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Heimische Fauna

VO 1

Was ist Biodiversität?

- Messbare Größe: Arten-Diversität, Artendichte, …


- Gesellschaftspolitisches Konstrukt zum Naturschutz
- Metaphysischer Begriff, um die Komplexität der belebten Natur zu beschreiben

Biodiversität bedeutet die gesamte Vielfalt des Lebens auf der Erde, die Vielfalt der Arten, die

Vielfalt innerhalb der Arten, die Vielfalt von Ökosystemen sowie die Vielfalt an realisierten

ökologischen Funktionen und Prozessen in den Ökosystemen.

Vier Aspekte der Biodiversität:

1. Genetische Diversität: die genetische Variation (= die genetischen Unterschiede zwischen

Individuen und Populationen)

2. Artendiversität: die Vielzahl an Arten in einem Ökosystem

3. Ökosystem-Diversität: die Vielfalt an Lebensräumen und Ökosystemen

4. Funktionale Biodiversität: die Vielfalt an realisierten ökologischen Funktionen und


Prozessen in den Ökosystemen.

Klima:

- Osten: kontinental, geringer Niederschlag


- Westen: viel Niederschlag
- Aber auch Innerapline Trockengebiete
- 4 Großklimaräume

Julia Peham WS 2020/21


- Geologie ausschlaggebend für Vegetation
- 63% von Österreich sind Alpen
- Weitere 26% von Alpen geprägt

- Sommergrüne Laubwälder
- Keine ausgeprägten Trockenperioden
- Tagesmittel über 10 Grad
- 3-4 Monate Frostperioden
- Ausnahme Alpen

Zonale Vegetation: charakteristische Klimavegetation

Azonale Vegetation: nicht an eine bestimmte Vegetationszone gebunden

Extrazonale Vegetation: isoliert außerhalb des eigentlichen Verbreitungsgebiets, Bsp. In Ö ->


Trockenrasen

11 (Haupt-)Biotopengruppen in Österreich:

1. Binnengewässer und Gewässervegetation


2. Moore, Sümpfe und Quellfluren
3. Grünland, Grünlandbrachen und Trockenrasen
4. Hochgebirgsrasen, Pionier-, Polster- und Rasenfragmente, Schneeböden
5. Äcker, Ackerraine, Weingärten und Ruderalfluren
6. Hochstauden- und Hochgrasfluren, Schlagvegetation und Waldsäume
7. Zwergstrauchheiden
8. Gehölze der Offenlandschaft, Gebüsche
9. Wälder, Forste, Vorwälder
1. 10.Geomorphologische Biotoptypen
10. Technische Biotoptypen, Siedlungsbiotoptypen

Julia Peham WS 2020/21


VO 2

Artkonzepte

Biologisches Artkonzept: Eine Population oder Gruppe von Individuen die sich erfolgreich
miteinander fortpflanzen können

Ökologisches Artkonzept: Gruppen von Populationen die die gleiche ökologische Nische
besetzen

Ökologische Nische

- Eigenschaften der Art


- Umweltfaktoren die von einer Art benutzt werden

= eine Art ist eine ökologische Nische

Fundamentalnische

- Ökologische Nische einer Art ohne Beeinflussung anderer Arten

Realisierte Nische

- Ökologische Nische einer Art die unter Beeinflussung anderer Arten übrig bleibt

VO2 + VO3

Säugetiere

- 97 rezente autochthone (Ursprüngliche) Arten in Ö


➔ 3 wiedereingebürgert (Biber, Luchs, Alpensteinbock)
➔ Wolf seit einigen Jahren wieder etabliert (2-3 Rudel)
➔ Elch und Goldschakal regelmäßige Irrgäste
➔ 5-6 Ausgestorben (Teichfledermaus?, Streifenmaus, Wisent, Ur, Wildesel,
Wildpferd)
➔ 5 Eingebürgerte Arten: Kaninchen, Nutria, Damhirsch, Sikahirsch, Mufflon

Julia Peham WS 2020/21


➔ 4 Arten selbst eingewandert: Bisamratte, Marderhund, Waschbär, Mink
- Gruppen:
➔ Nagetiere (33 Arten)
➔ Fledermäuse (25-28 Arten)
➔ Raubtiere (16 Arten)
➔ Insektenfresser (12 Arten)
➔ Paarhufer (8 Arten)
➔ Hasenartige (3 Arten)

Apomorphe Merkmale

- Haare (Signale, Tarnung, Duftdrüsen, Wärme)


- Tragzeit
- Lebendgebärend
- Milchdrüsen
- Lange juvenile Phase (mit Lernphase)
- Oft sozial mit Rangsystemen (komplexes Verhalten)

Beispiele:

Igel

- Westigel (Erinaceus europaeus) und nördlicher Ostigel (E. roumanicus)


- Hybridzone in Ö
- Insektenfresser
- Nachtaktiv

Maulwurf

- Talpa europaea
- Insektenfresser
- An unterirdische Lebensweise angepasst

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➔ Umgestaltete Vorderbeine zum Graben – lange Krallen
➔ Hinterbeine unter dem Körper – Antrieb
➔ Kurzes, dichtes Fell
➔ Kleine Augen
➔ Ohrmuscheln im Fell verborgen
➔ Kurzer Schwanz
➔ Spitze Schnauze
➔ Walzenförmiger Körper
- Sehr territorial
- Bau mit Kammern für Aufzucht, Vorrat (halb tote Regenwürmer), Abfall,
Winterruhekammer
- Können gut schwimmen
- Keine Schädlinge!

Spitzmäuse

- Crocudura sp. und Sorex sp.


- Zwergspitzmäuse kleinste Säugetiere Österreichs
- Keine Mäuse
- Arthropodenfresser mit langen spitzen Schneidezähnen
- Kurzlebig
- Kein Winterschlaf
- Fressen bis zu 5000 Käfer pro Stunde – sehr hoher Energieumsatz

Fledermäuse

- Abendsegler (Nyctalus noctula)


- Aktiv flugfähig
- Nachtaktiv
- Insektenfresser – jagen in der Luft
- Winterschlaf (Höhlen, Baumstämme, Dachstuben, …)
- Kleine Augen
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- Echoortung
- Insektizide problematisch

Nagetiere

- Schneidezähne als Nagezähne ausgebildet, sehr lang, wachsen permanent


- Lücke zwischen Schneidezähnen und Backenzähnen

Waldmaus

- Frucht- und Samenfresser + Verteiler, Vogeleier


- Langschwanzmaus
- Große Ohren
- Klettern und springen gut
- Lange Beine

Feldmaus

- Kurzer Schwanz
- Kurze Ohren
- Gräbt Gänge
- Massenvermehrung in guten Bedingungen (trocken, warm, viel Nahrung)
- Beliebtes Beutetier für viele Greifvögel, Marder etc.
- Legen Futtervorräte an
- Kein Winterschlaf

Bayrische Kurzohrmaus

- Endemisch in Ö (Tirol)
- Relikt der Eiszeit

Feldhamster

- Kulturfolger
- Offene Kulturlandschaft in Ostösterreich
- Flexibler Winterschlaf in Bauten mit Nahrungsvorrat

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- Heute sehr selten

Ziesel

- Hörnchen
- Langgestreckter, walzenförmiger Körper
- Kleine Ohren
- Offene Graslandschaften in Ostösterreich
- Winterschlaf in Erdbauten
- Tagaktiv

Eichhörnchen

- Langer buschiger Schwanz


- Kräftige Beine
- Baumbewohner
- Kein Winterschlaf in Baumnestern
- Samen, Knospen, Eier – legen Vorräte an

Siebenschläfer

- Baumbewohner
- Langer buschiger Schwanz
- Nachtaktiv
- Samen, Knospen, Eier
- Winterschlaf 7 Monate oder länger

Europäischer Biber

- Semi-aquatisch
- Sehr groß für ein Nagetier
- Fettpolster, dichtes Fell, Schwimmhäute, flacher beschuppter Schwanz
- Bauten in Gewässern, Eingang nur tauchend erreichbar
- Ohren klein
- Nasenlöcher verschließbar
- Nahrung: Rinde, Blätter, Knospen, Wurzeln, aber auch Mais etc. von Feldern
- Bäume werden für Wintervorrat gefällt

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Hasentieren

Feldhase

- Kulturfolger
- Offene Wiesen- und Feldlandschaften in niedrigen Lagen (in höheren Lagen
Schneehasen)
- Hybridisieren selten mit Schneehasen
- Keine Bauten -> Jungen in Gruben - Nestflüchter
- Herbivor
- Konvergente Merkmale mit Nagetieren (z. B. Nagezähne)
- Gärkammer (Blinddarm), Kot wieder gefressen und wieder verwertet
- Lange Beine – sehr schnell
- Kurzer Schwanz
- Lange Ohren
- Gute Augen

Paarhufer

Wiederkäuer -> je größer, desto mehr Raunahrung kann vertragen werden

Reh

- Herbivor
- Nahrungsselektierer: Wählen energiereiche Pflanzenteile (Blüten, Knospen)
- Unterschiedliche soziale Organisationen: kleine Gruppen, große Gruppen oder allein
- Waldrand-Tiere: brauchen offene und Waldlandschaft
- Schneidezähne zum Abbeißen – Lücke – Molaren zum zerreiben
- Pansen (Vormagen) mit Mikroorganismen zum Vergären -> über Netzmagen wieder in
den Mund und erneut zerkaut -> ein paar Mal wiederholt -> Blättermagen -> Labmagen
(chemisch zersetzt) -> Dünndarm
- Müssen oft fressen
- Jährlicher Geweihwechsel

Julia Peham WS 2020/21


- Jährliche Fortpflanzung
- Paarung noch vor dem Winter – Entwicklungspause des Fötus im Winter – im Frühling
wird die Entwicklung fortgesetzt

Rothirsch

- Viel größer als Reh


- Männchen im Frühling und Sommer von Weibchen und Jungtieren getrennt
- Im Herbst Harembildung
- Größerer Pansen (25L) – können deshalb mehr Futter und dadurch auch mehr
zellulosereiches, nährstoffarmes Raufutter fressen (Blätter, Kräuter, Rinde, …)
- Winterruhe

Wildschwein

- Kein Wiederkäuer
- Allesfresser
- Großes Reproduktionspotential bei gutem Nahrungsangebot

Rotfuchs

- Langer Schwanz
- Lange Ohren
- Raubtier – kann aber auch Beeren und Abfall fressen
- Kulturfolger und natürlich
- Auch in hochalpinen Gebieten
- Können Erdbauten graben, aber verwenden auch gerne bestehende Bauten
- Oft mit Dachs vergesellschaftet

Dachs

- Allesfresser – tote Tiere, Mäuse, Früchte, Evertebraten


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- Macht große Bauten
- Tolerieren Füchse in Bauten
- Waldtier
- Kräftige Beine
- Spitze Schnauze
- Legt Latrinen an (zum Kot abgeben)

Steinmarder

- Kulturfolger (und Waldtier)


- Frisst kleine Säugetiere, Vögel und Früchte
- Langer Körper mit langem Schwanz
- Gute Kletterer
- Verwenden vorgebaute Bauten

Baummarder

- Kulturflüchter (Urwaldbewohner)
- Jagt Eichhörnchen, Vögel und frisst Früchte
- Sehr gute Kletterer und Springer

Fischotter

- Semi- aquatisch
- Dichtes Fell
- Ist ein Marder
- Kurze Ohren
- Verschließbare Nasenlöcher
- Schwimmhäute
- Fressen Fische, Krebse etc.

VO 5 und 6

Vögel

- Ca. 210 Arten brüten in Ö

Julia Peham WS 2020/21


- Größte Artenvielfalt im Osten (Neusiedlersee) und Westen (Bodensee) (bei
Gewässern)
- Buchfink am häufigsten
- Singvögel am häufigsten

Singvögel

- Männchen singen zur Revierabgrenzung

Buchfink

- Sexualdimorphismus
- Kegelförmiger Finkenschnabel (Körner, Insekten)
- Brut in Bäumen
- Gesang teilweise erlernt, teilweise angeboren
- Gesang: Revierabgrenzung und Anlocken von Weibchen (kostet viel Zeit und Kraft)

Amsel

- Sexualdimorphismus
- Großstadt, Garten und Wald
- Nahrungssuche auf Rasen
- Nester in Gebüschen mit Halmen und Lehm (Eier hellblau)

Tauben

- Verwilderte Haustiere
- Straßentauben
- Stammen von Felsentauben ab
- Türkentauben
- Füttern Junge in ersten Tagen mit Kropfmilch

Hausrotschwanz

- Ursprünglicher Lebensraum: Alpine Blockhalden (Baumfrei mit Felsen, über


Baumgrenze)
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- Brütet in Mauernischen
- Insektenfresser
- Spitzer, pinzettenförmiger Schnabel
- 8-9 Fütterungen pro Stunde

Mauersegler

- Kein Singvogel
- Gebäudebrüter unter dem Dach
- Fluginsektenfänger
- Übernachten teilweise fliegend
- Lange sichelförmige Flügel
- Kurze Beine, können nicht gehen
- Kurzer Schwanz
- Wenn sie nicht Brüten sind sie immer in der Luft

Haus-Sperling

- Kulturfolger
- Nisten in großen Gruppen an Gebäuden
- Nur in bebauten Gebieten

Feld-Sperling

- Kulturfolger
- Nisten an Gebäuden (oft in Kolonien)
- Brüten auch in Gebüschen

Rabenvögel

Leben auch von Abfall, sehr lernfähig

Aaskrähe (=Nebelkrähe)

- Im Osten
- Hybridisiert mit Rabenkrähe
- Schwarz-grau

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Rabenkrähe

- Im Westen
- Hybridisiert mit Aaskrähe
- Schwarz

Hybridzone geht durch Wien, verschiebt sich nicht, waren wahrscheinlich vor Kaltzeit eine Art
die sich durch lange Trennung in 2 entwickelt hat, Präferenz bei Partnerwahl

Elster

- Brütet in Gebüschen

Dohle

- Gebäude zum Brüten

Saatkrähen

- Wintergäste in Wien
- Feldfrüchte, Abfall, tierische Nahrung
- Kleine Brutkolonie in Wien

Wintergäste an der Donau in Wien

➔ Nutzen eisfreie Donau zum Überwintern


- Prachttaucher
- Kormoran
- Gänsesäger
- Schellente

Parks und Gärten

Nahrungssuche Strategien:

- Rasen
- Baumkrone
- Baumstamm etc.
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Mönchsgrasmücke

- Sexualdimorphismus
- Insektenfresser
- Nester in dichten Gebüschen
- Kurzstreckenzieher – überwintern im Mittelmeerraum
- Sehr weit verbreitet
- Brüten auch in Skandinavien – dort Langstreckenzieher
- Atlantische Inseln – ziehen gar nicht weg

Klappergrasmücke

- Langstreckenzieher – überwintern in Zentralafrika

Meisen

- Große Kohlmeise
- Kleine Blaumeise
- Kleine Tannenmeise
- Höhlenbrüter (durch Buntspechte gebaut)
- Insekten und Samen
- Konkurrenzvermeidung mit durch fein abgestimmte Ernährung
- Überwintern in Mitteleuropa (fressen fetthaltige Samen)

Buntspechte

- Machen Baumhöhlen bei der Insektensuche


- Meiselförmiger Schnabel
- Höhlenbrüter (danach oft von Meisen und Kleiber etc. verwendet)

Schwalben

- 4 Arten
- Insekten Flugjagd
- 2 Synanthrop (Kulturfolger)

Julia Peham WS 2020/21


➔ Rauchschwalbe: offene Lehmnester an Gebäuden, Langstreckenzieher, sehr
manövrierfähig bei der Jagd
➔ Mehlschwalbe: Lehmnestern außen an Häusern
- 2 natürlich vorkommend
➔ Uferschwalbe
➔ Felsenschwalbe

Finken

- Kulturfolger
- Kegelförmiger Schnabel
- Fressen Samen und Knospen
- Grünling: Kulturlandschaften mit Bäumen, brütet in Koniferenhecken, hohe Dichte in
Siedlungen
- Girlitz: offene Kulturlandschaften mit Bäumen, mag Wärme
- Beide nicht mehr so häufig

WICHTIG!

Nationalpark Neusiedlersee

- Große Schilfflächen
- Seewinkel: flache Gewässer -> Lacken mit Salzgehalt die periodisch austrocknen –
einzigartig in Mitteleuropa

Agrarlandschaften

- Abnahme der Artenzahl durch technisierte Landwirtschaft


- Früher: kaum Straßen, kleine Felder, ungenutzte Flächen, keine Pestizide oder
Kunstdünger, Bäume und Gebüsche -> reich strukturierte Landschaft mit vielen
Lebensräumen

Julia Peham WS 2020/21


- Mitte des 20. Jahrhunderts: größere Felder, Straßen, reguliere Bäche, weniger
Gebüsche, Bäume und ungenutzte Flächen
- Industrialisierung: Kunstdünger, Pestizide, große Maschinen, keine ungenutzten
Flächen, ohne Bäume und Gebüsche, Schnellstraßen, Verrohrte Gewässer, Windräder,
kaum Arten überleben diese Landschaft
- Vögel Individuenzahl stark zurückgegangen
- Wir brauchen mehr ungenutzte Flächen!

Goldammer

- Brauchen abwechslungsreiche Landschaft mit Büschen


- Gebüsche als Singwarte und zum Brüten
- Fressen Samen, Insekten in der Brutzeit -> Futtersuche auf dem Boden
- Früher viele Samen auf Feldern zurückgeblieben

Neuntöter

- Benötigen Gebüsch
- Singwarte in Gebüschen
- Fressen Insekten, die sie in Jagdflügen fangen
- Besonders empfindlich bei Insektenrückgang – keine Pestizide

Feldlerche

- Heute fast verschwunden


- Benötigt Landschaft ohne Bäume
- Bodenbrüter
- Insektenjagd am Boden
- Singflug
- Intensive Wiesenbewirtschaftung verkürzt Brutzeitraum
- Benötigt extensive bewirtschaftete Wiesen
- Kehren meist zur selben Brutstelle zurück, auch wenn sie nicht mehr verwendbar ist

Fasan

- Gewinner
- Künstlich hochgehaltener Bestand für Jagd

Julia Peham WS 2020/21


- Landschaft ohne Bäume
- Leben auf dem Boden

Rebhuhn

- Verlierer
- Bestand wegen intensiver Landwirtschaft um 90% zurückgegangen
- Landschaft ohne Bäume
- Leben auf dem Boden
- Brauchen viel Insektennahrung
- Im Winter Samen

Turmfalke

- In offener Landschaft
- Feldmäuse als Lebensgrundlage
- Profitieren von Straßen (roadkill) und offenen Landschaften
- Gebäude und Krähennester als Brutnest (bauen selbst keine)
- Anfällig für Dichte der Beute (Mäuse)

Mäusebussard

- In offener Landschaft
- Feldmäuse als Lebensgrundlage
- Profitiert auch, benötigt aber Bäume und Wälder zum Brüten
- Anfällig für Dichte der Beute (Mäuse)
- Aasfresser

PROBLEM: Greifvögel werden oft vergiftet!!

Bienenfresser

- Gewinner – offene Kulturlandschaft


- Frisst große Insekten – sehr langer Schnabel – fressen viele stechende Insekten wie
Wespen
- Gräbt Bruthöhlen in Sandabbrüchen

Julia Peham WS 2020/21


- Kolonieanzahl in letzten Jahren sehr gestiegen
- Arealerweiterung durch Klimaerwärmung
- Langstreckenzieher – Afrika

Großtrappe

- Erfolg des Naturschutzes


- Sehr groß – schwerster flugfähiger Vogel
- Brauchen extensiv genutzte Wiesen
- Bodenbrüter
- Füttern Junge mit Insekten, Erdechsen etc. Im Winter auch andere Nahrung

Nationalpark Neusiedlersee

- Pannonisch geprägte Steppenlandschaften


- Große Schilfflächen
- Salzlacken
- Verzahn von extensiv bewirtschafteten Weidenlandschaften und Feuchtgebieten

1. Vögel die an bewachsenen Ufern der Gewässer Brüten

Lachmöwen

- Wintergast in der Stadt

2. Vögel die auf Schotterflächen am Ufer brüten

Fluss-Seeschwalbe

- Legt Eier auf unbewachsene Schotterbänke


- Fressen kleine Fische, die sie durch Stroßtauchen fangen

Flussregenpfeifer

- Legt Eier auf unbewachsene Schotterbänke – sehr gut getarnt


- Frisst Arthropoden und anderen kleine Tieren entlang der Wasserlinie
Julia Peham WS 2020/21
- Nur noch wenige Brutplätze
- Klein mit kurzen Beinen und Schnäbeln

3. Vögel die auf extensiv beweideten Wiesen Brüten

Graugans

- Wiesenbrüter
- Pflanzenfresser
- Grasen mit Jungen
- Sehr sozial
- Monogam

„Wiesenlimikolen“

- Rotschenkel
- Uferschnepfe
- Kiebitz
- Suchen auf Boden nach Nahrung
- Lange Schnäbel
- Lange Beine
- Durch Variation der Schnabel und Beinlänge kann Konkurrenzvermeidung betrieben
werden – je länger, desto tiefer können sie im Wasser Nahrung suchen
- Brauchen feuchte Wiesen zum Brüten

Säbelschnäbler

- Selten im Binnenland
- Frisst schwimmende Kleintiere
- Kann mit langen Beinen Tief ins Wasser
- Langer hinaufgebogener Schnabel
- „Wappenvogel“
- Wenn man diesen Vogel + Lebensraum schützt, schützt man andere mit!
- Lange seichte Gewässer mit wenig Fischen – viele Evertebraten

4. Nahrungsaufnahme in Schlammflächen
Julia Peham WS 2020/21
Großer Brachvogel
- Konkurrenzvermeidung

Enten verwenden Gewässer in unterschiedlichen Tiefen

Graugans: grast

Löffelente: Wasseroberfläche

Krickente: taucht ca. 25 cm -> nur so lange wie der Hals ist

Reiherente: Taucht mit gesamten Körper unter

Lebensraum Schilf

- Graswald
- Rohrsänger
- Rohrdommel
- Haubentaucher – Schwimmende Nester

Kulturfolger in naturnaher Landschaft Neusiedlersee

- Weißstorch – Brüten gerne auf Häusern


- Graureiher – Fischfresser
- Silberreiher – profitieren durch Klimaerwärmung

Zugvögel die an Lacken rasten

- Kampfläufer – häufig
- Kiebitzregenpfeifer – selten
- Brutplatz in der Arktis
- Überwinterung in Afrika
Julia Peham WS 2020/21
Neusiedlersee in Ö und International von großer Bedeutung!

Wichtig!!!

Reptilien

- 13 Heimische Arten
- Verpaarung immer im Frühjahr
- Jungen im Herbst

Europäische Sumpfschildkröte

- Tierische Nahrung
- Geschlechtsreif nach 5-10 Jahren

Blindschleiche

- Fressen Nacktschnecken, Regenwürmern


- Können Kiefer nicht aushängen, kleine Maulspalte
- Vivipar
- Überwintern in Frostfreien stellen

Zauneidechse

- Wärmeliebend
- Nur in Tiefländern
- Sexualdimorphismus
- Territorial
- Fressen Invertebraten
- Ovipar

Smaragdeidechse

- Sexualdimorphismus
- Fressen Evertebraten und Eier
- An trockenen Standorten

Julia Peham WS 2020/21


- Eiablage in selbst gegrabenen Höhlen

Kroatische Gebirgseidechse

- Langer Schwanz
- Ovipar

Mauereidechse

- Nahrung Evertebraten
- Kältetolerant

Bergeidechse

- Fressen Insekten
- Vivipar -> geringere Temperatur in Gebirgen, Echse kann sich untertags zwischen
verschiedenen Sonnenplätzen bewegen, um Eier im Körper zu wärmen

Schlangen

- Züngeln um Duftstoffe aufzunehmen


- Zunge gespalten um räumliche Information an Jakob‘sches Organ (Schmecksinn) am
Gaumen weiterzuleiten
- Können tauchen, klettern und schwimmen
- Speicheldrüse zur Giftdrüse umgebildet (bei Giftschlangen)
- Kann Kiefer aushängen
- Unterkiefer mit elastischem Band verbunden und beide Hälften können eigenständig
bewegt werden
- Zum Atmen wird Kehlkopf ausgehängt
- Nahrungsspezialisten – weniger territorial

Ovovivipar: Jungtiere ernähren sich von Dottervorrat in weichen Eiern im Muttertier und
werden nach der Entwicklung in Eiern abgelegt und schlüpfen sofort = Eier werden im
Mutterlaib ausgebrütet

- Bergeidechse
Julia Peham WS 2020/21
- Blindschleiche
- Schlingnatter (einzige Natter)
- Sandviper
- Wiesenotter
- Kreuzotter

Schlingnatter

- Erdrosselt Beute
- Beute: Eidechsen, Blindschleichen, Schlangen
- Oft mit Kreuzotter verwechselt

Kreuzotter

- Frisst Kleinsäuger (weniger oft Reptilien und Amphibien)

Äskulapnatter

- Frisst Eier und Vögel von Bäumen


- Im Frühjahr noch in wärmerer Bodennähe – dann fressen sie Kleinsäuger

An Gewässern lebend:

Würfelnatter

- Frisst hauptsächlich Fische


- Tauchen gut
- Stellen sich tot und stinken

Ringelnatter

- Frisst hauptsächlich Amphibien


- Jagd an Wasseroberfläche
- Stellen sich tot und stinken
- Legt Eier

Julia Peham WS 2020/21


Sandviper/Hornotter

- In Ö nur in Kärnten

Amphibien

- Urodela (Schwanzlurche)
- Anura (Froschlurche)
- Eier im Wasser abgelegt
- Larvenentwicklung und Begin der Metamorphose im Wasser
- Ausnahmen
➔ Feuersalamander: Geburt wasserlebender Larven
➔ Alpensalamander: Geburt vollentwickelter landlebender Jungtiere

Fortpflanzungsstrategien

Explosivlaicher

- Kommen für wenige Tage im Jahr Massenhaft zusammen, um sich zu verpaaren


- Erdkröte, Braunfrösche
- Synchronität
- Reduzierte Rufaktivität
- Alles wird geklammert
- Starke intrasexuelle Konkurrenz

Langzeitlaicher

- Pflanzen sich über längere Zeiträume fort


- Laute Rufe um sich zu finden – große Schallblase
- Rotbauchunken, Wasserfrösche, Laubfrösche, Kreuzkröten
- Ausgeglichenes operationales Geschlechterverhältnis

Julia Peham WS 2020/21


Gelegeformen

Kammmolch

- Einzelne Eier in geknickte Halme

Laubfrosch

- Wallnussgroße Bällchen

Rotbauchunke

- Bällchen

Knoblauchkröte

- Kleine Würste

Kröten

- Lange Schnüre

Braunfrösche und Grünfrösche

- Große Gelege

Urodela Larven: äußere Kiemen, 4 Beine, große Maulspalte (Räuber)

Anura Larven: innere Kiemen, zuerst Hinterbeine gebildet, kleine Maulspalte


(Pflanzenfresser)

Salamander und Molche

- Innere Besamung
- Mit Schwanz
- Salamander terrestrisch
- Feuersalamander ovovivipar; Larven benötigen klare Wildbäche, manchmal auch in
Tümpeln

Julia Peham WS 2020/21


- Alpensalamander vivipar (2 Jungtiere in 2 Uteri, fressen zuerst andere angelegte Eier,
dann Wandzellen im Uterus, bis zu 3 Jahre im Uterus); alpine Lebensräume; fressen
Insekten
- Molche aquatisch und terrestrisch, legen Eier einzeln ab

Kammolche

- 3 Arten
- Hybridisieren
- Groß
- Benötigen fischfreie Gewässer

Teichmolch

- Männchen mit Kamm


- M locken Weibchen mit Duftspuren zu Spermatophore

Rotbauchunke

- In Tiefländern
- Keine äußere Schallblase

Gelbbauchunke

- In Kleinstgewässern
- Werden bis zu 30 Jahre alt
- Keine äußere Schallblase
- In Gebirgen

Knoblauchkröte

- Nachtaktiv
- Unter Tags eingegraben
- Rufen unter Wasser wo sie auch die meiste Zeit verbringen

Julia Peham WS 2020/21


- Keine Äußere Schallblase
- Sehr große Kaulquappen
➔ Räuberisch
➔ Weil sie sich schon jung in den Erdboden eingraben müssen

Laubfrosch

- Baumbewohner
- Kehlständige Schallblase

Kröten

- Resistenter gegen Trockenheit


- Warzige Haut

Erdkröte

- Explosivlaicher
- Tiefland und Hochgebirge

Kreuzkröten

- Atlantisches Faunenelement
- Kehlständige Schallblase

Wechselkröte

- Kehlständige Schallblase
- Kann sich nicht eingraben darum oft in Kellern etc.

Echte Frösche

- Explosivlaicher (Braunfrösche; innere Schallblase)


- Langzeitlaicher (Grünfrösche; äußere Schallblase)

Julia Peham WS 2020/21


Grasfrosch

- Braunfrosch
- Explosivlaicher
- Nach Paarung an Land

Moorfrosch

- Braunfrosch
- Explosivlaicher
- In Paarungszeit werden Männchen blau -> Signal an Männchen um Fehlpaarung zu
vermeiden

Springfrosch

- Donauauen
- Innere Schallblase
- Wickeln Gelegeballen um Wasserpflanzen unter Wasser

Wasserfrösche

Seefrosch (ridibunda)

- Lachende Laute
- Große Gewässer

Kleiner Wasserfrosch (lessonae)

- Schnarrende Laute
- Kleine Gewässer

Hybrid von Seefrosch und kleinem Wasserfrosch:

Teichfrosch

- Klepton – stabilisierter Hybrid


- Mischung aus lachenden und schnarrenden Lauten
Julia Peham WS 2020/21
- Wenn Teichfrosch mit kleinem Wasserfrosch vergesellschaftet ist, gibt er nur
Seefrosch Gene weiter -> Nachkommen wieder Teichfrosch
- Wenn Teichfrosch mit Seefrosch vergesellschaftet ist, gibt er nur kleine Wasserstoff
Gene weiter -> Nachkommen wieder Teichfrosch

Alpine Amphibien

- Ökotyp
- Paarung tagsüber - Frostgefahr
- Explosivlaicher – kurze Phase mit flüssigen Gewässern
- Schnelle Entwicklung von Eiern und Larven – kurze Sommer
- Paarung schon im Schmelzwasser, um Metamorphose rechtzeitig zu beenden
- Hohes Alter

Gefährdung

- Müll
- Dünger
- Pestizide
- Zerstörung der Lebensräume
- Sensibel gegenüber Abwasser (Hautatmung)

Spinnen

Radnetz

- Komplizierte Architektur nach festgelegtem Bau


➔ Nabe -> zentral
➔ Klebspirale -> nur diese sind fängig
➔ Speichen
➔ Rahmenfäden -> robust

Julia Peham WS 2020/21


Bau: Suchfaden -> wird mit stärkerem ersetzt -> erste Speichenfäden -> Rahmenfäden ->
Speichen werden fertiggestellt -> Hilfssprirale -> Einziehen der Klebspirale -> Hilfsspirale wird
wieder abgezogen und gefressen

- 6 verschiedene Fadensorten für den Bau


- Werden in unterschiedlichen Spinndrüsen produziert
- Flüssiges Sekret wird durch Spinndüsen durchgepresst und härtet sofort
- Faden der Klebstoffspirale besteht aus Grundfaden der mit Klebstoffhülle überzogen
wird – Klebstoffhülle zieht sich zu Tröpfchen zusammen
- Zusammengesetzte Fäden wie z. B. Fadenwolle

Verwendung:

- Eikokons – Schutz vor Austrocknung und Prädatoren


- Beutefesselung
- Signalfäden – intraspezifische Kommunikation, mit Pheromonen
- Wohngespinst
- Ballooning – vor allem Jungspinnen zur Verbreitung, riskant

Netzbautypen

Radnetze

- Radnetzspinnen (Aranea)
➔ Gartenkreuzspinne
➔ Eichenblatt-Radnetzspinne
➔ Wespenspinne -> Färbung wahrscheinlich zur Somatolyse – Auflösen der
Körperform, Stabiliment=Zickzackband aus dichter Wolle – Tarnung,
charakteristisch für die Art
➔ Sektorspinne -> sitzt nicht auf Nabe sondern versteckt in einem Schlupfwinkel am
Rand des Netzes – Signalfaden alarmiert Spinne über Beute im Netz
- Streckerspinnen (lange Beine, langes Opisthosoma, Somatolyse durch bestimmte
Körperhaltung, Radnetz mit offener Nabe)

Julia Peham WS 2020/21


Deckennetze

- Baldachinnetzspinne
➔ Artenreichste Familie in Ö
➔ Spinne sitzt unter der Decke mit ventraler Körperseite nach oben gerichtet
➔ Stolperfäden über der Decke
➔ Wenn sich Beute im Netz verhängt beißt die Spinne von unten zu und wartet auf
Lähmung
- Trichterspinnen
➔ Deckennetz mit Wohnhöhle auf einer Seite
➔ Hauswinkelspinne
- Gebirgstrichterspinnen
➔ Wasserspinne
➔ Lebt im Wasser aber atmet Luft
➔ Deckennetz hindert Luftblase am Aufsteigen
➔ Luftglocke funktioniert als physikalische Kieme
➔ Opisthosoma sehr hydrophob

Lauerer und Jäger

- Huschspinne
➔ Tarnung durch Homochromie
➔ Jagd
➔ Kleine Augen
- Springspinnen
➔ Große Linsenaugen vorne
➔ Optisch sehr begabt
➔ Rundum Panoramablick
➔ Farbsehen
➔ Bewegliche Retina
➔ Schleichen sich an Beute an und springen dann auf Beute (mit Sicherheitsseil)
➔ Zebraspringspinne sehr häufig
- Krabbenspinnen
Julia Peham WS 2020/21
➔ Sitzen in Blüten
➔ Lauern
➔ Durch Homochromie gut getarnt
➔ Vorderbeine mit Stacheln als Fangkorb
➔ Veränderliche Krabbenspinne können Farbe auf Blüte Anpassen – über Augen

Verdauung

- Extraintestinal
- Verdauungsenzyme werden aus dem Verdauungstrakt in Beute erbrochen
- Verdaute Masse wird dann aufgesaugt
- Gift ohne Verdauungssekret!

Cheliceren

- Giftklauen
- Dornfingerspinne (Fam. Sackspinnen) einzige wirklich unangenehme Spinne in Ö
- Keine tödlichen Spinnen in Ö

Fortpflanzung

- Häufig Geschlechtsdimorphismus – Weibchen oft viel größer


- Männchen mit Genitalbulbus an Pedipalpen
- Weibchen mit Epigyne
- Gonaden im Opisthosoma
- Männchen bauen ein Spermanetz und geben Sperma ab – Spermatophoren werden
mit Genitalbulbi aufgenommen und in Epigyne eingesetzt
- Genitalbulbi bei jeder Art unterschiedlich (Schlüssel – Schloss Prinzip)

Pisaura mirabilis

- Männchen bring Brautgeschenk (beute)


- Während das Weibchen beschäftigt ist findet die Begattung statt

Julia Peham WS 2020/21


Brutpflege

- Eier als Klumpen abgelegt und mit Seide umsponnen


- Raubspinnen (mit Cheliceren) und Wolfsspinnen (mit Spinnwarzen) tragen Eikokons
mit sich mit – nach dem Schlüpfen klettern Jungtiere auf Mutter

Käfer (Coleoptera)

- Adephaga
- Polyphaga
- Holometabol
- Beißend-kauende Mundwerkzeuge
- Stark sklerosierter Elytren -> ermöglicht auch das aufsuchen von Lebensräumen die
weniger stark geschützten Tieren verborgen bleiben

Epigäische Fauna

➔ Arten die auf der Bodenoberfläche Leben

- Hypolithial: Lebensraum unter Steinen


➔ Unterseite des Steins (Schnecken)
➔ Hohlraum zwischen Stein und Boden (Nacht- bzw. Tagruhe, Spinnen etc.)
➔ Boden unter dem Stein (Regenwürmer)
- Hypolithion: Lebensgemeinschaft unter Steinen
- Epigäische Organismen
➔ Spinnen
➔ Laufkäfer
➔ Weberknechte
➔ Kurzflügler
- Können mit vergrabenen Barberfallen gesammelt werden (z. B. Joghurtbecher)

Julia Peham WS 2020/21


Laufkäfer

- Habitus sehr ähnlich


- Polyphag
- Sehr artenreich
- Unterschiedliche Larven
- Großteil Räuber

Sandlaufkäfer

- Tagaktiv
- Räuber
- Große Augen
- Kräftige, prognathe Mundwerkzeuge
- Larven:
➔ Lauerjäger in selbst gegrabenen Höhlen

Hochmoorlaufkäfer

- Lebensraumspezialist in Hochmooren
- Nur von 2 Standorten bekannt

Bombardierkäfer

- Knallgasreaktion zur Verteidigung


- Drüsen an der Abdomenspitze

Schmaler Schaufelkäfer

- Nahrungsspezialist
- Kopf stark verschmälert (=Cychrisierung) – zum Eindringen in Schneckenhäuser

Kurzflügler

Julia Peham WS 2020/21


- Elytren stark verkürzt – Abdomen mit höherer Beweglichkeit, aber auch weniger
geschützt -> reiben sich zur chemischen Abwehr mit Substanzen ein
- Hinterflügel mit sehr kompliziertem Faltmechanismus
- Sehr hohe Artenvielfalt
- Überwiegend Räuber
- Polyphag

Stenus ssp.

- Holarktisch
- Labium stark verlängert und kann nach vorne gestoßen werden – mit
Klebestrukturen und „Zangen“

Mistkäfer

- Polyphag
- Fühlerkeule ist matt
- Graben für Brut eine Brutkammer -> Grabbeine
- Brutkammer wird mit Mist gefüllt – Eier abgelegt und Larven ernähren sich dann vom
Mist

Stillgewässer, Fließgewässer, Phytotelmen (=wassergefüllte Hohlräume in Pflanzen)

- Vor allem adephage Gruppen

Schwimmkäfer

- Adephag
- Geschlossene Körperform
- Sehr glatt -> Haftbeine bei Männchen für Paarung
- Beine verlängert und Verbreitert (mit Haarsaum)
- Räuber mit massiven Mundwerkzeugen

Taumelkäfer

- Adephag
- Lebt auf Wasseroberfläche

Julia Peham WS 2020/21


- Geteilte Facettenaugen – dorsaler Teil in der Luft, ventraler Teil im Wasser
- Stummelförmige Antennen um Vibrationen an Wasseroberfläche wahrzunehmen –
Beute
- Hinterbeine stark verbreitert als Schwimmbeine

Hydrophilidae

- Polyphag
- Maxillarpalpen übernehmen Funktion der Antennen
- Antennen für Gewinn von Luftvorrat

Einteilung in Gilden (funktionelle Gruppen)

Terrestrisch lebend:

Räuber

- Am Boden (Laufkäfer)
- Auf Vegetation (Marienkäfer)

Pflanzenfresser

- Blätter
- Wurzeln
- Rinde
- Samen/Früchte

Blütenbesucher

Dungfresser

Verrottendes Holz

Aas

Pilzfresser

Im Wasser lebend

Julia Peham WS 2020/21


In vielen Familien verschiedene Typen

Speckkäfer

- Kulturfolger
- Vogelnester, Vorratsschädlinge

Museumskäfer

- Bewirkt Schäden in Museumssammlungen

Aaskäfer

- Artenarm
- Leben hauptsächlich auf Aas, aber auch Vertreter die Schnecken- und Raupenjäger
sind

Nicrophorus ssp.

- Beide Geschlechter betreiben Brutpflege


- Paarung auf Aas
- Aas begraben -> Weibchen legt Eier im Gang ab
- Am Anfang werden Larven gefüttert

Blatthornkäfer

- Fakultative Blütenbesucher

Nahrungsangebot im Wald

- Ändert sich im Laufe des Jahres


- Viele verschiedene Schichten (Moosschicht, Krautschicht, Baumschicht etc)
- Laubbäume und Nadelbäume

Julia Peham WS 2020/21


Wildnisgebiet Dürrenstein

- Sehr stark geschützt

Lebensraum Baum

- Bis zu 54 Mikrohabitate
- Höhlen
- Blitzrinnen
- Ersatzkronen
- Tote Äste
- Schürfrinnen
- Totholz
- Blitzrinne etc.
- Abgestorbene Bäume haben enorme Bedeutung (1/4 der Käfer darauf angewiesen)

Hirschkäfer

- Extremer Geschlechtsdimorphismus bei Mandibeln


- Weibchen verletzen Rinde und trinken Saft – lockt Männchen an – Paarung – Eiablage
im Baum
- Larven können Laute produzieren
- Eichenwälder mit Altholz
- Gefährdung: kein Totholz, Habitat Zerstörung, Isolation von anderen Populationen

Borkenkäfer

- Teil der Rüsselkäfer


- Schädlich für Bäume

Buchdrucker

- Käfer bohren sich in Rinde und locken durch Pheromone weitere Käfer an
- Wenn zu viele Käfer da sind, werden benachbarte Bäume befallen
Julia Peham WS 2020/21
- Rammelkammer zur Verpaarung
- Fraßgänge für Käfer und Larven

Buntkäfer

Gemeiner Ameisenbuntkäfer

- Fressfeind von Borkenkäfer


- Wird von Pheromonen angelockt und frisst Larven

Bienenwolf

- Frisst Pollen und wartet auf andere Insekten


- Eier in der Nähe von Wildbienennestern abgelegt – Larven fressen sich dann durch
Nest

Weichkäfer

- Weiche Elytren

Soldatenkäfer

- Sitzen auf Blüten und warten auf Beute

Leuchtkäfer

- Geschlechtsdimorphismus
➔ Weibchen flügellos
➔ Ähneln den Larven
➔ Männchen flugfähig
- Leuchten mittels Leuchtorganen

Schnellkäfer

- Haben Dorn, der den Käfer in die Luft katapultieren kann


Julia Peham WS 2020/21
- Männchen oft mit gesägten Antennen
- Larven als Drahtwürmer bezeichnet – Schädlinge

Schwarzkäfer

- Elytren manchmal verwachsen – fliegen nicht


- Bsp. Mehlkäfer

Ölkäfer

- Sehr divers
- Können (giftige) Hämolymphe zur Abwehr von Fressfeinden abgeben
- Dreiklauer Larven klammern sich an Wildbienen, lassen sich ins Nest tragen und
ernähren sich dort vom Nahrungsbrei der Bienen

Blattkäfer

- Sehr divers
- Blütenbesucher
- Bodenbewohner
- Alle pseudotetramer
- Pflanzenfresser

Schildkäfer

- Ganz flach
- Larven tarnen sich mit Kotklumpen

Rüsselkäfer

- Kopfkapsel rüsselförmig gestreckt

Haselnussbohrer

- Sehr klein
- Weibchen fressen Loch in Haselnüsse – Larven ernähren sich dann davon
Julia Peham WS 2020/21
Bockkäfer

- Sehr lange Antennen


- Diverse Lebensweisen

Hymenoptera

- Holometabol
- Imagines: 2 Paar durchsichtige Flügelpaare - verkoppelt; hintere Paar kleiner
- Lange Fühler
- Meist beißend-kauende Mundwerkzeuge
- Orthopteroider Legeapparat – manchmal in Stachelapparat umgebildet
- Oft gelb-schwarz -> z. T. Mimikri wenn sie nicht stechen können
- „Symphyta“
➔ Basale Gruppe
➔ Keine Wespentaille
➔ Legeapparat kein Stechapparat
➔ Mimikri zu Apocrita
➔ Meist phytophag (Ektoparasiten an Pflanzen)
- Apocrita
➔ Manche mit spezialisiertem Wehrstachel
➔ Wespentaille (2. abdominale Segment)
➔ Oft Parasitoide – Larven leben im Körper anderer Insekten
➔ Oft Räuber

Symphyta

- Larven raupenförmig; phytophag oder xylophag (fressen im Holz)


- Imagines oft Blütenbesucher (leckend-saugend)

Julia Peham WS 2020/21


Blattwespen

Keulenblattwespe

- Imagines nehmen keine Nahrung auf

Holzwespen

- Sehr groß
- Stechapparat, um ins Holz zu stechen und Eier zu legen

Parasitoide Larven

- Wespentaille
- Eier in andere Insekten (oder Insekteneier) gelegt

Ichneumonidea

- Körperlanger Stachel (Ovipositor)


- Legen Eier in Käferlarven im Holz

Gallenbildner und Gallenbewohner

- Induzieren Pflanzenwucherungen durch Eiablage, die als Nahrung und Behausung


kleiner Larven dient
- Schadet der Pflanze nicht

Gallwespen

Räuberische Lebensweise

Pompilidae

- Spinnenräuber
- Tragen Beute zu Larven

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Grabwespe

Sandwespe

- Graben Brutnest in Sand


- Tragen Beute ins Nest

Bienen (Apoidea)

- Ungebildeter Ovipostor, alle Weibchen mit Wehrstachel – nicht mehr zur Eiablage
- Verschiedene Sammelapparate
➔ Kropfsammler
➔ Bauchsammler
➔ Beinsammler

Brutfürsorge

Rote Mauerbiene

- Solitär
- Weibchen suchen höhlen im Holz, bauen abgetrennte Kammern für je ein Ei und
legen Pollenvorrat für Larven an
- Überwintern im Kokon

Hummeln

- Nester oft im Boden in Mäusenestern oder hohlen Bäumen


- Begattete Königin baut im Frühling ein Nest -> zieht erste Arbeiterinnen groß ->
Arbeiterinnen versorgen die Brut -> im Sommer werden Geschlechtstiere
großgezogen -> Hochzeitsflug -> Begattete Königinnen suchen Überwinterungsplatz

Goldwespen
Julia Peham WS 2020/21
- Brutparasitismus
- Legen Eier in bestehende Nester
- Larven fressen fremde Bieneneier
- Verpuppen sich im fremden Nest

Faltenwespen

- (Eu-)Soziale und solitäre Arten


- Einige parasitische Arten
- Larven werden mit tierischer Nahrung versorgt
- Imagines nehmen zuckerhaltige Flüssigkeiten auf
- Nester papierartig, oberirdisch oder unterirdisch
- Einjährige Nester
- Nur begattete Königin überwintert

Soziale Insekten

Im weiteren Sinn: Kontakt mit anderen Individuen geht über Sexualverhalten hinaus

Im engeren Sinn: zeigen kooperatives Verhalten im Rahmen der Fortpflanzung; nisten


gemeinsam in Gemeinschaftsnestern (Staaten)

1. Parasoziale Verbände
Gemeinsames Nisten einer Generation mit gleichaltrigen Imagines (Viele Bienen,
einige Käfer, einige Blattläuse)
➔ Subsozial: Brutpflege durch ein Weibchen und ein Männchen oder nur ein
Weibchen (Ohrwürmer, Aaskäfer)
➔ Kommunal: Brutpflege durch mehrere Weibchen einer Generation in einem
gemeinsamen Nest – nur eigene Brut wird versorgt (einige Bienenarten)
➔ Quasisozial: gemeinsames Bodennest, gemeinsame Brutpflege – auch fremde
Brut wird versorgt (selten bei Bienen)
➔ Semisozial: gemeinsames Nest, in dem sich nicht alle fortpflanzen, einige
Verwandte kümmern sich um Brut der anderen (selten bei Bienen, Blattläuse)

Julia Peham WS 2020/21


Spiralgallenlaus

- Im Gallenhohlraum leben parthenogenetisch erzeugte Läuse


- Im Sommer geflügelte Läuse die Geschlechtstiere bilden
- Geschlechtstiere Legen Eier zum Überwintern ab

2. Eusoziale Verbände
Mehrere Generationen von Imagines im Nest, Kastenbildung: Fruchtbare Königin,
Arbeiterinnen die Brutversorgung, Nestpflege und Verteidigung übernehmen (z. B.
Bienen, Faltenwespen, Ameisen, Termiten)
➔ Primitiv eusozial (Hummeln)
➔ Hoch eusozial (Ameisen, Bienen, Wespen)
- In Mitteleuropa nur bei Hymenoptera
- Vorteile: Wehrhaftigkeit, Kooperation, Haplodiploidie (Schwestern 75% verwandt)
- Nachteile: sehr auffällig

Ameisen (Formicidae)

- Alle Arten eusozial!


- Vermutlich einmal entstanden
- Mehrjährige Nester
- Große ökologische Bedeutung
➔ Pflanzenfresser
➔ Samenverbreiter
➔ Insektenjäger
➔ Nährstofftransporteure
- Jungkönigen und Männchen mit Flügeln, Arbeiterinnen ohne
- Begattete Königinnen brechen eigene Flügel ab und resorbieren Flügelmuskulatur
- Bilden Superorganismus
➔ Wie ein Staat
➔ Polyethismus: Arbeiterinnen mit unterschiedlichen Aufgaben ihr Leben lang

Julia Peham WS 2020/21


➔ Polymorphismus: unterschiedliche Größe und Aussehen bei unterschiedlichen
Aufgaben
- Larven mit tierischer Nahrung aufgezogen
- Adulte ernähren sich von Kohlenhydraten
- Trophallaxis = Futterweitergabe -> „Ameisengäste“ nutzen das aus
- Knotenameisen mit Stachel
- Schuppenameisen mit Giftdrüsen (2. Abdominalsegment bildet Schuppe)
- Kommunikation mit Duftstoffen
- Gemeinsame Hochzeitsflüge mit benachbarten Nestern

Heimische Schuppenameisen

- Unterschiedliche Lebens- und Ernährungsstrategien


➔ Herbivor
➔ Zoophag
➔ Pilzfressend etc.
- Unterschiedliche Strategien der Koloniegründung
➔ Unabhängig
➔ Tochterkolonien
➔ Sozialparasitismus

Wegameise

- In Bodennestern mit Erdkrümel Hügel


- Oft Kulturfolger in Gärten
- Nachtaktiv
- Koordinierte massenhafte Hochzeitsflüge im Sommer
- Königin bricht Flügel ab und überwintert
- Unabhängige Nestgründung

Schwarzglänzende Holzameise

- Tierische Nahrung, Honigtau, überfallen manchmal andere Nester


- Nester in Bäumen
- Nester werden mit symbiontischen Pilzen ausgestattet die Nest verhärtet

Julia Peham WS 2020/21


- Begattete Königin ist ein temporärer Sozialparasit in einem anderen Nest ->
Nestgründung nur mithilfe anderer Ameisenarten möglich
- Dringen in anderes Nest ein, töten die Königin und lässt bestehende Arbeiterinnen
eigene Larven großziehen, schrittweise übernehmen eigene Arbeiterinnen

Rote Waldameise

- Große Ameisenhaufen aus Nadeln, Harz und Zweigen – geht unter der Erde weiter
- Riesige Kolonien mit bis zu 100.000 Arbeiterinnen
- Fressen Arthropoden, Honigtau, Samen
- Formica rufa und F. polyctena hybridisieren
- F. rufa Sozialparasit mit monogynem Nest
- F. polyctena polygyne Zweignester mit Ameisenstraßen verbunden
- Langlebige Nester mit Millionen Arbeiterinnen

Amazonenameisen

- Parasitisch
- Nest beginnt sozialparasitisch
- Dann obligatorische Sklavenjäger – Raubzüge (manchmal täglich)
- Stehlen Puppen – Arbeiten dann
- Adulte müssen von Sklavenameisen gefüttert werden
- Eigene Arbeiterinnen mit großen säbelförmigen Mandibeln

Hummeln

- Alle eusozial
- 9 Parasiten die in anderen Hummelnestern leben – entweder Parasit oder
bestehende Königin gewinnt den Kampf um das Nest
- Königin frisst Eier von Arbeiterinnen
- Ältere Königin hat weniger Pheromone was Unterdrückung der Arbeiterinnen
reduziert
- Beinsammler
- Nest mit Honigtöpfen und Pollenvorräten

Julia Peham WS 2020/21


Honigbienen

- Konvergente Entstehung der Eusozialität


- Haustier
- Königin ist mehrjährig
- Arbeiterinnen selektieren Jungköniginnen indem sie ihnen im 5. Larvenstadium sehr
proteinhaltiges Futter geben
- Jungkönigin geht auf Hochzeitsflug, kommt begattet zurück und alte Königin zieht mit
Schwarm aus
- Drohnen im Sommer
- Überwinterung in „Wintertraube“

Diptera

- Holometabol
- Ein Flügelpaar
- Imagines saugende Mundwerkzeuge, oft Blütenbestäuber
- Larven leben oft im Wasser oder in anderen Organismen
- Viele Larven fressen Mikroorganismen - als Zersetzer wichtig
- Gruppen mit parasitischen Larven und hoch spezialisierten Pflanzenfressern sind
besonders artenreich
- Krankheitsüberträger
- Beinlose wurmförmige Larven
- Großgruppen
➔ „Nematocera“ („Mücken“)
➔ Brachycera

„Nematocera“

- Lange, schlanke Körper


- Lange Fühler
- Abdomen mit vielen außen erkennbaren Segmenten

Julia Peham WS 2020/21


- Oft stechende Mundwerkzeuge
- Eucephale Larven (Kopfbildung)

Schnaken

- Larven: Destruenten im Boden


- Imagines: langbeinig, lange Antennen auf kleinem kugeligen Kopf, kurze nicht
stechende Mundwerkzeuge zur Flüssigkeitsaufnahme

Stechmücken (Culicidae)

- Weibchen Blutsauger – stechend-saugend


- Männchen Blütenbesucher – saugend (keine Stechorgane)
- Legen Eier in Gewässer (stehend und fließend)
- Larven aquatisch – meist Filtrierer mit Atemhöhle
- Wichtige ökologische Bedeutung zur Säuberung von Gewässern
- Verpuppen im Wasser – Puppen sind beweglich
- Schlüpfen auf Wasseroberfläche

Zuckmücken

- Reduzierte Mundwerkzeuge
- Männchen oft mit Büschelartigen Antennen – nehem Summton der Weibchen wahr
- Larven meist aquatisch, manchmal in Gespinnsthöhlen
- Larven können auch in sehr Sauerstoffarmen Gewässern leben
- Bioindikatoren
- Spezialisten: Faulschlamm bis Gletscherbäche und Meer

Haarmücken

- Massenauftreten im Frühling
- Sexualdimorphismus
- Bodenlebende Larven – winteraktiv – primärdestruenten

Brachycera

Julia Peham WS 2020/21


- Sehr kurze Fühler
- Gedrungener, kugeliger Körper
- Tupfend-saugende oder stechende (konvergente Entstehung) Mundwerkzeuge
- Acephale Larven mit Mundhaken

1. Orthorapha
- Mehr Ursprüngliche Merkmale

Bremsen

- Weibchen Blutsauger
- Männchen Blütenbesucher
- Räuberische Larven in feuchten Böden

Raubfliegen

- Lauern auf Blüten und jagen Insekten in der Luft


- Halten Beute mit Vorderbeinen und Saugen sie mit Stechrüssel aus
- Larven im Boden

Wollschweber

- Imagines Blütenbesucher mit langen Saugrüsseln


- Können im Schwebflug Nahrung aufnehmen
- Larven Parasiten bei Wildbienen

Tanzfliegen

- Kleiner Kopf
- Lange Beine und Saugrüssel
- Lauern auf Blüten
- Saugen Nekter
- Jagen Insekten im Flug als Paarungsgeschenk
- Larven räuberisch im Boden, selten im Wasser

2. Cyclorrhapha
Julia Peham WS 2020/21
- Tönnchenpuppen
- Kurze Antennen
- Tupfend-saugende Rüssel
- Können Rüssel in den Kopf zurückziehen
- Polsterförmiges Labellum zur Flüssigkeitsaufnahme

Schwebfliegen

- Oft auf Blüten – fressen Pollen und Nektar


- Häufig Mimikry – Wespen, Bienen etc.
- Larven
➔ Acephal
➔ Räuberisch in Blattlauskolonien
➔ Phytophag
➔ In Hummelnestern – fressen Abfall
➔ Rattenschwanzlarve lebt in Jauche – mikrophag

Bohrfliegen

- Larven in Früchten
- Sehr häufig
- Obstbauschädlinge

Drosophilidae (Taufliegen)

- Sehr schnelle Entwicklung


- Legen Eier in faulende Früchte

Schmeißfliegen (Calliphoridae)

- Larven parasitisch oder in faulendem Aas


- Ovovivipar

Raupenfliegen

- Larven oft Parasitoide in Raupen – manche bei Wanzen


- Wichtig bei Massenauftreten von Raupen

Julia Peham WS 2020/21


- Stachelige Imagines

Muscidae (Stubenfliegen etc.)

- Ähnlicher Körperbau – unterschiedliche Lebensweisen


- Verschiedene Mundwerkzeuge
- Larven vor allem in Exkrementen
- Sehr wichtige Futtertiere für Vögel

Lepidoptera

- Beschuppter Körper
- 4 große auffällige Flügel
- Saugende Mundwerkzeuge
- Raupen mit beißend-kauenden Mundwerkzeugen
- Holometabol: Ei – Raupe – Puppe – Imago
- Raupen hängen sich mit Hakenkranz fest und verpuppen sich
- Eier werden oft direkt auf Futterpflanze gesetzt
- Polyphage oft einfach verstreut
- Raupen oft mit „Bauchbeinen“
- Puppenstadien für Umbau und Ruhe (überdauern z. T. ungünstige Bedingungen)
- Imago zur Verbreitung und Fortpflanzung
- Imagines Phase oft sehr kurz – nur zur Fortpflanzung
- Rüssel einrollbar – aus verlängerten verbundenen Galeae

Papilionoidea – Tagfalter

- Flügel in Ruhestellung über dem Körper aufgeklappt


- Fühler mit Keulen an Spitzen
- 6 Familien
➔ Ritterfalter
➔ Weißlinge
➔ Bläulinge

Julia Peham WS 2020/21


➔ Dickkopffalter
➔ Edelfalter
➔ Riodinidae

Ritterfalter

- Artenarm
- Sehr groß
- Schwalbenschwanz – Kulturfolger
- Segelfalter – Kulturfolger aber verschwindet gerade
- Apollofalter – selten
- Osterluzeifalter – giftig

Weißlinge

- Gelb-weiß-grau
- Einfache Muster
- Großer Kohlweißling
- Goldene Acht
- Senfweißling
- Zitronenfalter

Edelfalter

- Komplexe Muster
- Oft Augenzeichnungen
- Reduzierte Vorderbeine!
- Landkärtchen

Bläulinge

- Männchen manchmal mit reduzierten Vorderbeinen


- Oft blaue Männchen
- Sexualdimorphismus
- Weibchen unauffälliger
- Klein
Julia Peham WS 2020/21
- Weiß gerahmte Komplexaugen
- Gestreifte Fühler

Dickkopffalter

- Oft unauffällig
- Manchmal nur Vorderflügel hochgestellt
- Breiter Kopf
- Breiter Körper

Geometridae – Spanner

- Meist nachtaktiv
- Flügel in flacher Haltung
- Raupen charakteristisch mit wenigen Bauchbeinen

Saturniidae – Augenspinner

- Größte heimische Schmetterlinge


- Wiener Nachtpfauenauge
➔ Nachtaktiv
➔ Futterpflanze: Kirsche
➔ Augenflecke
- Nagelfleck

Sphingidae – Schwärmer

- Tag- oder nachtaktiv


- Langer Rüssel oder reduzierte Mundwerkzeuge
- Frisst oft im Schwebflug
- Große Raupen (bis zu 10cm)
- Hakenförmige Strukturen am Hinterkörper

Julia Peham WS 2020/21


- Überwintern im Mittelmeerraum

Noctuoidea – Eulen

- In Ruhestellung sind Vorderflügel dachförmig – Hinterflügel verdeckt


- Fadenförmige Fühler
- Flügelmuster haben oft einen ringförmigen und einen nierenförmigen Fleck

Bärenspinner

- Tagaktiv
- Giftig
- Flügel oft bunt
- Oft Mimikry

Widderchen

- Viele tagaktive
- Giftig
- Schwarz-rot oder grün-türkis glänzende Arten
- Gemeines Blutströpfchen
- Verdickte Fühler
- Klappen Flügel über den Rücken

„Motten“

- Stammesgeschichtlich ursprüngliche Arten


- Oft sehr klein
- Apfelwickler

Lepidoptera und ihre Lebensräume


Julia Peham WS 2020/21
Stadtgebiet: Wohnung

Kleidermotte

- Raupen fressen wollhaltige Textilien

Dörrobstmotte

- Raupen fressen trockene Lebensmittelvorräte

Stadtgebiet: Park

Kastanienminiermotte

- Raupen fressen an Kastanienblättern

Taubenschwanz

- Wanderfalter (überwintert im Süden)


- Kleiner Schwärmer
- Raupen fressen Labkraut
- Adulte trinken mit langen Saugrüsseln im Schwebflug Nektar

Distelfalter

- Wanderfalter
- Ziehen im Frühling oft massenhaft zu uns

Kleiner Kohlweißling

- Häufigster Tagfalter in Ö
- Überwintert als Puppe
- Oligophag
- K-Stratege

Gärten

Großer Kohlweißling
Julia Peham WS 2020/21
- Raupe oligophag
- R-Strategen – viele Eier abgelegt
- Gemüseschädlinge

Apfelwickler

- Oligophag – Äpfel und ähnliche Nahrung


- Raupe im Apfel

Nahrungsstrategien der Raupen:

Verschiedene (monophage) Arten fressen Brennnessel, Konkurrenzvermeidung durch


verschiedene Ansprüche

Kleiner Fuchs

- Raupen in Herden
- Sonnig-trockene Plätze

Tagpfauenauge

- Raupen in Herden
- Sonnig-feuchte Plätze

Admiral

- Raupen einzeln in Blatt-Tüten


- Wanderfalter

Waldränder

Osterluzeifalter

- Eier werden auf Osterluzei (sehr giftig) gelegt (monophag)


- Puppen überwintern

Aurorafalter

- Eier auf Futterpflanzen gelegt


Julia Peham WS 2020/21
- Puppen überwintern

Verwenden „Überwinterungsprotein“ – dieses Protein zerfällt bei Wärme – je länger es


warm ist, desto mehr zerfällt bis der Falter schlussendlich schlüpft

Kleiner Schillerfalter

- Überwintert als Raupe auf Zweigen in Baumkrone


- Substanzen im Körper verhindern durchfrieren

Kaisermantel

- Überwintern als Jungraupen am Boden (z.T. mit Laub bedeckt)


- Substanzen im Körper verhindern durchfrieren

Fleckwidderchen

- Bärenspinner
- Raupe überwintert am Boden
- Raupen fressen vergammeltes Blattmaterial im Winter

Zitronenfalter

- Überwintern als Imagines im Laub oder Baumhöhlen

C-Falter

- Überwintern als Imagines

Kleiner Fuchs

- Überwintern als Imagines

Wald

Unter Bäumen:

Waldbrettspiel

- Sitzen in Sonnenflecken – Männchen kämpfen darum

Julia Peham WS 2020/21


Auf Bäumen:

Rotes Ordensband

- Größter heimischer Eulenfalter


- Raupe frisst Blätter von Laubbäumen (polyphag)
- Imago saugt Baumsäfte

Schwammspinner

Frostspanner

- Eier Überwintern auf Borken


- Puppe übersommert im Boden
- Weibchen ohne Flügel

Wiese

- Viele Raupen fressen Gräser


- Warmes Gebiet

Ochsenauge

Kleiner Heufalter

Lebenszyklus und Mahd

- Keine Mahd in der Raupengeneration


- Mahd nach Verpuppung

Hauhechelbläuling

Dickkopffalter

Mager- und Trockenrasen

Julia Peham WS 2020/21


Augenfalter

Bläulinge

- Viele Raupen leben in Beziehung zu Ameisen


- Ameisen mögen den Duft der Raupen, bringen sie in Nester wo sie die Brut fressen
- Verpuppen sich im Nest

Widderchen

Erebiafalter

- Große Artenvielfalt, besonders in alpinen Regionen


- Mit Augenflecken
- Nachtaktiv
- Raupen fressen Gras
- Manchmal Raupe Zweijährig
- Imagines Blütenbesucher
- Weißgepunkteter Erebiafalter endemisch in Ö

Über der Baumgrenze:

- Anpassung an große Höhe


➔ Melanismus (Abdunklung um besser Wärme zu sammeln)
➔ Thermoregulation
➔ Verzögerte, mehrjährige Entwicklung

Bergweißlinge

- oligophag

Alpenapollo

- Hochalpentier
- Bei kleinen Populationen oft nur alle 2 Jahre Imagines

Heuschrecken
Julia Peham WS 2020/21
- Orthoptera
- Mantodea

Mantodea

- Fangschrecken
- Sexualdimorphismus
- Fangbeine

Orthoptera

- Ensifera (Langfühler)
➔ Kurze Flügel
➔ Legebohrer (bei W)
➔ Tympanalorgan an Vorderbeinen
➔ Lautäußerung durch Stridulation (meist Flügel gegen Flügel)
- Caelifera (Kurzfühler)
➔ Lange Flügel
➔ Tympanalorgan seitlich
➔ Lautäußerung durch Stridulation (meist Beine gegen Flügel)

Entwicklung

- Hemimetabol
- Jede Häutung (4-10) macht die Nymphen den Adulten ähnlicher
- Überwintern meist im Eistadium im Boden (nur selten als Adulte oder Nymphen, z. B.
Grillen)

Lebensräume

- Feuchtstandorte
- Landwirtschaftliches Grünland
- Halbtrocken- und Trockenrasen
- Hochmontane, subalpine und alpine Lebensräume
- Wälder
- Halboffene Lebensräume
- Rohbodenstandorte

Julia Peham WS 2020/21


- Siedlungsgebiet, Parks, Gärten

Feldgrille

- Überwintert als adultes Tier


- Territorial

Grünes Heupferd

- Sehr groß
- Sehr lange Flügel

Ernährung

Langfühlerschrecken

- Räuber
- Herbivor

Gewöhnliche Strauchschrecke

- Flügel sehr reduziert

Rösels Beißschrecke

- Gewinner der Klimasituation


- Bevorzugt langgrasige Wiesen

Kurzfühler

Gemeiner Grashüpfer

- Sehr weit verbreitet


- Verträgt intensiv bearbeitete Grünflächen

Große Goldschrecke

- Starker Geschlechtsdimorphismus
- Eiablage in dürren Pflanzenstängel
- Sehr empfindlich bei Mahd
Julia Peham WS 2020/21
Große Sägeschrecke

- Größte in Ö
- Trockenrasen
- Selten
- Nur parthenogenetische Weibchen

Ameisengrille

- Kleinste Art in Ö
- Parasit in Ameisennestern
- Ernähren sich von Brut oder werden gefüttert
- Nehmen Geruch des Ameisenvolkes an

Laubholz-Sägelschrecke

- Leben in Bäumen

Sumpfschrecke

- Spezialist in Feuchtgebieten
- Häufig in Mooren

Königsplumpschrecke

- Erstfund im Burgenland

Stenobothrus eurasius

- Nur an 2 Standorten in NÖ

Podismopsis styriaca

- Erst vor kurzem entdeckt


- Nur im steirisch-kärntnerischen Grenzgebiet

Habitatstruktur

- Rohböden
- Moose und Flechten

Julia Peham WS 2020/21


- Gräser und Kräuter
- Zwergsträucher
- Hochstauden
- Sträucher

Alpen

Alpen Gebirgsschrecke

Miramella carinthiaca

Melanoplus frigidus

Bunter Grashüpfer

- Verlierer des Klimawandels – verträgt keine Austrocknung darum in den Alpen

Sibirische Keulenschrecke

- Keule an Fühlern
- Männchen mit blasenartiger Erweiterung an Vordertibien

Mimikry und Mimese

Interspezifische Wechselwirkungen

Mutualismus

- Beide Individuen haben Vorteil


➔ Obligater Mutualismus (z. B. Symbiose)
➔ Fakultativer Mutualismus (z. B. Allianz)

Parabiose (räumlich) und Metabiose (zeitlich)

- Vorteil für einen Partner, neutral für anderen


➔ Z. B. Specht macht Bruthöhle, wenn der Wegzieht kommt neuer Bewohner
(Metabiose)
➔ Dachs und Fuchs (Parabiose)

Prädation/Weidegang

Julia Peham WS 2020/21


Parasitismus

Konkurrenz

- Intraspezifisch
- Interspezifisch

Koexistenz

Mimese

- Verbergetracht, Nachahmungstracht, Somatolyse und Tarntracht


- Phytomimese: Ähnlichkeit mit Pflanzen (+ Pfahlstellung und Rindenfärbung)
- Allomimese: Ähnlichkeit mit leblosen Gegenständen
- Zoomimese: Ähnlichkeit mit Tieren

Locktracht

- Beutetiere werden angelockt

Schrecktracht

- Feinde werden abgeschreckt

Mimikry

= Warntracht

Aurorafalter

- Pupe macht Pflanzendorn nach

Schildkäfer (Blattkäfer)

- Phytomimese mit Blatt

Kupferglucke

- Phytomimese mit braunem Blatt

Pfahlstellung
Julia Peham WS 2020/21
Große Rohrdommel

Phytomimese: Rindenfärbung

- Bockkäfer
- Kiefernschwärmer
- Waldkauz
- Waldohreule
- Rauhfußkauz
- Sperlingskauz

Zoomimese

- Ameisenspinne

Allomimese

- Larve von Blattkäfer tarnt sich mit eigenem Kot

Locktracht

- Gottesanbeterinnen

Schrecktracht

- Kleines Nachtpfauenauge („Augen“ als Abschreckung)


- Waldbrettspiel

Mimese

- Alpenschneehuhn (Muster ändert sich mit Jahreszeit, Weiß – weiß-braun – braun)


- Schneehase

Mimikry (=Warntracht)

Bates’sche Mimikry

- Hornisse (gefährliches Vorbild) sendet „wahres Signal“ an Bienenfresser


- Hornissen-Glasflügler, Echter Wespenbock, Gemeine Wespenschwebfliege
(harmloser Nachahmer) täuscht Bienenfresser

Julia Peham WS 2020/21


- Hummelmimikry: Hummel-Waldschwebfliege

Müller’sche Mimikry (Normierung des Signals nicht nah verwandter)

- Oft rot-schwarze Färbung


- Blutzikade, Buntkäfer, gemeine Blutströpfchen

Widderchen

- Polymorphismus
- Rot-schwarze Form
- Gelb-schwarze Form

Bestäubung

- Ragwurz Blüten imitieren Weibchen optisch und chemisch

Peckham’sche (aggressive) Mimikry

- Anlockung anderer Arten mit Tarnung, um nicht gesehen zu werden


- Triunguliden klammern sich an Bienen, fliegen mit ins Nest und ernähren sich dort
von Vorräten
- Krabbenspinne wartet auf Blüte gut getarnt auf Beute
- Gelbe Raubfliege/Mordfliege ähnelt Hummeln und frisst Hummeln

Winteraktive

Manche Mecoptera, Fliegen und Collembola leben im Schnee

Wiener Raum

Wien liegt in Knickstelle im Alpen-Karpartenbogen

Biogeographie

Julia Peham WS 2020/21


- Wiener Nachtpfauenauge – mediterrane Verbreitung
- Südrussische Tarantel – südsibirsch-pontisch-pannonische Verbreitung
- Natterwurz-Perlmutterfalter – arkto-alpine Verbreitung (Arealdisjunktion)
- Ailanthusspinner – Neobiont aus Ostasien; Futterpflanze Ailanthusbaum;
Fleckenhafte Verbreitung klimatisch bedingt (verträgt keinen Frost)
- Roßkastanienminiermotte – Neobiont, Ausbreitung in ganz Mitteleuropa
- Aaskrähe – westen: Rabenkrähe, osten: Nebelkrähe -> in Eiszeit wurden Arten
getrennt – Wien als Hybridzone

Wienerwald

- Nördlicher Sandsteinwienerwald
➔ Laubwälder naturnahe
➔ In hohen Lagen ursprünglich Mischwälder mit Tannen
- Südlicher Kalksteinwienerwald
➔ Hauptsächlich Schwarzföhre
➔ Reliktwald im Norden

Wiener Hausberge

- Hochgebirge
- Hochquellwasser kommt von dort

Neusiedlersee

- Kaum Zuflüsse, kein Grundwasser, 80% Niederschläge


- Seetrübe aufgrund von aufgelockertem Bodensediment durch Wind -> auch in
flachen Bereichen kaum Licht am Grund
- Seetrübe verhindert Algenwachstum

Seewinkel

- Große Bedeutung für Vögel


- Salzbodengebiet mit Lacken

Hundsheimer Berge

- Trockenrasen

Julia Peham WS 2020/21


➔ Primär
➔ Sekundär
- Problem: Verbuschung

March-Thaya

- Binational
- Im grünen Band Europas

Donau

- Heute stark reguliert

Lebensraum Bach

- Transportsysteme
- Starke Einflüsse von außen (allochton)
- Offene Systeme
- Gerichtet

Biozönotische Längszonierung

Ober/Mittellauf

- Forellenregion
- Äschenregion

Unterlauf

- Barbenregion
- Brachsenregion
- Kaulbarsch-Flunderregion

Lebensräume mit ihren Lebensgemeinschaften

- Freier Wasserkörper (Pelagial) – Schwebeorganismen (Plankton) und Schwimmer


(Nekton)
- Bodengrund (Benthal) – Bodenorganismen (Benthon)
- Grundwasserkörper (Hyporheal) – Grundwasserfauna (Hyporheon)
Julia Peham WS 2020/21
- Das meiste Leben benthal!
➔ Köcherfliegen Larven
➔ Diptera Larven
➔ Eintagsfliegen Larven
➔ Steinfliegen Larven

Futterquellen

- Allochtones organisches Material


➔ Falllaub
➔ Humus
- Autochtone Primärproduktion
➔ Algen
➔ Makrophyten
➔ Phytoplankton
- Bakterien und Pilze bilden Biofilm auf toten Blättern im Bach – Biofilm ist
Hauptnahrung der allochtonen Organismen
- Blatt mit Biofilm wird immer weiter zerkleinert

Nahrungsgilden

- Weidegänger
➔ Eintagsfliegenlarve
- Zerkleinerer
➔ Bachflohkrebs
- Sammler (Filtrierer und Substratfresser)
➔ Wassergeistchen (Köcherfliegenlarve) baut Netz um Partikel zu fangen
➔ Schlammröhrenwurm steckt mit Kopf im Schlamm
- Prädatoren
➔ Strudelwürmer

Lebensraum Wald

Julia Peham WS 2020/21


Enormer Insekten-Biomasse Verlust in Wäldern (selbst in geschützten)

Schichtenbau im Wald

- Baumschicht
➔ Stammschicht
➔ Kronenschicht
- Strauchschicht
- Krautschicht
- Moosschicht

Rolle von Tieren

- Systemökologische (gesamtes Ökosystem) Sicht: Biomasse, Energiefluss


- Autoökologische (einzelne Art) Sicht: Auerhuhn
- Synökologische (Lebensgemeinschaft) Sicht: „Spechtbaum“

Biomasse

- Grüne Pflanzen (Produzenten) fast 99%


- Oberirdische Tiere (Konsumenten) unter 1%
➔ Vögel
➔ Säuger
➔ Insekten
- Unterirdische Tiere und Pflanzen (Destruenten) 1,4%
➔ Regenwürmer
➔ Bodentiere
➔ Pilze
➔ Bakterien

Energiefluss

- 50% für Pflanzenrespiration


- 50% Stoffhaushalt

Julia Peham WS 2020/21


➔ Tiere trotzdem systemökologisch wichtig: Wildverbiss, Bestäuber,
Samenverbreitung, Pollen- und Samenfresser
➔ Oft Schlüsselfunktionen!

Auerhuhn

- Anspruchsvoll
- Raufüße um im Schnee nicht einzusinken
- Benötigen Balzbäume am oberen Hang im Osten

Spechtbaum

- Nester von Roßameisen im und unter dem Baum


➔ In kranken Bäumen mit Rotfäulepilz
➔ Rotfäulepilz durch Wildverbiss

Tierleben im Boden

- Hohe Biodiversität
- Zentrale Rolle im Stoffkreislauf

Gliederung

- O = Streu und Humus


- A-Horizont = Auswaschungshorizont, humusreich, mineralreich
- B-Horizont = Anreicherungshorizont
- C-Horizont = Muttergestein

Lebensbedingungen

- Abiotische Faktoren
➔ pH
➔ Porenvolumen – nimmt mit Tiefe ab
➔ Feuchte
➔ Temperatur – je tiefer desto konstanter
➔ Luft
Julia Peham WS 2020/21
➔ Salinität
- Biotische Faktoren
➔ Intra- und Interspezifische Konkurrenz
➔ Feinde
➔ Symbionten
➔ Parasiten
➔ Nahrung

Bodenorganismen

- Edaphon = Gesamtheit der Bodenorganismen


➔ 20-25% Bodenfauna
- Bodenfauna
➔ 58% Regenwürmer

Mesofauna

- „Ur-Insekten“
➔ Primär flügellos
➔ Springschwänze (Collembola): epigäisch (oberste Bodenschichten),
hemiedaphisch (mittlere Bodenschicht, nicht pigmentiert, klein), euedaphisch
(untere Bodenschicht, blind, sehr klein), manche in Krautschicht -> Fortpflanzung
durch indirekte Spermatophorenübertragung
➔ Milben: Hornmilben, Raumilben, Samtmilben

Makrofauna

- Myriapoda
➔ Hundertfüßer (Chilopoda) – Erdläufer (Boden), Spinnenläufer (Oberfläche),
Steinläufer (Spalten)
➔ Doppelfüßer (Diplopoda) – Bulldozer, Kugel, Keil, Rindenbewohner
- Regenwürmer – nehmen Bodensubstrat auf, Steinchen als Mahlwerk, durchlüften
Boden und setzen Nährstoffe durch Kot frei – Zwitter, tauschen bei Paarung
Spermien aus

Julia Peham WS 2020/21


Bodensäuger

- Maulwurf

Bedeutung

- Zerkleinern
- Durchwühlen und durchlüften
- Vermischen von organischen und mineralischen Partikeln
- Notwendig damit Mikroorganismen Zersetzen können

Alpen

Hypsometrischer Formenwandel (bei Seehöhenanstieg)

- Abnahme der Temperatur


- Strahlungsintensität höher
- Niederschlagsmengen nehmen zu
- Luftdruck und Sauerstoffgehalt sinkt
- Stärke des Winds nimmt zu
- Verkürzung der Vegetationsperiode
- Höhenstufen gekennzeichnet durch Lebensformen und Lebensstrategien bei Tieren
- Höhenstufen simulieren temperate – boreale – arktische Lebensräume

Amphibien und Reptilien der Alpen

Hochgebirge (über der Baumgrenze)

- Amphibien
➔ Alpensalamander (?)
➔ Bergmolch
➔ Erdkröte
➔ Grasfrosch
- Reptilien
➔ Bergeidechse
➔ Kroatische Bergeidechse

Julia Peham WS 2020/21


➔ Kreuzotter

Vögel der Ostalpen

Wasseramsel

- Lebt und brütet an schnellen Fließgewässern


- Tauchen, um am Grund Evertebraten zu fangen
- Krallen zum Festhalten am Grund

Tannenhäher

- Frisst Zirbelnüsse und vergräbt sie im Boden


- Im Herbst bis zu 100.000 pro Tier
- 15% werden nicht wieder ausgegraben – Verbreitung

Rauhfußhühner

- Anpassung an Gebirge
- Befiederte Beine und Füße
- Zehen mit Federn oder Balzstiften
- Federn bedecken Nasenlöcher
- Schneehuhn (über Baumgrenze) und Auerhuhn
- Schneehuhn: Gefiederwechsel, können sich unter Schneeschicht in Höhle aufhalten

Bergpieper

- Nester in Fels- und Bodennischen

Steinadler

- Guter Populationsstand
- Horste in Felsnischen
- Nahrung: Murmeltiere, Schneehasen, Füchse, Schneehühner, junge Schafe und
Ziegen)
- 2 Eier

Julia Peham WS 2020/21


Alpenmurmeltier

- Winterschlaf mit Aufwachphasen


- Eingänge der Bauten verstopft
- Dominates M und W
➔ Nur dominantes Weibchen pflanzt sich fort
➔ Mehrere Männchen verpaaren sich mit Weibchen
➔ Männchen übernehmen dann gemeinsam das Wärmen der Jungtiere

Paarhufer

- Gämse
➔ Leichter Geschlechtsdimorphismus
➔ Fell verändert sich mit Jahreszeit
- Steinbock
➔ Hörner mit Jahresfurchen
➔ Rangordnung über Kämpfe
- Anpassungen an Lebensweise im Felsen
➔ Hornränder der Hufe außen besonders stark ausgeprägt
➔ Innen weiche Ballen mit guter Haftung
➔ Harte Absätze

Xylobionte Organismen

- Angewiesen auf Holz


- Bockkäfer

Vögel

- Überwinternde Vögel im Bergwald


- Verschiedene Arten gemeinsam in verschiedenen Baumabschnitten

Julia Peham WS 2020/21


Über der Baumgrenze

Hummeln

- Thermoregulation möglich
- Zum Fliegen muss Muskulatur mind. 30 Grad haben
- Innerhalb von 17 Minuten von 6 Grad auf 37 Grad
- Wärmezittern bei Flugmuskulatur ohne Flügelbewegung
- Wärmetausch – kühle Hämolymphe von hinten wird vorne aufgewärmt
- Tracheensystem
- Thermisches Fenster

Ritterfalter

- Thermoregulation
➔ Verhalten – zu heiß -> fliegt höher; zu kalt -> fliegt tiefer
- Hochalpen-Apollo

Weißlinge

- Bergweißling
➔ Melanismus (dunkelfärbung – UV-Schutz + mehr Wärme absorbierbar)

Erebia ssp.

- Gehören zu Augenfaltern
- Im Hochgebirge an Substrat angepasst
- Flügel Ober- und Unterseite mit gleichem Muster und in Ruhr ausgebreitet -> in
Gräsern
- Unterflügel andere Färbung und Flügel in Ruhe aufgestellt -> Bereiche ohne
Vegetation; Schutt, Felsen etc.

Alpen Widderchen

- Lebenszyklus verändert (verzögerte Entwicklung)


- Oft Massenauftreten in ungeraden Jahren
- Entwicklung 2-jährig

Hypolithial
Julia Peham WS 2020/21
- Lebensraum unter Steinen
- Epigäische Arthropoden -> leben auf Bodenoberfläche und Streu und dringen
gelegentlich in sie ein bzw. suchen unter Steinen Schutz

- Spezialisierte Weberknechte im Hochgebirge


- (Lauf-)Käfer mit mehrjährigen Entwicklungszyklen

Schwebfliegen

- Chiastochaeta sp. können in Trollblume hinein


- Legen Eier an Fruchtknoten und fressen Samen, aber nicht alle
- Nur Thaeniothrips sp. Können Besenheide bestäuben
- Männchen flugunfähig, daher müssen Weibchen von Blüte zu Blüte, um zu suchen

Gletscher

- Kryokonit = Mineralstaub auf Gletscher


- Je mehr Staub desto mehr Wärme wird absorbiert
- Gletscherfloh – Springschwanz
➔ Spermatophoren
➔ Bewegen sich im Schnee
➔ Können kurz in Wasser überleben, wenn Kryonitlöcher entstehen

Leben in astatischen Gewässern

- Hat nur unregelmäßig Wasser


- Bei Hochwasser wird Grundwasser nach oben gedrückt
- Besiedelt von Extremobionten
➔ Urzeitkrebse: extremes Hochwasser/astatische Gewässer, Dauereier, hohe
Nachkommensrate, schnelle Entwicklung, Verbreitung durch Vögel, Gefährdung
durch Lebensraumzerstörung
➔ Schlammlinge (Pflanze): extremes Niedrigwasser/Flussuferstandorte, Samen,
hohe Nachkommensrate, Verbreitung durch Vögel

Urzeitkrebse

Julia Peham WS 2020/21


- Leitformen der astatischen Gewässer
- Kiemenfüße (Branchiopoda)
- Lebensräume ohne Fische
- Feenkrebse
- Triops (Rückenschaler)
- Dauereier – Nauplius Larve
- Muschelschaler
- Sommerarten entwickeln sich in nur 6-7 Tagen
- Lebensraum vor allem Marchauen! 8 Arten (in Blumengangsenke)

Höhlentiere

Höhle

- Immer dunkel
- Keine Primärproduktion
- Troglobionten – ausschließlich in Höhlen lebend (manche Pseudoskorpione und
Laufkäfer)
- Konstante Temperatur und Feuchtigkeit
- Troglomorphe Merkmale
➔ Oft pigmentlos
➔ Weiger stark sklerotisiert – höhere Luftfeuchtigkeit -> benötigen weniger Schutz
vor Austrocknung
➔ Augenlos
➔ Verlängerte Körperanhänge (Beine, Fühler, Pedipalpen, Sinsillen)

Tiere in Höhlen

- Räuber
- Biomasse aus Kot von überwinterten Tieren -> Pilze wachsen darauf -> Milben
fressen Pilze -> andere Tiere fressen Milben
- Spinnenläufer (troglophil)

Julia Peham WS 2020/21


- Wegdornspanner (überwintern)
- C-Falter (überwintern)
- Zackeneule (Falter; überwintern)
- Höhlenheuschrecke (troglobiont)
- Schlupfwespe (troglophil)
- Höhlenkreuzspinne (troglobiont)
- Fledermäuse (überwintern)

Fledermäuse

- Hufeisennase
➔ Wachen beim Überwintern hin und wieder auf, um Gehirn anzuregen
- Glattnasen
- Kleines Mausohr
- Langflügelfledermaus
- Kleine Hufeisennase
- Fledermäuse geben Ultraschall ab und reflektierender Schall wird aufgenommen
- Hufeisennasen geben Ultraschall über Nase statt Mund ab
- Bechsteinfledermaus
- Sommerquartier
➔ Bäume
➔ Dachböden
- Teichfledermaus
- Europäische Bulldoggfledermaus

Fragen

1. Wie lässt sich die Hybridisierung der Rabenkrähenarten/-Unterarten erklären?

Die Hybridzone von Rabenkrähen und Nebelkrähen verläuft durch Wien. Im Osten findet man
vor allem Nebelkrähen und im Westen Rabenkrähen. Vor der Kaltzeit handelte es sich
wahrscheinlich um eine Art, die durch Arealdisjunktion und dadurch isolierte Populationen zu
zwei Unterarten wurden. Die beiden Unterarten können sich immer noch erfolgreich
miteinander fortpflanzen was zu Hybriden führt. Die Hybridzone ist stabil und verschiebt sich

Julia Peham WS 2020/21


kaum. Das liegt wahrscheinlich daran, dass die Individuen Sexualpartner mit denselben
Farbmorphen bevorzugen.

2. Nennen Sie 4 Natternarten und deren häufigsten Beutetiere.

Schlingnatter

- Beute: Reptilien (Eidechsen, Blindschleichen, Schlangen)


- Erdrosseln Beute

Äskulapnatter

- Beute: Eier und Vögel von Bäumen


- Leben auf Bäumen

An Gewässern lebend:

Würfelnatter

- Beute: Fische
- Tauchen gut

Ringelnatter

- Beute: Amphibien
- Jagd an Wasseroberfläche

3. Erläutern sie die Merkmale von Nagetieren anhand von Beispielen.


- Schneidezähne als Nagezähne ausgebildet, sehr lang, wachsen permanent
- Lücke zwischen Schneidezähnen und Backenzähnen

Beispiele:

Ziesel

- Hörnchen
- Langgestreckter, walzenförmiger Körper
- Kleine Ohren
- Offene Graslandschaften in Ostösterreich

Julia Peham WS 2020/21


- Winterschlaf in Erdbauten
- Tagaktiv

Eichhörnchen

- Langer buschiger Schwanz


- Kräftige Beine
- Baumbewohner
- Kein Winterschlaf in Baumnestern
- Samen, Knospen, Eier – legen Vorräte an

Siebenschläfer

- Baumbewohner
- Langer buschiger Schwanz
- Nachtaktiv
- Samen, Knospen, Eier
- Winterschlaf 7 Monate oder länger

Europäischer Biber

- Semi-aquatisch
- Sehr groß für ein Nagetier
- Fettpolster, dichtes Fell, Schwimmhäute, flacher beschuppter Schwanz
- Bauten in Gewässern, Eingang nur tauchend erreichbar
- Ohren klein
- Nasenlöcher verschließbar
- Nahrung: Rinde, Blätter, Knospen, Wurzeln, aber auch Mais etc. von Feldern
- Bäume werden für Wintervorrat gefällt

4. Diskutieren Sie die Anpassungen von heimischen Tieren an die klimatischen und
ökologischen Bedingungen des Hochgebirges. Nennen Sie Beispiele.

Hochalpen-Apollo

- Thermoregulation

Julia Peham WS 2020/21


➔ Verhalten – zu heiß -> fliegt höher; zu kalt -> fliegt tiefer

Bergweißling

- Melanismus (Dunkelfärbung – UV-Schutz + mehr Wärme absorbierbar)

Tannenhäher

- Frisst Zirbelnüsse und vergräbt sie im Boden


- Im Herbst bis zu 100.000 pro Tier
- 15% werden nicht wieder ausgegraben – Verbreitung

Rauhfußhühner

- Befiederte Beine und Füße


- Zehen mit Federn oder Balzstiften
- Federn bedecken Nasenlöcher -> können sich unter Schneeschicht in Höhle aufhalten
- Gefiederwechsel

Bergpieper

- Nester in Fels- und Bodennischen

Steinbock

- Hörner mit Jahresfurchen


- Anpassungen an Lebensweise im Felsen
➔ Hornränder der Hufe außen besonders stark ausgeprägt
➔ Innen weiche Ballen mit guter Haftung
➔ Harte Absätze

5. Nennen Sie Beispiele und Gründe für synantrophe Vögel und Kulturfolger.

Synanthrope Art: kommen an, im, auf den Gebäuden der Menschen vor

Weißstorch

- Brütet auf den Häusern der Menschen

Schwalben

Julia Peham WS 2020/21


- Brauchen Häuser und Dächer/Dachböden, um dort ihre Nester zu bauen

Mauersegler

- bauen ihre Nester unter dem Dach


- Jagen Insekten, die über den Dächern zu finden sind

Kulturfolger: nutzen die Landschaften, die so durch den Menschen geformt wurden->
Vorteile für das Tier

Haussperling

- Nur in verbauten Gebieten finden, weil er an Gebäuden brütet

Feldsperling

- brütet in Gebüschen und diese gibt es vor allem in Siedlungen; häufig an


Siedlungsrändern zu finden

Amsel

- Brauchen halbhohe dichte Gebüsche, um dort ihre Nester zu bauen, welche sie mit
Lehm auskleiden
- Nahrungssuche findet auf Rasen statt - oft in Gärten zu finden

Rabenvögel

- Leben von den Abfällen der Menschen und sind deshalb oft in Städten zu finden

6. Was macht die Bodenfauna, das Mikroorganismen nicht können? Nennen Sie
mehrere Beispiele für Vertreter und beschreiben Sie Körperbau und Lebensweise
- Zerkleinern Blätter
- Durchwühlen und durchlüften
- Vermischen von organischen und mineralischen Partikeln
- Notwendig damit Mikroorganismen Zersetzen können

Beispiele:

Mesofauna

Julia Peham WS 2020/21


- Springschwänze (Collembola): epigäisch (oberste Bodenschichten), hemiedaphisch
(mittlere Bodenschicht, nicht pigmentiert, klein), euedaphisch (untere Bodenschicht,
blind, sehr klein), manche in Krautschicht -> Fortpflanzung durch indirekte
Spermatophorenübertragung
➔ Milben: Hornmilben, Raumilben, Samtmilben

Makrofauna

- Myriapoda
➔ Hundertfüßer (Chilopoda) – Erdläufer (Boden), Spinnenläufer (Oberfläche),
Steinläufer (Spalten)
➔ Doppelfüßer (Diplopoda) – Bulldozer, Kugel, Keil, Rindenbewohner
- Regenwürmer – nehmen Bodensubstrat auf, Steinchen als Mahlwerk, durchlüften
Boden und setzen Nährstoffe durch Kot frei – Zwitter, tauschen bei Paarung
Spermien aus

Bodensäuger

- Maulwurf

7. Was ist Arealdisjunktion und nennen Sie Beispiele.

Arealdisjunktion liegt vor, wenn eine Tierart in 2 oder mehr getrennten Teilarealen
vorkommt, ohne dass eine Populationsverbindung besteht.

Beispiele:

Natterwurz-Perlmutterfalter

- arkto-alpine Verbreitung

Alpenschneehuhn

- vor der Eiszeit ein zusammenhängendes Verbreitungsgebiet im Norden


- während der Eiszeit zog sich ein Teil in Refugialgebiete im Süden zurück
- heute gibt es südliche und nördliche Populationen

Julia Peham WS 2020/21


8. Diskutieren Sie verschiedene Überwinterungsstrategien heimischer Tagfalter und
geben Sie Beispiele.

Kleiner Kohlweißling

- Häufigster Tagfalter in Ö
- Überwintert als Puppe

Osterluzeifalter

- Eier werden auf Osterluzei (sehr giftig) gelegt (monophag)


- Puppen überwintern

Aurorafalter

- Eier auf Futterpflanzen gelegt


- Freihängende Puppen überwintern

Verwenden „Überwinterungsprotein“ – dieses Protein zerfällt bei Wärme – je länger es


warm ist, desto mehr zerfällt bis der Falter schlussendlich schlüpft

Kleiner Schillerfalter

- Überwintert als Raupe auf Zweigen in Baumkrone


- Substanzen im Körper verhindern durchfrieren

Kaisermantel

- Überwintern als Jungraupen am Boden (z.T. mit Laub bedeckt)


- Substanzen im Körper verhindern durchfrieren

Fleckwidderchen

- Raupe überwintert am Boden


- Raupen fressen vergammeltes Blattmaterial im Winter

Zitronenfalter

- Überwintern als Imagines im Laub oder Baumhöhlen

C-Falter
Julia Peham WS 2020/21
- Überwintern als Imagines
- Laubstreu oder Baumrinde
- Legen früh Eier und sterben dann
- Lange Imago Lebenszeit

Kleiner Fuchs

- Überwintern als Imagines

9. Nennen Sie mehrere Spinnenfamilien, deren Vertreter zum Beutefang keine


Fangnetze verwenden und erklären Sie, wozu diese Tiere Spinnseite benutzen.

Lauerer und Jäger

Huschspinne

- Tarnung durch Homochromie


- Jagd

Springspinnen

- Große Linsenaugen vorne; Optisch sehr begabt


- Schleichen sich an Beute an und springen dann auf Beute (mit Sicherheitsseil)

Krabbenspinnen

- Lauern in Blüten; durch Homochromie gut getarnt


- Vorderbeine mit Stacheln als Fangkorb
- Veränderliche Krabbenspinne können Farbe auf Blüte Anpassen – über Augen

Spinnseide für:

- Beutefesselung (ernähren sich nur von flüssiger Nahrung)


- Kokons für Eier
- Sicherheitsfäden bei Springspinnen
- Wohnbauten
- Ballooning
- Signalfäden mit Pheromonen

Julia Peham WS 2020/21


10. Diskutieren Sie verschiedene Lebensweisen und Fortpflanzungsstrategien
heimischer Bienen

Solitär

Rote Mauerbiene

- Solitär
- Weibchen suchen höhlen im Holz, bauen abgetrennte Kammern für je ein Ei und
legen Pollenvorrat für Larven an
- Überwintern im Kokon

Parasoziale Verbände: Gemeinsames Nisten einer Generation mit gleichaltrigen Imagines

Eusoziale Verbände: Mehrere Generationen von Imagines im Nest, Kastenbildung:


Fruchtbare Königin, Arbeiterinnen die Brutversorgung, Nestpflege und Verteidigung
übernehmen

Hummeln

- Nester oft im Boden in Mäusenestern oder hohlen Bäumen


- Begattete Königin baut im Frühling ein Nest -> zieht erste Arbeiterinnen groß ->
Arbeiterinnen versorgen die Brut -> im Sommer werden Geschlechtstiere
großgezogen -> Hochzeitsflug -> Begattete Königinnen suchen Überwinterungsplatz
- Gibt aber auch Parasiten die in anderen Hummelnestern leben – entweder Parasit
oder bestehende Königin gewinnt den Kampf um das Nest
- Wenn Parasit gewinnt frisst Königin Eier von Arbeiterinnen und startet eigene
Kolonie

Honigbienen

- Königin ist mehrjährig


- Arbeiterinnen selektieren Jungköniginnen, indem sie ihnen im 5. Larvenstadium sehr
proteinhaltiges Futter geben

Julia Peham WS 2020/21


- Jungkönigin geht auf Hochzeitsflug, kommt begattet zurück und alte Königin zieht mit
Schwarm aus
- Drohnen im Sommer
- Überwinterung in „Wintertraube“

11. Nennen Sie die Ernährungsgilden in Fließgewässern und jeweils ein Beispiel.
- Weidegänger
➔ Eintagsfliegenlarve schaben Algen ab
- Zerkleinerer
➔ Bachflohkrebs fressen Falllaub
- Sammler (Filtrierer und Substratfresser)
➔ Köcherfliegenlarve baut Netz um organische Partikel zu fangen
- Prädatoren
➔ Strudelwürmer stülpen Pharynx über Beute aus

12. Was bedeutet troglophil und troglobiont mit jeweils einem Beispiel.

Troglobionten: ausschließlich in Höhlen lebend

- manche Pseudoskorpione und Laufkäfer


- Höhlenheuschrecke
- Höhlenkreuzspinne

Troglophil: halten sich gerne in Höhlen auf, sind aber nicht obligat troglobiont

- Spinnenläufer
- Überwinternde Arten: Fledermäuse, C-Falter, Zackeneule

13. Unterschiede von Reh und Hirsch in Bezug auf Habitat, Nahrung, soziale Struktur,
Körperbau
Julia Peham WS 2020/21
Reh

- Wiederkäuer
- Nahrungsselektierer: Wählen energiereiche Pflanzenteile (Blüten, Knospen)
- Unterschiedliche soziale Organisationen: kleine Gruppen, große Gruppen oder allein
- Waldrand-Tiere: brauchen offene und Waldlandschaft
- Schneidezähne zum Abbeißen – Lücke – Molaren zum zerreiben
- Pansen (Vormagen) mit Mikroorganismen zum Vergären -> über Netzmagen wieder in
den Mund und erneut zerkaut -> ein paar Mal wiederholt -> Blättermagen -> Labmagen
(chemisch zersetzt) -> Dünndarm
- Müssen oft fressen
- Jährlicher Geweihwechsel
- Jährliche Fortpflanzung
- Paarung noch vor dem Winter – Entwicklungspause des Fötus im Winter – im Frühling
wird die Entwicklung fortgesetzt
- Werden im Winter gefüttert

Rothirsch

- Viel größer als Reh


- Männchen im Frühling und Sommer von Weibchen und Jungtieren getrennt
- Im Herbst Harembildung
- Größerer Pansen (25L) – können deshalb mehr Futter und dadurch auch mehr
zellulosereiches, nährstoffarmes Raufutter fressen (Blätter, Kräuter, Rinde, …)
- Bevorzugen strukturreiche Wälder mit offenen Lichtungen
- Winterruhe

14. Beschreiben Sie die Lebensweisen einiger heimischer Singvögel, die häufig in Parks
und Gärten zu finden sind.

Nahrungssuche Strategien:

- Rasen

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- Baumkrone
- Baumstamm etc.

Mönchsgrasmücke

- Sexualdimorphismus
- Insektenfresser
- Nester in dichten Gebüschen
- Kurzstreckenzieher – überwintern im Mittelmeerraum
- Sehr weit verbreitet

Klappergrasmücke

- Langstreckenzieher – überwintern in Zentralafrika

Meisen

- Höhlenbrüter (durch Buntspechte gebaut)


- Insekten und Samen
- Konkurrenzvermeidung mit durch fein abgestimmte Ernährung
- Überwintern in Mitteleuropa (fressen fetthaltige Samen)

Buntspechte

- Machen Baumhöhlen bei der Insektensuche


- Höhlenbrüter (danach oft von Meisen und Kleiber etc. verwendet)

Schwalben

- Insekten Flugjagd
- 2 Synanthrop (Kulturfolger)
➔ Rauchschwalbe: offene Lehmnester an Gebäuden, Langstreckenzieher, sehr
manövrierfähig bei der Jagd
➔ Mehlschwalbe: Lehmnestern außen an Häusern
- 2 natürlich vorkommend
➔ Uferschwalbe
➔ Felsenschwalbe

Finken

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- Kulturfolger
- Fressen Samen und Knospen
- Grünling: Kulturlandschaften mit Bäumen, brütet in Koniferenhecken, hohe Dichte in
Siedlungen
- Girlitz: offene Kulturlandschaften mit Bäumen, mag Wärme
- Beide nicht mehr so häufig

- Grasmücken: Kurzstreckenzieher, Insektenfresser, bauen Nester im Gebüsch


- Meisen: Höhlenbrüter, fressen im Sommer Insekten, im Winter Samen, vermeiden
Konkurrenz durch fein abgestimmte Nahrungsquellen, nisten oft in verlassenen
Bruthöhlen von Spechten
- Kleiber: nisten oft in verlassenen Bruthöhlen von Spechten
- Buntspecht: suchen unter der Rinde nach Insektenlarven, klopfen auf morsches Holz,
um Bruthöhlen zu bauen

15. Nennen Sie Gründe für Biodiversitätsverlust heimischer Vögel und nennen Sie
betroffene Arten.
- Abnahme der Artenzahl durch technisierte Landwirtschaft
- Früher: kaum Straßen, kleine Felder, ungenutzte Flächen, keine Pestizide oder
Kunstdünger, Bäume und Gebüsche -> reich strukturierte Landschaft mit vielen
Lebensräumen
- Mitte des 20. Jahrhunderts: größere Felder, Straßen, reguliere Bäche, weniger
Gebüsche, Bäume und ungenutzte Flächen
- Industrialisierung: Kunstdünger, Pestizide, große Maschinen, keine ungenutzten
Flächen, ohne Bäume und Gebüsche, Schnellstraßen, Verrohrte Gewässer, Windräder,
kaum Arten überleben diese Landschaft
- Vögel Individuenzahl stark zurückgegangen
- Wir brauchen mehr ungenutzte Flächen!

Goldammer

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- Brauchen abwechslungsreiche Landschaft mit Büschen
- Gebüsche als Singwarte und zum Brüten
- Fressen Samen, Insekten in der Brutzeit -> Futtersuche auf dem Boden
- Früher viele Samen auf Feldern zurückgeblieben

Neuntöter

- Benötigen Gebüsch
- Singwarte in Gebüschen
- Fressen Insekten, die sie in Jagdflügen fangen
- Besonders empfindlich bei Insektenrückgang – keine Pestizide

Feldlerche

- Heute fast verschwunden


- Bodenbrüter
- Insektenjagd am Boden
- Intensive Wiesenbewirtschaftung verkürzt Brutzeitraum
- Benötigt extensive bewirtschaftete Wiesen
- Kehren meist zur selben Brutstelle zurück, auch wenn sie nicht mehr verwendbar ist

Rebhuhn

- Verlierer
- Bestand wegen intensiver Landwirtschaft um 90% zurückgegangen
- Landschaft ohne Bäume
- Leben auf dem Boden

16. Lebensraum Neusiedlersee, warum ist er so besonders und welche Arten leben dort?
Gehen Sie auf das Leben im Ufer ein.
- Pannonisch geprägte Steppenlandschaften
- Große Schilfflächen
- Salzlacken
- Verzahn von extensiv bewirtschafteten Weidenlandschaften und Feuchtgebieten

Vögel die an bewachsenen Ufern der Gewässer Brüten


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Lachmöwen

- Brüten an bewachsenen Ufern

Vögel die auf Schotterflächen am Ufer brüten

Fluss-Seeschwalbe

- Legt Eier auf unbewachsene Schotterbänke


- Fressen kleine Fische, die sie durch Stroßtauchen fangen

Flussregenpfeifer

- Legt Eier auf unbewachsene Schotterbänke – sehr gut getarnt


- Frisst Arthropoden und anderen kleine Tieren entlang der Wasserlinie
- Nur noch wenige Brutplätze
- Klein mit kurzen Beinen und Schnäbeln

Vögel die auf extensiv beweideten Wiesen Brüten

Graugans

- Wiesenbrüter
- Pflanzenfresser
- Grasen mit Jungen

„Wiesenlimikolen“

- Suchen auf Boden nach Nahrung


- Lange Schnäbel
- Lange Beine
- Durch Variation der Schnabel und Beinlänge kann Konkurrenzvermeidung betrieben
werden – je länger, desto tiefer können sie im Wasser Nahrung suchen
- Brauchen feuchte Wiesen zum Brüten

Säbelschnäbler

- Frisst schwimmende Kleintiere

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- Kann mit langen Beinen Tief ins Wasser
- Langer hinaufgebogener Schnabel
- Wenn man diesen Vogel + Lebensraum schützt, schützt man andere mit!
- Lange seichte Gewässer mit wenig Fischen – viele Evertebraten

Nahrungsaufnahme in Schlammflächen

Großer Brachvogel
- Konkurrenzvermeidung

- Graugans: grast
- Löffelente: Wasseroberfläche
- Krickente: taucht ca. 25 cm -> nur so lange wie der Hals ist
- Reiherente: Taucht mit gesamtem Körper unter

Lebensraum Schilf

- Graswald
- Rohrsänger
- Rohrdommel
- Haubentaucher – Schwimmende Nester

Kulturfolger in naturnaher Landschaft Neusiedlersee

- Weißstorch – Brüten gerne auf Häusern


- Graureiher – Fischfresser
- Silberreiher – profitieren durch Klimaerwärmung

Zugvögel die an Lacken rasten

- Kampfläufer – häufig
- Kiebitzregenpfeifer – selten

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- Brutplatz in der Arktis
- Überwinterung in Afrika

17. Was ist ein Klepton? Nenne ein Beispiel aus der heimischen Amphibienfauna.

Ein Klepton ist eine stabilisierte Hybridisierung.

Beispiel bei Wasserfröschen:

Seefrosch (ridibunda)

- Lachende Laute
- Große Gewässer

Kleiner Wasserfrosch (lessonae)

- Schnarrende Laute
- Kleine Gewässer

Hybrid von Seefrosch und kleinem Wasserfrosch:

Teichfrosch

- Klepton – stabilisierter Hybrid


- Mischung aus lachenden und schnarrenden Lauten
- Wenn Teichfrosch mit kleinem Wasserfrosch vergesellschaftet ist, gibt er nur
Seefrosch Gene weiter -> Nachkommen wieder Teichfrosch
- Wenn Teichfrosch mit Seefrosch vergesellschaftet ist, gibt er nur kleine Wasserstoff
Gene weiter -> Nachkommen wieder Teichfrosch

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18. Was bedeutet Mimikry und Mimese? Erklären Sie wie das Phänomen entstanden
sein könnte und geben Sie Beispiele aus der heimischen Fauna.

Mimese (Verbergetracht, Nachahmungstracht, Somatolyse und Tarntracht)

- Phytomimese: Ähnlichkeit mit Pflanzen (+ Pfahlstellung und Rindenfärbung)


➔ Blattkäfer
- Allomimese: Ähnlichkeit mit leblosen Gegenständen
➔ Larven von Blattkäfern tarnen sich mit Kot
➔ Schneehuhn, Schneehase
- Zoomimese: Ähnlichkeit mit Tieren
➔ Ameisenspinne

Mimikry (=Warntracht)

Bates’sche Mimikry

- Hornisse (gefährliches Vorbild) sendet „wahres Signal“ an Bienenfresser

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- Hornissen-Glasflügler, Echter Wespenbock, Gemeine Wespenschwebfliege
(harmloser Nachahmer) täuscht Bienenfresser

Müller’sche Mimikry (Normierung des Signals nicht nah verwandter)

- Oft rot-schwarze Färbung


- Blutzikade, Buntkäfer, gemeine Blutströpfchen

Peckham’sche (aggressive) Mimikry

- Anlockung anderer Arten mit Tarnung, um nicht gesehen zu werden


- Krabbenspinne wartet auf Blüte gut getarnt auf Beute

19. Nennen Sie Kulturfolger unter den heimischen Säugetieren und diskutieren Sie die
Gründe anhand der Lebensweise dieser Arten.

Feldhamster

- Kulturfolger
- Offene Kulturlandschaft in Ostösterreich wo sie flexiblen Winterschlaf in Bauten mit
Nahrungsvorrat machen

Feldhase

- Kulturfolger
- Offene Wiesen- und Feldlandschaften
- Keine Bauten -> Jungen in Gruben - Nestflüchter

Rotfuchs

- Raubtier – kann aber auch Beeren und Abfall fressen (Stadt)


- Kulturfolger und natürlich
- Können Erdbauten graben, aber verwenden auch gerne bestehende Bauten

Steinmarder

- Kulturfolger (und Waldtier)


- Frisst kleine Säugetiere, Vögel, Früchte

Reh
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- Braucht offene Landschaften
- Werden im Winter gefüttert

20. Nationalpark Neusiedlersee/Seewinkel: Was ist das Besondere? Nennen Sie typische
Zugvögel
- Pannonisch geprägte Steppenlandschaften
- Große Schilfflächen
- Salzlacken
- Verzahn von extensiv bewirtschafteten Weidenlandschaften und Feuchtgebieten

Zugvögel die an Lacken rasten

- Kampfläufer – häufig
- Kiebitzregenpfeifer – selten
- Brutplatz in der Arktis
- Überwinterung in Afrika

21. Nennen Sie Otterarten und ihre häufigsten Beutetiere.

Kreuzotter

- Kleinsäuger
- Reptilien
- Amphibien

Hornotter

- Kleinsäuger
- Reptilien
- Vögel
- Insekten

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22. Welche Tiere sind Wiederkäuer? Diskutieren Sie mögliche Vorteile und Nachteile.

Reh und Hirsch

23. Nennen Sie Fortpflanzungsstrategien und Gelegeformen von Amphibien mit


Beispielen.

Explosivlaicher

- Tiere kommen an wenigen Tagen massenhaft zusammen und verpaaren sich; deshalb
keine kräftigen Rufe nötig
- Bsp. Erdkröte, Moorfrosch, Grasfrosch

Langzeitlaicher

- Fortpflanzungsperioden über das ganze Jahr verteilt; Männchen locken Weibchen mit
lauten Rufen
- Bsp. Wasserfrosch, Rotbauchunke, Laubfrosch

Molchgelege

- Einzelne Eier werden an geknickten Blätterachseln abgelegt

Laubfrosch- und Unkengelege

- Nussgroße Gelege mit mehreren Eiern

Knoblauchkröte

- Kleine Gelegewülste mit mehreren Eiern

Andere Kröten

- lange Gelegeschnüre mit mehreren Eiern

Braun- und Grünfroschgelege

- Große Gelegebälle mit vielen Eiern die Wasser aufsaugen

24. Nennen Sie Vertreter der heimischen epigäischen Fauna.

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- Epigäische Organismen
➔ Spinnen
➔ Laufkäfer
➔ Weberknechte
➔ Kurzflügler

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