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Donnerstag, I - 27.

Woche I1 1-27

Lesung: Mal 3, 13-20a


Evangelium: Lk 11, 5-13

Kyrie:

I.

V: Herr Jesus Christus,


du bist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen,
sondern um zu dienen.2

(gesungen:) V: Herr, erbarme dich unser.


A: Herr, erbarme dich unser.

V: Durch dich hat unser Leben eine besondere Würde:


Wir sind Gottes Volk, sein besonderes Eigentum.3

(gesungen:) V: Christus, erbarme dich unser.


A: Christus, erbarme dich unser.

V: Du leitest uns an, den Vater zu bitten -


besonders um die Gabe des Heiligen Geistes.4

(gesungen:) V: Herr, erbarme dich unser.


A: Herr, erbarme dich unser.

oder:

II.

V: Herr Jesus Christus,


1
Empfehlung zur Feier der Liturgie: Hochgebet für Messen für besondere Anliegen IV. Jesus, der Bruder aller,
38-45; Liedvorschlag: GL 599 (Nr. 644) „Sonne der Gerechtigkeit“ oder GL 317f (Nr. 258) „Lobe den Herrn“;
(zur Danksagung) GL 938f (Nr. 851/1-3) „Herr, ich bin dein Eigentum“
2
vgl. Mt 20, 28; Mk 10, 45
3
vgl. Ex 19, 5
4
vgl. Lk, 11, 13; Joh 16, 23f
durch dich hat unser Leben eine besondere Würde:
Wir sind Gottes Volk, sein besonderes Eigentum.5

(gesungen:) V: Herr, erbarme dich unser.


A: Herr, erbarme dich unser.

V: Du leitest uns an, den Vater zu bitten -


besonders um die Gabe des Heiligen Geistes.6

(gesungen:) V: Christus, erbarme dich unser.


A: Christus, erbarme dich unser.

V: Du bist zum Vater heimgekehrt -


und bist dennoch bei uns
alle Tage bis zum Ende der Welt.7

(gesungen:) V: Herr, erbarme dich unser.


A: Herr, erbarme dich unser.

Tagesgebet:
5
vgl. Ex 19, 5
6
vgl. Lk, 11, 13; Joh 16, 23f
7
vgl. Mt 28, 20
I.

„Allherrschender Gott,
du schenkst uns im österlichen Geheimnis
jenes wunderbare Leben,
das die Welt unablässig erneuert.
Laß das Werk deiner Gnade gelingen,
und gib uns alles,
was wir zum Leben brauchen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.“8

oder:

II.

„Gott, unser Vater,


du schenkst uns im Tod
und in der Auferstehung deines Sohnes
- und in der Sendung des Heiligen Geistes -
jenes wunderbare Leben,
das die Welt unablässig erneuert.
Laß das Werk deiner Güte gelingen,
und gib uns alles,
was wir zum Leben brauchen.
Darum bitten wir durch Jesus Christus.“9

LESUNG vgl. Mal 3, 13-20a

8
vgl. MB 118
9
vgl. MB 118
Lesung aus dem Buch Maleachi.

„Was ihr über mich sagt, ist kühn,


spricht der Herr.

Doch ihr fragt:


Was sagen wir denn über dich?

Ihr sagt:
Es hat keinen Sinn, Gott zu dienen.

Was haben wir davon,


wenn wir auf seine Anordnungen achten
und vor dem Herrn der Heere
in Trauergewändern umhergehen?

Darum preisen wir die Überheblichen glücklich,


denn die Frevler haben Erfolg;
sie stellen Gott auf die Probe
und kommen doch straflos davon.

Darüber redeten die miteinander, die den Herrn fürchten.

Der Herr horchte auf und hörte hin,


und man schrieb vor ihm ein Buch,
das alle in Erinnerung hält,
die den Herrn fürchten und seinen Namen achten.

Sie werden an dem Tag, den ich herbeiführe


- spricht der Herr der Heere -,
mein besonderes Eigentum sein.

Ich werde gut zu ihnen sein,


wie ein Mann gut ist zu seinem Sohn,
der ihm dient.

Dann werdet ihr wieder den Unterschied sehen


zwischen dem Gerechten und dem, der Unrecht tut,
zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.

Denn seht, der Tag kommt,


er brennt wie ein Ofen:

Da werden alle Überheblichen und Frevler zu Spreu,


und der Tag, der kommt, wird sie verbrennen,
spricht der Herr der Heere.

Weder Wurzel noch Zweig wird ihnen bleiben.

Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet,


wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen,
und ihre Flügel bringen Heilung.“10

Wort des lebendigen Gottes.

GESUNGENE HALLELUJAVERSE
10
vgl. Mal 3, 13-20a
VOR DEM EVANGELIUM - IM JAHRESKREIS11 -
ZUM HALLELUJA GL 221 oder GLÖ 322
(Lk 11, 5-13) „Ihr Christen, singet hocherfreut“

V: Halleluja, Halleluja, - Halleluja.


A: Halleluja, Halleluja, - Halleluja.

V: 1. Ihr helft doch jedem, der euch stört; -


so Gott das Beten stets erhört, -
weil ihr für immer ihm gehört. -
Halleluja.

A: Halleluja, Halleluja, - Halleluja.

V: 2. Erbittet nicht, was nur gefällt, -


vielmehr, was euch am Leben hält, -
den Geist, den Gott aus sich bestellt. -
Halleluja.

A: Halleluja, Halleluja, - Halleluja.

EVANGELIUM vgl. Lk 11, 5-13

11
T: Pfarrer Dr. Georg Pauser, Wien 2015: Pauser G., Lieder und Gebete über 1000. Zusammengestellt und
teilweise überarbeitet von Pfarrer Dr. Georg Pauser. Pfarre St. Georg - Kagran. 2. verbesserte und erweiterte
Auflage, Wien 2017; M: Frankreich 15. Jh.; O: GL 221 oder GLÖ 322 („Ihr Christen, singet hocherfreut“)
+ Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

„In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:

Wenn einer von euch einen Freund hat


und um Mitternacht zu ihm geht und sagt:
Freund, leih mir drei Brote;
denn einer meiner Freunde,
der auf Reisen ist, ist zu mir gekommen,
und ich habe ihm nichts anzubieten!,
wird dann etwa der Mann drinnen antworten:
Laß mich in Ruhe, die Tür ist schon verschlossen,
und meine Kinder schlafen bei mir;
ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben?

Ich sage euch:


Wenn er schon nicht deswegen aufsteht
und ihm seine Bitte erfüllt, weil er sein Freund ist,
so wird er doch wegen seiner Zudringlichkeit aufstehen
und ihm geben, was er braucht.

Darum sage ich euch:


Bittet, dann wird euch gegeben;
sucht, dann werdet ihr finden;
klopft an, dann wird euch geöffnet.

Denn wer bittet, der empfängt;


wer sucht, der findet;
und wer anklopft, dem wird geöffnet.

Oder ist unter euch ein Vater,


der seinem Sohn eine Schlange gibt,
wenn er um einen Fisch bittet,
oder einen Skorpion,
wenn er um ein Ei bittet?

Wenn nun schon ihr, die ihr böse seid,


euren Kindern gebt, was gut ist,
wieviel mehr wird der Vater im Himmel
den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.“12

Evangelium unseres Herrn Jesus Christus.

Predigt/Homilie:

12
vgl. Lk 11, 5-13
I.

In der Lesung von heute wurde eigentlich sehr gut


der Mensch von heute angesprochen.

Vor allem die jüngere Generation fragt oft nach dem Sinn der Religion,
des Glaubens, des Kirchganges: Wozu? - Was gibt mir das? -
Was bringt mir das?13

Wer aber so fragt, geht am Sinn des Lebens vorbei.

Denn der Sinn des Lebens besteht in der Liebe,


und die Liebe fragt nicht nach dem Vorteil,
ist keine Berechnung.
Ihr geht es um das Wohl des anderen.

II.

Gott liebt uns wie ein guter Vater,


wie eine liebende Mutter.14

Unsere Liebe (- zu Gott -) ist eine Antwort auf dieses Bewußtsein,


(- von ihm -) geliebt zu sein.

Ich diene Gott, ich gehe zu ihm,


um mir das Wort der Liebe sagen zu lassen.

Und je mehr ich bescheiden bin, je mehr ich es brauche,


um so mehr erfahre ich die heilsame Wirkung dessen,
daß da einer ist, der mich liebt.

Gott ist wirklich mein bester Freund.

Ich aber bin ein schlechter Freund von Gott,


wenn ich nur an ihn denke, wenn ich etwas brauche.

Ich bin sogar schäbig, wenn ich in Freundschaft jemanden ausnütze,


eine Liebe vortäusche, damit ich etwas bekomme ...
13
vgl. Mal 3, 14
14
vgl. MB. Hochgebet für Messen für besondere Anliegen IV. Jesus, der Bruder aller, 39f
In der richtigen Gottesbeziehung geht es
- wie bei einer wirklichen Freundschaft -
also nicht um einen eigennützigen Vorteil.

Die stete Verbundenheit ist der eigentliche Wert:

Da ist jemand, an den ich denke,


da ist jemand, der an mich denkt
- in Liebe, in Zuneigung, und nicht in Berechnung.

III.

Wir werden ermutigt, unsere Bitten auszusprechen,15


um den Heiligen Geist zu beten.16

Wir folgen dieser Einladung mit unseren Fürbitten:

Fürbitten:

15
vgl. Lk 11, 9-13
16
vgl. Lk 11, 13
1. Sende aus deinen Geist und sei durch ihn Gegenwart
in deiner Schöpfung.

2. Führe die Menschen zueinander in Liebe und Freundschaft.

3. Versöhne die Völker in der Erkenntnis,


einander Bruder und Schwester zu sein.

4. Erweise den Notleidenden und Kranken deine Nähe


durch liebende Zuwendung.

5. Schenke den Verstorbenen für immer die Fülle deiner Liebe.

Gabengebet:
„Allmächtiger Gott,
höre unsere Bitten:
Nimm die Gebete und Gaben deines Volkes entgegen
und bekehre unsere Herzen zu dir.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.“17

Präfation:

Hochgebet für Messen für besondere Anliegen IV.


Jesus, der Bruder aller, 38-45

ev. nach der Kommunion:

17
vgl. MB 92
„Gott, wer bin ich?

Ich, kleiner Mensch,


gestern und heute,
und morgen schon vergessen.

Wirklich vergessen?

Vielleicht von den Menschen,


aber niemals von Dir.

Denn Du, Gott, siehst mich immer,


auch jetzt, den ganzen Tag,
ein Leben lang, ewig.

Du siehst mich,
weil Du mich liebst.

Und Du liebst mich,


weil Du gar nicht anders kannst
als lieben.

Denn Du, Gott, bist die Liebe,


die wahre Liebe,
die an mich denkt,
auch wenn ich sie vergesse,
die mich annimmt
auch in Schuld -
und über meinen Tod hinaus.

Danke, Du große Liebe,


daß Du mich kleinen Menschen liebst
immer und überall.“18

Schlußgebet:

18
vgl. Schmidkonz Theo: Du Gott
I.

„Barmherziger Gott,
in jeder Not bist du unsere Hilfe.
Bleibe bei uns mit deinem Schutz.
Gib uns,
was wir für dieses vergängliche Leben brauchen,
und führe uns zur ewigen Vollendung bei dir.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.“19

oder:

II.

„Allmächtiger Gott,
gib, daß der Tod und die Auferstehung deines Sohnes
- wie auch die Sendung des Heiligen Geistes -
in uns Frucht bringen.
Schenke uns Tag für Tag,
was wir zum Leben brauchen,
und führe uns zur ewigen Vollendung.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.“20

oder:

III.

„Allmächtiger Gott,
was wir von dir empfangen haben,

19
MB 58 (=MB 64)
20
vgl. MB 243 (= MB 274)
bringe in uns reiche Frucht.
Schenke uns Tag für Tag,
was wir zum Leben brauchen,
und führe uns zur ewigen Vollendung.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.“21

21
vgl. MB 243 (= MB 274)