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Buchführung

Lernfragen

by cK

Dieser Fragenkatalog zeigt einige typische Fragestellungen aus Altklausuren zur Vorlesung Buchführung bei verschiedenen Dozenten der letzten Jahre (erweitert um einige eigene Abwandlun- gen). Die jeweiligen Antworten sind dabei direkt aus den im WS09/10 verwendeten Vorlesungsfolien entnommen. Ziel ist die exemplarische Formulierung von Antworten zu den typischen Lernfragen der Klausur. Die Abfolge der Fragen ist nicht nach Themen untergliedert, um beim Durchgehen des Fra- genkatalogs ähnliche Inhalte in verschiedenen Fragestellungen zeitlich versetzt wiederholen zu kön- nen. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit oder formale Korrektheit erhoben.

Inhalt

Nennen Sie die Teilgebiete des betrieblichen

3

Welche Aufgaben haben die Rechnungslegungsinstrumente?

3

Erklären Sie das sogenannte Vorsichtsprinzip

3

Nennen Sie die Bestandteile der Anschaffungskosten

3

Was ist ein Passivtausch?

3

Was sind geringwertige Wirtschaftsgüter?

3

Erklären Sie das sogenannte

4

Nennen Sie die Bücherarten und beschreiben Sie eine der Bücherarten

4

Was ist eine permanente Inventur?

4

Erklären Sie das sogenannte Imparitätsprinzip

4

Was ist ein Aktivtausch?

4

Was ist ein Industriekostenrahmen?

4

Was sind planmäßige Abschreibungen?

4

Erklären Sie das sogenannte

4

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten: Erklären und Beispiele!

5

Definieren Sie den Begriff Umsatzerlöse

5

Welche Möglichkeiten der Bestandsaufnahme werden nach dem Zeitpunkt der Bestandsaufnahme unterschieden (Inventurtermine)?

5

Nennen Sie die Rahmengrundsätze ordnungsmäßiger

5

Erklären Sie das Prinzip der Stetigkeit

5

Definieren Sie den Begriff Ertrag

5

Nennen Sie die Bestandteile eines Abschreibungsplans

6

Nennen Sie die Funktionen der Nebenbücher und nennen Sie zwei Beispiele für Nebenbücher

6

Erklären Sie das Höchstwertprinzip

6

Definieren Sie den Begriff

6

Nennen Sie die Bestandteile des Jahresabschlusses von Personenhandelsgesellschaften

6

Was sind die Voraussetzungen für steuerbaren Umsatz?

6

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Buchführung

Lernfragen

by cK

Welche Unterschiede bestehen zwischen dem Inventar und der Bilanz?

7

Strukturieren Sie die

7

Erklären Sie das Einzelbewertungsprinzip

7

Wer ist zur Buchführung verpflichtet?

7

Erklären Sie das Prinzip der zeitlichen

7

Was verstehen Sie unter einem passiven Bestandskonto?

8

Welche Unterkonten des Eigenkapitalkontos kennen Sie?

8

Nennen Sie die Bestandteile der

8

Erklären Sie das Going-Concern

8

Nennen Sie die verschiedenen Arten von Rücklagen

8

Nennen Sie die Grundbestandteile des

8

Erklären Sie das Prinzip der sachlichen

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Buchführung

Lernfragen

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Nennen Sie die Teilgebiete des betrieblichen Rechnungswesens.

Externes Rechnungswesen

Finanzbuchhaltung und Bilanzierung

Internes Rechnungswesen

Statistik und Vergleichsrechnung

Kosten- und Leistungsrechnung

Planungsrechnung

Welche Aufgaben haben die Rechnungslegungsinstrumente?

Kontrolle und Dokumentation

Rechenschaftslegung

Information

Entscheidungshilfe

Erklären Sie das sogenannte Vorsichtsprinzip.

Vorhersehbare Risiken und Verluste sind stets zu berücksichtigen (Imparitätsprinzip)

Gewinne sind nur zu berücksichtigen, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden (Realisationsprinzip)

Nennen Sie die Bestandteile der Anschaffungskosten.

Nettopreis

+ Anschaffungsnebenkosten (z.B. Transport)

+ Nachträgliche Anschaffungskosten (z.B. Abbruchkosten)

- Anschaffungspreisminderungen (Rabatt, Skonto)

Was ist ein Passivtausch?

Veränderung der Kapitalstruktur bei konstanter Bilanzsumme (z.B. Aufnahme eines neuen Kredits zur Tilgung eines anderen)

Was sind geringwertige Wirtschaftsgüter?

Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens

maximale AK/HK von 1000€

Selbstständig nutzbar

Beweglich und abnutzbar

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Buchführung

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Erklären Sie das sogenannte Realisationsprinzip.

Gewinne dürfen erst ausgewiesen werden, wenn sie bis zum Bilanzstichtag realisiert worden sind.

Nennen Sie die Bücherarten und beschreiben Sie eine der Bücherarten.

Grundbuch / Journal (zeitliche Ordnung)

Chronologische Aufbewahrung aller Belege mit zugehörigen Buchungen

Hauptbuch (sachliche Ordnung)

Verwaltung aller Konten mit Anfangsbeständen, Zu- und Abgängen

Nebenbücher

Lagerbuch, Lohn- / Gehaltsbuchhaltung, Anlagenkartei, Wechselbuch

Bilanzbuch

Eröffnungsbilanz und Schlussbilanz

Was ist eine permanente Inventur?

Zeitlich verteilte Bestandserfassung über das Geschäftsjahr

Protokollierung aller Zu- und Abgänge (Lagerbuch)

Erklären Sie das sogenannte Imparitätsprinzip.

Verluste müssen bereits ausgewiesen werden, wenn deren Eintritt wahrscheinlich ist

Was ist ein Aktivtausch?

Veränderung der Vermögensstruktur bei konstanter Bilanzsumme (z.B. Umbuchung von Bargeld auf Girokonto)

Was ist ein Industriekostenrahmen?

Kontenrahmen: Standardisierung der Konten-Struktur

Zweikreissystem (klare Trennung zwischen internem und externem Rechnungswesen)

Was sind planmäßige Abschreibungen?

(Angemessene) Wertberichtigungen für Anlagevermögen, das im Laufe der Nutzungsdauer an Wert verliert

Erklären Sie das sogenannte Niederstwertprinzip.

Gilt auf der Aktivseite der Bilanz.

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Buchführung

Lernfragen

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Anlagevermögen: gemildertes NWP (Obergrenze sind Anschaffungskosten)

Umlaufvermögen: strenges NWP (niedrigster Wert ist anzusetzen)

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten: Erklären und Beispiele!

Geschäftsvorfall mit Ausgabe in der aktuellen, aber Aufwand in zukünftiger Periode

Aufgrund des Prinzips der zeitlichen Abgrenzung müssen RAP gebildet werden

Beispiele

Vorab bezahlte Mietkosten

Vorauszahlung bei Liefervertrag über bestimmten Zeitraum

Definieren Sie den Begriff Umsatzerlöse.

Bruttozufluss vom wirtschaftlichem Nutzen im Rahmen der regulären Geschäftstätigkeit un- ter Erhöhung des Reinvermögens

Welche Möglichkeiten der Bestandsaufnahme werden nach dem Zeitpunkt der Bestandsaufnahme unterschieden (Inventurtermine)?

Stichtagsinventur

Ausgeweitete Stichtagsinventur

Vor- oder nachverlegte Stichtagsinventur

Permanente Inventur

Nennen Sie die Rahmengrundsätze ordnungsmäßiger Buchführung.

Richtigkeit

Willkürfreiheit

Klarheit

Vollständigkeit

Erklären Sie das Prinzip der Stetigkeit.

Die auf den vorhergehenden Jahresabschluss angewandten Bewertungsmethoden sollen beibehalten werden

Vermeidung von Manipulation bzw. Verschleierung des tatsächlichen Bilanzgewinns

Definieren Sie den Begriff Ertrag.

Mehrung des Reinvermögens / Nettovermögens ( = Geld- + Sachvermögen)

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Buchführung

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Nennen Sie die Bestandteile eines Abschreibungsplans.

Verlauf der Wertminderung

Zeitabschreibung (linear / degressiv / progressiv)

Leistungsabschreibung

(voraussichtliche) wirtschaftliche Nutzungsdauer

AfA-Tabelle (Richtlinien vom Finanzministerium)

(voraussichtlicher) Restverkaufserlös nach Ende der Nutzungsdauer

Nennen Sie die Funktionen der Nebenbücher und nennen Sie zwei Beispiele für Nebenbücher.

Ausführliche Erläuterung bestimmter Hauptbuchkonten

Beispiele

Lagerbuch

Lohn- / Gehaltsbuchhaltung

Anlagenkartei

Wechselbuch

Erklären Sie das Höchstwertprinzip.

Gilt auf der Passivseite der Bilanz.

Verbindlichkeiten sind stets mit dem höchsten Rückzahlungsbetrag in der Bilanz aufzuführen

Definieren Sie den Begriff Abschreibungen.

Erfassung von Wertminderungen von Vermögensgegenständen

Nennen Sie die Bestandteile des Jahresabschlusses von Personenhandelsgesell- schaften.

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

Erläuternder Anhang

Was sind die Voraussetzungen für steuerbaren Umsatz?

Ein Unternehmer erbringt im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens eine Lieferung oder sonstige Leistung

Einfuhr von Gegenständen aus Drittlandgebiet ins Inland

Unentgeltliche Wertabgabe (Ansatz mit Buchwert), falls

Gegenstandsentnahme durch Unternehmer

Zuwendungen an Personal und Dritte

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Welche Unterschiede bestehen zwischen dem Inventar und der Bilanz?

Formale Unterschiede

Inventar = Staffelform: Positionen untereinander aufgeführt

Bilanz = Kontoform: Vermögen (Aktivseite) vs. Schulden + Eigenkapital (Passivseite)

Inhaltliche Unterschiede

Inventar = Mengen- und Wertangaben: alles wird einzeln aufgeführt

Bilanz = Wertangaben: gleichartiges wird zusammengefasst

Fazit: Bilanz ist verkürzte Form des Inventars

Strukturieren Sie die Abschreibungsmethoden.

Planmäßige Abschreibung

Direkt: Gegenbuchung im entsprechenden Bestandskonto, RBW in Bilanz

Indirekt: Gegenbuchung in eigenem Konto, AK/HK in Bilanz

Außerplanmäßige Abschreibung

Analog zur planmäßigen Abschreibung

Geringwertige Wirtschafsgüter mit Wert

<151€: sofort

>150€: Aktivierung + Abschreibung als Sammelposten (statt einzelner Aufführung)

Einzelwertberichtigung auf Forderungen

Direkt: Umbuchen von zweifelhaften Forderungen auf eigenes Konto

Indirekt: Gegenbuchung in Konto „Wertberichtigung auf Forderungen“

Pauschalwertberichtigung auf Forderungen

Direkt: Gegenbuchung im Forderungskonto

Indirekt: Gegenbuchung in Konto „PWB auf Forderungen“

Erklären Sie das Einzelbewertungsprinzip.

Alle Vermögensgegenstände und Schulden müssen unabhängig voneinander bewertet und dürfen (außer bei entsprechenden Ausnahmeregelungen) nicht saldiert werden

Wer ist zur Buchführung verpflichtet?

Jeder Kaufmann, außer

Einzelkaufleuten und Personenhandelsgesellschaften mit weniger als 500.000€ Um- satzerlösen und 50.000€ Jahresüberschuss

Land- und Forstbetrieben die nicht im Handelsregister eingetragen sind.

Erklären Sie das Prinzip der zeitlichen Abgrenzung.

Vermögensänderungen sind stets der Periode zuzurechnen, in der sie ursächlich entstanden sind – unabhängig vom Zahlungszeitpunkt

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Buchführung

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Was verstehen Sie unter einem passiven Bestandskonto?

Angabe der Herkunft des Kapitals (Schulden + Eigenkapital)

Welche Unterkonten des Eigenkapitalkontos kennen Sie?

Gewinn- und Verlustkonto

Ertragskonten

Aufwandskonten

Privatkonto

Einlagen

Entnahmen

Nennen Sie die Bestandteile der Herstellungskosten.

Pflichtbestandteile

Materialeinzelkosten

Fertigungseinzelkosten

Sondereinzelkosten der Fertigung

Sondergemeinkosten der Fertigung

Materialgemeinkosten

Fertigungsgemeinkosten

Wertverzehr des Anlagevermögens

Wahlbestandteile

Kosten der allgemeinen Verwaltung

Fremdkapitalzinsen (falls zurechenbar)

Soziales und Altersvorsorge

Erklären Sie das Going-Concern Prinzip.

Bei der Rechnungslegung ist stets von der Fortführung des Unternehmens auszugehen, so- fern dem nicht rechtliche oder tatsächliche Gegebenheiten entgegenstehen

Nennen Sie die verschiedenen Arten von Rücklagen

Stille Rücklagen (nicht in Bilanz)

Offene Rücklagen

Gewinnrücklagen (nicht ausgeschüttete Gewinne)

Kapitalrücklagen (Außenfinanzierung, u.a. Verlustabdeckung)

Nennen Sie die Grundbestandteile des DATEV-Buchungssatzes.

Lösung mit Hilfe von Kontenplan erschließbar!

Klassen das DATEV-Kontorahmens

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Buchführung

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0

Anlagevermögen

1

Umlaufvermögen

2

Eigenkapital

3

Fremdkapital

4

Betriebliche Erträge

5

Betriebliche Aufwendungen 1 (v.a. Sachgüter)

6

Betriebliche Aufwendungen 2 (v.a. Geldflüsse und Kalkulation)

7

Finanzaufwendungen und –erträge

9

Vortragskonten und Abschlusskonten

Erklären Sie das Prinzip der sachlichen Abgrenzung.

Alle einer Unternehmensleistungen zurechenbaren Aufwendungen sind stets der Periode zu- zuordnen, der die sachlich zugehörigen Erträge zugerechnet werden

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