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Antragsteller: 2014 I2

Der Unterbezirksparteitag mge beschlieen:

Beschftigungsprojekte mssen integrativ bleiben!


Das Bundesministerium fr Arbeit und Soziales wird aufgefordert, die Vorgaben fr die
Bundesagentur dahingehend zu verndern, dass bei Beschftigungsprojekten die ge-
setzliche Anforderung der Wettbewerbsneutralitt nicht dadurch umgesetzt wird, dass
Kundinnen und Kunden einen Nachweis des Bezugs von Sozialleistungen (Ausweis)
vorlegen mssen, sondern dass ein Votum der rtlichen Kammern/Sozialpartner ein-
geholt wird.

Begrndung:
Die Agentur fr Arbeit und das Jobcenter Bremen haben die Zuweisung von Beschfti-
gungsmanahmen (z.B. Injobber) in jngster Zeit davon abhngig gemacht, dass die
Beschftigungstrger sich verpflichten, ihre Leistungen nur an Personen weiterzuge-
ben, die selbst Sozialleistungen beziehen und sich ggf. entsprechend ausweisen. Damit
werden Projekte wie Stadtteilcafs und Quartierstreffs, die sich an alle Bewohnerinnen
und Bewohner richten, praktisch unmglich gemacht. Auch aus diesem Grund mussten
z.B. die Frauenbetriebe QUIRL e.V. ihren Betrieb einstellen.

Dieses Vorgehen ist von Wohlfahrtsverbnden, dem DGB, der Arbeitnehmerkammer


und in der ffentlichkeit kritisiert worden, weil es zu einer sozialen Stigmatisierung der
Nutzer/innen beitrgt und damit die soziale Spaltung frdert. Es ist auch rechtlich fr
das Jobcenter nicht zwingend, da die entsprechende Arbeitshilfe der Bundesagentur
fr Arbeit auch andere Manahmen zur Prfung der Wettbewerbsneutralitt vorsieht
(z.B. Einschaltung von Beirten der Sozialpartner).

Um zu verhindern, dass das Jobcenter und die Agentur fr Arbeit weiterhin so vorge-
hen, sollte das sozialdemokratisch gefhrte Bundesministerium seine Vorgaben ent-
sprechend ndern und fr eine genderte Praxis der Agenturen und Jobcenter sorgen.
Beschftigungsprojekte sollen keine Regelarbeitspltze gefhrden. Aber sie sollen
Menschen unter vertretbaren und realistischen Bedingungen einen schrittweisen Wie-
dereinstieg in das Arbeitsleben ermglichen und zum sozialen Zusammenhalt in unse-
ren Quartieren beitragen.

berwiesen an den Unterbezirksvorstand.

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