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HOMELAND

Sönke Meinen
HO M E L A N D

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Diese Komposition ist im Zug entstanden, auf I wrote this piece on the train when I was going
dem Weg nach Ostfriesland, um meine Familie home to see my family for Christmas. It is ins-
über Weihnachten zu besuchen. Es ist nicht nur pired by the landscapes of East Frisia, the area
von der Weite der ostfriesischen Landschaft in Northern Germany where I grew up, and the
inspiriert, sondern auch von dem Gefühl des feeling of coming home after a busy year.
Nach-Hause-Kommens nach einem anstrengen-
den und aufregenden Jahr. This ballad features a simple folk-inspired
melody. To keep this melody alive, dynamics are
Diese Ballade basiert auf einer einfachen very important. Often I start the piece rather
Folk-inspirierten Melodie. Um diese Melo- quiet, leaving a lot of space between the phrases
die spannend zu gestalten, ist die Dynamik in in the first theme. That way there is a lot of room
diesem Stück sehr wichtig. Oft beginne ich das to build up the piece and play around with the
Stück ziemlich leise und lasse zwischen den phrasing. The crescendo and decrescendo signs
einzelnen Phrasen im ersten Thema viel Platz. indicate most of the dynamics I use, although
So ist viel Luft vorhanden, das Stück dynamisch I also improvise with it and change the way it
aufzubauen und mit der Phrasierung der Melodie is played from time to time. The C part is the
zu spielen. Die angegebenen Dynamikzeichen climax of the piece, so it is played very „full“
inklusive den crescendo- und decrescendo-Sym- sounding, using the space between the low D
bolen geben einen Überblick über die Dynamik, in the bass and the high e in the melody. After-
an der ich mich meistens orientiere. Allerdings wards it calms down again, finally ending with
spiele ich dieses Stück nie exakt gleich und a very quiet and soft theme, getting slower, more
improvisiere viel mit der Phrasierung und den free in tempo and very quiet to create an open
damit verbundenen Lautstärken. Der C-Teil ist sounding ending, almost like there is a question
der Höhepunkt des Stückes, daher sollte hier auf mark after the last melody phrase.
einen besonders „vollen“ Klang geachtet wer-
den, der zum Teil schon durch den großen Ab-
stand zwischen dem tiefen D im Bass und dem
hohen e in der Melodie entsteht. Im Anschluss
an diesen Teil wird das Stück wieder ruhiger
und endet mit einem sehr leisen, zerbrechlichen
Thema, das schrittweise auch langsamer und in
der Phrasierung freier werden sollte. Dadurch
entsteht ein möglichst offenes Ende, die letzte
Phrase erscheint wie eine Frage, die nicht beant-
wortet wird.

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© 2019 Sönke Meinen 1