Lernfeld 1
Im Beruf und Gesundheitswesen
orientieren
Gesundheitswesen und soziale Absicherung
Berufliches Umfeld der ZFA
Arbeitsplatz Zahnarztpraxis
Arbeitssicherheit und Gesundheit
Aufbau des Gesundheitswesens
Das Gesundheitswesen besteht aus einer Vielzahl von Einrichtungen zur Vorbeugung,
Erkennung und Behandlung von Gesundheitsstörrungen.
Man unterscheidet 3 Arbeitsbereiche:
ambulante Versorgung: ärztliche Behandlung in einer Praxis oder Klinik, nach welcher der Patient
unmittelbar wieder nach Hause entlassen wird.
stationäre Versorgung: Verweilen eines Patienten über Nacht in einer Behandlungs- oder
Pflegeeinrichtung, z.B. einem Krankenhaus.
öffentlicher Gesundheitsdienst(ÖGD): umfasst Einrichtungen der Gesundheitsverwaltung auf
Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene. Ein kommunales Gesundheitsamt erfüllt die Sicherstellung der
öffentlichen Hygiene und des Infektionsschutzes, die Erstellung amtsärztlicher Stellungnahmen und
Gutachten, es engagiert sich für die Kinder- und Jugendgesundheit, die Zahngesundheit, die
Gesundheitsförderung und Prävention. Die Schwerpunktaufgaben des ÖGD sind: Infektionsschutz und
umweltbezogener Gesundheitsschutz.
Lernfeld 1 2
Aufbau der Sozialversicherung
1. Krankenversicherung
2. Pflegeversicherung
3. Rentenversicherung
4. Arbeitslosenversicherung
5. Unfallversicherung
Lernfeld 1 3
Berufsbild ZMF
Lernfeld 1 4
Rolle der Zahnmedizinischen Fachangestellten
Verhaltenserwartungen ZFA
-fachliches Können
-Einsatzbereitschaft
-umsichtiges Handeln
-Hilfsbereitschaft
-Freundlichkeit
-Verantwortungsbewusstsein
-Zuverlässigkeit
-Teamfähigkeit
-Sauberkeit
-gepflegtes Äußeres
Lernfeld 1 5
Fort- und Weiterbildung (ZFA)
• Zahnmedizinische Prophylaxeassistenten (ZMP)
• Zahnmedizinische Fachassistenten (ZMF)
• Zahnmedizinische Verwaltungsassistenten (ZMV)
• Fachwirt(in) für Zahnärztliches Praxismanagement (FZP)
• Dentalhygieniker (DH)
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Berufe des Gesundheitswesens
• Zahnarzt – Aufgabe ist die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Zahn- , Mund- und Kieferkrankheiten.
• Arzt – Aufgabe ist die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Krankheiten und Leiden des Menschen.
• Arzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
• Tierarzt – Aufgabe ist die Vorbeugung, Erkennung und Behandlung von Krankheiten der Tiere.
• Apotheker – Aufgabe ist die Prüfung, Herstellung und Abgabe von Arzneimitteln.
• Hebamme
• Zahnmedizinische(r) Fachangestellte(r)
• Medizinische(r) Fachangestellte(r)
• Tiermedizinische(r) Fachangestellte(r)
• Pharmazeutisch-kaufmännischer(r) Angestellte(r)
• Zahntechniker
• Pflegeberufe
• Medizinisch-technische Assistenten
• Therapeutisch- Rehabilitative Berufe
• Rettungsassistent
• Heilpraktiker
Lernfeld 1 7
Berufsorganisationen
Die Zahnärztekammer (ZÄK) ist die Berufsvertretung Kassenzahnärztlichen Vereinigungen (KZV) sind
aller Zahnärztinnen und Zahnärzte Körperschaften des öffentlichen Rechts, denen alle
Vertragszahnärzte angehören müssen. Sie sind für die
Die Aufgaben Zahnärztekammer sind: vertragsärztliche Versorgung der Versicherten der
• Vertretung des zahnärztlichen Berufsstandes Gesetzlichen Krankenversicherungen zuständig.
gegenüber der Politik, den Medien und der
breiten Öffentlichkeit auf Bundesebene Die Aufgaben der Kassenzahnärztlichen Vereinigungen
sind
• Schaffung von Rahmenbedingungen zur
Erbringung und Anerkennung • Sicherstellung der flächendeckenden
zahnmedizinischer Leistungen zahnärztlichen Versorgung
• Koordinierung und Weiterentwicklung der • Vertretung der Rechte ihrer Mitglieder
zahnärztlichen Aus-, Fort- und Weiterbildung in gegenüber den Krankenkassen
Zusammenarbeit mit zahnärztlich- • Überwachung der Erfüllung der den
wissenschaftlichen Organisationen Vertragszahnärzten obliegenden
• Stärkung der Prävention und • Honorarverteilung an die Vertragszahnärzte
Gesundheitsförderung
• Verbesserung der Zahn-(medizinischen)
Versorgung der Bevölkerung
• Vertretung der Interessen der Zahnärzteschaft
auf europäischer und internationaler Ebene
Lernfeld 1 8
Berufsorganisationen
Lernfeld 1 9
Arbeitsgebiete der Zahnheilkunde
Lernfeld 1 10
Arbeitsplatz Zahnarztpraxis
Funktionsbereiche und Tätigkeitsfelder
Räume mit normalen Räume mit erhöhten
hygienischen Ansprüchen hygienischen Ansprüchen
• Anmeldung • Behandlungszimmer
• Wartezimmer • Prophylaxebereich
• Büro • Röntgenbereich
• Sozialraum • Hygienebereich
• Toiletten
• Praxislabor
Lernfeld 1 11
Basiskonzepte
Lernfeld 1 12
Geräte am zahnärztlichen Behandlungsplatz
Der behandlungsplatz muss hygienisch einwandfrei gestaltet sein.
Behandlungsstuhl
- Zahnarztelement: Mehrfunktionsspritze für Wasser und Luft, Turbine, 2Mikromotoren, Ultraschall zur Zahnreinigung
- Assistenzelement: Mehrfunktionsspritze für Wasser und Luft, Absaugschlauch, Speichelsaugerschlauch,
Polymerisationsleuchte
- Schwebetisch
- Behandlungsleuchte
Schränke
Handwaschplatz
Dentalröntgengeräte
Thermodesinfektor, Dampfsterilisator (Autoklav) ,Heißluftsterilisator
Geräte zur technischen Versorgung - Kompressor, Saugmotor, Amalgamabscheider
Kommunikation - Praxisvernetzung
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Händewaschplatz
Lernfeld 1 14
Patientenlagerung
Lernfeld 1 15
Arbeitshaltung
Lernfeld 1 16
Systematische Absaug- und Haltetechnik
Lernfeld 1 17
Absaug- und Haltetechnik im Oberkiefer
Lernfeld 1 18
Absaug- und Haltetechnik im Unterkiefer
Lernfeld 1 19
Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Rechtliche Grundlagen
• Gesetze, Regeln, Richtlinie
zum Schutz vor
Gesundheitsgefahren am
Arbeitsplatz
Berufsgenossenschaft (BG)
Die Berufsgenossenschaften sind – neben
den Unfallkassen – die Träger der
gesetzlichen Unfallversicherung. Sie
versichern Berufstätige gegen die Folgen
von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten
und sind zuständig für die Verhütung von
Unfällen, Berufskrankheiten und
arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren.
Lernfeld 1 20
Biostoffverordnung
(BioStoffV)
Lernfeld 1 21
Technische Regel für
Biologische
Arbeitsstoffe
(TRBA 250)
Lernfeld 1 22
Biologische Arbeitsstoffe
Biostoffe sind Mikroorganismen wie Bakterien, Pilze, Viren, Endoparasiten, Prionen und
andere Krankheitserreger, die beim Menschen Gesundheitsschäden hervorrufen können.
Wo sind Mikroorganismen?
• Körperflüssigkeiten (Blut, Speichel), -ausscheidungen oder -gewebe und Aerosole
Schutzmaßnahmen:
• Technische & Bauliche
• Händewaschplätze, separate Toiletten, Umkleidemöglichkeiten, Oberflächen (leicht zu reinigen,
wasserdicht und beständig gegen Desinfektionsmittel)
• Aerosolbildung minimieren
• Sammeln von spitzen oder scharfen Gegenständen (müssen stich- und bruchfest sein und den Abfall
sicher umschließen)
• Organisatorische & Hygienische
• Schutzkleidung, Schutzhandschuhe, Händedesinfektion, Augen- und Gesichtsschütz, Atemschutz,
• Schmuck und Fingernägel, Nahrungs- und Genussmittel
• Maßnahmen zur Desinfektion, Reinigung, und Sterilisation sowie zur Ver- und Entsorgung
• Umgang mit benutzten Instrumenten und Geräten
• Schutzimpfungen
Lernfeld 1 23
Recapping
Mit Recapping (englisch für „wieder bedecken“) bezeichnet man im medizinischen Bereich das
Wiederaufsetzen der Schutzkappe auf die Nadel einer Spritze oder eine Kanüle nach deren
Gebrauch.
Lernfeld 1 24
Gefahrstoffe
Gefahrstoffe sind Stoffe
oder Gemische, die
gefährliche physikalische
Eigenschaften haben oder
eine schädigende Wirkung
auf Menschen und Umwelt
haben können.
Lernfeld 1 25
Medizinprodukte-gesetz (MPG)
Medizinprodukt (MP) sind
Apparate, Gegenstände,
Stoffe und auch Software, die
in Medizin oder Zahnmedizin
zur Anwendung am
Menschen bei Prävention,
Diagnostik, Therapie oder
Rehabilitation bestimmt sind.
Lernfeld 1 26
Medizinprodukte-
Betreiberverordnung
(MPBetreibV)
Lernfeld 1 27
Infektionsschutz-
gesetz (IfSG)
Lernfeld 1 28
Brandschutz
Notrufnummer 112
Lernfeld 1 29