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2006 10:12 Uhr Seite 1

Ausgabe Nr. 19 | April 2006

e-f@cts
Innovationspolitik, Informationsgesellschaft, Telekommunikation
Informationen
zum E-Business

Schwerpunkt
Welcher Online-Shop ist der
richtige? Kosten, Leistungen und
typische Rechtsverstöße
3 ab Seite 1

Fakten & Zahlen


Online-Shop
Online-Shops dienen dazu, Waren und Dienst- 3 Wie viel Geld wollen oder können Sie
leistungen über das Internet zu verkaufen. Die anlegen?
Bandbreite bestehender Online-Shops ist sehr 3 Wie sind Ihre Personalressourcen zur
umfangreich. Sie reicht von kostenfreien Ange- Betreuung des Shops?
3 ab Seite 2 boten mit einem überschaubaren Leistungsvo- 3 Wie kann der Shop an bestehende Systeme
lumen bis hin zu professionellen und kostenin- (z. B. im Unternehmen vorhandene Betriebs-
E-Business-ABC tensiven Varianten. Hauptunterscheidungs- wirtschafts-Software zur Lager- und Material-
merkmale dabei sind in erster Linie verwaltung oder für die Buchhaltung) ange-
Aktive Inhalte, Cookies, 3 die Anzahl der einstellbaren Produkte bunden werden?
ERP, Host, Internet-Provider, 3 der Gestaltungsspielraum beim individu-
Open Source ellen Design Aufwärtstrend beim Online-Handel
3 ab Seite 5 3 die bereitgestellten Funktionalitäten, wie Den deutschen Online-Händlern geht es gut.
z. B. verschiedene Bezahlverfahren oder auch Mit durchschnittlich 17 Prozent Umsatzwachs-
komfortable Suchfunktionen tum im ersten Halbjahr 2005 gegenüber dem
3 die bestehenden Erweiterungsmöglich- Vorjahr setzten sich die Onliner klar von den
keiten (wie z. B. die Anbindung von Logistik-Sys- stationären Händlern ab, die mit der Zurückhal-
Praxis & Technik temen oder auch das Angebot von Fremdpro- tung der Konsumenten zu kämpfen hatten
dukten) (faz.net, 16.10.2005). Insgesamt stieg der E-Com-
Test: Online-Shops Wie Ihr Shop aussehen und wie leistungs- merce-Umsatz (B2B und B2C) weiter kräftig an.
für Ihr Unternehmen fähig er sein soll, hängt von Ihren Antworten So wurden im Jahr 2004 Waren und Dienstleis-
3 Seite 6 auf folgende Fragen ab: tungen im Wert von 202,6 Milliarden Euro über
3 Welchen Funktionsumfang muss Ihr Online- das Internet umgesetzt – knapp 47 Prozent
Shop hinsichtlich Käufer und Verkäufer haben? mehr als noch im Jahr zuvor. Bis zum Jahr 2008
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2 Schwerpunkt

Online-Shop

Inhalt rechnen die Analysten des Branchenverbandes kann, sollten Sie sich für einen Shop „von der
Schwerpunkt BITKOM mit einem weiteren Anstieg auf dann Stange“ entscheiden. Gerade auf lange Sicht
Welcher Online-Shop ist der 670 Milliarden Euro. haben diese Shops deutliche Vorteile: Sie laufen
richtige? Kosten, Leistungen und Dabei macht der Handel zwischen Unter- problemloser, weil sie softwaremäßig meistens
typische Rechtsverstöße nehmen (B2B) auch in Deutschland den Löwen- ausgereifter sind und die Anbieter darüber hi-
3 ab Seite 1 anteil des Gesamtumsatzes aus: etwa 89 Prozent naus in der Regel einen technischen Kunden-
entfielen im Jahr 2004 auf den B2B-Handel. Im und Pannendienst anbieten. Zudem kann man
Fakten & Zahlen Jahr 2008 werden den Prognosen zufolge immer sie leichter erweitern und pflegen (lassen).
noch knapp 87 Prozent des deutschen E-Com- Kaufshops „von der Stange“ erwerben Sie
merce-Umsatzes auf diesen Bereich entfallen. in der Regel bei einem Softwarehersteller. Sie
müssen auf einem Server und meist auch auf
Ihrem eigenen PC installiert werden. Das kann
(und sollte) ein Dienstleister übernehmen.
Wichtige Entscheidungen Sie können auch Shops kostenlos aus dem
vorweg Internet herunterladen und installieren: als
3 ab Seite 2 Open Source-Angebot. Hier müssen Sie statt
Standard oder individuell? Geld Know-how investieren: für Installation
E-Business-ABC Es gibt Standard- oder Individuallösungen. In- und Anpassung an Ihre besonderen Anforde-
Aktive Inhalte, Cookies, dividuelle Shops müssen Sie bauen (lassen), rungen. Damit kommen Open Source-Lösungen
ERP, Host, Internet-Provider, Standardshops können Sie kaufen. Obwohl man für Sie nur dann in Frage, wenn Sie über
Open Source eine individuell erstellte Software besser an dieses Know-how verfügen. Der Vorteil dieser
3 ab Seite 5 die Gegebenheiten im Unternehmen anpassen Systeme: Sie haben die volle Gestaltungsfreiheit.

Praxis & Technik


Test: Online-Shops
für Ihr Unternehmen Internetaktivitäten
3 Seite 6 Angaben in % der Online-Haushalte ■ 2003 ■ 2004
E-Mailen
84
86
Infos zu bestimmten Themen
79
80
Produktinformationen
56
60
Unterhaltung
51
52
Online-Shopping
38
45
Fort- und Weiterbildung
42
44
Informationen für die Arbeit
43
43
Online-Banking
36
41
Diskussionsforen
24
27
Quelle: Ispos/EU Telecom Services Indicators, 2004
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e-f@cts Informationen zum E-Business Nr. 19 | April 2006 3

Eigenbetrieb, Miete oder Welcher Online-Shop? Den deutschen Online-Händ-


Leasing lern geht es gut. Der Handel
Wollen Sie Ihren Shop in eigener technischer Die Auswahl des geeigneten Shopsystems ist zwischen Unternehmen (B2B)
Regie betreiben? Das hieße, einen Rund-um- nicht immer leicht. Denken Sie dabei vor allem macht den Löwenanteil des
die-Uhr-Betrieb zu gewährleisten. Oder wollen daran, dass Sie für den Kunden einen Mehrwert Gesamtumsatzes aus.
Sie jemanden damit beauftragen? Miet- oder (z. B. gegenüber dem traditionellen Einkauf)
Leasing-Shops beispielsweise sind fest auf dem schaffen müssen. Außerdem muss Ihr Shop so
Server eines Providers vorinstalliert und lassen leicht zu besuchen und zu nutzen sein, dass er
sich nach einem Baukastensystem schnell ein- den anspruchsvollen Nutzer dazu animiert,
richten. Der Vorteil liegt sicherlich in der einfa- wiederzukommen und – natürlich – einzukau-
chen Bedienung. Als Nachteil könnte sich die fen. Achten Sie bei der Shop-Auswahl auf die
geringere Gestaltungsfreiheit herausstellen. folgenden Merkmale:

Allein oder gemeinsam? Einsteiger


Haben Sie einen firmeneigenen etablierten Für sie gibt es kostenfreie Shopsysteme, die
Webauftritt, der über ausreichend viele Kaufin- allerdings nur sehr geringe Gestaltungsmög-
teressenten erreicht wird? Nur dann sollten Sie lichkeiten zulassen: Der Aufbau ist vorgegeben
Ihren Online-Shop auf der eigenen Homepage und die Farbauswahl stark eingeschränkt. Die
eröffnen. Falls Ihr Unternehmen neu am Markt Obergrenze bei der Anzahl der Verkaufsartikel
ist, sollten Sie sich eher „gute Gesellschaft“ su- liegt meist bei ca. 20. Eine Integration dieser
chen und sich mit anderen Shops in einer On- Systeme in bestehende Unternehmenssysteme,
line-Mall präsentieren. Eine Online-Mall ist ein wie z. B. Lager- oder Materialsysteme, ist norma-
virtuelles Kaufhaus, in dem viele Online-Shops
unter einem Dach vereint sind. Sie können auf
ganz verschiedene Weise an einem derartigen
Angebot partizipieren. E-Commerce-Umsätze
Durch im B2B-Markt
3 Verlinkung auf Ihren Online-Shop aus einer 2004
Link-Liste. Beispiele: www.web2.cylex.de/home-
page/home.asp (=Branchenbuch für Deutsch- ■ Frankreich
land); www.pferdetoplist.de (Linkliste zu allem 11 % 14 %
rund um das Pferd) ■ Großbritannien
6%
3 eine Galerie im Internet: mit Bildern kön- ■ Deutschland
nen Sie Ihre Produkte wie in einem Schaufens-
ter auch in Ihrem Shop darstellen. Beispiel: ■ restliches Europa
www.holzbildhauer-wittgliebe.de; ■ Spanien 17 %
www.otto.de
3 die Aufnahme in ein virtuelles Kaufhaus im ■ Italien 22 %
Internet, in dem sich verschiedene Online-Shops
präsentieren. Hier wird der Käufer wie am Ein-
gang einer großen Einkaufs-Mall empfangen,
in der er zunächst auf einer Schildertafel sieht,
wen er in diesem Kaufhaus findet. Nun kann 30 %
er sich entscheiden, welchen Shop er besucht.
Beispiel: www.shopping24.de

Quelle: EITO, März 2005


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4 Schwerpunkt

Online-Shop

Ein Online-Shop lebt lerweise nicht möglich. Der Aufbau solcher On- cen vorhalten müssen. Beispiel: der Online Mer-
von einem fehlerfreien line-Shops und die Navigation sind meist leicht chandising Service auf www.spreadshirt.net.
24-Stunden-Betrieb. verständlich. Shops, die Sie auf dem Fundament Hier können Benutzer Textilien, Taschen und
derartiger „Fertigbauten“ schaffen, sind in nur Schirme sowie Werbeartikel in eine vorgege-
wenigen Stunden online. Das Hosting der Sei- bene Umgebung einstellen.
ten erledigt in der Regel ein Internet-Provider,
so dass Sie keine weiteren technischen Ressour- Fortgeschrittene
Für sie kommen erschwingliche Kauf-Online-
Shops „von der Stange“ in Frage, in denen eine
größere Anzahl von Artikeln Platz hat. Außer-
E-Commerce-Umsatz dem bieten sie mehr eigenen Gestaltungsspiel-
raum für Design, Navigation und mögliche
in Deutschland Funktionen. Allerdings müssen z. B. bei der
in Mrd. Euro automatischen Weiterverarbeitung der Bestel-
lungen immer noch Zugeständnisse gemacht
■ B2B ■ B2C werden, da es sich eben immer noch um ein
vorkonfektioniertes System handelt.
89,4
Für die Erstellung der Seite wird hier bereits
mehr Zeit benötigt, da mehr Funktionen zur
Verfügung stehen, die entsprechend berück-
580,6
sichtigt werden müssen. Beim Hosting sind so-
wohl interne als auch externe Lösungsmöglich-
keiten denkbar. Das hängt ganz von den Gege-
benheiten des Shopanbieters und seinen tech-
nischen sowie organisatorischen Möglichkeiten
ab. Das Hosting ist oftmals nicht die Kernauf-
gabe des Shopanbieters. Daher ist es meistens
sinnvoll, die externe Variante zu wählen.

Profi
Für Profis gilt das Motto: „Nur der Himmel ist
die Grenze“. Bei entsprechenden finanziellen
Mitteln lassen sich alle Ideen und Wünsche ver-
wirklichen. Allerdings muss man sich immer
vor Augen halten, dass der Aufwand (z. B. tech-
nische Spielereien) in Relation zu einem tat-
22,3 sächlichen Nutzen (vor allem für den Kunden)
stehen muss. Auch hier kann man sich dafür
180,3 entscheiden, alles selbst zu programmieren
15,4
(was heutzutage nicht mehr ratsam ist) oder auf
eine vorhandene Shoplösung zu setzen. Die
9,5 122,7
dafür zur Verfügung stehenden Shops bieten
eine Fülle von individuellen und bedarfsge-
78,3
rechten Funktionen an, die erweiterbar sind.
Bei diesen Anwendungen ist in der Regel auch
eine nahtlose Integration von ERP und anderen
2002 2003 2004 2008 Systemen des Unternehmens möglich und auch
Quelle: BITKOM/EITO, Januar 2005
erforderlich.
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e-f@cts Informationen zum E-Business Nr. 19 | April 2006 5

Kosten Technische Grenzen


E-Business-ABC
Je mehr ein Shop leistet, desto teurer ist er. Die Ist es für Sie – als Betreiber des Online-Shops – in Aktive Inhalte
Anschaffungskosten für Online-Shops liegen Ordnung, dass Sie mit Cookies oder aktiven In- Computerprogramme, die in
zwischen null und mehreren Tausend Euro. halten wie z. B. ActiveX oder Java-Script arbei- Internetseiten bereits enthalten
Dazu kommt der – mehr oder weniger hohe – ten, um die Kunden bei zukünftigen Besuchen sind oder beim Aufenthalt auf
Einrichtungs- und Pflegeaufwand. besser identifizieren und entsprechend ihrem einer Internetseite automatisch
Kaufverhalten einordnen zu können? Nur wenn nachgeladen werden. Aktive
Anbindung an vorhandene Software Sie diese Frage eindeutig mit „Ja“ beantworten, Inhalte können gezielt zu dem
Bei der täglichen Arbeit mit dem Online-Shop sollten Sie diese Technologien auch verwenden. Zweck erstellt worden sein, ver-
sollten Sie bereits im Unternehmen vorhandene Gerade beim Einsatz aktiver Inhalte besteht die trauliche Daten des Benutzers
Software verwenden können. Achten Sie also Gefahr, dass spezielle Anwendungen bei „Besu- auszuspionieren. Die wichtigsten
darauf, dass Hard- und Software zusammenpas- chern“ nicht funktionieren und diese schnell als Beispiele für aktive Inhalte sind
sen (geeignete Import-/Export-Schnittstellen). Kunden verloren gehen. Denn gerade solche „Java“, „JavaScript“ und „ActiveX“.
Elemente können von Benutzern aus Sicher-
heitsgründen gesperrt werden. Cookies
Hält die Zugriffe eines Nutzers
auf bestimmte Internetseiten
fest. Mit Hilfe dieser Protokolle
Shop-Praxis lässt sich genau verfolgen, wel-
che Vorlieben der betreffende
Folgende Fragen müssen Sie vor der Inbetriebnahme Ihres Online-Shops klären: Internetnutzer hat.

3 Wer stellt die Artikel ein? ERP


Sorgen Sie dafür, dass Produkte perfekt abgebildet, beschrieben und auch die ausgewie- Enterprise Resource Planning:
senen Preise korrekt sind. Achten Sie darauf, dass die dargestellten und beschriebenen vollständig integrierte Software-
Angebote den Produkten entsprechen, die Sie aktuell vorhalten. Lösungen. Sie unterstützen alle
Bereiche eines Unternehmens
3 Wo gehen Bestellungen ein? Wie werden Bestellungen bearbeitet? Wie werden (Fertigung, Finanzen, Logistik,
Rechnungen gestellt und verschickt? Personal, Projekt, Vertrieb u. a.)
Verhindern Sie, dass Bestellungen verloren gehen. Legen Sie fest, wer sich um den Ein- und bestehen aus einer Reihe
gang und die Bearbeitung der Bestellungen kümmert. Kunden erwarten eine umge- modularer und möglichst einfach
hende Bearbeitung Ihrer Aufträge. Je nach Umfang Ihres Online-Handels können Sie einzuführender Komponenten.
dafür entweder Personal oder passende Systemsoftware einsetzen (von der Aufnahme
der Bestellung über den automatischen Versand der Waren bis zur Ausstellung und Ver-
sendung der Rechnung). Es ist sinnvoll, jede Bestellung mit einer automatischen Mail-
Antwort zu bestätigen.

3 Gibt es Möglichkeiten für den Kunden, Fragen zu stellen?


Vor allem dann, wenn Sie erklärungsbedürftige Produkte haben, sollten Sie Ihren Kun-
den die Möglichkeit einräumen, per E-Mail Fragen zu stellen. Das bedeutet natür-
lich, dass Sie dafür sorgen müssen, dass auch jemand diese Fragen liest und beantwor-
tet, und zwar möglichst umgehend.

3 Ist der technische Betrieb sichergestellt?


Ein Online-Shop lebt von einem fehlerfreien 24-Stunden-Betrieb. Auf der Suche nach
einem speziellen Produkt sind Kunden bereit, bei Farbwahl und Darstellungsform Zuge-
ständnisse zu machen. Sie akzeptieren heute nicht mehr, wenn ein Shop nicht erreich-
bar ist oder etwas nicht richtig funktioniert. Sie wandern weiter.
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6 Praxis & Technik

Test:
Online-Shop für Ihr Unternehmen
Auswertung: Je öfter Sie die folgenden Fragen mit „Ja“ beantworten können, desto eher kommt ein
Online-Shop für Sie in Frage und desto besser haben Sie ihn in Ihrem Unternehmen eingesetzt.

Online-Shop: ja oder nein?


3 Sind Ihre Produkte oder Dienstleistungen standardisierbar (z. B. Geräte mit Artikelnummern)?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein
3 Sind Ihre Produkte oder Dienstleistungen online leicht beschreibbar (z. B. Bekleidung)? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein
3 Sind Ihre Produkte oder Dienstleistungen wenig erklärungsbedürftig? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein
3 Vergleichen Ihre Kunden mehrere Produkte oder Dienstleistungen, bevor Sie kaufen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein
3 Suchen Ihre Kunden preisgünstige Produkte oder Dienstleistungen?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein

Angebotspräsentation
3 Sind Ihre Produkte oder Dienstleistungen so dargestellt und beschrieben, dass sich Ihre Kunden schnell
ein genaues Bild davon machen können? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein

Kundenkontakt
3 Bieten Sie Ihren Kunden im Unterschied zum Einkauf in der realen Welt etwas Besonderes an
(z. B. Produktinformationen, Online-Beratung, Hotline-Pannenservice)? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja
■ Nein
3 Ist Ihre Internetseite so bekannt, dass auch Neukunden Ihren Online-Shop finden? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein
3 Würde Ihr Shop in eine Online-Mall oder auf einen Online-Marktplatz passen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein
3 Machen Sie Werbung für Ihren Online-Shop (z. B. auf Partnerseiten oder auf all Ihren Geschäftspapieren)? . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein
Technik
3 Sind die Ladezeiten der einzelnen Shopseiten zumutbar? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja
■ Nein
3 Ist das Shopsystem laufzeitsicher (d. h. keine oder nur ganz wenige „Abstürze“)? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein

Gestaltung
3 Sind Bilder und Schrift klar, deutlich und groß genug? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein
3 Sind die Farben angenehm? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein
3 Ist auf überflüssigen Schnickschnack verzichtet worden (bewegte Bilder, Flashes)?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein
3 Ist das Corporate Design des Unternehmens übertragen worden? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein

Navigation/Handling
3 Ist die Bedienung auch für einen Laien leicht verständlich? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein
3 Ist die Bedienung durch Praxistests überprüft worden? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein
3 Weiß der Nutzer zu jeder Zeit, wo im Shop er sich befindet und was er tut bzw. auslöst? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein

Funktionen
3 Stehen die Standard-Funktionen für ein Shopsystem zur Verfügung (s. Wichtige Leistungen Ihres Online-Shops S. 7) . . . . . . ■ Ja ■ Nein
3 Lässt sich der Online-Shop an die interne Unternehmens-EDV (z. B. ERP-Warenwirtschaftssystem) anschließen? . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein

Umsetzung
3 Können Sie eingehende Bestellungen schnell bearbeiten? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja
■ Nein
3 Können Sie die eingehenden Daten ohne Medienbrüche weiterverarbeiten?. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein
3 Können Sie einen schnellen und fehlerfreien Vertrieb sicherstellen? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein
3 Kontrollieren Sie Ihren Shop regelmäßig, so dass Sie fehlerhafte oder minderwertige Seiten schnell erkennen? . . . . . . . . . . . ■ Ja ■ Nein
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e-f@cts Informationen zum E-Business Nr. 19 | April 2006 7

E-Business-ABC
Wichtige Leistungen Ihres renkorb nach ihren Identifikationsdaten fra-
gen. Das ist erst sinnvoll und wichtig, wenn die Host
Online-Shops endgültige Bestellung abgeschickt wird. Bevor Englisch für Gastgeber: ein Com-
ein Kunde seine Kundendaten eingeben muss, puter, der im Internet oder in
Es gibt Online-Shops, die neben der Verkaufs- sollte er über alle anfallenden Kosten infor- einem anderen Netzwerk die
plattform zahlreiche weitere Funktionen an- miert worden sein. Daten oder Dienste für ange-
bieten: Sie stellen nach der Bestellung z. B. auto- 3 Bestellannahme: Bevor ein Käufer endgül- schlossene Rechner bereitstellt
matisch eine Rechnung aus und leiten diese an tig bestellt, muss er z. B. über alle auf ihn und auf den permanent zugegrif-
die interne Buchhaltung weiter. Oder sie aktua- zukommenden Kosten und nachweislich auch fen werden kann.
lisieren mit dem Bestellvorgang automatisch über die Allgemeinen Geschäftsbedingungen
die Lagerdaten. Oder Sie stoßen den Versand (AGB) informiert worden sein. Internet-Provider
der Ware an. Derartige Arbeitshilfen sind zwar 3 Zusatzleistungen: Nach Abschluss des ers- Provider sind technische Dienst-
durchaus wünschenswert. Sie sprengen aber ten Kaufvorganges können Sie Produkte oder leistungsunternehmer. Inter-
in vielen Fällen das vorhandene Budget. Leistungen (Komplementärangebote) anbie- net- oder Access-Provider bieten
Jeder zeitgemäße Online-Shop sollte die ten, die zum gekauften Angebot passen. Bei- Kunden einen Zugang zum Inter-
folgenden Funktionen anbieten: spiel: zu einer gebuchten Wandertour das da- net an. Service-Provider spei-
3 Navigation: Der Kunde muss sich sofort zu passende Wander-Outfit. chern die Webseiten eines Kun-
orientieren und an die Orte gelangen können, 3 Bezahlabwicklung: Sie sollten Ihren Kun- den auf ihrem Rechner und
an denen er seine gewünschten Produkte fin- den mehrere Möglichkeiten zur Bezahlung an- stellen sie zum weltweiten Zu-
det. Denken Sie auch daran, dass sehr viele Kun- bieten. Insbesondere Kunden, die noch nicht griff für beliebig viele Benutzer
den über Suchmaschinen auf eine Shopseite oder nicht viel über einen Online-Shop bestellt im Internet zur Verfügung.
gelangen. Darum müssen Sie jede Seite so haben, haben große Hemmungen, wenn es
gestalten, dass sich ein Besucher auch dann zu- darum geht, ihre Kreditkartennummer einzu- Open Source
rechtfindet, wenn er nicht über die Homepage geben. Immer noch sehr beliebt sind die Käufe Mit Open Source wird Software
in den Shop eingetreten ist. per Nachnahme oder per Rechnung. bezeichnet, die nicht nur kosten-
3 Produktpräsentationen und Produktinfor- 3 Feedback: Ihre Kunden sollten jederzeit los erhältlich ist, sondern deren
mationen: Der Nachteil eines Online-Shops ge- wissen, an welcher Stelle des Auswahl- oder Be- Programm-Code öffentlich ist. So
genüber einem realen Shop liegt darin, dass stellvorganges sie sich befinden. Sie sollten auch kann jeder Nutzer diese Software
man die Ware nicht anfassen oder von allen Sei- mitbekommen, dass und wie Ihr Online-Shop nutzen und weiterentwickeln.
ten und sehr detailliert beschauen kann. Daher auf ihre Aktionen reagiert. Sie sollten niemals
ist es wichtig, sehr gutes Bildmaterial von den das Gefühl vermitteln, dass sich etwas unge-
zu verkaufenden Objekten zu verwenden (ver- wollt und unbemerkt im „Internet-Dunkel“ tut.
schiedene Ansichten) und Objekte genau zu 3 Checkout: Ihre Kunden sollten vom Einle-
beschreiben. gen der Ware in den Warenkorb bis zur Bestel-
3 Warenkorb: Bieten Sie Ihren Kunden ver- lung nur drei bis vier Schritten benötigen. Viele
traute Funktionen wie z. B. den „Warenkorb“ Internetnutzer brechen Bestellvorgänge ab,
an. Die meisten Internetnutzer wissen mittler- wenn das Eingeben der Bezahldaten zu lange
weile, dass sie hier ihre ausgewählten Waren dauert (oder nicht sehr vertrauenswürdig ist)
sammeln können. Der Link zum Warenkorb und zu viele und unnötige Benutzerangaben
sollte auf jeder Seite an der gleichen Stelle sein. erfragt werden.
Außerdem sollte der Warenkorb selbst wieder 3 Vertrieb: Sie können den Vertrieb und/oder
Links zur Produktbeschreibung enthalten. Er die Zustellung Ihrer Produkte selbst oder mit
sollte auch anbieten, gesammelte Waren zu externen Dienstleistern organisieren. In beiden
löschen oder ihn ohne Registrierung zu spei- Fällen müssen Sie sicherstellen, dass Bestellung
chern. und Vertrieb nahtlos und fehlerfrei ineinander
3 Kundenidentifikation: Sie laufen Gefahr, übergehen. Überprüfen Sie durch Testkäufe, ob
Kunden zu verunsichern oder zu vergraulen, vom Einkauf bis zur Warenlieferung alles funk-
wenn Sie sie schon beim Betreten des Shops tioniert.
oder bei der Übernahme von Waren in den Wa-
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8 Schwerpunkt

Online-Shop

Impressum
Typische Rechtsverstöße bei Online-Shops
Herausgeber:
Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie (BMWi)
Die rechtliche Grundlage für Online-Shop-Anbieter sind die „gesetzlichen Regelungen des Fernab-
Öffentlichkeitsarbeit satzgesetzes“ (s. e-f@cts Nr. 9 „Rechtsfragen beim E-Business). Vor allem in Verbindung mit privaten
11019 Berlin Verbrauchern machen Shopbetreiber typische Fehler, die u. U. kostenintensive Folgen haben können.
info@bmwi.bund.de
www.bmwi.de
Fehler Folgen
Redaktion:
Bernd Geisen, Regine Hebestreit, unvollständige Anbieterkennzeichnung Verstoß gegen das Gesetz zum unlauteren
PID Arbeiten für Wissenschaft und
(Impressum) Wettbewerb (UWG):
Öffentlichkeit GbR
kann mit hohen Abmahngebühren geahn-
Menzenberg 9, 53604 Bad Honnef
Tel.: 02224 90034-0, Fax: 02224 90034-1 det werden und zieht auch die damit zu-
info@pid-net.de sammenhängenden hohen Anwaltsgebühren
nach sich
Mitarbeiter dieser Ausgabe:
Dr. Gisela Kiratli, ACC-EC Aachen fehlender oder fehlerhafter Hinweis zum Widerrufsfrist verlängert sich bzw. läuft gar
Oliver Freitag, Andreas Gabriel
Widerrufsrecht im Verlauf der Bestellung nicht ab. Zudem ist mit Abmahnungen und den
MECK Würzburg
entsprechenden Kosten zu rechnen (allerdings
Gestaltung und Produktion: gibt es auch Waren, für die kein Widerrufsrecht
PRpetuum GmbH, München existiert. Das gilt z. B. für kundenspezifische
Anfertigungen, Zeitschriften und leicht ver-
Bildnachweis: derbliche Waren)
Photodisc, MEV
fehlende oder unvollständige nachvertragliche Abmahnungen, Unterlassungsklagen,
Druck:
Informationen bzw. Verstoß dagegen Schadenersatz
Druckpunkt Offset GmbH, Bergheim
(z. B. jederzeitige Einsicht in die AGB oder die
Auflage: 10.000 Bestellung; Empfangsbestätigung der Bestel-
lung in Textform; Gewährleistung der Geheim-
Wenn Sie dazu Fragen oder Anregun- haltung der Kundendaten)
gen haben oder Fragen zu anderen
Themen der e-f@cts, wenden Sie sich
fehlende oder fehlerhafte AGB, keine beweis- AGB können unwirksam werden oder eine
bitte an:
bare Einbeziehung der AGB vor Abschluss des gewünschte erzielbare Risikoverteilung zwi-
Bernd Geisen, Regine Hebestreit
PID Arbeiten für Wissenschaft und Bestellvorganges schen Betreiber und Käufer greift nicht. In
Öffentlichkeit GbR (z. B. ist es rechtsunwirksam, dass ein Online- jedem Fall nachteilig für den Verkäufer
Shop-Betreiber sich automatisch die Lieferung
eines Ersatzartikels einräumt, wenn er die
Originalbestellung nicht liefern kann)

falscher oder unrechtmäßiger Shopname Verletzung von Namensrechten,


(Domain) sittenwidriges Verhalten:
Abmahnungen, Unterlassungsklagen mit evtl.
Bußgeldern; erhöhter Aufwand durch nach-
trägliches Ändern des Domainnamens

keine korrekten/unvollständige Preisangaben Verstoß gegen die Preisangabeverordnung


(z. B. MwSt. oder zusätzliche Versandkosten und irreführende Werbung:
werden nicht transparent gemacht) ggf. Mängelrügen und Abmahnungen