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Hinweise Für Ein Plädoyer

Das Dokument bietet Hinweise zur Erstellung eines Plädoyers, das eine persönliche Stellungnahme zu einem Thema darstellt. Es beschreibt die Struktur eines Plädoyers, einschließlich Einleitung, Hauptteil und Schluss, und gibt Tipps zur Präsentation, um die Zuhörer zu überzeugen. Zudem werden Formulierungshilfen und Beispiele für Argumente bereitgestellt, um die eigene Meinung klar und nachvollziehbar zu kommunizieren.

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Adam Rotschadl
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Hinweise Für Ein Plädoyer

Das Dokument bietet Hinweise zur Erstellung eines Plädoyers, das eine persönliche Stellungnahme zu einem Thema darstellt. Es beschreibt die Struktur eines Plädoyers, einschließlich Einleitung, Hauptteil und Schluss, und gibt Tipps zur Präsentation, um die Zuhörer zu überzeugen. Zudem werden Formulierungshilfen und Beispiele für Argumente bereitgestellt, um die eigene Meinung klar und nachvollziehbar zu kommunizieren.

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Hinweise für dein Plädoyer

Ein Plädoyer ist eine zusammenfassende abschließende Stellungnahme, die aus einer bestimmten Sicht
verfasst wird. Man wägt Für und Wider aus einer persönlichen Sichtweise ab, wenn man ein Plädoyer hält:

1. Achte darauf, einen Sachverhalt so darzustellen, wie du ihn selbst einschätzt.


2. Begründe genau, wie du zu dem Schluss kommst, dass deine Ansicht richtig ist. Geh dabei auf konkrete
Beweise oder wissenschaftliche Untersuchungen ein.
Widerlege Gegenansichten durch entsprechende Begründungen.

Geht es um ein Plädoyer, das bestimmte Werte und Werthaltungen in den Mittelpunkt stellt, solltest du eine
entsprechende Würdigung einbringen. Welche konkreten Werte sind betroffen?

Zum Schluss formulierst du eine konkrete Aufforderung, die noch einmal unterstreicht, welche Ansicht zu
einem Thema du unterstützt oder besonders nachvollziehbar findest.

Mit einem guten Plädoyer überzeugst du Unentschlossene von deiner Meinung, indem du deine Argumente als
begründet und nachvollziehbar herausstellst.

Formulierungshilfen
Einstieg (Worum geht es eigentlich?)
In der Einleitung nennst du kurz den Anlass deiner Stellungnahme und die Frage, mit der du dich
auseinandersetzt.

Hauptteil (Warum habe ich diese Meinung?)


Formuliere zum Thema unterschiedliche Behauptungen und suche für diese mögliche Begründungen und
Beispiele. Ordne deine Argumente (= Behauptung + Begründung + Beispiel) nach ihrer Wichtigkeit vom
schwächsten zum stärksten Argument.

Mögliche Satzanfänge für die Behauptung:


Ich behaupte, dass … Mein Standpunkt ist, … Ich finde, dass … Meiner Ansicht nach … Ich denke, dass …
Meiner Meinung nach sollten … Ich vertrete die Auffassung, dass …

Mögliche Satzanfänge für die Begründung:


Dies ist so, weil … Ein Grund dafür ist, dass … Aufgrund dessen kann man sehen, dass… Das zeigt sich
daran, dass … Zu dieser Meinung komme ich, weil … Ich kann die Behauptung damit begründen, dass …

Mögliche Satzanfänge für die Beispiele:


Als ein Beispiel kann ich anführen, dass … Beispielhaft hierfür ist … Aus meiner Erfahrung weiß ich, dass …
Zum Beispiel kann man das daran sehen … Das kann man daran erkennen …

Schluss (Zusammenfassung/Ausblick/Appell)
Im Schlussteil solltest du deine Meinung zusammenfassen, einen persönlichen Ausblick auf die Zukunft geben
oder den Leser zu etwas auffordern. Halte dich im Schlussteil aber eher kurz.

Mögliche Formulierungen:
Wie man sieht, finde ich, dass … In meiner Stellungnahme ging es um … Zum Schluss möchte ich festhalten,
dass … Zusammenfassend ist zu sagen, dass … Mir ist wichtig, dass …
Zu S. 47 | Lernaufgabe KV 3

Tipps zum Halten deines Plädoyers

 Sprich in kurzen, klaren Sätzen. Bedenke, dass deine Zuhörer nicht mitlesen können, deshalb ist es
wichtig, dich so prägnant wie möglich auszudrücken.

 Sprich langsam und deutlich! Achte darauf, regelmäßig Pausen zu machen, damit deine Zuhörer dir
folgen können. Auch mit Sprechtempo und Lautstärke zu variieren, kann dir helfen, auf bestimmte Aspekte
besonders hinzuweisen.

 Erläutere zu Beginn, wie du dein Plädoyer gliederst (Ich werde folgendermaßen vorgehen …) und mache
deutlich, wo du dich gerade befindest, z. B. gegen Schluss (Ich komme nun zum letzten Teil, bevor ich
dann abschließend die gewonnenen Erkenntnisse noch einmal kurz zusammenfasse.)

 Vergeude die Zeit, die du für dein Plädoyer veranschlagst, nicht mit unnötigen Wiederholungen oder der
Erläuterung von Aspekten, die nicht so wichtig sind. Beschränke dich deshalb auf die wesentlichen
Aspekte.

 Vergleiche oder Metaphern, die einen Sachverhalt verbildlichen, helfen deinen Zuhörern, besser zu
verstehen, worauf du hinauswillst und sind zugleich einprägsam und nachvollziehbar (Es ist ethisch
fragwürdig, Kinder durch Medikamente für die Schule wie defekte Computer „funktionsfähig“ zu machen.).

 Aus deinen Ausführungen soll hervorgehen, dass du gute Gründe hast, genau diese Position zu vertreten.
Wenn du darstellst, dass sich Ansichten auch gegenüber stehen können, ist dies häufig
glaubwürdiger. (Es ist natürlich klar, dass Lehrer einen für alle möglichst reibungslosen Unterricht
gewährleisten müssen und Kinder oft selbst unter ihrer Hyperaktivität leiden. Jedoch müssen die Folgen
der Einnahme von Ritalin für die Betroffenen berücksichtigt werden, die zurzeit noch viel zu wenig erforscht
sind. Meine Position ist daher, dass den Kinder durch nichtmedikamentöse Therapiemethoden geholfen
werden sollte.)

 Wenn du deinen Anfangsgedanken am Ende noch einmal aufgreifst, ergibt sich für deine Zuhörer ein
sinnvoller Gesamteindruck von der Haltung, die du zu einem Thema entwickelt hast. So können sie den
roten Faden nachvollziehen, der dich in deinen Ausführungen leitet. Da das am Schluss Genannte
meistens am besten in Erinnerung bleibt, ist es sinnvoll, hier das Wichtigste noch einmal hervorzuheben.
Beispiel: Plädoyer für „Tschick“
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitschülerinnen und Mitschüler,
ich möchte heute ein Plädoyer für die Lektüre „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf halten, ein Roman, der nicht
nur spannend und unterhaltsam ist, sondern auch tiefe Botschaften vermittelt.

Ich denke, dass die Charaktere in „Tschick“ besonders authentisch und lebensnah dargestellt sind.
Dies ist so, weil die beiden Protagonisten, Maik und Tschick, echte Herausforderungen erleben, die viele
Jugendliche nachvollziehen können. Als ein Beispiel kann ich anführen, dass Maik ein Außenseiter ist, der in
der Schule kaum Beachtung findet, während Tschick ein rebellischer Junge mit schwierigen Lebensumständen
ist. Ihre unerwartete Freundschaft zeigt, dass Unterschiede keine Barriere sein müssen.

Meiner Meinung nach sollten mehr Bücher wie „Tschick“ gelesen werden, da sie die Themen Abenteuer und
Freiheit aufgreifen. Ein Grund dafür ist, dass die beiden Jungen durch ihre Reise in einem gestohlenen Auto
aus ihrem monotonen Alltag ausbrechen und die Welt auf ihre eigene Weise erkunden. Beispielhaft hierfür ist
die Szene, in der sie sich verirren, neue Menschen kennenlernen und lernen, selbst Entscheidungen zu treffen.
Dies zeigt, wie wichtig es ist, manchmal die Regeln zu brechen, um Erfahrungen zu sammeln.

Ich finde, dass der Roman wichtige gesellschaftskritische Themen anspricht, die auch heute noch relevant
sind. Das zeigt sich daran, dass Wolfgang Herrndorf Themen wie soziale Ungleichheit, Vorurteile und die
Suche nach Identität behandelt. Zum Beispiel kann man das daran sehen, dass Maik aus einer wohlhabenden,
aber emotional instabilen Familie stammt, während Tschick aufgrund seiner Herkunft und seines Verhaltens oft
diskriminiert wird. Diese Kontraste regen dazu an, über unsere eigene Haltung nachzudenken.

Ich vertrete die Auffassung, dass „Tschick“ durch seinen Humor und seine Leichtigkeit besonders zugänglich
ist. Ich kann die Behauptung damit begründen, dass Herrndorf ernste Themen auf eine humorvolle Weise
behandelt, ohne die Glaubwürdigkeit der Geschichte zu verlieren. Das kann man daran erkennen, dass die
Dialoge spritzig und die Situationen oft absurd sind, wie etwa die Szene, in der Maik und Tschick versuchen,
eine Kuh von der Straße zu vertreiben. Trotz des Humors bleibt die Tiefe der Geschichte erhalten.

Meiner Ansicht nach vermittelt der Roman eine zeitlose Botschaft über Freundschaft, Loyalität und den Mut,
seinen eigenen Weg zu gehen. Zu dieser Meinung komme ich, weil die beiden Protagonisten lernen, sich
selbst zu vertrauen und unabhängig von äußeren Erwartungen ihre Ziele zu verfolgen. Zum Beispiel kann man
das daran sehen, dass Maik am Ende der Reise selbstbewusster ist und seine Perspektive auf das Leben
geändert hat.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass „Tschick“ mehr als nur eine Abenteuergeschichte ist. In meiner
Stellungnahme ging es um die authentischen Charaktere, die Bedeutung von Freiheit und die
gesellschaftskritischen Themen, die der Roman anspricht. Zum Schluss möchte ich festhalten, dass diese
Lektüre sowohl unterhaltsam als auch lehrreich ist und deshalb in Schulen gelesen werden sollte. Mir ist
wichtig, dass wir Bücher wie „Tschick“ wertschätzen, da sie uns zeigen, wie vielfältig das Leben sein kann und
wie wichtig es ist, seinen eigenen Weg zu finden.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Allgemeine Aufgabenstellung:
„Halte ein Plädoyer für oder gegen die folgende Lektüre oder ein bestimmtes Thema. Argumentiere
überzeugend, warum es lesenswert oder wichtig ist (oder warum nicht). Nutze Beispiele aus dem
Text, um deine Argumente zu stützen.“

Aufgaben zu Lektüren:
1. „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf
o Plädoyer gegen: Sollte „Tschick“ aus dem Lehrplan gestrichen werden?
2. „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink
o Plädoyer: Ist „Der Vorleser“ ein geeignetes Buch, um Schülern die
Auseinandersetzung mit Schuld und Vergebung näherzubringen?
o Plädoyer gegen: Sollte die komplexe Beziehung zwischen Hanna und Michael
problematisiert werden?
3. „Andorra“ von Max Frisch
o Plädoyer: Warum ist „Andorra“ ein zeitloses Drama, das auch heute noch aktuell ist?
o Plädoyer gegen: Ist die Darstellung von Vorurteilen und Fremdenfeindlichkeit in
„Andorra“ veraltet?
4. „Effi Briest“ von Theodor Fontane
o Plädoyer: Ist „Effi Briest“ immer noch ein relevanter Roman für junge Menschen?
o Plädoyer gegen: Warum ist „Effi Briest“ als Schullektüre ungeeignet?
5. „Die Physiker“ von Friedrich Dürrenmatt
o Plädoyer: Warum sollte „Die Physiker“ als warnendes Beispiel in Schulen behandelt
werden?
o Plädoyer gegen: Ist der Humor und die Absurdität des Stückes für Schüler schwer
zugänglich?

Themenbezogene Aufgaben:
1. Klimaschutz und Umwelt
o Plädoyer: Warum sollte jeder Einzelne aktiv gegen den Klimawandel vorgehen?
o Plädoyer gegen: Sind individuelle Maßnahmen gegen den Klimawandel wirklich
effektiv?
2. Digitalisierung
o Plädoyer: Warum sind digitale Medien im Unterricht unverzichtbar?
o Plädoyer gegen: Sollten Smartphones im Unterricht komplett verboten werden?
3. Tierrechte
o Plädoyer: Warum sollten Tierversuche weltweit verboten werden?
o Plädoyer gegen: Gibt es Situationen, in denen Tierversuche gerechtfertigt sein könnten?
4. Schuluniformen
o Plädoyer: Warum sollten Schuluniformen in Deutschland eingeführt werden?
o Plädoyer gegen: Warum sind Schuluniformen nicht zeitgemäß?
5. Social Media
o Plädoyer: Warum sind soziale Medien eine wertvolle Möglichkeit zur Selbstentfaltung?
o Plädoyer gegen: Sollten Jugendliche den Zugang zu sozialen Medien begrenzt
bekommen?

Methodik und Vorgehen:


1. Vorbereitung:
o Lies die Lektüre oder informiere dich über das Thema.
o Finde 2-3 Hauptargumente, die deine Meinung unterstützen.
o Ergänze Beispiele oder Zitate, um deine Argumente zu verstärken.
2. Plädoyer strukturieren:
o Einleitung: Stelle das Thema/Lektüre vor und nenne kurz deine Position.
o Hauptteil: Führe deine Argumente aus. Verwende rhetorische Fragen und
überzeugende Beispiele.
o Schluss: Fasse deine Argumente zusammen und betone noch einmal, warum deine
Meinung wichtig ist.
3. Präsentation:
o Halte das Plädoyer in der Klasse oder schreibe es aus, um die Sprache und
Grammatik zu üben.

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