Sie sind auf Seite 1von 54

Belastungsanalyse:

Erste Schritte

30. März 2005


© Copyright 2005 Autodesk, Inc.
Alle Rechte vorbehalten
Dieses Werk oder Teile davon dürfen in keiner Form, mit keiner Methode und zu keinem Zweck vervielfältigt werden.
AUTODESK, INC. GIBT KEINERLEI GARANTIE, WEDER AUSDRÜCKLICH NOCH IMPLIZIT, AUF DIESE MATERIALIEN, SCHLIESST
JEGLICHE IMPLIZITE GARANTIE AUF DIE VERKAUFSEIGNUNG ODER TAUGLICHKEIT EINER BESTIMMTEN ANWENDUNG DIESER
MATERIALIEN AUS UND STELLT DIESE MATERIALIEN LEDIGLICH IN DER AUGENBLICKLICHEN FORM ZUR VERFÜGUNG.
AUTODESK, INC. KANN KEINESFALLS UND GEGENÜBER NIEMANDEM FÜR BESONDERE, KOLLATERALE, ZUFÄLLIGE ODER
INDIREKTE SCHÄDEN, DIE SICH AUS DEM KAUF ODER DER BENUTZUNG DIESER MATERIALIEN ERGEBEN, HAFTBAR GEMACHT
WERDEN. IM FALLE EINER HAFTUNG SEITENS AUTODESK, INC., IST AUTODESK, INC. AUSSCHLIESSLICH UND HÖCHSTENFALLS
FÜR DIE RÜCKERSTATTUNG DES KAUFPREISES DER HIER BESCHRIEBENEN MATERIALIEN HAFTBAR.
Bestimmungen zur Verwendung und die Genehmigung zur Veröffentlichung dieses Materials in einer anderen Sprache als Deutsch müssen
bei Autodesk, Inc. angefordert werden. Sämtliche Rechte an der Übersetzung der vorliegenden Publikation liegen bei Autodesk, Inc.
Autodesk, Inc. behält sich das Recht vor, ihre Produkte nach eigenem Gutdünken zu revidieren oder zu verändern.
Diese Publikation beschreibt den Zustand dieses Produkts zum Zeitpunkt der Veröffentlichung und muss nicht mit zukünftigen Versionen
des Produkts übereinstimmen.
Autodesk Marken
3D Studio, 3D Studio MAX, 3D Studio VIZ, 3ds max, ActiveShapes, ActiveShapes (Logo), Actrix, ADI, AEC-X, ATC, AUGI, AutoCAD, AutoCAD LT,
Autodesk, Autodesk Envision, Autodesk Inventor, Autodesk Map, Autodesk MapGuide, Autodesk Streamline, Autodesk WalkThrough, Autodesk
World, AutoLISP, AutoSketch, backdraft, Biped, bringing information down to earth, Buzzsaw, CAD Overlay, Character Studio, Cinepak, Cinepak
(Logo), cleaner, Codec Central, combustion, Design Your World, Design Your World (Logo), EditDV, Education by Design, gmax, Heidi, HOOPS,
Hyperwire, i-drop, IntroDV, lustre, Mechanical Desktop, ObjectARX, Physique, Powered with Autodesk Technology (Logo), ProjectPoint, RadioRay,
Reactor, Revit, VISION*, Visual, Visual Construction, Visual Drainage, Visual Hydro, Visual Landscape, Visual Roads, Visual Survey, Visual Toolbox,
Visual Tugboat, Visual LISP, Volo, WHIP! und WHIP! (Logo) sind eingetragene Marken von Autodesk, Inc. in den USA und/oder anderen Ländern.
AutoCAD Learning Assistance, AutoCAD LT Learning Assistance, AutoCAD Simulator, AutoCAD SQL Extension, AutoCAD SQL Interface, AutoSnap,
AutoTrack, Built with ObjectARX (Logo), burn, Buzzsaw.com, CAiCE, Cinestream, Civil 3D, cleaner central, ClearScale, Colour Warper, Content
Explorer, Dancing Baby (Bild), DesignCenter, Design Doctor, Designer's Toolkit, DesignKids, DesignProf, DesignServer, Design Web Format, DWF,
DWFit, DWG Linking, DXF, Extending the Design Team, GDX Driver, gmax (Logo), gmax ready (Logo),Heads-up Design, jobnet, ObjectDBX,
onscreen onair online, Plasma, PolarSnap, Productstream, Real-time Roto, Render Queue, toxik, Visual Bridge, Visual Syllabus und Where Design
Connects sind Marken von Autodesk, Inc. in den USA und/oder anderen Ländern.
Autodesk Canada Co. Marken
discreet, fire, flame, flint, flint RT, frost, glass, inferno, MountStone, riot, river, smoke, sparks, stone, stream, vapour und wire sind eingetragene
Marken von Autodesk Canada, Co., in den USA und/oder Kanada und/oder anderen Ländern.
backburner und Multi-Master Editing sind Marken von Autodesk Canada, Co., in den USA, Kanada und/oder anderen Ländern.
Marken anderer Firmen
HTML Help © 1995-2002 Microsoft Corp. Alle Rechte vorbehalten.
Internet Explorer © 1995-2001 Microsoft Corp. Alle Rechte vorbehalten.
Windows NetMeeting © 1996-2001 Microsoft Corp. Alle Rechte vorbehalten.
TList™ 5 Active X-Steuerelement, Bennet-Tec Information Systems.
Schriften © 1992 Bitstream-Schriftenbibliothek. Alle Rechte vorbehalten.
Visual Basic® und Visual Basic-Logo (nur Grafik) © 1987-2001 Microsoft Corp. Alle Rechte vorbehalten.
Anwendungen von Drittanbietern
2D DCM, CDM und HLM sind Marken von D-Cubed Ltd. 2D DCM © D-Cubed Ltd. 1989-2004. CDM © D-Cubed Ltd. 1999-2004. HLM
© D-Cubed Ltd. 1996-2004.
ACIS® Copyright © 1989-2001 Spatial Corp. Teile Copyright © 2002-2004 Autodesk, Inc.
ANSYS, ANSYS Workbench, CFX und AUTODYN sind Marken von ANSYS, Inc. © SAS IP, Inc. 2005. Alle Rechte vorbehalten.
COPRA MetalBender © 1989-2002 data M Software GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
dBASE ist eine eingetragene Marke von Ksoft, Inc.
Intel® Math Kernel Library, © 1999-2003 Intel Corporation. Alle Rechte vorbehalten.
MD5C.C - RSA Data Security, Inc., MD5 message-digest algorithm © 1991-1992
Objective Grid © 2002 Stingray Software, eine Abteilung von Rogue Wave Software, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
RSA Data Security, Inc. Created 1991. Alle Rechte vorbehalten.
SafeCast™ © 1996-2002 und FLEXlm™ © 1988-2002 Macrovision Corp. Alle Rechte vorbehalten.
SMLib © 1998-2003 IntegrityWare, Inc., GeomWare, Inc., und Solid Modeling Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Schriften © 1996 Payne Loving Trust. Alle Rechte vorbehalten.
uuencode/uudecode © 1983 Mitglieder des Universitätsverwaltungsrats der University of California. Alle Rechte vorbehalten.
Wise for Windows Installer © 2002 Wise Solutions, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Teile dieser Software basieren auf der Arbeit der Independent JPEG Group.
Teile dieser Software © 1981-2003 Microsoft Corp.
Teile dieser Software © 1992-2002 ITI. TList ActiveX™-Steuerelement lizenziert von Bennet-Tec Information Systems.
Diese Software enthält Macromedia Flash Player-Software von Macromedia, Inc., © 1995-2002 Macromedia, Inc. Alle Rechte vorbehalten.
Macromedia und Flash sind entweder eingetragene Marken oder Marken von Macromedia, Inc.
Alle übrigen Markennamen, Produktnamen oder Marken sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.

Veröffentlicht von: Autodesk, Inc.


111 McInnis Parkway
San Rafael, CA 94903
USA

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10
Inhalt

Kapitel 1 Erste Schritte bei der Belastungsanalyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1


Wissenswertes über Autodesk Inventor Professional . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
Kennenlernen von Autodesk Inventor Professional . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
Verwenden der Hilfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
Verwenden der Belastungsanalysenwerkzeuge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Mehrwert von Belastungsanalysen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Funktionsweise von Belastungsanalysen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Analyseannahmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Interpretieren von Ergebnissen der Belastungsanalyse. . . . . . . . . . . . . . . . . 9

Kapitel 2 Analysieren von Modellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11


Arbeiten in der Belastungsanalyseumgebung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Ausführen der Belastungsanalyse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Überprüfen des Materials . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Anwenden von Lasten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Anwenden von Abhängigkeiten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Festlegen von Parametern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
Festlegen von Lösungsoptionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Erhalten von Lösungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Ausführen der Modalanalyse. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Kapitel 3 Anzeigen von Ergebnissen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25


Verwenden der Ergebnisanzeige . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Bearbeiten der Farbleiste . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
Lesen von Belastungsanalyseergebnissen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
Interpretieren von Ergebniskonturen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
Festlegen von Ergebnisanzeigeoptionen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Inhalt | iii
Kapitel 4 Überprüfen von Modellen und Belastungsanalysen . . . . . . . . . . . 33
Ändern der Modellgeometrie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .34
Ändern der Lösungsbedingungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .35
Aktualisieren von Belastungsanalyseergebnissen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .37

Kapitel 5 Erstellen von Berichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39


Ausführen von Berichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .40
Interpretieren von Berichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .40
Zusammenfassung. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .40
Einführung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .40
Beispiel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .41
Anhänge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .41
Speichern und Veröffentlichen von Berichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .42
Speichern von Berichten. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .42
Drucken von Berichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .42
Veröffentlichen von Berichten . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .42

Kapitel 6 Verwalten von Belastungsanalysedateien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43


Erstellen und Verwenden von Analysedateien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .44
Dateibeziehungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .44
Erneutes Zuweisen von Dateien mit aufgelösten Verknüpfungen . . . . . . .45
Kopieren von Geometriedateien. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .45
Auflösen fehlerhafter Dateiverknüpfungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .46
Erstellen neuer Analysedateien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .47
Exportieren von Analysedateien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .47

Index . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49

iv | Inhalt
Erste Schritte bei der
Belastungsanalyse

In diesem Kapitel
1
Autodesk Inventor® Professional umfasst verschiedene ■ Einführung
■ Kennenlernen von Autodesk
branchenspezifische Werkzeuge, die die Funktionen
Inventor Professional
von Autodesk Inventor® zur Entwicklung komplexer ■ Verwenden der Hilfe
■ Gründe für die Durchführung
Maschinen sowie anderer Produktkonstruktionen
einer Belastungsanalyse
erweitern. ■ Was ist eine Belastungsanalyse?

Autodesk Inventor® Professional - Belastungsanalyse ist

ein Zusatzmodul der Bauteil- und Blechumgebungen

von Autodesk Inventor®. Es ermöglicht die Analyse der

Belastungs- und Frequenzreaktionen mechanischer

Bauteilkonstruktionen.

Dieses Kapitel enthält grundlegende Informationen

zur Belastungsanalysenumgebung und zu den

Arbeitsflussprozessen, die zur Analyse von Lasten und

Abhängigkeiten eines Bauteils benötigt werden.

1
Wissenswertes über Autodesk Inventor
Professional
Autodesk Inventor Professional basiert auf der Software Autodesk Inventor
und bietet Ihnen verschiedene Module für die Arbeit mit dem Programm.
In diesem Handbuch wird das Modul für die Belastungsanalyse vorgestellt. Das
Modul umfasst Funktionen zur Belastung und Analyse von Maschinenbau-
und Produktkonstruktionen.
In diesem Handbuch finden Sie grundlegende, für die erstmalige
Verwendung hilfreiche Informationen sowie Beispiele zur Einführung in die
Funktionen von Autodesk Inventor Professional - Belastungsanalyse.

Kennenlernen von Autodesk Inventor


Professional
Es wird vorausgesetzt, dass Sie über ausreichende Kenntnisse der Autodesk
Inventor-Oberfläche und -Werkzeuge verfügen. Ist dies nicht der Fall,
verwenden Sie das integrierte Konstruktions-Support-System (DSS), um auf die
Online-Dokumentation sowie Lernprogramme zuzugreifen. Führen Sie zudem
die Übungen des Handbuchs Erste Schritte von Autodesk Inventor durch.
Sie sollten zumindest über Kenntnisse in den folgenden Bereichen verfügen:

■ Verwenden der Baugruppen-, Bauteilkonstruktions- und


Skizzierumgebungen und Browser
■ Bearbeiten einer Komponente in der Baugruppe
■ Erstellen, Bestimmen und Bearbeiten von Arbeitspunkten und
Arbeitselementen
■ Festlegen von Farbstilen

Sie sollten auch über ausreichende Kenntnisse der Betriebssysteme Microsoft®


Windows NT® 4.0, Windows® 2000 bzw. Windows® XP sowie zur Belastung und
Analyse in Maschinenbaukonstruktionen verfügen.

2 | Kapitel 1 Erste Schritte - Belastungsanalyse


Verwenden der Hilfe
Beim Konstruieren benötigen Sie u. U. zusätzliche Informationen über
den von Ihnen gerade durchgeführten Vorgang. Im Hilfesystem von
Autodesk Inventor Professional finden Sie ausführlich beschriebene
Konzepte, Verfahren sowie Referenzinformationen zu allen Funktionen
der Autodesk Inventor Professional-Module sowie zu den Standardfunktio-
nen von Autodesk Inventor.
Verwenden Sie eine der folgenden Methoden.
■ Wählen Sie in der Standard-Werkzeugleiste den Menüpfad Hilfe ➤
Hilfethemen, und klicken Sie dann auf die Verknüpfung zum
gewünschten Modul.
■ Drücken Sie die Taste F1, um Hilfe zum aktiven Vorgang aufzurufen.
■ Klicken Sie in einem beliebigen Dialogfeld auf die Schaltfläche ?.
■ Klicken Sie im Grafikfenster mit der rechten Maustaste, und wählen Sie
den Befehl Verfahren. Das Verfahren-Thema für das aktuelle Werkzeug
wird angezeigt.

Verwenden der Hilfe | 3


Um die Hilfe zu einem spezifischen Modul aufzurufen, rufen Sie auf der
Homepage der Autodesk Inventor-Hilfe den Abschnitt Autodesk Inventor
Professional auf und klicken auf die Verknüpfung zum gewünschten Modul.

Falls Sie weitere Informationen zu neuen Funktionen aufrufen möchten,


klicken Sie in der Hilfe auf die Verknüpfung „Neu in Autodesk Inventor
Professional“ und wählen dann das entsprechende Thema und die Funktion.

4 | Kapitel 1 Erste Schritte - Belastungsanalyse


Verwenden der Belastungsanalysenwerkzeuge
Die Autodesk Inventor Professional-Belastungsanalyse bietet Werkzeuge
zur Bestimmung der strukturmechanischen Konstruktionsleistung direkt
in Ihrem Autodesk Inventor-Modell. Die AIP-Belastungsanalyse enthält
Werkzeuge zur Platzierung von Lasten und Abhängigkeiten auf einem Bauteil
sowie zur Berechnung der daraus resultierenden Belastung, der Deformation,
des Sicherheitsfaktors und der Resonanzfrequenzmodi.
Wechseln Sie bei aktiviertem Bauteil zur Belastungsanalyseumgebung in
Autodesk Inventor.
Mit den Werkzeugen der Belastungsanalyse können Sie:

■ Eine Belastungs- oder Frequenzanalyse eines Bauteils durchführen.


■ Kraft, Druck, Lagerbelastung, Moment oder Bauteilbelastung auf
Scheitelpunkte, Flächen oder Kanten des Bauteils anwenden.
■ Festgelegte oder Nicht-Null-Verschiebungsabhängigkeiten auf das Modell
anwenden.
■ Die Wirkung mehrerer parametrischer Konstruktionsänderungen
auswerten.
■ Analyseergebnisse wie Vergleichsspannung, Deformation,
Sicherheitsfaktor oder Resonanzfrequenzmodi anzeigen.
■ Funktionen wie Keile, Rundungen oder Rippen hinzufügen,
Konstruktionen neu bewerten und die Lösung aktualisieren.
■ Einen kompletten, automatischen und technischen Konstruktionsbericht
erstellen, der im HTML-Format gespeichert werden kann.

Verwenden der Belastungsanalysenwerkzeuge | 5


Mehrwert von Belastungsanalysen
Durch eine Belastungsanalyse einer Bauteilkonstruktion können Sie mit
geringerem Zeitaufwand ein besseres Produkt auf den Markt bringen.
AIP-Belastungsanalysen können Ihnen bei Folgendem helfen:

■ Bestimmen, ob das Bauteil stark genug ist, um den erwarteten Belastungen


oder Schwingungen ohne Bruch oder Deformation Stand zu halten.
■ Abfragen von wertvollen Informationen in einem frühen Stadium, wenn
die Kosten für eine Neukonstruktion noch niedrig sind.
■ Bestimmen, ob das Bauteil auf eine kostengünstigere Art neu konstruiert
werden kann und dennoch zufriedenstellend unter den zu erwartenden
Umständen funktioniert.

Hierbei ist eine Belastungsanalyse ein Werkzeug, mit dem Sie besser
erkennen können, wie sich eine Konstruktion unter bestimmten Umständen
verhält. Einen hoch qualifizierten Spezialisten kann es viel Zeit kosten,
eine sogenannte detaillierte Analyse durchzuführen, um eine genaue und
realitätsnahe Antwort zu erhalten. Was ebenfalls oft verwendet wird, um
das Verhalten einer Konstruktion vorherzusagen bzw. um die Konstruktion
zu verbessern, ist eine grundlegende oder Basisanalyse. Das Ausführen dieser
Basisanalyse in einem frühen Stadium der Konstruktionsphase kann den
gesamten Konstruktionsprozess wesentlich verbessern.
Im Folgenden ein Beispiel zum Verwenden der Belastungsanalyse: Beim
Konstruieren von Brackets oder Einzelteilschweißkonstruktionen kann
die Deformation Ihres Bauteils große Auswirkungen auf die Ausrichtung
von wichtigen Komponenten haben, wodurch Kräfte entstehen, die zu
schnellerer Abnutzung führen. Beim Bewerten von Schwingungseffekten
spielt Geometrie in der Resonanzfrequenz eines Bauteils eine entscheidende
Rolle. Tatsächlich ist das Vermeiden bzw. in manchen Fällen das Provozieren
von kritischen Resonanzfrequenzen der Unterschied zwischen Bauteilfehler
und erwarteter Bauteilleistung.
Bei allen Analysen, ob nun detailliert oder grundlegend, ist es von Belang,
Annäherungswerte als solche zu bewerten, die Ergebnisse auszuwerten und die
fertige Konstruktion zu testen. Durch sachgemäße Anwendung der Belastungs-
analyse kann die Anzahl physikalischer Tests erheblich verringert werden. Sie
können Tests für zahlreiche Konstruktionsoptionen durchführen und somit
das endgültige Produkt verbessern.
Weitere Informationen zu den Funktionen der Belastungsanalyse von
Autodesk Inventor Professional finden Sie in den Online-Demos und -Lernpro-
grammen. Oder besuchen Sie http://www.ansys.com/autodesk, um zu sehen, wie
Analysen von Autodesk Inventor-Baugruppen durchgeführt werden.

6 | Kapitel 1 Erste Schritte - Belastungsanalyse


Funktionsweise von Belastungsanalysen
Die Belastungsanalyse wird mit einer mathematischen Darstellung eines
physikalischen Systems erstellt, das aus folgenden Komponenten besteht:

■ Bauteil (Modell)
■ Materialeigenschaften
■ Anwendbare Begrenzungsbedingungen (Vorverarbeitung)
■ Lösung der mathematischen Darstellung (Auflösen)
Um eine Lösung zu finden, wird das Bauteil in einige kleinere Elemente
zerlegt. Der Löser zählt das individuelle Verhalten aller Elemente
zusammen, um das Verhalten des gesamten physikalischen Systems
vorherzusagen.
■ Auswertung der Lösungsergebnisse (Nachbearbeitung)

Analyseannahmen
Die von Autodesk Inventor Professional zur Verfügung gestellte Belastungs-
analyse eignet sich nur für lineare Materialeigenschaften, wobei sich die
Belastung direkt proportional zur Materialspannung verhält (d.h. kein
permanentes Strecken des Materials). Lineares Verhalten entsteht, wenn die
Neigung der Kurve Belastung/Spannung im elastischen Bereich (als Elastizi-
tätsmodus gemessen) konstant ist.
Von der Gesamtdeformation wird angenommen, dass sie im Vergleich zur
Bauteilstärke klein ausfällt. Wenn Sie beispielsweise die Verformung eines
Trägers untersuchen, muss die berechnete Verschiebung deutlich unter dem
minimalen Querschnitt des Trägers liegen.
Die Ergebnisse sind temperaturunabhängig. Es wird davon ausgegangen, dass
die Temperatur keinen Einfluss auf die Materialeigenschaften hat.
Die CAD-Darstellung des physikalischen Modells wird in kleine Stücke
zerlegt (ähnlich einem 3D-Puzzle). Hierbei spricht man von einem Netz. Je
höher die Qualität des Netzes (alle Elemente zusammen), desto besser ist die
mathematische Darstellung des physikalischen Modells. Durch Kombinieren
des Verhaltens der einzelnen Elemente mithilfe simultaner Gleichungen
kann das Verhalten von Formen vorhergesagt werden, was ansonsten unter
Verwendung von Basisberechnungen geschlossener Form, wie sie im
Allgemeinen in Konstruktionshandbüchern vorkommen, nicht
nachvollziehbar wäre.

Funktionsweise von Belastungsanalysen | 7


Im Folgenden wird ein Block (Element) mit korrekt definiertem
mechanischen und modalen Verhalten angezeigt.

In diesem Beispiel eines einfachen Bauteils wäre das strukturmechanische


Verhalten mithilfe von manuellen Gleichungslösungen schwer
vorherzusagen.

Hier ist das gleiche Bauteil in verschiedene kleine Blöcke (als vernetzte
Elemente) unterteilt, wobei das korrekt definierte individuelle Verhalten aller
Elemente zusammengezählt (aufgelöst) und einfach interpretiert (beim Post-
Processing) werden kann.

8 | Kapitel 1 Erste Schritte - Belastungsanalyse


Interpretieren von Ergebnissen der
Belastungsanalyse
Die Ausgabe eines mathematischen Lösers besteht im Allgemeinen aus
einer sehr beträchtlichen Menge an Rohdaten. Diese Datenmenge wäre
unter normalen Umständen ohne Nachbearbeitung (Datensortierung
und grafische Darstellung) nur schwer und unter großem Aufwand zu
interpretieren. Nachbearbeitung wird zur Erstellung von grafischen
Ansichten verwendet, die die Verteilung von Belastungen, Deformationen
und anderen Aspekten des Modells anzeigen. Durch die Auswertung dieser
nachbearbeiteten Ergebnisse können Sie Folgendes bestimmen:

■ Potenzielle Problembereiche an Schwachpunkten in einem Modell


■ Materialüberschuss in Bereichen mit geringer oder keiner Belastung
■ Wichtige Informationen zu Leistungsmerkmalen des Modells, wie z. B.
Vibration, die gewöhnlich erst bei physikalischen Tests an bereits
angefertigten Modellen (Prototypen) erkannt werden können.

In der Phase der Interpretation der Ergebnisse müssen die meisten entschei-
denden Denkvorgänge ablaufen. Sie vergleichen die Ergebnisse (wie z.B. Zah-
len im Vergleich zu Farbkonturen, Verschiebungen) mit den zu erwartenden
Ergebnissen. Es ist Ihre Aufgabe zu entscheiden, ob die Ergebnisse sinnvoll
sind, und sie anhand von Konstruktionsprinzipien zu erklären. Entsprechen
die Ergebnisse nicht Ihren Erwartungen, müssen Sie die Analysebedingungen
bewerten und bestimmen, was die Ursache der Diskrepanz ist.

Vergleichsspannung
Dreidimensionale Belastungen und Spannungen erstrecken sich in viele
Rihtungen. Eine allgemein gebräuchliche Methode, diese Art von Spannungen
auszudrücken, stellt die Verwendung einer Vergleichsspannung dar, auch Von
Mises-Spannung genannt. Ein dreidimensionaler Volumenkörper verfügt über
sechs Spannungskomponenten. Wurden während eines experimentellen ein-
achsigen Spannungstests Materialeigenschaften gefunden, wird das echte
Spannungssystem durch Kombinieren der sechs Spannungskomponenten zu
einer einzigen Vergleichsspannung damit in Verbindung gebracht.

Deformation
Deformation ist der Umfang der Dehnung, die ein Objekt durch Belastung
erfährt. Verwenden Sie die Deformationsergebnisse, um zu bestimmen, wo
und in welchem Umfang ein Bauteil gebogen wird, und wie viel Kraft
benötigt wird, um das Bauteil in einem bestimmten Abstand zu biegen.

Interpretieren von Ergebnissen der Belastungsanalyse | 9


Sicherheitsfaktor
Alle Objekte verfügen je nach verwendetem Material über eine Spannungs-
begrenzung, die als Materialstreckgrenze bezeichnet wird. Wenn Stahl eine
Streckgrenze von 40.000 psi hätte, würden Spannungen oberhalb dieser
Grenze in der einen oder anderen Form eine permanente Deformation zur
Folge haben. Wenn eine Konstruktion durch Überschreitung dieser Grenze
nicht permanent deformiert werden soll (wie in den meisten Fällen), dann ist
die maximal zulässige Spannung in diesem Fall 40.000 psi.
Ein Sicherheitsfaktor kann sich aus dem Verhältnis der maximal zulässigen
Spannung zur Vergleichsspannung (von Mises) ergeben und muss größer als
1 sein, damit die Konstruktion zulässig ist. (Ein Wert unter 1 impliziert eine
permanente Deformation.)
Sicherheitsfaktorergebnisse weisen sofort auf Bereiche potenzieller
Streckgrenzen hin, während Vergleichsspannungsergebnisse immer Rot für
den Bereich höchster Spannung anzeigen, ungeachtet der Höhe des Werts.
Da ein Sicherheitsfaktor von 1 bedeutet, dass das Material im Wesentlichen
die Spannungsgrenze erreicht hat, streben die meisten Konstrukteure auf
der Grundlage der maximal zu erwartenden Last einen Sicherheitsfaktor
zwischen 2 und 4 an. Überschreiten einige Konstruktionsbereiche die
Materialgrenze, bedeutet das nicht unbedingt, dass die Konstruktion des
Bauteils fehlschlägt, es sei denn, die maximal zu erwartende Belastung wird
häufig wiederholt. Wiederholt hohe Lasten können eine Ermüdung zur Folge
haben, welche nicht durch die AIP-Belastungsanalyse simuliert wird. Werten
Sie die Situation grundsätzlich anhand von Konstruktionsprinzipien.

Frequenzmodi
Schwingungsanalysen werden zum Testen eines Modells auf folgende
Faktoren verwendet:

■ Natürliche Resonanzfrequenzen (z. B. ein rasselnder Schalldämpfer im


Leerlauf oder andere Funktionsstörungen)
■ Willkürliche Schwingungen
■ Schock
■ Wirkung

All diese Faktoren können sich auf die natürliche Frequenz des Modells
auswirken, was sich seinerseits in Resonanz- und Folgefehlern äußern kann.
Die Modellform ist die Verschiebungsform, die das Modell durch Stimulation
einer Resonanzfrequenz annimmt.

10 | Kapitel 1 Erste Schritte - Belastungsanalyse


Analysieren von
Modellen

In diesem Kapitel
2
Legen Sie nach dem Definieren Ihres Modells die Lasten ■ Belastungsanalyseumgebung
■ Belastungsumgebung -
und Abhängigkeiten für die zu testende Bedingung fest,
Benutzeroberfläche
und führen Sie anschließend die Modellanalyse durch. ■ Vorbereiten von Modellen für
die Analyse
Verwenden Sie die Umgebung für die Belastungsanalyse,
■ Ausführen von Analysen

um Ihr Modell vollständig für die Analyse vorzubereiten,

und führen Sie diese dann aus.

In diesem Kapitel finden Sie Informationen zum

Definieren von Lasten, Abhängigkeiten und Parametern

sowie zum Ausführen Ihrer Analyse.

11
Arbeiten in der Belastungsanalyseumgebung
Verwenden Sie die Belastungsanalyseumgebung zum Analysieren Ihrer
Bauteilkonstruktion sowie zum schnellen Bewerten verschiedener Optionen.
Sie können ein Bauteilmodell unter verschiedenen Bedingungen mit unter-
schiedlichen Materialien, Lasten und Abhängigkeiten (bzw. Begrenzungsbe-
dingungen) analysieren und die Ergebnisse dann anzeigen. Sie können eine
Belastungsanalyse oder eine Analyse der Resonanzfrequenz mit zugehörigen
Formen durchführen. Nach dem Anzeigen und Auswerten der Ergebnisse
können Sie Änderungen an dem Modell vornehmen und die Analyse erneut
ausführen, um die entsprechenden Auswirkungen zu sehen.
Eine Analyse kann über die Bauteil- oder Blechumgebung durchgeführt
werden.

So rufen Sie die Umgebung für die Belastungsanalyse auf


1 Aktivieren Sie die Bauteil- oder Blechumgebung.
2 Wählen Sie oben in der Schaltflächenleiste Elemente die Leiste
Belastungsanalyse aus dem Dropdown-Menü aus.
Der Standardwerkzeugleiste werden Werkzeuge für die Belastungsanalyse
hinzugefügt, einige Bauteilmodellierungswerkzeuge werden dafür entfernt.
In der Schaltflächenleiste werden Belastungsanalysewerkzeuge angezeigt.
Ferner wird der Belastungsanalyse-Browser eingeblendet.

12 | Kapitel 2 Analysieren von Modellen


Belastungsanalyse, Belastungsanalyse,
Schaltflächenleiste Werkzeuge

Belastungsanalyse,
Browser

Lasten und Abhängigkeiten werden unter Lasten und Abhängigkeiten im


Browser angezeigt. Wenn Sie auf eine Last oder eine Abhängigkeit im Browser
mit der rechten Maustaste klicken, können Sie:

■ Das Objekt bearbeiten. Das Dialogfeld für dieses Objekt wird geöffnet,
sodass Sie Änderungen vornehmen können.
■ Das Objekt löschen.

Um ein Objekt im Browser umzubenennen, klicken Sie darauf, geben Sie


einen neuen Namen ein, und drücken Sie die EINGABETASTE.

Ausführen der Belastungsanalyse


Nachdem Sie ein Bauteil erstellt oder geladen haben, können Sie eine Analyse
ausführen, um sein Verhalten unter den gewünschten Umständen zu bewer-
ten. Sie können unter den festgelegten Umständen entweder eine Belastungs-
analyse oder eine Resonanzfrequenzanalyse Ihres Bauteils durchführen.
Verwenden Sie für beide Analysen dieselben Arbeitsablaufschritte.
Verwenden Sie die folgenden grundlegenden Schritte, um eine Belastungs-
oder Resonanzfrequenzanalyse Ihrer Bauteilkonstruktion durchzuführen.

Ausführen der Belastungsanalyse | 13


Arbeitsablaufübersicht: Durchführen einer typischen Analyse
1 Rufen Sie die Umgebung für die Belastungsanalyse auf.
2 Stellen Sie sicher, dass sich das verwendete Material für das Bauteil eignet,
oder wählen Sie ein Material aus.
3 Wählen Sie in der Schaltflächenleiste Belastungsanalyse den Lastentyp,
den Sie anwenden möchten. Sie können wählen zwischen Kraft, Druck,
Lagerbelastung, Moment, Bauteilbelastung und Abhängigkeit Festgelegt.
4 Wählen Sie auf dem Modell nach Bedarf die Flächen, Kanten oder
Scheitelpunkte aus, auf die Sie die Last anwenden möchten.
5 Geben Sie die Lastparameter ein (z. B. im Dialogfeld Kraft die Größe und
Richtung). Numerische Parameter können als Zahlen oder Gleichungen
eingegeben werden, die benutzerdefinierte Parameter enthalten.
6 Wiederholen Sie die Schritte 3 bis 5 für jede auf das Bauteil anzuwendende
Last.
7 Wenden Sie die Abhängigkeiten auf das Modell an.
8 Ändern Sie nach Bedarf die Einstellungen für die
Belastungsanalyseumgebung.
9 Fügen Sie nach Bedarf Parameter hinzu oder ändern Sie Parameter.
10 Starten Sie die Analyse.
11 Zeigen Sie die Ergebnisse an.
12 Ändern Sie das Modell und analysieren Sie es erneut, bis das entsprechende
Verhalten simuliert wird.

Überprüfen des Materials


Der erste Schritt ist sicherzustellen, dass sich Ihr Modellmaterial für die
Belastungsanalyse eignet. Wenn Sie Belastungsanalyse auswählen, überprüft
Autodesk Inventor®, ob das für Ihr Bauteil definierte Material geeignet ist. Ist
das Material geeignet, wird es im Browser der Belastungsanalyse aufgelistet.
Erweist sich das Material als ungeeignet, wird ein Dialogfeld angezeigt, in
dem Sie ein neues Material auswählen können.

14 | Kapitel 2 Analysieren von Modellen


Sie können dieses Dialogfeld abbrechen und mit der Einrichtung Ihrer
Belastungsanalyse fortfahren. Wenn Sie jedoch eine Belastungsanalysen-
aktualisierung durchführen möchten, wird dieses Dialogfeld erneut ange-
zeigt. Sie müssen dann ein geeignetes Material auswählen, bevor Sie die
Analyse ausführen.
Ist die Streckgrenze Null, können Sie die Analyse zwar durchführen, die
Berechnung und die Anzeige des Sicherheitsfaktors sind jedoch deaktiviert.
Ist die Dichte Null, können Sie zwar eine Belastungsanalyse, aber keine
Resonanzfrequenzanalyse (Modalanalyse) durchführen.
Klicken Sie auf OK, wenn Sie ein geeignetes Material ausgewählt haben.

Anwenden von Lasten


Der erste Schritt bei der Vorbereitung Ihres Modells für die Analyse ist das
Anwenden einer oder mehrerer Lasten auf das Modell.

Arbeitsablaufübersicht: Anwenden von Lasten für Analysen


1 Wählen Sie den Lastentyp aus, den Sie anwenden möchten.
2 Wählen Sie die Geometrie des Modells aus, auf das die Last angewendet
werden soll.
3 Geben Sie die erforderlichen Informationen für diese Last ein.

Sie können so viel Lasten wie nötig anwenden. Wenn Sie diese anwenden,
werden die Lasten im Browser unter Lasten und Abhängigkeiten aufgelistet.
Nachdem Sie eine Last definiert haben, können Sie sie bearbeiten, indem Sie
mit der rechten Maustaste auf die Last klicken und dann Bearbeiten im Menü
auswählen.

So wählen und wenden Sie eine Last an


1 Klicken Sie in der Belastungsanalyseumgebung auf der Schaltflächenleiste
Belastungsanalyse auf Kraft.

Ausführen der Belastungsanalyse | 15


Nachdem Sie Kraft ausgewählt haben, definieren Sie die Kraft im Dialogfeld
Kraft.

2 Klicken Sie auf Flächen, Kanten oder Scheitelpunkte des Bauteils, um sie
auszuwählen. Klicken Sie zum Entfernen eines Elements aus der Auswahl bei
gedrückter Strg-Taste darauf.
Nachdem Sie das erste Element ausgewählt haben, beschränkt sich Ihre
Auswahl auf Elemente desselben Typs (nur Flächen, nur Kanten, nur
Scheitelpunkte). Der Positionspfeil wird weiß dargestellt.
3 Klicken Sie auf den Richtungspfeil, um die Richtung der Kraft festzulegen.
Sie können die Richtung senkrecht zu einer Fläche bzw. Arbeitsebene oder
entlang einer Kante bzw. Arbeitsachse festlegen.

Wenn es sich bei der Position der Kraft um eine einzelne Fläche handelt, wird
für die Richtung automatisch senkrecht zur Fläche festgelegt, wobei die Kraft
auf die Außenseite des Bauteils ausgerichtet ist.
4 Um die Richtung der Kraft umzukehren, klicken Sie auf die Schaltfläche
Richtung umkehren.

5 Geben Sie die Größe der Kraft ein.

16 | Kapitel 2 Analysieren von Modellen


6 Um die Kraftkomponenten festzulegen, klicken Sie auf die Schaltfläche <<
um das Dialogfeld zu erweitern, und aktivieren Sie dann das Kontrollkästchen
Komponenten verwenden.
7 Geben Sie entweder einen numerischen Kraftwert oder eine Gleichung mit
definierten Parametern ein. Im für das Bauteil definierten Einheitensystem
ist der Standardwert 100.

8 Klicken Sie auf OK.

Ein Pfeil wird auf dem Modell angezeigt. Er gibt die Richtung und die
Position der Kraft an.
Bei anderen Lasttypen gehen Sie ähnlich vor.
In der folgenden Tabelle werden Informationen über die verschiedenen
Lasttypen zusammengefasst:

Last Lastspezifische Informationen

Kraft Kraft kann auf einen Satz von Flächen, Kanten oder
Scheitelpunkten angewendet werden. Wenn es sich bei der
Position der Kraft um eine Fläche handelt, wird für die Richtung
automatisch senkrecht zur Fläche festgelegt, wobei die Kraft auf
die Innenseite des Bauteils ausgerichtet ist. Die Richtung kann
durch planare Flächen, gerade Kanten, zwei Scheitelpunkte
sowie Achsen definiert werden.

Druck Der Druck ist gleichmäßig und wirkt senkrecht auf die
Oberfläche an allen Positionen auf der Oberfläche ein. Druck
wird nur auf Flächen angewendet.

Ausführen der Belastungsanalyse | 17


Last Lastspezifische Informationen

Lager- Sie können die Last nur auf zylindrische Flächen anwenden.
belastung Standardmäßig wird die Last entlang der Zylinderachse
angewendet. Die Richtung der Last kann planar oder Kante
sein.

Moment Moment kann nur auf Flächen angewendet werden.


Die Richtung kann durch planare Flächen, gerade Kanten,
zwei Scheitelpunkte sowie Achsen definiert werden.

Bauteil- Sie müssen eine Richtung in der Liste Erdanziehungskraft


belastungen auswählen, um Anziehungskraft anzuwenden. Aktivieren
Sie das Kontrollkästchen Aktivieren unter Beschleunigung
oder Drehgeschwindigkeit. Sie können jeweils nur eine
Bauteilbelastung pro Analyse anwenden.

Nicht-Null- Sie können das Nicht-Null-Verschiebungselement von


Verschiebung Abhängigkeit Festgelegt als Last verwenden. Wenden Sie eine
(Abhängigkeit Abhängigkeit an, und aktivieren Sie das Kontrollkästchen
Festgelegt) Komponenten verwenden, wie im nächsten Abschnitt
beschrieben.

Anwenden von Abhängigkeiten


Nachdem Sie Ihre Lasten definiert haben, müssen Sie die Abhängigkeiten auf
der Geometrie des Bauteils festlegen. Sie können so viele Abhängigkeiten wie
nötig anwenden. Die definierten Abhängigkeiten werden im Browser unter
Lasten und Abhängigkeiten aufgelistet. Nachdem Sie eine Abhängigkeit
definiert haben, können Sie sie bearbeiten, indem Sie mit der rechten
Maustaste auf die Abhängigkeit klicken und dann Bearbeiten im Menü
auswählen.

So wählen und wenden Sie eine Abhängigkeit an


1 Klicken Sie in der Schaltflächenleiste Belastungsanalyse auf Abhängigkeit
Festgelegt.
2 Wählen Sie im Grafikfenster einen Satz von Flächen, Kanten oder
Scheitelpunkten für die Abhängigkeit aus.
Der Positionspfeil wird weiß dargestellt.
3 Klicken Sie auf die Schaltfläche <<, um bei Bedarf eine festgelegte
Verschiebung für die Abhängigkeit festzulegen. Aktivieren Sie Komponenten
verwenden, aktivieren Sie dann das Kontrollkästchen neben der globalen
Achsenbezeichnung (X, Y oder Z), entlang der die Verschiebung verläuft.

18 | Kapitel 2 Analysieren von Modellen


Sie können Parameter sowie negative Werte verwenden. Mit Komponenten
verwenden können Sie eine Nicht-Null-Verschiebung festlegen, die als Last
verwendet werden kann.

4 Klicken Sie auf OK.

Festlegen von Parametern


Wenn Sie Lasten und Abhängigkeiten für ein Bauteil definieren, werden die
von Ihnen eingegebenen Werte (Größen, Vektorkomponenten usw.) als
Parameter in Autodesk Inventor gespeichert. Die Parameternamen werden
automatisch von Autodesk Inventor generiert. Lastparameter bekommen
beispielsweise die Bezeichnung vn, wobei v0 die erste erstellte Last ist und v1
die zweite usw.
Lastgrößen- und Abhängigkeitsverschiebungswerte können bei ihrer
Definition als Gleichungen eingegeben werden. Sie können aber auch nach
dem Definieren der Lasten und Abhängigkeiten Parameter in der Schalt-
flächenleiste Belastungsanalyse auswählen und im Dialogfeld Parameter Glei-
chungen für einen beliebige Last- oder Abhängigkeitsparameter eingeben.

Ausführen der Belastungsanalyse | 19


Sie können Parameter zu jeder Zeit definieren und bearbeiten: entweder
während der Bauteilmodellierung, während der Analyseeinrichtung oder
während der Nachbearbeitung. Wenn Sie nach dem Erhalt einer Lösung die
zu einer Last oder Abhängigkeit gehörenden Parameter ändern, steht Ihnen
der Befehl Aktualisieren für das Ausführen einer neuen Lösung zur
Verfügung.
Sie können die vom System generierten Parameter nicht löschen, obwohl
diese automatisch gelöscht werden, wenn die betreffenden Lasten oder
Abhängigkeiten gelöscht werden. Sie können auch keine Parameter löschen,
die momentan von einem systemgenerierten Parameter verwendet werden.

Festlegen von Lösungsoptionen


Bevor Sie Ihre Lösung starten, können Sie den Analysetyp und die Netzrele-
vanz für die Analyse festlegen und angeben, ob eine neue Analysedatei erstellt
werden soll. Wählen Sie Belastungsanalyse - Einstellungen in der Schaltflä-
chenleiste Belastungsanalyse, um das Dialogfeld zu öffnen. Wenn Sie die
Optionen festgelegt haben, klicken Sie auf OK.

Festlegen von Analysetypen


Bevor Sie Ihre Lösung starten, wählen Sie im Dialogfeld Belastungsanalyse -
Einstellungen unter Analysetyp Belastungsanalyse aus. Wählen Sie Beide,
wenn Sie sowohl eine Belastungsanalyse als auch eine Modalanalyse Ihres
Bauteils ausführen möchten.

20 | Kapitel 2 Analysieren von Modellen


Einrichten der Netzsteuerung
Verschieben Sie im Dialogfeld Belastungsanalyse - Einstellungen den
Schieberegler für die Netzrelevanz, um die Größe Ihres Netzes festzulegen.
Der Standardwert Null steht für ein durchschnittliches Netz. Wenn Sie den
Schieberegler auf den Wert 100 verschieben, wird ein feines Netz verwendet,
wodurch ein äußerst genaues Ergebnis erzielt wird, für die Lösung jedoch
mehr Zeit aufgewendet werden muss. Wenn Sie den Schieberegler auf einen
Wert unter 100 verschieben, erhalten Sie ein gröberes Netz, das schnell gelöst
werden kann, jedoch erhebliche Ungenauigkeiten enthalten kann. Wenn
Sie auf Netzvorschau klicken, können Sie das Netz sehen, das bei einer
bestimmten Einstellung verwendet wird.
Aktivieren Sie das Kontrollkästchen Konvergenz berechnen, damit AIP das
Netz adaptiv anpassen kann.

Festlegen einer neuen Analysedatei


Es kann vorkommen, dass die Analysedatei eines Bauteils, für das Sie oder ein
anderer Benutzer zuvor eine Analyse erstellt haben, fehlt. Dies ist der Fall,
wenn jemand Ihnen ein Bauteil ohne Analysedatei sendet oder wenn die
Analysedatei für das Bauteil versehentlich gelöscht wurde. Um eine neue
Analysedatei für das Bauteil zu erstellen, klicken Sie auf Neue Analysedatei.
Weitere Informationen über das Ausführen einer Analyse mit fehlenden oder
nicht entsprechenden Dateien finden Sie unter „Auflösen fehlerhafter
Dateiverknüpfungen“ auf Seite 46.

Erhalten von Lösungen


Nachdem Sie alle erforderlichen Schritte durchgeführt haben, ist der Befehl
Belastungsanalyse - Aktualisierung in der Schaltflächenleiste
Belastungsanalyse aktiv. Klicken Sie zum Starten der Lösung darauf.
Das Dialogfeld ANSYS-Lösungsstatus wird angezeigt, während die Lösung
durchgeführt wird. Während der Durchführung der Lösung kann kein
anderer Vorgang in Autodesk Inventor ausgeführt werden. Ist die Lösung
beendet, werden die Ergebnisse grafisch dargestellt.
Informationen zur Prüfung der Ergebnisse einer Lösung finden Sie unter
„Anzeigen von Ergebnissen“ auf Seite 25.

Ausführen der Belastungsanalyse | 21


Ausführen der Modalanalyse
Neben Belastungsanalysen können Sie auch Resonanzfrequenzanalysen
(Modalanalysen) durchführen, um die Frequenzen, die Ihr Bauteil in
Schwingung versetzen, sowie die Formen, die das Modell bei diesen
Frequenzen annimmt, zu finden. Die Modalanalyse steht wie die
Belastungsanalyse in der Belastungsanalyseumgebung zur Verfügung.
Sie können eine Resonanzfrequenzanalyse unabhängig von einer
Belastungsanalyse durchführen. Sie können eine Frequenzanalyse einer
vorbelasteten Struktur durchführen, wobei Sie vor der Analyse Lasten für das
Bauteil definieren können. Sie können auch die Resonanzfrequenzen eines
Bauteils ohne Abhängigkeiten finden.
Die ersten Schritte müssen dieselben sein wie bei einer Belastungsanalyse.
Befolgen Sie die Anweisungen unter „Ausführen der Belastungsanalyse“ auf
Seite 13, um Lasten, Abhängigkeiten, Parameter und Lösungsoptionen
festzulegen.

Arbeitsablaufübersicht: Durchführen einer Modalanalyse


1 Rufen Sie die Umgebung für die Belastungsanalyse auf.
2 Stellen Sie sicher, dass sich das verwendete Material für das Bauteil eignet,
oder wählen Sie ein Material aus.
3 Wenden Sie Lasten an (fakultativ).
4 Wenden Sie notwendige Abhängigkeiten an (fakultativ).
5 Bevor Sie mit der Lösung beginnen, wählen Sie im Dialogfeld
Belastungsanalyse - Einstellungen unter Analysetyp Modalanalyse.
Wenn Sie Beide auswählen, wird sowohl eine Belastungsanalyse als auch
eine Modalanalyse Ihres Bauteils ausgeführt. Wenn Sie eine Modalanalyse
auswählen, auf die eine Last angewendet wurde, erhalten Sie eine
vorbelastete Modallösung.

22 | Kapitel 2 Analysieren von Modellen


6 Klicken Sie auf OK.
Die Ergebnisse für die ersten sechs Frequenzmodi werden im Ordner Modi im
Browser eingefügt. Bei einem Bauteil ohne Abhängigkeiten lauten die ersten
sechs Frequenzen im Prinzip Null.
7 Um die angezeigte Frequenzanzahl zu ändern oder den Bereich der
ausgegebenen Frequenzergebnisse zu beschränken, klicken Sie mit der
rechten Maustaste auf Modi, und wählen Sie Optionen.
Das Dialogfeld Frequenz - Optionen wird angezeigt. Geben Sie die maximale
Anzahl der zu suchenden Modi oder den Bereich ein, auf den Sie die
Frequenzergebnisse beschränken möchten.

Nachdem Sie alle erforderlichen Schritte durchgeführt haben, ist der


Befehl Belastungsanalyse - Aktualisierung in der Schaltflächenleiste
Belastungsanalyse aktiv.
8 Wählen Sie Belastungsanalyse - Aktualisierung, um die Lösung zu starten.
Das Dialogfeld ANSYS-Lösungsstatus wird angezeigt, während die Lösung
durchgeführt wird. Ist die Lösung beendet, sind die Ergebnisse für die
Anzeige verfügbar.
Im nächsten Kapitel wird das Überprüfen der Lösungsergebnisse erläutert.

Ausführen der Modalanalyse | 23


24
Anzeigen von
Ergebnissen

In diesem Kapitel
3
Nach dem Analysieren Ihres Modells unter den von ■ Ergebnisanzeige
■ Arbeiten mit der Farbleiste
Ihnen definierten Belastungsanalysenbedingungen
■ Festlegen von
können Sie die Ergebnisse der Lösung anzeigen. Ergebnisanzeigeoptionen

In diesem Kapitel wird beschrieben, wie die visuellen

Ergebnisse Ihrer Belastungsanalysen interpretiert

werden.

25
Verwenden der Ergebnisanzeige
In der Ergebnisanzeige können Sie erkennen, wie Ihr Bauteil auf Lasten und
Abhängigkeiten reagiert, die Sie auf das Bauteil anwenden. Sie können den
Umfang der Belastungen sehen, die sich auf das Bauteil auswirken, sowie
die Deformation des Bauteils, den Belastungssicherheitsfaktor und - für
Modalanalysen - die Resonanzfrequenzmodi.

So aktivieren Sie die Ergebnissichtbarkeit


1 Rufen Sie die Umgebung für die Belastungsanalyse auf. Öffnen Sie ein
analysiertes Bauteil oder Blechbauteil, bzw. schließen Sie die Schritte Ihrer
aktuellen Analyse ab.
2 Klicken Sie auf der Schaltflächenleiste Belastungsanalyse auf
Belastungsanalyse - Aktualisierung.
Im Grafikfenster wird die Farbleiste angezeigt.

In der Standardwerkzeugleiste werden die Befehle für die Vorverarbeitung


aktiviert. Der Anzeigemodus wechselt zu abgestuften Konturen.

26 | Kapitel 3 Anzeigen der Ergebnisse


Doppelklicken Sie auf die verschiedenen Ergebnissätze im Browser, um sie
anzuzeigen. Während der Anzeige der Ergebnisse können Sie:

■ Die Farbleiste ändern, um die wichtigen Belastungsstufen hervorzuheben.


■ Die Ergebnisse mit der nicht deformierten Geometrie vergleichen.
■ Das für die Lösung verwendete Netz anzeigen.

Verwenden Sie die normalen Anzeigeoptionen, um das Modell so


darzustellen, dass sich eine dreidimensionale Ansicht der Resultate ergibt.
Um Modellparameter zu ändern, müssen Sie zunächst zur Bauteilmodellierung
zurückkehren und dann wieder zur Belastungsanalyse wechseln, um die
Lösung zu aktualisieren.

Bearbeiten der Farbleiste


Die Farbleiste zeigt an, wie die Konturfarben den in der Lösung berechneten
Belastungswerten oder Verschiebungen entsprechen. Sie können die
Farbkonturen in der Farbleiste so bearbeiten, dass die Belastung bzw.
Verschiebung Ihren Wünschen entsprechend angezeigt wird.

So bearbeiten Sie die Farbleiste


1 Wählen Sie Farbleiste in der Schaltflächenleiste Belastungsanalyse. Ziehen
Sie den Anfasser nach rechts, um die Farbleiste zu öffnen.

Bearbeiten der Farbleiste | 27


Standardmäßig sind die in der Farbleiste angezeigten Maximal- und
Minimalwerte die Maximal- und Minimalergebniswerte der Lösung. Sie
können die Extremwerte der Maximal- und Minimalwerte sowie die Werte an
den Farbstreifenkanten bearbeiten.
2 Klicken Sie auf einen Wert, um ihn zu bearbeiten, und ändern Sie dann
den Wert im Textfeld. Drücken Sie die EINGABETASTE, um die Änderung zu
bestätigen.
Beim Bearbeiten von Extremwerten werden in der Farbleiste für die Maximal-
und Minimalergebniswerte schwarze Linien angezeigt, wenn sie sich
innerhalb des bearbeiteten Bereichs befinden.
3 Die gelben Anfasser auf der linken Seite der Farbleiste zeigen die von
den Konturen dargestellten Maximal- und Minimalbelastungswerte an.
Verschieben Sie diese Anfasser, um die Größe der extremen Farbzonen
(außerhalb der normalen Konturwerte) zu ändern und um die normalen
Farbzonen innerhalb der Farbleiste sichtbarer zu machen.
Das Verschieben der Anfasser ändert nicht die Werte der Konturbegrenzungen.
Diese Anfasser sind sehr nützlich, wenn die extremen Maximal- und
Minimalwerte bearbeitet wurden.
4 Die weißen Anfasser zeigen die von den Konturen dargestellten Maximal-
und Minimalwerte an. Ziehen Sie die weißen Anfasser, um die Werte zu
ändern, und skalieren Sie die Werte der Konturbegrenzungen (graue
Anfasser) neu.
5 Die Belastungsstufen sind zunächst in neun gleiche Abschnitte unterteilt,
wobei jedem Abschnitt Standardfarben zugewiesen sind. Die grauen Anfasser
stellen Intervalle in Ihrem Lösungsbereich dar. Wenn Sie weniger Intervalle
möchten, klicken Sie auf einen Anfasser, um ihn auf einen benachbarten
Anfasser zu ziehen.
Dies entfernt den betreffenden Farbstreifen und aktualisiert die auf dem
Modell angezeigten Konturen.
6 Um die Farben der Konturstreifen zu ändern, doppelklicken Sie auf den
Streifen. Die Standardfarbpalette von Microsoft Windows wird angezeigt.
Wählen Sie eine entsprechende Farbe aus, und klicken Sie dann auf OK, um
die Farbe anzuwenden.
7 Wenn die Farbleiste Ihren Wünschen entsprechend eingerichtet ist, klicken
Sie außerhalb der Farbleiste im Grafikfenster.
8 Diese Farbleisteneinstellungen werden für den aktuellen Ergebnissatz
beibehalten. Setzen Sie die Farbleiste zurück, wenn Sie die von Ihnen
vorgenommenen Änderungen nicht übernehmen möchten.
Um die Farbleiste auf die Standardeinstellungen zurückzusetzen, klicken
Sie mit der rechten Maustaste auf die aktive Farbleiste und wählen den
entsprechenden Befehl.

28 | Kapitel 3 Anzeigen der Ergebnisse


Lesen von Belastungsanalyseergebnissen
Nach Fertigstellung der Analyse werden die Ergebnisse Ihrer Lösung
angezeigt. Wenn Sie eine Belastungsanalyse oder sowohl eine Belastungs-
als auch eine Modalanalyse vorgenommen haben, wird zunächst der
Vergleichsspannungsergebnissatz angezeigt. Handelt es sich bei der ersten
Analyse um eine Resonanzfrequenzanalyse (ohne Belastungsanalyse), wird
der Ergebnissatz für den ersten Modus angezeigt. Doppelklicken Sie auf
diesen Ergebnissatz im Browser-Fenster, um einen anderen Ergebnissatz
anzuzeigen. Neben dem momentan angezeigten Ergebnissatz wird ein
Häkchen im Browser angezeigt. Bei der Anzeige von Ergebnissen wird immer
der nicht deformierte Drahtkörper des Bauteils dargestellt.

Interpretieren von Ergebniskonturen


Die in den Ergebnissen angezeigten Konturfarben entsprechen den
Wertebereichen der Legende. Meistens sind die rot gekennzeichneten
Ergebnisse die interessantesten Ergebnisse, weil sie entweder auf eine große
Belastung bzw. Deformation oder auf einen geringen Sicherheitsfaktor
hinweisen. Jeder Ergebnissatz liefert andere Informationen über die
Auswirkungen einer Belastung Ihres Bauteils.

Vergleichsspannung
Vergleichsspannungsergebnisse verwenden Farbkonturen, um die während
der Lösung für Ihr Modell berechneten Belastungen anzuzeigen. Das
deformierte Modell wird angezeigt. Die Farbkonturen entsprechen den von
der Farbleiste definierten Werten.

Deformation
Die Deformationsergebnisse zeigen die deformierte Form Ihres Modells nach
der Lösung an. Die Farbkonturen zeigen Ihnen den Umfang der Deformation
im Vergleich zur Originalform. Die Farbkonturen entsprechen den von der
Farbleiste definierten Werten.

Sicherheitsfaktor
Der Sicherheitsfaktor zeigt Ihnen die Bereiche des Modells, die
wahrscheinlich bei Belastung zu Fehlern führen. Die Farbkonturen
entsprechen den von der Farbleiste definierten Werten.

Lesen von Belastungsanalyseergebnissen | 29


Frequenzmodi
Sie können die Modusplots für die Anzahl der Resonanzfrequenzen anzeigen,
die Sie in der Lösung festgelegt haben. Die Modalergebnisse erscheinen im
Ordner Modi im Browser. Wenn Sie auf einen Frequenzmodus doppelklicken,
wird die Modusform angezeigt. Die Farbkonturen zeigen Ihnen den Umfang
der Deformation im Vergleich zur Originalform. Die Frequenz des Modus
wird in der Legende angezeigt. Sie ist auch als Parameter verfügbar.

Festlegen von Ergebnisanzeigeoptionen


Während der Anzeige Ihrer Ergebnisse können Sie die folgenden Befehle der
Werkzeugleiste Belastungsanalyse - Norm verwenden, um die Elemente der
Ergebnisanzeige für Ihr Modell zu ändern.

Befehl Verwendung

Maximales Aktiviert bzw. deaktiviert die Anzeige des Maximalergebnisses


Ergebnis für das Modell.

Minimales Aktiviert bzw. deaktiviert die Anzeige des Minimalergebnisses


Ergebnis für das Modell.

Begrenzungs- Aktiviert bzw. deaktiviert die Anzeige der Lastsymbole auf dem
bedingung Bauteil.

Elementen- Zeigt das in der Lösung verwendete Elementennetz zusammen


sichtbarkeit mit den Ergebniskonturen an.

Verwenden Sie das Menü Deformationsstil, um die Überhöhung der


deformierten Form zu ändern. Durch Auswahl von Tatsächlich wird die zu
skalierende Deformation angezeigt. Da die Deformationen häufig gering
sind, wird die Größe bei den verschiedenen automatischen Optionen
überhöht, um die Form der Deformation mehr zu betonen.

30 | Kapitel 3 Anzeigen der Ergebnisse


Verwenden Sie das Menü Anzeigeeinstellungen, um für den Konturstil
Abgestufte Konturen, Glatte Konturen oder Keine Konturen festzulegen.
Wenn Sie die Konturen deaktivieren, wird das Netz für Ihr deformiertes
Bauteil angezeigt. Wenn Elementensichtbarkeit aktiviert ist, werden die
Netzelemente angezeigt. Ansonsten wird ein kompaktes, graues Netz
angezeigt. Während der Deaktivierung der Konturen wird die Legende
angezeigt.
Die Werte aller Anzeigeoptionen für die individuellen Ergebnissätze werden
für diesen Ergebnissatz gespeichert.

Lesen von Belastungsanalyseergebnissen | 31


32
Überprüfen von
Modellen und
Belastungsanalysen
In diesem Kapitel
4
Nach dem Durchführen einer Lösung für Ihr Modell ■ Aktualisieren der
Bauteilgeometrie
können Sie prüfen, wie Änderungen am Modell bzw.
■ Ändern der
Lösungsbedingungen
den Analysebedingungen die Lösungsergebnisse
■ Erneutes Durchführen der
beeinflussen. Analyse

In diesem Kapitel finden Sie Informationen, wie Sie

Änderungen an Lösungsbedingungen für das Bauteil

vornehmen und die Lösung erneut durchführen.

33
Ändern der Modellgeometrie
Nach dem Durchführen der Analyse für Ihr Modell können Sie die
Modellkonstruktion ändern und die Analyse nochmals zum Anzeigen
der entsprechenden Auswirkungen durchführen.

So bearbeiten Sie eine Konstruktion und führen die Analyse erneut durch
1 Aktivieren Sie die Bauteilumgebung, indem Sie Bauteilelemente aus dem
Menü der Schaltflächenleiste oder Modell aus dem Browser-Menü
auswählen.
Die Werkzeugleisten für die Bauteilmodellierung werden eingeblendet, und
im Grafikfenster wird das unverformte Bauteil angezeigt.
2 Klicken Sie auf das Symbol für das zuletzt angezeigte Belastungsanalyse-
ergebnis, um das letzte Ergebnis anzuzeigen.
Durch die Anzeige der Lösung während der Bearbeitung der ursprünglichen
Geometrie erhalten Sie einen Einblick hinsichtlich der zu ändernden
Bemaßungen, um ein für Ihre Zwecke optimales Ergebnis zu erzielen.
3 Wählen Sie im Browser das zu bearbeitende Element aus. Dieses wird in der
Drahtkörperansicht hervorgehoben.
4 Klicken Sie im Browser mit der rechten Maustaste auf die Skizze des zu
bearbeitenden Elements. Aktivieren Sie Sichtbarkeit, um die Skizze im Modell
anzuzeigen.
5 Doppelklicken Sie auf die zu ändernde Bemaßung, geben Sie den neuen Wert
in das Textfeld ein, und klicken Sie auf das grüne Häkchen. Die Skizze wird
aktualisiert.
6 Wählen Sie aus dem Dropdown-Menü der Schaltflächenleiste die Leiste
Belastungsanalyse aus, um zur Belastungsanalyseumgebung zurückzukehren.
7 Wählen Sie auf der Schaltflächenleiste den Befehl Belastungsanalyse -
Aktualisierung, um die Geometrie und die Lösung zu aktualisieren.

Nach der Aktualisierung der Belastungsanalyse werden die Lastsymbole


entsprechend neu positioniert, wenn das ihnen zugewiesene Element
aufgrund von Änderungen an der Geometrie verschoben wurde. Die
Lastrichtung ändert sich nicht, selbst wenn das der Last zugewiesene
Element die Richtung ändert.

34 | Kapitel 4 Überprüfen von Modellen und Belastungsanalysen


Ändern der Lösungsbedingungen
Nachdem Sie eine Analyse für Ihr Modell durchgeführt haben, können
Sie die Bedingungen für die Lösung ändern und die Analyse erneut zum
Anzeigen der Auswirkungen durchführen. Sie können die festgelegten Lasten
und Abhängigkeiten ändern und neue hinzufügen bzw. löschen. Ferner
können Sie die Netzrelevanz oder den Analysetyp ändern. Ändern Sie die
Lösungsbedingungen von der Belastungsanalyseumgebung aus.

So löschen Sie eine Last bzw. Abhängigkeit


■ Klicken Sie im Browser mit der rechten Maustaste auf eine Last oder
Abhängigkeit, und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Löschen.

So fügen Sie eine Last bzw. Abhängigkeit hinzu


■ Wählen Sie in der Schaltflächenleiste den Befehl aus, und führen Sie
denselben Vorgang durch wie beim Erstellen der ursprünglichen Lasten
und Abhängigkeiten.

So bearbeiten Sie eine Last bzw. Abhängigkeit


1 Klicken Sie im Browser mit der rechten Maustaste auf eine Last oder
Abhängigkeit, und wählen Sie im Kontextmenü den Befehl Bearbeiten.
Es wird dasselbe Dialogfeld wie zum Erstellen von Lasten oder Abhängigkeiten
angezeigt. Die im Dialogfeld angegebenen Werte stellen die aktuellen Werte
für diese Last bzw. Abhängigkeit dar.
2 Klicken Sie auf den Positionspfeil links im Dialogfeld, um Elemente
auszuwählen.
Sie können nur Elemente desselben Typs (Fläche, Kante oder Scheitelpunkt)
auswählen, der für die aktuelle Last oder Abhängigkeit verwendet wird.
Um aktuelle Elemente zu entfernen, klicken Sie bei gedrückter STRG-Taste
darauf. Entfernen Sie alle aktuellen Elemente, können Sie anschließend
einen beliebigen Elementtyp auswählen.
3 Klicken Sie auf den weißen Richtungspfeil, um die Lastrichtung zu ändern.
4 Klicken Sie auf die Schaltfläche Richtung umkehren, um gegebenenfalls die
Richtung zu ändern.
5 Ändern Sie die der Last oder Abhängigkeit zugewiesenen Werte wie
gewünscht.
6 Klicken Sie zum Übernehmen der Änderungen auf OK.

Ändern der Lösungsbedingungen | 35


So blenden Sie ein Lastsymbol aus
■ Klicken Sie auf der Werkzeugleiste auf die Schaltfläche
Begrenzungsbedingungen.
Die Lastsymbole werden ausgeblendet.

So blenden Sie ein Lastsymbol wieder ein


■ Klicken Sie auf der Werkzeugleiste erneut auf die Schaltfläche
Begrenzungsbedingungen.
Die Lastsymbole werden wieder eingeblendet.

So zeigen Sie Lastsymbole vorübergehend an


■ Halten Sie im Browser den Cursor über den Ordner Lasten und
Abhängigkeiten einer Last.
Die Lastsymbole werden eingeblendet.

ANMERKUNG Wenn Sie eine Last bearbeiten, deren Lastsymbole ausge-


blendet sind, werden die Symbole aller Lasten angezeigt und bleiben auch nach
dem Bearbeiten eingeblendet.

So ändern Sie die Netzrelevanz


1 Klicken Sie auf der Schaltflächenleiste Belastungsanalyse auf
Belastungsanalyse - Einstellungen.
2 Verschieben Sie im Dialogfeld Belastungsanalyse - Einstellungen den
Schieberegler, um die Relevanz Ihres Netzes festzulegen.
3 Klicken Sie zum Anzeigen des Netzes mit einer speziellen Einstellung auf
Netzvorschau.
Die Netzvorschau wird für die nicht deformierte, schattierte Anzeige Ihres
Bauteils ausgeführt.

So ändern Sie den Analysetyp


1 Klicken Sie auf der Schaltflächenleiste Belastungsanalyse auf
Belastungsanalyse - Einstellungen.
2 Wählen Sie im Dialogfeld Einstellungen aus dem Menü Analysetyp den
neuen Typ aus.
Wenn Sie Belastungsanalyse bzw. Modalanalyse wählen, werden nur die
Ergebnissätze für die ausgewählten Analysetyp im Browser angezeigt.
Vorherige Ergebnissätze werden entfernt.

36 | Kapitel 4 Überprüfen von Modellen und Belastungsanalysen


Aktualisieren von
Belastungsanalyseergebnissen
Nach dem Ändern der Lösungsbedingungen bzw. der Bauteilgeometrie
sind die aktuellen Ergebnisse nicht mehr gültig. Dies wird durch ein
Blitzsymbol an Ihrem Ergebnissymbol angezeigt; weiterhin wird der Befehl
Belastungsanalyse - Aktualisierung in der Schaltflächenleiste verfügbar.

So aktualisieren Sie die Belastungsanalyseergebnisse


■ Klicken Sie auf der Schaltflächenleiste Belastungsanalyse auf
Belastungsanalyse - Aktualisierung.
Die neuen Ergebnisse werden gemäß Ihrer überarbeiteten
Lösungsbedingungen erstellt.

Aktualisieren von Belastungsanalyseergebnissen | 37


38
Erstellen von
Berichten

In diesem Kapitel
5
Nachdem Sie eine Analyse für ein Bauteil ausgeführt ■ Erstellen von Berichten
■ Lesen von Berichten
haben, können Sie einen Bericht erstellen. Somit
■ Speichern und Veröffentlichen
verfügen Sie über eine schriftliche Aufzeichnung der von Berichten

Analyseumgebung und Analyseergebnisse.

In diesem Kapitel wird die Erstellung eines Berichts für

eine Analyse sowie die Interpretation des Berichts

erläutert. Außerdem erfahren Sie, wie Sie den Bericht

speichern und veröffentlichen können.

39
Ausführen von Berichten
Nachdem Sie eine Belastungsanalyse eines Bauteils ausgeführt haben, können
Sie die Details dieser Analyse möglicherweise zur späteren Wiederverwendung
speichern. Mit dem Befehl Bericht können Sie alle Analysebedingungen und
-ergebnisse im HTML-Format speichern, um sie zu einem späteren Zeitpunkt
einfach anzeigen zu können.

So erstellen Sie einen Bericht


1 Richten Sie eine Analyse für Ihr Bauteil ein, und führen Sie sie aus.
2 Legen Sie Anzeigegröße und -ausrichtung so fest, dass die Analyseergebnisse
optimal angezeigt werden. Die von Ihnen gewählte Anzeige wird im Bericht
verwendet.
3 Wählen Sie in der Schaltflächenleiste den Befehl Bericht, um für die aktuelle
Analyse einen Bericht zu erstellen. Nach der Berichterstellung wird in einem
Browser-Fenster der Bericht angezeigt.
4 Speichern Sie den Bericht für die spätere Wiederverwendung mit dem
Speichern unter-Befehl des Browsers.

Interpretieren von Berichten


Der Bericht enthält eine Zusammenfassung, eine Einführung, ein Beispiel
sowie Anhänge.

Zusammenfassung
Die Zusammenfassung enthält eine Übersicht über die für die Analyse
verwendeten Dateien sowie die Analysebedingungen und -ergebnisse.

Einführung
In der Einführung wird der Inhalt des Berichts und die Verwendung der darin
enthaltenen Informationen für die Interpretation Ihrer Analyse erläutert.

40 | Kapitel 5 Erstellen von Berichten


Beispiel
Im Beispiel werden Details über die verschiedenen Analysebedingungen
aufgezeigt.

Modell
Der Modellabschnitt enthält:

■ Eine Beschreibung der physikalischen Eigenschaften des Modells


■ Eine Beschreibung der Netzrelevanz und die Anzahl der Knoten und
Elemente

Umgebung
Der Umgebungsabschnitt enthält:

■ Belastungsbedingungen und Abhängigkeiten

Lösung
■ Vergleichsspannung
■ Deformation
■ Sicherheitsfaktor
■ Resonanzfrequenzergebnisse

Anhänge
Die Anhänge enthalten die folgenden Abschnitte:
Beispiel- Gekennzeichnete Abbildungen, die die Konturen für die
abbildungen verschiedenen Ergebnissätze anzeigen, wie Vergleichs-
spannung, Deformation, Sicherheitsfaktor und Formen
Material- Eigenschaften und Belastungsbegrenzungen für das bei
eigenschaften der Analyse verwendete Material
Glossar Definitionen von Begriffen, die im Bericht verwendet
werden
Veröffentlichen Eine Liste der Dateien, die für die Erstellung des Berichts
dieses Berichts generiert wurden, sowie deren Speicherort

Interpretieren von Berichten | 41


Speichern und Veröffentlichen von Berichten
Der Bericht wird in der Form eines Dateisatzes erstellt, der in einem Web-
Browser angezeigt werden kann. Er enthält die Haupt-HTML-Seite,
Stilvorlagen, generierte Abbildungen und andere, am Ende des Berichts
aufgelistete Dateien.

Speichern von Berichten


Wechseln Sie zum Abschnitt Veröffentlichen dieses Berichts am Ende des
Berichts. Er enthält eine Tabelle, in der alle als Teil des Berichts erstellten
Dateien aufgelistet werden. Wenn Sie diesen Bericht zur späteren Wieder-
verwendung beibehalten möchten, sollten Sie einen Ordner an einem per-
manenten Speicherort erstellen und alle Berichtdateien in diesen Ordner
verschieben bzw. kopieren. Wenn Sie mehrere Berichte speichern möchten,
sollten Sie für jeden Bericht einen Ordner erstellen.
Verwenden Sie den Befehl Speichern unter Ihres Browsers, um alle
Berichtdateien in einem Ordner Ihrer Wahl zu speichern. Neuere Versionen
von Microsoft Internet Explorer ermöglichen es Ihnen, Ihren Bericht in
Microsoft Word zu öffnen. Sie können Ihn dann nach Wunsch als Word-
Dokument speichern.
Beim Speichern eines Berichts in einem Ordner, in dem Sie zuvor eine Kopie
desselben Berichts gespeichert haben, sollten Sie vorsichtig sein. Dadurch
könnte der Ordner Dateien enthalten, die zwar von der vorigen Version des
Berichts, jedoch nicht von der aktuellen Version verwendet werden. Um
Verwirrung zu vermeiden, sollten Sie für jede Version eines Berichts einen
neuen Ordner verwenden oder alle Dateien in einem Ordner löschen, bevor
Sie ihn erneut verwenden.

Drucken von Berichten


Verwenden Sie den Befehl Drucken Ihres Web-Browsers, um den Bericht wie
eine gewöhnliche Web-Seite zu drucken.

Veröffentlichen von Berichten


Um den Bericht auf Ihrer Website zur Verfügung zu stellen, verschieben Sie
alle Berichtdateien auf die Website und veröffentlichen eine URL, die auf die
Hauptseite des Berichts, nämlich die erste in der Tabelle aufgelistete Datei,
verweist.

42 | Kapitel 5 Erstellen von Berichten


Verwalten von
Belastungs-
analysedateien
In diesem Kapitel
6
Durch Ausführen einer Belastungsanalyse in Autodesk ■ Erstellen von
Belastungsanalysedateien
Inventor® wird eine separate Datei mit den Belastungs-
■ Belastungsanalyse und
wechselseitige Abhängigkeit von
analyseinformationen erstellt. Außerdem wird der Inhalt
Bauteildateien
der Bauteildatei mit der neuen Belastungsdatei und deren ■ Wiederherstellen getrennter
Dateien
Namen erweitert.
■ Exportieren von Analyseinfor-
mationen in ANSYS WorkBench
In diesem Kapitel wird die wechselseitige Abhängigkeit

von Dateien erläutert. Sie erfahren auch, was Sie

unternehmen müssen, wenn Dateien voneinander

getrennt werden.

43
Erstellen und Verwenden von Analysedateien
Sie können eine Belastungsanalyse ausführen, indem Sie ein Bauteil in
Autodesk Inventor erstellen und dann Ihre Belastungsanalysebedingungen
festlegen. Sie können auch ein zuvor erstelltes Bauteil laden, für das Sie noch
keine Belastungsanalyse durchgeführt haben, und dann Ihre Analysebedin-
gungen festlegen. Nachdem Sie eine Belastungsanalyse für ein Bauteil einge-
richtet haben, werden beim Speichern des Bauteils auch die Belastungs-
analyseinformationen für das betreffende Bauteil gespeichert.

So starten Sie eine neue Analyse


1 Laden Sie ein bereits vorhandenes Bauteil, oder erstellen Sie ein neues Bauteil
in der Bauteil- oder Blechumgebung.
2 Rufen Sie die Belastungsanalyseumgebung auf, indem Sie im Menü der
Schaltflächenleiste die Leiste Belastungsanalyse auswählen.
3 Legen Sie Ihre Analysebedingungen fest.

Nachdem Sie die Belastungsanalyseinformationen festgelegt haben, werden


beim Speichern Ihres Bauteils auch die betreffenden Belastungsanalyse-
informationen in der Bauteildatei gespeichert. Belastungsanalyseeingaben
und Ergebnisinformationen, einschließlich Lasten, Abhängigkeiten und sämt-
lichen Ergebnissen, werden ebenfalls in einer separaten Datei gespeichert. Die
Belastungsanalysedatei hat denselben Namen wie die Bauteildatei, verwendet
jedoch die Erweiterung .ipa. Standardmäßig wird die .ipa-Datei im selben
Ordner wie die .ipt-Datei gespeichert.

Dateibeziehungen
Durch Aktivieren der Belastungsanalyseumgebung und Speichern der .ipt-
Datei wird keine .ipa-Datei erstellt. Sie müssen mindestens eine Bedingung
angeben, damit Autodesk Inventor eine .ipa-Datei erstellt.
Die .ipa-Datei enthält Informationen dazu, welcher .ipt-Datei die .ipa-Datei
zugewiesen ist. Mehrere .ipt-Dateien können nicht denselben .ipa-
Dateinamen referenzieren. Mehrere .ipa-Dateien können ebenfalls nicht
dieselbe .ipt-Datei referenzieren.
Mit dem Befehl Kopie speichern unter wird keine neue .ipa-Datei erstellt. Die
neue .ipt-Datei referenziert demnach dieselbe .ipa-Datei wie die alte .ipt-Datei.
Weitere Informationen zum Befehl Kopie speichern unter finden Sie unter
„Kopieren von Geometriedateien“ auf Seite 45.

ANMERKUNG Eine bestehende .ipa-Datei wird erst nach dem Aktivieren der
Belastungsanalyseumgebung geladen.

44 | Kapitel 6 Verwalten von Belastungsanalysedateien


Erneutes Zuweisen von Dateien mit
aufgelösten Verknüpfungen
Unter Umständen müssen Sie eine Bauteildatei ohne die zugehörige .ipa-
Datei bearbeiten. Dies kann vorkommen, wenn ein Gutachter die .ipt-Datei,
jedoch nicht die .ipa-Datei sendet. Verwenden Sie die Option Übergehen im
Dialogfeld Verknüpfung auflösen, um das Bauteil dennoch zu bearbeiten.
Bearbeiten Sie das Bauteil ohne die entsprechende .ipa-Datei und möchten
dann das Bauteil seiner Analysedatei wieder zuweisen, versucht Autodesk
Inventor, die Belastungsbedingungen zu aktualisieren. Bei der erneuten
Zuweisung der Dateien können allerdings Fehler auftreten.

Kopieren von Geometriedateien


Mithilfe des Befehls Kopie speichern unter bzw. des Kopieren-Befehls Ihres
Systems können Sie eine Kopie einer .ipt-Datei erstellen. Ist dies der Fall,
referenziert die Kopie der .ipt-Datei weiterhin die ursprüngliche .ipa-Datei.
Öffnen Sie die Kopie des Bauteils und aktivieren dann die
Belastungsanalyseumgebung, werden Sie in einem angezeigten Dialogfeld
gefragt, ob Sie die für das Bauteil festgelegten
Belastungsanalyseinformationen beibehalten möchten. Durch Klicken auf
Nein werden die Belastungsanalyseinformationen entfernt, und das Bauteil
kann so bearbeitet werden, als wäre keine Analyse durchgeführt worden.
Durch Klicken auf Ja erstellt Autodesk Inventor eine Kopie der ursprünglichen
.ipa-Datei und ändert die Referenzen der Bauteilkopie und der Kopie der
.ipa-Datei so, dass die einander referenzieren.

Erneutes Zuweisen von Dateien mit aufgelösten Verknüpfungen | 45


Auflösen fehlerhafter Dateiverknüpfungen
Unter Umständen kann die .ipa-Datei aus verschiedenen Gründen beim
Durchführen einer Bauteilanalyse nicht aufgelöst werden. Dies ist der Fall,
wenn die .ipa-Datei beispielsweise umbenannt oder verschoben wurde bzw.
ein Zulieferer eine Kopie einer .ipt-Datei ohne die zugehörige .ipa-Datei
erhalten hat. Die .ipa-Datei kann dann nicht aufgelöst werden, und das
gewöhnliche Inventor-Dialogfeld Verknüpfung auflösen wird angezeigt.
Neben dem Abbrechen der Dateiöffnung haben Sie nun zwei Möglichkeiten:

■ Sie können die Datei übergehen.


■ Sie können eine bestehende .ipa-Datei auswählen.

Übergehen fehlender IPA-Dateien


Wenn Sie das Bauteil trotz der fehlenden .ipa-Datei bearbeiten, werden alle
Befehle der Belastungsanalyse mit Ausnahme des Befehls Belastungsanalyse -
Einstellungen deaktiviert. Das Bauteildokument kann bearbeitet werden.
Allerdings können Sie keine Belastungsanalysevorgänge durchführen.

Auswählen bestehender IPA-Dateien


Fehlt die .ipa-Datei, können Sie eine bereits bestehende umbenannte oder
verschobene .ipa-Datei auswählen. Beim nächsten Laden der zugewiesenen
.ipt-Datei wird das Dialogfeld Verknüpfung auflösen angezeigt, und Sie
können die Datei mit dem neuen Namen bzw. dem neuen Speicherort
auswählen.

46 | Kapitel 6 Verwalten von Belastungsanalysedateien


Erstellen neuer Analysedateien
Beim Öffnen eines Bauteils mit einer fehlenden .ipa-Datei können Sie das
Dialogfeld Belastungsanalyse - Einstellungen zum Erstellen einer neuen
.ipa-Datei verwenden.
Wird ein Bauteil mit fehlender Analysedatei geöffnet, wählen Sie den Befehl
Belastungsanalyse - Einstellungen. Die Schaltfläche Neue Analysedatei wird
nur unter diesen Bedingungen verfügbar.
Um eine neue .ipa-Datei für das Bauteil zu erstellen, klicken Sie auf
Neue Analysedatei. Autodesk Inventor erstellt eine neue .ipa-Datei im
Standardverzeichnis mit dem Standardnamen.
Ist bereits eine Datei mit diesem Namen im Standardverzeichnis vorhanden,
prüft Autodesk Inventor die .ipa-Datei, ob diese mit der aktivierten .ipt-Datei
verknüpft ist. Ist dies der Fall, werden Sie gefragt, ob Sie diese .ipa-Datei
verwenden oder eine neue erstellen möchten.
Wenn Sie eine neue Datei erstellen, verfügt die neue .ipa-Datei über
Begrenzungsbedingungen, die mit den in der .ipt-Datei gespeicherten
übereinstimmen.

Exportieren von Analysedateien


Mitunter müssen Sie Analysen für Ihr Bauteil ausführen, die in ihrer
Komplexität die Kapazitäten der AIP-Belastungsanalyse überschreiten.
Sie können dann Ihre aktuellen Analyseinformationen in eine Datei
exportieren, die in ANSYS WorkBench importiert werden kann, ein
Programm, das weitaus komplexere Analysen durchführt.

So exportieren Sie Ihre Informationen in ANSYS WorkBench


1 Wählen Sie nach dem Einrichten und Durchführen einer Analyse auf der
Schaltflächenleiste Belastungsanalyse den Befehl In ANSYS exportieren.
2 Rufen Sie den Speicherort Ihrer Projektdateien auf.
3 Wählen Sie Speichern.
Die Datei wird mit demselben Namen wie die Bauteildatei gespeichert,
verwendet jedoch die Erweiterung .dsdb.

Sie können Ihr Bauteil sowie die Analysedatei nun in ANSYS WorkBench zum
Durchführen einer komplexeren Analyse importieren.

Exportieren von Analysedateien | 47


48
Index

A B
Abhängigkeit Festgelegt, Dialogfeld, 18 Bauteilbelastungen, 17
Abhängigkeiten Begrenzungsbedingung, Befehl, 30
auswählen und anwenden, 18 Belastungsanalyse
Browser-Anzeige, 13 Annahmen, 7
festgelegte Verschiebungen, 18 Arbeitsablauf, 13
löschen, hinzufügen und bearbeiten, 35 Ergebnisse, 29
Aktualisieren von Analysen, 37 Funktionalität, 6
Aktualisieren, Befehl, 21 Umgebung, 12
Analysedateien (.ipa), 44 Werkzeuge, 5
exportieren, 47 Belastungsanalyse - Aktualisierung, Befehl, 21,
fehlende neu erstellen, 21, 47 37
Verknüpfung erneut zuweisen, 45 Belastungsanalyse - Einstellungen, Dialogfeld, 20
Analyseergebnisse, anzeigen, 26 Bericht, Befehl, 40
Analysen Berichte
aktualisieren, 37 drucken und veröffentlichen, 42
Arbeitsablauf, 13 speichern, 40, 42
auflösen, 7 Browser, Belastungsanalyse, 12
ausführen für bearbeitete Konstruktionen,
34
Berichte, 40 D
Ergebnisse, lesen, 29 Dateien, Analyse
komplex, 47 erneut zuweisen, 45
Nachbearbeitung, 9 fehlende neu erstellen, 21
Netze, 7 Dateityp .ipa, 44
Schwingung, 10 Deformationsergebnisse, 9, 29
Typen, festlegen, 20, 36 Optionen für die Anzeige, 30
Analysetypen, festlegen, 20 Dialogfelder
ANSYS WorkBench, 47 Abhängigkeit Festgelegt, 18
ANSYS-Lösungsstatus, Dialogfeld, 21 ANSYS-Lösungsstatus, 21
Arbeitsabläufe Belastungsanalyse - Einstellungen, 20
Analysen, typische durchführen, 14 Frequenz - Optionen, 23
anwenden von Lasten für Analysen, 15 Kraft, 16
ausführen von Modalanalysen, 22 Material auswählen, 14
Parameter, 19
Drucklasten, 17

Index | 49
E Maximales Ergebnis, Befehl, 30
Minimales Ergebnis, Befehl, 30
Elementensichtbarkeit, Befehl, 30 Modalanalysen, 10, 22
Ergebnisse Modellgeometrie, bearbeiten, 34
aktualisieren, 37 Modi
anzeigen, 26 Ergebnisoptionen, 23
Anzeigeoptionen, 30 Frequenz, 10
Belastungsanalyse, lesen, 29 Momentlasten, 17
Deformation, 9
Frequenzoptionen, 23
Sicherheitsfaktor, 10 N
überprüfen, 9
Vergleichsspannungen, 9 Nachbearbeitung von Analysen, 9
Natürliche Resonanzfrequenzen, 10
Netze
F anzeigen, 27, 30
Faktor für Sicherheitsergebnisse, 10 erstellen, 7
Farbleiste, 27 Größeneinstellungen, 21, 36
Frequenz - Optionen, Dialogfeld, 23 Nicht-Null-Verschiebungslasten, 17
Frequenzergebnisse, Optionen, 23
Frequenzmodi, 10 O
Optionen für Lösungen, 20
G
Geometrie, bearbeiten, 34 P
Parameter, Dialogfeld, 19
H Parameter, festlegen für Lasten, 19
Hilfesysteme, 3
R
K Resonanzfrequenzanalysen
Kenntnisse für Übungen, 2 durchführen, 22
Konturfarben, 29 Resonanzfrequenzergebnisse, 30
Kraft, Dialogfeld, 16
Kraftlasten, 17 S
Schaltflächenleiste, Belastungsanalyse, 12
L Schwingungsfrequenzanalysen, 22
Lagerbelastungen, 17 Sicherheitsfaktorergebnisse, 10, 29
Lasten Spannungen, Vergleichsspannung, 9
auswählen und anwenden, 15
Browser-Anzeige, 13
löschen, hinzufügen und bearbeiten, 35
U
Parameter, festlegen, 19 Übungen, Kenntnisse, 2
Zusammenfassung der Typen, 17
Lastsymbole, 34
anzeigen, 30, 36 V
Lösungen Vergleichsspannungen, 9
erneut durchführen, 35 Vergleichsspannungsergebnisse, 29
erstellen, 21 von Mises-Spannung, 9
Methoden, 7 Vorverarbeitung, 7
Optionen, festlegen, 20
W
M Werkzeuge, Belastungsanalyse, 12
Material auswählen, Dialogfeld, 14
Material, wählen, 14

50 | Index