, T. 70–80 — — — — 5 — 5 — 5 — — —
B. 118, T. 80–90 — 1 — 1(2) 5 — 8 1 7 — — —

35
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

Bemerkungen
dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig

Brandlehm
Einheiten

Gesamt

Henkel
Davon

Davon

Tafel
(Befund = B.,

Böden

Böden
Tiefe = T. [cm])

B. 120, T. 80–90 — 2(4) — 1 12 — 17 1 16 — — —


B. 121, T. 50–60 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 121, T. 60–70 — 2(11) — 1 2 1 15 — 15 — — 47: 1
B. 121, T. 70–80 1 — — — 10 1 12 1 11 — — 46: 8
B. 121, T. 80–90 — 1 — — 6 — 7 1 6 — — 46: 7
B. 121, T. 90–100 — — 1(2) — — — 2 2 — — — 46: 9
B. 121, T. 110–120 — 1 — — 2 — 3 1 2 — — —
B. 122, T. 60–70 — — — — 5 — 5 — 5 — — —
B. 122, T. 70–80 — 4(6) — — 7 — 13 6 7 — — 47: 2–5
B. 122, T. 80–90 1 1 — 1 12 2 17 3 14 — 2 47: 7
B. 122, T. 90–100 — 2 — — 3 3(5) 10 1 9 — — 47: 6
B. 122, T. 100–110 — 1 — — 1 — 2 1 1 — — —
B. 122, T. 110–120 — — — — 1 — 1 1 — — — —
B. 123, T. 60–70 3 6(7) — 3(6) 54 2 72 20 52 — 15 47: 8–11,
13
B. 123, T. 70–80 3 7(11) — 5 49 1 69 16 53 1 4 47: 12;
48: 1–3, 5
B. 123, T. 80–90 2 — — — 27 — 29 4 25 — 1 48: 4
B. 123, T. 90–100 1 5 1 2 25 — 34 9 25 — 5 48: 6–7
B. 123, T. 100–110 — 2(3) — 1 8 — 12 6 6 — 13 —
B. 123, T. 110–120 2 2(4) — 1(2) 14 — 22 7 15 — 7 —
B. 123, T. 120–130 — — — — 6 — 6 — 6 — 1 —
B. 123, T. 130–140 — — — — 1 — 1 1 — — 7 —
B. 134, T. 60 — 1 — — — — 1 1 — — — 48: 8 Funde des ersten Planums
B. 158, T. 60 — — — — 1 — 1 1 — — — — Funde des ersten Planums
B. 159, T. 60–70 — — — — 23 — 23 — 23 — — —
B. 160, T. 50–60 — 1 — 1 4 — 6 3 3 — — —
B. 160, T. 60–70 2 3(5) — 1 13 1(2) 23 3 20 — 1 48: 9–10
B. 160, T. 70–80 — 1 — — 19 1(4) 24 3 21 — — —
B. 161, T. 50–60 1(3) 3(9) — — 22 — 34 11 23 — 6 48: 11–13
B. 161, T. 60–70 1 2(8) — — 10 — 19 3 16 — — 49: 1
B. 161, T. 70–80 — — — — 3 1 4 — 4 — 1
B. 161, T. 80–90 — 1 — — 9 — 10 7 3 — — 49: 2
B. 161, T. 90–100 — — — — 2 1 3 1 2 — — —
B. 161, T. 100–110 — — — — 4 1(2) 6 3 3 — 1 49: 3
B. 161, T. 110–120 — 1(3) — — 1 1(2) 6 4 2 — 7 —
B. 161, T. 140–150 — — — — 2 — 2 — 2 — — —
B. 161, T. 160–170 — 1 — — — — 1 — 1 — — —
B. 165, T. 60–70 1 — — — — — 1 — 1 — — —
B. 165, T. 80–90 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 170, T. 60–70 — — — — 2 — 2 — 2 — — —
B. 171, T. 60–70 — — — — 3 1(2) 5 1 4 — — — In einer Grube der LWK
B. 171, T. 70–80 — — — — 1 — 1 — 1 — — — In einer Grube der LWK
B. 173, T. 60–70 — — — — 1 — 1 1 — — — —
B. 183, T. 50–60 — — 1 — 1 — 2 2 — — — 49: 4
B. 186, T. 40–50 — 1(2) — — 2 — 4 3 1 — — —
B. 186, T. 50–60 — — — — 2 — 2 — 2 — — —
B. 189, T. 40–50 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 196, T. 40–50 — 1 — 1(2) 4 1 8 7 1 — — —
B. 196, T. 50–60 1(5) — — — 2 — 7 5 2 — — —
B. 196, T. 60–70 — 1(5) — — 4 — 9 5 4 — — 49: 5

36
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

Bemerkungen
dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig

Brandlehm
Einheiten

Gesamt

Henkel
Davon

Davon

Tafel
(Befund = B.,

Böden

Böden
Tiefe = T. [cm])

B. 197, T. 40–50 — 1 — — — — 1 1 — — — — In einer Grube der LWK


B. 197, T. 50–60 1(12) — — — — — 12 12 — — — In einer Grube der LWK
B. 203, T. 50–60 — — — — 1 — 1 — 1 — 2 —
B. 206, T. 40–50 — — — — 2 — 2 — 2 — — —
B. 220, T. 50–60 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 226, T. 40 — — — 1 — — 1 — 1 — — — Funde des ersten Planums;
in einer Grube der LWK
B. 226, T. 50–60 — — — — 2 — 2 — 2 — — — In einer Grube der LWK
B. 230, T. 40–50 1 — — — 3 1 5 — 5 — — —
B. 230, T. 50–60 1 1 — — 1 — 3 3 — — — —
B. 231, T. 60–70 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 231, T. 70–80 — — — — 2 — 2 — 2 — — —
B. 232, T. 50–60 — 1(2) — — — — 2 2 — — — — In einer Grube der MK
B. 232, T. 50–60 — 1(2) — — — — 2 2 — — — — In einer Grube der MK
B. 232, T. 80–90 — 1 — — — — 1 1 — — — — In einer Grube der MK
B. 232, T. 90–100 — 2(4) — — 4 — 8 5 3 — — — In einer Grube der MK
B. 232, T. 100–110 — 1 — — — — 1 1 — — — — In einer Grube der MK
B. 233, T. 60–70 — 2(5) — — 3 — 8 — 8 — — —
B. 233, T. 80–90 — — — — 3 — 3 1 2 — — —
B. 233, T. 90- 100 — 2 — — 4 — 6 2 4 — — —
B. 233, T. 100–110 — — — 1 1 — 2 1 1 — — 49: 7
B. 233, T. 110–120 — — — — 2 — 2 2 — — — —
B. 234, T. 60–70 — 2(6) — — 4 — 10 4 6 — 10 —
B. 234, T. 70–80 — 1 — — — — 1 1 — — — 49: 6
B. 237, T. 50–60 — — — — 1 — 1 — 1 — 3 —
B. 238, T. 50–60 — — — — 3 — 3 — 3 — — —
B. 238, T. 80–90 — 1 — — — — 1 — 1 — — —
B. 243, T. 50–60 — 4(5) 1 1(3) 15 1 25 11 14 — — — In einem frühmittel­
alterlichen Befund
B. 243, T. 60–70 1(2) 2(10) — 1(3) 12 — 27 10 17 — — 49: 8 In einem frühmittel­
alterlichen Befund
B. 243, T. 70–80 — 2 — — 5 — 7 1 6 — — — In einem frühmittel­
alterlichen Befund
B. 243, T. 80–90 — — — — 4 — 4 1 3 — — — In einem frühmittel­
alterlichen Befund
B. 243, T. 90–100 — — — — 4 — 4 — 4 — — — In einem frühmittel­
alterlichen Befund
B. 244, T. 40 — — — — 2 1 3 1 2 — — 49: 13
B. 244, T. 60–70 — — — — 3 — 3 — 3 — — —
B. 244, T. 70–80 — 1(2) — — 4 — 6 6 — — 2 —
B. 245, T. 50 2(9) 4(6) — 1 14 1 31 14 17 — — 49: 9–11 Funde des ersten Planums
B. 245, T. 50–60 — 1(4) — 1(4) 8 1 17 4 13 — — 49: 12
B. 245, T. 60–70 — — — 1(6) 10 — 16 4 12 — — —
B. 248, T. 50–60 2 3 — 1(2) 6 1(2) 15 9 6 — 1 49: 14–15
B. 248, T. 60–70 — — 1 1 2 — 4 1 3 — — 49: 16
B. 248, T. 70–80 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 248, T. 90–100 — 1 — — — — 1 1 — — — 49: 17
B. 250, T. 50 — — — — 5 — 5 2 3 — 1 — Funde des ersten Planums
B. 250, T. 50–60 — — — — 2 — 2 2 — — — —
B. 250, T. 60–70 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 250, T. 70–80 — 1 — 1 1 — 3 1 2 — 6 —
B. 250, T. 80–90 — — — — 5 — 5 1 4 — 4 —

37
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

Bemerkungen
dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig

Brandlehm
Einheiten

Gesamt

Henkel
Davon

Davon

Tafel
(Befund = B.,

Böden

Böden
Tiefe = T. [cm])

B. 250, T. 90–100 — — — — 3 — 3 2 1 — 5 —
B. 250, T. 100–110 — 1 — — — — 1 1 — — — —
B. 263, T. 60–70 — 1 — 1 6 1 9 — 9 — — 50: 1–2
B. 280, T. 60–70 — 1 — — 1 — 2 1 1 — 1 —
B. 280, T. 70–80 — 1(4) — — 6 1 11 2 9 — — —
B. 280, T. 80–90 — — — — 7 1(2) 9 2 7 — — —
B. 280, T. 100–110 — 1 — — — — 1 1 — — — —
B. 280, T. 130–140 — — — — 5 — 5 — 5 — — —
B. 286, T. 60–70 1 4(7) — — 19 2 29 7 22 — 7 50: 3, 5
B. 286, T. 70–80 — 2 — — — 1 3 1 2 — — —
B. 286, T. 80–90 — 1 — 1 2 — 4 2 2 — — —
B. 286, T. 90–100 1(3) 1 — — 2 — 6 4 2 — — 50: 4
B. 286, T. 100–110 — — — 1 3 — 4 3 1 — — —
B. 286, T. 110–120 — — 1 — 6 — 7 1 6 — — 50: 6
B. 287, T. 60–70 — 1 — — — — 1 — 1 — — —
B. 287, T. 80–90 — — — — 3 — 3 — 3 — — —
B. 289, T. 60 1 2(4) 1 1 3 1(5) 15 5 10 — — 50: 7–8 Funde des ersten Planums
B. 289, T. 60–70 4(5) 7(21) 1 5(9) 26 — 62 26 36 — — 50: 9–12
B. 289, T. 70–80 1 4(7) — 2 35 2(5) 50 15 35 — 1 51: 1–3
B. 289, T. 80–90 1(3) — — — 11 — 14 — 14 — 1 —
B. 289, T. 90–100 — 1 — — 1 — 2 1 1 — — —
B. 289, T. 100–110 1(3) 4 — — 3 1 11 2 9 — — 51: 4
B. 289, T. 110–120 — — — — 7 — 7 — 7 — — —
B. 290, T. 60 1 — — — 3 — 4 1 3 — — 51: 5 Funde des ersten Planums;
in einer Grube der LWK
B. 290, T. 60–70 — — — — 4 1(2) 6 — 6 — — — In einer Grube der LWK
B. 290, T. 70–80 — — — — 1 — 1 — 1 — — — In einer Grube der LWK
B. 290, T. 80–90 — — — — 1 — 1 — 1 — — — In einer Grube der LWK
B. 291, T. 110–120 — 1(2) — — — — 2 2 — — — — In einer Grube der LWK
B. 291, T. 140–150 1(2) 2 — — — — 4 2 2 — — 51: 6–7 In einer Grube der LWK
B. 300, T. 60–70 — 1 — — — — 1 1 — — — 51: 12
B. 304, T. 60–70 — — — — 2 — 2 — 2 — — —
B. 309, T. 40–50 1 1 — — 10 — 12 4 8 — 17 51: 10–11 Hüttenlehm mit
Konstruktionsabdrücken
B. 309, T. 50–60 — — — 1 2 1 4 1 3 — 13 —
B. 310, T. 40–50 1(2) 2(3) — 1(2) 5 — 12 6 6 — — 51: 8–9
B. 311, T. 50–60 1 1 — — 6 — 8 1 7 — — —
B. 311, T. 70–80 1 1 — — 3 — 5 2 3 — — 52: 1–2
B. 311, T. 80–90 — 1 — — — — 1 1 — — — 52: 3
B. 315, T. 80–90 — 1 — — — — 1 1 — — — — In einer Grube der LWK
B. 315, T. 90–100 — 2 — — — — 2 2 — — — — In einer Grube der LWK
B. 316, T. 70–80 — 1 — — — — 1 1 — — — 52: 4 In einer Grube der LWK
B. 317, T. 90–100 1 — — — — — 1 — 1 — — —
B. 319, T. 60–70 2(4) — — 1 2 — 7 — 7 — 4 52: 5–6
B. 319, T. 70–80 — — — — 6 1 7 — 7 — — —
B. 319, T. 80–90 1 — — — 4 2(3) 8 4 4 — 2 52: 7
B. 330, T. 40–50 1(2) 2(4) 1 1(2) 22 — 31 6 25 — 6 52: 10–11
B. 342, T. 50–60 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 347, T. 50–60 — 1(2) — — 6 — 8 3 5 — — —
B. 353, T. 50–60 1 — 1(3) — 3 — 7 3 4 2 — 52: 8–9 In einer modernen Störung
B. 367, T. 50–60 — — — — 2 — 2 2 — — 1 —

38
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

Bemerkungen
dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig

Brandlehm
Einheiten

Gesamt

Henkel
Davon

Davon

Tafel
(Befund = B.,

Böden

Böden
Tiefe = T. [cm])

B. 371, T. 60 — — 1 — — — 1 1 — — — 52: 12 Funde des ersten Planums


B. 371, T. 60–70 — — — — — 1(5) 5 5 — — — —
B. 374, T. 60 1 4(26) 1(12) 2(11) 48 1(3) 101 35 66 1 — 53: 4–6 Funde des ersten Planums
B. 374, T. 60–70 1 — — — — 1(10) 11 1 10 — — —
B. 376, T. 60–70 2(13) 3(5) 1 2 20 — 41 9 32 — — 52: 13–15
B. 376, T. 70–80 — 2(4) 1(3) — 9 1(4) 20 7 13 — — 53: 1
B. 376, T. 80–90 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 376, T. 90–100 — 2(3) — — 3 1(2) 8 3 5 — 1 53: 2
B. 376, T. 100–110 — — — — 2 — 2 — 2 — — —
B. 376, T. 110–120 — — — — 3 — 3 — 3 — — —
B. 376, T. 120–130 — 1 — — 3 — 4 4 — — — 53: 3
B. 376, T. 130–140 — 1(2) — — 8 — 10 4 6 — — —
B. 376, T. 160–170 — — — — 5 — 5 — 5 — — —
B. 377, T. 60–70 — — — — 2 — 2 — 2 — 2 —
B. 377, T. 70–80 — — — — 5 — 5 2 3 — 13 —
B. 377, T. 120–130 — 2(5) — — 5 — 10 1 9 — — —
B. 377, T. 150–160 — — — — 2 — 2 — 2 — — —
B. 381, T. 50 1 1 — — 7 2(3) 12 1 11 — — 54: 2 Funde des ersten Planums
B. 381, T. 50–60 2(6) 2(4) — — 8 1 19 1 18 — 1 54: 4
B. 381, T. 60–70 3(22) 1(4) 1(8) — 19 — 53 8 45 — 4 54: 3
B. 381, T. 80–90 — — — 1(2) 2 — 4 1 3 — — —
B. 381, T. 90–100 — 1 — — 1 — 2 2 — — — 54: 1
B. 381, T. 100–110 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 381, T. 120–130 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 382, T. 50 — 1(2) — — — — 2 2 — — — — Funde des ersten Planums
B. 382, T. 50–60 2 1 1 2 10 — 16 6 10 — — 54: 5–7
B. 382, T. 60–70 — — — — 5 — 5 5 — — — —
B. 398, T. 50–60 — — — — 2 — 2 1 1 — — —
B. 406, T. 60–70 — 2 — 2 5 1 10 3 7 — 2 —
B. 406, T. 70–80 1(4) — — — 12 1(11) 27 — 27 — — 54: 9
B. 406, T. 80–90 1(7) 3(17) — 1 15 — 40 2 38 — 12 54: 11
B. 406, T. 100–110 — — — — 1 — 1 — 1 — 1 —
B. 406, T. 140–150 — 2(22) — — 2 — 24 24 — — — 54: 8, 10
B. 408, T. 70–80 — — — — 13 — 13 — 13 — 4 —
B. 461, T. 70–80 — 1 — — 6 — 7 4 3 — 1 55: 1
B. 461, T. 80–90 3(5) — — — 16 — 21 1 20 — — 55: 3–4
B. 461, T. 90–100 1(2) 3 — — 9 — 14 8 6 — 2 55: 2
B. 462, T. 80–90 — — — — 2 — 2 — 2 — — —
B. 463, T. 80 — 1 — — — — 1 1 — — — — Funde des ersten Planums
B. 463, T. 80–90 — — 1(2) — 14 — 16 3 13 — — —
B. 463, T. 100–110 — — 1(3) — 6 — 9 — 9 — — —
B. 463, T. 120–130 1 2(3) — — — 1 5 2 3 — — —
B. 463, T. 130–140 — 1 — — 4 2(7) 12 2 10 — — 55: 6
B. 463, T. 140–150 1 — — — 1 — 2 1 1 — — 55: 5
B. 464, T. 80–90 — — — — 3 — 3 2 1 — — —
B. 464, T. 90–100 1 1 — 1 6 2(4) 13 3 10 — — 55: 7
B. 467, T. 80 1 2 — — 4 1(3) 10 5 5 — — — Funde des ersten Planums
B. 467, T. 80–90 1(5) 5(14) 1 1(3) 29 3 55 22 33 — 6 55: 8
B. 467, T. 90–100 1(3) 7(16) — 1 46 2 68 4 64 — — 55: 9
B. 467, T. 100–110 — — — — 6 — 6 1 5 — — —

39
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

Bemerkungen
dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig

Brandlehm
Einheiten

Gesamt

Henkel
Davon

Davon

Tafel
(Befund = B.,

Böden

Böden
Tiefe = T. [cm])

B. 467, T. 110–120 1(4) 2 — — — — 6 5 1 — — 56: 1, 3


B. 467, T. 120–130 — 3(4) — — 8 — 12 2 10 — — 56: 3
B. 467, T. 130–140 — 2(3) — — 16 — 19 6 13 — — —
B. 467, T. 140–150 — 1 — 3(4) — — 5 — 5 — — 56: 4–5
B. 467, T. 150–160 — — — — 2 — 2 — 2 — — —
B. 471, T. 80 — 1 — — 1 1(5) 7 6 1 — — — Funde des ersten Planums
B. 479, T. 100–110 2(8) — — — — 1 9 8 1 — — 56: 6 In einer Grube der LWK
B. 479, T. 150–160 — 1 — — — — 1 1 — — — — In einer Grube der LWK
B. 480, T. 80–90 — — — — 11 — 11 6 5 — 1 —
B. 481, T. 80–90 — — — — 2 — 2 — 2 — — —
B. 481, T. 90–100 — 1 — 1 4 — 6 3 3 — — —
B. 481, T. 100–110 2(13) 7(9) 1 1 11 — 35 24 11 — 3 57: 1–5
B. 481, T. 110–120 — 1(2) — — 14 — 16 2 14 — 3 57: 6
B. 483, T. 120–130 — — 1(43) — — — 43 43 — — — 57: 7
B. 485, T. 90–100 1(3) — — 1 16 1 21 2 19 — 1
B. 485, T. 100–110 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 486, T. 80–90 — 1(6) — — 1 — 7 — 7 — 1 —
B. 486, T. 90–100 2(18) 2(3) — — 11 — 32 1 31 — 1 57: 8–9
B. 487, T. 80–90 — 1(2) — — 6 1 9 1 8 — — —
B. 487, T. 120–130 1(2) 1(2) — — 1 — 5 4 1 — 1 58: 1–2
B. 487, T. 140–150 1 2 — 1(4) 4 — 11 1 10 — 1 58: 3
B. 487, T. 150–160 — 1 — — 10 — 11 2 9 — 6 —
B. 487, T. 160–170 1(4) 1 — — 5 — 10 9 1 — 3 58: 4–5
B. 487, T. 180–190 — 1 — — 5 — 6 — 6 — 3 —
B. 488, T. 100–110 — 2 1(2) — 6 1 11 5 6 — — 59: 1
B. 488, T. 110–120 — — — — — 1(2) 2 2 — — — —
B. 488, T. 120–130 1 5(16) — 1 — 1(9) 27 16 11 — 7 59: 2–3, 5
B. 488, T. 130–140 2(7) 1 — — 16 1 25 16 9 — 1 59: 4, 7
B. 488, T. 140–150 — 1 1 1 2 — 5 3 2 — — 59: 6, 8
B. 488, T. 150–160 — 1(2) — — 3 — 5 1 4 — — —
B. 488, T. 160–170 1 3 — — — — 4 3 1 — 1 59: 9
B. 490, T. 100–110 — — — — 18 — 18 — 18 — — —
B. 490, T. 110–120 1(4) 2 — — — — 6 — 6 — — 236, 237,
238
B. 491, T. 80 5 12(46) 1(2) 4(6) 44 1 104 19 85 — 28 59: 10–11; Funde des ersten Planums
60: 2
B. 491, T. 80–90 3(5) 7(24) 3(5) 3(5) 22 2(4) 65 21 44 — 30 60: 1,
3–5, 7
B. 491, T. 90–100 1 3(11) 2 2(7) 20 3(11) 52 11 41 — 9 60: 6, 8
B. 491, T. 100–110 — 2(8) 1 1 9 — 19 3 16 — — 60: 9–10
B. 491, T. 120–130 — 2(5) 2(7) 1(4) 2 1(10) 28 11 17 — — 60: 11;
61: 1–3
B. 491, T. 130–140 1 1(2) — 1(2) — — 5 2 3 — — 61: 4–6
B. 491, T. 140–150 — — — 2(4) — 3(8) 12 4 8 — — 61: 7
B. 491, T. 160–170 — — — — 3 1(3) 6 3 3 — — —
B. 491, T. 170–180 — — — — 3 — 3 1 2 — 2 —
B. 504, T. 80–90 — — — — 2 — 2 2 — — — — In einer Grube der LWK
B. 513, T. 100–110 — — — — 2 — 2 — 2 — — —
B. 520, T. 120–130 1(2) 1(2) — 1 — — 5 4 1 — — 62: 1
B. 527, T. 80 1 — — — — — 1 1 — — — — Funde des ersten Planums;
in einer Grube der LWK

40
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

Bemerkungen
dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig

Brandlehm
Einheiten

Gesamt

Henkel
Davon

Davon

Tafel
(Befund = B.,

Böden

Böden
Tiefe = T. [cm])

B. 527, T. 80–90 1 — — — — — 1 1 — — — In einer Grube der LWK


B. 527, T. 90–100 — 1(2) — — — — 2 2 — — — — In einer Grube der LWK
B. 527, T. 110–120 — 1 — — — — 1 1 — — — — In einer Grube der LWK
B. 530, T. 110–120 — 1 — — 1 — 2 1 1 — — 62: 2
B. 535, T. 90–100 — 1 — — — — 1 1 — — — — In einer Grube der LWK
B. 536, T. 80 6(13) 11(38) 1(11) 3(6) 9 1(3) 80 22 58 1 12 63: 1–8 Funde des ersten Planums
B. 536, T. 80–90 — 4(7) — 2(5) 7 1 20 3 17 — 7 —
B. 536, T. 90–100 1 1(3) — — 2 — 6 4 2 — — 63: 9
B. 536, T. 100–110 — — — — — 1 1 — 1 — — —
B. 536, T. 110–120 — — — — 1 1 2 — 2 — — —
B. 547, T. 80 1 — — 2 — — 3 1 2 — — — Funde des ersten Planums;
in einer Grube der LWK
B. 547, T. 90–100 — 1(2) — — — — 2 2 — — — — In einer Grube der LWK
B. 555, T. 80 2(3) 1 — — 9 — 13 5 8 — 4 62: 3 Funde des ersten Planums
B. 555, T. 80–90 — — — — 8 1 9 1 8 — — —
B. 555, T. 110–120 — — — — — 1(11) 11 — 11 — — 62: 4
B. 556, T. 80 — 1(2) — — 3 — 5 2 3 — — — Funde des ersten Planums
B. 556, T. 90–100 — 2 — — 1 — 3 — 3 — — 62: 5–6
B. 557, T. 80–90 1 — — — — — 1 1 — — — 62: 7 In einer Grube der LWK
B. 557, T. 100–110 — 3(6) — — — — 6 1 5 — — — In einer Grube der LWK
B. 557, T. 110–120 3(6) 2(7) — — — — 13 10 3 — — 62: 9–10 In einer Grube der LWK
B. 557, T. 120–130 2(3) 1(2) — — 2 — 7 3 4 — — 62: 8 In einer Grube der LWK
B. 604, T. 80–100 — — — — 8 — 8 — 8 — 1 —
B. 623, T. 100–110 — — — — 7 — 7 — 7 — — —
B. 624, T. 130–140 1(23) 1 — — — — 24 1 23 — 1 64: 1
B. 627, T. 90–100 — 1(2) — — — — 2 — 2 — — —
B. 627, T. 110–120 — — — — 3 — 3 — 3 — — —
B. 627, T. 120–130 — 1 — — 4 — 5 1 4 — — 65: 1
B. 630, T. 100 — 1 — — 2 — 3 3 — — — — Funde des ersten Planums;
in einer Grube der LWK
B. 630, T. 130–140 — 1 — — — — 1 1 — — — — In einer Grube der LWK
B. 653, T. 80–90 1(6) 2(3) 2 2(6) 11 1 29 7 22 — — 65: 2–4
B. 653, T. 90–100 — — 1 — 7 — 8 1 7 — 8 65: 5
B. 653, T. 100–110 — 1 — 1(2) 6 — 9 1 8 — 3 65: 6
B. 653, T. 110–120 — 1 — — — 1(2) 3 — 3 — — —
B. 653, T. 130–140 2(4) — — — 9 — 13 2 11 — — —
B. 653, T. 150–160 — — — 1(2) — — 2 — 2 — — —
B. 653, T. 160–170 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 654, T. 110–120 — — — — 11 — 11 — 11 — — —
B. 654, T. 150–160 — 1 — — 3 — 4 1 3 — 3 —
B. 654, T. 170–180 — — — — 5 — 5 — 5 — — —
B. 656, T. 100–120 1 1(3) — — 7 1 12 6 6 — — 65: 7–8
B. 656, T. 150 — 1(2) 1 — — — 3 1 2 — — — Grubenboden
B. 658, T. 80–90 — — — — 8 — 8 — 8 — — —
B. 661, T. 80 2(6) 1 1 — 27 1 36 4 32 — — 65: 11 Funde des ersten Planums
B. 661, T. 80–90 3(7) 9(50) 1(2) 1 35 2(5) 100 58 42 — 2 65: 9–10;
66: 1, 5–6
B. 661, T. 90–100 5(10) 3 2 4(16) 13 — 44 19 25 — 6 66: 2–4,
7–9
B. 661, T. 100–110 8(15) 22(66) 1 8(17) 95 6(18) 212 72 140 — 18 67: 1–12;
68: 1, 3

41
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

Bemerkungen
dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig

Brandlehm
Einheiten

Gesamt

Henkel
Davon

Davon

Tafel
(Befund = B.,

Böden

Böden
Tiefe = T. [cm])

B. 661, T. 110–120 1(6) 7(29) — 6(14) 25 8(31) 105 36 69 — 1 68: 3–6


B. 661, T. 120–130 6(18) 12(24) — 5(7) 37 4(12) 98 49 49 — 5 68: 8–15
B. 661, T. 130–140 3(6) 4 — 1 25 1(5) 41 12 29 — 1 69: 1–7
B. 661, T. 140–150 3(4) 4(6) — 1(4) 24 1 39 19 20 — 1 69: 8–10
B. 661, T. 150–160 2 1(5) 2(3) 1 2 2(3) 16 10 6 — — 69: 11–
13; 70: 1
B. 661, T. 160–170 1 2(4) — — 5 1 11 3 8 — — 70: 2
B. 661, T. 170–180 1 3(5) — 1(2) 8 — 16 5 11 — 3 70: 3–5
B. 661, T. 180–190 1(4) 1 — — — — 5 1 4 — 1 70: 6, 7 Grubenboden
B. 664, T. 120–130 — 3(4) — — 4 — 8 5 3 — 2 70: 8
B. 666, T. 120–130 — 2 — — 1 — 3 3 — — — 70: 9–10
B. 666, T. 150–160 2(3) 1(4) — — 3 — 10 10 — — — 70: 11–12
B. 666, T. 200–210 — 1 — — — — 1 1 — — — 70: 13
B. 670, T. 120 2(4) 1(2) — — 7 — 13 5 8 — 1 71: 1–2 Funde des ersten Planums
B. 670, T. 140–150 — 4(16) — 1(2) 6 — 24 10 14 — — —
B. 670, T. 160–170 1(2) 2(5) — — — — 7 5 2 — 1 71: 3–5
B. 670, T. 200–210 1(2) 3(6) — — 1 — 9 5 4 — — 71: 6
B. 670, T. 210–220 1(4) — 1 — — — 5 1 4 — — 71: 7–8
B. 670A, T. 120–130 5(16) 1 2(5) 4(9) 36 — 67 20 47 — 6 71: 9;
72: 1–5
B. 670A, T. 130–140 1 5(13) 1 — 3 — 18 5 13 — 1 72: 6–7
B. 670A, T. 160–180 3(16) — — — 15 — 31 12 19 — — 72: 8–10
B. 674, T. 100 — — — — 3 — 3 1 2 — 1 — Funde des ersten Planums
B. 674, T. 110–120 — 1(3) — — 1 — 4 3 1 — — 73: 1
B. 674, T. 120–130 — — — — 3 — 3 — 3 — — —
B. 675, T. 130–140 — 1(4) 2 — 11 — 17 8 9 — 2 73: 2–3
B. 675, T. 140–150 2(4) 7(24) 2(3) 1(5) 13 2(5) 54 36 18 — 3 73: 4–5
B. 675, T. 150–160 1(30) — — — — — 30 30 — — — 73: 6
B. 675, T. 160 1 1 — — 9 — 11 3 8 — 2 — Grubenboden
Gesamt 735 1379 256 409 3378 407 6564 2092 4472 9 1367
Davon in
39 60 4 9 68 6 186 99 87 2 0
sekundärer Lage

Tabelle 3. Zwięczyca 3. Übersicht zur Tonware der Malice Kultur aus Grube 232.
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik
Bemerkungen
dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig

Brandlehm

Einheiten
Gesamt

Henkel
Davon

Davon

Tafel

(Befund = B.,
Böden

Böden

Tiefe = T. [cm])

B. 232, T. 40 1 — — 1(2) 1 — 4 — 4 — — Funde des ersten Planums


B. 232, T. 50–60 — — — 1 18 2(7) 26 — 26 — — 80: 1
B. 232, T. 60–70 1 — 1 — 6 2 10 2 8 — —
B. 232, T. 70–80 — 1(5) — — 8 — 13 5 8 — 1
B. 232, T. 80–90 1 3(4) — — 16 1 22 3 19 — 2 80: 2–3
B. 232, T. 90–100 — 2(3) — — 11 — 14 3 11 — 3 80: 4–5
B. 232, T. 100–110 2(7) — — — 7 — 14 1 13 — — 80: 6
B. 232, T. 110–120 — 1 — — 2 — 3 — 3 — 1
B. 232, T. 120–130 — — — — 2 1 3 — 3 — —
Gesamt 10 13 1 3 71 11 109 14 95 7

42
Tabelle 4. Zwięczyca 3. Übersicht zur Tonware Lublin-Wolhynien Kultur aus den Befunden (Abkürzungen der Kulturbezeichnungen vgl. Tab. 1).
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

Bemerkungen
dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig

Brandlehm
Einheiten

Gesamt

Henkel
Davon

Davon

Tafel
(Befund = B.,

Böden

Böden
Tiefe = T. [cm])

B. 36, T. 50–60 1 1 — — 42 — 44 39 5 1 — 81: 1–2 Keramik im oberen


Bereich des LBK-Befundes
B. 36, T. 70–80 — — — — 3 2 5 5 — — — — Keramik im oberen
Bereich des LBK-Befundes
B. 46, T. 60–70 1 — — — — — 1 — 1 1 — 81:4 Keramik im oberen
Bereich des LBK-Befundes
B. 46, T. 80–90 2 — — 2 2 1(2) 8 7 1 — — 81: 3, 5–7 Keramik im oberen
Bereich des LBK-Befundes
B. 51, T. 70–80 6(14) 2 — 2(3) — 2(4) 23 18 5 2 — 82: 1–12
B. 171, T. 60–70 — — — — 12 — 12 3 9 — — —
B. 184, T. 50–60 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 184, T. 60–70 — — — — 2 — 2 — 2 — 2 —
B. 184, T. 70–80 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 184, T. 80–90 1(2) — — — 10 — 12 5 7 — 7 83: 1
B. 184, T. 90–100 — 1(2) — — 4 1 7 1 6 1 1 83: 4
B. 184, T. 100–110 — — — — 8 1(4) 12 7 5 — 1 83: 3
B. 184, T. 110–120 1(10) 1(6) — — 7 1(20) 43 30 13 1 8 83: 2, 5–6
B. 195, T. 40–50 — — — — 6 — 6 5 1 — — —
B. 195, T. 70–80 — 1 — — 1 — 2 1 1 1 9 —
B. 197, T. 40–50 — — — — 2 — 2 1 1 — — —
B. 197, T. 50–60 — — — — — 1 1 1 — — — 83: 7–8
B. 226, T. 40–50 — — — — 1 — 1 1 — — — —
B. 231, T. 40 — 1(5) — — — — 5 — 5 1 — — Funde des ersten Planums;
Keramik im oberen
Bereich des LBK-Befundes
B. 290, T. 60 — 1 — — 6 — 7 — 7 1 — — Funde des ersten Planums
B. 291, T. 60–70 4(7) 1(2) — 1 54 2(4) 68 9 59 — 3 84: 1–5
B. 291, T. 70–80 — — — — 4 — 4 1 3 — — —
B. 291, T. 90–100 — — — — 4 — 4 2 2 — — —
B. 291, T. 100–110 — — — — 6 — 6 — 6 — — —
B. 291, T. 110–120 — — — 1 6 2(3) 10 1 9 — 1 84: 6
B. 291, T. 130–140 — — — — 4 — 4 — 4 — — —
B. 291, T. 140–150 — — — — 5 — 5 — 5 — — —
B. 315, T. 80–90 — 3(6) — 1 5 1 13 2 11 — 10 84: 7
B. 315, T. 90–100 — — — — 6 — 6 2 4 — 4 —
B. 315, T. 100–110 — 1(4) — 1 11 1(8) 24 4 20 — 1 84: 8
B. 315, T. 110–120 — — — — 10 — 10 3 7 — 4 —
B. 434, T. 90–100 — — — — 5 — 5 — 5 — — —
B. 434, T. 110–120 4(23) — — 1(3) 3 3(20) 49 42 7 — 2 86: 1–4
B. 434, T. 120–130 — 1(6) — 1(4) 15 1(2) 27 14 13 — — 85: 1
B. 434, T. 130–140 1(8) — — — 2 2(13) 23 18 5 1 85: 2–3
B. 465, T. 100–110 1(4) — — — — — 4 4 — — — 85: 4
B. 467, T. 80 — 3(49) — — 4 — 53 2 51 2 — — Funde des ersten Planums;
Keramik im oberen
Bereich des LBK-Befundes
B. 467, T. 80–90 — 2(6) — — — — 6 — 6 2 — — Funde des ersten Planums;
Keramik im oberen
Bereich des LBK-Befundes
B. 467, T. 90–100 — 1(5) — — — — 5 5 — 1 — — Funde des ersten Planums;
Keramik im oberen
Bereich des LBK-Befundes
B. 479, T. 80–90 — — — — 2 — 2 2 — — — —
B. 479, T. 90–100 — — — — 9 — 9 7 2 — — —
B. 479, T. 110–120 — — — — 1 1(11) 12 1 11 — — 87: 1

43
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

Bemerkungen
dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig

Brandlehm
Einheiten

Gesamt

Henkel
Davon

Davon

Tafel
(Befund = B.,

Böden

Böden
Tiefe = T. [cm])

B. 479, T. 130–140 — — — — 3 — 3 — 3 — 1 —
B. 479, T. 140–150 — 1(2) — — 6 — 8 — 8 — 1 —
B. 479, T. 150–160 — 2(3) 1 — 11 1(2) 17 6 11 — — 87: 2–3
B. 491, T. 80–90 — 1 — 1(8) — — 9 8 1 1 — 8:, 4 Keramik im oberen
Bereich des LBK-Befundes
B. 491, T. 90–100 — — — 1(5) 5 — 10 10 — — — — Keramik im oberen
Bereich des LBK-Befundes
B. 527, T. 80 2 — — — 8 — 10 1 9 2 — 88: 1 Funde des ersten Planums
B. 527, T. 80–90 1 — — 1 2 — 4 4 — — 1 88: 3
B. 527, T. 90–100 3(22) 1(43) — 4(11) 31 1 108 36 72 — — 88: 2, 4–5
B. 527, T. 100–110 — 2(4) — — 5 — 9 2 7 — 1 —
B. 527, T. 110–120 1 1 — — 17 — 19 4 15 — 2 88: 6–7
B. 527, T. 120–130 1 — — 1 23 — 25 3 22 1 — 88: 8
B. 527, T. 130–140 — — — — 16 — 16 1 15 — — —
B. 527, T. 140–150 — — — 1 6 — 7 — 7 — — —
B. 504, T. 80–90 — — — — 11 — 11 — 11 — — —
B. 535, T. 80–90 1(4) — — — 2 — 6 — 6 1 2 87: 5
B. 535, T. 90–100 — — — — 3 — 3 2 1 — — —
B. 535, T. 100–110 — — — — 11 — 11 10 1 — — —
B. 535, T. 110–120 — — — — 17 — 17 17 — — — —
B. 547, T. 80 — — — — 5 — 5 3 2 — 1 — Funde des ersten Planums
B. 547, T. 80–90 5(8) 1(4) — 3(6) 66 2(6) 90 22 68 16 1 89: 1–4
B. 547, T. 90–100 2 3(6) 1(4) — 28 — 40 20 20 3 4 89: 5–7
B. 547, T. 100–110 — — — 1(4) 18 — 22 6 16 — 5 —
B. 554, T. 90–100 — — — — 3 — 3 — 3 — — —
B. 557, T. 80–90 — — — 1(3) 21 — 24 14 10 — 3 —
B. 557, T. 90–100 2(2) 2(15) — 1(2) 17 1(3) 39 19 20 1 2 89: 8–10
B. 557, T. 100–110 — 1 — 1(3) 11 1(2) 17 9 8 — —
B. 557, T. 110–120 — — — 1 22 1(2) 25 3 22 — 4 —
B. 557, T. 120–130 1(3) — — — 5 — 8 1 7 — —
B. 557, T. 160–170 — — — — 2 1(7) 9 — 9 — 6 —
B. 557, T. 180 — — — — 5 — 5 — 5 — — — Grubenboden
B. 630, T. 100 — 1 — 1 25 — 27 1 26 1 — 90: 1 Funde des ersten Planums
B. 630, T. 100–110 — 1(6) — — 3 — 9 — 9 — — —
B. 630, T. 110–120 — — — 1 6 — 7 1 6 — — —
B. 630, T. 120–130 — — — — 3 — 3 — 3 — — —
B. 630, T. 130–140 — 1(7) — — 1 — 8 1 7 — — —
B. 630, T. 140–150 1 1 — 6(21) 45 2 70 17 53 — — 90: 2–3
B. 630, T. 150–160 — — — 1 7 — 8 — 8 — — —
B. 630, T. 160–170 — — — — 2 — 2 — 2 — — —
B. 636, T. 100–110 — — — — 1 1(7) 8 1 7 — — 90: 4
B. 653, T. 90–100 1(4) 3 — 4(55) 45 1(3) 110 67 43 2 90: 5–6 Keramik im oberen
Bereich des LBK-Befundes
B. 661, T. 80–90 2(5) — — — 40 — 45 4 41 — — — Keramik im oberen
Bereich des LBK-Befundes
B. 661, T. 90–100 — — — 1(3) — — 3 — 3 — — — Keramik im oberen
Bereich des LBK-Befundes
B. 661, T. 110–120 — — — — 5 — 5 5 — — — — Keramik im oberen
Bereich des LBK-Befundes
B. 665, T. 80–90 1(2) — — — 1 — 3 2 1 — — —
Gesamt 115 129 5 71 681 124 1125 389 736 33 87
Keramik im
oberen Bereich 13 65 0 73 146 7 304 152 152 9 0
des LBK-Befundes

44
Tabelle 5. Zwięczyca 3. Übersicht zur Keramik der Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur aus den Befunden.
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

Bemerkungen
dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig

Brandlehm
Einheiten

Gesamt

Henkel
Davon

Davon

Tafel
(Befund = B.,

Böden

Böden
Tiefe = T. [cm])

B. 335, T. 50–60 — — — — 2 — 2 — 2 — 1 —
B. 335, T. 60–70 — — — — 1 — 1 — 1 — — —
B. 344, T. 50–60 — — — — 2 — 2 — 2 — 16 —
B. 344, T. 60–70 — — — 2(9) 1 1 11 — 11 — 7 93: 1–2
B. 349, T. 60–70 — — — — 3 — 3 — 3 — 2 —
B. 407, T. 70–80 — — — — 3 — 3 3 — — — —
Gesamt 9 12 1 22 3 19 26

87 Hüttenlehmfragmente gewonnen. In Tabelle 4 wird die zu entnehmen. Auf den Abbildungen 6 und 7 erkennt man
typologisch-technologische Analyse der ganzen Sammlung das Verhältnis zwischen den Fundkonzentrationen in der
von der Keramik der Lublin-Wolhynien Kultur aus den Be- Kulturschicht und der Lage der Längsgruben (z.B. Gru-
funden dargestellt. Charakteristische Fragmente werden ben 36, 46, 79 und 491) sowie mancher Siedlungsgruben
auf den Tafeln 81–90 präsentiert. (z.B. Grube 670). An den Stellen, an denen Grundrisse der
Funde, die mit der Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur ver- Langhäuser rekonstruiert wurden, bemerkt man hingegen
bunden sind, sind in Zwięczyca nicht zahlreich. Sie wurden nur wenige Funde. Offenbar waren die beweglichen Fun-
in vier Gruben (alle befanden sich in der Fläche B) ent- de in der Kulturschicht nicht allzu großen Verlagerungen
deckt. Insgesamt wurden aus ihnen 22 keramische Frag- ausgesetzt.
mente und 26 Brandlehmfragmente gewonnen. In Tabelle 5 Bandkeramische Artefakte machen die größte Fund-
wird die typologisch-technologische Analyse der Keramik gruppe, aus den Kulturschichten aus. Insgesamt wurden
dargestellt. Charakteristische Fragmente aus den Befunden 5253 Gegenstände aus Ton entdeckt. Außer den Gefäßbruch-
werden auf Tafel 93 präsentiert. stücken kommen auch drei Fragmente anthropomorpher
Frühmittelalterliche Funde sind in Zwięczyca eben- Plastik (Abb. 22: 2–4) und vier Spinnwirtel vor (Taf. 75:
falls selten. 92 Fragmente wurden in Grube 243 entdeckt. 11–12, 77: 10, 78: 12). Eine Analyse der Machart ließ sie
Deren genaue typologisch-technologische Analyse wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit der Linienbandkeramik zu-
schon 2008 in einem Artikel, der sich mit diesem Thema ordnen. Die typologisch-technologische Beschreibung der
befasste, präsentiert (Cygan, Dębiec 2008). bandkeramischen Funde aus den Kulturschichten wird in
Tabelle 7 dargestellt. Zeichnungen charakteristischer Frag-
mente präsentieren die Tafeln 74–79.
4.2. Beschreibung der „Kulturschichten“ Im Gegensatz zu den Funden der Linienbandkera-
und ihrer Inventare samt einer mik ist Keramik der Malice Kultur in den Kulturschich-
chronologisch-kulturellen ten selten. Es wurden lediglich drei Fragmente entdeckt.
Charakterisierung Die Analyse der Machart wird in Tabelle 8 präsentiert. Ein
charakteristisches Fragment mit einem Stichdekor ist auf
Die Kulturschichten wurden im überwiegenden Teil Tafel 80 dargestellt.
der Grabungsflächen beobachtet. Sie bestanden vor allem Die zweithäufigste Fundgruppe aus den Kulturschich-
aus dunkler Erde mit einer Mächtigkeit zwischen 20 und ten stellt Material der Lublin-Wolhynien Kultur da. Auf-
40 cm und zahlreichen archäologischen Funden. Insgesamt grund anderer Machart, charakteristischer Verzierung
wurden daraus 7806 Keramikfragmente, anthropomorphe und typische Gefäßformen lassen sich Bandkeramik und
Figuren und Tonspinnwirtel sowie 1027 Hüttenlehmfrag- Lublin-Wolhynien Kultur zumeist eindeutig voneinander
mente geborgen. 5253 Keramikfragmente sind mit der Li- trennen. Tabelle  9 zeigt die technologisch-typologische
nienbandkeramik, 3 mit der Malice Kultur, 2347 mit der Analyse, charakteristische Fragmente werden auf den Ta-
Lublin-Wolhynien Kultur, 192 mit der Tarnobrzeg-Lausit- feln 91–92 dargestellt.
zer Kultur in Verbindung zu bringen; 2 Fragmente gehören Seltener sind Funde der Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur.
in das Frühmittelalter und 17 Fragmente in die Neuzeit. Die meisten Artefakte stammen aus Fläche B; dort wurden
Die in den Kulturschichten entdeckten keramischen auch alle Gruben dieser Kultur registriert. Tabelle 10 prä-
Funde und Brandlehmfragmente wurden in Quadranten sentiert die technologisch-typologische Analyse der kera-
von 2,5×2,5 Meter regiestiert. Jedes Ar wurde in 16 derar- mischen Funde. Charakteristische Fragmente werden auf
tige Einheiten gegliedert. Die Fundverteilung ist Tabelle 6 Tafel 93 dargestellt.

45
Abb. 6. Zwięczyca 3. Fläche A. Fundverteilung der Keramik in der Kulturschicht.

46
Abb. 7. Zwięczyca 3. Fläche A. Fundverteilung des Brandlehms in der Kulturschicht.

47
Tabelle 6. Zwięczyca 3. Verteilung der Keramik und des Brandlehms in den Kulturschichten (Abkürzungen der Kulturbezeichnungen vgl. Tab. 1).
Früh- Keramik
Lokalisierung Brandlehm LBK KM LWK TLK Neuzeit
mittelalter insgesamt
200 N Aa 0
Ab 1 1
Ac 0
Ad 0
Ba 37 37
Bb 7 61 53 114
Bc 0
Bd 3 6 12 18
Ca 80 80
Cb 3 51 51
Cc 26 26
Cd 6 6
Da 6 6
Db 0
Dc 4 47 51
Dd 66 66
200 O Aa 1 8 2 10
Ab 5 31 31
Ac 0
Ad 0
Ba 1 11 3 14
Bb 5 69 4 73
Bc 4 47 15 62
Bd 18 6 24
Ca 1 17 17
Cb 2 2
Cc 1 23 6 29
Cd 1 25 25
Da 0
Db 0
Dc 2 23 5 28
Dd 4 4
200 P Aa 3 42 54 96
Ab 2 18 38 56
Ac 1 26 65 91
Ad 9 49 2 51
Ba 18 83 88 1 171
Bb 1 46 36 82
Bc 9 109 1 110
Bd 19 147 1 148
Ca 8 53 53
Cb 1 61 41 102
Cc 22 10 32
Cd 5 21 13 34
Da 4 4
Db 22 115 30 145
Dc 1 3 4
Dd 1 15 15
200 R Aa 3 3 1 7
Ab 20 4 2 26
Ac 8 4 12
Ad 3 10 10

48
Früh- Keramik
Lokalisierung Brandlehm LBK KM LWK TLK Neuzeit
mittelalter insgesamt
200 R Ba 37 53 16 69
Bb 3 7 4 11
Bc 2 2 4
Bd 6 18 18
Ca 1 40 23 63
Cb 1 16 16
Cc 80 43 123
Cd 6 50 5 1 1 57
Da 20 10 30
Db 3 5 5 10
Dc 1 26 3 29
Dd 34 4 38
210 N Aa 4 4
Ab 0
Ac 2 0
Ad 17 17
Ba 1 9 9
Bb 15 6 21
Bc 0
Bd 2 2
Ca 0
Cb 8 53 53
Cc 42 42
Cd 4 11 11
Da 5 5
Db 24 24
Dc 1 1
Dd 1 10 10
210 O Aa 3 19 19
Ab 32 32
Ac 16 16
Ad 2 18 4 22
Ba 1 1
Bb 3 3
Bc 4 4
Bd 5 5
Ca 2 30 30
Cb 2 2
Cc 2 1 3
Cd 4 20 20
Da 2 22 22
Db 0
Dc 6 6
Dd 0
210 P Aa 9 16 2 27
Ab 0
Ac 5 26 31
Ad 3 11 1 12
Ba 17 3 20
Bb 19 5 24
Bc 18 18
Bd 0
Ca 1 4 10 14

49
Früh- Keramik
Lokalisierung Brandlehm LBK KM LWK TLK Neuzeit
mittelalter insgesamt
210 P Cb 0
Cc 0
Cd 0
Da 5 1 6
Db 2 6 40 46
Dc 17 17
Dd 10 10
210 R Aa 11 16 16
Ab 13 13
Ac 5 77 77
Ad 1 1
Ba 1 45 45
Bb 5 15 11 26
Bc 6 73 5 78
Bd 25 25 25
Ca 4 13 17
Cb 6 6 8 14
Cc 4 21 30 51
Cd 7 85 25 110
Da 1 9 2 11
Db 18 18
Dc 1 7 25 32
Dd 3 1 1
220 L Aa 4 4
Ab 0
Ac 0
Ad 0
Ba 1 1
Bb 16 16
Bc 25 25
Bd 14 14
Ca 1 1
Cb 0
Cc 3 3
Cd 2 2
Da 0
Db 6 6
Dc 0
Dd 0
220 M Aa 1 22 3 25
Ab 12 12
Ac 0
Ad 0
Ba 40 7 47
Bb 53 9 62
Bc 0
Bd 7 32 32
Ca 0
Cb 23 8 31
Cc 42 1 43
Cd 0
Da 22 22
Db 0

50
Früh- Keramik
Lokalisierung Brandlehm LBK KM LWK TLK Neuzeit
mittelalter insgesamt
220 M Dc 0
Dd 0
220 N Aa 0
Ab 0
Ac 0
Ad 13 26 26
Ba 0
Bb 0
Bc 0
Bd 29 29
Ca 0
Cb 0
Cc 0
Cd 0
Da 0
Db 0
Dc 0
Dd 0
220 O Aa 0
Ab 0
Ac 0
Ad 0
Ba 0
Bb 0
Bc 0
Bd 10 59 59
Ca 0
Cb 0
Cc 0
Cd 0
Da 0
Db 1 21 8 29
Dc 0
Dd 0
220 P Aa 1 1
Ab 4 53 53
Ac 1 87 2 89
Ad 15 62 1 63
Ba 29 9 1 10
Bb 17 2 2
Bc 1 8 8
Bd 8 64 64
Ca 1 9 9
Cb 20 20
Cc 10 71 71
Cd 7 1 8
Da 44 61 2 63
Db 53 1 54
Dc 4 4
Dd 4 6 6
220 R Aa 12 18 40 58
Ab 4 13 109 122
Ac 27 25 1 53

51
Früh- Keramik
Lokalisierung Brandlehm LBK KM LWK TLK Neuzeit
mittelalter insgesamt
220 R Ad 2 7 20 1 28
Ba 2 33 39 72
Bb 5 24 27 51
Bc 8 7 151 1 158
Bd 5 1 153 154
Ca 1 16 21 37
Cb 11 4 155 159
Cc 25 140 39 179
Cd 5 61 2 63
Da 2 44 11 55
Db 10 10
Dc 3 49 16 5 60
Dd 11 105 1 106
220 S Aa 20 20
Ab 0
Ac 0
Ad 0
Ba 3 23 12 35
Bb 0
Bc 2 24 24
Bd 0
Ca 0
Cb 0
Cc 0
Cd 0
Da 0
Db 0
Dc 0
Dd 0
230 O Aa 4 11 11
Ab 2 9 9
Ac 2 2 2
Ad 37 36 1 37
Ba 11 42 11 53
Bb 1 4 4
Bc 6 19 19
Bd 19 47 6 53
Ca 1 7 8
Cb 2 20 20
Cc 6 6
Cd 4 27 31
Da 6 13 5 18
Db 14 14
Dc 13 2 15
Dd 5 4 4
230 P Aa 19 35 40 75
Ab 0
Ac 4 13 13
Ad 39 144 11 155
Ba 12 36 8 44
Bb 7 3 3
Bc 11 23 23
Bd 11 11

52
Früh- Keramik
Lokalisierung Brandlehm LBK KM LWK TLK Neuzeit
mittelalter insgesamt
230 P Ca 0
Cb 0
Cc 3 3
Cd 0
Da 11 87 6 93
Db 12 54 54
Dc 10 10
Dd 1 26 26
230 R Aa 1 1
Ab 6 64 16 80
Ac 1 22 1 23
Ad 10 13 23
Ba 61 61
Bb 6 6 12
Bc 13 13
Bd 3 46 49
Ca 3 3
Cb 4 1 5
Cc 12 12
Cd 9 1 10
Da 4 4
Db 1 2 3
Dc 1 16 16
Dd 2 2 31 33
X: 0–5 Y: 0–3 4 6
X: 5–10 Y: 0–3 32 2 9
X: 10–15 Y: 0–3 18 11
X: 15–20 Y: 0–3 2 1
X: 20–25 Y: 0–3 7 9 7
X: 25–30 Y: 0–3 2 9
X: 30–35 Y: 0–3 38 3
X: 35–40 Y: 0–3 1 23
X: 40–45 Y: 0–3 4 10
X: 45–50 Y: 0–3 3 8
X: 50–55 Y: 0–3 4 71 16
X: 55–60 Y: 0–3 16 120
X: 60–65 Y: 0–3 5 18 2
X: 65–70 Y: 0–3 11 3 3
X: 70–75 Y: 0–3 48 5
X: 75–80 Y: 0–3 5
X: 95–100 Y: 0–3 2
X: 110–115 Y: 0–3 2
X: 115–120 Y: 0–3 1
X: 120–125 Y: 0–3 3 20
X: 125–130 Y: 0–3 39 48 57
X: 135–140 Y: 0–3 1 26
X: 140–145 Y: 0–3 1 7 1
X: 145–150 Y: 0–3 1

53
Tabelle 7. Zwięczyca 3. Übersicht zur bandkeramischen Tonware aus den Kulturschichten.
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig
Gesamt

Henkel
Davon

Davon
Lokalisierung Tafel

Böden

Böden
X: 10–15 Y: 0–3 1 — — — 1 — 2 1 1 —
X: 15–20 Y: 0–3 — — — — 2 — 2 — 2 —
X: 20–25 Y: 0–3 — 2 — — 6 1 9 2 7 —
X: 30–35 Y: 0–3 — — — — 3 — 3 — 3 —
X: 35–40 Y: 0–3 — 2 1 1 19 — 23 7 16 —
X: 40–45 Y: 0–3 — — — — 4 — 4 1 3 —
X: 45–50 Y: 0–3 — 1 — 1 1 — 3 2 1 —
X: 50–55 Y: 0–3 1 8 — 1 61 — 71 7 64 —
X: 55–60 Y: 0–3 5 21 — 2 88 4 120 35 85 — 74: 1
X: 60–65 Y: 0–3 2 — — — 15 1 18 12 6 —
X: 65–70 Y: 0–3 — 1 — — 2 — 3 1 2 —
X: 70–75 Y: 0–3 — — — — 5 — 5 1 4 —
X: 75–80 Y: 0–3 1 1 — — 3 — 5 1 4 1 74: 2
X: 120–125 Y: 0–3 1 — — — 2 — 3 2 1 —
X: 125–130 Y: 0–3 — 7 — 3 35 3 48 17 31 —
X: 135–140 Y: 0–3 1 — — 2 21 2 26 3 23 —
X: 140–145 Y: 0–3 — — — — 7 — 7 — 7 —
X: 145–150 Y: 0–3 — — — — 1 — 1 1 — —
200N Ab 40–50 cm 1 — — — — — 1 — 1 — 74: 4
200N Ba 50–70 cm — 2 — 2 30 3 37 8 29 —
200N Bb 30–50 cm — — — — 7 1 8 3 5 — 74: 5
200N Bb 50–70 cm 1 7 1 — 22 4 35 11 24 —
200N Bb 60–70 cm — 3 — — 7 — 10 3 7 —
200N Bb 80 cm — — — — 8 — 8 — 8 —
200N Bd 30–50 cm — — — — 5 1 6 — 6 —
220N Ca 40–60 cm 1 7 1 — 71 — 80 10 70 — 74: 3
200N Cb 30–50 cm — — — — 6 — 6 — 6 —
200N Cb 90–100 cm 1 5 1 1 36 1 45 10 35 — 74: 6
200N Cc 50–70 cm 1 2 — — 22 1 26 4 22 —
200N Cd 50–70 cm — 1 — — 5 — 6 1 5 —
200N Dc 30–50 cm 1 3 — — — — 4 4 — —
200N Dd 50–70 cm 3 10 — 4 48 1 66 12 54 —
200O Aa 50–70 cm — — — — 8 — 8 5 3 —
200O Ba 70–80 cm — 2 — — 6 1 9 — 9 —
200O Ba 90–100 cm — — — — 1 1 2 1 1 —
200O Bb 30–50 cm — 4 — 1 5 — 10 2 8 —
200O Bb 50–70 cm 3 9 — 3 40 2 57 12 45 1
200O Bb 80–90 cm — — — 1 1 — 2 — 2 —
200O Bc 30–50 cm — — — — 7 — 7 — 7 —
200O Bc 50–70 cm 2 9 — — 26 3 40 10 30 — 74: 7
200O Bd 50–70 cm 3 1 — 2 12 — 18 6 12 —
200O Ca 30–50 cm — 1 — — 6 — 7 1 6 —
200O Ca 70–90 cm — 2 — — 7 1 10 4 6 —
200O Cc 80–90 cm — 4 — 3 7 — 14 3 11 —
200O Cc 90–100 cm 1 2 — — 5 1 9 — 9 —
200O Cd 80–90 cm 1 6 — 1 17 — 25 8 17 —
200O Dc 50–70 cm 1 2 — 4 16 — 23 6 17 —
200O Dd 30–50 cm — — — — 4 — 4 1 3 —
200P Aa 80–90 cm — 2 — — 2 — 4 1 3 —
200P Aa 90–100 cm — 4 — — 17 — 21 4 17 —
200P Aa 110–120 cm — 4 — — 13 — 17 5 12 —

54
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig
Gesamt

Henkel
Davon

Davon
Lokalisierung Tafel

Böden

Böden
200P Ab 100–110 cm 3 — — — 8 — 11 4 7 —
200P Ab 110–120 cm — 1 — — 6 — 7 2 5 —
200P Ac 50–70 cm 1 — — 1 3 1 6 — 6 —
200P Ac 80–90 cm — 3 — — 4 — 7 1 6 —
200P Ac 90–100 cm — 3 — — 9 1 13 3 10 — 74: 8
200P Ad 50–70 cm — 1 — — 2 — 3 — 3 —
200P Ad 80–90 cm 1 3 — — 9 3 16 5 11 —
200P Ad 120 cm skupisko 2 4 — 1 21 2 30 7 23 —
200P Ba 80–90 cm — — — — 9 — 9 2 7 —
200P Ba 90–100 cm 1 — — 2 2 — 5 1 4 —
200P Ba 100–110 cm 1 5 — 1 33 2 42 8 34 —
200P Ba 110–120 cm — 3 — 1 23 — 27 5 22 —
200P Bb 70–90 cm — — — — 2 2 4 2 2 —
200P Bb 90–100 cm — 1 — — 17 1 19 5 14 —
200P Bb 100–110 cm 1 9 — 2 7 — 19 10 9 —
200P Bb 120–130 cm — — — 1 3 — 4 — 4 —
200P Bd 80–90 cm — 2 — — 18 — 20 3 17 —
200P Bd 90–100 cm — 3 1 — 6 — 10 1 9 —
200P Bd 100–110 cm 2 2 — 2 14 2 22 — 22 —
200P Bd 110–120 cm 2 10 — 4 74 5 95 18 77 — 74: 9
200P Cb 20–40 cm 4 3 — 2 28 1 38 3 35 — 74: 11
200P Cb 40–50 cm 1 2 — — 19 1 23 2 21 —
200P Cb 50–70 cm — 1 — — — — 1 1 — —
200P Cc 80 cm — 1 — — 5 — 6 — 6 —
200P Cc 100–110 cm 1 5 — 1 8 1 16 2 14 —
200P Cd 30–50 cm — 3 — 1 4 — 8 2 6 —
200P Cd 80 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
200P Cd 110–120 cm — 3 — — 7 1 11 3 8 —
200P Da 80–90 cm — — — — 4 — 4 — 4 —
200P Db 50–70 cm 1 4 — — 13 3 21 7 14 —
200P Db 70–80 cm — 1 — — 2 1 4 3 1 —
200P Db 80–90 cm — 3 — — 3 — 6 — 6 —
200P Db 110–120 cm 1 6 — 1 71 5 84 21 63 2
200P Dc 30–50 cm — — — — 1 — 1 — 1 —
200R Aa 30–50 cm — 1 — — 2 — 3 1 2 —
200R Ab 30–50 cm — 1 — — 1 — 2 2 — —
200R Ab 50–60 cm — 1 — — 10 — 11 3 8 —
200R Ab 80–90 cm — 2 — — 5 — 7 4 3 —
200R Ad 50–60 cm 3 2 — — 13 — 18 2 16 — 74: 12
200R Ba 30–50 cm — 2 1 — 10 — 13 3 10 —
200R Ba 50–60 cm 1 3 — 3 29 1 37 6 31 —
200R Ba 70–80 cm — 1 — — 2 — 3 1 2 —
200R Bb 30–50 cm — 1 — — 5 — 6 1 5 —
200R Bb 70–80 cm — — — — 1 — 1 — 1 —
200R Bc 30–50 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
200R Ca 50–60 cm 4 5 1 2 17 1 30 18 12 —
200R Ca 80–90 cm — 1 — — 9 — 10 2 8 —
200R Cb 30–50 cm — — — — 1 — 1 1 — —
200R Cb 40–60 cm — 1 — — 3 — 4 1 3 —
200R Cb 50–60 cm — 3 — — 7 1 11 3 8 — 74: 10
200R Cc 80–90 cm 4 4 — 1 8 — 17 2 15 —
200R Cc 90–100 cm 1 8 — — 18 2 29 12 17 —

55
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig
Gesamt

Henkel
Davon

Davon
Lokalisierung Tafel

Böden

Böden
200R Cc 100–110 cm 2 13 1 5 12 1 34 13 21 —
200R Cd 30–50 cm — — — — 2 1 3 — 3 —
200R Cd 70–80 cm — — — 1 3 — 4 1 3 —
200R Cd 80–90 cm 1 4 — — 12 — 17 8 9 — 74: 13–14
200R Cd 100 cm — 1 — — 2 — 3 — 3 —
200R Cd 110–120 cm — 5 — 3 12 1 21 9 12 — 75: 1
200R Cd 120 cm — — — — 1 1 2 — 2 — 75: 3
200R Da 50–60 cm — 1 — — 5 — 6 3 3 —
200R Da 70–80 cm — — — — 4 — 4 — 4 —
200R Da 80–90 cm — — — — 10 — 10 — 10 —
200R Db 30–50 cm — — — — 5 — 5 2 3 —
200R Dc 80–90 cm — — — — 3 — 3 — 3 —
200R Dc 90–100 cm — 1 — — 3 — 4 — 4 —
200R Dc 100–110 cm 1 1 — — 16 1 19 2 17 —
200R Dd 80–90 cm — — — — 7 — 7 — 7 —
200R Dd 90–100 cm — 3 — — 7 — 10 — 10 — 75: 2
200R Dd 100–110 cm — 3 1 — 9 — 13 3 10 — 75: 4
200R Dd 110–120 cm — — — — 4 — 4 — 4 —
210N Aa 40–60 cm — — — — 4 — 4 — 4 —
210N Ad 40–60 cm 1 3 — — 12 1 17 6 11 —
210N Ba 40–60 cm — 1 — — 5 — 6 1 5 —
210N Ba 60–80 cm — — — — 2 1 3 1 2
210N Bb 40–60 cm — — — — 3 — 3 — 3 —
210N Bb 60–80 cm — 2 — 1 8 1 12 3 9 —
210N Bd 40–60 cm — — — — 1 — 1 — 1 —
210N Bd 60–80 cm — 1 — — — — 1 — 1 —
210N Cb 60–80 cm 1 12 1 — 34 5 53 3 50 —
210N Cc 40–60 cm 2 2 2 — 7 — 13 5 8 —
210N Cc 60–80 cm — 7 1 3 17 1 29 13 16 —
210N Cd 40–60 cm — 2 1 — 2 — 5 3 2 —
210N Cd 60–80 cm — — — — 5 1 6 — 6 —
210N Da 40–60 cm — 2 — 2 1 — 5 — 5 — 75: 5
210N Db 20–40 cm — — — — 11 1 12 — 12 —
210N Db 40–60 cm — 4 — — 8 — 12 1 11 — 75: 6
210N Dc 20–40 cm — — — — 1 — 1 1 — —
210N Dd 60–80 cm 1 1 — 3 5 — 10 1 9 —
210O Aa 40–60 cm — 3 — — 8 2 13 1 12 — 75: 11
210O Aa 60–80 cm — 1 — — 5 — 6 1 5 —
210O Ab 40–60 cm — 3 — — 5 — 8 2 6 —
210O Ab 60–80 cm — 7 3 — 12 2 24 6 18 — 75: 8, 10
210O Ac 60–80 cm — 4 — — 11 1 16 4 12 —
210O Ad 40–60 cm — 1 — — 13 — 14 2 12 —
210O Ad 60–80 cm — 1 — — 3 — 4 — 4 —
210O Bb 40–60 cm — 1 — — 1 1 3 — 3 —
210O Bc 40–60 cm — — — — 4 — 4 — 4 —
210O Bd 40–60 cm — — — — 5 — 5 1 4 —
210O C 40–50 cm — — — — 1 — 1 — 1 —
210O Ca 40–60 cm 1 1 — 1 5 — 8 2 6 —
210O Ca 60–80 cm 4 2 1 1 11 2 21 9 12 —
210O Cb 60–80 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
210O Cc 40–50 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
210O Cd 40–50 cm — 1 — — 11 — 12 1 11 —

56
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig
Gesamt

Henkel
Davon

Davon
Lokalisierung Tafel

Böden

Böden
210O Cd 60–80 cm 1 1 — — 6 — 8 — 8 —
210O Da 60–80 cm 3 3 — 3 11 2 22 7 15 —
210O Dc 40–60 cm — 1 — — 5 — 6 2 4 —
210P Aa 20–40 cm — — — — 1 — 1 — 1 —
210P Aa 40–60 cm -— 1 — — 7 — 8 1 7 —
210P Ac 60–80 cm — 3 — — 2 — 5 2 3 —
210P Ad 40–60 cm — 2 — — 3 — 5 — 5 —
210P Ad 60–80 cm 1 — — — 4 1 6 2 4 — 76: 1
210P Ba 20–40 cm — — — — 4 — 4 3 1 —
210P Ba 60–80 cm — 1 — 2 8 2 13 7 6 1
210P Bb 40–60 cm 1 1 — — 3 — 5 — 5 — 76: 3
210P Bb 80 cm 1 2 1 2 7 1 14 4 10 —
210P Bc 40–60 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
210P Bc 80 cm 1 2 — 3 10 — 16 3 13 —
210P Ca 20–40 cm — — — — — 1 1 1 — —
210P Ca 40–60 cm — — — — 3 — 3 — 3 —
210P Da 60–80 cm — 2 — — 3 — 5 3 2 —
210P Db 40–60 cm 1 1 — — 4 — 6 — 6 —
210P Dc 80 cm 1 — — — 13 3 17 1 16 —
210P Dd 60–80 cm 1 — — — 8 1 10 1 9 —
210R Aa 40–60 cm — 1 — — 15 — 16 — 16 —
210R Ab 40–60 cm — 2 — — 11 — 13 2 11 —
210R Ac 40–60 cm 3 3 — 2 69 — 77 6 71 — 76: 4
210R Ad 40–60 cm — — — — 1 — 1 — 1 —
210R Ba 20–40 cm — 7 2 2 29 3 43 9 34 —
210R Ba 60–80 cm — — — — 1 1 2 1 1 —
210R Bb 20–40 cm 1 5 — — 2 2 10 5 5 —
210R Bb 60–80 cm — 2 — — 3 — 5 2 3 —
210R Bc 20–40 cm 2 2 1 — 18 — 23 3 20 —
210R Bc 60–80 cm 3 14 — — 32 1 50 16 34 —
210R Bd 40–60 cm 1 1 — — 2 — 4 — 4 —
210R Bd 60–80 cm 1 1 — 1 17 1 21 4 17 —
210R Ca 60–80 cm 1 1 — 2 — — 4 2 2 —
210R Cb 60–80 cm 3 1 — — 2 — 6 1 5 —
210R Cc 60–80 cm 3 4 1 1 11 1 21 8 13 —
210R Cd 40–60 cm 1 — 1 1 8 1 12 2 10 —
210R Cd 60–80 cm 2 10 — 3 56 2 73 10 63 —
210R Da 20–40 cm — — — — 1 1 2 — 2 —
210R Da 40–60 cm — — — — 1 — 1 — 1 —
210R Da 60–80 cm — — — — 6 — 6 — 6 —
210R Db 80 cm — 6 — 1 10 1 18 8 10 —
210R Dc 40–60 cm — — — — 6 — 6 2 4 —
210R Dc 60–80 cm — — — — — 1 1 1 — —
210R Dd 60–80 cm — 1 — — — — 1 — 1 —
220L Aa 40–60 cm — 1 — — 2 1 4 — 4 —
220L Ba 40–60 cm — — — — 1 — 1 1 — —
220L Bb 40–60 cm 1 — — — 3 — 4 1 3 —
220L Bb 50–60 cm — 2 — — 8 2 12 2 10 —
220L Bc 40–60 cm 3 2 — — 19 — 24 4 20 — 75: 7
220L Bc 50–60 cm — 1 — — — — 1 1 — —
220L Bd 40–60 cm — 2 — — 11 1 14 3 11 —
220L Ca 40–60 cm — 1 — — — — 1 1 — —

57
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig
Gesamt

Henkel
Davon

Davon
Lokalisierung Tafel

Böden

Böden
220L Cd 40–60 cm — — — — 1 1 2 2 — —
220L Db 40–60 cm — — — — 3 3 6 1 5 —
220M Aa 55–60 cm — 2 — — 5 — 7 3 4 —
220M Aa 60–70 cm — 3 — — 12 — 15 — 15 —
220M Ab 60–70 cm 1 — — — 10 1 12 1 11 — 75: 9
220M Ba 50–60 cm 1 4 — 1 27 — 33 8 25 —
220M Ba 55–60 cm 1 2 — — 4 — 7 — 7 —
220M Bb 50–60 cm 1 3 — — 9 — 13 4 9 —
220M Bb 60–70 cm — 5 — — 33 2 40 2 38 —
220M Bd 20–40 cm — — — — — — — — — — 75: 12
220M Bd 40–50 cm 1 5 — 2 16 1 25 2 23 — 76: 2
220M Bd 60–70 cm — 1 — — 6 — 7 2 5 —
220M Cb 40–60 cm 2 2 — 2 16 1 23 3 20 — 76: 5
220M Cc 40–60 cm 1 11 1 1 24 4 42 9 33 — 76: 6
220M Da 50–60 cm — 4 1 1 15 1 22 7 15 — 76: 7
220N Ad 40–60 cm 3 6 — — 15 2 26 11 15 — 76: 8; 77: 1
220N Bd 40–60 cm 2 3 — 2 21 1 29 9 20 — 79: 5
220O Bd 40–60 cm — 2 — 2 54 1 59 5 54 — 77: 2
220O Db 20–40 cm — — — — 4 — 4 1 3 —
220O Db 40–60 cm — 5 — — 12 — 17 6 11 — 77: 3
220P Aa 50–60 cm — — — 1 — — 1 — 1 —
220P Ab 40–50 cm 5 12 — 3 32 1 53 15 38 — 77: 4
220P Ac 40–50 cm 15 14 — — 57 1 87 36 51 — 77: 5
220P Ad 40–50 cm 5 11 2 42 2 62 16 46 — 77: 7
220P B — — — — 2 — 2 2 — —
220P Ba 20–40 cm — — 1 — 6 — 7 1 6 — 77: 8
220P Bb 50–60 cm — — — — 2 — 2 — 2
220P Bc 40–50 cm — — — — 7 1 8 1 7 —
220P Bd 40–50 cm 1 10 — 1 49 2 63 23 40 — 77: 6
220P Bd 50–60 cm — 1 — — — — 1 — 1 —
220P Ca 40–50 cm — 1 — 2 6 — 9 5 4 —
220P Cb 30–40 cm — 2 1 — 13 1 17 2 15 —
220P Cb 50–60 cm — 1 — — 1 1 3 3 — —
220P Cc 40–50 cm — 10 1 4 50 4 69 15 54 —
220P Cc 50–60 cm — — — 1 1 — 2 — 2 —
220P Cd 40–50 cm 1 1 — — 2 — 4 2 2 —
220P Cd 50–60 cm — 1 — — 2 — 3 — 3 —
220P D 50–60 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
220P Da 40–50 cm 1 8 — — 33 — 42 9 33 — 77: 9
220P Da 50–60 cm 1 1 — — 17 — 19 5 14 —
220P Db 40–50 cm 1 5 — — 44 3 53 5 48 —
220P Dc 50–60 cm — — — — 4 — 4 — 4 —
220P Dd 50–60 cm — — — — 4 2 6 1 5 —
220R Aa 40–50 cm — 1 — 1 11 1 14 3 11 —
220R Aa 50–60 cm — — — — 4 — 4 2 2 —
220R Ab 40–50 cm 1 — — — 1 — 2 2 — —
220R Ab 50–60 cm — — — — 11 — 11 4 7 —
220R Ac 40–50 cm — 5 — — 14 — 19 7 12 —
220R Ac 50–60 cm — — — 1 7 — 8 1 7 —
220R Ad 20–40 cm — — 1 1 4 — 6 2 4 —
220R Ad 50–60 cm — — — — 1 — 1 — 1 —
220R Ba 40–50 cm — 1 — — 14 — 15 4 11 —

58
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig
Gesamt

Henkel
Davon

Davon
Lokalisierung Tafel

Böden

Böden
220R Ba 50–60 cm — 2 — 1 15 — 18 3 15 —
220R Bb 40–50 cm 2 1 1 — 13 — 17 5 12 —
220R Bb 50–60 cm — 1 — 1 5 — 7 3 4 —
220R Bc 40–50 cm — 3 — — — — 3 3 — —
220R Bc 50–60 cm — — — — 4 — 4 2 2 —
220R Bd 40–50 cm — 1 — — — — 1 1 — —
220R Ca 40–50 cm 1 — — — 14 — 15 2 13 —
220R Ca 50–60 cm — — — — 1 — 1 1 — —
220R Cb 40–50 cm — 3 — — 1 — 4 2 2 — 77: 10
220R Cc 20–40 cm 1 4 — 1 57 2 65 14 51 —
220R Cc 40–50 cm 5 8 — — 46 1 60 12 48 — 77: 11
220R Cc 50–60 cm — 3 — — 11 — 14 2 12 —
220R Cd 20–40 cm — 3 — 1 26 1 31 8 23 —
220R Cd 40–50 cm — 3 — — 26 1 30 7 23 —
220R Da 20–40 cm — — — — 9 1 10 2 8 —
220R Da 40–50 cm 3 2 — 1 18 1 25 3 22
220R Da 50–60 cm — 2 — — 7 — 9 3 6 —
220R Dc 20–40 cm 1 2 — 1 7 2 13 7 6 —
220R Dc 40–50 cm 1 3 — 3 15 4 26 4 22 —
220R Dc 50–60 cm — — — — 1 — 1 — 1 —
220R Dd 20–40 cm 8 19 — — 60 2 89 24 65 — 78: 1, 4
220R Dd 40–50 cm 1 6 1 — 5 1 14 7 7 —
220R Dd 50–60 cm — 1 — — 1 — 2 1 1 —
220S Aa 40–50 cm 1 — — 3 15 1 20 5 15 — 78: 2
220S Ba 40–50 cm — 5 — 1 17 — 23 11 12 — 78: 3
220S Bc 40–50 cm 4 1 — 1 11 1 18 10 8 — 78: 5
220S Bc 55–60 cm — 4 — — 2 — 6 6 — — 78: 6
230O Aa 45–50 cm — 3 — — 8 — 11 2 9 —
230O Ab 20–40 cm — — — — 4 — 4 — 4 —
230O Ab 50–55 cm — — — — 5 — 5 1 4 —
230O Ad 30–40 cm — 2 — 3 7 1 13 3 10 —
230O Ad 40–50 cm 3 4 2 1 8 — 18 5 13 —
230O Ad 50–55 cm 1 2 — — 1 1 5 1 4 —
230O Ba 20–40 cm orna — 11 — 1 15 4 31 12 19 —
230O Ba 40–55 cm 1 — — 1 7 — 9 1 8 —
230O Ba 50–55 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
230O Bb 50–55 cm — 2 — — 1 1 4 3 1 —
230O Bc 20–40 cm — 7 — — 10 2 19 8 11 —
230O Bd 20–40 cm 1 8 2 1 34 1 47 14 33 — 78: 7–8
230O Ca 20–40 cm — 1 — — — — 1 1 — —
230O Cb 20–40 cm — 3 — 1 15 1 20 2 18 —
230O Cc 50–55 cm — 1 1 — 4 — 6 2 4 —
230O Cd 50–55 cm — 1 — 1 2 — 4 1 3 —
230O Da 20–40 cm — — — — 4 — 4 — 4 —
230O Da 40–50 cm — — — — 2 — 2 1 1 —
230O Da 50–55 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
230O Da 60 cm — — — — 5 — 5 2 3 —
230O Db 20–40 cm — 4 — — 2 — 6 2 4 — 78: 9
230O Db 50–55 cm 1 1 — — 6 — 8 3 5 —
230O Dc 20–40 cm — 2 — — 6 — 8 2 6 —
230O Dc 40–50 cm — — — 1 4 — 5 — 5 —
230O Dd 40–50 cm — — — — 3 1 4 — 4 —

59
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig
Gesamt

Henkel
Davon

Davon
Lokalisierung Tafel

Böden

Böden
230P Aa 20–40 cm — 3 — — 11 — 14 8 6 —
230P Aa 30–40 cm — 3 — — 18 — 21 4 17 —
230P Ac 30–40 cm — 2 — — 8 2 12 3 9 —
230P Ac 50–55 cm — — — — 1 — 1 — 1 —
230P Ad 20–40 cm — 11 — 3 80 1 95 8 87 — 78: 10–11
230P Ad 30–40 cm 4 3 — — 14 — 21 4 17 —
230P Ad 50–55 cm 2 4 — 1 20 1 28 8 20 —
230P Ba 20–40 cm 1 6 — 1 26 2 36 8 28 —
230P Bb 20–40 cm — — — — 1 — 1 — 1 —
230P Bb 40–50 cm — 1 — — 1 — 2 1 1 —
230P Bc 20–40 cm — — — — 11 — 11 — 11 —
230P Bc 30–40 cm — 4 — — 8 — 12 1 11 —
230P Bd 20–40 cm — 1 — — 4 — 5 1 4 —
230P Bd 40–60 cm — 2 — 1 3 — 6 2 4 —
230P Cc 20–40 cm — — — — — — — — — — 78: 12
230P Cc 30–40 cm 1 1 — — 1 — 3 1 2 —
230P Da 20–40 cm 3 1 — 1 35 3 43 6 37 —
230P Da 30–40 cm 2 6 — 3 21 2 34 7 27 —
230P Da 45–50 cm — — — 2 7 1 10 1 9 —
230P Db 20–40 cm — 2 — — 9 1 12 2 10 —
230P Db 30–40 cm 2 7 — — 30 3 42 5 37 — 78: 13
230P Dd 30–40 cm — 11 — — 14 1 26 3 23 — 79: 2
230R Aa 50–60 cm — — — — 1 — 1 — 1 —
230R Ab 30–40 cm 4 16 1 4 34 5 64 16 48 1 78: 14
230R Ac 20–40 cm — — — — 4 — 4 — 4 —
230R Ac 30–40 cm — 2 — — 12 — 14 3 11 —
230R Ac 40–60 cm 1 1 — — 2 — 4 3 1 —
230R Ad 30–40 cm — 4 — — 12 1 17 4 13 —
230R Bb 20–40 cm — 2 — — 3 1 6 1 5 —
230R Bd 20–40 cm — 1 — — — — 1 1 — —
230R Bd 30–40 cm — 2 — — — — 2 2 — —
230R Cb 30–40 cm — 2 — — 2 — 4 4 — —
230R Cd 20–40 cm — — — — 4 — 4 — 4 —
230R Cd 30–40 cm — — — — 5 — 5 1 4 —
230R Db 20–40 cm — 1 — — — — 1 1 — —
230R Dc 30–40 cm — — — — 2 — 2 1 1 —
230R Dc 40–50 cm 1 3 — 1 8 1 14 5 9 —
230R Dd 30–40 cm — 1 — — 1 — 2 1 1 —
Lesefunde 19 95 2 23 408 19 566 167 399 — 79: 1, 3–4
Gesamt 236 907 40 193 4209 234 5819 1390 4429 6

Tabelle 8. Zwięczyca 3. Übersicht zur Keramik der Malice Kultur aus den Kulturschichten.
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik
dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig
Gesamt

Henkel
Davon

Davon

Lokalisierung Tafel
Böden

Böden

230O Ad 40–50 cm — 1 — — — — 1 1 — — 80: 7


Lesefunde 1 1 — — — — 2 2 — —
Gesamt 1 2 0 0 0 0 3 3 — —

60
Tabelle 9. Zwięczyca 3. Übersicht zur Keramik der Lublin-Wolhynien Kultur aus den Kulturschichten.
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig
Gesamt

Henkel
Davon

Davon
Lokalisierung Tafel

Böden

Böden
200N Bb 50–70 cm — 5 — 2 42 4 53 9 44 4
200N Bd 30–50 cm 2 3 — — 6 1 12 5 7 —
200N Da 60–70 cm — — — 1 4 1 6 1 5 —
200N Dc 30–50 cm — — — 7 33 7 47 — 47 — 92: 1
200O Aa 30–50 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
200O Ab 30–50 cm — — — — 5 — 5 1 4 —
200O Ab 50–70 cm 1 — — 1 23 1 26 17 9 1
200O Ba 50–70 cm — — — — 3 — 3 — 3 —
200O Bb 30–50 cm — — — — 2 — 2 2 — —
200O Bb 80–90 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
200O Bc 30–50 cm — — — — 4 — 4 4 — —
200O Bc 50–70 cm 1 — — — 10 — 11 4 7 —
200O Bd 50–70 cm — — — — 5 1 6 5 1 —
200O Cb 30–50 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
200O Cc 30–50 cm — 1 — — 5 — 6 3 3 1
200O Dc 50–70 cm 1 — — — 4 — 5 — 5 —
200P Aa 30–50 cm — — — — 3 — 3 2 1 —
200P Aa 50–70 cm — 1 — — 13 1 15 3 12 —
200P Aa 80 cm — — — — 7 — 7 4 3 —
200P Aa 80–90 cm — 2 — 1 25 1 29 11 18 —
200P Ab 30–50 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
200P Ab 50–70 cm — — — 1 25 — 26 7 19 —
200P Ab 80 cm — — — 1 8 — 9 7 2 —
200P Ab 100–110 cm — — — — 1 — 1 1 — —
200P Ac 30–50 cm — 1 — 1 47 2 51 13 38 1
200P Ac 80 cm — 1 — — 13 — 14 3 11 —
200P Ad 80 cm — — — — 2 — 2 1 1 —
200P Ba 30–50 cm — — — — 15 2 17 9 8 —
200P Ba 50–70 cm 2 1 — 1 53 2 59 13 46 3 92: 2
200P Ba 80–90 cm 1 — 1 — 6 — 8 5 3 —
200P Ba 90–100 cm — 1 — — 2 1 4 — 4 1
200P Bb 50–70 cm 1 — — 1 26 1 29 9 20 —
200P Bb 80 cm — — — 2 5 — 7 5 2 —
200P Bc 30–50 cm — — — 1 13 — 14 2 12 —
200P Bc 50–70 cm 4 2 — 1 85 3 95 11 84 — 92: 3–4
200P Bd 30–50 cm — — — — 1 — 1 1 — —
200P Ca 30–50 cm 2 1 — 3 38 9 53 24 29 — 92: 5
200P Cb 30–50 cm — — — — 2 1 3 — 3 —
200P Cb 50–70 cm 2 — — 1 34 1 38 2 36 1
200P Cc 30–50 cm — — — — 2 1 3 — 3 —
200P Cc 50–70 cm — 1 — — 3 1 5 — 5 —
200P Cc 80 cm — — — — 1 1 2 2 — —
200P Cd 30–50 cm — — — — 10 — 10 2 8 —
200P Cd 50–70 cm — 1 — — 1 — 2 1 1 —
200P Cd 80 cm — — — — 1 — 1 1 — —
200P Db 50–70 cm — — — 1 12 1 14 3 11 —
200P Db 70–80 cm 3 — — — 12 1 16 3 13 1 92: 6
200P Dd 30–50 cm — — — — 15 — 15 1 14 —
200R Aa 30–50 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
200R Aa 80–90 cm — — — — 1 — 1 1 — —
200R Ab 30–50 cm — — — — 3 1 4 — 4 —

61
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig
Gesamt

Henkel
Davon

Davon
Lokalisierung Tafel

Böden

Böden
200R Ac 30–50 cm — 1 — — 7 — 8 2 6 —
200R Ad 30–50 cm — — — 1 — — 1 — 1 —
200R Ad 50–60 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
200R Ad 80–90 cm — — — — 7 — 7 — 7 —
200R Ba 30–50 cm — 1 — 1 5 1 8 3 5 —
200R Ba 50–60 cm — — — — 8 — 8 1 7 —
200R Bb 30–50 cm — — — — 4 — 4 — 4 —
200R Bd 80–90 cm — 1 — 1 16 — 18 1 17 —
200R Ca 30–50 cm — — — — 1 1 2 — 2 —
200R Ca 50–60 cm — 1 — — 20 — 21 6 15 —
200R Cc 100–110 cm — — — — 43 — 43 — 43 —
200R Cd 80–90 cm — — — — 5 — 5 — 5 —
200R Da 50–60 cm — 1 — — — — 1 1 — —
200R Da 70–80 cm — — — 1 8 — 9 2 7 —
200R Dc 70–80 cm 1 — — — 2 — 3 3 — —
200R Dd 90–100 cm — 1 — — 3 — 4 — 4 —
210N Bb 40–60 cm — — — — 5 1 6 — 6 —
210O Ad 60–80 cm 1 1 — — 2 — 4 2 2 —
210P Aa 40–60 cm — 1 — — 7 1 9 1 8 1
210P Aa 60–80 cm — 1 — — 4 2 7 3 4 1
210P Ac 60–80 cm 1 1 — 2 16 6 26 13 13 1 92: 8
210P Ad 40–60 cm — — — — — 1 1 — 1 — 92: 9
210P Ba 60–80 cm — — — — 3 — 3 — 3 —
210P Bb 60–80 cm — — — 1 4 — 5 5 — —
210P Ca 40–60 cm — 1 — — 8 1 10 6 4 1
210P Da 20–40 cm — — — — 1 — 1 1 — —
210P Db 40–60 cm — 3 — — 16 2 21 1 20 1 92: 7
210P Db 80 cm — 1 — — 14 4 19 5 14 —
210R Bb 20–40 cm — — — 2 8 1 11 2 9 —
210R Bc 60–80 cm — — — — 5 — 5 5 — —
210R Ca 60–80 cm 2 — — — 11 — 13 2 11 —
210R Cb 60–80 cm — — — 1 7 — 8 4 4 —
210R Cc 20–40 cm — — — — 4 — 4 — 4 —
210R Cc 60–80 cm 1 2 — — 19 4 26 10 16 —
210R Cd 40–60 cm — — — — 14 — 14 7 7 —
210R Cd 60–80 cm — 1 — — 9 1 11 2 9 1 91: 1
210R Da 40–60 cm — — — — 2 — 2 1 1 —
210R Dc 40–60 cm — — — — 5 — 5 1 4 —
210R Dc 60–80 cm 1 — — 2 16 1 20 9 11 —
220L Cc 60 cm — — — — 3 — 3 — 3 —
220M Aa 55–60 cm — — — — 3 — 3 — 3 —
220M Ba 50–60 cm 1 — — 1 5 — 7 — 7 —
220M Bb 50–60 cm — — — 2 7 — 9 — 9 —
220M Cb 40–60 cm — — — — 8 — 8 7 1 —
220M Cc 40–60 cm — — — — 1 — 1 1 — —
220O Db 20–40 cm 1 — — — 7 — 8 — 8 1
220P Ac 50–60 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
220P Ba 20–40 cm — 1 — — — — 1 — 1 1
220P Cd 40–50 cm — — — 1 — — 1 1 — —
220P Da 50–60 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
220P Db 40–50 cm 1 — — — — — 1 1 — —
220R Aa 20–40 cm 1 — — 3 29 1 34 1 33 —

62
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig
Gesamt

Henkel
Davon

Davon
Lokalisierung Tafel

Böden

Böden
220R Aa 50–60 cm — — — — 4 2 6 3 3 —
220R Ab 20–40 cm 1 — — 2 29 2 34 5 29 —
220R Ab 40–50 cm — 2 — — 28 1 31 2 29 1
220R Ab 50–60 cm — 5 — — 39 — 44 2 42 —
220R Ac 20–40 cm — 1 — — 12 — 13 1 12 —
220R Ac 40–50 cm — — — — 9 — 9 2 7 —
220R Ac 50–60 cm — — — — 3 — 3 — 3 —
220R Ad 20–40 cm — — — — 2 1 3 — 3 —
220R Ad 40–50 cm — — — — 16 1 17 2 15 —
220R Ba 20–40 cm — 3 — 1 20 1 25 3 22 1
220R Ba 40–50 cm 1 — — — 11 1 13 2 11 —
220R Ba 50–60 cm — — — — — 1 1 1 — —
220R Bb 20–40 cm 1 — — — 8 — 9 — 9 —
220R Bb 40–50 cm — — — 1 16 1 18 5 13 —
220R Bc 20–40 cm — 2 — — 44 7 53 5 48 1 91: 2
220R Bc 40–50 cm 6 5 — 5 78 4 98 8 90 3 91: 3–4
220R Bd 20–40 cm — 1 — — 23 — 24 3 21 1
220R Bd 40–50 cm 2 5 — 2 89 6 104 14 90 1 91: 5–6
220R Bd 50–60 cm — — — 1 22 2 25 3 22 —
220R Ca 20–40 cm — — — — 10 — 10 — 10 —
220R Ca 40–50 cm — 1 — — 10 — 11 — 11 1
220R Cb 20–40 cm — 1 — 3 37 3 44 7 37 — 91: 7
220R Cb 40–50 cm 1 — — — 105 4 110 11 99 —
220R Cb 50–60 cm — — — 1 — — 1 1 — —
220R Cc 20–40 cm — — — 3 29 3 35 11 24 — 91: 8
220R Cc 40–50 cm 1 — — — 1 — 2 — 2 —
220R Cc 50–60 cm — 1 — — 1 — 2 — 2 —
220R Cd 20–40 cm — — — — 2 — 2 1 1 —
220R Da 40–50 cm 2 — — — 3 — 5 5 — 1
220R Da 50–60 cm 1 — — 3 2 — 6 1 5 —
220R Db 40–50 cm — 2 — — 7 1 10 — 10 —
220R Dc 20–40 cm 1 — — — — 1 2 — 2 —
220R Dc 40–50 cm — — — 1 12 1 14 3 11 —
220S Ba 40–50 cm — — — — 12 — 12 — 12 —
230O Ac 20–40 cm — — — — 1 — 1 — 1 —
230O Ac 40–60 cm — — — — 1 — 1 1 — —
230O Ba 20–40 cm 1 1 — 1 6 2 11 1 10 1
230O Bd 20–40 cm — — — — 6 — 6 2 4 —
230O Ca 20–40 cm — — — 2 5 — 7 3 4 —
230O Cd 20–40 cm 2 — — 1 23 1 27 8 19 —
230O Da 20–40 cm — — — — 5 — 5 — 5 —
230P Aa 20–40 cm — 1 — — 17 1 19 1 18 1
230P Aa 30–40 cm 2 1 — — 18 — 21 6 15 1
230P Ad 50–55 cm — — — 1 10 — 11 4 7 —
230P Ba 20–40 cm — 1 — — 7 — 8 — 8 —
230P Da 30–40 cm — — — 1 5 — 6 — 6 —
230P Dc 30–40 cm — — — 1 8 1 10 3 7 —
230R Ab 20–40 cm — — — — 1 — 1 1 — —
230R Ab 30–40 cm — 1 — 2 11 1 15 3 12 —
230R Ac 50–60 cm — — — — 1 — 1 — 1 —
230R Ad 30–40 cm — — — — 12 1 13 — 13 —
230R Ba 20–40 cm — — — — 58 3 61 19 42 —

63
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig
Gesamt

Henkel
Davon

Davon
Lokalisierung Tafel

Böden

Böden
230R Bb 40 cm — — — — 6 — 6 — 6 —
230R Bc 30–40 cm — 1 — — 12 — 13 10 3 —
230R Bd 20–40 cm — — — — 42 2 44 12 32 —
230R Bd 30–40 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
230R Ca 20–40 cm — — — — 3 — 3 1 2 —
230R Cb 20–40 cm — — — — 1 — 1 — 1 —
230R Cc 20–40 cm — — — 1 11 — 12 6 6 —
230R Da 40–50 cm 2 — — — 2 — 4 — 4 2 91: 11
230R Db 20–40 cm — — — — 2 — 2 — 2 —
230R Dd 30–40 cm — — — — 11 — 11 10 1 —
230R Dd 40–50 cm 1 — — — 18 1 20 7 13 —
Lesefunde 9 10 — 7 194 7 227 86 141 8 91: 9–10
Gesamt 65 85 1 85 2202 136 2574 593 1981 44

Tabelle 10. Zwięczyca 3. Übersicht zur Keramik der Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur aus den Kulturschichten.
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig
Gesamt

Henkel
Davon

Davon
Lokalisierung Tafel
Böden

Böden

X: 40–45 Y: 0–3 1 1 — 1 7 — 10 — — — 93: 6


X: 140–145 Y: 0–3 — — — — 1 — 1 — — —
X: 125–130 Y: 0–3 — 3 1 4 46 2 56 — — — 93: 3
X: 20–25 Y: 0–3 — 1 — 2 4 — 7 — — —
X: 45–50 Y: 0–3 1 — — — 7 — 8 — — — 93: 7
X: 0–5 Y: 0–3 — — — — 6 — 6 — — —
X: 15–20 Y: 0–3 — — — — 1 — 1 — — —
X: 5–10 Y: 0–3 1 — — 2 6 — 9 — — — 93: 4
X: 10–15 Y: 0–3 1 — — — 7 3 11 — — —
X: 110–115 Y: 0–3 — — — — 2 — 2 — — —
X: 125–130 Y: 0–3 — — — 1 — — 1 — — —
X: 65–70 Y: 0–3 — — — — 3 — 3 — — —
X: 120–125 Y: 0–3 — — — 1 18 1 20 — — —
X: 95–100 Y: 0–3 — — — — 2 — 2 — — —
X: 25–30 Y: 0–3 — — — — 6 3 9 — — —
X: 115–120 Y: 0–3 — — — 1 5 1 7 — — —
X: 50–55 Y: 0–3 — 3 — 2 9 2 16 — — — 93: 5, 8–9
200P Bc 30–50 cm — — — — 1 — 1 — — —
200R Aa 30–50 cm — — — — 1 — 1 — — —
200R Ab 30–50 cm — — — — 2 — 2 — — —
200R Ac 30–50 cm — — — — 4 — 4 — — —
200R Cd 30–50 cm — — — — 1 — 1 — — —
200R Db 30–50 cm — — — — 5 — 5 — — —
220R Ad 40–50 cm — — — — 1 — 1 — — —
220R Bc 40–50 cm — — — — 1 — 1 — — —
220R Dc 20–40 cm — — — — 5 — 5 — — —
230O Dc 20–40 cm — — — — 2 — 2 — — —
Lesefunde — — — — 1 — 1 — — —
Gesamt 5 8 1 14 154 12 193 — — —

64
Tabelle 11. Zwięczyca 3. Übersicht zur Keramik des frühen Mittelalters aus den Kulturschichten.
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig
Gesamt

Henkel
Davon

Davon
Lokalisierung Tafel

Böden

Böden
200R Cd 30–50 cm — — — — 1 — 1 1 — —
210O Ba 20–40 cm — — — — — 1 1 — 1 —
Gesamt 0 0 0 0 1 1 2 1 1 0

Tabelle 12. Zwięczyca 3. Übersicht zur neuzeitlichen Keramik aus den Kulturschichten.
Verzierte Keramik Unverzierte Keramik

dünnwandig
Gefäßmittelteile

Gefäßmittelteile
Randfragmente

Randfragmente

dickwandig
Gesamt

Henkel
Davon

Davon
Lokalisierung Tafel
Böden

Böden
X: 60–65 Y: 0–3 — — — — 1 — 1 — — —
200P Ba 30–50 cm — — — — 1 — 1 — — —
200P Dc 30–50 cm — — — — 3 — 3 — — —
200R Bc 30–50 cm — — — — 2 — 2 — — —
210O Cc 40–50 cm — — — — 1 — 1 — — —
210P Aa 20–40 cm — — — — 2 — 2 — — —
220P Ad 40–50 cm — — — — 1 — 1 — — —
220R Ac 40–50 cm — — — — 1 — 1 — — —
220R Dd 20–40 cm — — — — 1 — 1 — — —
230R Cd 20–40 cm — — — — 1 — 1 — — —
Lesefunde — — — — 1 2 3 — — —
Gesamt 0 0 0 0 15 2 17 0 0 0

In den Kulturschichten wurden lediglich zwei frühmit- Weitere 799 Keramik- und  44 Brandlehmfragmente
telalterliche Keramikfragmente entdeckt (Tab. 11). Beide wurden als Lesefunde auf der Oberfläche der Fundstelle
befanden sich in einiger Entfernung von dem frühmittelal- oder auf den Abraumhalden entdeckt (Tab. 7–10).
terlichen wannenförmigen Objekt. Aus den oberen Partien
der Kulturschichten hat man auch zahlreiche Fragmente
neuzeitlicher Keramik gewonnen (Tab. 12).

65
5. Analyse und Charakterisierung der Besiedlungsphasen

lichten sie eine Rekonstruktion der Lage bandkerami-


5.1. Die Siedlung der Linienbandkeramik scher Häuser (Abb. 8). Es wurden auch Doppelpfosten,
z.B. Befunde 54 oder 66, registriert (Taf. 26). Laut den
5.1.1. Einleitung Feststellungen von A. Czekaj-Zastawny kommen derar-
tige Gruben immer im südlichen Teil der Wohnstätten
Die bandkeramischen Funde und Befunde sind in vor (Czekaj-Zastawny 2008, 43). Es wird angenommen,
Zwięczyca am zahlreichsten. Verschiedenartige Gruben, die dass es an dieser Stelle ein Stockwerk gegeben haben
mit dieser Kultur in Verbindung gebracht werden können, dürfte, bei dem eine stärkere Konstruktion zur Anwen-
wurden in allen Grabungsflächen entdeckt. Bandkerami- dung kam (z.B. Lüning 1982, 16–18). In Zwięczyca hat
sche Funde wurden auch in allen Kulturschichten beob- man es mit der beschriebenen Situation im Falle des
achtet. Die geomagnetische Prospektion hat das Auftre- Hauses 36 zu tun (Abb. 8). Einzelne Doppelpfosten sind
ten der charakteristischen Längsgruben auf der ganzen auch im Grundriss des Hauses 38 sichtbar (Befunde 514,
Fundstelle bestätigt. 519). Eine Auswahl von Pfostengruben unterschiedlicher
Form werden auf den Tafeln 24–26 dargestellt.
5.1.2. Befunde – Typ 2 – Hausbegleitende Längsgruben. In Zwięczyca wur-
den mehrere Befunde dieser Art entdeckt; in manchen
In 133 Befunden wurde Keramik der Linienbandke- Fällen waren es Grubenkomplexe. Zu dieser Gruppe wer-
ramik gefunden; außer Acht gelassen wurden diejenigen den die Befunde 36, 46, 491 gerechnet, ebenso der aus
Befunde, in denen Keramik der Linienbandkeramik in den Befunden 74, 79 und 85 bestehende Grubenkomplex
sekundärer Lagerung aufgetreten ist. Auch eine ziemlich sowie Grubenkomplexe zu denen die Befunde 123, 122,
große Gruppe der Befunde, in denen keine Keramik ge- 120, 485, 486, 461 und 462 gehören und wahrscheinlich
funden wurde, reiht sich mit hoher Wahrscheinlichkeit in der Grubenkomplex oder die Gruben 286, 287 und 289,
diese Kultur ein, besonders wenn sie einen Teil der sog. 381, 382, 376, 393 (Taf. 3–7, 12–14, 20). Entscheiden-
Langhäuser bildete. Es handelt sich hier vor allem um sehr de Kriterien bei der Ausgliederung dieser Befunde aus
zahlreiche Pfostengruben. Die registrierten Befunde der den übrigen Siedlungsgruben waren Form (meistens
Linienbandkeramik kann man hinsichtlich Form, Profil länglich; lediglich in den tieferen Schichten konnte man
und Lage in verschiedene Typen einteilen: einige kleinere Gruben unterscheiden), Orientierung
– Typ 1 – Pfostengruben. Sie stellen die größte Befundgrup- (annähernd NW–SO), Lage gegenüber den anderen
pe dar. In ihnen wurden zumeist keine Funde gemacht. Objekten und auch den sie am häufigsten begleitenden
Insgesamt wurden 409 Befunde (die meisten von ihnen Reihen der Pfostengruben (Abb. 47–48). Die erwähnten
kann man mit der Linienbandkeramik in Verbindung Gruben enthielten zahlreiche Funde – z.B. sind im Be-
bringen) zu dieser Gruppe gerechnet. Im Grundriss hat- fund 36 sind insgesamt 1547 keramische Fragmente und
ten sie meistens eine ovale Form, ein muldenförmiges 562 Hüttenlehmfragmente aufgetreten. Die Analyse der
oder gerades Profil von gewöhnlich geringer Mächtigkeit. Längsgruben und der Pfostengruben ermöglichte eine
In einigen Fällen wurden im Profil die Spuren von einer Rekonstruktion der einst in der Siedlung bestehenden
Ausbesserung oder einem Austausch des Pfostens gegen Wohnhäuser. Die Hausgruben in der Linienbandkera-
einen neuen beobachtet, z.B. Befunde 338 und 338A oder mik übten viele Funktionen aus: zuerst wurde aus ihnen
540 und 541 (Taf.  25). Meist wurde lediglich die Soh- Lehm gewonnen, der zur Konstruktion der Hauswände
le des Befundes in Form von einem schlecht sichtbaren gebraucht wurde, dann dienten sie als Entwässerung
dunklen Fleck auf dem gelben Löß erfasst. Aus diesem der oberirdischen Wohnstätten, Abfallhaufen, Keller,
Grund konnte ihr Profil in vielen Fällen nicht dokumen- Arbeitsstellen und manchmal auch als Bestattungsstel-
tiert werden. In den Pfostengruben wurden in der Regel le. In den letzten Jahren wurde die Klassifizierung der
keine Funde entdeckt. Sie sind lediglich in einigen Fäl- Lehmgruben hinsichtlich deren Form und Lage gegen-
len z.B. in den Befunden 134 oder 189 aufgetreten. Die über der Langhäuser für das Einzugsgebiet der oberen
meisten beschriebenen Pfostengruben bildeten höchst- Weichsel ausgearbeitet (Czekaj-Zastawny 2008, 55–58).
wahrscheinlich Konstruktionselemente bandkeramischer Diese Befunde beruhten teilweise auf den von A. Coud-
Langhäuser. Zusammen mit den Längsgruben ermög- art durchgeführten Analysen (1998, 32–33).

66
– Typ 3 – Siedlungsgruben. Zu dieser Gruppe wurde eine Erdoberfläche zu errichten. Die Beschädigung der obe-
Reihe von Objekten gerechnet, die während der Ausgra- ren Bereiche bandkeramischer Fundstellen macht deren
bungsarbeiten registriert wurden z.B. die Befunde  78 Entdeckung heutzutage unmöglich. Die Gewohnheit, die
(Taf. 6) oder 116 und 117 (Taf. 8). Sie hatten unterschied- Öfen zu zerstören und sie abzureißen, nachdem sie ihre
liche Formen, sowohl im Planum als auch im Profil. In Funktion nicht mehr ausgeübt haben, könnte eine wei-
einem Teil der Siedlungsgruben wurden zahlreiche Funde tere Ursache gewesen sein. Höchstwahrscheinlich hatte
entdeckt (z.B. Grube 289), andere hingegen wiesen keine man mit solch einer Situation in Zwięczyca zu tun, wo
Funde auf. Siedlungsgruben wurden in Zwięczyca 3 im in Grube 36 eine dünne ovale Schicht gebrannten Tones
gesamten Ausgrabungsbereich registriert. Sie übten viele und am Boden der nahe gelegenen Eintiefung eine große
Funktionen in der Linienbandkeramik aus – sie wurden Anhäufung von Hüttenlehmbrocken entdeckt wurden.
u.a. als Keller, Abfallgruben oder Arbeitsstellen genutzt.
– Typ 4 – Gräbchen. An der Fundstelle wurden einige Ob-
5.1.2.1. Langhäuser
jekte in Form von schmalen Gräben entdeckt. In einem Es wird angenommen, dass jede Siedlung der Linien-
Falle handelt es sich offenbar um das Konstruktionsteil bandkeramik mit Langhäusern bebaut wurde. Die Wohn-
eines bandkeramischen Langhauses: Befundkomplex stätten der Linienbandkeramik machen die dauerhaftes-
443, 444 und 452 (Taf. 25). Das Gräbchen war ziemlich ten Überreste dieser Kultur aus. Trotz der Ausbreitung
schmal und zu ihm gehörten auch kleine Pfostengruben. der Linienbandkeramik von Budapest bis zum Pariser
Es hatte eine gerade Form und befand sich direkt an der Becken und von der Ostsee bis fast nach Odessa wiesen
längeren Wand des Hauses 38. Höchstwahrscheinlich die Langhäuser hinsichtlich ihrer Konstruktionsweise ge-
bildete er eine zusätzliche Verstärkung beziehungsweise meinsame Merkmale auf. Gewissen Änderungen unterla-
eine Schutzvorrichtung. Bei Befundkomplex 203, 203A gen lediglich sekundäre Merkmale wie Orientierung oder
und 211 (Taf. 3) war der Graben in einem Winkel von räumliche Gestaltung.
über 90° gebogen. Zusätzlich besaß der Graben zwei Die Fundstelle in Zwięczyca besitzt eine äußerst kom-
Pfostenspuren (Befunde Nr. 203A und 211). Er könnte plizierte horizontale Stratigraphie. Die Tatsache, dass das
ein Zaunelement darstellen. Sicherlich war er kein Kon- Bild der entdeckten Überreste der Linienbandkeramik
struktionselement eines bandkeramischen NW-Teiles, durch archäologisch jüngere Objekte und Gruben beein-
auch wenn aus ihm einige bandkeramische Scherben trächtigt ist, erschwert zusätzlich die Situation. Man hat
stammen. Konstruktionselemente ähnlichen Typs (Wand- ebenfalls beobachtet, dass sich die Grundrisse jüngerer
oder Zaungräbchen) werden an vielen Fundstellen, die und älterer Häuser teilweise überlagern. Wenn man die
mit Langhäusern der Linienbandkeramik bebaut wur- ganze Linienbandkeramik in Bezug auf die Planung der
den, registriert (z.B. Lüning 1982, 17; Modderman 1988, Siedlungen weitläufiger betrachtet, lassen sich während
Abb. 9), allerdings werden sie auf dem Gebiet Polens nur der nächsten Bauphasen zwei unterschiedliche Bebauungs-
sporadisch angetroffen (Czekaj-Zastawny 2008, 43–44; weisen der Siedlungen feststellen. Im ersten Fall wurde die
2014). neue Wohnstätte unter Nichtbeachtung von dem Raum, in
– Typ 5 – Ofen. Eine LBK-Ofenkonstruktion wurde in- dem ein Haus einst stand, angelegt und im zweiten Fall
nerhalb der hausbegleitenden Längsgrube 36 entdeckt. überlagern sich die jüngeren und die älteren Wohnstätten.
Die Plattform des Ofens befand sich in einem flacheren Dadurch kommen zwei Betrachtungsweisen der Bewoh-
Bereich der Grube. Nachdem der Ofen seine Funktion ner von der räumlichen Gestaltung der Siedlung zutage.
verloren hatte, wurden dessen Kuppelüberreste beseitigt Die Vorgehensweise gemäß der ersten Betrachtungsweise
und in eine daneben befindliche Eintiefung weggeräumt kommt oft bei der Einplanung der Siedlungen zum Vor-
(Abb. 4). Konstruktionen von diesem Typ wurden auch schein, und zwar dadurch, dass die Spuren der Häuser in
an der nahe gelegenen Fundstelle Rzeszów 16 (Kadrow den nächsten Bauphasen langsam räumlich verschoben wer-
1990b, 15) oder in Jankowice 9, wo der Ofen nicht zer- den. Neue Wohnstätten waren oft an die alten und schon
stört wurde und in situ erhalten blieb, registriert (Dębiec, verlassenen Häuser nah und parallel platziert. Mit solch
Orszak 2013). Die Öfen werden in den Siedlungen der einem Fall haben wir es z.B. auf der mehrphasigen Sied-
Linienbandkeramik sporadisch entdeckt, z.B. während lung in Bylany, wo trotz der Entdeckung von sehr vielen
der Ausgrabung in Olszanica (Milisauskas 1986, 59). Wohnstätten lediglich ein Beispiel der Überlagerung von
Während der neueren großflächigen Ausgrabungen in deren Umrissen vermerkt wurde (Pavlů 2000, 243) und
Siedlungen der Linienbandkeramik bei Krakau wur- auch an den Fundstellen in Holland zu tun (Modderman
den einzelne Objekte dieses Typs entdeckt (Czekaj-Zas- 1970; 1988, 97). In der zweiten Variante haben die neuen
tawny 2008, 60). Es wird angenommen, dass auch der Wohnstätten diejenigen Orte, an denen die Wohnkonst-
Ofen in Zwięczyca den Bewohnern von mehreren Häu- ruktionen einst gestanden haben, gestört. Beispiele einer
ser gedient hat (Pavlů, Rulf, Zápotocká 1986, 363). Der solchen Betrachtungsweise sind u.a. aus der Slowakei an
Grund dafür, dass so wenige Objekte von diesem Typ in der Fudstelle Štúrovo (Pavúk 1994) oder aus Mohelnice
den Siedlungen der Linienbandkeramik entdeckt wur- in Tschechien (Stäuble 2005) bekannt. In Polen kommt
den, könnte die Gewohnheit gewesen sein, sie an der es eindeutig öfters vor, dass ein neues Haus außerhalb des

67
Ortes, wo einst ein anderes Haus gestanden hat, angelegt und eine NW-SO-Orientierung. Mit ihm wurden drei
wurde (dies betrifft vor allem die Wohnkonstruktionen Längsgruben in Verbindung gebracht, wobei zwei Gru-
selbst und nicht die sie begleitenden Gruben). Beispiele ben auf dessen westlicher Seite fast entlang dessen ganzer
aus Polen: z.B. Siedlungen in Strachów (Kulczycka-Lecie- Länge gelegen waren: Gruben 467 und Grubenkomplex
jewiczowa 1997, Abb. 102), Brzezie 17 (Czekaj-Zastawny 120, 461, 462, 485 und 486 sowie eine auf dessen östli-
2008, Abb. 75; 2014), Kormanice (Czekaj-Zastawny 2008, cher Seite – Grubenkomplex 79 und 85. Die genannten
Abb. 81) oder in Olszanica (Milisauskas 1986, Abb. 51). Längsgruben wurden teilweise durch jüngere Befunde
Von der letzten Fundstelle kennen wir den Einzelfall, wo der Linienbandkeramik und ein frühmittelalterliches
zwei Häuser sich höchstwahrscheinlich teilweise überlagern Objekt beschädigt. Aufgrund der entdeckten kerami-
(Milisauskas 1986, Abb. 51). Die Tatsache, dass sich an der schen Funde wurde die Zeitstellung des Hauses auf die
Fundstelle in Zwięczyca manche Umrisse der Häuser aus Notenkopfphase III. datiert. Unter den architektonischen
den unterschiedlichen Bauphasen überlagern, ist, wie be- Details fallen drei Wandgräbchen auf. Der eine verbin-
reits erwähnt wurde, in Europa bekannt. Das ist aber kein det sich zusätzlich mit zwei Pfosten auf dessen beiden
typisches Beispiel für die räumliche Gestaltung der Sied- Enden und platzierte sich an der westlichen Wand des
lung der Linienbandkeramik auf den Gebieten Polens, wo Hauses, im mittleren Teil, nur etwas außerhalb von des-
man versucht hatte, die jüngeren Häuser an einem neuen sen Umriss. Dessen Ausmaße samt zwei Pfosten betru-
Ort so anzulegen, damit der Grundriss des neuen Gebäu- gen: Länge 3,9 Meter und Breite ca. 0,4 Meter (Taf. 25).
des mit dem vorherigen (der manchmal aus einer viel äl- Die Analyse von dessen Profil lässt vermuten, dass er
teren Bauphase stammte) nicht kollidiert. Man kann also aus eng anhaftenden rechteckigen Brettern konstruiert
schlussfolgern, dass die verlassenen Wohnstätten der Lini- war. Wahrscheinlich stellte er eine zusätzliche Schutz-
enbandkeramik auch eine Zeit lang sichtbar waren, mög- vorrichtung des westlichen Teils von der Wohnstätte
licherweise sogar bis zum Ende der LBK und ggf. darü- dar und befand sich ein bisschen außerhalb von dessen
berhinaus (Pavlů 2000, 243). In Zwięczyca deuten darauf Umriss. Der andere Graben wurde im nördlichen Teil
u.a. die Funde der Lublin-Wolhynien Kultur im oberen des Hauses an dessen östlicher Wand entdeckt. Dieses
Bereich der Längsgruben der Linienbandkeramik hin. Zu Befund (Nr. 495) mit der Länge von ca. 1,6 Meter und
dem Zeitpunkt, als an der Fundstelle die jüngere Siedlung Breite 0,5 Meter stellte ein Konstruktionsfragment einer
schon existierte, waren manche Befunde der Linienband- der Wände von der Wohnstätte dar. Der letzte Graben
keramik höchstwahrscheinlich noch als flache Eintiefun- (Befund Nr. 139) wurde innerhalb des Hauses in des-
gen erkennbar. Dazu konnte es entweder auf eine natürli- sen mittlerem Teil entdeckt. Es wurde lediglich dessen
che Art und Weise kommen oder es war eine absichtliche Sohlenteil mit den Ausmaßen: Länge – 1,5 Meter und
Handlung der Gemeinschaft der Lublin-Wolhynien Kultur, Breite 0,3 Meter erfasst. Es lässt sich schwer bestimmen,
die das Gelände ihrer Siedlung einebnen wollte. welche Funktion er innerhalb des Hauses gespielt ha-
In Fläche A wurden Umrisse von mindestens drei ben dürfte. Die meisten Pfostengruben, die den Umriss
Langhäusern der Linienbandkeramik beobachtet (Abb. 8): des Hauses Nr. 39 ausmachen, hatten eine ovale Form;
– Haus 34 – Bestimmend für dieses Langhaus ist sein man hat auch einzelne Beispiele von Pfostengruben mit
durch zwei Doppelpfostenreihe (Befunde 52A, 53A, 59, einem rechteckigen (Befunde 125 und 520) und läng-
54, 65) gegliederter Südostteil. Weitere Pfostenstellun- lichen Umriss (Befunde 493 und 513) registriert. Auch
gen und vor allem Wandpartien im Westen lassen sich Beispiele von Ausbesserungen der Gebäudekonstruktion,
diesem Grundriss zuweisen, der sich vermutlich nach indem zusätzliche Pfosten hinzugestellt oder sie durch
Nordwesten über die Grabungsfläche hinaus erstreckte. neue ersetzt werden, kommen zutage. Ein Beispiel da-
– Haus 38 – Für die Rekonstruktion eines bandkerami- für sind hier Befunde 453 und 454 oder 125 und 126.
schen Gebäudes an dieser Stelle sind einige Dreierpfos- Die meisten Ausbesserungsspuren sind im mittleren Teil
tenstellungen ausschlaggebend. Auch verschiedene Wand- der Wohnstätte, an deren rechten Außenwand zu sehen.
pfosten lassen sich diesem Haus zuweisen. Vermutlich Weitere Hausgrundrisse lassen sich aufgrund der schon
überschnitt es sich mit Grundriss 34, von dem es auch erwähnten komplizierten stratigraphischen Situation und
in der Ausrichtung leicht abweicht. Ihm wurde Längs- der beschränkten Reichweite der Ausgrabungen nicht
grube 46 zugeordnet. Die darin entdeckten Funde ließen präzise bestimmen.
die Wohnstätte auf die Phase ŽIIa datieren.
– Haus 39 – Es wurde dessen ganzer Umriss registriert. Es Auch die Fläche B lieferte Funde, die es ermöglicht
wurde teilweise durch jüngere Befunde der Linienband- haben, die Wohnbebauung der Linienbandkeramik zu re-
keramik, Nr. 46 und 80, sowie Befunde der Lublin-Wo- konstruieren (Abb. 47). Das erste der Häuser wurde frag-
lhynien Kultur, Nr. 434 und 527, und Gruben 435 und mentarisch entdeckt (es wurde der mittlere Teil registriert).
500 ohne bestimmte Zeitstellung beschädigt. Das Haus Es wurde auch teileweise durch die gegenwärtigen Gruben
hatte einen leicht trapezförmigen Umriss und folgende beschädigt. Die erfassten Ausmaße: Länge 4,5 Meter und
Ausmaße: Länge – 26 Meter, Breite im SO-Teil – 6,5 Me- Breite 6 Meter. Es hatte NW-SO-Orientierung. Diesem Haus
ter, im mittleren Teil – 6 Meter, im NW-Teil – 5 Meter wurden zwei, teilweise entdeckte Befunde Nr. 382 und 393

68
Abb. 8. Zwięczyca 3. Rekonstruktion der Grundrisse der Langhäuser 34, 38 und 39 in Fläche A.

69
zugeordnet. Das waren höchstwahrscheinlich Längsgruben, des interpretiert werden, registriert. Solch eine Konstruk-
von denen eine in ihrem Füllmaterial Keramik enthielt, die tion bedurfte einer Verstärkung durch besondere Pfosten
die Chronologie auf die Wende von ŽI/ŽIIa datieren lässt. (Lüning 1982, 16–18). Solche Pfosten wurden im SO-Teil
Unter den Konstruktionsdetails wurden zwei Beispiele von registriert (Czekaj-Zastawny 2008, 43) (Abb. 8, Haus Nr.
Ausbesserungen der Wohnkonstruktion erfasst, nämlich 34). Im Falle von zwei Häusern wurden auch Spuren von
der Austausch eines Pfostens gegen einen neuen – Befunde Fundamentgraben registriert. J. Lüning hat festgestellt,
Nr. 585 und 585 A und 384 und 384 A. Das nächste Haus dass sie am häufigsten an den nördlichen Wänden der
befand sich östlich von dem ersten. Es wurde auch frag- Wohnstätten vorkommen. Sie wurden aus eng anhaften-
mentarisch entdeckt und es wurde höchstwahrscheinlich den Balken oder aus nebeneinander eng stehenden Pfos-
dessen mittlerer Teil registriert. Es wurde auch durch eine ten gebaut (Lüning 1982, 17). Diese Maßnahme hatte eine
gegenwärtige Grube beschädigt. Dessen erfasste Ausmaße: praktische Bedeutung, denn dadurch konnte der kälteste
Länge – 5,5 Meter und Breite ca. 6 Meter. Es besaß eine Bereich der Wohnstätte, der eine Wohn- und Schlaffunk-
ähnliche NW-SE Orientierung wie das erste Haus. Mit ihm tion hätte ausüben können, abgedichtet werden. Eine an-
wurde das Objekt Nr. 376, das höchstwahrscheinlich eine dere Deutung setzt voraus, dass es in diesem Bereich einen
Längsgrube war, in Verbindung gebracht. Im Füllmateri- Raum für Tiere gegeben hat – die nebeneinander stehen-
al diesen Objekts wurde Keramik, die mit der Phase NIII den zusätzlichen Pfosten hatten zum Ziel, die Wandkon-
verbunden wird, entdeckt. struktion zu verstärken (Czekaj-Zastawny 2008, 51, hier
Auch in den Sondierungsgruben wurden einige Pfos- weitere Literatur). In einem Fall in Zwięczyca wurde ein
tengruben und Umrisse der Befunde, die man als Längs- Graben in einem Bereich der Nordwand, der dann auf die
gruben interpretieren kann, entdeckt. Jedoch ist es in die- Ostwand verlief, registriert. Er bildete einen trapezförmigen
sem Fall aufgrund des geringeren erforschten Gebiets un- Umriss und wurde aus den eng anhaftenden Pfosten, de-
möglich, mindestens annähernd die Anzahl und Umrisse ren Teil größere Ausmaße hatte, gebaut (Befunde Nr. 203,
der Wohnstätten der Linienbandkeramik zu bestimmen. 203A und 211). In der Wohnstätte Nr. 39 sind zwei kurze
Die durchgeführte Analyse der entdeckten Langhäuser Gräben vorgekommen. Der eine wurde im nördlichen Be-
der Linienbandkeramik in Zwięczyca ermöglichte, einige reich der längeren Wand registriert (Befund Nr. 495), der
allgemeine Schlussfolgerungen hinsichtlich des bandke- andere hingegen hat es an der längeren westlichen Wand
ramischen Bauwesens zu formulieren. Alle Wohnstätten des Hauses, ein bisschen außerhalb von dessen Umriss ge-
besaßen eine sehr ähnliche Orientierung gegenüber den geben (Befunde Nr. 443, 444 und 452). Er wurde aus den
Himmelsrichtungen, in jedem Fall verlief die Hauptach- eng anhaftenden Balken gebaut, an dessen Enden wurden
se des Gebäudes in NW-SO-Linie. Diese Regel unterlag in zwei größere Pfosten registriert. Dieser Graben bildete
den nachfolgenden Phasen der Linienbandkeramik kei- wahrscheinlich die äußere zusätzliche Schutzvorrichtung
nen Änderungen (mindestens seit der Phase NII bis ŽIIa). von diesem Fragment der länglichen Wand. In Zwięczyca
Nur in einem Fall konnten die kompletten Ausmaße der wurden auch zahlreiche Beispiele von Konstruktionsaus-
Wohnstätten erfasst werden, die übrigen Grundrisse wur- besserungen der Wohnhäuser registriert. In der Literatur
den fragmentarisch entdeckt, was lediglich die Bestim- wird angenommen, dass das Haus der Linienbandkera-
mung von deren Breite ermöglicht hat. Die Tatsache, dass mik zwischen 25 und 50 Jahren existierte (Coudart 1998,
sich die Umrisse der Wohnstätten teilweise überlagerten, 61–62). In diesem Zeitraum hat man sich die Mühe gege-
erschwerte die genaue Bestimmung von deren Größe. Die ben, dessen Lebensdauer zu verlängern. Die Spuren, die
Ergebnisse von den durchgeführten Messungen der Größe nach dem Austausch oder der Hinzustellung der zusätzli-
entsprechen den charakteristischen mittleren Werten für chen Pfosten entstanden sind, zeugen am häufigsten da-
die Häuser der Linienbandkeramik im Einzugsgebiet der von. Wie es schon erwähnt wurde, wurden beide Ausbes-
Oberweichsel (Czekaj-Zastawny 2008, 41). Es wurde die serungsmethoden auch in Zwięczyca erfasst. Die Pfosten,
Breite der Wohnstätten gemessen – deren mittlerer Wert die einen Teil des Hausgerüstes ausmachten, wurden gegen
in Zwięczyca betrug 5,8 Meter, was auch mit den typischen neue ausgetauscht (Taf. 25) oder die Konstruktion wurde
Ausmaßen für das obere Weichselgebiet übereinstimmt verstärkt, indem man einen zusätzlichen Pfosten hinzuge-
(Czekaj-Zastawny 2008, 42). Die Umrisse der Häuser aus stellt hat (z.B. östliche Außenwand des Hauses Nr. 39). In
Zwięczyca weisen auch typische Merkmale, die bislang in Brzezie unweit Krakau, wo ähnliche Ausbesserungsspuren
Südost-Polen zutage treten, auf: sie waren rechteckig oder zu sehen waren, war der jüngere Pfosten, der den älteren
etwas trapezförmig und verengten sich im Teil NW. Die ersetzte, immer größer und tiefer gesetzt (Czekaj-Zastawny
Analyse der einzelnen Häuser ermöglichte die Betrach- 2008, Abb. 18; 2014). Das kann davon zeugen, dass man
tung von einigen Konstruktionsdetails. Die Außenpfosten die Entscheidung gefasst hatte, dass der bisherige Pfosten
besaßen meistens einen kleineren Durchmesser und eine aufgrund von dessen Ausmaßen und Gründungsmetho-
kleinere Mächtigkeit als die Innenpfosten, was den bisheri- den den Anforderungen, die Konstruktion in einem un-
gen Beobachtungen entspricht (Czekaj-Zastawny 2008, 43). versehrten Zustand halten zu können, nicht gerecht wurde,
Man hat auch Doppelpfosten (z.B. Haus Nr. 34), die als sodass man ihn durch einen größeren und tiefer gesetzten
Spuren eines Stockwerkes in diesem Bereich des Gebäu- ersetzt hatte. In Zwięczyca kann man auch einer solchen

70
Situationen begegnen (Taf.  25: Befunde 18A und 18B), ermöglichten festzustellen, dass an dieser Stelle auch eine
allerdings nicht in jedem Fall (z.B. Taf. 25: Befunde 10A Siedlung, die mindestens einige Zeit lang mit der analysier-
und 10B). ten Siedlung Zwięczyca 3 gleichzeitig existierte, bestanden
hatte. Man kann also annehmen, dass die Tatsache, dass
5.1.2.2. Räumliche Analyse der Siedlung man um den Zugang zu dem für die wirtschaftliche Nut-
der Linienbandkeramik zung unentbehrlichen Gebiet konkurriert hat, zur Folge
Wie schon mehrmals erwähnt wurde, war die räum- hatte, dass man versuchte, das Gelände der Siedlung ma-
liche Analyse der Siedlung der Linienbandkeramik durch ximal auszunutzen, indem neue Wohnstätten den alten,
Überlagerung der Besiedlung aus den unterschiedlichen verlassenen sehr nah oder sogar teilweise an deren Stelle
Phasen dieser Kultur und auch der jüngeren Perioden platziert wurden.
der Urgeschichte erschwert. Die Wohnhäuser der Linien-
bandkeramik in Zwięczyca und die mit ihnen verbunde- 5.1.3. Keramische Funde
nen Längsgruben waren NW-SO ausgerichtet. Diese Regel
wurde auch während der nächsten Bauphasen innerhalb Einer technologischen Analyse wurden alle kerami-
von einigen Hundert Jahren befolgt – die geomagnetische schen Funde der Linienbandkeramik unterzogen. Für die
Prospektion hat gezeigt, dass die Orientierung aller Häu- aus den Objekten gewonnenen Fragmente wurden Art der
ser der Linienbandkeramik ähnlich war (Abb. 95). Entlang Magerung und deren Menge, Dicke der Seitenwand und
der Wohnstätten wurden Längsgruben, die viele wichtige Typ der Außenfläche bestimmt. Das ganze Inventar wur-
Funktionen sowohl während des Bauvorgangs als auch de hinsichtlich der Fertigungstechnologie in dünnwandige
der Nutzung ausgeübt haben, angelegt. Es wurde lediglich und dickwandige Keramik eingeteilt.
ein Kuppelofen entdeckt, was davon zeugen kann, dass er Die bandkeramischen Töpfer aus Zwięczyca haben sehr
von mehr als einer Familie genutzt worden ist und mehr unterschiedliche Magerungsmittel zwecks Vorbereitung des
als einer Bewohnergruppe in der Siedlung gedient haben Tons zur Gefäßfertigung verwendet. Man hat sowohl Zusät-
könnte. Leider ist es aufgrund der Überlagerung der jün- ze organischen Ursprungs als auch zerbrochene Scherben,
geren Besiedlung der Linienbandkeramik und der älte- Steingrus und Sand verwendet. In vielen Fällen hat man
ren Besiedlung der gleichen Kultur äußerst schwierig, die auch eine Mischung dieser Zusätze genutzt. Im Keramikin-
Zugehörigkeit der einzelnen Gruben zu den Wohnstätten ventar gibt es auch eine beträchtliche Gruppe von Gefäß-
zu identifizieren. Wie bereits erwähnt wurde, ist die Situ- fragmenten, die offenbar keine Beimischung aufweisen (ca.
ation anders als diejenige, mit der man es in den meisten 28%). In Abb. 9 wird die Häufigkeit der Magerungsklas-
Siedlungen der Linienbandkeramik in Südost-Polen, wo sen dargestellt. Am häufigsten wurden organische Mage-
die meisten Hausgrundrisse sich nicht überlagern, zu tun rungsmittel verwendet: in ca. 50% aller Fragmente wurde
hat. Die umgekehrte Situation in Zwięczyca kann man auf sie angetroffen. Auch als alleiniges Magerungsmittel ist sie
verschiedene Weise erklären: u.a. durch die Nähe einer be- häufig (ca. 24%), neben Steingrus (ca. 12%) und Keramik-
nachbarten Siedlung, die nur einige Hundert Meter entfernt grus/Schamott (fast 10%). Häufig wurden auch Keramik-
gelegen ist und durch den für die wirtschaftliche Nutzung und Steingrus gemeinsam verwendet, oft mit organischer
vorgesehenen Raum, der von dem Fluss Wisłok und des- Beimischung. Sandmagerung ist selten (weniger als 10%
sen Einzugsgebiet beschränkt ist. Diese Faktoren könnten der Gefäßfragmente). Sand kann allerdings auch natürli-
zur Folge haben, dass wegen des Bedarfs an Ackerland und cher Bestandteil des Tones sein. Die dünnwandigen Gefä-
Weideplatz das Gebiet, das für den Wohnungsbau bestimmt ße, zu denen 36% der Fragmente der Linienbandkeramik
war, verdichtet werden musste. Es ist auch möglich, dass es gerechnet werden (Abb. 10), besaßen meistens keine Bei-
für die bandkeramischen Siedlergemeinschaften unerheb- mischung von Magerungsmitteln aber manchmal gab es
lich war, dass an der für den Wohnungsbau beanspruchten einen geringen Zusatz von Sand oder einen organischen
Stelle bereits ein Gebäude gestanden hatte. Ursprungs. Die Analyse der Magerungsmengen (Abb. 11)
Die Studien bezüglich des wirtschaftlichen Nutzungs- ließ erkennen, dass sie in ca. 37% in großem Umfang hin-
gebietes der LBK-Siedlung in Zwięczyca ermöglichten fest- zugefügt wurde. Ein nicht besonders zahlreiches und ein
zustellen, dass wenn dieses Gebiet von einer mittelgroßen nur vereinzeltes Vorkommen von Magerungsbestandteilen
Bevölkerung bewohnt wurde, es im Umkreis von 1 km um wurden in ca. 16–17% der Fälle beobachtet. Wie es schon
die Siedlung herum für Ackerland und Weideplatz nicht erwähnt, wurde in ca. 28% der Fälle keine Magerung fest-
ausreichente (Dębiec, Dzbyński, Pelisiak 2005, 223). Von gestellt. Die Analyse der äußeren Gefäßoberfläche führte
der südlichen und östlichen Seite war die Reichweite der zu folgenden Ergebnissen (Abb. 12): in fast 60% war die
Umweltnutzung vom Wisłok und von der westlichen Sei- Oberfläche uneben, in 30% eben, in 3% mehlig; bei fast 10%
te von der nächsten Siedlung der Linienbandkeramik in der Gefäße konnte dieser Parameter aufgrund von Ober-
Zwięczyca, die nur 850 Meter entfernt war (Fundstelle 4) flächenschäden nicht bestimmt werden. Die Einteilung in
und von der nördlichen Seite von der nächsten Siedlung dünn- und dickwandige Keramik bestimmt meistens die
der Linienbandkeramik, die ca. 1500 Meter entfernt war, Art der Außenfläche. Dickwandige Keramik besitzt meis-
begrenzt (Abb. 24). Kleinere Ausgrabungen in Zwięczyca 4 tens uneben Oberflächen, dünnwandige fast immer glatte,

71
manchmal mit sichtbaren Spuren von Lehmbewurf. Die dass allein die Analyse der Wanddicke eine Unterscheidung
Analyse der Dicke der Gefäßwände (Abb. 13) hat gezeigt, in dünn- und dickwandige Keramik nicht ermöglicht und
dass die Wandstärke meistens von 4 bis 10 mm schwankte. dass man sie nur dann vollziehen kann, wenn verschiede-
Die erhaltenen Ergebnisse ähneln jenen, die in der nah ge- ne Unterscheidungskriterien wie Magerungsart- und men-
legenen Siedlung Rzeszów 16 festgestellt wurden (Kadrow ge sowie Oberflächenbehandlung miteinander kombiniert
1990b, Abb. 23: h). Es bestätigte sich die Beobachtung, die werden (Kadrow 1990b, 33).
in der erwähnten Fundstelle in Rzeszów gemacht wurde,

30

25

20

% 15

10

0
I II III IV V VI VII VIII IX X XI XII XIII XIV XV XVI XVII

Abb. 9. Zwięczyca 3. Prozentuale Verteilung bandkeramischer Magerungsmittel: I – Organisch; II – Keramikgrus; III – Steingrus;
IV – Getrockneter Ton; V – Sand; VI – Organisch und Keramikgrus; VII – Organisch und Steingrus; VIII – Organisch und
getrockneter Ton; IX – Organisch und Sand; X – Organisch, Keramikgrus und Steingrus; XI – Organisch, Keramikgrus und
getrockneter Ton; XII – Organisch, Steingrus und getrockneter Ton; XIII – Organisch, Steingrus und Sand; XIV – Keramikgrus
und Steingrus; XV – Keramikgrus und getrockneter Ton; XVI – Steingrus und Sand; XVII – Ohne erkennbare Magerungsmittel.

35,6

64,4

Dünnwandig Dickwandig

Abb. 10. Zwięczyca 3. Prozentuales Verhältnis der


dünnwandigen zur dickwandigen Keramik.

72
60
40

35 50

30
40
25 %
%
20 30

15
20
10
10
5

0 0
Zahlreich Mittel Wenig Keine Rauh Glatt Mehlig Zerstört

Abb. 11. Zwięczyca 3. Prozentuales Verhältnis Abb. 12. Zwięczyca 3. Prozentuales Verhältnis
der Magerungsmengen. der Oberflächenbehandlung.

16

14

12

10
%
8

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24
Wandstärke in mm

Abb. 13. Zwięczyca 3. Wandstärkenverteilung.

Fingertupfen verziert (Abb. 14: 1–2). Auch Handhaben


5.1.3.1 Gefäßformen treten oftmals auf (Abb. 14: 3). Diese Gefäßform besitzt
Die Keramik aus Zwięczyca ist stark zerscherbt. Dies in Zwięczyca keine chronologischen Merkmale.
erschwert die Rekonstruktion der Gefäßformen. Gleichwohl – Kümpfe (Abb. 15, 16). Das ist die populärste Gefäßform,
lassen sich folgende Hauptgefäßformen unterscheiden: die im keramischen Inventar der Linienbandkeramik
– Flaschen (Abb. 14). Unter ihnen kann man Exemplare angetroffen wird. Die Fundstelle in Zwięczyca stellt hier
mit einem geraden Hals (Abb. 14: 4) und solche mit aus- keine Ausnahme dar. Am häufigsten sind die Kümpfe mit
ladendem Hals, die öfters vorkommen, unterscheiden. der nach innen geneigten Gefäßmündung (Abb. 15: 5;
Unter letzteren treten Exemplare mit leicht (Abb. 14: 16: 1), seltener sind kalottenförmige Kümpfe (Abb. 15: 4).
1, 5) oder stärker ausladendem Hals auf (Abb. 14: 2). Die Die dünnwandigen Exemplare (Abb. 15) sind etwa eben-
meisten Flaschen in Zwięczyca sind dickwandig. Häufig so häufig wie die dickwandigen (Abb. 16). Beide Gefäß-
sind sie am Halsumbruch durch plastische Leisten mit typen waren reich mit charakteristischen Ornamenten

73
Abb. 14. Zwięczyca 3. LBK Gefäßformen – Flaschen.

74
Abb. 15. Zwięczyca 3. LBK Gefäßforme – Kümpfe.

75
Abb. 16. Zwięczyca 3. LBK Gefäßforme – Kümpfe.

76
Abb. 17. Zwięczyca 3. LBK Gefäßformen – Schalen.

77
Abb. 18. Zwięczyca 3. LBK Gefäßformen – Blumentopfförmiges Gefäß (1) und Fußgefäße (2–4).

verziert. Die dünnwandigen Kümpfe waren mit Noten- 2005, Abb. 2; Kulczycka-Leciejewiczowa 2008, 72). In
kopfzier oder Želiezovce-Kerben versehen; die dickwan- Zwięczyca wurden zwei solche Formen entdeckt. Die ei-
digen mit plastischen oder eingedrückten Ornamenten. ne stammte aus Grube 245 und war an der Bauchkante
In Zwięczyca wurde nur ein Kumpf mit leicht abgesetz- mit einer kleinen Knubbe verziert (Taf. 49: 12). Kleine
tem, senkrechtem Rand beobachtet (Taf. 48: 2). Dieser Knubben in Verbindung mit Ritzlinien stellen ein cha-
Untertyp ist in der Ukraine sehr populär (Dębiec 2012), rakteristisches Verzierungsmotiv dieser Form dar (Pavúk
während er in Zwięczyca nur sehr selten vorgekommt. 2004, Fig. 2: 1–3, 5, 8). Der analysierte bikonische Kumpf
Bikonische Kümpfe werden mit der frühen Phase der ist jedoch in einer Grube, die in Phase NII datiert wird,
LBK in Verbindung gebracht (z.B. Pavúk 2004, Fig. 2; aufgetreten, was man auf zweierlei Weise interpretieren

78
kann: Entweder befand sich dieses Gefäß in sekundärer Fingernageleindrücken auf der Innenseite des Gefäßbodens
Lagerung im chronologisch jüngeren Objekt, oder, was (Taf. 75: 10) beobachtet. In Zwięczyca wurden einige Ver-
weniger wahrscheinlich zu sein scheint, hat diese Form zierungstypen unter Berücksichtigung ihrer Herstellungs-
bis in den mittleren Abschnitt der Notenkopfkeramik techniken unterschieden:
überlebt. Der zweite Kumpf mit bikonischer Wandung – Waagrecht und senkrecht durchbohrte Henkel. Sie kom-
wurde in Grube 530 entdeckt. Er besaß am Umbruch men auf dickwandigen (Taf. 63: 1) und dünnwandigen
eine kleine Verdickung und ein Ornament in Form von Gefäßen (Taf. 33: 5) vor, am häufigsten an der breites-
Ritzlinien (Taf. 62: 2). ten Stelle des Gefäßes / Bauches . In den meisten Fällen
– Schalen (Abb. 17). Diese Formen werden ziemlich oft im haben sie wahrscheinlich eine Doppelfunktion ausgeübt,
keramischen Inventar der Linienbandkeramik angetrof- d.h. eine Nutzungs- und eine Zierfunktion. In einem Fall
fen. Eine Reihe von Gefäßen dieses Typs wurde auch in besaß der senkrecht durchbohrte Henkel zusätzlich sti-
Zwięczyca registriert. Dabei handelt es sich sowohl um lisierte zoomorphe Merkmale in Form kleiner Hörnern
dünn- (Abb. 17:  1) wie dickwandige (Abb. 17:  4) For- (Taf. 77: 4),
men. In den meisten Fällen besaßen sie kleine Ausmaße – Plastische Ornamentik in Form von verschiedenartigen
(Abb. 17: 5–6). Meist waren sie unverziert, allerdings hat Knubben. Sie treten gewöhnlich auf dickwandigen Gefä-
man auch Fragmente mit Ritzornament (Abb. 17: 1) und ßen auf (z.B. Taf. 29: 7, 48: 13). Auf dünnwandigen Ex-
mit einem plastischen Ornament (Abb. 17: 4) registriert. emplaren kommen sie vereinzelt vor, meistens in Ver-
Außerdem wurde eine steilwandige Schale erkannt (Taf. bindung mit Ritzornamentik (Taf. 74: 13). Die Knubben
59: 6), eine Gefäßtyp der in der frühen LBK häufiger er- besaßen sehr unterschiedliche Formen: eine runde, ova-
scheint (z.B. Dębiec, Saile 2015). le und längliche, waagrechte oder senkrechte Form. Die
– Fußgefäße (Abb. 18: 2–4). Neben Hohlfußgefäße (Abb. 18: meisten waren zusätzlich mit verschiedenartigen Eintie-
3–4) treten Vollfußgefäße auf (Abb. 18: 2). In Zwięczyca fungen (sowohl mit einzelnen als auch mit mehrfachen)
kann diese Form mit der Notenkopfphase und Želiezowce oder mit Einschnitten (sowohl mit einzelnen als auch
Phase der Linienbandkeramik in Verbindung gebracht mit mehrfachen) verziert. Auf den dickwandigen Gefä-
werden. Es werden sowohl dick- als auch dünnwandi- ßen kommen sie meistens zusammen mit Abdruckor-
ge Exemplare angetroffen. Fußgefäße kommen häufiger namentik in Form von Fingertupfen oder Fingernagel-
während der frühen Phase der LBK und im jüngeren Ab- abdruck und einer Fingerkniffverzierung vor. Es treten
schnitt ihrer späten Phase vor. In der Notenkopfphase auch einzelne Beispiele von zoomorphen Knubben in
und im frühen und mittleren Abschnitt der späten Phase Form stilisierter zoomorpher Hörner auf (Taf. 40: 11),
treten sie äußerst selten auf. – Plastische Ornamentik in Form von Leisten ist lediglich
– Blumentopfförmiges Gefäß (Abb. 18:  1). In der LBK- auf der dickwandigen Keramik aufgetreten. Die Leisten
Tonware aus Zwięczyca wurde ein Fragment, das wahr- wurden auch zusätzlich mit Fingertupfen (Taf.  65: 6),
scheinlich mit dieser Form in Verbindung gebracht wer- einem Fingernagelabdruck (Taf. 66: 8) oder einer Fin-
den kann, entdeckt. Dieses dickwandige Gefäß wurde gerkniffverzierung (Taf. 63: 1) verziert,
zusätzlich mit plastischen Knubben verziert. – Eindruckornamentik. Sie ist am häufigsten auf den Ge-
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Gefaß- fäßen in Zwięczyca aufgetreten. Auf den dünnwandigen
formen der Linienbandkeramik nur wenige chronologische Exemplaren hatte sie die Form von Notenköpfen oder
Merkmale aufweisen. Die Hauptformen hatten wurden in Želiezovce-Kerben zusammen mit Ritzornamentik. Auf
dünn- und dickwandigen Varianten ausgeführt. Die po- den dickwandigen Gefäßen ist sie in Form von Finger-
pulärste Form stellte der Kumpf dar. Auch Flaschen und tupfen (Taf. 63: 8), Fingernagelabdrücken (Taf. 29: 1) und
Schalen waren populär. in Form von Fingerkniffverzierungen (Taf.  28: 6) vor-
Außer den keramischen Fragmenten wurden auch gekommen. In den meisten Fällen bildete die genannte
einige Spinnwirtel entdeckt, von denen ein Teil nur frag- Ornamentik auf der dickwandigen Keramik Bänder.
mentarisch erhalten geblieben ist. Eins der Exemplare be- – Gemalte Ornamentik. Die Verzierung dieser Art tritt im
saß eine Verzierung in Form von feinen Fingerabdrücken Gefäßinventar der Linienbandkeramik selten auf. Sie ist
(Taf. 77: 10). für die frühe Phase dieser Kultur (Pavúk 1980, 24; Quitta
1960, 16–17; Bánffy 2004, 247–248; Kulczycka-Leciejewi-
5.1.3.2 Verzierungen czowa 2008, 78), sowie für deren Endphase (z.B. Cheben
Die Gefäßverzierung ist eines der charakteristischs- 2000) belegt. Auch in Polen wird Verzierung dieser Art
ten Merkmale, die die Linienbandkeramik auszeichnen sehr selten angetroffen; man kann als Beispiele ein paar
und stellt die grundlegende Basis für Erwägungen über Fragmente von der Fundstelle 3 in Targowisko bei Krakau
die innere relative Chronologie und über die Einteilung in aus der Phase ŽIIb anführen (Czerniak, Golański, Józwi-
lokale Gruppen dieser Kultur dar. Die Ornamentik wurde ak, Kadrow, Rozen, Rzepecki 2006, 542). In Zwięczyca
vor allem auf den Außenwänden der Gefäße angebracht; wurde bemalte Keramik in Befund 661, der in das Ende
es wurden lediglich zwei Beispiele von Fingereindrücken der Phase ŽIIB datiert wird, entdeckt. Zur Verzierung hat
auf dem Gefäßrand (Taf. 34: 9, 36: 6) und ein Beispiel von man rote Farbe, mit der man die Bänder zwischen den

79
Ritzlinien füllte, verwendet (Taf. 68: 8, 13, 15). Verzierung Zwei kleine Scherben mit geometrischer Ritzverzierung
dieser Art wurde nur auf dünnwandiger Keramik festge- wurden aus erheblich gröberem Ton gefertigt (Abb.  20:
stellt. Wenn man den Erhaltungszustand der Farbe mit 1–2). Ähnliche Gefäße treten selten in Bükk-Siedlungen
dem von Keramikfragmenten der erwähnten Fundstelle auf und stellen mutmaßliche kulturelle Einflüsse von die
in Targowisko vergleicht (Czerniak, Golański, Józwiak, angrenzende Nachfolgegruppen der Alföld-LBK dar (z.B.
Kadrow, Rozen, Rzepecki 2006, Abb. 6), sollte man den Felsővadász–Várdomb, Csengeri 2005, Abb. 7–8). Das Ge-
Erhaltungszustand dieser Verzierung in Zwięczyca für fäßfragment (Abb. 20: 4) besitzt einen stärker archaischen
hervorragend halten, Alföld-LBK–Tiszadob Charakter, der im Keramikbestand
– Durchbohrungen unter dem Rand. Die Ornamentik dieser der frühen Bükk Kultur häufig ist.
Art wurde auf zwei keramischen Fragmenten der Linien- Unter den Importen wurden Fragmente von zwei Ge-
bandkeramik vermerkt. Auf dem ersten, dickwandigen fäße mit Gesichtsdarstellungen nachgewiesen. Das Bruch-
Gefäß gab es eine Reihe von kleinen Öffnungen unter stück eines Gefäßes wurde in der „Kulturschicht“ gefunden
dem Rand und auf dem erhaltenen Fragment stellten sie (eines Stratum, aus der ansonsten LBK- und Želiežovce-
die einzige Verzierung dar (Taf. 72: 10). Diese Ornamen- Material stammt). Die Scherbe mit dem Fragment einer
tik tritt äußerst selten im Milieu der Linienbandkeramik stark stilisierten Gesichtsdarstellung gehörte einst zu ei-
auf. Deren Genese kann man in den Transkarpaten-Kon- nem mittelgroßen Gefäß mit kurzem Zylinderhals (Abb.
takten erkennen, wo die Öffnungen unter der Mündung 20:  7). Sie wurde aus mäßig, teil organisch gemagertem
in den für die jüngere Phase der Alföld-LBK und für die Ton hergestellt und unter unkontrollierten Bedingungen
Tiszadob-Gruppe charakteristischen Funden angetroffen gebrannt, wodurch sich gelbliche bis ziegelrote Oberflä-
werden, z.B. an der Fundstelle Bodrogkeresztúr-Ziegel- chenfarben ergaben. Am Rand eine Reihe von Buckeln
fabrik (Kalicz, Makkay 1977, 190; Taf. 30). Das zweite repräsentiert das Haar, darunter ist das Gesicht auf dem
Gefäß besaß eine einzelne Öffnung. Sie befand sich auf Gefäßhals dargestellt. Nur der Mund ist durch eine T-för-
einer der Ritzlinien, in Verbindung mit den Notenkopf- mige Zeichenvariation mit kleinem horizontalen Rechteck
gruben (Taf. 61: 2). darüber dargestellt, während weitere Details des Gesichtes
auf dem überlieferten Bruchstück nicht zu erkennen sind.
5.1.4. Bükk-Keramik in Zwięczyca Das Fragment eines komplexen asymmetrischen Motivs,
(Katalin Sebők)1 das gebogene Doppelband bedeckt den Bereich von Nase
und Augen. Dieses Verzierungselement besteht aus einem
5.1.4.1. Beschreibung der Funde und ihrer gebogenen Band im Bereich des rechten Auges; es endet in
Analogien einem kleinen Keil im Nasenbereich und in einem größe-
Insgesamt wurden 22 Keramikfragmente, die der ren horizontalen Keil auf der linken Gesichtshälfte.
Tiszadob–Bükk–Szilmeg-(Gemer-LBK)-Ware ähneln im Zylinderhalsgefäße mit Gesichtsdarstellungen sind cha-
Material aus Zwięczyca identifiziert. Dabei traten derarti- rakteristisch für die Alföld-LBK und ihre Nachfolgegruppen
ge Keramikbruchstücke sowohl in Notenkopf- als auch in (Tiszadob–Szilmeg und Esztár Gruppen, Szakálhát Kultur)
Želiezovce-Befunden auf. im Karpatenbecken; ebenso treten sie in Siedlungen der
Bis auf vier Fragmente scheinen sie zum häufigsten Bükk Kultur auf. Feiner ausgearbeitete Beispiele des asym-
Gefäßtyp der Bükk Kultur zu gehören, zu kleinen Bomben- metrischen gebogenden Doppelbandmotivs treten auf ver-
gefäße. Diese dünnwandigen Gefäße bestanden aus sand- schiedenen Menschendarstellungen des Karpatenbeckens
gemagertem oder ungemagertem, feinem Ton; die dunkel auf. Da gibt es nachweisbare Unterschiede bezüglich der
gefärbten Oberflächen waren gut poliert und mit fein aus- Anwendung der einzelnen Dekorationselemente in unter-
geführter Ritzverzierungen bedeckt. Allerdings waren die schiedlichen kulturellen Umgebungen, eine Detailanalyse
Keramikfragmente nicht zahlreich und charakteristisch der Besonderheiten der Darstellungen auf den Funden von
genug, um eine detaillierte Stilanalyse zu ermöglichen. Zwięczyca dürfte Herkunftsgebiet und Zeitstellung konkre-
Ausweislich der rekonstruierbaren Verzierungselemente ter bestimmen lassen.
scheinen alle in die frühen und klassischen Zeitabschnit- Das mittelgroße oder große Vorratsgefäß und der Krug
te der Bükk Kultur zu gehören (Šiška 1995, 12–13)2. Bei mit hoher Schulter und Gesichtsdarstellung auf dem Zylin-
den identifizierbaren Motiven handelt es sich zumeist um derhals formen eine charakteristische Typengruppe die in
gebogene Bänder aus mehreren feinen, schmalen Linien der Alföld-LBK und ihre Nachfolgegruppen weit verbreitete
(Abb. 19: 1–4, 6–12, 14; 20: 3, 5–6, 8), vereinzelt ergänzt ist. Bis zum Auftreten der Bükk Kultur scheint es eine enge
durch Gruppen von Einstichen (Abb. 19: 2–4, 10) und Verbindung zwischen Gefäßform und Gesichtsdarstellung
in einem Falle um ein Schachbrett-Muster (Abb. 19: 13). zu geben und die überwiegende Mehrheit der Gefäße ge-
hört zu diesem Typ. Mit dem Auftreten der Bükk Kultur
(Alföld-LBK, 3–4. Stufe) mag ein Wechsel hinsichtlich der
1
  Ich möchte András Füzesi und Norbert Faragó für ihre Hilfe
und Beiträge danken. primären Funktion der Gesichtsgefäße einhergehen und
2
  Ungefähr Phasen A und AB im chronologischen System von das Formenspektrum der Gefäße erweitert sich merklich.
J. Lichardus (1974, 97, 106-108, Abb. 51). So herrscht im Süden (Szakálhát Kultur) das mittelgroße

80
Gesichtsgefäß vor, das in seiner Form den Vorratsgefäßen die eigentliche Darstellung des Gesichtes fehlt (Abb. 19: 5).
der vorangegangenen Zeitstufe nicht unähnlich ist. Im Die einstige Gefäßoberfläche ist abgenutzt. Erhalten sind
Norden der Großen Ungarischen Tiefebene und am süd- zwei aneinander passende Scherben aus dem Rand- und
lichen Rand der Karpaten (Esztár Gruppe, Tiszadob–Szil- Halsbereich eines feinkeramischen, kleinen, dünnwandi-
meg–Bükk Kulturkomplex) erscheinen kleinere, feinkera- gen Gefäßes, das unter technologischem Gesichtspunkt
mische Gefäße mit Gesichtsdarstellungen in großer Zahl3. den verzierten repräsentativen Gefäßen der Bükk Kultur
Zu dieser Zeit ist die östliche Hälfte des Karpatenbe- im analysierten Material ähnelt. Die Ritzverzierung bedeckt
ckens auch hinsichtlich der Ikonographie räumlich geteilt. beide Scherben und ist zugleich sehr fragmentarisch. Drei
Von Beginn der Entwicklung gab es zwei wesentliche iko- Punktreihen verlaufen direkt unterhalb des Randes; zu-
nographische Bereiche: Jenen mit Gesichtsdarstellungen gleich bilden drei Punktreihen eine vertikale Gliederung
mit M-Motiv, und jenen mit asymmetrischem gebogenen des erhaltenen Gefäßfragments. Beiderseits der vertika-
Bandmotiv. Seit seinem erstmaligen Auftreten während len Punktreihen bestehen Flächenverzierungen aus Zick-
der klassischen Alföld-LBK erscheint das asymmetrisch Zack-Ritzlinien. In einem Dekorationsfeld werden diese
gebogene Bandmotiv im Süden (späterer Szakálhát-Be- Linien durch Gruppen kleiner geritzter Rechtecke ergänzt.
reich) vorwiegend auf massiven menschlichen Darstellun- Eine Reihe von Beobachtungen legt den Schluss na-
gen, während es sich bei den Gesichtsgefäßen um große he, dass das Gefäßfragment Teil eines Gesichtsgefäßes
Vorratsgefäße mit M-Zeichen unter der Gesichtsdarstel- war. Zwar sind Zick-Zack-Linien auf üblichen Bükk-Ge-
lung handelt. Im mittleren Theiss-Gebiet und den nördlich fäßen bekannt (z.B. Lichardus 1974, Abb. 28: 1, 6–7), aber
anschließenden Räumen (später Estár, Tiszadob-Szilmeg, sie treten auch in primärer Position in Dekorationen von
Bükk Bereiche) tragen sowohl massive Menschendarstel- Gesichtsgefäßen auf, nicht nur im Tiszadob-Bükk-Milieu
lungen als auch Gesichtsgefäße das gebogene Bandmotiv. (z.B. Kenézlő: Kalicz, Makkay 1977, Abb. 186: 7; Tiszada-
Die Trennung stimmt ungefähr mit den Typunterschieden da–Kálvinháza: Kalicz, Makkay 1977, Abb. 186: 13a–b)
überein4. und in der Szakálhát Kultur (z.B. Abony–Serkeszék–dűlő;
Hinsichtlich Technik und Stil passt das Fragment aus Kovács 2006, Abb. 1; Battony–Gödrösök: Goldman 1978,
Zwięczyca gut zu den stärker archaischen Gesichtsgefäßen Abb. 41: 1), sondern auch auf menschlichen Darstellun-
der Nachfolgegruppen der nördlichen Alföld-LBK. Ähnli- gen in unterschiedlichen kulturellen Zusammenhängen des
che Darstellungen finden sich in etwas älteren Fundzusam- Neolithikums im Karpatenbecken (z.B. Želiežovce-Gruppe:
menhängen, im Material der klassischen Alföld-LBK (z.B. Budapest–Aranyhegyi út, Kalicz 1998, Abb. 13: 2; Keszthely,
Füzesabony–Kettőshalom, Kalicz, Makkay 1977, Nr. 108, Kalicz 1998, Abb. 12: 11; früheste Lengyel Kultur: Sé, Ka-
Abb. 78: 1) und in frühen Tiszadob-Szilmeg-Siedlungen licz 1998, Abb. 20: 1–3, 31: 1–3, 32: 1–2, 4, 34: 1–3 etc.).
(Tiszavasvári–Paptelekhát, Kalicz, Makkay 1977, Nr. 459, In diesen Zusammenhängen wurde das Zick-Zack-Motiv
Abb. 186: 2). Während der Stufen 3–4 der Alföld-LBK oftmals als Haar oder Gesichtshaar interpretiert (Kalicz,
(Tiszadob–Szilmeg–Bükk–Gemer LBK) erscheinen die Koós 2000, 20; Sebők, Kovács 2006, 85; Sebők 2010, 41).
kleineren Gesichtsgefäße und die Gesichtsdarstellungen Kleine, zu Gittern oder in Linien angeordnete Rechtecke
mit gebogenem Band und T-förmigem Mund treten nur treten nur auf Gesichtsgefäßen einiger Nachfolgegruppen
noch in Bükk-Zusammenhängen auf (z.B. Mezőzombor– der Alföld-LBK auf. Dieses Motiv erscheint auf beiden
Temető/Gräberfeld: Kalicz, Koós 2000, Abb. 1: 1–2). Die Seiten des Gesichts auf großen Gefäßen der Alföld-LBK
engsten Analogien des zylindrischen Gesichtsgefäßes aus (z.B. Füzesabony–Kettőshalom, Kalicz, Makkay 1977, Abb.
Zwięczyca datieren in diesen Horizont: ein großes Gefäß 87: 1), der frühen und klassischen Szakálhát Kultur (z.B.
aus Stufe A der Ardovo-Höhle (Lichardus 1974, Abb. 7: 1), Csanytelek-Újhalastó, Hegedűs 1982–83, Abb. 40: 1–3;
ein weiteres aus Šarišské Michal‘any (Šiška 1986, Abb. 1) Csongrád-Bokros, Trogmayer, Koncz, Paluch 2005, Kat.
sowie verschiedene Gefäße diverser Typen aus Tiszadob- 85; Mezőkövesd-Nagy-Fertő, Csengeri 2010, Abb. 8: 1)
und frühen Bükk-Zusammenhängen in Garadna–Elkerülő und der Tiszadob-Szilmeg-Gruppe (z.B. Gáva-Katóhalom,
út 2. lelőhely/Füzes (Garadna–Umgehungsstraße, Fundstel- Kalicz, Makkay 1977, Abb. 186: 10). Es ist zudem ein ge-
le 2/Füzes – Csengeri 2011, Abb. 1: 1–2, 4: 1–2, 8: 1–4). läufiges Nebenmotiv auf Gesichtsgefäßen der frühen Bükk
Nur eine detaillierte Analyse der Verzierung ermöglicht Kultur (z.B. Garadna-Elkerülő, Fundstelle 2/Füzes: Csen-
die Identifizierung eines weiteren Bükk-Gesichtsgefäßes im geri 2011, Abb. 8: 2, 4, 9: 1, 3), während es auf „Alltags”-
keramischen Material von Zwięczyca, zumal in diesem Falle Gefäßen in keiner der angesprochenen Kulturen erscheint.
Da die Verzierungsregeln in den diversen kulturellen Mi-
3
  Feine zylindrische Gefäße mit Gesichtsdarstellungen sind auch lieus ähnlich und offenbar im Laufe der Zeit keinen Ver-
in der Szakálhát Kultur vorhanden, allerdings sind: nur vier Beispiele änderungen unterworfen waren, darf davon ausgegangen
sind bekannt (Sebők, Kovács 2006, 81). Die Verschiedenheit diese Ex- werden, dass das Zierelement 2 × n kleine Rechtecke ein
emplare und die Details ihrer Dekorationen deuten auf gelegentliche, Zeichen mit kognitiven Inhalt darstellte, das mutmaßlich
vielleicht unabhängige Einflüsse der Bükk Kultur.
4
  Für eine Übersicht über die Verteilung von menschlichen Dar- Teil eines grundlegenden ideologischen Codes war, der auf
stellungen mit M-Zeichen oder gebogenen Doppelbandmotive siehe den Gesichtsgefäßen der Alföld-LBK und ihrer Nachfolge-
Raczky, Anders 2003; Csengeri 2011, 75–77. gruppen seinen spezifischen Ausdruck fand.

81
Abb. 19. Zwięczyca 3. Bükk-Keramik.

82
Abb. 20. Zwięczyca 3. Bükk-Keramik.

83
Motiven verschiedener Zierstile festgestellt werden konn-
5.1.4.2. Allgemeine Betrachtungen ten, ist davon auszugehen, dass die Gefäße im Kerngebiet
Form, Technologie und Verzierung der hier betrachte- ihrer Kultur hergestellt wurden. Das gedrängt und selek-
ten 22 Gefäßfragmente weisen sie als wahrscheinlich ech- tive Typenspektrum der zugleich repräsentativen Gefäße
te Importe im Material von Zwięczyca aus. Es gibt keine unterstützt diese Annahme.
sichtbaren Abweichungen von gleichartigen Gefäßen der Die allgemeine Seltenheit charakteristischer Gefäß-
Bükk Kultur und sogar die Komplexen Dekorationen der fragmente aus geschlossenen Fundzusammenhängen, so-
Gesichtsgefäße fügen sich gut in das aus dem Hauptver- wie die unklare Bedingungen der Verwendung, aber auch
breitungsgebiet bekannte Spektrum. Da außerdem keine die große räumliche Entfernung zwischen Fundstelle und
Anzeichen einer Kopienverschlechterung, Verletzung der mutmaßlichem Herstellungsort der Gefäße im Kerngebiet
Anwendungsregeln des Stils, oder einer Vermischung von der Bükk Kultur lassen feinchronologische Betrachtungen

Abb. 21. Zwięczyca 3. Vergleichskarte mit den verfügbaren und ausgebeuteten Steinmaterialreserven, mit dem Siedlungsgebiet
der Bükk Kultur und ihrer Kontaktzone aufgrund der Verteilung den Bükk-Keramikimporten in den Nachbarkulturen. Verteilung
der Steinmaterialreserven nach Kaczanowska 1985, Karte 2; mutmaßliche Exploitationsbereiche nach Mateiciucová 2008, Karte 9;
Verteilung der Siedlungen der Bükk Kultur nach Kalicz-Makkay 1977, Karten 5, 6; Šiška 1995, Abb. 16; Piatničkova 2010, Abb. 2;
Soják 2000, mapa 1; Csengeri 2014, Abb. 23; Verteilung von den Fundorten der LBK und der Želiezovce Gruppe mit Bükk-
Keramikimporten nach Godłowska 1986 Abb. 1; Šiška 1995, Abb. 17.

84
zur Verteilung und Zeitspanne des Kulturkontaktes unsin- signifikant während der Želiežovce-Phase, und Bükk Ma-
nig erscheinen. Alle untersuchten Gefäßfragmente gehö- terial erscheint gewöhnlich in diesem kulturellen Kontext
ren in die frühen und klassischen Phasen der Bükk Kultur. (Godłowska 1986, 93–94; Šiška 1995, 8, 13).
Analogien zu den beiden Gesichtsgefäßfragmenten legen In jedem Falle ist die Anwesenheit von zwei Gesichts-
nahe, dass sie aus dem Verbreitungsgebiet der Bükk Kul- gefäßen in Zwięczyca von außerordentlichem Interesse, da
tur im inneren Karpatenbecken stammen. solche Gefäße üblicherweise das engere Verbreitungsgebiet
Unter Berücksichtigung der bekannten Silex-Vorkom- der Bükk Kultur nicht verlassen (siehe Šiška 1995, Abb. 3:
men des Bereichs5, der Hinweise auf ihre mutmaßliche 1–20, 4: 1–32), was darauf hindeutet, dass grundsätzlich
Exploitation und der Verbreitung von Steinmaterialen aus der Typ Gesichtgefäß hat nicht die Funktion, die machten
diesen Rohrstoffen sowie von kontemporäre Siedlungen – gelegentlich oder regelmäßig – die repräsentative Gefä-
der Bükk Kultur und der in Nachbarregionen gelegenen ße der Bükk Kultur ein Teil der Austauschnetzwerk von
Plätzen mit Bükk-Importen (Abb. 21) wird offenbar, dass speziellen Waren und Materialien.
die Gefäße aus Zwięczyca auf den Wegen des transkarpa-
tischen Silex-Austauschnetzwerkes transportiert wurden. 5.1.5. Figürliche Funde aus Zwięczyca
Möglicherweise dienten die verzierten Bükk-Gefäße als (Valeska Becker)
Behälter verschiedener Produkte oder gar als zusätzliche
„Paraphernalien” verwendet in den Akten der Austausch. Anthropo- und zoomorphe Figurinen und andere fi-
Zwięczyca scheint Teil des Austauschnetzwerkes gewesen gürliche Funde können einen Einblick in Glaubensvorstel-
zu sein, das vornehmlich auf zwei Richtungen orientiert lungen und rituelle Handlungen in der Linienbandkeramik
war: Einerseits belegt die Anwesenheit von jurassischem ermöglichen. Bislang stammen aus dem Verbreitungsgebiet
Flint in den Steinmaterial des Siedlungs Kontakte mit der der Linienbandkeramik etwa 270 anthropomorphe Figuri-
Krakauer Region, andererseits verweisen die Obsidian- nen. Damit nimmt sie eine Mittlerstellung in Europa ein,
Artefakte auf Beziehungen mit dem innerkarpatischen was das Auftreten dieser Fundgattung betrifft: Die weiter
Slanské-Hügel/Tokaj-Gebiet. Aus den Besonderheiten die- westlich und südlich verbreiteten Erscheinungen des Im-
ser Kontakte, der Verbreitung der Silex-Rohmaterialien presso-Cardial-Kreises kennen keine oder kaum anthropo-
und den drei Konzentrationen zeitgleicher Siedlungen mit morphe Figurinen, während die zeitgleiche Vinča Kultur als
echte Bükk-Importen in den Regionen Krakau, Rzeszów sehr reich in Bezug auf figürliche Funde zu bezeichnen ist.
und Sandomierz (Godłowska 1986, Abb. 1; Šiška 1995, 13) Auch in Zwięczyca kamen entsprechende figürliche
ergeben sich zwei nicht-exklusive Transportrouten. Der Objekte zutage (Abb. 22). Es handelt sich dabei um eine
Kontakt mit dem Slanské-Hügel/Tokaj-Gebiet kann direkt fragmentarisch erhaltene anthropomorphe Figurine und
über die Nebenflüsse von Ondava und Laborec sowie die drei weitere, stärker beschädigte Keramikobjekte, die mög-
Karpatenpässe südlich von Rzeszów bestanden haben. Es licherweise ebenfalls figürlich zu deuten sind.
besteht auch die Möglichkeit einer indirekten Verbindung, Das Bruchstück der sicher ansprechbaren Figurine
das Obsidian erreicht das Gebiet von Krakau vermutlich (Abb. 22: 1) stammt aus dem oberen Bereich von Längs-
über die Zips (Šiška 1995, 13; Soják 1998, 109), wo erst grube 36. Anhand der Keramik, mit der es vergesellschaftet
umverteilt und dann gemeinsam mit jurassischem Flint in war, ist eine Datierung für das Ende der Notenkopfphase
die Gebiet von Rzeszów im Osten transportiert wird. Die bzw. den Beginn von Želiezovce I wahrscheinlich.
hohe Zahl importierter Gefäße in Zwięczyca spricht für Es handelt sich um ein 7,1 cm hohes und 4,9 cm brei-
die Möglichkeit eines direkten Kontaktes (wobei allerdings tes Fragment einer anthropomorphen Figurine. Erhalten ist
der Umfang des geborgenen Fundmaterials vergleichend der untere Rest des Gesäßes, der Hüftbereich, der Ansatz
zu berücksichtigen ist): von den 28 gleichzeitigen Fund- des rechten und ein etwas größerer Rest des linken Beines.
stellen mit Bükk-Importen im südlichen Polen sind ins- Die Beine wurden offenbar aneinander anhaftend model-
gesamt etwa 70 Gefäßfragmente bekannt, davon allein 11 liert. Oberkörper, Kopf, Arme und Füße fehlen und kamen
aus Krakau–Nowa Huta 62 (Godłowska 1976, Abb. 59; in der Siedlung auch an keiner anderen Stelle zutage. Das
1982, 155; Šiška 1995, 13). Die Anwesenheit importierter Stück ist unverziert. Ursprünglich dürfte es sich um eine
Gefäße bereits in der Bandkeramik stützt diese Vorstellung. stehende anthropomorphe Figurine von geschätzt ca. 20 cm
Erste spärliche Kommunikationsspuren zwischen Siedlun- Höhe gehandelt haben (vgl. hierzu Becker 2011, 82–83).
gen der Bükk Kultur aus der Zips mit Siedlungen im süd- Für die Interpretation anthropomorpher Figurinen
westlichen Polen datieren in die jüngere Notenkopf-Phase ist die Betrachtung von Geschlechtsmerkmalen von Be-
(Godłowska 1986, 93). Die Intensität der Kontakte steigt deutung, weil früher häufig die Deutung der Stücke als
Objekte eines Fruchtbarkeitskultes favorisiert wurde (z.B.
Kaufmann 1989, 113–114). Aus der Zeit der Linienband-
5
  Es gibt in diesem Bereich keine Beweise für Salzgewinnung im keramik sind sowohl männliche als auch weibliche Figu-
Kontext der mitteleuropäischen Jungsteinzeit, durch die Analyse der
räumlichen und zeitlichen Beziehungen der Importmaterialien von rinen bekannt geworden, wobei männliche Stücke bislang
Zwięczyca die Lage der Salzreserven und des möglichen Exploitations- nur durch ein Exemplar aus Zschernitz eindeutig belegt
punktes waren nicht berücksichtigt. sind (Stäuble 2004). Etwa ein Drittel aller anthropomor-

85
Abb. 22. Fragmente anthropomorpher Figurinen der Linienbandkeramik aus Zwięczyca. 1 – Befund 36. 2–4 – Kulturschicht.

86
phen Figurinen der Linienbandkeramik ist durch Brüste, und eines Schuhleistenkeils (Husty 2000). In Ulm-Eggingen
ein geritztes Schamdreieck oder eine durch einen Einstich war das Fußfragment einer anthropomorphen Figurine in
angedeutete Vagina als weiblich gekennzeichnet (vgl. Becker einer Längsgrube mit Silexartefakten, Keramikfragmenten,
2011, 91–93). Zwei Drittel der Funde dagegen lassen sich Sandsteinen, Flachhacken, Schuhleistenkeilen, einem Hit-
nicht eindeutig als männlich oder weiblich klassifizieren zestein, Rötelstücken und dem Fragment eines Miniatur-
und sind geschlechtsneutral gebildet, entweder, weil der gefäßes vergesellschaftet (Kind 1989, 140, 477–478). Und
Darstellung des Geschlechts keine besondere Bedeutung auch die Längsgrube eines Hauses aus Frankfurt-Nieder-
zugemessen wurde oder weil es umgekehrt ein Tabu in Be- eschbach enthielt neben dem Kopf einer anthropomorphen
zug auf die detaillierte Wiedergabe von Geschlechtsmerk- Figurine besondere Objekte, so ganz erhaltene Gefäße, Si-
malen gab. Die Figurine aus Zwięczyca (Abb. 22: 1) reiht lexartefakte, Tierknochen, gebrannten Lehm, Holzkohle,
sich in die Vertreter ohne Geschlechtsmerkmale ein. Der verschiedene Gerölle und einen Mahlstein (Hampel 1989,
Hüftbereich ist erhalten, doch kennzeichnet kein Merkmal 151–154). Die Aufzählung verdeutlicht, dass durchaus „be-
das Stück als weiblich oder männlich. sondere“ Befunde in bandkeramischen Siedlungen vorlie-
Auffällig ist schließlich der stark fragmentarische Er- gen, die jedoch möglicherweise nicht immer als solche er-
haltungszustand der Figurine (Abb. 22: 1) aus Zwięczyca. kannt werden. Manche Ensembles könnten absichtsvolle
Unzweifelhaft kommen die wenigsten Funde des Neoli- Niederlegungen oder Deponierungen bzw. Überreste re-
thikums unzerstört zutage, besonders, was die Gefäßke- ligiöser Handlungen darstellen. Eine Unterscheidung zu
ramik betrifft, doch die Fragmentierung vieler Figurinen regulärem Siedlungsabfall ist jedoch im Einzelfall kaum
der Linienbandkeramik mutet insofern seltsam an, als möglich. Wie S. Hansen richtig feststellte, liegt derzeit kei-
Brüche an massiven Stellen, etwa der Längs- oder Quer- ne Methode vor, um etwa sakralen von profanem Abfall
achse, auftreten und offenbar nur absichtlich erfolgt sein (Hansen 2001, 38).
können. Auch die Brüche an der Figurine aus Zwięczyca In aller Kürze sei schließlich auf die drei weiteren,
deuten auf eine Absicht bei der Zerstörung des Stücks hin. möglicherweise als figürlich anzusprechenden Objekte aus
Im Hüftbereich misst sie fast fünf Zentimeter und ist doch Zwięczyca eingegangen (Abb. 22: 2–4). Es handelt sich da-
nahezu horizontal zerbrochen; auch die ungleiche Zerstö- bei um im Querschnitt rundliche Keramikfragmente, die
rung der Beine wirkt gewollt. zwischen 3,9 und 5,5 cm messen. Es könnte sich dabei um
Bei der Betrachtung von Figurinen des kulturellen Beine anthropomorpher Figurinen handeln. Dies ist beson-
Phänomens Starčevo-Körös-Criş, das der Linienbandke- ders für ein im Querschnitt eher ovales Stück wahrschein-
ramik vorangeht, fällt das gleiche Prinzip der offenbar be- lich (Abb. 22: 2), das im oberen Bereich eine Verzierung
wusst herbeigeführten Zerstörung auf (vgl. Becker 2011, aus rundlichen Eindrücken aufweist. Denkbar ist jedoch
173–175). Hier treten gar Figurinen auf, die aus einzelnen, auch eine Ansprache als Teile von Löffeln, Gefäßfüße oder
nicht fest miteinander verbundenen Teilen gefertigt wurden Ähnliches. Nachdem die Stücke aus einer Kulturschicht
und somit leicht zu zerbrechen waren. Dies deutet darauf stammen, die zudem Keramikfragmente der Malice- und
hin, dass die Zerstörung der Figurinen Teil ihres Nutzens der Lublin-Wolhynien Kultur enthielt, ist auch ihre chro-
war und somit einen Hinweis auf ihre Bedeutung geben nologische Zuordnung mit Unsicherheiten behaftet.
kann. Möglicherweise kann, zumindest für die Linien- Die Deutung anthropomorpher Figurinen der Lini-
bandkeramik, eine Verbindung zum Totenritual gezogen enbandkeramik ist nach wie vor umstritten und umfasst
werden, das neben „regulären“ Bestattungen auf Gräber- eine Interpretation als Ahnen (z.B. Lüning 2005; Petrasch
feldern auch Teilbestattungen (z.B. in Form von Schädel- 2002) ebenso wie als Substitutionsopfer oder Objekte der
deponierungen in Siedlungen oder der „Entsorgung“ von Erinnerung (Becker 2011, 343–344). Auch der Zusammen-
Skelettelementen in Höhlen, etwa der Jungfernhöhle bei hang mit dem Totenritual ist verschiedentlich hergestellt
Tiefenellern: Orschiedt 1999) oder die postmortale Mani- worden (z.B. Hofmann 2012). Die Figurinen aus Zwięczyca
pulation und absichtliche Fragmentierung von Knochen reihen sich in das immer noch rätselhafte, unklare Bild der
kennt, wie sie z.B. in Herxheim beobachtet werden kann religiösen Vorstellungen der linienbandkeramischen Men-
(Zeeb-Lanz 2011). schen ein, deren Teil sie unzweifelhaft sind.
Die Deponierung der Figurine aus Zwięczyca (Abb.
22: 1) erfolgte in der Längsgrube 36, wo sie offenbar als 5.1.6. Steinäxte der Linienbandkeramik
Teil regulären Abfalls niedergelegt wurde. Nur selten lassen
sich für die Linienbandkeramik besondere Deponierungs- In Zwięczyca wurden zwei Gegenstände, die man für
situationen für anthropomorphe Figurinen beobachten. Steinäxte halten könnte, entdeckt. Diesen Funden wurde
Besonders Längsgruben lieferten dabei interessante Bei- eine separate Veröffentlichung gewidmet (Dębiec, Dzbyński
funde. So entdeckte man in der Längsgrube eines bandke- 2006b). In beiden Fällen sind sie nur zur Hälfte erhalten
ramischen Hauses aus Adldorf, Niederbayern, neben dem geblieben. Der erste Fund wurde im Befund Nr.  36 auf
Fragment einer anthropomorphen Figurine auch zahlreiche dem Boden in einer dessen Vertiefungen entdeckt (in ca.
Keramikfragmente, Silexartefakte und ein Steinbeildepot 190–200 cm Tiefe von der Erdoberfläche) (Taf. 120). Außer
in Form eines Rohlings, des Halbfabrikats eines Flachbeils diesem beschriebenen Gegenstand wurden auch ein Beil

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aus Amphibolit (Taf. 118: 1) und 2 große Keramikfragmen- gegenstände entdeckt wurden. Sie können mit der nicht
te (Taf. 39: 1) entdeckt. Die erfassten Ausmaße betragen: nutzbringenden Anwendung unzweifelhaft in Verbindung
Länge – 7 cm, Breite – 4 cm, Höhe – 3,7 cm, Durchmesser gebracht werden; sie dienten höchstwahrscheinlich als Sta-
der Öffnung 1,7 cm. An der Spitze gab es Nutzungsspuren. tussymbol oder Symbol der gesellschaftlichen Stellung. Von
Der zweite Gegenstand wurde in der Ablagerungsschicht deren Bedeutung zeugt auch die Tatsache, dass auch die
entdeckt (Taf. 119). Die erfassten Ausmaße betragen: Län- beschädigten Gegenstände immer noch eine große Bedeu-
ge – 8,5 cm, Breite – 4 cm, Höhe – 3,5 cm, Durchmesser tung hatten (z.B. sie machten Grabbeigaben aus). Derzeit
der Öffnung – 1,7 cm. Auch an der Spitze hatte er Nut- sind es die zwei am weitesten östlich gelegene Funde von
zungsspuren. Die Gegenstände wurden aus hellem creme- diesem Typ in der Linienbandkeramik.
farbenen Tuff oder Tuffit angefertigt, also aus Eruptivge-
stein. Das bedeutet eine Andersartigkeit im Vergleich zu 5.1.7. Relative Chronologie der
den anderen Funden von diesem Typ aus Europa, die aus Linienbandkeramik
Amphibolit angefertigt wurden.
Die Steinäxte der Linienbandkeramik stellen die am Für die Linienbandkeramik in Südost-Polen wird der-
seltensten auftretenden und zugleich äußerst interessan- zeit die relative Chronologie, die von S. Kadrow für die
ten Funde dieser Kultur dar. Aus dem ganzen Gebiet, wo Funde von Rzeszów 16 (1990b) vorgeschlagen wurde, an-
diese Kultureinheit auftritt, kennen wir ca. 40 Exemplare gewendet, die dann aufgrund der Analyse der Funde von
von solchen Funden (Czekaj-Zastawny, Zastawny 2002). Rzeszów – Staromieście vervollkommnet wurde (Kadrow
In Polen kannte man bislang lediglich einen Fund von 1997). Sie stimmt mit den stilistischen Wandlungen dieser
diesem Typ, der als loser Fund in Krakau Wola Justowska Kultur in der Slowakei überein. In der letzten Zeit wurde
entdeckt wurde (Czekaj-Zastawny, Zastawny 2002). Die Axt auch zum ersten Mal eine detaillierte relative Chronologie
ist ein steinerner Gegenstand mit doppelter Querschneide, für die Linienbandkeramik in der Ukraine erstellt (Dębiec
in deren Mitte eine Öffnung durchbohrt wurde. Das hat- 2012). In der vorliegenden Arbeit wurde die chronologi-
te zur Folge, dass der Gegenstand eine geringe Festigkeit sche Analyse durchgeführt, indem die beiden erwähnten
aufwies und für Beschädigungen wie z.B. Bruch in der Untersuchungen herangezogen wurden. Die chronologi-
Mitte anfällig war. Aus diesem Grund werden die meisten schen Erwägungen für die Fundstelle in Zwięczyca werden
Steinäxte in einem nicht kompletten Zustand entdeckt. Die durch teils komplizierte stratigraphische Verhältnisse der
Funktion, die sie ausgeübt haben könnten, wird meistens entdeckten Befunde zueinander erschwert. In solch einer
in einem symbolischen Aspekt erörtert (Czekaj-Zastawny Situation sollte man es in Betracht ziehen, dass ein Teil der
2004; Dębiec, Dzbyński 2006b). Den Grund dafür bildete keramischen Funde in sekundärer Lage entdeckt wurde.
die Öffnung, die den Gegenstand so geschwächt hat, dass er Die Analyse der keramischen Funde im oberen Bereich
bei der normalen wirtschaftlichen Tätigkeit nicht brauch- mancher Befunde (das betrifft besonders die Längsgru-
bar war und auch deren Entdeckungskontext – oft in den ben, z.B. Grube 36) hat ergeben, dass diese nachdem sie
Brandgräbern. Als Grabbeigaben wurden auch manchmal ihre primäre Zweckbestimmung verloren hatten, sogar ei-
Fragmente solcher Äxte deponiert (Nieszery 1995, 381). ne Zeit lang weiterhin teilweise offen blieben.
Am häufigsten werden sie jedoch als lose Funde entdeckt Die ältesten bandkeramischen Funde stammen aus
(Vencl 1960). Eine der Steinäxte aus Zwięczyca wurde, wie dem Fundkomplex 480, 490 und 513. Es handelt sich um
es bereits erwähnt wurde, am Boden der Längsgrube samt insgesamt 24 Keramikfragmente. Ein Gefäß konnte hin-
kleiner Steinaxt und zwei Keramikfragmenten entdeckt. sichtlich seiner Form bestimmt werden, es handelt sich um
Solch ein Kontext ermöglicht die Annahme, dass diese einen Kumpf mit einem Mündungsdurchmesser von 20
Fundsammlung einen Depotfund oder die Ausstattung cm und einem Bodendurchmesser von 8 cm. Dieses Gefäß
eines mutmaßlichen Grabs darstellt (menschliche Kno- war mit vermutlich drei ovalen Knubben mit Eintiefungen
chen wurden nicht entdeckt, allerdings ist der Erdboden unter der Mündung und mit einem waagrechten Streifen
an der Fundstelle für die Erhaltung der organischen Sub- aus Fingerkniffverzierungen sowie mit einem weiteren Fin-
stanz nicht günstig) (Dębiec, Dzbyński 2006b, 226). Mit gerkniff, der in einem Winkel von 45° abgezweigt, verziert
einer ähnlichen Situation haben wir es in der Siedlung der (Taf. 58: 8). Aus der frühen LBK stammt auch eine ovale
Linienbandkeramik in Rovanci (Ukraine) zu tun, wo zwei Knubbe (Taf. 58: 6) sowie ein Keramikfragment mit einer
Scheiben aus Spondylus, die nur für diesen Grabkontext Reihe von Fingernagelkerben (Taf. 58: 7). Die Machart aller
charakteristisch sind, in der Längsgrube entdeckt wurden, Gefäße, die aus dieser Grube stammen, war sehr ähnlich.
bei einem gleichzeitigen völligen Mangel an menschlichen Es dominierte eine sehr starke organische Magerung und
Knochen (Dębiec 2012). Die Gräber innerhalb der Sied- der Brand erfolgte in niedrigen Temperaturen. Insofern
lungen der Linienbandkeramik werden ziemlich oft ange- weicht die Technologie der Gefäße aus dem Befundkom-
troffen (Veit 1996). plex 480, 490 und 513 von dem der übrigen Bandkeramik
Zusammenfassend kann man sagen, dass während der in Zwięczyca 3 ab. In dem beschriebenen Grubenkomplex
Erforschung der Fundstelle in Zwięczyca zwei äußerst sel- wurden auch keine Fragmente dünnwandiger Gefäße regis-
tene, für die Linienbandkeramik allerdings typische Stein- triert. Mit der frühen Phase ist höchstwahrscheinlich auch

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Grube 530 zu verbinden. Es wurde in 100 cm unter der sind (Gaskevych 2006; Dębiec 2012). Im oberen Bereich
jüngeren Grube 461 entdeckt, die in die Notenkopfphase der Verfüllung von Grube 161 wurden Funde, die für das
datiert wird. Erfasst wurde lediglich dessen unterer Bereich Ende der Notenkopfphase charakteristisch sind, entdeckt,
mit einer noch verbliebenen Mächtigkeit von 29 cm. Als während sich der oben beschriebene Fund ca. 20 cm tie-
Grube 530 erstmals beobachtet werden konnte, besaß sie fer geborgen wurde. Aus diesem Grund ist es möglich,
eine ovale Form mit den Ausmaßen 128×127 cm. In ihrer zwei Datierungen für dieses Objekt vorzuschlagen. Die
Verfüllung wurden zwei Gefäßbruchstücke entdeckt, da- erste Möglichkeit setzt voraus, dass wir es mit einer Gru-
runter ein dünnwandiges mit einem scharfen Bauchum- be vom Ende der Notenkopfphase zu tun haben und die
bruch, das höchstwahrscheinlich von einer bikonischen Keramik mit dem oben beschriebenen Ornament sich in
Gefäßform stammte. Dieses Fragment besaß eine Verzie- sekundärer Lagerung befindet. Die zweite Deutungsmög-
rung in Form von einer Verdickung am Umbruch, die eine lichkeit geht davon aus, dass die Grube an der Wende von
kleine Knubbe bildete und von Ritzlinien begleitet wurde Vornotenkopf zur Phase NI angelegt wurden. Die chrono-
(Taf. 62: 2). Die Gefäßform (scharfer Umbruch) und die logisch jüngeren Funde könnten nachdem die Grube ihre
kleine Knubbe in Verbindung mit Ritzlinien erinnern an ursprüngliche Funktion verloren hatte in die noch beste-
charakteristische Formen und Verzierungen vornotenkopf- hende Eintiefung gelangt sein.
keramischer Gefäße (Pavúk 2005, Abb. 2). Mit der Vorno- Weitere Funde in Zwięczyca kann man mit dem mitt-
tenkopfphase kann man auch ein Gefäßfragment mit ei- leren Abschnitt der Notenkopfphase (NII) verbinden. Zu
ner Knubbe, die mit drei Fingernagelabdrücken verziert dieser Gruppe wurden Inventare aus einigen archäologi-
war, in Verbindung bringen (Taf. 56: 3). In der Literatur schen Gruben gerechnet. Das größte Inventar stammte aus
wird auf die Verbindung einer solchen Gestaltung mit der Grube 491; die übrigen u. a. aus den Gruben 80, 121, 487,
frühen Phase der Linienbandkeramik hingewiesen (Gry- 555 oder 670A. Unter den Gefäßformen wurden Schalen
giel 2004, 624). In Zwięczyca ist dieses Fragment jedoch und Kümpfe unterschieden. Es sind auch zwei weit aus-
in einem Objekt, das auf die mittlere Phase (NIII) datiert ladende Gefäßmündungen vorgekommen (Taf. 61: 5, 7),
wird, aufgetreten, was zwei Interpretierungen zulässt: es jedoch war die Rekonstruktion der vollständigen Gefäß-
befand sich in sekundärer Lagerung im jüngeren Objekt form aufgrund des fragmentarischen Erhaltungszustandes
oder dieser Verzierungstyp ist nicht nur für die Vorno- nicht möglich. Die Ornamentik der dünnwandigen Gefäße
tenkopfphase charakteristisch, sondern tritt auch in der zeichnete sich durch Motive aus Ritzlinien in Verbindung
mittleren Phase auf. Auch in Grube 123, die in den Beginn mit Notenköpfen aus. Diese Verzierungen bildeten meistens
der Želiezovce-Phase datiert wurde, konnte ein Fragment bogenförmige (Taf. 61: 2) und spitzwinkelige (Taf. 60: 10)
mit abgesetztem Rand entdeckt werden (Taf. 48: 2), des- Kompositionen. Für diese Phase sind auch gerade Ritzlini-
sen Formgebung für die Vornotenkopfphase charakteris- en mit Eintiefungen, die unter der Gefäßmündung waag-
tisch ist (z.B. Dębiec, Saile 2015, Abb. 7: 1, 5, 8: 6–7). In recht oft in Gruppen zu zweit oder mehr liegen, charakte-
Zwięczyca ist eine Unterscheidung zwischen Gniechowi- ristisch. Recht häufig liefen sie mit den anderen Ritzlini-
ce-Stufe und Zofipole-Stufe der ältesten Bandkeramik, wie en in einem Winkel von ca. 45° zusammen (Taf. 62: 3). In
sie von A. Kulczycka-Leciejewiczowa 1979 vorgeschlagen den besprochenen Funden aus der Phase NII wurden auch
wurde, nicht möglich. In der letzten Zeit wurde die Stich- einige Notenköpfe in Form von einem Dreieck registriert
haltigkeit dieser Unterscheidung von Pyzel (2010) in Fra- (Taf. 46: 1, 60: 3, 58: 2). Die Tatsache, dass Notenköpfe die-
ge gestellt. Die Keramik der frühen Phase aus Zwięczyca ser Form mit dem mittleren Abschnitt der Notenkopfphase
weist aufgrund der Fertigungstechnologie, des Mangels an verbunden werden, wurde auch in Wolhynien und im Dn-
dünnwandiger Keramik im Grubenkomplex 280, 290 und jestr-Einzugsgebiet bestätigt (Dębiec 2012). Beispiele von
513 sowie dem Auftreten bikonischer Gefäße und deren solchen Notenkopfgruben wurden darüber hinaus an der
Verzierung auf den Anfang der frühen Phase der Linien- Fundstelle in Łańcut registriert (Dębiec 2006a, Taf. VII: 1).
bandkeramik hin. Laut der klassischen Einteilung würde Die dickwandige Keramik aus der Phase NII in Zwięczyca
sie also der Gniechowice-Stufe entsprechen und mit der zeichnete sich durch unterschiedliche Verzierungen aus. Es
Bíňa-Phase zu verbinden sein (Pavúk 2005, Abb. 2). wurden plastische Ornamentik in Form von ovalen und
Nicht so zahlreich sind in Zwięczyca diejenigen Fun- länglichen Knubben (Taf. 58: 3), sowie Fingerkniffverzie-
de, die man mit der Übergangsphase zwischen der Vorno- rung und Abdruckverzierung in Form von Fingertupfen
tenkopf- und der Notenkopfperiode verbinden kann. Mit und Fingernagelabdruck registriert (Taf. 58: 4). Außerdem
ihr kann man ein Gefäßfragment mit kurzen senkrechten ist ein waagrecht durchbohrter Henkel aufgetreten. Ein äu-
Ritzlinien aus Grube 161 verbinden (Taf. 49: 2). Ornamen- ßerst interessantes und selten anzutreffendes Ornament in
tik in Form senkrechter oder waagrechter Linien ist in der der Linienbandkeramik stellt eine Reihe von Öffnungen
Vornotenkopfphase häufig (Kulczycka-Leciejewiczowa 1988, unter der Mündung (Taf. 72: 10) dar, die – wie bereits er-
Abb. 13: q; 2008, Abb. 8: 8; Kadrow 1997, 20; Dębiec, Saile wähnt – mit dem Milieu der östlichen LBK und mit der
2015, Abb. 8: 5). Man sollte jedoch beachten, dass derarti- Tiszadob Gruppe in Verbindung gebracht werden kann.
ge Verzierungen an einer ukrainischen Fundstelle bei Kiev Solch ein Ornament wurde auf einem Gefäß entdeckt,
auch im Kontext mit Frühnotenkopf-Funden aufgetreten das aus Befund 670A stammt. Das war eine ovale Grube,

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die in ca. 140 cm Tiefe entdeckt wurde und die durch ein (Taf. 47: 3, 33: 2, 71: 1). Es ist auch vorgekommen, dass
chronologisch jüngeres Objekt aus der Phase NIII/ŽI mit die Želiezovce-Kerbe zwischen den Linien platziert wur-
der Nummer 670 im oberen Bereich beschädigt wurde den (Taf. 48: 11, 50: 3). Die Verzierung der dickwandigen
(Taf.  23). In Grube 491 wurde auch ein Gefäßfragment Gefäße unterliegt in dieser Phase keinen größeren Ände-
mit einer Öffnung auf der Ritzlinie entdeckt (Taf. 61: 2). rungen. Die plastische Ornamentik dominiert deutlich,
Den nächsten in Zwięczyca registrierten chronologi- meistens in Form von ovalen Knubben mit Eintiefungen
schen Abschnitt macht die Notenkopfphase III aus. Die mit in der Mitte (Taf. 71: 4, 63: 2, 38: 6, 37: 3–4); es tauchen
diesem Abschnitt der mittleren Phase der Linienbandkera- auch längliche Knubben mit einer schmalen Eintiefung auf
mik verbundenen Funde sind an dieser Fundstelle ziemlich (Taf. 71: 6, 8). Es werden auch plastische Leisten mit einer
zahlreich vertreten. Sie wurden u.a. in den Längsgruben mit Fingerkniffverzierung (Taf. 36: 1), waagrecht durchbohrte
den Nummern 74 und 467 und im Siedlungsobjekt 481 ent- Henkel (Taf. 36: 3) und Fingertupfen und Fingernagelab-
deckt. Das Aussehen der Notenkopfornamentik unterliegt drücke (Taf. 36: 5) angetroffen.
im Vergleich zu der Phase NII keinen größeren Änderun- Die nächste Phase, die in Zwięczyca registriert wurde, ist
gen, es werden weiterhin Ritzlinien mit darin platzierten mit dem Anfang der späten Phase der Linienbandkeramik
Notenkopfgruben angetroffen. Gruppen sich berührender (ŽI) verbunden. Ihr wurden zahlreiche Funde, die u.a. aus
Notenköpfe tauchen auf (Taf.  57: 1), kleine Želiezovce- den Befunden 34, 121, 289, 381, 488, 536, 627 stammen,
Kerbungen, die für die Übergangsphase zwischen NIII und zugeordnet. Der Anfang der Želiezovce-Phase brachte kei-
ŽI charakteristisch sind, tauchen jedoch nicht auf. In den ne neuen Gefäßformen mit sich; weiterhin sind diejenigen,
Funden, die zu der Phase NIII gerechnet wurden, wurde die schon aus der Notenkopfphase bekannt sind, populär.
ein Kumpf mit sich überschneidenden Ritzlinien und No- In der Verzierung der dünnwandigen Gefäße dominieren
tenköpfen auf deren Schnittpunkten registriert. Dieses Netz die Ritzverzierung, Halbbogenornament und Winkelor-
ähnelt ein bisschen einem Rhombusnetz, das Ritzlinien und nament und kleine Želiezovce-Kerben. Sie bilden meis-
Notenkopfgruben bilden (Taf. 56: 1) und gewöhnlich auf tens ein Bindeelement zwischen zwei Linien (Taf.  27:  9,
die Phase NIII/ŽI und ŽI datiert wird (Kadrow 1997, 21). 65: 1) oder kommen auf einzelnen Linie vor (Taf. 27: 7).
Mit der Phase NIII kann man höchstwahrscheinlich auch Die Notenkopfverzierung tritt weiterhin zahlreich auf. Die
das Fragment eines Hohlfußgefäßes mit einem dichten Or- für die mittlere Phase der Linienbandkeramik charakte-
nament in Form von Ritzlinien und einer Notenkopfgrube ristische Verzierung wird auch in Wolhynien fortgesetzt,
verbinden (Taf. 75: 1). Eine ähnlich datierte Form wurde wo die Studien über die Chronologie der Linienbandkera-
u.a. an der nah gelegenen Fundstelle in Łańcut entdeckt mik bewiesen haben, dass die Notenkopfornamentik sogar
(Gruszczyńska 1992, Taf. I: 10). In der dickwandigen Ke- bis zu der Phase ŽIIb populär ist (Dębiec 2012). Obwohl
ramik bleibt die Verzierung unverändert. Oft gibt es eine die Želiezovce-Kerben und Notenkopfgruben gleichzeitig
Abdruckverzierung direkt unter der Mündung (Fingertup- auftreten, wird selten festgestellt, dass sie auf den gleichen
fen und Fingernagelabdruck) (Taf. 44: 1, 4) und die mit ei- Gefäßen vorkommen. Von der Fundstelle in Zwięczyca
nem runden Gegenstand sehr tief eingedrückte Verzierung sind zwei solche Beispiele bekannt (Taf. 63: 9, 78: 1). Ein
(Taf. 44: 3). Weiterhin tauchen runde Knubben mit einer einzelnes Exemplar von einem solchen Typ stammt auch
Vertiefung (Taf.  43: 5) und auch längliche Knubben mit von der Fundstelle Rzeszów-Śródmieście (Kadrow 1997,
drei senkrechten Eintiefungen auf (Taf. 44: 2). Abb. 10: b). Die dickwandige Keramik wird in dieser Phase
Keramik, die mit der Wende der mittleren und jün- weiterhin, wie es früher der Fall war, mit ovalen Knubben
geren Phase (NIII/ŽI) verbunden werden kann, wird äu- mit Eintiefungen (Taf. 63: 2–3) oder mit plastischen Leis-
ßerst zahlreich in den Funden, die an der Fundstelle in ten mit einer Fingerkniffverzierung (Taf. 63: 1) verziert.
Zwięczyca gewonnen wurden, vertreten. Mit der Phase In manchen Befunden sind Bükk-Importe vorgekommen,
NIII/ŽI wurden folgende Gruben in Verbindung gebracht: die es ermöglichen, die relative Chronologie genauer zu be-
36, 122, 161, 248, 286, 536 und 670. Weiterhin tauchen al- stimmen: z.B. in der Grube Nr. 488, die in der Längsgrube
le Grundformen der Gefäße der Linienbandkeramik auf, aus der Notenkopfphase eingegraben war, wurde ein Bo-
darunter Schalen und Kümpfe sowie Flaschen. Nur Fußge- denfragment mit einem für die Phase Bükk A (Taf. 59: 8),
fäße werden nicht angetroffen. Die dünnwandige Keramik die man mit der Phase ŽI und ŽIIa synchronisieren kann,
war sowohl mit horizontalen als auch vertikalen Ritzlinien charakteristischen Ornament im Sohlenbereich entdeckt
verziert. Erst in der Übergangsphase wird die Gefäßver- (Kalicz, Makkay 1971, Tabelle 2). In diesem Fall weist je-
zierung in Form von Linien, die vertikal zum Gefäßbo- doch die übrige Keramikverzierung der Linienbandkera-
den angeordnet sind, populär (Taf. 49: 15, 63: 5, 7). Auf mik auf den Anfangsabschnitt der Želiezovce-Phase hin
den Ritzlinien wurden zusätzlich einzelne Notenköpfe so- (Taf. 59: 1–7, 9).
wie sich berührende oder sich überlappende Notenköpfe, Der mittlere Abschnitt der späten Phase macht den in
meistens in Gruppen von je 2–3 platziert (Taf. 71: 2, 38: 5, chronologischer Hinsicht nächsten Abschnitt aus (ŽIIa).
37: 2, 74: 9). Es tauchen die ersten Želiezovce-Kerbungen In Zwięczyca wurden ihm die schon weniger zahlreichen
auf. Sie hatten kleine Ausmaße, waren mit maximal zwei Funde zugeordnet. Sie stammten u.a. aus dem Objekt
Linien verbunden, meistens jedoch mit einer einzelnen Nr. 46 (Taf. 40: 2–14, 41: 1–8) und aus der Kulturschicht

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(Taf. 78: 1, 6). Es taucht eine neue Variante der Flasche mit charakteristischen Gefäße registriert, also Kümpfe (Taf. 68:
einem unterschiedenen, sehr kurzen und leicht ausladenden 8–9) , Flaschen mit unterschiedlich ausgeformtem Hals
Hals (Taf. 41: 4), die in den früheren Phasen in Zwięczyca (Taf. 67: 9), Schalen (Taf. 67: 2, 66: 2, 3) und Hohlfußgefäße
nicht registriert wurde, auf. Wenn es sich um die Verzie- (Taf. 68: 2). Unter den Verzierungen war das mit roter Far-
rung handelt, sind größere Želiezovce-Kerbungen, die sich be gefüllte Linienbandornament, manchmal in Verbindung
meistens mit zwei oder drei Ritzlinien verbinden, für diese mit Želiezovce-Kerben am charakteristischsten (Taf.  68:
Phase charakteristisch (Taf. 40: 3, 9, 41: 3). Weiterhin wird 8, 13, 15). Darüber hinaus werden sehr große Želiezovce-
auch die Notenkopfornamentik angetroffen. In der Verzie- Kerben mit einer Reihe von Ritzlinien (Taf. 67: 8), sowie
rung der dickwandigen Keramik tauchen charakteristische einer Verzierung in Form von zwei sich überlappenden
plastische Griffknubben mit auf beiden Seiten eingedrück- Želiezovce-Kerben (Taf. 66: 1) angetroffen. Die genannte
ten Grübchen, die einem stilisierten Tierkopf (Taf. 40: 4, Verzierung, besonders die bemalte Verzierung und sehr
77: 9) ähneln und zoomorphe Knubben (Taf. 40: 11) und großen Želiezovce-Kerben und auch das Vorkommen der
kleine Knubben, die mit Hilfe von Fingerkniffverzierung Hohlfußgefäße lassen die Funde aus Grube 661 mit der
gebildet wurden (Taf. 40: 5), auf. Weiterhin kommen ovale Phase ŽIIb, höchstwahrscheinlich mit deren Ende in Ver-
und längliche Knubben mit einer Eintiefung in der Mitte, bindung bringen. Ein ähnlich datiertes Inventar wurde
Fingertupfen und Fingerkniffornament vor. Das Finger- an der Fundstelle der Linienbandkeramik in Rovanci in
kniffornament bildet Streifen, auf denen es eng nebenei- Wolhynien entdeckt (Dębiec 2012). In den beschriebenen
nander liegt, manchmal sogar sich überlappt (Taf. 41: 7). Funden wurden auch zahlreiche Importe der Bükk-Kera-
Die Funde, die man mit der Wende der Phase ŽIIa mik registriert (Taf. 68: 12, 69: 2–3, 5, 70: 5). Trotz der so
und ŽIIB verbinden kann, wurden nur in der Kultur- späten Datierung innerhalb der relativen Chronologie der
schicht entdeckt. Dazu gehört ein dünnwandiger Kumpf Linienbandkeramik kommt in dem genannten Inventar
mit sich überlappenden Notenkopfgruben in Gruppen zu aus Grube 661 die Notenkopfverzierung auf der Keramik
je vier oder fünf (Taf.  79: 2). Das ist eine für die Funde immer noch vor (z.B. Taf. 67: 5, 68: 1). Die für die Phase
der Linienbandkeramik aus der Phase ŽIIa/ŽIIb in Wolhy- ŽIIb charakteristische Verzierung ist auch auf der Keramik,
nien charakteristische Verzierung (Dębiec 2012). Außer die aus den Kulturschichten gewonnen wurde, vorgekom-
in Zwięczyca wurden noch einzelne Gefäßfragmente mit men – ihr kann man u.a. ein Fragment einer kleinen Scha-
einer ähnlichen Verzierung an zwei nah gelegenen Fund- le mit Ornament in Form von Ritzlinien und sehr großer
stellen entdeckt: Rzeszów  16 (Kadrow 1990b, Abb.  8:  z, Želiezovce-Kerbung zuordnen (Taf. 77: 1). In der Verzierung
Abb. 9: s) und Rzeszów, Fundstelle 1176. An der Fundstelle der dickwandigen Keramik fehlt es an Ornamentik, die für
Rzeszów 16 wurden die Funde aus dem Objekt, in dem die die Phase ŽIIb charakteristisch wäre. Die Gefäße wurden
erwähnte Verzierung vorgekommen ist, der Phase ŽI (Ka- weiterhin mit plastischen Knubben, darunter mit ovalen
drow 1990b, Abb. 8) und ŽIIa (Kadrow 1990b, Abb. 9: s) (Taf. 66: 7, 69: 12) und länglichen (Taf. 69: 10), manchmal
zugeordnet. Die neueren Befunde aus Wolhynien und mit zusätzlichen Eintiefungen (Taf. 69: 13) verziert. Man
Rzeszów Fundstelle 117, wo diese Verzierung samt Kera- hat auch Leisten, die zusätzlich mit Fingernagelabdrücken
mik mit sehr großen Želiezovce-Kerben, die für die Wen- (Taf. 66: 8) verziert waren, oder auch Fingernagelabdrü-
de ŽIIa/ŽIIb charakteristisch sind (Dębiec 2012; Czopek, cke (Taf. 67: 7) oder Fingertupfen (Taf. 69: 4) verwendet.
Niemasik, Pasterkiewicz 2012, Abb. 5: 1–2), vorgekommen In Südost-Polen wurden bislang keine Funde, die man
ist, legt es nahe, solch eine Verzierung auf den jüngeren mit der Želiezovce-Phase III (Czekaj-Zastawny 2008, 116),
Abschnitt der späten Phase, also ŽIIa und auf die Wende also mit der Endphase dieser Kultur verbinden könnte,
ŽIIa/ŽIIb zu datieren. entdeckt. Zahlreiche Gefäßfragmente aus Grube 661, die
Das Fundinventar aus Grube 661 wird für das jüngste mit roter Farbe verziert sind, können suggerieren, dass wir
innerhalb der Linienbandkeramik gehalten. Angesichts der es hier mit dem Ende der Phase ŽIIb oder sogar mit der
Tatsache, dass dieses Objekt noch nicht zur Gänze erforscht Übergangsphase ŽIIb/ŽIII zu tun haben, das wären also
wurde (teilweise befand es sich auf dem von der Ausgra- die chronologisch jüngsten Funde der Linienbandkeramik,
bung noch nicht umfassten Gebiet) und durch eine rezente die in Südost-Polen registriert wurden und die etwas jün-
Störung beschädigt war, ist es schwierig, dessen Funktion geren Funde als das erwähnte Inventar aus der Siedlung
zu bestimmen. Sicherlich war es eine große Grube mit ei- in Rovanci in Wolhynien (Dębiec 2012).
ner den Längsgruben der Linienbandkeramik ähnlichen Zusammenfassend kann man sagen, dass sich die Ke-
Orientierung. Deshalb kann man vermuten, dass es eine ramik von der Fundstelle in Zwięczyca in das Schema der
ähnliche Funktion ausübte. Im Füllmaterial des Objektes relativen Chronologie, das Anfang der 90-er Jahre des ver-
Nr. 661 wurde ein umfangreiches keramisches Inventar, gangenen Jahrhunderts für Südost-Polen erarbeitet wurde,
das sich insgesamt aus 723 keramischen Fragmenten zu- hervorragend einreiht (Kadrow 1990b). Zahlreiche Funde
sammensetzte, entdeckt. Es wurden alle Hauptformen der von der analysierten Fundstelle lassen sie etwas modifizie-
für die Linienbandkeramik an der Fundstelle in Zwięczyca ren und erweitern. Man sieht auch eine Annäherung der
Funde mit den Funden aus dem Gebiet Wolhyniens. Die
6
  Mündliche Information von W. Pasterkiewicz. Fundstelle in Zwięczyca ermöglicht es, die chronologische

91
Entwicklung der Linienbandkeramik von deren frühen Phase 5.1.8. Die Siedlung von Zwięczyca
bis zu der Endphase zu verfolgen. Zum ersten Mal wurden im Verhältnis zur bandkeramischen
geschlossene Fundinventare, die mit der Phase ŽIIb ver- Besiedlung Südost-Polens
bunden sind, für diesen Teil Polens dargestellt. Besonders
wichtig ist die Entdeckung der bemalten Verzierung, die in Die Studien über die Ansiedlung der Linienbandke-
ganz Polen äußerst selten registriert wird. Die Einteilung ramik in Südost-Polen werden seit einigen Jahrzehnten
in die für die dick- und dünnwandige Keramik charakte- durchgeführt (Kruk 1973; Kadrow 1990c; Czekaj-Zastawny
ristische Verzierung wiederholt die Regelmäßigkeiten, die 2008). Feste Wohnsitze hat die Bevölkerung dieser Kultur
an den anderen Fundstellen der Linienbandkeramik beob- größtenteils auf den fruchtbarsten Lößböden, am häufigs-
achtet werden. Plastische Knubben und Leisten, Fingertup- ten in der Nähe kleiner Wasserläufe, die dann in die größe-
fen und Fingernagelabdrücke und Fingerkniffverzierung ren Flüsse mündeten, gewählt (Weichsel, Wisłok, San). Es
sind für die dickwandigen Gefäße charakteristisch, wäh- gibt mehrere Konzentrationen der Ansiedlung der Linien-
rend die Ritzornamentik und die bemalte Verzierung für bandkeramik in Südost-Polen. Die Siedlung in Zwięczyca
die dünnwandige Keramik charakteristisch sind. Nur die befindet sich in einer von ihnen, in der sog. Ansiedlungs-
Henkel werden in den beiden beschriebenen Gruppen an- mikroregion Rzeszow, die von S. Kadrow definiert wurde
getroffen. Von der genannten Einteilung der Ziertechnik (1990c). Diese Region liegt bei Rzeszów, direkt am Wisłok
gibt es aufgrund des Keramiktyps einzelne Abweichungen, und dessen Nebenflüssen (Abb. 23). Die Ansiedlung der
die darin bestehen, dass die mit Ritzlinien verzierten plas- Linienbandkeramik in Südost-Polen umfasst fast das ganze
tischen Knubben und Notenkopfgruben gleichzeitig vor- Lößplateau im Gebirgsvorland und konzentriert sich vor
kommen (Taf. 68: 1). Bei den chronologischen Erwägun- allem auf dessen Rändern. Zwischen ihnen gab es ein mit
gen spielt die Verzierung der dünnwandigen Gefäße eine Löß bedecktes Gebiet, jedoch ohne Spuren von der An-
vorrangige Rolle, während die Ornamentik der dickwan- siedlung dieser Kultur; die Entfernung zwischen den Rän-
digen Keramik eine begrenzte Anwendung aufweist. Bei dern der Lößdecke, wo die Fundstellen lagen, betrug von
der Analyse der relativen Chronologie ist auch die Cha- ein paar bis sogar 20 km. Das kann zwei Verbreitungswe-
rakteristik der Gefäßformen und die Fertigungstechnolo- ge der Ansiedlung in östlicher Richtung vermuten lassen.
gie hilfreich (im zweiten Fall besonders für die früheste In der nächsten Umgebung der analysierten Siedlung
Phase). (im Umkreis von 5 km) wurden noch neun Fundstellen der

Abb. 23. Zwięczyca 3. Ansiedlung der Linienbandkeramik in Südost-Polen im Verhältnis zur Lössbedechung (graue),
1 – Fundstelle Zwięczyca 3. Nach Saile, Posselt, Blajer 2008, ergänzt.

92
Linienbandkeramik lokalisiert (Abb. 24). An fünf Fund- (Zwięczyca 3 und Rzeszów 16). Die dort entdeckten ein-
stellen wurden Ausgrabungen durchgeführt (Fundstellen: zelnen Gefäßfragmente stellen entweder Spuren von einem
Zwięczyca 4, Rzeszów 16, 23 und 24, Boguchwała 2). In Siedlungsplatz oder von der wirtschaftlichen Tätigkeit in
drei Fällen haben die Forschungen das Vorkommen der den nah gelegenen großen Siedlungen der Linienbandke-
festen Siedlungen der Linienbandkeramik an diesen Or- ramik dar. Darüber hinaus sind auch Siedlungsstellen der
ten bestätigt. Während der Erforschungen der Fundstelle Linienbandkeramik, die aufgrund von größeren Ausgra-
Rzeszów 16 wurden Funde, die für alle Entwicklungspha- bungen registriert wurden, bekannt: Kielanówka Fundstel-
sen der Linienbandkeramik charakteristisch sind (Kadrow le 2, Rzeszów Fundstelle 114 und Boguchwała Fundstel-
1990b), registriert. Und während der Erforschungen von le 1. Die Analyse der nächsten Umgebung der Fundstelle
Boguchwała 2 und Zwięczyca 4 wurden Funde, die zu- Nr. 3 in Zwięczyca (im Umkreis von 5 km) hinsichtlich
mindest für die Notenkopfphase und die Želiezovce-Phase des Zugangs zu den wirtschaftlich günstigen Gebieten
charakteristisch sind (Kadrow 1990b), registriert (Dzie- zeigt, dass jede der Siedlungen eine ziemlich begrenzte
duszycka-Machnikowa 1960; Dębowski 1968). Man kann Fläche, die wirtschaftlich genutzt werden konnte, besaß.
also voraussetzen, dass die Fundstelle Nr. 3 in Zwięczyca Vor allem wenn man bedenkt, dass die Flächen am ande-
eine längere Zeit hindurch mit den erwähnten Siedlun- ren Wisłok-Ufer aus denjenigen, die für Anbau und Zucht
gen gleichzeitig bestanden hat. Im Falle der Fundstellen bestimmt waren, ausgegliedert wurden. Im Falle der am
Rzeszów 23 und 24 ist man infolge der geringfügigen For- nächsten gelegenen Siedlung in Zwięczyca (Fundstelle 4) ist
schungen nur auf einzelne Funde der Linienbandkeramik es wahrscheinlich, dass sie eine gewisse Zeit lang mit der
gestoßen. Die Fundstelle Nr. 24 gilt als eine mögliche Spur analysierten Fundstelle Zwięczyca Nr. 3 gleichzeitig exis-
von dem Siedlungsplatz der Linienbandkeramik (Czekaj- tierte, was zum Wettstreit um die wirtschaftlich günstigs-
Zastawny 2008, 158). Wegen des sehr kleinen erforschten ten Gebiete geführt hat. Das einzige natürliche Hindernis
Gebiets ist es in beiden Fällen schwierig, eindeutig fest- zwischen ihnen stellte ein kleiner Wasserlauf, der als eine
zustellen, mit welchen Überresten wir es zu tun haben Grenze der Einflusszone angesehen werden konnte, dar.
(Siedlung, Siedlungsplatz oder Siedlungsspur). Beide Fund- Im Falle der nah gelegenen Siedlung in Łańcut hat man
stellen sind sehr nah voneinander lokalisiert, zusätzlich auch die Abgrenzung der wirtschaftlichen Nutzungszonen
greifen deren Umfeld-Gebiete im Umkreis von 1 km und feststellen können (Dębiec 2006b, 47).
die festen Siedlungen der Linienbandkeramik ineinander

Abb. 24. Zwięczyca 3. Gelände 5 km um die Fundstelle in Zwięczyca herum. Schwarze Punkte – Fundstellen der Linienband­
keramik, Schraffur – Günstige Gebiete für Ackerland und Weideplätze; 1 – Zwięczyca 3, 2 – Zwięczyca 4, 3 – Zwięczyca 2,
4 – Rzeszów 24, 5 – Rzeszów 23, 6 – Rzeszów 16, 7 – Rzeszów 117, 8 – Kielanówka 2, 9 – Boguchwała 1, 10 – Boguchwała 2.

93
Verhältnis zwischen ihnen ist auch ähnlich (Abb. 25). Die
5.2. Die Siedlung der Malice Kultur Gefäßanalyse ermöglichte es, ca. 31% der Gefäße der Malice
Kultur zur dünnwandigen und ca. 69% zur dickwandigen
5.2.1. Einleitung Keramik zu rechnen. Gefäßfragmente mit einer Wandstär-
ke zwischen 5 und 9 mm sind am häufigsten (Abb. 26).
An der Fundstelle in Zwięczyca wurden einige Fun- Ähnlich, wie im Falle der Linienbandkeramik wurden sehr
de, die mit der Malice Kultur verbunden sind, entdeckt. unterschiedliche Magerungsmittel verwendet (Abb. 27).
Malice-Material wird oftmals auf den gleichen Fundplät- Am häufigsten wurde die Beimischung von Stein-
zen entdeckt, von denen auch LBK-Funde stammen (Kruk grus, die in über 50% aller Gefäßfragmente vorgekommt,
1980, 34–40; Kadrow 1990c; 2006, 70). In Zwięczyca sind beobachtet (teilweise mit organischer Magerung und mit
die Überreste der Malice Kultur, im Gegensatz zu dem äu- Keramikgrus). Auch die organische Magerung, gewöhn-
ßerst reichen und mehrphasigen Material der Linienband- lich in Verbindung mit den anderen Magerungsmitteln
keramik, das ein ausgedehntes Gelände des Fundplatzes wurde zahlreich registriert. In ca. 13% der Gefäße wurde
einnimmt, selten und beschränken sich auf eine Grube und keine Magerungszusätze festgestellt. Die Analyse der Ma-
auf einige Lesefunde aus den Kulturschichten. gerungsmenge ließ feststellen, dass sie meistens nicht so
zahlreich (ca. 37%) oder sehr zahlreich (über 31%) vor-
5.2.2. Befunde gekommen ist. In ca. 18% der Fälle ist sie nicht besonders
häufig (Abb. 28). Wenn man den prozentualen Anteil der
Die kultur-chronologische Analyse der Funde aus den einzelnen Beimischungstypen mit der in der Linienband-
Gruben ermöglichte es, eine Grube der Malice Kultur zuzu- keramik beobachteten Situation vergleicht, kann man auch
ordnen (Befund 232). Es handelt sich um eine ovale Gru- gewisse Abweichungen bemerken. Im Gegensatz zu der
be mir den Ausmaßen 324×262 cm und einer Tiefe von Linienbandkeramik, wo die organische Magerung domi-
85  cm; das Profil war unregelmäßig gestaltet. Es befand nierte, tritt die Beimischung in Form von Steingrus in der
sich in einem stratigraphischen Überlagerungsverhältnis Malice Kultur in den Vordergrund, obwohl die organische
zu einem älteren Befund der Linienbandkeramik (Grube Beimischung weiterhin populär ist. Die Analyse der Ober-
311). Zusätzlich hat man einen sehr deutlichen Umriss ei- flächen ermöglichte es, zu bestimmen, dass fast zwei Drit-
ner Pfostengrube festgestellt (Befund 316). Außer den sel- tel der Gefäße eine unebene und die übrigen eine glatte
tenen Gefäßfragmenten wurden aus der Grube auch Stein- Oberfläche hatten (Abb. 29). Im Falle der übrigen Frag-
funde (Kapitel 6) und Tierknochen (Kapitel 9) geborgen. mente sind auf der Außenfläche manchmal Spuren von
Die Grubenform und die Funde, die in ihrer Verfüllung einer dünnen Tonschicht, die sich jedoch in den meisten
entdeckt wurden, weisen auf einen Siedlungscharakter hin. Fällen löste, erhalten geblieben (eine derartige Oberfläche
ist für die mit Stichdekor verzierten Formen charakteris-
5.2.2.1. Räumliche Analyse tisch). Eine mehlige Oberfläche ist nur auf einem Gefäß-
Aufgrund der wenigen Malice-Befunde, die in Zwięczyca fragment vorgekommen.
entdeckt wurden, ist es nicht möglich, konkrete Aussagen
über die innere Gestaltung der Siedlung dieser Kultur zu
treffen. Außer dem oben beschriebenen Befund wurden
noch ein Gefäßfragment mit Stichdekor in der Kulturschicht
und zwei Gefäßbrüche als lose Funde entdeckt. Das kann
31,1
darauf hinweisen, dass sich die Bevölkerung der Malice-
Kultur an der Fundstelle in Zwięczyca eher kurz aufgehal-
ten und einen ziemlich kleinen Platz besiedelt hat. Man
kann jedoch nicht ausschließen, dass die Siedlung größer
war, sich aber außerhalb des von den archäologischen Gra-
bungen erfassten Gebiets befindet.

5.2.3. Keramische Funde


68,7
In Zwięczyca 3 wurden nur wenige Funde der Malice
Kultur geborgen. Insgesamt wurden 112 Gefäßfragmen-
te (109 aus der Grube und ein Fragment aus der Kultur-
schicht und zwei als lose Funde) entdeckt. Das ganze Ma- Dünnwandig Dickwandig
terial gehörte höchstwahrscheinlich einer Siedlungsphase
an. Hinsichtlich der Gefäßtechnologie lässt sich, ähnlich Abb. 25. Zwięczyca 3. Prozentuales Verhältnis der
wie in der Linienbandkeramik eine Einteilung in dünn- dünnwandigen zur dickwandigen Keramik in der
und dickwandige Keramik vornehmen; das prozentuale Malice Kultur.

94
Die Rekonstruktion der Gefäßformen war lediglich in Form von einer ½ Kugel mit dem Mündungsdurchmesser
zwei Fällen möglich. Die erste Form stellte ein dünnwan- von 26 cm, die mit einer länglichen Knubbe verziert war,
diger birnenförmiger Becher mit einem Mündungsdurch- dar (Taf. 80: 6). Zu den interessanten Funden kann man
messer von 11 cm und Bodendurchmesser von 4 cm dar auch ein Fragment des Tonlöffels rechnen (Taf. 80: 4).
(Taf. 80: 5). Er besaß einen deutlich markierten, niedrig In der Keramik der Malice Kultur aus Zwięczyca wur-
platzierten Bauchumbruch und eine leicht ausladende Mün- den vier Verzierungsarten unterschieden:
dung. Der obere Gefäßbereich bis zum Bauchumbruch war – Stichdekor. Es wurde mit Hilfe eines Stichels mit einem
mit Stichdekor bedeckt. Das ist eine typische Verzierung runden Durchschnitt angefertigt (Taf. 80: 5, 7). Es kann
der birnenförmigen Becher (Kadrow 2006, 65). Die zwei- zu dem Typ Ia gemäß der Ornamentikeinteilung nach
te rekonstruierte Form stellte eine dickwandige Schale in J.  Michalak-Ścibior gerechnet werden (1996). Das aus

20
18
16
14
12
%
10
8
6
4
2
0
3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16
Wandstärke in mm

Abb. 26. Zwięczyca 3. Prozentuale Verteilung der Wandstärke der Malice-Gefäße.

30
40

25 35

30
20
% 25
%
15 20

15
10
10
5
5

0 0
I II III IV V VI VII VIII Zahlreich Mittel Wenig Keine

Abb. 27. Zwięczyca 3. Prozentuale Verteilung der einzelnen Abb. 28. Zwięczyca 3. Prozentuale Verteilung der
Magerungsarten in der Keramik der Malice Kultur: Magerungsmenge, die der Keramik der Malice Kultur
I – Organisch; II – Steingrus; III – Sand; IV – Organisch und hinzugefügt wurde.
Keramikgrus; V – Organisch und Steingrus; VI – Organisch
und Sand; VII – Organisch, Keramikgrus und Steingrus;
VIII – Ohne Beimischung.

95
60 gie (1996, 47, Abb. 2). Die Funde aus der klassischen Phase
der Malice Kultur wurden an der nah gelegenen Fundstelle
Zwięczyca 4 entdeckt (Dębowski 1968, Abb. 3: c, f, g). In
50
den letzten Jahren wurden sie auch in Grzęska (Nabiałek
2011, 52), Rzeszów (Czopek, Niemasik, Pasterkiewicz 2012,
40 584–585) und Jarosław (Rybicka 2013, 23–24) registriert.
% Nicht so zahlreiche Fragmente der Malice Kultur, die in der
30
Kulturschicht entdeckt wurden, besitzen eine Ornamentik
mit Merkmalen der klassischen Phase Ib (Taf. 80: 7). Etwas
jüngere Funde, die mit der Phase Ic verbunden sind, wur-
20 den u.a. an der nah gelegenen Fundstelle Nr. 54 in Rzes-
zów (Mitura 2004) und bei Przemyśl in Fredropol (Dębiec
10 2003) entdeckt. Unter den Funden aus Zwięczyca fehlt es
an denjenigen, deren Verzierung auf andere Phasen inner-
halb der Malice Kultur hinweisen würde, was davon zeu-
0 gen kann, dass die Gemeinschaft dieser Kultur sich an der
Rauh Glatt Mehlig Zerstört
Fundstelle ziemlich kurz aufgehalten hat.
Abb. 29. Zwięczyca 3. Prozentuale Verteilung der
5.2.5. Die Siedlung in Zwięczyca im Vergleich
Oberflächenbehandlung in der Malice Kultur.
mit Siedlungen der Malice Kultur
in Südost-Polen

parallelen Einstichreihen bestehenden, mit einem zwei- Die Siedlung der Malice Kultur ist in der Ansied-
zinkigen Gerät gestochene Verzierungselement wird zu lungsmikroregion Rzeszów, die 1990 einer Analyse von
winklig aufeinander zulaufenden Bänder gruppiert ohne S. Kadrow unterzogen wurde, lokalisiert (1990c). Sie bil-
dass auf dem kleinen erhaltenen Gefäßfragmenten die det eine bisher nicht registrierte Siedlungsstelle auf der
Motive erkennbar wären. Es ist auf den dünnwandigen Verbreitungskarte der Malice Kultur in Südost-Polen. In
Gefäßen, darunter auf einem birnenförmigen Becher der nächsten Umgebung befinden sich mindestens sie-
vorgekommen (Taf. 80: 5), ben Siedlungen dieser Kultureinheit (Kadrow 1990c, Ap-
– Plastisches Ornament. Es ist in Zwięczyca auf einem Ge- pendix). Die in räumlicher und chronologischer Hinsicht
fäß in Form von einer länglichen Knubbe, die zusätzlich der Fundstelle 3 in Zwięczyca am ähnlichste Siedlung ist
mit Fingertupfen und Fingernagelabdrücken verziert war, Zwięczyca 4 (Dębowski 1968). Die Ansiedlung der Mali-
vorgekommen (Taf. 80: 6), ce Kultur bei Zwięczyca gruppiert sich nur auf dem lin-
– Abdruckornament an der Kante. Es ist auf einer Gefäß- ken Wisłok-Ufer (Kadrow 1990c). Auf dem rechten Ufer
mündung in Form von kleinen Abdrücken vorgekom- taucht sie erst ein paar Kilometer weiter flussabwärts, also
men, im nördlichen und östlichen Teil von Rzeszów auf (Mitura
– Durchbohrung oder Öffnung im Gefäßbauch (Taf. 80: 2). 2004; Dębiec 2005). Die Fundstellen der Malice Kultur in
Sie wurde nur in einem Gefäßfragment beobachtet. dieser Region gruppierten sich an der Wisłok-Hochterrasse
Sie hatte kleine Ausmaße – einen Durchmesser von (z.B. Zwięczyca 3) oder an den kleinen Wasserläufen, die
ca. 4 mm. Nebenflüsse dieses Flusses darstellten.

5.2.4. Relative Chronologie der


Malice Kultur 5.3. Die Siedlung der Lublin-Wolhynien
Kultur
Nur einzelne Fragmente der Malice-Keramik besitzen
eine Verzierung, die Erwägungen über die relative Chro- 5.3.1. Einleitung
nologie ermöglichen. In Grube 232 wurde ein Fragment
eines birnenförmigen Bechers entdeckt, der mit einem Die Funde der Lublin-Wolhynien Kultur machen in
Stichdekor verziert war (Taf. 80: 5). Solch eine Verzierung Zwięczyca den zweithäufigsten Materialkomplex nach
ist für die klassische Phase der Malice Kultur charakteris- der Linienbandkeramik aus. Diese Fundstelle ist derzeit
tisch (Kadrow 1996). Eine ähnliche Ornamentik wurde die am weitläufigsten erforschte Siedlung dieser Kultur-
u.a. auf den Gefäßen von der Fundstelle Rzeszów 16, die einheit in Südost-Polen. Bislang wurden die Fundstellen
S. Kadrow auch auf die klassische Phase der Malice Kul- der Lublin-Wolhynien Kultur im Wisłok-Einzugsgebiet
tur Ib datiert, registriert (Kadrow 1990b, Abb. 10; 1996, nur in geringem Umfang erforscht und das Fundmaterial
Abb. 16). Die genauso verzierte Keramik aus Ćmielów plat- war nicht zahlreich (z.B. Kadrow, Kłosińska 1989; Kadrow
ziert J. Michalak-Ścibior ähnlich in der relativen Chronolo- 1992; Mitura, Gruszczyńska 2002).

96
5.3.2. Befunde 5.3.3. Keramische Funde7

Mit der Lublin-Wolhynien Kultur kann man 25 Befunde Insgesamt wurden 4003 Gefäßfragmente der Lublin-
in Zwięczyca verbinden (Abb. 46, 48). Man kann nicht aus- Wolhynien Kultur entdeckt. 1125 davon befanden sich im
schließen, dass ein Teil der Gruben, in denen keine Funde Füllmaterial der Gruben, die zu dieser Kultur gerechnet
oder vereinzelte Funde der Linienbandkeramik entdeckt wurden, 304 im oberen Bereich bandkeramischer Gruben,
wurden, auch mit dieser Kultureinheit zu verbinden sind. 2347 Fragmente in den Kulturschichten und 227 wurden
Die Funde der Linienbandkeramik in Zwięczyca wurden als lose Funde gewonnen.
in den Gruben der Lublin-Wolhynien Kultur in sekundärer
Lage sehr zahlreich entdeckt. Die meisten Gruben hatten
eine ovale Form, allerdings sind auch die nicht so zahlrei-
chen Gruben mit länglichen z.B. Befund Nr. 630 (Taf. 19)
oder mit unregelmäßigen Formen z.B. Grube 636 (Taf. 19) 32,6
vorgekommen. Die Gruben der Lublin-Wolhynien Kultur
besaßen eine unterschiedliche Tiefe, von den flachen Be-
funden mit 20–30 cm bis zu den tiefsten mit der Mächtig-
keit über 130 cm. In deren Füllmaterial wurden Keramik
und nicht so zahlreiche Steinfunde und Hüttenlehm regis-
triert. Ein Teil der Gruben wurde in den stratigraphischen
Überlagerung mit älteren Befunden der Linienbandkera-
mik entdeckt, in einem Fall wurde auch eine Überschnei-
67,4
dung von zwei Gruben der Lublin-Wolhynien Kultur be-
obachtet – Gruben 290 und 291 (Taf. 12). In zwei Fällen
waren die Gruben zum Teil durch die moderen Störungen
beschädigt.
Dünnwandig Dickwandig
5.3.2.1. Räumliche Analyse
Abb. 30. Zwięczyca 3. Prozentuales Verhältnis der
Die Gruben, die mit der Lublin-Wolhynien Kultur
dünnwandigen zur dickwandigen Keramik in der
verbunden sind und die beweglichen Funde dieser Kultur Lublin-Wolhynien Kultur.
sind in den Kulturschichten der Fläche A (Abb. 48) und in
den Sondierungsgruben C (Abb. 46) vorgekommen. Der
Mangel an Funden und Befunden dieser Kultur in der Bei der Gefäßtechnologie sieht man eine Aufteilung
Fläche B kann darauf hinweisen, dass die Siedlung dieser in dünn- und dickwandige Keramik. Deren prozentuales
Kultur im südlichen und mittleren Teil den Fundstelle in Verhältnis ist dem in der Linienbandkeramik und der Ma-
Zwięczyca lokalisiert war. Sie hat also einen deutlich klei- lice Kultur beobachteten ähnlich (Abb. 30). Kleine Unter-
neren Platz als die frühere Siedlung der Linienbandkera- schiede sieht man hingegen bei der Verteilung der Wand-
mik eingenommen, allerdings kann man ihre annähernde stärke (Abb. 31). Im Falle der Lublin-Wolhynien Kultur ist
Größe im derzeitigen Forschungsstadium an der Fundstelle der Bereich der vorherrschenden Wandstärken enger und
nicht bestimmen. In der Fläche A der Lublin-Wolhynien umfasst die Werte zwischen 5 und 8 mm. Die Dicke der
Kultur sind sie auf dem ganzen untersuchten Gebiet vor- Seitenwände bei der Keramik dieser Kultur war weniger
gekommen. Ein Teil von ihnen bildete einen Halbkreis differenziert als in den frühneolithischen Kulturen, die in
(Gruben 51, 534, 535, 547 und 557), in den übrigen Fäl- Zwięczyca registriert wurden. Die Unterschiede im Ver-
len werden keine sichtbaren Anhäufungen registriert. Es gleich mit der Linienbandkeramik und der Malice Kultur
wurden auch keine Wohnkonstruktionen registriert. In der treten auch im Falle der Anwendung von Magerungsmitteln
Literatur wird angenommen, dass die Gemeinschaften der zutage (Abb. 32). Die Beimischung in Form von Keramik-
Lublin-Wolhynien Kultur höchstwahrscheinlich Wohn- grus, der meistens alleine (über 35% aller Gefäßfragmente)
stätten, die sich zur Gänze auf der Oberfläche befanden, und manchmal mit Zusatz von organischer Beimischung
erreichtet haben und bis zum derzeitigen Zeitpunkt sind (ca. 12%) vorkommt, dominierte deutlich. Im Verhältnis
keine archäologisch erfassbaren Spuren erhalten geblieben zu der Linienbandkeramik verringerte sich der Anteil an
(Zakościelna 2006a, 80). der Keramik, die keine absichtlich hinzugefügte Beimi-
schung aufwies (ca. 13%). Die Menge der Magerungsmittel,
die zu der keramischen Masse hinzugefügt wurde, wurde

7
  Ich bedanke mich herzlich bei Herrn Prof. Dr. hab. Sławomir
Kadrow und Frau Dr. hab. Anna Zakościelna für Beratungen und wert-
volle Hinweise.

97
ähnlich wie in den früheren Kulturen in Zwięczyca umge- Bauch und kurzen Hals. Diese Form ist im keramischen
legt (Abb. 33). Das Gleiche tritt im Falle des prozentualen Inventar der Lublin-Wolhynien Kultur sehr populär, von
Anteils von den Typen der Oberflächenbehandlung zutage deren frühesten bis zur späten Phase, obwohl sich ihr Vor-
(Abb. 34). Im Falle der Lublin-Wolhynien Kultur werden kommen in der Phase III deutlich verringert (Zakościelna
unebene Oberflächen am häufigsten (ca. 57%) registriert. 2006a, 84–85). In Zwięczyca wurden zahlreiche Gefäße
Nur der Anteil von der mehligen Oberfläche ist im Ver- dieser Form entdeckt. Am häufigsten besaßen sie keine
gleich mit den jüngeren Kulturen etwas größer (ca. 5%). Verzierung (Abb. 35: 1, 3–4), eventuell ein Ornament in
Die morphologische Analyse ermöglichte einige Haupt- Form von kleinen runden Abdrücken (Abb. 35: 2, Taf.
formen der Gefäße der Lublin-Wolhynien Kultur zu un- 89: 2). In Zwięczyca wurde Bemalung auf den birnen-
terscheiden: förmigen Schalen nicht registriert,
– Birnenförmige Schalen (Abb. 35: 1–4). Das ist ein dünn- – S-förmige Gefäße (Abb. 36). Das war eine große Form,
wandiges, kleines Gefäß mit einem bombenförmigen meistens dickwandig, weitmündig mit einer nach außen

25

20

15
%

10

0
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25
Wandstärke in mm

Abb. 31. Zwięczyca 3. Prozentuale Verteilung der Wandstärke in den Gefäßen der Lublin-Wolhynien Kultur.

40

35

30

25
%
20

15

10

0
I II III IV V VI VII VIII IX X XI XII XIII

Abb. 32. Zwięczyca 3. Prozentuale Verteilung der einzelnen Magerungsarten in der Keramik der Lublin-Wolhynien Kultur:
I – Organisch; II – Keramikgrus, III – Steingrus; IV – Sand; V – Organisch und Keramikgrus; VI – Organisch und Steingrus;
VII – Organisch und getrockneter Ton; VIII – Organisch und Sand; IX – Organisch, Keramikgrus und Steingrus; X – Organisch,
Steingrus und Sand; XI – Keramikgrus und Steingrus; XII – Keramikgrus und Sand; XIII. Ohne Beimischung.

98
60
40

35 50

30
40
25 %
%
20 30

15
20
10
10
5

0 0
Zahlreich Mittel Wenig Keine Rauh Glatt Mehlig Zerstört

Abb. 33. Zwięczyca 3. Prozentuale Verteilung der Magerung, Abb. 34. Zwięczyca 3. Prozentuale Verteilung der
die der Keramik der Lublin-Wolhynien Kultur hinzugefügt Oberflächengestaltung der Gefäße in der Lublin-Wolhynien
wird. Kultur.

ausbiegenden Mündung. In Zwięczyca war diese Form ausladende Mündung mit einem Durchmesser von 10 cm
vor allem im Mündungsbereich, auf beiden Randseiten und einen direkt unter dem Rand durchbohrten Henkel,
oder auf dessen Kante in Form von Abdrücken und Ker- – Miniaturgefäß (Abb. 35: 8). An der Fundstelle in Zwięczyca
bungen prächtig verziert (Abb. 36: 4), diese Form besaß wurde ein Exemplar, das größtenteils erhalten ist und
oft waagrecht durchbohrte Henkel an der Gefäßmündung zu solchen Formen gerechnet werden kann, entdeckt.
(Abb. 36: 3). An der genannten Fundstelle werden auch Das war eine Miniaturschüssel mit einem Bodendurch-
Formen ohne Verzierung angetroffen (Abb. 36: 2), messer von ca. 1,5 cm und Mündungsdurchmesser von
– Runde oder ovale Schüsseln (Abb. 37: 1–5). Das waren weit- 6 cm. Das Gefäß war nicht verziert,
mündige, dünn- und dickwandige Gefäße. In Zwięczyca – Wannenförmiges Gefäß (Abb. 37: 6). Das ist eine Art von
sind sowohl kleine (z.B. Abb. 33: 2, 3) als auch deutlich der ovalen Schüssel. In Zwięczyca wurde ein gut erhalte-
größere Exemplare mit einem Mündungsdurchmesser nes Exemplar von einem solchen Gefäß mit einem Bo-
von 24 cm (Abb. 37: 5) vorgekommen. In den meisten dendurchmesser von 8 cm und Mündungsdurchmesser
Fällen wurde Verzierung nicht registriert (Taf. 81: 3, 6, von 18 cm entdeckt. Es wurde zu der dickwandigen Ke-
88: 3, 89: 1, 92: 1), manchmal lediglich in Form von ei- ramik gerechnet und war unverziert. Dieser spezifische
nem Hörnchen an der Mündung (Abb. 37: 1) oder von Schüsseltyp ist für die jüngeren Donaukulturen auf dem
Knubben (Abb. 37: 4), Gebiet Polens, darunter für die Lublin-Wolhynien Kultur
– Blumentopfförmige Gefäße (Abb. 38). Es handelt sich um charakteristisch (Kaczanowska 2006, 104, 109, 134).
weitmündige, im Bodenteil stark verjüngte Gefäße mit Die Verzierung der Lublin-Wolhynien Kultur ist, wenn
umgekehrt kegelförmiger Form. Es wurden dünn- und man sie mit der Linienbandkeramik vergleicht, nicht mehr
dickwandige Formen registriert. Im Inventar der Lublin- so stark ausgeprägt. Sie zeichnet sich durch eine prächtige
Wolhynien Kultur in Zwięczyca sind sie zahlreich vorge- Ornamentik in Form von unterschiedlichen Fingertupfen
kommen. Auf manchen Exemplaren gab es Verzierun- und Fingernagelabdrücken aus. Sie befanden sich meis-
gen nur im Mündungsbereich und in Form von kleinen tens im Mündungsbereich eines Gefäßes, direkt unter
Knubben (Abb. 38: 2), in einem Fall war die Oberfläche der Mündung, auf dessen Kante oder an dessen Innensei-
etwas rau (Abb. 38: 4), te. Sie kommen auf S-förmigen Töpfen sehr oft vor (z.B.
– Hohlfußgefäße (Abb. 35: 5–6). In Zwięczyca wurden zwei Taf. 86: 3–4, 88: 5, 7, 91: 4). Auf der dünnwandigen Kera-
kleine Gefäßfragmente entdeckt. Eine Rekonstruktion mik tauchen auch flache, runde Gruben, die das Motiv in
der Gefäßform ist nicht möglich. Es könnte sich um ei- Form von zwei Linien bilden, von denen jede durch eine
nen Hohlfußbecher handeln, wie er u.a. aus Modlniczka doppelte Reihe von Abdrücken gebildet wurde (Taf. 91: 7)
bekannt ist (Czekaj-Zastawny, Przybyła 2012, 202–203), und die in Gruppen je 4 vorkommenden Gruben, die das
– Tassen (Abb. 35: 7). In Zwięczyca wurde ein Gefäßfrag- Deltoid-Motiv bilden (Taf. 89: 2), auf. Eine analoge Form
ment, das man höchstwahrscheinlich zu dieser Form der birnenförmigen Schale mit der genannten Verzierung
rechnen kann, entdeckt (Taf. 88: 8). Es besaß eine leicht ist z.B. von der Fundstelle Wiązownica Mała bekannt

99
Abb. 35. Zwięczyca 3. LWK Gefäßformen – birnenförmige Schalen (1–4), Hohlfußgefäße (5–6), Tasse (7), Miniaturgefäß (8).

100
Abb. 36. Zwięczyca 3. LWK Gefäßformen – S-förmige Gefäße.

101
Abb. 37. Zwięczyca 3. LWK Gefäßformen – Schüsseln (1–5), wannenförmiges Gefäß (6).

102
Abb. 38. Zwięczyca 3. LWK Gefäßformen – blumentopfförmige Gefäße.

103
(Zakościelna 2010, Taf. LXXXI: 11). Auch die Verzierung im Inventar der nahe gelegenen Siedlung in Kosina, die
in Form von Henkeln kommt zahlreich vor. Die waagrecht auf die späte Phase datiert wird, auf (Kadrow 1992, Abb
durchbohrte Variante tritt meistens direkt unter der Gefäß- 8: n). Solche chronologischen Festlegungen bestätigt auch
kante (Taf. 92: 2) auf, manchmal befindet sich der Henkel das „Deltoid“ Motiv, das aus flachen, runden Gruben auf
ein bisschen über der Mündung (Taf.  86: 4). Manchmal zwei birnenförmigen Schalen gebaut ist (Taf. 89: 2, 5), das
befanden sich die Henkel auch auf dem Bauchumbruch an das frühe Bodrogkeresztur anknüpft. Das Fundinventar
(Taf. 86: 3). Die senkrecht durchbohrten Henkel besaßen der Lublin-Wolhynien Kultur aus Zwięczyca macht einen
eine hörnerförmige Form (Taf. 92: 7) und kamen immer homogenen Eindruck, die Siedlung scheint in chronolo-
auf der dickwandigen Keramik vor. In Zwięczyca ermög- gischer Hinsicht einphasig zu sein. Sie gehört der späten
licht ihr Erhaltungszustand keine Rekonstruktion der Form, Phase dieser Kultur an. Das Vorkommen der birnenförmi-
auf der sie platziert waren. An den anderen Fundstellen gen Schalen an der genannten Siedlung zeugt allerdings
kommen sie auf den großen bikonischen Amphoren oder davon, dass man es mit Funden zu tun hat, die etwas äl-
auf S-förmigen Töpfen vor (Zakościelna 2006a, 82). In ter sind als die Funde von der Fundstelle in Bronocice, wo
Zwięczyca wurden auch zwei Gefäße entdeckt, auf denen solche Formen nicht mehr registriert wurden.
der senkrecht durchbohrte Henkel sich an der Stelle, wo
der Hals in die Gefäßschulter übergeht, befand (Taf. 81: 6, 5.3.5. Die Siedlung in Zwięczyca im Vergleich
90: 1). Das ist für die Lublin-Wolhynien Kultur keine ty- mit Siedlungen der Lublin-Wolhynien Kultur
pische Maßnahme, man sollte jedoch anmerken, dass in Südost-Polen
sie in der Trichterbecherkultur populär war. Die nächste
Gruppe machte die plastische Verzierung aus, meistens in Siedlungen der Lublin-Wolhynien Kultur gelangten
Form von kleinen Hörnchen, die sich über die Gefäßkante nach Südost-Polen während ihrer späten Phase, als diese
ein bisschen erheben (Taf. 88: 3, 92: 8) und vereinzelten Kultur die maximale Reichweite ihrer Gebietsentwicklung
Knubben (Taf. 89: 9) und plastischen Leisten (Taf. 88: 6). erreichte (Kadrow, Zakościelna 2000, 221; Zakościelna
Unter den Tonfunden wurde auch ein Spinnwirtel, der 2006a, 84, Abb. 1). Außer der Siedlung in Zwięczyca sind
in der Ablagerungsschicht vorgekommen ist, entdeckt. Er noch einige Fundstellen auf diesem Gebiet bekannt, u.a. in
besaß folgende Ausmaße: Durchmesser ca. 3,5 cm, Öff- Łańcut, Fundstelle Nr. 3 und 10 (Kadrow, Kłosińska 1989;
nungsbreite 0,4 cm, zusätzlich mit Einschnitten verziert Gruszczyńska 1992) oder in Kosina, Fundstelle 35 (Kad-
(Taf. 91: 5). row 1992). Die Forschungen an diesen Fundstellen haben
die Tatsache bestätigt, dass permanente Siedlungen der
5.3.4. Relative Chronologie der Lublin- Lublin-Wolhynien Kultur auf dem Gebiet Südost-Polens
Wolhynien Kultur vorgekommen sind. Bislang ist man jedoch auf keine Grä-
ber der Lublin-Wolhynien Kultur gestoßen, die in anderen
Derzeit wird die Einteilung der relativen Chronologie Gebieten entdeckt wurden (Zakościelna 2010). Die gerin-
der Lublin-Wolhynien Kultur, die 2000 von S. Kadrow und ge Anzahl an Fundstellen, die während der mit dem Au-
A. Zakościelna vorgeschlagen wurde, angewendet (Kadrow, tobahnbau A4 verbundenen flächendeckenden Forschun-
Zakościelna 2000; Zakościelna 2006a). Zwecks chronolo- gen registriert wurden, beweist, dass Ansiedelungen dieser
gischer Erwägungen über die späte Phase dieser Kultur Kultur in Südost-Polen selten sind.
werden auch die Feststellungen betr. die Siedlung in Bro-
nocice herangezogen (Kruk, Milisauskas 1985).
Gemäß der bisherigen Forschungen wurde der Lößbo- 5.4. Die Siedlung der Tarnobrzeg-
den bei Rzeszów von der Ansiedlung der Lublin-Wolhynien Lausitzer Kultur
Kultur erst in deren jüngsten Phase, in der diese Kultur ihre
maximale territoriale Reichweite erreichte, indem sie die 5.4.1. Einleitung
Gebiete des westlichen Wolhynien und dasobere Dnjestr-
Einzugsgebiet bis zum westlichen Kleinpolen hin einge- Die ersten Funde, die mit der Bronzezeit und der frü-
nommen hat, umfasst (Kadrow, Zakościelna 2000, fig. 16; hen Eisenzeit an der Fundstelle in Zwięczyca verbunden
Zakościelna 2006a, Abb. 1). Die Datierung der Funde aus sind, wurden von Antoni Lubelczyk im Jahre 1984 wäh-
Zwięczyca bestätigt diese Befunde. Im Falle der Keramik rend der Feldbegehenungen Flächenforschungen gewon-
wurde ein völliger Mangel an bemalter Verzierung beobach- nen. Die Funde der Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur wurden
tet und dadurch kann man diese Funde mit der Phase III auch während der Sondagegrabung, die 2003 von Sylwes-
– der jüngsten Phase verbinden. Darauf weisen ebenfalls ter Czopek und Katarzyna Trybała-Zawiślak durchgeführt
die hörnerförmigen, senkrecht durchbohrten Henkel, die wurden, entdeckt; sie sind in der Ablagerungsschicht in
für die Funde aus der späten Phase der Lublin-Wolhynien einer der Gruben im östlichen Bereich der Fundstelle auf-
Kultur aus der Siedlung in Bronocice charakteristisch sind, getreten (Czopek, Trybała 2004).
hin (Kruk, Milisauskas 1985, Taf. VII: 2, 4). Sie treten auch

104
5.4.2. Befunde auf den Gräberfeldern der Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur
zahlreich angetroffen (Ligoda, Słowik 2009, 356, hier
Befunde, die mit der Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur ver- weitere Literatur),
bunden sind, sind auch in Zwięczyca, vor allem im östli- – Doppelkonische Terrinen mit einem leicht umgebroche-
chen Bereich der Fläche B aufgetreten. Die Funde dieser nen Bauch. In Zwięczyca wurde ein weitmündiges Gefäß
Einheit waren auch hier im nord-östlichen Teil der Fund- von diesem Typ mit einem Durchmesser von 16 cm, mit
stelle in den Kulturschichten gesammelt. Insgesamt wur- ausladender Mündung und unterschiedenen Hals ent-
den vier Befunde aufgrund der in deren Füllmaterial ent- deckt (Taf. 93: 8),
deckten Keramikfragmente zu der Tarnobrzeg- Lausitzer – Teller. Das ist eine allgemeine Form in der Tarnobrzeg-
Kultur gerechnet. Es waren zwei Pfostengruben, ein Graben Lausitzer Kultur. In Zwięczyca wurden derartige Funde
und eine Siedlungsgrube, die sich teilweise außerhalb des in großer Zahl entdeckt, manche von ihnen besaßen Ver-
Untersuchungsflächen befand. Der Graben war zusätzlich zierungen auf der Innenseite in Form von Fingertupfen
mit der Pfostengrube, in der keine Funde entdeckt wurden, und Fingernagelabdrücken (Taf. 93: 6–7),
verbunden (Befunde 349 und 379). Drei von den beschrie- – Hohlfußgefäße. In Zwięczyca wurde ein Gefäßfragment
benen Objekten sind nebeneinander im östlichen Bereich von diesem Typ entdeckt (Taf. 93: 5). Aufgrund des frag-
der Grube B aufgetreten und eine Pfostengrube wurde im mentarischen Erhaltungszustands konnte dessen Form
westlichen Bereich dergleichen Grube registriert. Der Ab- zur Gänze nicht rekonstruiert werden.
stand zwischen ihnen betrug ca. 120 Meter. Wenn man die nicht so zahlreich gewonnenen Funde
der Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur berücksichtigt, muss die
5.4.2.1. Räumliche Analyse Analyse der Verzierungen auf den Gefäßen dieser Kul-
Die Befunde, die mit der Tarnobrzeg-Lausitzer Kul- tur begrenzt sein. In Zwięczyca hat man die Gefäßorna-
tur verbunden sind, wurden lediglich in der Fläche B im mentik, die mittels ein paar Techniken gefertigt wurden,
nördlichen Bereich der Fundstelle entdeckt. Aufgrund des registriert:
recht kleinen Gebietes, auf dem die Überreste dieser Kultur – Mittels des Abdrucks, als Fingertupfen und Fingerna-
aufgetreten sind, ist es schwierig, die Raumplanung dieser gelabdrücke (Taf. 93: 6–7),
Siedlung zu rekonstruieren. Höchstwahrscheinlich war die – Mittels der plastischen Technik, in Form von ovalen
Siedlung mit den oberirdischen Konstruktionen, die sich Knubben (Taf. 93: 8) und plastischen Leisten, zusätz-
auf Holzpfosten stützten, bebaut. Vereinzelte Keramikfrag- lich mit Fingertupfen, die auf dem Bauch (Taf. 93: 9)
mente der Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur und eine Eisennadel oder bei der Gefäßmündung (Taf. 93: 4) platziert sind,
wurden auch in den anderen Gruben (in der Fläche A und verziert,
in den Sondagegrabung C aus dem Jahre 2003) entdeckt; sie – Mittels der Rauung auf der ganzen Fläche des eiförmi-
befanden sich jedoch in den Ablagerungsschichten. gen Topfes (Taf. 93: 9).

5.4.3. Keramische Funde 5.4.4. Relative Chronologie der Tarnobrzeg-


Lausitzer Kultur
Infolge der Ausgrabungen in den Jahren 2005–2008
wurden insgesamt 215 Keramikfragmente der Tarnobrzeg- Die wenigen und uncharakteristischen Funde der
Lausitzer Kultur entdeckt, wobei 22 Fragmente sich in Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur, die in Zwięczyca entdeckt
den Gruben, 192 in den Kulturschichten befanden und wurden, ermöglichen keine präzise Analyse der relativen
1 Fragment wurde als loser Fund gefunden. Es wurde auf Chronologie dieser Kultureinheit. Die Keramik, die in den
die statistischen Analysen der Keramik aufgrund der nicht Objekten aufgetreten ist, war nicht verziert. Am genaus-
so zahlreichen Funde, die in den Objekten entdeckt wur- ten kann man eine Eisennadel, die aus der Ablagerungs-
den, verzichtet. In der Keramik hat man drei Arten der schicht im Jahre 2003 gewonnen wurde, datieren. Das war
verwendeten Beimischung beobachtet. Die Beimischung ein Exemplar mit einem abgeflachten und zu einem Hen-
machten Steingrus, Keramikgrus und Sand aus. Manch- kel aufgerollten Kopf, das auf die Hallstattzeit datiert wird
mal wird eine Verbindung von Steingrus- und Keramik- (Czopek 1992, 124; Czopek, Trybała 2004, 269). Unter den
grusmagerung angetroffen. In den meisten Fällen ist die keramischen Funde waren zahlreiche Teller, die u.a. mit
Beimischung in der Keramik sehr zahlreich vorgekom- Geflecht- und Fingerabdrücken verziert waren, charakteris-
men. Keramische Funde charakterisierten sich allgemein tisch. Diese Funde können auch mit der frühen Eisenzeit in
durch deren starke Zerstreuung und aus diesem Grund Verbindung gebracht werden (Czopek, Podgórska-Czopek
konnte man nur einige Gefäßformen unter dem Inventar 1991, 101), also mit der jüngeren Phase der Tarnobrzeg-
aus Zwięczyca rekonstruieren: Lausitzer Kultur (siehe Czopek 1996, 12). Auch das Vor-
– Eiförmige Töpfe. Manche von ihnen hatten eine raue kommen der eiförmigen Töpfe, die mit plastischen Leis-
Oberfläche (Taf.  93: 9). Die Gefäße mit einer so vor- ten verziert sind, sind für die Endphase III dieser Kultur
bereiteten Außenfläche werden in den Siedlungen und charakteristisch (Ligoda, Słowik 2009, 361).

105
5.5. Die frühmittelalterliche Siedlung 5.5.4 Relative Chronologie der
frühmittelalterlichen Funde
5.5.1. Einleitung
Aufgrund der keramischen Fragmente wurde die Chro-
Auch Funde, die mit der Zeit des frühen Mittelalters nologie des wannenförmigen Objekts auf das 9. Bis in die
in Verbindung gebracht werden können, sind vereinzelt erste Hälfte des 10. Jh. datiert. Einzelne Fragmente besa-
vorgekommen und größtenteils mit dem Befund 243 ver- ßen Merkmale der Keramik aus dem 8. Jh. (Cygan, Dębiec
bunden. Die genaue Analyse dieser Funde wurde schon 2008, 235). Die wannenförmigen Objekte in Südost-Polen
2008 präsentiert (Cygan, Dębiec 2008) und deswegen wer- werden auf den Zeitraum vom 8. bis zum 10. Jh. datiert.
den die Informationen hinsichtlich der frühmittelalterli-
chen Siedlung in der vorliegenden Publikation lediglich 5.5.5. Die Siedlung in Zwięczyca im Vergleich
kurz dargestellt. mit der frühmittelalterlichen Besiedlung
Südost-Polens
5.5.2. Das wannenförmige Objekt
In Südost-Polen wurden frühmittelalterliche wannen-
Bis auf zwei Funde, die aus der Ablagerungsschicht ge- förmige Objekte, die höchstwahrscheinlich die Überres-
wonnen wurden, wurden fast alle Funde, die mit der Zeit te der Wohnkonstruktionen ausmachen, u.a. in Bachórz,
des frühen Mittelalters verbunden sind, in dem Befund Brzesko, Brzeźnica, Góra Motyczna, Niepla, Stasiówka,
243 entdeckt (Taf.  6). Diese Grube besaß eine ähnliche Wołodź oder an der am weitläufigsten erforschten (wäh-
Form wie ein Rechteck mit abgerundeten Ecken mit fol- rend der Autobahn-Rettungsforschungen) Fundstelle in
genden Ausmaßen: 415×196 cm und Fläche ca. 8 m². Die Żyraków entdeckt (Okoński, Szpunar 2009; Okoński 2009;
maximale Mächtigkeit des Objekts betrug 59 cm. Entlang 2011). Die Objekte von diesem Typ wurden am nähes-
der Wände war ein dunklerer Rand mit Holzkohle sicht- ten der Fundstelle in Zwięczyca an der Fundstelle Nr.  3
bar. Im Füllmaterial wurden außer der frühmittelalterli- in Rzeszów-Staromieście registriert (Cygan, Dębiec 2008,
chen Keramik zahlreiche Steine, Holzkohle, Hüttenlehm- hier weitere Literatur).
klumpen und Gefäßfragmente der Linienbandkeramik
auf dem sekundären Vorkommen entdeckt. Die genann-
te Grube wurde als das sog. wannenförmige Objekt, das 5.6. Neuzeitfunde
höchstwahrscheinlich den eingetieften Teil eines größeren
oberirdischen Wohngebäude darstellte, interpretiert (Cy- An der Fundstelle in Zwięczyca sind auch Fragmen-
gan, Dębiec 2008, 234–235; Kobyliński 1988; 1988a; Par- te der neuzeitlichen und gegenwärtigen Keramik spärlich
czewski 1988; 2003). Die Keramik, die aus diesem Objekt aufgetreten. Sie sind meistens in der Humusschicht und
stammt, kann man auf das 9. bis erste Hälfte des 10. Jh. im Deckenteil des Unterbodens vorgekommen. Sie können
datieren, wobei manche Fragmente Merkmale aus dem mit dem gegenwärtigen Ackerbau in Verbindung gebracht
8. Jh. besitzen (Cygan, Dębiec 2008, 235). werden. Die Funde von diesem Typ sind meistens während
der Düngung aufs Ackerland gelangt.
5.5.3. Keramische Funde

Die Funde aus dem Befund 243 (insgesamt 92 Frag- 5.7. Brandgrab
mente der frühmittelalterlichen Keramik) zeichnete eine
starke Zerstreuung aus. Zur Gefäßanfertigung hat man Im westlichen Teil der Fläche  B, dort wo sich der
Ton mit Beimischung von Steingrus und Sand verwendet. Humus und die Ablagerungsschicht berühren, wurden
Die Gefäßoberfläche war spröde oder rau. Auf den Mün- durchbrannte menschliche Knochen, die eine Anhäufung
dungsfragmenten hat man Abdrehspuren beobachtet. Die ohne deutliche Grenzen bildeten, entdeckt (anthropologi-
erwähnte Zerstreuung der keramischen Sammlung ermög- sche Analyse der entdeckten Überreste im Kapitel 8). Die
lichte keine Rekonstruktion der Gefäßformen. Die Gefäße entdeckten Überreste wurden nicht von Funden, die man
hatten nach außen ausbiegenden Ränder und besaßen abge- mit der Ausstattung des Verstorbenen verbinden könnte,
rundete oder flach abgeschnittene Kanten. Es sind folgende begleitet. In der Nähe des Grabs wurden ein Objekt der
Verzierungstypen aufgetreten: Waagrechte Rillen, die mit Linienbandkeramik, das höchstwahrscheinlich die Funk-
einem einzinkigen Werkzeug gemacht wurden, waagrechte tion einer Längsgrube erfüllte und eine Pfostengrube der
gewellte Ritzlinien, die mit einem einzinkigen Werkzeug Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur registriert. Es scheint am
gemacht wurden, waagrechte gewellte Ritzlinien, die mit wahrscheinlichsten zu sein, dass das entdeckte Grab mit
einem Kamm gemacht wurden und eine Kombination von der Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur verbunden wird, wo die
waagrechten und gewellten Linien, die mit einem einzin- Brandbestattungen im Bestattungsritus dominieren. Man
kigen Werkzeug gemacht wurden. kann jedoch nicht ausschließen, dass die Bestattung ei-
ne ältere Chronologie gehabt haben könnte und mit der

106
Linienbandkeramik verbunden war. In den letzten Jah- Jegliche Proben aus der ersten Serie stammten aus
ren wurde ein Gräberfeld dieser Kultur bei Krakau, das Gruben, die aufgrund der gewonnenen Funden mit der
ausschließlich Brandgräber erbrachte, entdeckt (Czekaj- Linienbandkeramik in Verbindung gebracht worden sind
Zastawny, Przybyła 2012). Zahlreiche Gräber der Linien- (Gruben 36, 85 und 116). Zwei Datierungen aus Grube 36
bandkeramik werden auch in den Siedlungen dieser Kultur sind sich ähnlich und mit den Bestimmungen der relati-
entdeckt (Veit 1996). Die Bernsteinperle, die in der Ablage- ven Chronologie übereinstimmend (das Objekt wurde auf
rungsschicht ca. drei Meter von einer Knochenanhäufung die Phase NIII/ŽI datiert) (Abb. 39, 40). Sie besitzen Be-
entdeckt wurde, machte den einzigen Fund, der die poten- reiche bei 95,4% Wahrscheinlichkeit: 5311–5066 BC und
zielle Grabausstattung darstellen könnte, aus. Die Funde 5221–5000  BC. Zu einem ähnlichen Schluss kann man
von diesem Typ sind im Kontext der Linienbandkeramik gelangen, indem man das Datum aus Befund 116: 5202–
nicht bekannt; es fehlt auch an Analogien für solch eine 4844 BC analysiert (Abb. 41). Das Datum aus Befund 85
Form der Perle in der Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur. Bern- überschreitet erheblich den Zeitrahmen, der für die Lini-
stein wird am häufigsten in den Funden aus der Römerzeit enbandkeramik (5990–5720 BC) angenommen wurde. In
entdeckt, allerdings fehlt es in diesem Teil der Fundstelle der nächsten Probenserie (die 2014 durchgeführt wurde)
an Funden und Befunden, die mit dieser Zeit verbunden wurden drei Datierungen aus den Objekten, die mit der Li-
sind. Sie wurden lediglich in den Ablagerungsschichten auf nienbandkeramik verbunden sind, gewählt (Befunde 289,
dem Gebiet der Sondierungsgrabung aus dem Jahre 2003, 389 und 670). Nur im Falle von einer Datierung kann man
die im östlichen Teil der Fundstelle lokalisiert waren, ent- sagen, dass das Ergebnis in den genannten chronologischen
deckt (Czopek, Trybała 2004, 269). Bereich für diese Kultur hineinpasst. Das Radiokarbonda-
tum aus Befund 670 erreicht bei 95,4% Wahrscheinlichkeit
den Bereich 5837–5380 BC. Die Probe wurde aus einer der
5.8. Radiokarbondatierungen Vertiefungen des Objekts, in dem die mit der Phase NII
verbundene Keramik entdeckt wurde, gewonnen, was der
Die archäologische Untersuchung der Fundstelle in Untergrenze des absoluten Datums entsprechen würde. Die
Zwięczyca lieferte äußerst wenige organischer Funde, die nächsten zwei Daten stammten auch aus den Objekten, die
Radiokarbondatierungen ermöglichen. Der Lößuntergrund zu der Linienbandkeramik gerechnet wurden (Befunde 289
am Ort ist für die Erhaltung organischer Substanzen nicht und 389) (Tabelle 13). In beiden Fällen schließen die chro-
günstig, was einen Einfluss auf die eingeschränkte Auswahl nologischen Bereiche nach der Kalibrierung den Zusam-
von Proben für die Radiokarbonbestimmungen ausgeübt menhang dieser Datierungen mit der Linienbandkeramik
hatte. Trotzdem wurde der Versuch gestartet, ein Dutzend aus. Das nächste absolute Datum wurde für das Objekt der
Proben, die man für die absolute Datierung nutzen könnte, Malice Kultur ausgeführt (Befund  232). Auch in diesem
auszuwählen (Tabelle 13). Die erste Serie von den Radio- Fall ermöglicht der gewonnene Bereich nach der Kalibrie-
karbonbestimmungen wurde im Jahre 2006 im Radiokar- rung 6627–5908 BC nicht, es mit dieser Kultureinheit in
bonlabor in Posen durchgeführt. Deren Ergebnisse samt Verbindung zu bringen. Das letzte Radiokarbondatum hat
Analyse wurden anschließend in einem Artikel veröffent- man aus der Probe aus dem Befund der Lublin-Wolhyni-
licht (Dębiec, Dzbyński 2007b). Die nächste Serie von fünf en Kultur gewonnen (Befund 291). In diesem Fall war das
Datierungen wurde 2014 beauftragt und durch das Labor Datum nach der Kalibrierung (2896–2486 BC) eindeutig
für Absolute Datierungen durchgeführt. zu jung im Verhältnis zu dem erwarteten Datum, somit

Abb. 39. Zwięczyca 3. Datierung und Kalibrierung der Probe Abb. 40. Zwięczyca 3. Datierung und Kalibrierung der Probe
Poz-16475 aus Grube 36. Poz-16477 aus Grube 36.

107
muss es auch hier außer Acht gelassen werden. Die Unter-
schiede der erhaltenen Ergebnisse bei den Radiokarbon-
datierungen im Verhältnis zu den erwarteten Ergebnissen
können einen Zusammenhang mit dem Vorkommen von
Holzkohle in sekundärer Lagerung oder mit der Einwir-
kung von pedogenetischen Prozessen haben (z.B. Eiskeile,
Bioturbation oder Tieraktivitäten).
Die Radiokarbondatierungen aus Zwięczyca bedeuten
erst den Beginn der Studien über die absolute Chronolo-
gie der Linienbandkeramik in Südost-Polen. Damit diese
Studien fortgesetzt werden können, muss die Grundlage
der Radiokarbondatierungen erweitert werden.
Abb. 41. Zwięczyca 3. Datierung und Kalibrierung der Probe
Poz-16479 aus Befund 116.

Tabelle 13. Zwięczyca 3. Radiokarbondatierungen.


Lfd. Konventionelle
Herkunft der Probe Kulturzugehörigkeit Art der Probe Labornummer
Nr. Datierung [BP]
1. B. 36 LBK Holzkohle Poz-16475 6240±40 BP
2. B. 36 LBK Holzkohle Poz-16477 6170±40 BP
3. B. 85 LBK Holzkohle Poz-16478 6960±60 BP
4. B. 116 LBK Holzkohle Poz-16479 6070±40 BP
5. B. 232 KM Holzkohle MKL-2155 7140±100 BP
6. B. 289 LBK Holzkohle MKL-2156 6860±100 BP
7. B. 291 LWK Holzkohle MKL-2157 4130±90 BP
8. B. 389 LBK? Holzkohle MKL-2153 9910±110 BP
9. B. 670 LBK Holzkohle MKL-2154 6680±120 BP

Die geringen kulturellen Hinterlassenschaften zeugen von


5.9. Zusammenfassung des einem nicht dauerhaften Verweilen der Gemeinschaft,
Besiedlungsablaufes die mit dieser Kultur identifiziert wird. Es kann jedoch
nicht ausgeschlossen werden, dass die potenziellen Über-
Mehrjährige Forschungen in Zwięczyca haben es er- reste der Malice Kultur sich auf dem von den bisherigen
möglicht, die chronologische Reichweite der Fundstelle im Ausgrabungsforschungen nicht erfassten Gebiet befinden
Verhältnis zu den Informationen, die aufgrund der Ober- können. Der Mangel an den Funden aus der frühen Phase
flächenforschungen im Rahmen der Archäologischen Auf- dieser Kultureinheit zeugt höchstwahrscheinlich von einem
nahme Polens gewonnen wurden, zu erweitern und haben vorübergehenden Ansiedlungshiatus an der Fundstelle in
das Bestehen einiger Ansiedlungsphasen offenbart. Die Zwięczyca – zwischen dem Ende der Linienbandkeramik
älteste Ansiedlungsphase wurde durch eine frühneolithi- und er mittleren Phase der Malice Kultur. Die nächste An-
sche Siedlung, die mit der Linienbandkeramik verbunden siedlungsphase ist mit der Lublin-Wolhynien Kultur, die
war, vertreten. Die Gemeinschaften dieser Kultur haben in eine schon voll entwickelte äneolithische Einheit darstellt,
Zwięczyca eine große Siedlung, die mit Langhäusern bebaut verbunden. Die Analyse der keramischen Funde ermög-
war und an dieser Stelle die ganze Entwicklungsperiode lichte es, sie mit der jüngsten Phase III in Verbindung zu
dieser archäologischen Einheit hindurch funktionierte, ge- bringen. Zwischen der Ansiedlung der Malice Kultur und
gründet. Die ersten Ansiedlungsspuren, die mit der Linien- der Lublin-Wolhynien Kultur ist also die nächste Periode
bandkeramik verbunden sind, kann man mit deren frühen eingetreten, in der die Fundstelle in Zwięczyca höchstwahr-
Vornotenkopfphase und die späteren Spuren mit dem Ende scheinlich unbewohnt blieb. Die entdeckten Überreste der
der späten Phase ŽIIb in Verbindung bringen. Es wurden Lublin-Wolhynien Kultur waren eindeutig zahlreicher als
aber keine Funde, die man mit der Endphase verbinden die der vorangehenden Malice Kultur. Diese Einheit um-
würde (ŽIII), registriert. Die nächste Ansiedlungsepisode fasste jedoch ein eindeutig kleineres Gebiet als die hier
ist mit der mittleren Phase der Malice Kultur verbunden. registrierte Siedlung der Linienbandkeramik. Die Gruben

108
wurden in Fläche A und in der Sondagegrabung C aus bung C aus dem Jahre 2003 entdeckt wurden, vertreten.
dem Jahre 2003 lokalisiert. Die nächste Ansiedlungspha- Es wurden keine Erdgrubenobjekte, die mit dieser Kultur
se in Zwięczyca ist mit der frühen Eisenzeit, die durch die verbunden sind, registriert. Die letzte Ansiedlungsperiode
Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur vertreten wird, verbunden, der Fundstelle in Zwięczyca ist mit der Zeit des Frühmit-
was auf den nächsten Ansiedlungshiatus zwischen dem telalters verbunden und wird durch ein einzelnes wannen-
späten Äneolithikum und der frühen Eisenzeit hinweist. förmiges Objekt, das höchstwahrscheinlich einen Teil des
Die gewonnenen Funde der Tarnobrzeg-Lausitzer Kultur Wohngebäudes darstellt, vertreten. Außer der erwähnten
zeugen davon, dass an der Fundstelle die feste Siedlung Grube wurden keine frühmittelalterlichen Objekte mehr
dieser Einheit funktionierte. Es ist jedoch schwierig, die registriert. Diese Periode ist die letzte Ansiedlungsphase,
Ausmaße der Siedlung mindestens annähernd zu bestim- die an der Fundstelle in Zwięczyca registriert wurde. Die
men. Die nächste Ansiedlungsphase sollte mit der Zeit der späteren Funde stammen schon aus der Neuzeit und der
römischen Einflüsse in Verbindung gebracht werden und sie heutigen Zeit und sind mit der Gewinnung landwirtschaft-
wird durch die nicht so zahlreichen Funde der Przeworsk licher Flächen auf diesem Gebiet und mit Kriegshandlun-
Kultur, die in der Ablagerungsschicht in der Sondagegra- gen (Schützengräben) verbunden.

109
6. Steinfunde (Andrzej Pelisiak)

6.1. Beschreibung der Funde, die mittels Schlagflächenreste (1 St.), polyedrische Schlagflächenreste
Silextechniken hergestellt wurden (4 St.) oder einen punktförmigen Schlagflächenrest (1 St.).
Sie haben konvexe (2 St.) oder flache (5 St.) Schlagbeulen.
6.1.1. Materialien, die in Befunden der In einem Fall bedeckt die Kortex bis zu 50% der Fläche, im
Linienbandkeramik entdeckt wurden anderen – über 50%. Sie haben eine durchschnittliche Länge
von 29,08 mm (bei einem Schwankungsbereich von 14 bis
In den Befunden der LBK wurden 380 Silices fest- 85 mm), eine durchschnittliche Breite von 15,62 mm (von
gestellt (Tab. 14), darunter 69 Geräte (Tab. 15, 19–21). 6 bis 22 mm), eine durchschnittliche Dicke auf der Schlag-
Hier dominieren Materialien aus Obsidian, Wolhynien- beule von 5 mm (von 2 bis 8 mm), eine durchschnittliche
Feuerstein, Schokoladen-Feuerstein, Jura-Feuerstein und Dicke im Mittelteil 3,85 mm (von 2 bis 6 mm).
Świeciechów-Feuerstein. Am zahlreichsten kommen Klingen aus Wolhynien-
Klingenkerne. Es wurden 11 Exemplare vermerkt, vier Feuerstein vor (33 St.) (Tab. 14) (Taf. 98: 4–7). Es wurden
davon wurden aus Obsidian hergestellt. Das sind: einer mit 6 Exemplare, die zur Gänze erhalten sind, 10 Schlagflächen-
präparierter Schlagfläche, Abbaufläche überdeckt die Sei- reste, 9 Mittelteile, 7 Distalenden, 1 Mittelteil+Distalende
te am Rand, Kernwinkel 90°, Lateralflächen und Kernrü- und 11 Kernfußenden vermerkt. Sie haben flächige Schlag-
cken natürlich (Taf. 94); ein extrem abgenutzter Kern mit flächenreste (5 St.), polyedrische Schlagflächenreste (9 St.)
mehrmals abgeänderter Kernorientierung, in der letzten und linearere Schlagflächenreste (2 St.). Deren Schlagbeu-
Phase mit Abschlagabnutzung (Taf. 95: 1); ein Fragment len sind konvex (6 St.) und flach (10 St.). In 5 Fällen ist die
des zerbröckelten Kerns und ein Negativtrümmer mit ei- Fläche bis zu 50% und in 2 Fällen über 50% mit Kortex be-
ner partiellen Kortex oder einem extrem abgenutzten Kern. deckt. Die erhaltenen Exemplare haben eine durchschnittli-
Unter fünf Exemplaren aus Jura-Feuerstein befinden sich: che Länge von 25,76 mm (von 10 bis 49 mm), eine durch-
zwei extrem abgenutzte Kerne, in der letzten Phase mit schnittliche Breite von 15,03 mm (von 6 bis 23 mm), eine
Abschlagabnutzung, die Schlagfläche und Lateralflächen durchschnittliche Dicke auf der Schlagbeule von 4,06 mm
sorgfältig präpariert (Taf. 95: 2–3); 1 Fragment des Klin- (von 2 bis 6 mm), eine durchschnittliche Dicke im Mittel-
genkerns mit einer Schlagfläche; 1 Abschlag-Kern, abge- teil von 3,39 mm (von 1 bis 7 mm).
nutzt, Lateralflächen und Kernrücken mit einer partiellen Die Klingen aus dunklem Schokoladen-Feuerstein
Kortex, Kernwinkel 90° (Taf. 96) und 1 Negativtrümmer (9 Exemplare) (Taf. 99: 1–2) (Tab. 14) sind in 4 Fällen zur
oder ein extrem abgenutzter, zerbröckelter Kern. Darü- Gänze, in 2 Exemplaren mit Schlagflächenrest und in 3 mit
ber hinaus wurden vermerkt: 1 abgenutzter Klingenkern einem Distalende erhalten geblieben. Sie haben gewöhnlich
mit einer Schlagfläche, Kernwinkel 90°, eine Lateralfläche ein leicht durchgeschlagenes Ende (7 St.). Auf den erhalte-
natürlich, andere Lateralflächen präpariert, Schlagfläche nen Teilen gibt es polyedrische Schlagflächenreste (3 St.),
präpariert, in der letzten Phase als Schlaginstrument ge- linearere Schlagflächenreste (1  St.) und punktförmigere
nutzt, Świeciechów-Feuerstein (Taf. 97) und 1 Fragment Schlagflächenreste (2 St.). Sie haben konvexe (2 St.) oder
des durchgebrannten Klingenkerns. deutlich flache (4 St.) Schlagbeulen. In 4 Fällen ist deren
Klingen von Kernen mit einer Schlagfläche. Sie stel- Fläche bis zu 50% mit Kortex bedeckt, ein Exemplar ist zur
len die umfangreichste Gruppe der Silices dar. Sie wurden Gänze mit Kortex bedeckt. Sie haben eine durchschnittli-
aus verschiedenen Rohstoffen hergestellt, vor allem aus che Länge von 37,22 mm (von 15 bis 89 mm), eine durch-
Obsidian, Wolhynien-Feuerstein, hellem Schokoladen- schnittliche Breite von 15,55 mm (von 9 bis 23 mm), eine
Feuerstein, Jura-Feuerstein und Świeciechów-Feuerstein. durchschnittliche Dicke auf der Schlagbeule von 3,17 mm
Seltener kommen Klingen aus dunklem Schokoladen-Feu- (von 2 bis 4 mm), eine durchschnittliche Dicke im Mittel-
erstein, Findling-Feuerstein und Gościeradów-Feuerstein teil von 2,89 mm (von 1 bis 4 mm).
vor. In vier Fällen wurden sie aufgrund des Durchbren- Klingen aus hellem Schokoladen-Feuerstein (31 Exem-
nens hinsichtlich des Rohstoffs nicht klassifiziert (Tab. 14). plare) (Tab. 14) (Taf. 99: 3–7) sind im 5 Fällen zur Gänze,
Es wurden 13 Klingen aus Obsidian (Taf. 98: 1–3) in 11 Exemplaren mit Schlagflächenresten, in 9 mit Mit-
(Tab. 14) festgestellt. 3 Stück sind zur Gänze, 4 St. mit Schlag- telteil, in 5 mit einem Distalende und in einem Fall mit
flächenresten, 5 St. im Mittelteil, 1 St. mit Distalende und einem Mittelteil+Distalende erhalten geblieben. In 8 Fäl-
4 St. mit Kernfußenden erhalten geblieben. Sie haben flächige len haben sie ein durchgeschlagenes Ende. Auf den erhal-

110
tenen Teilen haben sie flächige Schlagflächenreste (4 St.), die durchschnittliche Breite 24,75 mm (von 15 bis 33 mm),
polyedrische Schlagflächenreste (7 St.), linearere Schlag- die durchschnittliche Dicke auf der Schlagbeule 5,2 mm
flächenreste (4  St.) oder einen punktförmigeren Schlag- (von 3 bis 9 mm), die durchschnittliche Dicke im Mittel-
flächenrest (1 St.). Deren Schlagbeulen sind konvex (9 St.) teil 3,71 mm (von 1 bis 8 mm).
oder flach (7 St.). 4 Exemplare sind bis zu 50% mit Kortex Es wurden 19 einseitige Abschläge aus Wolhynien-
bedeckt, 3 Klingen haben über 50% der Fläche mit Kor- Feuerstein vermerkt (Tab. 14). Es wurden 12 ganze Ex-
tex bedeckt. Sie haben eine durchschnittliche Länge von emplare und 7 mit einem Distalende registriert. Deren
26,47 mm (von 12 bis 55 mm), eine durchschnittliche Brei- Profile sind gerade (6 St.) oder gebeugt (4 St.). Sie haben
te von 14 mm (von 8 bis 22 mm), eine durchschnittliche konvexe (3 St.) oder flache (7 St.) Schlagbeulen, flächige
Dicke auf der Schlagbeule von 4,38 mm (von 2 bis 8 mm), Schlagflächenreste (5  St., in 2 Fällen mit Kortex), linea-
eine durchschnittliche Dicke im Mittelteil von 3,97  mm re Schlagflächenreste (5 St.) oder polyedrische Schlagflä-
(von 1 bis 7 mm). chenreste (2 St.). In 3 Fällen bedeckt Kortex über 50% von
Es wurden 28 Klingen aus Jura-Feuerstein beobachtet deren Fläche. Sie haben eine durchschnittliche Länge von
(Taf. 99: 8–10) (Tab. 14). In 6 Fällen sind sie zur Gänze, in 23,26 mm (von 4 bis 48 mm), eine durchschnittliche Brei-
fünf Exemplaren mit Schlagflächenresten, in zehn mit ei- te von 24,68 mm (von 11 bis 41 mm), eine durchschnitt-
nem Mittelteil, 6 mit einem Distalende und 11 mit einem liche Dicke auf der Schlagbeule von 6,08 mm (von 3 bis
durchgeschlagenen Ende erhalten geblieben. Sie besitzen 11  mm), eine durchschnittliche Dicke im Mittelteil von
flächige Schlagflächenreste (2 St.), polyedrische Schlagflä- 4,5 mm (von 1 bis 8 mm).
chenreste (2 St.), linearere Schlagflächenreste (6 St.) und Unter den Funden aus Schokoladen-Feuerstein (18 St.)
einen punktförmigeren Schlagflächenrest (1 St.). Sie haben dominieren diejenigen, die aus hellem Schokoladen-Feu-
konvexe (4 St.) oder flache (7 St.) Schlagbeulen. Eine ist erstein hergestellt wurden (12 St.) (Tab. 14). Diese Funde
bis zu 50%, eine über 50% mit Kortex bedeckt. Sie haben werden zusammen analysiert. Es gibt 14 ganze Exemplare
eine durchschnittliche Länge von 28,22  mm (von 14  bis und 4 mit einem Distalende. Deren Profil ist gerade (9 St.)
59  mm), eine durchschnittliche Breite von 14  mm (von oder gebeugt (5 St.). Deren Schlagbeulen sind konvex (6 St.)
8 bis 23 mm), eine durchschnittliche Dicke auf der Schlag- oder flach (8 St.). Sie besitzen flächige Schlagflächenreste
beule von 3,82 mm (von 2 bis 7 mm), eine durchschnitt- (2 St. – darunter einen mit Kortex), lineare Schlagflächen-
liche Dicke im Mittelteil von 3,63 mm (von 1 bis 8 mm). reste (6 St.), punktförmigere Schlagflächenreste (1St.) oder
Es wurden 12 Klingen aus Świeciechów-Feuerstein polyedrische Schlagflächenreste (5 St.). 2 Exemplare sind
vermerkt (Tab. 14) (Taf. 100: 1–3). In 3 Fällen sind sie zur bis zu 50% mit Kortex bedeckt, in 3 Fällen bedeckt Kor-
Gänze, 4 Exemplare mit Schlagflächenresten, 2 mit einem tex über 50% der Fläche. Deren durchschnittliche Länge
Mittelteil, 3 mit einem Distalende und 5 mit einem durch- beträgt 12,83 mm (von 11 bis 37 mm), die durchschnitt-
geschlagenen Ende erhalten geblieben. Sie besitzen flächige liche Breite 24,56  mm (von 12 bis 50  mm), die durch-
Schlagflächenreste (2 St.), polyedrische Schlagflächenreste schnittliche Dicke auf der Schlagbeule 5,57 mm (von 2 bis
(4 St.) oder lineare Schlagflächenreste (1 St.). Die Schlag- 11 mm), die durchschnittliche Dicke im Mittelteil 5,8 mm
beulen sind konvex (2 St.) oder flach (5 St.). In einem Fall (von 2 bis 18 mm).
bedeckt Kortex über 50% der Fläche des Exemplars. Sie Es wurden 9 Exemplare aus Jura-Feuerstein verzeich-
haben eine durchschnittliche Länge von 28,17 mm, eine net (Tab. 14). In 8 Fällen sind sie zur Gänze und in einem
durchschnittliche Breite von 15 mm (von 8 bis 22 mm), ei- Fall mit einem Distalende erhalten geblieben. Deren Pro-
ne durchschnittliche Dicke auf der Schlagbeule von 5 mm file sind gerade (8 St.) oder gebeugt (2 St.). Deren Schlag-
(von 2 bis 8 mm), eine durchschnittliche Dicke im Mittel- beulen sind konvex (6 St.) oder flach (2 St.). Sie besitzen
teil von 4,17 mm (von 1 bis 6 mm). flächige Schlagflächenreste 1St.), lineare Schlagflächenres-
Darüber hinaus wurden einzelne Klingen aus Find- te (4 St.) oder polyedrische Schlagflächenreste (3 St.). Ein
ling-Kreidefeuerstein und aus Gościeradów-Feuerstein und Exemplar ist bis zu 50% mit Kortex bedeckt, im Falle eines
5 durchgebrannte Exemplare vermerkt (Tab. 14). Exemplars ist die Fläche mit Kortex größer. Sie haben eine
Einseitige Abschläge. In den bandkeramischen Gru- durchschnittliche Länge von 25,78 mm (von 17 bis 40 mm),
ben wurden 65 einseitige Abschläge registriert. Sie wurden eine durchschnittliche Breite von 24,44  mm (von 20 bis
aus verschiedenen Rohstoffen hergestellt (Tab. 14), wobei 36 mm), eine durchschnittliche Dicke auf der Schlagbeule
keiner entscheidend dominiert. von 5 mm (von 3 bis 8 mm), eine durchschnittliche Dicke
Aus Obsidian wurden 8 Exemplare hergestellt (Tab. 14). unter der Schlagbeule von 5,13 mm (von 3 bis 11 mm).
Es wurden 5 ganze Exemplare und 3 mit einem Distalen- In den Befunden der Kultur wurden außerdem 7 durch-
de verzeichnet. Deren Profile sind gerade (3 St.) oder ge- gebrannte Exemplare, 2 aus Świeciechów-Feuerstein und
beugt (4 St.). Sie besitzen konvexe (1 St.) oder flache (3 St.) 2 aus Feuersteinmergel verzeichnet.
Schlagbeulen. Deren Schlagflächenreste sind flächig (1 St.), Mehrseitige Abschläge. Es wurden 29, hinsichtlich des
linear (2 St.) oder polyedrisch (2 St.). Eins ist bis zu 50% Rohstoffs unterschiedliche Exemplare registriert (Tab. 14).
und eins bis über 50% mit Kortex bedeckt. Deren durch- Sie werden zusammen analysiert. Es wurden 26 ganze Ex-
schnittliche Länge beträgt 23,86 mm (von 13 bis 45 mm), emplare, 1 mit einem Proximalende, 2 mit einem Distalen-

111
de verzeichnet. Deren Profile sind gerade (18 St.) oder mit ge, fast gerade, schräge Kratzerstirn, Länge 41, Breite 18,
einem durchgeschlagenen Ende (7 St.). Die Schlagbeulen Dicke 5 mm; 1 aus einer regelmäßigen Klinge, Länge 19,
sind konvex (8  St.) oder flach (19  St.). Sie haben flächi- Breite 16, Dicke 4 mm (Taf. 100: 8); 1 kurzer Kratzer mit
ge Schlagflächenreste (10 St.), lineare Schlagflächenreste einer fast schrägen, leicht abgerundet Kratzerstirn, Län-
(5 St.) oder polyedrische Schlagflächenreste (12 St.). Vier ge 25, Breite 25, Dicke 7 mm (Taf. 101: 1); 2 aus kleinen
Exemplare sind mit einer partiellen Kortex versehen. De- Lamellen mit halbsteilen Kratzerstirnen, Länge 24, Brei-
ren durchschnittliche Länge beträgt 29,96 mm (von 16 bis te 12, Dicke 3 mm (Taf. 101: 2) und Länge 18, Breite 21,
46 mm), die durchschnittliche Breite 32,52 mm (von 17 bis Dicke 4 mm (Taf. 101: 3); 1 zerstörter Klingenkratzer (Taf.
52 mm), die durchschnittliche Dicke auf der Schlagbeule 101: 4). 3 Kratzer aus hellem Schokoladen-Feuerstein: 1 aus
7,52 mm (von 4 bis 14 mm), die durchschnittliche Dicke einer regelmäßigen Klinge, eine halbsteile Kratzerstirn,
im Mittelteil 7,07 mm (von 3 bis 13 mm). Länge 37, Breite 17, Dicke 5 mm (Taf. 101: 5); 1 aus einer
Abspliss. Es wurden 4 Exemplare verzeichnet: 2 aus kleinen Klinge, eine halbsteile Kratzerstirn, leicht schräg,
Wolhynien-Feuerstein, 1 aus dunklem Schokoladen-Feu- Länge 26, Breite 16, Dicke 4 mm (Taf. 101: 6); 1 aus einer
erstein und 1 aus Świeciechów-Feuerstein. kleinen Lamelle, Länge 18, Breite 12, Dicke 3 mm, heller
Schuppen. So wurden Abschläge mit einem Durch- Schokoladen-Feuerstein (Taf. 101: 7). Zwei Exemplare aus
messer von weniger als 10 mm klassifiziert. Es wurden 32 dunklem Schokoladen-Feuerstein: 1 mit einer unregelmä-
Exemplare vermerkt. ßigen Kratzerstirn aus einer massiven Klinge mit einer
Negativtrümmer. Es wurden relativ zahlreiche und partiellen Kortex, Länge 35, Breite 33, Dicke 13 mm (Taf.
hinsichtlich des Rohstoffs unterschiedliche Negativtrümmer 101: 8); 1 Kratzer von einem Distalende einer massiven
verzeichnet. Das sind Rohmaterialknollen oder Produkti- Klinge, eine nicht allzu sehr reguläre Kratzerstirn, Lateral-
onsabfälle (feine Fragmente von zerbröckelten Kernen). Es kanten mit Gebrauchsretusche, Länge 39, Breite 40, Dicke
wurden Negativtrümmer aus Obsidian (von 14 bis 38 mm, 12 mm (Taf. 102: 1). Ein Kratzer wurde aus einer Klinge,
im Durchschnitt 24 mm), ein Exemplar aus Hornstein mit deren Fläche partiell natürlich ist, Świeciechów-Feuerstein,
einem Durchmesser von 43 mm, aus Wolhynien-Feuerstein Länge 48, Breite 14, Dicke 6 mm hergestellt (Taf. 102: 2).
(von 16 bis 48 mm, im Durchschnitt 28,67 mm), hellem Abschlagkratzer. In den Objekten der Bandkera-
Schokoladen-Feuerstein (von 28 bis 61  mm, im Durch- mik wurden 6 Exemplare verzeichnet: Rundkratzer, Län-
schnitt 44,5 mm), dunklem Schokoladen-Feuerstein (von ge 25, Breite 23, Dicke 7  mm aus Wolhynien-Feuerstein
26 bis 62  mm, im Durchschnitt 40,33  mm), Jura-Feuer- (Taf. 102: 3); 1 fächerförmiger Kratzer aus einem großen
stein (von 16 bis 37 mm, im Durchschnitt 24 mm), 1 aus Abschlag aus hellem Schokoladen-Feuerstein, Länge 48,
Świeciechów-Feuerstein, Durchmesser 27 mm und 3 durch- Breite 39, Dicke 12 mm (Taf. 102: 4); zwei Exemplare aus
gebrannte Exemplare vermerkt. Jura-Feuerstein, eins aus einem Abschlag mit einer par-
Natürliche Trümmer. Es wurden Trümmer aus Horn- tiellen Kortex, die Kratzerstirn geht auf die Seiten über,
stein (von 31 bis 57 mm, im Durchschnitt 47 mm), 1 aus Länge 37, Breite 28, Dicke 11 mm (Taf. 102: 5), eins aus
Findling-Feuerstein, mit einem Durchmesser von 56 mm einem Abschlag mit einer partiellen Kortex, eine symme-
und 1 aus Radiolarit mit einem Durchmesser von 57 mm trische Kratzerstirn, eine Kante schartig, Länge 26, Breite
verzeichnet. 25, Dicke 9 mm (Taf. 102: 6); 1 fächerförmiger Abschlag-
kratzer, Länge 37, Breite 51, Dicke 11 mm aus Świeciechów-
6.1.2. Silexgeräte aus bandkeramischen Feuerstein; 1 Abschlagkratzer mit einer unregelmäßi-
Gruben gen Kratzerstirn, Länge 57, Breite 48, Dicke 13 mm, aus
Świeciechów-Feuerstein (Taf. 103: 1).
In den bandkeramischen Gruben wurden 69 Werkzeu- Kratzer+Klinge mit Kantenretusche. Es wurde 1 Frag-
ge aus Obsidian, Wolhynien-Feuerstein, hellem und dunk- ment von einer kantenretuschierten Klinge+Kratzer mit ei-
lem Schokoladen-Feuerstein, Krakauer Jura-Feuerstein und ner retuschierten Kante, Länge 58, Breite 26, Dicke 11 mm
Świeciechów-Feuerstein entdeckt (Tab. 15). aus Wolhynien-Feuerstein (Taf. 103: 2) verzeichnet.
Klingenkratzer. Im Kontext der LBK wurden 15 Ex- Klingen mit Kantenretusche. Es wurden 3 Exemplare
emplare vermerkt (Tab. 15). Zwei Exemplare aus Obsidi- vermerkt: 1 Spitzklinge, eine retuschierte Kante am Distalen-
an wurden aus regulären kleinen Lamellen hergestellt, sie de, eine Kante retuschiert auf der ganzen Länge, Länge 88,
haben steile Kratzerstirnen und folgende Ausmaße: Län- Breite 26, Dicke 7 mm, aus dunklem Schokoladen-Feuerstein
ge 38, Breite 14, Dicke 5 mm (Taf. 100: 4) und Länge 22, (Taf. 104: 1); und zwei, die mit der jüngeren Ansiedlungs-
Breite 16, Dicke 7 mm (Taf. 100: 5). Aus Wolhynien-Feu- phase verbunden sind (Lublin-Wolhynien Kultur): 1 Dis-
erstein wurden 8 Exemplare hergestellt: 1 aus der Klinge talende von der Spitzklinge, retuschierte Kanten mit einer
mit einer partiell natürlichen Fläche und einer halbstei- Kannelierretusche, dunkler Schokoladen-Feuerstein, Länge
len Kratzerstirn, Länge 38, Breite 19, Dicke 8  mm (Taf. 89, Breite 22, Dicke 6 mm (Taf. 104: 2) und 1 Fragment von
100: 6); 1 aus der Klinge mit einer partiellen Kortex mit einer kantenretuschierten Klinge mit einer geglänzten, mit
einer unregelmäßigen Kratzerstirn, Länge 35, Breite 18, Di- einer Kannelierretusche retuschierten Kante, Jura-Feuerstein,
cke 10 mm (Taf. 100: 7); 1 aus einer unregelmäßigen Klin- Länge 52, Breite 20, Dicke 4 mm (Taf. 104: 3).

112
Stichel. Es wurde 1 Klinge mit fragmentarisch retu- lhynien-Feuerstein, Länge 59, Breite 13, Dicke 4 mm (Taf.
schierten Kanten+Stichel, Länge 73, Breite 22, Dicke 7 mm, 106:  7); 1 zerbröckelte Klinge mit abgenutzten Kanten,
heller Schokoladen-Feuerstein (Taf. 104: 4) verzeichnet. Länge 35, Breite 24, Dicke 6 mm, aus hellem Schokoladen-
Stücke mit Endretusche-Sicheleinsätze. Mit 11 Ex- Feuerstein. Drei fragmentarisch erhaltene Exemplare aus
emplaren machen sie eine der häufigsten Werkzeugformen Jura-Feuerstein: 1 Mittelteil, Länge 51, Breite  18, Dicke
aus. Zwei aus Wolhynien-Feuerstein, darunter 1 mit einer 7 mm; 1 Proximalende und Mittelteil mit einer partiellen
leicht abgerundeten Endretusche, Länge 32, Breite 18, Di- Kortex, Länge 42, Breite 18, Dicke 5 mm und 1 Klinge mit
cke 4 mm (Taf. 105: 5) und 1 fragmentarisch erhaltenes einem abgebrochenen Ende mit Gebrauchsretusche einer
Exemplar. Zwei fragmentarisch erhaltene Exemplare sind Kante, Länge 56, Breite 12, Dicke 4 mm (Taf. 106: 6). Es
aus hellem Schokoladen-Feuerstein (Taf. 105: 2–3). Zwei wurden auch zwei Exemplare aus Świeciechów-Feuerstein
sind aus dunklem Schokoladen-Feuerstein: 1 aus einer La- vermerkt: 1 Fragment mit einer abgenutzten Kante, Län-
melle mit einer partiellen Kortex (Taf. 105: 4) und eins mit ge 34, Breite 16, Dicke 5 mm und 1 Mittelteil der Klinge
einer stark abgenutzten Kante, Länge 47, Breite 15, Dicke mit abgenutzten Kanten, Länge 35, Breite 21, Dicke 6 mm
4 mm (Taf. 105: 5). Zwei sind aus Jura-Feuerstein: 1 mit (Taf. 106: 8).
einer schartigen und geglänzten Kante, Länge 43, Breite 14, Glänzend Klingen. Es wurden 7 Exemplare verzeich-
Dicke 4 mm und 1 mit einer geglänzten Kante, Länge 34, net: 1 Mittelteil einer Klinge mit einer geglänzten Kante,
Breite 17, Dicke 4 mm (Taf. 105: 6). Darüber hinaus wur- Wolhynien-Feuerstein, Länge 13, Breite 15, Dicke 3 mm
den drei Exemplare aus Świeciechów-Feuerstein mit fol- (Taf. 107: 1); 1 Klinge mit einer geglänzten Kante (Proxi-
genden Ausmaßen vermerkt: Länge 62, Breite 13, Dicke malende und Mittelteil), heller Schokoladen-Feuerstein,
5 mm (Taf. 105: 9); Länge 41, Breite 18, Dicke 6 mm (Taf. Länge 48, Breite 17, Dicke 7 mm; 1 Fragment von einer
105: 7) und Länge 33, Breite 20, Dicke 8 mm (Taf. 105: 8). Klinge mit einer geglänzten Kante, dunkler Schokoladen-
Darüber hinaus wurde 1 langschmales Stück mit einer dop- Feuerstein, Länge 25, Breite 14, Dicke 3 mm; 2 Exemplare
pelten Endretusche aus einer Klinge mit einer partiellen aus Jura-Feuerstein: 1 mit einer geglänzten und schartigen
Kortex, eine abgenutzte Kante mit einer Gebrauchsretusche, Kante, Länge 33, Breite 10, Dicke 3 mm (Taf. 107: 2) und
fragmentarisch geglänzt, Länge 63, Breite 17, Dicke 6 mm, 1 fragmentarisch erhaltenes Exemplar, Länge 44, Breite 15,
heller Schokoladen-Feuerstein (Taf. 105: 9) identifiziert. Dicke 5 mm (Taf. 107: 3). Darüber hinaus wurden 2 Exem-
Stücke mit einer doppelten Endretusche. Es wurde plare aus Świeciechów-Feuerstein vermerkt: Ein Exemplar
1 langschmales Stück mit einer doppelten Endretusche aus mit den Ausmaßen: Länge 49, Breite 14, Dicke 3 mm (Taf.
einer Klinge mit einer partiellen Kortex, eine abgenutzte 107: 4) und ein Exemplar, das das Distalende und das Mit-
Kante mit einer Gebrauchsretusche, fragmentarisch ge- telteil einer Klinge mit einer geglänzten Kante, Länge 41,
glänzt, Länge 63, Breite 17, Dicke 6 mm, heller Schokola- Breite 19, Dicke 4 mm (Taf. 107: 7) ausmacht.
den-Feuerstein (Taf. 105: 10) vermerkt. Nicht retuschierte Sicheleinsätze. Es wurde 1 Klinge-
Locher. Es wurde 1 Klingenbohrer, Länge 46, Brei- Sicheleinsatz mit einer geglänzten Kante, Länge 20, Brei-
te 13, Dicke 4, aus Świeciechów-Feuerstein (Taf. 106: 1) te  13, Dicke 3  mm, heller Schokoladen-Feuerstein (Taf.
verzeichnet. 107: 5) verzeichnet.
Bohrer. 1 fragmentarisch erhaltenes Exemplar wurde Spitzen. Es wurde 1 Distalende von einer Klinge mit
aus dunklem Schokoladen-Feuerstein hergestellt. einem retuschierten Schaft (Fragment einer Spitze?), heller
Retuschierte Klingen. Es wurden 3 Exemplare ver- Schokoladen-Feuerstein, Länge 28, Breite 18, Dicke 4 mm
zeichnet: 1 mit einem abgebrochenen Ende, eine Kante (Taf. 107: 6) vermerkt.
fragmentarisch unregelmäßig auf der oberen Seite retu- Retuschierte Abschläge. Es wurden zwei Exemplare
schiert, die andere abgenutzt mit einer Gebrauchsretusche, verzeichnet: 1 retuschierter Kortexabschlag, dunkler Scho-
Länge 52, Breite 14, Dicke 4 mm, Wolhynien-Feuerstein koladen-Feuerstein, Länge 28, Breite 37, Dicke 17 mm und
(Taf. 106:  2); 1 Mittelteil mit fein retuschierten Kanten, 1 Fragment eines retuschierten Abschlags aus Jura-Feuer-
Länge 25, Breite 21, Dicke 4 mm, heller Schokoladen-Feu- stein, 1 Abschlag mit einer partiellen Kortex, mit Kanne-
erstein (Taf. 106: 3) und 1 Fragment von einer retuschierten lierretusche partiell retuschiert, Länge 39, Breite 27, Dicke
Klinge, Świeciechów-Feuerstein, Länge 27, Breite 17, Dicke 6 mm aus hellem Schokoladen-Feuerstein.
4 mm. Ausgesplitterte Stücke. Es wurden 4 Exemplare ver-
Abgenutzte Klingen. Es wurden 11 Exemplare ver- merkt: 1 bifazielles, bipolares Stück aus einem Abschlag,
zeichnet. 4 sind aus Obsidian: 1 Fragment von einer Lamel- spitze Pole, heller Schokoladen-Feuerstein, Länge 20, Breite
le mit einer partiellen Kortex mit einer schartigen Kante, 30, Dicke 7 mm (Taf. 107: 8); 1 aus dunklem Schokoladen-
Länge 17, Breite 12, Dicke 3 mm (Taf. 106: 4); 1 Fragment Feuerstein, Länge 43, Breite 26, Dicke 13 mm; und 2 aus
von einer Lamelle mit abgenutzten Kanten, Länge 23, Brei- Jura-Feuerstein, Länge 27, Breite 13, Dicke 8 mm (Taf. 107:
te 8, Dicke 3 mm (Taf. 106: 5); 1 Fragment von einer Klin- 6) und ein fragmentarisch erhaltenes Stück.
ge mit einer partiellen Kortex mit einer schartigen Kante, Feuersteinschlaginstrumente. Es wurde 1 Exemp-
Länge 28, Breite 17, Dicke 6 mm und 1 kleines Fragment lar aus natürlichem Gerölle aus Świeciechów-Feuerstein,
von einer abgenutzten Lamelle. Ein Fragment ist aus Wo- Durchmesser 49 mm vermerkt.

113
Fragmente unbestimmter Werkzeuge. Es wurde ein 32 mm (Taf. 109: 1); 1 Klingenkern mit einer Schlagfläche,
kleines Fragment von einem unbestimmten retuschierten Schlagfläche und Lateralflächen präpariert, Rücken mit ei-
Werkzeug aus hellem Schokoladen-Feuerstein verzeichnet. ner partiellen Kortex, Kernwinkel 80°, Höhe der Abbauflä-
che 58 mm (Taf. 109: 2) und 2 Fragmente von zerbröckelten
6.1.3. Silexgeräte aus dem Befund Kernen. Es wurden 2 Exemplare aus Wolhynien-Feuerstein
der Malice Kultur vermerkt: 1 Restklingenkern mit einer Schlagfläche, eine
aufbereitete Schlagfläche, eine fast umlaufende Abbaufläche,
Sie wurden ausschließlich in einem Objekt verzeichnet Kernwinkel 90°, Höhe der Abbaufläche 46 mm (Taf. 110)
(Nr. 232). Das sind: 1 Kratzer aus einer unregelmäßigen und 1 kleines Fragment von einem Restklingenkern. Aus
Klinge, eine halbsteile Kratzerstirn, dunkler Schokoladen- hellem Schokoladen-Feuerstein wurde 1 Fragment des Klin-
Feuerstein, Länge 38, Breite 21, Dicke 6 mm; 1 Kratzer aus genkerns und aus dunklem Schokoladen-Feuerstein 1 Klin-
einer regelmäßigen Klinge, Länge 18, Breite 13, Dicke 4 mm, genkern mit einer Schlagfläche, stark abgenutzt, Schlagfläche
dunkler Schokoladen-Feuerstein (Taf. 108: 1); 1 teilweise und Lateralflächen präpariert, mit einer partiellen Kortex,
zerstörter Abschlagkratzer, eine halbsteile Kratzerstirn, Kernwinkel 80° hergestellt. Es wurden 3 extrem abgenutz-
dunkler Schokoladen-Feuerstein, Länge 35, Breite 28, Di- te, fragmentarisch erhaltene Kerne aus Jura-Feuerstein
cke 5  mm (Taf. 108: 3); 1 Mittelteil von einer regulären verzeichnet. Aus Świeciechów-Feuerstein wurden 5 Kerne
Klinge mit einer geglänzten Kante, dunkler Schokoladen- hergestellt: 1 extrem abgenutzter, zerbröckelter Kern, in
Feuerstein, Länge 20, Breite 18, Dicke 4 mm; 1 Distalende der letzten Phase Abschlagkern; 1 Klingenkern mit einer
von einer regulären Klinge, eine Kante beiderseitig stark Schlagfläche, eine natürliche Schlagfläche, eine Lateralflä-
geglänzt (Sicheleinsatz), dunkler Schokoladen-Feuerstein, che präpariert, Spuren von einer Orientierungsänderung,
Länge 20, Breite 18, Dicke 4 mm (Taf. 108: 2); 1 Mittelteil Kernwinkel ca. 60°, Höhe der Abbaufläche 73 mm (Taf. 111)
von einer Klinge mit einer geglänzten Kante, Sicheleinsatz, und 3 Fragmente von zerbröckelten Kernen. Darüber hin-
Länge 23, Breite 15, Dicke 3  mm, Jura-Feuerstein (Taf. aus wurde ein durchgebranntes Fragment von einem zer-
108: 4); 1 Schuppe, dunkler Schokoladen-Feuerstein; 1 Ne- bröckelten Kern vermerkt.
gativtrümmer, Obsidian, Durchmesser 28 mm; 1 Negativ- Klingen von Kernen mit einer Schlagfläche. Sie ma-
trümmer, durchgebrannt, Durchmesser 27 mm, 1 Nega- chen die zahlreichste Fundgruppe aus. Sie wurden aus ein
tivtrümmer, Wolhynien-Feuerstein, Durchmesser 24 mm. paar Hauptrohstoffen hergestellt: Obsidian, Wolhynien-
Feuerstein, hellem und dunklem Schokoladen-Feuerstein,
6.1.4. Funde aus den Befunden der Jura- und Świeciechów-Feuerstein (Tab. 16).
Lublin-Wolhynien Kultur, die mittels Außerhalb der Objekte wurden 21 Klingen aus Obsi-
Silextechniken hergestellt wurden dian verzeichnet (Tab. 16). Es wurden 5 ganze Exemplare,
5 mit einem Proximalende, 6 mit einem Mittelteil und 6 mit
Lediglich in vier Befunden der Lublin-Wolhynien Kultur einem Distalende vermerkt, 8 haben ein durchgeschlage-
(Nr. 184, 197, 290, 291) wurden einzelne Gegenstände, die nes Ende. Die Schlagflächenreste sind flächig (7 St.) oder
mittels der Silextechniken hergestellt wurden, verzeichnet. polyedrisch (5 St.). Sie haben konvexe (2 St.) und flache
Das sind: 1 Kratzer von einem Distalende einer massiven (8 St.) Schlagbeulen, 1 Exemplar ist bis zu 50%, ein Exem-
Klinge, eine nicht allzu sehr reguläre Kratzerstirn, Lateral- plar bis über 50%, ein Exemplar völlig mit Kortex bedeckt.
kanten mit Gebrauchsretusche, dunkler Schokoladen-Feu- Deren durchschnittliche Länge beträgt 22,24 mm (von 12
erstien, Länge 39, Breite 40, Dicke 12 mm; 1 fächerförmiger bis 44  mm), durchschnittliche Breite 12,86  mm (von 8
Abschlagkratzer, eine halbsteile Kratzerstirn, Wolhynien bis 22  mm), durchschnittliche Dicke auf der Schlagbeu-
Feuerstein, Länge 22, Breite 28, Dicke 4 mm (Taf. 108: 5) le 3,8 mm (von 3 bis 4 mm), durchschnittliche Dicke im
und 3 Schuppen, Wolhynien Feuerstein. Mittelteil 3,43 mm (von 1 bis 7 mm).
Es wurden 32 Klingen aus hellem Schokoladen-Feu-
6.1.5. Funde, die mittels der Silextechniken erstein vermerkt (Tab. 16). Es wurden 4 ganze Exempla-
hergestellt und außerhalb der Befunde re, 11 mit einem Proximalende, 11 mit einem Mittelteil,
entdeckt wurden 6 mit einem Distalende verzeichnet, 8 Exemplare haben
ein durchgeschlagenes Ende. Es wurde 1 flächiges Schlag-
Außerhalb der Befunde wurden 540 Gegenstände, die flächenrest, 10 – polyedrische Schlagflächenreste, 4 – line-
mittels der Silextechniken hergestellt wurden (Tab. 16), da- are Schlagflächenreste vermerkt. In 7 Fällen ist die Schlag-
runter 90 Werkzeugformen (Tab. 17) verzeichnet. beule konvex, in 8 Fällen – flach. In 3 Fällen ist die Fläche
Kerne. Außerhalb der Befunde wurden 17 Klingenker- bis zu 50%, in 3 Fällen bis über 50% mit Kortex bedeckt.
ne mit einer Schlagfläche und deren Fragmente verzeich- Deren durchschnittliche Länge beträgt 25,49  mm (von
net (Tab. 16). Unter den 4 Exemplaren aus Obsidian gibt 10 bis 47 mm), durchschnittliche Breite 15,5 mm (von 8
es: einen abgenutzten Klingenkern mit einer Schlagfläche, bis 27 mm), durchschnittliche Dicke auf der Schlagbeule
Lateralflächen und Rücken mit Kortex, eine aufbereitete 4 mm (von 3 bis 7 mm), durchschnittliche Dicke im Mit-
Schlagfläche, Kernwinkel ca. 60°, Höhe der Abbaufläche telteil 3,75 mm (von 2 bis 9 mm).

114
Es wurden 16 Exemplare aus dunklem Schokoladen- bis 28  mm), durchschnittliche Breite 15,7  mm (von 12
Feuerstein verzeichnet (Tab. 16). Es wurden 5 ganze Ex- bis 31  mm), durchschnittliche Dicke auf der Schlagbeu-
emplare, 5 mit einem Proximalende, 5 mit einem Mittel- le 3,5 mm (von 2 bis 7 mm), durchschnittliche Dicke im
teil und 1 mit einem Distalende verzeichnet, 2 haben ein Mittelteil 3,5 mm (von 1 bis 8 mm).
durchgeschlagenes Ende. Es wurden flächige Schlagflä- Es wurden 26 Exemplare aus Wolhynien-Feuerstein
chenreste (2 St.), polyedrische Schlagflächenreste (10 St.) (Tab. 16) vermerkt, 23 sind zur Gänze und 3 mit einem
vermerkt. Deren Schlagbeulen sind konvex (4  St.), oder Distalende erhalten geblieben. Das Profil ist gerade (16 St.)
flach (6 St.). In vereinzelten Fällen ist die Klingenfläche bis oder gebogen (7 St.), die Schlagbeulen sind konvex (13 St.)
zu 50% und über 50% mit Kortex bedeckt. Deren durch- oder flach (9 St.), flächige Schlagflächenreste (5 St.), lineare
schnittliche Länge beträgt 35,19 mm (von 16 bis 72 mm), Schlagflächenreste (7 St.), punktförmigere Schlagflächen-
durchschnittliche Breite 17,38  mm (von 12 bis 27  mm), reste (1 St.), polyedrische Schlagflächenreste (9 St.), und in
durchschnittliche Dicke auf der Schlagbeule 6 mm (von 4 4 Fällen mit Kortex, in zwei Fällen ist deren Fläche bis zu
bis 11 mm), durchschnittliche Dicke im Mittelteil 4,93 mm 50% und in einem Fall bis über 50% mit Kortex bedeckt.
(von 3 bis 11 mm). Deren durchschnittliche Länge beträgt 24,04 mm (von 11
Es wurden 20 Klingen aus Jura-Feuerstein verzeichnet bis 65  mm), durchschnittliche Breite 23,15  mm (von 14
(Tab. 16) (Taf. 112: 1). Das sind 7 ganze Exemplare, 7 mit bis 42 mm), durchschnittliche Dicke auf der Schlagbeule
einem Proximalende, 3 mit einem Mittelteil, 3 mit einem 6,09 mm (von 2 bis 16 mm), durchschnittliche Dicke im
Distalende. 10 Exemplare haben ein durchgeschlagenes Mittelteil 5,09 mm (von 2 bis 18 mm).
Ende, 7 einen polyedrischen Schlagflächenrest, 2 einen Es wurden 33 Exemplare aus hellem Schokolanden-
linearen Schlagflächenrest. Es wurden 4 konvexe und 6 Feuerstein verzeichnet (Tab. 16). 22 sind zur Gänze, 1 mit
flache Schlagbeulen vermerkt, in 4 Fällen ist die Klingen- einem Proximalende, 9 mit einem Distalende erhalten ge-
fläche bis zu 50% mit Kortex bedeckt. Deren durchschnitt- blieben. Deren Profile sind gerade (18 St.), oder gebogen
liche Länge beträgt 34,9 mm (von 12 bis 67 mm), durch- (6  St.), Schlagbeulen konvex (11  St.) oder flach (11  St.),
schnittliche Breite 15,75 mm (von 9 bis 26 mm), durch- flächige Schlagflächenreste (7 St., in einem Fall mit Kor-
schnittliche Dicke auf der Schlagbeule 4,93  mm (von 2 tex), lineare Schlagflächenreste (5 St.) oder polyedrische
bis 9 mm), durchschnittliche Dicke im Mittelteil 4,89 mm Schlagflächenreste (11 St.). In 6 Fällen ist die Fläche bis
(von 2 bis 10 mm). zu 50% mit Kortex bedeckt, 1 – bis 50%, 1 - fast 100%. Sie
Es wurden 18 Klingen aus Świeciechów-Feuerstein haben eine durchschnittliche Länge von 22,97 mm (von 10
und 5 unregelmäßige Exemplare (völlig mit Kortex be- bis 50 mm), eine durchschnittliche Breite von 23,94 mm
deckt) verzeichnet (Tab. 16). Es wurden 2 ganze Exem- (von 12 bis 42 mm), eine durchschnittliche Dicke auf der
plare, 8 mit einem Proximalende, 6 mit einem Mittelteil Schlagbeule von 5,22 mm (von 2 bis 12 mm), eine durch-
und 1 mit einem Distalende vermerkt, 2 haben ein durch- schnittliche Dicke im Mittelteil von 4,57  mm (von 1 bis
geschlagenes Ende. Deren Schlagflächenreste sind flächig 13 mm).
(12 St.), polyedrisch (2 St.) und linear (3 St.). Die Schlag- Es wurden 17 Exemplare aus dunklem Schokoladen-
beulen sind konvex (5 St.) oder flach (6 St.). In vereinzel- Feuerstein verzeichnet. 10 Exemplare sind zur Gänze, 4 mit
ten Fällen war die Fläche der Klinge bis zu 50%, in 6 Fällen einem Proximalende, 3 mit einem Distalende erhalten ge-
über 50% und in 6 Fällen mit 100% mit Kortex bedeckt. blieben (Tab. 16). Sie haben gerade (5 St.) oder gebogene
Deren durchschnittliche Länge beträgt 28,89 mm (von 15 (6 St.) Profile, konvexe (11 St.) oder flache (4 St.) Schlagbeu-
bis 65  mm), durchschnittliche Breite 15,83  mm (von 8 len, einen flächigen Schlagflächenrest (4 St.), einen linearen
bis 30 mm), durchschnittliche Dicke auf der Schlagbeule Schlagflächenrest (7 St.) oder einen polyedrischen Schlag-
5,45 mm (von 3 bis 10 mm), durchschnittliche Dicke im flächenrest (2 St.). Bei einem Exemplar bedeckt Kortex bis
Mittelteil 4,28 mm (von 2 bis 8 mm). zu 50% der Fläche, bei 2 Exemplaren über 50% der Fläche.
Einseitige Abschläge. Sie machen eine der zahlreichs- Deren durchschnittliche Länge beträgt 22,41 mm (von 7
ten Fundgruppen aus (122 Exemplare). Sie sind in Roh- bis 39 mm), durchschnittliche Breite – 23,41 mm (von 13
stoffhinsicht unterschiedlich, aber es dominieren diejeni- bis 45 mm), durchschnittliche Dicke auf der Schlagbeule
gen, die aus Obsidian, Wolhynien-Feuerstein, Schokoladen- 5,38 mm (von 2 bis 11 mm), durchschnittliche Dicke im
Feuerstein, Jura-Feuerstein und Świeciechów-Feuerstein Mittelteil 5,07 mm (von 2 bis 10 mm).
hergestellt wurden (Tab. 16). Es wurden 15 Exemplare aus Jura-Feuerstein vermerkt
Es wurden 10 Exemplare aus Obsidian vermerkt (Tab. 16), (Tab. 16). 13 Exemplare sind zur Gänze und 2 mit einem
alle sind zur Gänze erhalten geblieben. Sie haben gerade Distalende erhalten geblieben. Sie haben gerade (10  St.)
(2  St.) und gebogene (8 St.) Profile, konvexe (5 St.) und oder gebogene (5 St.) Profile, konvexe (5 St.) oder flache
flache (5  St.) Schlagbeulen, flächige Schlagflächenreste (8 St.) Schlagbeulen, flächige Schlagflächenreste (1 St.), li-
(1 St. mit Kortex), lineare Schlagflächenreste (8 St., dar- neare Schlagflächenreste (4 St.) oder polyedrische Schlag-
unter 1 mit Kortex) oder polyedrische Schlagflächenres- flächenreste (8 St.). Ein Exemplar hat weniger als 50% der
te (1 St.). Ein Exemplar ist fast völlig mit Kortex bedeckt. Fläche mit Kortex bedeckt, ein Exemplar ist fast vollständig
Deren durchschnittliche Länge beträgt 19,5 mm (von 10 mit Kortex bedeckt. Sie haben eine durchschnittliche Län-

115
ge von 28,4 mm (von 11 bis 40 mm), eine durchschnittli- 1 aus Feuersteinmergel mit einem Durchmesser von 41 mm,
che Breite von 25,07 mm (von 14 bis 49 mm), eine durch- 1 Trümmer des dunklen Schokoladen-Feuersteins mit ei-
schnittliche Dicke auf der Schlagbeule von 5,85 mm (von nem Durchmesser von 52  mm, des Findling- Kreisefeu-
3 bis 15 mm), eine durchschnittliche Dicke im Mittelteil ersteins (von 22 bis 91  mm, im Durchschnitt 53  mm),
von 4,86 mm (von 3 bis 9 mm). 2 Trümmer des Jura-Feuersteins mit einem Durchmesser
Es wurden 18 Exemplare aus Świeciechów-Feuerstein 56 und 127 mm, 1 Radiolarittrümmer mit einem Durch-
verzeichnet (Tab. 16). 12 Abschläge sind zur Gänze, 6 mit messer von 44 mm vermerkt.
einem Distalende erhalten geblieben. Sie haben gerade Klingenkratzer. Sie machen die zahlreichste Werk-
(8 St.) oder gebogene (4 St.) Profile, konvexe (3 St.) oder zeuggruppe aus. Es wurden 30 Exemplare verzeichnet
flache (9  St.) Schlagbeulen, flächige Schlagflächenreste (Tab. 17). Aus Wolhynien-Feuerstein wurden 7 Klingen-
(5 St.), lineare Schlagflächenreste (4 St.) oder polyedrische kratzer: 1 mit einer steilen, fast geraden und etwas schrägen
Schlagflächenreste (2 St.), in 2 Fällen mit Kortex, in 2 Fällen Kratzerstirn, Länge 19, Breite 23, Dicke 8 mm; 1 mit einer
bedeckt Kortex bis zu 50% der Fläche und in 1 Fall über fast geraden Kratzerstirn, Seitenkanten fragmentarisch re-
50% der Fläche. Deren durchschnittliche Länge beträgt tuschiert, bis sie die Form von einem Schaft angenommen
25,33  mm (von 17 bis 61  mm), durchschnittliche Breite haben, Länge 45, Breite 29, Dicke 8 mm; 1 leicht schräge
28,78  mm (von 15 bis 57  mm), durchschnittliche Dicke Kratzerstirn, Länge 24, Breite 16, Dicke 8 mm; 1 mit ei-
auf der Schlagbeule 6,92 mm (von 4 bis 15 mm), durch- ner leicht schrägen Kratzerstirn aus der Klinge mit einer
schnittliche Dicke im Mittelteil 5,36 mm (von 1 bis 14 mm). partiellen Kortex, Länge 23, Breite 19, Dicke 8 mm; 1 aus
Darüber hinaus sind die einzelnen Exemplare aus Er- Klinge mit einer partiellen Kortex, eine halbsteile Kratzer-
ratischer Flint, Jura-Feuerstein und Quarzit hergestellt. stirn, Länge 27, Breite 23, Dicke 5 mm; und 2 fragmenta-
Vielseitige Abschläge. Es wurden 43 Exemplare (1 in risch erhaltene Exemplare hergestellt. Aus hellem Scho-
Restform) verzeichnet. Sie wurden aus unterschiedlichen koladen-Feuerstein wurden 5 Exemplare hergestellt: 1 aus
Rohstoffen hergestellt (Tab. 16). Aufgrund der geringen Klinge mit einer partiellen Kortex, Länge 31, Breite  19,
Anzahl werden sie gemeinsam analysiert. 32 Exemplare Dicke 4 mm (Taf. 112: 2); 1 aus einer ziemlich massiven
sind zur Gänze, 4 mit einem Proximalende, 6 – mit einem Klinge, Länge 54, Breite 32, Dicke 9 mm; 1 mit einer fast
Distalende erhalten geblieben. Sie haben gerade (22  St.) geraden, leicht schrägen Kratzerstirn, Länge 27, Breite 18,
oder gebogene (13 St.) Profile, konvexe (12 St.) oder flache Dicke 7 mm; und 2 Exemplare mit folgenden Ausmaßen:
(23 St.) Schlagbeulen, flächige Schlagflächenreste (9 St.), Länge 23, Breite 21, Dicke 5 mm und Länge 27, Breite 16,
lineare Schlagflächenreste (14 St.), polyedrische Schlagflä- Dicke 4 mm. Aus dunklem Schokoladen-Feuerstein wur-
chenreste (12 St.), und in 2 Fällen mit Kortex. In 5 Fällen den 5 Klingenkratzer hergestellt: 1 mit einer fast geraden
bedeckt Kortex bis zu 50% der Fläche und in 2 Fällen über Kratzerstirn, Länge 22, Breite 20, Dicke 5 mm; 1 mit einer
50% der Fläche. Deren durchschnittliche Länge beträgt halbsteilen Kratzerstirn, Länge 26, Breite 13, Dicke 6 mm;
29,31  mm (von 13 bis 55  mm), durchschnittliche Breite 1 mit einer retuschierten Seite, Länge 27, Breite 18, Dicke
30,17  mm (von 14 bis 63  mm), durchschnittliche Dicke 6  mm; 1 Exemplar mit einer Länge 32, Breite 21, Dicke
auf der Schlagbeule 7,08 mm (von 3 bis 22 mm), durch- 6  mm; und 1 fragmentarisch erhaltenes Exemplar. Aus
schnittliche Dicke im Mittelteil 6,87 mm (von 2 bis 20 mm). Krakauer Jura-Feuerstein wurden hergestellt: 1  Kratzer
Schuppen-Abschlag. Es wurde ein Exemplar aus Wo- aus einer regelmäßigen Klinge mit einer partiellen Kortex,
lhynien-Feuerstein vermerkt. Länge 71, Breite 19, Dicke 9 mm; 1 mit einer fast geraden
Schuppen. Es wurden 27 Exemplare verzeichnet (Tab. 16). Kratzerstirn, Länge 30, Breite 17, Dicke 5 mm; 1 mit einer
Industrietrümmer. Sie kommen relativ zahlreich vor fast geraden, leicht schrägen Kratzerstirn, Länge 25, Brei-
(Tab. 16). Es wurden 70 Exemplare aus folgenden Roh- te 17, Dicke 7 mm; 1 mit einer leicht schrägen Kratzerstirn,
stoffen verzeichnet: aus Obsidian (von 20 bis 43 mm, im Länge 30, Breite 22, Dicke 5 mm (Taf. 112: 3); und 1 mit
Durchschnitt 33,33 mm), Hornstein (von 15 bis 48 mm, folgenden Ausmaßen: Länge 25, Breite 18, Dicke 7  mm.
im Durchschnitt 28,67 mm), Wolhynien-Feuerstein (von 15 Aus Świeciechów-Feuerstein wurden 6 Klingenkratzer her-
bis 64 mm, im Durchschnitt 36,5 mm), Feuersteinmergel gestellt: 1 mit einer abgenutzten Kante, die andere Kante
(2 Trümmer mit einem Durchmesser von 28 mm), hellem unregelmäßig retuschiert, stumpfend, Länge 35, Breite 16,
Schokoladen-Feuerstein (von 23 bis 58 mm, im Durchschnitt Dicke 8 mm; 1 mit einer halbsteilen Kratzerstirn, Länge 23,
39,88 mm), dunklem Schokoladen-Feuerstein (von 23 bis Breite 17, Dicke 4 mm; 1 kurzer Klingenkratzer, Kratzer-
52 mm, im Durchschnitt 31 mm), Findling-Kreidefeuer- stirn fast gerade, leicht schräg, steil, Länge 27, Breite 23,
stein (von 26 bis 31 mm, im Durchschnitt 28 mm), Jura- Dicke 6 mm; 1 Klingenkratzer mit einer natürlichen Flä-
Feuerstein (von 27 bis 135 mm, im Durchschnitt 56 mm), che, eine unregelmäßige Kratzerstirn, eine Seite partiell
Świeciechów-Feuerstein (von 22 bis 60  mm, im Durch- retuschiert, Länge 35, Breite 25, Dicke 7 mm; 1 Fragment
schnitt 34 mm), und durchgebrannte Trümmer. des Kratzers mit einer geglänzten Kante, Länge 20, Breite
Natürliche Trümmer. Es wurden 20 Exemplare aus: 18, Dicke 4 mm; 1 kleines erhaltenes Fragment. Darüber
Hornstein (von 42 bis 76 mm, im Durchschnitt 50 mm), hinaus wurden zwei fragmentarisch erhaltene durchge-
Wolhynien-Feuerstein mit einem Durchmesser von 38 mm, brannte Exemplare verzeichnet.

116
Abschlagkratzer. Es wurden 7 Exemplare vermerkt Retuschierte Klingen. Es wurden 5 Exemplare (Tab. 17)
(Tab. 17). Zwei sind aus Wolhynien-Feuerstein: 1 mit ei- vermerkt: 1 Klinge mit einer partiellen Kortex mit einer
ner fast geraden oder leicht schrägen Kratzerstirn, Länge fein retuschierten, abgenutzten Kante, Obsidian, Länge 46,
26, Breite 23, Dicke 5 mm und 1 Fragment des Kratzers Breite 15, Dicke 6 mm; 1 Fragment von einer Klinge mit
aus einem unregelmäßigen Abschlag. Vier Exemplare einer partiellen Kortex mit einer Kante mit Gebrauchsre-
wurden aus Jura-Feuerstein hergestellt: 1 unregelmäßiges tusche, Wolhynien-Feuerstein, Länge 38, Breite 23, Dicke
Exemplar aus dem Abschlag mit einer partiellen Kortex, 6 mm; 1 Fragment von einer retuschierten Klinge, Wolhy-
Länge 32, Breite 28, Dicke 8 mm; zwei mit folgenden Aus- nien-Feuerstein; 1 Fragment von einer Klinge mit einer
maßen: Länge 16, Breite 17, Dicke 4 mm und Länge 18, partiellen Kortex mit unregelmäßig retuschierten Kanten
Breite 17, Dicke 5 mm und 1 Fragment von einem großen auf der oberen Seite, heller Schokoladen-Feuerstein, Län-
Abschlagkratzer. Darüber hinaus wurde ein Kratzer aus ge 62, Breite 27, Dicke 8 mm (Taf. 113: 5); 1 Fragment der
dem Abschlag mit einer partiellen Kortex, eine Seitenkante Klinge mit einer retuschierten Kante, dunkler Schokoladen-
fein retuschiert und geglänzt, aus Świeciechów-Feuerstein, Feuerstein, Länge 57, Breite 23, Dicke 8 mm.
Länge 27, Breite 22, Dicke 6 mm vermerkt. Abgenutzte Klingen. Es wurden 6 Exemplare vermerkt
Klingen mit Kantenretusche. Außerhalb der Befun- (Tab. 17): 1 Proximalende und ein Mittelteil der Klinge mit
de wurden 6 Exemplare vermerkt (Tab. 17). 2 aus Wolhy- abgenutzten Kanten, Wolhynien-Feuerstein, Länge 38, Brei-
nien-Feuerstein: 1 Distalende von einer Spitzklinge, retu- te 12, Dicke 3 mm; 4 aus dunklem Schokoladen-Feuerstein,
schierte Kanten mit einer Kannelierretusche, Länge 55, darunter: 1 Mittelteil der Klinge mit abgenutzten Kanten,
Breite 22, Dicke 7 mm (Taf. 112: 4) und 1 Distalende von Länge 48, Breite 13, Dicke 6 mm, 1 Fragment des mittle-
einer kantenretuschierten Klinge, eine Kante am Distalende ren Teils mit einer abgenutzten (angeschlagenen) Kante,
mit einer Kannelierretusche, geglänzt, heller Schokoladen- Länge 23, Breite 22, Dicke 8 mm, 1 Klinge mit einer abge-
Feuerstein, Länge 57, Breite 19, Dicke 6 mm (Taf. 112: 5). nutzten Kante, angeschlagen, Länge 74, Breite 16, Dicke 4,
Auch zwei Exemplare wurden aus hellem Schokoladen- 1  Fragment eines großen Abschlags mit einer partiellen
Feuerstein hergestellt: 1 Distalende von einer kantenretu- Kortex oder einer Klinge mit einer abgenutzten Kante,
schierten Klinge mit einer Kante mit Kannelierretusche, Länge 54, Breite 36, Dicke 13 mm; darüber hinaus wur-
Länge 48, Breite 16, Dicke 7 mm (Wolhynien-Feuerstein de 1 Klinge mit einer natürlichen Fläche mit abgenutzten
oder heller Schokoladen-Feuerstein); und 1 Fragment Kanten, Świeciechów-Feuerstein, Länge 80, Breite 20, Di-
von einer kantenretuschierten Klinge mit einer geschlif- cke 7 mm vermerkt.
fenen retuschierten Kante. Darüber hinaus wurden ver- Geglänzte Klingen. Es wurden 2 Exemplare vermerkt:
merkt: 1  kantenretuschierte Klinge mit einer am Rand 1 Fragment von einer Klinge mit einer geglänzten Kante,
geschliffenen und retuschierten Kante, diese Kante ist ge- Wolhynien-Feuerstein und 1 Fragment von einer Klinge
glänzt, die andere ist steil gestumpft, Länge 57 mm. Breite mit einer geglänzten Kante aus Świeciechów-Feuerstein.
22 mm, Dicke 9 mm (Taf. 112: 6) und 1 Fragment von ei- Nicht retuschierte Sicheleinsätze. So wurden 2 Ex-
ner kleinen Spitzklinge von der Klinge mit einer partiellen emplare aus hellem Schokoladen-Feuerstein klassifiziert:
Kortex. 1  Klinge mit einem partiellen Kortex-Sicheleinsatz, eine
Endretuschen. Es wurden 6 Exemplare vermerkt Kante mit Gebrauchsretusche und partiell geglänzt, Län-
(Tab. 17), darunter 1 Fragment von einer Endretusche aus ge 34, Breite 16, Dicke 6  mm und 1 Fragment eines Si-
einer ziemlich großen Klinge aus Wolhynien-Feuerstein, cheleinsatzes.
Länge 23, Breite 20, Dicke 10 mm; 1 aus hellem Schoko- Retuschierte Abschläge. Es wurden 6 Exemplare ver-
laden-Feuerstein, Länge 21, Breite 15, Dicke 3 mm; 2 aus merkt (Tab. 17). Zwei aus Wolhynien-Feuerstein, darun-
dunklem Schokoladen-Feuerstein, Ausmaße: Länge 20, Brei- ter 1 mit einer retuschierten Kante auf der oberen Seite
te 12, Dicke 3 mm und Länge 35, Breite 17, Dicke 5 mm und einer auf der unteren Seite, Länge 37, Breite 13, Di-
(Taf. 113: 1); 1 Fragment von einer Endretusche aus Jura- cke 8  mm und 1 Fragment des retuschierten Abschlags.
Feuerstein, Länge 18, Breite 16, Dicke 3 mm; und 1 Frag- Drei Exemplare wurden aus Jura-Feuerstein hergestellt:
ment von einer Endretusche aus Świeciechów-Feuerstein. 1 mit einer unregelmäßig retuschierten Kante, Länge 45,
Locher. Es wurden zwei Exemplare vermerkt: 1 aus Breite 40, Dicke 12 mm; 1 mit einer auf der oberen Sei-
einer Klinge mit einer partiellen Kortex, dunkler Schoko- te retuschierten Kante, Länge 38, Breite 38, Dicke 8 mm;
laden-Feuerstein, Länge 49 , Breite 18, Dicke 6 mm (Taf. 1  Abschlag mit Kortex mit beiden auf der oberen Seite
113: 2) und 1 fragmentarisch erhaltenes durchgebrann- unregelmäßig retuschierten Kanten, Länge 52, Breite 45,
tes Exemplar. Dicke 12 mm. Darüber hinaus wurden 1 Negativtrümmer
Bohrer. 1 Exemplar aus einer Klinge, Wolhynien-Feu- oder ein Abschlag, eine Kante einseitig fragmentarisch re-
erstein, Länge 24, Breite 15, Dicke 5 mm. tuschiert, Gościeradów-Feuerstein, das größte Durchmes-
Trapeze. Es wurden drei Exemplare aus Wolhynien- ser 26 mm vermerkt.
Feuerstein (Taf. 113: 3), aus hellem Schokoladen-Feuerstein Ausgesplitterte Stücke. Es wurden 6 Funde (Tab. 17)
(Taf. 113: 4) und 1 aus einer Klinge mit einer partiellen vermerkt: 1 bifazielles bipolares Stück, ein spitzer und ein
Kortex aus dunklem Schokoladen-Feuerstein vermerkt. stumpfer Pol, Wolhynien-Feuerstein, Länge 47, Breite 25,

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Dicke 11  mm; 1 bifazielles bipolares Stück, spitze Pole, es um einen generellen Gebrauch vom Schokoladen- oder
heller Schokoladen-Feuerstein, Länge 42, Breite 26, Dicke Jura-Feuerstein geht, auch bezüglich der Siedlungen außer-
51 mm; 1 bifazielles bipolares Stück, ein spitzer und ein halb Polens (Kaczanowska 1985; Mateiciucová 2008). Im
stumpfer Pol, dunkler Schokoladen-Feuerstein, Länge 24, analysierten Inventar sind auch Obsidianfunde zahlreich
Breite 29, Dicke 14 mm; umlaufendes ausgesplittertes Stück, vertreten, was ein charakteristisches Merkmal bandkera-
Jura-Feuerstein, Durchmesser 43 mm; 1 bifazielles bipola- mischer Fundinventare in der Nähe von Rzeszów auszu-
res Stück, spitze Pole, Świeciechów-Feuerstein, Länge 26, machen scheint (Kadrow 1990b).
Breite 25, Dicke 10 mm; 1 bifazielles bipolares Stück, eine Im untersuchten Bereich der bandkeramischen Sied-
Seitenkante auch ausgesplittert, Świeciechów-Feuerstein, lung wurden keine eindeutigen Überreste von der örtlichen
Länge 57, Breite 33, Dicke 20 mm. Vorbereitung der Kerne vermerkt. Da jedoch natürliche
Feuersteinschlaginstrumente. Es wurde 1 Schlagins- Trümmer des Wolhynien- und Krakauer Jura Feuersteins
trument aus Gerölle des Świeciechów-Feuersteins, Durch- (manchmal von erheblichen Größen) und Trümmer eines
messer 69 mm vermerkt. Rohstoffs mit Negativen einzelnen Abdrücken in der Kul-
Fragmente unbestimmter Werkzeuge. In sieben Fäl- turschicht vorkommen, kann man nicht ausschließen, dass
len sind die Werkzeuge fragmentarisch erhalten geblieben. die von den Bewohnern gefragten Feuersteinrohstoffe in
Das sind: 1 kleines Fragment eines unbestimmten Klin- einer unbearbeiteten Form hierher gelangten. Man kann
genwerkzeugs mit einer geglänzten Kante, Wolhynien Feu- auch nicht ausschließen, dass fertige Klingen und sogar
erstein, Länge 21  mm; 1 Fragment eines unbestimmten Werkzeuge in die Siedlung gelangten.
Klingenwerkzeugs, heller Schokoladen Feuerstein; 1 Frag- Es fanden sich Klingenkerne mit einer Schlagfläche,
ment eines Klingenwerkzeugs, heller Schokoladen Feuer- mit vorbereiteten Schlagflächen und mit einem Kernwin-
stein; 1 Fragment eines unbestimmten Klingenwerkzeugs, kel von fast 90° mit präparierten Schlagflächen und Sei-
heller Schokoladen Feuerstein; 1 Fragment eines unbe- ten. Alle stark abgenutzt, mit Wechselorientierung, in der
stimmten Klingenwerkzeugs, dunkler Schokoladen Feuer- letzten Phase auch dazu genutzt, Abschläge zu gewinnen.
stein; 1 Fragment eines retuschierten Abschlagwerkzeugs, Die geringe Anzahl der zur Gänze erhaltenen Klingen weist
Świeciechów-Feuerstein; 1 Fragment eines unbestimmten darauf hin, dass einerseits das Klingenhalbprodukt in ei-
Abschlagwerkzeugs, durchgebrannt. ner zerstückelten Form genutzt wurde, andererseits aber
Der Satz von Gegenständen, die mittels der Silextech- erschwert dies erheblich die Bestimmung der Größe der
niken hergestellt wurden, wird von einem neuzeitlichen gewonnenen Funde (in diesem Fall geht es um die Län-
Flintenstein ergänzt. ge). Die meisten Klingen haben eine Breite von weniger
als 20 mm (im Falle der Obsidianfunde sind sie deutlich
6.1.6. Analyse der Funde, die mittels der schmaler) und sie sind dünn (deren Dicke beträgt meistens
Silextechniken hergestellt wurden weniger als 5 mm). Die Größe der zur Gänze erhaltenen
Funde und die Größenverhältnisse Länge zu Breite und
Die Rohstoffstruktur des Feuersteininventars aus Zwię­ Dicke und die am häufigsten angetroffenen Breiten und
czyca, Fundstelle 3 ist unterschiedlich. Es wurden Gegen- Dicken dieser zerstückelten Exemplare lassen annehmen,
stände aus 12 Rohstoffen beobachtet. Ein Teil von ihnen dass die am häufigsten genutzten Klingen die Länge von 10
hatte eindeutig eine vordringliche Bedeutung. Das wa- cm selten überstiegen haben. Die relativ kleinen Ausmaße
ren Radiolarite (12,89% des Inventars), Wolhynien Feu- der Klingenhalbprodukte aus Zwięczyca entsprechen den
erstein (23,68%), Schokoladen-Feuerstein, heller 19,21% Klingen aus den anderen Fundstellen dieser Kultur (Ka-
und dunkler 8,68%, Krakauer Jura-Feuerstein (16,05%) drow 1990b, Dębiec 2006; Kaczanowska 1985; Lech 1997;
und Świeciechów-Feuerstein (11,32%). Jedenfalls han- Mateiciucová 2008; Milisauskas 1986).
delt es sich um Rohstoffe, deren Ablagerungen sich in ei- Abschläge stellen eine der häufigsten Kategorien der Feu-
ner erheblichen Entfernung von der Fundstelle befinden, ersteinfunde dar. Sie wurden aus verschiedenen Rohstoffen
von einige Dutzend bis einige Hundert Kilometer (Gin- gefertigt, wobei sie zumeist aus den „populärsten“ Rohstof-
ter, Kozłowski 1975; Kaczanowska, Kozłowski 1976; Lech, fen an dieser Fundstelle hergestellt werden. Sie wurden in
Lech 1995; Schild 1971; 1995; Szeliga 2009). Die lokalen zwei Formen beobachtet, d.h. mit Negativen von einseiti