Sie sind auf Seite 1von 118

Jahresbericht 2007 Kantonsspital Luzern

Jahresbericht 2007
Kantonsspital Kantonsspital
Luzern Luzern
Spitalstrasse Neues Logo seit 1. Januar 2008
6000 Luzern 16
Telefon 041 205 11 11
info@ksl.ch
www.ksl.ch

950007
Organisation Kantonsspital Luzern (bis 31. 12. 2007) Die LUKS-Organisation seit 1. Januar 2008

Gesundheits- und
Sozialdepartement
Spitalrat

Stab Medizin Stab Direktion


Sekretariat Direktor Direktionsstab Arbeitsmedizin, Hygiene, Medizin-/ Direktor Kommunikation, Multiprojektmanagement,
Pflegeinformatik, Medizinalcontrolling, Recht
Qualitäts-/Riskmanagement

Ausschuss
Geschäftsleitung
Spitalleitung Geschäftsleitungsausschuss
SPITALLEITUNG

Departement Departement Departement Departement Departement Departement Departement Departement Departement


Betriebswirt- Wolhusen Sursee Chirurgie Medizin Spezialkliniken Kinderspital Institute Pflege, Soziales BW &
Infrastruktur
Pflege, schaft und D-BW D-BW D-BW D-BW D-BW D-BW D-BW
Chirurgie Medizin Spezialkliniken Kinderspital Institute Soziales Infrastruktur
Anästhesie Anästhesie Chirurgische Privatabteilung Hals-Nasen- Pädiatrie Radiologie Pflege- Finanzen
Klinik Innere Ohren-Klinik entwicklung/
Medizin -qualität

Departements- Departements- Departements- Departements- Departements- Sekretariat Sekretariat Innere Innere Herz-/ Innere Augenklinik Kinderchirurgie Radio-Onkologie Fachberatung Personaldienst
controlling controlling controlling controlling 1) controlling Medizin Medizin Thorax-/ Medizin,
Gefässchirurgie med. IPS

Chirurgie & Chirurgie & Orthopädie Spezialmedizin 1 Frauenklinik Pathologie Ausbildung Informatik
Chirurgie A* Privatabteilung HNO Pädiatrie Anästhesie*** Pflege- Finanzen Orthopädie Orthopädie
Innere entwicklung &
Medizin Qualität
Gynäkologie/ Gynäkologie/ Urologie Spezialmedizin 2 Höhenklinik Apotheke Weiterbildung Ökonomie
Geburtshilfe Geburtshilfe Montana

Chirurgie B Innere Augenklinik Kinder- Röntgen Fachberatung Personaldienst Kieferchirurgie Spezialmedizin 3 Labormedizin Sozialdienst Technik, Bau &
Medizin** chirurgie Sicherheit

Operationssäle Rehabilitation Anästhesie/ Seelsorge


chir. Intensivmed/
Rettungsmed./
Orthopädie Spezialmedizin Neue Radio- Ausbildung Informatik Schmerztherapie
1 Frauenklinik Onkologie

Urologie Spezialmedizin Pathologie Weiterbildung Ökonomie


2

Kieferchirurgie Spezialmedizin Apotheke Rettungsdienst Technik, Bau


3 144 und Sicherheit

Operationssäle Rehabilitation Labormedizin Sozialdienst

*** Notfallstation Chirurgie und IMC inkl. Seelsorge


*** Notfallstation Medizin, IMC und Intensivpflege Medizin inkl.
*** Intensivpflege Chirurgie und Schmerztherapie inkl.
1) durch zentrales Controlling
KSL-Jahresbericht 2007 Inhaltsverzeichnis 

Jahresbericht 2007

Editorial 2
Spitalrat 5
Jahresbericht 2007 6
Revue 2007 10

Departementsberichte
Departement Medizin 16
Departement Chirurgie 26
Departement Spezialkliniken 36
Departement Kinderspital 44
Departement Institute 52
Departement Pflege, Soziales 62
Departement Betriebswirtschaft und Infrastruktur 70
Kommissionen 80

Kennzahlen 2007
Finanzbericht 83
Kennzahlen 85

Medizinische Statistiken
Departement Chirurgie 87
Departement Medizin 95
Departement Spezialkliniken 99
Departement Kinderspital 103
Departement Institute 107

Publikationen 109
Organigramm Luzerner Kantonsspital (ab 1. 1. 2008)
Gesundheits- und Sozialdepartement

Impressum
Herausgeber: Kantonsspital Luzern
Koordination: PR- und Kommunikationsabteilung KSL
Redaktion: Hans Beat Stadler, Ebikon
Fotos: Emanuel Ammon, Luzern Für die bessere Lesbarkeit wird in der Regel
Konzept/Gestaltung: hellermeier, Emmenbrücke nur die männliche Form eines Begriffs verwendet.
Druck: beagdruck, Emmenbrücke Gemeint sind immer beide Geschlechter.
 KSL-Jahresbericht 2007 Editorial

Editorial

Auch für das Jahr 2007 dürfen die kantonalen Spitäler und Kliniken
sehr gute Zahlen und einen tollen Leistungsausweis vorlegen.
Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ganz herzlich
für ihren Einsatz, unabhängig von Abteilung und Stufe.

Alles hat seine Zeit! So ist jetzt die Zeit gekommen, dass ich zum letzten Mal als
direkter oberster Chef der kantonalen Spitäler und Kliniken ein paar Gedanken
zum Jahresbericht beisteuern kann. Ich gebe es gerne zu: Ein bisschen Wehmut
schwingt bei diesem Gedanken schon mit, auch wenn ich politisch in der Verant-
wortung bleibe. Denn ich habe mich sehr gerne strategisch und operativ mit Ihrer
Institution befasst und mich für die Weiterentwicklung eingesetzt. Das Volk hat
dem Spitalgesetz im November 2006 mit klarem Mehr zugestimmt. Am 1. Septem-
ber 2007 haben die Spitalräte – einer für das Luzerner Kantonsspital (LUKS) und
einer für die Luzerner Psychiatrie (lups) – ihre Arbeit aufgenommen. Seit dem
1. Januar 2008 ist die rechtliche Verselbstständigung in Kraft. Die Trägerschaft der
Luzerner Spitäler bilden neu die beiden Unternehmen LUKS und lups und nicht
mehr der Kanton Luzern. Mit diesem historischen Wechsel verbinde ich drei Ge-
danken: einen Dank, eine Überzeugung, ein Bekenntnis!

• Zum Dank: Ich danke Ihnen als Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Spitäler
und Kliniken ganz herzlich für Ihren Einsatz. Stellvertretend für alle, die in den
letzten Jahrzehnten in den Spitälern gearbeitet haben, dürfen Sie meinen Dank
entgegennehmen. Nur mit kompetentem und freundlichem Personal kann ein
Spital seinen Auftrag im Dienst der Bevölkerung wahrnehmen. Ich bin stolz auf
Ihre Leistung und darauf, dass das Luzerner Spitalwesen schweizweit einen aus-
gezeichneten Ruf hat. Danke!

• Zur Überzeugung: Der Schritt in die rechtliche Verselbstständigung ist sachlich


und zeitlich richtig. Deshalb habe ich diese Entwicklung auf der politischen Ebe-
ne mit viel Herzblut gefördert. Als selbstständige Anstalten können sich die Spi-
täler eigenständiger auf dem immer härteren und dynamischeren Gesundheits-
markt bewegen. Sie sind in der Lage, in unternehmerischer Eigenverantwortung
mit der medizinischen und politischen Entwicklung (neu: Leistungsfinanzierung)
Schritt zu halten. Die organisatorische Strukturierung der Häuser auf zwei Un-
ternehmungen – das LUKS und das lups – ist inhaltlich richtig. Die Höhenklinik
Montana bleibt so lange dem LUKS angegliedert, bis eine zukunftsträchtige
­Lösung entscheidungsreif ist.
KSL-Jahresbericht 2007 Editorial 

Regierungsrat Dr. Markus Dürr


Gesundheits- und Sozialdirektor
des Kantons Luzern

• Zum Bekenntnis: Es trifft nicht zu, dass sich der Kanton als Folge der rechtlichen
Verselbstständigung aus der Verantwortung schleicht. Die politische Verantwor-
tung für die Gewährleistung einer qualitativ hochstehenden und kostengüns­
tigen Grundversorgung mit der entsprechenden Abgeltung der Leistungen,
aber auch die Finanzierung der nötigen Investitionen liegen nach wie vor beim
Kanton. Das ist auch richtig so. Denn die Gesundheit der Bevölkerung ist und
bleibt eine Grundverantwortung des Staats. Deshalb hat die Regierung einen
umfassenden Planungsbericht dem Parlament überwiesen. Damit bekennt sich
die Politik zu einer nachhaltigen Sanierung und Optimierung unserer Spital-
bauten und zu einem zukunftsträchtigen Luzerner Gesundheitswesen.

Ich wünsche dem Spitalrat, den Leitungsverantwortlichen und allen Mitarbeiten-


den in der neuen Rechtsform viel Erfolg und Erfüllung in der anspruchsvollen All-
tagsarbeit zum Wohl unserer Patientinnen und Patienten.

Regierungspräsident Dr. Markus Dürr


Gesundheits- und Sozialdirektor des Kantons Luzern

KSL-Jahresbericht 2007 Spitalrat 

Hans Amrein
Präsident des Spitalrates

Wir sind gut gestartet!

Der neugewählte Spitalrat des Luzerner Kantonsspitals hat seine Tätigkeit am


1. September 2007, also bereits im Vorfeld zur Verselbständigung, aufgenommen.
Das Kennenlernen des LUKS, des nunmehr zweitgrössten Arbeitgebers der Zentral-
schweiz, hat Zeit beansprucht. Die neun Mitglieder des Spitalrates stammen aus
verschiedenen Berufsgruppen. Wir haben uns sehr schnell zusammengefunden
und in unsere anspruchsvolle Aufgabe eingearbeitet. Mit dem Organisations-,
Finanz-, Patienten-, Personal- und Tarifreglement wurden wichtige Grundlagen für
den Start des LUKS am 1. Januar 2008 als selbständige Unternehmung erarbeitet.
Nun sind wir an der Überarbeitung und Entwicklung der Strategien.
Ein gutes Klima und eine konstruktive Zusammenarbeit prägen die Arbeit sowohl
innerhalb des Spitalrates als auch mit dem CEO, dem Stab und der Geschäftslei-
tung. Und dies auf fachlicher wie auch auf persönlicher Ebene.
Bei meinen Besuchen in Luzern, Sursee und Wolhusen habe ich engagierte und
motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf allen Stufen kennengelernt. Das
stimmt mich positiv für die Herausforderungen der Zukunft: Bereits in diesem Jahr
wird mit der Umsetzung des Planungsberichtes Spitalbauten begonnen. Bis 2015
werden damit LUKS-Bauprojekte in Höhe von über 800 Millionen Franken reali-
siert. Mit der neuen Spitalfinanzierung ist spätestens Ende 2011 die Einführung
des fallpauschalisierten Entschädigungssystems DRG geplant. Verbunden mit der
freien Spitalwahl wird der Wettbewerb unter den Spitälern der ganzen Schweiz
erheblich zunehmen.
Mit der neuen Organisation des LUKS als selbständiges Unternehmen, mit einer
weiterhin guten Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsdepartement des Kantons
Luzern und vor allem mit leistungsbereiten und kompetenten Mitarbeiterin­-
nen und Mitarbeitern bin ich sicher, dass wir diese Herausforderungen meistern
werden.

Hans Amrein,
Präsident des Spitalrates

Die Mitglieder des Spitalrats sind Hans Amrein, Präsident, Dr. rer. pol. Kurt
Aeberhard, Frida Alder, Dr. med. Premy Hub, Dr. med. Christiane Roth,
Peter Schilliger, Prof. Dr. med. Oskar Schmucki, Prof. Dr. med. Thomas Schnider,
Pius Zängerle.

Das neue Organigramm des LUKS finden Sie im Umschlag hinten.


 KSL-Jahresbericht 2007 Spitalleitung

Jahresbericht 2007

Liebe Leserinnen und Leser

Das Kantonsspital Luzern blickt auf ein erfolgreiches Jahr zurück.


Sehr engagiert und mit grosser Empathie betreuten die Ärzte,
­Pflegefachpersonen sowie die weiteren Fachkräfte des Kantonsspi-
tals über 78 000 ambulante und 24 000 stationäre Patienten. Im
medizinischen und technologischen Bereich führte das Kantonsspital
zahlreiche Neuerungen ein und verbesserte damit weiter die quali-
tativ hohe Gesundheitsversorgung der Luzerner Bevölkerung. Gleich-
zeitig vereinbarte das Kantonsspital diverse neue Kooperationen
(z.B. mit dem Schweizer Paraplegiker-Zentrum Nottwil). Die Partner-
schaften werden künftig unter Berücksichtigung der gegenseitigen
Kompetenzen in verschiedenen interdisziplinären und fokussier-
ten klinischen Angeboten grossen Nutzen bringen. Als Meilenstein
in der Luzerner Spitalgeschichte ist die Zusammenführung und
Verselbstständigung der Luzerner Spitäler und Kliniken nach umfas-
senden Vorarbeiten auf den 1. Januar 2008 realisiert. Erfreulich
sind auch die Zahlen: Das Finanzergebnis des Kantonsspitals fällt
erneut sehr positiv aus.

Vertiefte Informationen und Hintergründe über die gute Entwicklung des Kantons-
spitals erhalten Sie in den folgenden Kapiteln.

Aus-, Weiter- und Fortbildung sowie hochstehende Gesundheitsversorgung


als Verpflichtung
Das Kantonsspital leistet im Zentralschweizerischen Gesundheitssystem einen ent-
scheidenden Beitrag für die Aus-, Weiter- und Fortbildung aller Berufsgruppen und
schafft damit einen grossen Mehrwert für alle Anspruchsgruppen. Die guten exter-
nen Beurteilungen der Ausbildungskliniken im 2007 reflektieren die Verpflichtung
des Kantonsspitals zur hochstehenden Gesundheitsversorgung. Die ständige Ver-
besserung der Patientenbehandlung nach wissenschaftlich validierten Methoden
sowie das umfassende Training in allen medizinischen Sparten sind der Schlüssel
zum Erfolg.

Patienten und Partner stehen im Mittelpunkt


Die Patienten erwarten ein gutes Behandlungsergebnis und wünschen sich eine
menschliche, empathische Behandlung in einem komfortablen Umfeld. Angemes-
sene Informationen durch die betreuenden Fachkräfte helfen ihnen, die bestmög-
liche Entscheidung für ihre Gesundheit fällen zu können. Die Mitarbeitenden des
Kantonsspitals engagieren sich für die sehr gute medizinische, pflegerische und
menschliche Betreuung der Patienten. Das Ergebnis der Patientenzufriedenheits-
messung 2007 bestätigt dies einmal mehr.
Auch künftig besitzt das emotionale Erlebnis der Patienten hohe Priorität. Patienten
wollen mit Würde und Respekt behandelt und als Individuen ernst genommen
werden. Wir verpflichten uns, auf die Patienten einzugehen und ihre Bedürfnisse
zu achten. Diese Bedürfnisse sind der medizinischen Behandlung nicht nachgeord-
net, sondern selber essenzieller Teil der Behandlung. Unsere Dienstleistungsqualität
entwickeln wir aber auch für die andern Anspruchsgruppen weiter, damit wir
KSL-Jahresbericht 2007 Spitalleitung 

Benno Fuchs
Direktor (CEO)

­ eben den Patienten auch für die Zuweiser, weitere Partner und die Mitarbeiten-
n
den attraktiv bleiben.

Vernetzen, innovieren und die Gesundheitsversorgung für alle Menschen


garantieren
Das neue Luzerner Kantonsspital mit seinen drei Akutstandorten muss die Kompe-
tenz des Gesamtsystems zusammenführen. Dies bedingt eine standortübergreifen-
de Zusammenarbeit, aber auch eine innovative Partnerschaft mit den frei praktizie-
renden Ärzten sowie den anderen Leistungserbringern. Zentral dabei ist, die neuen
Möglichkeiten der Informationstechnologie zu nutzen. Wir müssen zudem unsere
Erfahrung und Kompetenz unter einem Dach bündeln und – soweit möglich und
sinnvoll – multidisziplinäre Behandlungen für die Patienten zusammenfassen. Im
Rahmen der Behandlungskonzepte sind die notwendigen Spezialisten und Spezia-
litäten zusammenzuführen und damit patientenzentrierte Prozesse zu etablieren.
Neben einer noch höheren Patientenzufriedenheit und einfacheren Patientenwe-
gen resultiert daraus eine noch bessere medizinische Behandlung.
Neben der kontinuierlichen Einführung sinnvoller medizinischer Innovationen mes-
sen wir der Informationstechnologie hohe Priorität bei. Die Informationstechno­
logie wird die Arzt-/Patienten- und Zuweiserbeziehung zunehmend verändern, ja
revolutionieren.
Als verselbstständigtes «Not-for-profit-Spital» ist das Luzerner Kantonsspital wei-
ter bestrebt, die für die Leistungserbringung zur Verfügung gestellten Mittel haus-
hälterisch einzusetzen. In der Pflicht ist aber auch der Kanton als Träger und mass-
geblicher Leistungseinkäufer: Eine angemessene Leistungsabgeltung sowie die
notwendigen Investitionen sind wichtige Voraussetzungen, um die sehr hohe
­Behandlungskompetenz des Luzerner Kantonsspitals zukunftsfähig zu halten. Nur
in diesem Zusammenspiel kann die gute Gesundheitsversorgung der gesamten
­Luzerner Bevölkerung nachhaltig gesichert werden.

Auf grosse Veränderungen hin agieren


Spätestens Anfang 2012 ist die Einführung des fallpauschalisierten Entschädi-
gungssystems DRG geplant. Verbunden mit der freien Spitalwahl dürfte dies
erhebliche Wettbewerbskräfte freisetzen.
Dieser Umbruch im Gesundheitswesen wird unseren Wandel zur lernenden Orga-
nisation weiter beschleunigen. Wir sind überzeugt, die für den stärkeren Wett­
bewerb notwendigen Strukturen und Prozesse unter Vorbehalt baulicher Investi­
tionen etablieren zu können. Die entsprechenden unternehmenskulturellen Werte
sind am Luzerner Kantonsspital vorhanden.
Organisationales Lernen ist dabei weit mehr als die Summe des Lernens aller Indi-
viduen einer Organisation und führt durch die Verbesserung der Kosteneffizienz,
der Qualität und Innovation zu Wettbewerbsvorteilen. Voraussetzung wird in Zu-
kunft eine andere Organisation unseres Spitalunternehmens sein, aber auch ein
Denken in offenen Systemen über Kliniken, Professionen und Spezialitäten hin-
weg. Nur so wird es uns gelingen, den Patienten vernetzt und integral die best-
mögliche Pflege und Behandlung zukommen zu lassen. Auf Dauer führen die da-
raus resultierende Qualität und der hohe relative Marktanteil zum betriebswirt-
 KSL-Jahresbericht 2007 Spitalleitung

schaftlichen Erfolg. Um erfolgreich zu bleiben, müssen wir neben der Qualität aus
Sicht der Patienten unsere Produktivität kontinuierlich verbessern. Dies ist nur
möglich, wenn die grundlegenden Werthaltungen wirken. Nicht der kurzfristige
«Profit» steht im Vordergrund, sondern der Aufbau einer nachhaltigen Beziehung
zu allen Geschäftspartnern, Kunden, Mitarbeitern und auch zum Eigner, dem Kan-
ton Luzern. Für diesen nachhaltigen Unternehmenserfolg sind die mentalen Vo-
raussetzungen aller Mitarbeiter entscheidend. Dazu gehören: Respekt, Leistungs-
wille, Wissensdrang, Pflichtbewusstsein und wirtschaftliches Handeln.

Unternehmen führen und flexibilisieren


In Zukunft wird sich das Luzerner Kantonsspital als zweitgrösstes Zentralschweizer
Unternehmen zwei besonders wichtigen Herausforderungen stellen müssen:

• der Unternehmensführung
• der konsequenten Flexibilisierung aller Unternehmensbereiche

Die Ausdifferenzierung der Führungsrollen in der Geschäfts- und Klinikleitung wird


sich an den Fähigkeiten messen müssen, Fach- und Systemführung zusammenzu-
bringen. Es gilt, eine konstruktive «hospital governance» zu fördern, die vor dem
Hintergrund des Managements in einem politischen Kontext zu sehen ist.
Wir werden permanent die Anreizsysteme für alle Leistungsträger überdenken
müssen. Nur so können wir uns erfolgreich der Herausforderung einer effizienten,
effektiven interprofessionellen und interdisziplinären Zusammenarbeit sowie Füh-
rung stellen. Fairness im Kontext von Führung und Zusammenarbeit intern und
extern besitzt eine grosse Bedeutung. Neue Arbeitszeitmodelle und rechtliche
Rahmenbedingungen fordern von uns in verschiedenen Dimensionen Flexibilisie-
rung. Wir werden unsere Team- und Kulturentwicklung im Hinblick auf einen kon-
tinuierlichen Verbesserungsprozess unserer Servicequalität intensivieren müssen.
Die Organisation wird ein grösseres Bewusstsein für strategische Themen entwi-
ckeln. Die Flexibilisierung der Organisation tritt an Stelle von Einzelpersonen.
­Daneben werden die Wettbewerbskräfte von uns – wie in anderen Industrien auch
– mehr Qualitäts- und Kosteneffizienz erwarten. Die komplexe Leistungserstellung
in der stationären und ambulanten Medizin verlangt zur Erreichung von Exzellenz
in diesen beiden Dimensionen die Fähigkeit, institutionelles Lernen kontinuierlich
zu erzeugen. Nur so ist eine komplexe Leistungserstellung über wechselnde und
unterschiedliche Teams in einer traditionsbedingt geschlossenen Organisations-
form überhaupt möglich.
Qualität muss nicht nur in der Outcome-Dimension erfüllt werden, sondern auch
in einer sorgfältigen Indikationsstellung für den Gebrauch der Ressourcen. Weiter
muss sie auch die Erwartung von Patienten und Angehörigen erfüllen. Die konse-
quente Arbeit an der notwendigen Kultur und eine offene Kommunikation sind
wichtige Voraussetzungen dafür. Die Gesellschaft gewährt uns mit der anstehen-
den Verselbstständigung mehr Autonomie. Sie ist nur dann gerechtfertigt, wenn
an der Spitze der Wertehierarchie immer der Patient steht.
KSL-Jahresbericht 2007 Spitalleitung 

Danke schön!
Ein besonderer Dank gebührt für das vergangene Jahr allen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern des Kantonsspitals. Sie haben grosse Herausforderungen gemeistert
und speziell die Zusammenführung und rechtliche Verselbstständigung des Luzer-
ner Kantonsspitals umgesetzt. Neben der täglichen Arbeit bedeutete dies für sehr
viele Mitarbeitende einen grossen Mehreinsatz. Ein grosses Dankeschön aber auch
für die täglich ausgezeichnete Betreuung unserer Patientinnen und Patienten. Die
vielen positiven Rückmeldungen bestätigen die sehr guten Leistungen und moti­
vieren.
Mit der Verselbstständigung ist das Luzerner Kantonsspital nicht mehr als Dienst-
stelle im Gesundheits- und Sozialdepartement integriert. Wir danken Regierungs-
rat Dr. M. Dürr und seinen Mitarbeitenden für die ausgezeichnete Zusammenar-
beit. Sie war stets geprägt von gegenseitigem Respekt und grossem Vertrauen. Die
ziel­gerichtete, sehr partnerschaftliche und zukunftsorientierte Arbeitsweise führte
zu vielen sehr guten Erfolgen, die ohne Unterstützung durch Regierungsrat
Dr. M. Dürr und sein Team nicht möglich gewesen wären. Erfolge zur weiteren
Stärkung der qualitativ hohen, zweckmässigen und wirtschaftlichen Versorgung
der gesamten Luzerner Bevölkerung. Wir freuen uns auf die weitere Zusammen­
arbeit!

Benno Fuchs, Direktor (CEO)


10 KSL-Jahresbericht 2007 Revue

Revue 2007

Januar Februar März


In der alten Frauenklinik entsteht Das Chemische und das Hämato­ Das Schweizer Paraplegiker-
eine Akademie für Medizinisches logische Zentrallabor, das Institut Z­ entrum (SPZ) Nottwil und die
Training und Simulation (AMTS). Das für Medizinische Mikrobiologie und Luzerner Kantonsspitäler (LUKS)
Gebäude wird komplett umgebaut. das Labor Kinderspital bestehen vereinbaren Anfang März eine
In der Akademie sollen moderne erfolgreich die Überprüfung durch umfassende Kooperation. Die
Technik und ein Operationssaal für die Schweizerische Akkreditierungs- Zusammenarbeit wird in verschie-
praktische Übungen ­optimale Trai- stelle (SAS) nach der internationalen denen medizinischen Disziplinen
ningsbedingungen schaffen, um kli- Norm EN/ISO 17025. In der Schluss- intensiviert sowie ein Zentrum für
nisches Wissen an das Fachpersonal besprechung wird die hohe Qualität Wirbelsäulenchirur­gie vereinbart.
wei­ter­­­zugeben. Die Fertigstellung der Arbeit ausdrücklich erwähnt. Die Zusammenarbeit zwischen LUKS
ist 2009 vorgesehen. und SPZ ist ein starkes gesundheits­
politisches Signal.

April Mai Juni


Am Luzerner Kantonsspital wird Das Augenlaserzentrum Zentral- Vom 4. Juni bis Ende August wird
seit Anfang 2008 Stammzellthera- schweiz (AZZ) erhält einen neuen ein zweites MRI-Gerät für die Radio-
­pie angeboten. Sie eröffnet neue Excimer-Laser. Damit ist im AZZ eine logie eingebaut. Die Installation er-
Möglichkeiten in der Behandlung bisher in der Schweiz unerreichte folgt über einen speziellen Schacht
verschiedener Krankheiten wie bei- Sicherheit, Präzision und Geschwin- beim Kinderspital. Die Magnetreso-
spielsweise Leukämien. Stammzellen digkeit in der Behandlung von Fehl- nanz- oder auch Kernspintomogra-
sind als Therapie aber auch in Er­ sichtigkeit (Kurz- und Weitsichtig- phie, abgekürzt MRI, ist ein moder-
probung in der Gynäkologie, in der keit sowie Hornhautverkrümmung) nes Schnittbildverfahren, mit dem
Urologie sowie bei Erkrankungen möglich. Das AZZ ist eine Koope­ Bilder aus sämtlichen Körperregio-
der Niere, der Nerven und der Ge- ration der Augenklinik Kantonsspital n­en gemacht werden können. Dabei
lenke. Bereits zur Anwendung kom- Luzern und der Augentagesklinik kommen keine Röntgenstrahlen
men sie bei Herzkrankheiten. Sursee. zum Einsatz, sondern Radiowellen,
wie sie aus dem UKW-Bereich be-
kannt sind.
KSL-Jahresbericht 2007 Revue 11

März März April


Die 3. Trendtage Gesundheit Ende März beginnt 24 Jahre nach Die Vorarbeiten für das neue
im KKL vom 21./22.März sind der dem Bau des Spitalzentrums die Herzkatheterlabor werden im April
Notfallmedizin gewidmet. Experten gründliche Renovation der Physio- in Angriff genommen. Der Einbau
aus der Industrie, aus der Versiche- therapie und Rheumatologie. Die dauert von Juli bis November. Das
rungsbranche und der Politik disku- Therapien finden nun mit mo- Herzkatheterlabor auf dem neusten
tieren zusammen mit den Leistungs- dernsten Hilfsmitteln und in hellen technischen Stand dient der nicht
erbringern und Interessenvertretern freundlichen Räumen statt. chirurgischen Behandlung der koro-
Fragen wie: Was ist notwendig, naren Herzkrankheit über Herzka-
was ist machbar, was ist bezahlbar theter zur Eröffnung von verschlos-
und was ist ethisch vertretbar? senen Gefässen oder Behebung von
Das Kantonsspital Luzern ist Partner Gefässeinengungen mittels Ballon
der Trendtage Gesundheit. (PTCA) allein oder in Kombination
mit Stents.

Juli Juli Juli


Der Regierungsrat wählt am Ereignisse mit biologischen Die Sanierung der Mund-, Kiefer-
6. Juli den Spitalrat für das neue Agenzien (B-Ereignisse), die ein und Gesichts-Chirurgie (MKG) wird
Unternehmen Luzerner Kantons- grosses Gefährdungspotenzial für Ende Juli erfolgreich abgeschlossen.
spital. Der Spitalrat ist das oberste die öffentliche Gesundheit dar­stel­ Jetzt sind die räumlichen Verhält-
Führungsorgan. Mitglieder sind len, können jederzeit auch in der nisse den betrieblichen Bedürfnissen
(v.l.) Prof. Dr. med. Thomas Schweiz stattfinden. Bei ihrer der Klinik optimal angepasst. Die
Schnider, Dr. med. Premy Hub, Bewältigung kommt dem raschen technische Infrastruktur präsentiert
Pius Zängerle, Dr. med. Christiane ­labordiagnostischen Erregernach- sich nach der Sanierung auf topmo-
Roth, Hans Amrein, Prof. Dr. med. weis eine zentrale Bedeutung zu. dernem Stand. Am 5. Juli findet zur
Oskar Schmucki, Frida Alder, Das IMM steht ab der zweiten Wiedereröffnung ein Symposium
Dr. rer. pol. Kurt Aeberhard Jahreshälfte für die Abklärung von ­ zum Thema «Neue Entwicklungen
(es fehlt Peter Schilliger). B-Ereignissen zur Verfügung. in der Mund-, Kiefer- und Gesichts­
chirurgie» statt.
12 KSL-Jahresbericht 2007 Revue

August August August


Vom 31. August bis 23. Novem- In der Zeit vom 10. August bis 60 junge Menschen starten im
ber findet in Luzern zum zweiten Anfang November wird der Ret- August in zehn Berufen ihre profes-
Mal die Kinder-Uni statt. Sie richtet tungsdienst saniert und der medizi- sionelle Grundausbildung am
sich an Primarschülerinnen und nische Notfall auf den neusten tech- Kantonsspital Luzern. Auf sie wartet
-schüler der 3. bis 6. Klasse. Neu nischen Stand gebracht. Der Ausbau in den nächsten Jahren eine an-
beteiligt sich in diesem Jahr auch der Leistungen und die Erweiterung spruchsvolle und lehrreiche Ausbil-
das Kantonsspital Luzern an der des Einsatzdispositivs des Rettungs- dungszeit.
Veranstaltung. Ziel ist es, die Türen diensts erfordern die Anpassung
zur Welt der Wissenschaft zu öffnen und Vergrösserung der Räumlich-
und den Kindern Themen nahezu- keiten.
bringen, zu denen an der Uni
­Luzern sowie am Kantonsspital
Luzern gearbeitet wird.

Oktober Oktober Oktober


Anfang Oktober beginnt in einer Neun Ärztinnen und Ärzte sowie Eine wichtige Innovation in der
ersten Bauetappe die Sanierung 25 Samariterinnen und Samariter Herzchirurgie ist die Operation
der Operationssäle im Erdgeschoss stehen am Sonntag, 28. Oktober, am schlagenden Herzen (off-pump
der Chirurgie. Am 3. Oktober wird beim ersten Lucerne Marathon an coronary artery bypass, OPCAB).
die OP-Tätigkeit im Provisorium acht Sanitätsposten entlang der Sie erfolgt ohne Herz-Lungen-Ma-
aufgenommen. Das Provisorium ver- Strecke im Einsatz. Drei Rettungs- schine (HLM) und damit ohne Still­
fügt über eine moderne Infra­ fahrzeuge des Kantonsspitals Luzern legung des Herzens. Prof. Dr. Xavier
struktur und entspricht den hohen mit allen modernen Einrichtungen Mueller, Chefarzt der Klinik für
Ansprüchen eines OP-Bereichs. für lebenserhaltende Sofortmass- Herz-, Thorax- und Gefässchirurgie,
nahmen können innert kürzester ist schweizweit einer der führenden
Zeit jeden Streckenabschnitt errei- Spezialisten und wendet sie auch
chen. bei Hochrisikopatienten routine­
mässig an.
KSL-Jahresbericht 2007 Revue 13

September September September


Der Spitalrat wählt Benno Fuchs, Das Luzerner Kantonsspital geht CIRS ist die Abkürzung für «Criti-
bisheriger Direktor in Luzern, zum als Gesundheitsinstitution mit cal Incident Reporting System», eine
neuen CEO des Luzerner Kantons- gutem Beispiel voran und ist ab systematische Erfassung kritischer
spitals. Als Geschäftsleitung werden dem 17. September rauchfrei. Ereignisse. Am 17. September wird
die Departementsleitungen der im KSL CIRS flächendeckend einge-
Standorte Luzern, Sursee und Wol- führt.
husen ernannt. Der Spitalrat verab-
schiedet auch die Organisations-
struktur des LUKS. Sursee und
Wolhusen sind zwei neue Departe-
mente, die Höhenklinik Montana
wird als Klinik ins Departement Spe-
zialkliniken eingegliedert.

Oktober November Dezember


Am 27. Oktober findet eine Bald ist fast die ganze Zentral- Am Standort Luzern arbeiten
­grosse öffentliche Informationsver- schweiz an der Sanitätsnotrufzent­ Spezialisten aus Medizin und Chi-
anstaltung von Mitarbeiterinnen rale Luzern (Nr. 144) angeschlossen. rurgie im Magen-Darm-Zentrum
und Mitarbeitern des Brustzentrums Seit November ist auch der Kanton ­zusammen. Interdisziplinarität rund
Luzern und der Krebsliga Zentral- Uri dabei. Das Einzugsgebiet der ge- um die Uhr und eine enge Zusam-
schweiz in der Neuen Frauenklinik meinsamen Einsatzzentrale umfasst menarbeit mit den zuweisenden
statt. nun gegen 600 000 Menschen. Ärzten sind dabei zentral. Ziel ist
eine qualitativ hochstehende Dia-
gnostik und Therapie komplexer,
gut- und bösartiger Erkrankungen
des gesamten Magen-Darm-Traktes
(www.magendarm-zentrum.ch).
16 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Medizin

«Gute Medizin setzt zuallererst und unverzicht-


bar eine auf hoher Leistungsbereitschaft und
fachlicher Qualifikation aufbauende Medizin
voraus. Diese wiederum basiert auf motivierten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Glücklicher-
weise gibt es sehr viele von ihnen im Departe-
ment Medizin.»
Prof. Dr. Verena Briner, Departementsleiterin

Departementsleiterin
Prof. Dr. Verena Briner

Bereichsleitungen Leitendes Personal


Privatabteilung Innere Medizin Angiologie
Prof. Dr. Verena Briner, Dr. Martin Banyai,
Chefärztin Innere Medizin (PiP) Leitender Arzt
Lilian Jäger, Leiterin Pflegedienst Dermatologie
Irene Blumer Balzer, PD Dr. Christoph Brand, Chefarzt
Leiterin Pflegedienst Hämatologie
Allgemeine Innere Medizin Prof. Dr. Dr. Walter Wuillemin,
PD Dr. Christoph Henzen, Leitender Arzt
Chefarzt Allg. Innere Medizin (PiP) Infektiologie
Lilian Jäger, Leiterin Pflegedienst Dr. Marco Rossi, Leitender Arzt
Irene Blumer Balzer, Medizinische Intensivstation
Leiterin Pflegedienst Dr. Serge Elsasser, Leitender Arzt
Spezialmedizin 1 Rainer Pöpken, Leiter Pflegedienst
Dr. Dominique Criblez, Nephrologie und Dialysestation
Chefarzt Gastroenterologie (PiP) Dr. Andreas Fischer, Leitender Arzt
Irene Blumer Balzer, Neurologie
Leiterin Pflegedienst Prof. Dr. Martin Müller,
Spezialmedizin 2 Leitender Arzt
Prof. Dr. Paul Erne, Onkologie
Chefarzt Kardiologie (PiP) Dr. Ralph Winterhalder,
Lilian Jäger, Leiterin Pflegedienst Leitender Arzt
Spezialmedizin 3 Pneumologie
Prof. Dr. Rudolf Joss, Dr. Bernhard Schwizer,
Chefarzt Onkologie (PiP) Leitender Arzt
Lilian Jäger, Leiterin Pflegedienst Rheumatologie
Rehabilitation Dr. Lukas Schmid,
Dr. Hanspeter Rentsch, Leitender Arzt
Chefarzt Rehabilitation (PiP)
Ueli Wenger, Leiter Pflegedienst
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Medizin 17

Departement Medizin

Departement Medizin se beim Vorhofflimmern die nicht ungefährliche Blutverdün-


Im Zeichen des Fortschritts nung und oft auch die Einnahme gewisser Medikamente ver-
hindern.
Spezialisierung und Vernetzung kennzeichnen die
moderne Medizin. Naturwissenschaftliche Erkennt- Hochleistungsmedizin und Menschlichkeit
nisse und neue Technologien führen zu immer In der heutigen Zeit, in der die Rahmenbedingungen immer
besseren Ergebnissen. Doch nicht nur Innovationen stärker dazu zwingen, sich auf die Krankheit zu konzentrie-
sind wichtig, sondern auch traditionelle Werte. ren und ökonomische Aspekte in den Vordergrund gedrängt
werden, ist es notwendig, sich auf die traditionellen Werte zu
Hoch spezialisierte Kompetenzzentren besinnen. Die Verpflichtung gegenüber dem kranken Men-
Der grosse Erfolg der Medizin ist den bahnbrechenden Er- schen darf nicht vernachlässigt und die essenziellen Elemente
kenntnissen der Naturwissenschaften und der Entwicklung der ärztlichen und pflegerisch ethischen Einstellung dürfen
neuer Techniken zu verdanken. Die Spezialisierung in der Me- nicht aufgegeben werden. Die Mitarbeiterinnen und Mitar-
dizin mit der Eröffnung von Abteilungen für jedes Organ war beiter des Departements Medizin setzen sich für eine hoch
die Folge. Die Vernetzung dieser Fachbereiche untereinander qualifizierte Medizin ein, die mit Menschlichkeit betrieben
liess hoch spezialisierte Kompetenzzentren am Luzerner Kan- wird.
tonsspital entstehen. Beispiele sind das Magen-Darm-Zent­
rum oder das Gefässzentrum sowie die Spezialsprechstun- Topmotivierte Spezialisten
den für Patienten mit fächerübergreifenden oder komplexen Für überdurchschnittliches Engagement blieben Anerken-
Problemen wie Diabetikerfüsse, Osteoporose, schlecht hei- nungen nicht aus. Die Universität Basel verlieh beispielswei-
lende Wunden, Schnarchen und so weiter. Die Vernetzung se PD Dr. Christoph Henzen für seine ausgezeichneten wis-
beschränkt sich nicht auf das Luzerner Kantonsspital, sie senschaftlichen Arbeiten die Venia Docendi. Beförderungen
besteht auch mit weiteren Spitälern im Kanton und in den standen in der Dermatologie und in der Onkologie an. Für
Nachbarkantonen. ihre fachliche Kompetenz und menschlichen Qualitäten wur-
den PD Dr. Christoph Brand zum Chefarzt Dermatologie und
Modernisierung gemäss heutigen Ansprüchen Dr. Ralph Winterhalder zum Leitenden Arzt Onkologie beför-
Der Notfall ist der Normalfall! Zahlreiche Patienten treten dert.
notfallmässig ein, weshalb eine Optimierung der Abläufe und
eine Anpassung der Infrastruktur in der Notfallstation an die Aus-, Weiter- und Fortbildung
heutigen Standards notwendig waren. Die Medizinische Not- Der sich anbahnende Mangel an Hausärzten wurde an
fallstation wurde neu in der Abteilung 11 Ost eingerichtet höchster Stelle der Regierung erkannt; diese hat sich für
und konnte im Herbst 2007 bezogen werden. Die Rheumato- entsprechende Massnahmen ausgesprochen. So unterstützt
logie und die Angiologie haben ein neues Outfit erhalten. Der das Gesundheitsdepartement ein Programm zur Förderung
Empfang wurde grosszügig angeordnet. Die Untersuchungs- der ambulanten Weiterbildung. Zurzeit haben weniger als
und Behandlungsräume sind nun hell und entsprechen den 5 Prozent der Assistenzärzte das Ziel Hausarzt, zu werden. Ein
heutigen Ansprüchen der Kranken. Neue Generationen von Grund dafür dürften fehlende Kenntnisse des Praxisbetriebs
Apparaten und Geräten ergänzen zudem das herkömmliche sein. Die Weiterbildung durch Fachärzte Innere Medizin oder
Arsenal. Allgemeinmedizin mit Anerkennung als Lehrarzt findet nun
regelmässig in deren Praxis statt. Die jungen Ärzte werden
Rund um die Uhr verfügbar während der sechs Monate dauernden Rotation vertraut mit
Die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Symptome des dem Praxisablauf, der befriedigenden Tätigkeit als Hausarzt,
akuten Herzinfarkts und die Bedeutung des Zeitfensters, um der Wertschätzung durch die Kranken, die in der Langzeit-
einen Infarkt zu verhindern – «Time is heart» –, machte eine betreuung ein anderes Vertrauensverhältnis aufbauen als
Erweiterung der Kardiologie notwendig. Ein zweites Herzka- während eines Spitalaufenthalts. Die Begeisterung über das
theterlabor mit modernsten Apparaten wurde eingerichtet. neue Programm ist sowohl bei den Assistenzärzten als auch
Die Akutkoronarographie kann jederzeit durchgeführt wer- bei den Lehrärzten gross.
den. Ablationsbehandlungen bei Herzrhythmusstörungen
sind zur Routine geworden. Dadurch lässt sich beispielswei-
18 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Medizin

Hoffnung dank Stammzelltherapie

Seit Kurzem wird die Stammzelltherapie am


Kantonsspital Luzern angeboten. Sie eröffnet neue
Möglichkeiten in der Behandlung verschiedener
Krankheiten.

Was sind Stammzellen?


Stammzellen sind Körperzellen, die sich in verschiedene
Zelltypen oder Gewebe weiterentwickeln können. Die The-
rapiemöglichkeiten erscheinen zumindest theoretisch unbe-
grenzt, wenn man bedenkt, dass Stammzellen geschädigte
Zellen oder Gewebe ersetzen können. Das Thema steht in
einem anhaltenden öffentlichen Interesse. Es stimuliert inten-
siv die Forschung und die klinischen Aktivitäten in Hinsicht
auf die praktische Nutzbarmachung dieses Potenzials.

Es gibt verschiedene Stammzellarten


Während der Einsatz embryonaler Stammzellen, also von Zel-
len aus dem befruchteten Ei oder aus überzähligen durch In-
vitro-Fertilisation befruchteten Eizellen, politisch und ethisch
hoch umstritten ist, gehört die Therapie mit sogenannten
adulten Stammzellen des Erwachsenen, also Zellen aus Ge-
weben und Organen, heute in verschiedenen Bereichen der
Medizin zum therapeutischen Standard (beispielsweise Kno-
chenmarkstammzellen). Dabei unterscheidet man die Thera-
pie mit patienteneigenen (autologen) und mit fremden (allo-
genen) Stammzellen, zum Beispiel von einem «passenden»
Geschwister.

Verträglichkeit von fremden Stammzellen


Bei der Übertragung (Transplantation) von allogenen, also
fremden Stammzellen spielt die Gewebeverträglichkeit zwi-
schen Stammzellspender und Patient eine wichtige Rolle.
Diese wird bestimmt durch die sogenannten HLA-Antigene
(Human Leucocyte Antigens). Bereits 1968 wurde erstmals
eine Blut-Stammzelltransplantation von einem Geschwister
mit identischen Gewebeeigenschaften durchgeführt. Die Er-
gebnisse der allogenen Blut-Stammzelltransplantation haben
sich seitdem zusehends verbessert durch die routinemässige
Überprüfung der Gewebeeigenschaften (HLA-Typisierung) bei
der Suche nach einem geeigneten Stammzellspender sowie
durch verbesserte medikamentöse und unterstützende The-
rapien vor, während und nach der Stammzelltransplantation.
Somit änderte sich auch der Stellenwert dieser Therapie, die
heute bei Patienten mit akuten Leukämien zur Therapie der
ersten Wahl gehört.
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Medizin 19

Wie gewinnt man Blut-Stammzellen?


Hämatopoietische Stammzellen finden sich im Knochenmark
und können dort dem Patienten in Narkose durch mehrere
Punktionen entnommen werden. Sie finden sich aber auch
in ganz kleinen Mengen im Blut und können nach einer vor-
bereitenden Chemotherapie und der Gabe von Wachstums-
faktoren durch eine spezielle Blutwäsche gewonnen werden.
Dieses Vorgehen nennt man Stammzell-Apherese. Man trennt
die Blutbestandteile mittels einer Zentrifuge nach Dichte und
Grösse und kann so gezielt die Stammzellen sammeln und
entnehmen.

Wann werden autologe Blut-Stammzellen eingesetzt?


Die Therapie mit autologen hämatopoietischen (Blut-)Stamm-
zellen hat heute einen festen Stellenwert in der Behandlung
von Erkrankungen der Blutbildung, wie beispielsweise Leu-
kämien, Lymphomen und multiplem Myelom. Diese Thera- Kardiologie
pieform wird eingesetzt, um die Dosis der Chemotherapie er- Stammzelltherapie als neue Vision
höhen zu können (Hochdosistherapie). Es besteht bei dieser
Art der Therapie kein Risiko einer Abstossungsreaktion, da 2007 erfolgten zwei entscheidende Schritte in der
die Blut-Stammzellen vom Patienten selber stammen. Dane- akuten Infarktbehandlung: erstens der sehr frühe
ben sind Stammzellen als Therapiemöglichkeit auch in ande- Einsatz der Impella-Kreislaufunterstützung und
ren Fachgebieten in Erprobung, zum Beispiel in der Gynäko- zweitens die Stammzelltherapie als neue Möglich-
logie, in der Urologie sowie bei Autoimmunerkrankungen der keit zur Myokardregeneration.
Niere, der Nerven und der Gelenke. Bereits zur Anwendung
kommen autologe Stammzellen zudem bei Herzkrankheiten Luzerner Kantonsspital koordiniert Langzeitstudie
(siehe unten). Eine reduzierte Durchblutung des Herzens schädigt die Funk-
tion des Herzens und verschlechtert die Prognose. Dies ge-
Stammzelltherapie am Luzerner Kantonsspital schieht unabhängig davon, ob die reduzierte Durchblutung
Aufgrund der Bedeutung der Stammzelltherapie in der Be- vor oder nach einem Infarkt auftritt und ob diese als Schmerz
handlung von verschiedenen Erkrankungen wurde die Ein- oder völlig ohne Symptome erfolgt. Dieser Sachverhalt konn-
führung der autologen Stammzelltherapie am LUKS beschlos- te in einer Langzeitstudie auch für die beschwerdefreie Un-
sen. Diese neue Therapieform setzt den Aufbau der entspre- terdurchblutung nachgewiesen werden. Die «Swiss Interven-
chenden Technik und die Ausbildung der Mitarbeitenden tional Study on Silent Ischemia» wurde 2007 unter Koordina-
voraus. Zudem ist die Etablierung eines Qualitätssicherungs- tion des Luzerner Kantonsspitals an verschiedenen Zentren
systems notwendig, damit die Sammlung, Verarbeitung, La- durchgeführt.
gerung und Verabreichung der Blut-Stammzellen in Über-
einstimmung mit internationalen Standards erfolgt. Dies ist Spitalsterblichkeit deutlich gesunken
mittlerweile am LUKS realisiert. Die ersten Stammzellsamm- Mitte der 80er-Jahre wurde der akute Verschluss des Herz-
lungen aus dem Blut mittels Apherese werden Anfang 2008 infarkts neu mit Medikamenten (Fibrinolytika) aufzulösen
stattfinden. Stammzellen aus dem Knochenmark wurden bei versucht. Seit Mitte der 90er-Jahre werden die Patienten, die
Patienten mit speziellen Herzleiden bereits entnommen. rechtzeitig wegen eines akuten Infarkts hospitalisiert werden
und die einer Herz-Katheteruntersuchung zugeführt werden
können, mittels Kathetertechnik (PCR), also durch Aspiration
eines Gerinnsels, Ballonaufdehnung enger Arterienabschnitte
und Stentimplantation behandelt. Damit sank die Spitalsterb-
lichkeit von 24 Prozent auf 12 Prozent mit Fibrinolytika und
auf unter 6 Prozent mit PCR. Die Prognose der Patienten
wird heute entscheidend durch die Zeit bestimmt, die vom
20 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Medizin

Blickpunkte

Angiologie Infektiologie Neurologie


Einfacher und Vorsicht lohnt sich! Moderne Therapien
schonender Wie alle anderen Spitäler der Zent­ Die Neurologische Abteilung hat
Die Etablierung der kathetertech- ralschweiz war auch das LUKS wie- 2007 den neuroimmunologischen
nischen Interventionen im Bereich derholt durch die Einweisung von Schwerpunkt konsequent erweitert.
der Arteria carotis communis und Patienten mit Erbrechen und Durch- Die Multiple-Sklerose-Ambulanz
interna (Halsschlagader) stellt einen fall herausgefordert. Die Verdachts- (MS-Ambulanz) bietet alle gängigen
wesentlichen Meilenstein in der diagnose einer Norovirusinfektion Therapien einschliesslich der Nata-
Angiologie dar. Ähnlich wie an den konnte dank dem neuen Norovirus- lizumab-(Tysabri-)Behandlung an.
Herzkranzgefässen können nun PCR-Schnelltest innert kürzester Neben dem erfolgreichen weiteren
enge Blutgefässe statt operiert mit Zeit bestätigt oder widerlegt wer- Ausbau der MS-Ambulanz rückten
einem Ballon aufgedehnt und durch den. Durch diese moderne Diagnos- die immunvermittelten entzünd-
sogenannte Stents vor dem Kollaps tik und die konsequente Einhal- lichen Nerven- und Muskelerkran-
bewahrt werden. In Zusammenarbeit tung der Spitalhygiene-Grundsätze kungen in den Blickpunkt. Damit
mit der Radiologie konnten Ende konnte die Auswirkung auf den einher ging die konsequente Etablie-
2007 bereits 14 kathetertechnische Spitalbetrieb minimiert werden. rung der modernen Therapiestrate-
Carotisinterventionen durchgeführt gien mit Immunglobulingaben und/
werden. Diese minimalinvasive Be- oder der Durchführung von Plasma-
handlungsmethode ist eine wesent- pheresen bei diesen Krankheitsbil-
liche Ergänzung der etablierten ge- dern. Ganz neu eingeführt wurde
fässchirurgischen Behandlungsme- an der Neurologischen Abteilung die
thoden, wie zum Beispiel der Aus- Botox-Therapie bei Dystonien und
schälplastik. Das neue Verfahren ist zur Behandlung der Spastik.
einfacher und für den Patienten we-
niger belastend als eine Operation.
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Medizin 21

Schmerzbeginn bis zur Spitalaufnahme verstreicht. Dieser


Zeitverlust hat in den letzten zehn Jahren nicht abgenom-
men. Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Dauer zwischen der
Aufnahme und dem Beginn der Behandlung. Diese Zeitspan-
ne hat sich in den letzten Jahren nur wenig verringert.

Impella: Kreislaufunterstützung in Schocksituationen


Die Impella-Behandlung hat zum Ziel, die Herzkammern akut
von der Arbeit zu entlasten sowie einen minimalen Kreislauf
und die Sauerstoffversorgung des Körpers sicherzustellen.
Über einen Katheter wird Blut aus der Herzkammer, die nicht
mehr genügend Pumpleistung erbringt, angesaugt und mit-
tels einer Pumpe erneut direkt in die grosse Körperschlagader
hineingepumpt. Dieses System wird heute in Schocksituatio­
nen neben einer medikamentösen Behandlung als isolierte
Kreislaufunterstützung eingesetzt oder in Kombination mit
der bereits älteren und bewährten Gegenpulsationspumpe
verwendet, welche die Durchblutung des Herzens verbessern
und das Herz etwas von der Nachlast entlasten kann. Die-
se mechanische Unterstützung des Kreislaufs bedarf der en-
gen Zusammenarbeit zwischen Kardiologie, Intensivmedizin,
Herzchirurgie und Kardiotechnik.

Mit der Stammzelltherapie zur Myokardregeneration


Das Herz und seine Muskelzellen sind derart hoch organisiert,
dass ein Herzmuskel sich nicht mehr regenerieren kann – im
Gegensatz beispielsweise zu Haut und Blut, die sich viele Jahr-
zehnte lang neu bilden. Jeder auch kleinste Infarkt trägt zu
einer Funktionsschwäche bei, deren Prognose medikamentös
heutzutage deutlich verbessert werden kann. Grundlegend
ändert sich aber nichts mehr, denn eine Infarktnarbe kann die
Muskelfunktion nicht mehr wahrnehmen. Die neue Vision ist
die Verhinderung dieses Prozesses durch eine Regeneration,
bei der das Infarktgewebe durch funktionelle Herzmuskelzel-
len ersetzt werden soll. Dafür scheinen Stammzellen beson-
ders geeignet.

Überregionale und lokale Zusammenarbeit


Stammzellen sind Basiszellen, aus denen während der Ent-
wicklung des Embryos die verschiedenen Körperzellen her-
vorgehen (embryonale Stammzellen). Auch nach der Geburt
sind Stammzellen vor allem im Knochenmark vorhanden und
entwickeln sich dort weiter zu Vorläuferzellen, aus denen
sich verschiedene Zellen bilden können (adulte Stammzellen).
Sie vermehren sich durch Teilung und halten ihre Anzahl kons­
tant. Die Verwendung der embryonalen Stammzellen in der
Forschung ist aus ethischen Gründen begrenzt. Intensiver er-
forscht sind adulte Stammzellen. Die Anwendung und Fragen
22 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Medizin

zum Zeitpunkt der Behandlung nach einem Infarkt werden


seit 2007 am Universitätsspital Zürich (USZ), am Cardiocentro
di Ticino und am Luzerner Kantonsspital unter Leitung des
USZ untersucht. Nebst der überregionalen Arbeitsgemein-
schaft setzt diese Behandlung lokal eine intensive Zusammen-
arbeit der Medizin, Hämatologie und Kardiologie voraus.

Heilungsprozess im Langzeitverlauf untersucht


Für die Therapie werden Knochenmarkzellen gewonnen, aus
denen die Stammzellen am Cardiocentro di Ticino aufge-
reinigt und konzentriert werden. Danach werden die Zellen
über die Kranzgefässe des Herzens in das Infarktgewebe zu-
rückgebracht. Dort wird sich nach einer Vorbehandlung ein
Teil der Zellen ordnen, in Muskelzellen ausrichten und ihre
Funktion aufnehmen. Dieser Heilungsprozess wird derzeit im
Langzeitverlauf untersucht.

Diabetologie
Therapie für junge Diabetiker

Auch Kinder und Jugendliche sind vom Diabetes


mellitus Typ 1 betroffen. Sie benötigen eine inten-
sive Insulintherapie.

Insulinpumpen-Therapie für Kinder und Jugendliche


Neuerdings wird in der Zentralschweiz pro Jahr bei etwa
20 Kindern und Jugendlichen ein Diabetes mellitus Typ 1 dia­g­
nostiziert. Damit die betroffenen Kinder und Jugendlichen ein
normales und flexibles Leben führen können und das Risiko
von diabetischen Spätkomplikationen reduziert wird, ist eine
intensivierte Insulintherapie notwendig. Eine zunehmend an-
gewendete Methode ist die Insulinpumpen-Therapie, bei der
kontinuierlich Insulin ins Unterhautfettgewebe abgegeben
wird. Bei jeder Nahrungsaufnahme wird zusätzlich eine Dosis
Essensinsulin injiziert. Neu wird diese Therapie am Luzerner
Kantonsspital auch bei sehr jungen Diabetikern ab drei Jah-
ren eingesetzt.

Zwei Vorgänge, ein System


Mit gewissen Insulinpumpen kann gleichzeitig auch fortlau-
fend der Blutzucker gemessen werden. Die entsprechenden
Werte erscheinen alle paar Minuten auf dem Display und
erleichtern die Insulindosierung. Die momentan erhältliche
Blutzucker-Messsonde muss noch alle zwei bis drei Tage ge-
wechselt werden. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum ge-
schlossenen System, in dem die Blutzuckermessung und die
Insulinabgabe gekoppelt sind, ist jedoch gemacht.
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Medizin 23

Nephrologie Rheumatologie und Physiotherapie


Sanfter Ersatz der Nierenfunktion Zeitgemässe aktive Physiotherapie

Für Patienten mit einer praktisch fehlenden Nie- 2007 stand die Renovation der Abteilung im
renfunktion ist die Peritonealdialyse eine wichtige Vordergrund. Die neuen Räumlichkeiten bieten
Alternative zur Hämodialyse (Blutwäsche). mehr Einzeltherapieplätze sowie einen optimalen
Persönlichkeitsschutz.
Zunahme der automatisierten Peritonealdialyse
Immer mehr Patienten wählen die automatisierte Form der Umzug und Erneuerung nach Plan
Peritonealdialyse. Ein Katheter wird chirurgisch in die Bauch- Die der Renovation vorangegangene einjährige Planungspha-
höhle so eingelegt, dass ähnlich einer Nabelschnur Spülflüs- se stellte für das Kader eine faszinierende Herausforderung
sigkeit über den Katheter in die Bauchhöhle eingelassen wer- dar. Die im Verlauf der Jahre festgestellten Unzulänglichkeiten
den kann. In der Schweiz werden 10 Prozent der Dialysepati- konnten im Prozessablauf ohne Flächenzuwachs optimiert
enten mit dieser Methode behandelt. In der Innerschweiz sind werden. Ab April wurde die gesamte Abteilung für vier Mo-
es mit rund 20 Prozent deutlich mehr. Diese Methode hat den nate in ein Provisorium im Haus 16, dem ehemaligen Schul-
Vorteil, dass sie vom Patienten selber zu Hause durchgeführt haus für Physiotherapie, verlegt. Alle Mitarbeiter des Teams
werden kann. bewiesen während dieses Zeitraums eine hohe Flexibilität.
Dank der hervorragenden Arbeit aller externen und internen
Mehr Lebensqualität, weniger Kosten Beteiligten verliefen Umzug und Renovation planmässig.
Die Peritonealdialyse ersetzt die Nierenfunktion auf eine
sanfte und kontinuierliche Weise und ist für Patienten mit Kundenfreundliche Räumlichkeiten
Kreislaufproblemen besonders geeignet. Umfragen zeigen, Mit der Erneuerung erhielt die Abteilung helle und zeitge­
dass Patienten mit dieser Therapiemethode im Durchschnitt mässe Räume, welche die Ansprüche der Kundenfreund-
eine bessere Lebensqualität aufweisen als Patienten, die drei- lichkeit erfüllen. Das neue Raumkonzept entspricht der Ent-
mal in der Woche während vier Stunden eine Hämodialyse in wicklung der vergangenen Jahre von der passiven zur aktiven
einem Dialysezentrum durchführen lassen. Die Peritonealdia- Physiotherapie und dem daraus resultierenden Bedarf an
lyse ist erst noch kostengünstiger als die Hämodialyse. Einzeltherapieplätzen und Persönlichkeitsschutz. Der Arbeits-
platz hat durch die Renovation für alle Mitarbeiter deutlich
Vorteile der automatischen Methode an Attraktivität gewonnen. Mit Abschluss der Renovation
Mit der manuellen Methode behandelte Peritonealdialysepa- konnten die Räumlichkeiten auch dem Personal des LUKS für
tienten nehmen einen erheblichen Aufwand und eine grosse das persönliche Training zugänglich gemacht werden.
Eigenverantwortung auf sich. Ein täglicher Zeitaufwand von
4-mal 20 bis 30 Minuten ist notwendig, um die Flüssigkeit
der Bauchhöhle unter hygienisch einwandfreien Verhält-
nissen zu wechseln. Bei der automatisierten Form der Peri-
tonealdialyse werden die Wechsel in der Nacht von einem
programmierbaren Gerät (Cycler) durchgeführt. Der Patient
ist dementsprechend tagsüber freier, um seinen Tätigkeiten
nachzugehen. Aktuell werden am Luzerner Kantonsspital ein
Drittel der Patienten mit der automatisierten Form der Perito-
nealdialyse behandelt.
26 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Chirurgie

«In den Kliniken des Departements Chirurgie


werden verschiedene neue Therapiemethoden
angeboten, die bessere Resultate ermöglichen.
Aufgrund zahlreicher Innovationen können
oft auch Menschen operiert werden, die bisher
aufgrund individueller Gesundheitsrisiken auf
einen Erfolg versprechenden Eingriff verzichten
mussten. Das sind klare Fortschritte im Interesse
unserer Patientinnen und Patienten.»
Prof. Dr. Reto Babst, Departementsleiter

Departementsleiter
Prof. Dr. Reto Babst

Klinikleitungen Dr. Andreas Scheiwiller


Chirurgische Klinik Neurochirurgie
Prof. Dr. Reto Babst, Chefarzt (PiP) Dr. Karl Kothbauer
Susi Valdepeñas, Plastische und
Leiterin Pflegedienst Wiederherstellungschirurgie
Herz-, Thorax- und Gefässchirurgie Dr. Elmar Fritsche
Prof. Dr. Peter Stulz, Chefarzt (PiP) Handchirurgie
Prof. Dr. Xavier Mueller, Dr. Urs von Wartburg
Chefarzt ad personam Unfallchirurgie
Susi Valdepeñas, und Tageschirurgie
Leiterin Pflegedienst Dr. Jörg Winkler
Orthopädie Leiterin Pflegedienst
Dr. Alex Staubli, Chefarzt (PiP) Intensivpflegestation
Beat Sommerhalder, Irène Greter
Leiter Pflegedienst Leiterin Pflegedienst
Urologie Operationssäle
Prof. Dr. Hansjörg Danuser, Esther Rölli
Chefarzt (PiP)
Beat Sommerhalder, Herz-, Thorax- und
Leiter Pflegedienst Gefässchirurgie
Kieferchirurgie Herz- und Thoraxchirurgie
Dr. Dr. Johannes Kuttenberger, Dr. Reinhard Schläpfer, Co-Chefarzt
Chefarzt (PiP) Gefässchirurgie
Beat Sommerhalder, Dr. Dölf Brunner
Leiter Pflegedienst Dr. Robert Seelos
Orthopädie
Leitendes Personal Dr. Urs Müller, Co-Chefarzt
Chirurgische Klinik Urologie
Viszeralchirurgie Dr. Agostino Mattei
PD Dr. Jürg Metzger, Chefarzt Dr. Patrick Stucki
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Chirurgie 27

Departement Chirurgie

Chirurgische Klinik, Orthopädische Chirurgische Notfallstation


Klinik, Interdisziplinäre Wirbel- Umbau bringt viele Verbesserungen
säulenchirurgie
Kleiner Zugang, grosser Nutzen Die Chirurgische Notfallstation wurde umgebaut,
der Schockraum vergrössert und die Bildgebungs-
Auch in der Wirbelsäulenchirurgie bewähren sich kapazität verdoppelt. Die Patienten können
minimalinvasive Operationen. Weniger Kompli- jetzt noch besser behandelt werden.
kationen, schnellere Genesung und höhere Zufrie-
denheit der Patienten sind einige der Vorteile. Digitale Röntgenanlage, zweiter Computertomograf
Im Rahmen der Optimierung des Notfallprozesses wurde der
Konventionelle Verfahren und «Fusionskrankheit» Schockraum völlig neu konzipiert und vergrössert. Ausser-
Konventionell offene hintere Zugänge an die Wirbelsäule im dem wurden eine digitale Röntgenanlage ausschliesslich für
Rahmen von Versteifungs-/Fusionsoperationen erfordern eine die Notfallstation sowie ein zweiter Computertomograf ne-
breite operative Freilegung der hinteren Anteile der Wirbel- ben dem Schockraum installiert. Dadurch konnte die Bildge-
säule mit einer ausgedehnten Ablösung der Rückenmuskula- bungskapazität verdoppelt werden. Dies erlaubt eine raschere
tur. Hierbei und durch den erforderlichen Hakenzug kommt und effizientere Diagnostik. Davon profitieren alle Patienten,
es zu einer Durchblutungsstörung der Muskulatur sowie zur von den Leicht- bis zu den Schwerstverletzten und -kranken.
Schädigung der muskelernährenden und -steuernden Ner-
ven. Dies kann sich im Lauf der Narbenbildung in Schmerzen Optimale Betreuung der Patienten
und rascherer Ermüdung äussern. Vormals gute Muskulatur In einer letzten Etappe wurde die Chirurgische Notfallstation
wandelt sich in funktionsloses Fettgewebe um. Ein Beschwer- in Bezug auf die Patientenfreundlichkeit und -sicherheit neu
debild, das man auch als «Fusionskrankheit» bezeichnet. gestaltet. Für die Qualität und Kontinuität der Betreuung auf
der Chirurgischen Notfallstation sorgen neu Dr. Jan Rosen-
«Schlüsselloch-Zugänge» minimieren Trauma kranz, OA m.b.F., der sich an der Unfallchirurgischen Klinik
Minimalinvasive Techniken verringern dieses Zugangstrau- des Universitätsspitals Zürich speziell dafür weitergebildet
ma über «Schlüsselloch-Zugänge», indem Mini-Halteröhren hat, sowie Dr. Dorothée Rhein als internistisch ausgebildete
(Retraktoren) in die auseinandergedrängte Muskulatur seit- Spitalärztin.
lich der Anheftungsflächen platziert werden. Mit Hilfe des
Mikroskops können in gleicher, jedoch schonenderer Weise
Bandscheiben entfernt, Platzhalter (Cages) eingesetzt und Klinik für Herz-, Thorax- und
Nervenwurzeln befreit werden. Spezielle Nadeln erlauben Gefässchirurgie
unter genauer Röntgenkontrolle das Einbringen von Spezial­ Und das Herz schlägt weiter
schrauben zur Stabilisierung der Fusion. Das Anbringen der
fixierenden Längsstäbe erfolgt zumeist auf der einen Seite Die Entwicklung in der Herzchirurgie ist rasant.
offen über die Halteröhre und auf der Gegenseite über ei- Eine wichtige Innovation ist die Koronarchirurgie
nen kleinen Zusatzschnitt mit Hilfe eines Stabzielgeräts in die am schlagenden Herzen (off-pump coronary
Schraubenköpfe. artery bypass, OPCAB). Die Operation erfolgt ohne
Herz-Lungen-Maschine (HLM) und damit ohne
Viele Vorteile für die Patienten Stilllegung des Herzens.
Diese Minimierung des Zugangstraumas führt zu einem
wesentlich geringeren, vernachlässigbaren Blutverlust, zu Neue Methode bei Risikopatienten
rascherer Erholung und Mobilisation, was sich in kürzeren Obwohl die Standardverfahren mit HLM und Herzstillstand
Spitalaufenthalten äussert. In dieser Technik versorgte Pati- bei Patienten ohne besondere Risiken gute Resultate bringen,
enten benötigen erheblich weniger Schmerzmittel nach der können die Nachteile des extrakorporellen Kreislaufs (nicht
Operation, die Zufriedenheit ist höher und auch die Chan- physiologische Organperfusion, Kontakt des Blutes mit gros-
ce, bald wieder in den Arbeitsprozess zurückzukehren, steigt ser Fremdoberfläche) und des Herzstillstands (Ischämie-Re-
deutlich. perfusion-Schaden) bei Patienten mit beschränkten Reserven
entscheidend sein. In den letzten Jahren ist eine Zunahme
28 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Chirurgie

von Herzpatienten, die zusätzlich an einer weiteren Krankheit


leiden, festzustellen. Ausserdem werden infolge der bahnbre-
chenden Fortschritte der invasiven Kardiologie immer ältere
sowie Hochrisikopatienten für eine chirurgische Revaskulari-
sation vorgestellt.

Koronarchirurgie am schlagenden Herzen


Das bessere Verständnis der Physiologie des Herzens in nicht
physiologischer Lage und die Einführung einer neuen Genera-
tion von Stabilisatoren erlauben nun, die Off-pump-Methode
in Patienten mit schwierigsten Verhältnissen durchzuführen.
Der weitgehend physiologisch erhaltene Kreislauf während
der Operation ist organschonend und erlaubt die Durchfüh-
rung einer Koronarchirurgie auch bei Niereninsuffizienz, eine
Grundbedingung, die unter Einsatz der HLM zu einer Nieren-
funktionsverschlechterung (inklusive Dialyse) führen kann.

Topprofessionelles Team an der Arbeit


Die optimale Zusammenarbeit zwischen dem Anästhesieteam
und dem Chirurgen bildet die Voraussetzung für die OPCAB,
um eine Stabilisierung der Hämodynamik des Herzens wäh-
rend der Operation zu gewährleisten. Die reibungslose Zu-
sammenarbeit zwischen dem OP-Pflegeteam und dem Chi-
rurgen ist ebenfalls unerlässlich, da das hoch standardisierte
Verfahren rasch und präzis durchgeführt werden muss. Diese
Technik wurde nach dem Arbeitsbeginn von Prof. Dr. Xavier
Mueller ab September 2007 als Routinetechnik angestrebt.
Die Schulung und der Einsatz des Anästhesie- und Operati-
onsteams gingen so rasch vor sich, dass bereits ab Januar
2008 diese Technik auch bei Hochrisikopatienten routinemäs­
sig angewendet werden kann. Damit bietet die OPCAB eine
Erweiterung des standardisierten Verfahrens der Koronarchi-
rurgie – dank einem geschulten und hoch professionellen
Team!

Klinik für Orthopädie


Druckwellen statt Operation

Chronische Probleme des aktiven und passiven


­Bewegungsapparats können ohne operativen
Eingriff effizient und kostengünstig therapiert
werden: mit der radialen Stosswellentherapie.

Tennisarm und Golfer-Ellbogen


Der passive und speziell der aktive Bewegungsapparat des
Menschen ist täglichen Belastungen ausgesetzt. Besonders
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Chirurgie 29

die Sehnen sowie die Übergangszonen der Sehnen in den


Knochen erleiden immer wieder Überlastungen. Sportliche
Tätigkeiten, bei denen diese Probleme öfters auftreten kön-
nen, haben den Leiden zum Teil den Namen gegeben. Als
Beispiele seien das Jumpers-Knee, der Tennisarm und der
Golfer-Ellbogen erwähnt. Als häufige Therapieform werden
Cortison-Injektionen gewählt, die meist einen kurzfristigen
Effekt zeigen. Allerdings blockiert diese Therapie die natür-
lichen Selbstheilungstendenzen, die sich sonst innerhalb von
zwei Jahren bei 80 bis 85 Prozent der Patienten zeigen. Nach
einer solchen Blockierung ist es sehr schwierig, einen natür-
lichen Heilungsverlauf wieder in Gang zu bringen. Aus diesem
Grund wird in der Klinik für Orthopädie bei den Tendinosen
und Insertionstendinosen auf die Applikation von Corticoste-
roiden gänzlich verzichtet.

Zu viel, um nichts zu tun, zu wenig, um zu operieren


Die erwähnten Leiden sind zwar lästig und mühsam zu ertra-
gen. Doch da die pathologisch-anatomischen Veränderungen
oft nur sehr bescheiden sind, rechtfertigen sich invasivope-
rative Massnahmen nicht als primäre Therapie. In diese Lü-
cke springt die Stosswellentherapie. Die Industrie hat in den
letzten Jahren handliche, kleine und kostengünstige Stoss-
wellentherapiegeräte entwickelt, die es auf der Basis einer
ballistischen Stosswelle ermöglichen, chronische Tendinosen
und Tendoperiostosen zu therapieren. Technisch gesehen
kann über ein Applikationshandstück eine solche pneuma-
tisch erzeugte ballistische Stosswelle auf die schmerzhafte
Zone verabreicht werden. Physikalisch gesehen handelt es
sich dabei um eine Welle, die geprägt ist von einem raschen
Druckanstieg, gefolgt von einem ebenso raschen Druckabfall
mit einem Unterdruckphänomen, was in gewissen Geweben
zu Kavitationseffekten (Bildung von Hohlraum) führen kann.

Auf die Zähne beissen


Das Gerät arbeitet mit einem Druck von etwa 2,5 Bar; dieser
Arbeitsdruck kann bis auf 4 Bar erhöht werden. Die Therapie
wird nach dem Bio-Feedback-Mechanismus lokal angewen-
det: Der Patient führt durch Angabe des Schmerzpunktes den
Therapeuten an die heikelste Zone. Damit sind auch gleich
die Grenzen der Therapiemöglichkeiten aufgezeigt. Da man
die schmerzhaften Zonen suchen muss, bedeutet dies für den
Patienten, dass er während der Behandlung auf die Zähne
beissen muss. Aus diesem Grund ist diese Therapieform für
Kinder nicht geeignet.

Mit der Stosswellentherapie zur Selbstheilung


Pro Sitzung werden 2000 Stosswellen in einer Frequenz von
30 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Chirurgie

Blickpunkte

Chirurgische Klinik Viszeralchirurgie Arthroskopisches Zentrum Orthopä-


Neurochirurgie Magendarmzentrum die und Traumatologie (AZOT)
An vorderster Front online Vertrauen in hoch-
Ein entscheidender Schritt in der Ende Dezember 2007 wurde die stehende Therapie
Entwicklung der Neurochirurgie am Website des Magendarmzentrums Die zusätzliche bildgebende Kapa­
Kantonsspital Luzern gelang mit der Luzern (MDZ) aufgeschaltet (www. zität durch ein zweites MRT ermög-
erfolgreichen Integration des Leiters magendarm-zentrum.ch). Die Gas- licht es, Patienten mit einem Ver-
der Wirbelsäulenchirurgie, Dr. Mar- troenterologie und die Viszeralchi- dacht auf eine Gelenkbinnenläsion
tin Baur. Die Neurochirurgie hat es rurgie stellen sich gemeinsam mit sehr rasch abzuklären und einer
geschafft, die Leistungen der gros- weiteren interdisziplinären Teams ­definitiven Therapie zuzuführen.
sen Nachfrage entsprechend noch den Patienten und Zuweisern vor. Die enge Zusammenarbeit zwischen
zu erhöhen. Ausserdem wurde eine Informations- Orthopädie und Unfallchirurgie
Vom 15. bis 17. November nahmen broschüre an alle Hausärzte und nie- ­innerhalb des AZOT erlaubt einen
knapp 250 Teilnehmer aus allen Kon- dergelassenen Spezialisten im Ein- schnellen Zugriff auf Operationska-
tinenten am ersten Kongress der zugsgebiet verschickt. Die Patienten pazität. Durch interdisziplinären
Internationalen Gesellschaft für In- werden umfassend über verschie- Austausch, die neueste Gerätetech-
traoperatives Neurophysiologisches dene Krankheitsbilder, Abklärungen nik und gemeinsame Standards
Monitoring teil. Die von Dr. Karl F. und interdisziplinäre Therapien konnten die hohe Qualität und
Kothbauer als Kongresspräsident ge- orientiert. Den niedergelassenen ­Effizienz der Patientenversorgung
plante Tagung war ein voller Erfolg. Ärzten wird ein effizienter Service ­weiter verbessert werden. Die Ein-
Das Neurochirurgie-Team konnte bezüglich Zuweisung und Prob- griffe an Schulter und Kniegelenk
weit über seine «physische Grösse» lemlösung angeboten. haben deutlich zugenommen – ein
hinaus wirken. Seine Rolle an vor- Vertrauensbeweis von Seiten der
derster Front der neurochirurgischen ­Patienten und Zuweiser in die hoch-
Anwendung und Entwicklung von stehende Therapie.
Neuromonitoring-Techniken wurde
gefestigt.
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Chirurgie 31

acht bis zehn Hertz verabreicht, was zirka dreieinhalb Minu-


ten dauert. Die gängigen Therapiemodalitäten sehen min-
destens drei Sitzungen in einem Abstand von fünf bis zehn
Tagen vor. Anschliessend wird das Ansprechen auf die Thera-
pie beurteilt. Sollte bis zu diesem Zeitpunkt die Schmerzsymp­
tomatik deutlich zurückgegangen, jedoch noch nicht ganz
verschwunden sein, können weitere drei Sitzungen ange-
schlossen werden. Mehr als sechs Sitzungen in Folge machen
wenig Sinn. Danach setzt der Heilungsmechanismus ein. Das
vollständige Verschwinden der Beschwerden darf innert sechs
bis zwölf Wochen erwartet werden.

Klinik für Urologie


Neue Behandlung der Prostata

Die Klinik für Urologie bietet neu die bipolare


­Prostataresektion an. Zu den Vorteilen dieser
Behandlungsmethode gehören ein geringerer
Blutverlust und eine schnellere Erholung des Pati-
enten. Zudem ist Blutverdünnung kein Hindernis
mehr für den Eingriff durch die Harnröhre.

Goldener Standard, 100-fache Anwendung


Die transurethrale Elektroresektion der Prostata und der Blase,
also die Operationen durch die Harnröhre ohne Hautschnitt,
ist die am weitesten verbreitete und effektivste chirurgische
Behandlungsmethode für die symptomatische gutartige Pros­
tatahyperplasie beziehungsweise für oberflächliche Blasen-
tumoren. Am Luzerner Kantonsspital ist die transurethrale
monopolare Resektion der Prostata (TUR-P) seit vielen Jahren
das Standardverfahren zur Behandlung der gutartigen Prosta-
tavergrösserung. Die TUR-P wird mit sehr guten Ergebnissen
und geringer Komplikationsrate weit über 100-mal pro Jahr
an der Klinik für Urologie durchgeführt.

Mit neuer Technologie zu mehr Sicherheit


Die bipolare Resektion ist eine Innovation, die einen bedeu-
tenden technischen Fortschritt gebracht hat. Diese Technolo-
gie erhöht die Sicherheit für den Patienten, da nicht mehr der
ganze Körper von Strom durchflossen wird, sondern nur noch
das verwendete Instrument. Verbrennungen aufgrund fehler-
hafter Elektrodenplatzierung sind nicht mehr möglich.

Von der mono- zur bipolaren Prostataresektion


Das bekannte TUR-Syndrom (transurethrales Resektions-
syndrom) ist eine zwar seltene, jedoch lebensbedrohliche
Komplikation der monopolaren Prostataresektion, bei der
32 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Chirurgie

sorbit-/mannithaltige, elektrolytfreie Spüllösungen verwen- Dreidimensionale Computermodelle


det werden. Die bipolare TUR-P benötigt eine physiologische In der routinemässig durchgeführten computerunterstützten
kochsalzhaltige Spülflüssigkeit. Eine Einschwemmung mit Diagnostik und Therapieplanung werden Schnittbilder des
dieser Spüllösung ist ohne Nachteil für den Patienten. Die Patienten, sogenannte zweidimensionale Computertomo-
Blutstillung ist deutlich besser als bei der herkömmlichen grafieaufnahmen, in ein dreidimensionales Computermodell
monopolaren Methode und geschieht bereits während der umgewandelt. Ein spezieller 3D-Drucker ermöglicht es, aus
Gewebsabtragung. Somit ist der intraoperative Blutverlust diesen Daten eine originalgetreue Kopie des Patientenschä-
geringer, die Dauer der Katheterverweilzeit nach der Ope- dels anzufertigen. Mit Hilfe dieses Modells können sämtliche
ration sowie der Spitalaufenthalt sind kürzer. Zudem bietet Operationsschritte vor dem chirurgischen Eingriff exakt ge­
diese Technik den grossen Vorteil, dass auch Patienten un- plant und rekonstruktive Massnahmen vorbereitet werden.
ter Antikoagulation oder Thrombocytenaggregationshemmer
problemlos behandelt werden können, ohne dass diese Me- Kürzere Operations- und Narkosezeit
dikamente sistiert werden müssen. Ein Beispiel: Eine Patientin leidet an einem bösartigen Kno-
chentumor mit Zerstörung des Unterkiefers bis zum Kiefer-
Partnerspitäler profitieren dank Vernetzung gelenk. Anhand der Schädelkopie ist es dem Chirurgen mög-
Antikoagulierte Hochrisikopatienten aus den Nachbarregi- lich, ein individuelles Implantat zum Ersatz des Unterkiefers,
onen können dank der konsiliarischen Vernetzung mit den der aufgrund des Tumors zum grossen Teil entfernt werden
Partnerspitälern in Wolhusen, Sursee, Altdorf und Schwyz muss, unter Berücksichtigung der Symmetrie herzustellen.
ebenfalls von dieser innovativen Technik profitieren. Indem Bereits vor der Operation wird die Tumorentfernung am
die Klinik für Urologie neben der konventionellen Resektion Modell simuliert und ein passgenaues Implantat zur Rekons­
und Laser-Resektion die bipolare Resektionstechnik anbietet, truktion des Unterkiefers angepasst, das dann während des
vervollständigt sie das operative Behandlungsspektrum. Eingriffs eingesetzt wird. Durch dieses computerunterstützte
Vor­gehen können wichtige Arbeiten bereits vor dem Eingriff
erledigt werden. Dadurch wird die Operations- und Narkose-
Klinik für Mund-, Kiefer-, Gesichts- zeit verkürzt – ein entscheidender Vorteil für die Patienten.
chirurgie/Oralchirurgie
Untrennbar: Funktion und Ästhetik Wiedereröffnung der neu gestalteten Klinik
Am 5. Juli 2007 wurden die baulich vollständig sanierten
Computergesteuerte Verfahren erweitern die Räume der Klinik im Rahmen eines internationalen Symposi-
mund-, kiefer- und gesichtschirurgischen Therapie­ ums den zuweisenden Kolleginnen und Kollegen sowie allen
möglichkeiten. Sie unterstützen den Chirurgen interessierten Spitalmitarbeitern vorgestellt. Referenten aus
dabei, die Ästhetik und Funktion von Kiefer und Deutschland, Österreich und der Schweiz präsentierten dabei
Gesicht in idealer Weise wiederherzustellen. interessante neue Entwicklungen auf verschiedenen Gebie-
ten der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Im Anschluss
Funktionelle und ästhetische Rehabilitation an die Vorträge bot sich die Gelegenheit, die neu gestalteten
Die Behandlung von unfallbedingten Defektverletzungen, Räume der Klinik zu besichtigen. Die optimal an die Betriebs-
Fehlbildungen und Tumoren stellt in der Mund-, Kiefer- und abläufe angepassten Räume des Ambulatoriums bieten jetzt
Gesichtschirurgie eine besondere Herausforderung dar. Er- eine ideale Arbeitsumgebung, die der Behandlung der Pati-
krankungen in der exponierten Gesichtsregion erleben Pa- entinnen und Patienten zugutekommt.
tienten sehr bewusst. Therapeutische Massnahmen, die mit
einer ästhetischen Beeinträchtigung einhergehen, werden als
Entstellung empfunden. Aus diesem Grund sind bei der Be-
handlung von komplexen Verletzungen und Erkrankungen im
mund-, kiefer- und gesichtschirurgischen Bereich die funktio-
nelle und ästhetische Rehabilitation untrennbar miteinander
verbunden.
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Chirurgie 33

Pflegedienst
Pilotprojekt «Akute Verwirrtheit»

Oft wird eine akute Verwirrtheit nicht oder zu spät


erkannt. Ein neuer Qualitätsstandard, entwickelt
in der Chirurgie, optimiert die Betreuung betrof-
fener Patienten.

Erfolg mit neuem Qualitätsstandard


Die akute Verwirrtheit ist bei älteren Menschen ein häufig
unerkanntes Problem. Pflegende spielen in der Früherken-
nung, Prävention und Behandlung eine wichtige Rolle. Durch
systematische Einschätzung und in enger Zusammenarbeit
mit Patienten, Angehörigen und Ärzten kann eine akute Ver-
wirrtheit rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Mit dem
Pilotprojekt «Akute Verwirrtheit» wurde 2007 in der Chirur-
gie des KSL ein Qualitätsstandard lanciert, der betroffenen
Patienten eine optimale interdisziplinäre Betreuung bringt
und dazu beiträgt, miteinander aus dem Durcheinander zu
finden. Im Mai 2007 wurde diese Pioniertat am Pflegekon-
gress in Montreux dem Fachpublikum präsentiert. Im An-
schluss daran konnte der Qualitätsstandard an das St.-Klara­
Spital in Basel verkauft werden. 2008 wird der neue Standard
im ganzen Departement Chirurgie eingeführt.
36 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Spezialkliniken

«Unsere Spezialkliniken ringen täglich um die


bestmöglichen Lösungen für unsere Patientinnen
und Patienten. Dabei messen wir unsere Leis­tun-
g­en stets an jenen der besten Kliniken im In- und
Ausland. Auch im 2007 haben wir bei internatio-
nalen Vergleichen sehr gut abgeschnitten.
Es bleibt unser Ziel, die Qualität unseres Angebots
ständig zu verbessern.»
Prof. Dr. Bernhard Schüssler, Departementsleiter

Departementsleiter
Prof. Dr. Bernhard Schüssler

Klinikleitungen
Augenklinik
PD Dr. Dr. Michael Thiel, Chefarzt
Brigitte Bendiner,
Leiterin Pflegedienst (PiP)
HNO
Prof. Dr. Thomas Linder,
Chefarzt (PiP)
Kathleen Schwarz,
Leiterin Pflegedienst
Neue Frauenklinik
Prof. Dr. Bernhard Schüssler,
Chefarzt (PiP)
Kurt Frei, Leiter Pflegedienst

Leitendes Personal
Augenklinik
Dr. Peter Senn, Co-Chefarzt
Dr. Oliver Job
Dr. Martin Schmid
HNO
Dr. Werner Müller, Co-Chefarzt
Dr. Christoph Schlegel
Dr. Peter Oppermann
Dr. Gunther Pabst
Neue Frauenklinik
Dr. Markus Bleichenbacher,
Co-Chefarzt
Dr. Markus Hodel
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Spezialkliniken 37

Departement Spezialkliniken

Departement Spezialkliniken Investition in Renommee und Erfolg


Erfolgsfaktor Qualität Der Aufwand für die kontinuierliche Weiterbildung ist nicht
unerheblich und erfordert von allen Beteiligten eine grosse
Medizinisches Handeln kann nur erfolgreich sein, Flexibilität bei der Bewältigung der regulären Arbeit. Das
wenn die Qualität an erster Stelle steht. Aus die- Weiterbildungsangebot fördert jedoch nicht nur die Kompe-
sem Grund investieren die Spezialkliniken am KSL tenz der Mitarbeitenden, sondern auch ihren Wissensdurst
nachhaltig in die permanente Qualitätsverbesse- und ihre Motivation. Das grosse Fachwissen und der zuvor-
rung. kommende Umgang mit den Patienten sind wichtig für das
Renommee und den Erfolg der Klinik.
Gleiches Ziel, unterschiedliche Schwerpunkte
Bei der stetigen Verbesserung ihrer Qualität setzen die Au- Steigende Nachfrage, höhere Belastung
genklinik, die Neue Frauenklinik und die Klinik für Hals-, Na- Das Jahr 2007 war wiederum geprägt von einer steigenden
sen-, Ohren- und Gesichts-Chirurgie (HNO) unterschiedliche Nachfrage. So erhöhten sich die Schilddrüsen- und Neben-
Schwerpunkte. Die Augenklinik konzentriert sich auf die der- schilddrüseneingriffe auf über 240 Operationen und diejeni-
zeit besten Lasertechnologien und ist am Fortschritt in der gen der Tympanoplastiken auf über 220. Die Speicheldrüsen-
Hornhauttransplantation massgeblich beteiligt. Die Neue eingriffe (inklusive Sialendoskopie) und die plastischen Ein-
Frauenklinik stellt die auf internationalem Niveau zertifizierte griffe an Nase und Gesicht nahmen ebenfalls deutlich zu. Die
Qualität in den Vordergrund ihrer Anstrengungen. Die HNO- Steigerung der operativen Eingriffe im Vergleich zum Vorjahr
Klinik verfügt über eine hochmoderne Datenbank, die es er- bedeutet auch eine Zunahme der damit verbundenen adminis­
laubt, in der sehr delikaten Ohren- und Tumorchirurgie die trativen Arbeiten, von der Disposition und Terminvergabe bis
Operations- und Therapieergebnisse konstant zu analysieren zum Austrittsbericht. Die Optimierung der Abläufe mag zwar
und zu vergleichen. Dadurch kann die Qualität des Angebots kurzfristig zu Entlastungen führen, doch muss der Stellenplan
ständig optimiert werden. der Nachfrage entsprechend angepasst werden. Andernfalls
wird die Kapazitätsgrenze bald erreicht und die Motivation
der Mitarbeiter auf eine harte Probe gestellt.
Klinik für Hals-, Nasen-, Ohren- und
Gesichts-Chirurgie (HNO) Qualitative Verbesserungen
Netzwerke als Trumpf Die hohen Fallzahlen erlauben auch die wissenschaftliche
Auswertung der Resultate, die dank der Einführung der Ohr-
Die Kompetenz der Mitarbeitenden ist die Stärke und Schilddrüsendatenbank effizient erfasst werden können.
der HNO-Klinik. Aus diesem Grund fördert sie die Nur die kontinuierliche Betrachtung der eigenen Resultate
Aus- und Weiterbildung, aber auch die Zusam- und der Vergleich (Benchmark) mit den publizierten Ergeb-
menarbeit in Netzwerken. Die Nachfrage nach den nissen ermöglichen es, die eigene Qualität auf einem hohen
Leistungen der Klinik stieg 2007 deutlich an. Niveau zu halten und weiter zu verbessern.

Kompetenz auf allen Stufen Vernetzt noch leistungsfähiger


Eine Ausbildungsklinik hat das Ziel, ihre Mitarbeiterinnen und Im Verbund mit den umliegenden Spitälern konnte die lang-
Mitarbeiter auf allen Stufen kontinuierlich aus- und weiterzu- jährige Erfahrung der HNO in Wolhusen genutzt werden, um
bilden und damit auch die eigenen Stärken auszubauen. Die auch in Sursee der Nachfrage nach ähnlichen Angeboten ge-
HNO-Klinik legt deshalb grossen Wert auf die Weiterbildung recht zu werden. Der Leitende Arzt Dr. Gunter Pabst nahm im
der Pflege, der Assistenten und Kaderärzte. Im Jahr 2007 er- November 2007 seine Konsiliartätigkeit mit eigener Sprech-
hielten die Mitarbeiterinnen in den Sekretariaten einen Einblick stunde und operativer Tätigkeit erfolgreich auf. Dies erfolgte
in die Spezialabklärungen der HNO. Auf diese Weise konnten in Absprache mit dem lokalen Fachkollegen. Die HNO-Grund-
sie ihr Verständnis der einzelnen Fachdisziplinen vertiefen. Er- versorgung kann jetzt den Patienten aus Sursee und Umge-
neut besuchten auch zahlreiche Gastärzte aus dem Ausland bung ganz in ihrer Nähe angeboten werden. Im SPZ Nottwil
die HNO-Klinik. Die fünf Operationskurse zu den Themen Not­ leitet Dr. Werner Müller seit Jahren die konsiliarische HNO-
eingriffe, Ohrchirurgie, plastische Chirurgie und Schädelbasis­ Tätigkeit. Sein immenses Wissen zur Behandlung von Atem-
chirurgie waren schon Monate im Voraus ausgebucht. wegs- und Schluckproblemen bei para- oder tetraplegischen
38 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Spezialkliniken

Patienten ist wohl einzigartig. In einem interdisziplinären Pro-


jekt wurden erstmals zwei Patienten unter Dauerbeatmung
mittels einer Phrenikusstimulationssonde implantiert und da-
mit die Zwerchfellaktivität so gesteuert, dass diese Patienten
vom Beatmungsgerät befreit werden konnten.

Zusammenarbeit mit Fachkollegen


Innerhalb des Zentrumsspitals profitiert die HNO auch vom
Spezialwissen der benachbarten Fachkollegen sowie von den
externen Belegärzten. Gemeinsam mit Prof. Dr. Ugo Fisch
(Zürich) werden Patienten mit seltenen Schädelbasistumo-
ren behandelt. Prof. Dr. Daniel Simmen (Zürich) betreut ge-
meinsam mit Prof. Dr. Thomas Linder die Patienten mit an-
geborenen Ohrmissbildungen (Atresia auris congenita). Dr.
Claus Wimpfheimer (Luzern) bietet wertvolle Beratung in der
Schilddrüsensprechstunde. Dank der Integration von André
Emmenegger, ehemaliger Leiter des Audiopädagogischen
Dienstes, in die Audiologie-Abteilung, profitiert die HNO-Kli-
nik von seinem enormen Fachwissen bei der Anpassung von
Hörgeräten bei schwerhörigen Kindern.

Ausblick 2008
Nach der erfolgreicher Aufbauarbeit gilt es nun, die ver-
netzten Aussenkliniken optimal mit den Aufgaben des Zent­
rumsspitals abzustimmen. Die hohen Operationszahlen und
die immer komplexeren Eingriffe erfordern, dass auch die da-
mit verbundenen administrativen Tätigkeiten entsprechend
angepasst und neue Stellen der Nachfrage entsprechend ge-
schaffen werden.

Augenklinik
Führungsposition ausgebaut

Die grösste operative Augenklinik der Schweiz


erfährt nach wie vor eine grosse Nachfrage.
Die Zahl der ambulanten und stationären Zuwei-
sungen stieg innert Jahresfrist um 30 Prozent. Zur
Behandlung der Kurz- und Weitsichtigkeit steht
der weltweit modernste Laser im Einsatz.

51 Prozent ausserkantonale Patienten


Das Konzept der Zentrumsklinik mit einer engen Zusam-
menarbeit zwischen der Klinik und den niedergelassenen
Augenärzten der Deutschschweiz wurde weiter ausgebaut.
Inzwischen kommen 51 Prozent der ambulanten und statio-
nären Patienten der Augenklinik von ausserhalb des Kantons
Luzern. Dies ermöglicht es, ein grosses Team von Spezialisten
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Spezialkliniken 39

und modernsten Geräten zum Nutzen aller Patienten bereit- Neue Frauenklinik
zustellen. Die Klinik und ihre Mitarbeiter geniessen bei den Qualitätsbewusste Pioniere
Patienten und den niedergelassenen Augenärzten ein grosses
Vertrauen, so stieg die Zahl der ambulanten und stationären Zertifizierte Qualität verlangen heute sowohl
Zuweisungen innert Jahresfrist um 30 Prozent. Die Position die Krankenversicherungen als auch die Patien-
der Augenklinik als grösste operative Augenklinik der Kate- tinnen. Die Neue Frauenklinik hat die Zeichen der
gorie A wurde weiter gefestigt. Die hohe Nachfrage nach Zeit frühzeitig erkannt. Bereits 1999 hat sie eine
augenärztlichen Spezialbehandlungen konnte nur dank dem Vorreiterrolle gespielt, als sie das Zertifikat der
grossen und unermüdlichen Einsatz aller Mitarbeiter befrie- Unicef als stillfreundliche Klinik erhielt. Vor zwei
digt werden. Jahren erfolgte die Zertifizierung des Brustzent­
rums, was eine Schweizer Premiere darstellte.
Weltweit schnellster und präzisester Excimerlaser 2008 wird die Zertifizierung des Reproduktions­
Der ehemalige Chefarzt PD Dr. Isaak Schipper stellte sich der medizinischen Labors folgen.
Augenklinik weiterhin als Leiter der refraktiven Chirurgie
zur Verfügung. Im Juni erhielt die Augenklinik den weltweit Geburtshilfe: Individuelle Betreuung
schnellsten und präzisesten Excimerlaser zur Behandlung der Immer mehr Kinder erblicken das Licht der Welt in der Neuen
Kurz- und Weitsichtigkeit. Dieser Laser setzt neue Massstäbe Frauenklinik: Im Jahr 2007 waren es 1757 Neugeborene, 106
in der Sicherheit und den operativen Möglichkeiten der Laser- Kinder mehr als im Jahr 2006. Diese erneute Rekordzahl in
chirurgie. Entsprechend stark hat die Zahl der Behandlungen einem hart umkämpften Bereich spricht für die hohe Patien-
auch überregionaler Patienten zugenommen. tinnenzufriedenheit und das ausgeprägte Qualitätsbewusst-
sein der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei den regelmäs-
Führend in der Behandlung der Maculadegeneration sigen Umfragen auf der Mutter-und-Kind-Abteilung bringen
Anfang 2007 wurde in der Schweiz als weltweit erstem Land die Mütter immer wieder ihre tiefe Dankbarkeit für die indi-
ein neuartiges Medikament (Lucentis) zur Behandlung der viduelle Begleitung in der Schwangerschaft und die Fürsorge
feuchten Maculadegeneration zugelassen. Dadurch kann in während der Geburt zum Ausdruck.
vielen Fällen diese sonst zur Erblindung führende Krankheit
gestoppt werden. Patienten der Augenklinik Luzern profi- Stillen – ein Geschenk fürs Leben!
tierten als Erste von diesem Fortschritt. Um der grossen Nach- Besonders stolz ist die Neue Frauenklinik auch auf ihre Still-
frage nach dieser Behandlung zu entsprechen, wurden unter kultur, die bereits vor Jahren mit der Unicef-Zertifizierung als
Leitung von Dr. Martin Schmid, Leitender Arzt für Netzhaut­ stillfreundliche Klinik Anerkennung fand. Dieses Engagement
erkrankungen, die personellen, organisatorischen und räum- und die Sensibilisierung für das Stillen hat entscheidend dazu
lichen Strukturen so weit optimiert, dass die Klinik auch in beigetragen, dass viele Mütter gerne stillen und sich dabei
diesem Gebiet zu den führenden Anbietern gehört. wohlfühlen. Auf der Webseite www.dasgeburtszentrum.ch
und in einer Stillbroschüre sind Informationen rund um das
Individuelle Betreuung jedes einzelnen Patienten Thema zu finden.
In enger Zusammenarbeit zwischen dem ärztlichen Dienst
und dem Pflegedienst konnten die Abläufe für die Patienten Gebündeltes Fachwissen im Brustzentrum
mit ambulanten Operationen weiter verfeinert werden. Trotz Die Therapie des Brustkrebses erfordert viel Spezialwissen
der stetig steigenden Zahl der Patienten bleibt damit die indi- und eine enge Kooperation der Experten verschiedener Fach-
viduelle Betreuung des einzelnen Patienten gewährleistet. disziplinen. Um die bestmögliche Qualität der Behandlung
sowie individuelle Beratung und Betreuung gewährleisten zu
können, arbeiten im Brustzentrum Luzern Fachärzte aus der
Gynäkologie, plastischen Chirurgie, Radiologie, Onkologie,
Radio-Onkologie und Pathologie unter einem Dach. Die in-
tensive interne Zusammenarbeit sowie die gute Kooperation
mit Hausärzten, niedergelassenen Frauenärzten und Selbst-
hilfegruppen ermöglichen eine schnelle Entscheidungsfin-
dung und die Durchführung der optimalen Therapie.
40 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Spezialkliniken

Blickpunkte

Augenklinik Neue Frauenklinik Klinik für Hals-, Nasen-, Ohren-


Neue Führung Kultevent und Gesichts-Chirurgie (HNO)
Auf den 1. Januar 2007 übergab «Erlebnis Geburt», der Eltern-Infor- Lehren und Lernen
PD Dr. Isaak Schipper nach über 20- mationsabend für werdende Mütter Das Austauschen von Erfahrung und
jähriger Tätigkeit als Chefarzt der und Väter, mausert sich zum Kult- Wissen war auch im Jahr 2007 für
Augenklinik seine Funktion an PD event. Neunmal jährlich präsentiert alle Beteiligten ein Gewinn, so der
Dr. Dr. Michael Thiel. Dank der um- das Team der Frauenklinik, der Neo- Austausch eines Assistenzarztes mit
sichtigen Vorbereitung durch das natologie und der Anästhesie den Südafrika und die Rotation von Assis­
ganze Kader erfolgte dieser Füh- werdenden Eltern, Grosseltern und tenten an auswärtige Kliniken. Der
rungswechsel harmonisch und ohne Bekannten die Neue Frauenklinik Leitende Arzt Dr. Christoph Schlegel
Fluktuationen. Die strategische als das Kompetenzzentrum für erhielt die Möglichkeit eines Gast­
­Entwicklung der Augenklinik als Schwangerschaft und Geburt. Seit aufenthalts an einem berühmten
eine der führenden Kliniken der 2006 wird dieser Abend mit einem Rhinologie-Zentrum in Australien
Schweiz – mit Spezialisten auf allen stimmigen Film zum Thema eröff­­­­net, und kehrte mit vielen neuen Ideen
Gebieten der Augenheilkunde – der sich beim Publikum grosser Be- nach Luzern zurück. Auch die ge-
konnte ohne Richtungswechsel fort- liebtheit erfreut und viele positive meinsam mit der Fisch International
gesetzt werden. Dr. Frank Bochmann Gefühle entfacht. Microsurgery Foundation (FIMF)
kehrte nach seiner Spezialausbil- durchgeführten Ohr- und Schädel­
dung in England an die Augenklinik basiskurse in Brasilien und China
zurück und übernahm die Leitung führten zu einem regen Informati-
der Glaukom-Sprechstunde (grüner onsaustausch. Ausserdem wurde
Star). Chefarzt Prof. Dr. Thomas Linder für
seine Lehr- und Forschungstätigkeit
von der Universität Zürich die Titu-
larprofessur verliehen.
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Spezialkliniken 41

International sehr gut abgeschnitten ben die Vorarbeiten für die ISO-Zertifizierung und die Akkre-
Nach der Erstzertifizierung im März 2006 hat das Brustzent­ ditierung des Labors begonnen, das neu von Valerie Souane
rum Luzern das erste Überwachungsaudit im Mai 2007 er- geleitet wird. Die neue Laborleiterin bringt eine langjährige
folgreich bestanden. Durch diese Überprüfung wird gewähr- Erfahrung aus zwei grossen Münchner IVF-Zentren mit.
leistet, dass die aktuellsten, international festgelegten Quali-
tätsvorgaben eingehalten werden. Erfreulicherweise konnten Pflegequalität: 86,1 Prozent sind hoch zufrieden
sich die Qualitätskennzahlen des Brustzentrums Luzern im in- Medizinischer Fortschritt ist das eine, die begleitende Pflege-
ternationalen Vergleich sehr gut behaupten. Die Auswertung qualität das andere: Sie muss für die geburtshilflichen und
von standardisierten Patientinnenzufriedenheits- und Lebens- gynäkologischen Patientinnen ebenso stimmen. Die Erwar-
qualitätserfassungen zeigt, dass die Qualitätssicherung im tungen in diesem Bereich sind sehr hoch. Die Pflegequalität
Rahmen der Zertifizierung Wirkung zeigt. Die Tatsache, dass ist auf verschiedene Arten messbar, so zum Beispiel mit Kun-
innerhalb von zwei Jahren die Patientinnenzahl um über 25 denbefragungen. Die Zufriedenheit der Kunden ist für den
Prozent zugenommen hat, spricht eine deutliche Sprache. nachhaltigen Erfolg eines jeden Dienstleistungserbringers
entscheidend. Umso erfreulicher ist das exzellente Abschnei-
Einzigartige Sprechstunde den des Pflegepersonals und der Hebammen der Neuen Frau-
Im nationalen und internationalen Vergleich ist die seno- enklinik: 86,1 Prozent der Kundinnen bezeichneten sich als
logisch-plastische Sprechstunde des Brustzentrums Luzern hochzufrieden mit der Pflegequalität und attestierten damit
wahrscheinlich einzigartig. Frauen mit speziellen Brustprob­ dem Pflegepersonal eine ausgezeichnete Leistung.
lemen, aus plastischer oder onkologischer Sicht, werden im
Rahmen dieser Sprechstunde gemeinsam von einer Fach-
ärztin für Gynäkologie und einem Facharzt für plastische
und rekonstruktive Chirurgie beraten und auch gemeinsam
operiert. Diese enge Zusammenarbeit und das Angebot aller
brusterhaltenden, onkoplastischen und brustrekonstruktiven
Operationsverfahren gewährleisten eine individuelle, auf die
Patientin zugeschnittene Therapie.

Qualität an erster Stelle


Ein weiterer Vorteil für die im Brustzentrum Luzern behan-
delten Frauen ist die auf dem allerneuesten Stand stehende
Infrastruktur mit modernsten Geräten, unter anderem die di-
gitale Mammografie. Die durch die Zertifizierung geforderte
Doppelbefundung gewährleistet der Patientin eine hohe
Sicherheit der Diagnose. Für das Brustzentrum als patien-
tinnenorientiertes Dienstleistungsunternehmen ist die Qua-
lität der Erstbehandlung vorrangig, nicht nur auf das Über­
leben der Patientin bezogen, sondern auch auf das ästhetisch
bestmögliche Resultat.

Kinderwunschzentrum auf Kurs


Das Kinderwunschzentrum verzeichnet nach wie vor stei-
gende Erfolgsraten bei den Schwangerschaften. Die neuen
Organisationsstrukturen und Umbauten haben sich auf der
ganzen Linie bewährt, vor allem weil sie kunden- und zuwei-
serfreundlicher geworden sind. Das Kinderwunschzentrum ist
jetzt in der Lage, Inseminationen auch an Wochenenden und
in Ferienzeiten anzubieten. Die gestiegene Nachfrage zeigt,
dass dieses Angebot einem Bedürfnis entspricht. 2007 ha-
44 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Kinderspital

«Das ganze Engagement des Kinderspitals gilt


den ihm anvertrauten Kindern und Jugendlichen.
Die Zukunft gehört dieser spezialisierten Insti­
tution, die ihren Fokus vollkommen auf das Wohl
ihrer jungen Patientinnen und Patienten richtet.
Allen Mitarbeitenden, die wiederum mit einem
spürbaren feu sacré mitgeholfen haben, die
gesteckten Ziele zu erreichen, spreche ich meinen
herzlichen Dank aus.»
Prof. Dr. Gregor Schubiger, Departementsleiter

Departementsleiter
Prof. Dr. Gregor Schubiger

Kinderspitalleitung Leitendes Personal


Prof. Dr. Gregor Schubiger, Co-Chefarzt Pädiatrische Klinik,
Chefarzt (PiP) interdisziplinäre NeoIPS
PD Dr. Marcus-Georg Schwöbel, PD Dr. Thomas Berger
Chefarzt Leitende Ärzte Pädiatrische Klinik
Michael Döring, Leiter Pflegedienst Dr. Ueli Caflisch
Beat Epp, Leiter Pflegedienst Dr. Patrick Imahorn
Dr. Hans Peter Kuen
Dr. Thomas Schmitt-Mechelke
Dr. Johannes Spalinger
Leitender Arzt Kinderchirurgische
Klinik
Dr. Hermann Winiker
Leitung Pflegedienst
Michael Döring,
Leiter Pflegedienst, stationäre
Bereiche und Spezialgebiete
Beat Epp, Leiter Pflegedienst
ambulante Bereiche
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Kinderspital 45

Departement Kinderspital

Kinderspital gien zu nutzen und den Kindern und Eltern eine umfassende
Weichen in die Zukunft gestellt und durchgängige Betreuung zu bieten. Am 1. Mai 2007
wurden die beiden Stationen offiziell zusammengeschlossen.
Das Kinderspital steht inmitten grösserer interner Die Führungsstrukturen wurden in einem ersten Schritt ange-
und externer Veränderungen. Zudem haben die passt und die fachliche Aufqualifizierung der Teammitglieder
Planung und Realisierung eines An- und Umbaus gestartet. Verschiedene Events, gemeinsame Teamsitzungen
konkrete Formen angenommen. und viele weitere Massnahmen zeigten sehr schnell erste
­positive Ergebnisse.
Schlüsselprojekte für die nächsten Jahre
Im Berichtsjahr wurde eine Grundlagendiskussion über die Gesteckte Ziele erreicht, Zeitplan eingehalten
zukünftige Entwicklung des Kinderspitals geführt und ein Inzwischen arbeiten die Mitarbeitenden der ehemaligen Sta-
breit abgestütztes Strategiepapier erarbeitet. Auf der Basis tionen erfolgreich zusammen. Die gesteckten Ziele wurden
eines Leitbilds und einer Umfeldanalyse wurden Schlüsselpro- grösstenteils erreicht und der Zeitplan kann wie gewünscht
jekte für die nächsten 10 bis 15 Jahre formuliert. Drei Grund- eingehalten werden. Die Betreuung der Kinder und ihrer An-
sätze seien herausgegriffen: gehörigen wird fortlaufend optimiert. Die Personalrekrutie-
• Das Kinderspital ist das Zentrumsspital der Innerschweiz für rung verläuft durch das interessante Angebot für Mitarbei-
Kinder und Jugendliche. Es arbeitet auf dem höchsten tende erfolgreicher. Ab 1. Februar 2008 wird das Pflegeteam
fachlichen und menschlichen Niveau und in einem fami- von Stationsleiterin Gaby Lehmann geführt; sie wird von
lienfreundlichen Umfeld. mehreren Gruppenleiterinnen unterstützt. Die ärztliche Lei-
• Die zwei Partnerdisziplinen Pädiatrie und Kinderchirurgie tung liegt bei PD Dr. Thomas Berger, Chefarzt ad personam,
bleiben eigene Kliniken, rücken aber näher zusammen und und Dr. Hermann Winiker, Chefarzt-Stellvertreter der Kinder-
pflegen eine offene Kommunikationskultur. chirurgie.
• Das Kinderspital vertritt als eigenständiges Departement im
Luzerner Kantonsspital die Anliegen der ihm anvertrauten Motivation und persönliches Engagement
Kinder und Jugendlichen und pflegt die interdisziplinäre Die Leitung des Kinderspitals hat an 18 Sitzungen die Zielset-
Vernetzung mit dem LUKS sowie mit den zuweisenden Kli- zungen für die verschiedenen Bereiche formuliert und deren
niken, Ärztinnen und Ärzten. Umsetzung begleitet, operative Geschäfte beraten und Ent-
scheide gefällt. Die Erfüllung des Auftrags gelingt aber nur,
Neue Rolle für Spitalstiftung Fischbacher-Labhardt wenn alle Mitarbeitenden mit Motivation und persönlichem
Bis Ende 2007 wurde das Kinderspital gemeinsam vom Kan- Engagement ihre Arbeit leisten. Das trifft für das Team des
ton Luzern und der Spitalstiftung Fischbacher-Labhardt ge- Kinderspitals in hohem Mass zu und dafür sei herzlich ge-
tragen. Dieser Vertrag wurde im Hinblick auf die Verselbst- dankt.
ständigung der Luzerner Spitäler aufgelöst und die Stiftung
von der Aufsichtspflicht entlastet. Im LUKS übernimmt der
Spitalrat diese Aufgabe. Das Kinderspital ist dem Stiftungsrat Pädiatrische Klinik
und dessen Präsidenten Hans Breu dankbar, dass eine neue Kinder mit «Erwachsenenleiden»
Form der künftigen Unterstützung gefunden wurde und das
«Kispi» weiterhin mit finanziellen Zuwendungen rechnen Die Behandlung krebskranker Kinder und die
darf. Soziale Härtefälle können so unbürokratisch gelindert ­Zunahme der autoimmunen Gelenkserkrankungen
und aussergewöhnliche Anschaffungen ermöglicht werden. haben die Pädiatrische Klinik im vergangenen
Jahr besonders beschäftigt. Die Zukunft der Kinder­
Synergien durch Fusion von Abteilungen onkologie in Luzern konnte gesichert und mit
Ein grosses Projekt war der Zusammenschluss der Abtei- der Kinder-Rheumatologie ein neues Spezialgebiet
lungen des 3. Stocks. Auf diesem befinden sich einerseits die aufgebaut werden.
Intensivstation für Neugeborene und Kinder (NeoIPS) und an-
dererseits die Neonatologie und Kinderchirurgie für Kinder Ganzheitliche Betreuung krebskranker Kinder
bis zwei Jahre. Das Projekt hatte das Ziel, aus diesen beiden Die Komplexität maligner Erkrankungen im Kindesalter erfor-
Abteilungen einen einzigen Bereich zu schaffen, um Syner- dert eine zunehmende fachliche Spezialisierung sowie umfas-
46 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Kinderspital

sende interdisziplinäre Betreuungskonzepte. In schwierigen


Situationen müssen nicht nur die körperlichen, sondern auch
die psychischen und sozialen Bedürfnisse des Kindes und sei-
nes Umfelds ausreichend berücksichtigt werden. Organisato-
risch hat die Pädiatrische Klinik deshalb die stationäre, tages-
stationäre und ambulante Behandlung krebskranker Kinder
an einem Ort im Kinderspital zusammengelegt. Für die Kinder
ist so die Einheit des Orts und auch der Kontaktpersonen im
Spital gewahrt.

Die Zukunft der Kinderonkologie in Luzern


Die Zusammenlegung erleichtert die täglichen anspruchs-
vollen Arbeitsabläufe, Synergien werden besser genutzt. Die
Ansprechpartner für Kinderspitex und allenfalls notwendige
palliativmedizinische Massnahmen sind auf wenige Bezugs-
personen beschränkt. Dr. Ueli Caflisch nimmt als einziger Kin-
deronkologe die Drehscheibenfunktion wahr und ist damit
oft bis an die Belastungsgrenze gefordert. Die Erweiterung
seines Teams und die Planung seiner Ablösung in den nächs–
ten Jahren wurde bei der Geschäftsleitung des LUKS bean-
tragt und ist vom Direktor bewilligt worden. Die Zukunft der
Kinderonkologie in Luzern ist somit im bisherigen Umfang
gesichert.

Neues Spezialgebiet: Kinder-Rheumatologie


Die Kinder-Rheumatologie ist ein neues Spezialgebiet, das in
Luzern in Zusammenarbeit mit der Erwachsenen-Rheumato-
logie und dem Kinderspital Zürich aufgebaut wurde. Die
Oberärztin Dr. Daniela Kaiser hat sich in diese Materie einge-
arbeitet und sich spezialisiert. Die Zahl der Konsultationen ist
von 100 im Jahr 2002 auf über 300 im letzten Jahr angestie-
gen.

Mehr autoimmune Gelenkserkrankungen bei Kindern


Kinder mit rheumatischen Leiden: Gibt es das überhaupt?
Tatsächlich ist die Zahl der autoimmunen Gelenkserkran-
kungen bei Kindern gestiegen, eine Entwicklung, die insge-
samt bei Autoimmunerkrankungen zu beobachten ist. Es ist
eine vordringliche Aufgabe, lebenslange schmerzhafte Behin-
derungen durch skelettale Entzündungsprozesse zu verhin-
dern oder zu lindern. Die diagnostischen und vor allem die
neuen therapeutischen Möglichkeiten haben für die Betrof-
fenen eine entscheidende Verbesserung der Prognose ge-
bracht. Die Zusammenarbeit mit den Kinderärztinnen und
Kinderärzten sowie die fachliche Kompetenz und Kontinuität
im Zentrum ist für die Betreuung dieser Langzeitpatienten
entscheidend. Dies kann nun in Luzern wohnortsnah ange-
boten werden.
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Kinderspital 47

Das letzte Jahr als Chefarzt


Das Verfassen des letzten Berichts als Chefarzt der Pädiat-
rischen Klinik hat bei Prof. Dr. Gregor Schubiger gemischte
Gefühle ausgelöst: Befriedigung, Entlastung, etwas Wehmut
und viel Dankbarkeit. Die Stabübergabe an den neuen Chef-
arzt Prof. Dr. Thomas Neuhaus am 1. Mai 2008 wird Gele-
genheit geben, Bilanz zu ziehen und einen neuen Markstein
für die Zukunft der Pädiatrischen Klinik zu setzen. «Mein
Nachfolger kann ein kompetentes und motiviertes Team
übernehmen», sagt Prof. Dr. Schubiger, «vom Erfolg bin ich
überzeugt.»

Kinderchirurgische Klinik
Das Wohl der Kinder im Zentrum

Die Zahl der stationären Patienten, ihre Aufent-


haltsdauer und damit die Pflegetage sind im Ver-
gleich zum Vorjahr etwa gleich geblieben. Die in
Narkose durchgeführten Eingriffe gingen von rund
2900 im Jahr 2006 auf 2700 im Berichtsjahr zurück.
Gut die Hälfte dieses Rückgangs ist einer neuen,
nicht operativen Therapie der Phimose (Vorhaut-
verengung) zu verdanken, die über 100-mal zum
Einsatz kam.

Trichterbrust: 100. Operation nach Nuss


Durch die enge Zusammenarbeit der Kinderchirurgischen Kli-
nik und der Klinik für Herz-, Gefäss- und Thoraxchirurgie ist
das Luzerner Kantonsspital die einzige Institution in der
Schweiz, in der die Korrektur der Trichterbrust mit einem mi-
nimalinvasiven Verfahren sowohl bei Kindern wie bei Erwach-
senen durch das gleiche Team erfolgt. Mit dem Verfahren von
Nuss, das am Kantonsspital seit Ende 1999 angewendet wird,
wurde im Herbst 2007 der 100. Patient operiert. Bei rund 30
Patienten ist das Metall bereits wieder entfernt worden. Mit
einer Ausnahme ist es bisher zu keinem Rezidiv (Rückfall) ge-
kommen. Die Resultate dieser ausgezeichneten Methode
werden zurzeit im Rahmen einer Dissertation aufgearbeitet.

Disorders of sexual differentiation (DSD)


Gelegentlich kommen Kinder zur Welt, bei denen eine Zuord-
nung zum weiblichen oder männlichen Geschlecht nicht auf
den ersten Blick möglich ist. In der Schweiz geht man von
fünf bis zehn Fällen pro Jahr aus, bei denen Patienten an
einem intersexuellen Genitale, an einer Störung der Differen-
zierung der äusseren Geschlechtsorgane (DSD) leiden. Die
Kinderchirurgische Klinik betreut zurzeit etwa 15 DSD-Pati-
48 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Kinderspital

Blickpunkte

Nur die Schulglocke fehlt Kinder mit leuchtenden Augen Vorbeugen ist besser als Heilen!
Beladen mit Mathematikbüchern, Der Unterricht ist geprägt von Unter diesem Motto engagiert sich
Rätselheften, Laubsägeholz oder Unvorhergesehenem. Ein Infusomat das Kinderspital in Zusammenarbeit
Stoff- und Wollresten wirken die piepst, ein bettlägriges Kind muss mit der Schweizerischen Beratungs-
Lehrpersonen in den Spitalgängen auf die Toilette, der Röntgentermin stelle für Unfallverhütung (bfu) in
wie Exoten. Wer hätte gedacht, muss eingehalten werden, Blutzu- der Prävention. Am 4. Mai 2007
sie hier anzutreffen? Genau gleich cker wird gemessen, ein Lehrer eines war eine ganztägige Informations-
geht es den Patienten vor dem ers­ Kindes gibt per Telefon Informati- veranstaltung im Emmen Center der
ten Schultag, seien es Kindergarten-, onen zum Schulstoff, ein Bein muss Verhütung von Kinderunfällen ge-
Primar-, Werkklassen-, Sekundar- neu gelagert werden... Trotzdem widmet. Den Besucherinnen und
oder Kantischüler. Ob Blinddarmope- wird konzentriert gearbeitet. Besuchern wurden nicht nur reich-
ration, Oberschenkelbruch, Mandel- An drei zusätzlichen Nachmittagen haltige Hintergrundinformationen,
operation, Depression, Anorexie, steht für Langzeitpatienten und sondern auch interaktives Erleben
Krebs oder Diabetes, ob 1 West, Chronischkranke Spiel und Kreativi- angeboten. Im Mittelpunkt stand
2 West, 2 Ost oder Psychiatrische tät im Vordergrund. Dabei geht die Prävention von Unfällen mit dem
Klinik: Für alle – ob zu Fuss, im Bett manchmal die Zeit vergessen, sodass Velo, beim Inlineskating- und Skate-
oder im Rollstuhl – findet sich ein alle froh um eine Schulglocke wären, boardfahren, beim Fussballspielen,
Platz in einem der beiden Schul­ die an das Ende des Unterrichts er­ beim Baden und in Zusammenhang
zimmer. innern würde. Oft kehren die Kinder mit Haustieren. Ein stündlich wieder-
mit leuchtenden Augen und tollen holter Fachvortrag von Dr. Hans-Wal-
selbstgebastelten Gegenständen in ter Hacker behandelte das Thema
ihre Zimmer zurück. «Kinderunfälle in Sport und Freizeit»
aus medizinischer Sicht. Die Aktion
war sehr erfolgreich und motiviert
dazu, auch in Zukunft solche Präven-
tionstage durchzuführen.
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Kinderspital 49

enten und arbeitet interdisziplinär mit Pädiatern, Endokrino- onkologischen Langzeittherapie von Kindern und Erwachse-
logen, Jugendpsychiatern und Jugendgynäkologinnen zu- nen nicht mehr wegzudenken. Neben den enormen Vorteilen
sammen. Dabei steht nicht der operative Eingriff im Vorder- bergen die Systeme aber auch Gefahren; Infektionen und
grund, sondern der Vorsatz, das beste Vorgehen für das be- Thrombosen stehen dabei im Vordergrund. Deshalb war es
troffene Kind und seine Eltern zu finden. besonders wichtig, von ausgewiesenen Experten zu hören,
wie die Portsysteme implantiert, angestochen und gepflegt
Die Geschlechtsidentität klären werden sollen. Nur professionelles Verhalten garantiert eine
Während sich das chromosomale Geschlecht eines Menschen lange Lebensdauer der Portsysteme.
nicht verändern lässt, kann die Geschlechtsidentität und da-
mit die Persönlichkeit eines Menschen durch Geschlechtszu- Neue Sprechstunden und umfassende Betreuung
weisung, geschlechtsspezifische Erziehung und chirurgische Die Subspezialisierung in der Kinderchirurgie schreitet weiter
Veränderungen des morphologischen Bildes beeinflusst wer- voran. Trotzdem versuchen die Kinderchirurgen am LUKS mit
den. Die Kinderchirurgische Klinik vertritt die Meinung, dass ihrem breiten Grundwissen, die Spezialität zusätzlich zur all-
ein Kind einem Geschlecht zugewiesen und die Geschlechts­ gemeinen Kinderchirurgie anzubieten und nicht als Subspezi-
identität für das Kind und seine Eltern durch möglichst scho- alisten das chirurgische Wohl der Kinder aus den Augen zu
nende Eingriffe geklärt werden sollte. Sind die Gonaden (Ge- verlieren. Die neue Sprechstunde für Hämangiome, vaskuläre
schlechtsdrüsen) nicht tastbar und ist eine Vagina vorhanden, Fehlbildungen und plastische Eingriffe (abstehende Ohren)
wird unabhängig vom chromosomalen Geschlecht eine Kor- wird von Dr. Peter Esslinger geführt. Zurzeit besteht eine Zu-
rektur in die weibliche Richtung empfohlen. Sind Gonaden sammenarbeit mit dem Universitätskinderspital in Zürich, die
ausserhalb des Bauchraums palpabel und fehlt eine Vagina, zu einer schweizweiten Arbeitsgruppe ausgebaut worden
wird die Korrektur in die männliche Richtung gehen. Beson- soll. Ebenfalls neu ist die Enuresis-Sprechstunde von Dr.
ders schwierig ist die Entscheidung bei Kindern mit Hoden, Sandra Shavit. Die umfassende Betreuung der Patientinnen
einem rudimentären Penis und/oder einer Vagina. Von er- und Patienten, denen ultrasonografische Abklärung, medika-
wachsenen Betroffenen, aber auch von Juristinnen wird neu- mentöse Therapie, Verhaltenstherapie und urodynamische
erdings bezweifelt, ob die Eltern das Recht haben, in dieser Kontrollen angeboten werden können, ist sehr wichtig.
Hinsicht über die Persönlichkeit ihres Kindes zu bestimmen.
Hundertprozentige Spezialisten für Kinder
Alternative Behandlung der Phimose Die Kinderchirurgie Luzern hat sich in einem rauer werdenden
Die Kinderchirurgische Klinik hat im Berichtsjahr damit be- Umfeld gut behauptet. Die Zukunft gehört der spezialisierten
gonnen, Patienten, die an einer Phimose (Vorhautverengung) Institution für Kinder, nicht dem Spezialisten, der nebenher
leiden, und ihren Eltern eine alternative, nicht operative The- auch Kinder operiert.
rapie anzubieten. Dabei werden die Patienten während sechs
Wochen mit einer cortisonhaltigen Salbe behandelt. Die Kli-
nik berät die Patienten in der Sprechstunde, überlässt die
Therapie den Haus- und Kinderärzten und kontrolliert die Bu-
ben ein Jahr nach Therapieabschluss. Obwohl noch keine de-
finitiven Resultate vorliegen, kann bereits heute gesagt wer-
den, dass in Zukunft etwa einem Drittel der Patienten die
chirurgische Zirkumzision (Beschneidung) erspart bleiben
wird.

Portsysteme für onkologische Langzeittherapie


Am 21. September haben die Kinderonkologie und die Kin-
derchirurgie zusammen mit Vertretern der Pflegeberufe ein
Symposium zum Thema Portsysteme bei Kindern organisiert.
Ansprechpartner waren Ärzte und Pflegende aus stationären
und ambulanten Diensten. Portsysteme erlauben einen di-
rekten Zugang zum zentralen Venensystem und sind aus der
52 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Institute

«Sämtliche Kliniken unserer Spitäler und unserer


Partner beanspruchen die Dienstleistungen des
Departements Institute. Es ist eine grossartige
Herausforderung, unseren Patienten mit einer
hervorragenden Serviceleistung gerecht zu wer-
den. Dies ist nur dank unserer umfassenden Fach-
kompetenz, der modernsten technischen Infra-
struktur, dem hohen Innovationsbewusstsein und
der einmaligen Vernetzung untereinander
möglich.»
Prof. Dr. Gabriela Pfyffer von Altishofen, FAMH, Departementsleiterin
Departementsleiterin
Prof. Dr. Gabriela Pfyffer
von Altishofen

Klinikleitungen Chemisches Zentrallabor (CZL) Leitendes Personal


Anästhesie Dr. Hans Peter Köchli, Chefarzt Anästhesie
Prof. Dr. Christoph Konrad, Institut für Medizinische Dr. Peter Christen
Chefarzt (PiP) Mikrobiologie (IMM) PD Dr. Christoph Haberthür
Paul Meier, Leiter Pflegedienst Prof. Dr. Gabriela Pfyffer Dr. Martin Jöhr
Radiologie von Altishofen, Chefmikrobiologin PhD Dr. Guido Schüpfer
Prof. Dr. Bernhard Allgayer, Hämatologisches Zentrallabor (HZL) Radiologie
Chefarzt (PiP) Prof. Dr. Dr. Walter Wuillemin, Dr. Christian Blumer, Co-Chefarzt
Dr. Bernhard Hofer, Stv. Chefarzt Leitender Arzt Dr. Jürg Caduff
Radio-Onkologie Labor Kinderspital (LKS) Dr. Daniel Dreier
Dr. Peter Thum, Chefarzt (PiP) Administrative Leitung Dr. Bernhard Hofer
Ulrike Dechantsreiter, Chefarzt Pädiatrie Dr. Thomas Treumann
Leitende Fachfrau MTRA Prof. Dr. Gregor Schubiger Radio-Onkologie
Pathologie Fachliche Leitung Dr. Dagmar Dohr
Prof. Dr. Joachim Diebold, Dr. Hans Peter Köchli Pathologie
Chefarzt (PiP) Dr. Walter Arnold
Dr. Walter Arnold, Leitender Arzt Dr. Béatrice Wagner
Apotheke Dr. Hans-Ruedi Zenklusen
Dr. Xaver Schorno, Leiter Pflegedienst Anästhesie
Chefapotheker (PiP) Paul Meier
Gundy Kähny, Stv. Chefapothekerin Leitender Physiker Radio-Onkologie
Zentrum für LaborMedizin (ZLM) Dr. Beat Leemann
Dr. Hans Peter Köchli,
Chefarzt (PiP)
Prof. Dr. Gabriela Pfyffer von
Altishofen, Chefmikrobiologin
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Institute 53

Departement Institute

Institut für Anästhesie, chirurgische nisch aufwendige Form der Blutverdünnung (Citratdialyse).
­Intensivmedizin und Schmerztherapie Ein anderes am KSL schon seit Längerem eingeführtes, jedoch
Höhere Leistung, neue Verfahren erst kürzlich als internationaler Standard etabliertes Verfah-
ren ist für Patienten mit einem beobachteten Kreislaufstill-
Das Wachstum des Instituts hielt, vor allem im stand sehr wertvoll. Um das Risiko einer möglichen Gehirn-
Bereich der postoperativen Versorgung, unvermin- schädigung möglichst tief zu halten, wird die Körpertempe-
dert an. Verschiedene neue Therapien wurden ratur des Patienten während 12 bis 24 Stunden auf 34 Grad
mit Erfolg eingeführt. Celsius abgesenkt. Weil die Chirurgische Intensivstation diese
Therapie bereits seit Jahren bei Patienten mit schweren Hirn-
Intensivmedizin im Wachstum verletzungen anwendet, kann sie das erworbene Know-how
Die Chirurgische Intensivstation hat eine Zentrumsfunktion nun an die Kollegen anderer Intensivstationen weiter­geben.
und ist in der Lage, bei erwachsenen Patienten alle intensiv-
medizinischen Anforderungen abzudecken – mit Ausnahme Patienten und Angehörige rundum zufrieden
der Behandlung von schwer- und schwerstverbrannten Pati- In der Medizin ist heute viel Hightech im Spiel. Doch wie steht
enten. Der Bereich Aufwachraum/Intermediate Care Station es mit der menschlichen Seite? Die Chirurgische Intensiv­
und die Chirurgische Intensivstation konnten ihre Leistungen station hat sich an der vom Universitätsspital Bern initiierten
um bis zu zwölf Prozent steigern. Diese Entwicklung wird nationalen Studie zur Zufriedenheit von Angehörigen und
künftig allerdings in beiden Bereichen an bauliche und perso- Patienten beteiligt. Das Resultat ist erfreulich: Die Patienten
nelle Grenzen stossen. Im Berichtsjahr wurde die Erweiterung der Chirurgischen Intensivstation am KSL und ihre Angehöri-
mit dem Bereich Rettungsmedizin, die 2008 umgesetzt wird, gen waren mit der Behandlung und der Informationspolitik
vorbereitet. ausnahmslos sehr zufrieden.

Auf internationalem Niveau


Die Intensivmedizin am KSL bewegt sich – auch international Radiologie
– auf einem hohen Niveau: beispielsweise beim schweren PACS: Ein Meilenstein für alle
Atemnotsyndrom des Erwachsenen (ARDS). So steht ab 2008
für Erwachsene mit einer beeinträchtigten Sauerstoffaufnah- Die einschneidendste Neuerung im Jahr 2007 war
me eine spezielle, sehr lungenschonende Form der Beatmung die vollständige Digitalisierung der Radiologie. Die
mit hohen Beatmungsfrequenzen (Oszillatortherapie) zur Ver- Inbetriebnahme des PACS (Picture Archiving and
fügung. Diese Innovation ist eine Premiere: Sie wird von der Communication System) gehört zu den wichtigsten
Intensivmedizin am KSL als erster Intensivstation der Schweiz Errungenschaften der letzten Jahre – nicht nur für
angeboten. Auch bei der Analgosedation sind Fortschritte zu die Radiologie.
verzeichnen. Unter Analgosedation versteht man die Schmerz-
therapie (Analgesie) und das «künstliche Koma» (Sedation), Digitale Speicherung aller radiologischen Bilder
das bei Patienten auf Intensivstationen häufig unumgänglich Das Abspeichern der radiologischen Bilder auf einem zentra-
ist. Das «künstliche Koma» lässt sich nun viel besser steuern, len Archivserver wurde seit 2003 vorangetrieben. Mit einem
indem die Medikamente wie bei einer Narkose über die grossen Investitionsaufwand konnte 2007 die vollständige
Atemwege des Patienten zugeführt werden. Die technischen Digitalisierung der Radiologie und die durchgehende digitale
Schwierigkeiten bei der Langzeitanwendung auf Intensivsta- Speicherung aller radiologischen Bilddaten erreicht werden.
tionen sind mittlerweile gelöst, sodass dieses Verfahren ab Von der digitalen Bildverteilung profitieren nicht nur die Ärz-
2008 am LUKS angewendet werden kann. tinnen und Ärzte innerhalb des KSL, sondern auch die zuwei-
senden niedergelassenen Ärzte ausserhalb des Spitals ­(siehe
Vorreiterrolle bei neuen Therapien Jahresberichte 2005 und 2006).
Neu auf der Chirurgischen Intensivstation ist auch ein Verfah-
ren, das bei schweren Krankheiten, Unfällen oder kompli- Aufbewahrungspflicht für digitale Bilddaten
zierten Operationen zum Einsatz kommt, bei denen Durch- Diagnostische Bilder müssen zehn Jahre aufbewahrt werden.
blutungsstörungen der Niere zu einem akuten Nierenversa- Dies gilt auch für die elektronische Bildspeicherung im PACS.
gen führen können. Es handelt sich um eine spezielle, tech- In Zukunft wird die Bildmenge deutlich ansteigen. Deshalb
54 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Institute

müssen jedes Jahr Investitionen in den Speicherausbau vor-


gesehen werden. Arbeiten mehrere Spitäler in einem Verbund
eng zusammen, ist es sinnvoll, die Langzeitarchivierung ge-
meinsam vorzunehmen. So hat das KSL sich entschieden, für
die dem Verbund angeschlossenen Spitäler eine gemeinsame
Archivierungs- und Zugriffslösung zu installieren. Die Lang-
zeitarchivierung wird in zwei redundanten Servern mit Stand-
orten in Luzern und in Sursee durchgeführt. Angeschlossen
sind innerkantonal die Spitäler Luzern, Sursee und Wolhusen
und ausserkantonal die Spitäler Altdorf und Stans sowie in
Zukunft auch Sarnen.

PACS ist zentral für die Kommunikation


Das PACS nimmt eine zentrale kommunikative Stellung inner-
halb der Spitäler, zwischen den Spitälern und zwischen Spital
und Praxis ein. Es hat die folgenden Aufgaben: Bildspeiche-
rung (Archivierung), Bildbefundung (Analyse), einschliesslich
der digitalen Nachverarbeitung der Bilder, sowie die Vertei-
lung der Bilder (Display). Alle zur Radiologie und Nuklearme-
dizin gehörenden bildgebenden Systeme (Modalitäten) wur-
den ans PACS angeschlossen, ebenso auch einige andere,
zum Beispiel das Herzkatheter-Labor, die Sonografiegeräte in
der Neurologie, HNO und Rheumatologie, die Röntgenein-
richtung der Urologie und das Zahnfilmsystem der Kieferchi-
rurgie. Weitere Anbindungen sind geplant.

Bildverteilung an die Hausärzte


Für die Versorgung peripherer Arztpraxen mit den Bildern
­ihrer Patienten haben sich gesicherte Internetverbindungen
(HIN, Health Info Net) bewährt. Die Hausärzte werden mit
komprimierten Bildern versorgt. Die Übertragung geht schnell
und ist praktikabel. Die Qualität ist zwar leicht reduziert, ge-
nügt aber für die Weitergabe der relevanten Informationen in
Zusammenhang mit dem Befund. Für Hausärzte, die keine di-
gitale Anbindung an das PACS haben, werden die Bilder auf
CD oder DVD mitgegeben. Relevante Bilder werden für einen
sofortigen Bildeindruck auf Papier ausgedruckt. CD und DVD
finden eine unterschiedliche Akzeptanz. Der Aufruf der Bilder
ab CD/DVD kann relativ viel Zeit in Anspruch nehmen und
den Betrieb in der Arztpraxis stören. Ein schneller Zugriff setzt
eine leistungsfähige Hardware voraus. Die jeweilige Lösung
wird gegebenenfalls mit dem zuweisenden Arzt individuell
abgesprochen.
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Institute 55

Radio-Onkologie
IMRT: Moderne Bestrahlungsmethode

Die intensitätsmodulierte Radiotherapie (IMRT)


ist eine Bestrahlungsmethode, die sich in der Praxis
bewährt. Vorteilhaft sind die individuelle Dosie-
rung und die grössere Schonung des Gewebes.

Immer präzisere Strahlentherapien


In den letzten Jahren wurden für die Strahlentherapie immer
präzisere und komplexere Bestrahlungsmethoden entwickelt,
die es erlauben, eine höhere Dosis im Tumor bei gleichzeitig
niedrigerer Dosis in den Risikoorganen zu applizieren. Eine
dieser Methoden ist die intensitätsmodulierte Radiotherapie
(IMRT). Im Gegensatz zur konventionellen Strahlentherapie
ist die IMRT in der Lage, durch spezielle Rechenalgorithmen
die eingestrahlten Felder des Linearbeschleunigers durch
Multileaf-Kollimator (MLC-)Bewegungen während der Be-
strahlung zu modulieren. Diese Modulation ermöglicht eine
individuelle Dosisanpassung an den Tumor und gleichzeitig
eine grössere Schonung des umliegenden Gewebes.

«Sliding Window» – eine elegante Technik


Die Radio-Onkologie am KSL verwendet die dynamische Mul-
tileaf-Technik, eine elegante Methode, die auch unter dem
Namen «Sliding Window» bekannt ist. Diese dynamische
Technik beruht auf der stetigen Bewegung der Lamellen des
MLC in eine Richtung während kontinuierlich eingeschalteter
Strahlung. Hierbei wird das Intensitätsprofil der Photonen-
strahlung praktisch beliebig genau der gewünschten Dosis-
verteilung im Zielvolumen angenähert.

Bestrahlung von HNO- und Prostata-Karzinomen


Die IMRT wird hauptsächlich zur Bestrahlung konkaver Tu-
morvolumina eingesetzt, die sich um ein oder mehrere Risi-
koorgane wölben, zum Beispiel, wenn sich ein HNO-Tumor
um das Rückenmark oder die Prostata um das Rektum wölbt.
Die Bestrahlung von HNO-Tumoren und Prostata-Karzinomen
mittels IMRT gehört seit einem beziehungsweise seit zwei
Jahren zum Standardrepertoire des Instituts für Radio-Onko-
logie am KSL.
56 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Institute

Blickpunkte

Zentrum für LaborMedizin (ZLM) Hämatologisches Zentrallabor (HZL) Labor Kinderspital (LKI)
Erweitertes Analysen- Neue Möglichkeiten Schnellere Diagnostik
spektrum – grösseres Die zunehmende Komplexität der für Onkologiepatienten
Auftragsvolumen Technologie und ein immer schnel- Bedingt durch das neue Onkologie-
Das Bestreben des ZLM, sein Analy- lerer Arbeitsrhythmus verlangen den konzept konnte im LKI mit dem
senspektrum mit hohem Qualitäts- Mitarbeitenden viel Anpassungs- ­«cobas c 111» wieder ein Chemie­
bewusstsein und Innovation konti- und Veränderungsfähigkeit ab. Das analyzer angeschafft werden. Somit
nuierlich zu erweitern, hat sich mit HZL konnte die Stammzell-Analytik ist es möglich, bei den onko­lo­-
einer deutlichen Steigerung der (CD-34) einführen, die Analytik in g­ischen Patienten die wichtigsten
Analysenzahlen bezahlt gemacht. der Hämostase mit dem System Chemieparameter gleichzeitig mit
Für den Blutspendedienst SRK Zent­ STAR-Evolution optimieren und mit der Blutbildkontrolle kapillär zu
ralschweiz analysierten IMM und CZL der Master-Software in der Morpho- ­bestimmen. Dadurch können War­
insgesamt gegen 20 000 Blutspen- logie den Kliniken neue Möglich- tezeiten verkürzt werden.
den auf verschiedene Infektionserre- keiten in der Diagnostik der Blut­
ger (Hepatitis B, Hepatitis C, HIV, zellen eröffnen.
­Syphilis) beziehungsweise Parameter
(Alanin-Aminotransferase). Ein Institut für Medizinische Mikro­
­wichtiger Meilenstein war die Ak­ biologie (IMM)
kreditierung nach ISO/IEC 17 025. Innovation
Das IMM hat sein Angebot mit einer
Chemisches Zentrallabor (CZL) Real-Time-PCR für den Nachweis
Konsolidierung des Cytomegalievirus (CMV) bezie-
Das CZL hat die Analysenpalette hungsweise aller enteropathogenen
den sich laufend ändernden Bedürf- Escherichia coli (Kolibakterien) wei-
nissen, inklusive der PCR-Diagnostik, ter ausgebaut. Wertvoll für spital­
angepasst und erweitert. Um die hygienische Abklärungen war die
weiterhin anhaltende Zunahme der Anschaffung eines zweiten Cycler,
Analysen zu bewältigen, wurden im der eine noch schnellere und flexib-
Rahmen einer Konsolidierung vier lere PCR-Analyse von MRSA (methi-
ältere Analyzer nach eingehender cillin-resistenten Staphylokokken)
Validation durch zwei neue, leis­ erlaubt. Neu durchgeführt wird auch
tungsfähigere Geräte ersetzt. Erste der QuantiFERON Gold Test zur
räumliche und apparative Anpas- ­Diagnose einer TB-Infektion. Als vom
sungen für die vorgesehene enge Bund ernanntes ­Regionallabor ver-
Zusammenarbeit mit dem Institut fügt das IMM über die Kompetenz,
für Pathologie auf dem Gebiet der im Fall von B-Ereignissen gefährliche
molekularen Diagnostik wurden Erreger (zum ­Beispiel Anthrax) mo­
vorgenommen. lekular zu diag­nostizieren.
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Institute 57

Pathologisches Institut
Partnerschaft grossgeschrieben

Das Pathologische Institut ist der Partner für alle


Fächer der Medizin. Es zeichnet sich durch ein
breites Spektrum an diagnostischen Aufgaben aus
und betreibt die Untersuchungen auf methodisch
höchstem Niveau.

«As is your pathology as is your medicine»


Dieser Satz des grossen kanadischen Arztes William Osler auf
der Begrüssungsseite des Internetauftritts des Pathologischen
Instituts steht für das Selbstverständnis des Instituts, das sich
als Partner für alle Disziplinen der Medizin sieht. Um die Zu-
sammenarbeit mit den zahlreichen externen Einsendern noch
problemloser zu gestalten, wurde 2007 viel Zeit und Energie
in den neuen Internetauftritt investiert. Die Einsender finden
dort umfassende Informationen, technische Hinweise, wich-
tige Telefonnummern, Formulare für die zytologische und
­histologische Untersuchung sowie Spezialformulare für die
Gastroenterologie und die Gynäkologie.

Diagnosen noch präziser


Durch den systematischen Ausbau der am Pathologischen In-
stitut zur Verfügung stehenden Spezialmethoden wurde die
Partnerschaft zwischen dem Institut und allen klinisch tätigen
Kolleginnen und Kollegen auf ein hohes Niveau gehoben. Für
die Immunhistologie stehen jetzt drei Färbeautomaten der
neusten Generation zur Verfügung. Mit diesen können pro
Jahr über 20000 Untersuchungen durchgeführt werden. Die
Zahl der angebotenen Tests liegt jetzt bei zirka 100 verschie-
denen Analysen. Neu eingeführt wurde auch die Technik der
RNA-in-situ-Hybridisierung. Jetzt können die Diagnosen,
selbst von seltenen Krebserkrankungen, noch sicherer gestellt
werden.

Krebspatientinnen profitieren von hoher Qualität


Die Ergebnisse der molekularpathologischen Untersuchungen
fliessen unmittelbar in Therapieentscheidungen ein. Hier ist
der Pathologe auf ganz neue Weise zum Partner des am Pati-
entenbett tätigen Kollegen geworden. Das beste Beispiel ist
die Bestimmung des HER2-Gen-Status beim Mammakarzi-
nom mit Hilfe der FISH-Technik (FISH = Fluoreszenz-in-situ-
Hybridisierung). Der FISH-Test hat in Luzern die Immunhis­to­
logie als primäre Analysenmethode für HER2 im Jahr 2007
abgelöst. Die Pathologie Luzern gehört zu den fünf Instituten
in der Schweiz, die diesen Test standardmässig bei jedem
Brustkrebsfall durchführen. Auch für andere Krebspatienten
58 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Institute

wurden FISH-Analysen als Zusatzuntersuchung etabliert. So


helfen FISH-Tests bei der Beurteilung unklarer Zytologien aus
den ableitenden Harnwegen, zum Beispiel bei Patienten mit
Harnblasenkrebs, und bei Zelluntersuchungen aus der Lunge
und den Atemwegen, zum Beispiel bei Verdacht auf Lungen-
krebs.

Autopsie zentral für Qualitätssicherung


Die Partnerschaft von Radiologie und Pathologie konnte im
Jahr 2007 durch die tatkräftige Unterstützung der Informatik­
abteilung bei der Anbindung des Autopsiesaales an das
PACS-System der Radiologie auf eine neue Stufe gehoben
werden. Der direkte Vergleich der Bilder mit den Organbe-
funden ermöglicht es dem Pathologen, den krankhaften
­Organveränderungen genau nachzuspüren. Gleichzeitig lernt
der Radiologe die Befunde, die mit CT, MRT oder konven­
tionellem Röntgen erhoben werden, noch besser zu interpre­
tieren.

Apotheke
Von Alkohol über Morphin bis Viagra

Die Apotheke des Kantonsspitals Luzern stellt


spezifische Arzneimittel selber her und schliesst
damit eine Versorgungslücke.

Herstellung spezieller Arzneimittel


Spezialkliniken an grossen Spitalzentren therapieren heute
oft mit Arzneimitteln, die im Handel nicht erhältlich sind, weil
die Nachfrage zu klein ist oder weil sie so neu sind, dass sie
noch nicht industriell produziert werden. Grosse Spitalapo­
theken sind dank ihrem pharmazeutischen Know-how in der
Lage, diese Versorgungslücke zu schliessen. Die auf den ein-
zelnen Patienten ausgerichtete Herstellung von speziellen
Arzneimitteln hat in den letzten Jahren auch in der Spital­
apotheke des KSL zugenommen.

Von der Warzensalbe bis zur Chemotherapie


Im Frühjahr wurde das neu erbaute Speziallabor für die routi-
nemässige zentrale Zytostatikaherstellung in Betrieb genom-
men. Jetzt können die Chemotherapien für alle stationären
Patienten, insbesondere auch für die Kinder, individuell und
unter höchsten Sicherheitsstandards zubereitet werden. Zu-
dem wurde die Nachfrage aus den Kliniken nach anderen
aseptischen Produkten immer grösser. Dazu zählen vor allem
Fertigspritzen aller Art für die Intensivmedizin, die Anästhe-
sie, die Augenklinik und die diagnostische Medizin. Neben
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Institute 59

diesen sterilen Injektionspräparaten fabriziert die Luzerner


Spitalapotheke auch weiterhin viele konventionelle Arznei-
formen wie Salben, Lotionen, Gurgelmittel, Spüllösungen,
Nasensprays, Sirupe, Morphintropfen, Zäpfchen und vor
allem viele Kapseln.

Qualitätsgesicherte Kapselproduktion
Da bei vielen Arzneien keine kindergerechten Dosierungen
existieren, müssen oft aus den für Erwachsene bestimmten
oralen Formen, beispielsweise Tabletten, für Kinder und
Säuglinge individuelle gewichtsangepasste Dosierungen her-
gestellt werden. Die Spitalapotheke produziert rund 100 ver-
schiedene Kapselprodukte, darunter auch niedrig dosierte
Viagra-Kapseln für Säuglinge mit ganz bestimmten lebensbe-
drohlichen Lungenproblemen. Regelmässige Untersuchungen
im analytischen Labor stellen die Qualität der Kapseln sicher.
Die konsequente Qualitätskontrolle jedes einzelnen Rezeptur­
ansatzes geht weiter als es die gesetzlichen Normen verlan-
gen. Die Patienten am KSL können sicher sein, dass die
­abgegebenen Kapseln exakt das enthalten, was auf der
­Packungsetikette deklariert ist.

Gefragte Arzneimittel der Marke «Luzern»


Die Apotheke stellt als eine der wenigen Spitalapotheken
Thalidomid-Kapseln her. Das Thalidomid hemmt unter ande-
rem Gefässneubildungen und wird heute mit Erfolg bei
­gewissen hämatologischen Krebserkrankungen eingesetzt. In
Luzern werden unter Einhaltung grosser Sicherheitsmassnah-
men die Thalidomid-Kapseln in zwei Dosierungen für die
halbe Schweiz produziert. Einige Krankenkassen gewähren
die Kostengutsprache für diese Therapie nur unter der Bedin-
gung, dass die Kapseln aus Luzern stammen. 2007 hat die
Spitalapotheke 12000 Thalidomid-Kapseln in einem Wert
von rund 60000 Franken hergestellt und abgesetzt. Zwei
Drittel davon gingen an externe und ausserkantonale Pati-
enten.
62 KSL-Jahresbericht 2007 Pflege, Soziales

«Unsere Pflegepraxis basiert auf den neuesten


Erkenntnissen der Pflegewissenschaft. Der
­Patient und seine Angehörigen stehen dabei
immer im Zentrum. Wir respektieren die Einzig-
artigkeit jedes Menschen, seine individuellen
Bedürfnisse und Anliegen. Alle Mitarbeitenden
geben ihr Bestes für die Gesundheit, die Lebens-
qualität und das Wohlbefinden der Patientinnen
und Patienten.»
Margrit Fries, Departementsleiterin

Departementsleiterin
Margrit Fries

Ausbildung Pflegeberufe
Bereichsleiterin
Maria Fuchs*
Berufsvorpraktika und IDEM
Leiterin
Martina Ziegler
Bildung – Beratung – Entwicklung
Bereichsleiterin
Ursula Limacher
Fachberatung
Leiter
Martin Wingeier
Pflegeentwicklung und -qualität
Leitung
Rahel Naef**
Rettungsdienst, Sanitätsnotruf 144
Leiter
Günther Becker
Seelsorge
Leiterin
Brigitte Amrein
Sozialdienst
Leiterin
Esther Graf

* 2007 verstorben
** 2007 ausgetreten
KSL-Jahresbericht 2007 Pflege, Soziales 63

Departement Pflege, Soziales

Pflegedienst Pflegeentwicklung & Qualität


Die Patienten im Mittelpunkt Pflegemodell setzt Massstäbe

Die von der Kaderkonferenz Pflege verabschie- Das pflegerische Praxismodell am Kantonsspital
deten Jahresziele wurden erreicht. Die Projekte Luzern steht für eine patienten- und familienzen-
«PflegeexpertInnen», «pflegerisches Praxismodell» trierte Pflege. Was ist darunter zu verstehen?
und «Patienten, Familien und Personal in Ausnah-
mesituationen» sind in Bearbeitung. Theorie und Praxis
Das pflegerische Praxismodell definiert die Pflege am Kantons­
Pflegeexpertinnen für die Klinischen Departemente spital Luzern. Im Zentrum steht die Patienten- und familien-
Mit dem Projekt «PflegeexpertInnen für die Klinischen De- zentrierte Pflege (PZP), ein Ansatz, bei dem bewusst die Sicht
partemente» soll einerseits die Fachunterstützung der Pfle- des Patienten eingenommen wird. Unter der PZP wird sowohl
geteams und der Führung verbessert werden. Anderseits soll die Philosophie als auch die Praxis der Patientenversorgung
der Leistungsauftrag zur Förderung einer auf dem aktuellsten verstanden. Das PZP-Modell ist in einem internen Dokument
Wissensstand beruhenden, qualitativ hochstehenden Pflege- mit dem Titel «Pflegerisches Praxismodell am Luzerner Kan-
praxis besser wahrgenommen werden können. 300 Stellen- tonsspital» sowie in der Leitlinie «Patienten- und familien-
prozente der neu geschaffenen PflegeexpertInnenfunktionen zentrierte Pflege» festgehalten.
sind besetzt. Die StelleninhaberInnen verfügen über eine
pflegefachspezifische Weiterbildung oder stehen in der ent- Respekt, Zuwendung und Anteilnahme
sprechenden Ausbildung. Worum geht es im Wesentlichen? Die Patienten- und fami-
lienzentrierte Pflege findet mit allen Patienten und Patienten-
Klar definierte Qualitätsanforderungen gruppen statt. Es ist zentral, den Patienten und ihren Familien
Am KSL wird eine Pflegepraxis gefördert, die patientenzent­ zuzuhören und sie ernst zu nehmen, ihnen Fragen zu stel-
riert, theoriegeleitet, forschungsgestützt und erfahrungsba- len, um ihre Sicht und ihr Erleben in Erfahrung zu bringen.
siert ist. Diese qualitativ hochstehende Pflege orientiert sich Dabei werden Anliegen besprochen, Möglichkeiten erkundet
an den Bedürfnissen und Prioritäten der Patienten und ih- und Massnahmen abgeklärt. Die Grundlage ist eine Haltung,
rer Familien und baut auf den aktuellen Erkenntnissen der die von sorgender Zuwendung und Anteilnahme geprägt ist.
Pflegewissenschaft auf. Die Grundlagen dazu sind in einem Dazu gehört, dass die Entscheidungen der Patienten und ih-
Praxismodell festgehalten, das von den Entscheidungsträgern rer Familien respektiert werden. Denn alle Aktivitäten und
des KSL gutgeheissen worden ist. Es beinhaltet die Grund- Massnahmen, die im Betreuungsteam eingeleitet werden,
sätze der patientenzentrierten Pflege, den Pflegeprozess und haben sich an den Bedürfnissen, Anliegen und Prioritäten der
die Organisation der Pflege auf Stationsebene. Betroffenen zu orientieren.

Professionelle Hilfe in Ausnahmesituationen Im Kern: Die Patienten und ihre Familien


Die Patienten und ihre Familien befinden sich oft in Ausnah- Das pflegerische Praxismodell am KSL besteht aus einem
mesituationen. Im Spitalalltag gibt es zudem Situationen, in Kern und vier Dimensionen, die sich überlappen und sich ge-
denen die Sicherheit von Patienten, Angehörigen und Mitar- genseitig beeinflussen. Im Kern beziehungsweise im Zentrum
beitenden in Frage gestellt ist. Um besser darauf reagieren zu des PZP-Modells befinden sich die Empfänger der Pflege,
können, wurden die verschiedenen Ausnahmesituationen, die nämlich die Patienten und ihre Familien. Die Essenz einer pro-
betroffenen Gruppen und die bestehenden Dienstleistungen fessionellen Pflegepraxis ist die Patientenorientierung, das be-
erfasst und genau analysiert. Nun liegen eine Ist- und Be- deutet, für die Patienten und ihre Familien zu sorgen, indem
darfsanalyse sowie Empfehlungen für weitere Massnahmen deren Sichtweisen, Anliegen und Prioritäten eruiert werden
und deren Priorisierung vor. Patienten, Familien und Mitar- und die Pflege auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtet
beitende, die sich in Ausnahmesituationen befinden, können wird. Die Beziehungen zu Patienten und Familien orientie-
jetzt wirksamer unterstützt werden. ren sich an ihrer Definition von Gesundheit und Krankheit
und bauen auf ihrer subjektiven Realität auf. Die Pflegenden
respektieren die Einzigartigkeit jedes Menschen sowie seine
physischen, psychosozialen, spirituell-emotionalen und kultu-
64 KSL-Jahresbericht 2007 Pflege, Soziales

rellen Anliegen und Bedürfnisse. Dazu gehört, dass die Pa-


tienten und ihre Angehörigen aktiv an Entscheidungen, die
ihre Gesundheit und Pflege betreffen, teilhaben können.

Erste Dimension: Ziele der Pflege


Die erste Dimension definiert die Ziele der Pflege. Die Pfle-
genden erhalten und fördern Gesundheit, Lebensqualität und
Wohlbefinden. Sie sorgen während der Betreuung für die Si-
cherheit der Patienten. Die Zufriedenheit der Betroffenen mit
der Pflege und der Betreuung ist entscheidend und damit die
Richtschnur für das professionelle Handeln. Mit den Patienten
und Familien wird eine partizipative Beziehung angestrebt.

Zweite Dimension: Grundsätze der Pflege


Die zweite Dimension umfasst die Grundsätze der Patienten-
und familienzentrierten Pflege und definiert das Wesentliche
einer solchen Praxis. Diese Grundsätze bringen Haltung und
Wertvorstellungen zum Ausdruck, die wiederum in spezi-
fischem pflegerischem Wissen verankert sind. Dazu gehören
unter anderem Respekt und Menschenwürde. Die Patienten
sind die Experten ihres eigenen Lebens und Partner bei allen
Entscheidungen.

Dritte Dimension: Kernmerkmale der Pflegefachperson


Die dritte Dimension beinhaltet die Kernmerkmale der Pflege-
fachperson, die sie braucht, um eine patientenzentrierte und
bestmögliche Pflege zu erbringen. Pflegefachpersonen benö-
tigen vielfältige Kompetenzen, die sich auf die Beziehungsge-
staltung von Person zu Person, auf ihr Fachgebiet Pflege und
euungsteam auf die eigene Entwicklung beziehen. Kompetenzen setzen
Betr Unt
en er s
n ell tü sich aus Wissen, Wissen-Wie und Verhalten zusammen.
o tz
ssi nd Sozialkomp en
fe
un gs- u ete de
ro
z ieh nz
ti p

Be rende
– Partne Vierte Dimension: Umgebungsfaktoren
rg
ul

r
Füh Me ns ch in En
an
m

als sp e k t enw t
isa

Die vierte Dimension beschreibt die Umgebungsfaktoren, die


im

ti n R e ür s c
tio

de
gen

he
n

für eine professionelle Pflegepraxis und eine optimale Pflege


nss
ti e

id
hun

un
Pa

yste
Le Sich
Ge ensq rhei
leg eit

ausschlaggebend sind. Diese Faktoren gestalten und beein-


gen
b
Bezie

su ua t
Pf nh
e

me
nd lit
e

flussen die Umgebung, in welcher Pflege und Begegnungen


m ied

he ät
e
fr

it
it
Zu

Patienten zwischen Patienten, Familien, Pflegefachpersonen und ande-


Familien
Angemes

Fach- un

etenz

ren Berufsgruppen stattfinden. Sie ermöglichen oder behin-


dern eine patientenzentrierte, wirksame und qualitativ hoch-
om p

ngen
n
P at
dM

Beziehung
t io
sene

stehende Pflege.
K o t al

eK

Partizipation
i en

na

idu
or n
eth

nt

n
se

s
s E u itä
di

ich

ze
i
Tea

he
od

xp t vo P r o Ko
nl

tsc

n &
mz

en

e

om rte Fachperson
ns
En
er
k

des P
eigenen Lebe
us

pe
e
am

te
ch

en n z
m

tli

f
se
tz ha
un e rsc
ge tn
n&
klin Par
ische Supportdienste
KSL-Jahresbericht 2007 Pflege, Soziales 65

Ausbildung
Ausbildung auf allen Stufen

Das Luzerner Kantonsspital bietet Ausbildungen


auf den Stufen HF (Höhere Fachschule) und
DN II (Diplom Niveau II) sowie auf der Sekundar-
stufe II an.

14 Abschlüsse auf Stufe HF


In Luzern konnten auf der Tertiärstufe zum ersten Mal acht
Studierende auf das Examen für diplomierte Pflegefachfrauen
vorbereitet werden. Gemeinsam mit sechs Kolleginnen aus
Sursee und Wolhusen durften sie ihren erfolgreichen HF-Ab-
schluss feiern und eine Uhr entgegennehmen.

83 Abschlüsse auf Stufe DN II


2007 traten 36 Studierende ihre Ausbildung zur dipl. Pfle-
gefachfrau an, davon 25 mit dem Schwerpunkt Erwachsene
und 11 mit dem Schwerpunkt KJFF (Kind, Jugendliche, Frau
und Familie). 72 Lernende schlossen ihre Ausbildung als Pfle-
gefachpersonen mit dem DN II, Schwerpunkt Erwachsene
und Kind, ab. Bei den Hebammen erhielten 11 Lernende das
DN-II-Diplom.

46 auf dem Weg zum Abschluss FAGE EFZ


Auf der Sekundarstufe II starteten 27 Jugendliche ihre drei-
jährige Lehre zur FAGE (Fachangestellte Gesundheit). 19 Ju-
gendliche begannen das 4. Ausbildungsjahr nach der Fach-
mittelschule (FMS). Sie sind auf alle Bettenstationen verteilt
und haben ein gemeinsames Ziel: den Lehrabschluss als Fach-
angestellte mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis (FAGE zunehmenden Zahl der Studierenden wird nach Lösungen ge-
EFZ). sucht, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden.
Insbesondere werden zusätzliche Räumlichkeiten benötigt.
89 Studierende im LTT
Die Organisation der LTT-Praxis (Lernbereich Training und
Transfer) für die ganze Zentralschweiz hat viele neue Heraus- Spitalseelsorge
forderungen gebracht. Im Pavillon 48 und in der Lernwerk- Bedürfnis nach Seelsorge
statt wurden 89 Studierende (1. bis 3. Ausbildungsjahr) in die
praktischen Arbeiten eingeführt, geschult und trainiert. Die Die Spitalseelsorge umfasst ein weites Spektrum
Praxislehrpersonen von Luzern, Sursee und Wolhusen über- anspruchsvoller Aufgaben. Die Mitarbeitenden
nahmen den grössten Teil dieser Unterrichtssequenzen – ins- sind zu jeder Tages- und Nachtzeit einsatzbereit.
gesamt 4800 Arbeitsstunden. Der Priestermangel führt dazu, dass das Team
zurzeit ohne Priester ist.
Mehr Studierende, grösserer Raumbedarf
Anhand des Rahmenlehrplans wurden die diversen Module Hauptaufgaben der Spitalseelsorge
erarbeitet und für die Durchführung vorbereitet. Parallel wur- Zu den Kernaufgaben der Spitalseelsorge gehören Kranken-
de das Sekretariat aufgebaut, damit die Betriebe bedient und besuche sowie die Begleitung von PatientInnen und Ange-
die Administration gewährleistet werden kann. Aufgrund der hörigen über eine längere Zeit hinweg. Weitere Hauptauf-
66 KSL-Jahresbericht 2007 Pflege, Soziales

Blickpunkte

Sozialdienst für Rettungsdienst,


Patienten Sanitätsnotruf 144
Lösungen finden Fast 50000 Einsätze disponiert
«Lösungen finden» – im Sozialdienst Am 2. November 2007 wurde der
für Patienten immer ein zentrales Kanton Uri an die Sanitätsnotrufzent­
Thema – war das Weiterbildungs- rale 144 des Luzerner Kantonsspitals
motto des Teams im Jahr 2007. Ge- angeschlossen. Die Umschaltung
sprächstechniken und Beziehungs­ und Inbetriebnahme erfolgten prob­
gestaltung spielen dabei stets eine lemlos. Jetzt werden alle Notrufe
grosse Rolle. Und dennoch gibt es auf die Nummer 144 aus der ganzen
­Situationen, in denen guter Rat teu- Zentralschweiz – inklusive Bezirk
er ist. So weigerte sich beispielswei- Küssnacht, jedoch ohne den übrigen
se eine betagte Dame trotz klarer Kanton Schwyz – von der Sanitäts-
­Indikation und geduldigem Umfeld notrufzentrale am Luzerner Kan-
tagelang, der Suche nach einem tonsspital entgegengenommen und
dringend notwendigen Ferienbett disponiert. Ausserdem werden die
in einem Pflegeheim zuzustimmen. Anrufe auf die Nummer des ärzt-
Erst als ein «nebensächliches» Prob­ lichen Notfalldiensts (041 211 14 14)
lem, nämlich die Unterbringung betreut. Die Spezialisten in der Lu-
ihres Hündchens in einer für sie ver- zerner Notrufzentrale nehmen eine
trauenerweckenden Hunde-Ferien- Triage vor und bieten die entspre-
pension gelöst war, konnte sie ihrer chende Hilfe auf. So wurden im Jahr
eigenen Platzierung endlich zustim- 2007 insgesamt 20 350 Rettungs­
men. einsätze mit der Ambulanz veran-
lasst. Dazu kamen 27648 Fälle, in
denen ein Notfallarzt aufgeboten
wurde. Zum Einsatz kommen jeweils
die Ambulanzen und Ärzte der je-
weiligen Region. Der Rettungsdienst
des Luzerner Kantonsspitals führte
in seinem Gebiet 7639 Einsätze
durch.
KSL-Jahresbericht 2007 Pflege, Soziales 67

gaben sind Kriseninterventionen nach schweren Ereignissen


– zum Beispiel bei einem Unfall mit Toten und Verletzten, bei
einem Lawinenunglück oder einem Suizid – sowie seelsorg-
liche Unterstützung für Mitarbeitende. Der Sonntagsgottes-
dienst wird jeweils in die Patientenzimmer übertragen und
hat nach wie vor einen hohen Stellenwert. Der Empfang der
Kommunion im Zimmer entspricht einem grossen Bedürfnis
vieler Patienten. Dasselbe gilt für die Krankensegnung und
die Krankensalbung für sterbende Menschen.

120 Einsätze in der Nacht


Viele Einsätze leistet der Nachtpikettdienst: Im Jahr 2007
waren es 40 Einsätze auf Notfall- und Intensivstationen, 60
Einsätze auf der Medizin und insgesamt 20 Einsätze auf der
Chirurgie, in der Frauenklinik, im Kinderspital und in der Psy-
chiatrischen Klinik. Zu den weiteren Aufgaben gehören Aus-
bildung und Supervision für ehrenamtlich tätige Sitzwachen,
Unterricht am Ausbildungszentrum für Gesundheitsberufe,
Vorträge für unterschiedliche Interessengruppen, Mitarbeit in
Projekten und Weiterbildungen, das Verfassen von Artikeln
für Fachzeitschriften und die Durchführung von Seelsorge-
praktika.

Viele Projekte und Aufgaben


Die Spitalseelsorge leistet im Bereich «Dispositiv besonde-
re Lagen (DBL)» einen wesentlichen Beitrag. Die Leiterin
der Spitalseelsorge engagiert sich in der Einsatzleitung. Das
Seelsorgeteam wird bei einem Ernstfall über den Grossalarm
aufgeboten. Alle SpitalseelsorgerInnen verfügen über eine
Ausbildung in Notfallseelsorge. Die Spitalseelsorge ist seit
Jahren in die Krisenbegleitung von Menschen in Ausnahme- Spitalseelsorge ohne Priester im Team
situationen und in das spitaleigene Projekt «Palliative-Care» Der akute Priestermangel wird erstmals auch in der Spital-
eingebunden. seelsorge sichtbar. Trotz intensiven Bemühungen konnte im
August 2007 kein Priester gefunden werden, der die Stelle
Umgang mit verstorbenen Menschen des mittlerweile pensionierten Kollegen übernommen hätte.
Am Luzerner Kantonsspital sterben pro Jahr rund 600 Men- Aus diesem Grund werden Priester der Stadt Luzern gerufen,
schen. Dem Abschied mit Angehörigen auf der Station wie damit diese das Sakrament der Krankensalbung spenden und
auch im Aufbahrungsraum kommt dabei eine besondere Be- die Eucharistie am Sonntag feiern. Die Ausbildung der katho-
deutung zu. Die Spitalseelsorge begleitet Einzelne und Grup- lischen und reformierten Seelsorger umfasst neben dem The-
pen zu jeder Tages- und Nachtzeit in den Aufbahrungsraum. ologiestudium die Klinische Seelsorgeausbildung, die Ausbil-
Die Koordination mit anderen Diensten und bei der Überfüh- dung in Notfallseelsorge sowie zusätzliche Schwerpunkte in
rung von Verstorbenen ins Ausland ist eine weitere Unter- den Bereichen Beratung, Krisenbegleitung, Ethik und Palliati-
stützung, die erbracht wird. Diese Dienstleistungen entlasten ve-Care. Das fundierte Wissen hilft den Seelsorgerinnen und
die Pflege wesentlich. Seelsorgern, die vielfältigen und anspruchsvollen Aufgaben
zu bewältigen.
70 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Betriebswirtschaft und Infrastruktur

«Gemeinsam mit meinen Mitarbeitenden gehe


ich die anstehenden Veränderungen offen und
mit Respekt für das bisher Geleistete an. Gleich-
zeitig suchen wir nach neuen Lösungen und Mög-
lichkeiten. Ab dem 1.1.2008 sind wir nicht nur
mitbestimmend in der Weiterführung einer über
100-jährigen Geschichte, sondern aktiv am Aufbau
einer der grössten Unternehmungen im Kanton
Luzern beteiligt. In diese Ära wollen wir erfolg-
reich starten.»
Roger Müller, Departementsleiter
Departementsleiter
Roger Müller

Leiter Informatik
Dr. Peter Steinmann
Leiter Finanzen
Kurt Heinzer
Leiter Personaldienst
Hans Ruedi Meier
Leiter Ökonomie
Beat Furrer
Leiter Technik, Bau und Sicherheit
Bruno Sager

Stabsstellen
PhD Dr. Guido Schüpfer,
Chef medizinische Stabsbereiche
Priska Birrer-Heimo, Projekte
Thomas Kaufmann,
Qualitäts- und Riskmanagement
Othmar Bertolosi,
PR und Kommunikation
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Betriebswirtschaft und Infrastruktur 71

Departement Betriebswirtschaft
und Infrastruktur

Departement Betriebswirtschaft • Vorbereiten einer Überführung der drei Unternehmungen


und Infrastruktur in das Luzerner Kantonsspital (Etappierung).
Start in neue Ära
Anspruchsvolle Umsetzung
Die Zusammenführung der kantonalen Spitäler Der Entscheidungsprozess war intensiv und wird sich in der
stellt das Departement Betriebswirtschaft und Überführungsphase bestimmt wiederholen. Man spürt, dass
Infrastruktur vor neue Aufgaben. Es nimmt eine ein Change-Management-Prozess in der praktischen Umset-
zentrale Funktion als Dienstleister innerhalb des zung weit mehr abverlangt, als dies aus der Theorie zu erwar-
grösser werdenden Unternehmens ein. ten ist. Trotzdem nehmen die Verantwortlichen die Verände-
rung als Herausforderung an. Sie halten sich bereit, das Ziel
Abstimmung und Synchronisation der Kernprozesse nicht aus den Augen zu verlieren und wenn nötig vom einge-
Das Departement Betriebswirtschaft und Infrastruktur am schlagenen Weg (Konzept, Lösungen) abzuweichen und eine
Luzerner Kantonsspital übernimmt mit den Bereichen Tech- alternative Lösung anzugehen.
nik, Bau und Sicherheit, der Ökonomie, der Informatik, der
Abteilung Finanzen und der Personalabteilung eine wichtige
Querschnittsfunktion innerhalb der Unternehmung. Das De- Technik, Bau und Sicherheit (TBS)
partement ist das Dienstleistungsunternehmen innerhalb des Umfassendes Facility Management
Spitals und unterstützt die zentralen Kernprozesse rund um
den Patienten. Mit der Zusammenführung der Spitäler Sur- Mit der Einführung eines umfassenden Facility-
see, Wolhusen und Luzern nehmen sowohl die Komplexität Management-Systems (FM) steuert, überwacht und
als auch der Anspruch zu mehr Abstimmung und Synchroni- bewirtschaftet die Abteilung Technik, Bau und
sation in den Prozessen deutlich zu. Diese Veränderung for- Sicherheit zukünftig alle Gebäude, Liegenschaften,
dert von allen Betroffenen Höchstleistungen. Die Führungs- Geräte und Systeme im Luzerner Kantonsspital, in-
verantwortlichen des Departements Betriebswirtschaft und klusive der betrieblichen Abläufe und Prozesse.
Infrastruktur sind sich der Wichtigkeit und Dringlichkeit die-
ser Aufgaben bewusst. Leistungsstarkes System vernetzt alle Standorte
Als grundsätzlich neue Idee spielt der strategische Ansatz im
Komplexe Führung, markante Weichenstellungen Facility Management eine entscheidende Rolle. Ziel der koor-
Die Führungsorganisation im Departement Betriebswirtschaft dinierten Abwicklung von Prozessen ist die Überwachung der
und Infrastruktur hat in den vergangenen Monaten markante Betriebs- und Bewirtschaftungskosten (Ableiten von Kosten-
Weichenstellungen vorgenommen. In ausführlichen Konzept­ senkungsmassnahmen), der Fixkosten (Veränderungspoten-
arbeiten wurden die Zusammenführung der administrativen zial) und der technischen Verfügbarkeit der Anlagen. Das
Prozesse (Finanzen, Patientenadministration, Personal, Tech- Facility Management umfasst die professionelle Abwicklung
nik, Bau und Sicherheit) sowie die Vernetzung und Verein- von Sekundärprozessen (Supportprozessen). Dazu gehören
heitlichung der Informatik an den drei Standorten Luzern, technische, infrastrukturelle und kaufmännische Aufgaben,
Sursee und Wolhusen vorbereitet. Dabei ging es um das die nicht in das Kerngeschäft einer Organisation fallen, son-
• Kennenlernen der verschiedenen Unternehmungen und dern diese unterstützen. Mit einer neu eingeführten Facility
deren Führungsorganisationen (Sursee, Wolhusen unterei- Management-Software steht ein leistungsstarkes Manage-
nander und in der Zusammenarbeit mit Luzern); mentsystem bereit, das im Endausbau über alle Standorte
• Analysieren der internen Prozesse und Netzwerke (Tech- vernetzt betrieben werden kann. Damit hat sich die Abtei-
nik, Bau und Sicherheit, IT, Finanzen, Ökonomie und Per- lung Technik, Bau und Sicherheit ideal auf die Verselbststän-
sonal); digung des Luzerner Kantonsspitals vorbereitet und könnte
• Strukturieren von neuen Möglichkeiten (Zentralisierung/ auch die ­Bewirtschaftung der LUKS-Liegenschaften zukünftig
Dezentralisierung) und des Einsatzes der Hilfsmittel (IT, Lo- ohne ­externe Unterstützung optimal managen.
gistik);
• Aufbereiten von nachhaltigen Lösungen (lokale Verant- Weiterentwicklung trotz knapper Raumressourcen
wortung, zentrale Führung) unter Einbezug aller zur Ver- Mit der Umnutzung des ehemaligen Personalwohnhauses zu
fügung stehenden Ressourcen; einem Bürogebäude konnten zusätzliche Raumressourcen
72 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Betriebswirtschaft und Infrastruktur

geschaffen und die Weiterführung der Ausbauten im Spi-


talzentrum zugunsten der Medizin gesichert werden. Damit
verhilft das Departement den operativen Disziplinen zum
benötigten Raumangebot und fördert die Optimierung der
Behandlungsprozesse. Die Bewirtschaftung der Raumressour-
cen wird eine Herausforderung bleiben, bis die Umsetzung
des Planungsberichts Spitalbauten am Standort Luzern auf-
genommen werden kann. Unterdessen sind Alternativen zu
prüfen; wenn nötig muss auf weitere Personalwohnhäuser
ausgewichen werden.

Ökonomie
Bewährtes mit Neuem verbinden

Zentralisierter Einkauf und dezentrale Lager­


bewirtschaftung: Das ist das neue Konzept.
Die Organisation wurde optimiert, die Logistik­
prozesse wurden angepasst.

Standortunabhängige Materialbewirtschaftung
Mit der Zentralisierung des Einkaufs am Standort Luzern (Ma-
terial, Medikamente) und einer weiterhin dezentral geführten
Lagerbewirtschaftung in Sursee, Wolhusen und Luzern setzt
die Ökonomie ein komplexes Führungsmodell um, das die
Stärken des Bewährten ideal mit Neuem verbindet. Unter-
stützt wird die neue Organisation durch die Informatik und
die damit verbundene Vernetzung der Applikationen. Im End-
ausbau wird eine zentrale Führung der Materialbewirtschaf-
tung möglich sein.

Rotationsprinzip und optimierte Prozesse


Trotz starker Verbundenheit von einzelnen Mitarbeitenden
mit den jeweiligen Stammstandorten tragen betroffene Kader­
mitarbeitende diesen Change-Prozess mit und nehmen ihn als
persönliche Herausforderung an. Unterstützt wird die Verän-
derung mit der Zusicherung von flexiblen Arbeitsplätzen an
den bisherigen Standorten. Damit ist der persönliche Kontakt
mit den Mitarbeitenden weiterhin gewährleistet. Selbstver-
ständlich erfordert dies ein Umdenken bei den Verantwort-
lichen und die Anpassung des bisherigen Führungsprozesses
an das neue Prinzip (Rotation). Die mit der Zusammenfüh-
rung geschaffenen Synergien unterstützen die weitere Op-
timierung der Hintergrundprozesse (Logistik, Verpflegung,
Kostenführerschaft) und den Ausbau der Servicequalität zu-
gunsten der Patienten und Mitarbeitenden.
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Betriebswirtschaft und Infrastruktur 73

Finanzen
Neue Aufgaben, neue Organisation

Zu den neuen Aufgaben, die das Luzerner


­Kantonsspital mit der Überführung in die Selbst-
ständigkeit übernimmt, gehören auch Tarif­
verhandlungen.

LUKS als direkter Verhandlungspartner


Zukünftig führt das Luzerner Kantonsspital alle Tarifver-
handlungen direkt mit den Krankenversicherern sowie dem
Branchenverband der schweizerischen Krankenversicherer
«santésuisse» und der Medizinaltarif-Kommission (MTK). Der
Kanton respektive das Departement Gesundheit und Sozi-
ales zieht sich von dieser Aufgabe zurück und wird neu zum
Leistungseinkäufer und somit zum direkten Verhandlungs-
partner des LUKS.

Veränderungen erfordern Umdenken


Weiter hat die Abteilung Finanzen einen konsequenten Inte-
grationsprozess initialisiert, mit dem die Finanz- und Betriebs-
buchhaltung und darin auch die Leistungsfakturierung an
einem Standort zentralisiert werden soll. Voraussetzung dafür
ist die erfolgreiche Zusammenführung aller für die Fakturie-
rung und für den Finanzprozess notwendigen Applikationen
und die Abstimmung des entsprechenden Datenstamms. Der
eingeschlagene Lösungsweg entspricht einem klassischen
Optimierungsprozess.

Einheitliches Leistungserfassungs-Modell (ELM)


Da die Entwicklung im schweizerischen Gesundheitswesen
unaufhaltsam fortschreitet, müssen die Management- und
Entscheidungsprozesse neu ausgerichtet werden. Um schnel-
lere Entscheidungen zu ermöglichen, sollten die Unterneh-
mensprozesse und Führungskennzahlen in leistungsfähigen
Management- und Simulationssystemen abgebildet werden
können. Dazu soll das bisherige Reportingsystem im Luzer-
ner Kantonsspital durch ein leistungsstarkes Managementin-
formationssystem (MIS) ersetzt werden. Die Leistungserfas-
sungssysteme von Sursee/Wolhusen sollen auf der Basis von
tarifneutralen Leistungen (TNL) mit dem System von Luzern
auf der Basis von TARMED vereint werden.
74 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Betriebswirtschaft und Infrastruktur

Blickpunkte

Informatik Informatik für alle Pioniertat «i-engine»


Totale Vernetzung und Prozesse zentral Eine Pioniertat ist die telemedizi-
Kommunikation Die Informatik nimmt in der Unter- nische Lösung «i-engine» des
Die Zusammenarbeit der Informatik- nehmens-Prozessführung eine ­Luzerner Kantonsspitals. Sie erlaubt
abteilung Luzern mit den Spitälern ­zentrale Rolle ein. Ohne die Unter- die elektronische Übermittlung
Sursee und Wolhusen basiert auf stützung durch die Informatik wären ­medizinischer Befunde. Das Health
einer mehrjährigen Kooperation. sowohl die medizinischen Behand- Info Net (HIN) gewährleistet eine
Auf diesen Kontakten baut auch das lungsprozesse (Kernprozess) als auch ­sichere Verbindung zu den nieder­
Projekt APPOLUS (Applikationsport- die Supportprozesse (Logistik, admi- gelassenen Haus- und Fachärzten,
folio Luzerner Spitäler) auf. Dieses nistrative Führung) unmöglich zu von denen immer mehr das Poten­
beinhaltet steuern und aufeinander abzustim- zial der «i-engine» nutzen. Viele
• den Neuaufbau des Patienten- men. Eine optimale Versorgung des Ärzte stellen einen Qualitätsgewinn
abrechnungs-, Dokumentations- Patienten wäre schlicht unmöglich. in der Behandlung ihrer Patienten
und Leistungserfassungssystems Kurz: Die Informatik ist eine der fest (siehe Bericht in diesem Teil).
(HOSPIS und Medfolio); strategischen Erfolgspositionen (SEP)
• die Parametrisierung des zentra- einer Unternehmung.
len Schnittstellensystems e*Gate;
• die Zusammenführung und
­Vereinheitlichung des Material­
bewirtschaftungssystems;
• die Abstimmung der PC-Systeme
(Sursee/Wolhusen) auf das
einheitliche Benutzerkonzept
(Luzern);
• die Konsolidierung der Server-
und Speicherumgebung.
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Betriebswirtschaft und Infrastruktur 75

Informatik allerdings an, noch über eine Beteiligung nachzudenken und


Tüpfelchen auf dem i: «i-engine» sich gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt anzumel-
den. Aller Anfang ist schwer: Zahlreiche Hausärzte konnten
Mit der telemedizinischen Lösung «i-engine» erst im persönlichen Gespräch am Telefon für das Projekt ge-
des Luzerner Kantonsspitals können Befunde wonnen werden.
elektronisch übermittelt werden. Mit dem Health
Info Net (HIN) besteht eine sichere Verbindung Hohe Akzeptanz
zu den niedergelassenen Haus- und Fachärzten. Rund ein Drittel der Top-Zuweiser mit HIN nutzen die «i-engi-
Das System ist eine Pioniertat und stösst auf ne». Die Akzeptanz und die Gesamtzufriedenheit sind hoch.
zunehmende Akzeptanz. 84,1 Prozent der Befragten sind sehr zufrieden oder zufrie-
den. 76,9 Prozent der Befragten wissen, an wen sie sich beim
Health Info Net gewährleistet Datensicherheit Auftreten eines Problems wenden können. Auch dies trägt
Das System «i-engine via HIN» ist ein webfähiges Sammelar- zur hohen Akzeptanz bei.
chiv mit Anbindung an das PACS (Picture Archiving and Com-
munication System). Medizinische Befunde können elektro- Zeitersparnis für Spital und teilnehmende Ärzte
nisch übermittelt werden. Nach einer Registrierung, die nur Das Luzerner Kantonsspital rechnet mit einer durchschnitt-
drei Mausklicks verlangt, können niedergelassene Hausärzte lichen Zeitersparnis im «Versandworkflow» von fünf Minuten
und Fachärzte, die ein Abonnement für das Health Info Net pro Bericht oder Bild. Der Versand erfolgt nach Freigabe au-
(HIN) besitzen, automatisch auf Berichte und Röntgenbilder tomatisiert über Nacht. Mehrfachausdrucke, Botengänge, das
ihrer Patienten zugreifen. Das HIN-System gewährleistet die Visieren, Einpacken usw. entfallen. Auch die externen Ärzte
Sicherheit der Patientendaten. sparen Zeit: 68,3 Prozent bestätigen diesen Sachverhalt.

30 000 Berichte und 15 000 Zugriffe Verbesserung der Behandlungsqualität


Verschiedene Faktoren werden der «i-engine via HIN» zum Aus der Umfrage zur «i-engine» geht hervor, dass zwei Drit-
endgültigen Durchbruch verhelfen – zum Beispiel: einfache tel der Ärzte an eine Qualitätsverbesserung glauben und dass
Anmeldung und Bedienung, kein zusätzliches Passwort (Zu- rund 42 Prozent der Befragten schon einen direkten Qua-
gang via HIN), schlankes und schnelles System, effizienter Zu- litätsgewinn in der Behandlung beobachten konnten. Sie
griff auf alle offenen Fälle. Die anvisierte Zielgruppe umfasst schätzen, dass Berichte, Befunde und Bilder online nachge-
über 600 Ärzte, die pro Jahr mehr als zehn Zuweisungen in schaut werden können, wenn die Behandlungssituation dies
das Luzerner Kantonsspital vornehmen. Die 427 Ärztinnen erfordert.
und Ärzte (62 Prozent), die ein HIN-Abonnement besitzen,
wurden für das «i-engine»-Projekt kontaktiert. Bis heute ha- Technische Qualität des Befundmaterials
ben sich 175 Teilnehmer registriert. Die Anzahl der Zugriffe Die technische Qualität der Laborbefunde, der OP-Berichte
schwankt zwischen 400 und 1100 pro Monat. In 18 Monaten und auch der Röntgenbilder wird durchwegs positiv bewer-
wurden 30 000 Berichte versandt und über 15 000 Zugriffe tet. Diese Dokumente können von den teilnehmenden Ärzten
von 140 Ärzten registriert. schon am Tag nach deren Erstellung abgerufen werden. Ob-
wohl die Röntgenbilder nur im JPEG-Format zur Verfügung
Aller Anfang ist schwer stehen, sind die Befragten sehr zufrieden mit der Qualität.
Mag. Johanna Kolb hat die Akzeptanz und die Nutzung des
neuen Systems in ihrer Diplomarbeit untersucht, die sie im Gute technische Funktionalität
Rahmen des Diplomstudiengangs «Gesundheitsmanagement Grundsätzlich wird die Einfachheit der «i-engine» gelobt. Es
im Tourismus» an der österreichischen Fachhochschule Joan- muss kein Passwort eingegeben werden, weil der HIN-ASAS-
neum in Bad Gleichenberg verfasst hat. Jene Ärzte, die kein Client das Passwort an die «i-engine» übergibt. Die Benut-
Interesse am «i-engine via HIN» zeigen, führen verschiedene zeroberfläche ist einfach und selbsterklärend. Einschrän-
Gründe an: keine oder nur geringe Nutzung des Internets, kungen gibt es aber wegen der fehlenden Kompatibilität zum
kein Internetanschluss (sieben Personen), sonstige technische Betriebssystem Mac OS und Internet-Browsern wie Firefox.
Hindernisse, kein Interesse an einer elektronischen Kranken- Auch die notwendige Installation der Java-Engine sowie
geschichte, Bevorzugung von Postsendungen. Viele geben ­lokale Firewalls oder Popup-Blocker führten vereinzelt zu
76 KSL-Jahresbericht 2007 Departement Betriebswirtschaft und Infrastruktur

Prob­lemen. Die Umfrage ergab, dass etwa 10 Prozent der


­Befragten aus technischen Gründen nicht mitmachen.

Imagegewinn für alle Beteiligten


Insgesamt wirkt sich das Projekt positiv auf das Image so-
wohl des Spitals als auch der teilnehmenden Ärzte aus. 93
Prozent der Befragten loben den Pioniergeist des Luzerner
Kantonsspitals. Zudem haben 87,4 Prozent der Patienten ein
besseres, professionelleres Bild von einem Arzt, der mit der
Zeit geht und sich auf die Entwicklungen in der Informations-
und Kommunikationstechnologie einstellt. Allerdings wurde
mehrfach darauf hingewiesen, dass gerade persönliche Fak-
toren ebenso zu einem positiven Image beitragen.

Personalabteilung
Effizientes Personalmanagement

Das Luzerner Kantonsspital ist mit rund 4500 Mit-


arbeiterinnen und Mitarbeitern der zweitgrösste
Arbeitgeber der Zentralschweiz. In der komplexen
Organisation ist es eine besondere Herausforde-
rung, ein effizientes und den verschiedenen
Anspruchsgruppen gerechtes Personalmanage-
ment aufzubauen.

Gegenseitige Unterstützung durch Kompetenznetzwerk


Trotz betrieblichen Vorgaben muss genügend Zeit eingeräumt
werden, damit alle Mitarbeitenden den Veränderungsprozess
verstehen und die Umsetzung aktiv unterstützen können. Die
Personalabteilung hat dabei eine wichtige Aufgabe wahrzu-
nehmen. Im Luzerner Kantonsspital wird die Personalführung
vernetzt über alle drei Standorte von Luzern aus gesteuert.
Vor Ort sind die Departements- respektive Fachbereichs-Per-
sonalverantwortlichen direkte Ansprechstellen für die Mitar-
beitenden. Hier liegt eine grosse Chance, die personalpoli-
tischen Ziele, Strategien und Instrumente einer Grossunter-
nehmung effektiv umzusetzen.

Attraktive Arbeitsplätze
Einer der entscheidenden Schlüssel für eine erfolgreiche Zu-
kunft liegt darin, dass das Luzerner Kantonsspital gut quali-
fizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen attraktiven
Arbeitsplatz bietet und sie in der Aus- und Weiterbildung
fördert. Um das Wissen im Luzerner Kantonsspital zu erhal-
ten und zu erweitern, unterstützt das LUKS die persönliche
Aus- und Weiterbildung und pflegt eine aktive Nachwuchs-
förderung.
KSL-Jahresbericht 2007 Departement Betriebswirtschaft und Infrastruktur 77

Wichtiger Ausbildungsort für ganze Region


Das Luzerner Kantonsspital ist ein bedeutender Ausbildungs-
betrieb für die gesamte Zentralschweiz. Auf Sekundarstufe II
und Tertiärstufe wurden 2007 insgesamt 1025 Lernende und
Studierende ausgebildet (siehe separate Ausbildungsstatistik).
Bei den Lehrberufen auf Sekundarstufe II wurde das Lehrstel-
lenangebot um die Berufe des Logistikers und der Fachperson
Hauswirtschaft erweitert.

Grosses Weiterbildungsangebot
Das interne Bildungsangebot, das allen Mitarbeitenden des
Luzerner Kantonsspitals offensteht, wurde 2007 mit neuen
attraktiven Angeboten erweitert. Besonderes Schwergewicht
wurde auf den Ausbau der Bereiche «Führung, Management-
kompetenzen» und «Bereichsspezifische Angebote für Pfle-
gende» gelegt. 2007 wurden 110 Seminare mit insgesamt
1380 Teilnehmenden durchgeführt. Das LUKS bietet nach
Bedarf auch massgeschneiderte Ausbildungen an und unter-
stützt den Besuch von externen Bildungsangeboten – je nach
Funktion, Aufgabe und Ausbildung der Mitarbeitenden.
80 KSL-Jahresbericht 2007

Kommissionen

Aufsichtskommission
Regierungsrat Dr. Markus Dürr, Malters, Präsident
Frida Alder, Gerzensee
Heinz Bysäth, Eich
Dr. Bruno Lerf, Adligenswil
Donald Locher, Luzern
Beat Marti, Luzern
Dr. Annalis Marty-Nussbaumer, Luzern
Reto Odermatt, Rain
Beata Oester, Aarau
Georg Portmann, Luzern
Dr. Karl Schütz, Luzern
Dr. Max Weber, Hochdorf
Dr. Herbert Widmer, Luzern
Paul Zimmermann, Vitznau

Kommission Gesundheit, Arbeit und


soziale Sicherheit (GASK)
Rolf Hermetschweiler, Luzern, Präsident
Erwin Arnold, Buchrain
Bernadette Bründler-Lötscher, Ebikon
Hedy Eggerschwiler-Bättig, Buttisholz
Daniel Gloor, Sursee
Isabel Isenschmid-Kramis, Luzern
Erhard Kälin, Horw
Urs Kunz, Luthern
Hildegard Meier-Schöpfer, Willisau
Katharina Meile, Luzern
Ludwig Peyer, Willisau
Lotti Stadelmann Eggenschwiler, Ruswil
Vroni Thalmann Bieri, Flühli
Kennzahlen 2007
Kantonsspital
Luzern
KSL-Jahresbericht 2007 Finanzbericht 83

Bilanz per 31. Dezember 2007

Aktiven in TCHF 2007 2006


Umlaufvermögen
Flüssige Mittel und Wertschriften 8 048 3 677
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40 798 36 733
Warenvorräte 14 162 11 387
Aktive Rechnungsabgrenzungen 30 533 25 282
Total Umlaufvermögen 93 541 77 079

Anlagevermögen
Total Anlagevermögen – –

Total Aktiven 93 541 77 079

Passiven in TCHF
Kurzfristiges Fremdkapital
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16 259 17 053
Andere kurzfristige Verbindlichkeiten –314 633
Passive Rechnungsabgrenzungen 1 421 1 638
Kontokorrent Kanton 163 254 152 476
Total kurzfristiges Fremdkapital 180 620 171 800

Langfristiges Fremdkapital und Rückstellungen


Rückstellungen betrieblich 14 833 21 950
Fonds- und Stiftungskapital 4 506 5 440
Total langfristiges Fremdkapital und Rückstellungen 19 339 27 390

Total Fremdkapital 199 959 199 190

Jahresergebnis (Leistungsabgeltung Kanton Luzern) –106 418 –122 111

Eigenkapital –106 418 –122 111

Total Passiven 93 541 77 079

Übersicht Jahresergebnis
Kantonsspital Luzern –105 546 –121 116
Sanitätsnotruf 144 –872 –995
Effektives Jahresergebnis (Leistungsabgeltung Kanton Luzern) –106 418 –122 111
Budgetierter Globalkredit (Leistungsabgeltung Kanton Luzern) –124 706 –133 195
Unterschreitung Globalkredit (Leistungsabgeltung Kanton Luzern) 18 288 11 084
84 KSL-Jahresbericht 2007 Finanzbericht

Erfolgsrechnung Kantonsspital Luzern

Ertrag in TCHF 2007 2006


Betriebsertrag
Erträge aus Patientenleistungen 291 733 264 464
Miet- und Kapitalzinsertrag 548 471
Erträge aus Leistungen an Personal und an Dritte 15 861 15 519
Total Betriebsertrag 308 142 280 454

Aufwand in TCHF
Betriebsaufwand
Personalaufwand –264 345 –258 182
Medizinischer Aufwand –86 834 –74 812
Lebensmittel, Getränke und Haushaltaufwand –10 514 –10 078
Unterhalt Immobilien und Mobilien –11 739 –11 860
Miet- und Kapitalzinsaufwand –22 952 –22 588
Energie, Wasser und Entsorgung –3 320 –3 377
Büro-, Verwaltungs- und übriger Betriebsaufwand –11 642 –10 163
Total Betriebsaufwand –411 346 –391 060
Betriebsergebnis vor Nebenbetriebe, Abschreibungen und Finanzergebnis –103 204 –110 606

Ergebnis spezielle Erträge und Nebenbetriebe 3 433 3 309

Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Finanzergebnis –99 771 –107 297

Abschreibung auf Anlagevermögen –12 259 –10 237

Betriebsergebnis vor Finanzergebnis –112 030 –117 534

Finanzaufwand –2 462 –2 284


Beitrag Fischbacher-Stiftung an Kinderspital 176 175
Finanzergebnis –2 286 –2 109

Ergebnis aus ausserordentlichen Tätigkeiten 8 770 –1 473

Effektives Jahresergebnis (Leistungsabgeltung Kanton Luzern) –105 546 –121 116


Budgetierter Globalkredit (Leistungsabgeltung Kanton Luzern) –123 735 –132 225
Unterschreitung Globalkredit (Leistungsabgeltung Kanton Luzern) 18 189 11 109
KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen 85

Personalkennzahlen Total Personen Total


(ohne Ausbildungsstellen) Vollzeitstellen
Personalstatistik Kantonsspital Luzern 2007 Ø 2007
Nach Berufsklassen
Ärzte und andere Akademiker in medizinischen Fachbereichen 460 379.4
Personal im Pflegebereich 1 422 1 062.7
Personal in medizinischen Fachbereichen 583 405.0
Verwaltungspersonal 167 137.0
Ökonomie, Haus- und Transportdienst 313 265.0
Personal der technischen Betriebe 56 54.4
Spitalbetrieb 3 001 2 303.5
Nebenbetriebe 40 30.6
Total 3 041 2 334.1

Personalausbildung und -weiterbildung 2007 2006


Ärzte und andere Akademiker im medizinischen Bereich 330 359
Unterassistenzarzt/-ärztin 330 349
Psychologe/in – 10
Personal im Pflegebereich 499 475
Diplomniveau I 17 17
Diplomniveau II 217 255
HFGZ Akut E und KJFF 75 35
Hebamme 35 35
Pflegeassistenz (FA) 9 14
Fachangestellte für Gesundheit (FAGE) 96 75
Rettungssanitäter/in 7 6
Diplomniveau I zu Diplomniveau II 12 7
Anästhesie 10 5
IPS 19 22
OPS – 2
Rettungssanitäter/in 2 2
Personal in medizinischen Fachbereichen 67 76
Orthopist/in – –
Ergotherapeut/in – 4
Ernährungsberater/in 2 2
Biomedizinische/r Analytiker/in 27 28
Logopäde/in 4 2
Fachperson medizinisch-technische Radiologie 6 9
Physiotherapeut/in 19 24
Technische/r Operationsassistent/in 7 7
Medizinische/r Praxisassistent/in 2 –
Verwaltungspersonal 14 14
Kauffrau/Kaufmann 6 7
Informatiker/in 5 4
Kleinkindererzieher/in 3 3
Sozialogoge/in – –
Ökonomie, Haus- und Transportdienst 10 7
Koch/Köchin 5 5
Diätkoch/-köchin 1 1
Gebäudereiniger/in 2 1
Fachfrau/mann Hauswirtschaft 1 –
Logistiker/in 1 –
Personal der technischen Betriebe 1 –
Elektroniker/in 1 –
86 KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen

2007 2006
Diverse Praktika 104 108
Pflegedienst 94 95
Verwaltung 4 2
Sozialarbeit 3 9
Kinderkrippe 3 2
Total 1 025 1 039

Personal nach Berufsklassen KSL Personal nach Pensen KSL Personal nach Nationalitäten KSL

CH
76%

Ärzte 16% 0–19 5% Deutschland 11%


Andere medizinische Fachbereiche 17% 20–39 7% Serbien-Montenegro 4%
Verwaltung 6% 40–59 15% Portugal 2%
Nebenbetriebe 2% 60–79 8% Spanien 1%
Pflegebereich 46% 80–100 65% Italien 1%
Ökonomie, Transport, Hausdienst 11% Kroatien 1%
Technische Betriebe 2% Bosnien-Herzegowina 1%
Sri Lanka 1%
Übrige 2%

Ø betriebene Ø Aufenthalt Ø Bettenbe-


Bettenstatistik 2007 Betten Pflegetage in Tagen legung in %
Departement Chirurgie 187 66 429 7.9 97.3
Departement Medizin mit Rehab 211 71 295 9.6 92.6
Departement Medizin ohne Rehab 184 61 900 8.6 92.2
Departement Spezialkliniken 130 42 517 5.7 89.6
Departement Kinderspital 80 25 346 7.1 86.8
Total 608 205 587 8.0 92.6

Bettenstatistik 2001–2007
Total 2007 (exkl. Psychiatrie) 608 205 587 8.0 92.6
Total 2006 604 204 502 8.1 92.8
Total 2005 679 223 029 8.7 90.0
Total 2004 685 226 108 8.8 90.4
Total 2003 691 224 651 9.0 89.1
Total 2002 695 225 886 9.0 89.0
Total 2001 695 229 308 9.5 90.4
Rettungs-
stationäre dienst-
Notfälle Notfälle einsätze Geburten (Neugeborene Säuglinge)
Total 2007 14 762 7 761 Total 2007 1 786
Total 2006 14 407 7 406 Total 2006 1 706
Total 2005 14 848 7 160 Total 2005 1 622
Total 2004 14 115 7 267 Total 2004 1 496
Total 2003 13 275 6 906 Total 2003 1 504
Total 2002 13 032 6 769 Total 2002 1 472
Total 2001 12 468 6 471 Total 2001 1 275
KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen 87

Departement Chirurgie

Chirurgische Klinik 2007 2006 2007 2006


Gallenblase und -wege 248 265
Traumatologie, Bewegungsapparat Pankreas und Milz 52 44
Unfallchirurgie 2 561 2 753 Pankreas 29 28
Schulter, Arm und Hand 631 817 Milz 23 16
Fixateur externe 49 63 Mamma 7 6
Gelenksprothesen 9 4 Endokrine Chirurgie 39 40
Osteosynthesen 404 466 Schilddrüse 32 28
Korrekturosteotomien, Pseudoarthrosen, 4 12 Nebenschilddrüse 5 9
Arthrodesen Nebenniere 2 3
Osteosynthesematerialentfernungen 145 185 Hernien 452 434
Reposition von Luxationen und – 63 Andere allgemeinchirurgische Eingriffe 1 418 1 283
Frakturen
Bandnähte, Bandplastiken – 7 Hand- und plastische Chirurgie
Sehennähte, Sehenplastiken 4 4 lokale Hautlappen 61 93
andere Eingriffe 16 13 gestielte musculo-cutane Lappen 10 12
Becken, Bein und Fuss 1 345 1 172 freie mikrochirurgische Lappenplastik 26 27
Fixateur externe 60 80 lokal vaskulär gestielte Lappen 51 41
Gelenksprothesen 91 84 Narbenkorrekturen, Dermabrasio 53 51
Osteosynthesen 579 576 OPS an Auge, Nase, Ohr, Lippe 44 53
Korrekturosteotomien, Pseudoarthrosen, 14 14 Mamma-Rekonstruktion 36 63
Arthrodesen andere Mamma-Eingriffe 15 34
Osteosynthesematerialentfernungen 368 297 Mamma-Reduktionsplastik 103 74
Repositionen von Luxationen und 143 39 Abdominoplastiken, Dermolipektomien 7 25
Frakturen Dekubitusbehandlung 5 9
Bandnähte, Bandplastiken 32 19 Verbrennungsbehandlung 13 8
Sehennähte, Sehenplastiken 50 49 Hauttransplantation 59 67
andere Eingriffe 8 14 Wundversorgung 159 179
andere Eingriffe der Unfallchirurgie 585 764 Exzision cutane und subcutane Tumoren 653 645
Weichteileingriffe 97 138 Lymphknotenexzision (inkl. Sentinel) 31 34
Knochen- und Gelenkseingriffe 54 119 Osteosynthesen 216 207
Wundversorgungen 328 409 Radius 3 1
Fremdkörperentfernungen 14 25 Ulna 7 1
Amputationen 9 4 Carpus 8 7
Hauttransplantationen 36 27 Scaphoid 17 14
Bursektomien, Ganglien 47 42 Metacarpale 73 69
Phalangen 106 115
Viszeralchirurgie Nachamputationen 21 41
Eingriffe Total 4 176 3 900 Korrekturosteotomie 5 6
Oesophagus 16 12 (inkl. Ulnaverkürzung)
Magen und Duodenum 84 91 Osteosynthesematerialentfernung 71 70
Resektionen 17 16 Spongiosaentnahme 21 44
laparoskopischer Gastric-Bypass 23 31 Arthrodesen, Arthroplastik 35 33
Übriges 44 44 temporäre Arthrodesen 19 19
Dünndarm 160 130 Arthrolysen 8 12
Appendektomien 285 251 Scaphoidpseudarthrosen 13 10
offen 53 57 vaskularisierter Span 4 5
laparoskopisch 230 194 Arthroplastiken bei Rhizarthrosen 26 29
Kolorektale Eingriffe 279 241 Knochentumor 20 16
Kolonchirurgie offen 158 129 Arthroskopie (inkl. Arthrographie) 26 32
Kolonchirurgie laparoskopisch 48 37 Handgelenk
Rektum 73 75 Skidaumen 15 16
Proktochirurgie 1 108 1 073 carpale Instabilität 12 16
Leber und Gallenwege 276 295 Replantation, Revaskularisation 3 13
Leber 28 30 mikrochirurgische Gefässnaht 32 34
88 KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen

2007 2006 2007 2006


mikrochirurgische Gefässrekonstruktion 3 3 komplexe Wirbelsäulenoperationen 17 –
Strecksehnennaht 77 101 lumbale Stabilisationen 13 1
Strecksehnenrekonstruktion 22 18 ventrale Stabilisationen 3 –
Beugesehnennaht 56 68 thorakale und zervikale 1 –
Beugesehnenrekonstruktion 4 4 Stabilisationen
Tenolyse inkl. Ringbandeingriffe 111 85 Kyphoplastien-Vertebroplastien 4 –
Sehnentransfer 24 17 Schmerzeingriffe und funktionelle 13 7
dynamische Tenodese 2 2 Eingriffe
Synovektomie 14 10 mikrovaskuläre Dekompression 1 1
Ganglion Handgelenk + Sehnenscheiden 60 52 (Jannetta)
M. Dupuytren 45 51 Trigeminus-Infiltration (Glycerol) 3 –
M. Ledderhose 1 1 Andere Eingriffe 4 13
Nervennaht 86 83 Eingriffe mit Neuronavigation 31 43
Nervenrekonstruktion (inkl. Plexus) 5 6 Eingriffe mit Neuromonitoring 27 38
Neurolyse, Denervation, Neurom 26 25 Operationen insgesamt 361 331
Carpaltunnel-Syndrom 173 194
offen 169 192 Stoma
endoskopisch 4 2 PatientInnen 442 398
Vorverlagerung N. ulnaris 22 16 davon Männer 250 220
Infektbehandlung 9 125 Frauen 192 178
Operation bei Rheumapatienten 29 33 Beratungen 1 548 1 523
Nageloperation 31 18 davon stationär 967 1 020
Fremdkörperentfernung 26 31 ambulant 551 503
Epicondylitis 8 7 davon auswärtige Beratungen 36 43
Stomaneuanlagen 119 120
Neurochirurgie (vom KSL und zugewiesene)
Kraniotomien 82 96 davon Colostomie definitiv 14 15
Kraniotomie bei Trauma 19 19 Colostomie temporär 42 37
Kraniotomie bei intrazerebraler 7 12 Ileostomie definitiv 6 4
Blutung oder Infarkt Ileostomie temporär 42 47
Kraniotomie für Hirntumor-Resektion/ 49 62 Ileum-Conduit/Ureterostomie 15 17
Biopsie Kantonszugehörigkeit der PatientInnen
Frontobasisoperationen bei Fraktur 5 3 Luzern 288 297
und Liquorfistel Uri 7 3
Intrakranielle Druckmessung 5 11 Schwyz 14 12
Kranioplastik 5 8 Obwalden 19 27
Dekompression bei Chiari-Malformation 1 – Nidwalden 21 11
Bohrlochevakuation bei chronischem 25 30 Zug 39 38
Subduralhämatom andere 14 10
endoskopische Operationen 10 5 Auswärtige Beratungen 36 43
endoskopische Ventrikulostomie 4 5 Klinik St. Anna 27 29
endoskopische Tumorresektion, 4 – Spital Stans – –
Zystenfenestration Spital Sarnen – 1
endoskopische Hypophysen- 2 – Andreasklinik Cham 3 7
operationen Spital Sursee – –
Shuntoperationen und externe 26 34 Paraplegikerzentrum Nottwil – –
Liquordrainagen Kurhäuser, Pflegeheime 6 5
Laminektomien/Laminoplastien 30 33 Privat – 1
spinale Tumoren und 16 19 Unterricht an Schulen, Spitälern, Praktiken
Raumforderungen total Stunden 46 63
degenerative Spinalkanalstenose 16 12 PraktikantInnen Anz. Tage 43.5 13
Dysraphien 1 2
lumbale Diskushernien 100 78
zervikale Diskushernien und Stenosen 24 14
KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen 89

AZOT 2007 2006 Herz-, Thorax-, Gefässchirurgie


Rotatorenmanschettennaht/ 17 10
-rekonstruktion und Acromioplastik Herz-/Thoraxchirurgie 2007 2006
(offen/endoskopisch) Operationen mit Herz-Lungen-Maschine 207 217
subacromiale Dekompression inkl. 16 2 Myokardrevaskularisation 77 93
ACG Resektion (offen/endoskopisch) Myokardrevaskularisation und 34 23
Schulterstabilisierungen inkl. Labrum 21 6 Aortenklappenersatz
und SLAP (offen/endoskopisch) Myokardrevaskularisation – 3
sonstige arthroskopische Operationen 14 5 und Mitralklappenrekonstruktion
an der Schulter Myokardrevaskularisation – –
Arthroskopie Ellbogen 1 3 und Mitralklappenersatz
Kniegelenk Myokardrevaskularisation – 1
arthroskopische Eingriffe an den 99 65 und Aneurysmektomie
Menisken/Debridement Doppelklappenersatz/Rekonstruktion 2 4
VKB/HKB Plastik 38 38 Aortenklappenersatz 63 55
arthroskopische Eingriffe 16 13 Aortenklappenersatz und Verkleinerungs- 4 2
am Gelenksknorpel plastik der Aorta ascendens
Operationen an Bändern und Sehnen 26 1 Ascendensersatz/Composite Graft 8 7
im Kniebereich Mitralklappenersatz 8 14
sonstige arthroskopische Operationen 62 27 Mitralklappenrekonstruktion 7 9
am Kniegelenk Myxomexstirpation/Vorhofstumorresektion 1 –
Arthroskopie Oberes Sprunggelenk 6 1 Verschluss Vorhofseptumdefekt 2 2
Sonstige Operationen des AZOT 8 1 Verschluss Ventrikelseptumdefekt – 2
Operationen insgesamt 324 172 Aufwärmen an HLM/anderes 1 2

Operationen ohne Herz-Lungen-Maschine 78 57


Koronarchirurgie off pump 23 3
Perikardektomie/Perikardiotomie 1 1
Ductus-Botalli-Ligatur (mit Kinderchirurgie) – 2
Operationen am Sternum 9 3
interaortale Ballonpumpe 25 18
Assist device 9 7
Operation bei Blutung, Pumpversagen, 11 15
posttraumatisch
offene Reanimation – 5
Pulmonalisembolektomie – –
anderes – 3

Pacemaker / ICD-Chirurgie (Kardiologen) 236 214


definitiv PM 111 97
PM-Revision 2 –
PM-Batteriewechsel 48 61
Defibrillator-Einbau 51 43
Defibrillator-Revision 3 –
Defibrillator-Batteriewechsel 21 13

Thoraxchirurgie offen 132 150


Pneumonektomien 4 8
Lobektomien und Bilobektomien 31 35
Bullaresektion/Volumenreduktionschirurgie 2 4
Thoraxwandresektion bei Tumor 3 1
Tumorresektionen thorakal 6 13
Keilresektion 15 30
Dekortikation 13 8
Mediastinoskopie 7 7
90 KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen

2007 2006 2007 2006


Mediastinotomie 1 2 Bypassoperationen aorto-subclavia 1 1
Thymektomie 1 5 Bypassoperationen axillo-femoral 0 2
parietale Pleurektomie 6 5 («Hosenträger»)
Talkpleurodese 2 3 Bypassoperationen iliaco-femoral/-popliteal 13 8
Pleuradrainagen 23 11 Bypassoperationen femoro-supragenuidal 26 31
Thyreoidektomie (intrathorakal) 6 4 Bypassoperationen femoro-infragenuidal 14 19
Porth à cath – – Bypassoperationen mit cruralem Anschluss 22 23
Thorakotomie (posttraumatisch, 8 3 Bypassoperationen mit pedalem Anschluss 4 3
explorativ, postoperativ) Bypassoperationen am Arm 3 4
Thoraxwandfistel (Eloesser Flap) – – Dialyseshunts: Cimino 12 28
Bronchusstumpfverschluss 1 2 Dialyseshunts: andere autolog 14 8
Rippenresektion 1 4 Dialyseshunts: Kunststoff 5 7
anderes 2 5 Dialyseshunt-Revisionen 4 13
A-V-Fistelligaturen 6 6
Thoraxchirurgie videoassistiert, 54 46 andere Arterieneingriffe 50 30
Thorakoskopien intraoperative Angiographien, Angioplastiken 93 60
Sympathektomie thorakal – – mit Angioplastiken 38 19
Thorakoskopie diagnostisch/explorativ 8 7 mit Stent-Implantation 5 9
Empyemevakuation/Dekortikation 1 1
Keilresektion 16 4 Eingriffe am venösen System, Lymphsystem 218 320
Talkpleurodese 9 7 Thrombektomien venös 2 2
parietale Pleurektomie/Abrasio 6 10 Eingriffe an der Vena Cava 2 2
Biopsien Lunge, Brustwand, Mediastinum, 7 3 Bypass veno-venös 2 –
Pleura Varizenoperationen 167 264
Trichterbrustoperation (mit Kinderchirurgie) 7 14 andere Veneneingriffe 23 34
Thesio-Katheter venös für Dialyse 22 18
Thoraxchirurgische Eingriffe auswärts 12 15 Eingriffe am lymphatischen System – –
KSSW Sursee 9 8
Klinik St. Anna 3 7 Sonstige Eingriffe 336 287
Sympathektomien lumbal – 2
Gefässchirurgie Relaparotomien, Mikulisz-Tamponaden 10 2
Eingriffe am arteriellen System 523 522 Fasziotomien 1 5
Embolektomien am Arm 2 1 Debridements 128 80
Embolektomie am Becken-Bein 31 30 Hämatom-Evakuationen, Serome, 41 39
Embolektomien der Aorta 1 1 Lymphocelen
bei LeRiche-Syndrom Hautbiopsien, -exzisionen 11 7
Embolektomien mesenterial/renal 6 – Sekundärnähte 15 16
Thrombektomien von Bypassen 11 28 Hauttransplantationen 23 32
Thrombektomien von Dialyseshunts 10 15 Amputationen von Zehen 64 55
Endarterektomien der Arteria Carotis 52 54 Amputationen durch den Fuss 13 23
Endarterektomien von Aorta 4 5 Amputationen am Unterschenkel 16 11
oder Arteria iliaca Amputationen Through-knee 6 1
Endarterektomien der Arteria 2 – Amputationen am Oberschenkel 5 5
mesenterialis oder Arteria renalis Amputationsstumpfrevisionen 3 9
Endarterektomien der Arteria femoralis 31 44
oder Arteria poplitea
Patchplastiken 16 21
Aorta Re-Entry-Eingriffe bei Dissektion – –
Bypassoperationen aorto-aortal, 27 34
-iliacal, femoral
EAP: endoluminale Aorten-Prothesen 18 10
Bypass/Replantation aorto-mesenterial/ 2 8
-renal
KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen 91

Klinik für Orthopädie 2007 2006 2007 2006


Wirbelsäule Totalprothese diverse Systeme 195 206
dorsale Spondylodese/Frakturstabilisierung/ 13 21 Femurkopfnekrosenanbohrung – –
Tumor, Frakturstabilisierung dorsal Pfannenwechsel 4 –
ventrale Spondylodese, inkl. 3 8 Operation bei rez. Prothesenluxation 1 1
als zweiter Eingriff bei Frakturen Metallentfernung Femur 12 16
Dekompression 0 2 Weichteiloperation Hüfte – 10
Metallentfernung 8 5 periacetabuläre Osteotomie 1 –
Sacrum/Steissbeinresektion – – Resektion periart. Ossifikationen 1 –
Hinterstrangstimulator – – Hüftpunktion +/- ASK/Biopsie 4 3
Ballonkyphoplastie 14 – Trochanterrevision/Osteosynthesen/ 1 15
WK Biopsie transped 2 – periprothetische Fraktur
Schulter Weichteileingriff Hüfte in Kombination 2 –
TU cartilag. Exostose – – geschlossene Reposition 4 1
Totalprothese/Umwandlung in TP 5 6 Offset-OP 2 –
Totalprothesenwechsel – – Osteosynthese peritrochantäre Fraktur 5 5
Schulterteilprothesen (Copeland/Delta I) 10 8 Osteosynthese periprothetische Femurfraktur 15 2
RM-Rekonstruktion offen – – supracondyläre OT 7 10
und ACG-Resektion 32 29 Girdlestone Op – 3
RM-Rekonstruktion 2 3 chronische Osteomyelitis – 1
Acromioplastik 1 4 Wundrevision /Debridement/Spülung 43 14
AC-Gelenkrevision/Mumford-Proc. 8 12 Vacuseal – –
offene Stabilisation (latarjet Beckensparend) 1 3 gutartiger Knochentumor 1 1
arthroskopische AC-Gelenksresektion 2 6 Oberschenkelamputation – 1
arthroskopische Stabilisation 7 5 Knochenbiopsie 3 –
arthroskopische SLAP Repair – 1 Quadrizepssehnenrekonstruktion 1 –
arthrokopische Acromioplastik/Bursektomie 4 10 Knie
arthroskopische Operationen diverse 33 1 Totalprothesenwechsel und Spezialtotal- 18 12
(Glenohumeral/AC-Gelenk/Stabilisierung) prothesen
Metallentfernung 1 – bi-/tricompartimentelle Prothese 84 90
Narkosemobilisation und +/- ASK 1 2 Tuberositas OT 2 2
Weichteileingriff in Kombination 8 1 unicondyläre/unikomp. Knieprothese 16 17
arthroskopische Bizepstenotomie, -tenodese 1 3 Op Elmslie/Realignement Patella – 6
offene Bizepstenotomie, -tenodese – 12 Exostosen/Zystenentfernung 6 4
diagnostische Arthroskopie – 6 ASK grosses Debridement/Gelenktoilette 1 14
zusätzlich mit offener Operation Synovektomie 2 3
Gelenktoilette und Synovektomie 1 5 Operation bei Malalignement femoropat. – 3
Knochenresektion – – Diag. ASK 45 45
Deltalappenplastik 8 12 arthrosk. Meniskusop./Meniskusnaht, 141 83
Knochenbiopsie – – Shaving usw.
anterolaterale Deltoideuslappenplastik – – arthrosk. Kreuzbandplastik 16 7
Osteosynthesen 1 – Kniepunktion/Hämarthros 7 3
Ellbogen/Arm Tibiakopf v.a. Openwedge-Osteotomien 73 64
Gelenktoilette und Arthrolyse 3 8 Tumorresektion 2 2
Operation bei Epicondylopathie 11 1 Patellektomie 4 –
Weichteileingriff – 1 Weichteile-Op in Kombination 7 9
Becken/Stamm Osteosynthesematerialentfernung 48 22
Spongiosaentnahme 4 7 Mobilisation 13 1
Metallentfernung 1 – Wundrevision /Debridement/Spülung 21 3
Debridement Os pubis – – Trochleaplastik vertiefend 4 4
Morphinpumpenwechsel – – Arthrolyse 4 3
Unterbauch links Knocheneingriffe 1 3
Biopsie – – komplexe Bandrekonstruktionen 4 2
Hüfte/Femur/Knochenresektion Spacereinbau und Wundrevision – –
Totalprothesenwechsel 14 12 OATS/Mosaikplastik 2 –
92 KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen

2007 2006 2007 2006


Knie arthrodese 1 – m. flexor hallucis longus
Unterschenkel OSG/USG IPG I Fuss – 2
Supramalleoläre Osteotomie 1 1 Nagelbettextraktion 4 1
Korrekturosteotomie/Arthrolyse 3 – Deltabandnaht – 6
OSG-Arthrodese 5 3 Aiken-Osteotomie 52 29
USG-Arthrodese posttraumatisch 1 3 Total 1 339 1196
OSG-Gelenktoilette – 1 *ohne konservative Wirbelsäulentrauma- – 116
Bandrekonstruktion/-plastik/Stabilisation 20 3 behandlung / inkl. Anteil AZOT-Patienten
nach Broström mit konservativer Wirbelsäulenbehandlung
Achillessehnenrekonstruktion 3 1 BV-Untersuchungen 47 74
Metallentfernung 4 26
Operation bei Osteochondrosis diss. +/- ASK – 2
Knochenresektion – 2
(Exostosen, gutartige Tumoren)
Osteosynthese 2 –
Weichteileingriff in Kombination 3 1
(Tib. post./Peronealsehnenlux.)
Synovektomie – 2
Amputation – 1
Pantalare Arthrodese – 2
Stabilisation nach Broström – –
Spongiosaplastik – –
Wundrevision, Debridement, Drainage 2 15
Tenolyse und Achillessehnendebridement 2 1
Peroneus brevis Sehnen-Tubing 4 –
Tibialis Posterior Sehnen-Tubing 3 –
vertiefende Trochleaplastik – –
Neurolyse N. tibialis 3 –
OSG-Arthroskopie und Gelenktoilette 1 3
Fuss
Amputation Mittelfuss/Zehen 7 4
Cheilektomie 9 2
Arthrodesen Mittel-, Vorfuss 16 36
Operation bei Hallux valgus 64 78
Hammerzehenkorrektur (Hohmann) 41 11
Metatarsale-Osteotomie/Weil-Osteotomie 1 7
Vorfusskorrektur – 1
Mittelfusskorrektur-Osteotomie/Arthrodese 1 8
Exostosen/Biopsien 6 10
Weichteiloperation in Kombination – 6
Metallentfernung 11 9
Morton-Neurom 4 –
Knocheneingriffe in Kombination – 1
Synovektomie 1 5
Arthrotomie 2 4
Ganglionexzision 6 2
Mobilisation – 3
Osteosynthese – –
Flexor zu Extensorsehnentransfer – –
Bursektomie – 2
Debridement Fuss/USG/OSG 34 11
Aponeurosen/Sehnenverlängerung – 6
KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen 93

Klinik für Urologie 2007 2006 2007 2006


KSL KSL KSL/KSSW KSL/KSSW
Niere und Ureter Ur/SZ/HMO Ur/SZ/HMO
Nephrektomien 23 17 23 17
Lap. Nephrektomie 11 3 11 3
Nephroureterektomien – 3 – 6
Lap. Nephroureterektomien 4 8 4 8
Nierenteilresektionen 6 19 6 19
Lap. Nierenteilresektionen 4 – 4 –
Nierenfreilegung/Pyelolithotomie 1 2 1 2
Nephrostomien perkutan 71 95 91 95
Nierenbeckenplastiken – 2 1 2
Lap. Nierenbeckenplastik 9 9 9 9
Endopyeloplastiken 3 1 3 1
Ureterotomien 5 – 5 –
PNL (Perkutane Nephrolitholapaxie) 17 5 17 5
URS (Uretero-Renoskopie) 113 152 113 152
Ureterocutaneostomien 1 3 1 3
Ureterneueinpflanzungen 7 4 8 4
Pig-tail-Einlagen und -Entnahmen 370 356 413 356
extrakorporelle Stosswellenlithotrypsien 222 259 222 259
andere Eingriffe Niere und Harnleiter 5 1 5 1
Blase
transurethrale Lithotrypsie in Blase 12 11 15 12
transurethrale Tumorresektionen 108 110 164 161
Cystektomien 14 11 14 12
ileoblase konventionell 10 7 10 8
ilealer Blasenersatz 3 2 3 2
Harnleiterdarmimplantation 1 1 1 1
andere Eingriffe Blase 25 4 211 97
Prostata und Harnröhre
Prostatektomie transurethral inkl. Laser und Blasenhalsinzisionen 146 138 253 219
Prostatektomie supra-/retropubisch 5 5 5 5
radikale Prostato-Vesikulektomie 57 62 57 62
Brachytherapie bei Prostatakarzinom 7 7 7 7
innere Urethrotomie 22 32 30 40
offene Urethraplastik 4 3 4 3
Inkontinenzoperationen – 1 – 1
andere Eingriffe an der Harnröhre 19 22 22 36
Skrotum und Penis
Retroperitoneale Lymphadenenektomie bei Hodenkarzinom 2 – 2 –
Orchiektomie 26 23 43 36
Semikastratio 28 5 31 7
Operationen bei Hodentorsion 10 15 11 15
Skrotalrevisionen 1 1 3 7
Operation an Hodenhüllen 7 8 21 14
Epididymektomien 14 13 21 29
Hodenbiopsien/TESE 10 8 10 5
Varikozelenoperationen 9 2 11 5
Vasectomien 21 41 39 77
Vaso-Vasostomien 3 0 3 0
Circumcisionen 69 38 89 80
94 KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen

plastische Operation bei Missbildungen 5 2 10 3


Penisamputation/Teilamputation 4 3 4 3
andere Eingriffe Skrotum und Penis 20 28 25 28

Untersuchungen/Behandlungen 2007 2006 2007 2006


KSL KSL KSL/KSSW KSL/KSSW
Ur/SZ/HMO Ur/SZ/HMO
Cystoskopien 894 818 1 612 1 469
Pyelographien retro- und anterograd 110 221 12 223
Cystographien/Urethrographien 209 254 210 254
Blaseninstillationen 87 65 140 97
Cystostomien/Cystostomiewechsel 875 735 1 423 1 202
Nephrostomiewechsel 75 82 95 86
Prostatabiopsien 159 123 399 297
Prostata Goldmarker 40 – 40 –
Uroflow 1 084 824 1 520 1273
urodynamische Untersuchungen 116 109 116 109
Sonographien 2 693 3 675 4 951 5 764

Mund-, Kiefer-,
Gesichts-Chirurgie 2007 2006
Behandelte Patienten 2 335 2 386 Kiefergelenk-Chirurgie
Operative Eingriffe 5 504 4 850 Gelenkoperationen,Verriegelung 12 20
Pflegetage 1 687 1 632 diagnostische Kiefergelenkabklärungen 164 250
Implantat-Chirurgie –
Traumatologie präprothetische Chirurgie
Weichteilverletzungen 113 160 präprothetisch-chirurgische Eingriffe 385 337
Tracheotomien/Tracheostoma-Verschluss 11 15 inkl. Implantate/Knochentransplantation
Frakturen des Gesichtsschädels 513 488 Septische Chirurgie
Orbitaboden-Rekonstruktion 114 82 chirurgische Infektionen 165 182
Neurotraumatologische Eingriffe 5 7 Kieferhöhlen-NNH-Chirurgie
Osteosynthesematerialentfernung 557 356 Kieferhöhleneingriffe 60 44
Korrektive Chirurgie endoskopische KH-Eingriffe 23 8
Reosteotomien und Korrekturosteotomien 13 4 Eingriffe im Nasenbereich 61 71
Primär- und sekundäre Eingriffe 29 30 (Osteotomie, Septorhinoplastik)
bei LKG-Spalten Oralchirurgie
orthopädisch-chirurgische Osteotomien 156 167 Osteotomien, Wurzelspitzenresektionen 1 812 1724
Kraniofaziale Osteotomien 7 1 Zystektomie, Antrozystektomie, Zystostomie 28 17
Orbita-chirurgische Eingriffe 8 6 Eingriffe an den Schleimhäuten 171 141
Tumorchirurgie oralchirurgische Behandlung cerebral 633 542
Exstirpation gutartiger Tumoren 176 126 geschädigter und inkooperativer Kinder
Radikaloperationen von bösartigen 30 38 (83 Kinder und Erwachsene) in ITN
Tumoren Speicheldrüsen-Chirurgie
Halslymphknotenausräumung 26 15 Speicheldrüsenexstirpation 15 1
Rekonstruktive Chirurgie Plastische Chirurgie – Gesicht
osteoplastische Defektrekonstruktion 3 9 lokale Lappenplastiken 131 102
plastische Operationen einschliesslich 39 26 Nerv-Chirurgie
mikrochirurgischer Eingriffe primäre und sekundäre nervchirurgische 14 1
Haut-Schleimhaut-Transplantation 22 12 Eingriffe
Gewebeentnahmen/Knochenentnahmen 172 118 Chirurgische Prothetik
kieferchirurgisch-kieferorthopädische 293 276
Prothetik
KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen 95

Departement Medizin

Diagnosen* 2007 2006 2007 2006


bestimmte infektiöse und 1 059 Allergie/Autoimmun-/Blasenerkrankungen
parasitäre Krankheiten Urtikaria/Arzneimittelexanthem/ 127 111
Neubildungen 2 218 Photodermatose
Krankheiten des Blutes und der blutbil- 1 588 Kontaktekzem/toxisches Ekzem 120 117
denden Organe und bestimmte Störun- atopisches Ekzem/Neurodermitis 315 321
gen mit Beteiligung des Immunsystems weitere Ekzeme 310 301
Endokrine, Ernährungs- und 4 220 Erythema exsudativum multiforme/ 50 52
Stoffwechselkrankheiten Sweet-Syndrom
psychische und Verhaltensstörungen 1 844 Vaskulitis/Erythema nodosum 35 39
Krankheiten des Nervensystems 1 711 Lupus erythematodes (systemisch/cutis) 34 33
Krankheiten des Auges und der 221 Sklerodermie 13 15
Augenanhangsgebilde Schleimhautpemphigoid / bullöses Pemph. 26 23
Krankheiten des Kreislaufsystems 10 341 Pemphigus vulgaris 9 11
Krankheiten des Atmungssystems 1 928 Entzündliche/degenerative Dermatosen
Krankheiten des Verdauungssystems 2 051 unterschiedlicher Genese/Genodermatosen
Krankheiten der Haut und Unterhaut 413 Psoriasis/Pustulosen 228 223
Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems 1 540 Lichen ruber planus 59 61
Krankheiten des Urogenitalsystems 2 142 Pityriasis rosea Gibert 44 43
angeborene Fehlbildungen 154 Akne vulgaris 156 149
und Chromosomenanomalien Prurigo/Pruritus 70 67
Verletzungen, Vergiftungen und 1 794 Pigmentstörungen/Vitiligo 46 42
andere Folgen äusserer Ursachen Nageldystrophie 36 33
Alopezia (alle Formen) 86 87
Angiologie Mundschleimhaut- + Zungenveränderungen 53 49
farbkodierte Duplexsonographien 7 052 8 207 Ichthyosis/Verhornungsstörungen 57 51
(Einzelleistungen) Mastozytose 3 4
Funktionsuntersuchungen 5 465 5 802 weitere degenerative Veränderungen 307 291
kathetertechnische Eingriffe 196 171 Haut-Tumoren
Anzahl Konsultationen total (o. Tel.-K.) 3 963 4 476 Pigmentnaevi 232 201
Tel.-Konsultationen 51 70 Hämangiome 27 29
Laufbandteste 15 7 weitere gutartige Tumoren 249 222
Betreuung hospitalisierter Patienten (d) 1 259 1 502 Präkanzerosen 237 197
Behandlung von Aneurysmata spuria 18 10 Basaliom/Spinaliom 180 135
Thrombininjektion 4 5 Malignes Melanom 53 58
Wundversorgung 555 365 Phlebologie, Angiologie
arterielle Verschlusskrankheit und Folgen 2 8
Dermatologie CVI (Ulcera cruris, Komplikationen) 111 107
Physikalische Schädigungen
mechanisch bedingte Ulcera/Dekubitus 30 39 Endokrinologie
Verbrennungen – 1 Konsilien 546 412
Artefakt 47 46 Konsilien ambulant (Neuzuweisungen) 468 399
weitere 10 11 Konsultationen ambulant 2 056 1 893
Epizoonosen/Infektionen/Venerologie diabetische Fusssprechstunde 234 246
Skabies/Tierflöhe 55 58 Diabetesberatungen 353 470
Mykose/Pityriasis versicolor 135 130 (zusammen mit Diabetesberaterin)
Pyodermie/Erysipel/Impetigo contagiosa 86 81 Diabetesberatungen gesamt 1 162 1 601
Borreliose 9 11 Kinder mit neuentdecktem Typ-1-Diabetes 13 23
Herpes zoster / Herpes simplex 81 75 (Kinderspital)
Virus-Warzen/Mollusca contagiosa 222 213 Ernährungsberatungen gesamt 3 505 3 124
Balanitis/Balano-Posthitis 22 25 Diabetes- und Stoffwechselerkrankungen 550 489
Gonorrhöe/Lues 6 3 Adipositas 377 329
gastrointestinale Erkrankungen 657 702
nephrologische Erkrankungen 165 137
* neues Statistiksystem ab 2007,
Fehl- und Mangelernährungszustände 1 601 1 400
daher keine Vergleichszahlen 2006
96 KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen

2007 2006 2007 2006


sonstige Ernährungsberatungen 155 67 Abdomen-Sonographie 640 820
Osteodensitometrien (zusammen mit 750 966 Klinische Konsilien 1 490 1 187
Rheumatologie und Radiologie) stationäre Patienten 101 185
Feinnadelpunktion Schilddrüse 43 48 ambulante Patienten 1 389 1 002
Ultraschall Schilddrüse 209 223
endokrinologische Funktionsteste 98 114 Hämatologie
Konsilien bei stationären Patienten 763 765
Gastroenterologie Konsultationen 4 865 4 021
Obere gastrointestinale Endoskopien nur Blutentnahmen 1 560 1 925
(exkl. ERCP) 1 799 1 611 Diagnosestatistik
Oesophagoskopien 47 44 Leukämien 27 44
Oesophagogastroduodenoskopien 1 752 1 567 Myeloproliferative Syndrome 48 28
davon therapeutisch Myelodysplastische Syndrome 10 10
Sklerotherapie/Varizenligatur 118 104 Anämien und andere Zytopenien, AA 81 86
Bougierung/Ballon-Dilatation 275 194 Paraproteinämien 19 13
Oesophagus-Endoprothese 14 12 Thrombophilieabklärungen 237 223
perkutane endoskopische 76 71 Hämostaseabklärungen 73 93
Gastrostomie (PEG) immunhämatologische Probleme 22 27
Fremdkörper-/PEG-Entfernung 69 69 verschiedene 93 69
Polypektomie 13 7
endoskopische Sondeneinlagen 75 79 Kardiologie*
APC-Behandlung 38 78 Invasive Kardiologie
Obere Endosonographie 65 29 Herzkatheter 2 151
Endoskopisch-retrograde Cholangio- 189 200 periphere Gefässe 499
Pankreatikographie (ERCP) Rhytmusabklärung 247
davon therapeutisch koronare Behandlungen 1 009
Papillotomie/Steinextraktion 111 96 periphere Behandlungen 36
Endoprothese 51 55 Rhythmusbehandlungen 116
nasobiliäre Drainage 25 19 Klappenbehandlungen 33
Ballon-Dilatation 36 32 PM/ICD
Rektale Endosonographie 13 6 Implantationen 255
Koloskopie 1 214 1 110 Nicht invasive Kardiologie
partielle Koloskopie 341 362 klinische Beurteilungen
totale Koloskopie / Ileo-Koloskopie 873 748 Ruhe-EKGs 9 971
davon therapeutisch andere EKGs 2 501
Polypektomie 119 113 Echokardiographien 4 519
Ballon-Dilatation 33 43 andere Sonographien 152
Dekompressionssonde 22 30 PM/ICD-Kontrollen 1 675
APC-Behandlung 78 57 Kooperative Tätigkeiten/Joint Services
Stent-Einlage 6 2 ambulante kardiale Rehabilitation 111
Anorektoskopie (starr) 1 142 999 Raucherentwöhnung 43
davon therapeutisch 62 31 kardiale 128er CT 249
Gastrographin-Ösophaguspassage 26 23
Oesophagus-24-Std.-pH-Metrie 22 29
Oesophagus-Perfusionsmanometrie 35 20
Analmanometrie 15 17
Kolon-Transitzeitbestimmung 4 5
13-C-Atemtest 15 11
diverse (Sekretrin-Provokation, GEK, 3 2
Laktosetoleranz)
perkutane Biopsien und Punktionen 59 58
Leberbiopsie 38 39
ultraschallgezielte Aszites-, 21 19
* neues Statistiksystem ab 2007,
Pleurapunktionen
daher keine Vergleichszahlen 2006
KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen 97

MNF und MIPS 2007 2006 Neurologie 2007 2006


Med. IPS 11.W Konsilien 3 446 3 150
Infektionskrankheiten 35 54 davon ambulant 2 633 2 472
pneumonologische Krankheiten 87 71 EEG 913 848
Herz- und Kreislaufstörungen 369 540 EMG (Elektromyographie + -neurographie) 1 126 1 151
gastroenterologische Krankheiten 69 83 Duplex-Dopplersonographie 466 596
Stoffwechselkrankheiten 69 34 LP ambulant 75 106
nephrologische Erkrankungen 31 35 Selbstinstruktionen MS-Ambulanz 24 35
neurologische Erkrankungen 166 155 Teilnahme an wissenschaftlichen Studien 2 2
Intoxikationen 61 68
Delirium tremens 2 13 Pneumologie
kardiochirurgische Überwachung 73 81 Bronchoskopien 160 182
Varia 29 43 Spirometrie 1 168 1 199
Total 911 1 177 Methacholin-Provokationstest 66 61
davon maschinell beatmet 219 219 Spiroergometrie 15 27
Beatmungstage 852 680 respiratorische Polygraphien 91 72
nicht invasive Beatmungen 44 53 Einleitung CPAP/BiPaP-Therapie 88 88
nicht invasive Beatmungstage 22 41 CF-Sprechstunde 87 73
Todesfälle total (%) 56 (5,6%) 64 (5,4%) Schlafsprechstunde 661 576
Medizinische Notfallstation Polysomnographie 89 101
Total behandelte Patienten 7 562 7 146 MSLT/MWT 14 16

Medizinische Onkologie Rehabilitation


Hämoblastosen 14 15 Stationär 211 238
maligne Lymphome 48 58 Tagesrehabilitation 62 64
Mammakarzinome 142 118 Diagnose-Statistik: Tagesrehabilitation
gynäkologische Tumoren 41 29 cerebrovaskulärer Insult 33 30
HNO-Tumoren 43 38 Subarachnoidalblutung 2 3
Lungenkarzinome 82 88 Schädel-Hirn-Trauma 9 12
gastrointestinale Karzinome 154 180 Hirn-Schädeltumoren 4 6
Urogenital-Tumoren 78 64 anoxischer Hirnschaden 2 1
Sarkome 13 9 andere 12 12
Hauttumoren 18 30 Diagnose-Statistik: Stationäre Patienten
unbekannter Primärtumor 12 9 cerebrovaskulärer Insult 106 121
Hirn 25 21 Subarachnoidalblutung 15 14
andere 7 11 Schädel-Hirn-Trauma 22 31
Total 677 670 Hirn-Schädeltumoren 11 15
entzündliche Hirnerkrankungen 11 4
Nephrologie anoxischer Hirnschaden 6 6
Zentrumshämodialysen 8 070 7 936 weitere generalisierte Hirnschädigungen 2 3
akute Dialysen 182 191 M. Parkinson 3 5
Hämofiltration 517 413 Multiple Sklerose 1 5
Total Dialysen 8 587 8 349 spinale Lähmung 2 2
Peritonealdialyse (Kontrollen + Hausbesuche) 429 499 Polyradikulitis 11 13
Patientenstand per 31. Dezember hirnatrophischer Prozess 4 1
Zentrum 50 52 andere neurologische Erkrankungen 3 8
Heimdialysen – – Amputationen der Extremitäten 7 7
CAPD 20 22 Frakturen 3 2
Transplantation (davon Lebendspender) 15 (8) 14 (8) Polytrauma ohne Hirnschädigung 1 1
Total neue Patienten 25 40
ambulante Kontrollen 2 069 1 852
Erstkonsultationen 186 114
Nierenbiopsien 48 58
Konsilien 132 159
98 KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen

Rheumatologie 2007 2006


Ambulant untersuchte PatientInnen 2 361 2 457
Neuzuweisungen 855 908
Behandlungen auf der Wochenstation 306 284
Konsilien bei stationären PatientInnen 348 508
Spezialabklärungen
Sonographien am Bewegungsapparat 771 799
DXA-Befundungen 750 966
(gemeinsam mit Endokrinologie)
Bewegungstherapie total 45 936 46 510
stationär 31 983 32 512
ambulant allgemein 12 135 11 866
ambulant aufwendig 1 818 2 132
Gruppentherapie 6 038 5 220
stationär (Wassergruppe für Rücken- 813 1 017
patienten, Übungsgruppe usw.)
ambulant (Gruppe für Bechterew, RA, 5 225 4 203
Rückenschule, Osteoporose usw.)
KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen 99

Departement Spezialkliniken
KSSW und KSSW und
Hals-, Nasen-, Ohren- und Gesichts-Chirurgie KSL 2007 SPZ 2007 KSL 2006 SPZ 2006
Operationen und diagnostische Eingriffe
Nase, Nasennebenhöhlen
Repositionen von Nasenbeinfrakturen 95 – 66 –
Septumplastiken 140 19 131 22
Septorhinoplastiken 63 – 41 –
Eingriffe an den Muscheln 287 31 241 –
Sinoskopien, Rhinoskopien 51 39 29 44
Navigation NNH und Schädel 27 – 31 –
Eingriffe an Kiefer-, Stirn-, Sieb-, Keilbein (endonasal, aussen) 398 9 311 17
Eingriffe bei Nasenbluten 214 – 192 –
Biopsien 2 – 1 –
Tumorresektionen (lat. Rhinotomie u.a.) 2 – 3 –
Operation an der Frontobasis 14 – 5 –
Dacryocystorhinostomie 18 – 29 –
Choanalatresieoperationen 1 – 5 –
Speicheldrüsen, Rachen, Nasopharynx und Mundhöhle
Parotidektomien 30 – 19 –
Exstirpation der Gl. submandibularis, Speichelsteinentfernungen 11 – 7 –
Sialendoskopie 49 – 52 –
offene Speichelsteinentfernung 36 – 19 –
Adenotomien 273 30 223 25
Tonsillektomien 294 28 232 33
Velopharyngoplastiken, Unterfütterungsplastiken 2 – 5 –
Behandlung von Abszessen und Phlegmonen der Mundhöhle 9 – 8 –
Resektion von benignen Raumforderungen Mundhöhle / Pharynx 7 1 6 –
Resektion von Malignomen Mundhöhle / Pharynx 31 – 27 –
Entfernung von Lippenkarzinomen mit plastischer 2 – 2 –
Rekonstruktion
Unterkieferteilresektion, temporäre Unterkiefer- 11 – 7 –
spaltung bei Tumorresektion
Uvulopalatopharyngoplastiken 2 – 2 –
Radiofrequenztherapie bei Ronchopathie 1 – 6 –
Gesicht und Hals
Inzisionen am Hals von aussen 12 – 12 –
verschiedene kleinere plastische Eingriffe 293 – 241 3
mittlere plastische Eingriffe 144 15 67 26
grosse plastische Eingriffe 38 – 29 –
statische Gesichtsreanimationen 1 – 2 –
Gold weight Einlage 3 – 6 –
Cervikotomie mit Lymphknotenentfernung 53 1 54 –
Konservative oder radikale Neck-Dissektion 72 – 80 –
Tumorentfernung Hals (z.B. Glomus-, Neurinome) 1 – 1 –
Tracheotomien und Stomaverschluss, Provox 41 11 67 8
Trachealplastiken, Stenteinlagen 11 17 11 16
Abtragung Zenker (endoskopisch) 13 2 5 2
Strumektomien 223 2 214 –
Strumektomien mit Sternotomie 2 – 2 –
Parathyroidektomien 22 – 16 –
Halszysten, Halsfisteln 9 – 10 –
Kehlkopfteilresektionen 15 – 11 –
totale Laryngektomien 9 – 10 –
Eingriffe an der Orbita 1 – – –
Laser-Eingriffe an Kopf, Hals, Trachea, Bronchien 42 – 46 –
Implantationen Phrenicusstimulatoren – 5 – –
100 KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen

KSSW und KSSW und


KSL 2007 SPZ 2007 KSL 2006 SPZ 2006
Endoskopische Eingriffe
direkte Laryngoskopien 323 – 316 –
Abtragungen von Stimmlippentumoren mit dem Laser 22 – 24 –
Oesophagoskopien 109 – 112 –
Bronchoskopien 107 – 122 –
Epipharyngoskopien 99 – 91 –
Tracheoskopien 11 – 12 –
Oesophagusbougierungen 5 – 7 –
Ohrmuschel, Mittelohr, Schädelbasis
Korrektur von Ohrmuschelmissbildungen (Atresie) 6 – 5 –
Ohrmuschelplastiken 83 20 64 11
isolierte Ohrmikroskopien 512 – 458 –
isolierte Parazentesen 113 30 53 33
Einsetzen von Paukenröhrchen 431 24 434 26
Lasereingriffe am Ohr 59 – 66 –
Tympanoplastiken und Ossikuloplastiken 226 – 197 –
Antrotomie/Mastoidektomie 61 – 42 –
Revisionsmastoidektomien 14 – 8 –
Stapedotomien, Stapesrevisionen 68 – 72 –
offene Mastoido-Epitympanektomien 21 – 34 –
Kanalplastik, Meatoplastik 117 – 95 –
Cochlearimplantate 25 – 22 –
BAHA Implantate 8 – 11 –
aktive Mittelohrimplantate 4 – 4 –
Nerveninterponate 4 – – –
infratemporale Zugänge 3 – 5 –
transtemporale Zugänge zum inneren Gehörgang 4 – 4 –
(AN, Bell, Neurektomien)
Eingriffe lat. Schädelbasis 1 – 2 –
Labyrinthektomie 1 – 2 –
subtotale Petrosektomie 14 – 6 –
Nerven-, Fett-, Faszienentnahmen 31 – 27 –
Tot. Fazialisdekompression 2 – 1 –
Tympanoskopie 21 – 17 –
Vestibularisneurektomie 1 – 1 –
div. kleinere Behandlungen 984 – 1 094 –
Total 6 565 284 5 992 266
Total KSL / KSSW / SPZ 6 849 – 6 258 –
Konsilien – – – –
Audiologie
Ton-/Sprachaudiometrien, Hörgeräteexpertisen 6 602 – 5 567 –
objektive Audiometrieverfahren (elektrische Reaktionsaudiometrie, 3 840 – 4 793 –
Impedanzaudiometrie, otoakustischer Emissionstest)
Neurootologie
vollständige Vestibularisprüfungen inkl. 400 – 529 –
Videonystagmographien
isolierte Lage-/Lagerungsprüfung/manuelle Therapien bei – – – –
benignem paroxysmalem Lagerungsschwindel
Lagerungsschwindel 159 – 260 –
Hyperbare Sauerstofftherapien (Anzahl Fahrten) 163 – 168 –
Phoniatrie und Kinderaudiologie
Erstuntersuchungen mit fachlicher Beurteilung 525 – 542 –
Behandlung und regelmässige Kontrollen 1 174 – 1 140 –
KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen 101

Augenklinik 2007 2006 2007 2006


Lider und Tränenapparat/ Laser
plastische Eingriffe Yag-Iridotomie 16 14
grosse Lidoperationen 192 190 Yag-Kapsulotomie 157 188
kleine Lidoperationen 220 256 ALK und TTT 751 503
Enukleation/Evisceration/Orbitaeingriffe 7 1 PDT 12 372
Wundversorgung der Lider 8 3 Excimereingriffe
Tränenwegseingriffe 39 33 PTK 51 55
kleine Eingriffe, DCR auf HNO 13 27 OF-Ablation 145 104
Bindehaut Enhancement 7 5
kleine Operationen inkl. Pterygium 100 92 Lasik 4 28
Muskeln Gesamteingriffe 7 203 6 053
Schieloperation am geraden Muskel 87 109
Schieloperation am schrägen Muskel 16 3 Excimereingriffe Sursee
Hornhaut und Sklera OF-Ablation 90 121
perforierende Keratoplastik 16 10 Enhancement 2 2
perforierende Keratoplastik und Katarakt-Op 3 2 Total Excimereingriffe Sursee 92 123
lamelläre Keratoplastik 14 5 Total aller Eingriffe 7 302 6 145
Endotheltransplantation 35 1
Astigmatismus-Keratotomie 15 48 Frauenklinik
Hornhaut- und Skleranaht 10 21
kleine Eingriffe an der Hornhaut 31 29 Geburtshilfe
Linsen entbundene Mütter 1 700 1 601
Katarakt-Op mit IOL 2 352 2 161 geborene Kinder 1 757 1 650
Katarakt-Op ohne IOL 7 7 Spontangeburten 884 883
kombinierte Katarakt- und Glaukom-Op 60 51 Vakuum 196 187
Sekundärimplantation, IOL Wechsel 73 75 Forzeps 3 5
IOL Reposition, Artisanlinse BEL vaginal – 2
Phake IOL, ICL usw. 15 17 primäre Sectio 307 284
Nachstar, vordere Vitrektomie 8 7 sekundäre Sectio 299 276
Netzhaut / Glaskörper Kindsgewicht
PPV 246 216 weniger als 1000 g 1.90% 1.60%
kombinierte PPV mit Phako und IOL 295 279 1000 bis 1500 g 1.95% 1.80%
Silikonölentfernung 11 12 1501 bis 2499 g 9.20% 9.10%
Intravitreale Injektion und GK Punktion 1699 695 2500 bis 3999 g 72% 78.20%
Eingriffe mit dem Endoskop 12 7 4000 g und mehr 7.60% 8.60%
Plomben- und Cerclagenoperation 36 32 Schwangerschaftswochen
Plomben- und Cerclagenentfernung 15 10 nach 42. SSW 0.10% 0.20%
Netzhautkryo allein 18 18 38. bis 42. SSW 80.60% 79.90%
Glaukom 33. bis 37. SSW 14.60% 14.10%
Trabekulektomie 81 75 29. bis 32. SSW 3.60% 2.60%
komb. Katarakt u. Glaukom OP (siehe Linsen) – – vor 29. SSW 2.20% 2.00%
Revision Claukom OP 86 84 Apgar 5 Minuten
Cyklodialyse 6 15 0 bis 4 0.70% 0.80%
Cyclophotoagulation 60 45 5 bis 7 4.30% 5.00%
Cyclokryokoagulation 3 – 8 bis 10 95.00% 92.70%
Iridektomie 2 1 pH arteriell
Drainage Implant. (Ahmed, Baerveldt, Molteno usw.) 9 3 weniger als 7.0 0.34% 0.40%
Drainagenentfernung und -revision 1 2 7.00 bis 7.09 2.85% 3.50%
Verschiedenes 7.10 bis 7.19 13.10% 13.80%
Narkoseuntersuchung 72 69 7.20 und mehr 83.70% 70.10%
Bulbusperforation 12 4 Gebärhaltung (% aller Spontangeburten)
kleine Eingriffe (z.B. Temporalis Biopsie) 10 8 Bett 80.30% 76.30%
kleine Eingriffe in der Vorderkammer 87 48 Stuhl 3.20% 4.60%
Irisnaht/Irisrekonstruktion allein 5 3 Wasser 10.90% 11.90%
102 KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen

2007 2006 2007 2006


andere 5.20% 6.10% Ambulatorium
Damm (% aller vaginalen Geburten) Konsultationen allgemeine Sprechstunde 3 648 3 600
Damm intakt 25.30% 28.90% Konsultationen MPA (Injektionen, 2 464 1 688
Episiotomie 24.00% 24.70% Blutentnahmen etc.)
DR I bis II 35.70% 32.30% Konsultationen Sterilität Besprechungen 933 910
DR III bis IV 3.20% 3.10% Konsultationen Sterilität Follikel-US 2 328 2 732
Anästhesie vaginale Geburten Konsultationen Senologie (06 inkl. 935 1 161
keine oder LA 716 763 plastische Chirurgie)
Pudendusblock – 1 Konsultationen Onkologie 72 90
PDA zur Geburt 346 324 Konsultationen Dysplasie 395 348
Anästhesie Sectio caesarea (Kinder) Konsultationen First-Love 262 187
Narkose zur Sectio 66 63 Reproduktionsmedizin
Regionalanästhesie zur Sectio 540 539 Spermiogramme 239 247
Parität (Mütter) Inseminationen (homolog) 272 222
Primiparae 1 002 980 IVF/ICSI Anzahl Zyklen total 182 196
davon Sectio 348 329 IVF/ICSI Anzahl Zyklen frisch 139 156
Mehrparae 698 613 IVF/ICSI Anzahl Zyklen Auftau 43 40
davon Sectio 258 231 IVF/ICSI Anzahl Patientinnen total 157 144
Diverses TESE 10 12
ambulante Geburten 20 21
voll stillen 90% 93.60%
vaginale Geburt nach Sectio 46 50
Pädiater bei Geburt 544 459
Verlegung Kinderklinik 86 153

Gynäkologie
radikale Hysterektomie 14 15
Lymphonodektomie (pelvin) 36 23
Lymphonodektomie (paraaortal) 6 13
abdominale Hysterektomien 108 53
Inkontinenzoperationen 84 90
vaginale Hysterektomie 80 57
vordere und hintere Plastik 122 109
laparoskopische Hysterektomie 32 29
diagnostische Curettage 262 241
Curettage bei Abort 196 225
Curettage zur Interruptio 130 149
Laserkonisation 58 56
kleine vaginale Eingriffe 154 193
Laparaskopien diagnostisch/ster. 242 271
Laparaskopien operativ ohne Ster. 218 185
Hysteroskopie diagnostisch 240 251
Hysteroskopie operativ 52 43
Ablatio mammae 65 56
Tumorektomie/Quadrantektomie 67 60
Lymphonodektomie (axillär) 122 73
Mamma-PE 87 64
plastische Eingriffe Brust 92 87
Malignome (Erstcod.)
Corpus uteri 24 17
Cervix uteri 10 14
Ovar 4 15
Vulva 2 3
Mamma 153 93
KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen 103

Departement Kinderspital

Pädiatrische Klinik 2007 2006 2007 2006


infektiöse und parasitäre Krankheiten 435 445 Konsiliardienst in der Frauenklinik
Neoplasien 171 142 fetale Echokardiographien 19 25
Endokrinopathien, Stoffwechselkrank- 86 208 Erstversorgung von Risiko- 544 459
heiten, Störungen im Immunitätssystem Neugeborenen (Reanimation)
Krankheiten des Blutes und der 119 69 Vorsorge-Untersuchung gesunder 1 757 1 650
blutbildenden Organe Neugeborener
psychische Krankheiten und 132 94 Konsiliar- und Liaisonpsychiatrischer Dienst
Entwicklungsstörungen Kinderchirurgie 41 52
Krankheiten des Nervensystems und 333 217 Pädiatrie 143 115
der Sinnesorgane Kinderonkologie 27 22
Krankheiten des Kreislaufsystems 49 92 Total 211 189
Krankheiten der Atmungsorgane 632 585
Krankheiten der Verdauungsorgane 152 82 Ambulanter Bereich (ärztliche Konsultationen)
Krankheiten der Urogenitalorgane 122 96 Allgemeinpädiatrie
Krankheiten der Haut und Subcutis 73 40 tagesstationär (Tagesklinik) 416 448
Krankheiten des Skeletts, der Muskeln 46 18 tagesstationär (Abteilung <24 Std.) 386 235
und des Bindegewebes Total Tagesstationär 802 683
kongenitale Anomalien 277 90 verschiedene Konsultationen 4 117 3 360
Krankheiten der Neugeborenenzeit 1 293 982 Gastroenterologie
Symptome und schlecht bezeichnete 790 309 ambulante Konsultationen 1 076 968
Affektionen endoskopische Untersuchungen 145 149
Verletzungen und Vergiftungen 177 103 24-Std.-Oesophagus-ph-Metrien 33 19
Total 4 887 3 572 Laktose-Toleranztest 56 54
Neugeborene nach Geburtsgewicht Kinderkardiologie
und Gestationsalter ambulante Konsultationen 1 115 1 122
<1000 g 21 21 stationäre Konsilien 458 499
1000–1499 g 46 38 Farbdoppler-Echokardiographien 1 145 1 505
1500–2499 g 118 125 Ruhe-EKG 1 351 1 230
>2500 g 173 159 Belastungs-EKG 19 19
Total 358 343 Holter-EKG 119 127
<28 SSW 19 21 24-Std.-Blutdruckmessung 2 2
28 bis 31 6/7 SSW 56 40 Neuropädiatrie
32 bis 36 6/7 SSW 130 140 allgemeine Neuropädiatrie 1 571 1 546
37 bis 41 6/7 SSW 151 141 (Sprechstunde und Konsilien)
>42 SSW 2 1 Entwicklungsneurologie 226 203
Total 358 343 Neuroorthopädie 229 235
Neonatologische/pädiatrisch-kinder- Entwicklungspsychologie 60 64
chirurgische Intensivstation ambulante EEG 891 896
Eintritte Neonatologie (NeoIPS) 273 269 stationäre EEG 177 124
Eintritte Pädiatrie/Kinderchirurgie 298 238 Schlaf-EEG 350 357
Eintritte 3 West (Neonatologie) 60 74 Polygraphien bei Säuglingen 12 16
Eintritte Total 631 581 Kinderonkologie
Pflegetage 8 389 7 570 Neuerkrankungen 18 16
Kat. Ia 48 37 Leukämien, Lymphome 10 7
Kat. Ib 673 552 solide Tumoren 8 9
Kat. II 1 256 1 323 Histiozytose – –
Kat. III 6 403 5 658 nachkontrollierte Kinder 121 132
beatmete Patienten, inkl. CPAP 215 237 Leukämien, Lymphome 63 68
Beatmungstage + CPAP 1 682 1 599 solide Tumoren 53 55
Beatmungstage 695 569 Langerhans-Histiozytosen 5 9
CPAP-Tage 987 1 030 Tagesklinik Spezialsprechstunden
externe Transporte 125 124 Endokrinologie 372 306
FKL-Transporte 153 143 Gastroenterologie/Cystische Fibrose 1 158 1 053
Pneumologie/Allergie 945 880
104 KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen

2007 2006 2007 2006


Rheumatologie 44 61 Trichterbrust/Hühnerbrust 19 20
Physiotherapie Materialentfernung NUSS 13 13
stationäre Behandlungen 4 200 4 211 Lobektomie 3 2
ambulante Behandlungen 2 643 2 530 Ductus Botalli/Pacemaker 1 2
Ergotherapie Mamma
stationäre Behandlungen 889 917 Gynäkomastie 6 1
ambulante Behandlungen 1 366 1 368 Oesophagus
Sozialdienst Operation bei Fehlbildung (Atresie) 2 2
bearbeitete soziale Situationen 573 563 Fremdkörperentfernung 2 1
Patientenschule 349 418 Bougierung/Laser 25 1
Kinderschutz 77 60 Zwerchfell
Verschluss/Raffung 1 3
Kinderchirurgische Klinik Abdomen
Hirnschädel Bauchwand
Trepanation Plastik 3 2
Druckmessung intrakraniell 3 7 Omphalocele/Laparoschisis 1 2
Kraniotomie bei Trauma 4 2 Herniotomie
Schädel inguinal 171 225
Operation bei Kraniosynostose 8 2 femoral 1 –
Hämatompunktion (subgaleal) – 1 umbilical 35 17
Hydrocephalus-Operationen Hydrocele Funiculi et Testis 47 34
ventriculo-peritoneale Drainagen 13 17 Laparotomien
Reservoirpunktionen 22 12 Probelaparotomien/Biopsien 5 13
Ingraham-Drainage 4 5 Adhäsiolysen 10 7
Ventriculo-Stomie-Skopie 4 1 Organspende – –
Gesichtsschädel TU Resektionen 3 1
Eingriffe an Knochen des Gesichtsschädels 3 1 Magen
Augen Gastrostomiesondenwechsel (Mik-key) 9 17
diverse Eingriffe 1 2 Gastrostomie percutan (Peg-Sonden) 11 22
Ohren Fundoplikatio (offen) 2 4
Ohrmuschelkorrekturen 64 40 Pyloromyotomie 6 5
Parazentesen 38 39 Dünndarm
Fistel und Anhängsel 19 16 Stomie/Anastomosen 11 11
Mikrootoskopie 12 17 Stomieverschluss 2 2
Nase Resektionen 7 8
Nasenstegkorrektur/Reposition 5 2 Desinvaginationen operativ 1 3
diverse Eingriffe 2 3 diverse Eingriffe 4 2
Mund/Rachen Meckel/Divertikel 3 3
Ranula/Hamartome 1 4 Appendektomien 75 71
Zungenband 4 8 Leber/Gallenblase
Lippenspalten 4 2 Cholezystektomie – –
Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten 8 12 Choledochuszyste – –
Velopharyngoplastik 3 – Biopsie 2 4
Tonsillektomie/Adenotomie 5 4 Colon
Kiefer/Zahnextraktionen/diverse Eingriffe 29 26 Colostomie 2 1
Hals Colostomieverschluss 2 –
Torticollis – – Sigmaresektion 3 1
Tracheotomie 6 1 Laparoskopie
Halszysten/-fisteln 6 5 diagnostisch 9 6
Lymphangiom – – interventionell 16 22
Thorax Anorectum
Thorakoskopie 19 19 Durchzugsverfahren (TASPT) 5 1
Thorakotomie/Decortikation 4 4 Sphinkterektomie – –
Pleuradrainage/-punktion 11 11 Analfisteln 2 5
KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen 105

2007 2006 2007 2006


diverse Eingriffe 5 1 kleine Tumoren/Biopsien 45 49
Sphinkterdehnung 2 1 Narbenrevisionen/Korrekturen 22 17
Hämorrhoiden/Polypen – – Fremdkörperentfernung 25 28
PSARP 1 1 Abszessinzision 62 61
Urogenitalsystem Ganglion/Bakerzyste 4 7
Niere Verbrennungsbehandlung (thiersch, VW) 86 54
Hemi-/Nephrektomie 1 8 Kocher-Keilexzision 22 8
Nephrostomie (diverse) – 3 Punktionen (Gelenk) 13 19
Steinentfernung – – KMP – –
Pyelostomie (percutan) 2 – LP – –
Ureter Expander Im-/Explantationen
Abgangsplastik 8 7 Tierfellnaevus 1 3
UCNST 16 28 Naevus-Exzision 30 37
Blase Diverses (Mollusken, Warzen, VAC) 70 49
Cystofix 6 9 Sehnen
Augmentation/Mitranoff 4 1 Verlängerung (Achillessehne) 7 –
diverse Eingriffe 11 4 Ringbandspaltung 7 14
Blasensteine – 1 primäre Naht, diverse Eingriffe 17 23
Op bei Blasenexstrophie 2 1 Nerven
Urethra diverse Eingriffe 3 3
Hypospadiekorrekturen 26 26 Lymphknoten
Epispadie – 1 diverse Eingriffe 10 7
diverse Eingriffe/Rekonstruktionen/ 13 9 Gefässe
Divertikel/Fistel Op bei Lymphangiom – –
Meatotomie 4 3 Arterie/diverse Eingriffe 4 1
endoskopische Eingriffe (Klappenresektion) 2 3 Hämangiome – Exstirpation 7 10
Bougierung 6 3 Hämangiome – Laser 38 127
Hoden Venen/diverse Eingriffe – 1
Orchidopexie 126 109 Port-a-Cath, Broviac-Implantation, 37 39
Probefreilegung (Torsion) 8 7 Entfernung
Spermatikaligatur 8 2 Knochen, Gelenke
Orchidektomie/Gonadektomie 6 4 Schulter/Clavicula/Scapula
Hodenbiopsie/Hodenprothese 2 – diverse Eingriffe 1 2
Penis Oberarm
Zirkumzision 206 299 Titanmarknagel 6 10
Frenulotomie/Präputiolyse 10 44 andere Osteosynthesen 19 40
Op bei Palmure 8 3 Ellbogen
W-Genitale diverse Eingriffe/Osteotomie 2 11
Sectio caesarea – – Ellbogen – Mobilisation/Arthroskopie – 1
Adnexektomie (TU, Cyste etc.) – 3 Vorderarm
Vaginoskopie 2 5 Titanmarknagel 31 23
Labiensynechie/Hypertrophie 3 3 andere Osteosynthesen 24 39
diverse Eingriffe/Operation bei – 2 Osteotomie – 5
intersexuellem Genitale Hand/Finger
Wirbelsäule Replantationen 3 6
MMC 1 – Hexadaktylie, Dysmelie 6 3
Sakraldermoid 5 7 Osteosynthese 16 18
Laminektomie – 1 Resektionen/Amputationen 8 3
diverse Eingriffe 2 1 Becken
Haut- und Weichteile Triple-Osteotomie 1 3
Unfallwunden/RQW 155 202 Hüftpunktionen 2 9
Dermoidcysten 12 – Osteosynthesen 4 1
Nagelverletzungen 21 – Hüftluxation, offene Reposition 3 3
Hautplastiken/Syndaktylien 19 30 Epiphysiolysis Capitis Femoris 6 2
106 KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen

2007 2006 2007 2006


Curretage, Spongiosaplastik 1 4 Arthroskopie/Arthrographie 16 21
Spongiosaentnahme 2 2 Sonographie – 1
Aduktorotomie/Acetabuloplastik 10 3 Redressionsverbände
Hüftmobilisation 5 5 Desault/Gilchrist/Verband 1 2
Oberschenkel Oberarm 376 426
Titanmarknagel 19 20 Vorderarm 186 198
andere Osteosynthesen 4 11 Beckengips 15 26
Fix-Ex 2 2 Oberschenkel 68 67
Varisationsosteotomie/Derotations- 12 9 Unterschenkel 113 134
osteotomie diverse 26 7
Epiphysiodese 10 3 Redressionsschiene 210 197
diverse Eingriffe – 6 Gipsentfernung 9 43
Knie Soft-Scotch (VA, OA, US, OS) 55 5
Osgood-Schlatter – 4 Scotchcast (VA, OA, US, OS) 68 107
Patella-Luxationen 1 2 Gipsentfernung 5 5
Zuggurtung 3 7 Weberbock/Overhead Extension 1 –
diverse Eingriffe 10 10 Total 4 114 4 393
Meniskusentfernung / Naht
Beck’sche Bohrung/Epiphysiodese 1 1
Unterschenkel
Fix-Ex 7 4
Titanmarknagel 6 5
Korrektur Osteotomie 7 3
Osteosynthesen 9 13
Bandnaht OSG 3 1
diverse Eingriffe 7 5
Fuss/Zehen
Amputation – 2
Klumpfuss-Operationen 16 8
Hallux-/Hammerzehen-Operationen 1 –
Osteosynthesen 12 16
diverse Eingriffe 10 13
Verschiedenes
Entfernung OSM 156 183
Osteomyelitistherapie 7 5
Biopsien/Punktionen/Instillationen (Botox) 29 44
Exostosen 12 14
Fasziotomie/Druckmessung 1 1
Unblutige Repositionen
Oberarm, Vorderarm, Ellbogen, 131 139
Unterschenkel
Hand, Finger, Fuss, Zehen, Oberschenkel 37 23
Diagnostische Eingriffe
Oesophago-, Gastro-/Duodeno- 112 88
skopie, Biopsie
Bronchoskopie/Tracheoskopie 17 9
Rhinoskopie 1 2
Colonoskopie 33 22
Rektoskopie 7 9
Rektal-Biopsie 7 9
Rektal-Manometrie 17 18
Urethro-/Cystoskopie 18 14
urodynamische Untersuchung 60 55
KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen 107

Departement Institute
Anzahl Anästhesien Anästhesiestunden
Institut für Anästhesie 2007 2006 2007 2006
Augenklinik 3 875 3 359 4 080 3 611
Chirurgische Klinik 8 548 8 186 22 317 21 518
Frauenklinik 3 458 3 215 5 769 5 512
HNO-Klinik 2 034 1 834 4 727 4 390
Kiefer-/Gesichts-Chirurgie 455 436 1 231 1 213
Kinderchirurgie 2 717 2 794 4 892 4 954
Neurochirurgie 338 317 1 343 1 195
Orthopädische Klinik 1 210 1 190 3 325 3 402
Urologische Klinik 945 932 2 479 2 227
Herz- und Thoraxchirurgie 600 577 2 303 2 332
Gefässchirurgie 638 654 1 895 1 811
Anästhesiemethode
Allgemeinanästhesie 11 713 10 555
Allgemeinanästhesie mit thorakaler oder sakraler Periduralanästhesie 1 746 1 813
Anästhesieüberwachungen (Monitored Care) 4 947 4 584
Regionale Anästhesiemethoden, total 4 166 4 513
Epiduralanästhesien (sakral, lumbal, thorakal) 1 543 1 645
Spinalanästhesien 1 905 2 003
CSE (Spinal-/Epiduralanästhesie kombiniert) 198 264
Plexus-brachialis-Block (axillär, interscalenär) 1 515 1 588
Intravenöse Regionalanästhesie 147 127
Nervus-Ischiadicus-Blockaden (prox. und distal) 83 142
Nervus-Femoralis-Block 372 379
Nervus-obturatorius 21 38
Penis-Block 245 311
Nervus-ilioinguinalis-Blockade 37 32
andere Regionalanästhesien 217 142

Anästhesie und Reanimation 2007 2006 Radio-Onkologie 2007 2006


Anästhesien (Anzahl) 22 575 21 031 Tumorstatistik 1 027 1 043
Anästhesien (Stunden) 51 373 49 540 Haut 50 58
Notruf 144 Kopf/Hals 69 59
Total Einsätze 7 638 7 404 Gehirn 35 24
Notfälle 3 733 3 433 Thorax/Lunge 57 55
Notarzteinsätze 563 511 Verdauungstrakt 84 81
IPS-Patienten kamen aus folgenden Urol./männliches Genitale 104 109
Bereichen (in Prozent) weibliches Genitale 49 42
Viszeralchirurgie 32% 26% Mamma (männlich/weiblich) 244 255
Herz-/Thorax-/Gefässchirurgie 27% 27% Knochen/Weichteile 12 6
Traumatologie/Neurochirurgie 27% 32% maligne Lymphome/Hämoblastosen 61 69
Gynäkologie 1% 2% Metastasen/Rezidive 252 265
Urologie 4% 3% Auge 2 –
Diverse 9% 10% Kinder 2 3
unbekannter Primärtumor 3 5
Lymphknoten-Rezidiv 3 12
108 KSL-Jahresbericht 2007 Kennzahlen

Abw. Abw.
Apotheke 2007 2006 in % 2007 2006 in %

Medikamentenverbrauch desinfizierende Mittel 252 595 210 183 20.2


Nervensystem 3 019 729 2 668 631 13.2 Ophthalmologika 2 888 120 1 186 531 143.4
Analgetika 847 046 847 163 3.2 Antiphlogistika 84 039 66 954 25.5
Anaesthetika 539 048 499 366 7.9 physikalische Mittel 37 453 45 621 –17.9
Schlafmittel 119 804 100 342 19.4 Varia (Lucentis) 2 672 992 1 002 119 166.7
Neuroleptika 590 521 464 289 27.2 Oto-Rhino-Laryngologika 120 409 105 419 14.2
Antidepressiva 175 828 156 456 12.4 Diagnostika 1 704 991 1 639 080 4.0
Antiepileptika 91 247 66 943 36.3 Röntgenkontrastmittel 1 371 969 1 320 279 3.9
Antiemetika 223 830 227 965 –1.8 Antidota 24 080 30 615 –21.3
Myorelaxantien 229 402 215 304 6.5 Total alle Präparate 28 326 919 23 450 492 20.8
Herz und Kreislauf 560 180 540 329 3.7
Abw.
Antiarrhythmika 25 030 23 989 4.3 Labormedizin (ZLM) 2007 2006 in %
Betablocker 26 382 38 315 –31.1 Chemisches Zentrallabor 795 913 730 780 8.9
Vasodilatatoren 78 292 96 094 –18.5 Blut, Plasma, Serum 748 223 687 515 8.8
Sympathomimetika 187 330 171 857 9.0 Urin 43 082 38 953 10.6
Kalziumantagonisten 7 842 12 505 –37.3 Liquor cerebrospinalis 2 178 2 142 1.7
Antihypertensiva 194 257 155 055 25.3 Faeces 144 171 –15.8
Vasoaktiva/Kardioplegika 7 271 6 243 16.5 Punktate und andere 2 286 1 999 14.4
Lunge und Atmung 163 716 161 872 1.1 Hämatologisches Zentrallabor 424 458 399 608 6.2
Varia (Surfactant) 56 185 48 585 15.6 Morphologie 143 400 136 949 4.7
Gastroenterologika 123 530 128 801 –4.1 Hämostase 108 907 104 548 4.2
Laxantia 44 684 39 875 12.1 Immunhämatologie 172 151 158 111 8.9
Protonenpumpenhemmer 32 328 34 174 –5.4 Institut für Medizinische 71 851 63 764 12.7
Niere und Wasserhaushalt 1 623 191 1 502 133 8.1 Mikrobiologie
Infundibilia/Iniectabilia 1 045 797 972 889 7.5 Varia 15 928 13 696 16.3
Dialyselösungen 238 498 217 425 9.7 Blutkulturen 6 717 6 799 –1.2
Spüllösungen 234 182 208 364 12.4 Stuhlbakteriologie 3 491 2 901 20.3
Blut 3 240 902 2 838 272 14.2 Urin-Bakteriologie 7 179 7 014 2.4
Blutfaktoren/Plasmaersatz 1 065 164 770‘782 38.2 Tuberkulose/Mykobakterien 2 452 2 104 16.5
Antikoagulantien 707 574 783 361 –9.7 Serologie 14 693 11 985 22.6
Fibrinolytika 80 738 89 328 –9.6 Spitalhygiene 1 866 1 119 66.8
Antianaemika (EPO) 1 211 862 1 106 079 9.6 BSD 19 525 18 128 7.7
Stoffwechsel 11 496 919 9 527 980 20.7 Labor Kinderspital 87 171 71 774 21.5
parent. Ernährung 300 374 235 434 27.6 Hämatologie 21 773 20 521 6.1
enterale Ernährung 162 463 134 152 21.1 Blutchemie 46 181 32 510 42.1
Insuline 50 170 50 545 –0.7 Allergie/Immunologie 5 054 4 761 6.2
Glukokortikoide 165 701 180 225 –8.1 Urin 9 126 8 663 5.3
NSA/COX-Hemmer 36 446 39 768 –8.4 Liquor cerebrospinalis 410 374 9.6
Enzyme (Cerezyme) 1 670 245 855 –99.3 Färbungen 724 607 19.3
Immunsuppressiva 1 345 939 1 071 039 25.7 Lungenfunktionsteste 615 603 2.0
Onkologika 8 211 931 6 429 237 27.7 Elektrokardiogramme 1 351 1 230 9.8
Antiinfektiosa 2 311 427 2 121 692 8.9 Schweissteste 247 216 14.4
Antibakteriologika 1 180 447 1 059 613 11.4 Verschiedenes 1 690 2 289 –26.2
Penicilline 174 658 163 998 6.5
Cephalosporine 251 417 233 712 7.6
Chinolone 111 792 165 741 –32.6
Varia/Kombinationen 416 299 289 666 43.7
Virostatika 268 958 251 892 6.8
Antimykotika 159 258 192 938 –17.5
Impfstoffe 61 194 40 903 49.6
Immunglobuline 520 004 473 023 9.9
Desinfektionsmittel 74 848 63 382 18.1
Gynäkologika 402 305 306 083 31.4
Dermatologika 445 076 395 506 12.5
KSL-Jahresbericht 2007 Publikationen 109

Publikationen

Banz V, Mahler K, Treumann Th, Metzger J et al.


Chirurgie
Chirurgische Klinik Image of the month: Choledochal Cyst Todani Type I.
Publikationen Arch Surg. 2007; 142:1007–1008.
Duda GN, Epari DR, Babst R, Lambert SM, Mathys R, Sud- Nowack M, Metzger J. Risk of recurrence 5 years or more
kamp NP. Mechanical evaluation of a new minimally invasive after primary Lichtenstein mesh and sutured inguinal hernia
device for stabilization of proximal humeral fractures in repair (Br J Surg 2007; 94: 1038–1040)
elderly patients: a cadaver study. Acta Orthop. 2007; 78 (3): Br J Surg. 2007; 94: 1438.
430–35. Buchbeiträge
Rohner-Spengler M, Mannion AF, Babst R. Reliability and Metzger J. Total Gastrectomy with conventional Lympha-
minimal detectable change for the figure-of-eight-20 meth- denectomy. in: Clavien PA, Sarr MG, Fong Y, Atlas of upper
od of, measurement of ankle edema. gastrointestinal and hepato-pancreato-biliary surgery
J Orthop Sports Phys Ther. 2007; 37(4): 199–205. Springer. 2007: 165–178.
Rikli DA, Babst R, Jupiter JB. Distal radius fractures:
new concepts as basis for surgical treatment Handchir. Neurochirurgie
Mikrochir Plast Chir. 2007; 39(1): 2–8. Review German. Publikationen
Hasenboehler E. Rikli DA, Babst R Kothbauer KF. Neurosurgical management of intramedulla-
Locking Compression plate with minimally invasive plate ry spinal cord tumors in children. Pediatr. Neurosurg. 2007;
osteosyntheses diaphyseal and distal tibial fracture: a re- 43(3): 222–235
trospective study of 32 patients. Injury. 2007; 38(3): 365–70. Kothbauer KF. Intraoperative neurophysiologic monitoring
Rikli DA, Honigmann P, Babst R, Cristalli A, Morlock MM, for intramedullary spinal-cord tumor surgery. Neurophysiol.
Mittlmeier T. Intra-articular pressure measurement in the Clin. 2007; 37: 407–414.
radioulnocarpal joint using a novel sensor: in vitro and in Bagley CA, Kothbauer KF, Wilson S, Bookland MJ, Epstein FJ,
vivo resulats. J Hand Surg. 2007; 32(1): 67–75. Jallo GI. Surgical resection of myxopapillary ependymomas in
Honigmann P, Goldhahn S, Rosenkranz J, Audige L, Geiss- children. J. Neurosurg (Pediatrics). 2007; 16(Suppl4): 261–267.
mann D, Babst R. Aftertreatmant of malleolar fractures Szelényi A, Kothbauer KF, Deletis V. Transcranial electric sti-
following ORIF – functional compared to protected function- mulation for intraoperative motor evoked potential monito-
al in a vacuum-stabilized orthesis: a randomized controlled ring: Stimulation parameters and electrode montages.
trial, Arch Orthop Trauma Surg. 2007; 127(3): 195–203. Clin Neurophysiol. 2007; 118(7): 1586–1595.
Rikli DA, Babst R, Jupiter JB. Distale Radiusfraktur: Tobias ME, McGirt MJ, Chaichana KL, Goldstein IM, Kothbau-
neue Konzepte als Basis für die operative Therapie er KF, Epstein F, Jallo GI. 2008; Surgical management of long
Handchir Mikrochir Plast Chir. 2007; 39: 2–8. intramedullary spinal cord tumors. Childs Nerv.
Babst R, Brunner F. Plating in Proximal Humeral Fractures Syst. 2007; 24: 219–223.
Eur J Trauma Emerg Surg. 2007; 33: 348–56. Lew S, Kothbauer KF Tethered cord syndrome: an updated
Bruhin A, Metzger J. Prinzipien der Wundbehandlung. review. Pediatr. Neurosurg. 2007; 43(3): 236–248.
Therapeutische Umschau 2007; 64:473–483.
Frey DM, Wildisen A, Hamel CT, Metzger J et al. Randomized Herz-, Thorax-, Gefässchirurgie
clinical trial of Lichtenstein‘s operation versus mesh plug for Publikationen
inguinal hernia repair. Br J Surg. 2007; 94: 36–41. Stulz P. Lässt sich die Regel des hl. Benedikt auf das moderne
Kurmann A, Honigmann Ph, Fischer H, Metzger J et al. Management anwenden?
A randomized placebo controlled triple blinded sequential Schweiz. Ärztezeitung 2007; 42/43: 1782–85, 1820–25.
study design to evaluate chronic pain after inguinal hernia Buchbeiträge
repair. Chirurgisches Forum. 2007; 36: 433–434. Stulz P. Rationierung aus ärztlicher Sicht in: Zimmermann-
Metzger J. Authorsletter 1: Reply: Randomized clinical trial Acklin M, Halter H (Hrsg.). Rationierung und Gerechtigkeit
of Lichtenstein‘s operation versus mesh plug for inguinal im Gesundheitswesen. FMH Schwabe Verlag. 2007.
hernia repair (Br J Surg 2007 94 36–41) Stulz P, Kägi D, Rudolph E (Hrsg). Philosophie und Medizin
Br J Surg. 2007; 94: 515. Chronos Verlag. 2007.
Metzger J. Authors‘ reply: Randomized clinical trial of Stulz P. Vorwort in: Albisser R, Loretan A (Hrsg), Spitalseelsor-
Lichtenstein‘s operation versus mesh plug for inguinal her- ge im Wandel. LIT Verlag. 2007.
nia repair (Br J Surg 2007; 94: 36–41) Br J Surg. 2007; 94: 648.
Rosenthal R, Gantert WA, Hamel C, Metzger J et al. Mund-, Kiefer-, Gesichts-Chirurgie
Assessment of construct validity of a virtual reality lapa- Publikationen
ro–scopy simulator. J Laparoendosc Adv Surg Tech A. 2007; Bottler T, Kuttenberger J, Hardt N, Oehen HP, Baltensperger
17: 407–413. M. Non-HIV-associated Kaposi`s sarcoma of the tongue. Case
110 KSL-Jahresbericht 2007 Publikationen

report and review of the literature lar Bundles. Eur Urol. 2007; 52: 687–695.
Int J Oral Maxillofac Surg. 2007; 36: 1218–1220. Mattei A, Birkhäuser F, Studer UE
von Gunten M, Kuttenberger J, Gebbers JO. Kinderwunsch nach Vasektomie – wie weiter?
Gingivales Ulkus: Prothesendruckstelle – oder…? Swiss medical Forum. 2007; 47: 955–57.
Schweiz Med Forum. 2007; 7: 929.
Institute
Orthopädie
Buchbeiträge Institut für Anästhesie
Staubli AE. Kap. 5: Konstruktions- und Anwendungsprin- Publikationen
zipien von winkelstabilen Plattenfixateuren zur Stabilisie- Jöhr M, Berger TM, Ruesch S. Choix de l‘analgésie systémique
rung der proximalen Tibiaosteotomie in: Philipp Lobenhoffer, selon le terrain. Ann Fr Anesth Reanim. 2007; 26: 546–553.
Jens D. Agneskirchner, Mellany Galla (Hrsg.), Kniegelenknahe Jöhr M. Anaesthesia for the child with a full stomach (editorial
Osteotomie: Indikation – Planung – Operationstechnik mit review). Curr Opin Anaesthesiol. 2007; 20: 201–203.
Plattenfixateuren, Thieme Verlag. 2007. Jöhr M. Ende eines Irrwegs: Anästhesieeinleitung beim nicht
Galla M, Lobenhoffer Ph, Staubli AE. Kap. 6: Die valgisieren- nüchternen Kind (Editorial). Anaesthesist. 2007; 56: 1209.
de öffnende Umstellungsosteotomie der proximalen Tibia Becke K, Höhne C, Jöhr M, Reich A. Stellungnahme: S (+)-Keta-
mit Plattenfixateur in: Philipp Lobenhoffer et al., Kniegelenk- min als Supplement zur Kaudalanästhesie im Kindesalter
nahe Osteotomie, Thieme Verlag. 2007. Anästhesiologie & Intensivmedizin. 2007; 48: 299.
Staubli AE. Kap. 7: Radiologische Heilungsvorgänge nach Mader T, Hornung M, Boos K, Jöhr M, Reich A, Höhne C,
öffnender kniegelenknaher Tibiaosteotomie Becke K. Handlungsempfehlungen zur Regionalanästhesie bei
in: Philipp Lobenhoffer et al., Kniegelenknahe Osteotomie, Kindern. Anästhesiologie & Intensivmedizin. 2007; 48: 79-85.
Thieme Verlag. 2007. Haberthür C. Das neue Transplantationsgesetz: Konsequenzen
Müller UW, Wang G, Zheng G, Staubli AE, Nolte LP für die Intensivmedizin. The Medical Journal TMJ. 2007;
Computerassistierte Navigation der proximalen Tibiaosteo- 6 (Oktober): 29–31.
tomie in: Philipp Lobenhoffer et al., Kniegelenknahe Osteo- Haberthür C. für die Arbeitsgruppe der Schweizerischen Stif-
tomie, Thieme Verlag. 2007. tung zur Förderung der Organspende (FSOD) und der Schwei-
zerischen Gesellschaft für Intensivmedizin (SGI-SSMI).
Urologie Richtlinien für die Behandlung von Organspendern.
Publikationen Schweiz Med Forum. 2007; 7: 540–543.
Danuser H, Muller R, Descoeudres B et al. Extracorporeal Haberthür C. The Swiss Donation Pathway, Module 3: Donor
shock wave lithotripsy of lower calyx calculi: how much is Maintenance: Guidelines for the treatment and monitoring of
treatment outcome influenced by the anatomy of the collect- adult heart beating donors.
ing system? Eur Urol. 2007; 52: 539. http://www.fsod.ch und http://www.sgi-ssmi.ch
Danuser H. Editorial comment on: Optimizing shock wave Haberthür C, Stocker R. New aspects in mechanical ventilation.
lithotripsy in the 21st century. Eur Urol. 2007; 52: 353. Review. Eur J Trauma. 2007; 32: 28-36.
Danuser H. Editorial comment on: Impact of stone size, Schüpfer G. Einheitskasse führt zu Qualitätsabbau
location, composition, impaction, and hydronrphrosis on the (oder: Wir spielen mit dem Feuer). Schweizerische Ärztezei-
efficacy of holmium:YAG-laser ureterolithotripsy tung. 2007; 88(5): 181.
Eur Urol. 2007; 52: 1758. Schüpfer G. DRG: IT-relevante Aspekte aus der Sicht eines nicht-
Dobry E, Usai P, Studer UE. Danuser H. Is antegrade endopye- universitären Zentrumsspitals. datamaster. 2007 März; 8: 14–16.
lotomy really less invasive than open pyeloplasty? Kurmann A, Honigmann Ph, Fischer H, Audigé L, Schüpfer
Urol Int. 2007; 79: 152. G, Metzger J. Ein randomisiertes und dreifach verblindetes
Mattei A, Naspro R, Annino F et al. Tension and energy-free Studiendesign zur Evaluation von chronischen Schmerzen
robotic-assisted laparoscopic radical prostatectomy with nach Inguinalhernieoperationen (A randomized triple blinded
interfascial dissection of the neurovascular bundles sequential study design to evaluate chronic pain after inguinal
Eur Urol. 2007; 52: 687. hernia repair). Chirurgisches Forum. 2007; 36: 433–434.
Mattei A, Naspro R, Annino F, Burke D, Guida R, Gaston R Poelart J, Schüpfer G, Umnus A, Bauer M, Schleppers A.
Tension and energy-free robotic assisted laparoscopic radical Statistische Prozesskontrolle als Monitoring-Tool zur Evaluie-
prostatectomy with lateral approach for the interfascial dis- rung von Reorganisationsmassnahmen. Untersuchung auf einer
section of the neurovascular bundles: technique description Intensivstation. Der Anästhesist. 2007; 56 (6): 599–603.
and early results. Eur Urol (Video Journal). 2007; 13(1): 9–10. Schüpfer G. Wer bewegt denn was? Gesundheitssysteme im
Mattei A, Naspro R, Annino F, Burke D, Guida R, Gaston R Wandel. Durch Fakten zur Qualität. 54. Jahrestagung der Deut-
Tension and energy-free robotic-assisted laparoscopic radical schen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin.
prostatectomy with interfascial dissection of the neurovascu- Abstractband.
KSL-Jahresbericht 2007 Publikationen 111

Hunziker S, Bamert RA, Schüpfer GK. Computersimulation zur Buchbeiträge


Potentialdefinition im OP-Management. SMI (Swiss Medical Schüpfer G, Frietsch T. Spezielles OP-Management im Trauma-
Informatics); 2007; 61: in press (Preis für die beste wissenschaft- zentrum (für gemischte Knochenchirurgie in Orthopädischen
liche Präsentation an der Jahresversammlung 2007 SGMI). und Unfallchirurgischen Operations-Zentren)
Kaufmann T, Rossi M, Schüpfer G. Weniger Komplikationen in: Frietsch T, Scharf HP, Weiler-Lorentz A (Hrsg.), Anästhesie
durch DRG – aber wo liegen die Grenzen? im Traumazentrum. Elsevier, Urban&Fischer, München, 2007 in
Ökonomie Schweiz Ärztezeitung. 2007; 24: 1057–1058. press.
Kaufmann T, Cheah C, Schuepfer G. The ratio between anaes- Jöhr M. Syndromes et maladies pédiatriques rares
thesia and surgical procedure time as a controlling tool in the In: Dalens B, Veyckemans F, editors. Anesthésie pédiatrique.
operating room. European Journal of Anaesthesiology. 2007; Montpellier: Sauramps médical, 2006: 955–1001.
24 (Supplement 39): 3. Jöhr M. Ambulante Anästhesie bei Kindern.
Kaufmann T, Wassermann K, Schüpfer G: Beta error free In: Van Aken H, editor. Refresher Course Nr. 32, Mai 2006, Leip-
riskfactor identification based on SEPLA, a neuro-evolution zig. Ebelsbach: DIOmed Verlags GmbH 2006: 93–103.
method. European Journal of Anaesthesiology. 2007;
24 (Supplement 39); 2007: 5. Institut für Medizinische Mikrobiologie (IMM)
Kaufmann T, Schüpfer G, Konrad CJ, Wassermann K, Publikationen
ASA risk classification and the Weber-Fechner law: Mortality Pfyffer GE. Mycobacterium: General characteristics, laboratory
within 30 days after surgery. Anesthesiology. 2007. detection, and staining procedures. Manual of Clinical Micro-
ASA Abstract Suppl A187. biology, 9th edn. ASM Press Washington DC. 2007: 543–572.
Kaufmann T, Konrad CJ, Schüpfer G. Influence of the admission Hombach M, H. R. Frey, Pfyffer GE. Urinary tract infection
day on the length of hospital stay in laparoscopic cholecystec- caused by Eikenella corrodens. J Clin Microbiol. 2007; 45: 675.
tomy. Anesthesiology. 2007. ASA Abstract Suppl A2043. Feller M, Huwiler K, Stephan R, Altpeter E., Shang A, Furrer H,
Kaufmann T, Konrad CJ, Schüpfer G. Factors influencing Anaes- Pfyffer GE, Jemmi T, Baumgartner A, Egger M.
thesia release time after single shot spinal anaesthesia in 8603 Mycobacterium avium subspecies paratuberculosis and Crohn‘s
cases. Anesthesiology. 2007. ASA Abstract Suppl A29. disease: a systematic review and meta-analysis.
Hunziker S, Schüpfer G. Economic benefits of overlapping Lancet Infect Dis. 2007; 7: 607–613.
induction using a computer simulation model. Ballmer K, Korczak BM, Kuhnert P, Slickers P, Ehricht R,
Anesthesiology. 2007. ASA Abstract Suppl A1873. Hächler H. Fast DNA Serotyping of Escherichia coli by use of an
Gfrörer R, Bernard U, Schaper C, Bauer M, Schüpfer GK oligonucleotide microarray. J Clin Microbiol. 2007; 45: 370–379.
Rollenerwartungen unterschiedlicher Berufsgruppen im OP Tankouo-Sandjong B, Sessitsch A, Liebana E, Kornschober C,
Der Anästhesist. 2007; 56: 1163–1169. Allerberger F, Hächler H, Bodrossy L.
Freynhagen R, Grond S, Schuepfer G, Hagebeuker A, Schmelz MLST-v, multilocus sequence typing based on virulence genes,
M, Ziegler D, von Giesen HJ, Junker U, Konrad C. for molecular typing of Salmonella enterica subsp. enterica
Efficacy and Safety of Pergabalin in treatment refractory pa- serovars. J Microbiol Methods. 2007; 69: 23–36.
tients with various neuropathic pain entities in clinical routine Guérin PJ, Grais RF, Rottingen JA, Valleron AJ, and the Shigella
Int J Clin Pract. 2007; 61 (12): 1989–1996. Study Group. Using European travellers as an early alert to
Schüpfer G, Gfrörer R, Schleppers A. Anästhesisten lernen detect emerging pathogens in countries with limited laborato-
– lernen Institutionen auch? Bedeutung von institutionellem ry resources. BMC Publ Health. 2007; 7(8): 1–10.
Lernen und Unternehmenskultur in der Klinik Nguyen QV, Hochstrasser L, Chuard C, Hächler H, Regamey C,
Der Anästhesist. 2007; 56: 983–991. Descombes E. Adult haemolytic-uremic syndrome associated
Honigmann P, Fischer H, Kurmann A, Audige L, Schuepfer G, with urosepsis due to shigatoxin-producing Escherichia coli
Metzger J. Investigating the effect of intra-operative infil- O138:H-. Renal Failure. 2007; 29: 747–750.
tration with local anaesthesia on the development of chronic Hächler H, Thiermann S, Pfyffer GE. Antibiotika-Resistenzen in
postoperative pain after inguinal hernia repair. A randomized der Zentralschweiz 2005/ 2006. Kantonsspital Luzern,
placebo controlled triple blinded and group sequential study © Institut für Medizinische Mikrobiologie, März 2007.
design. BMC Surgery. 2007; 7:22doi:10.1186/1471–2482–7–22.
Schüpfer G, Hunziker S. Patientengeheimnis und effiziente Radio-Onkologie
Leistungserbringung. Die elektronische Patientenakte und die Publikationen
Anforderungen des Datenschutzes. Gesundheitspolitik aktuell. Blum D, Leemann B, Thum P, Dohr D. Prophylactic cranial
2007: 16–17. irradiation for patients with small-cell lung cancer in locally
Kaufmann T, Rossi M, Schüpfer G. Ein Kommentar zu einer complete remission. Strahlenther Onkol. 2007; 183: 173.
Studie eines Internetanbieters – Behandlungszufriedenheit Benner A, Hansen C, Leemann B, Dohr D, Thum P.
in öffentlichen Spitälern. Schweiz. Ärztezeitung. 2007; 38: Structure matching for head and neck
1588–1590. Strahlenther Onkol. 2007; 183: 184.
112 KSL-Jahresbericht 2007 Publikationen

Thum P, Much R, De Zulueta T, Gebbers JO. Veno-occlusive Henzen C. Das Metabolische Syndrom
disease (VOD) of the liver after radio-chemotherapy of a deep- Rev Med Suisse. 2007;3:83
seated esophageal carcinoma. Strahlenther Onkol. 2007; 183 Schuetz P, Christ-Crain M, Wolbers M, Schild U, Thomann R,
(Sondernr. 1): 176. Falconnier C, Widmer I, Neidert S, Blum CA, Schönenberger R,
Buchbeiträge Henzen C, Bregenzer T, Hoess C, Krause M, Bucher HC, Zim-
Greiner R, Dohr D, Micke O. Totale Nodale Bestrahlung bei merli W, Müller B. ProHOSP study group: Procalcitonin guided
entzündlichen Erkrankungen – eine Literaturübersicht antibiotic therapy and hospitalization in patients with lower
in: Seegenschmiedt MH, Rödel F, Micke O, Radiotherapie bei respiratory tract infections: a prospective, multicenter, random-
gutartigen Erkrankungen. Diplodocus-Verlag, Münster 2007. ized controlled trial. BMC Health Serv. 2007; 7: 102.

Pathologie Hämatologie
Publikationen Publikationen
Diebold J. Moderne Aspekte der klinischen Autopsie. Fritschi J, Raddatz Müller P, Schmid P, Wuillemin WA. Patient
Praxis 2007; 96: 1667–1671. self-management of long-term oral anticoagulation in Switzer-
Staebler A, Diebold J. Molekularpathologie der epithelialen land. SMW. 2007; 137: 252–58.
Ovarialneoplasien. Pathologe, 2007; 28: 180–186 Gratwohl A, Heim D, Bargetzi M, Baerlocher GM, Chalandon Y,
Menssen A, Epanchintsev A, Rezaei N, Lodygin D, Jung P, Ver- Gregor M, Hess U, Oppliger Leibundgut E, Passweg J, Schanz U,
doodt B, Diebold J, Hermeking H. c-MYC Delays Prometaphase Dirnhofer S. Behandlung der chronischen myeolischen Leukä-
by Direct Transactivation of MAD2 and BubR1: Identification mie 2007. Schweiz Med Forum. 2007; 7: 934–940.
of Mechanisms Underlying c-MYC-Induced DNA Damage and Gregor M. Anämie einmal ohne Eisenmangel
Chromosomal Instability. Cell Cycle 2007; 6, 339–352. Schweiz Rundsch Med Prax. 2007; 96(11): 416–20.
Yoshida N, Amanai M, Fukui T, Kajikawa E, Brahmajosyula M, Gujer S, Schott P, Schwizer B, Rüfer A. Wenn eine tiefe
Iwahori A, Nakano Y, Shoji S, Diebold J, Hessel H, Huss R, Perry Sauerstoffsättigung Hektik auslöst und doch kein Notfall ist.
AC. Broad, ectopic expression of the sperm protein PLCZ1 indu- Schweiz Med Forum. 2007; 7: 397–99.
ces parthenogenesis and ovarian tumours in mice. Mazzolai L, Albisetti M, Asmis L, Baumgartner I, Bounameaux
Development 2007; 134, 3941–3952. H, Dörffler-Melly J, Husmann M, Kucher N, Spirk D, Windecker
Zech CJ, Seiderer J, Reinisch W, Ochsenkühn T, Schima W, Die- S, Wuillemin WA. Einfach und schnell zu den Empfehlungen bei
bold J, Wrba F, Reiser MF, Schoenberg SO. Thioguanin-induced Prophylaxe und Therapie venöser Thromboembolie
Nodular Regenerative Hyperplasia of the Liver – ROC Analysis Schweiz Med Forum. 2007; 7: 864.
of Different MR Techniques. Eur Radiol 2007; 17, 1898–1905. Palka Hentrich D, Fritschi J, Raddatz Müller P, Wuillemin WA.
Dambacher J, Staudinger T, Seiderer J, Sisic Z, Schnitzler F, INR comparison between the CoaguChek® S and a standard
Pfennig S, Hofbauer K, Konrad A, Tillack C, Otte JM, Diebold J, laboratory method among patients with self-management of
Göke B, Ochsenkühn O, Lohse P, Brand S. Macrophage migra- oral anticoagulation. Thromb Res. 2007; 119: 489–95.
tion inhibitory factor ( MIF) –173G/C promoter polymorphism Redondo M. Medikamentös induzierte Blutbildveränderungen
influences upper gastrointestinal tract involvement and disease Hausarzt Praxis. 2007; 4: 22–25.
activity in patients with Crohn’s disease. Inflamm Bowel Dis. Rüfer A, Brodmann D, Gregor M, Kremer Hovinga JA, Lämmle
2007; 13, 71– 82. B, Wuillemin WA. Rituximab for acute plasma-refractory throm-
botic thrombocytopenic purpura – a case report and concise
Medizin review of the literature. Schweiz Med Forum. 2007; 7: 518–24.
Voves C, Wolter I, Gregor M, Tsakiris DA, Wuillemin WA.
Angiologie Schwere Thrombozytopenie und sieben problemlose Geburten
Publikationen Schweiz Med Forum. 2007; 7: 212–14.
Jäger KA, Amann-Vesti B, Banyai M et al. Schweizer Richtlinien Wuillemin WA, Wirz P, Welte S, Dörffler-Melly J, Bouna-
zum Management von PAVK-Patienten. Schweizerisches Medi- meaux H. Prophylaxe venöser Thromboembolien. Beispiele für
zin Forum. 2007; 29–30: 621–628. Praxisempfehlungen. Schweiz Med Forum. 2007; 7: 198–204.
Jäger KA, Amann-Vesti B, Banyai M et al. Richtlinien zum Zeerleder S, Schroeder V, Lämmle B, Wuillemin WA, Hack CE,
Management von PAVK-Patienten für den Facharzt. Kardiovas- Kohler HP. Factor XIII in severe sepsis and septic shock.
kuläre Medizin. 2007; 10(12): 403–411. Thromb Res. 2007; 119: 311–18.

Endokrinologie / Diabetologie Onkologie


Publikationen Publikationen
Henzen C. Innere Medizin 2006 – update. Schweiz Med Zander T, Briner V, Buck F, Winterhalder R. Gastric pneumatosis
Rundsch. 2007; 96: 411–415. following polychemotherapy. Eur J Int Med. 2007; 18: 251–52.
KSL-Jahresbericht 2007 Publikationen 113

Rheumatologie Kinderspital
Buchbeiträge Publikationen
Schmid L. Klinisches Bild und Diagnose der Rheumatoiden Buck FM, Treumann TC, Winiker H, Strobel K. Chronic recurrent
Arthritis. Kapitel 2: 22–39. in: Aktuelle Aspekte in der Therapie multifocal osteomyelitis (CRMO) with symmetric involvement of
der rheumatoiden Arthritis. UNI-MED Verlag Bremen. 2007. both femora: X-ray, bone scintigram, and MR imaging findings
in one case. J Magn Reson Imaging. 2007 Aug; 26(2): 422–6.
Spezialkliniken Röösli C, Winiker H, El Helou S, Schlegel-Wagner C. Congenital
nasal pyriform aperture stenosis: an uncommon, potentially
Augenklinik fatal cause of inhibition of nasal breathing in neonates
Publikationen HNO. 2007; 55(2):125–7. Review. German.
Bochmann F, Johnson Z, Azuara-Blanco A. Sample size in studies Wildhaber B, Majno P, Mayr J, Zachariou Z, Hohlfeld J, Schwoe-
on diagnostic accuracy in ophthalmology: a literature survey. bel M, et al. Biliary atresia: Swiss national study 1994–2004.
Br J Ophthalmol. 2007; 91(7): 898–900. J Pediatr Gastroenterol Nutr. 2007.
Vandekerckhove K, Lange A, Herzog D, Christopher J, Laube GF, Kemper MJ, Schubiger G, Neuhaus TJ, Angiotensin-
Schipper I. Juvenile Katarakt assoziiert mit Mikrokornea und converting enzyme inhibitor fetopathy: Long-term outcome,
Glukosurie: Ein neues Syndrom. Klin Monatsbl Augenheilkd. Arch Dis Child Fetal Neonatal Ed. 2007; 92 (5): 402–403
2007; 224: 344–346. Berger TM, Das-Kundu S, Pfister RE, Pfister R, Stocker M,
Kloeckener-Gruissem B, Vandekerckhove K, Nürnberg G, Neid- Zimmermann U, Betreuung von Neugeborenen 34 0/7 SSW mit
hardt J, Zeitz C, Nürnberg P, Schipper I, Berger W. Mutation of erhöhtem Hypoglykämierisiko oder Hypoglykämie im Gebärsaal
solute carrier SLC16A12 associates with a syndrome combining oder in der Wochenbettstation. Paediatrica. 2007; 18 (5): 15–17
juvenile cataract with microcornea and renal glucosuria.
Am J Hum Genet 2008; 82(3): 772–9. Epub 2008 Feb 14.

HNO
Publikationen
Röösli C, Winiker H, El Helou S, Schlegel C. Congenital nasal py-
riform aperture stenosis: an uncommon, potentially fatal cause
of inhibition of nasal breathing in neonates.
HNO. 2007; 55(2): 125–127.
Haerle St, Schlegel Ch. Erfahrungen mit dem Nd:YAG-Laser bei
der endoskopischen Laserkoagulation von endonasalen Telean-
giektasien bei M. Osler. Schweiz Med Forum. 2007; 7: 101–103.
Fisch U, May J, Linder Th (Hrsg.) Tympanoplasty, Mastoidectomy
and Stapes Surgery (2nd edition).
Georg Thieme Verlag Stuttgart & New York. 2007/8.
Pabst G. Speichelsteine: Neue Behandlungsmöglichkeiten durch
extrakorporale Stosswellenlithotripsie und minimal-invasive
Sialendoskopie. Luzerner Arzt. 2007; 68: 51–53.
Pabst G. Definition von Sialolithiasis und Sialendoskopie
Pschyrembel Nr. 261: 1774.
KSL-Jahresbericht 2007 Publikationen

Publikationen Ergänzung

randomized, controlled pilot study. Eur Heart J. 2007; 28(17):


Kardiologie 2110–7.
Publikationen Cuculi F, Radovanovic D, Erberli FR, Stauffer JC, Bertel O,
Kobza R; Resink T, Erne P. Implantable cardioverter-defi- Erne P. The Impact of Statin Treatment on Presentation Mode
brillator malfunction with out-of-range lead measurements: and Early Outcomes in Acute Coronary Syndromes. Cardiolo-
What is the cause? Heart Rhythm. 2007; 4(1): 106–7. gy. 2008, 109 (3): 156–162. Epub 2007 Aug 28
Kobza R, Treumann T, Erne P. Visualization of the oesopha- Jamshidi P, Toggweiler S, Erne P. In-stent restenosis and
gus in relation to the left atrium: an alternative concept. thrombosis 41 months after drug-eluting stent implantation.
Europace. 2007; 9(1): 64–5. Int J Cardiol. 2007 Aug 27; Epub ahead of print
Cuculi F, Suter A, Erne P. Spironolactone-induced gynecomas- Ghosh S, Joshi MB, Ivanov D, Feder-Mengus C, Spagnoli
tia. CMAJ. 2007; 176(5): 620. GC, Martin I, Erne P, Resink TJ. Use of multicellular tumor
Jamshidi P, Kobza R, Erne P. Thrombus aspiration and local spheroids to dissect endothelial cell-tumor cell interactions:
fibrinolytic therapy for acute pulmonary thromboembolism. a role for T-cadherin in tumor angiogenesis. FEBS Lett. 2007;
J Invasive Cardiol. 2007; 19(3): E66–8. 581(23): 4523–8.
Schoenenberger AW, Schoenenberger-Berzins R, Suter PM, Bramkamp M, Radovanovic D, Erne P, Szucs TD. Determinants
Zuber M, Erne P. Effect of moderate weight reduction on of costs and the length of stay in acute coronary syndromes:
resting and exercise blood pressure in overweight subjects. a real life analysis of more than 10 000 patients. Cardiovasc
J Hum Hypertens. 2007; 21(8): 683–5. Epub 2007 Apr 19. Drugs Ther. 2007; 21(5): 389–98.
Roos M, Kobza R, Erne P. Early pacemaker battery depletion Kobza R, Auf der Maur C, Kurtz C, Hoffmann A, Allgayer B,
caused by a current leak in the output circuitry: rectification Erne P. Esophagus imaging for radiofrequency ablation of
not exchange. Pacing Clin Electrophysiol. 2007; 30(5): 705–8. atrial fibrillation using a dual-source computed tomography
Joshi MB, Ivanov D, Philippova M, Erne P, Resink TJ. Integrin- system: preliminary observations. J Interv Card Electrophy-
linked kinase is an essential mediator for T-cadherin-depend- §§siol. 2007; 19(3): 167–70.
ent signaling via Akt and GSK3beta in endothelial cells. Toggweiler S, Zuber M, Kobza R, Roos M, Jamshidi P, Meier
FASEB J. 2007; 21(12): 3083–95. R, Erne P. Improved response to cardiac resynchronization
Erne P, Schoenenberger AW, Burckhardt D, Zuber M, Kiowski therapy through optimization of atrioventricular and inter-
W, Buser PT, Dubach P, Resink TJ, Pfisterer M. Effects of ventricular delays using acoustic cardiography: a pilot study.
percutaneous coronary interventions in silent ischemia after J Card Fail. 2007; 13(8) :637–42.
myocardial infarction: the SWISSI II randomized controlled Radovanovic D, Erne P, Urban P, Bertel O, Rickli H, Gaspoz
trial. JAMA. 2007; 297(18): 1985–91. JM, AMIS Plus Investigators. Gender differences in manage-
Erbel R, Di Mario C, Bartunek J, Bonnier J, de Bruyne B, ment and outcomes in patients with acute coronary syndro-
Eberli FR, Erne P, Haude M, Heublein B, Horrigan M, Ilsey mes: results on 20,290 patients from the AMIS Plus Registry.
C, Böse D, Koolen J, Lüscher TF, Weissmann N, Waksman R, Heart. 2007; 93(11): 1369–75.
PROGRESS-AMS (Clinical Performance and Angiographic Re- Cuculi F, Kobza R, Erne P. ECG changes following cardiover-
sults of Coronary Stenting with Absorbable Metal Stents) In- sion and defibrillation. Swiss Med Wkly. 2007 Oct 6; 137(39–
vestigators. Temporary scaffolding of coronary arteries with 40): 551–5.
bioabsorbable magnesium stents: a prospective, non-rando- Cuculi F, Jamshidi P, Kobza R, Rohacek M, Erne P. Precordial
mised multicentre trial. Lancet. 2007; 369(9576): 1869–75. low voltage in patients with ascites. Europace. 2008; 10 (1).
Toggweiler S, Kobza R, Roos M, Erne P. Visualizing pacema- 96–98. Epub 2007 Nov 14
ker-induced phrenic nerve stimulation with acoustic cardio- Müdespacher D, Radovanovic D, Camenzind E, Essig M,
graphy. Pacing Clin Electrophysiol. 2007 Jun; 30(6): 806–7. Bertel O, Erne P, Eberli FR, Gutzwiller F, on behalf of the
Kobza R, Erne P. End-of-life decisions in ICD patients with AMIS Plus Investigators. Admission glycaemia and outcome
malignant tumors. Pacing Clin Electrophysiol. 2007; 30(7): in patients with acute coronary syndrome. Diab Vasc Dis Res.
845–9. 2007 Dec; 4(4): 346–52.
Schoenenberger AW, Erne P, Ammann S, Perrig M, Bürgi U, Kobza R, Erne P. Monomorphe Kammertachykardie: Bundle-
Stuck AE. Prediction of hypertensive crisis based on average, brunch-reenty-Tachykardie. Kardiovaskuläre Medizin 2007;
variability and approximate entropy of 24-h ambulatory 10: 370–371.
blood pressure monitoring. J Hum Hypertens. 2008; 22(1):
32–37. Epub 2007 Jul 12.
Erne P, Schoenenberger AW, Zuber M, Burckhardt D, Kiowksi
W, Dubach P, Resink T, Pfisterer M. Effects of anti-ischaemic
drug therapy in silent myocardial ischaemia type I: the Swiss
Interventional Study on Silent Ischaemia type I (SWISSI I): a
Organisation Kantonsspital Luzern (bis 31. 12. 2007) Die LUKS-Organisation seit 1. Januar 2008

Gesundheits- und
Sozialdepartement
Spitalrat

Stab Medizin Stab Direktion


Sekretariat Direktor Direktionsstab Arbeitsmedizin, Hygiene, Medizin-/ Direktor Kommunikation, Multiprojektmanagement,
Pflegeinformatik, Medizinalcontrolling, Recht
Qualitäts-/Riskmanagement

Ausschuss
Geschäftsleitung
Spitalleitung Geschäftsleitungsausschuss
SPITALLEITUNG

Departement Departement Departement Departement Departement Departement Departement Departement Departement


Betriebswirt- Wolhusen Sursee Chirurgie Medizin Spezialkliniken Kinderspital Institute Pflege, Soziales BW &
Infrastruktur
Pflege, schaft und D-BW D-BW D-BW D-BW D-BW D-BW D-BW
Chirurgie Medizin Spezialkliniken Kinderspital Institute Soziales Infrastruktur
Anästhesie Anästhesie Chirurgische Privatabteilung Hals-Nasen- Pädiatrie Radiologie Pflege- Finanzen
Klinik Innere Ohren-Klinik entwicklung/
Medizin -qualität

Departements- Departements- Departements- Departements- Departements- Sekretariat Sekretariat Innere Innere Herz-/ Innere Augenklinik Kinderchirurgie Radio-Onkologie Fachberatung Personaldienst
controlling controlling controlling controlling 1) controlling Medizin Medizin Thorax-/ Medizin,
Gefässchirurgie med. IPS

Chirurgie & Chirurgie & Orthopädie Spezialmedizin 1 Frauenklinik Pathologie Ausbildung Informatik
Chirurgie A* Privatabteilung HNO Pädiatrie Anästhesie*** Pflege- Finanzen Orthopädie Orthopädie
Innere entwicklung &
Medizin Qualität
Gynäkologie/ Gynäkologie/ Urologie Spezialmedizin 2 Höhenklinik Apotheke Weiterbildung Ökonomie
Geburtshilfe Geburtshilfe Montana

Chirurgie B Innere Augenklinik Kinder- Röntgen Fachberatung Personaldienst Kieferchirurgie Spezialmedizin 3 Labormedizin Sozialdienst Technik, Bau &
Medizin** chirurgie Sicherheit

Operationssäle Rehabilitation Anästhesie/ Seelsorge


chir. Intensivmed/
Rettungsmed./
Orthopädie Spezialmedizin Neue Radio- Ausbildung Informatik Schmerztherapie
1 Frauenklinik Onkologie

Urologie Spezialmedizin Pathologie Weiterbildung Ökonomie


2

Kieferchirurgie Spezialmedizin Apotheke Rettungsdienst Technik, Bau


3 144 und Sicherheit

Operationssäle Rehabilitation Labormedizin Sozialdienst

*** Notfallstation Chirurgie und IMC inkl. Seelsorge


*** Notfallstation Medizin, IMC und Intensivpflege Medizin inkl.
*** Intensivpflege Chirurgie und Schmerztherapie inkl.
1) durch zentrales Controlling
Jahresbericht 2007 Kantonsspital Luzern
Jahresbericht 2007
Kantonsspital Kantonsspital
Luzern Luzern
Spitalstrasse Neues Logo seit 1. Januar 2008
6000 Luzern 16
Telefon 041 205 11 11
info@ksl.ch
www.ksl.ch

950007